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  Brechts und Lessings Schreibsituation im Vergleich
 
  Brechts und Lessings Schreibsituation im Vergleich
Brecht und Lessing haben einige Gemeinsamkeiten und auch Unterscheide. Die Beiden Schriftsteller verfassten die von uns behandelten Dramen nach einem traumatisch und emotionalen Verlust.  
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Brecht und Lessing haben einige Gemeinsamkeiten und auch Unterscheide. Die Beiden Schriftsteller verfassten die von uns behandelten Dramen nach einem traumatisch und emotionalen Verlust.
  
Lessing schrieb sein Werk ,,Nathan der Weise" nach dem Tod seiner Frau und seines Sohnes. Brecht verfasste sein Werk im Exil, hierbei hat er seine Heimat verloren. Die Zeit im Exil war jedoch auch die produktivste Zeit für ihn, da er im Exil weiter schrieb und auch nichts anderes zu tun hatte.  
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Ein großer und bedeutsamer Unterschied ist die unterschiedliche Zeit, in der die beiden gelebt haben. Es sind ca. 200 Jahre zwischen den Dramen beider Schriftsteller. Gotthold Lessing, geboren 1729 und verstorben im Jahre 1781, und Bertolt Brecht, geboren 1898 und verstorben im Jahre 1956 gehören jedoch beide zu den größten Dramentheoretikern. Lessings Schaffen fällt in die Zeitspanne des 18. Jahrhunderts, in die Zeitspanne des Absolutismus.  
  
Ein großer und bedeutsamer Unterschied ist jedoch die unterschiedliche Zeit, in der die beiden gelebt haben. Neben
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Lessing schrieb sein Werk ,,Nathan der Weise" nach dem Tod seiner Frau und seines Sohnes. Das schreiben gab ihm einen Sinn und eine Aufgabe in seinem Leben, nach dem großen Verlust. Brecht verfasste sein Werk im Exil, hierbei hat er seine Heimat verloren. Die Zeit im Exil war jedoch auch die produktivste Zeit für ihn, da er im Exil weiter schrieb und auch nichts anderes zu tun hatte.
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Lessing prägte und verkörperte die literarische Epoche der Aufklärung in Deutschland. Brecht prägte und verkörperte viel. Er wollte ein für seine Zeit brauchbares, wirkungsvolles Drama schreiben. Lessings wollte durch sein Drama die Menschen zum Nachdenken anregen. Brecht wurde von dem Aufstieg Adolf Hitlers beeinflusst. Daher wurden viele Schriftsteller verfolgt von Nationalsozialisten. Im Exil fühlte sich brecht jedoch keines Falls wohl, dies strahlen auch seine Werke aus.
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Zusammenfassend lässt sich somit sagen, dass Brecht und Lessing einige Gemeinsamkeiten, aber auch Unterscheide haben. Beide lebten zwar in unterschiedlichen Epochen, jedoch war deren Schreibsituation ähnlich. Beide nutzten ihre Verluste und ihre Trauer um die Mitmenschen Aufzuklären und zu Erziehen. Die zwei Schriftsteller findet sich nach eine längeren Emotionalen Zeit ab und finden ihren Ausweg im schreiben. Sie machen sich zum Ziel Menschen zu belehren. Lessings Illusion sowie Brechts Verfremdung ging davon aus, zunächst die Mitmenschen/Leser zu erschüttern, damit sie zum Denken und zum Lernen erweckt werden.

Version vom 1. Februar 2022, 23:01 Uhr

Schule: Nelly-Sachs-Gymnsasium Neuss

betreut von: Benutzerin:MaFlo

Seminar: Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss


Projekt: Dramenanalysen

Nathan der Weise - Meine Schwerpunkte
  • Spannungsfeld Gesellschaft (Kultur-Werte und Normen)  
  • Religionsfreiheit; Toleranz und Akzeptanz und somit die Klarstellung der Rolle von Nathan



Arturo Ui


Inwiefern spiegelt sich Brechts Situation in seinem Arbeitsjournal? 

Brechts Arbeitsjournal spiegelt seine damalige Situation, die er im Exil verbrachte, sehr gut wieder. In diesem erklärt er, wie er sein Drama zu Arturo Ui verfasst hat und was der Grund für das Drama ist. Denn diese Gründe sind entstanden durch die damaligen Verhältnisse. Sein Ziel war es die historischen Fakten zu behandeln und gleichzeitig auch eigene Punkte mit einzubringen. Denn dadurch würde der Leser nicht nur nach historischen Zusammenhängen suchen. Das Einbringen von politischen Aspekten der damaligen Zeit in das Journal wird auch der Zusammenhang zwischen der Politik und Brechts Leben, sowie seiner Aufzeichnungen erkennbar.


