Geographie-Projekt in der Q-Phase

Aus ZUM Projektwiki

> Städtisches Gymnasium Delbrück

> Goerdeler Gymnasium Paderborn


In der Qualifikationsphase wird ein Projektkurs entwickelt, der dem Deeper Learning Ansatz nach u.a. Anne Sliwka folgt, ihn aber auf die Situation des regulären dreistündigen Geographieunterrichts überträgt. Im Folgenden könnten weitere Kurse mit eingebunden werden, so dass dem eigentlichen Konzeptgedanken des Deeper Learning Ansatzes noch mehr Rechnung getragen werden kann.

Überblick über die Inhaltsfelder in der Q-Phase (NRW)

Info
Hier folgt eine Übersicht über die inhaltlichen Schwerpunkte der Inhaltsfelder, die sich an dem Kernlehrplan Geographie des Landes NRW für die Sek. II Qualifikationsphase Grundkurs orientiert. Diese Seite dient auch den Geograph:innen anderer Schulen als organisatorische Übersicht.

- Kernlehrplan Geographie des Landes NRW für die Sek. II


Inhaltsfeld 3

→ Landwirtschaftliche Strukturen in verschiedenen Klima- und Vegetationszonen ←

Inhaltliche Schwerpunkte:

- Landwirtschaftliche Produktion in den Tropen vor dem Hintergrund weltwirtschaftlicher Prozesse

- Intensivierung der landwirtschaftlichen Produktion in der gemäßigten Zone und in den Subtropen

- Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Ressourcengefährdung und Nachhaltigkeit

Diercke Praxis Arbeits- und Lernbuch - Q-Phase. Kapitel I und II

Inhaltsfeld 4

Bedeutungswandel von Standortfaktoren

Inhaltliche Schwerpunkte:

- Strukturwandel industriell geprägter Räume

- Herausbildung von Wachstumsregionen

Diercke Praxis Arbeits- und Lernbuch - Q-Phase. Kapitel III und IV

Inhaltsfeld 5

Stadtentwicklung und Stadtstrukturen

Inhaltliche Schwerpunkte:

- Merkmale, innere Differenzierung und Wandel von Städten

- Metropolisierung und Marginalisierung als Elemente eines weltweiten Verstädterungsprozesses

- Demographischer und sozialer Wandel als Herausforderung für zukunftsorientierte Stadtentwicklung

Diercke Praxis Arbeits- und Lernbuch - Q-Phase. Kapitel IX bis XII

Inhaltsfeld 6

Sozioökonomische Entwicklungsstände von Räumen

Inhaltliche Schwerpunkte:

- Merkmale und Ursachen räumlicher Disparitäten

- Demographische Prozesse in ihrer Bedeutung für die Tragfähigkeit von Räumen

- Strategien und Instrumente zur Reduzierung regionaler, nationaler und globaler Disparitäten

Diercke Praxis Arbeits- und Lernbuch - Q-Phase. Kapitel V bis VII

Inhaltsfeld 7

Dienstleistungen in ihrer Bedeutung für Wirtschafts- und Beschäftigungsstrukturen

Inhaltliche Schwerpunkte:

- Entwicklung von Wirtschafts- und Beschäftigungsstrukturen im Prozess der Tertiärisierung

- Wirtschaftsfaktor Tourismus in seiner Bedeutung für unterschiedlich entwickelte Räume

Diercke Praxis Arbeits- und Lernbuch - Q-Phase. Kapitel VIII und XIII


Kompetenzbereiche

Zwei der vier Kompetenzbereiche, namentlich die Methoden- und die Handlungskompetenz, sind in ihrer Erscheinung in der gesamten Qualifikationsphase von Bedeutung und zu erwerben; sie bauen dabei auf den in der Einführungsphase (EF) erworbenen Fähigkeiten auf (fettgedruckt sind die Ergänzungen). Die Sach- und Urteilskompetenz ist für jedes Inhaltfelder konkretisiert.

