Benutzer:LiSNSG

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•Schule: Nelly-Sachs-Gymnasium

•Seminar: Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss

•Meine Projekte: Dramenanalyse Nathan der Weise/Arturo Ui

•Mein Arbeitsschwerpunkt:

•Betreut durch: MaFlo


Nathan der Weise

Inhaltsangabe zum Gesamtdrama aus der Autorenperspektive

Als Nathan der Weise Unterwegs war, brannte sein Haus, in welchem seine (Pflege-)Tochter Recha drinnen war. Sie wurde vom Tempelherrn gerettet, darauf hin konnte man keine Spur von ihm finden. Gewisse Zeit später war der Tempelherr wieder aufgetaucht. Recha, die Tochter von Nathan, verliebte sich in den Tempelherr. Nathan arrangierte ein Treffen zwischen Recha und dem Tempelherr. Dort verliebt sich auch der Tempelherr in Recha. Doch dort ergibt sich das Problem -> Nathan ist ein Jude und Recha somit auch. Später kommt heraus, dass Recha, die Pflegetochter von Nathan ist und eigentlich Christin ist, sie wurde lediglich Jüdischen Glaubens großgezogen. Der Tempelherr fragt Nathan, ob er Recha zu seiner Frau nehmen darf, doch Nathan ist sich unsicher, da er den wahren Namen von ihm kennt und erst mal seinen Gedanken nachgehen möchte. Um den Gedanken zu Grunde zuführen, geht Nathan zum Saladin (Der Sultan).Dieser hatte eine Prüfung für ihn um herauszufinden, ob er wirklich so Weise ist. Er fragte ihn „was die wahre Religion sei“, daraufhin antwortete Nathan mit der Ringparabel. Da ihm die Antwort gefiel, gab er ihm den Hinweis, dass der Tempelherr, seinem verstorben Bruder (Assad) sehr ähnlich sieht. Im weiteren Verlauf stellt sich heraus, das Recha und der Tempelherr die Kinder von dem verstorbenen Bruder Assad sind, und somit auch Geschwister sind. Somit ist das Durcheinander zum Schluss gelöst und alle stehen miteinander in Verbindung.

In diesem Drama in welchem es um den Konflikt des Christentum, Judentum und dem Islam geht kommt heraus, dass man alles mit dem Verstand und Toleranz lösen kann. Es kommt heraus, dass es auch ein gut funktionierendes Miteinander unter verschiedenen Religionen gibt. Dies wird auch mit der eben benannten Ringparabel deutlich.


Charakterisierung von der Hauptfigur Nathan

In dem ersten Aufzug, dem ersten Auftritt kommt Nathan (welcher ein Jude ist) als besorgter und fürsorglicher Vater rüber welcher auch ziemlich wohlhabend ist. Er ist die Hauptfigur des Stückes.

Nathan lebt mit seiner Tochter Recha und Daja der Gesellschafterin von ihr zusammen in Jerusalem. Er ist ein reicher, erfolgreicher und wohlhabende Jude. Als er erfuhr, dass sein Haus abgebrannt ist, nahm er dies ziemlich locker und sprach, als wenn es ein leichtes wäre, darüber ein neues bequemeres Haus zu kaufen (vgl. Z 17-18). Als er hingegen erfährt, dass seine Tochter in dem brennenden Haus war, war Nathan sehr geschockt und hatte größte Angst, er würde es nicht aushalten und wolle selber sterben (vgl. Z 20-26), dadurch kommt seine Väterliche Seite zum Vorschein, es wird deutlich wie viel ihm seine Tochter bedeutet. In dem ersten Auftritt wird ebenso deutlich, wie wohlhabend Nathan ist, da er der Gesellschaftlerin von Recha erzählt, was er alles für Kostbarkeiten mitgebracht hat, welche auch für sie sind (vgl. Z 43), dort fällt auch auf was er für ein Gutmütiger Mensch er ist. Zudem wird in diesem Abschnitt noch gezeigt, dass Nathan bereit wäre seine kostbaren Besitztümer an den Retter von Recha zugeben (vgl. Z 93 ff.). An dieser Aktion wird deutlich wie viel Nathan an seiner Tochter liegt und das er ein sehr liebevoller/fürsorglicher Vater ist. Aber es werden nicht nur gute Sachen gezeigt, da er Daja die Besitztümer gibt, mit dem Hintergedanken dass sie schweigen soll (vgl. Z 53-54), zusätzlich wird dadurch deutlich, dass Nathan in der Machtposition ist und ihr sagen kann, was sie zu machen hat (vgl. Z 55-60). Nichts desto trotz fällt auf, dass Daja den Nathan auch sehr gerne mag, was an der Stelle deutlich wird, wo sie sich freut das er zurückkehrte (vgl. Z 1).

