Benutzer:ErTNSG

Aus ZUM Projektwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Seminar : Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss

Schule: Nellysachs.de/

Projekte: Dramenanalysen

Inhaltliche Schwerpunkte: Humanismus,Konflikte

betreut von: MaFlo

Inhaltsangabe:

Das Drama spielt in Jerusalem, wo Nathan von seiner Geschäftsreise heimkehrt. Nathan, ein reicher Kaufmann erfährt als er heimkam von Daja seiner Hausherrin, dass Recha fast im Feuer umgekommen ist und ein Tempelherr sie gerettet hat. Nathan und Daja wollen sich bei dem Tempelherrn bedanken, dieser lehnt aber ab, da Nathan jüdisch ist und er keinen Dank möchte. Saladin, der Herrscher über Jerusalem braucht dringend Geld und überlegt mit Al-Hafi seinem Schatzmeister Nathan eine List für Nathan. Als sich dann aber der Tempelherr und Nathan unterhalten, verblassen die Vorurteile von dem Tempelherrn. Kurz danach erfährt Nathan, dass Saladin mit ihm sprechen möchte. Beim Treffen von Saladin und Nathan fragt Saladin Nathan welche Religion die beste sei. Dies tut er auch um zu testen ob Nathan wirklich so weise ist. Darauf antwortet Nathan mit einer alten Geschichte, der Ringparabel. In dieser geht es um einen Vater, der seinen Ring immer an seinen Lieblingssohn weitergibt. Als sich aber ein Vater nicht entscheiden konnte wer der Lieblingssohn ist, kopierte er den Ring und gab allen drei einen. Diese stritten dann vergeblich darum, wer den echten hat. Aber sie alle lernten ihn zu schätzen. Durch Nathans Antwort ist der Sultan erstaunt und fragt demnach auch nicht mehr nach Geld. Als sich Recha und der Tempelherr treffen, verliebt sich der Tempelherr in Recha und bittet Nathan um die Einwilligung zur Heirat. Da Nathan sich aber nicht sicher ist, ob die beiden verwandt sind, handelt er abweisend. Als Nathan ein Familienbuch von dem Klosterbruder gebracht bekommt, findet er heraus, dass alle verwandt sind. Als sich alle im Palast von Saladin versammeln wird klar, dass Recha und der Tempelherr die Kinder von dem 20 Jahren alten verschollenem Bruder Assad sind. Dieser ist der Bruder von Saladin und Sittah. Am Ende erkennen außerdem alle, dass es eigentlich sinnlos ist, darüber zu streiten, welche Religion die wahre oder die beste sei.


Beurteilung zu der Frage, ob das Drama heutzutage noch aktuell ist:

Meiner Meinung nach ist das Drama auf der einen Seite noch aktuell aber auf der anderen Seite nicht. Es ist heutzutage noch aktuell, da es einen Konflikt oder auch eine Problematik anspricht,welcher auch noch heute vorhanden ist( Judentum,Christentum,Islam). Das Drama ist aber auch ein guter Vorschlag um diese Problematik zu „beantworten“. Da das Drama aber auch schon recht alt ist und die Schreibweise sowie die Form heutzutage nicht mehr so oft verwendet wird, spricht dies gegen die Aktualität des Dramas. Des Weiteren gibt es es keine neue Verfilmung, was dem Drama helfen würde ,aktuell zu bleiben. Außerdem verliert das Drama an Bekanntheit durch die immer weniger werdende Verbreitung und ist somit meiner Meinung nach nicht mehr so aktuell.

Charakterisierung Nathans anhand der Szene 1.1:

Nathan ist ein jüdischer, reicher Geschäftsmann. Er lebt in Jerusalem mit seiner Hausherrin Daja und seiner Tochter Recha. Bei der Nachricht von Daja, dass Recha fast bei dem Feuer seines Hauses umgekommen ist, reagiert er schockiert(V.20ff.). Dadurch kann man erkennen, dass ihm seine Tochter Recha sehr am Herzen liegt und er nur das Beste für sie will. Außerdem reagiert Nathan sehr gelassen darauf, dass sein Haus abgebrannt ist, da ihm seiner Meinung nach ein neues Haus auch nichts gebracht hätte,wenn Recha umgekommen wäre(V.22-23).Darüber hinaus ist Nathan sehr großzügig und spendabel, da er Recha und Daja oftmals viele wertvolle Dinge von seinen Reisen mitbringt(V.43 ff.). Erwähnenswert dabei ist aber auch noch, dass Nathan Daja nur so beschenkt, um ihr Gewissen zum Schweigen zu bringen(V.47 ff.). Nathan ist außerdem sehr dankbar, da er der Meinung ist, dass für sein Reichtum Natur und Glück verantwortlich seien(V. 33 ff.). Des Weiteren kann man Nathans Nachtragbarkeit und Dankbarkeit daran erkennen, dass er Daja aufgewühlt fragt, wer oder was Recha gerettet hat und wo es oder er ist(V.83f.). Basierend darauf, fragt er Daja ob sie ihn belohnt habe mit seinen Schätzen(V.92ff.) wodurch nochmal die Liebe zu seiner Tochter Recha und seine Dankbarkeit verdeutlicht wird.

