Benutzer:FeBNSG

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Seminar: Nelly–Sachs–Gymnasium Neuss

Meine Projekte: Erzählungen

Mein Arbeitsschwerpunkt:

Betreut durch: MaFlo

Inhaltsangabe zu Sommerhaus, später:

Die Beziehung des Taxifahrers Stein zur Ich-Erzählerin, die in einer Künstler-Clique lebt, liegt bereits zwei Jahre zurück, als er sie einlädt, mit ihr ein Haus außerhalb Berlins zu besichtigen, das er endlich gefunden habe. Stein holt die Ich-Erzählerin mit seinem Taxi ab, steuert das Auto jedoch nervös und mit vielen Regelverstößen. Als die beiden Berlin verlassen, schiebt die Erzählerin, wie in der ehemaligen Beziehung, eine Kassette mit Arien der Sopranistin Callas in den Rekorder: Stein passt sich der Geschwindigkeit der Arie an. Am Haus angekommen, ist er begeistert von dem großen, verfallenen Gebäude und versucht die Ich-Erzählerin ebenfalls zu begeistern. Stein schlägt ihr vor, sie und sogar die komplette Clique aufzunehmen. Die Ich-Erzählerin bleibt jedoch distanziert. Stein erklärt, dass das Haus als eine Option für sie beide zu verstehen sei, mehr nicht. Als die Erzählerin mit Unverständnis reagiert, kühlt sich Steins Stimmung merklich ab und bringt sie zurück nach Hause. In der Folgezeit renoviert Stein das Haus trotzdem weiter und hält die Ich-Erzählerin über seine Erfolge auf dem Laufenden. Da seine Bemühungen aber ohne Resonanz bleiben, gibt Stein letztlich alle Hoffnung auf, und verschwindet. Gleichzeitig schickt er der Ich-Erzählerin einen Brief mit der Zeitungsmeldung von der Zerstörung seines Hauses. Als die Ich-Erzählerin jene liest, reagiert sie nur mit dem Wort: "Später".


Charakterisierung Stein (S. 144-154):

In der Erzählung „Sommerhaus später“ von Judith Hermann, ist Stein einer der Protagonisten.

Obwohl nirgends erwähnt, scheint Stein der Altersklasse der Clique. anzugehören. Er ist, laut der ich-Erzählerin, "ziemlich schön" (S. 142), zeigt ein gepflegtes Äußeres (S. 141), verdient seinen Lebensunterhalt als Taxifahrer, besitzt aber keine eigene Wohnung, sondern erschnorrt sich offenbar über wechselnde Beziehungen immer nur vorübergehende Unterkünfte.

In der Vergangenheit führten Stein und die Ich-Erzählerin eine dreiwöchige Beziehung, welche vor allem aus dem gemeinsamen Musikhören im Auto bestand. Aber diese Beziehung bleibt labil uniflüchtig, setzt und festigt sich nicht. Als die Ich-Erzählerin ihn nach drei Wochen vor die Tür setzt, verlässt Stein ihren Lebenskreis nicht, sondern findet in ihrer Clique Unterschlupf. Obwohl man ihn wie einen Fremdkörper behandelt, lässt sich Stein nicht abschrecken und übernimmt klaglos die Rolle eines Dienstbooten: Er renoviert die Wohnungen der Cliquenmitglieder. (S.143) und räumt nach einer Gartenparty auf (S. 144). Möglicherweise äußert sich in diesen Tätigkeiten auch sein Anderssein gegenüber der Clique. Er ist weniger der schöngeistige Intellektuelle als der pragmatische Praktiker, vielleicht auch aufgrund eines Standes- und Klassenunterschieds.

Es wirkt als würde Stein diese ganze Last auf sich nehmen, um Teil des Lebens der Ich-Erzählerin zu sein. Eines Tages ruft er sie an, um mit ihr ein Haus zu besichtigen, was er gekauft hat. Im Folgenden wird Steins Verhalten und seine Beziehung zur Ich-Erzählerin, anhand der Fahrt der beiden Protagonisten zu dem Haus in Canitz, sowie der Besichtigung genauer analysiert.

