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	<title>ZUM Projektwiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-10-03T20:07:59Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/B%C3%BCndnissystem_Warschauer_Pakt&amp;diff=20327</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Bündnissystem Warschauer Pakt</title>
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		<updated>2020-04-29T13:43:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* &amp;#039;&amp;#039;Vorgeschichte und Weg zum Bündnis&amp;#039;&amp;#039; */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Autorin: VO&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;Vorgeschichte und Weg zum Bündnis&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1949 ist Deutschland in zwei Staaten geteilt: die demokratische Bundesrepublik Deutschland (BRD) im Westen und die kommunistische Deutsche Demokratische Republik (DDR) im Osten. Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) unter Walter Ulbricht formte eine von der Sowjetunion abhängige kommunistische Diktatur. Zwischen der Sowjetunion und den USA, welche den demokratischen Westen beim Wiederaufbau unterstützt, herrschen seit längerem Spannungen. Die USA versucht den Einfluss der Sowjetunion zu verringern und setzte darauf, die BRD gegen den Osten verteidigungsfähig zu machen. 1954 unterzeichnet die BRD die Pariser Verträge, wodurch sie ihre Souveränität zurückerhielt, wiederbewaffnet wurde und der NATO beitrat. Nach dem Beitritt zur NATO wurde die BRD enger in den westlichen Machtblock integriert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion unterschrieben auf Betreiben der Sowjetunion am 14. Mai 1955 Polen, die Tschechoslowakei, Bulgarien, Ungarn, Rumänien, Albanien, die UdSSR und die DDR den Warschauer Pakt. Sie formten eine Parallelallianz zur NATO, eine gemeinsame militärische Organisation der sozialistischen Staaten. Die Mitgliedstaaten versprachen sich gegenseitigen militärischen Beistand bei einem bewaffneten Angriff. Die Sowjetunion stationierte Truppen in den Mitgliedstaaten, wodurch sowjetische Militärpräsenz in Osteuropa gesichert wurde, die auf machtpolitische geostrategische Bedürfnisse der Sowjetunion angepasst war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik Warschauer Pakt.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Karte Europas mit den Mitgliedsstaaten der NATO (blau) und des Warschauer Paktes, Alphaton, Lizenz: [[https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/]] via: [[https://commons.wikimedia.org/w/index.php?sort=relevance&amp;amp;search=NATO+and+Warsaw+Pact&amp;amp;title=Special:Search&amp;amp;profile=advanced&amp;amp;fulltext=1&amp;amp;advancedSearch-current=%7B%7D&amp;amp;ns0=1&amp;amp;ns6=1&amp;amp;ns12=1&amp;amp;ns14=1&amp;amp;ns100=1&amp;amp;ns106=1&amp;amp;searchToken=cxklrjzua8fb9ia9lyqktxfdr#%2Fmedia%2FFile%3ANATO_and_the_Warsaw_Pact_1973.svg Wikimedia Commons]] &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;Spannungen zwischen den Großmächten&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kalte Krieg prägte die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts: Die Sowjetunion und die USA spalteten die Welt in zwei sich feindlich gegenüberstehenden Blöcken. Die Sowjetunion erhöhte die Zahl der Kernwaffen genauso wie die USA auch. Dieses sogenannte „Gleichgewicht des Schreckens“, denn West und Ost könnten nach einem Angriff zum vernichtenden Zweitschlag ausholen, hält beide Seiten davon ab, irgendwelche voreiligen Angriffe zu starten. So blieb der Westen untätig und sah zu, wie die Sowjetunion Aufstände brutal niederschlug und ihren Machteinfluss vergrößerte: Die UdSSR dominierte den Warschauer Pakt, was 1956 deutlich wurde, als sowjetische Truppen in Ungarn einmarschierten und einen Volksaufstand niederschlugen. Ungarn hatte am 1. November den Austritt aus dem Warschauer Pakt beschlossen und seine Neutralität erklärt. Diese reformkommunistische Regierung wurde direkt wieder abgesetzt. Genauso wurde die Reformbewegung in der Tschechoslowakei im August 1968 mit dem Einmarsch von Truppen beendet. Auch der sogenannte „Prager Frühling“ wurde gewaltsam beendet. 1968 wurde die Breschnew-Doktrin verkündet: bei Gefährdung des Sozialismus in einem der Mitgliedstaaten des Warschauer Paktes würde die Sowjetunion intervenieren. Dadurch war die Souveränität der Mitgliedstaaten eingeschränkt. Sämtliche bilaterale Abkommen regelten die Stationierung sowjetischer Truppen in den Mitgliedstaaten und bauten die Vormachtstellung der Sowjetunion weiter aus. Der Warschauer Pakt diente zu Beginn als ein politisches Instrument und dann als Bindemittel der Ostblockstaaten. Als US-Präsident Kennedy während der Berlinkrise 1961 mit dem Einsatz von Kernwaffen drohte für den Fall, dass versucht werden würde, etwas an der Struktur der Vier-Mächte-Stadt Berlin zu ändern, sah die Sowjetunion dies als mögliche Kriegsgefahr. Der Warschauer Pakt wurde zum Militärpakt umgestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;Wiedervereinigung Deutschlands und das Ende des Warschauer Paktes&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1980er Jahren steht die UdSSR weiterhin in Konfrontation mit den USA. Diese gerät mit ihrer Planwirtschaft und aufgrund des Wettrüstens in Bedrängnis und die sowjetische Dominanz schwindet. Russland ist mit der Rolle als Führungsmacht überfordert. Die DDR befindet sich in einer wirtschaftlichen Schieflage und möchte die deutsch-deutsche Beziehung verbessern. Der bayrische Ministerpräsident Franz-Josef Strauß und DDR-Staatssekretär Alexander Schalk Golodkowski entwerfen einen Milliardenkredit. Auch Ungarn und Rumänien strebten nach einer engeren wirtschaftlichen Kooperation mit dem Westen. Michail Gorbatschow, der neue Partei- und Staatschef der UdSSR, versuchte das sozialistische System durch Reformen zu stabilisieren. Diese „von oben“ ausgeführte Stabilisierung wurde zu einer gesellschaftlichen Bewegung, die am Ende das Sowjetsystem und den Warschauer Pakt sprengte. 1989 setzten politische Umwälzungen in ganz Osteuropa ein, Deutschland vereinigte sich im Oktober 1990 und die DDR tritt aus dem Warschauer Pakt aus. Im folgenden Jahr unterzeichneten Mitgliedstaaten der NATO und des Warschauer Paktes den Vertrag über konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE-Vertrag), der 1992 in Kraft trat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&amp;lt;u&amp;gt;Relevanz des Bündnisses Warschauer Pakt für die Gegenwart&amp;lt;/u&amp;gt;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autorin: IH&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parallelallianze zur NATO, der Warschauer Pakt, brachte 1955 die Länder Polen, Tschechoslowakei, Bulgarien, Ungarn, Rumänien, Albanien, die UdSSR und DDR zur zusammenarbeite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gennaue Vertragt lautete:,,Warschauer Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeite und gegenseitigen Beistand“. Er verpflichtete die Mitglieder zu gegenseitigen internationalen politischen Aussprache und zum gegenseitigen militärischen Beistand im Falle eines Angriffes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grund des Bündnisses war die reine Gegenallianz zur NATO zu bilden, doch war die NATO dem Warschauer Pakt militärisch stets überlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptauswirkung des Warschauer Pakts auf Deutschland, war zu der Zeit, die Verstärkung der Deutscheinteilung, durch den Beitritt der DDR zum Warschauer Pakt. Im selben Jahr trat nämlich auch die Bundesrepublik Deutschland, nach der Inkrafttreten des Pariser Vertrags, in die NATO ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 tritt die DDR jedoch aus dem Warschauer Pakt aus, schloss sich der Bundesrepublik Deutschland an und wird somit auch Mitglied der NATO (als vereinigtes Deutschland).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Austritt der DDR hatte nicht nur Folgen für Deutschland sondern auch für die ganze Welt, denn durch ihnen stiegen immer mehr Mitglieder aus dem Warschauer Pakt aus und drängten zur Auflösung dieses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zerfall der Sowjetunion brachte den Warschauer Pakt nun endgültig zur Auflösung. Daraus Folgte das ende des Ost-West-Konflikts und somit auch die Beengung des Kalten Krieges.Dies wirkte sich positiv auf die Zukunft aus, denn nun konnten neue friedlichere Allianzen gebildet werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;Quellen&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Hauptartikel&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundeszentrale	für politische Bildung, &amp;quot;Vor 25 Jahren: Ende des Warschauer	Paktes&amp;quot;,	[https://m.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/223801/1991-ende-warschauer-pakt	Bundeszentrale für politische Bildung], 30.06.2026 (19.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eklkofer,	Volker, Rainer Volk, &amp;quot;Verteidigungsbündnis des Ostens&amp;quot;,	[https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/geschichte/warschauer-pakt-buendnis-100.html	Bayerischer Rundfunk], 11.05.2015 (19.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebendiges	Museum online, &amp;quot;Geteiltes Deutschland: Gründerjahre. Beitritt	zum Warschauer Pakt&amp;quot;,	[https://www.hdg.de/lemo/kapitel/geteiltes-deutschland-gruenderjahre/weg-nach-osten/beitritt-zum-warschauer-pakt.html	Lemo], 23.03.2020 (29.02.2016). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehmacher,	Silke, Ulrike Flach, Oliver Tauke u.a., &amp;quot;The Division of the	world After 1945. NATO and the Warsaw Pact&amp;quot;, in:	[Invitation	to History Volume 2], Cornelsen Verlag, 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Relevanz-Artikel&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unbekannt, „DDR tritt aus dem Warschauer Pakt aus“, [https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/ddr-tritt-aus-dem-warschauer-pakt-aus-432786 Bundesregierung.de], (eingesehen: 20.04.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unbekannt, „NATO&amp;amp; Warschauer Pakt“, [https://www.schultreff.de/referate/geschichte/r0594t00 Referat aus Schultreff.de], (eingesehen: 20.04.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unbekannt, „Warschauer Pakt“, [http://www.geschichte-lexikon.de/warschauer-pakt.php Geschichte-Lexikon.de], 2014 (eingesehen: 20.04.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Spanische_Grippe&amp;diff=20326</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Spanische Grippe</title>
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		<updated>2020-04-29T13:42:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wendepunkt 1918/1919: Spanische Grippe – Lehren für den Umgang mit Corona? &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkte/ Wendepunkt 1918/1919|Spanische Grippe – Lehren für den Umgang mit Corona]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autorin: TaS&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Wendepunkt 1918/1919: Spanische Grippe – Lehren für den Umgang mit Corona? &#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Inhaltsverzeichnis: &#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Basis-Informationen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erster	Fall und Symptome&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausbreitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von	1920 bis heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkenntnisse	und Gefahren der Spanischen Grippe für den Umgang mit Corona&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Basis-Informationen: &#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spanische Grippe war eine Influenza-Pandemie, die vom Frühjahr 1918 bis 1920 Schrecken verbreitete und viele Todesopfer forderte. In Europa starben über 2 Millionen Menschen an der Spanischen Grippe, zwischen 27 und 50 Millionen waren es weltweit. Einige Quellen behaupten sogar, dass es mehr als 50 Millionen waren. Damit forderte die Spanische Grippe mehr Opfer als der Erste Weltkrieg. Sie stammte vom Influenzavirus ab und wurde erstmalig am Ende des Ersten Weltkrieges bekannt. In drei großen Wellen überzog die Spanische Grippe die Welt mit Leid und Verlust. Im Unterschied zum Influenzavirus, welches vor allem Kleinkinder und alte Menschen befällt, befiel die Spanische Grippe hauptsächlich Menschen im Alter von 15 bis 40 Jahren, weil das Virus einen Zytokinsturm, eine Überreaktion des Immunsystems, auslöste. Seit der Spanischen Grippe gab es bis heute keine vergleichbare Pandemie mehr in Europa. Trotz dem Namen „Spanische“ Grippe, hatte die Spanische Grippe ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten. Die Spanische Grippe war lange Zeit nur eine Fußnote des Ersten Weltkrieges und wurde erst durch jüngere Berichtserstattungen, wie z.B. in Fernsehsendungen, in der Wahrnehmung der Menschen bekannter. Das mutierte Virus wurde über Schweine auf den Menschen übertragen und durch die Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch weitergegeben. Die Hygiene war in Kriegszeiten grundsätzlich sehr schlecht und bot somit ideale Bedingungen für das Virus und dessen Ausbreitung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik Spanische Grippe.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Historisches Diagramm mir Sterblichkeitsraten in Amerika und Europa während 1918 und 1919&#039;&#039;&#039; (Foto: Bild „Reeve 3143, Nationales Museum für Gesundheit und Medizin, Institut der Pathologie für Streitkräfte, Washington D.C.), Lizenz: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ CC BY 4.0, via]&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Spanish_flu_in_Europe#/media/File:Historic-Chart-Showing-Mortality-Rates-in-America-and-Europe-during-1918-and-1919-Photo-Image-Reeve-3143-National-Museum.jpg Wikimedia Commons]&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Erster Fall und Symptome: &#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Arzt in Kansas hatte zu Beginn des Jahres 1918 (Februar/März) den Erreger bei einer Patientin diagnostiziert. Sie litt an Symptomen wie hohem Fieber, starken Kopf- und Gliederschmerzen und quälendem Husten, die typischen Grippesymptome und auch typisch für die Spanische Grippe. Aber auch starkes Erbrechen zählt zu den Symptomen der Spanischen Grippe. Der Arzt diagnostizierte eine Grippe, wusste aber nicht, was für eine. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Ausbreitung: &#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als man dann im März 1918 hundert weitere grippeähnliche Fälle fand, wurde der Ernst der Situation klar, aber es war zu spät für eine Eindämmung, denn tausende infizierte Soldaten waren bereits auf dem Weg über den Atlantik nach Europa. In Amerika dachte man erst daran, dass die Spanische Grippe ein Angriffsversuch der Deutschen sei: eine Kriegswaffe, die in Form von Ampullen, gefüllt mit Keimen, von den Deutschen in die USA geschmuggelt wurde. Ende März gab es dann die ersten Fälle im Westen Frankreichs. Von dort breitete sich das Virus unkontrollierbar schnell, durch Heimaturlauber, Verletzte und Kriegsgefangene, in alle Richtungen aus. So konnte es sich in ganz Frankreich verbreiten und drang ebenfalls bis nach Belgien, Großbritannien und auch nach Spanien vor. Aufgrund des freien Journalismus in Spanien – Spanien war kein kriegsführendes Land und unterlag somit keiner Propagandastrategie – erreichte die Nachricht über das Virus auch Deutschland. Das Virus wurde „Spanische Grippe“ getauft, weil viele nur von Spanien über das Virus hörten. Folglich gingen viele in Deutschland davon aus, dass das Virus aus Spanien gekommen sei. Aber nicht nur in Amerika und Europa kursierte das Virus, denn später waren dann auch Nordafrika, China, Indien und Australien von der Spanischen Grippe betroffen. Bei einer von den Deutschen gewonnenen Schlacht am 21. März 1918 wurde viele gegnerische Soldaten gefangen genommen, darunter waren auch britische, französische und amerikanische Soldaten. Einige von ihnen trugen das Virus in sich und gaben die Seuche an deutsche Soldaten weiter. Nur wenige der erkrankten Soldaten konnten medizinische Hilfe erhalten, da sämtliche Krankenlager an den Westfronten überfüllt waren. Durch die Überflutung der Krankenlager mit Schwerkranken und Toten, konnten Leichtkranke und -verwundete nicht mehr aufgenommen werden. Über die infizierten Soldaten, die nach Deutschland zurückkehrten, weil sie kränklich schienen oder zu ihrer Familie heimkehrten, konnte sich das Virus blitzschnell im Sommer in Deutschland ausbreiten. Die Infizierten kamen in Krankenhäuser und gaben das Virus an Pflegerinnen und Ärzte weiter, wodurch die Krankenhäuser überlastet waren und Ärzte- und Pflegemangel herrschte. Die Mediziner verstanden nicht, warum die Seuche die Älteren, die doch sonst so anfällig waren, verschonte, und einige hatten die Theorie, dass die vielleicht schon immun sein könnten. Durch die stark ansteigende Zahl von Infizierten wurden die Industrie und Wirtschaft in Deutschland und der Welt eingeschränkt und teils lahmgelegt. Die Sterberate war enorm hoch für eine grippeähnliche Krankheit. In einigen Krankenhäusern starb jeder Dritte und auch die Säuglingssterblichkeit stieg drastisch an. Im August ging man davon aus, dass die Spanische Grippe die Entscheidung des Krieges beeinflussen könnte, denn viele Soldaten fielen ihr zum Opfer und auch die Stimmung der gesunden Soldaten wurde durch die Grippe negativ beeinflusst. Zudem hatte Deutschland deutlich mehr von der Krankheit betroffene Soldaten, sodass die anderen Länder Deutschland überlegen waren. Dazu kam noch, dass die anderen Länder mehr Nahrung und bessere ärztliche Versorgung hatten. Die Spanische Grippe schwächte den Gesundheitszustand der ganzen Bevölkerung und man könnte sogar sagen das 1918 „die Welt im Fieber lag“ (vgl. Buch: 1918 – Die Welt im Fieber. Von Laura Spinney). Im Frühjahr 1918 sorgte die erste Welle der Spanische Grippe zwar für viele Infizierte, aber nur wenige starben. Die zweite Welle war deutlich harmloser, aber die dritte Welle im Herbst war weitaus tödlicher. Trotz der Immunität, die sich bei vielen bereits nach der ersten und zweiten Welle bildete, brachte die dritte Welle die meisten Opfer mit sich. Denn durch die Mutation des Virus, war es deutlich aggressiver und viele Menschen starben schon 2 Tage nach Ausbruch der Krankheit. Zu dieser Zeit konnte man nicht einschätzen, was die Spanische Grippe ist. Sie wurde in Deutschland auch als Kriegsseuche bezeichnet. Zeitgenössische Ärzte hatten ein Grippe-Bakterium im Verdacht für die Seuche, aber schon zu dieser Zeit wurde stark an dieser Theorie gezweifelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Von 1920 bis heute: &#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1933 wurde dann bekannt, dass das Influenzavirus der Auslöser gewesen war, und im Jahr 2005 konnten Wissenschaftler dann endlich noch mehr und vor allem Wesentliches über die Spanische Grippe herausfinden. Vor allem konnten sie feststellen, dass es heute immer noch so tödlich ist wie damals. Das Influenza-A-Virus H1N1 (Spanische Grippe-Virus) griff das Atemsystem an, wodurch eine bakterielle Lungenentzündung entstand, die den Körper so entkräftete, dass häufig der Tod die Folge war. Es gab zu dieser Zeit noch keine Antibiotika, die die Bakterien hätten vernichten können, und auch sonst war die ärztliche Versorgung noch lange nicht auf einem Stand, um die Pandemie bzw. Ausbreitung des Virus verhindern zu können. Die Infizierten erstickten an Atemnot. Ihre Haut verfärbte sich aufgrund des Sauerstoffmangels bläulich bis schwarz, was die Menschen an die Pest erinnerte. Einige bluteten auch aus Nase und Ohren. Viele Überlebende der Spanischen Grippe litten an neurologischen Spätfolgen. In Deutschland starben mindestens 300.000 Menschen an dieser Grippe, was laut Grippe-Expertin Silke Buda vom Robert Koch-Institut für unser Gesundheitssystem unerträglich wäre. Es könnten aber auch doppelt oder dreimal so viele Opfer gewesen sein. Es ist schwierig, die genauen Zahlen herauszufinden, da es kaum Aufzeichnungen über diese Zeit gibt. Auch die Suche nach Relikten oder Fotos ist eher vergeblich. Es war die schlimmste Grippepandemie der Geschichte. Wissenschaftler*innen gehen davon aus, dass die Spanische Grippe kein Einzelfall bleibt und dass sie sich durchaus wiederholen kann. Das zeigte auch die Asiatische Grippe 1957 und die Hongkong-Grippe 1968, obwohl diese sich nicht so stark pandemisch wie die Spanische Grippe ausbreiteten und auch weniger Opfer mit sich brachten. Aber auch das Ende 2019 aufgetretene Corona-virus SARS-CoV-2 (Covid-19), welches ebenfalls vom Influenzavirus abstammt, zeigt eine mögliche Wiederholung der Pandemie von 1918–1920. Die unkontrollierbare und radikale Ausbreitung des Covid-19-Erregers übersteigt unseren Erfahrungshorizont und konnte sich von einer aus China ausgehenden Epidemie zu einer Pandemie entwickeln, die schon jetzt Ärzte, Forscher, Politiker etc. in der ganzen Welt vor große Herausforderungen stellt, obwohl wir erst am Anfang der Pandemie stehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spanische Grippe unterscheidet sich vom Corona-Virus und auch vielen anderen Krankheiten dahingehend, dass sie vor allem immunstarke Menschen im Alter zwischen 15-40 Jahren angriff, wohingegen das Corona-Virus eher ältere und immunschwache Menschen befällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Erkenntnisse und Gefahren der Spanischen Grippe für den Umgang mit Corona: &#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits damals ergriffen einige Städte, leider zu wenige, Maßnahmen, um die Verbreitung zu verlangsamen. Die amerikanische Stadt St. Louis schränkte das öffentliche Leben ein, z.B. durch Schulschließungen. In anderen Städten, wie in der ebenfalls amerikanischen Stadt Philadelphia, wurde weiter wie bisher gelebt und die Stadt plante weitere große Veranstaltungen. Bei einer Veranstaltung, mit 200.000 Mitwirkenden, waren eine Woche später 50.000 Menschen unter den Besucher*innen infiziert und schon bald starben viele von ihnen. Das Gesundheitssystem war in diesen Städten deutlich überfordert und die Krankenhäuser völlig überfüllt und überlastet. Deswegen starben noch mehr Menschen, die unter anderen Umständen möglicherweise das Virus überlebt hätten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus lernt man, dass der große Shutdown, der die Welt zurzeit erschüttert, aus berechtigtem Grund durchgesetzt wurde. Er schränkt zwar das Leben und auch die Freiheit der Menschen ein, garantiert aber auch mehr Sicherheit. Außerdem ist das Ziel, nicht die Krankheit zu stoppen, sondern die Verbreitung zu verlangsamen, damit die Krankenhäuser nicht wie in einigen Städten bei der Spanische Grippe überflutet sind und somit unnötige Tote dem Virus zum Opfer fallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem wurde die Spanische Grippe auch in den Regierungen oft nicht ernst genommen, da man andere Krankheiten, wie Fleckfieber und Tuberkulose, für wichtiger und schwerwiegender hielt. Durch diese Leichtsinnigkeit konnte sich die Spanischen Grippe schneller und auch einfacher verbreiten. Deshalb ist es so gut und wichtig, dass die jetzigen Regierungen (mit einigen Ausnahmen) das Corona-Virus nicht auf die leichte Schulter nehmen und schnell zu einschneidenden Maßnahmen greifen, obwohl es nur ein „Grippevirus“ ist, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man nahm die Spanische Grippe zwar ernst, aber nahm sie nicht als etwas Besonderes wahr, da der Tod zu dieser Zeit alltäglich war. Dass das Corona-Virus so ernst genommen wird, ist auch ein Ergebnis der Informationspolitik und des Kenntnisstandes über vergangene Seuchen. Gerade weil Europa seit dem Zweiten Weltkrieg zum Glück von Katastrophen verschont geblieben ist, bestand die Gefahr, eine solche Bedrohung nicht wirklich ernst zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was auch aus der Pandemie der Spanischen Grippen gelernt werden muss, ist, dass diese in mehreren Wellen kam, da keine nachhaltigen Maßnahmen ergriffen wurden und stattdessen immer wieder schnell zu Alltag zurück zurückgekehrt wurde. Somit konnte sich das Virus immer wieder erneut verbreiten. Das Problem des Virus wurde heruntergespielt und die politischen Führer reagierten viel zu spät. Es wurden keine radikalen Maßnahmen durchgeführt, sondern alles eher halbherzig behandelt. Deswegen ist es verständlich, dass beim Corona-Virus das normale Leben erst wieder weitergehen kann, wenn man sich sicher sein kann, dass große Gefahren auszuschließen sind. Dass dazu die drastischen Maßnahmen notwendig sind, ist zu akzeptieren. Das Gesundheitssystem ist zwar besser als vor 100 Jahren, aber die Fehler von damals können sich trotzdem wiederholen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fake News gab es auch schon zur Zeit der Spanischen Grippe. Dass das Virus eine deutsche Kriegswaffe sei, oder auch das Gerücht, dass das Virus nur Deutsche befalle, haben für viel Unruhen gesorgt und die Menschen bei ihrem Denken über das Virus beeinflusst. Auch über das Corona-Virus kursieren viel Fake News im Netz, wie die Meldung, dass es zu wenig Lebensmittel gebe. Diese Fake News sorgen schnell für Panik bei den Menschen, z.B. durch Hamsterkäufe. Man sollte also im Netz genau aufpassen, ob die Quelle verlässlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem brachte die Spanische Grippe auch neurologische Spätfolgen mit sich, die die Menschen überraschten, da diese sehr ungewöhnlich und unvorhersehbar waren. Beim Covid-19 Virus sollte man sich daher darauf einstellen, dass Überlebende der Krankheit auch Spätfolgen haben könnten und man sollte nicht so leichtsinnig sein, das Corona-Virus nur als Grippevirus anzusehen. Man weiß nicht viel über dieses Virus und auch nicht, ob und was für Spätfolgen es mit sich bringen könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das Corona-Virus ist auf keinen Fall mit der Spanischen Grippe gleichzusetzen. Das Influenza-A-Virus H1N1, welches die Spanische Grippe hervorrief, war deutlich aggressiver und hatte schlimmere Auswirkungen auf den Menschen, als das Covid-19-Virus. Aber man darf das Corona-Virus auch nicht unterschätzen wie die Spanische Grippe einst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzeichen rechtzeitig ernst zu nehmen und mit Bedacht zu behandeln, hätte auch damals viel Leid verhindern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Heutige Relevanz&#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
