Digitale Werkzeuge in der Schule/Basiswissen Analysis/Steckbriefaufgaben: Unterschied zwischen den Versionen

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==Allgemeine Hinweise==
{{Box |1=Info |2=In diesem Lernpfadkapitel lernst du '''Steckbriefaufgaben''' kennen. In Steckbriefaufgaben geht es darum, aus den Eigenschaften einer Funktion deren Funktionsterm und Funktionsgraphen herzuleiten.


{{Box
Damit übst du das ''Modellieren ''und ''Mathematisieren '', indem du mithilfe mathematischer Kenntnisse und Fertigkeiten Lösungen innerhalb mathematischer Modelle erarbeitest. Dazu ist das Lösen von ''Gleichungssystemen ''mit mehr als einer Variablen notwendig. Du stellst lineare Gleichungssysteme in Matrix-Vektor-Schreibweise dar, löst sie mithilfe geeigneter Verfahren und interpretierst ihre Lösungsmenge.
|1= Lernpfad: Steckbriefaufgaben
|2= Auf dieser Seite lernst Du Steckbriefaufgaben kennen. In Steckbriefaufgaben geht es darum, aus den Eigenschaften einer Funktion deren Funktionsterm und deren Funktionsgraphen herzuleiten. Dazu ist das Lösen von Gleichungssystemen mit mehr als einer Variablen notwendig, was Du auf dieser Seite lernen wirst.
 
Wie empfehlen Dir, Dich bereits mit den Eigenschaften von Funktionen und der lokalen Änderungsrate beschäftigt zu haben, wenn Du mit dieser Seite beginnst.
 
 
In diesem Lernpfadkapitel kannst du ... ''Lernziele''
 
* <span style="color: orange">In Aufgaben, die gelb gefärbt sind, kannst du Gelerntes wiederholen und vertiefen.</span>
 
* <span style="color: blue">Aufgaben in blauer Farbe sind Aufgaben mittlerer Schwierigkeit.</span>
 
* <span style="color: green">Und Aufgaben mit grüner Hinterlegung sind Knobelaufgaben.</span>
 
|3= Kurzinfo}}
 
 
==Eigenschaften von Ganzrationalen Funktionen==
{{Box
|1= Baustelle
|2= An diesem Abschnitt wird aktuell noch gearbeitet. Fahre zunächst bei dem Lösen von Gleichungssystemen weiter unten fort.
|3= Kurzinfo}}
 
In diesem Abschnitt werden wir kurz die Eigenschaften von Ganzrationalen Funktionen wiederholen. Solltest Du das Kapitel [[Digitale Werkzeuge in der Schule/Basiswissen Analysis/Eigenschaften von Funktionen und Funktionsuntersuchung]] noch nicht bearbeitet haben, empfehlen wir Dir, Dich zuerst damit vertraut zu machen. Wenn Du Dich fit fühlst beim Thema Funktionseigenschaften, kannst Du die Wiederholung überspringen und Dein Wissen im Quiz im unteren Bereich dieses Abschnitts testen.
 
 
{{Box|1= Definition: Ganzrationale Funktionen
|2= {{Lösung versteckt
|1= Eine '''Ganzrationale Funktion''' nennt man auch '''Polynomfunktion''' oder kurz '''Polynom'''.
 
Beispiele sind:
 
<math>f(x)=3x^4-2x^2+7</math>
 
<math>f(x)=-10x^3-9x^2+x</math>
 
Ganzrationale Funktionen sind Summen von Potenzfunktionen. Die Zahlen mit denen einzelne Potenzfunktionen multipliziert werden, nennt man '''Koeffizienten'''. Den Wert des größten Exponenten nennt man den '''Grad der Funktion'''.
 
Die Koeffizienten des ersten Beispiels sind <math>3</math>, <math>-2</math> und <math>7</math>. Der Grad ist <math>4</math>, sodass man sagt, die es handelt sich um eine Funktion <math>4.</math> Grades.
|2= Definition zeigen
|3= Definition einklappen}}
|3= Merksatz}}
 
{{Box|1= Schnittpunkte
|2= {{Lösung versteckt
 
 
|1= Scheidet eine Funktion <math>f(x)</math> die '''y-Achse''', so liegt ein Punkt <math>P_y(0|y_s)</math>, dessen x-Wert gleich <math>0</math> ist, auf dem Funktionsgraphen.
 
Für den Funktionsterm gilt entsprechend <math>f(0)=y_s</math>
 
 
<ggb_applet id="vzq4hbez" width="800" height="400" />
 
{{Lösung versteckt
|1= <math>f(x)=2x^3+3x+4</math>
 
<math>\Rightarrow f(0)=2 \cdot 0^3+3 \cdot 0+4=4</math>
 
<math>\Rightarrow P_y(0|4)</math>
|2= Beispiel anzeigen
|3= Beispiel verbergen}}
 
Die <math>y</math>-Koordinate von <math>P_y</math> ist immer gleich dem letzten Koeffizienten, welcher nicht mit <math>x</math> multipliziert wird. Sie lässt sich also immer aus der Funktionsgleichung ablesen.
 
|2= Schnittpunkte mit der y-Achse
|3= Schnittpunkte mit der y-Achse einklappen}}
 
{{Lösung versteckt
|1= Scheidet eine Funktion <math>f(x)</math> die '''x-Achse''', so liegt ein Punkt <math>P_x(x_s|0)</math>, dessen y-Wert gleich <math>0</math> ist, auf dem Funktionsgraphen. Man bezeichnet einen Schnittpunkt mit der x-Achse in der Regel als '''Nullstelle'''.
 
Ganzrationale Funktionen können mehr als eine Nullstelle haben. Um genau zu sein, kein eine ganzrationale Funktion maximal so viele Nullstellen haben, wie der Wert ihres Grades beträgt. Ist ihr Grad außerdem ungerade, so haben sie mindestens eine Nullstelle.
 
[[Datei:Beispiel Nullstellen.jpg|mini|zentriert]]
 
Um die Nullstellen einer Funktion <math>f(x)</math> zu berechnen, setzt du den Funktionsterm <math>=0</math> und löst die Gleichung nach <math>x</math> auf. Verfahren zur Lösung, die Du kennen könntest, sind die pq-Formel, das Faktorisierungsverfahren, das Substitutuionsverfahren oder die Polynomdivision.
 
{{Lösung versteckt
|1= <math>f(x)=3x^2-9x-12=0</math> <math> \mid :3</math>
 
<math> \Leftrightarrow x^2-3x-4=0</math>
 
<math>p=-3</math> , <math>q=-4</math>
 
<math>x_{1/2}=- \frac{p}{2} \pm \sqrt{( \frac{p}{2} )^2 -q}</math>
 
<math>x_{1/2}=- \frac{-3}{2} \pm \sqrt{( \frac{-3}{2})^2-(-4)}</math>
 
<math>x_{1/2}=1,5 \pm \sqrt{6,25}</math>
 
<math>x_{1/2}=1,5 \pm 2,5</math>
 
<math>x_1=4</math> , <math>x_2=-1</math>
|2= Beispiel pq-Formel anzeigen
|3= Beispiel pq-Formel verbergen}}
 
{{Lösung versteckt
|1= <math>f(x)=x^3-4x^2+4x=0</math>
 
Der Faktor <math>x</math> kann ausgeklammert werden.
 
<math>\Leftrightarrow x \cdot (x^2-4x+4)=0</math>
 
<math>\Rightarrow x_1 = 0</math> ist die erste Nullstelle. Weitere Nullstellen ergeben sich, wenn der Ausdruck in den Klammern <math>=0</math> wird.
 
<math> \Rightarrow x^2-4x+4=0</math>
 
<math> \Rightarrow x_{2/3}=- \frac{-4}{2} \pm \sqrt{( \frac{-4}{2} )^2 -4}</math>
 
<math> \Rightarrow x_2=2</math>
 
Die Nullstellen sind <math>x_1=0</math> und <math>x_2=2</math>
|2= Beispiel Faktorisierungsverfahren anzeigen
|3= Beispiel Faktorisierungsverfahren verbergen}}
 
|2= Schnittpunkte mit der x-Achse
|3= Schnittpunkte mit der x-Achse einklappen}}
|3= Beispiel}}
 
{{Box|1= Monotonie
|2= Das Monotonieverhalten einer Funktion beschreibt den Verlauf des Graphen einer Funktion. Die Montonie gibt an, ob eine Funktion fällt, steigt oder konstant ist.
 
{{Lösung versteckt
|1= {{LearningApp|width:100%|height:500px|app=p7pny09y220}}
|2= Übung zur Monotonie
|3= Übung zur Monotonie verbergen}}
|3= Beispiel}}
 
{{Box|1= Symmetrie
|2= {{Lösung versteckt
|1= Ist eine Funktion achsensymmetrisch, so spiegelt sich der Funktionsgraph an der y-Achse. Der Graph einer ganzrationalen Funktion ist genau dann achsensymmetrisch, wenn die Funktionsgleichung nur aus geraden Exponenten besteht. Außerdem gilt für achsensymmetrische Funktionen <math>f(-x)=f(x)</math>.
 
 
[[Datei:Beispiel Achsensymmetrie.jpg|mini|zentriert]]
|2= Achsensymmetrie
|3= Achsensymmetrie verbergen}}
 
{{Lösung versteckt
|1= Ist eine Funktion punktsymmetrisch, so wird eine Hälfte des Graphen am Koordinatenursprung auf die andere gespiegelt wird. Der Graph einer ganzrationalen Funktion ist genau dann punktsymmetrisch, wenn die Funktionsgleichung nur aus ungeraden Exponenten besteht. Außerdem gilt für punktsymmetrische Funktionen <math>f(-x)=-f(x)</math>.
 
