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Schule: Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss

Nathan der Weise

Zusammenfassung der zentralen Aussagen zwischen Pastor Goeze und Lessing

Vor der Auseinandersetzung Lessings und Goeze traf Lessing sein Schicksal. Durch den plötzlichen Tod seines Kindes und dem darauffolgenden seiner Frau, suchte er auf rationaler Ebene nach Gründen und Sinnhaftigkeit für sein persönliches Schicksal. Seiner Trauer widmete er sich mit Hilfe seines Verstandes und der Schaffung rational ausgerichteter Werke. Nach zwei Jahrzehnten des Versuches, ein unabhängiger Schriftsteller zu werden, trat Lessing das Amt des Bibliothekvorstehers an und sicherte sich sein Zensurrecht (1770). (vgl. Nathan der Weise Anhang S.166 Z1)

- Lessing erhielt Schriften des Freundes und Professors Samuel Reinhards, welche Kritik an dem Alten und Neuen Testament sowie des protestantischen Lehrbegriffs darstellen und sich zugleich mit diesem beschäftigen. ( Erbsünde, Erlösuung durch den Tod Christi). Diese veröffentlichte Lessing.

- Lessing steht für den Vernunft-Glauben (vgl. Zusatzmaterial Z 19) und möchte die Leichtgläubigkeit durch denkenden Glauben ersetzen (vgl. Zusatzmaterial Z 20).

- Die Mühe, hinter die Wahrheit zu kommen, macht für ihn den Wert des Menschen aus und nicht der Besitz der Wahrheit allein (vgl. Zusatzmaterial Z 59-62).

- Lessing sieht die Leichtgläubigkeit als Missbrauch der Autorität an.

- Ein Pastor namens Goeze reagiert auf Lessings Kritik (Wahrheitsbekenntnis) welche Goezes Replik und Widersprüche des biblischen Offenbarungsberichts darstellte. Zudem enthüllt er Lessings herabwürdigendes und viel zitierendes Wahrheitsbekenntnis.

- Im Januar 1778 greift Goeze Lessing erneut an. Dieser antwortet darauf in Form von theologischen „Anti Goetze Briefen“, von denen er insgesamt elf schrieb.

- Der Lessing-Goeze-Streit wird letztendlich gewaltsam beendet.

- Am 6. Juli wird Lessing der weitere Druck und Vertrieb der „Beiträge“ verboten.

- Am 13. Juli folgt das Verbot der Fortsetzung der Anti-Goeze Briefe. Seine Antworten auf Goezes Fragen veröffentlicht er im Anschluss dennoch.

- Als Konsequenz wird Lessing die Zensurfreiheit entzogen und er konzentriert sich wieder auf das Theater. Nathan der Weise entsteht.

Streitgespräch Lessing und Goeze

Goeze: Was fällt dir ein die Bibel in Frage zu stellen und die Autorität der Kirche mit deiner erbärmlichen Duplik zu verleugnen, du Gotteslästerer.

Lessing: Du, du Kirchenfanatiker, hältst dich und deine biblischen Offenbarungsberichte für etwas besseres. Dabei untermauerst du nur deine Einfältigkeit, ohne jeglichen Versuch selbst an die Wahrheit zu gelangen. Ich, als von Vernunft geleiteter Mensch, strebe durch Nachforschung und aufrichtige Mühe die Wahrheit an. Dir, dir liegt sie bloß zu Füßen.

Goeze: Wer bist du, dass du, die der Geboten und Verheißung folgende Wahrheit demütigst und es wagst, Gott und seine Vertreter auf der Erde in den Dreck zu ziehen? Wenn du so weiter hantierst, drohst du ins offene Feuer zu laufen.

Lessing: Wer ich bin? Ein Mensch mit Wert und Verstand. Ich verkaufe keine fahrlässigen Behauptungen für wahr. Wenn du in die Hölle möchtest, dann mach nur weiter so, du bist auf dem besten Wege. Mein Ziel ist es lediglich, die Menschen von dem Vernunftglauben zu überzeugen. So einer Leichtgläubigkeit sollte keiner trauen müssen.

Goeze: Du und dein Verstand. Laber keinen Unsinn. Es ist Rechtfertigung genug, dass der ganze Staat und die bürgerliche Verfassung auf dem Glauben basieren! Unser Glaube brauch keinen Verstand. Er kommt aus tiefstem Herzen und erweist immer Loyalität.

