Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?/Rhetorische Stilmittel

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Die folgende Tabelle zeigt eine Auswahl rhetorischer Stilmittel, deren jeweilige Wirkung im Rahmen der Interpretation bestimmt werden muss.

Rhetorische Figur Definition Beispiel
Alliteration


Gleicher Wortanlaut bei Wörtern mit Mann und Maus, Kind und Kegel
Antithese Bewundert viel und viel gescholten“(Goethe) Gegenüberstellung entgegengesetzter Begriffe
Anapher Wiederholung des gleichen Wortes oder mehrerer Wörter am Satzanfang Sie verzichten auf Freiheit.

Sie verzichten auf Lohn.

Chiffre „Schwarze Milch der Frühe...“ (P.Celan) Geheimzeichen, in der Lyrik, ein Begriff, der nur von einem Dichter benutzt wird
Ellipse Auslassung von Wörtern im Satz Ich, ein Mörder? (statt: Ich soll ein Mörder sein?)
Inversion


Umkehrung bei normaler Wortstellung im Satz Ein Lügner ist er! (statt: Er ist ein Lügner!)
Metapher Sprachliches Bild ohne direkt erkennbaren Zusammenhang zu Ursprung Spendensumpf
Metonymie Sprachliches Bild mit erkennbarem Zusammenhang zum Ursprung Berlin meldet (gemeint ist die Regierung mit Sitz in Berlin)
Lautmalerei klirren,  hämmern Der Klang des Wortes entspricht dem Klang in der Wirklichkeit
Parallelismus Parallele Anordnung gleichrangiger Satzteile, oft verbunden mit einer Anapher Sie hört nur, was sie will.

Sie tut nur, was sie will.

Personifikation Nicht-Menschliches wird wie ein Mensch dargestellt Blinder Zufall; schreiende Ungerechtigkeit
Symbol Feststehendes Bild, das oft auf eine abstrakte Vorstellung verweist Rose (Symbol der Liebe),

Taube (Symbol des Friedens).