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•Seminar: Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss

•Schule: Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss

•Meine Projekte: Dramenanalysen

•Betreut von: Benutzerin:MaFlo

2 inhaltliche Schwerpunkte:

  1. Humanismus
  2. Religionsfreiheit


Inhaltsangabe:

Das aus fünf Akten bestehende Drama ‚‚Nathan der Weise‘‘, von Gotthold Ephraim Lessing, wurde 1779 veröffentlicht und vier Jahre danach in Berlin uraufgeführt. Die Handlung spielt zur Zeit des 3. Kreuzzugs am Ende des 12. Jahrhunderts, während eines Waffenstillstands in Jerusalem. Das zentrale Thema ist die Religionsfreiheit, Humanität und Toleranz. Die Religionen Judentum, Islam und Christentum spielen eine wichtige Rolle.

Der jüdische Kaufmann Nathan kommt von einer langen Geschäftsreise zurück. Er erfährt von seiner Haushälterin Daja, dass sein Haus in Jerusalem während der Reise gebrannt hat. Seine Adoptivtochter Recha wäre dabei beinahe ums Leben gekommen. Ein christlicher Tempelherr hat sie gerettet. Kurz vor der Rettungsaktion wurde der Tempelherr vom Sultan begnadigt, weil dieser dem verschollenen Bruder des Sultans, Assad, ähnlich sehe. Nathan sprach den Tempelherrn an, doch dieser wollte keinen Dank für die Rettung. Nathan und der Tempelherr unterhielten sich über den Konflikt zwischen den Religionen. Der Tempelherr wünscht sich mit Recha zu sprechen, weil er sie aufgrund ihrer Religion verachtet hat. Sultan Saladin bittet Nathan zum Gespräch. Recha freut sich sehr den Tempelherrn kennenzulernen. Schließlich trifft der Tempelherr ein und ist erstaunt von Recha. Der Sultan stellt Nathan eine sehr ungewöhnliche Frage. Er möchte wissen, welche Religion Nathan für die beste hält. Nathan bittet um Bedenkzeit, denn er möchte nichts falsches sagen. Nathan antwortet mit der Ringparabel: Ein Mann besaß einen Ring. Dieser sollte an den Sohn weitergeerbt werden, den er am meisten liebe. Um seine drei Söhne gleichgerecht zu erben, lässt er zwei Kopien des Ringes anzufertigen und gibt jedem seiner Söhne einen Ring. Nach dem Tod streiten sich die drei Söhne. Doch jedem der Söhne wurde gesagt, er soll so leben als wäre sein Ring der echte. Der Sultan bezweifelt, dass die Ringe für die drei Weltreligionen stehen. Nathan erklärt ihm, dass alle drei Religionen gleichermaßen glaubhaft sind. Der Sultan war überzeugt und bietet Nathan seine Freundschaft an. Währenddessen verliebt sich der Tempelherr in Recha und macht ihr einen Heiratsantrag. Nathan lehnt die Eheschließung ab, weil er die Vermutung hat, dass sie verwandt sein könnten. Dana verrät das Recha nicht die leibliche Tochter von Nathan sei, sondern nur die Adoptivtochter mit christlicher Herkunft. Im Palast begegnen sich Nathan und der Tempelherr. Es stellt sich herraus, dass der Tempelherr und Recha Geschwister sind. Dies steht in einem Buch bestätigt. Der leibliche Vater Rechas ist der verschollene Bruder des Sultans. Alle erkennen, dass es sinnlos ist über Religionen zu streiten und welche die wahre ist. Schließlich bemerken sie, dass alle miteinander verbunden sind und somit gehören die drei Weltreligionen in eine Familie.


Was ist an dem Stück so besonders, dass es bis heute noch aufgeführt wird.

Meiner Meinung nach ist das besondere an dem Stück, dass es ein friedliches Miteinander der drei Weltreligionen gibt. Die Akteure des Dramas sind alle tolerante, gebildete und aufgeklärte Menschen. Das Stück macht sich für Menschlichkeit stark. Vor allem mit der Ringparabel macht das Drama eine Versöhnung aller Religionen deutlich. Religionsfreiheit ist bis heute ein aktuelles gesellschaftliches Problem.


Charakterisierung Nathan:

Das Drama ,,Nathan der Weise“, geschrieben von Gotthold Ephraim Lessing und veröffentlicht im Jahr 1779, handelt von den drei Weltreligionen, Christentum, Judentum und dem Islam, und deren Beziehung zueinander. Das zentrale Thema ist die Religionsfreiheit, Humanität und Toleranz und das Drama dient zur Aufklärung.