YB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anbetracht des aktuellen weltweiten Ausnahmezustandes, ausgelöst durch den Coronavirus, erscheint die Spanische Grippe relevanter denn je. Auch wenn die beide Pandemien sich in ihrer Entstehung, den äußeren und zeitlichen Umständen und ihren Risikogruppen unterscheiden, so finden sich doch einige Parallelen zum heutigen Coronavirus. Es treten z.B. ähnliche Symptome auf, die Ansteckungsgefahr ist, wie bei allen Pandemien, sehr hoch und die Todesursache ist, wenn der Fall eintritt, Atemnot. Viel wichtiger ist aber, dass, auch wenn die Spanischen Grippe noch um einiges aggressiver war, uns der damalige Umgang heute eine Lehre sein kann. Zwar hat sich nicht nur das das Gesundheitswesen in den vergangenen hundert Jahren in vielerlei Hinsicht verbessert, jedoch scheint es, als würde gerade durch die Erfahrung mit vorausgegangenen Pandemien wie der Spanischen Grippe Angst entstehen. Von diesen Erfahrungen können wir heute profitieren. An der Einschränkung des öffentlichen Lebens, damals im amerikanischen St. Louis im Vergleich zu den Städten, die den gewöhnlichen Alltag fortgesetzt hatten, konnten wir beispielhaft sehen, welchen Effekt eine länderübergreifende Quarantäne hat. Demzufolge ist die Quarantäne die einzige Möglichkeit, dem Zusammenbruch des Gesundheitswesens vorzubeugen und so schnell und sicher wie möglich neue Informationen über den Umgang mit dem Virus zu erhalten. Ohne jene Erfahrung und die daraus resultierende Sorge wäre der weltweite Shutdown wohl kaum eingehalten worden bzw. nie zustande gekommen und die Katastrophe von vor hundert Jahren hätte sich vermutlich ähnlich wiederholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Quellen: &#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bohr, Felix, &#039;&#039;Pandemie. Was uns die Spanische Grippe lehrt&#039;&#039;, in: Der Spiegel, 13.03.2020 18:00 Uhr, [https://www.spiegel.de/geschichte/coronavirus-was-uns-die-spanische-grippe-gelehrt-hat-a-00000000-0002-0001-0000-000169988522] , gelesen: 21.03.2020 12:25 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eckner, Constantin, &#039;&#039;Spanische Grippe. Wie sich Fehler wiederholen&#039;&#039;, N-TV, 16.03.2020, [https://www.n-tv.de/panorama/Wie-sich-Fehler-wiederholen-article21644456.html], gelesen: 20.03.2020 12:05 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maybaum, Thorsten, &#039;&#039;Spanische Grippe: Ein Virus – Millionen Tote&#039;&#039;, in: Ärzteblatt, 2018, [https://www.aerzteblatt.de/archiv/197155/Spanische-Grippe-Ein-Virus-Millionen-Tote], gelesen: 21.03.2020 13:13 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kellerhoff, Sven Felix, Geschichte: Spanische Grippe, „Die schwerste Seuche, die jemals über die Erde fegte“, in: Die Welt, 01.02.2020, [https://www.welt.de/geschichte/article205501205/Spanische-Grippe-Die-schwerste-Seuche-die-jemals-ueber-die-Erde-fegte.html], gelesen: 19.03.2020 17:12 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Piorkowski, Christoph David, &#039;&#039;Die Mutter der modernen Pandemien. Coronavirus und Spanische Grippe im Vergleich&#039;&#039;, in: Der Tagesspiegel, 20.03.2020 05:43 Uhr, [https://www.tagesspiegel.de/wissen/coronavirus-und-spanische-grippe-im-vergleich-die-mutter-der-modernen-pandemien/25662134.html], gelesen: 21.03.2020 10:03 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Spinney, Laura, 1918 – &#039;&#039;Die Welt im Fieber. Wie die Spanische Grippe die Gesellschaft veränderte&#039;&#039;. Aus dem Englischen übersetzt von Sabine Hübner, Bonn: Hanser, 2018.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Werner, Nils, &#039;&#039;Die Spanische Grippe: Eine der tödlichsten Seuchen den Menschheit&#039;&#039;, MDR, 02.03.2020 14:16 Uhr, [https://www.mdr.de/zeitreise/die-spanische-grippe-auf-der-spur-einer-der-toedlichsten-seuchen-der-menschheit-100.html], gelesen: 20.03.2020 10:35 Uhr.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/deutsche_Teilung_-_doppelte_Staatsgr%C3%BCndung&amp;diff=20325</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/deutsche Teilung - doppelte Staatsgründung</title>
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		<updated>2020-04-29T13:40:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /*  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Teilung / doppelte Staatsgründung (Vorgeschichte)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Autorin: SMR&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== &amp;lt;big&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Deutsche Teilung / doppelte Staatsgründung (Vorgeschichte)&#039;&#039;&#039; &amp;lt;/big&amp;gt; =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;Die ersten Gedanken an eine Teilung Deutschlands&#039;&#039;====== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Deutsche Teilung und die folgende doppelte Staatsgründung zu verstehen wird ein gewisses Vorwissen benötigt. Denn bereits im Jahr 1943 war der Gedanke an die Aufteilung Deutschlands schon in den Köpfen einiger wichtiger Staatschefs sehr präsent. Vorneweg ging hierbei der sowjetische Partei- und Staatschef Josef Stalin, gefolgt vom damaligen US- Präsident Franklin Roosevelt und dem britischen Premierminister Winston Churchill. Die damaligen „großen“ Alliierten der „Anti-Hitler-Koalition“ (Großbritannien, USA, UdSSR) verfolgten das gemeinsame Ziel, zu verhindern, dass das niedergeschlagene „Hitlerdeutschland“ wieder zu Kräften kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;Unstimmigkeiten und erste Abgrenzung zwischen Ost &amp;amp;West&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Staatstreffen wie zum Beispiel bei der „Teheran-Konferenz“, oder der „Jalta- Konferenz“ rückte dieses einstige Ziel allerdings eher in den Hintergrund und wurde durch den zunehmenden Konflikt zwischen den  Westalliierten und der Sowjetunion abgelöst. Die Curzon-Linie wurde als sowjetisch-polnische Grenze anerkannt, die polnische Westgrenze sollte dafür auf deutsches Gebiet bis zur Oder-Neiße-Linie verschoben werden. Die Westalliierten strebten mit der Zeit immer weiter zu einem stabilen und  starken Deutschland, wohingegen Stalin eine Vergrößerung der Sowjetunion auf deutschem Gebiet anstrebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;Die Grundschritte zur deutschen Teilung&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den offiziellen Protokollen der Konferenzen hieß es dann schlussendlich, dass Deutschland in mehrere Besatzungszonen aufgeteilt werden sollte, auch die Hauptstadt Berlin sollte dabei in vier Sektoren aufgeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Vereinbarung, welche auf der Konferenz in Jalta getroffen wurde, war die Erklärung Frankreichs zur vierten Besatzungsmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erste Aufteilung in verschiedene Besatzungszonen, war der erste Schritt hin zu einer gesamten deutschen Teilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik Besatzungszonen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besatzungszonen in Deutschland 1945 (die deutschen Ostgebiete wurden der Verwaltung Polens und der UdSSR unterstellt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://de.wikipedia.org/wiki/Trizone#/media/Datei:Deutschland_Besatzungszonen_1945.svg , glglgl - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Deutschland_Besatzungszonen_1945.png , Lizenz:  https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/ / CC BY-SA 3.0]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;Konsequenzen des Kalten Krieges&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Meinungsverschiedenheiten zwischen Ost und West wurden immer größer und die Situation spitzte sich zunehmend zu. Die stark umstrittene „Reparationsfrage“ führte dann ungewollt weiter zur Teilung Deutschlands. Sie wurde auf der sogenannten „Potsdamer - Konferenz“ (17. Juli bis 2. August 1945) diskutiert. Um eine Lösung für die „Reparationsfrage“ zu finden, entschieden sich dann die drei Hauptalliierten des zweiten Weltkriegs (USA, Großbritannien, UdSSR) dazu, Deutschland zu teilen, um weitere Konflikte zwischen West und Ost zu vermeiden. So war es jeder Besatzungsmacht selbst überlassen, wie die jeweiligen Reparationen in den jeweils zugesprochenen Gebieten verlaufen sollten. Dieser Beschluss wurde später dann als „Potsdamer Abkommen“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1949 bildeten die USA, Großbritannien und Frankreich schließlich aus ihren Zonen, die Trizone - die Vorstufe zur Gründung eines eigenständigen westdeutschen Staates. Im Laufe der Zeit wurden in den westlichen deutschen Zonen entscheidende Grundsteine für eine parlamentarische Demokratie gelegt (z.B. Gewaltenteilung). Im Gegensatz dazu, wurde im Osten, die Richtung hin zum Sozialismus eingeschlagen. Der sich immer weiter zuspitzende „Kalte Krieg“ zwischen dem Osten und Westen führte dann zur weiteren Abgrenzung der Gebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;Der endgültige Teilungsprozess&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Währungsreform 1948, wobei die deutsche Mark am 21. Juni 1984 zur offiziellen Währung Westdeutschlands ernannt wurde, war ein entscheidender förmlicher Schritt von der Teilung Deutschlands. Die DDR antwortete daraufhin mit der sogenannten „Berlin-Blockade“ welche vom 24. Juni 1948 bis 12. Mai 1949 andauerte. Dadurch konnten die Westalliierten, West-Berlin nicht mehr richtig versorgen, was eine extreme Zuspitzung der Situation zwischen Ost und West zur Folge hatte. Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 1949 und der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 war die Deutsche Teilung dann endgültig vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Welche Relevanz hat die deutsche Teilung / doppelte Staatsgründung  für die Gegenwart?&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor: CGN&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Teilung in zwei deutsche Staaten ist eine der bekanntesten Ereignisse der deutschen Geschichte, da wir das Thema immer wieder in unserer Gegenwart haben.  Heutzutage wird von den älteren Personen immer noch von den „neuen Bundesländern“ gesprochen und in Berlin steht ein Teil der Mauer noch außerdem gibt es bekannte Museen zu dem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftlich hat es immer noch eine sehr hohe Relevanz. Von fast allen Firmen die vor 1990 gegründet worden sind, liegt das Headquarter in der damaligen BRD. (Dadurch, dass es in der DDR keine Marktwirtschaft gab und daher auch keine Konkurrenz, hatten sie gegen die Firmen aus BRD wenig Chancen.) Aus dem Grund ziehen viele, die in den Headquarters arbeiten wollen, in den Westen. Beim Einkommen sind die Unterschiede zwischen Ost und West zwar kleiner geworden, aber nach wie vor deutlich erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es den Ostdeutschenbundesländer wirtschaftlich gut geht sind die Einwohner nicht alle glücklich mit der Situation.  „Imitatoren sind niemals glückliche Menschen.“  Der bulgarische Politologe Ivan Krastev fasst mit dieser Aussage die Situation einiger Ostdeutschen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar im Profi- Fußball sind Ostdeutsche Mannschaften stark unterpräsentiert. In der 1. und 2. Bundesliga spielen jeweils nur 2 Ostdeutsche Vereine mit. Die Gründe sind Strukturschwäche, Missmanagement und fehlende Netzwerke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es insgesamt viele eher ältere Personen in der damaligen DDR, da viel nach der Grenzöffnung, vor allem in den 90ern, in den Westen gezogen sind und die Geburtenrate nach dem Mauerfall gesunken ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Infrastruktur war in der DDR deutlich schwächer als in West-Deutschland. Aufgrund von Soli-Zahlungen ist die Infrastruktur in Teilen weiter als die in West-Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas abstrakter gedacht gibt es durch die deutsche Teilung und die damit verbundene „Berlin Blockade“, in der die West Alliierten  West Berlin über die Berliner Luftbrücke versorgten, ein gestärktes Verhältnis zwischen der BRD und den West Alliierten. Durch die Hilfe ist das Verhältnis möglicherweise bis in die Gegenwart nachhaltig gestärkt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Osten werden vergleichsweise radikalere Parteien gewählt. In Ostdeutschland kam die AFD 2017 bei der Bundestagswahl auf 21,9%, wobei sie in Westdeutschland gerade einmal  10,7% bekam. Auch die Linke bekam in Ostdeutschland 17,8 und in Westdeutschland nur 7,4%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das liegt vor allem daran, dass viele ein Gefühl der Benachteiligung haben und die etablierten Parteien ihnen keine adäquate Lösung bieten können. In Ostdeutschland wird teilweise die Meinung vertreten, dass sie selbst noch nicht richtig integriert sind. Somit entsteht dann ein Gefühl der Ungerechtigkeit. Aus dem Grund gibt es laut vielen Statistiken eine deutlich stärke Abneigung gegen Flüchtlinge. Außerdem werden sie als Konkurrenz, speziell von den Männern, betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Quellen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emmridet,	„Deutsche Teilung“, Wikipedia,	veröffentlicht in:[[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Teilung	]],  26.12.2019, (abgerufen am 25.03.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linde,	 Malte „Potsdamer Konferenz“	[[https://www.planet-wissen.de/geschichte/deutsche_geschichte/nachkriegszeit/pwiepotsdamerkonferenz100.html]],	17.03.2020, (abgerufen am 24.03.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwabe,	Fabio „Deutschland von 1945 bis 1949“, veröffentlicht in:	[[https://www.geschichte-abitur.de/deutsche-teilung]]	 2009-2011, (abgerufen am 26.03.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbekannt,	&amp;quot;Vor 75 Jahren: Konferenz von Jalta“, Bundeszentrale	für politische Bildung,	 04.02.2020, veröffentlicht in:	[[https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/304640/konferenz-von-jalta]]	(abgerufen am 25.03.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbekannt,	[[https://www.wissen.de/bildwb/die-welt-nach-1945-politik-im-zeichen-des-ost-west-konflikts]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Prag&amp;diff=20324</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Prag</title>
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		<updated>2020-04-29T13:38:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der „Prager Frühling“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Autorin: NZ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Der „Prager Frühling“&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik Prager Fruehling.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Prag während des Einmarsches des Militärs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fotograf/Urheber: Pepik Hipik  Lizenz: CC BY-NC 2.0   &#039;&#039;&#039;[[https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/ CC BY-NC 2.0]]&#039;&#039;&#039; via. [[https://ccsearch.creativecommons.org/photos/cbf6f05d-36dc-4743-aab4-f8ea0d55eadd]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Operation Donau=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Operation Donau“ beginnt in der Nacht zum 21. August 1968. Militär aus der Sowjetunion, Bulgarien, Ungarn und Polen beendet gewaltsam die reformkommunistische Bewegung des &amp;quot;Prager Frühlings&amp;quot;. Die Führung der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KSČ) unter Dubček weigerte sich, auf die Forderungen der anderen sozialistischen Staaten einzugehen. Dazu zählte beispielsweise die Einschränkung der Medienfreiheit/Meinungsfreiheit im Land. Daraufhin beschlossen die fünf weiteren Mitgliedstaaten des Warschauer Pakts (Sowjetunion, Polen, Ungarn, DDR und Bulgarien), diesen Reformkurs in der Tschechoslowakei gewaltsam mit Militär zu beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit mehreren 100.000 Soldaten war dies die größte Militäraktion in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tschechoslowakische Armee leistete ‘‘keinen Widerstand‘‘. Die Truppen des Warschauer Pakts besetzten alle wichtige Einrichtungen, Radiostationen und Zeitungsredaktionen. Die Bevölkerung protestierte friedlich gegen die Besatzung: Menschen kletterten auf Panzer, übermalten Straßenschilder, um den Soldaten die Orientierung zu erschweren, und errichteten Barrikaden; so wurde ein Bürgerkrieg vermieden. Sehr viele Radiosender halfen dabei, diesen passiven Widerstand zu organisieren. Bei Auseinandersetzungen zwischen Soldaten und Zivilist*innen kamen dennoch viele Menschen ums Leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prager Frühling stand für ein freieres und gerechteres Leben einer ganzen Generation. Studenten demonstrierten für mehr Liberalität. Mit insgesamt 6.300 Panzern wurde diese Hoffnung zerstört. Damit machte die kommunistische Sowjetregierung unmissverständlich deutlich, dass sie in den von ihr abhängigen osteuropäischen Staaten, kein Abweichen von ihrem ideologischen und diktatorischen Kurs duldete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Folgen======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Führung der KSČ um Dubček wurde nach dem Einmarsch gefangen genommen und nach Moskau gebracht. Dort wurden sie unter Druck der Sowjetunion dazu gedrängt, das sogenannte Moskauer Protokoll zu unterzeichnen. Damit sollten Reformen wie Pressefreiheit und Versammlungsfreiheit wieder rückgängig gemacht werden. Mit dem Moskauer Protokoll wird das Ende des Prager Frühlings markiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Relevanz für die Gegenwart=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autorin: JM&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Jahr 1968 in Prag dient für viele Leute als Vorbild. Vor allem dient der Prager Frühling heute als eine Inspiration, für seine Freiheit und für seine Rechte zu kämpfen. Und dies auf gewaltlose Art, denn die Demonstranten 1968 nutzten friedliche Mittel um gegen die Besatzung zu demonstrieren, indem sie auf Panzer kletterten oder Straßenschilder übermalten, um die Soldaten zu verwirren. So wurde ein Bürgerkrieg vermieden und so werden diese Proteste heutzutage hoch angesehen. Es gelang den Menschen also auf ungefährliche Art und Weise Reformen rückgängig zu machen. Die Menschen heute bewundern die Menschen von damals, wie sie sich für ein freies und ein gerechtes Leben einsetzten und das gibt einigen Menschen eventuell Hoffnung, die dieses Glück nicht besitzen. Der Prager Frühling erinnert außerdem daran, wie wichtig die Meinungs- und Pressefreiheit für die Bevölkerung ist. Am wichtigsten aber ist es, dass solch ein Eingriff durch den Staat nicht wieder vorkommt oder einfach verhindert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Quellen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*kein Autor angegeben, [https://www.demokratiewebstatt.at/thema/thema-das-jahr-1968-und-der-prager-fruehling/der-prager-fruehling/das-ende-des-prager-fruehlings-und-seine-folgen/ Das Jahr 1968 und der Prager Frühling Demokratiewebstatt], (23.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bluhm Michael, [https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/Prager-Fruehling-Die-Rolle-der-SED-bei-der-Niederschlagung,sed146.html 1968: Die SED und der &amp;quot;Prager Frühling&amp;quot;], NDR online, 04.06.2016, (24.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Drotschmann Mirko, [https://www.youtube.com/watch?v=Xrs2qrpmz7A Prager Frühling | Historische Ereignisse mit Mirko Drotschmann], Youtube: MDR DOK, 14.08.2018, (24.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kulick Holger, [https://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/prag-1968/274360/ueberblick-karte-der-einmarsch-1968 Der Einmarsch des Warschauer Pakts im Überblick], Bundeszentrale für politische Bildung, 8.9.2018 (23.03.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/%22Gastarbeiter%22&amp;diff=20322</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/&quot;Gastarbeiter&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/%22Gastarbeiter%22&amp;diff=20322"/>
		<updated>2020-04-29T13:36:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Der Begriff „Gastarbeiter“ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkte/Wendepunkt 1955|“Gastarbeiter“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autorin: LW&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der Begriff „Gastarbeiter“===== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am Beispiel des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und Italien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In diesem Text werden Begriffe, die eine Personengruppe beschreiben, nicht gegendert. Gemeint ist trotzdem jedes Geschlecht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastarbeiter*innen sind sogenannte Arbeitsmigranten, die bspw. 1955 aus Italien in die Bundesrepublik Deutschland kamen, um zu arbeiten und den dortigen Arbeitskräftemangel, vor allem in der Nachkriegszeit, zu reduzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Gastarbeiter nur für einen begrenzten Zeitraum in Deutschland arbeiten durften, wurde nach dem sogenannten „Rotationsprinzip“ ausgewechselt. Das hieß, wenn das Visum eines Arbeiters ablief, wurde derjenige mit einem anderen Arbeiter ausgetauscht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Realität sah jedoch anders aus, denn die Unternehmen wollten schon eingearbeitete Arbeiter nicht mit anderen, noch nicht eingearbeitete n Menschen, „austauschen“. Somit blieben viele Arbeiter für immer in Deutschland, holten ihre ganze Familie nach und bauten sich in Deutschland ein neues Leben auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufnahmeanforderungen, Ankunft und Aufenthalt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiter mussten sich, bevor sie in Deutschland arbeiten durften, strengen ärztlichen Kontrollen wie Augentests, körperlichen Fitnesstests o. Ä. unterziehen, damit man sicher sein konnte, dass sie unter der anstrengenden Arbeit nicht zusammenbrechen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Unternehmen mussten schon Wochen oder Monate vor der Ankunft der Arbeiter einen Antrag auf die Arbeitskräfte stellen, da die Nachfrage sehr groß war. Bei der Ankunft wurden die Arbeiter dann vom Arbeitsamt den Unternehmen zugeteilt, die die komplette Reise finanzierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiter wurden dann in „Wohnheimen“ oft direkt auf dem Werkgelände untergebracht, wo sie mit anderen Arbeitern zusammen lebten. Jeder Gastarbeiter hatte Anspruch auf ein Bett, einen Hocker, ein Stück Tischplatte, drei Quadratmeter Boden zum Wohnen und zehn Kubikmeter Luft zum Atmen. So die &#039;&#039;„Richtlinien des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung“.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Abkommen über die ersten «Gastarbeiter»&#039;&#039;, [https://www.zeitklicks.de/top-menu/zeitstrahl/navigation/topnav/jahr/1955/abkommen-ueber-die-ersten-gastarbeiter/ zeitklicks], Veröffentlichungsdatum unbekannt (geöffnet am 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erstes «Gastarbeiter-Abkommen» vor 55 Jahren´´, [https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/68921/erstes-gastarbeiter-abkommen-20-12-2010 Bundeszentrale für politische Bildung], 20.12.2010 (geöffnet am 22.03.2020). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gründler, Karl F., &#039;&#039;Erster Zustrom von Gastarbeitern aus dem Süden&#039;&#039;, [https://www.deutschlandfunk.de/erster-zustrom-von-gastarbeitern-aus-dem-sueden.871.de.html?dram:article_id=125367 deutschlandfunk], 20.12.2005 (geöffnet am 22.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siegfried-Hagenow, Monika, &#039;&#039;und ab nach Deutschland – Als die Italiener kamen&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=40ZO8SlZSR0 Youtube], Phoenix 2005 (geöffnet am 22.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vor 60 Jahren: Start in ein neues Leben&#039;&#039;, [https://www.inforadio.de/dossier/archiv-2015/60-jahre-gastarbeiter/60-jahre-gastarbeiter.html inforadio], 06.01.2016 (geöffnet am 25.03.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/erstes_Anwerbeabkommen_mit_Italien&amp;diff=20321</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/erstes Anwerbeabkommen mit Italien</title>
