Benutzer:KiWoNSG

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Schule: https://www.nellysachs.de/

Seminar: Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss

Projekt: Lyrik im thematischen Längsschnitt

Betreut von: Benutzer:MaFlo


Arbeitsschwerpunkt:

Ich entschied mich für das Gedicht, Gebete für den toten Bräutigam, da es von Nelly Sachs geschrieben wurde und ich mich somit weiter damit befassen möchte.


Erster Eindruck (Deutungshypothese):

Das Lyrische Ich erzählt in dem Gedicht „Gebete für den toten Bräutigam“ geschrieben von Nelly Sachs, von dem Begräbnis des Bräutigams und macht sich Gedanken über seine letzen Minuten vor dem Tod und worauf sein letzter Blick ruhte. Das Gedicht hat eine sehr bedrückende, traurige und nachdenkliche Wirkung, da viele Gefühle wiedergegeben wurden.

Inhaltsanalyse:

In dem Gedicht „Gebete für den toten Bräutigam“ geschrieben von Nelly Sachs aus dem Jahr 1946, geht es um eine trauernde Witwe die am Grab steht (vgl. Z.3f) und herausfinden möchte worauf der letzte Blick ihres Bräutigams ruhte (vgl. Z.10ff) und stellt somit viele Vermutungen auf (vgl. Z.11ff). Die Witwe redet mit Gott und teilt ihm ihre Sorgen und Gefühle mit um sie mit jemandem zu teilen.


Sprachanalyse:

Das Gedicht “Gebete an den toten Bräutigam” von Nelly Sachs besitzt eine bildliche Darstellung.

Die Kerze, welche als erstes Symbol auftaucht, kann man sowohl für die Liebe als auch den Tod deuten, da man für Verstorbene im Normalfall Kerzen entzündet (vgl. V.1).

“Flammensprache Beben” wird als Metapher gedeutet (vgl. V. 2), sie verdeutlicht den Wind und wie sich die Flamme bewegt.

In V.4 “Dein Staub” deutet dies auf einen verbrannten Körper, ein Symbol des Todes.

Mit “schon schwarz geworden” meint man ebenfalls den Tod (vgl. V.16), da schwarz als Symbol für den Tod dient.

“Dein Staub vernehmlich ruft zum ewgen Leben” (vgl. V.4) heißt, dass der Mann an sich tot ist aber seine Seele weiterhin lebendig bleibt.

Um den Fokus auf die Armut zu lenken wird anstatt “Zimmer der Armut”, “in der Armut Zimmer” (vgl. V.5) geschrieben.

In V.11ff “War es ein Stein, der schon viele letzte Blicke getrunken hatte, bis sie in Blindheit auf den Blinden fielen” meint man, dass dir Frau/Witwe glaubt, der Bräutigam habe zuletzt einen Stein gesehen und weitere Soldaten werden ihn vor deren Tod sehen.

“Ein Stück spiegelndes Metall, vielleicht die Gürtelschnalle deines Feindes” könnte darauf hindeuten, dass der Bräutigam von seinem Kriegsgegner mit einer Waffe umgebracht wurde.

In V.24f ist eine Metapher “kleiner Wahrsager des Himmels” die, die Vorstellung eines Engels hervorruft.

Mit dem “Ein Vogelzeichen durch die Luft” (vgl. V.28), könnte eine Bombe gemeint sein die durch die Luft fliegt, genauso wie Vögel.


Formanalyse:

Das Gedicht “Gebete für den toten Bräutigam” von Nelly Sachs besteht aus fünf Strophen, mit insgesamt 30 Versen und ist in einem Kreuzreim aufgebaut.

Die tiefe Trauer des Verlustes des Bräutigams von der Frau, wird durch die ersten vier Verse verdeutlicht wo sie vor dem Grab ihres Mannes steht.

In den darauffolgenden Versen wird klar, dass der Bräutigam nicht bei seiner Frau starb sondern wahrscheinlich im Krieg.

Das Lyrische Ich macht sich Gedanken darüber, was er zuletzt gesehen habe.


Das zweite Gedicht für das ich mich entscheiden habe lautet Der kleine Unterschied. Es interessiert mich die Bedeutung hinter dem Gedicht herauszufinden und näher auf die Vergleiche im Englischen einzugehen.


Erster Eindruck (Deutungshypothese):

Das Lyrische Ich in dem Gedicht „Der kleine Unterschied“ geschrieben von Mascha Kaléko, erzählt von der Auswanderung oder vielleicht sogar Flucht aus Deutschland in ein anderes Land, wie es dort ankommt und einlebt.
Das Lyrische Ich gibt im Bezug aufs ankommen und einleben seine Gefühle wieder welche Sehnsucht nach seiner Heimat widerspiegeln.


Inhaltsanalyse:

Das Gedicht „Der kleine Unterschied“ geschrieben von Mascha Kaléko aus dem Jahr 1940, handelt von jemandem welcher aus Deutschland ausgewandert ist und nun in dem Gedicht zu einem Einheimischen spricht (vgl. Z.1); er sagt, dass Sachen wie Land und Heimat immer noch gleich sind, nur auf englisch (vgl. Z.3ff). Er ist “happy” aber nicht glücklich (vgl. Z.7f) was sein Zuhörer (Einheimischer) nicht versteht. Der Auswanderer macht mit dem Gedicht klar, dass er seine Heimat vermisst auch wenn alles gleich zu scheinen scheint.


Sprachanalyse:

Das Gedicht “Der kleine Unterschied” von Mascha Kalèko beinhaltet keine Metaphern, sondern besteht hauptsächlich aus Nomen welche aus dem deutschen und dem englischen kommen.

In V.1 heißt “Mister Goodwill” übersetzt Guter Wille was als Symbol für Gott dargestellt wird, da Gott immer nur an das Gute glaubt.

In V.3 und V.7 erkennt man die Wiederholung des Wortes “Gewiss”, welche die Stimmung trauriger wirken lässt, da er für alle anderen glücklicher wirkt als er eigentlich ist.

In V.4 und V.5 erkennt man eine erneute Wiederholung des Wortes “Sag ich”. Das Gedicht wird bedrückter, da er von mehreren Dingen erzählt die für ihn unterschiedlich erscheinen. Zudem liegt hier auch noch eine Anapher vor, die verdeutlicht wie sehr sich sein Leben durch die Auswanderung verändert hat.


Formanalyse:

Das Gedicht “Der kleine Unterschied” von Mascha Kaléko hat einen 3-hebigen Jambus und eine Verkürzung in jedem zweiten Vers was darauf schließen lässt, dass die Kadenzen abwechselnd männlich und weiblich sind. Dieser Wechsel verdeutlicht nochmal wie sehr das Lyrische Ich hin und her gerissen ist, ob es traurig sein soll oder drauf hören soll, dass der Unterschied doch garnicht so groß ist.