Dem Kernlehrplan NRW (s.o.) können die entsprechenden Kompetenzen entnommen werden:


METHODENKOMPETENZ (für alle Inhaltfelder der Q-Phase)

Die Schülerinnen und Schüler

■ orientieren sich unmittelbar vor Ort und mittelbar mit Hilfe von physischen und thematischen Karten sowie digitalen Kartendiensten (MK1),

■ identifizieren problemhaltige geographische Sachverhalte und entwickeln unter Nutzung des problemorientierten analytischen Wegs der Erkenntnisgewinnung entsprechende Fragestellungen und Hypothesen (MK2),

■ analysieren auch komplexere Darstellungs- und Arbeitsmittel (Karte, Bild, Film, statistische Angaben, Graphiken und Text) in Materialzusammenstellungen, um raumbezogene Hypothesen zu überprüfen (MK3),

entnehmen Modellen allgemeingeographische Kernaussagen und vergleichen diese mit konkreten Raumbeispielen (MK4),

■ recherchieren weitgehend selbstständig mittels geeigneter Suchstrategien in Bibliotheken, im Internet und in internetbasierten Geoinformationsdiensten Informationen und werten diese fragebezogen aus (MK5),

■ stellen geographische Sachverhalte mündlich und schriftlich unter Verwendung der Fachsprache problembezogen, sachlogisch strukturiert, aufgaben-, operatoren- und materialbezogen sowie differenziert dar (MK6),

■ belegen schriftliche und mündliche Aussagen durch angemessene und korrekte Materialverweise und Materialzitate (MK7),

■ stellen komplexe geographische Informationen graphisch dar (Kartenskizzen, Diagramme, Fließschemata/Wirkungsgeflechte) (MK8).


HANDLUNGSKOMPETENZ (für alle Inhaltfelder der Q-Phase)

Die Schülerinnen und Schüler

■ präsentieren Arbeitsergebnisse zu komplexen raumbezogenen Sachverhalten im Unterricht sach-, problem- und adressatenbezogen sowie fachsprachlich angemessen (HK1),

■ nehmen in Raumnutzungskonflikten unterschiedliche Positionen und Perspektiven ein und vertreten diese (HK2),

planen und organisieren themenbezogen Elemente von Unterrichtsgängen und Exkursionen, führen diese durch und präsentieren die Ergebnisse fachspezifisch angemessen (HK3),

■ vertreten argumentativ abgesichert in einer Simulation vorbereitete Rollen von Akteurinnen und Akteuren eines raumbezogenen Konfliktes und finden eine Kompromisslösung (HK4),

■ entwickeln Lösungsansätze für komplexere raumbezogene Probleme (HK5),

■ präsentieren und simulieren Möglichkeiten der Einflussnahme auf raumbezogene und raumplanerische Prozesse im Nahraum (HK6).“


Da das Städt. Gymnasium Delbrück und das Goerdeler Gymnasium Paderborn in der Sek. II in der Qualifikationsphase mit dem Diercke Praxis. Arbeits- und Lernbuch arbeitet und der pädagogische Ansatz des Deeper Learning Anwendung findet, folgt nun eine Kontextualisierung der Kompetenzen zu inhaltlichen Themenkomplexen auf der Basis der drei Phasen

PHASE I → Instruktion & Aneignung → Schwerpunkt Sachkompetenz

PHASE II → Ko-Konstruktion / Ko-Kreation → Schwerpunkt Urteilskompetenz

PHASE III → Authentische Leistungserbringung → Schwerpunkt Methoden- und Handlungskompetenz.

PHASE I → Instruktion & Aneignung (Inhaltsfeld 3)

→ Landwirtschaftliche Strukturen in verschiedenen Klima- und Vegetationszonen ←

Einstieg in die Thematik und Begegnung mit dem Original.

Hier ist eine kleine LearningApp zur Einstiegsthematik mit ersten Zusatzinformationen.



In dieser PHASE I stehen die folgenden Kompetenzen auf der Agenda:

Die Schülerinnen und Schüler

□ vergleichen Plantagenwirtschaft und Subsistenzwirtschaft hinsichtlich ihrer Betriebsstrukturen und Marktausrichtung,

Fragen

- Wie ist der Begriff Plantagenwirtschaft definiert?