 
[[Datei:Beispiel Punktsymmetrie.jpg|mini|zentriert]]
|2= Punktsymmetrie
|3= Punktsymmetrie verbergen}}
 
{{Lösung versteckt
|1= {{LearningApp|width:100%|height:500px|app=pxrh34xin20}}
|2= Übung zur Symmetrie
|3= Übung einklappen}}
|3= Beispiel}}
 
{{Box|1= Extrema und Wendestellen
|2= {{Lösung versteckt
|1= Mit einem '''Extremwert''' bezeichnet man ein lokales oder globales Maximum (Hochpunkt) oder Minimum (Tiefpunkt). Nimmt der Funktionswert <math>f(x)</math> an einer Stelle <math>x</math> den größten bzw. kleinsten Wert innerhalb eines Intervalles um <math>x</math> an, so spricht man von einem lokalen Maximum bzw. lokalem Minimum. Ist der Funktionswert bei <math>x</math> der größte bzw. kleinste Wert für den gesamten Definitionsbereich der Funktion, so nennt man ihn globales Maximum bzw. globales Minimum.
 
Ist <math>f(x)</math> eine Extremstelle, so spricht man auch von einer Extremstelle der Funktion <math>f</math> bei <math>x</math>.
 
[[Datei:Extrema example de.svg|zentriert]]
 
 
Bei der Berechnung von Extremstellen einer Funktion <math>f(x)</math> macht man sich die Eigenschaften der Ableitung <math>f'(x)</math> zu Nutze: Eine Tangente, die an einer Extremstelle <math>x_1</math> angelegt wird, ist parallel zur <math>x</math>-Achse. Die Steigung ist also <math>0</math>. Die Ableitung <math>f'(x_1)</math> an dieser Stelle ist folglich <math>=0</math>.
 
 
Für alle Extremstellen <math>x_n</math> gilt:
 
<math>f'(x_n)=0</math>
 
Das ist das '''Notwendige Kriterium'''.
 
 
 
Will man nun prüfen, ob es sich um ein Maximum oder um ein Minimum handelt, zieht man die zweite Ableitung <math>f''(x)</math> hinzu.
 
Das '''Hinreichende Kriterium''' lautet:
 
*<math>f''(x)<0 \Rightarrow</math> Es liegt ein Maximum vor.
 
*<math>f''(x)>0 \Rightarrow</math> Es liegt ein Minimum vor.
|2= Extremstellen
|3= Extremstellen verbergen}}
 
{{Lösung versteckt
|1= Mit einem '''Wendepunkt''' bezeichnet meine eine Stelle des Funktionsgraphen, an der sich das Krümmungsverhalten des Graphen ändert. Das kann ein Wechsel von einer Rechts- zu einer Linkskurve oder von einer Links- zu einer Rechtskurve sein.
 
[[File:Animated illustration of inflection point.gif|zentriert|thumb|Krümmungsverhalten der Funktion sin(2x). Die Tangente ist blau gefärbt in konvexen Bereichen (Linkskurve), grün gefärbt in konkaven Bereichen (Rechtskurve) und rot gefärbt bei Wendepunkten.]]
 
|2= Wendepunkte
|3= Wendepunkte verbergen}}
|3= Beispiel}}
 
 
{{Box|1= Funktionsgleichung aufstellen
|2= {{Lösung versteckt
|1= Bei dem Aufstellen einer Funktionsgleichung für eine ganzrationale Funktion geht es darum, die Werte aller Koeffizienten herauszufinden. Das Vorgehen ist vergleichbar mit einem Puzzle: Verschiedene Informationen über die Funktion sind Dir bekannt, die Schwierigkeit besteht nun darin, diese Informationen zu sortieren.
 
Der erste Schritt ist immer, beim Rahmen anzufangen. Welche Form wird der Funktionsterm haben? Handelt es sich beispielsweise um eine Funktion 2. Grades, so hat der Term die Form <math>f(x)=ax^2+bx+c</math> mit den drei unbekannten Koeffizienten <math>a</math>, <math>b</math> und <math>c</math>. Eine Funktion 3. Grades hätte die Form <math>f(x)=ax^3+bx^2+cx+d</math>. Und so weiter.
 
Als nächstes können Dir Informationen über die Symmetrie helfen. Falls die Funktion achsensymmetrisch ist, weißt Du, dass alle Koeffizienten vor ungeraden Exponenten gleich <math>0</math> sind. Im Fall von Punktsymmetrie sind alle Koeffizienten vor geraden Exponenten gleich <math>0</math>.
 
Dein nächstes Ziel ist es verschiedene Gleichungen, die die unbekannten Koeffizienten enthalten aufzustellen. Wie Du ein solches System aus Gleichungen dann auflöst zeigen wir Dir unten.
 
Um aber zuerst Gleichungen zu erhalten, setzt du <math>x</math>- und <math>y</math>-Koordinaten von bekannten Punkten des Graphen in Deinen Rahmen ein. Wenn Du spezielle Informationen über Extremstellen, Wendepunkte oder die Ableitung allgemein hast, musst Du diese Koordinaten in den Rahmen der Ableitung der Funktion einsetzen. Diesen berechnest Du aus den bekannten Ableitungsregeln:
 
Sei die gesuchte Funktion vom 3. Grad.
 
Rahmen: <math>f(x)=ax^3+bx^2+cx+d</math>
 
1. Ableitung des Rahmens: <math>f(x)=3ax^2+2bx+c</math>
 
2. Ableitung des Rahmens: <math>f(x)=6ax+2b</math>
 
|2= Funktionsgleichung aufstellen
|3= Funktionsgleichung aufstellen verbergen}}
|3= Beispiel}}
 
{{Box|1= Funktionsgraphen zeichnen
|2= {{Lösung versteckt
|1= Um den Funktionsgraphen zu zeichnen benötigst Du möglichst viele Informationen über den Graphen.
Besonders hilfreiche Informationen sind Achsenschnittpunkte sowie Nullstellen, Extremstellen und Wendestellen. Kennst du den Funktionsterm kannst Du mit einer Wertetabelle darüber hinaus weitere Punkte errechnen, die auf dem Graphen liegen müssen.
 
{{Lösung versteckt
|1=
|2= Beispiel
|3= Beispiel verbergen}}
|2= Funktionsgraphen zeichnen
|3= Funktionsgraphen zeichnen verbergen}}
|3= Beispiel}}
 
===Quiz===
 
{{Lösung verstecken
|1= <quiz display="simple">
 
{ <math>f'(x)</math> ist nur auf dem Intervall <math>[1,3]</math> positiv }
 
- 1 <math>f(x)</math> steigt im Bereich <math>[3,\infty[</math>
 
+ 2 <math>f(x)</math> hat zwei Extremstellen.
 
- 3 <math<f'(x)</math> hat mindestens Grad 3.
 
+ 4 Im Intervall <math>[1,3]</math> hat <math>f(x)</math> eine Wendestelle
 
 
 
{ <math>f(x)=3x^4+2x^2-10</math> }
 
+ 1 <math>f''(x)</math> hat den Grad 2.
 
- 2 <math>f(x)</math> ist punktsymmetrisch.
 
- 3 <math>f(x)</math> scheidet die <math>y</math>-Achse beim wert 10.
 
+ 4 <math>f'(x)</math> ist punktsymmetrisch.
 
 
 
{ <math>f(x)</math> hat einen Hochpunkt an der Stelle <math>x_1</math> }
 
- 1 <math>f''(x_1)=0</math>
 
- 2 <math>f''(x_1)>0</math>
 
- 3 <math> f'(x_1)<0</math>
 
+ 4 <math> f''(x_1)<0</math>
 
</quiz>
|2= Quiz
|3= Quiz verbergen}}
 
==Einführung==
Auf dieser Seite lernst Du, wie Du '''Gleichungssysteme mit mehr als einer Variablen lösen''' kannst. Falls Du dir noch unsicher bist, wie man eine Gleichung mit nur einer Variable löst, versuche folgendes ''Beispiel ''zu lösen. Falls Du das aber noch kannst, dann überspringe das Beispiel gerne.{{Box|Beispiel|Löse folgende Gleichung:
<math>6x-5=37</math>
 
{{Lösung versteckt|1= Bringe zuerst die Variable alleine auf eine Seite und Teile dann durch die Anzahl der Variable.|2=Hinweis zum Vorgehen|3=Alles klar, weiter geht's!}}
 
{{Lösung versteckt|1=<math>x=7</math> |2=Lösung|3=Lösung ausblenden}}|Beispiel
}}


Wir empfehlen dir, dich bereits mit den Eigenschaften von Funktionen und der lokalen Änderungsrate beschäftigt zu haben, wenn du mit dieser Seite beginnst.


Bei den Aufgaben unterscheiden wir folgende Typen:
* In Aufgaben, die '''<span style="color: #F19E4F">orange</span>''' gefärbt sind, kannst du '''grundlegende Kompetenzen''' wiederholen und vertiefen.
* Aufgaben in '''<span style="color: #5E43A5">blauer</span>''' Farbe sind '''Aufgaben mittlerer Schwierigkeit'''.
* Und Aufgaben mit '''<span style="color: #89C64A">grünem</span>''' Streifen sind '''Knobelaufgaben'''.
* Aufgaben, die mit einem &#x2B50; gekennzeichnet sind, sind nur für den LK gedacht.