Lessing: Ihr könnt ja aus tiefstem Herzen glauben , aber vor allem sollt ihr denken. Der Verstand ist der springende Punkt. Allein gehorchen und sich die Bibel als Vorschrift zu nehmen ist lächerlich. Was hat man denn davon? Was bringt es denn den Menschen, von ihren veralteten und längst überholten Tatsachen beschallt zu werden? Nicht in der Lage zu sein, selbst zu denken und sich alles vorgaukeln zu lassen? „Super“ Sache!

Goeze: Wir glauben nicht nur, wir wissen. Und es ist ganz leicht zu erklären, warum wir uns darauf beruhen. Wirf einfach einen Blick zurück in die Vergangenheit. Wann haben Samen der Rebellion reife Früchte getragen? Ganz einfache Antwort: nie! Und das liegt daran, dass diese nicht aus der Hand der Christen sondern von Gott selbst gesät werden. Gott einzig und allein trägt die Verantwortung.

Lessing: Mein lieber Götze, wann habe ich denn von Rebellion gesprochen? Ich spreche nur von den Überlegungen auf persönlicher Ebene und der Bildung eigener Meinungen durch das Denken. Das passiert wohl, wenn man selbst seinen Verstand nicht benutzt und sich an Gegebenheiten erfreut.

Goeze: Du bist ja lächerlich. Und von so einem Witzbold und dessen ach so tollen Grundsätzen soll ich mir als Pfarrer meine Auffassungen abstreiten lassen? In meinen Träumen nicht!

Lessing: Oh ja! Allerdings mache ich deine sinnlosen Behauptungen runter und stelle meine vernünftigen, selbst nachgeforschten Erkenntnisse, in den Vordergrund. Solch zufällige Geschichtswahrheiten der Bibel können niemals standhalten mit belegten Vernunft-Wahrheiten.

Goeze: Ich glaube, ich muss lachen! Ihre Laberei und Kritzeleien von Vernunftwahrheiten können Sie sich was weiß ich wohin stecken. Es ist lächerlich, wie du dich als Wichtigtuer aufführst.

Lessing: Es mag sein, dass Sie meine Art des Schreibens nicht mögen, aber das liegt an meiner metaphorischen Art und Weise. Festzustellen ist letztendlich doch, dass du die Wahrheit kennst, ohne nachgeforscht zu haben. Deine Wahrheit besteht nur daraus, dass du keinen Plan hast und damit nur deine Leichtgläubigkeit bestätigst.

Goeze: Dass du dich traust so etwas über mich zu behaupten!? Das wird Konsequenzen haben, glaube mir! Du Gotteslästerer!

Realen Erlebnisse Lessings im Nathan:

- Verlust seiner Frau und seines Sohnes. In der Lektüre ist es Nathan, der von seinem Schicksal, dem Judenpogrom, getroffen wird und seine Familie verliert.

- Zurückfindung nach dem Schicksalsschlag.

- Nathan der Weise war seine einzige Möglichkeit für Vernunft, Humanität und Toleranz in der Religion zu kämpfen, nach dem Verlust des Zensurrechts.

- die Aufklärung und das „gegen den Strom schwimmen“, spielt eine Rolle. Nathan zum Beispiel erzieht sein christliches Kind jüdisch.

Inhaltsangabe zum Drama aus der Autorenperspektive:

Das Drama Nathan der Weise, welches zur Zeit der Aufklärung spielt, handelt von Vernunft, Humanität und Verstand. Der jüdische Kaufmann und Protagonist Nathan, steht genau für das. Er möchte Religionsfreiheit. Dieses Stück soll den Menschen die Augen öffnen und dazu beitragen, dass sie das Menschenbild der Aufklärung verinnerlichen.

Nathans Haus brennt und seine Tochter Recha wird befreit von einem Tempelherrn. Recha, die eine Jüdin ist, verliebt sich nun in den Tempelherren. Als Nathan zurück von seiner Geschäftsreise aus Babylon kommt, arrangiert er ein Treffen zwischen den beiden, der Tempelherr verliebt sich sofort in Recha und bittet Nathan sie heiraten zu dürfen. Dieser hat aber gewisse Zweifel, weil er den Namen des Tempel Herren erfährt. Nathan geht nun zum Sultan Saladin, ein Moslem. Dieser fragt Nathan nun was die wahre Religion sei und Nathan antwortet mit der berühmten Ringparabel und erfährt, dass der verstorbene Bruder des Sultan Assad dem Tempel Herrn sehr ähnlich sieht. Der Tempel her wiederum erfährt dass Recha adoptiert ist und eine christliche Taufe hatte. So kommt die ganze Wahrheit Stück für Stück ans Licht. Recha ist die Schwester des Tempelherren, weswegen Nathan so gezweifelt hatte. Die beiden sind wiederum die Kinder von Assad, dem verstorbenen Bruder des Sultan Saladins. Letztendlich freuen sich alle, weil sie sich wieder gefunden haben und verfallen in Umarmung.