- Wann spricht man von einer Subsistenzwirtschaft?

- Welche Betriebsstrukturen gibt es?

- Was versteht man als Geograph:in unter dem Begriff Marktausrichtung?


□ erklären Kennzeichen des landwirtschaftlichen Strukturwandels wie Mechanisierung, Intensivierung und Spezialisierung mit sich verändernden ökonomischen und technischen Rahmenbedingungen sowie Konsumgewohnheiten,

Fragen

- Wie sind die Begriffe Mechanisierung", "Intensivierung" und Spezialisierung" im Bereich der landwirtschaftlichen Produktion definiert?

- Welche Merkmale des landwirtschaftlichen Strukturwandels gibt es?

- Worauf begründet sich der Strukturwandel in Bezug auf Ökonomie, technischen Rahmenbedingungen und sich verändernden Konsumgewohnheiten?

□ stellen vor dem Hintergrund der Begrenztheit agrarischer Anbauflächen und dem steigenden Bedarf an Agrargütern zunehmende Nutzungskonkurrenzen dar,

Fragen

- Welche Faktoren begrenzen die Nutzung von agrarischen Anbauflächen?

- Wie wird der steigende Bedarf an Agrargütern erklärt?

- Welche möglichen Nutzungskonflikte gibt es in Verbindung mit der agrarischen Nutzung von Flächen?


□ erläutern den Einfluss weltwirtschaftlicher Prozesse und Strukturen auf die agrare Raumnutzung der Tropen,

Fragen

- Was versteht man unter den "Tropen"?

- Wie ist der Begriff der "agrarischen Raumnutzung" zu verstehen?

- Was versteht man unter weltwirtschaftlichen Prozessen?

- Welche „weltwirtschaftlichen Strukturen“ gibt es?

- Welchen Einfluss haben weltwirtschaftliche Prozesse und Strukturen auf die agrare Raumnutzung der Tropen?


□ stellen unterschiedliche Formen der Bewässerungslandwirtschaft in den Subtropen als Möglichkeiten der Überwindung der klimatischen Trockengrenze dar,

Fragen

- Was versteht man unter den "Subtropen"?

- Was ist mit dem Begriff "Bewässerungslandwirtschaft" gemeint und welche Formen gibt es?

- Was ist mit dem Begriff "klimatische Trockengrenze" gemeint?

- Welche Möglichkeiten der "Überwindung" (möglicherweise Verschiebung) der Trockengrenzen gibt es?


□ erläutern die Gefährdung des tropischen Regenwaldes aufgrund der Eingriffe des Menschen in den Stoffkreislauf,

Fragen

- Was bedeutet erläutern im geographischen Sinn?

- Was versteht man unter dem "Tropischen Regenwald"?

- Was versteht man unter dem Begriff "Stoffkreislauf" in den Topen?

- Welche Gefährdung (Ursachen/Folgen) entstehen durch die Eingriffe des Menschen in den Tropischen Regenwald?


□ stellen Bodenversalzung und Bodendegradierung als Folgen einer unangepassten landwirtschaftlichen Nutzung dar,

Fragen

- Was bedeutet "darstellen" im geographischen Sinn?

- Was versteht man im geographischen Sinn unter "Bodenversalzung" und "Bodendegradation"?

- Wann spricht man von einer "unangepassten landwirtschaftlichen Nutzung"?



□ kennzeichnen Merkmale der ökologischen Landwirtschaft.

Fragen

- Was bedeutet "kennzeichnen" im geographischen Sinn?

- Was versteht man im geographischen Sinn unter "ökologischer Landwirtschaft"?

- Wie funktioniert die "ökologische Landwirtschaft"?

- Welche Formen der landwirtschaftlichen Nutzung gibt es noch?


