Benutzer:BeKNSG

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Schule: Nelly–Sachs–Gymnasium

Seminar: Nelly-Sachs Gymnasium

Meine Projekte: Dramenanalyse Nathan der Weise

Mein Arbeitsschwerpunkt:


Zusammenfassung der zentralen Aussagen zwischen Pastor Goeze und Lessing

-Kritik am traditionellen biblischen Glauben und des protestantischen Lehrbegriffs (Erbsünde, Erlösung durch den Tod Christi)

-Folge davon ist, dass ihm die Zensurfreiheit entzogen wurde

-Goeze antwortet auf diese Beleidigung mit einem Bekenntnis „Ungenannten“, die Wiedersprüche des biblischen Offenbarungsberichts und enthüllt sein viel geschmähtes und viel zitiertes Wahrheitsbekenntnis

-Goeze führte im Januar 1778 einen Angriff auf Lessing durch auf dem Lessing mit „Anti-Goeze“ Briefen antwortet

-Streit wird 1778 gewaltsam gelöst, indem am 6. Juli Lessing der weitere Druck und Vertrieb der „Beiträge“, in denen die Fragmente erschienen waren verboten wurden und am 13. Juli folgt das Verbot der Fortsetzung der Anti-Goeze Briefe

-Lessing antwortete darauf noch mit einigen Briefen, auf ein paar unnötige Frage Goezes, worauf er auch nicht mehr aus anderen Orten mit Streitbriefen schreiben durfte

-Lessing schrieb zum letzten Mal im Oktober 1778 auf einen Angriff Goezes mit dem Versuch einer Reihe: Der nötigen Antwort auf eine sehr unnötige Frage, worauf der Streit mit diesem Artikel endet


Charakterisierung von Nathan aus Sicht von Daja

In der ersten Szene (1.Aufzug, 1.Auftritt) aus dem Drama Nathan der Weise von G.E. Lessing aus dem Jahre 1779 bekommt man eine andere Sicht auf die Hauptperson Nathan wenn man ihn aus Sicht von Daja betrachtet. Schon zu Beginn wird die Unzufriedenheit Dajas darüber deutlich, dass Nathan immer auf Geschäftsreisen ist (vgl. V. 2). Nathan hat hauptsächlich das Geschäftliche im Sinn und hat damit weniger Zeit für Recha. Doch trotzdem ist ihm Recha sehr wichtig und er macht sich Sorgen um sie ( vgl. V. 21 ff.). Er hat zwar viel Geld und macht sich deshalb keine Sorgen um das Materielle, dafür umsomehr um seine Tochter. Doch Nathan ist, was das schenken angeht zu großzügig. Wenn nämlich jemand mit Sorgen ankommt, ignoriert er diese einfach und will mit teuren Geschenken helfen (vgl. V.38 ff.). Aber im Fall des Tempelherrn, welcher seine Tochter gerettet hat, will er auch großzügig sein (vgl. V. 95 ff.). In diesem Fall ist es eine sehr gute Eigenschaft von Nathan. Dazu kommt noch das Daja, der Tempelherr und Nathan selbst, unterschiedliche Religionen haben und Nathan trotzdem auch die Christen akzeptiert und gut und großzügig behandelt. Es wird also deutlich, dass Daja unzufrieden ist, dass Nathan so viele Geschäftsreisen macht und dadurch so viel Geld hat, dass er alle beschenken will, was auch eine sehr gute und positive Eigenschaft ist, aber trotzdem nicht auf die Probleme eingeht ("Wenn ihr nur schenken könnt! "). Gleichzeitig macht Nathan alles was er Besitzt zu seinem, auch seine Tochter. Diese Vormulierung gefällt Daja ebenfalls nicht (vgl. V. 29). Trotzdem ist Nathan das Wohl seiner Tochter wichtig und er ist sehr dankbar wenn ihm jemand geholfen hat, auch wenn diese Person eine andere Religion hat. Der letze Satz von Daja macht dies auch noch deutlich ("Ihr seid so gut, und seid sogleich so schlimm").


Dialog zwischen Lessing und Goeze

Goeze: Wie können Sie es wagen, sie Gotteslästerer, den Glauben, die Bedeutung von historischen Ereignissen in Frage zu stellen und die Wahrheit zu definieren.

Lessing: Ich bin kein Gotteslästerer, sondern jemand der nur die Wahrheit ergründen will.

Goeze: Die Wahrheit muss nicht ergründet werden, sondern wird von Gott vorgegeben, anhand der Bibel und den Geboten.

Lessing: Die Vernunft vor Gott, soll die patriarchalische Selbstermächtigung ersetzten.

Goeze: Ist das ein Ansatz der Rebellion? Sie wissen schon, dass Gott sowas nicht unterstützt und dies in der Geschichte schon oft bewiesen wurde!

Lessing: Du Hirnverbrannter Idiot, lesen Sie ihr Malbuch zu Ende und reden, dann wieder mit mir, ich habe nie von einer Rebellion gesprochen, sondern nur Menschen aufgefordert, nachzudenken und nicht einfach nach der Kirches Pfeife zu tanzen!