Mit diesem Konflikt zwischen Judentum, Christentum und dem Islam, zeigt der Protagonist Nathan, dass Toleranz, Humanität und Verstand ein friedvolles Miteinander möglich machen können. Durch die Ring Parabel und der Familie, die letztendlich aus drei Religionen besteht, wird dies noch einmal verdeutlicht.

Charakterisierung Nathan:

Die Lektüre Nathan der Weise ist ein dramatisches Gedicht, welches 1779 von Gotthold Ephraim Lessing verfasst wurde. Das Stück lässt sich der Epoche der Aufklärung zuordnen und entsteht vor dem Hintergrund einer religiösen Auseinandersetzung mit dem Pastor Melchior Goeze.

Nathan ist die Hauptfigur und der Namensträger des Dramas. Bereits im ersten Aufzug der ersten Szene stellt sich heraus, dass Nathan ein reicher Geschäftsmann ist, welcher von einer Geschäftsreise aus Babylon zurückkommt (vgl. V 2-5). Dort hat Nathan Schulden eingesammelt und sich deshalb verspätet (vgl. V 8-9). Nathan ist sehr hilfsbereit und fürsorglich, was man erkennt, als er sich direkt nach seiner Tochter Recha erkundigt, nachdem er von seinem Hausbrand gehört hat (vgl. V. 21). Die Liebe zu seiner Tochter Recha wird hier deutlich erwiesen. Nathans lockeren Bezug zu Geld erkennt man erneut, als er sich um den materiellen Schaden des Brandes nicht schert und den Bau eines neuen Haus als verständlich sieht (vgl. V 17-18). Nathan ist ebenfalls ein großzügiger Mann, welcher Recha und Daja immer etwas von seinen Reisen mitbringt. Im ersten Akt sind es Schmuckgegenstände (vgl. V 48-49). Da Recha das Wertvollste ist, was Nathan besitzt, möchte er den Retter aufsuchen und belohnen (vgl. V 29). Zudem hat Nathan eine gewisse Offenheit und einen Toleranzgedanken gegenüber den anderen Religionen. Dies wird kenntlich gemacht, als Nathan Rechas Retter den Tempelherren persönlich danken möchte, obwohl dieser Christ ist und Nathan selbst Jude (vgl. V. 156 ff). Nathans Bezug zu materiellen Dingen wird erneut verschärft, als er Daja nicht zuhören möchte und anstatt dies zu tun sie immer wieder unterbricht, um sie dann letztendlich mit Geschenken zur Ruhe zu bringen (vgl. V. 40-45).

Zusammenfassend lassen sich aus dem ersten Aufzug der ersten Szene Nathans westlichen Charakterzüge herausstellen. Er ist der reiche, fürsorgliche Geschäftsmann und Vater mit Verstand und offener Denkweise.

Charakterisierung Nathans aus Sicht von Daja:

Die Lektüre Nathan der Weise ist ein dramatisches Gedicht, welches 1779 von Gotthold Ephraim Lessing verfasst wurde. Das Stück lässt sich der Epoche der Aufklärung zuordnen und entsteht vor dem Hintergrund einer religiösen Auseinandersetzung mit dem Pastor Melchior Goeze.

Nathan ist die Hauptfigur und der Namensträger des Dramas. Durch die Betrachtung Nathans aus der Sicht von Recha in der ersten Szene bekommt man nochmal eine andere Perspektive von ihm zu sehen. Direkt zu Beginn wird deutlich, dass Daja Nathan als vollbeschäftigten Geschäftsmann sieht, welcher kaum noch zu Hause ist. Dies wird deutlich, als Daja Folgendes sagt : ,,Das ihr doch endlich einmal wiederkommt" (V. 2). Auch aus Dajas Sicht wirkt Nathan wie ein fürsorglicher Vater, der voller Liebe zu seiner Tochter Recha ist. Als Daja nämlich von Rechas Notlage während des Hausbrandes erzählt, ist Nathan völlig aufgeschmissen und überrascht (vgl. Z 21-22). Gleichzeitig wirkt Nathan so, als könne er sich in niemand anderen außer Recha hinein fühlen und blitzt Daja immer ab. Aus Dajas Perspektive lässt Nathan sie nie zu Wort kommen und versucht Probleme mithilfe materieller Dinge zu lösen (vgl V 38-43). Das wiederum ist eine schlechte Eigenschaft, welche Daja kritisiert. Des Weiteren sieht auch Daja Nathan als toleranten und verständnisvollen Mann an, da er dem Retter von Recha gegenüber dankbar ist, obwohl dieser eine andere Religion hat als er selbst. Nathans lockere Art mit Geld umzugehen und direkt vieles als seinen Besitz anzusehen, kritisiert Daja. Vor allem, dass Nathan Recha als sein Eigentum betitelt (vgl V. 28-29). Letztendlich wird deutlich, dass Daja Nathan als ihren Vorgesetzten sieht, da sie die Rolle der Erziehung übernimmt, wenn Nathan auf Reisen ist.