Viel Erfolg!
|3=Kurzinfo}}


==Das Einsetzungsverfahren==
==Das Einsetzungsverfahren==
{{Box|Das Einsetzungsverfahren|Das Einsetzungsverfahren verwendest du, um ein Gleichungssystem mit zwei Variablen zu lösen. Dabei versuchst du zuerst eine Variable allein auf eine Seite zu bringen und diese Gleichung dann in die zweite Gleichung einzusetzen.  
{{Box|Das Einsetzungsverfahren|Das Einsetzungsverfahren kannst du verwenden, um ein Gleichungssystem mit zwei Variablen zu lösen. Dabei versuchst du zuerst eine Variable allein auf eine Seite zu bringen und diese Gleichung dann in die zweite Gleichung einzusetzen.  


Schau dir folgendes Gleichungssystem an:
Schau dir folgendes Gleichungssystem an:
Zeile 298: Zeile 26:
</math>
</math>


Die Gleichung <math>II</math> ist bereits nach der Variable <math>y</math> aufgelöst. Diese fügen wir nun statt <math>y</math> in die die Gleichung <math>I</math> ein. Das sieht folgendermaßen aus:
Die Gleichung <math>II</math> ist bereits nach der Variable <math>y</math> aufgelöst. Die linke Seite der Gleichung fügen wir nun statt <math>y</math> in die die Gleichung <math>I</math> ein. Das sieht folgendermaßen aus:


<math>3x + 5 \cdot (x + 2) = 58</math>
<math>3x + 5 \cdot (x + 2) = 58</math>
Zeile 310: Zeile 38:
<math>8x = 48</math>
<math>8x = 48</math>


3. Dann teilen wir durch die Anzahl der Variable, hier 8 und es ergibt sich
3. Dann teilen wir durch den Vorfaktor, hier 8 und es ergibt sich


<math>x = 6</math>
<math>x = 6</math>
Zeile 325: Zeile 53:
</math>
</math>


|Üben}}
Du verwendest dieses Verfahren bei '''Gleichungssystemen mit 2 Variablen'''. Dabei stellst du die ''eine Gleichung nach einer Variable um'' und ''setzt diese dann in die andere Gleichung ein''. Nun kannst du vorgehen wie bei einer Gleichung mit nur einer Variable.


{{Box|Merke|Du verwendest dieses Verfahren bei '''Gleichungssystemen mit 2 Variablen'''. Dabei stellst du die ''eine Gleichung nach einer Variable um'' und ''setzt diese dann in die andere Gleichung ein''. Nun kannst du vorgehen wie bei einer Gleichung mit nur einer Variable.|Merke}}
|Merksatz}}




===Aufgaben zum Einsetzungsverfahren===
===Aufgaben zum Einsetzungsverfahren===
{{Box|Gleichungssysteme mit dem Einsetzungsverfahren lösen.|Die Schwierigkeit der Aufgaben steigt von oben nach unten.  
{{Box|1=Aufgabe 1: Gleichungssysteme mit dem Einsetzungsverfahren lösen|2= a)
 
<math>
\begin{array}{rlll}
&I\quad& &7x& + &3y& &=& &50&\\
&II\quad& &&  &18y& &=& &6& \\
\end{array}
</math>
 
{{Lösung versteckt|
 
1. Wir stellen nach y um, Gleichung <math> II </math> eignet sich dafür am besten.  
 


<math>
\begin{array}{rlll}
&II\quad&&& 18y  &=& 6 &\mid :18  \\
&&&\Rightarrow& y &=& \frac{1}{3} \\
\end{array}
</math>


a)
2. Wir setzen <math> y=\frac{1}{3} </math> in Gleichung <math> I </math> ein:


<math>
<math>
\begin{array}{rlll}
\begin{array}{rlll}
&I\quad& &7x& + &3y& &=& &50&\\
&I\quad& && &7x& + &3 \cdot \frac{1}{3}& &=& &50& \mid \textrm{umformen} \\
&II\quad& &&  &18y& &=& &6& \\
&&&\Rightarrow& &7x+ &1& &=& &50& \mid -1 \\
&&&\Rightarrow& && &7x&  &=& &49& \mid :7 \\
&&&\Rightarrow& && &x&  &=& &7& \mid :7 \\
\end{array}
\end{array}
</math>
</math>


{{Lösung versteckt| <math> x=7</math>,<math>y=1/3</math>|Lösung |Lösung ausblenden}}
|Lösungsweg |Lösung ausblenden}}
 
{{Lösung versteckt| <math> x=7</math>, <math>y=\frac{1}{3}</math>|Lösung |Lösung ausblenden}}




Zeile 355: Zeile 105:
</math>
</math>


{{Lösung versteckt| Eliminiere die <math>y</math>-Variable in der unteren Zeile.| Tipp| Tipp ausblenden}}
{{Lösung versteckt| Stelle <math>I</math> nach <math>x</math> um und setzte dies in Gleichung <math>II</math>, um <math>y</math> in <math>II</math> zu eliminieren. | Tipp| Tipp ausblenden}}
 
{{Lösung versteckt|
1. Wir stellen <math>I</math> nach <math>x</math> um.
 
<math>
\begin{array}{rlll}
&I\quad& && &3x& + &6y& &=& &6& && \mid -6y\\
&&&\Rightarrow& &3x& && &=& &6& - &6y& \mid :3\\
&&&\Rightarrow& &x& && &=& &2& - &2y& \\
\end{array}
</math>
 
2. Wir setzen <math>x</math> nun in <math>II</math> ein und lösen nach <math>y</math> auf.
 
<math>
\begin{array}{rlll}
&II\quad& && &-2 \cdot (2-2y)& + &12y& &=& &0& \mid \text{umformen}\\
&&&\Rightarrow& &-4 + 4y& + &12y& &=& &0& \mid \text{umformen}\\
&&&\Rightarrow& &-4& + &16y& &=& &0& \mid +4 \\
&&&\Rightarrow& &&  &16y& &=& &4& \mid :16\\
&&&\Rightarrow& &&  &y& &=& &\frac{1}{4}&\\
\end{array}
</math>
 
3. Wir setzen <math>y=\frac{1}{4}</math> nun in Gleichung <math>I</math> ein und lösen nach <math>x</math> auf.
 
 
 
 
<math>
\begin{array}{rlll}
&I\quad& && &3x& + &6 \cdot (\frac{1}{4})& &=& &6& \mid \text{umformen}\\
&&&\Rightarrow& &3x& + &\frac{6}{4}& &=& &6&  \mid - \frac{6}{4}\\
&&&\Rightarrow& &3x& &&  &=& &\frac{18}{4}&  \mid  :3 \\
&&&\Rightarrow& &x& && &=& &\frac{1}{4}& \\
\end{array}
</math>


{{Lösung versteckt| <math> x=3/2 </math>,<math>y=1/4</math>|Lösung |Lösung ausblenden}}
<math> x=\frac{3}{2} </math>, <math>y=\frac{1}{4}</math>|Lösungsweg |Lösung ausblenden}}


|Üben}}
{{Lösung versteckt|<math> x=\frac{3}{2}</math>, <math>y=\frac{1}{4}</math>|Lösung |Lösung ausblenden}}


|Farbe= #F19E4F|3= Arbeitsmethode}}


===Quadratische Funktionen im Sachzusammenhang===
===Quadratische Funktionen im Sachzusammenhang===


{{Box|1= <span style="color: blue">Aufgabe: Elternsprechtag</span>|2=
{{Box|1=Aufgabe 2: Elternsprechtag|2=


[[Datei:Parkplatz Elternsprechtag.jpg|rechts|rahmenlos|300x300px]]
[[Datei:Parkplatz Elternsprechtag.jpg|rechts|rahmenlos|300x300px]]
Zeile 374: Zeile 163:




a) Die Anzahl belegter Parkplätze lässt sich in Abhängigkeit zur Uhrzeit (mit <math>t</math> in Stunden, wobei <math>t = 0</math> 12 Uhr repräsentiert) durch eine quadratische Funktion der Form <math>p(t) = at^2 + bt + c</math> beschreiben.
Löse zunächst den unteren Lückentext.
{{LearningApp|app=p2eaqwfgj20|width=100%|height=400px}}






a)
b) Stelle mit Hilfe von Aufgabe a) die Gleichung von <math>p</math> auf. Mit unterem Applet kannst du dein Ergebnis selbstständig überprüfen.
<br /><br />
Die Anzahl belegter Parkplätze lässt sich in Abhängigkeit zur Uhrzeit (mit <math>t</math> in Stunden, wobei <math>t = 0</math> 12 Uhr repräsentiert) durch eine quadratische Funktion der Form <math>f(t) = at^2 + bt + c</math> beschreiben.
Löse zunächst unteren Lückentext und stelle dann mit dessen Hilfe die Gleichung von <math>f</math> auf. Indem du die Box "Funktionsgleichung überprüfen" öffnest, kannst du dein Ergebnis selbstständig überprüfen.