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		<updated>2020-04-29T13:35:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Erstes Anwerbeabkommen mit Italien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Autorin: LW&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Erstes Anwerbeabkommen mit Italien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Jahre 1955 schlossen Deutschland und Italien das erste Gastarbeiter*innen-Anwerbeabkommen, um den steigenden Bedarf an Arbeitskräften in Deutschland zu decken und die Zahl der vielen Arbeitslosen in Italien zu reduzieren.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Anwerbeabkommen Grafik.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anwerbeabkommen der Bundesrepublik Deutschland von 1955 bis 1968&#039;&#039;&#039; [[https://&#039;&#039;File:Anwerbeabkommen der Bundesrepublik Deutschland 1955 bis 1968.svg&#039;&#039; commons wikimedia]] by Blank_map_of_Europe.svg: maix¿? File:Blank map of Europe 1956-1990.svg: Alphathon /&#039;æɫfə.θɒn/ (talk) derivative work: Bigbossfarin Creator]] is licensed under CC BY-SA 3.0 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Was ist ein Anwerbeabkommen?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Ein Anwerbeabkommen war ein Abkommen zwischen zwei Ländern, das die Deckung des Bedarfes an Arbeitskräften in dem einen Land regelte und den Arbeitsplatzmangel in einem anderen Land reduzieren sollte. Dem einen Land eröffnete sich somit die Möglichkeit, Arbeitslose in das andere Land zu schicken, um dort für eine bestimmte Zeit zu arbeiten. Dem anderen Land wurden so nützliche Arbeitskräfte geschickt. Die Herkunftsländer der Arbeiter*innen gingen dabei meist den ersten Schritt, um ihren Arbeitsmarkt zu entlasten. Die Gastarbeiter*innen wurden dann im industriellen und landwirtschaftlichen Gewerbe eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie lief das Schließen des Abkommens ab?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Vor und während des Krieges verließen viele Deutsche das Land, weshalb es weniger Leute in Deutschland gab, die hier arbeiten konnten. Dazu kam, dass die Industrieproduktion stieg und es die ersten Wehrpflichtigen gab. Deutschland hatte also wenige Arbeitslose, im Gegensatz dazu aber mehr nötige Arbeitsplätze. Diese wurden  bspw. im Brücken- und Straßenbau, oder in der Arbeit in Bergwerken geschaffen. Diese Aufgaben galten als Arbeiten, für die Frauen nicht eingesetzt werden konnten.&lt;br /&gt;
In Italien war das ganze anders, denn es gab viele Arbeitslose, aber kaum Arbeitsplätze. Jedoch wollte die deutsche Regierung keine italienischen Arbeiter aufnehmen, da sie vorerst mit den deutschen Arbeitern auskommen wollten. Weiter hieß es bei einer Verhandlung im Bundeswirtschaftsministerium, dass die Italiener &#039;&#039;„(…) eine geringe Arbeitsleistung, hohe Fehlschichten und Fluktuationen¹, kommunistische Unterwanderung und die Verbreitung von Krankheiten“&#039;&#039;([[https://www.deutschlandfunk.de/erster-zustrom-von-gastarbeitern-aus-dem-sueden.871.de.html?dram:article_id=125367 Zitat]]) mit sich bringen würden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anstoß für die Abkommensschließung kam dann schließlich von Italien und erst der deutsche Wirtschaftsminister Ludwig Erhard sah die Vorteile eines solchen Abkommens. Er begann mit der Vorbereitung des Abkommens bis schließlich der Arbeitsminister Storch und der italienische Außenminister Martino am 20.12.1955 das deutsch-italienische Anwerbeabkommen unterschrieben. 1956 veranschlagte die Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung zusätzlichen Arbeitskräftebedarf von 800.000 Menschen und von nun an konnten deutsche Unternehmen Gastarbeiter aus Italien beschäftigen.&lt;br /&gt;
Die Arbeiter sollten laut des Abkommens jedoch nicht für immer in Deutschland bleiben, sondern für einen begrenzten Zeitraum in Deutschland angestellt werden (genaueres [[https://projekte.zum.de/wiki/Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/%22Gastarbeiter%22 hier]])&lt;br /&gt;
1973 folgte ein „Anwerbestopp“ von Deutschland, um den Arbeitsmarkt während einer schlechten Wirtschaftslage zu schützen. Dies erwies sich jedoch nicht als fördernd und demzufolge wurde ein Ausnahmekatalog für Ein- und Ausreise eingeführt, um Ein- und Ausreise besser überblicken und organisieren zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vereinbarung war der Anstoß für weitere Abkommen bspw. zwischen Spanien, Griechenland und Deutschland(das Doppelabkommen) und zwischen Deutschland und der Türkei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
¹ Schwankungen von Größen, wie der Arbeitslosenzahl  &lt;br /&gt;
*In diesem Text werden Begriffe, die eine Personengruppe beschreiben, nicht gegendert. Gemeint ist trotzdem jedes Geschlecht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Filmempfehlung======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Speilfilm  „Almanya – Willkommen in Deutschland“ zeigt die heutige Situation der damaligen Einwanderer sehr gut. Er handelt von der Familie eines ehemaligen Gastarbeiters aus der Türkei, der seine Frau und Kinder nach Deutschland holte, welche in Deutschland aufgewachsen sind und Familien gegründet haben. Es zeigt den Prozess der Einwanderung und dem Einleben in Deutschland und besonders die Veränderung der nationalen Zugehörigkeit von Generation zu Generation sehr gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Relevanz des Abkommens für die Gegenwart=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autorin: LeJu&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anwerbeabkommen mit Italien hat bis heute stark unsere Kultur und die Frage nach der Einwanderung und Integration innerhalb Deutschlands geprägt. Nicht nur von den Arbeitern aus Italien, sondern auch aus den Ländern der aus diesen Jahren folgenden Abkommen, wie zum Beispiel aus der Türkei oder Griechenland, sind in Deutschland geblieben, holten ihre Familien nach und arbeiteten sich innerhalb der Betriebe hoch, in denen sie einst nur kurz für reine Körperliche Arbeit aushelfen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon gesagt, wollte Deutschland Gastarbeiter. Also Arbeiter, die für kurze Zeit nach Deutschland kamen, um auszuhelfen, und nach einer gewissen Zeit gegen neue Arbeiter ausgetauscht werden und zurück in ihre Heimat gehen sollten. Der Ausländeranteil stieg in den Jahren 1960-1973 von 1,2 auf 4,9 Prozent. Die deutsche Wirtschaft brauchte Arbeitskräfte. An Integration dachte keiner, denn es sollte ja eigentlich gar nicht erst eine Einwanderung stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Plan der Deutschen Regierung ging nicht auf, da die Unternehmen meist nicht bereit waren jedes Jahr neue Arbeitskräfte einzuarbeiten. Also blieben die gleichen und lebten sich nach und nach ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Max Frisch brachte es 1965 auf den Punkt: „Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen.“ Die am Anfang nur als „Gäste“ gedachten Arbeiter holten ihre Familien nach und arbeiteten sich innerhalb der Unternehmen immer weiter hoch. Die Kinder wuchsen in Deutschland auf und als der Zeitpunkt kam, an denen der Arbeitsmarkt in sich regulierte und die Arbeiter nicht mehr gebraucht wurden, war eine Ausreise nicht mehr realistisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen, die nach Deutschland kamen lebten sich ein und prägen bis heute die Deutsche Kultur. Ohne diese bilateralen Abkommen würde es höchstwahrscheinlich nicht die kulinarische und sprachliche Vielfalt wie wir sie heute in Deutschland kennen geben. Heute sind außerdem viele Menschen mit italienischer und türkischer Abstammung in hohen Positionen der Gesellschaft zu finden, wie zum Beispiel der Politiker der Partei Bündnis 90/Die Grünen Cem Özdemir, dessen Vater ebenfalls ehemaliger „Gastarbeiter“ ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch abgesehen davon hat es auch die Frage nach Deutschland als ein Einwanderungsland stark geprägt. Wie schon gesagt sollten die Gastarbeiter planweise nur für einen gewissen Zeitraum bleiben. Niemand dachte an Einwanderung oder gar an die Integration der Eingewanderten. Auch die Arbeiter wollten anfangs in Deutschland nur Geld verdienen um dann wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Diese sogenannte erste Generation der Eingewanderten hatte ein viel stärkeres Nationalbewusstsein als die darauf folgenden Kinder, die in Deutschland aufwuchsen, heirateten und ihre Familien gründeten. Bei vielen dieser Familien ist zu sehen, wie das Nationalbewusstsein der Vorfahren von Generation zu Generation abnimmt, und das deutsche immer mehr zunimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Quellen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Abkommen über die ersten «Gastarbeiter»&#039;&#039;, [https://www.zeitklicks.de/top-menu/zeitstrahl/navigation/topnav/jahr/1955/abkommen-ueber-die-ersten-gastarbeiter/ zeitklicks], Veröffentlichungsdatum unbekannt (geöffnet am 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erstes «Gastarbeiter-Abkommen» vor 55 Jahren´´, [https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/68921/erstes-gastarbeiter-abkommen-20-12-2010 Bundeszentrale für politische Bildung], 20.12.2010 (geöffnet am 22.03.2020). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gründler, Karl F., &#039;&#039;Erster Zustrom von Gastarbeitern aus dem Süden&#039;&#039;, [https://www.deutschlandfunk.de/erster-zustrom-von-gastarbeitern-aus-dem-sueden.871.de.html?dram:article_id=125367 deutschlandfunk], 20.12.2005 (geöffnet am 22.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siegfried-Hagenow, Monika, &#039;&#039;und ab nach Deutschland – Als die Italiener kamen&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=40ZO8SlZSR0 Youtube], Phoenix 2005 (geöffnet am 22.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vor 60 Jahren: Start in ein neues Leben&#039;&#039;, [https://www.inforadio.de/dossier/archiv-2015/60-jahre-gastarbeiter/60-jahre-gastarbeiter.html inforadio], 06.01.2016 (geöffnet am 25.03.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Frankfurter_Prozesse&amp;diff=20317</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Frankfurter Prozesse</title>
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		<updated>2020-04-29T13:33:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Frankfurter Prozesse */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkt/Wendepunkte 1945|„Frankfurter Prozesse“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autorin: LK&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Frankfurter Prozesse=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des 2. Weltkrieges, welcher von 1939 bis 1945 andauerte, errichtete das NS-Regime eine Vielzahl von sogenannten Konzentrations- und Vernichtungslagern. In diesen Lagern wurden Hauptsächlich Juden, politische Gegner des NS-Regimes, Sinti und Roma und Homosexuelle gefangen gehalten, zur Arbeit gezwungen und zum Großteil anschließend ermordet, wenn sie nicht verhungerten. Das größte Konzentrationslager, Auschwitz, befand sich in Oświecim in Polen. Bei der Befreiung der Gefangenen von Auschwitz durch die sowjetische Rote Armee am 27. Januar 1945 waren nur noch ca. 7.000 Gefangene am Leben, nachdem dort mindestens 1,1 Millionen Menschen ermordet wurden. Circa acht Jahre danach fing die Justiz der Bundesrepublik Deutschland an, die Kriegsverbrechen, die während der Herrschaft des NS-Regimes begangen wurden, zu verfolgen und vor Gericht zu bringen. Diese Gerichtsprozesse sind bekannt unter dem Namen Auschwitzprozesse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik Frankfurter Prozesse.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auschwitz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt; Aus: [[https://search.creativecommons.org/photos/81ccf36a-53dc-47a9-8a64-b9d27840b65e]]&lt;br /&gt;
Image is licensed under  cc0 1.0, creator: TagThis &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kriegsverbrechen, für die die Führungsmitglieder des NS-Regimes angeklagt wurden, waren hauptsächlich: „Verschwörung gegen den Frieden“, „Verbrechen gegen den Frieden“, „Kriegsverbrechen“, „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und meistens mehrfacher „Mord“. Einige dieser Prozesse fanden in Frankfurt am Main statt. Die bekanntesten sind die Auschwitzprozesse 1–3. Deswegen werde ich auf diese besonders eingehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Prozess war der größte Prozess der deutschen Nachkriegsgeschichte, er begann am 20. Dezember 1963 und endete 1965. Er wurde von dem Richter Hans Hofmeyer geleitet. Es waren aber weitaus mehr Personen an diesem Verfahren beteiligt, wie zum Beispiel: weitere Richter, Geschworene, Staatsanwälte, 19 Verteidiger und zu Anfang 22 Angeklagte. Das Problem bei diesen Verhandlungen war jedoch, dass sich die Angeklagten bei der Vernehmung gegenseitig geschützt haben, um sich somit auch selbst zu schützen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Prozessen wurde festgestellt, dass kein Mitglied der SS die Todesstrafe erhalten hat, wenn es die Vernichtungsbefehle nicht selber ausgeführt hatte oder man diese ihnen nicht zu 100% nachweisen konnte. Die Kommandanten kamen daher meist ungestraft davon und die Menschen, die ihre Befehle ausgeführt haben, wurden bestraft. Die „Zeugen“ waren die Überlebenden aus den Konzentrationslagern. Eine Zeugenaussage war für viele von ihnen sehr belastend und für die meisten unmöglich, da sie in dieser Situation dazu gezwungen waren, sich an diese traumatisierende Zeit zurückzuerinnern. Außer den bereits genannten Zeugen gab es noch die ehemaligen SS-Mitglieder, die zwar niemanden direkt belasten wollten, aber einige Aussagen zu den Verhältnissen in den Lagern tätigen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Urteile fielen sehr unterschiedlich aus. Drei Angeklagte wurden freigesprochen, es gab eine zehnjährige Jugendstrafe, zehn Freiheitsstrafen von bis zu vierzehn Jahren oder lebenslänglich und meist zusätzlich einige Jahre Aufenthalt im Gefängnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Frankfurter Auschwitzprozess begann am 14. Dezember 1965 und endete am 16. September 1966. Dieser Prozess wurde jedoch, ebenso wie der dritte Prozess, weniger stark von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Es gab drei Angeklagte und alle von ihnen erhielten eine Haftstrafe zwischen dreieinhalb Jahren und lebenslänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Frankfurter Auschwitzprozess begann am 30. August 1967 und endete am 14. Juni 1968. Es gab drei Angeklagte, die für die Tötung von Häftlingen auf verschiedenstem Wege angeklagt wurden. Insgesamt wurden 130 Zeugen verhört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Prozesse sind als Wendepunkte der deutschen Geschichte zu bezeichnen, da die Mitglieder des NS-Regimes damals kaum mit Konsequenzen rechnen mussten und sie nicht für ihre Kriegsverbrechen und für ihre Grausamkeit bestraft wurden. Des Weiteren kann ich mir vorstellen, dass die Verurteilung der Mörder vieler Menschen zu dem seelischen Frieden der ehemaligen Gefangenen und Verfolgten führen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die heutige Relevanz=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LW&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der „Frankfurter Prozesse“ wurden die angeklagten Führungsmitglieder des NS-Regimes verurteilt. Es wurden also nicht diejenigen verurteilt, die die Befehle ausführten, sondern diejenigen, die die Befehle auftrugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch heute sind diese Prozesse noch relevant, da durch sie gezeigt wird, dass sich ein solches Verbrechen erstens nicht wiederholen darf, und zweitens, dass solche Befehlshaber zur Rechenschaft gezogen werden müssen, damit die Verbrechen an den Opfer der Shoah, aber auch die Aufforderung, heute solche Verbrechen zu begehen, nicht unbestraft bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dafür muss an dieses Ereignis erinnert werden, da es immer noch Personen und Gruppen mit einer rechtsextremistischen Ausrichtung gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So erkennt man bspw. an der Entscheidung der AfD, den vom Bundesamt für Verfassungsschutz als „rechtsextrem“ eingestuften rechten Flügen aufzulösen. Die Rechtssprecher, also hier die, die unsere Verfassung schützen, sorgen rechtzeitig dafür, dass sich rechtsextreme Gruppierungen nicht die Macht ergreifen können, die die Führungsmitglieder des NS-Regimes damals hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damals sowie heute musste/muss dafür gesorgt werden, dass nicht nur diejenigen zur Rechenschaft gezogen werden, die Befehle ausführen, sondern auch die Regierungschefs, die die Möglichkeit haben, ihr Gedankengut weiträumig zu verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die damaligen Prozesse stehen heute sozusagen als Teil eines Mahnmals, damit sich eine solche Zeit innerhalb einer Regierung nicht wiederholt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt; Quellen: &amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auschwitzprozesse.[[https://de.wikipedia.org/wiki/Auschwitzprozesse#Der_erste_Auschwitzprozess_1963_bis_1965]],veröffentlicht in: wkipedia.org, gelesen: 26.03.2020 um 16:23. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diedrich, Oliver, Auschwitz: „Das Schrecklichste, was ich je sah“. [[https://www.ndr.de/geschichte/schauplaetze/Auschwitz-KZ-Befreiung-durch-die-Rote-Armee-vor-75-Jahren,auschwitz592.html]], veröffentlicht in: ndr.de 27.01.2020, gelesen: 26.03.2020 um 17:19 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nürnberger und Frankfurter Prozesse sowie der Eichmann-Prozess im Web. [[http://lernen-aus-der-geschichte.de/Lernen-und-Lehren/content/2575]], veröffentlicht am: 11 Mai 2011 gelesen: 26.03.2020 um 16:51.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/These_vom_%E2%80%9EEnde_der_Geschichte%E2%80%9C_(Fukuyama)&amp;diff=20315</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/These vom „Ende der Geschichte“ (Fukuyama)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/These_vom_%E2%80%9EEnde_der_Geschichte%E2%80%9C_(Fukuyama)&amp;diff=20315"/>
		<updated>2020-04-29T13:31:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* These vom Ende der Geschichte (Francis Fukuyama) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=====These vom Ende der Geschichte (Francis Fukuyama) =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autorin: LS&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Francis Fukuyama wuchs bei seiner akademisch geprägten Familie in New York auf. Er studierte zunächst politische Philosophie und machte schließlich seinen Abschluss in Politikwissenschaften an der Harvard University. Anschließend war er unter anderem für die US-amerikanische Regierung tätig und arbeitete für etliche hoch angesehene Universitäten als Professor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der von ihm verfassten Werke &#039;&#039;„The End of History“&#039;&#039;erschien im Jahre 1992. Es ist inhaltlich von dem Systemkonflikt zwischen kapitalistischer Demokratie und planwirtschaftlichem Staatskommunismus geprägt. Grob gesagt, vertrat Fukuyama die These, dass &#039;&#039;&#039;der ökonomische und politische Liberalismus sich weltweit in Form von Demokratie und Marktwirtschaft durchsetzen werde&#039;&#039;&#039;, und dies die einzige Möglichkeit für einen Fortgang der Geschichte sei. Dieses System befriedige im Vergleich zu anderen am besten das menschliche Bedürfnis nach sozialer Anerkennung. Wenn sich dieses System durchsetzen würde, entfalle der Kampf um Anerkennung und somit auch der Antrieb der Geschichtsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist fest davon überzeugt, dass sich die liberale Demokratie überall auf der Welt durchsetzen werde, und falls es noch irgendwo Defizite gäbe, dann sei dies kein Mangel des Systems selbst, sondern liege nur der Umsetzung. Trotz aller Überzeugung verheimlicht Fukuyama nicht die Kritikpunkte an dem liberaldemokratischen Modell, wie beispielsweise &#039;&#039;&#039;soziale Ungleichheit&#039;&#039;&#039;. Ebenfalls sagt er kein schnelles Durchsetzen des Systems voraus. Er beruft sich immer wieder auf die Philosophen &#039;&#039;Karl Marx&#039;&#039; und &#039;&#039;Georg Wilhelm Friedrich Hegel&#039;&#039;. Nach deren Ansicht entwickele sich die Geschichte durch Kämpfe (bei Marx: Klassenkämpfe), die zu einem Endzustand führen. Das Ende der Geschichte heißt also nicht, dass keine Ereignisse mehr stattfinden, sondern lediglich, dass sich nichts mehr an den grundlegenden Prinzipien und Institutionen ändert. Grund für diese Annahme einer „Universalgeschichte“ ist das immer weiter steigende Interesse an Naturwissenschaften, die für wirtschaftliche und militärische Interessen durchaus wichtiger wurden, sowie das Bedürfnis nach Anerkennung (Hegel). Der Kampf der Menschen gegen die Natur und der Kampf der Kulturen untereinander seien die treibenden Kräfte für geschichtliche Entwicklung und Fortschritt, und fänden laut Fukuyama ihr friedliches Ende in Kapitalismus und Demokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kritiker*innen wenden jedoch ein, dass Demokratie verbunden mit kapitalistischen Prinzipien keinesfalls die endgültige Lösung sein könne&#039;&#039;&#039;. Die unteren Bevölkerungsschichten würden durch eine generelle soziale Ungerechtigkeit mit klaren Gewinnern und Verlierern extrem ausgebeutet. Eine wirkliche Perspektive im Kapitalismus sei nur für die Vermögenden möglich. Ebenfalls seien traditionelle tribale Kulturen und einige Religionsgruppen nicht anpassungsfähig genug, um sich diesem kapitalistisch-demokratischen System anzupassen. Es käme statt einer Angleichung eher zu einer Art &#039;&#039;&#039;„Kampf der Kulturen“&#039;&#039;&#039;. Ebenfalls nahm Fukuyama den christlichen Glauben als einzige Religion für den demokratischen Kapitalismus an. Dies führte ebenfalls dazu, dass sich seine These im Diskurs nicht durchsetzen konnte. Generell führe das für Fukuyama am meisten durchsetzungsfähige System in einigen Teilen zu Erfolg und Sicherheit, jedoch keinesfalls zu Gemeinschaftsgefühl oder der freien Entfaltung der Identität. Diese Aspekte würden von einigen Ethnien viel stärker hervorgebracht, und bildeten dadurch eine weltanschauliche Alternative, die die tiefsten Bedürfnisse des Menschen befriedige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik Fukuyama.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Francis Fukuyama (2005)&#039;&#039;&#039;, Francis Fukuyama at Nexus Institute, by Robert Goddyn, Lizenz:  CC BY-SA 3.0 &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Relevanz der These vom „Ende der Geschichte“=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autorin: MT&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Politikwissenschaftler, Francis Fukuyama, stellt 1992 die ‘‘‘These vom „Ende der Geschichte“‘‘‘ auf, sie bleibt aber eine Theorie, die wahrscheinlich nie in die Praxis übergehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass der ökonomische und politische Liberalismus sich weltweit in Form von Demokratie und Markwirtschaft durchsetzen werde und dabei nur positive Aspekte hervorbringe, sei ein Irrglaube.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde sich das System jedoch langfristig durchsetzen, existiere der ewige Kampf des Menschen um Anerkennung nicht mehr, der Antrieb der Geschichtsentwicklung verschwinde damit zugleich – Unsere Geschichte steht still.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Fukuyama erklärt auch in seinem in 1992 erschienen Buch ‘‘„The End of History“‘‘ die unvermeidbaren Kritikpunkte seiner Theorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter anderem käme soziale Ungleichheit zu Folge, die durch den extremen Kapitalismus fatal sei – die sowieso schon in Ländern teils sehr große Schere zwischen Arm und Reich würde expandieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gäbe nur noch klare Gewinner und klare Verlierer des Extrems. Langzeitig behauptet der Politikwissenschaftler, dass sich dieses System in der Zukunft irgendwann überall durchsetze, es sei ein langatmiger, schleichender Prozess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine fast 30 Jahre alte These wird auch heute noch breit diskutiert, Fukuyama gibt nicht auf und versucht sie auch heute noch immer wieder zu revidieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aspekte wie die wachsende „nationalistische Internationale“; das Internet, welches die Herrschaft der Institutionen und Autoritären untergrabe; niemand glaube nach etlichen Finanzkrisen mehr an den Markt und noch viele weitere Faktoren seien dafür verantwortlich, dass die These von 1992 sich bis jetzt nicht behaupten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber sei das Internet unter anderem Schuld, so kann man sich fragen, ob Fukuyamas Ansatz sich jemals durch die fortlaufende Digitalisierung der Gegenwart, durchsetzen könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seiner Meinung nach seien Länder, in denen das System später nicht aufginge, kein Fehlschuss seiner Theorie, sondern lediglich ein Beispiel einer schlechten Umsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Relevanz der These für unsere Gegenwart, dass unsere Geschichte irgendwann endet, ist nach drei Jahrzenten anhaltend umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Francis Fukuyama muss seine Ansätze immer wieder verteidigen, denn bis heute ist die vermutete Zukunftsvision nicht eingetroffen, die beiläufige These beeinflusst aber unser gegenwärtiges Leben nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die soziale Marktwirtschaft, enthält auch in Deutschland Züge des Kapitalismus‘, doch ob sich in ferner Zukunft Fukuyamas Zukunftsvision verwirklicht, steht in den Sternen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch eines ist sicher: Geschieht dies, erleben wir einen regelrechten Kampf der Kulturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Welt ohne Streben nach Anerkennung, kann es jedoch auch zu einem wirtschaftlichen Zerfall kommen, denn wenn niemand nach etwas strebt – wie sollen wir in einer funktionierenden Wirtschaft leben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend muss man hier nicht nur über die wirtschaftlichen Aspekte nachdenken, sondern auch über die Kultur des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist sicher, dass auch trotz der Möglichkeit zum finanziellen Aufstieg, kein Mensch in einem System leben wolle, das keine sozialen Aspekte des gemeinsamen Lebens aufgreift.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Quellen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Josef Joffe, „Ende der Geschichte, eine Kolumne von Josef Joffe“, in: Die Zeit  Nr. 25/2014, 12.Juni 2014 [https://www.zeit.de/2014/25/josef-joffe-zeitgeist-25-2014], (24.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Jordan, „Francis Fukuyama und das „Ende der Geschichte““, Version 1.0, Veröffentlicht in: [https://docupedia.de/zg/Fukuyama,_Ende_der_Geschichte], 30.05.2011 (24.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jochen Trum, „Francis Fukuyama ,Identität´“, Deutschlandfunk,  04.02.2019, [https://www.deutschlandfunk.de/francis-fukuyama-identitaet.1310.de.html?dram:article_id=439949], (24.03.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Atomare_Aufr%C3%BCstung_im_Kalten_Krieg&amp;diff=20313</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Atomare Aufrüstung im Kalten Krieg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Atomare_Aufr%C3%BCstung_im_Kalten_Krieg&amp;diff=20313"/>