Zusammenfassen lässt sich festhalten, dass auch Daja Nathan als fürsorglichen weisen Mann sieht, welcher jedoch sehr an seiner Tochter gebunden ist und sich seinen Wohlstand zunutze macht.

Bewertung zur Charakterisierung von FabNNSG:

Mir haben deine Charakterisierungen zu Nathan beide gut gefallen. Ich fand gut, dass du dich daran gehalten hast und alle Informationen aus dem ersten Aufzug der ersten Szene genommen hast. Außerdem hast du deine Aussagen mithilfe von Versangaben belegt. Das einzig, was ich noch ergänzen würde, wäre eine allgemeine Einleitung mit Hintergrundwissen über das Drama und Paragraphen.

Gespräch von Nathan und dem Tempelherren:

Sinnesabschnitte ->

1 Abschnitt: Zusammentreffen von Nathan und dem Tempelherren ( V. 1191 - 1220)

Nathan trifft auf den Tempelherren und beginnt mit ihm zu sprechen. Nathan möchte sich bei ihm für die Rettung seiner Tochter bedanken und ihm sagen, dass er Ihnen nun verbunden ist. Der Tempel her fühlt sich jedoch genervt und spielt seine Tat herunter. Er bezeichnet die Rettung als selbstverständlich.


2 Abschnitt: Wieder gut Machung ( V 1221- 1246)

Um sich bei den Tempel Herrn zu bedanken, möchte Nathan ihm etwas von seinem Reichtum abgeben, was der Tempelherr wiederum nicht möchte. Ein neuer Mantel wer ihm lediglich lieb.


3 Abschnitt: Rechas Dank darstellen ( V 1247- 1268)

Nathan küsst den Brandfleck auf dem Mantel des Tempel Herren, der nach der Rettung über geblieben ist und schildert dem Tempel Herren, wie unendlich dankbar Recha ihm auch sei. Nun beginnt der Tempel her Nathan mit seinem richtigen Namen anzusprechen anstatt mit Jude. Nathan wiederum bedankt sich für die Gutmütigkeit des Tempelherren.

4 Abschnitt: Der Tempelherr erkennt die Weisheit Nathan’s ( V 1269- 1304)

Nathan erklärt, dass es überall auf der Welt gute Menschen gibt. Dies ist unabhängig von deren Religion. Diese Auffassung Nathans wird vom Tempel Herren bestätigt und er bewundert Nathans Aufgeschlossenheit.

5 Abschnitt: Anfreunden von Nathan und dem Tempelherren (1305- 1340)

Darauf beginnen sich Nathan und der Tempel her gut zu verstehen. Der Tempel her verliert gegenüber Nathan und seiner Familie die abweisende Haltung und öffnet sich. Nathan erwähnt, dass sie Freunde sein müssen und der Tempel her geht darauf ein. Anschließend läuft Daja herbei.

Funktion der Sinnesabschnitte und Leitfrage:

Abschnitt 1: Weshalb kommt es zu dem Treffen mit dem Tempelherren und Nathan und wieso ist der Tempel her genervt von ihm?

Funktion: In diesem Abschnitt erkennt man die voraus gestellte Beziehung von Nathan und dem Tempel Herren und dem Tempelherren gegenüber der Rettung.

Abschnitt 2: Warum möchte Nathan dem Tempelherren etwas von seinem Reichtum abgeben und wieso reagiert der Tempelherr so abgeneigt?

Funktion: in diesem Abschnitt wird noch mal deutlich, welchen Reichtum Nathan besitzt und das der Tempel her sich davon dennoch nicht beeindrucken lässt.

Abschnitt 3: Wieso küsst Nathan den Brandfleck auf dem Mantel des Tempelherren und wieso soll Recha diesen auch noch küssen?

