Seminarfach "Irgendwas mit Medien"/Funktionen und Verantwortung der Medien als 4. Gewalt

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Funktionen und Verantwortung der Medien:

Auf dieser Seite soll es um die Funktionen der Medien und ihre Verantwortung gehen. Weitergehend wird der Begriff „4. Gewalt“ erklärt.

Funktionen:

Informationsfunktion:

-Möglichst vollständige, sachliche und verständliche Information über das öffentliche Geschehen (Z.5)

-Die Medien greifen aktuelle Themen und Ereignisse auf, indem sie Wissen und Erfahrungen vermitteln, die die Konsumenten nicht persönlich machen können, damit die Konsumenten den politischen Prozess begreifen, über ihn informiert sind und weitergehend mitgestalten können (Z.23ff)

Meinungsbildungsfunktion:

-Medien sind ein Forum für freie und offene Diskussionen (Z. 7)

-Durch eigene Kommentierung wirken sie an der öffentlichen Meinungs- und Willensbildung mit (Z.9ff)

-Sie tragen zur öffentlichen Meinungs- und Urteilsbildung bei, indem sie selbst Stellung beziehen oder anderen Akteuren der Wirtschaft, Politik, Kultur oder Gesellschaft die Möglichkeit dazu geben (Z. 40ff)

Kritik- und Kontrollfunktion:

Medien sind an der Korntrolle der Politik beteiligt (Missstände des Amtserwerbs oder der Amtsführung werden aufgedeckt) (Z.13)

Die Medien nehmen im Sinne einer 4.-Gewalt eine unabhängige und verantwortungsbewusste Kritik- und Kontrollfunktion dar (Z. 56f)

Sie Kritisieren und Kontrollieren durch Recherchen oder Kommentaren zu aktuellen Themen und decken gesellschaftliche Missstände auf, fungieren als Frühwarnsystem der Gesellschaft (Z. 58ff)

Die Medien sind das Bindeglied zwischen Politik und Gesellschaft, indem sie unter anderem die Pros und Contras einer politische Debatte darstellen und politische Programme öffentlich zugänglich machen. Sie bilden die politische Öffentlichkeit, die zur legitimation Demokratischer Wahlen nötig ist (Z.66-77)

Die Verantwortung der 4. Gewalt:

Die Medien werden als 4. Gewalt bezeichnet, weil sie sich wie die  Staatsgewalten gegenseitig Kontrollieren und kritisieren.

Sie dienen als Frühwarnsystem und Vermittler der Demokratie und bilden ein neutrales Forum, indem Debatten geführt und Meinungen geäußert werden können.

Durch die Möglichkeit Missstände in der Politik oder Gesellschaft aufzudecken und eine Selektion der Nachrichten vorzunehmen, haben sie eine große Macht in der Demokratie und können die öffentliche Meinung verändern und beeinflussen.

Aus dieser mächtigen Position in der Demokratie leitet sich eine hohe Verantwortung ab. Für eine funktionierende Demokratie müssen sie transparent, wahrheitsgetreu, objektiv und neutral Berichten, damit die Meinung von Akteuren der Wirtschaft, Politik, Kultur oder Gesellschaft nicht verfälscht werden.

Zur Meinungsbildung ist es dazu auch essenziell, dass Ereignisse neutral dargestellt werden, damit die Konsumenten sich selbst ein Bild der Lage machen können

Quelle:

„Mensch und Politik (SEK II)“ Seite 59/60, Autorenteam

Westermann Verlag, 2019 Druck A1

ISBN: 978-3-14-118002-2