Abschließend lässt sich sagen, dass Nathan ein sehr erfolgreicher, gefasster und wohlhabender Vater/Mann ist, welchem sehr viel an seiner Tochter liegt.

Charakterisierung Nathans aus der Sicht von Daja

•Daja findet es nicht so gut wenn Nathan so lange auf Geschäftsreisen ist, bzw. freut sich dann umso mehr darüber wenn er wieder zurück ist (Z.1-2)

•Nathan ist Daja überlegen, er kann ihr sagen was sie zu tun hat (Z. 55-60)

•er ist ein sehr guter Vater, welcher immer besorgt um seine Tochter ist und nur das beste für sie möchte (Z. 108)

•er gibt Daja wertvolle Besitztümer mit der Bitte/Pflicht zu schweigen (Z. 43/53)

•er ist auch großmütig und entgegengekommen zu Daja (Z. 48-49)

•es ist zwar eine gute Eigenschaft, dass er so großzügig ist und immer schenken möchte, aber nur das schenken macht die Probleme auch nicht weg (Z. 52)

•Daja hat wegen ihm ein schlechtes Gewissen (wegen dem Schweigen) (Z. 46)

• Nathan ist ein Jude und Daja eine Christin und er behandelt sie trotzdem sehr gut, er macht da keine Unterschiede

•Daja findet sowohl positive Seiten als auch negative Seiten ihm („Ihr seid so gut und seid zugleich so schlimm)


Szenenanalyse: Gespräch zwischen Nathan und dem Tempelherr

Sinnesabschnitte:

1.V 1191-1208: Nathan und der Tempelherr treffen auf einander, es ist der Beginn des Gesprächs

2. V 1209-1229: Nathan spricht dem Tempelherr seine Anerkennung und Dankbarkeit aus

3. V 1230-1246: Nathan möchte dem Tempelherr als Zeichen der Dankbarkeit dienen (Reichtum), doch der Tempelherr möchte dies nicht annehmen

4. V 1247-1268: Nathan bringt seine Dankbarkeit und die von seiner Tochter Recha zum Vorschein (Nathan küsst den Brandfleck vom Mantel des Tempelherr)

5. V 1269-1304: Nathan erklärt, dass es überall gutmütige Menschen auf der Welt gibt

6. V 1305-1326: Sie unterhalten sich kurz über die Religionen , sie beschließen Freunde zu sein.

Funktionen der Sinnesabschnitte
  1. Einleitung, zum einsteigen
  2. Der Tempelherr ist „genervt“ und sagt das es selbstverständlich sei, da es seine Pflicht ist
  3. Wahrscheinlich möchte der Tempelherr nichts von ihm annehmen, da Nathan ein Jude ist
  4. Die Dankbarkeit von Nathan und Recha wird deutlich
  5. Es wird deutlich wie großmütig und mitfühlend Nathan ist (es wird deutlich, dass er „Weise“ ist)
  6. Es kommt die Toleranz zum Vorschein, da sie gegenseitig die Religionen von einander tolerieren, obwohl es unterschiedliche Ansichten sind


Nathans Sprechweise

Nathan ist während des gesamten 5. Auftrittes des 2. Aufzuges sehr ruhig und zurückhaltend mit seinen Worten, zu Beginn ist er allerdings sehr bedacht mit seinen Worten, da er das erste Mal auf den Tempelherrn trifft. Im weiteren Verlauf stellt er immer wieder seiner Dankbarkeit gegenüber dem Tempelherrn dar. Allerdings kann er nicht ganz verstehen, warum der Tempelherr sein Zeichen der Dankbarkeit nicht annehmen möchte, dort fährt seine Stimme ein wenig mehr auf. Als Nathan die Weisheit zum Ausdruck bringt („alle Länder tragen gute Menschen“) spricht er wieder sehr sanft und gesittet/ruhig. Zum Schluss freut sich Nathan sehr über die geschlossene Freundschaft mit dem Tempelherr.