Charakterisierung Nathans aus der Sicht von Daja:

Nathan lebt mir mir und seiner Tochter Recha in Jerusalem. Er ist ein jüdischer Geschäftsmann und ist oft auf Reisen. Von diesen Reisen bringt er Recha und mir oft Geschenke mit. Nathan ist ein sehr liebevoller Vater und generell freundlich und dankbar. Er ist außerdem sehr spendabel, da ihm die Familie wichtiger ist als Geld. Ihm fehlt außerdem nicht die Fähigkeit des logischen Denkens. Ich respektiere Nathan sehr nur gibt es ein Problem. Er kauft mir zwar wertvolle Dinge, aber nur damit ich damit lebe, dass Recha eigentlich christlich ist und sie nur seine Adoptivtochter ist. Ich finde es aber nicht so gut, dass er es ihr einfach nicht sagt und er sie so zum jüdischen Glauben erzieht. Nathan hat zwar keine Vorurteile gegen andere Religionen und er ist der Meinung, dass alle Religionen von gleichem Wert sind aber ich hingegen glaube streng an das Christentum. Abgesehen davon finde ich, dass Nathan ein sehr vernünftiger und gutherziger Mensch ist.

Sinnabschnitte des Gesprächs zwischen Nathan und Recha(1.2)

  1. V.169-186: Recha und Nathan freuen sich darüber, sich heil und unversehrt zu begegnen. Recha freut sich darüber ,dass Nathan wieder da ist.
  2. V.186-201: Recha ist der Meinung, ein Engel habe sie gerettet und schwärmt von ihm
  3. V.201- 224: Nathan versucht Recha zu überzeugen, dass es ein Mensch war, kein Engel und dass es kein großes Wunder war.
  4. V.224-245: Nathan sagt, dass es der Tempelherr war, der von Saladin begnadigt wurde. Recha hinterfragt seinen Standpunkt, dass es der Tempelherr war.
  5. V.245-319: Nachdem Nathan wieder deutlich macht, dass es kein Wunder war und dass ein Mensch sie gerettet hat, fängt Recha an sich selbst zu hinterfragen. Durch Dajas Einwand stellt Nathan klar, dass es Stolz ist warum sie denkt, dass es ein Engel war weil es schöner ist von einem Engel als von einem Menschen gerettet zu werden.
  6. V.320-354: Nathan zählt auf was dem Tempelherrn alles passieren könnte und bereitet Recha damit große Angst. Er betont außerdem wieder, dass es nur ein Mensch war, der sie gerettet hat. Als Nathan immer weiter Sachen aufzählt, die dem Tempelherrn passieren könnten schreitet Daja immer wieder ein mit dem Grund das es langsam reicht und es zu viel wird.
  7. V.354-367: Nathan macht Recha klar, dass es ihrem Retter gut geht und das Schwärmen einfacher ist als gut zu Handeln.
  8. V.367-375: Daja macht Nathan darauf aufmerksam, dass Al-Hafi, der Schatzmeister des Sultans kommt. Nathan kann es zuerst nicht fassen, schickt dann aber Recha und Daja ins Haus.

Rechas Sprachweise:

In dem Gespräch zwischen Recha und Nathan schwärmt Recha recht viel. Sie zeigt sich außerdem als recht emotional und dramatisch. Sie schweift außerdem nicht gerade schnell von ihrer Annahme ab, dass ein Engel sie gerettet haben soll. Sie ändert ihre Meinung also nicht direkt und unterstützt diese sehr stark.

Nathans Sprechweise:

Nathan versucht Recha immer wieder davon zu überzeugen das es kein Engel war indem er ihr alles veranschaulicht und erklärt. Nathan weiß, dass Recha in diesem Gespräch recht emotional ist und weiß, wie er am besten handelt. Nathan bringt also Recha zu Vernunft und lehrt sie.


Schreiben und Leben - Brecht und Lessing im Vergleich

Im Grunde haben die beiden Autoren und Werke sehr viele Gemeinsamkeiten aber auch viele Unterschiede. Der größte Unterschied ist, dass im Grunde Lessing die Intention vermitteln möchte, dass alle Menschen gleich viel wert sind. Genau im Gegenteil ist es bei Brecht, da er vermitteln möchte, dass eben nicht jeder Mensch gleichen ist. Lessing will in seinem Drama aber auch gute moralische Werte vermitteln. Brecht zeigt, dass die Menschen sich in Sachen Moral sehr stark unterscheiden können. Das stellt Brecht mit dem Charakter Arturo Ui da. Man kann also quasi sagen, dass die beiden Stücke das Gegenteil vermitteln wollen. Es gibt aber auch noch einen Unterschied zwischen den Absichten. Lessing möchte Aufklären, Brecht möchte Provozieren. Ein weiterer Unterschied ist noch, dass Brecht die Situation aus seiner aktuellen Lebenszeit darstellt. Lessing tut dies nicht. Ein sehr großer Unterschied ist noch, dass beide schockierende Erlebnisse erlebt haben, die ihr Schreiben beeinflusst haben. Brecht war im Exil und war enttäuscht und Lessing hatte ebenso Verluste. Diese haben sie beide belastet. Ein erwähnenswerter Unterschied ist noch die Zeit, in der die beiden gelebt haben. Lessing, der 1729 geboren wurde und 1781 gestorben ist und Brecht, der 1898 geboren wurde und 1956 gestorben ist. Lessing hat zu seiner Zeit die Epoche Aufklärung begonnen.


