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Schule: Nelly-Sachs-Gymnsasium Neuss

betreut von: Benutzerin:MaFlo

Seminar: Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss

Arbeitsschwerpunkt:

Meine Entscheidung und mein erster Eindruck:

Ich habe mich für das Gedicht aus dem Jahr 1940Der kleine Unterschied ‘‘ von Mascha Kaléko und für das Gedicht ,, Die Welt steht still " von Evi Strasser aus dem Jahr 2020 entschieden. Ich habe mich für diese zwei Gedichte entschieden, da ich es sehr interessant finde die Unterschiede der dahmaligen und jetztigen Zeit, in Bezug auf Äusserungen kennenzulernen. Zudem ist es sehr spannend die Botschaft der beiden Gedichte zu vergleichen, weil wir heutzutage eine deutlich andere Sicht zur Welt und Politik besitzen als damals.

Ein weiterer Grund für meine Entscheidung ist, dass das Gedicht von Evi Strasser aktuell ist und auf die Corona-Pandemie eingeht. Das Gedicht ist ziemlich düster geschrieben und sehr ehrlich. Es wird von einer Welt geschrieben, welche äußerlich sowie innerlich zerbricht. Das Gedicht von Mascha Kaléko ist sehr ehrlich geschrieben. Zudem ist es sehr emotional, wodurch man einen Einblick in die vorhanden Gefühle bekommt.

Meine Inhaltsangabe und Inhaltsanalyse:

Der kleine Unterschied ‘‘

Das Gedicht aus dem Jahr 1940 beschreibt das Leben eines Gastarbeiters und seine Flucht in ein anderes Land. Es handelt von seiner Ankunft und seinen Emotionen. Seine Migration scheint sehr schwer zu sein, da er ausgeschlossen wird und sich unwohl fühlt.

Durch die ersten beiden Verse würde ich vermuten, dass es sich um einen Deutschen handelt, welcher in ein englischsprachiges Land ausgewandert ist ( V.1-2 ). Das Gedicht ist in zwei inhaltliche Absetze geteilt. Die ersten beiden Verse scheinen aus einer anderen Perspektive, von oben geschrieben zu sein ( Es sprach zum Mister Goodwill ein deutscher Emigrant: ; V.1-2 ). Er spricht anscheinend zu "Mister Goodwill" , was übersetzt "Guter Wille" bedeutet. Zum einen könnte damit Gott gemeint sein, was seinen glauben widerspiegeln würde und zum anderen könnte damit aber auch ein Symbol für eine ausgedachte Figur sein. Somit würde er im folgendem Abschnitt ( V. 3-8) zu Gott oder einer ausgedachten Figur sprechen, welche für ihn die nächste Bezugsperson darstellen würde. Er ist sich bewusst, dass deutsche Wörter nur ins englische übersetzt, dieselbe Bedeutung haben (V.3). Die Bedeutung ist die selbe, aber es macht trotzdem einen gewissen Unterschied. Seine Muttersprache ist eine andere, als die in englischsprachigen Ländern. Er spricht in diesen Ländern, Deutsch und obwohl die Wörter von gleicher Bedeutung sind, ist er unglücklich(V.8). Ich vermute, dass er sich ausgeschlossen fühlt und merkt nicht dazu zu gehören. Zusätzlich fällt es ihm schwer sich zu integrieren, da er nunmal nicht Engländer ist.

,, Die Welt steht still "

Das Gedicht aus dem Jahr 2020 stellt aktuelle Geschehen in der Welt da. Nicht nur die Corona-Pandemie, die starke Auswirkungen auf unser Leben hat, sondern auch der Klimawandel werden thematisiert. Es herrscht große Stille auf der Welt. Leere, ruhige Plätze, eingestürzte Mauern, tote Vögel und trostlose Blumen sind Folgen des Corona-Virus und dem Klimawandels. Nicht nur wir Menschen werden von diesen Geschehen beeinflußt, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm.


Schon durch die Überschrift ,,Die Welt steht still" sowie den ersten Vers wird deutlich, dass es ich um etwas ernstes handelt. ,,Die Welt steht still", für mich die Bedeutung von leblos, keine Bewegung, keine Lichter die Leben zeigen alles ruhig, die Welt ist stehen geblieben (V.1). ,,Gefrorene Ohnmacht" (V.2) die auf eine traurige Gesellschaft hindeutet. ,,Unwirkliche Ruhe" (V.3), etwas womit gar keiner gerechnet hat, nichtmal einen Gedanken dran verloren hat. ,,Vögel begehen Selbstmord " ( V.5 ), niemand kann mehr es aushalten zu leben, keine Hoffnung. ,,Die Stadt ist eine Wüste" ( V.7 ), ,,Wüste'' steht für mich für Unfruchtbarkeit, stille und unendliche Leere, was die bedrückende Lage/ Atmosphäre beschreiben würde. "Gebrochene Blumen" (V.8), etwas zerteiltes. „Gebrochen“ verbinde ich direkt mit gebrochenen Herzen, verletzte Menschen, traurige Menschen.


Meine Sprachnanalyse :

,, Der kleine Unterschied ''

Das Gedicht ,, Der kleine Unterschied '' weist viele sprachliche Mittel auf. In den Versen 3,4 und 5 liegt eine Anapher vor, da die Verse alle mit ,, sage ich..." anfangen. Weitere Wiedeholungen finden sich in diesen Versen, als das lyrische Ich die Wörter miteinander indirekt vergleicht (Vgl. V.4: land statt Land). Das Gedicht ist in zwei Absätze unterteilt, zum Einen wird aus einer Vogelperspektive erzählt wie er zu einem ,,Mister Goodwill'' spricht (v.1-2), dieser stellt eine Anspielung zu einer Person dar, welche die Bezugsperson von dem Lyrischen-Ich darstellt und zum Anderen wird aus Sicht des lyrischen ich und seinen Emotionen geschrieben (v.3-8). In den Versen 3-6 erläutert das lyrische Ich mit Hilfe von einigen sprachlichen Bildern, wie gleich jeder einzelne Tag ist. Dabei weist er auf den parallelen Satzbau von den Versen 4-5 hin. Die Überschrift ,,Der kleine Unterschied", weist ein Adjektiv ,,kleine'' auf, dieses soll zeigen, dass es sich um ein nicht großen Unterscheid handelt. Aber damit ist nicht der Unterschied zwischen den Sprachen gemeint, wie es auf den ersten Blick scheint, es ist mehr darauf bezogen, dass alles von außen anders scheinen kann als es wirklich ist. Die Sprache ist nicht das Entscheidende für den Emigranten, es sind seine Emotionen im fremden Land und seine Emotionen. Auffallend ist auch die Syntax. Nach dem letzten Wort im zweiten Vers ,, deutscher Immigrant '' ist ein Doppelpunkt, dieser verdeutlicht, dass die darauffolgenden Verse sich auf den Emigranten beziehen. Im 6. Vers ist wieder ein Doppelpunkt zu sehen ,, ...happy: doch glücklich bin ich nicht.'', auch hier wird der Bezug zwischen ,,happy'' und den danach kommenden Vers verdeutlicht. Er sei zwar ,,happy'', aber nicht glücklich. Er scheint sich zu Wiedersprechen, da beides übersetzt das gleiche bedeutet, aber es scheint für den Emigranten nicht das gleiche zu sein, da es ein fremdes Land für ihn ist.