Das Wichtigste in Kürze

Sachkompetenz

1) Definitionen: Plantagenwirtschaft, Subsistenzwirtschaft, Betriebsstrukturen, Marktausrichtung, Mechanisierung, Intensivierung, Spezialisierung, landwirtschaftlicher Strukturwandel, Ökonomie, verändernde Konsumgewohnheiten, Agrargüter, Nutzungskonflikte, Tropen und Suptropen, agrarische Raumnutzung, weltwirtschaftliche Prozesse und Strukturen, Bewässerungslandwirtschaft, klimatische Trockengrenze und deren Überwindung, tropischer Regenwald, Stoffkreislauf, Bodenversalzung, Bodendegradation, unangepasste landwirtschaftliche Nutzung, ökologische Landwirtschaft

2) wichtige Operatoren: darstellen (AFB I-II), erläutern (AFB II), erklären (AFB II), kennzeichnen (AFB II)

3) Aneignung von Überblickswissen im Bereich der "Landschaftszonen der Tropen und Subtropen" mit weltweiter Verteilung

4) ... über Wirtschaftsformen, und hier im Speziellen der Plantagen- und Subsitenzwirtschaft

5) ... über Betriebsstrukturen und Marktausrichtungen

6) ... über agrarische Prozesse und Strukturwandel

7) Verständnis geographischer Prozesse wie Stoffkreislauf, Bodenversalzung und Bodendegradation

8) Zusammenhang zwischen unserem eigenen Konsumverhalten und der agrarischer Raumnutzung

9) Alternativen der agrarischer Raumnutzung, wie z.B. die ökologische Landwirtschaft


Materialsammlung

Bei der Arbeit mit dem Arbeits- und Lernbuch Diercke Praxis der Qualifikationsphase sei auf das Glossar ab Seite 328, auf die Seiten der ersten beiden Kapitel (S. 8-52) und auf die App Diercke Praxis Glossar verwiesen (App-Store und Google-Play-Store). An dieser Stelle folgen nach und nach weitere Hinweise zu Definitionen und weiterführende Informationen zu den übigen geographischen Fachbegriffen.


Glossar Inhaltsfeld 3

Bitte nutze für das Eintauchen in die Thematik diesen Link:

https://app.Lumi.education/run/vUVXyD


Nach der Erschließung dieser Begriffe, Strukturen und Prozesse erfolgt in der Regel eine Lernerfolgskontrolle (je nach Absprache bewertet oder unbewertet) z.B. in Form eines Forms-Quiz, einer LearningApp oder eines digitalen Worksheets (digitales Arbeitsblatt).


Zielaufgabe PHASE I
Damit du dich gut vorbereitest, erstelle bitte ein Wirkungsgefüge, welches die Glossar-Begriffe sinnhaft miteinander in Beziehung setzt. Die oben stehenden gelb markierten Fragen helfen dir bei der vertiefenden Vernetzung der geographischen Fachbegriffe. Entscheide für dich selber, welche Form des Wirkungsgefüges du für deinen Lernprozess nutzen möchtest. (↑ SB 318 Wirkungsschema und Mindmap - gedankliche Strukturen sichtbar machen)


PHASE II → Ko-Konstruktion / Ko-Kreation (Inhaltsfeld 3)

Die PHASE II bildet das Herzstück einer Deeper Learning Einheit. Ihr Lernenden kreiert in dieser Phase authentische Leistungen in Teams. Das „können vielfältige Lernprodukte oder -performanzen sein, welche die individuellen Interessen und die tiefe Auseinandersetzung der Lernenden mit (Fach-)Inhalten widerspiegeln" (Sliwka & Klopsch 2022, S. 105). Die Phasen II und III gehen auf diese Weise ineinander über.

Dein persönliches Wirkungsgefüge und die Lumi sind dein primärer Wissensspeicher - nutze diese!