Sprechweise des Tempelherrn

Der Tempelherr ist Zu Beginn des Auftrittes genervt und ablehnend gegenüber Nathan. Es nervt ihn, dass Nathan ihn so groß redet und ihn für einen Held hält, da es für ihn selbstverständlich war und er als seine Pflicht angesehen hat (also nichts besonderes). Doch im weiteren Verlauf bessert sich seine Stimmung/Einstellung gegenüber Nathan, dass merkt man auch daran das er ihn nicht mit Jude anspricht (dies setzte ein nachdem er sagte, dass er sich über einen neuen Mantel erfreuen würde vgl. Z. 1239). Als Nathan dann über die Religionen sprach, scheint das Eis gebrochen zu sein. Abschließend der Szene erfreut auch er sich über die geschlossenen Freundschaft mit Nathan.


Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui

Exilsituation in Verbindung mit dem Leben und Schreiben Brechts

1932 war der Putschversuch von Hitler und als es 1933 zum Reichstagsbrand kam verlässt Brecht mit seiner Familie Deutschland und ging ins Exil. In diesem Zeitraum wurde Hitler, von Hindenburg, zum Kanzler ernannt. Wenn von dieser Zeit gesprochen wird, wird auch häufig von der Zeit des Schweigens gesprochen, denn wenn man in dieser Zeit was falsches sagte (gegen Hitler), führt dies im schlimmsten Fall dazu, dass man ermordet wird. 1941 arbeitete Bertolt Brecht am Werk „der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ (die Zeit, zu der er im Exil war), dieses wurde aber erst 1957 gedruckt und ein Jahr später in Stuttgart aufgeführt, denn zu der damaligen Zeit war es für die Schriftsteller ein sehr hohes Risiko etwas „falsches“ zu veröffentlichen. Aus diesem Grund wurde sein Werk erst nach dem Krieg veröffentlicht. Diese damaligen Verhältnisse „verarbeitete“ er mit dem Drama.


Historische Einordnung

Das Stück lässt sich sehr gut mit der damaligen Situation, in Verbindung bringen.

Von der ersten Szene bis zu dritten, ist Arturo Ui (im übertragenen Sinne Hitler) am Anfang seines Aufstieges, versuchte sich einzubringen und wartete auf den richtigen Moment. Dies lässt sich mit dem gescheiterten Putschversuch von 1932 in Verbindung bringen.

Von Szene vier bis sechs steigt Arturo Ui so langsam in die Geschäfte ein, dies lässt sich ebenso mit der Wirtschaft Hitlers zur damaligen Zeit in Verbindung bringen.

In Szene sieben bis acht fängt Arturo Ui an, die Führung zu übernehmen, ebenso wie im echten Leben als Hitler die Führung übernahm und die Opposition ausgeschalten wurde.

Zwischen den Szenen neun bis zwölf sorgten Arturo Ui und seine „Anhänger“ dafür, dass Gegener von ihm ausgeschaltet wurden. Ebenso verlief dies im echten Leben.

Abschließend von Szene dreizehn bis siebzehn wollte Arturo Ui seine Macht ausweiten und wollte somit sich nach Cicero ausbreiten. Im echten Leben kam es 1938 zum Einmarsch nach Österreich.

Es lässt sich zusammenfassen, dass Brecht mit dem Werk "Arturo Ui" die damaligen Historischen Vorgänge durchscheinen lassen wollte (vgl. Z. 1 ff.). Er Verknüpfte die Handlungen der Nazi's und die der Gangster (vgl. Z. 7 f.).


Wie empfand Brecht das Exil

Brecht verband mit dem Exil nicht rein positives, denn für ihn war es kein Land in das man ging, um dort längere Zeit zu bleiben, sondern ein Land das einen, von der Flucht, aufnimmt (vgl. V. 5 f.). Er fühlte sich wie ein Vertriebener/verbannter. Im Exil fühlte man sich nicht wohl, sondern man wartete (jeden Tag) nahe der Grenze und hoffte auf Neuigkeiten bzw. dass es sich zum positiven veränderte (vgl. V. 8). Jeder der neu ankam wurde hoffnungsvoll befragt (vgl. V. 11). Auch im Exil wurden die Schreie von dorther gehört (vgl. V. 13 f.). Ebenso spricht Brecht davon, dass das Exil kein dauerhafter Aufenthalt Ort ist, denn jeder ist Zeuge der Schande, welche in dem Land vollbracht wurde (vgl. V. 18), dass heißt er war noch sehr Hoffnungsvoll das Exil zeitnah zu verlassen (vgl. V. 6 ff.).

Für ihn ist das Exil kein Ort der Erleichterung und auch keiner an dem sie lange bleiben (vgl. V. 6 ff.), sondern ein Ort an dem sie zeitweilig bleiben und sie eines Tages zurückkehren, denn „das letzte Wort ist noch nicht gesprochen“ (vgl. V. 21).

