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Vers 6 drückt Verzweiflung aus, in Vers 7 und 8 folgt die Aussage, dass das lyrische ich nicht aufhören kann an den Bräutigam zu denken, und es daher nicht aufhören kann zu trauern.
 
Vers 6 drückt Verzweiflung aus, in Vers 7 und 8 folgt die Aussage, dass das lyrische ich nicht aufhören kann an den Bräutigam zu denken, und es daher nicht aufhören kann zu trauern.
 
Mit Vers 9 wird begonnen darüber nachzudenken, was der Verstorbene zuletzt ansah, dies wird bis zum Ende des Gedichts fortgeführt. In Vers wird von einem „Vogelzeichen“ gesprochen, dies könnte ein Symbol für den Wunsch nach Frieden sein.  
 
Mit Vers 9 wird begonnen darüber nachzudenken, was der Verstorbene zuletzt ansah, dies wird bis zum Ende des Gedichts fortgeführt. In Vers wird von einem „Vogelzeichen“ gesprochen, dies könnte ein Symbol für den Wunsch nach Frieden sein.  
Schließlich endet das Gedicht mit der Vorstellung vom Bild des toten Bräutigams und dessen lebendiger Seele. Das Wort „qualverbrannt“ wird verwendet, dies klingt wütend und verzweifelt (Vers 30).
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Schließlich endet das Gedicht mit der Vorstellung vom Bild des toten Bräutigams und dessen lebendiger Seele. Das Wort „qualverbrannt“ wird verwendet, dies klingt wütend und verzweifelt (Vers 30).  
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In Vers 5 ist eine Inversion bei der „in der Armut Zimmer“ statt „im Zimmer der Armut“ geschrieben wurde um den Fokus auf die Armut zu lenken.
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Das Gedicht besitzt eine insgesamt sehr bildliche Darstellung.
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In den Versen 10 und 11 findet man ein Repetitio, und zwar wird das Wort „Blick“ mehrfach verwendet, das gleiche befindet sich auch in den Versen 12 und 13 mit dem Wort „Blind“ und in den Versen 19 und 20 mit dem Wort „Weg“.
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Die Verse 26, 27 und 28 personifizieren die Erde, indem sie ihr Fähigkeiten wie Vogelzeichen senden oder Menschen gehen lassen, zuordnen, um die Erde gütiger darzustellen und sie somit in Kontrast zu den Feinden zu stellen.
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Vers 30 beinhaltet die Hyperbel „qualverbrannt“, um den Schmerz und die Qual deutlicher zu machen.
  
  

Version vom 26. November 2020, 18:46 Uhr

- Was will ich werden

- Die Mitte der Welt

- Lyrik im thematischen Längsschnitt

  • Arbeitsschwerpunkt: Ich analysiere die Gedichte „Gebete für den toten Bräutigam“ von Nelly Sachs aus dem Jahr 1946 und „Freiheit“ von Marius Müller- Westernhagen aus dem Jahr 1987. Beide Gedichte haben mir gut gefallen, da ich schnell verstanden habe, worum es geht und ich denke, dass sie das Interesse des Lesers wecken.


Gebete für den toten Bräutigam“ - Nelly Sachs

Erster Eindruck:

Es herrscht eine traurige Stimmung.

Deutungshypothese:

Der tote Bräutigam wird teilweise direkt angesprochen. Es wird sich gefragt, was der Bräutigam zuletzt ansah. Die Trauer und Wut vom lyrischen Ich soll mit diesem Gedicht vermittelt werden.

Inhaltsanalyse:

Als erstes wird von einer entzündeten Kerze berichtet, die eine dunkle Stimmung hervorruft. Es ist ein Symbol für die Liebe, die das lyrische ich für den Verstorbenen empfindet (Vers 1). In Vers 3 wird beschrieben wie jemand weint, das zeigt die tief empfundene Trauer. In Vers 4 wird von Staub gesprochen, dies verleiht der Situation eine noch düsterere Atmosphäre, die zum im nächsten Vers beschriebenen Zimmer passt. Dieses Zimmer könnte der Ort sein, an dem sich das lyrische ich gerade befindet, oder an dem es sich mit dem Bräutigam vor dessen Tod getroffen hat. Vers 6 drückt Verzweiflung aus, in Vers 7 und 8 folgt die Aussage, dass das lyrische ich nicht aufhören kann an den Bräutigam zu denken, und es daher nicht aufhören kann zu trauern. Mit Vers 9 wird begonnen darüber nachzudenken, was der Verstorbene zuletzt ansah, dies wird bis zum Ende des Gedichts fortgeführt. In Vers wird von einem „Vogelzeichen“ gesprochen, dies könnte ein Symbol für den Wunsch nach Frieden sein. Schließlich endet das Gedicht mit der Vorstellung vom Bild des toten Bräutigams und dessen lebendiger Seele. Das Wort „qualverbrannt“ wird verwendet, dies klingt wütend und verzweifelt (Vers 30).

Sprachanalyse:

In Vers 5 ist eine Inversion bei der „in der Armut Zimmer“ statt „im Zimmer der Armut“ geschrieben wurde um den Fokus auf die Armut zu lenken.

Das Gedicht besitzt eine insgesamt sehr bildliche Darstellung.

In den Versen 10 und 11 findet man ein Repetitio, und zwar wird das Wort „Blick“ mehrfach verwendet, das gleiche befindet sich auch in den Versen 12 und 13 mit dem Wort „Blind“ und in den Versen 19 und 20 mit dem Wort „Weg“.

Die Verse 26, 27 und 28 personifizieren die Erde, indem sie ihr Fähigkeiten wie Vogelzeichen senden oder Menschen gehen lassen, zuordnen, um die Erde gütiger darzustellen und sie somit in Kontrast zu den Feinden zu stellen.

Vers 30 beinhaltet die Hyperbel „qualverbrannt“, um den Schmerz und die Qual deutlicher zu machen.



Freiheit“ - Marius Müller- Westernhagen

Erster Eindruck:

Bei diesem Gedicht herrscht eine eher feierliche Stimmung.

Deutungshypothese:

Es hört sich an wie eine Art Volksfest, jedoch wird über das Fehlen von Freiheit berichtet und über das Gefühl, dass trotzdem erwartet wird, dass man feiert.

Inhaltsanalyse:

In Vers 1 wird von Verträgen gesprochen, in Vers 3 von etwas süßem zum Dessert, dies könnte eine Metapher dafür sein, dass miserable Verträge den Bürgern schmackhaft gemacht werden. Vers 14 – 17 könnte ebenfalls eine Metapher sein, die die Kritik unterbringen soll, dass erwartet wird, dass man feiert, obwohl es nichts zu feiern gibt. In Vers 19 - 22 benennt der Autor seine eigene Meinung, dass Freiheit das einzige ist, was zählt. Das Gedicht beginnt mit einer fröhlichen Stimmung, geht dann in eine bedrückte Stimmung über und endet in einer ärgerlichen Stimmung.