Nathan ist ein erfolgreicher Geschäftsmann(vgl. V.10f) und kommt von einer Geschäftsreise aus Babylon zurück(vgl. V.1f). Er erfährt von der Gesellschaftlerin seiner Tochter, dass Recha beinahe im brennendem Haus verbannt wäre(vgl. V.20ff). Er verhält sich sehr fürsorglich gegenüber seiner Tochter. Nathan geht es nicht ums Geld oder weitere materiellen Dinge, denn er sorgt sich nicht um sein verbranntes Haus. Er ist dem Retter von seiner Tochter sehr dankbar und möchte ihm das auch zeigen(vgl. V.92ff). Nathan ist sehr tolerant den anderen Religionen gegenüber, da er kein Problem hat das er selber Jude ist, Daja, Recha und der Tempelherr Christen sind.


Charakterisierung Nathan aus der Sicht von Daja:

Das Drama ,,Nathan der Weise“, geschrieben von Gotthold Ephraim Lessing und veröffentlicht im Jahr 1779, handelt von den drei Weltreligionen, Christentum, Judentum und dem Islam, und deren Beziehung zueinander. Das zentrale Thema ist die Religionsfreiheit, Humanität und Toleranz und das Drama dient zur Aufklärung.

Als der erfolgreiche Geschäftsmann Nathan(vgl. V.10f) aus seiner Geschäftsreise aus Babylon zurückkommt(vgl. V.1f), erfährt er von Daja, dass Recha beinahe beim Brand des Hauses fast ums Leben gekommen wäre(vgl. V.20ff). Daja weiß, dass Nathan ein Herzensguter Mensch und beschenkt sehr gerne seine Tochter und ihre Gesellschaftlerin(Vgl. V.53f)., doch dies wirkt sehr materialistisch auf Daja. Sie warnt ihn außerdem sich bei dem Tempelherrn zu bedanken, da dieser ein Christ ist und Nathan selber Jude(Vgl. V.58ff). Nach der Geschäftsreise hätte Daja erwartet, dass Nathan seiner Tochter mehr Zeit und Aufmerksamkeit schenkt, weil sie Sehnsucht nach ihrem Vater hatte(Vgl. V.64ff). Nathan ist ein ehrlicher und gutmütiger Mensch, dies schätzt Daja an ihm sehr(Vgl. V.55).


Kommentar zu KiWoNSG:

Ich finde gut, dass die Charakterisierung relativ kurz gehalten worden ist und trotzdem die wichtigsten Charakterzüge genannt hast. Vielleicht fehlt ein kurzer und knapper Einleitungssatz aber sonst ist dir alles gut gelungen.


  1. V.169-186: Nathans Rückkehr, Recha bemitleidet sich selber
  2. V.186-223: Recha ist überzeugt das der Retter ein Engel, geschickt von Gott, sei und Nathan weiß das es ein Mensch war
  3. V.224-243: Nathan macht sich über Rechas Ansicht lächerlich
  4. V.243-277: Recha zeigt Nathan gegenüber Einsicht
  5. V.278-317: Nathan ist stolz auf Rechas Erkenntnis und will sie auffordern ihre Ansicht zu ändern
  6. V.317-364: Nathan spekuliert was mit dem Tempelherrn geschehen ist, Nathan beruhigt Recha und erklärt ihr, dass er nicht krank sei.
  7. V.364-375: Nathan trifft auf einen Muselmann, namens Al-Hafi

Recha zieht die Vorstellung eines Engels vor, statt die eines Meschens. Sie zeigt Einsicht, dass sie auf eine Weise stur ist und ihre Meinung behält. Sie ändert ihre Meinung nicht, da sie immer Recht behalten will.


Brechts Schreibsituation vs Lessings Schreibsituation

Brechts Situation spiegelte sich in seinen Werken und seinem Arbeitsjournal wieder. Er befand sich von 1933 bis 1945 im Exil, dies nahm Einfluss auf seine Situation.

Lessing schrieb zur Zeit der Aufklärung und Brecht zu Hitlers Zeit.

Vor dem Verlust von Lessings Frau und Kind verfasste er schon seine Werke, aber erst danach kam seine produktivste Zeit und er schrieb Nathan der Weise.

Brechts produktivste Zeit war dagegen erst, nachdem er mit seiner Familie aus Deutschland ins Exil geflohen ist. DAs stimmt nicht! Er war schon als Jugendlicher produktiv, aber vielleicht sind seine Exilwerke letztlich die berühmteren. Flo

Das unwohle Gefühl sich in den einzelnen Ländern, durch die er geflohen war, nicht einleben zu können, spiegelt sich in Brechts Werken wieder.

Beide wollten über für sie wichtige Themen aufklären. Lessing schreibte und lebte zu der Zeit wo es Religionskonflikte schon gab und die Menschen davon wussten und Brecht schreibte zu Hitlers Zeit, als den Menschen noch nicht klar war, was für eine Macht er besaß. Sie wollten beide die Leute anregen, Dinge zu hinterfragen und verhelfen ihnen zum eigenem Denken.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Lebensumstände und Situationen grossen Einfluss auf deren Werke hatte. Sie lebten zu einer Zeit, wo niemand etwas hinterfragt hat und sie einfach nur akzeptierten. Mit ihren Werken verarbeiteten und spiegeln sie ihre Verlüste, Ängste und Situationen wieder.