Im weiteren/späteren Verlauf war er sich nicht mehr komplett überzeugt, dass er eines Tages zurückkehren würde (vgl. V. 27 f.), nichts desto trotz arbeitete er weiter an der Befreiung und bemühte sich bei seiner Arbeit (vgl. V.23 ff.).

Zum Schluss schaffte Brecht die Befreiung und ging aus dem Exil.


Vergleich zwischen Brechts- und Lessings Schreibsituation

Bertholt Brecht sowie auch Gotthold Eprahim Lessing haben beide verschiedene Dramen zu verschieden Zeiten und auch unter anderen Situationen/Bedingungen verfasst. Doch trotz der unterschiedlichen Umstände lassen sich Gemeinsamkeiten bei den beiden finden, denn beide musste einen tragischen Rückschlag bzw. einen Verlust verarbeiten. Lessing hat seine Frau und sein Sohn verloren (Tod), nach diesem Verlust ist er nach Wolfenbüttel gezogen und hat dort gearbeitet unter anderem auch an Nathan der Weise gearbeitet/geschrieben, damit hat er versucht dem Leben wieder einen Sinn zugeben, denn Lessing war sehr rational, wollte allem einen Sinn geben und hat dem entsprechenden viel Hinterfragt bzw. nach dem Sinn dahinter gesucht. Brecht hingegen hatte den Verlust Seitens seiner Heimat (aufgrund des Krieges und dem Macht Aufstieg Hitlers), dadurch ist er seit 1933 auf der Flucht, bis auf seine Familie konnte er nichts mitnehmen. In beiden Werken fällt auf, dass sie ihre persönlichen Lebensumstände einfließen lassen. Außerdem fällt auf das beide aufpassen mussten was sie sagen, denn bei Lessing kam es zum Zensurentzug (nach dem Streit mit Goeze) und bei Brecht musste aufgepasst werden was gesagt wurde, denn wenn zu der damaligen Zeit was falsches gesagt wurde, führte dies zu schweren Konsequenzen. Zusätzlich lässt sich zur allgemeinen Lebenssituationen sagen, dass sich diese gut mit einander vergleichen lassen, denn beide führen ein Leben welches relativ abgeschottet ist. Lessing lebt alleine in Wolfenbüttel und Brecht lebt „nur“ mit seiner Familie auf der Flucht und hat somit auch kein stabiles Umfeld. Zusätzlich vollziehen beide häufige Ortswechsel, allerdings ist es bei Lessing auf freiwilliger Basis (um der Einsamkeit zu entkommen), und bei Brecht ließ es sich nicht vermeiden [wegen der Flucht (Nazis)]. Ein weiterer Unterschied ist, dass Lessing direkt anfing zu schreiben und Brecht erst später, denn er hatte noch Hoffnung zeitnah aus dem Exil zu entkommen, doch mit der Zeit fing er an die Tatsachen zu akzeptieren und fing somit auch an zu schreiben, doch durch die vielen Ortswechsel kam es dazu, dass sich sein Schreibstil änderte.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Lebenssituationen der beiden sehr ähnlich sind, denn beide verarbeiteten in ihren Werken ihre Verluste, Sorgen, Ängste und/oder die damalige Situation. Außerdem wollen beide mit ihren Werken das Publikum erziehen.


Arturo Uis Weg zur Macht (Fazit)

Es lässt sich sagen, dass Arturo Ui auf dem Weg zu seiner Macht, mehrere Etappen durchgehen musste.

Er fing bei Null an und erschwerend kam noch hinzu, dass er von allen verachtet wurde, aufgrund seiner Gangster-Taten.

Er versuchte sein Ansehen zu erhöhen, indem er der anbot, die wirtschaftlich Lage zu verbessern. Um dieses Ziel zu erreichen, musste er aber zu härteren Mitteln greifen. Viele mussten für ihn ihr Leben bürgern. Es kam häufig zum Mord und zur Erpressung, auch kam es zur Sabotage (im Gerichtsverfahren) und Dokumenten Fälschung (Testament von Dogsborough) seiner Seits. Auf diese Art und Weise, waren ihm die Menschen unterlegen. Dies nutzte er schamlos aus und gelang schließlich zu seiner erwünschten Macht. Doch damit war es für ihn nicht genug, denn er wollte seine Macht noch mehr ausbreiten. In Cicero ist es ihm gelungen, denn auch diese Land steht nun unter seiner Gewalt. Aber Arturo Ui sieht noch lange keine Ende und möchte noch mächtiger werden.