Funktion: in diesem Abschnitt wird der danken Nathans und seiner Tochter dem Tempelherren gegenüber noch einmal verdeutlicht welcher ihn von dort an auch mehr respektiert.

Abschnitt 4: Wie schafft Nathan es, den Tempelherren von sich zu überzeugen?

Funktion: in diesem Abschnitt wird noch einmal dargestellt, warum Nathan als Weise bezeichnet wird und die Empathie anderer Leute für sich gewinnt.

Abschnitt 5: wie kommt es dazu dass Nathan und der Tempel her sich anfreunden?

Funktion: in diesem Abschnitt wird gezeigt, dass Nathan alle Religionen tolerant gegenüber ist und sich auch mit einem Christen anfreundet, obwohl er Jude ist.

Nathan’s Sprechweise:

Zu beginn spricht Nathan ruhig und vorsichtig mit dem Tempelherren und möchte ihm sein Anliegen darlegen. Er ist voller Dank und drückt sich freundlich und auf zurückhaltende Weise aus. Im zweiten Abschnitt wird er etwas aufdringlicher und spricht hektischer, denn er versteht nicht wieso der Tempelherr von ihm genervt ist und für seine Tat nicht belohnt werden möchte. Im dritten Abschnitt hingegen spircht Nathan sehr gefühlsvollUnd macht durch das Küssen des Mantels klar, wie unendlich dankbar er für die Rettung seiner Tochter ist. Als Nathan im nächsten Abschnitt erklärt, dass es viele gute Menschen gibt, spricht er ruhig und überzeugend. Hier erkennt man seine Weisheit. Als sich die beiden zum Schluss nun doch anfreunden, spricht er wieder aufgelockert und dynamisch.

Die Sprechweise des Tempelherren:

Zu beginnen, als Nathan auf ihn zukommt, spricht er genervt und ist Nathan gegenüber abgeneigt. Er möchte sich nicht ständig anhören, was ein Held er sei, denn er hält seine Tat falls etwas selbstverständlich ist. Zudem spricht er in kurzen klaren Sätzen. Sobald Nathan ihm etwas von seinem Reichtum abgeben möchte, um dem Tempelherren sein Dank auszusprechen, ist er wieder abgeneigt und antwortet mit setzen wie: „ihr? Mit nichts.“ (V 1231). Hier wird deutlich dass der Tempel her nichts von Nathan möchte. Er wird nun jedoch etwas aufgelockertter und sagt, dass er sich über einen neuen Mantel freuen würde. Er spricht Nathan gegenüber geöffneter. Als Nathan im folgenden seinen Mantel küsst beginnt der Tempelherr ihn beim Namen zu nennen und spricht mit kurzen abgehakten setzen, da er überwältigt ist. Als Nathan sich ihm gegenüber bekennt und seine tolerante Denkweise in Bezug auf die Weltreligionen und die Verbindung zu allen Menschen äußert, beginnt der Tempelherr voller Anerkennung zu sprechen und wendet sich nicht mehr von Nathan ab. Letzt endlich gewinnt Nathan die Empathie des Tempelherren für sich und beide unterhalten sich wie Freunde.


Brecht

Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui.. das Drama als Provokation?

Die Frage in wiefern Brechts Drama Arturo Ui eine Provokation ist, ist zu diskutieren.

Dagegen spricht, dass das Drama auf einer wahren Historie beruht. Somit wird das Publikum nicht absichtlich über die Manipulation von Menschen zur Machtergreifung überzeugt, durch eine fiktive Geschichte. Die Geschichte wurde lediglich durch einen ausgedachten Konflikt verfremdet. Der Machtaufstieg ist dennoch das Thema.

Jedoch sprechen einige Punkte für eine Provokation. Einmal der Mechanismus der Manipulation

Hausaufgaben

1: - Dadurch, dass seine literarische Arbeit verpönt war hatte er im Exil wieder die Möglichkeit zu arbeiten ohne den politischen Druck im Nacken.