Bewerten der individuellen Verantwortung der Nebenfiguren für den Aufstieg des Artuto Ui

Die Nebenfigur Clark stellt klar, dass der Aufstieg des Arturo Ui aufhaltbar war und Leute seinen Plan schon geahnt haben, aber nix dagegen getan haben. So hätte man diesen Aufstieg aufhalten können. Clark hat also nicht eingegriffen und aus wirtschaftlichen Interessen gehandelt was erst einmal nichts verwerfliches aber diskutierbares ist

Sheet

Durch die Aktionen von Sheet(Verkauf der Reederei and den Trust) wird klar, dass Ui auch echt viel Glück hatte und gute Informationen aus dem Umfeld bekommen hat. Außerdem hat er so dem Arturo Ui einen großen Gefallen getan und ihm bei seinem Machtaufstieg geholfen, wenn auch nicht mit Absicht.

Bowl

Er hat den Akt mit dem alten Dogsborough eingeleitet und somit indirekt Schuld an dem Aufstieg vom Arturo Ui. Er hat somit Ui einen Grund gegeben, um Dogsborough zu erpressen.Wenn auch indirekt und nicht mit Absicht.

Hook

Durch die Erpressung von Arturo Ui sagt er im Prozess für Ui aus und hilft ihm so weiter mit dem Machtaufstieg. Er musste dies tun, da sein Speicher schon abgebrannt wurde und er im nächsten Schritt sein Leben verloren hätte. Der Speicherbrand war aber auch ein klares Zeichen von Ui, dass er durchgreift.

O Casey

Die Figur O Casey zeigt nochmal gut wie schwer es an dem Zeitpunkt mittlerweile war,Ui aufzuhalten. Er konnte lediglich nichts tun, da Ui bereits vieles auf seiner Seite hatte. So wird ganz klar wie weit Ui da schon war und wie schwer es war ihn aufzuhalten. So konnte er Ui nicht aufhalten und hat somit nicht bei Uis Machtaufstieg mitgeholfen.

Dullfeet

An der Figur Dullfeet wird klargestellt, dass jeder der sich gegen Ui stellt, bestraft wird, auch mit seinem Leben. So war es bei Dullfeet, er war das beste Beispiel. Er hat sich gegen Ui gestellt und wurde getötet. Er hat Ui also nicht beim Machtaufstieg verholfen.

Betty Dullfeet

Betty Dullfeet ist ein gutes Beispiel dafür, wie Ui Leute manipuliert und sie erpresst. Dies verstärkt er auch mit seiner Präsenz, dass er kein Erbarmen hat und sich nicht vor dem Morden zurückhält. So hilft sie Ui, indem sie ihm bei seiner Ansprache vor den Grünzeughändlern zur Seite steht und ihm hilft.


Interpretiere die Szenen 1 und 2 inhaltlich:

-Butcher ist sehr zuversichtlich und hat Hoffnung (Szene 1/S11), "Kopf hoch! Wer nicht tot ist, lebt noch!" oder "Warum Schwarz sehen?"

-Karfioltrust übt Druck auf Sheet aus und überredet ihn seine Reederei zu verkaufen(Szene 2)


Wirtschaftliche Lage:

-sehr schlecht(S.12) bzw. der Krafioltrust ist besorgt("Dieser Wechsel vom Überfluß zur Armut") (S. 10)

-Karfioltrust macht sich Sorgen aufgrund einer Krise, ist sich aber bewusst, dass sie wichtige Lebensmittel verkaufen, die gebraucht werden.

-Dogsborough soll Geld für Kaianlagen leihen(generell soll Geld angeliehen werden für Kaianlagen, "Mit einer Anleih, sag für Kaianlagen")

Verhalten gegenüber Ui:

-sind nicht begeistert von ihm (Caruther, S. 12)

-Ui bietet ihnen seine Geschäfte an und sie lachen über ihn (S.12)

-Mulberry warnt den Karfioltrust vor Ui(S.12, "Wer kann wissen, wie weit´s mit uns noch kommen wird." --> alle lachen darüber

Dogsborough

-schätzen ihn als abgehoben und undankbar ein, seit er in der Politik ist(S.13)

-lästern viel über ihn(S.13)

-Butcher ist der Meinung, er sei ehrlich(S.14)