{{LearningApp|app=p2eaqwfgj20|width=100%|height=500px}}
<ggb_applet id="uqa6bysa" width="1536" height="700" border="888888" sdz="true" />


{{Lösung versteckt|1=<ggb_applet id="vgc8dgq6" width="800" height="620" />|2=Funktionsgleichung überprüfen|3=Funktionsgleichung überprüfen ausblenden}}


{{Lösung versteckt|1=
{{Lösung versteckt|1=
<math>f(t) = -5t^2 + 30t</math>
<math>p(t) = -5t^2 + 30t</math>


{{Lösung versteckt|1=
{{Lösung versteckt|1=
<math>
<math>
\begin{array}{rlll}
\begin{array}{rlll}
f(t) &=& at^2 + bt + c \\
p(t) &=& at^2 + bt + c \\
\end{array}
\end{array}
</math>
</math>
Zeile 400: Zeile 191:
<math>
<math>
\begin{array}{rlll}
\begin{array}{rlll}
&&f(0) &=& 0 \\
&&p(0) &=& 0 \\
&\Leftrightarrow& a \cdot 0^2 + b \cdot 0 + c &=& 0 \\
&\Leftrightarrow& a \cdot 0^2 + b \cdot 0 + c &=& 0 \\
&\Leftrightarrow& c &=& 0 \\
&\Leftrightarrow& c &=& 0 \\
Zeile 408: Zeile 199:
<br /><br />  
<br /><br />  
<math>
<math>
\Rightarrow f(t) = at^2 + bt
\Rightarrow p(t) = at^2 + bt
</math>
</math>
<br /><br />
<br /><br />
Zeile 414: Zeile 205:
<math>
<math>
\begin{array}{rlll}
\begin{array}{rlll}
&&f(1) &=& 25 \\
&&p(1) &=& 25 \\
&\Leftrightarrow& a \cdot 1^2 + b \cdot 1 &=& 25 \\
&\Leftrightarrow& a \cdot 1^2 + b \cdot 1 &=& 25 \\
&\Leftrightarrow& a + b &=& 25 \\
&\Leftrightarrow& a + b &=& 25 \\
Zeile 423: Zeile 214:
<math>
<math>
\begin{array}{rlll}
\begin{array}{rlll}
&&f(6) &=& 0 \\
&&p(6) &=& 0 \\
&\Leftrightarrow& a \cdot 6^2 + b \cdot 6 &=& 0 \\
&\Leftrightarrow& a \cdot 6^2 + b \cdot 6 &=& 0 \\
&\Leftrightarrow& 36a + 6b &=& 0 \\
&\Leftrightarrow& 36a + 6b &=& 0 \\
Zeile 475: Zeile 266:
und damit insgesamt
und damit insgesamt
<br /><br />
<br /><br />
<math>f(t) = -5t^2 + 30t</math>
<math>p(t) = -5t^2 + 30t</math>
|2=Möglicher Lösungsweg|3=Möglichen Lösungsweg ausblenden}}
|2=Möglicher Lösungsweg|3=Möglichen Lösungsweg ausblenden}}
|2=Lösung 2 (Funktionsgleichung)|3=Lösung 2 (Funktionsgleichung) ausblenden}}  
|2=Lösung|3=Lösung ausblenden}}  






b)
c) Entscheide, ob die 50 Parkplätze für die gesamte Dauer des Elternsprechtages ausreichend sind oder zusätzliche Parkplätze angemietet werden müssen.
<br /><br />
Entscheide, ob die 50 Parkplätze für die gesamte Dauer des Elternsprechtages ausreichend sind oder zusätzliche Parkplätze angemietet werden müssen.


{{Lösung versteckt|1=Damit die Parkplätze ausreichen, dürfen '''maximal 50 Parkplätze''' zu einer bestimmten Uhrzeit belegt sein. Hat die Funktion einen '''Hochpunkt''' mit einem Funktionswert kleiner gleich 50, so ist sie nirgendwo größer als dort.|2=Tipp 1|3=Tipp 1 ausblenden}}
{{Lösung versteckt|1=Damit die Parkplätze ausreichen, dürfen '''maximal 50 Parkplätze''' zu einer bestimmten Uhrzeit belegt sein. Hat die Funktion einen '''Hochpunkt''' mit einem Funktionswert kleiner gleich 50, so ist sie nirgendwo größer als dort.|2=Tipp 1|3=Tipp 1 ausblenden}}


{{Lösung versteckt|1=
{{Lösung versteckt|1=
<math>
Notwendige Bedingung für Extremstellen: <math>p'(t) = 0</math> \\
\begin{array}{rlll}
Hinreichende Bedingung für Extremstellen: <math>p'(t) = 0</math> und <math>p''(t) < 0</math> \\
&\textrm{notwendige} \, \textrm{Bedingung:}& f'(t) &=& 0 \\
&\textrm{hinreichende} \, \textrm{Bedingung:}& f''(t) &<& 0 \\
\end{array}
</math>
|2=Tipp 2 |3=Tipp 2 ausblenden}}
|2=Tipp 2 |3=Tipp 2 ausblenden}}


{{Lösung versteckt|1=
{{Lösung versteckt|1=
Der Graph der Funktion <math>f</math> hat den '''Hochpunkt <math>(3 | 45)</math>'''. Die maximale Anzahl belegter Parkplätze ist also um 15 Uhr nachzuweisen. Zu der Zeit sind 45 Parkplätze belegt, sodass die vorhandenen 50 Parkplätze ausreichen.
Der Graph der Funktion <math>p</math> hat den '''Hochpunkt <math>(3 | 45)</math>'''. Die maximale Anzahl belegter Parkplätze ist also um 15 Uhr nachzuweisen. Zu der Zeit sind 45 Parkplätze belegt, sodass die vorhandenen 50 Parkplätze ausreichen.


{{Lösung versteckt|1=
{{Lösung versteckt|1=
<math>
<math>
\begin{array}{rlll}
\begin{array}{rlll}
f(t) &=& -5t^2 + 30t \\
p(t) &=& -5t^2 + 30t \\
f'(t) &=& -10t + 30 \\
p'(t) &=& -10t + 30 \\
f''(t) &=& -10 \\
p''(t) &=& -10 \\
\end{array}
\end{array}
</math>
</math>
Zeile 511: Zeile 296:
<math>
<math>
\begin{array}{rlll}
\begin{array}{rlll}
\textrm{Notwendige Bedingung:}
\text{Notwendige Bedingung für Extremstellen:}
&& f'(t) &=& 0 \\
&& p'(t) &=& 0 \\
&\Leftrightarrow& -10t + 30 &=& 0 &\mid + 10t\\
&\Leftrightarrow& -10t + 30 &=& 0 &\mid + 10t\\
&\Leftrightarrow& 10t &=& 30 &\mid : 10 \\
&\Leftrightarrow& 10t &=& 30 &\mid : 10 \\
Zeile 522: Zeile 307:
<math>
<math>
\begin{array}{rlll}
\begin{array}{rlll}
\textrm{Hinreichende Bedingung:}
\text{Hinreichende Bedingung für Extremstellen:}
&&f'(3) &=& 0 &&\textrm{und} \\
&&p'(3) &=& 0 &&\textrm{und} \\
&&f''(3) &=& -10 &<& 0
&&p''(3) &=& -10 &<& 0
\end{array}
\end{array}
</math>
</math>
<br /><br />
<br /><br />
<br /><br />
<br /><br />
<math>f(3)=-5 \cdot 3^2 + 30 \cdot 3 = 45</math>
<math>p(3)=-5 \cdot 3^2 + 30 \cdot 3 = 45</math>
|2=Möglicher Lösungsweg|3=Möglichen Lösungsweg ausblenden}}
|2=Möglicher Lösungsweg|3=Möglichen Lösungsweg ausblenden}}


Zeile 536: Zeile 321:




c)
d) Skizziere nun den Graphen von <math>p</math> anhand der Informationen auf einem Blatt. Beachte hierbei die geeignete Beschriftung der Koordinatenachsen. Für welchen Zeitraum ist dieser Graph als mathematische Modellierung der Parkplatzsituation geeignet?
<br /><br />
Skizziere nun den Graphen von <math>f</math> anhand der Informationen auf einem Blatt. Beachte hierbei die geeignete Beschriftung der Koordinatenachsen. Für welchen Zeitraum ist dieser Graph als mathematische Modellierung der Parkplatzsituation geeignet?


{{Lösung versteckt|1=[[Datei:Graph 1c.png|zentriert|rahmenlos|600x600px]]
{{Lösung versteckt|1=[[Datei:Graph 1c.png|zentriert|rahmenlos|600x600px]]
<br /><br />
<br /><br />
Da die Funktionswerte von <math>f</math> für <math>t < 0</math> und <math>t > 6</math> negativ sind, ist der Graph nur für <math>0 \leq t \leq 6</math> als mathematische Modellierung der Parkplatzsituation geeignet.|2=Lösung|3=Lösung ausblenden}}
Da die Funktionswerte von <math>p</math> für <math>t < 0</math> und <math>t > 6</math> negativ sind, ist der Graph nur für <math>0 \leq t \leq 6</math> als mathematische Modellierung der Parkplatzsituation geeignet.|2=Lösung|3=Lösung ausblenden}}
 
|Farbe= #0000FF|3= Arbeitsmethode}}
 
 


|Farbe= #5E43A5|3= Arbeitsmethode}}


==Das Gauß-Verfahren==
==Das Gauß-Verfahren==
{{Box|Das Gauß-Verfahren|Das Gauß-Verfahren verwendest du bei Gleichungssystemen mit 2 oder mehr Variablen. Dabei versuchst du  die Gleichungen so zu vereinfachen, das eine obere Dreiecksmatix entsteht.  
{{Box|Das Gauß-Verfahren|Das Gauß-Verfahren kann bei Gleichungssystemen mit zwei oder mehr Variablen verwendet werden. Dabei versuchst du  die Gleichungen so zu vereinfachen, dass eine obere Dreiecksmatix entsteht.  


