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Schule: Nelly-Sachs-Gymnasium

Seminar: Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss

Meine Projekte: -Dramenanalysen Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui

-Sprachwandel

Mein Arbeitsschwerpunkt:


Betreut von: Benutzerin: MaFlo


Der aufhaltende Aufstieg des Arturo Ui - Brecht

Was bedeutet die Exilsituation für das Leben und Schreiben Brechts?

Während seiner Exilzeit ist Brecht viel gereist und umgezogen. Von Prag floh er über Wien, Zürich und Paris nach Dänemark, 5 Jahre später dann über Stockholm, Helsinki und die Sowjetunion in die USA. Durch diese vielen Ortswechsel veränderte sich der Stil Brechts stark. Seine Werke wechseln die Genres und die Stücke bezeichnet er als „abnorm uneinheitlich in jeder Weise“ (Z. 40 seines Arbeitsjournals). Brecht selbst hatte die Sorge mit jedem Siegesrapport Hitlers an Bedeutung als Schriftsteller zu verlieren (Z. 34f. seines Arbeitsjournals). Ihm wurde es schlussendlich verboten, seine Stücke auf der Bühne aufzuführen (Z. 1 “Über Brechts Arbeit am Stück “Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui”).

Inwiefern spiegelt sich Brechts Situation in seinem Arbeitsjournal?

Brechts Arbeitsjournal spiegelt seine damalige Situation im Exil sehr gut wider. Er beschreibt in seinem Journal, wie er das Drama rund um Arturo Ui verfasst hat und was er damit bezwecken wollte (Z. 1ff.). Diese Zwecke sind durch Anlehnung an die damaligen Verhältnisse entstanden. Daher wollte er mit Arturo Ui die historischen Vorgänge behandeln, dennoch wollte er eigene Aspekte einbringen, damit unter anderem nicht ausschließlich nach den historischen Zusammenhängen beim Schauen/ Lesen des Dramas gesucht wird (Z. 6ff.). Durch das Einbringen der politischen Geschehnisse dieser Zeit in das Journal wird ebenfalls der Zusammenhang zwischen Brechts Leben und der Politik und seinen Aufzeichnungen deutlich.

Wie empfand Brecht das Exil? Wie hat er es lyrisch verarbeitet?

Brecht hat es nicht für richtig empfunden Emigrant, also Auswanderer genannt zu werden (V. 1 aus “Über die Bezeichnung Emigranten”). Seiner Meinung nach wären Emigranten die Personen, die sich freiwillig dazu entschieden haben, in ein anderes Land auszuwandern (V. 2ff.). Brecht musste jedoch aus Deutschland fliehen, was ihn zu einem Vertriebenen oder Verbannten machte (V. 6). Er hatte kein richtiges Zuhause, er wartete immer nur hoffnungsvoll und auch nachtragend auf eine baldige Rückkehr in sein Heimatland (V. 8ff.). Dennoch stand er zunächst zuversichtlich dieser Rückkehr entgegen.

Ebenso stellt er diesen Optimismus in dem Gedicht „Gedanken über die Dauer des Exils“ zunächst dar. In dem ersten Teil des Gedichtes ist dieser Optimismus deutlich zu erkennen. Die ständige Fluchtbereitschaft und die Weigerung sesshaft zu werden (V. 2ff.) und die örtliche Sprache zu lernen (V. 11) unterstreichen seine Sichtweise. Dies ändert sich allerdings in dem zweiten Teil des Gedichts. Hier wird die Ungewissheit, wann die Vertriebenen in ihr Heimatland zurückkehren können ausgedrückt (V. 21). Es wird von Tag zu Tag ohne einen Sinn gelebt, entmutigt gegenüber eines baldigen Zurückkehrens (V. 23ff.). Das lyrische Ich (Brecht) beginnt in diesem Gedicht das Exil als eine neue Heimat anzusehen. Es wird sesshaft und richtet sein Leben im Exil neu ein, indem es der vorherigen Weigerung einen Baum zu pflegen, nun doch nachgibt und den Baum gießt (V. 27f.).


