Kernenergie 9e 2019/Entsorgung

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Atommüll


1 .Unterteilung und Arten

In der ganzen Welt wird radioaktiver Abfall grob in drei Arten unterteilt:

-schwachradioaktiver Müll

-mittelradioaktiver Müll

-hochradioaktver Müll

Speziell in Deutschland wird auch noch unterteilt in:

-wärmeentwickelnden/ nicht wärmeentwickelnden Müll

-die verschiedenen physikalischen Zustände

-die Anzahl der enthaltenden Radoinukliden

Warum wird Atommüll in verschiedene Arten unterteilt?

Die Unterteilung ist wichtig für die Lagerung!

Beispiel:

Ein größer Teil des schwach- und mittelradioaktiven Mülls enthält überwiegend kurzlebige radioaktive Stoffe mit einer kurzen Halbwertszeit. Dies muss bei der Lagerung beachtet werden![1]


2. Entsorgung, Lagerung


Entsorgungsvorschläge der letzten Jahre

Entsorgung im Ozean

Die Castor-Behälter sollen sich wegen des stark korridierenden Salzwassers auflösen.

Probleme:

!Die Radioaktivität gelangt in die Umwelt!

Das würde zu:

-einer Erhöhung der natürlichen Hintergrundaktivität führen.

-einer eventuellen Anreicherung in der Nahrungskette führen.

Im Nordatlantik sollen bereits mehrere zehntaused Tonnen Atommüll vorhanden sein, da die USA, die ehemalige Sowjetunion, Großbritannien, Belgien und die Schweiz diese Methode genutzt haben sollen um ihren Atommüll zu Entsorgen

Entsorgung in der Arktis (utopisch)

Der Atommüll soll im Eis der Arktis eingeschlossen werden.

Probleme: !Im internationalen Arktisvertrag ist der Status der Arktis als zu schützendes Ökosystem festgelegt! !Es ist nicht einzuschätzen, wie schnell sich wärmeentwickelder Atommüll wieder aus den eis heraus bewegen würde! !Das Wegschmelzen von Eis, durch wärmeentwickelnden Atommüll würde auch zum Klimawandel beitragen!

Entsorgung im Weltall (utopisch)

Der Atommüll soll mit Raketen ins Weltall geschossen werden.

Probleme: !Diese Methode wäre sehr teuer! !Bei einem missglückten Rakentenstart würde eine Katastrophe, vergleichbar mit einem größeren Reaktorunglück die Folge sein!

Entsorgung/ Verbringung im Erdmantel (im Moment unmöglich)

Der Atommüll soll im Erdmantel eingeschlossen werden.

Die Technik und die geophysikalische Grundlagenforschung sind noch nicht fortgeschritten genug um die benötigten Tiefenbohrungen durchzuführen.

Weltweit wird nach Endlagern geforscht, welche den Atommüll mehr als 1 Million Jahre sicher verwahren sollen. Es wurde noch keine entgültige Lösung gefunden![1]

Castor Behälter
Wo lagert der Atommüll zur Zeit in Deutschland?

Schacht Konrad[2]

Für die Entsorgung für schwach- und mittelradioaktive Abfälle wird in Deutschland das Bergwerk Schacht Konrad umgebaut. Diese Abfälle stellen 90 % des Gesamtvolumens dar, jedoch nur 1 % der Radioaktivität.

Der Salzstock bei Gorleben[2]

In Gorleben wurde von 1979 bis 2000 ein Salzstock auf seine Eignung als Endlager für alle Arten von radioaktiven Abfällen untersucht.

Versuchsendlager Asse[2]

Im ehemaligen Kali- und Steinsalzbergwerk Asse II wurde die Endlagerung radioaktiver Abfälle zwischen 1967 und 1978 großtechnisch erprobt und praktiziert

Kombi-Endlager[2]

Im Jahr 2015 kam die weitere Herausforderung aus der Bundesregierung, einen Kombi-Endlager für schwach-, mittel- und hochradioaktiven Abfälle zu finden


3. Politik

In Deutschland ist die Atommüllentsorgung ein großes Thema.

Das deutsche Konzept zur Entsorgung von radioaktiven Stoffen sieht vor, dass alle Arten von Atommüll in tiefe Erdschichten wie Salz, Ton oder Granit eingelagert werden sollen.

Dies sollte in dem deutschen Endlager Asse im Landkreis Wolfenbüttel passieren, dort wurden 1967 die ersten Behälter radioaktiven Mülls eingelagert. Inzwischen wurde aber festgestellt, dass der Salzstock einsturzgefährdet ist und zudem Wasser eindringt.[3]

Es gab unter anderem von Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace heftige Kritik an der Regierung, da diese den Lagerort nicht gründlich genug ausgewählt hatte.[4]

Nun muss der Müll wieder herausgeholt werden, ein schwieriges Unterfangen, da die Müllbehälter nicht ordentlich gestapelt, sondern teils einfach dort hineingeworfen wurden.

Der deutsche Bundestag sucht nun „ergebnisoffen“ nach einem neuen geeigneten Ort für ein Endlager. Bei der Suche helfen soll ein vom Bundestag beschlossenes Standortauswahlgesetz, indem Kriterien zur Auswahl eines geeigneten Endlagers und der Ablauf des Auswahlprozesses festgelegt werden.[5]

Die Suche gestaltet sich allerdings schwierig, da die deutsche Bevölkerung den radioaktiven Müll nicht in ihrer Nähe gelagert haben möchte.[1]


4. Schädlichkeit

Welche Folgen kann zu hohe Strahlung haben?

Radioaktive Strahlen können ab einer gewissen Stärke gesundheitsschädlich[6] sein und bei hoher Dosis sogar zum Tod führen. Es kann schon bei geringer Dosis das Erbgut verändern[6] und somit Krebs lebenslänglich auslösen. Als Folgen von zu hoher Bestrahlung können Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Haarausfall auftreten. Bei einer Strahlendosis von 5-20 Sievert sind sogar innere Blutungen möglich.

Wie kommt es zum Absterben der Zellen?

Wenn ionisierende Strahlung auf eine Zelle trifft, können in der Zelle Moleküle geschädigt werden. Die Zelle verfügt über Reparaturmechanismen, welche nach Strahlenbelastung[7] aktiviert werden können. Bei einem Veschlagen des Mechanismuses, kann die Zelle eine Art Selbstmordprogram einleiten und stirbt ab.


5. Rätsel

Finde die Wörter: Hintergrundaktivität, Tiefenbohrung und Salzstock

Finde die Wörter! (waagerecht, senkrecht und diagonal)

Hintergrundaktivität
Tiefenbohrungen
Salzstock



Lagerung in Erdschichten Salz, Ton und Granit
gesunheits-

schädliche

Wirkung

Übelkeit, Erbrechen, Haarausfall und Fieber
Salzstock Gorleben
Versuchsendlager Asse
Atommüll Entsorgung