- „Mit jedem Sigesrapport Hitlers verliere ich an Bedeutung als Schriftsteller“ (20 April 41 Z.34f)

- Dadurch, dass er das zufällig gewählte Zielland auf Grund des Einmarschs Nationalsozialistischer Truppen mehrfach wechseln musste, kam es zu einem stetigen Stilwechsel in seiner Arbeit. „Wenn ich meine letzen Stücke betrachte und vergleiche [...], so finde ich sie abnorm uneinheitlich in jeder Weise. Selbst die Generes wechseln unaufhörlich.“ ( 36ff)

- Somit war sein tatsächliches Leben wie seine literarische Arbeit, stark durch den zweiten Weltkrieg und seiner Flucht vor dem Nationalsozialismus geprägt. Dadurch kämpfte er Jahre lang mit Verboten oder Abänderungen seiner Werke, sodass seine Stücke letztlich nicht mehr aufgeführt werden durften (Z 1)

- Die USA waren seine letzte Chance um von den Nationalsozialistischen Truppen fern zu bleiben, da diese in immer weitere Nachbarländer Deutschlands einmarschierten und die Flucht kein Ende nahm. Brecht gab dennoch nicht auf seine Werke weiter zu schrieben, obwohl keine Aussichten auf eine Aufführung mehr standen (vgl Z. 1-4, Über Brechts Arbeit am Stück). Zudem interessierte sich keiner für seine Werke im Ausland, weshalb der Kampf immer schwerer wurde.

2:

Brechts persönliche Situation spiegelt sich im Arbeitsjournal eins zu eins wider, da er darin tagebuchartig die Auswirkungen der zeitgeschichtlichen Situation auf seine Arbeit dokumentiert. Vor allem ist hier die Übertragung der politischen Geschehnisse auf die Unterwelt im Arturo Ui zu nennen, die er darin explizit erwähnt. Das Hitlers Aufstieg Brecht in seiner Arbeit hinderte wird daran deutlich, als er sagt, dass Hitlers Siegesrapport Brecht unbedeutsam machen lässt ( vgl Z. 34-35). Die Tatsache, in dieser Geschichte auf der einen Seite die wahren Hintergründe verhüllen zu müssen und auf der anderen Seite die Symbole deutlich genug hervorzuheben, dokumentiert seine Zerrissenheit im politischen Alltag, die sich hier auf auf seine literarische Arbeit überträgt.

3:

In dem Gedicht „über die Bezeichnung Emigranten“ wird deutlich, dass Brecht diesen Aufenthalt weder als Erleichterung noch als Bereicherung empfindet, wie man das tut, wenn man sich bewusst für das Leben in einem anderen Land entscheidet. Er empfindet sich als heimatlos und nahe der Grenze ständig in Fluchbereitschaft ( vgl. Z 8f). Als Emigrant sieht Brecht sich jedoch nicht, da er es sein Ziel ist in die Heimat zurückzukehren, wenn er nicht mehr vom Einmarsch der Nationalsozialistischen Truppen verfolgt wird ( vgl. Z 4-6) Zudem fühlt er sich Aufgrund seiner sichtbaren Armut (“zerrissene Schuhe” Z. 17) als Mahnmal für die schlechte Situation in seinem Heimatland Deutschland.

Zudem wird in „Gedanken über die Dauer des Exils“ deutlich, dass er auch keine Bemühungen unternehmen möchte, um in dem fremden Land heimisch zu werden. Sein Exil empfindet er als fremd, untermauert von der fremden Sprache, in ständiger Bereitschaft, wieder in seine Heimat zurückkehren zu können. Gedanklich ist er dauerhaft damit beschäftigt, In die Heimat zurückzukehren und dort wieder arbeiten zu können. Das er sich vorerst nicht im Exil integrieren möchte wird in dem Gedicht über die Dauer des Exils deutlich. Der Satz „ Laß den kleinen Baum ohne Wasser, wozu noch einen Baum pflanzen? Bevor er sich hoch wie eine Stufe ist Gehst du fort von hier“ ( Z 6-9), macht deutlich, dass das lyrische ich nicht vorhat im Exil zu bleiben und die Bemühungen der Integration nichts nützen. Er wird ins nächste Exil gehen und die Arbeit, die er ins letztere gesteckt hat hinter sich lasen. Im zweiten Teil des Gedichts lässt sich jedoch ein Meinungswechsel erkennen. Das lyrische ich erkennt, dass sich seine Lebenssituation nicht ändern wird und ein Verweigern von Integration zu nichts führt ( vgl. Z 20-22). Auch wenn das lyrische Ich weiter in andere Länder flüchten wird, schadet es nicht „ den Baum zu gießen“, da es der Exilsituation nicht entkommen wird und eine Heimatrückkehr nur noch ein Wunschgedanke ist (vgl. Z 20-23, Z. 27-28).