Vergleich der Lebenssituationen von Lessing und Brecht

Zwischen Brecht und Lessing gibt es sowohl Unterschiede, als auch Gemeinsamkeiten. Beide Schriftsteller verfassten die von uns behandelten Werke nach einem traumatischen Verlust. Während Lessing "Nathan der Weise" nach dem Tod seiner Frau und seines Sohnes schrieb, hat Brecht sein Drama im Exil, nach dem Verlust seiner Heimat verfasst. Diese Zeit war bei Lessings die produktivste, allerdings schrieb auch Brecht im Exil weiter, da er dort zunächst nichts anderes zu tun gehabt hat (Vgl. V. 25 "Gedanken über die Dauer des Exils", "Über Brechts Arbeit am Stück "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui").

Lessings schrieb sein Drama in der Epoche der Aufklärung, wobei er die Menschen zum Nachdenken anregen wollte. Ebenso hat sein Streit mit Goeze seinen Schreibstil beeinflusst. Brecht wurde hauptsächlich von dem Aufstieg Adolf Hitlers beeinflusst, wodurch die Nationalsozialisten sämtliche Gruppen der Bevölkerung, einschließlich der Schriftsteller, verfolgten. Im Exil fühlte sich Brecht nicht wohl, was ebenfalls seine Werke beeinflusste.

Im Gegensatz zu Brecht, welcher aufgrund des Vorrückens der Nazis häufige Ortswechsel auf sich nehmen musste, reiste Lessing freiwillig zu unterschiedlichen Orten. Mit diesen Reisen wollte Lessing der Einsamkeit in Wolfenbüttel entfliehen, wo er alleine als Bibliothekar arbeitete.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Brecht seine Erlebnisse dieser Zeit in dem Werk "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui" verarbeitete. Durch die ständigen Ortswechsel aufgrund der Machtergreifung Hitlers und der Verfolgungen der Schriftsteller, hat sich Brechts Schreibstil immer wieder verändert.


Sprachwandel

Sprachvarietät und Sprachwandel

Es ist so gut wie jedem bewusst, dass die Sprache einen Wandel erlebt. Jedoch wissen wir häufig nicht, woher dieser kommt und was ihn ausmacht. In diesem Artikel wird die Beziehung von Sprachvarietäten, also den Ausprägungen von Einzelsprachen, welche an diesen angelehnt sind und sie erweitern, und dem Sprachwandel dargestellt.

Beispielsweise ist Gruppensprache eine Sprachvarietät und kann in Jugendsprache, Ethnolekt, Soziolekt und Dialekt unterteilt werden. Die Sprachstile sind also je nach Alter, ethnischer Herkunft, gesellschaftlicher Position und Region abweichend.

Der Ethnolekt, also die Nutzung eines verkürzten und abgehackten Sprachstils, ist in der deutschen Sprache stark vertreten. Die „Kanak-Sprak“ ist hierfür ein gängiges Beispiel, wobei türkische Wörter in die deutsche Sprache eingebaut werden. Der Ethnolekt wird jedoch zum Soziolekt, wenn man ihn in seinen Sprachgebrauch aufnimmt und ihn nicht mehr von seinem eigenen Stil unterscheiden kann.

Durch die innere Mehrsprachigkeit, wie sie der Linguist Helmut Henne nennt, ist es den Menschen möglich in unterschiedlichen Situationen unterschiedliche Sprachstile zu verwenden.

Mit dem Begriff Sprachwandel wird die Entwicklung der Sprache bezeichnet. Dies geschieht aufgrund von Triebkräften. Zu diesen Kräften gehören unter Anderem der Einfluss des Englischen, das „Schreibsprechen“ und die vielfältige Sprachmischung durch Einwanderer. Diese beeinflussen unseren Sprachgebrauch so stark, dass sich ein bezeichnender Wandel vollstreckt.

Sprachwandel gibt es somit nur aufgrund von Sprachvarietäten?????. Die unterschiedliche Nutzung von Worten, Satzbau und Grammatik, je nachdem aus welcher sozialen Gruppe, Region oder Ethnie man kommt, machen diese Sprachvarietäten und somit den Sprachwandel aus.


Fragen: In welcher Beziehung stehen Sprachvarietäten und Sprachwandel?

Fazit: auch in Sachtexten? Lead-Stil beachten