Schaue dir folgende Gleichungen an:
Schaue dir folgende Gleichungen an:
Zeile 561: Zeile 341:
\end{array}
\end{array}
</math>
</math>
In Matrix-Vektor-Schreibweise sieht das so aus:
<math>\begin{pmatrix} 3 & 5  & 4& 6 \\ 2 & 1 & 7 & 15 \\ 1 & 2 & 3 & 5\end{pmatrix}</math>




Zeile 594: Zeile 370:
In Matrix-Vektor-Schreibweise:
In Matrix-Vektor-Schreibweise:


<math>\begin{pmatrix} 3 & 5 & 4& 6 \\ 0 & -3 & 1 & 15 \\ 0 & -1 & -5 & -9\end{pmatrix}</math>
<math>\begin{pmatrix} 3 & 5 & 4 & 6 \\ 0 & -3 & 1 & 15 \\ 0 & -1 & -5 & -9\end{pmatrix}</math>




Zeile 617: Zeile 393:
Es folgt also:
Es folgt also:


<math>z=2</math>, <math>y=-1</math>, <math>x=1</math>|Arbeitsmethode
<math>z=2</math>, <math>y=-1</math>, <math>x=1</math>
}}{{Box|Merke|Du verwendest dieses Verfahren bei '''Gleichungssystemen mit 2 oder mehr Variablen'''. Dabei stellst du die Gleichungen so um, das in einer Gleichung nur eine Variable, in der zweiten Gleichung zwei Variablen und in der dritten Gleichung alle drei Variablen vorkommen. Das bezeichnet man auch als ''obere '''Dreiecksmatrix'''''. Nun kannst du mit der ersten Gleichung so vorgehen wie bei einer Gleichung mit nur einer Variable und die Lösung dann in die zweite Gleichung einsetzen. Die Lösung dieser Gleichung setzt du dann in die letzte Gleichung ein. Bei vier Gleichungen mit vier Variablen gehst du analog vor.|Merke
 
}}
Du verwendest dieses Verfahren bei '''Gleichungssystemen mit zwei oder mehr Variablen'''. Dabei stellst du die Gleichungen so um, das in einer Gleichung nur eine Variable, in der zweiten Gleichung zwei Variablen und in der dritten Gleichung alle drei Variablen vorkommen. Das bezeichnet man auch als ''obere '''Dreiecksmatrix'''''. Nun kannst du mit der ersten Gleichung so vorgehen wie bei einer Gleichung mit nur einer Variable und die Lösung dann in die zweite Gleichung einsetzen. Die Lösung dieser Gleichung setzt du dann in die letzte Gleichung ein. Bei vier Gleichungen mit vier Variablen gehst du analog vor.|Merksatz}}




===Aufgaben zum Gauß-Verfahren===
===Aufgaben zum Gauß-Verfahren===


{{Box|Gleichungssysteme lösen.|Die Schwierigkeit der Aufgaben steigt von oben nach unten.
{{Box|1=Aufgabe 3: Gleichungssysteme mit dem Gauß-Verfahren lösen|2= a)
 
<math>
\begin{array}{rlll}
&I\quad& &1x& + &12y& + &6z& &=& &-2&\\
&II\quad& &-2x& + &7y& + &18z& &=& &24{,}5& \\
&III\quad& &4x& + &2y& + &24z& &=& &-31& \\
\end{array}
</math>


a)


{{Lösung versteckt| Eliminiere zuerst die <math>x</math>-Variable in der zweiten Zeile.| Tipp 1| Tipp 1 ausblenden}}
{{Lösung versteckt| Deine Gleichungen sollten am Ende folgende Form haben
<math>
<math>
\begin{array}{rlll}
\begin{array}{rlll}
&I\quad& &1x& + &12y& + &6z& &=& &-2&\\
&I\quad& &1x& + &12y& + &6z& &=& &-2&\\
&II\quad& &-2x& + &7y& + &18z& &=& &24,5& \\
&II\quad& && &31y& + &30z& &=& &\frac{41}{2}& \\
&III\quad& &4x& + &2y& + &24z& &=& &-31& \\
&III\quad& && &&  &\frac{1380}{31}z& &=& &\frac{230}{31}& \\
\end{array}
</math> | Tipp 2| Tipp 2 ausblenden}}
 
{{Lösung versteckt|
1. Gleichung <math> I \cdot (-2) </math> von Gleichung <math> II </math> abziehen.
 
2. Gleichung <math> I \cdot (4) </math> von Gleichung <math> III </math> abziehen.
 
3. Gleichung <math>  II \cdot ( \frac{46}{31} )</math>  von Gleichung <math>  III </math> abziehen.
 
Deine Gleichungen sollten dann folgendermaßen aussehen:
 
<math>
\begin{array}{rlll}
&I\quad& &1x& + &12y& + &6z& &=& &-2&\\
&II\quad& && + &31y& + &30z& &=& &\frac{41}{2}& \\
&III\quad& && &&  &\frac{1380}{31}z& &=& &\frac{230}{31}& \\
\end{array}
\end{array}
</math>
</math>


{{Lösung versteckt| Schreibe die Gleichungen in die Matrix-Vektor-Schreibweise um.| Tipp 1| Tipp 1 ausblenden}}
4. <math> z </math> aus der Gleichung <math> III </math> berechnen.
 
5. <math> z </math> in Gleichung <math> II </math> einsetzen und nach <math> y </math> umstellen, um <math> y </math> zu erhalten.
 
6.<math> y </math> und <math> z</math> in Gleichung <math>I </math> einsetzen und nach <math> x </math> umstellen, um <math> x </math> zu erhalten.  


{{Lösung versteckt| Eliminiere zuerst die <math>x</math>-Variable in der zweiten Zeile.| Tipp 2| Tipp 2 ausblenden}}
Endgültige Lösung:


{{Lösung versteckt| Deine Matrix sollte in folgende Form umgeschrieben werden. <math>\begin{pmatrix} a & b & c & d \\ 0 & e & f & g \\ 0 & 0 & h & i \end{pmatrix}</math>.| Tipp 3| Tipp 3 ausblenden}}
<math> x=-9 </math>, <math>y=\frac{1}{2}</math>, <math> z=\frac{1}{6}</math>  


{{Lösung versteckt| <math> x=-9 </math>,<math>y=7</math>, <math> z=1/6 </math>|Lösung |Lösung ausblenden}}
|Lösung |Lösung ausblenden}}




b)*
b) &#x2B50;


<math>
<math>
\begin{array}{rlll}
\begin{array}{rlll}
&I\quad& &3x& + &4y& - &5z& + &6v& &=& &-7,5&\\
&I\quad& &3x& + &4y& - &5z& + &6v& &=& &-7{,}5&\\
&II\quad& &6x& + &5y& - &6z& + &5v& &=& &-7,5& \\
&II\quad& &6x& + &5y& - &6z& + &5v& &=& &-7{,}5& \\
&III\quad& &9x& - &4y& + &2z& + &3v& &=& &69& \\
&III\quad& &9x& - &4y& + &2z& + &3v& &=& &69& \\
&IV\quad& && &2y& - &3z& + &1v& &=& &-14,5&
&IV\quad& && &2y& - &3z& + &1v& &=& &-14{,}5&
\end{array}
\end{array}
</math>
</math>


{{Lösung versteckt| Schreibe die Gleichungen in die Matrix-Vektor-Schreibweise um.| Tipp 1| Tipp 1 ausblenden}}


{{Lösung versteckt| Eliminiere zuerst den <math>x</math>-Wert in Gleichung <math>II</math>.| Tipp 2| Tipp 2 ausblenden}}
{{Lösung versteckt| Eliminiere zuerst den <math>x</math>-Wert in Gleichung <math>II</math>.| Tipp 1| Tipp 1 ausblenden}}
 
{{Lösung versteckt| Deine Gleichungen sollten am Ende folgende Form haben:
<math>
\begin{array}{rlll}
&I\quad& &3x& + &4y& - &5z& + &6v& &=& &-\frac{15}{2}&\\
&II\quad& && - &3y& + &4z& + &-7v& &=& &-\frac{45}{2} \\
&III\quad& &&  && - &\frac{13}{3}z& + &\frac{67}{3}v& &=& &\frac{333}{2}& \\
&IV\quad& &&  &&  && - &\frac{70}{13}v& &=& &-\frac{550}{13}&
\end{array}
</math>
 
| Tipp 2| Tipp 2 ausblenden}}


{{Lösung versteckt| Die Matrix sollte in eine obere rechte Dreiecksmatrix umgeschrieben werden. | Tipp 3| Tipp 3 ausblenden}}
{{Lösung versteckt|  
1. Gleichung <math> I \cdot (-2) </math> von Gleichung <math> II </math> abziehen.


{{Lösung versteckt| <math> x=3,5 </math>,<math>y=-7</math>, <math> z=1 </math>, <math> v=2,5 </math> |Lösung |Lösung ausblenden}}
2. Gleichung <math> I \cdot (-3)</math> von Gleichung <math> III </math> abziehen.


|Üben}}
3. Gleichung <math> II \cdot ( \frac{-16}{3} ) </math> von Gleichung <math>III </math> abziehen.