Stein holt die Ich-Erzählerin mit seinem Taxi ab um, mit ihr sein frisch erworbenes Haus in Canitz zu besichtigen. Während des Fahrens raucht er, fährt unkonzentriert sowie chaotisch (S.144) und hat rote Flecken im Gesicht (S. 145). Dies unterstreicht seine Aufregung. Er ist sehr angespannt, denn es ist ihm ein wichtiges Anliegen, dass der Ich-Erzählerin das Haus gefällt. Während des Gesprächs im Auto ignoriert Stein manche Fragen der Ich-Erzählerin und als sie ihn fragt, woher er das Geld habe, antwortet er: „Du stellst die falschen Fragen“ (S. 145). Stein verhält sich der Ich-Erzählerin gegenüber also verschlossen und teilweise abweisend, ein klarer Gegenspruch, da er derjenige war, der mit dem Anruf den Kontakt zur Ich-Erzählerin gesucht hat. Als die Ich-Erzählerin durch eine Kassette die Erinnerungen an die ehemalige Beziehung weckt, lächelt Stein (S. 145). Er schafft es an die gemeinsame Vergangenheit anzuknüpfen, sodass die Ich-Erzählerin seine Wange berührt (S. 145). Durch die Musik wird Stein lockerer und entspannter, er passt sein Fahrverhalten an die Musik an (S. 145). Nachdem Stein den Hausschlüssel bekommt, macht er tanzartige Bewegungen und sagt: „Come on baby, let the good times roll“ (S. 146). Dies zeigt, dass das Haus in ihm ein Gefühl von Freude und Euphorie erweckt. Obwohl Frau Andersson Stein gegenüber eine abweisende Haltung aufweist und den Handkontakt vermeidet (S. 146), hätte er sie in seinem Haus aufgenommen. Die Ich-Erzählerin bezeichnet Frau Andersson als „ekelhaft“ (S. 147), woraufhin Stein entgegnet: „Was ist ekelhaft.“ (S. 147). Er teilt die Abneigung der Ich-Erzählerin gegenüber der einfachen Landbevölkerung also nicht. Dies zeigt auch, dass Stein loyal seiner eigenen Meinung gegenüber ist. Außerdem lässt sich sagen, dass Stein furchtlos aber auch impulsiv und unüberlegt agiert. Denn er betritt das zu einbrechen drohende Haus, trotz der Warnung der Ich-Erzählerin (S. 149).

Steins Gefühle für die Ich-Erzählerin sind zwiegespalten.

Zum einen wirkt es als täte er all die Anstrengung aus Liebe zur Ich-Erzählerin. Das Haus soll als Heimat für diese Liebe dienen. Er versucht die Ich-Erzählerin für das Haus zu begeistern: "Siehst du? Fühl mal. Wie findest du das?" (S. 150).

Zum anderen „weigerte (er) sich, mich anzusehen“ (S. 147) und lenkt das Gespräch in eine andere Richtung, als die Ich-Erzählerin emotional wird. Gelegentlich verhält er sich, aus Sicht der Ich-Erzählerin „jovial“ (S. 146) zu „einfachen„ Menschen, „obszön“ (S. 146), „unverschämt“ (S. 150) und zu grob. Stein zögert oder hat Angst seine Gefühle zu offenbaren: "stellte sich atemlos vor mich, sagte nichts, zog mich weiter" (S. 149). Es gelingt ihm nicht seine Gefühle und Absichten eindeutig zu formulieren und in einer Entscheidungsfrage münden zu lassen.