		<updated>2020-04-29T13:29:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Atomares Wettrüsten zu Zeiten des kalten Krieges */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Atomares Wettrüsten zu Zeiten des kalten Krieges|Atomares Wettrüsten zu Zeiten des kalten Krieges]]&lt;br /&gt;
=====Atomares Wettrüsten zu Zeiten des kalten Krieges=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autorin: LD&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Definition des Wortes “Wettrüsten” bzw. “Rüstungswettlauf”======&lt;br /&gt;
⇒ &#039;&#039;&#039;Beschreibt das etappenweise Aufrüsten von Militär zweier oder mehrerer sich antagonistisch gegenüberstehenden Staaten oder Bündnissen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Überblick über den Kalten Krieg======&lt;br /&gt;
Der durch dem Kalten Krieg zugrundeliegenden Grundkonflikt, war ein Konflikt zweier Gesellschaftsmodelle mit unterschiedlichen Ideologien mit dem kommunistischen Modell der staatssozialistischen “&#039;&#039;Volksdemokratie&#039;&#039;” (vertreten durch die Sowjetunion) und das Modell der liberal kapitalistischen, parlamentarischen Demokratie (vertreten durch die USA).  Hauptakteure waren somit die beiden als Siegermächte aus dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangenen Allianzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehung des Konfliktes ist auf die nach der gemeinsamen Zerschlagung des Nationalsozialismus folgende Entfremdung der beiden Parteien, die beide auf die Allgemeingültigkeit ihres Systems beharrten zurückzuführen. Weitere Staaten schlossen sich im Verlauf des kalten Krieges einer der beiden Fraktionen an, ausgenommen von China und ein paar weiteren, nicht mittels Verträgen an eine der beiden Parteien gebundene Staaten, die ihre politisch-wirtschaftliche Unabhängigkeit beibehielten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Hergang======&lt;br /&gt;
Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die ersten nuklearen Sprengköpfe durch die US-Army bei einem Angriff auf Hiroshima und Nagasaki in Japan eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie beide hatten eine zu dem Zeitpunkt noch nie gesehene Sprengkraft und löschten jeweils die dortige Zivilisation gänzlich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach dem Angriff kapitulierte Japan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies zeichnete den Anfang der Entwicklung atomarer Waffen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Erste Spaltungen======&lt;br /&gt;
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges und Zerschlagung des Nationalsozialismus wurde das Deutsche Gebiet im Februar 1945 unter den Siegermächten (die USA, Groß Britannien, Frankreich und die Sowjetunion (UdSSR)) in Besatzungszonen aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptstadt Berlin hatte hierbei eine besondere Stellung, da sie zum Teil zum westlichen Gebiet der Alliierten gehörte, jedoch inmitten des östlichen Gebiets der Sowjetunion lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach der Aufteilung kam es zu einer Verschlechterung der Verhältnisse zwischen den USA und der Sowjetunion, da diese die USA einer aggressiv-expansiven Politik bezichtigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1947 stellte &#039;&#039;&#039;Harry Trueman&#039;&#039;&#039; (der derzeitige Präsident der USA) die “Containment”(Eindämmungs)-Politik vor, die darauf abzielte Staaten, die sich vom Kommunismus bedroht sahen, zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit einher ging, der sogenannte “&#039;&#039;&#039;Marshall-Plan&#039;&#039;&#039;”, welcher die europäische Wirtschaft, die nach dem Zweiten Weltkrieg stark geschwächt war, unterstützen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Josef Stalin (der damalige Diktator der Sowjetunion) verbot als Reaktion darauf sämtlichen vom Kommunismus beherrschten Staaten sich an diesem Plan zu beteiligen, hier zeichnet sich bereits die “&#039;&#039;Teilung der Welt&#039;&#039;”, die das Zentrum der Ära des Kalten Krieges bildete, ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Spaltung zwischen West-Alliierten und der UdSSR wurde noch weiter verstärkt, als die D-Mark (Deutsch Westmark) als neue, zentrale Währung in Westdeutschland eingeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die UdSSR blockierte daraufhin die Warenversorgung Westberlins zu Lande, was dazu führte, dass die West-Alliierten sich zusammenschlossen, um Flugzeuge (sog. “&#039;&#039;Rosinenbomber&#039;&#039;”) nach Westberlin zu schicken, welche dieses dann über den Luftweg belieferten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Ereignis war einschneidend hinsichtlich der Beziehung der Sowjetunion mit den West-Alliierten, da diese somit das erste Mal gezwungen waren gesammelt gegen die UdSSR vorzugehen, folglich ihre Verbindung zueinander festigte und die Spaltung von der Sowjetunion eben noch verstärkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz darauf (im April 1949) schlossen sie sich so zur NATO zusammen und die DDR wurde Ende des Jahres durch die UdSSR gegründet.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Beginn des Korea-Krieges und Tests neuartiger Waffen======&lt;br /&gt;
Währenddessen kam es bereits zur Entwicklung erster nuklearer Waffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kam es noch innerhalb 1949 zu einem Auftrag der US-Army an das “&#039;&#039;Pictanny Arsenal&#039;&#039;” zur Produktion einer nuklearen Granate mit dem Namen “&#039;&#039;Atomic Annie&#039;&#039;”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch im selben Jahr kam es zur Zündung der ersten sowjetischen Atombombe auf einem Testgelände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits ein Jahr später begann der Korea-Krieg, provoziert durch die widerstandslose Einnahme des westlich orientierten Seouls (die Hauptstadt Südkoreas) durch das kommunistisch, sowjetisch unterstützte Nordkorea.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Ereignis führte zu weiteren Anspannungen zwischen den beiden Atommächten (USA und UdSSR).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Jahre später (im September 1952) plante die NATO die Strategie der “&#039;&#039;Massive Retaliation&#039;&#039;”, welche einen atomaren Gegenschlag gegen potenzielle sowjetische Angriffe vorsah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch innerhalb desselben Jahres testeten die USA ihre erste H-Bombe (eine Art von Atombombe) mit einem nuklearen Sprengkopf auf den sogenannten &#039;&#039;Marshall- Inseln&#039;&#039;, sowie - ein Jahr später - die nun fertiggestellte “&#039;&#039;Atomic Annie&#039;&#039;” auf einem Testgelände in Nevada.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies markierte den ersten Artillerietestschuss einer atomaren Waffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Monat später - im Juni des Jahres 1953 - gab es daraufhin erste Pläne einer Stationierung von Atomwaffen durch die USA in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August desselben Jahres nahm nun auch die Sowjetunion eine Testung ihrer H-Bombe vor und es entstand ein “nukleares Patt” zwischen beiden Atommächten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Stationierung atomarer Waffen in Westdeutschland und Unruhen im Volk======&lt;br /&gt;
Ende 1953 trafen dann auch die geplanten Geschütze zum Feuern nuklearer Raketen in Westdeutschland ein - sie waren jedoch erste 1954 einsatzbereit.&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung befürwortete dies jedoch nicht, was sich in der “Göttinger Erklärung” im April 1947 zeigt, bei der sich mehrere Wissenschaftler gegen das atomare Wettrüsten, sowie die geplante atomare Aufrüstung der Bundeswehr aussprachen und eine friedliche Nutzung der Atomenergie forderten.&lt;br /&gt;
Im Februar 1958 erreichte der Unmut der Bevölkerung  unter der “&#039;&#039;Kampf dem Atomtod&#039;&#039;”-Bewegung - eine außerparlamentarische Bewegung bestehend aus Wissenschaftlern, Gewerkschaftlern, Schriftstellern und Kirchenvertretern, die sich gegen das atomare Wettrüsten und die atomare Aufrüstung der Bundeswehr stellte.&lt;br /&gt;
Trotz der vielen Proteste stimmt der Bundestag der atomaren Aufrüstung der Bundeswehr im März 1958 zu, was von der UdSSR als “Atomkriegspläne der deutschen Revanchisten” dargestellt wird.&lt;br /&gt;
Am 31. Oktober 1958 begannen die Genfer Gespräche - eine Konferenz der vier Großmächte (Frankreich, USA, Groß Britannien und UdSSR) zur Besprechung der politischen Lage -  die vorerst ergebnislos verblieb.&lt;br /&gt;
Jedoch konnte sich auf eine vorübergehende Einstellung weiterer atomarer Waffentests einigen.&lt;br /&gt;
Am 13. Oktober.1961 wurde zwei Jahre später die Berliner Mauer fertiggestellt, was das Verhältnis der UdSSR zu den Westalliierten erneut verschlechterte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Die Kuba-Krise als einer der riskantesten Momente im Kalten Krieg======&lt;br /&gt;
Etwas mehr als ein Jahr später - am 14. Oktober. 1962 - kam es dann zur Kuba-Krise:&lt;br /&gt;
Trotz der nun Vereinbarung keine weiteren Atomwaffentests mehr anzusetzen, entdeckten amerikanische Aufklärungsflugzeuge sowjetische Abschussvorrichtungen auf Kuba.&lt;br /&gt;
Die Kuba-Krise ist als einer der gefährlichsten Momente des Kalten Krieges zu sehen - es kam aufgrund der angespannten Lage beinahe zum Dritten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
Eine Verhinderung dessen war lediglich durch eine lange Verhandlung zwischen John F. Kennedy (der amtierende Präsident der USA) und Nikita Crustschov (dem amtierenden Parteichef der KPdSU) möglich.&lt;br /&gt;
Im Zuge dieser Verhandlungen verpflichtete sich die USA ihre eigenen Geschütze in der Türkei abzubauen und sah von einer Invasion Kubas ab.&lt;br /&gt;
Es kam somit zwar zu keinem Dritten Weltkrieg, jedoch wurden stellvertretend Kriege in anderen Ländern geführt (siehe Vietnamkrieg, Angolakrieg und Kriege im Mittleren Osten).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Atomwaffensperrvertrag======&lt;br /&gt;
Um ähnlich riskanten Situationen zukünftig entgegenzuwirken, wurde am 20. Juni.1963 der sog. “&#039;&#039;Heiße Draht&#039;&#039;” eingeführt - eine direkte Nachrichtenverbindung zwischen USA und UdSSR.&lt;br /&gt;
5 Jahre später - am 1. Juli.1968 wurde dann der “&#039;&#039;Atomaffensperrvertrag&#039;&#039;” zwischen den fünf Atommächten (USA, Frankreich, Groß Britannien und der Sowjetunion) festgelegt:&lt;br /&gt;
Er verpflichtete diese zum Abbau atomarer Waffen.&lt;br /&gt;
Im Jahr 1976 stationierte die Sowjetunion dennoch “SS-20”-Raketenabschussanlagen (Mittelstreckenraketen zum Transport atomarer Sprengköpfe) im Westen der Sowjetunion.&lt;br /&gt;
Aus Angst vor einem atomaren Erstschlag der USA legte die Sowjetunion im Mai des Jahres 1981 die Operation “&#039;&#039;Ryan&#039;&#039;” an. Sie stellte die größte Spionageaktion der sowjetischen Regierung dar.&lt;br /&gt;
Innerhalb desselben Jahres im November wurde anschließend im Rahmen der Genfer Konferenz über die Stationierung der sowjetischen SS-20-Raketen gesprochen - es kam jedoch zu keiner Einigung.&lt;br /&gt;
Da die USA sich durch die nukleare Präsenz der Sowjetunion bedroht fühlten fordert der derzeitige Präsident  der USA, Ronald Reagan, im März im Rahmen der “SDI” (&#039;&#039;Strategic Defense Initiative&#039;&#039;) einen weltraumgestützten Abwehrschirm gegen Atomraketen - diese Forderung trägt zu einer erneuten Verschlechterung des Verhältnisses zwischen USA und der Sowjetunion bei.&lt;br /&gt;
Im November des gleichen Jahres kam es dann erneut beinahe zum Dritten Weltkrieg, als die US-Army die Übung “&#039;&#039;Able Archer 83&#039;&#039;” durchführte.&lt;br /&gt;
Sie erprobten hiermit den Fall eines atomaren Angriffes seitens der Sowjetunion und nutzten hierbei eine neuartige Funkverschlüsselung.&lt;br /&gt;
Die Sowjetunion rechnete während der Übung mit einem atomaren Erstschlag der USA - die Lage entspannte sich jedoch wieder noch Beendigung der Übung,&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Das Ende des Kalten Krieges======&lt;br /&gt;
Erst am 8. Dezember. 1987 einigten sich Ronald Reagan und Michael Gorbatschow auf die Vernichtung aller landgestützten Mittelstreckenraketen mit atomaren Sprengköpfen.&lt;br /&gt;
Zwei Jahre darauf - am 9. November. 1989 - kam es dann zum Fall der Berliner Mauer, da die Sowjetunion die finanziellen Mittel nicht länger hatte, um diese aufrechtzuerhalten, und zugleich den Kalten Krieg zu führen.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zwei Monate später, am 3. Dezember. 1989, erklärten so George Bush (der nun amtierende amerikanische Präsident) und Michael Gorbatschow den Kalten Krieg für beendet.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Relevanz für die Gegenwart=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autorin: NK&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das atomare Wettrüsten der USA und der Sowjetunion während des Kalten Kriegs beeinflusst die militärischen, (gesellschafts-)politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen, aber auch die Umwelt- und Klimapolitik, etwa im Rahmen der friedlichen Nutzung von Kernenergie, weltweit bis heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aktuellen Folgen des Wettlaufs können hier nur exemplarisch aufgezeigt werden. Beispiel: Der Iran droht seit Anfang 2020 mit dem Ausstieg aus dem Atomwaffensperrvertrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Atomwaffensperrvertrag war in den 1960er Jahren in der Hochphase der nuklearen Aufrüstung ausgehandelt worden und trat 1970 in Kraft. Die freiwillige Verpflichtung, bei der es im Kern darum geht, die weitere Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern, haben 191 Staaten unterzeichnet. Der Iran tat dies 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Vertrag verpflichten sich die Atommächte, Atomwaffen nicht an andere Länder weiterzugeben, und Nicht-Atommächte verzichten auf Versuche, Atomwaffen in ihren Besitz zu bringen. Atomstaaten bekennen sich außerdem zum Abbau ihrer Nuklearwaffen, und alle Staaten wollen zusammenzuarbeiten, wenn es um die zivile Nutzung der Atomtechnologie geht. Hinzu kommen nuklearwaffenfreie Zonen. Die 1957 gegründete Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) soll die Einhaltung dieser Artikel kontrollieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Iran wird seit 2003 vorgeworfen, Atomwaffen zu besitzen oder zumindest an deren Bau zu arbeiten. Seit Dezember 2006 gibt es, nicht durchgehend, Sanktionen gegen den Iran, um ihn vom Bau von Atomwaffen abzuhalten. Der Iran bestreitet alle Vorwürfe im Zusammenhang eines solchen Vorhabens. Die Beweislage ist alles andere als eindeutig. 2015 schlossen die fünf Veto- und Atommächte des UN-Sicherheitsrates und Deutschland ein weiteres Atomabkommen mit der Regierung in Teheran, um alles außer einer friedlichen Nutzung zu verhindern. Bis heute ist nicht geklärt, ob oder inwieweit der Iran ein Atomprogramm, das nicht den Vereinbarungen entspricht, verfolgt. Nun gab der Iran bekannt, aus dem Atomwaffensperrvertrag auszutreten, falls der Streit über das Atomabkommen im Sicherheitsrat landen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der inzwischen 50 Jahre alte Atomwaffensperrvertrag sollte die Gefahr eines Atomkriegs zwischen Nato und Warschauer Pakt verringern. Heute ist er unter anderem Grundlage für Sanktionen, die Drohung einer Aufkündigung – wie im Fall des Iran - dient immer noch als Druckmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Quellen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atlanta-Service, &#039;&#039;Karte “Besatzungszonen”&#039;&#039;, in: LeMO, Lebendiges Museum Online, [[https://www.hdg.de/lemo/bestand/objekt/karte-besatzungszonen.html LEMO]] ; Stand vom 23.3.20, 11:54. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sandra Kampmann, &#039;&#039;Deutsche Geschichte: Kalter Krieg&#039;&#039; veröffentlicht in [[https://www.planet-wissen.de/geschichte/deutsche_geschichte/kalter_krieg/index.html Planet-Wissen]] 17.02.2020, abgerufen am 22.03.2020, 10:46.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernd Stöver, &#039;&#039;Der Kalte Krieg und das Wettrüsten&#039;&#039;, Bundeszentrale für politische Bildung veröffentlicht in [[https://www.bpb.de/internationales/amerika/usa/10614/kalter-krieg BPB]], 11.10.2008, abgerufen 23.03.2020, 11:05.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wikipedia, &#039;&#039;Wettrüsten&#039;&#039; [[https://de.wikipedia.org/wiki/Wettr%C3%BCsten Wikipedia]] , 18.02.2020; abgerufen am 23.03.2020, 11:02.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mark Willock, &#039;&#039;Zeitstrahl: Kalter Krieg&#039;&#039; [[https://www.planet-schule.de/wissenspool/planspiel-atomkrieg/inhalt/hintergrund/zeitstrahl-kalter-krieg.html?fbclid=IwAR0aVvVXIqlZb66yssGP3WhdA0uxD0PfGQQgwYV_fKX4wJLM5p4LLkV5JjE Planet-Schule]], 2008, abgerufen am 22.03.2020, 11:37.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/B%C3%BCrgerkriege_auf_dem_Balkan&amp;diff=20286</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Bürgerkriege auf dem Balkan</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/B%C3%BCrgerkriege_auf_dem_Balkan&amp;diff=20286"/>
		<updated>2020-04-29T11:21:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Die Balkankriege 1991–1999 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=====&amp;lt;big&amp;gt;Die Balkankriege 1991–1999&amp;lt;/big&amp;gt;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autorin: JD&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bevoelkerung_Jugoslawiens.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Die Bevölkerung Jugoslawiens 1991‘‘‘, Wolpertinger, Lizenz:&#039;&#039;&#039;[https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/ CC BY-SA 3.0]‘‘‘,via [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?sort=relevance&amp;amp;search=juguslawien+bild&amp;amp;title=Special:Search&amp;amp;profile=advanced&amp;amp;fulltext=1&amp;amp;advancedSearch-current=%7B%7D&amp;amp;ns0=1&amp;amp;ns6=1&amp;amp;ns12=1&amp;amp;ns14=1&amp;amp;ns100=1&amp;amp;ns106=1&amp;amp;uselang=de-formal&amp;amp;searchToken=n27ii3gs44iiozt6sl4jhruw#%2Fmedia%2FFile%3ABevoelkerungsgruppen-Jugoslawien.png Wikimedia Commons].&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Einführung=====&lt;br /&gt;
Dem endgültigen Zusammensturz der SFRJ (Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien) Anfang der 90er Jahre ging eine bereits längere Phase schleichender Zerfallsprozesse voraus, die hauptsächlich aufgrund tiefgreifender ökonomischer Probleme entstanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Slobodan Milosevic, serbischer Präsident mit Amtszeiten von 1989-2000, gilt als einer der wichtigsten Akteure schwerster Verbrechen in den Balkankriegen, welche zwischen 1991 und 1999 die ehemaligen jugoslawischen Republiken Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Slowenien und den Kosovo durch Kriege verwüstet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====10-Tage-Krieg in Slowenien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 fordert Slowenien seine Unabhängigkeit von Jugoslawien und tritt aus dem Vielvölkerstaat aus. Die serbisch dominierte Regierung in Belgrad ist damit nicht einverstanden und sendet Truppen der Jugoslawischen Volksarmee nach Slowenien. Es kommt zu einer kurzen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen der slowenischen Armee und der Volksarmee Jugoslawiens. Die Volksarmee ist jedoch weniger gut aufgestellt und wird bereits nach 10 Tagen wieder abgezogen. Durch internationale Verhandlungen erreicht Slowenien letztendlich seine Unabhängigkeit. Dieser 10-Tage-Krieg (27. Juni. 1991–7.Juli 1991) fordert nur wenige Menschenleben, ist jedoch Auslöser einer ganzen „Kettenreaktion“ weiterer Kriege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Beginn des Krieges in Kroatien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 fordert auch Kroatien seine Unabhängigkeit von Jugoslawien und noch während slowenische Soldaten die jugoslawischen zurückdrängen, kommt es auch zu Kämpfen in Kroatien, weil der Vielvölkerstaat Jugoslawien auch Truppen der Volksarmee nach Kroatien schickt. Bis Ende des Jahres fordert der nun entfachte Krieg bereits 10000 Menschenleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kroatien erheben die Serben Anspruch auf ein bestimmtes Gebiet, nämlich die Krajina, um welches hauptsächlich gekämpft wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Krieg in Bosnien-Herzegowina und Kroatien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich im April 1992 auch Bosnien-Herzegowina von Jugoslawien lossagt, beginnt ein 4 Jahre langer, brutaler Krieg. Im April 1992 stimmt nämlich ein Großteil der Bosniaken bei einer Abstimmung für die Unabhängigkeit Bosnien-Herzegowinas von Jugoslawien. Problem ist jedoch, dass die bosnischen Serben die Abstimmung boykottiert und stattdessen ihre eigene Republik in Bosnien-Herzegowina ausgerufen haben. Das lassen sich die Bosniaken nicht gefallen und es kommt zum Krieg zwischen ihnen und den bosnischen Serben, welche von der Jugoslawischen Volksarmee unterstützt werden. Gegen Ende des Krieges kontrollieren die Serben und die Volksarmee weit über die Hälfte des Landes und belagern gemeinsam die Hauptstadt Sarajevo. Sie vollziehen nicht nur Kampfhandlungen, sondern versuchen zudem noch die von ihnen besetzten Gebiete „ethnisch zu säubern“, was die systematische Verfolgung und Vernichtung von Menschen einer bestimmten Herkunft, Religion oder Kultur bedeutet. In Bosnien und Kroatien handelt es sich vor allem um die Verfolgung von Muslimen, welche der serbische Präsident Slobodan Milosevic anordnet. Ganze Gemeinden werden vernichtet, 100.000 Menschen sterben und bis zu zwei Millionen müssen flüchten. Im Zuge dieser „ethnischen Säuberung“ kommt es 1995 zu einem der größten Massaker in der Stadt Srebrenica. Es werden um die 8000 Jugendliche und Erwachsene Männer getötet, die dem muslimischen Glauben angehören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einiger Zeit greift die Welt ein. Es werden Schutzzonen eingerichtet, Waffenembargos verhängt (Embargo: Staatliches Verbot mit einem bestimmten Staat Handel zu treiben) und Friedenssoldaten, sogenannte „Blauhelm-Soldaten“ geschickt. Bosnien und Kroatien bekommen Unterstützung durch die NATO und es gelingt ihnen, die Serben zurückzudrängen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach immer mehr Luftangriffen der NATO gegen die serbischen Stellungen erklärt sich Serbien schließlich zu Friedensverhandlungen bereit und es kommt im Dezember 1995 zum Dayton-Abkommen, einem Friedensvertrag zwischen Bosnien-Herzegowina, Serbien und Kroatien, welches den Krieg in Kroatien und Bosnien-Herzegowina offiziell beendet. Es wird ein Kriegsverbrechertribunal gegründet und die Kriegsverbrecher verfolgt und zur Rechenschaft gezogen. Slobodan Milosevic stirbt jedoch 2006 in seiner Zelle, bevor er verurteilt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Krieg im Kosovo=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Friedensabkommen von Dayton ist die Kettenreaktion der Jugoslawien-Kriege jedoch noch nicht vorbei. In der über 80% von Albanern bewohnten serbischen Provinz Kosovo verlangen diese ab Mitte der 90er Jahre ebenfalls ihre Unabhängigkeit von Jugoslawien. Zu Anfang wird noch friedlich protestiert, doch die Situation radikalisiert sich sehr schnell und mündet in terroristischen Aktivitäten. Die &amp;quot;Befreiungsarmee für Kosovo&amp;quot; (UÇK) schafft es im Frühsommer 1998, zu Beginn des Krieges, ungefähr ein Drittel des Kosovo unter ihre Kontrolle zu bringen, woraufhin die serbische Volksarmee einmarschiert. Nach einer gescheiterten Friedenskonferenz in Rambouillet startet die NATO am 24. März 1999 Luftangriffe gegen serbische Militäreinrichtungen sowie auf die Hauptstadt Belgrad. Nach Beginn der Luftangriffe werden hunderttausende Albaner aus der Region vertrieben. Anfang Juni 1999 endet der Krieg, als Serbien den Friedensplan akzeptiert und seine Truppen aus dem Kosovo zurückzieht. Die Region steht seitdem unter UN-Verwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Relevanz für die Gegenwart&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor: MaTi&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Thema Bürgerkriege auf dem Balkan hat für die Gegenwart zum einen Relevanz, da der Konflikt noch nicht lange vorbei ist und in der Region immer noch Spannungen bestehen, die dafür sorgen könnten, dass ein wieder ein Konflikt ausbricht. Zum anderen hat das Thema Relevanz für die Gegenwart, da es viele Regionen gibt, in denen sich ebenfalls Teile eines Staates oder Bevölkerungsteile abspalten wollen, wie zum Beispiel Taiwan, und in denen es durch solche Spannungen zu ähnlichen Konflikten wie auf dem Balkan kommen kann. Durch die Erfahrungen aus dem Balkan kann man solche Konflikte vermeiden beziehungsweise friedlich lösen oder die Erfahrungen nutzen, um im Falle einer Auseinandersetzung jene möglichst schnell zu beenden. Außerdem kann man aus den Fehlern und Erfahrungen lernen, die man im Umgang mit der großen Anzahl an Flüchtlingen im Zuge der Bürgerkriege gesammelt hat, um diese im Umgang mit der großen Anzahl an Flüchtlingen nicht noch einmal zu begehen. Zudem sind in der Region immer noch NATO Truppen und Bundeswehr Soldaten, mit einem unbefristeten Mandat für die KFOR Mission in der Region im Einsatz, um dort den Frieden zu sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Quellen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drotschmann, Mirko: Die Jugoslawienkriege erklärt | Historische Ereignisse“, in: MDR DOK bei YouTube, 26.07.2016 [[https://www.youtube.com/watch?v=UYiBINppESI]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drotschmann, Mirko: Jugoslawienkriege: Konflikt oder Ende?“, in: MrWissen2go Geschichte, 27.02.2020 [[https://www.youtube.com/watch?v=bUNXTzadFP4]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mappes-Niediek, Norbert: „Vor 20 Jahren nahmen die Balkankriege ihren Anfang“, in: AZ (Aargauer Zeitung), 16.06,2011 [[https://www.aargauerzeitung.ch/ausland/vor-20-jahren-nahmen-die-balkankriege-ihren-anfang-109580831#]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neumayer, Ingo „Jugoslawien-Kriege“, in: ARD Planet-Wissen, 18.10.2018 [[https://www.planet-wissen.de/kultur/suedosteuropa/jugoslawien_kriege/index.html#Bosnien-Herzegowina]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schießl, Michael: „Entstehung und Verlauf der Balkankriege (1991-1995). Die Rolle der NATO“, in: GRIN, 2005 [[https://www.grin.com/document/45671]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbekannter Autor: „Die Balkankriege 1990-1999“, in Stern.de, 11.02.2002 [[https://www.stern.de/politik/ausland/rueckblick-die-balkankriege-1991-1999-3286474.html]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wunderlich, Dieter: „Das Auseinanderbrechen Jugoslawiens: Die Balkankriege der Neunzigerjahre“, in: Dieter Wunderlich, 2005/2010 [[https://www.dieterwunderlich.de/jugoslawien.htm]] (Stand: 25.03.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/B%C3%BCrgerkriege_auf_dem_Balkan&amp;diff=20285</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Bürgerkriege auf dem Balkan</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/B%C3%BCrgerkriege_auf_dem_Balkan&amp;diff=20285"/>