Analyse der Figur Hook

Hook ist ein Gemüsehändler, er steht mit Arturo Ui und seinen Leuten in Verbindung, da Ui die Macht bzw. die Gewalt über den Handel haben möchte und Hook selber ein Händler ist. Arturo Ui möchte unbedingt ein Handel mit den Gemüsehändlern haben und trifft sich deshalb weiterhin mit ihnen, um sein Ziel zu erreichen.

Später bietet Arturo Ui dem Karfioltrust seine Schutz an, verlangt dafür aber 30% des Gewinnumsatzes.

Hook kritisierte, daraufhin, Arturo Ui bzw. sein Vorschlag und folgend brennt sein Speicher. Dieser wurde von den Leuten des Arturo Ui verursacht.


Lebensdaten von Bertolt Brecht

Bertolt Brecht Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-W0409-300 / Kolbe, Jörg / CC BY-SA 3.0 DE

Bertolt Brecht ist am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren und am und am 14 August 1954 in Ost Berlin gestorben. Er war ein einflussreicher deutscher Dramatiker, Librettist und Lyriker des 20. Jahrhunderts. Ebenso gilt er als einer der bedeutendsten Autoren der Arbeiterliteratur zur Zeit der Weimarer Republik. Bertolt Brecht gilt als Begründer des „Epischen Theaters“.


Lebenslauf von Bertolt Brecht

Lebenslauf chronologisch:

  1. * 10.02.1898 - † 14. August 1956
  2. 1893 ist Brecht als kaufmännisch Angestellter bei der Augsburger Haindl’schen Papierfabrik eingetreten
  3. Von 1917 bis 1918 studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität in München >(Naturwissenschaften, Medizin und Literatur).
  4. 1918 wurde er in ein Augsburger Lazarett als Sanitätssoldat eingesetzt.
  5. 1919 wurde sein Sohn geboren
  6. 1922 arbeitete er als Dramaturg an den Münchener Kammerspielen (Trommeln in der Nacht > sein Werk)
  7. 1924 - 1926 war Brecht Regisseur an Max Reinhardts Deutschem Theater (Berlin).
  8. 1929 heiratet Die Schauspielerin Helene Weigel
  9. 1933 verließ Brecht mit seiner Familie Berlin und flüchtete (ins Exil) über Prag, Wien und Zürich nach Dänemark. Zum Schluss hin flüchtete er noch nach Schweden, Finnland und in die USA. (Das ganze geschah aufgrund der Machtergreifung der Nationalsozialisten unter Adolf Hitler im Deutschen Reich.
  10. 1935 Brecht wird die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt.
  11. 1941 es entsteht im finnischen Exil das Parabelstück "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui", zu dem ihn Eindrücke auf seiner USA-Reise 1935/36 inspirierten.
  12. 1943 wird er Mitglied beim "Council for a Democratic Germany“ / Brechts Sohn fällt als deutscher Soldat an der Ostfront.
  13. 1948 kehrte er aus dem Exil nach Berlin zurück
  14. 1949 Gründung des Berliner Ensembles
  15. 1950 Brecht erhält die österreichische Staatsbürgerschaft
  16. 1951 Brecht wurde mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet.
  17. 1956 er nahm am 6. deutschen Schriftstellerkongress teil

Brecht konnte das Schreiben Seher schnell für sich entscheiden. Schon zu seiner Schulzeit (veröffentlichte) brachte er die Schülerzeitung raus. Ebenso begann er bereits während seiner Studium damit, Theaterstücke zu schreiben. Zusätzlich zu den Dramen schrieb er auch für einige Emigrantenzeitschriften und leistete Beiträge für Exilzeitschriften) in Prag, Paris und Amsterdam. Zudem ist Brecht Mitherausgeber der in Moskau erscheinenden Zeitschrift "Das Wort". Außerdem gründete Brecht (nach seiner zurückkehr nach Europa) mit seiner Frau in Berlin das Berliner Ensemble.


Das Gesamtwerk von Bertolt Brecht umfasst mehr als 30 Theaterstücke, über 2500 Gedichte und Lieder, drei Romane, mehrere Dramen- und Romanfragmente sowie über 150 Prosaarbeiten, dazu Tagebücher und Briefe. Bekanntere Werke von ihm sind, unter anderem „Die Dreigroschenoper“ und „Mutter Courage und ihre Kinder“.