Deine Gleichungen sollten dann folgendermaßen aussehen:
<math>
\begin{array}{rlll}
&I\quad& &3x& + &4y& - &5z& + &6v& &=& &-\frac{15}{2}&\\
&II\quad& && - &3y& + &4z& + &-7v& &=& &-\frac{45}{2} \\
&III\quad& &&  && - &\frac{13}{3}z& + &\frac{67}{3}v& &=& &\frac{333}{2}& \\
&IV\quad& &&  &2y& - &3z& + &1v& &=& &-\frac{29}{2}&
\end{array}
</math>
4. Gleichung <math> II \cdot ( \frac{2}{3} ) </math> zu Gleichung <math>IV</math> addieren.
5. Gleichung <math> III \cdot ( \frac{1}{13} ) </math> von Gleichung <math>IV </math> abziehen.
Deine Gleichungen sollten dann folgendermaßen aussehen:
<math>
\begin{array}{rlll}
&I\quad& &3x& + &4y& - &5z& + &6v& &=& &-\frac{15}{2}&\\
&II\quad& && - &3y& + &4z& + &-7v& &=& &-\frac{45}{2} \\
&III\quad& &&  && - &\frac{13}{3}z& + &\frac{67}{3}v& &=& &\frac{333}{2}& \\
&IV\quad& &&  &&  && - &\frac{70}{13}v& &=& &-\frac{550}{13}&
\end{array}
</math>
6. <math> v </math> aus Gleichung <math>IV</math> berechnen.
7. <math> v </math> in Gleichung <math>III </math> einsetzen und nach <math> z </math> auflösen.
8. <math> v </math> und <math> z </math> in Gleichung <math> II </math> einsetzten und nach <math> y </math> auflösen.
9. <math> v </math>, <math> z </math> und <math> y </math> in Gleichung <math> I </math> einsetzen und nach <math> x </math> auflösen.
Endgültige Lösung:
<math> x=\frac{7}{2}</math>,<math>y=-7</math>, <math> z=1 </math>, <math> v=\frac{5}{2} </math> |Lösung |Lösung ausblenden}}
|Farbe= #F19E4F|3= Arbeitsmethode}}


===Kubische Funktionen im Sachzusammenhang===
===Kubische Funktionen im Sachzusammenhang===


{{Box|1= <span style="color: green">Aufgabe: Virusinfektion</span>|2=  
{{Box|1= Aufgabe 4: Virusinfektion|2=  


[[Datei:Rabies Virus.jpg|rechts|rahmenlos|300x300px]]
[[Datei:Rabies Virus.jpg|rechts|rahmenlos|300x300px]]
'''Achtung: Alle Angaben in dieser Aufgabe sind frei erfunden!'''


Im Januar befällt ein neuartiges Virus Deutschland. Mittlerweile ist es Oktober und du suchst im Internet nach Informationen über die Infektionszahlen. Dort triffst du auf folgende Informationen:
Im Januar befällt ein neuartiges Virus Deutschland. Mittlerweile ist es Oktober und du suchst im Internet nach Informationen über die Infektionszahlen. Dort triffst du auf folgende Informationen:
Zeile 677: Zeile 538:
*Im Dezember des Vorjahres befinden sich noch keine infizierten Personen in Deutschland
*Im Dezember des Vorjahres befinden sich noch keine infizierten Personen in Deutschland
*Im April leben 2.000.000 infizierte Personen in Deutschland
*Im April leben 2.000.000 infizierte Personen in Deutschland
*Im August leben 4.000.000 infizierte Personen in Deutschland
*Im August steigt die Anzahl infizierter Personen in Deutschland auf 4.000.000 an
*Durch entsprechende Maßnahmen ist die Zahl infizierter Personen ab August rückläufig
*Durch entsprechende Maßnahmen ist die Zahl infizierter Personen ab August rückläufig


Zeile 683: Zeile 544:




a) Die Anzahl infizierter Personen lässt sich durch eine kubische Funktion (Funktion dritten Grades) der Form <math>i(t) = at^3 + bt^2 + ct + d</math> beschreiben. Löse zunächst unteren Lückentext.
{{LearningApp|app=p3ibtei6520|width=100%|height=460px}}






a)
b) Stelle mit Hilfe von Aufgabe a) die Gleichung von <math>i</math> auf. Mit unterem Applet kannst du dein Ergebnis selbstständig überprüfen.
<br /><br />
Die Anzahl infizierter Personen lässt sich durch eine kubische Funktion der Form <math>f(t) = at^3 + bt^2 + ct + d</math> beschreiben. Stelle die Gleichung von <math>f</math> auf.
Löse zunächst unteren Lückentext und stelle dann mit dessen Hilfe die Gleichung von <math>f</math> auf. Indem du die Box "Funktionsgleichung überprüfen" öffnest, kannst du dein Ergebnis selbstständig überprüfen.




{{LearningApp|app=p3ibtei6520|width=100%|height=500px}}
<ggb_applet id="rvdarkjf" width="1536" height="700" border="888888" sdz="true" />


{{Lösung versteckt|1=<ggb_applet id="bkhvjgfz" width="800" height="620" />|2=Funktionsgleichung überprüfen|3=Funktionsgleichung überprüfen ausblenden}}


{{Lösung versteckt|1=  
{{Lösung versteckt|1=  
<math>f(t) = -\frac{1}{64} t^3 + \frac{3}{16} t^2 = \frac{1}{64}  (-t^3 + 12t^2)</math>
<math>i(t) = -\frac{1}{64} t^3 + \frac{3}{16} t^2 = \frac{1}{64}  (-t^3 + 12t^2)</math>


{{Lösung versteckt|1=
{{Lösung versteckt|1=
<math>
<math>
\begin{array}{rlll}
\begin{array}{rlll}
f(t) &=& at^3 + bt^2 + ct + d \\
i(t) &=& at^3 + bt^2 + ct + d \\
f'(t) &=& 3at^2 + 2bt + c \\
i'(t) &=& 3at^2 + 2bt + c \\
\end{array}
\end{array}
</math>
</math>
Zeile 710: Zeile 572:
<math>
<math>
\begin{array}{rlll}
\begin{array}{rlll}
&&f(0) &=& 0 \\
&&i(0) &=& 0 \\
&\Leftrightarrow& a \cdot 0^3 + b \cdot 0^2 + c \cdot 0 + d &=& 0 \\
&\Leftrightarrow& a \cdot 0^3 + b \cdot 0^2 + c \cdot 0 + d &=& 0 \\
&\Leftrightarrow& d &=& 0 \\
&\Leftrightarrow& d &=& 0 \\
Zeile 718: Zeile 580:
<br /><br />  
<br /><br />  
<math>
<math>
\Rightarrow f(t) = at^3 + bt^2 + ct
\Rightarrow i(t) = at^3 + bt^2 + ct
</math>
</math>
<br /><br />
<br /><br />
Zeile 724: Zeile 586:
<math>
<math>
\begin{array}{rlll}
\begin{array}{rlll}
&&f(4) &=& 2 \\
&&i(4) &=& 2 \\
&\Leftrightarrow& a \cdot 4^3 + b \cdot 4^2 + c \cdot 4 &=& 2 \\
&\Leftrightarrow& a \cdot 4^3 + b \cdot 4^2 + c \cdot 4 &=& 2 \\
&\Leftrightarrow& 64a + 16b + 4c &=& 2 \\
&\Leftrightarrow& 64a + 16b + 4c &=& 2 \\
Zeile 733: Zeile 595:
<math>
<math>
\begin{array}{rlll}
\begin{array}{rlll}
&&f(8) &=& 4 \\
&&i(8) &=& 4 \\
&\Leftrightarrow& a \cdot 8^3 + b \cdot 8^2 + c \cdot 8 &=& 4 \\
&\Leftrightarrow& a \cdot 8^3 + b \cdot 8^2 + c \cdot 8 &=& 4 \\
&\Leftrightarrow& 512a + 64b + 8c &=& 4 \\
&\Leftrightarrow& 512a + 64b + 8c &=& 4 \\
Zeile 742: Zeile 604:
<math>
<math>
\begin{array}{rlll}
\begin{array}{rlll}
&&f'(8) &=& 0 \\
&&i'(8) &=& 0 \\
&\Leftrightarrow& 3a \cdot 8^2 + 2b \cdot 8 + c &=& 0 \\
&\Leftrightarrow& 3a \cdot 8^2 + 2b \cdot 8 + c &=& 0 \\
&\Leftrightarrow& 192a + 16b + c &=& 0 \\
&\Leftrightarrow& 192a + 16b + c &=& 0 \\
Zeile 831: Zeile 693:
<br /><br />
<br /><br />
<math>
<math>
f(t) = -\frac{1}{64} t^3 + \frac{3}{16} t^2 = \frac{1}{64}  (-t^3 + 12t^2)
i(t) = -\frac{1}{64} t^3 + \frac{3}{16} t^2 = \frac{1}{64}  (-t^3 + 12t^2)
</math>
|2=Möglicher Lösungsweg|3=Möglichen Lösungsweg ausblenden}}
|2=Lösung 2 (Funktionsgleichung)|3=Lösung 2 (Funktionsgleichung) ausblenden}}
 
 
 
b)
<br /><br />
Forscher gehen nun (im Oktober) davon aus, dass noch im selben Jahr alle jemals infizierten Personen in Deutschland geheilt sind und entsprechend keine Fälle mehr in Deutschland auftreten. Prüfe diese Vorhersage anhand der Informationen.
 
{{Lösung versteckt|1=Zu den Zeitpunkten, zu denen keine infizierten Personen in Deutschland leben, hat der Graph seine '''Nullstellen'''.|2=Tipp 1|3=Tipp 1 ausblenden}}
 
{{Lösung versteckt|1=Gleichungen, die nur Summanden mit der Variable <math>t</math> enthalten, lassen sich durch '''Faktorisieren''' lösen .|2=Tipp 2|3=Tipp 2 ausblenden}}
 
{{Lösung versteckt|1=
<math>f</math> hat '''Nullstellen bei <math>t_{1} = 0</math> und <math>t_{2} = 12</math>'''. Im Dezember treten also keine infizierten Fälle mehr in Deutschland auf, sodass alle jemals infizierten Personen in Deutschland noch im selben Jahr geheilt sind. Die Vorhersage ist demnach richtig.
{{Lösung versteckt|1=
<math>
\begin{array}{rlll}
&&f(t) &=& 0 \\
&\Leftrightarrow& \frac{1}{64}  (-t^3 + 12t^2) &=& 0 &\mid :\frac{1}{64} \\
&\Leftrightarrow& -t^3 + 12t^2 &=& 0 &\mid \textrm{Faktorisieren} \\
&\Leftrightarrow& t^2 (-t + 12) &=& 0 \\
&\Rightarrow& t^2 = 0 & \textrm{und}& && -t + 12 &=& 0 \\
&\Leftrightarrow& t_{1} = 0 & \textrm{und}& && t_{2} &=& 12 \\
\end{array}
</math>
</math>
|2=Möglicher Lösungsweg|3=Möglichen Lösungsweg ausblenden}}  
|2=Möglicher Lösungsweg|3=Möglichen Lösungsweg ausblenden}}  
Zeile 864: Zeile 700:




c)
c) Wissenschaftler behaupten, dass die milden Temperaturen im Frühling dafür sorgen, dass sich der temperaturempfindliche Virus optimal ausbreiten kann und deshalb die stärkste Zunahme infizierter Personen im Frühling nachzuweisen ist. Prüfe diese Behauptung anhand der Informationen.
<br /><br />
Forscher behaupten weiterhin, dass die milden Temperaturen im Frühling dafür sorgen, dass sich der temperaturempfindliche Virus optimal ausbreiten kann und deshalb die stärkste Zunahme infizierter Personen im Frühling nachzuweisen ist. Prüfe diese Behauptung anhand der Informationen.