		<updated>2020-04-29T11:20:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Krieg im Kosovo */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=====&amp;lt;big&amp;gt;Die Balkankriege 1991–1999&amp;lt;/big&amp;gt;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bevoelkerung_Jugoslawiens.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Die Bevölkerung Jugoslawiens 1991‘‘‘, Wolpertinger, Lizenz:&#039;&#039;&#039;[https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/ CC BY-SA 3.0]‘‘‘,via [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?sort=relevance&amp;amp;search=juguslawien+bild&amp;amp;title=Special:Search&amp;amp;profile=advanced&amp;amp;fulltext=1&amp;amp;advancedSearch-current=%7B%7D&amp;amp;ns0=1&amp;amp;ns6=1&amp;amp;ns12=1&amp;amp;ns14=1&amp;amp;ns100=1&amp;amp;ns106=1&amp;amp;uselang=de-formal&amp;amp;searchToken=n27ii3gs44iiozt6sl4jhruw#%2Fmedia%2FFile%3ABevoelkerungsgruppen-Jugoslawien.png Wikimedia Commons].&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Einführung=====&lt;br /&gt;
Dem endgültigen Zusammensturz der SFRJ (Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien) Anfang der 90er Jahre ging eine bereits längere Phase schleichender Zerfallsprozesse voraus, die hauptsächlich aufgrund tiefgreifender ökonomischer Probleme entstanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Slobodan Milosevic, serbischer Präsident mit Amtszeiten von 1989-2000, gilt als einer der wichtigsten Akteure schwerster Verbrechen in den Balkankriegen, welche zwischen 1991 und 1999 die ehemaligen jugoslawischen Republiken Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Slowenien und den Kosovo durch Kriege verwüstet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====10-Tage-Krieg in Slowenien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 fordert Slowenien seine Unabhängigkeit von Jugoslawien und tritt aus dem Vielvölkerstaat aus. Die serbisch dominierte Regierung in Belgrad ist damit nicht einverstanden und sendet Truppen der Jugoslawischen Volksarmee nach Slowenien. Es kommt zu einer kurzen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen der slowenischen Armee und der Volksarmee Jugoslawiens. Die Volksarmee ist jedoch weniger gut aufgestellt und wird bereits nach 10 Tagen wieder abgezogen. Durch internationale Verhandlungen erreicht Slowenien letztendlich seine Unabhängigkeit. Dieser 10-Tage-Krieg (27. Juni. 1991–7.Juli 1991) fordert nur wenige Menschenleben, ist jedoch Auslöser einer ganzen „Kettenreaktion“ weiterer Kriege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Beginn des Krieges in Kroatien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 fordert auch Kroatien seine Unabhängigkeit von Jugoslawien und noch während slowenische Soldaten die jugoslawischen zurückdrängen, kommt es auch zu Kämpfen in Kroatien, weil der Vielvölkerstaat Jugoslawien auch Truppen der Volksarmee nach Kroatien schickt. Bis Ende des Jahres fordert der nun entfachte Krieg bereits 10000 Menschenleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kroatien erheben die Serben Anspruch auf ein bestimmtes Gebiet, nämlich die Krajina, um welches hauptsächlich gekämpft wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Krieg in Bosnien-Herzegowina und Kroatien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich im April 1992 auch Bosnien-Herzegowina von Jugoslawien lossagt, beginnt ein 4 Jahre langer, brutaler Krieg. Im April 1992 stimmt nämlich ein Großteil der Bosniaken bei einer Abstimmung für die Unabhängigkeit Bosnien-Herzegowinas von Jugoslawien. Problem ist jedoch, dass die bosnischen Serben die Abstimmung boykottiert und stattdessen ihre eigene Republik in Bosnien-Herzegowina ausgerufen haben. Das lassen sich die Bosniaken nicht gefallen und es kommt zum Krieg zwischen ihnen und den bosnischen Serben, welche von der Jugoslawischen Volksarmee unterstützt werden. Gegen Ende des Krieges kontrollieren die Serben und die Volksarmee weit über die Hälfte des Landes und belagern gemeinsam die Hauptstadt Sarajevo. Sie vollziehen nicht nur Kampfhandlungen, sondern versuchen zudem noch die von ihnen besetzten Gebiete „ethnisch zu säubern“, was die systematische Verfolgung und Vernichtung von Menschen einer bestimmten Herkunft, Religion oder Kultur bedeutet. In Bosnien und Kroatien handelt es sich vor allem um die Verfolgung von Muslimen, welche der serbische Präsident Slobodan Milosevic anordnet. Ganze Gemeinden werden vernichtet, 100.000 Menschen sterben und bis zu zwei Millionen müssen flüchten. Im Zuge dieser „ethnischen Säuberung“ kommt es 1995 zu einem der größten Massaker in der Stadt Srebrenica. Es werden um die 8000 Jugendliche und Erwachsene Männer getötet, die dem muslimischen Glauben angehören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einiger Zeit greift die Welt ein. Es werden Schutzzonen eingerichtet, Waffenembargos verhängt (Embargo: Staatliches Verbot mit einem bestimmten Staat Handel zu treiben) und Friedenssoldaten, sogenannte „Blauhelm-Soldaten“ geschickt. Bosnien und Kroatien bekommen Unterstützung durch die NATO und es gelingt ihnen, die Serben zurückzudrängen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach immer mehr Luftangriffen der NATO gegen die serbischen Stellungen erklärt sich Serbien schließlich zu Friedensverhandlungen bereit und es kommt im Dezember 1995 zum Dayton-Abkommen, einem Friedensvertrag zwischen Bosnien-Herzegowina, Serbien und Kroatien, welches den Krieg in Kroatien und Bosnien-Herzegowina offiziell beendet. Es wird ein Kriegsverbrechertribunal gegründet und die Kriegsverbrecher verfolgt und zur Rechenschaft gezogen. Slobodan Milosevic stirbt jedoch 2006 in seiner Zelle, bevor er verurteilt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Krieg im Kosovo=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Friedensabkommen von Dayton ist die Kettenreaktion der Jugoslawien-Kriege jedoch noch nicht vorbei. In der über 80% von Albanern bewohnten serbischen Provinz Kosovo verlangen diese ab Mitte der 90er Jahre ebenfalls ihre Unabhängigkeit von Jugoslawien. Zu Anfang wird noch friedlich protestiert, doch die Situation radikalisiert sich sehr schnell und mündet in terroristischen Aktivitäten. Die &amp;quot;Befreiungsarmee für Kosovo&amp;quot; (UÇK) schafft es im Frühsommer 1998, zu Beginn des Krieges, ungefähr ein Drittel des Kosovo unter ihre Kontrolle zu bringen, woraufhin die serbische Volksarmee einmarschiert. Nach einer gescheiterten Friedenskonferenz in Rambouillet startet die NATO am 24. März 1999 Luftangriffe gegen serbische Militäreinrichtungen sowie auf die Hauptstadt Belgrad. Nach Beginn der Luftangriffe werden hunderttausende Albaner aus der Region vertrieben. Anfang Juni 1999 endet der Krieg, als Serbien den Friedensplan akzeptiert und seine Truppen aus dem Kosovo zurückzieht. Die Region steht seitdem unter UN-Verwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Relevanz für die Gegenwart&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor: MaTi&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Thema Bürgerkriege auf dem Balkan hat für die Gegenwart zum einen Relevanz, da der Konflikt noch nicht lange vorbei ist und in der Region immer noch Spannungen bestehen, die dafür sorgen könnten, dass ein wieder ein Konflikt ausbricht. Zum anderen hat das Thema Relevanz für die Gegenwart, da es viele Regionen gibt, in denen sich ebenfalls Teile eines Staates oder Bevölkerungsteile abspalten wollen, wie zum Beispiel Taiwan, und in denen es durch solche Spannungen zu ähnlichen Konflikten wie auf dem Balkan kommen kann. Durch die Erfahrungen aus dem Balkan kann man solche Konflikte vermeiden beziehungsweise friedlich lösen oder die Erfahrungen nutzen, um im Falle einer Auseinandersetzung jene möglichst schnell zu beenden. Außerdem kann man aus den Fehlern und Erfahrungen lernen, die man im Umgang mit der großen Anzahl an Flüchtlingen im Zuge der Bürgerkriege gesammelt hat, um diese im Umgang mit der großen Anzahl an Flüchtlingen nicht noch einmal zu begehen. Zudem sind in der Region immer noch NATO Truppen und Bundeswehr Soldaten, mit einem unbefristeten Mandat für die KFOR Mission in der Region im Einsatz, um dort den Frieden zu sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Quellen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drotschmann, Mirko: Die Jugoslawienkriege erklärt | Historische Ereignisse“, in: MDR DOK bei YouTube, 26.07.2016 [[https://www.youtube.com/watch?v=UYiBINppESI]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drotschmann, Mirko: Jugoslawienkriege: Konflikt oder Ende?“, in: MrWissen2go Geschichte, 27.02.2020 [[https://www.youtube.com/watch?v=bUNXTzadFP4]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mappes-Niediek, Norbert: „Vor 20 Jahren nahmen die Balkankriege ihren Anfang“, in: AZ (Aargauer Zeitung), 16.06,2011 [[https://www.aargauerzeitung.ch/ausland/vor-20-jahren-nahmen-die-balkankriege-ihren-anfang-109580831#]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neumayer, Ingo „Jugoslawien-Kriege“, in: ARD Planet-Wissen, 18.10.2018 [[https://www.planet-wissen.de/kultur/suedosteuropa/jugoslawien_kriege/index.html#Bosnien-Herzegowina]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schießl, Michael: „Entstehung und Verlauf der Balkankriege (1991-1995). Die Rolle der NATO“, in: GRIN, 2005 [[https://www.grin.com/document/45671]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbekannter Autor: „Die Balkankriege 1990-1999“, in Stern.de, 11.02.2002 [[https://www.stern.de/politik/ausland/rueckblick-die-balkankriege-1991-1999-3286474.html]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wunderlich, Dieter: „Das Auseinanderbrechen Jugoslawiens: Die Balkankriege der Neunzigerjahre“, in: Dieter Wunderlich, 2005/2010 [[https://www.dieterwunderlich.de/jugoslawien.htm]] (Stand: 25.03.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/B%C3%BCrgerkriege_auf_dem_Balkan&amp;diff=20284</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Bürgerkriege auf dem Balkan</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/B%C3%BCrgerkriege_auf_dem_Balkan&amp;diff=20284"/>
		<updated>2020-04-29T11:20:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Krieg in Bosnien-Herzegowina und Kroatien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=====&amp;lt;big&amp;gt;Die Balkankriege 1991–1999&amp;lt;/big&amp;gt;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bevoelkerung_Jugoslawiens.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Die Bevölkerung Jugoslawiens 1991‘‘‘, Wolpertinger, Lizenz:&#039;&#039;&#039;[https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/ CC BY-SA 3.0]‘‘‘,via [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?sort=relevance&amp;amp;search=juguslawien+bild&amp;amp;title=Special:Search&amp;amp;profile=advanced&amp;amp;fulltext=1&amp;amp;advancedSearch-current=%7B%7D&amp;amp;ns0=1&amp;amp;ns6=1&amp;amp;ns12=1&amp;amp;ns14=1&amp;amp;ns100=1&amp;amp;ns106=1&amp;amp;uselang=de-formal&amp;amp;searchToken=n27ii3gs44iiozt6sl4jhruw#%2Fmedia%2FFile%3ABevoelkerungsgruppen-Jugoslawien.png Wikimedia Commons].&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Einführung=====&lt;br /&gt;
Dem endgültigen Zusammensturz der SFRJ (Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien) Anfang der 90er Jahre ging eine bereits längere Phase schleichender Zerfallsprozesse voraus, die hauptsächlich aufgrund tiefgreifender ökonomischer Probleme entstanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Slobodan Milosevic, serbischer Präsident mit Amtszeiten von 1989-2000, gilt als einer der wichtigsten Akteure schwerster Verbrechen in den Balkankriegen, welche zwischen 1991 und 1999 die ehemaligen jugoslawischen Republiken Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Slowenien und den Kosovo durch Kriege verwüstet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====10-Tage-Krieg in Slowenien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 fordert Slowenien seine Unabhängigkeit von Jugoslawien und tritt aus dem Vielvölkerstaat aus. Die serbisch dominierte Regierung in Belgrad ist damit nicht einverstanden und sendet Truppen der Jugoslawischen Volksarmee nach Slowenien. Es kommt zu einer kurzen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen der slowenischen Armee und der Volksarmee Jugoslawiens. Die Volksarmee ist jedoch weniger gut aufgestellt und wird bereits nach 10 Tagen wieder abgezogen. Durch internationale Verhandlungen erreicht Slowenien letztendlich seine Unabhängigkeit. Dieser 10-Tage-Krieg (27. Juni. 1991–7.Juli 1991) fordert nur wenige Menschenleben, ist jedoch Auslöser einer ganzen „Kettenreaktion“ weiterer Kriege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Beginn des Krieges in Kroatien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 fordert auch Kroatien seine Unabhängigkeit von Jugoslawien und noch während slowenische Soldaten die jugoslawischen zurückdrängen, kommt es auch zu Kämpfen in Kroatien, weil der Vielvölkerstaat Jugoslawien auch Truppen der Volksarmee nach Kroatien schickt. Bis Ende des Jahres fordert der nun entfachte Krieg bereits 10000 Menschenleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kroatien erheben die Serben Anspruch auf ein bestimmtes Gebiet, nämlich die Krajina, um welches hauptsächlich gekämpft wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Krieg in Bosnien-Herzegowina und Kroatien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich im April 1992 auch Bosnien-Herzegowina von Jugoslawien lossagt, beginnt ein 4 Jahre langer, brutaler Krieg. Im April 1992 stimmt nämlich ein Großteil der Bosniaken bei einer Abstimmung für die Unabhängigkeit Bosnien-Herzegowinas von Jugoslawien. Problem ist jedoch, dass die bosnischen Serben die Abstimmung boykottiert und stattdessen ihre eigene Republik in Bosnien-Herzegowina ausgerufen haben. Das lassen sich die Bosniaken nicht gefallen und es kommt zum Krieg zwischen ihnen und den bosnischen Serben, welche von der Jugoslawischen Volksarmee unterstützt werden. Gegen Ende des Krieges kontrollieren die Serben und die Volksarmee weit über die Hälfte des Landes und belagern gemeinsam die Hauptstadt Sarajevo. Sie vollziehen nicht nur Kampfhandlungen, sondern versuchen zudem noch die von ihnen besetzten Gebiete „ethnisch zu säubern“, was die systematische Verfolgung und Vernichtung von Menschen einer bestimmten Herkunft, Religion oder Kultur bedeutet. In Bosnien und Kroatien handelt es sich vor allem um die Verfolgung von Muslimen, welche der serbische Präsident Slobodan Milosevic anordnet. Ganze Gemeinden werden vernichtet, 100.000 Menschen sterben und bis zu zwei Millionen müssen flüchten. Im Zuge dieser „ethnischen Säuberung“ kommt es 1995 zu einem der größten Massaker in der Stadt Srebrenica. Es werden um die 8000 Jugendliche und Erwachsene Männer getötet, die dem muslimischen Glauben angehören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einiger Zeit greift die Welt ein. Es werden Schutzzonen eingerichtet, Waffenembargos verhängt (Embargo: Staatliches Verbot mit einem bestimmten Staat Handel zu treiben) und Friedenssoldaten, sogenannte „Blauhelm-Soldaten“ geschickt. Bosnien und Kroatien bekommen Unterstützung durch die NATO und es gelingt ihnen, die Serben zurückzudrängen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach immer mehr Luftangriffen der NATO gegen die serbischen Stellungen erklärt sich Serbien schließlich zu Friedensverhandlungen bereit und es kommt im Dezember 1995 zum Dayton-Abkommen, einem Friedensvertrag zwischen Bosnien-Herzegowina, Serbien und Kroatien, welches den Krieg in Kroatien und Bosnien-Herzegowina offiziell beendet. Es wird ein Kriegsverbrechertribunal gegründet und die Kriegsverbrecher verfolgt und zur Rechenschaft gezogen. Slobodan Milosevic stirbt jedoch 2006 in seiner Zelle, bevor er verurteilt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Krieg im Kosovo=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Friedensabkommen von Dayton ist die Kettenreaktion der Jugoslawien-Kriege jedoch noch nicht vorbei. In der über 80 % von Albanern bewohnten serbischen Provinz Kosovo verlangen diese ab Mitte der 90er Jahre ebenfalls ihre Unabhängigkeit von Jugoslawien. Zu Anfang wird noch friedlich protestiert, doch die Situation radikalisiert sich sehr schnell und mündet in terroristischen Aktivitäten. Die &amp;quot;Befreiungsarmee für Kosovo&amp;quot; (UÇK) schafft es im Frühsommer 1998, zu Beginn des Krieges, ungefähr ein Drittel des Kosovo unter ihre Kontrolle zu bringen, woraufhin die serbische Volksarmee einmarschiert. Nach einer gescheiterten Friedenskonferenz in Rambouillet, startet die NATO am 24. März 1999 Luftangriffe gegen serbische Militäreinrichtungen. Nach Beginn der Luftangriffe werden hunderttausende Albaner aus der Region vertrieben. Anfang Juni 1999 endet der Krieg, als Serbien den Friedensplan akzeptiert und seine Truppen aus dem Kosovo zurückzieht. Die Region steht seitdem unter UN-Verwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Relevanz für die Gegenwart&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor: MaTi&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Thema Bürgerkriege auf dem Balkan hat für die Gegenwart zum einen Relevanz, da der Konflikt noch nicht lange vorbei ist und in der Region immer noch Spannungen bestehen, die dafür sorgen könnten, dass ein wieder ein Konflikt ausbricht. Zum anderen hat das Thema Relevanz für die Gegenwart, da es viele Regionen gibt, in denen sich ebenfalls Teile eines Staates oder Bevölkerungsteile abspalten wollen, wie zum Beispiel Taiwan, und in denen es durch solche Spannungen zu ähnlichen Konflikten wie auf dem Balkan kommen kann. Durch die Erfahrungen aus dem Balkan kann man solche Konflikte vermeiden beziehungsweise friedlich lösen oder die Erfahrungen nutzen, um im Falle einer Auseinandersetzung jene möglichst schnell zu beenden. Außerdem kann man aus den Fehlern und Erfahrungen lernen, die man im Umgang mit der großen Anzahl an Flüchtlingen im Zuge der Bürgerkriege gesammelt hat, um diese im Umgang mit der großen Anzahl an Flüchtlingen nicht noch einmal zu begehen. Zudem sind in der Region immer noch NATO Truppen und Bundeswehr Soldaten, mit einem unbefristeten Mandat für die KFOR Mission in der Region im Einsatz, um dort den Frieden zu sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Quellen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drotschmann, Mirko: Die Jugoslawienkriege erklärt | Historische Ereignisse“, in: MDR DOK bei YouTube, 26.07.2016 [[https://www.youtube.com/watch?v=UYiBINppESI]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drotschmann, Mirko: Jugoslawienkriege: Konflikt oder Ende?“, in: MrWissen2go Geschichte, 27.02.2020 [[https://www.youtube.com/watch?v=bUNXTzadFP4]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mappes-Niediek, Norbert: „Vor 20 Jahren nahmen die Balkankriege ihren Anfang“, in: AZ (Aargauer Zeitung), 16.06,2011 [[https://www.aargauerzeitung.ch/ausland/vor-20-jahren-nahmen-die-balkankriege-ihren-anfang-109580831#]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neumayer, Ingo „Jugoslawien-Kriege“, in: ARD Planet-Wissen, 18.10.2018 [[https://www.planet-wissen.de/kultur/suedosteuropa/jugoslawien_kriege/index.html#Bosnien-Herzegowina]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schießl, Michael: „Entstehung und Verlauf der Balkankriege (1991-1995). Die Rolle der NATO“, in: GRIN, 2005 [[https://www.grin.com/document/45671]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbekannter Autor: „Die Balkankriege 1990-1999“, in Stern.de, 11.02.2002 [[https://www.stern.de/politik/ausland/rueckblick-die-balkankriege-1991-1999-3286474.html]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wunderlich, Dieter: „Das Auseinanderbrechen Jugoslawiens: Die Balkankriege der Neunzigerjahre“, in: Dieter Wunderlich, 2005/2010 [[https://www.dieterwunderlich.de/jugoslawien.htm]] (Stand: 25.03.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/B%C3%BCrgerkriege_auf_dem_Balkan&amp;diff=20283</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Bürgerkriege auf dem Balkan</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/B%C3%BCrgerkriege_auf_dem_Balkan&amp;diff=20283"/>
		<updated>2020-04-29T11:19:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* 10-Tage-Krieg in Slowenien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=====&amp;lt;big&amp;gt;Die Balkankriege 1991–1999&amp;lt;/big&amp;gt;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bevoelkerung_Jugoslawiens.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Die Bevölkerung Jugoslawiens 1991‘‘‘, Wolpertinger, Lizenz:&#039;&#039;&#039;[https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/ CC BY-SA 3.0]‘‘‘,via [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?sort=relevance&amp;amp;search=juguslawien+bild&amp;amp;title=Special:Search&amp;amp;profile=advanced&amp;amp;fulltext=1&amp;amp;advancedSearch-current=%7B%7D&amp;amp;ns0=1&amp;amp;ns6=1&amp;amp;ns12=1&amp;amp;ns14=1&amp;amp;ns100=1&amp;amp;ns106=1&amp;amp;uselang=de-formal&amp;amp;searchToken=n27ii3gs44iiozt6sl4jhruw#%2Fmedia%2FFile%3ABevoelkerungsgruppen-Jugoslawien.png Wikimedia Commons].&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Einführung=====&lt;br /&gt;