Der Name "Stein" steht für etwas dauerhaftes, er ist ein Symbol für Begriffe, wie Fundament, Grundlage und Basis. Sein Name ließe darauf schließen, dass er ein statischer Charakter ist, sich also nicht entwickelt während der Erzählung. Der Großteil der Geschichte bestätigt dies auch: Stein tut enorm viel, um die Ich-Erzählerin für sich zu gewinnen. Diese schenkt ihm aber nur geringfügig ihre Aufmerksamkeit. Es spricht jedoch für Steins Willens-, Entscheidungs- und Handlungskompetenz, dass er nicht ewig auf die Erzählerin wartet, sondern eines Tages dem Schwebezustand ein Ende setzt, seinen Traum selbst zerstört und sich so von der Ich-Erzählerin befreit. Stein verharrt also nicht in lethargischer Entwicklungslosigkeit, sondern beweist, dass er zur Veränderung fähig ist.

Figurenkonstellation:


In der Erzählung „Sommerhaus, später“ von Judith Hermann, steht die Beziehung der beiden Protagonisten, Stein und die Ich-Erzählerin, im Mittelpunkt.

Sie sind Teil einer Clique, mit der sie im Berliner Umland Drogenpartys feiern. Trotz des Hasses gegenüber der Landbevölkerung, „wollten (sie) da sein“ (S. 147). Den einheimischen gegenüber, verhalten sie sich ignorant und respektlos. In der Clique genießen sie das Gefühl der Unbesiegbarkeit, sodass ihr von Vandalismus geprägtes Verhalten ein klares Klischee erfüllt: Die in der Stadt lebende Bevölkerung verhält sich gegenüber der Landbevölkerung rücksichts- und respektlos. Innerhalb der Clique lässt sich ein sozialer Zusammenhalt erkennen, da sie als Toddi auf dem Eis einbricht, zu ihm eilen und versuchen ihm zu helfen (S. 153). Zusammengefasst wird die Clique durch eine starke Abgrenzung nach außen und einen engen Zusammenhalt nach innen charakterisiert.

Die Ich-Erzählerin verhält sich als Teil der Clique ebenfalls cliquenkonform. Ihr Verhalten ist oft geprägt von Ignoranz. Ihre Ignoranz und Ich-Bezogenheit ist noch stärker in ihrem sozialen Verhalten verankert, als bei der Clique. Denn als Toddi auf dem Eis einbricht, eilen zwar sechs Mitglieder zu ihm, die Ich-Erzählerin jedoch bleibt mit Stein stehen. Während die anderen versuchen ihren Freund zu retten, kriegen sich die beiden, durch Drogenkonsum, vor lachen nicht mehr ein.

Zudem ist sie extrem abwertend der Landbevölkerung gegenüber. Als sie auf Frau Andersson und ihr Kind trifft, bezeichnet sie diese als „ekelhaft“ (S.147).

Die Ich-Erzählerin grenzt sich also nicht nur nach außen, sondern auch nach innen ab. Ihr Umgang mit Stein bestätigt dies. Er wendet größte Mühe auf, um ihre Bestätigung zu erlangen, sie ist sich aber zu schade auch nur ein Haar zu krümmen. Steins Signale, dass er etwas für sie empfindet, sind eindeutig: Er sendet ihr jeden Tag Karten zu, in welchen er sie über die Renovierung des Hauses informiert (S. 155). Die Ich-Erzählerin kommt hingegen nicht auf die Idee, auch ihm eine Karte zu schicken. Man könnte meinen: Sie weiß, sie hat ihm am Haken, lässt ihn jedoch, wie einen Fisch, machtlos zappeln.

Auf der anderen Seite ist sie enttäuscht („war ich enttäuscht“ (S. 155)), wenn sie mal keine Karte erhält. Dies zeigt eine sentimentale, trauernde Seite der Ich-Erzählerin. Vielleicht merkt sie es gar nicht oder möchte es sich einfach nicht eingestehen, aber offensichtlich mag sie Steins Bemühungen und ihr fehlt es, wenn sie nichts von ihm hört. Sie ist also nicht so eisern und unabhängig, wie sie zu sein scheint oder zu sein vermag.

Insgesamt ist die Ich-Erzählerin eine Ich-zentrierte Persönlichkeit. Sie stellt ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt und nimmt keine Rücksicht darauf, wie sie mit ihrem Verhalten andere Menschen, ja sogar ihre Freunde, in Gefahr bringt bzw. psychisch verletzt.