{{Lösung versteckt|1=Der '''Wendepunkt ''' ist der Punkt der '''stärksten Zunahme''' (oder stärksten Abnahme) des Funktionsgraphen, der an dieser Stelle sein Krümmungsverhalten ändert.|2=Tipp 1 |3=Tipp 1 ausblenden}}
{{Lösung versteckt|1=Der '''Wendepunkt ''' ist der Punkt der '''stärksten Zunahme''' (oder stärksten Abnahme) des Funktionsgraphen, der an dieser Stelle sein Krümmungsverhalten ändert.|2=Tipp 1 |3=Tipp 1 ausblenden}}


{{Lösung versteckt|1=
{{Lösung versteckt|1=
<math>
Notwendige Bedingung für Wendestellen: <math>i''(t) = 0</math>
\begin{array}{rlll}
Hinreichende Bedingung für Wendestellen: <math>i''(t) = 0</math> und <math>i'''(t) \neq 0</math>
&\textrm{notwendige} \, \textrm{Bedingung:}& f''(t) &=& 0 \\
&\textrm{hinreichende} \, \textrm{Bedingung:}& f'''(t) &\neq& 0 \\
\end{array}
</math>
|2=Tipp 2 |3=Tipp 2 ausblenden}}
|2=Tipp 2 |3=Tipp 2 ausblenden}}


{{Lösung versteckt|1=
{{Lösung versteckt|1=
Der Graph der Funktion <math>f</math> hat einen '''Wendepunkt bei <math>t = 4</math>'''. Die stärkste Zunahme infizierter Personen ist also im April (bzw. im Frühling) nachzuweisen. Die Behauptung ist demnach richtig.
Der Graph der Funktion <math>i</math> hat einen '''Wendepunkt bei <math>t = 4</math>'''. Die stärkste Zunahme infizierter Personen ist also im April (bzw. im Frühling) nachzuweisen. Die Behauptung ist demnach richtig.


{{Lösung versteckt|1=
{{Lösung versteckt|1=
<math>
<math>
\begin{array}{rlll}
\begin{array}{rlll}
f(t) &=& -\frac{1}{64} t^3 + \frac{3}{16} t^2 \\
i(t) &=& -\frac{1}{64} t^3 + \frac{3}{16} t^2 \\
f'(t) &=& -\frac{3}{64} t^2 + \frac{3}{8} t  \\
i'(t) &=& -\frac{3}{64} t^2 + \frac{3}{8} t  \\
f''(t) &=& -\frac{3}{32} t + \frac{3}{8} \\
i''(t) &=& -\frac{3}{32} t + \frac{3}{8} \\
f'''(t) &=& -\frac{3}{32} \\
i'''(t) &=& -\frac{3}{32} \\
\end{array}
\end{array}
</math>
</math>
Zeile 895: Zeile 725:
<math>
<math>
\begin{array}{rlll}
\begin{array}{rlll}
\textrm{Notwendige} \, \textrm{Bedingung:}
\text{Notwendige Bedingung für Wendestellen:}
&& f''(t) &=& 0 \\
&& i''(t) &=& 0 \\
&\Leftrightarrow& -\frac{3}{32} t + \frac{3}{8} &=& 0 &\mid +\frac{3}{32} t\\
&\Leftrightarrow& -\frac{3}{32} t + \frac{3}{8} &=& 0 &\mid +\frac{3}{32} t\\
&\Leftrightarrow& \frac{3}{32} t &=& \frac{3}{8} &\mid :\frac{3}{32} \\
&\Leftrightarrow& \frac{3}{32} t &=& \frac{3}{8} &\mid :\frac{3}{32} \\
Zeile 906: Zeile 736:
<math>
<math>
\begin{array}{rlll}
\begin{array}{rlll}
\textrm{Hinreichende} \, \textrm{Bedingung:}
\text{Hinreichende Bedingung für Wendestellen:}
&&f''(4) &=& 0 &&\textrm{und} \\
&&i''(4) &=& 0 &&\textrm{und} \\
&&f'''(4) &=& -\frac{3}{32} &\neq& 0
&&i'''(4) &=& -\frac{3}{32} &\neq& 0
\end{array}
\end{array}
</math>
</math>
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d)  
d) Skizziere nun den Graphen von <math>i</math> anhand der Informationen auf einem Blatt. Beachte hierbei die geeignete Beschriftung der Koordinatenachsen. Für welchen Zeitraum ist dieser Graph als mathematische Modellierung der Virusinfektion geeignet?
<br /><br />
Skizziere nun den Graphen von <math>f</math> anhand der Informationen auf einem Blatt. Beachte hierbei die geeignete Beschriftung der Koordinatenachsen. Für welchen Zeitraum ist dieser Graph als mathematische Modellierung der Virusinfektion geeignet?


{{Lösung versteckt|1=[[Datei:Graph e.png|zentriert|rahmenlos|800x800px]]
{{Lösung versteckt|1=[[Datei:Graph e.png|zentriert|rahmenlos|800x800px]]
<br /><br />
<br /><br />
Da die Funktionswerte von <math>f</math> für <math>t > 12</math> negativ sind, ist der Graph nur für <math>0 \leq t \leq 12</math> als mathematische Modellierung der Virusinfektion geeignet. Inwiefern der Graph für das vorherige Jahr geeignet ist, lässt sich anhand der Informationen nicht eindeutig feststellen. Der Graph zeigt jedoch, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt vor dem beobachteten Jahr unendlich viele infizierte Personen in Deutschland leben, was offensichtlich nicht möglich ist.|2=Lösung|3=Lösung ausblenden}}
Da die Funktionswerte von <math>i</math> für <math>t > 12</math> negativ sind, ist der Graph nur für <math>0 \leq t \leq 12</math> als mathematische Modellierung der Virusinfektion geeignet. Inwiefern der Graph für das vorherige Jahr geeignet ist, lässt sich anhand der Informationen nicht eindeutig feststellen. Der Graph zeigt jedoch, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt vor dem beobachteten Jahr unendlich viele infizierte Personen in Deutschland leben, was offensichtlich nicht möglich ist.|2=Lösung|3=Lösung ausblenden}}
 
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Aktuelle Version vom 12. Juni 2020, 22:46 Uhr

Info

In diesem Lernpfadkapitel lernst du Steckbriefaufgaben kennen. In Steckbriefaufgaben geht es darum, aus den Eigenschaften einer Funktion deren Funktionsterm und Funktionsgraphen herzuleiten.

Damit übst du das Modellieren und Mathematisieren , indem du mithilfe mathematischer Kenntnisse und Fertigkeiten Lösungen innerhalb mathematischer Modelle erarbeitest. Dazu ist das Lösen von Gleichungssystemen mit mehr als einer Variablen notwendig. Du stellst lineare Gleichungssysteme in Matrix-Vektor-Schreibweise dar, löst sie mithilfe geeigneter Verfahren und interpretierst ihre Lösungsmenge.

Wir empfehlen dir, dich bereits mit den Eigenschaften von Funktionen und der lokalen Änderungsrate beschäftigt zu haben, wenn du mit dieser Seite beginnst.

Bei den Aufgaben unterscheiden wir folgende Typen:

  • In Aufgaben, die orange gefärbt sind, kannst du grundlegende Kompetenzen wiederholen und vertiefen.
  • Aufgaben in blauer Farbe sind Aufgaben mittlerer Schwierigkeit.
  • Und Aufgaben mit grünem Streifen sind Knobelaufgaben.
  • Aufgaben, die mit einem ⭐ gekennzeichnet sind, sind nur für den LK gedacht.
Viel Erfolg!

Das Einsetzungsverfahren

Das Einsetzungsverfahren

Das Einsetzungsverfahren kannst du verwenden, um ein Gleichungssystem mit zwei Variablen zu lösen. Dabei versuchst du zuerst eine Variable allein auf eine Seite zu bringen und diese Gleichung dann in die zweite Gleichung einzusetzen.

Schau dir folgendes Gleichungssystem an:

Die Gleichung ist bereits nach der Variable aufgelöst. Die linke Seite der Gleichung fügen wir nun statt in die die Gleichung ein. Das sieht folgendermaßen aus:

1. Wir vereinfachen

2. Und stellen nach um

3. Dann teilen wir durch den Vorfaktor, hier 8 und es ergibt sich

4. Das können wir nun in eine der beiden Gleichungen einsetzen und nach umstellen. Gleichung eignet sich dafür natürlich am besten. Es gilt:

Du verwendest dieses Verfahren bei Gleichungssystemen mit 2 Variablen. Dabei stellst du die eine Gleichung nach einer Variable um und setzt diese dann in die andere Gleichung ein. Nun kannst du vorgehen wie bei einer Gleichung mit nur einer Variable.