Goeze: Das ist mir hier zu blöd! Ich gehe jetzt!


Charakterisierung Nathan:

Das dramatische Gedicht Nathan der Weise, welches 1779 von Gotthold Ephraim Lessing geschrieben wurde, lässt sich der Epoche der Aufklärung zuordnen.

Nathan ist ein reicher Geschäftsmann, welcher im ersten Aufzug von einer Geschäftsreise aus Babylon zurückkommt (V. 2-6). Bei seiner Ankunft erfährt er von einem Feuer in einem Haus indem sich Recha befand und beinahe umgekommen ist (V. 12-19). Nun erkennt man die Warmherzigkeit und den lockeren Umgang mit Geld von Nathan, da er sofort den Aufbau eines neuen und bequemeren Hauses verspricht (V.  16 f.). Nathan bringt immer etwas aus dem Urlaub mit, was wieder seine Warmherzigkeit beweist (V. 48-51) Nathan ist offen gegenüber anderen Religionen, was er unter beweist stellt, als er einem Christ persönlich danken möchte (V. 92 ff.)

Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui

Biografie und Exilsituation

Was bedeutet die Exilsituation für das Leben und Schreiben Brechts?

Bertolt Brecht sah keine Möglichkeit mehr in Deutschland sein Stück aufführen oder publizieren zu können, weswegen er sich entschied die Vorgänge zur Machtergreifung Hitlers in einem „Gangsterstück“ für das amerikanische Theater zu erklären. Gangstermilieu und großer Stil sollte eine Verfremdung der politischen Argumentation erzeugen. „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ sollte als Gangsterhistorie und nicht als Schlüsselstück über Hitlers Werdegang dienen.

Vgl. Klaus Völker, Bertolt Brecht. Eine Biographie. 1976 Carl Hanser Verlag München

Inwiefern spiegelt sich Brechts Situation in seinem Arbeitsjournal?

Die Hoffnung „Der aufhaltsame Aufstieg Arturo Ui“ in Amerika aufführen zu können, hält ihn länger als geplant in Amerika, dies sieht man an seinem Eintrag vom 12.4.41 in dem er sagt, dass er immer wieder Hoffnung hat sein Stück aufzuführen.

Feedback zum 14.1.:

Soweit okay,

Was ist mit den Gedichten? Es gab noch eine dritte Aufgabe!

Flo

Vergleich der Lebenssituationen von Lessing und Brecht

Zwischen Brechts und Lessings Lebenssituation lassen sich sowohl Gemeinsamkeiten, als auch Unterschiede finden. Beide verfassten ihre Dramen, welche im Unterricht besprochen wurden, nach einem Verlust. Brecht verfasste seins nach dem Verlust seiner Heimat und Lessing nach dem Verlust seiner Frau.

Während Lessing freiwillig zu unterschiedlichen Orten reiste und sich dort frei entfalten konnte, musste Brecht immer wieder woanders ein neues Leben aufbauen, da er von den Nationalsozialisten verfolgt wurde. Außerdem konnte Lessing mit seinen Werken Leute zum denken anregen, während Brecht davon ausgehen musste, dass seine Werke dem Großteil der Menschheit verwehrt bleiben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Brecht Erlebtes in dem Werk ,,Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui" literarisch verarbeitet hat.

Sprachvarietäten und Sprachwandel


Sprachvarietäten und Sprachwandel

Wie unterscheide ich Sprachvarietäten und Sprachwandel ? Sprachvarietäten/ innere Mehrsprachigkeit ist die Kompetenz, verschiedene Varietäten von Sprachen in unterschiedlichen Situationen einsetzen zu können, die wir in unserem Sprachgebrauch haben. Der Sprachwandel hingegen ist die Entwicklung und Veränderung einer Sprache auf lange Sicht. Der sprachliche Umbruch wird von Triebkräften wie vielfältige Sprachmischungen, zum Beispiel durch Einwanderungen, etabliert. Das wirft nun die Frage auf, in welcher Beziehung diese zueinander stehen. Gruppensprachen, Fachsprachen und auch Umgangssprachen sind Sprachvarietäten. Aus diesen heraus entwickeln sich weitere Strömungen der Sprache, wie der Ethnolekt, der Soziolekt, der Dialekt oder auch die Jugendsprache. Es entstehen verkürzte, abgehackte und veränderte Sprachstile, die meist in bestimmten Gruppen oder Regionen gesprochen werden. Als Beispiel die Kanak Sprak. All dies weist vorab lediglich auf Sprachvarietäten hin. Sobald dieser Sprachstil jedoch nicht nur im Umgangsdeutsch, sondern auch in formalen Texten vorkommt, lockert sich die Qualität der Hochsprache.Sobald auch Sprachwissenschaftler diesen Sprachstil befürworten und auf Kritik von Verteidigern der Hochsprache nicht eingehen, zeigt sich, wie sich dieser Sprachstil immer mehr und mehr zur Norm etabliert. Sobald selbst in Schulen Hochsprache vermittelt werden muss, sind wir an dem Punkt angekommen, an dem die Sprachvarietät zum sprachlichen Umbruch geworden ist.

BeKNSG


Betreut von: Maflo