Start in die PHASE II: Eine eigene Fragestellung finden

Die folgenden Schritte helfen dir bei der Findung deines thematischen Vertiefungsbereichs. Der Vertiefungsbereich muss sich dabei auf Landwirtschaftliche Strukturen in den Tropen, Subtropen (oder ggfs. auch in der gemäßigten Zone) beziehen und muss die Intensivierung der landwirtschaftliche Produktion vor dem Hintergrund weltwirtschaftlicher Prozesse im Spannungsfeld berücksichtigen zwischen Ressourcengefährdung und Nachhaltigkeit berücksichtigen. Dieser Leitfaden entstammt dem Workbook Deeper Learning gestalten von Janina Beigel, Britta Klopsch und Anne Sliwka (CC-NC-ND).

Nutze die folgenden Punkte als Impulse und notiere dir deine Ideen und Planungsschritte! (Tipp: Sliwka S. 102)

Einen thematischen Vertiefungsbereich finden

1. Welchen Aspekt des Themas findest du interessant? Welchen Gedanken möchtest du weiter verfolgen? Worüber möchtest du gerne mehr wissen? Schreibe alles auf, was dir einfällt. (Tipp: Wichtige Schlagworte findest du in deinem Wissensspeicher (persönliches Wirkungsgefüge und die Lumi ) sowie im Diercke Praxis Arbeits- und Lernbuch der Qualifikationsphase.)

2. Lege eine Reihenfolge fest, was dich am meisten interessiert.

3. Entwickle eine Idee dazu, wie du deine Interessen weiterverfolgen kannst. Stelle die Idee anderen vor. Diskutiert:  Was interessiert dich daran besonders? Welcher Frage könnte man nun nachgehen bzw. welchen Aspekt könnte man näher untersuchen?

Den Arbeitsprozess planen

4. Hast du eine Idee, wie das Ergebnis deiner Arbeit aussehen kann?

5. Benötigt Ihr als Gruppe für Eure Fragestellung Expert:innen (oder außerschulische Lernorte)? Wenn ja, wer (und wo) könnte das sein?

6. Wie stellt Ihr Euch den Weg zum Ergebnis vor? Welche großen Schritte braucht Ihr?

7. Welche Unterstützung benötigst du von deiner Lehrkraft und deinen Mitschüler:innen?

Impuls zu PHASE II: Wie komme ich zu einer authentischen Leistung?

Meinen Lernpfad gestalten (Tipp: Sliwka S. 103)

1. Welche Aspekte des Themas interessieren dich besonders? Was möchtest du vertiefen? Notiere alle deine Einfälle in Stichpunkten. (Tipp: Wichtige Schlagworte findest du in deinem Wissensspeicher (persönliches Wirkungsgefüge und die Lumi ) sowie im Diercke Praxis Arbeits- und Lernbuch der Qualifikationsphase.)

2. Wichtige Impulse:

- Was kann ich besonders gut?

- Was sind meine Stärken?

- Welche praktischen Fähigkeiten habe ich im Gepäck?

- Wie könnte ich diese Qualitäten in ein Teamprojekt einbringen?

3. Was möchtest du neu lernen, welche Skills (Techniken, Fertigkeiten) möchtest du dir neu aneignen/ausprobieren? (z.B. ein Video schneiden, ein Interview mit einem echten Profi führen, etwas programmieren etc.)

4. Wie soll dein Lernpfad aussehen? (Bitte abhängig von Aufgabenstellung und denkbaren Lernprodukten Auswahl eingrenzen.)

- Ich möchte forschen, experimentieren oder neue Erkenntnisse gewinnen.

- Ich möchte etwas designen oder gestalten.

- Ich möchte eine Lösung für ein Problem finden.

- Ich möchte etwas tun, das anderen Menschen hilft oder sie unterstützt.

- Ich möchte ......................................... (formuliere hier deine eigene Idee).


Von der Idee zur authentischen Leistung

Am Ende von PHASE III sollt ihr als Team eine authentische Leistung erarbeiten. [...] Es soll [...] nichts sein, das ihr nur für eure Lehrerinnen und Lehrer oder euch selbst macht, sondern im Idealfall auch für andere Menschen interessant sein. Nun geht es darum zu überlegen, was eure Leistung sein könnte.


