JIM-Studie

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Die JIM-Studie 2019 (Jugend, Information, Medien) wurde herausgegeben vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs). Es wurde eine Basisuntersuchung zum Medienumgang an 12- bis 19-Jährigen vorgenommen. Der Fokus wird dabei auf den alltäglichen Medienumgang gelegt. Es werden aber auch aktuelle Themen aufgegriffen wie Social Media Angebote, Hass im Netz und politische Themen im Netz. Aufgrund der großen Ergebnismenge wird diese im Folgenden auf die für die eigene Forschung relevanten Fakten reduziert.


Methode

Für die Studie wurden insgesamt 1200 Jugendliche im Alter von zwölf bis 19 Jahren in Deutschland telefonisch befragt. Die Stichprobe bestand aus Haushalten mit Festnetzanschluss und wurde über Mobilfunknummern erreicht. Durchgeführt wurde die Feldarbeit und Datenprüfung durch die Gesellschaft für Innovative Marktforschung mbH in Wiesbaden.

Ergebnisse

Soziodemographie

Die Geschlechterverteilung war sehr ausgeglichen mit 48% weiblichen Teilnehmern und 52% männlichen Teilnehmern. Auch die Aufteilung der Altersgruppen war sehr gleichmäßig. Mit 78% zeigte sich eine Mehrheit an Schülern unter den Befragten. 10% waren Auszubildende und 7% Studierende. Die Schüler teilten sich auf in 42% Haupt- bzw. Realschüler und in 57% Gymnasiasten.

Medienausstattung

Die Jugendlichen besitzen eine große Anzahl an Medien. Mit 99% ist das Smartphone dabei an erster Stelle. Auch Computer/Laptop und WLAN sind mit 98% in fast allen Haushalten vorhanden. Die Informationsbeschaffung über TV und Radio ist ebenfalls mit 98% bzw. 96% fast überall gewährleistet. Deutlich geringer fallen die Printmedien aus. 38% bzw. 48% der Befragten haben Zeitschriften bzw. Tageszeitungen abonniert.

Insgesamt wird deutlich, dass die Ausstattung mit zunehmendem Alter höher wird. Beispielsweise besitzen 99% der 18-19 Jährigen ein Smartphone, während nur 84% der 12-13 Jahren im Besitz eines Smartphones sind.

Freizeitaktivitäten

In der Freizeit der Jugendlichen steht das treffen mit Freunden mit 75% an erster Stelle. An zweiter Stelle steht der Sport mit durchschnittlich 66%. Anschließend kommen Familienunternehmungen mit einem weitem Abstand von 35%.

Mit Hinblick auf die Bildung treiben Jugendliche der Haupt- oder Realschule mehr Sport und treffen sich ehr mit Freunden als die des Gymnasiums.

Medienbeschäftigung in der Freizeit

Smartphone, Internet und Musik sind bei den Jugendlichen die häufigsten Freizeitaktivitäten. Nur 4 % gaben an, das Smartphone mehrmals pro Woche zu nutzen, 92% nutzen es täglich. Der Fernseher wird überraschenderweise nur bei 45% täglich genutzt, 31% schauen mehrmals pro Woche Fernsehen.

Die Printmedien legen hier auch wieder sehr weit hinten. Tageszeitungen werden nur bei 5% täglich gelesen, bei Zeitschriften sind es sogar nur 3%.

Inhaltliche Aspekte der Internetnutzung

Das Smartphone ist mit 91% der Spitzenreiter der Gerätenutzung fürs Internet. Laptops liegen zwar an zweiter Stelle, sind jedoch mit 41% sehr weit vom Smartphone entfernt. Die inhaltliche Verteilung der Nutzung teilt sich in vier Bereiche auf. Die Bereiche Kommunikation, Spiele und Unterhaltung sind mit Werten zwischen 26% bis 33% relativ ausgeglichen. Ein starker Unterschied ist die Informationsbeschaffung, die nur 10% der Nutzung ausmacht. Aufgeteilt in Geschlechtern gibt es bei den Mädchen eine geringe Mehrheit bei der Kommunikation. Im Ausgleich nutzen sie dafür das Internet weniger zum Spielen. Bezogen auf Alter oder Bildung gibt es keine gravierenden Unterschiede.

Die Videoplattform YouTube ist wie in den Jahren zuvor das favorisierte Angebot der Jugendlichen mit 63%. Darauf folgt WhatsApp mit 36% und Instagram mit 35%. Eingeschränkt auf die ausschließliche Nutzung am Smartphone ändern sich die Reihenfolge jedoch. Dort wird WhatsApp mit 88% als wichtigste App angeführt. Gefolgt von Instagram (44%) und YouTube (41%).

Bezogen auf die YouTube Nutzung wurden weiterführend die Genres abgefragt. Mit 54% werden Musikvideos am häufigsten geschaut. Über aktuelle Nachrichten informieren sich nur 19%. Videos zu Nachhaltigkeit/Umwelt/Klima werden nur von 15% geschaut.