Was bedeutet die Exilsituation für das Leben und Schreiben Brechts?

Bertolt Brecht war einer von vielen deutschen Schriftstellern, die während des zweiten Weltkrieges Deutschland verlassen und im Exil weiter leben und schreiben mussten. Brecht war von Anfang an bestrebt, den aufkommenden Nationalsozialismus in Deutschland zu bekämpfen, was sich auch in seinen Werken widerspiegelt.Seine Aufenthaltsorte im Exil wechselte er mehrfach. Von Prag ist er über Wien, Zürich und Paris nach Dänemark, 5 Jahre später dann in die USA. Durch diese vielen Ortswechsel veränderte sich der Stil Brechts stark.

Hier welche Bedeutung die Emigration für den Schriftsteller hatte, und zwar wie die Bereiche überhaupt zu trennen sind, in privater wie in beruflicher Hinsicht. Brecht verlor nicht nur fast komplett den Kontakt zu Freunden und Verwandten, sondern er hatte auch den Tod seiner Lebensgefährtin zu verarbeiten. Die berufliche Seite gestaltete sich für Brecht auch nicht besonders gut. Er hatte keine Verbindung mehr zu ihm bekannten Theatern und seinen ehemaligen Mitarbeitern.

Brecht selbst hatte die Sorge, dass mit Siegesrapporten Hitlers an Bedeutung als Schriftsteller zu verlieren. Ihm wurde es dann schließlich verboten, seine Stücke auf der Bühne aufzuführen.


Brechts und Lessings Schreibsituation im Vergleich

Brecht und Lessing haben einige Gemeinsamkeiten und auch Unterscheide. Die Beiden Schriftsteller verfassten die von uns behandelten Dramen nach einem traumatisch und emotionalen Verlust.

Ein großer und bedeutsamer Unterschied ist die unterschiedliche Zeit, in der die beiden gelebt haben. Es sind ca. 200 Jahre zwischen den Dramen beider Schriftsteller. Gotthold Lessing, geboren 1729 und verstorben im Jahre 1781, und Bertolt Brecht, geboren 1898 und verstorben im Jahre 1956 gehören jedoch beide zu den größten Dramentheoretikern. Lessings Schaffen fällt in die Zeitspanne des 18. Jahrhunderts, in die Zeitspanne des Absolutismus.

Lessing schrieb sein Werk ,,Nathan der Weise" nach dem Tod seiner Frau und seines Sohnes. Das schreiben gab ihm einen Sinn und eine Aufgabe in seinem Leben, nach dem großen Verlust. Brecht verfasste sein Werk im Exil, hierbei hat er seine Heimat verloren. Die Zeit im Exil war jedoch auch die produktivste Zeit für ihn, da er im Exil weiter schrieb und auch nichts anderes zu tun hatte.

Lessing prägte und verkörperte die literarische Epoche der Aufklärung in Deutschland. Brecht prägte und verkörperte viel. Er wollte ein für seine Zeit brauchbares, wirkungsvolles Drama schreiben. Lessings wollte durch sein Drama die Menschen zum Nachdenken anregen. Brecht wurde von dem Aufstieg Adolf Hitlers beeinflusst. Daher wurden viele Schriftsteller verfolgt von Nationalsozialisten. Im Exil fühlte sich brecht jedoch keines Falls wohl, dies strahlen auch seine Werke aus.

Zusammenfassend lässt sich somit sagen, dass Brecht und Lessing einige Gemeinsamkeiten, aber auch Unterscheide haben. Beide lebten zwar in unterschiedlichen Epochen, jedoch war deren Schreibsituation ähnlich. Beide nutzten ihre Verluste und ihre Trauer um die Mitmenschen Aufzuklären und zu Erziehen. Die zwei Schriftsteller findet sich nach eine längeren Emotionalen Zeit ab und finden ihren Ausweg im schreiben. Sie machen sich zum Ziel Menschen zu belehren. Lessings Illusion sowie Brechts Verfremdung ging davon aus, zunächst die Mitmenschen/Leser zu erschüttern, damit sie zum Denken und zum Lernen erweckt werden.