Konkrete Vertiefungsbereiche

1) Agrobusiness - Ackerbau / Viehwirtschaft

2) Desertifikation - Überwindung der Trockengrenzen

3) Fischereiwirtschaft - Aquakulturen

4) agrarstrukturelle Entwicklung - Strukturwandel

5) Ernährungssicherung - Exportorientierung


Tipp: ‚Design follows content‘. Das bedeutet: fragt euch zuerst, über welches Thema ihr mehr wissen möchtet, und überlegt euch dann, wie ihr das in eine/r authentische/n Leistung übertragen/zeigen könnt?

6. Wählt nun eine Idee (aus Schritt 5) aus und formuliert eine Lernherausforderung für euer Team.

Uns macht diese Frage neugierig: ............................................................................................................................

Unser Ziel in drei Sätzen:

........................................................................................................................................................................................

........................................................................................................................................................................................

........................................................................................................................................................................................

Führt jetzt ein Beratungsgespräch mit euren Lehrkräften und checkt, ob ihr grünes Licht für eure Idee bekommt. Klärt, ob und wie ihr euren Plan umsetzen könnt und auf welche Erfolgskriterien ihr als Team achten solltet.

Wichtig: Auf dem Weg zur authentischen Leistung entwickeln sich Ideen weiter. Es ist also ganz normal, Entwürfe mehrfach zu überarbeiten, um ein gutes Ergebnis zu erreichen.

Unterstützung bei der Teambildung

Wie finde ich ein passendes Team?

Gerne möchtest du vermutlich mit dir bekannten und vertrauten Mitschüler:innen zusammenarbeiten. Wenn es aber darum geht, dass kreative Ergebnisse zustande kommen sollen, dann sind ungewöhnliche Gruppenkonstellationen meistens die besseren Teams (Francis & Young 2013; Sterel et al. 2022, Vollmer 2020). Habt also Mut und stellt eure Teams nach Kompetenzen und Wünschen im Vertiefungsbereich zusammen. Die Teams sollten nicht zu groß aber auch nicht zu klein sein. Ideal ist häufig eine Größe von vier bis sechs Teammitgliedern.

7. Nutze diese Fragen um passende Personen für dein Team zu finden und sprich deine Mitschüler:innen an.

- Gibt es Personen mit ähnlichen Ideen in deiner Klasse? Mit wem kannst du besonders gut zusammenarbeiten?

- Wer ergänzt deine Fähigkeiten gut?

- Gibt es jemanden von (und mit) dem du gerne etwas lernen möchtest? Gibt es jemanden in eurer Klasse, der etwas für euer Vorhaben Wesentliches besonders gut kann?

Tipp: Trau dich auch einmal Kurskamerad:innen anzusprechen, mit denen du noch nie zusammengearbeitet hast.

Wenn ihr euch gefunden habt:

8. Überlegt euch gemeinsam einen Teamnamen: __________________________________________________________

Tipp: Für eine gelingende Teamarbeit kann es sich lohnen, vorab gemeinsame Regeln zur Kommunikation und Zusammenarbeit und Teamrollen festzulegen. Eure Regeln könnt ihr in einem Teamvertrag festhalten.


Team-Chef:in

- Leitet und strukturiert Teamtreffen.

- Motiviert alle Teammitglieder dazu, sich Ziele zu setzen, und achtet auf deren Einhaltung.

- Achtet auf eine gerechte Verteilung der Aufgaben.

- Vermittelt zwischen den Teammitgliedern und ermutigt diese.

- Hält Kontakt mit den Lehrkräften



Forschungs-Chef:in

- Recherchiert und sammelt relevante Informationen/Wissen und teilt die Rechercheergebnisse.

- Teilt und erklärt gewonnene Erkenntnisse und motiviert die anderen zu Nachforschungen.

- Achtet auf eine gerechte Verteilung der Aufgaben.

- Achtet auf die Einhaltung formaler Standards.

- Prüft Informationen kritisch.



Management-Chef:in

- Achtet auf das Zeitmanagement und behält Ziele, Meilensteine und das (Zeit-)Budget im Blick.