Hausaufgabe Brecht/ Natahn :

Lessing schrieb sein Werk Nathan der Weise, nach dem Tod seiner Frau und seines Sohnes. Dies war seine produktive Zeit. Trotz seines persönlichen Schicksals, war er ein Mensch der versucht hat, dem Leben und seinem Schicksal einen rationalen Sinn zu geben.Seine Kraft hat er der Schaffung Rational ausgerichteter Werke gewidmet. Dies war zur Zeit der Aufklärung, weshalb Menschen, die sich ihrem eigenen Verstand widmeten und nicht der Kirche glaubten Strafen bekamen. Der Lessing Götze Streit war ein Teil, der seine Schreibarbeit prägte. Auch zu Brechts Zeiten, nahm ein historisches Ereignis immensen Einfluss auf seine Werke und sein Schreiben. Bei diesem war es hingegen die Zeit vor dem zweiten Weltkrieg, als Hitler an die Macht gelangt. Die Zeit, die ihr im Exil verbrachte um vor nationalsozialistischen Truppen zu fliehen, nutzte er für seine Arbeit. Wohin gegen Lessing in Wolfenbüttel schon von Anfang an fleißig schrieb und sich nicht von seinem Schicksal auf hielten ließ, tat Brecht sich zuerst schwer damit. Empfinde das Exil als fremd und möchte sich nicht integrieren, da der Wunsch einer Rückkehr ins Heimatland besteht. Letzt endlich erkennt nun er auch, dass dies von Sinnlosigkeit ist. Das Ziel der beiden bleibt, das Publikum mit ihren Werken zu erziehen.

Letzt endlich lässt sich feststellen, dass Brecht Hitlers Macht Aufstieg und seinen Untergang als Schriftsteller in dem Werk Arturo Ui verarbeitete. Dadurch, dass er das zufällig gewählte Zielland auf Grund des Einmarschs Nationalsozialistischer Truppen mehrfach wechseln musste, kam es zu einem stetigen Stilwechsel in seiner Arbeit. Somit war sein tatsächliches Leben wie seine literarische Arbeit, stark durch den zweiten Weltkrieg und seiner Flucht vor dem Nationalsozialismus geprägt.



Figuren Charakterisierung von O‘ cassey.

Die Figur O´Casey ist der Leiter der Untersuchungen gegen Dogsborough. Er steht als Kritiker und Gegner Ui´s dar und tritt nur einmal im Stück auf.

Seine Aufgabe ist es, Dogsboroughs Korruption aufzudecken und nachzuweisen, dass der von der Stadt Chicago ausgegebene Kredit zu falschen Zwecken angewandt worden und somit verschwunden ist. Er verfolgt die Frage, welche Rolle Sheets Reederei spielt. „Wer ist die Reederei ?“ ( S. 46 Szene 6). Bei dieser Verhandlung gerät O`Casey in Kontakt mit Ui und seinen Leuten, da diese Dogsborough, den Angeklagten schützen. Dieser wird geschützt, da er Ui immer weiter zu mehr Macht verhelfen kann. Die Zeugen, die Dogsboroughs Korruption aufdecken und die Angelegenheit aufklären könnten, wurden von Uis Leuten ermordet (vgl. S. 53 Szene 6). Da diese Tat nicht nachweisbar ist, befindet sich O`Casey als Ermittler in einer vergehenden Rolle. Dies lässt sich daran belegen, dass Doughsborough das Gerichtsverfahren gewinnt „Meinen Glückwunsch, Dogsborough!“ ( S.53 Szene 6).Da gegen das Beherrschen des Gerichtsverfahrens und die Macht von Ui und seinen Leuten keine weitere Chance für O`Casey besteht, werden er und seine Rolle im Verlaufe des Stückes nutzlos und unbedeutend (vgl S.53 Szene 6).


Hausaufgabe zum 9.2.22

Fazit Sachebene:

Die gesellschaftlichen Gruppen in der Weimarer Republik, wie die Landadel, die in Armut lebenden, die Arbeitslosen, Vertreter der Justiz, Politiker oder sogar Bürger aus Österreich verhalfen Adolf Hitler indirekt oder sogar direkt dazu, an die Macht zu kommen und diese zu etablieren. Gründe dafür waren Armut, Rache, Selbstschutz, Unachtsamkeit, Hilflosigkeit oder Nutzung für den eigenen Vorteil.

Anschluss Österreichs:

Am 12 März 1938 gab Joseph Goebbles über alle deutschen Sender eine Ankündigung von Hitler preis.

