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Schule : Nelly-Sachs Gymnasium, Neuss

Seminar : Nelly-Sachs Gymnasium

Projekt : Dramenanalyse Nathan, der Weise/Der aufhaltsame Auftieg des Arturo Ui

Arbeitsschwerpunkt :

Betreut durch : MaFlo

Bertolt Brecht : Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui

Was bedeutet die Exilsituation für das Leben und Schreiben Brechts?

Brecht will zurück nach Deustchland, jedoch kann er es nicht aufgrund des Krieges. In seinem Gedicht „Gedanken über die Dauer des Exils“ schreibt er darüber, dass er sich im Exil nicht wirklich häuslich niederlassen will, da er wieder fort ziehen wird. Daran merkt man, dass er keine Hoffnung mehr hat und ständig nach Deutschland zurück will. Jedoch wird im zweiten Teil klar, dass er an einer Befreiung arbeitet und somit Hoffnung hat. In den Zeilen 26 bis 28 schreibt er über einen Kastanienbaum, den man gießen sollte. Damit meint er das Weiterleben im Exil als eine neue Heimat.

Inwiefern spiegelt sich Brechts Situation in seinem Arbeitsjournal?

In seinem Arbeitsjournal 9.4.41 schreibt er, dass die Armee nach Saloniki zieht und damit wird klar gestellt, dass Hitler nun auch Saloniki angreift. Auch hier ziehen die Menschen ins Exil und Brecht könnte auch davon betroffen sein. Er schreibt auch darüber, dass durch Hitlers Sieg seine Bedeutung als Schriftsteller sinkt. In seinem Arbeitsjournal 12.4.41 erwähnt er, wie sehr er sich darüber freut die Aufführung vorzustellen. Brecht zeigt damit, dass er Hitler erniedrigt sehen will.


Das Werk

Das Drama „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ von Bertolt Brecht im Jahre 1941 geschrieben, wurde zunächst am 10. November 1958 in Stuttgart uraufgeführt. Im Drama werden die Machtergreifung von der Hauptfigur Arturo Ui also Hitler dargestellt. Als Brecht das Drama verfasste lebte er selbst im Exil wegen des Krieges.

Das Drama wird als eine Provokation wahrgenommen, denn in einer Inszenierung https://m.youtube.com/watch?v=Ib0h_y54CYA wird Arturo Ui (Hitler) als einen verkrampften und impulsiven Hund dargestellt.

In Lessings Drama „Nathan der Weise“ geht es ebenfalls um einen Konflikt, jedoch handelt es sich bei Lessing um eine Person. Zudem geht es beim Lessing um die verschiedenen Religionen und bei Arturo Ui um die politische Macht.

Brechts Intention das Drama zu verfassen war es, es im amerikanischen Theater als ein „Gangsterstück“ vorzustellen. Es war als eine Gangstertheorie gedacht und die Gangster Milieus sollten die Verfremdung der politischen Argumentation erzeugen.