Stein scheint jedoch nahezu besessen von ihr. Trotz ihrer abweisenden und egoistischen Art, sendet er ihr weiterhin Karten und versucht das Haus, ein Symbol für deren Liebe, zu renovieren. Man könnte meinen sein Name ist Programm: Er sei ein Klotz, der instinktiv handelt und sein ganzes Leben sich an der Beziehung zur Ich-Erzählerin festzukrallen. Der Großteil der Erzählung bestätigt dies auch. Es spricht, jedoch für Steins Willen-, Entscheidungs-, und Handlungskomptenz, dass er nicht ewig auf die Ich-Erzählerin wartet, sondern eines Tages den Schwebezustand ein Ende setzt, seinen Traum zerstört und sich so von der Ich-Erzählerin befreit. So verharrt Stein nicht in lethargischer Entwickungslosigkeit, sondern beweist, dass er zur Veränderung fähig ist. Außerdem ist er zwar Mitglied der Clique, setzt sich in seinem Verhalten aber von ihr ab. Im Gegenteil zur Clique, ist er offen gegenüber der Landbevölkerung (S. 147).

Vergleicht man Stein, die Ich-Erzählerin und die Clique, so erkennt man klare Unterschiede. Stein ist in seinem Verhalten sowohl offen nach außen, als auch nach innen. Die Clique grenzt sich nach außen, gegenüber der Landbevölkerung, ab und ist nach innen offen. Die Abgrenzung nach außen lässt sich durch einen ausgeprägten Narzissmus der Cliquen-Mitglieder erklären. Dieser Narzissmus ist bei der Ich-Erzählerin am markantesten. Sie grenzt sich also nicht nur noch extremer nach außen ab, sondern, durch ihre Ich-Bezogenheit bedingt, auch nach innen.


Das Haus:

Als die Ich-Erzählerin das Haus zum ersten Mal sieht, wirkt es aus ihrer Sicht, als „würde es jeden Moment lautlos und plötzlich in sich zusammenfallen“ (S. 148). Sie verdeutlicht die Fragilität des Hauses, indem sie erklärt, wie vorsichtig sie die Autotür zustößt, um ein Zusammenbrechen des Hauses zu vermeiden. Das Haus beschreibt sie als „stolzes Schiff“ (S. 148), welches schon vor langer Zeit in Canitz gestrandet ist.

„Es war ein großes, zweistöckiges Gutshaus aus roten Ziegelsteinen, es hatte ein skelettiertes Giebeldach mit zwei hölzernen Pferde zu beiden Seiten, in den meisten Fenstern waren keine Scheiben mehr“ (S. 148). Auf der windschiefen Veranda findet man dichtes Efeu und in den Mauern „daumendicke Risse“ (S. 148).

Auf dem Grundstück befinden sich „Mülltüten und Schrott“ (S. 149). Dies verdeutlicht die Verwahrlosung des Hauses und der Gegend, es wird als Müllkippe genutzt.

Außerdem standen alle Türen des Hauses offen oder „waren nicht mehr vorhanden“ (S. 149), was die Sicherheitsmängel illustriert. Jeder beliebige könnte das Haus betreten. Bestätig wird dies durch verschiedenste Markierungen an den Wänden: „Geh zu ihr, und lass deinen Drachen steigen. Ich war hier. Mattis. No risk, no fun“ (S. 150). Das Haus wurde in der Vergangenheit von Jungendlichen als Treffpunkt genutzt.

Trotz all den Mängeln beschreibt die Ich-Erzählerin als „schön“ (S. 148). „Es war das Haus“ (S. 148), für sie hat dieses Haus eine große Bedeutung, denn sie nennt es explizit „das Haus“, nicht irgendein Haus, sondern man könnte meinen, das einzig wahre.