Aufgaben zum Einsetzungsverfahren

Aufgabe 1: Gleichungssysteme mit dem Einsetzungsverfahren lösen

a)


1. Wir stellen nach y um, Gleichung eignet sich dafür am besten.


2. Wir setzen in Gleichung ein:

,


b)

Stelle nach um und setzte dies in Gleichung , um in zu eliminieren.

1. Wir stellen nach um.

2. Wir setzen nun in ein und lösen nach auf.

3. Wir setzen nun in Gleichung ein und lösen nach auf.




,
,

Quadratische Funktionen im Sachzusammenhang

Aufgabe 2: Elternsprechtag
Parkplatz Elternsprechtag.jpg

Jedes halbe Jahr veranstaltet eine Schule einen Elternsprechtag von 12 Uhr bis 18 Uhr. Den Eltern stehen auf dem Lehrerparkplatz aber nur eine begrenzte Anzahl an Parkplätzen zur Verfügung, sodass die Schulleitung rechtzeitig entscheiden muss, ob noch weitere Parkplätze angemietet werden müssen. Sie geht davon aus, dass der erste Parkplatz erst nach Beginn des Elternsprechtages belegt wird und spätestens um 18 Uhr das letzte Auto den Parkplatz verlassen hat. Diesen Elternsprechtag stehen den Eltern 50 Parkplätze zur Verfügung. Eine Zählung um 13 Uhr ergibt, dass bereits die Hälfte der zur Verfügung stehenden Parkplätze belegt ist.



a) Die Anzahl belegter Parkplätze lässt sich in Abhängigkeit zur Uhrzeit (mit in Stunden, wobei 12 Uhr repräsentiert) durch eine quadratische Funktion der Form beschreiben. Löse zunächst den unteren Lückentext.




b) Stelle mit Hilfe von Aufgabe a) die Gleichung von auf. Mit unterem Applet kannst du dein Ergebnis selbstständig überprüfen.


GeoGebra
























Insgesamt erhalten wir also folgendes Gleichungssystem:



Dieses Gleichungssystem lösen wir mit dem Einsetzungsverfahren:

Als erstes stellen wir Gleichung nach um und erhalten



Setzen wir diese (umgeformte) Gleichung in Gleichung ein, erhalten wir



Setzen wir in die (umgeformte) Gleichung ein, erhalten wir



und damit insgesamt


c) Entscheide, ob die 50 Parkplätze für die gesamte Dauer des Elternsprechtages ausreichend sind oder zusätzliche Parkplätze angemietet werden müssen.

Damit die Parkplätze ausreichen, dürfen maximal 50 Parkplätze zu einer bestimmten Uhrzeit belegt sein. Hat die Funktion einen Hochpunkt mit einem Funktionswert kleiner gleich 50, so ist sie nirgendwo größer als dort.

Notwendige Bedingung für Extremstellen: \\

Hinreichende Bedingung für Extremstellen: und \\

Der Graph der Funktion hat den Hochpunkt . Die maximale Anzahl belegter Parkplätze ist also um 15 Uhr nachzuweisen. Zu der Zeit sind 45 Parkplätze belegt, sodass die vorhandenen 50 Parkplätze ausreichen.











d) Skizziere nun den Graphen von anhand der Informationen auf einem Blatt. Beachte hierbei die geeignete Beschriftung der Koordinatenachsen. Für welchen Zeitraum ist dieser Graph als mathematische Modellierung der Parkplatzsituation geeignet?

Graph 1c.png



Da die Funktionswerte von für und negativ sind, ist der Graph nur für als mathematische Modellierung der Parkplatzsituation geeignet.

Das Gauß-Verfahren

Das Gauß-Verfahren

Das Gauß-Verfahren kann bei Gleichungssystemen mit zwei oder mehr Variablen verwendet werden. Dabei versuchst du die Gleichungen so zu vereinfachen, dass eine obere Dreiecksmatix entsteht.

Schaue dir folgende Gleichungen an:


1. Um die -Variable in Gleichung zu eliminieren rechnen wir :

In Matrix-Vektor-Schreibweise:


2. Um die -Variable in Gleichung zu eliminieren rechnen wir :

In Matrix-Vektor-Schreibweise:


3. Nun soll auch die -Variable in Gleichung eliminiert werden. Dazu rechnen wir

Unsere Gleichungen sehen nun folgendermaßen aus:

In Matrix-Vektor-Schreibweise:

Wir können Gleichung nun nach auflösen. Dann setzen wir den -Wert in Gleichung ein und lösen nach auf. Zuletzt setzten wir jeweils den berechneten - und -Wert in Gleichung ein und lösen nach auf. Wir erhalten so unsere dritte Variable.

Es folgt also:

, ,

Du verwendest dieses Verfahren bei Gleichungssystemen mit zwei oder mehr Variablen. Dabei stellst du die Gleichungen so um, das in einer Gleichung nur eine Variable, in der zweiten Gleichung zwei Variablen und in der dritten Gleichung alle drei Variablen vorkommen. Das bezeichnet man auch als obere Dreiecksmatrix. Nun kannst du mit der ersten Gleichung so vorgehen wie bei einer Gleichung mit nur einer Variable und die Lösung dann in die zweite Gleichung einsetzen. Die Lösung dieser Gleichung setzt du dann in die letzte Gleichung ein. Bei vier Gleichungen mit vier Variablen gehst du analog vor.


Aufgaben zum Gauß-Verfahren

Aufgabe 3: Gleichungssysteme mit dem Gauß-Verfahren lösen

a)


Eliminiere zuerst die -Variable in der zweiten Zeile.
Deine Gleichungen sollten am Ende folgende Form haben 

1. Gleichung von Gleichung abziehen.

2. Gleichung von Gleichung abziehen.

3. Gleichung von Gleichung abziehen.

Deine Gleichungen sollten dann folgendermaßen aussehen:

4. aus der Gleichung berechnen.

5. in Gleichung einsetzen und nach umstellen, um zu erhalten.

6. und in Gleichung einsetzen und nach umstellen, um zu erhalten.

Endgültige Lösung:

, ,


b) ⭐


Eliminiere zuerst den -Wert in Gleichung .
Deine Gleichungen sollten am Ende folgende Form haben: 

1. Gleichung von Gleichung abziehen.

2. Gleichung von Gleichung abziehen.

3. Gleichung von Gleichung abziehen.

Deine Gleichungen sollten dann folgendermaßen aussehen:

4. Gleichung zu Gleichung addieren.

5. Gleichung von Gleichung abziehen.

Deine Gleichungen sollten dann folgendermaßen aussehen:


6. aus Gleichung berechnen.

7. in Gleichung einsetzen und nach auflösen.

8. und in Gleichung einsetzten und nach auflösen.

9. , und in Gleichung einsetzen und nach auflösen.

Endgültige Lösung:

,, ,

Kubische Funktionen im Sachzusammenhang

Aufgabe 4: Virusinfektion
Rabies Virus.jpg

Achtung: Alle Angaben in dieser Aufgabe sind frei erfunden!

Im Januar befällt ein neuartiges Virus Deutschland. Mittlerweile ist es Oktober und du suchst im Internet nach Informationen über die Infektionszahlen. Dort triffst du auf folgende Informationen:

  • Im Dezember des Vorjahres befinden sich noch keine infizierten Personen in Deutschland
  • Im April leben 2.000.000 infizierte Personen in Deutschland
  • Im August steigt die Anzahl infizierter Personen in Deutschland auf 4.000.000 an
  • Durch entsprechende Maßnahmen ist die Zahl infizierter Personen ab August rückläufig



a) Die Anzahl infizierter Personen lässt sich durch eine kubische Funktion (Funktion dritten Grades) der Form beschreiben. Löse zunächst unteren Lückentext.




b) Stelle mit Hilfe von Aufgabe a) die Gleichung von auf. Mit unterem Applet kannst du dein Ergebnis selbstständig überprüfen.


GeoGebra




























Insgesamt erhalten wir also folgendes Gleichungssystem:



Dieses Gleichungssystem lösen wir mit dem Gauß-Verfahren:



















Gleichung liefert uns nun



Setzen wir in Gleichung ein, erhalten wir



Setzen wir und in Gleichung ein, erhalten wir





und damit insgesamt


c) Wissenschaftler behaupten, dass die milden Temperaturen im Frühling dafür sorgen, dass sich der temperaturempfindliche Virus optimal ausbreiten kann und deshalb die stärkste Zunahme infizierter Personen im Frühling nachzuweisen ist. Prüfe diese Behauptung anhand der Informationen.

Der Wendepunkt ist der Punkt der stärksten Zunahme (oder stärksten Abnahme) des Funktionsgraphen, der an dieser Stelle sein Krümmungsverhalten ändert.

Notwendige Bedingung für Wendestellen:

Hinreichende Bedingung für Wendestellen: und

Der Graph der Funktion hat einen Wendepunkt bei . Die stärkste Zunahme infizierter Personen ist also im April (bzw. im Frühling) nachzuweisen. Die Behauptung ist demnach richtig.







d) Skizziere nun den Graphen von anhand der Informationen auf einem Blatt. Beachte hierbei die geeignete Beschriftung der Koordinatenachsen. Für welchen Zeitraum ist dieser Graph als mathematische Modellierung der Virusinfektion geeignet?

Graph e.png



Da die Funktionswerte von für negativ sind, ist der Graph nur für als mathematische Modellierung der Virusinfektion geeignet. Inwiefern der Graph für das vorherige Jahr geeignet ist, lässt sich anhand der Informationen nicht eindeutig feststellen. Der Graph zeigt jedoch, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt vor dem beobachteten Jahr unendlich viele infizierte Personen in Deutschland leben, was offensichtlich nicht möglich ist.