Dem endgültigen Zusammensturz der SFRJ (Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien) Anfang der 90er Jahre ging eine bereits längere Phase schleichender Zerfallsprozesse voraus, die hauptsächlich aufgrund tiefgreifender ökonomischer Probleme entstanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Slobodan Milosevic, serbischer Präsident mit Amtszeiten von 1989-2000, gilt als einer der wichtigsten Akteure schwerster Verbrechen in den Balkankriegen, welche zwischen 1991 und 1999 die ehemaligen jugoslawischen Republiken Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Slowenien und den Kosovo durch Kriege verwüstet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====10-Tage-Krieg in Slowenien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 fordert Slowenien seine Unabhängigkeit von Jugoslawien und tritt aus dem Vielvölkerstaat aus. Die serbisch dominierte Regierung in Belgrad ist damit nicht einverstanden und sendet Truppen der Jugoslawischen Volksarmee nach Slowenien. Es kommt zu einer kurzen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen der slowenischen Armee und der Volksarmee Jugoslawiens. Die Volksarmee ist jedoch weniger gut aufgestellt und wird bereits nach 10 Tagen wieder abgezogen. Durch internationale Verhandlungen erreicht Slowenien letztendlich seine Unabhängigkeit. Dieser 10-Tage-Krieg (27. Juni. 1991–7.Juli 1991) fordert nur wenige Menschenleben, ist jedoch Auslöser einer ganzen „Kettenreaktion“ weiterer Kriege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Beginn des Krieges in Kroatien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 fordert auch Kroatien seine Unabhängigkeit von Jugoslawien und noch während slowenische Soldaten die jugoslawischen zurückdrängen, kommt es auch zu Kämpfen in Kroatien, weil der Vielvölkerstaat Jugoslawien auch Truppen der Volksarmee nach Kroatien schickt. Bis Ende des Jahres fordert der nun entfachte Krieg bereits 10000 Menschenleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kroatien erheben die Serben Anspruch auf ein bestimmtes Gebiet, nämlich die Krajina, um welches hauptsächlich gekämpft wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Krieg in Bosnien-Herzegowina und Kroatien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich im April 1992 auch Bosnien-Herzegowina von Jugoslawien lossagt, beginnt ein 4 Jahre langer brutaler Krieg. Im April 1992 stimmen nämlich ein Großteil der Bosniaken bei einer Abstimmung für die Unabhängigkeit Bosnien-Herzegowinas von Jugoslawien. Problem ist jedoch, dass die Serben die Abstimmung boykottiert und stattdessen ihre eigene Republik in Bosnien-Herzegowina ausgerufen haben. Das lassen sich die Bosniaken nicht gefallen und es kommt zum Krieg zwischen ihnen und den Serben, welche von der Jugoslawischen Volksarmee unterstützt werden. Gegen Ende des Krieges kontrollieren die Serben und die Volksarmee weit über die Hälfte des Landes und belagern gemeinsam die Hauptstadt Sarajevo. Sie vollziehen nicht nur Kampfhandlungen, sondern versuchen zudem noch die von ihnen besetzten Gebiete „ethnisch zu säubern“, was die systematische Verfolgung und Vernichtung von Menschen einer bestimmten Herkunft, Religion oder Kultur bedeutet. In Bosnien und Kroatien handelt es sich vor allem um die Verfolgung von Muslimen, welche der serbische Präsident Slobodan Milosevic anordnet. Ganze Gemeinden werden vernichtet, 100.000 Menschen sterben und bis zu zwei Millionen müssen flüchten. Im Zuge dieser „Ethnischen Säuberung“ kommt es 1995 zu einem der größten Massaker in der Stadt Srebrenica. Es werden um die 8000 Jugendliche und Erwachsene Männer getötet, die dem muslimischen Glauben angehören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einer Zeit greift die Welt ein. Es werden Schutzzonen eingerichtet, Waffenembargos verhängt (Embargo: Staatliches Verbot mit einem bestimmten Staat Handel zu treiben) und Friedenssoldaten, sogenannte „Blauhelm-Soldaten“ geschickt. Bosnien und Kroatien bekommen Unterstützung von der NATO und es gelingt ihnen Serbien zurück zu drängen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach immer mehr Luftangriffen der NATO gegen die serbischen Stellungen, erklärt sich Serbien schließlich zu Friedensverhandlungen bereit und es kommt im Dezember 1995 zum Dayton Abkommen, einem Friedensvertrag zwischen Bosnien-Herzegowina, Serbien und Kroatien, welches den Krieg in Kroatien und Bosnien-Herzegowina offiziell beendet. Es wird ein Kriegsverbrechertribunal gegründet und die Kriegsverbrecher verfolgt und zur Rechenschaft gezogen. Slobodan Milosevic stirbt jedoch 2006 in seiner Zelle bevor er verurteilt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Krieg im Kosovo=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Friedensabkommen von Dayton ist die Kettenreaktion der Jugoslawien-Kriege jedoch noch nicht vorbei. In der über 80 % von Albanern bewohnten serbischen Provinz Kosovo verlangen diese ab Mitte der 90er Jahre ebenfalls ihre Unabhängigkeit von Jugoslawien. Zu Anfang wird noch friedlich protestiert, doch die Situation radikalisiert sich sehr schnell und mündet in terroristischen Aktivitäten. Die &amp;quot;Befreiungsarmee für Kosovo&amp;quot; (UÇK) schafft es im Frühsommer 1998, zu Beginn des Krieges, ungefähr ein Drittel des Kosovo unter ihre Kontrolle zu bringen, woraufhin die serbische Volksarmee einmarschiert. Nach einer gescheiterten Friedenskonferenz in Rambouillet, startet die NATO am 24. März 1999 Luftangriffe gegen serbische Militäreinrichtungen. Nach Beginn der Luftangriffe werden hunderttausende Albaner aus der Region vertrieben. Anfang Juni 1999 endet der Krieg, als Serbien den Friedensplan akzeptiert und seine Truppen aus dem Kosovo zurückzieht. Die Region steht seitdem unter UN-Verwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Relevanz für die Gegenwart&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor: MaTi&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Thema Bürgerkriege auf dem Balkan hat für die Gegenwart zum einen Relevanz, da der Konflikt noch nicht lange vorbei ist und in der Region immer noch Spannungen bestehen, die dafür sorgen könnten, dass ein wieder ein Konflikt ausbricht. Zum anderen hat das Thema Relevanz für die Gegenwart, da es viele Regionen gibt, in denen sich ebenfalls Teile eines Staates oder Bevölkerungsteile abspalten wollen, wie zum Beispiel Taiwan, und in denen es durch solche Spannungen zu ähnlichen Konflikten wie auf dem Balkan kommen kann. Durch die Erfahrungen aus dem Balkan kann man solche Konflikte vermeiden beziehungsweise friedlich lösen oder die Erfahrungen nutzen, um im Falle einer Auseinandersetzung jene möglichst schnell zu beenden. Außerdem kann man aus den Fehlern und Erfahrungen lernen, die man im Umgang mit der großen Anzahl an Flüchtlingen im Zuge der Bürgerkriege gesammelt hat, um diese im Umgang mit der großen Anzahl an Flüchtlingen nicht noch einmal zu begehen. Zudem sind in der Region immer noch NATO Truppen und Bundeswehr Soldaten, mit einem unbefristeten Mandat für die KFOR Mission in der Region im Einsatz, um dort den Frieden zu sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Quellen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drotschmann, Mirko: Die Jugoslawienkriege erklärt | Historische Ereignisse“, in: MDR DOK bei YouTube, 26.07.2016 [[https://www.youtube.com/watch?v=UYiBINppESI]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drotschmann, Mirko: Jugoslawienkriege: Konflikt oder Ende?“, in: MrWissen2go Geschichte, 27.02.2020 [[https://www.youtube.com/watch?v=bUNXTzadFP4]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mappes-Niediek, Norbert: „Vor 20 Jahren nahmen die Balkankriege ihren Anfang“, in: AZ (Aargauer Zeitung), 16.06,2011 [[https://www.aargauerzeitung.ch/ausland/vor-20-jahren-nahmen-die-balkankriege-ihren-anfang-109580831#]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neumayer, Ingo „Jugoslawien-Kriege“, in: ARD Planet-Wissen, 18.10.2018 [[https://www.planet-wissen.de/kultur/suedosteuropa/jugoslawien_kriege/index.html#Bosnien-Herzegowina]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schießl, Michael: „Entstehung und Verlauf der Balkankriege (1991-1995). Die Rolle der NATO“, in: GRIN, 2005 [[https://www.grin.com/document/45671]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbekannter Autor: „Die Balkankriege 1990-1999“, in Stern.de, 11.02.2002 [[https://www.stern.de/politik/ausland/rueckblick-die-balkankriege-1991-1999-3286474.html]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wunderlich, Dieter: „Das Auseinanderbrechen Jugoslawiens: Die Balkankriege der Neunzigerjahre“, in: Dieter Wunderlich, 2005/2010 [[https://www.dieterwunderlich.de/jugoslawien.htm]] (Stand: 25.03.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/B%C3%BCrgerkriege_auf_dem_Balkan&amp;diff=20280</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Bürgerkriege auf dem Balkan</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/B%C3%BCrgerkriege_auf_dem_Balkan&amp;diff=20280"/>
		<updated>2020-04-29T11:19:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Einführung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=====&amp;lt;big&amp;gt;Die Balkankriege 1991–1999&amp;lt;/big&amp;gt;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bevoelkerung_Jugoslawiens.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Die Bevölkerung Jugoslawiens 1991‘‘‘, Wolpertinger, Lizenz:&#039;&#039;&#039;[https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/ CC BY-SA 3.0]‘‘‘,via [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?sort=relevance&amp;amp;search=juguslawien+bild&amp;amp;title=Special:Search&amp;amp;profile=advanced&amp;amp;fulltext=1&amp;amp;advancedSearch-current=%7B%7D&amp;amp;ns0=1&amp;amp;ns6=1&amp;amp;ns12=1&amp;amp;ns14=1&amp;amp;ns100=1&amp;amp;ns106=1&amp;amp;uselang=de-formal&amp;amp;searchToken=n27ii3gs44iiozt6sl4jhruw#%2Fmedia%2FFile%3ABevoelkerungsgruppen-Jugoslawien.png Wikimedia Commons].&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Einführung=====&lt;br /&gt;
Dem endgültigen Zusammensturz der SFRJ (Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien) Anfang der 90er Jahre ging eine bereits längere Phase schleichender Zerfallsprozesse voraus, die hauptsächlich aufgrund tiefgreifender ökonomischer Probleme entstanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Slobodan Milosevic, serbischer Präsident mit Amtszeiten von 1989-2000, gilt als einer der wichtigsten Akteure schwerster Verbrechen in den Balkankriegen, welche zwischen 1991 und 1999 die ehemaligen jugoslawischen Republiken Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Slowenien und den Kosovo durch Kriege verwüstet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====10-Tage-Krieg in Slowenien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 fordert Slowenien seine Unabhängigkeit von Jugoslawien und tritt aus dem Vielvölkerstaat aus. Die serbisch dominierte Regierung in Belgrad, ist damit nicht einverstanden und sendet Truppen der Jugoslawischen Volksarmee nach Slowenien. Es kommt zu einer kurzen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen der slowenischen Armee und der Volksarmee Jugoslawiens. Die Volksarmee ist jedoch weniger gut aufgestellt und wird bereits nach 10 Tagen wieder abgezogen. Durch internationale Verhandlungen erreicht Slowenien letztendlich seine Unabhängigkeit. Dieser 10-Tage-Krieg (27. Juni. 1991- 7.Juli 1991) fordert nur wenige Menschenleben, ist jedoch Auslöser einer ganzen Kettenreaktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Beginn des Krieges in Kroatien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 fordert auch Kroatien seine Unabhängigkeit von Jugoslawien und noch während slowenische Soldaten die jugoslawischen zurückdrängen, kommt es auch zu Kämpfen in Kroatien, weil der Vielvölkerstaat Jugoslawien auch Truppen der Volksarmee nach Kroatien schickt. Bis Ende des Jahres fordert der nun entfachte Krieg bereits 10000 Menschenleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kroatien erheben die Serben Anspruch auf ein bestimmtes Gebiet, nämlich die Krajina, um welches hauptsächlich gekämpft wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Krieg in Bosnien-Herzegowina und Kroatien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich im April 1992 auch Bosnien-Herzegowina von Jugoslawien lossagt, beginnt ein 4 Jahre langer brutaler Krieg. Im April 1992 stimmen nämlich ein Großteil der Bosniaken bei einer Abstimmung für die Unabhängigkeit Bosnien-Herzegowinas von Jugoslawien. Problem ist jedoch, dass die Serben die Abstimmung boykottiert und stattdessen ihre eigene Republik in Bosnien-Herzegowina ausgerufen haben. Das lassen sich die Bosniaken nicht gefallen und es kommt zum Krieg zwischen ihnen und den Serben, welche von der Jugoslawischen Volksarmee unterstützt werden. Gegen Ende des Krieges kontrollieren die Serben und die Volksarmee weit über die Hälfte des Landes und belagern gemeinsam die Hauptstadt Sarajevo. Sie vollziehen nicht nur Kampfhandlungen, sondern versuchen zudem noch die von ihnen besetzten Gebiete „ethnisch zu säubern“, was die systematische Verfolgung und Vernichtung von Menschen einer bestimmten Herkunft, Religion oder Kultur bedeutet. In Bosnien und Kroatien handelt es sich vor allem um die Verfolgung von Muslimen, welche der serbische Präsident Slobodan Milosevic anordnet. Ganze Gemeinden werden vernichtet, 100.000 Menschen sterben und bis zu zwei Millionen müssen flüchten. Im Zuge dieser „Ethnischen Säuberung“ kommt es 1995 zu einem der größten Massaker in der Stadt Srebrenica. Es werden um die 8000 Jugendliche und Erwachsene Männer getötet, die dem muslimischen Glauben angehören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einer Zeit greift die Welt ein. Es werden Schutzzonen eingerichtet, Waffenembargos verhängt (Embargo: Staatliches Verbot mit einem bestimmten Staat Handel zu treiben) und Friedenssoldaten, sogenannte „Blauhelm-Soldaten“ geschickt. Bosnien und Kroatien bekommen Unterstützung von der NATO und es gelingt ihnen Serbien zurück zu drängen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach immer mehr Luftangriffen der NATO gegen die serbischen Stellungen, erklärt sich Serbien schließlich zu Friedensverhandlungen bereit und es kommt im Dezember 1995 zum Dayton Abkommen, einem Friedensvertrag zwischen Bosnien-Herzegowina, Serbien und Kroatien, welches den Krieg in Kroatien und Bosnien-Herzegowina offiziell beendet. Es wird ein Kriegsverbrechertribunal gegründet und die Kriegsverbrecher verfolgt und zur Rechenschaft gezogen. Slobodan Milosevic stirbt jedoch 2006 in seiner Zelle bevor er verurteilt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Krieg im Kosovo=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Friedensabkommen von Dayton ist die Kettenreaktion der Jugoslawien-Kriege jedoch noch nicht vorbei. In der über 80 % von Albanern bewohnten serbischen Provinz Kosovo verlangen diese ab Mitte der 90er Jahre ebenfalls ihre Unabhängigkeit von Jugoslawien. Zu Anfang wird noch friedlich protestiert, doch die Situation radikalisiert sich sehr schnell und mündet in terroristischen Aktivitäten. Die &amp;quot;Befreiungsarmee für Kosovo&amp;quot; (UÇK) schafft es im Frühsommer 1998, zu Beginn des Krieges, ungefähr ein Drittel des Kosovo unter ihre Kontrolle zu bringen, woraufhin die serbische Volksarmee einmarschiert. Nach einer gescheiterten Friedenskonferenz in Rambouillet, startet die NATO am 24. März 1999 Luftangriffe gegen serbische Militäreinrichtungen. Nach Beginn der Luftangriffe werden hunderttausende Albaner aus der Region vertrieben. Anfang Juni 1999 endet der Krieg, als Serbien den Friedensplan akzeptiert und seine Truppen aus dem Kosovo zurückzieht. Die Region steht seitdem unter UN-Verwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Relevanz für die Gegenwart&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor: MaTi&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Thema Bürgerkriege auf dem Balkan hat für die Gegenwart zum einen Relevanz, da der Konflikt noch nicht lange vorbei ist und in der Region immer noch Spannungen bestehen, die dafür sorgen könnten, dass ein wieder ein Konflikt ausbricht. Zum anderen hat das Thema Relevanz für die Gegenwart, da es viele Regionen gibt, in denen sich ebenfalls Teile eines Staates oder Bevölkerungsteile abspalten wollen, wie zum Beispiel Taiwan, und in denen es durch solche Spannungen zu ähnlichen Konflikten wie auf dem Balkan kommen kann. Durch die Erfahrungen aus dem Balkan kann man solche Konflikte vermeiden beziehungsweise friedlich lösen oder die Erfahrungen nutzen, um im Falle einer Auseinandersetzung jene möglichst schnell zu beenden. Außerdem kann man aus den Fehlern und Erfahrungen lernen, die man im Umgang mit der großen Anzahl an Flüchtlingen im Zuge der Bürgerkriege gesammelt hat, um diese im Umgang mit der großen Anzahl an Flüchtlingen nicht noch einmal zu begehen. Zudem sind in der Region immer noch NATO Truppen und Bundeswehr Soldaten, mit einem unbefristeten Mandat für die KFOR Mission in der Region im Einsatz, um dort den Frieden zu sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Quellen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drotschmann, Mirko: Die Jugoslawienkriege erklärt | Historische Ereignisse“, in: MDR DOK bei YouTube, 26.07.2016 [[https://www.youtube.com/watch?v=UYiBINppESI]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drotschmann, Mirko: Jugoslawienkriege: Konflikt oder Ende?“, in: MrWissen2go Geschichte, 27.02.2020 [[https://www.youtube.com/watch?v=bUNXTzadFP4]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mappes-Niediek, Norbert: „Vor 20 Jahren nahmen die Balkankriege ihren Anfang“, in: AZ (Aargauer Zeitung), 16.06,2011 [[https://www.aargauerzeitung.ch/ausland/vor-20-jahren-nahmen-die-balkankriege-ihren-anfang-109580831#]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neumayer, Ingo „Jugoslawien-Kriege“, in: ARD Planet-Wissen, 18.10.2018 [[https://www.planet-wissen.de/kultur/suedosteuropa/jugoslawien_kriege/index.html#Bosnien-Herzegowina]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schießl, Michael: „Entstehung und Verlauf der Balkankriege (1991-1995). Die Rolle der NATO“, in: GRIN, 2005 [[https://www.grin.com/document/45671]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbekannter Autor: „Die Balkankriege 1990-1999“, in Stern.de, 11.02.2002 [[https://www.stern.de/politik/ausland/rueckblick-die-balkankriege-1991-1999-3286474.html]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wunderlich, Dieter: „Das Auseinanderbrechen Jugoslawiens: Die Balkankriege der Neunzigerjahre“, in: Dieter Wunderlich, 2005/2010 [[https://www.dieterwunderlich.de/jugoslawien.htm]] (Stand: 25.03.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/B%C3%BCrgerkriege_auf_dem_Balkan&amp;diff=20279</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Bürgerkriege auf dem Balkan</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/B%C3%BCrgerkriege_auf_dem_Balkan&amp;diff=20279"/>
		<updated>2020-04-29T11:19:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Einführung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=====&amp;lt;big&amp;gt;Die Balkankriege 1991–1999&amp;lt;/big&amp;gt;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bevoelkerung_Jugoslawiens.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Die Bevölkerung Jugoslawiens 1991‘‘‘, Wolpertinger, Lizenz:&#039;&#039;&#039;[https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/ CC BY-SA 3.0]‘‘‘,via [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?sort=relevance&amp;amp;search=juguslawien+bild&amp;amp;title=Special:Search&amp;amp;profile=advanced&amp;amp;fulltext=1&amp;amp;advancedSearch-current=%7B%7D&amp;amp;ns0=1&amp;amp;ns6=1&amp;amp;ns12=1&amp;amp;ns14=1&amp;amp;ns100=1&amp;amp;ns106=1&amp;amp;uselang=de-formal&amp;amp;searchToken=n27ii3gs44iiozt6sl4jhruw#%2Fmedia%2FFile%3ABevoelkerungsgruppen-Jugoslawien.png Wikimedia Commons].&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Einführung=====&lt;br /&gt;
Dem endgültigen Zusammensturz der SFRJ (Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien) Anfang der 90er Jahre ging eine bereits längere Phase schleichender Zerfallsprozesse voraus, die hauptsächlich aufgrund tiefgreifender ökonomischer Probleme entstanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Slobodan Milosevic, serbischer Präsident mit Amtszeiten von 1989-2000, gilt als einer der wichtigsten Akteure schwerster Verbrechen in den Balkankriegen, welche zwischen 1991 und 1999 die ehemaligen jugoslawischen Republiken Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Slowenien und den Kosovo durch Kriege verwüstet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====10-Tage-Krieg in Slowenien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 fordert Slowenien seine Unabhängigkeit von Jugoslawien und tritt aus dem Vielvölkerstaat aus. Die serbisch dominierte Regierung in Belgrad, ist damit nicht einverstanden und sendet Truppen der Jugoslawischen Volksarmee nach Slowenien. Es kommt zu einer kurzen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen der slowenischen Armee und der Volksarmee Jugoslawiens. Die Volksarmee ist jedoch weniger gut aufgestellt und wird bereits nach 10 Tagen wieder abgezogen. Durch internationale Verhandlungen erreicht Slowenien letztendlich seine Unabhängigkeit. Dieser 10-Tage-Krieg (27. Juni. 1991- 7.Juli 1991) fordert nur wenige Menschenleben, ist jedoch Auslöser einer ganzen Kettenreaktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Beginn des Krieges in Kroatien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 fordert auch Kroatien seine Unabhängigkeit von Jugoslawien und noch während slowenische Soldaten die jugoslawischen zurückdrängen, kommt es auch zu Kämpfen in Kroatien, weil der Vielvölkerstaat Jugoslawien auch Truppen der Volksarmee nach Kroatien schickt. Bis Ende des Jahres fordert der nun entfachte Krieg bereits 10000 Menschenleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kroatien erheben die Serben Anspruch auf ein bestimmtes Gebiet, nämlich die Krajina, um welches hauptsächlich gekämpft wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Krieg in Bosnien-Herzegowina und Kroatien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich im April 1992 auch Bosnien-Herzegowina von Jugoslawien lossagt, beginnt ein 4 Jahre langer brutaler Krieg. Im April 1992 stimmen nämlich ein Großteil der Bosniaken bei einer Abstimmung für die Unabhängigkeit Bosnien-Herzegowinas von Jugoslawien. Problem ist jedoch, dass die Serben die Abstimmung boykottiert und stattdessen ihre eigene Republik in Bosnien-Herzegowina ausgerufen haben. Das lassen sich die Bosniaken nicht gefallen und es kommt zum Krieg zwischen ihnen und den Serben, welche von der Jugoslawischen Volksarmee unterstützt werden. Gegen Ende des Krieges kontrollieren die Serben und die Volksarmee weit über die Hälfte des Landes und belagern gemeinsam die Hauptstadt Sarajevo. Sie vollziehen nicht nur Kampfhandlungen, sondern versuchen zudem noch die von ihnen besetzten Gebiete „ethnisch zu säubern“, was die systematische Verfolgung und Vernichtung von Menschen einer bestimmten Herkunft, Religion oder Kultur bedeutet. In Bosnien und Kroatien handelt es sich vor allem um die Verfolgung von Muslimen, welche der serbische Präsident Slobodan Milosevic anordnet. Ganze Gemeinden werden vernichtet, 100.000 Menschen sterben und bis zu zwei Millionen müssen flüchten. Im Zuge dieser „Ethnischen Säuberung“ kommt es 1995 zu einem der größten Massaker in der Stadt Srebrenica. Es werden um die 8000 Jugendliche und Erwachsene Männer getötet, die dem muslimischen Glauben angehören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einer Zeit greift die Welt ein. Es werden Schutzzonen eingerichtet, Waffenembargos verhängt (Embargo: Staatliches Verbot mit einem bestimmten Staat Handel zu treiben) und Friedenssoldaten, sogenannte „Blauhelm-Soldaten“ geschickt. Bosnien und Kroatien bekommen Unterstützung von der NATO und es gelingt ihnen Serbien zurück zu drängen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach immer mehr Luftangriffen der NATO gegen die serbischen Stellungen, erklärt sich Serbien schließlich zu Friedensverhandlungen bereit und es kommt im Dezember 1995 zum Dayton Abkommen, einem Friedensvertrag zwischen Bosnien-Herzegowina, Serbien und Kroatien, welches den Krieg in Kroatien und Bosnien-Herzegowina offiziell beendet. Es wird ein Kriegsverbrechertribunal gegründet und die Kriegsverbrecher verfolgt und zur Rechenschaft gezogen. Slobodan Milosevic stirbt jedoch 2006 in seiner Zelle bevor er verurteilt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Krieg im Kosovo=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Friedensabkommen von Dayton ist die Kettenreaktion der Jugoslawien-Kriege jedoch noch nicht vorbei. In der über 80 % von Albanern bewohnten serbischen Provinz Kosovo verlangen diese ab Mitte der 90er Jahre ebenfalls ihre Unabhängigkeit von Jugoslawien. Zu Anfang wird noch friedlich protestiert, doch die Situation radikalisiert sich sehr schnell und mündet in terroristischen Aktivitäten. Die &amp;quot;Befreiungsarmee für Kosovo&amp;quot; (UÇK) schafft es im Frühsommer 1998, zu Beginn des Krieges, ungefähr ein Drittel des Kosovo unter ihre Kontrolle zu bringen, woraufhin die serbische Volksarmee einmarschiert. Nach einer gescheiterten Friedenskonferenz in Rambouillet, startet die NATO am 24. März 1999 Luftangriffe gegen serbische Militäreinrichtungen. Nach Beginn der Luftangriffe werden hunderttausende Albaner aus der Region vertrieben. Anfang Juni 1999 endet der Krieg, als Serbien den Friedensplan akzeptiert und seine Truppen aus dem Kosovo zurückzieht. Die Region steht seitdem unter UN-Verwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Relevanz für die Gegenwart&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor: MaTi&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Thema Bürgerkriege auf dem Balkan hat für die Gegenwart zum einen Relevanz, da der Konflikt noch nicht lange vorbei ist und in der Region immer noch Spannungen bestehen, die dafür sorgen könnten, dass ein wieder ein Konflikt ausbricht. Zum anderen hat das Thema Relevanz für die Gegenwart, da es viele Regionen gibt, in denen sich ebenfalls Teile eines Staates oder Bevölkerungsteile abspalten wollen, wie zum Beispiel Taiwan, und in denen es durch solche Spannungen zu ähnlichen Konflikten wie auf dem Balkan kommen kann. Durch die Erfahrungen aus dem Balkan kann man solche Konflikte vermeiden beziehungsweise friedlich lösen oder die Erfahrungen nutzen, um im Falle einer Auseinandersetzung jene möglichst schnell zu beenden. Außerdem kann man aus den Fehlern und Erfahrungen lernen, die man im Umgang mit der großen Anzahl an Flüchtlingen im Zuge der Bürgerkriege gesammelt hat, um diese im Umgang mit der großen Anzahl an Flüchtlingen nicht noch einmal zu begehen. Zudem sind in der Region immer noch NATO Truppen und Bundeswehr Soldaten, mit einem unbefristeten Mandat für die KFOR Mission in der Region im Einsatz, um dort den Frieden zu sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Quellen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drotschmann, Mirko: Die Jugoslawienkriege erklärt | Historische Ereignisse“, in: MDR DOK bei YouTube, 26.07.2016 [[https://www.youtube.com/watch?v=UYiBINppESI]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drotschmann, Mirko: Jugoslawienkriege: Konflikt oder Ende?“, in: MrWissen2go Geschichte, 27.02.2020 [[https://www.youtube.com/watch?v=bUNXTzadFP4]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mappes-Niediek, Norbert: „Vor 20 Jahren nahmen die Balkankriege ihren Anfang“, in: AZ (Aargauer Zeitung), 16.06,2011 [[https://www.aargauerzeitung.ch/ausland/vor-20-jahren-nahmen-die-balkankriege-ihren-anfang-109580831#]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neumayer, Ingo „Jugoslawien-Kriege“, in: ARD Planet-Wissen, 18.10.2018 [[https://www.planet-wissen.de/kultur/suedosteuropa/jugoslawien_kriege/index.html#Bosnien-Herzegowina]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schießl, Michael: „Entstehung und Verlauf der Balkankriege (1991-1995). Die Rolle der NATO“, in: GRIN, 2005 [[https://www.grin.com/document/45671]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbekannter Autor: „Die Balkankriege 1990-1999“, in Stern.de, 11.02.2002 [[https://www.stern.de/politik/ausland/rueckblick-die-balkankriege-1991-1999-3286474.html]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wunderlich, Dieter: „Das Auseinanderbrechen Jugoslawiens: Die Balkankriege der Neunzigerjahre“, in: Dieter Wunderlich, 2005/2010 [[https://www.dieterwunderlich.de/jugoslawien.htm]] (Stand: 25.03.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Europ%C3%A4ische_Einigung&amp;diff=20275</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Europäische Einigung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Europ%C3%A4ische_Einigung&amp;diff=20275"/>