„Ich habe mich entschlossen, den Millionen Deutschen in Österreich nunmehr die Hilfe des Reiches zur Verfügung zu stellen. Seit heute morgen marschieren über alle Grenzen Deutsch-Österreichs die Soldaten der deutschen Wehrmacht.“

Diese „Hilfsaktion“ Hitlers in Österreich war in Wahrheit ein Teil seiner Expansionspolitik. Die Bürger Österreichs haben sich den Bürgern Deutschlands  „angepasst“ und auf Grund vor Angst vor Hitler nichts gegen seinen Machtaufstieg getan. Sie haben sich lieber selbstgeschützt, dafür aber von Hitler unterdrücken lassen.  


Der Weg zur Macht: Fazit

Der Aufbau des Stückes wird in vier Abschnitte unterteilt.

1. Arturo Uis Weg zur Macht (Szene 1-6)

2. Bis Erprobung und Festigung der Macht (Szenen 7-9)

3. Bis Ausübung der Macht (Szenen 10-12)

4. Bis Ausweitung der Macht (Szene 13-17)

Es lässt sich aus diesen Szenenabschnitten erkennen, dass Ui jede Möglichkeit nutzt um seine Macht stärker zu festigen. Zu Beginn sieht er die Wirtschaftskrise als Möglichkeit um den Grundstein seiner Macht zu legen. Aufgrund von korruptem Handel des angesehenen Politikers Dogsborough wittert Ui seine Chance durch Erpressung und Manipulation wieder ins Geschäft zu kommen. Damit sichert er sich seinen Schutz vor der Polizei und Justiz. Sobald er diesen erlangt hat, widmet sich Ui seinem eigentlichen Plan. Seiner Machtetablierung steht nun nichts mehr im Weg. Durch das Üben mit einem Schauspieler probt er das seriöse und wirkungsvolle Auftreten vor Publikum. Er schafft es nach und nach die Grünzeughändler von sich zu überzeugen und hat sie unter Kontrolle. Durch das Ausschalten von Gegnern schafft Ui alles weg, was ihm bei seiner Machtausweitung im Weg steht. Ein weiteres Mittel ist die Schutzgelderpressung. Letztendlich möchte Ui seine Macht in ganz USA ausweiten.

Es lässt sich somit festhalten, dass "Verüber großer politischer Verbrechen" durch richtiges Timing und Erpressung bzw. Manipulierung der richtigen Personen an die Macht gelangen. Durch Einschüchterung der Bevölkerung und weiteren Bedrohungen müssen sie das Gesetz nicht fürchten, wodurch es ihnen leicht gemacht wird, die Macht auszuweiten und zu festigen.


LuJNSG DaHNSG


Sprache

Artikel Sprachvarietäten und Sprachwandel

Sprachvarietäten und Sprachwandel

In der deutschen Sprache stellt man sich häufig die Frage „Wie unterscheide ich Sprachvarietäten vom Sprachwandel?“ und „In welcher Beziehung stehen Sie zueinander?“.

Um diese Frage zu klären, ist es vorab notwendig zu wissen, was Sprachvarietäten und was Sprachwandel überhaupt sind.

Sprachvarietäten/ innere Mehrsprachigkeit ist die Kompetenz, verschiedene Varietäten von Sprachen in unterschiedlichen Situationen einsetzen zu können, die wir in unserem Sprachgebrauch haben. Der Sprachwandel hingegen ist die Entwicklung und Veränderung einer Sprache auf lange Sicht. Der sprachliche Umbruch wird von Triebkräften wie vielfältige Sprachmischungen, zum Beispiel durch Einwanderungen, etabliert.

Nur in welcher Beziehung stehen Sprachvarietäten und Sprachwandel nun zueinander?

Gruppensprachen, Fachsprachen und auch Umgangssprachen sind Sprachvarietäten.

Aus diesen heraus entwickeln sich weitere Strömungen der Sprache, wie der Ethnolekt, der Soziolekt, der Dialekt oder auch die Jugendsprache. Es entstehen verkürzte, abgehackte und veränderte Sprachstile, die meist in bestimmten Gruppen oder Regionen gesprochen werden. Als Beispiel die Kanak Sprak. All dies weist vorab lediglich auf Sprachvarietäten hin. Sobald dieser Sprachstil jedoch nicht nur im Umgangsdeutsch, sondern auch in formalen Texten vorkommt, lockert sich die Qualität der Hochsprache.

Sobald auch Linguisten diesen Sprachstil befürworten und auf Kritik von Verteidigern der Hochsprache nicht eingehen, zeigt sich, wie sich dieser Sprachstil immer mehr und mehr zur Norm etabliert. Sobald selbst in Schulen Hochsprache vermittelt werden muss, sind wir an dem Punkt angekommen, an dem die Sprachvarietät zum sprachlichen Umbruch geworden ist.


LuJNSG