- Verwaltet und organisiert Materialien und Dokumente des Teams.

- Hält das Planungstool (z.B. Kanban-Board von TaskCard oder den Microsoft Planner) aktuell.

- Erinnert Teammitglieder an Vorbereitungen.

- Beschafft Ressourcen.



Design-Chef:in

- Moderiert die Ideenfindung.

- Bringt die Ideen verschiedener Teammitglieder zusammen.

- Hält das Planungstool (z.B. Kanban-Board von TaskCard oder den Microsoft Planner) aktuell.

- Achtet auf die Anschaulichkeit, Anwendbarkeit und Ästhetik der entstehenden Leistung.

- Strukturiert den Gestaltungsprozess.



Dokumentations-Chef:in

- Hält Ideen, Zitate, Entwürfe und den Lernfortschritt fest.

- Fotographiert und oder oder filmt Zwischenstände.

- Dokumentiert Schlüsselmomente.

- Sammelt Fragen für Feedbackgespräche.



PR-Chef-Chef:in

- Sorgt für das Bekannt- und Sichtbarmachen der Ergebnisse am Ende.

- Kontaktiert Expert:innen / Öffentlichkeit.

- Stimmt sich mit den anderen Teams im Kurs ab.

- Behält die Zielgruppe im Blick.


Im Hinblick auf den Teamvertrag können die folgenden Punkte euch Struktur geben:

Kommunikation

  1. Welche Regeln geben wir uns als Team? ...................................................................
  2. Wie arbeiten wir außerhalb des Unterrichts zusammen? .......................................
  3. Wie führen wir Besprechungen / Meetings außerhalb der Unterrichtszeit durch? Wann und wie oft? ................
  4. Wie treffen wir Entscheidungen? ................................................................................
  5. Wie lösen wir Konflikte? ...............................................................................................

Rollen und Verantwortungen

  1. Welche Rollen gibt es im Team? Wer ist für welche Rolle am besten geeignet? 
  2. Wie unterstützten wir uns gegenseitig, wenn ein Teammitglied krank ist?
Meilensteine - fertig bist - verantwortlich ist
Erstellt als Team eine solche Übersicht und füllt diese am Anfang gewissenhaft aus!

Unterstützung bei der Selbstorganisation

Sehr hilfreich für euer Team wird es sein ein Kanban-System (eine TaskCard / Microsoft Planner) zu nutzen. Hilfreiche Spaltenüberschriften könnten sein:

  • Materialspeicher für unser Team
    • Platz für Links und Recherchetipps
  • Wichtige Meilensteine im Lernprojekt
    • Welche Daten und Fristen müssen eingehalten werden?
    • z.B. Termin zum Peer-Review-Verfahren; große Arbeitspakete
    • z.B. Die Schule zu einem (möglichst) plastikfreien Ort machen
  • Nächste Schritte
    • Platz für Aufgaben und To-Do’s, z.B.
      • Mailentwurf schreiben
      • Interviewpartner:innen finden (Name Teammitglied)
  • In Bearbeitung
    • Platz für Aufgaben, die gerade erledigt werden oder Ziele, die ihr euch in einer Schulstunde setzt.
  • Geschafft!
    • Platz für alle erledigten Aufgaben und eure Projekterfolge. Toll, was ihr im Team erreichen könnt!
TaskCard - Unterstützung bei der Selbstorganisation - PHASE II
TaskCard - Unterstützung bei der Selbstorganisation - PHASE II

(Link zur öffentlichen TaskCard-Vorlage)

Hilfe zur Selbsthilfe

Diese für euer Team sehr nützlichen Hilfekärtchen können euch bei der Bewältigung von Herausforderungen helfen. Schaut sie euch auf jeden Fall einmal an!