		<updated>2020-04-29T11:12:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Bündnissystem Europäische Union 1949 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkte/ Wendepunkt 1949|“Bündnissystem Europäische Union 1949“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Bündnissystem Europäische Union 1949=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autorin: IR&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;1. Was ist ein Bündnissystem&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bündnissystem ist ein Vertrag zwischen verschiedenen Staaten. Sie garantieren  sich gegenseitige Unterstützung, vor allem wenn es Kriege gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;2. Beispiel&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gab es beispielsweise 1873 das so genannte Dreikaiserabkommen, bei dem das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn und Russland sich gegenseitig unterstützten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;3. Die NATO&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
Ein weiteres Bündnissystem ist die NATO (North Atlantic Treaty Organisation), welche bis heute besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Bündnis sind die USA, Kanada und 10 westeuropäische Staaten (Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen und Portugal) vertreten. Die NATO gibt es seit April 1949; sie entstand also knapp 4 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs und stand damals unter der Führung der USA. Heute gibt es kein Hoheitsrecht mehr in der NATO. Es ist ein militärisches und politisches Schutzbündnis, das sich nur auf die Verteidigung Europas und des Mittelmeerraums beschränkt. Jedes Land ist dabei heute souverän und unabhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich die Länder auf einer Weltkarte anschaut, sieht man eine weltumschließende Kette. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Staaten als einzelne verfolgen ihre Ziele mit der Hilfe umfassender Konsultation (also Beratung durch Fachleute), Zusammenarbeit und Solidarität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 war es jedem Staat selber überlassen, wie Hilfe geleistet werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es sich um ein Militärbündnis handelte, konnten genauso nichtmilitärische Unterstützungsmaßnahmen wie Lebensmittelhilfen oder ärztliche Versorgung Unterstützung bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[datei:NATO Grafik.png]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Symbol der NATO&#039;&#039;&#039;, Georgi Balakhadze, Lizenz: CC0 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.0[[https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en?ref=ccsearch Creativ Commons]] &amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NATO setzt sich für eine dauerhafte internationale Sicherheit und die Weiterentwicklung der Demokratie ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vertrag ist im Gebiet der Mitgliedsländer gültig, aber auch auf Stützpunkten,  Schiffen und Flugplätzen im Mittelmeer und im Atlantik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch strebten die Mitgliedsstaaten eine stärkere Zusammenarbeit auf wirtschaftlicher Ebene an. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem die USA und die Sowjetunion einen gemeinsamen Feind, das „Deutsche Reich&amp;quot;, hatten, kam es zwischen den beiden Ländern zu mehreren, politisch begründeten Konflikten. Man spricht auch vom „Kalten Krieg&amp;quot; zwischen Westen und Osten, der kommunistischen Sowjetunion und ihren Verbündeten und Satellitenstaaten und dem Westen, den Gegnern des Kommunismus unter Führung der USA. Während im Westen die NATO gegründet worden war, entstand im Osten der Warschauer Pakt. Der Warschauer Pakt war ebenfalls ein Bündnissystem, das 1955 unter Führung der Sowjetunion gegründet wurde und dem zu Beginn die damals kommunistischen Staaten Albanien, Bulgarien, die DDR, die Tschechoslowakei, Ungarn, Polen, Rumänien und die Sowjetunion angehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutschland trat am 06.05.1955 der NATO bei, da Konrad Adenauers außenpolitisches Programm eine starke Bindung an die westlichen Demokratien und eine enge Partnerschaft mit den USA vorsah. Außerdem wurde Deutschland ein Angebot gemacht, sprich es bestand auch auf Seiten der USA Interesse an einem Beitritt der Bundesrepublik. Adenauer war 1949 zum Kanzler der Bundesrepublik gewählt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ausbruch des Koreakriegs im Juni 1950 änderte sich auch die Militärpolitik in Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die USA verdreifachten ihre in Großbritannien stationierten strategischen Bomberverbände. Die europäischen NATO-Staaten sahen Befürchtungen, dass die USA die Präsenz- und Handlungsfähigkeit in Europa falsch einschätzen würde, und verstärkte die Verteidigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;4.Quellen&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sabine Gruler, Kirsten Wagner, &amp;quot;Gründung der NATO&amp;quot;, veröffentlicht in: [[https://www.zeitklicks.de/brd/zeitklicks/zeit/weltgeschichte/ost-west-konflikt/gruendungder-nato/]] Aufgerufen: 26.03.2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Tessloff Verlag, “1949 - Gründung der NATO“, veröffentlicht in: [[https://www.wasistwas.de/archiv-geschichte-details/1949-gruendung-der-nato.html]], 2009 (26.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christiana Tokya-Seid, &amp;quot;Bündnissystem&amp;quot;, veröffentlicht in: [[https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/das-junge-politiklexikon/181802/buendnissystem Bundeszentrale für politische Bildung]] Aufgerufen: 25.03.2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abbildung 1: [[https://de.wikipedia.org/wiki/NATO#/media/Datei:Flag_of_NATO.svg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Versailler_Vertrag&amp;diff=20272</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Versailler Vertrag</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Versailler_Vertrag&amp;diff=20272"/>
		<updated>2020-04-29T11:09:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Der Versailler Vertrag */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkte/Versailler Vertrag|Versailler Vertrag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der Versailler Vertrag=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor: FJ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ersten Weltkrieg arbeiteten die Siegermächte ab dem 8. Januar 1919 einen Friedensvertrag zwischen sich und dem Deutschen Reich aus. Der Vertrag wurde vor allem von den USA (Präsident Woodrow Wilson), Großbritannien (Premierminister David Lloyd George) und Frankreich (Ministerpräsident George Clemenceau) ausgehandelt. Vertreter des Deutschen Reichs wurden von den Verhandlungen ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vertrag wurde am 28. Juni 1919 von der deutschen Verfassunggebenden Nationalversammlung angenommen und schließlich von Außenminister Herman Müller im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles unterzeichnet, also am selben Ort, an dem 1871 die deutsche Kaiserproklamation stattgefunden hatte. Am 10. Januar 1920 trat der Versailler Vertrag in Kraft. Die Deutschen waren mit den Bedingungen des Vertrags überhaupt nicht einverstanden, doch sie waren gezwungen, ihn anzunehmen, da das Deutsche Reich andernfalls von den Alliierten besetzt worden wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Volk erzählten nationalistisch-monarchistische Kreise, das deutsche Heer sei unbesiegt gewesen und der Krieg sei im Sinne des Friedens einfach abgebrochen worden. Hierfür wurden politische Linke, Pazifisten und Juden verantwortlich gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Inhalt des Versailler Vertrags======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Entmilitarisierung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Verbot von schweren Waffen (Schiffe, U-Boote, Panzer, Flugzeuge…) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Beschränkung der Armee auf 100.000 Soldaten (Verbot der allgemeinen Wehrpflicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Reparationszahlungen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Dem Deutschen Reich wird in Artikel 231 des Versailler Vertrags die alleinige Schuld am Ausbruch des Krieges zugeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Das Deutsche Reich soll die anderen Länder für alle Kriegsschäden entschädigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Reparationszahlungen werden auf 226 Mrd. Reichsmark festgelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Außerdem müssen Güter wie Lokomotiven, Maschinen, Vieh oder Kohle an andere Länder abgegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Artikel über die alleinige Schuld am Krieg verursachte Empörung bei den Deutschen, zumal sie glaubten, das deutsche Heer hätte sich im Sinne des Friedens aus dem Krieg zurückgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Gebietsabtretungen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Das Deutsche Reich muss Gebiete an andere Länder abtreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Es verliert 13% seines Staatsgebiets und 10% der Bevölkerung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Verlorene Gebiete sind: Elsass-Lothringen, Posen und Westpreußen, Ostoberschlesien, Memelland, Hultschiner Ländchen, Eupen Malmedy, Nordschleswig, Danzig, Saargebiet und alle Kolonien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Die Folgen======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versailler Vertrag belastete die Weimarer Republik politisch und wirtschaftlich stark, die Bestimmungen wurden aber nach und nach wieder gelockert. So wurden z. B. die Reparationszahlungen 1932 eingestellt und die vom Vertrag verbotene allgemeine Wehrpflicht im Jahr 1935 von Reichskanzler Adolf Hitler wieder eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Quellen:====== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Arnulf Scriba, „Der Versailler Vertrag“, [https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/ aussenpolitik/versailler-vertrag.html Lebendiges Museum Online], 02.09.2014 (23.04.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Patrick Henßler, „Versailler Vertrag, 1919/20“, publiziert am 04.09.2007; in: Historisches Lexikon Bayerns, [https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/ Versailler_Vertrag,_1919/20], (23.04.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Sykes-Picot-Abkommen&amp;diff=20269</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Sykes-Picot-Abkommen</title>
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		<updated>2020-04-29T11:09:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Das Sykes-Picot Abkommen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:MPK1-426_Sykes_Picot_Agreement_Map_signed_8_May_1916.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Originalkarte vom 8. Mai 1916 mit den Unterschriften der Beteiligten.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karte der Royal Geographical Society mit Annotationen von Mark Sykes und François Georges-Picot, Collections of The National Archives (Vereinigtes Königreich), Katalognummer: MPK1/426. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lizenz: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinfreiheit gemeinfrei].&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Das Sykes-Picot Abkommen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor: FJ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sykes-Picot Abkommen war ein geheimes Abkommen zwischen Großbritannien und Frankreich, in dem die Aufteilung des Osmanischen Reichs nach dem Ersten Weltkrieg geregelt wurde. Das Abkommen wurde am 16. Mai 1916 von Mark Sykes aus Großbritannien und Francois Georges Picot aus Frankreich unterzeichnet. Es teilte das Osmanische Reich in verschiedene Herrschafts- und Einflussgebiete auf. Es sollte jeweils ein Gebiet unter französischer und ein Gebiet unter britischer Herrschaft geben. Zwischen diesen Gebieten sollten zwei weitere Gebiete liegen, die A-Zone und die B-Zone. In beiden Zonen sollten sich eigenständige arabische Länder bilden, welche aber unter französischem Einfluss (A-Zone) oder britischem Einfluss (B-Zone) stehen sollten. Das Osmanische Reich war zur damaligen Zeit wirtschaftlich in einem schlechten Zustand und von anderen europäischen Ländern abhängig. Gleichzeitig war das Reich wichtig für Europa, da es Russland den Weg zum Mittelmeer blockierte und für ein Kräftegleichgewicht sorgte. Am 2. August 1914 waren das Osmanische und das Deutsche Reich ein Bündnis eingegangen, woraufhin das Osmanische Reich Truppen für Deutschland bereitstellte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großbritannien wollte das Osmanische Reich im Inneren schwächen, indem es 1915 mit dem Scherifen Hussein von Mekka über arabische Aufstände gegen die osmanische Herrschaft verhandelte. Im Gegenzug für die Aufstände wurde den Arabern ein eigener unabhängiger Staat auf dem Gebiet des Osmanischen Reichs versprochen. Ein solcher unabhängiger arabischer Staat widersprach dem Sykes-Picot-Abkommen, nach dem die Länder alle unter britischem oder französischem Einfluss stehen sollten. Doch das Sykes-Picot abkommen wurde geheim gehalten und so begannen die Aufstände im Juli 1916. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1918 wurde das geheime Sykes-Picot Abkommen durch Russland veröffentlicht, doch die Nachricht verbreitete sich nur sehr langsam und die Truppen von Scherif Hussein kämpften weiter gegen das Osmanische Reich. Die Aufstände endeten am 1. Oktober 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Gegenwartsbezug======&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;(Ergänzung von [https://projekte.zum.de/wiki/Benutzer:Hoffmann HOF])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;Propaganda des &amp;quot;Islamischen Staates&amp;quot; (IS)&#039;&#039;&#039; wird immer wieder das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ende von Sykes-Picot&amp;quot;&#039;&#039;&#039; gefordert ([https://twitter.com/JakeGodin/status/788434572606341121 siehe z.B. diese Screenshots aus einem Propagandavideo]). Siehe dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[https://youtu.be/o98ZTk1aB1o &#039;&#039;&#039;Das Sykes-Picot-Abkommen&#039;&#039;&#039; (Doku, arte 2017)]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Quellen===== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Autor unbekannt, „Vor 100 Jahren: Großbritannien und Frankreich vereinbaren das Sykes-Picot-Abkommen“, [https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/227750/ sykes-picot-abkommen Bundeszentrale für politische Bildung], 13.05.2016 (23.04.2020)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Martin Gehlen, „Sykes-Picot-Abkommen: Das Ende jeden Friedens“, [https://www.zeit.de/politik/ausland/2016-05/sykes-picot-abkommen-syrien-irak-islamischer-staat Zeit Online], 16.05.2016 (23.04.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Versailler_Vertrag&amp;diff=20267</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Versailler Vertrag</title>
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		<updated>2020-04-29T11:08:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Der Versailler Vertrag */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkte/Versailler Vertrag|Versailler Vertrag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der Versailler Vertrag=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FJ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ersten Weltkrieg arbeiteten die Siegermächte ab dem 8. Januar 1919 einen Friedensvertrag zwischen sich und dem Deutschen Reich aus. Der Vertrag wurde vor allem von den USA (Präsident Woodrow Wilson), Großbritannien (Premierminister David Lloyd George) und Frankreich (Ministerpräsident George Clemenceau) ausgehandelt. Vertreter des Deutschen Reichs wurden von den Verhandlungen ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vertrag wurde am 28. Juni 1919 von der deutschen Verfassunggebenden Nationalversammlung angenommen und schließlich von Außenminister Herman Müller im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles unterzeichnet, also am selben Ort, an dem 1871 die deutsche Kaiserproklamation stattgefunden hatte. Am 10. Januar 1920 trat der Versailler Vertrag in Kraft. Die Deutschen waren mit den Bedingungen des Vertrags überhaupt nicht einverstanden, doch sie waren gezwungen, ihn anzunehmen, da das Deutsche Reich andernfalls von den Alliierten besetzt worden wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Volk erzählten nationalistisch-monarchistische Kreise, das deutsche Heer sei unbesiegt gewesen und der Krieg sei im Sinne des Friedens einfach abgebrochen worden. Hierfür wurden politische Linke, Pazifisten und Juden verantwortlich gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Inhalt des Versailler Vertrags======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Entmilitarisierung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Verbot von schweren Waffen (Schiffe, U-Boote, Panzer, Flugzeuge…) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Beschränkung der Armee auf 100.000 Soldaten (Verbot der allgemeinen Wehrpflicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Reparationszahlungen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Dem Deutschen Reich wird in Artikel 231 des Versailler Vertrags die alleinige Schuld am Ausbruch des Krieges zugeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Das Deutsche Reich soll die anderen Länder für alle Kriegsschäden entschädigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Reparationszahlungen werden auf 226 Mrd. Reichsmark festgelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Außerdem müssen Güter wie Lokomotiven, Maschinen, Vieh oder Kohle an andere Länder abgegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Artikel über die alleinige Schuld am Krieg verursachte Empörung bei den Deutschen, zumal sie glaubten, das deutsche Heer hätte sich im Sinne des Friedens aus dem Krieg zurückgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Gebietsabtretungen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Das Deutsche Reich muss Gebiete an andere Länder abtreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Es verliert 13% seines Staatsgebiets und 10% der Bevölkerung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Verlorene Gebiete sind: Elsass-Lothringen, Posen und Westpreußen, Ostoberschlesien, Memelland, Hultschiner Ländchen, Eupen Malmedy, Nordschleswig, Danzig, Saargebiet und alle Kolonien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Die Folgen======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versailler Vertrag belastete die Weimarer Republik politisch und wirtschaftlich stark, die Bestimmungen wurden aber nach und nach wieder gelockert. So wurden z. B. die Reparationszahlungen 1932 eingestellt und die vom Vertrag verbotene allgemeine Wehrpflicht im Jahr 1935 von Reichskanzler Adolf Hitler wieder eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Quellen:====== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Arnulf Scriba, „Der Versailler Vertrag“, [https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/ aussenpolitik/versailler-vertrag.html Lebendiges Museum Online], 02.09.2014 (23.04.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Patrick Henßler, „Versailler Vertrag, 1919/20“, publiziert am 04.09.2007; in: Historisches Lexikon Bayerns, [https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/ Versailler_Vertrag,_1919/20], (23.04.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
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		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Sykes-Picot-Abkommen</title>
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		<updated>2020-04-29T11:07:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Das Sykes-Picot Abkommen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:MPK1-426_Sykes_Picot_Agreement_Map_signed_8_May_1916.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Originalkarte vom 8. Mai 1916 mit den Unterschriften der Beteiligten.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karte der Royal Geographical Society mit Annotationen von Mark Sykes und François Georges-Picot, Collections of The National Archives (Vereinigtes Königreich), Katalognummer: MPK1/426. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lizenz: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinfreiheit gemeinfrei].&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Das Sykes-Picot Abkommen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FJ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sykes-Picot Abkommen war ein geheimes Abkommen zwischen Großbritannien und Frankreich, in dem die Aufteilung des Osmanischen Reichs nach dem Ersten Weltkrieg geregelt wurde. Das Abkommen wurde am 16. Mai 1916 von Mark Sykes aus Großbritannien und Francois Georges Picot aus Frankreich unterzeichnet. Es teilte das Osmanische Reich in verschiedene Herrschafts- und Einflussgebiete auf. Es sollte jeweils ein Gebiet unter französischer und ein Gebiet unter britischer Herrschaft geben. Zwischen diesen Gebieten sollten zwei weitere Gebiete liegen, die A-Zone und die B-Zone. In beiden Zonen sollten sich eigenständige arabische Länder bilden, welche aber unter französischem Einfluss (A-Zone) oder britischem Einfluss (B-Zone) stehen sollten. Das Osmanische Reich war zur damaligen Zeit wirtschaftlich in einem schlechten Zustand und von anderen europäischen Ländern abhängig. Gleichzeitig war das Reich wichtig für Europa, da es Russland den Weg zum Mittelmeer blockierte und für ein Kräftegleichgewicht sorgte. Am 2. August 1914 waren das Osmanische und das Deutsche Reich ein Bündnis eingegangen, woraufhin das Osmanische Reich Truppen für Deutschland bereitstellte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großbritannien wollte das Osmanische Reich im Inneren schwächen, indem es 1915 mit dem Scherifen Hussein von Mekka über arabische Aufstände gegen die osmanische Herrschaft verhandelte. Im Gegenzug für die Aufstände wurde den Arabern ein eigener unabhängiger Staat auf dem Gebiet des Osmanischen Reichs versprochen. Ein solcher unabhängiger arabischer Staat widersprach dem Sykes-Picot-Abkommen, nach dem die Länder alle unter britischem oder französischem Einfluss stehen sollten. Doch das Sykes-Picot abkommen wurde geheim gehalten und so begannen die Aufstände im Juli 1916. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1918 wurde das geheime Sykes-Picot Abkommen durch Russland veröffentlicht, doch die Nachricht verbreitete sich nur sehr langsam und die Truppen von Scherif Hussein kämpften weiter gegen das Osmanische Reich. Die Aufstände endeten am 1. Oktober 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Gegenwartsbezug======&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;(Ergänzung von [https://projekte.zum.de/wiki/Benutzer:Hoffmann HOF])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;Propaganda des &amp;quot;Islamischen Staates&amp;quot; (IS)&#039;&#039;&#039; wird immer wieder das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ende von Sykes-Picot&amp;quot;&#039;&#039;&#039; gefordert ([https://twitter.com/JakeGodin/status/788434572606341121 siehe z.B. diese Screenshots aus einem Propagandavideo]). Siehe dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[https://youtu.be/o98ZTk1aB1o &#039;&#039;&#039;Das Sykes-Picot-Abkommen&#039;&#039;&#039; (Doku, arte 2017)]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Quellen===== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Autor unbekannt, „Vor 100 Jahren: Großbritannien und Frankreich vereinbaren das Sykes-Picot-Abkommen“, [https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/227750/ sykes-picot-abkommen Bundeszentrale für politische Bildung], 13.05.2016 (23.04.2020)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Martin Gehlen, „Sykes-Picot-Abkommen: Das Ende jeden Friedens“, [https://www.zeit.de/politik/ausland/2016-05/sykes-picot-abkommen-syrien-irak-islamischer-staat Zeit Online], 16.05.2016 (23.04.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Paris&amp;diff=20264</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Paris</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Paris&amp;diff=20264"/>
