Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/Woyzeck - ein Dramenfragment/Inhaltsangaben

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Szene 3 [Buden. Lichter. Volk]:

Die dritte Szene aus dem Fragment „Woyzeck” von Georg Büchner, das um 1836 verfasst wurde, beschreibt einen gemeinsamen Besuch des Jahrmarkts von Woyzeck und Marie.

Marie und Woyzeck sehen sich eine Show an, dem Tambourmajor und dem Unteroffizier fallen dort die Schönheit Maries auf, woraufhin dieser Komplimente gemacht werden und sie ihr in eine Bude folgen. Während der Aufführung bittet der Ausrufer um eine Uhr, die ihm der Tambourmajor leiht, damit ein Pferd die Uhrzeit sagen kann. Marie, die das Ereignis vom nahen sehen möchte, lässt sich vom Unteroffizier nach vorne helfen.

Szene 5 [Der Hauptmann. Woyzeck]:

Variante 1: Das Dramen-Fragment "Woyzeck" verfasst von Georg Büchner im Jahre 1836 ist in insgesamt 27 Szenen unterteilt. Die Szene 5 des Fragments "Der Hauptmann. Woyzeck" thematisiert die Frage, wann man einen Menschen als tugendhaft bezeichnen kann. In dieser Szene stoßen die unterschiedlichen Meinungen von Woyzeck und dem Hauptmann aufeinander. Woyzeck vertritt in dieser Szene die untere Gesellschaftsschicht, der Hauptmann hingegen fungiert in dieser Szene als Stellvertreter für die Kirche. Während Woyzeck, ein Soldat, den Hauptmann rasiert, kommen die beiden Figuren ins Gespräch. Angefangen bei einem reinen Banalitätenaustausch , spricht der Hauptmann Woyzeck, im Laufe der Unterhaltung, auf sein uneheliches Kind mit seiner Freundin Marie an. Daraufhin stellt Woyzeck klar, das er trotz der Meinung der Kirche, welche ein uneheliches Kind ablehnt, das Kind als das seine ansieht. Weitergehend beschäftigen sich die beiden Figuren mit der Frage, ob man in Woyzecks Fall von einem tugendhaften Menschen sprechen kann. Der Hauptmann kommt nach einer kurzen Diskussion zu dem Entschluss, dass man Woyzeck nicht desto trotz als einen guten Menschen bezeichnen kann, auch wenn der Hauptmann ihn nicht als tugendhaft bezeichnen würde.

Variante 2: Während der Hauptmann von Woyzeck rasiert wird philosophiert dieser über die Zeit. Anschließend wirft er Woyzeck vor ein uneheliche Kind gezeugt zu haben, was zu einer Diskussion führt. Dabei erklärt Woyzeck dem Hauptmann den Zusammenhang zwischen Wohlstand und Tugend und zwischen Armut und Tugendlosigkeit. Woyzeck erklärt, das Tugend für ihn bloß eine Sache des Geldes sei ,welches er als armer Mann nicht hat. Der Hauptmann bricht daraufhin das Gespräch ab.

Szene 8 [Beim Doktor]:

Nachdem der Doktor gesehen hat, dass Woyzeck an die Wand uriniert hat, versucht Woyzeck ihm zu erklären, dass er nichts dafür könne. Der Doktor nimmt das nicht an, da man laut ihm die Kontrolle über seine Blase haben müsse und verlangt eine Urinprobe von Woyzeck. Dieser sagt darauf er könne nicht, woraufhin der Doktor wütend wird und sich fragt, wie man das nicht kontrollieren kann. Als sich dieser wieder beruhigt, fängt Woyzeck an, unverständlich zu erzählen und der Doktor bemerkt, dass er eine Geistesverwirrung hat, weshalb er ihn weiterhin untersuchen möchte und dafür auch sein Gehalt erhöht.

Szene 9 [Straße]:

Der Hauptmann klagt dem Doktor sein Leid über seinen schwermütigen Geist, woraufhin dieser dessen Symptome analysiert und einen möglichen Schlaganfall als Diagnose stellt. Daraufhin wirft der Hauptmann dem Doktor vor, fast vor Schreck gestorben zu sein.

Woyzeck läuft an den beiden, welche sich gerade eigentlich verabschiedet hatten, vorbei und wird von dem Hauptmann zum Gespräch hinzugerufen. Nach einem kurzen Gespräch, in dem Woyzeck kritisiert wird, indem er mit einem Rasiermesser verglichen wird, worauf die Anekdote über die langen Bärte aufkommt, deutet der Hauptmann an, dass Marie, Woyzecks Freundin, eine Affäre hat. Woyzeck reagiert erschrocken und ungehalten gegenüber dem Hauptmann, während er vom Doktor analysiert wird.

Woyzeck beginnt kontextlos über das Wetter zu reden und verabschiedet sich, um seinen Gedanken in Ruhe nachgehen zu können. Der Doktor reagiert erfreut auf Woyzecks Verhalten, während der Hauptmann eher verwirrt zu sein scheint.


Szene 20 [Abend. Die Stadt in der Ferne]:

Woyzeck geht mit seiner Freundin spazieren. Er bewegt sich mit ihr von der Stadt aus Weg . Nachdem Woyzeck seiner Freundin die Frage stellt, wie lange sie noch zusammen sein werden möchte Marie nachhause gehen, um sich um das Essen zu kümmern. Woyzeck möchte sie noch ein Mal küssen. Da ihm aber klar ist, dass sie ihn betrogen hat, steht seine Entscheidung. Zum Ende der Szene setzt Franz Woyzeck sein Plan fort und sticht Marie nieder. Anschließend hört Woyzeck Menschen kommen und ergreift die Flucht.


Szene 22 [Das Wirtshaus]:

Die Szene spielt im Wirtshaus. Woyzeck und Käthe tanzen und singen miteinander. Währenddessen fällt Käthe das Blut auf , welches er nach dem Mord an Marie noch an sich trägt. Der Wirt fragt Woyzeck wegen seinen Blutflecken aus. Woyzeck versucht sich rauszureden, verstrickt sich jedoch in Widersprüchen. Woyzeck ist sauer und flieht aus dem Wirtshaus.