Reflexionsimpulse für Lerndende

Reflexionsimpulse für Lernende

  • Was brauche ich zum Lernen (Partnerschaften, ruhige Umgebung, Unterstützung, etc.)?
  • Nehme ich aktiv an meinem eigenen Lernprozess teil?
  • Weiß ich, was meine Lernziele sind und wie ich vorgehen muss / was ich brauche, um diese zu erreichen?
  • Kann ich mit der Lehrkraft über meinen Lernprozess sprechen und diesen nachvollziehbar beschreiben?
  • Bin ich bereit, Verantwortung für mein eigenes Lernen zu übernehmen?

(Sliwka S. 112)

(Peer-)Feedback in PHASE II

Sehr nützliche Tipps für das (Peer-)Feedback in PHASE II erhaltet ihr auf den Seiten 116-118 und 120 in diesem Workbook: Sliwka S. 116-118).


Zielaufgabe PHASE II

Ihr erstellt als Team bei stetiger Reflektion und in verschiedenen Rollen in eurem ausgewählten Vertiefungsbereich eine authentische Leistung, wie z.B.

  • eine Ausstellung in der Schule / Stadt / ...
  • ein Musikstück
  • Experimente
  • Plenums-Diskussionen
  • Zeitungsartikel
  • baut Modelle
  • kreiert ein (e)Buch
  • plant und führt eine Konferenz durch
  • erstellt eine Postkarte / Flyer / Infografik
  • erläutert euer Themenfeld in einem Comic
  • erstellt eine Memory
  • beteiligt euch bei einem gemeinnützigen Projekt
  • bloggt eure Ergebnisse in einem Wiki
  • erstellt ein Kartenspiel
  • dreht einen Videoclip
  • erstellt eine Schnitzeljagd
  • erstellt ein Theaterstück/Rollenspiel
  • nehmt eine TalkShow auf
  • nehmt einen Podcast auf.

Auch hier gibt es auf der Seite 126 in diesem Workbook wieder eine gute Übersicht: Sliwka S. 126) Sprecht eure Lernbegleitung (Lehrkraft) an, wenn ihr noch weitere gute Ideen für authentische Leistungen habt.


PHASE III → Authentische Leistungserbringung (Inhaltsfeld 3)

Die PHASE III dient dazu, dass ihr euren Lernzuwachs unter Beweis stellen könnt, indem ihr die authentische Leistungserbringung (Produkt und Präsentation des Produkts, genannt Performanz) fertigstellt und sie einem Publikum darbietet. Ihr erstellt einen Feedbackbogen (bevorzugt analog oder digital), den ihr nach der Fertigstellung des Produkts zunächst in einer vorgeschalteten ersten Test-Performanz erprobt und danach ggfs. noch einmal überarbeitet. Dann geht ihr erst in die Performanz vor eurem eigentlichen Publikum; dieses Publikum soll euch dann über den überarbeiteten Feedbackbogen eine Rückmeldung geben. Auf der Basis eurer Erfahrungen und der Feedback-Rückmeldungen des Publikums geht ihr dann in das Re-Design eures Produkts und überarbeitet es.


Zielaufgabe ABSCHLUSSMAPPE

Reflektiere nun abschließend deinen persönlichen Lernprozess und erstelle eine Abschlussmappe mit allen wichtigen Prozessbausteinen; diese Abschlussmappe kann dann analog oder digital vorliegen und beinhaltet:

  • Mein Wirkungsgefüge (PHASE I)
  • Mein und unser Themenfindungsprozess (PHASE II)
  • Dokumentation des Lernproduktes (PHASE II)
  • Fotos / Videos vom Prozess (PHASE II)
  • Rückmeldungen und Rückschlüsse aus der ersten Test-Performance (PHASE III)
  • Dokumentation der authentische Leistungserbringung mit Fotos / Videos der Performanz (PHASE III)
  • Rückmeldungen und Rückschlüsse (Re-Design) aus der authentischen Leistungserbringung (PHASE III)
  • persönliche Reflexion zum Lernprozess (PHASE I, II und III)
  • zentrale Links zu Lumis, Dokumenten, Berichten, Präsentationen, ... (PHASE I, II und III)


Nun ist es Zeit, deine Vorstellungen von PHASE II und III zu überprüfen: Teste-dich-selbst.