Das Haus hat für Stein eine zentrale Bedeutung. Erst nach einer zweijährigen Suche (S. 139), gelingt es ihm ein eigenes Haus zu finden. Dieses soll eine gemeinsame Heimat für die Liebe der Ich-Erzählerin und Stein schaffen. Stein ist so stolz und euphorisiert, dass er die Ich-Erzählerin sofort zu einer Besichtigungsfahrt einlädt. Ihm ist sehr wichtig, dass der Ich-Erzählerin das Haus gefällt:"Siehst du? Fühl mal. Wie findest du das?" (S.150). Er versucht die Ich-Erzählerin für das Haus zu begeistern. Ein weiterer Aspekt ist die Größe des Hauses. Stein hat das Haus nicht für sich selbst gekauft, sondern erwünscht sich eine gemeinsame Zukunft mit der Ich-Erzählerin. Um dies zu erreichen, bietet er ihr sogar an, die gesamte Clique einziehen zu lassen (S. 152).

Die Ich-Erzählerin ist jedoch nicht begeistert von dem Haus bzw. von der Idee einer gemeinsamen Zukunft. Stein gibt in den Wochen nach der Besichtigung aber nicht auf und schickt ihr Briefe, um sie vielleicht doch noch umstimmen zu können. Der letzte Brief enthält eine Zeitungsmeldung, welche über den Brand des Hauses berichtet. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Stein der Brandstifter war. Da die Ich-Erzählerin ihn auch nach vielen Briefen ignorierte, gab Stein letztlich alle Hoffnung auf und vernichtete das Haus und somit die gemeinsame Zukunft. Mit der Zerstörung des Hauses schließt er mit der Ich-Erzählerin ab und schafft Raum für eine neue Zukunft.

Als die Ich-Erzählerin den Zeitungsartikel liest, ist sie vorerst geschockt: „stand zehn Minuten stumpfsinnig vor dem Herd“ (S. 156). Diese Nachricht macht sie betroffen, sodass sie sie dreimal liest und danach in Teilnahmslosigkeit (S. 156) und Stumpfsinnigkeit (S. 156) verfällt. Ihr wird nun klar, dass Stein mit ihr abgeschlossen hat und es ist ungewiss, ob sie ihn jemand wiedersehen wird. Sie hat sich ganz darauf verlassen, dass Stein eines Tages das ihr wichtige "Komm!" formuliert, dem sie folgen würde, erkennt aber nicht, dass sie ohne ihre eigene Entscheidung einsam bleiben wird. Für einen kurzen Moment erkennt die ihren Fehler und realisiert, dass sie glücklicher wäre, wenn sie sich selbst eingestehen würde, dass sie Stein schätzt.

Kurz darauf verfällt sie jedoch wieder in ihre alte Unmündigkeit und legt den Brief mit dem Wort "Später" beiseite. Sie ist sich zu Schade, um sich etwas einzugestehen. Obwohl Stein offensichtlich Teil ihres Lebens war, ist sie zu bequem, um zu handeln und verschiebt das Problem, samt ihrer Gefühle, auf später.

Das Sommerhaus ist sowohl als utopische Idylle, als auch als Ort der gescheiterten Existenz zu verstehen. Mit Hilfe des Hauses möchte Stein seinen Traum, das Zusammenleben mit der Ich-Erzählerin, verwirklichen. Er kauft das Haus, um eine Heimat für die Liebe zu schaffen. Das Haus ist in einem desaströsen Zustand, ähnlich wie die kaputte Beziehung zwischen Stein und der Ich-Erzählerin. Nun möchte er die Beziehung, symbolisiert durch das Haus wieder neu aufbauen. Hierfür eignet sich das Haus wunderbar: Stein möchte es selbst renovieren und kann es seinem eigenen Stil und Bedürfnissen anpassen.

Diese Wunschvorstellung scheitert jedoch. Drei verschiedene Faktoren könnten für das Scheitern verantwortlich sein: die Bequemlichkeit, das fehlende Interesse, oder auch die Feigheit der Ich-Erzählerin, münden in der Hoffnungslosigkeit Steins. Das Abbrennen des Hauses zeigt dies. Stein zerstört eigenständig die Vorstellung einer gemeinsamen Zukunft.