		<updated>2020-04-29T11:06:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* 1968 international: Paris */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=====1968 international: Paris=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968, und in Frankreich insbesondere der Mai 1968, war „das Jahr, das die Welt veränderte, sagte der amerikanische Journalist Mark Kurlansky. Obwohl in den Jahren 1967–1968 fast überall auf der Welt Jugend- und Studentenaufstände ausbrachen, ist der Pariser Aufstand unter dem Namen &amp;quot;Mai 68&amp;quot; zu einer Ikone dieser Protestbewegungen geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausende Student*innen gingen auf die Straßen und protestierten für eine Verbesserung der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studienbedingungen. es wurden ebenso politische Forderungen zum Thema Arbeitslosigkeit,  Konsumgesellschaft oder Kapitalismuskritik vorgebracht. Zudem gab es Forderungen der Friedensbewegung gegen den Vietnamkrieg und zur Demokratisierung der Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Französischen Mai“ wurde etwas wahr, was in anderen Ländern noch nicht passierte, die  Studentenproteste trafen mit einem nationalen Aufstand der französischen Arbeiterschaft zusammen und verbanden sich zu einem gemeinsamen Aufstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufstand führte zu gewalttätigen sozialen Unruhen im ganzen Land,wodurch die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaft wochenlang lahm gelegt war. Diese Demonstrationen und Barrikaden im Pariser Quartier erinnerten manchen an die Französische Revolution. Die Bereitschaftspolizei CRS wurde durch Sprechchöre und Graffiti mit der deutschen SS verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Wie kam es dazu?======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1968 wurden nur wenige Fabriken wegen des leichten Anstiegs der Arbeitslosigkeit bestreikt, jedoch sorgten Konflikte zwischen Studenten und Universitätsleitungen um das Recht auf freie Meinungsäußerung vereinzelt für mehr Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Literarische Fakultät in Nanterre nach ersten Protesten geschlossen wurde, sprang der Funke nach Paris über. Die Studenten besetzten die Sorbonne(ein Gebäude im Pariser Quartier Latin/die Pariser Traditionsuniversität). Die Polizei räumte die Universität am 3. Mai. Die allgemeine Wut über die Brutalität der Maßnahmen eskalierte bald so stark, dass die Gewerkschaften am 13. Mai zu einem eintägigen Generalstreik aufriefen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streikbewegung breitete sich im ganzen Land aus und deckte fast alle Lebensbereiche ab. Teilweise trennten sich jedoch die Wege der aufständischen Protestgruppen und der Gewerkschaften nach einiger Zeit wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Die Folgen:======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Initiative von Premierminister Georges Pompidou wurde verhandelt, sodass am 27. Mai Arbeitgeber, Gewerkschaften und die Regierung das Abkommen von Grenelle unterzeichneten und eine Erhöhung des Mindestlohns (35%), Lohnerhöhungen, kürzere Arbeitszeiten, Mitbestimmung und andere Verbesserungen im Arbeitsrecht beschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den „Accords de Grennelle“ kam es zu einer Veränderung, die durch die Auflösung der Nationalversammlung am 30. Mai, durch Ankündigung von Neuwahlen für den 23. Juni und durch gaullistische Gegendemonstrationen im ganzen Land, was die Protestierenden, die für einen Umsturz waren, erstmals in die Defensive brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni beendeten die Gewerkschaften die Streikbewegung, was mit vielen Schwierigkeiten einherging. Die Wahlen, die als &amp;quot;beängstigende Wahlen&amp;quot; in die Geschichte eingingen, bestätigten die konservativen Parteien der Regierung an der Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Relevanz für die Gegenwart&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autorin: JoMa&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Pariser Mai `68 keine großen politischen Erfolge verbuchen konnte, ist er doch noch immer für die Gesellschaft damals sowie heute relevant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pariser Mai hatte einen großen Einfluss auf die französische, sowie auf die deutsche Gesellschaft. Die Aufstände prägten ein „linkes“ Frankreichbild, welches über Generationen hinweg erhalten blieb und vor allem auf die westdeutschen Studenten einen großen Einfluss hatte. Die Pariser Aufstände inspirierten außerdem noch Jahre später Protestbewegungen in Westdeutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings gibt es auch andere Meinungen. So schrieb der Schriftsteller Bernard Pingaud in seinem Tagebuch „Mai: es hat sich nichts ereignet.“ Damit ist vor allem gemeint, dass die angestrebte „große Revolution“ nicht stattgefunden hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem veränderten sich einige Dinge nach den Aufständen im Mai. So wurde das Wirtschaftssystem modernisiert und der Konsumgesellschaft gelang der Durchbruch, welcher unter Gaulle lange verhindert worden war, da dieser sich an traditionellen konservativen Idealen orientierte. Die konservativen Eliten wurden somit zur Modernisierung gezwungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterführend sind viele ehemalige Teilnehmer der Maiproteste der Meinung, dass sich nach den Aufständen im Mai in vielen Bereichen der Gesellschaft die Demokratie weiter ausbreitete und verfestigte. So verloren zum Beispiel die kommunistische Bewegung, sowie die pazifistische Bewegung und die „grüne“ Bewegung ihren Einfluss auf die Gesellschaft und Politik. Die Kommunistische Partei wurde nach ihrem Niedergang durch die Sozialisten ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abkommen von Grenelle (Accords de Grenelle), welches als Reaktion auf die Maiproteste beschlossen wurde, erreichte eine Erhöhung des Mindestlohns, Tariferhöhung, Verkürzung der Arbeitszeiten und eine Verbesserung des Mitbestimmungsrechts der Arbeiter.  Mit diesem Abkommen kam also die Wende, welche aber durch gaullistische Anhänger und Neuwahlen kleingehalten wurde. Bei den Neuwahlen am 23. Juni gewannen außerdem wieder die Konservativen, was der Bewegung des Pariser Mais einen weiteren Schlag versetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pariser Mai `68 ist also dahingehend noch relevant für die Gegenwart, als dass er vor allem in der Gesellschaft seine Spuren hinterließ. Er zog zwar keine drastischen politischen Umbrüche nach sich, schaffte es aber, dass sich die damalige Wirtschaft modernisieren musste und verankerte in den Menschen damals, sowie in den Generationen danach ein Bild des „linken“ Frankreichs und des kreativen Widerstandes.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Quellen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Ingo Kolboom, “Das Jahr, das Frankreich veränderte: Der französische Mai &#039;68”, [[https://www.bpb.de/internationales/europa/frankreich/152656/der-franzoesische-mai-68 Bundeszentrale für politische Bildung]] (21.1.2013).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“68 international“ [[https://www.bpb.de/geschichte/deutsche-geschichte/68er-bewegung/51973/68-international Bundeszentrale für politische Bildung]] (2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die 68er-Bewegung“, BpB.de, [[https://www.google.com/url?sa=i&amp;amp;url=https%3A%2F%2Fwww.bpb.de%2Fgeschichte%2Fdeutsche-geschichte%2F68er-bewegung%2F51973%2F68-international&amp;amp;psig=AOvVaw3fD790iSEBzEFndXncZ9Yy&amp;amp;ust=1585244069285000&amp;amp;source=images&amp;amp;cd=vfe&amp;amp;ved=0CAIQjRxqFwoTCMCiw76UtugCFQAAAAAdAAAAABAK Bundeszentrale für politische Bildung]] (2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Spanische_Grippe&amp;diff=20261</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Spanische Grippe</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Spanische_Grippe&amp;diff=20261"/>
		<updated>2020-04-29T11:02:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erkenntnisse und Gefahren der Spanischen Grippe für den Umgang mit Corona: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkte/ Wendepunkt 1918/1919|Spanische Grippe – Lehren für den Umgang mit Corona]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Wendepunkt 1918/1919: Spanische Grippe – Lehren für den Umgang mit Corona? &#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Inhaltsverzeichnis: &#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Basis-Informationen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erster	Fall und Symptome&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausbreitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von	1920 bis heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkenntnisse	und Gefahren der Spanischen Grippe für den Umgang mit Corona&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Basis-Informationen: &#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spanische Grippe war eine Influenza-Pandemie, die vom Frühjahr 1918 bis 1920 Schrecken verbreitete und viele Todesopfer forderte. In Europa starben über 2 Millionen Menschen an der Spanischen Grippe, zwischen 27 und 50 Millionen waren es weltweit. Einige Quellen behaupten sogar, dass es mehr als 50 Millionen waren. Damit forderte die Spanische Grippe mehr Opfer als der Erste Weltkrieg. Sie stammte vom Influenzavirus ab und wurde erstmalig am Ende des Ersten Weltkrieges bekannt. In drei großen Wellen überzog die Spanische Grippe die Welt mit Leid und Verlust. Im Unterschied zum Influenzavirus, welches vor allem Kleinkinder und alte Menschen befällt, befiel die Spanische Grippe hauptsächlich Menschen im Alter von 15 bis 40 Jahren, weil das Virus einen Zytokinsturm, eine Überreaktion des Immunsystems, auslöste. Seit der Spanischen Grippe gab es bis heute keine vergleichbare Pandemie mehr in Europa. Trotz dem Namen „Spanische“ Grippe, hatte die Spanische Grippe ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten. Die Spanische Grippe war lange Zeit nur eine Fußnote des Ersten Weltkrieges und wurde erst durch jüngere Berichtserstattungen, wie z.B. in Fernsehsendungen, in der Wahrnehmung der Menschen bekannter. Das mutierte Virus wurde über Schweine auf den Menschen übertragen und durch die Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch weitergegeben. Die Hygiene war in Kriegszeiten grundsätzlich sehr schlecht und bot somit ideale Bedingungen für das Virus und dessen Ausbreitung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik Spanische Grippe.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Historisches Diagramm mir Sterblichkeitsraten in Amerika und Europa während 1918 und 1919&#039;&#039;&#039; (Foto: Bild „Reeve 3143, Nationales Museum für Gesundheit und Medizin, Institut der Pathologie für Streitkräfte, Washington D.C.), Lizenz: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ CC BY 4.0, via]&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Spanish_flu_in_Europe#/media/File:Historic-Chart-Showing-Mortality-Rates-in-America-and-Europe-during-1918-and-1919-Photo-Image-Reeve-3143-National-Museum.jpg Wikimedia Commons]&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Erster Fall und Symptome: &#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Arzt in Kansas hatte zu Beginn des Jahres 1918 (Februar/März) den Erreger bei einer Patientin diagnostiziert. Sie litt an Symptomen wie hohem Fieber, starken Kopf- und Gliederschmerzen und quälendem Husten, die typischen Grippesymptome und auch typisch für die Spanische Grippe. Aber auch starkes Erbrechen zählt zu den Symptomen der Spanischen Grippe. Der Arzt diagnostizierte eine Grippe, wusste aber nicht, was für eine. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Ausbreitung: &#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als man dann im März 1918 hundert weitere grippeähnliche Fälle fand, wurde der Ernst der Situation klar, aber es war zu spät für eine Eindämmung, denn tausende infizierte Soldaten waren bereits auf dem Weg über den Atlantik nach Europa. In Amerika dachte man erst daran, dass die Spanische Grippe ein Angriffsversuch der Deutschen sei: eine Kriegswaffe, die in Form von Ampullen, gefüllt mit Keimen, von den Deutschen in die USA geschmuggelt wurde. Ende März gab es dann die ersten Fälle im Westen Frankreichs. Von dort breitete sich das Virus unkontrollierbar schnell, durch Heimaturlauber, Verletzte und Kriegsgefangene, in alle Richtungen aus. So konnte es sich in ganz Frankreich verbreiten und drang ebenfalls bis nach Belgien, Großbritannien und auch nach Spanien vor. Aufgrund des freien Journalismus in Spanien – Spanien war kein kriegsführendes Land und unterlag somit keiner Propagandastrategie – erreichte die Nachricht über das Virus auch Deutschland. Das Virus wurde „Spanische Grippe“ getauft, weil viele nur von Spanien über das Virus hörten. Folglich gingen viele in Deutschland davon aus, dass das Virus aus Spanien gekommen sei. Aber nicht nur in Amerika und Europa kursierte das Virus, denn später waren dann auch Nordafrika, China, Indien und Australien von der Spanischen Grippe betroffen. Bei einer von den Deutschen gewonnenen Schlacht am 21. März 1918 wurde viele gegnerische Soldaten gefangen genommen, darunter waren auch britische, französische und amerikanische Soldaten. Einige von ihnen trugen das Virus in sich und gaben die Seuche an deutsche Soldaten weiter. Nur wenige der erkrankten Soldaten konnten medizinische Hilfe erhalten, da sämtliche Krankenlager an den Westfronten überfüllt waren. Durch die Überflutung der Krankenlager mit Schwerkranken und Toten, konnten Leichtkranke und -verwundete nicht mehr aufgenommen werden. Über die infizierten Soldaten, die nach Deutschland zurückkehrten, weil sie kränklich schienen oder zu ihrer Familie heimkehrten, konnte sich das Virus blitzschnell im Sommer in Deutschland ausbreiten. Die Infizierten kamen in Krankenhäuser und gaben das Virus an Pflegerinnen und Ärzte weiter, wodurch die Krankenhäuser überlastet waren und Ärzte- und Pflegemangel herrschte. Die Mediziner verstanden nicht, warum die Seuche die Älteren, die doch sonst so anfällig waren, verschonte, und einige hatten die Theorie, dass die vielleicht schon immun sein könnten. Durch die stark ansteigende Zahl von Infizierten wurden die Industrie und Wirtschaft in Deutschland und der Welt eingeschränkt und teils lahmgelegt. Die Sterberate war enorm hoch für eine grippeähnliche Krankheit. In einigen Krankenhäusern starb jeder Dritte und auch die Säuglingssterblichkeit stieg drastisch an. Im August ging man davon aus, dass die Spanische Grippe die Entscheidung des Krieges beeinflussen könnte, denn viele Soldaten fielen ihr zum Opfer und auch die Stimmung der gesunden Soldaten wurde durch die Grippe negativ beeinflusst. Zudem hatte Deutschland deutlich mehr von der Krankheit betroffene Soldaten, sodass die anderen Länder Deutschland überlegen waren. Dazu kam noch, dass die anderen Länder mehr Nahrung und bessere ärztliche Versorgung hatten. Die Spanische Grippe schwächte den Gesundheitszustand der ganzen Bevölkerung und man könnte sogar sagen das 1918 „die Welt im Fieber lag“ (vgl. Buch: 1918 – Die Welt im Fieber. Von Laura Spinney). Im Frühjahr 1918 sorgte die erste Welle der Spanische Grippe zwar für viele Infizierte, aber nur wenige starben. Die zweite Welle war deutlich harmloser, aber die dritte Welle im Herbst war weitaus tödlicher. Trotz der Immunität, die sich bei vielen bereits nach der ersten und zweiten Welle bildete, brachte die dritte Welle die meisten Opfer mit sich. Denn durch die Mutation des Virus, war es deutlich aggressiver und viele Menschen starben schon 2 Tage nach Ausbruch der Krankheit. Zu dieser Zeit konnte man nicht einschätzen, was die Spanische Grippe ist. Sie wurde in Deutschland auch als Kriegsseuche bezeichnet. Zeitgenössische Ärzte hatten ein Grippe-Bakterium im Verdacht für die Seuche, aber schon zu dieser Zeit wurde stark an dieser Theorie gezweifelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Von 1920 bis heute: &#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1933 wurde dann bekannt, dass das Influenzavirus der Auslöser gewesen war, und im Jahr 2005 konnten Wissenschaftler dann endlich noch mehr und vor allem Wesentliches über die Spanische Grippe herausfinden. Vor allem konnten sie feststellen, dass es heute immer noch so tödlich ist wie damals. Das Influenza-A-Virus H1N1 (Spanische Grippe-Virus) griff das Atemsystem an, wodurch eine bakterielle Lungenentzündung entstand, die den Körper so entkräftete, dass häufig der Tod die Folge war. Es gab zu dieser Zeit noch keine Antibiotika, die die Bakterien hätten vernichten können, und auch sonst war die ärztliche Versorgung noch lange nicht auf einem Stand, um die Pandemie bzw. Ausbreitung des Virus verhindern zu können. Die Infizierten erstickten an Atemnot. Ihre Haut verfärbte sich aufgrund des Sauerstoffmangels bläulich bis schwarz, was die Menschen an die Pest erinnerte. Einige bluteten auch aus Nase und Ohren. Viele Überlebende der Spanischen Grippe litten an neurologischen Spätfolgen. In Deutschland starben mindestens 300.000 Menschen an dieser Grippe, was laut Grippe-Expertin Silke Buda vom Robert Koch-Institut für unser Gesundheitssystem unerträglich wäre. Es könnten aber auch doppelt oder dreimal so viele Opfer gewesen sein. Es ist schwierig, die genauen Zahlen herauszufinden, da es kaum Aufzeichnungen über diese Zeit gibt. Auch die Suche nach Relikten oder Fotos ist eher vergeblich. Es war die schlimmste Grippepandemie der Geschichte. Wissenschaftler*innen gehen davon aus, dass die Spanische Grippe kein Einzelfall bleibt und dass sie sich durchaus wiederholen kann. Das zeigte auch die Asiatische Grippe 1957 und die Hongkong-Grippe 1968, obwohl diese sich nicht so stark pandemisch wie die Spanische Grippe ausbreiteten und auch weniger Opfer mit sich brachten. Aber auch das Ende 2019 aufgetretene Corona-virus SARS-CoV-2 (Covid-19), welches ebenfalls vom Influenzavirus abstammt, zeigt eine mögliche Wiederholung der Pandemie von 1918–1920. Die unkontrollierbare und radikale Ausbreitung des Covid-19-Erregers übersteigt unseren Erfahrungshorizont und konnte sich von einer aus China ausgehenden Epidemie zu einer Pandemie entwickeln, die schon jetzt Ärzte, Forscher, Politiker etc. in der ganzen Welt vor große Herausforderungen stellt, obwohl wir erst am Anfang der Pandemie stehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spanische Grippe unterscheidet sich vom Corona-Virus und auch vielen anderen Krankheiten dahingehend, dass sie vor allem immunstarke Menschen im Alter zwischen 15-40 Jahren angriff, wohingegen das Corona-Virus eher ältere und immunschwache Menschen befällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Erkenntnisse und Gefahren der Spanischen Grippe für den Umgang mit Corona: &#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits damals ergriffen einige Städte, leider zu wenige, Maßnahmen, um die Verbreitung zu verlangsamen. Die amerikanische Stadt St. Louis schränkte das öffentliche Leben ein, z.B. durch Schulschließungen. In anderen Städten, wie in der ebenfalls amerikanischen Stadt Philadelphia, wurde weiter wie bisher gelebt und die Stadt plante weitere große Veranstaltungen. Bei einer Veranstaltung, mit 200.000 Mitwirkenden, waren eine Woche später 50.000 Menschen unter den Besucher*innen infiziert und schon bald starben viele von ihnen. Das Gesundheitssystem war in diesen Städten deutlich überfordert und die Krankenhäuser völlig überfüllt und überlastet. Deswegen starben noch mehr Menschen, die unter anderen Umständen möglicherweise das Virus überlebt hätten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus lernt man, dass der große Shutdown, der die Welt zurzeit erschüttert, aus berechtigtem Grund durchgesetzt wurde. Er schränkt zwar das Leben und auch die Freiheit der Menschen ein, garantiert aber auch mehr Sicherheit. Außerdem ist das Ziel, nicht die Krankheit zu stoppen, sondern die Verbreitung zu verlangsamen, damit die Krankenhäuser nicht wie in einigen Städten bei der Spanische Grippe überflutet sind und somit unnötige Tote dem Virus zum Opfer fallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem wurde die Spanische Grippe auch in den Regierungen oft nicht ernst genommen, da man andere Krankheiten, wie Fleckfieber und Tuberkulose, für wichtiger und schwerwiegender hielt. Durch diese Leichtsinnigkeit konnte sich die Spanischen Grippe schneller und auch einfacher verbreiten. Deshalb ist es so gut und wichtig, dass die jetzigen Regierungen (mit einigen Ausnahmen) das Corona-Virus nicht auf die leichte Schulter nehmen und schnell zu einschneidenden Maßnahmen greifen, obwohl es nur ein „Grippevirus“ ist, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man nahm die Spanische Grippe zwar ernst, aber nahm sie nicht als etwas Besonderes wahr, da der Tod zu dieser Zeit alltäglich war. Dass das Corona-Virus so ernst genommen wird, ist auch ein Ergebnis der Informationspolitik und des Kenntnisstandes über vergangene Seuchen. Gerade weil Europa seit dem Zweiten Weltkrieg zum Glück von Katastrophen verschont geblieben ist, bestand die Gefahr, eine solche Bedrohung nicht wirklich ernst zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was auch aus der Pandemie der Spanischen Grippen gelernt werden muss, ist, dass diese in mehreren Wellen kam, da keine nachhaltigen Maßnahmen ergriffen wurden und stattdessen immer wieder schnell zu Alltag zurück zurückgekehrt wurde. Somit konnte sich das Virus immer wieder erneut verbreiten. Das Problem des Virus wurde heruntergespielt und die politischen Führer reagierten viel zu spät. Es wurden keine radikalen Maßnahmen durchgeführt, sondern alles eher halbherzig behandelt. Deswegen ist es verständlich, dass beim Corona-Virus das normale Leben erst wieder weitergehen kann, wenn man sich sicher sein kann, dass große Gefahren auszuschließen sind. Dass dazu die drastischen Maßnahmen notwendig sind, ist zu akzeptieren. Das Gesundheitssystem ist zwar besser als vor 100 Jahren, aber die Fehler von damals können sich trotzdem wiederholen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fake News gab es auch schon zur Zeit der Spanischen Grippe. Dass das Virus eine deutsche Kriegswaffe sei, oder auch das Gerücht, dass das Virus nur Deutsche befalle, haben für viel Unruhen gesorgt und die Menschen bei ihrem Denken über das Virus beeinflusst. Auch über das Corona-Virus kursieren viel Fake News im Netz, wie die Meldung, dass es zu wenig Lebensmittel gebe. Diese Fake News sorgen schnell für Panik bei den Menschen, z.B. durch Hamsterkäufe. Man sollte also im Netz genau aufpassen, ob die Quelle verlässlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem brachte die Spanische Grippe auch neurologische Spätfolgen mit sich, die die Menschen überraschten, da diese sehr ungewöhnlich und unvorhersehbar waren. Beim Covid-19 Virus sollte man sich daher darauf einstellen, dass Überlebende der Krankheit auch Spätfolgen haben könnten und man sollte nicht so leichtsinnig sein, das Corona-Virus nur als Grippevirus anzusehen. Man weiß nicht viel über dieses Virus und auch nicht, ob und was für Spätfolgen es mit sich bringen könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das Corona-Virus ist auf keinen Fall mit der Spanischen Grippe gleichzusetzen. Das Influenza-A-Virus H1N1, welches die Spanische Grippe hervorrief, war deutlich aggressiver und hatte schlimmere Auswirkungen auf den Menschen, als das Covid-19-Virus. Aber man darf das Corona-Virus auch nicht unterschätzen wie die Spanische Grippe einst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzeichen rechtzeitig ernst zu nehmen und mit Bedacht zu behandeln, hätte auch damals viel Leid verhindern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Heutige Relevanz&#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
YB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anbetracht des aktuellen weltweiten Ausnahmezustandes, ausgelöst durch den Coronavirus, erscheint die Spanische Grippe relevanter denn je. Auch wenn die beide Pandemien sich in ihrer Entstehung, den äußeren und zeitlichen Umständen und ihren Risikogruppen unterscheiden, so finden sich doch einige Parallelen zum heutigen Coronavirus. Es treten z.B. ähnliche Symptome auf, die Ansteckungsgefahr ist, wie bei allen Pandemien, sehr hoch und die Todesursache ist, wenn der Fall eintritt, Atemnot. Viel wichtiger ist aber, dass, auch wenn die Spanischen Grippe noch um einiges aggressiver war, uns der damalige Umgang heute eine Lehre sein kann. Zwar hat sich nicht nur das das Gesundheitswesen in den vergangenen hundert Jahren in vielerlei Hinsicht verbessert, jedoch scheint es, als würde gerade durch die Erfahrung mit vorausgegangenen Pandemien wie der Spanischen Grippe Angst entstehen. Von diesen Erfahrungen können wir heute profitieren. An der Einschränkung des öffentlichen Lebens, damals im amerikanischen St. Louis im Vergleich zu den Städten, die den gewöhnlichen Alltag fortgesetzt hatten, konnten wir beispielhaft sehen, welchen Effekt eine länderübergreifende Quarantäne hat. Demzufolge ist die Quarantäne die einzige Möglichkeit, dem Zusammenbruch des Gesundheitswesens vorzubeugen und so schnell und sicher wie möglich neue Informationen über den Umgang mit dem Virus zu erhalten. Ohne jene Erfahrung und die daraus resultierende Sorge wäre der weltweite Shutdown wohl kaum eingehalten worden bzw. nie zustande gekommen und die Katastrophe von vor hundert Jahren hätte sich vermutlich ähnlich wiederholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Quellen: &#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bohr, Felix, &#039;&#039;Pandemie. Was uns die Spanische Grippe lehrt&#039;&#039;, in: Der Spiegel, 13.03.2020 18:00 Uhr, [https://www.spiegel.de/geschichte/coronavirus-was-uns-die-spanische-grippe-gelehrt-hat-a-00000000-0002-0001-0000-000169988522] , gelesen: 21.03.2020 12:25 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eckner, Constantin, &#039;&#039;Spanische Grippe. Wie sich Fehler wiederholen&#039;&#039;, N-TV, 16.03.2020, [https://www.n-tv.de/panorama/Wie-sich-Fehler-wiederholen-article21644456.html], gelesen: 20.03.2020 12:05 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maybaum, Thorsten, &#039;&#039;Spanische Grippe: Ein Virus – Millionen Tote&#039;&#039;, in: Ärzteblatt, 2018, [https://www.aerzteblatt.de/archiv/197155/Spanische-Grippe-Ein-Virus-Millionen-Tote], gelesen: 21.03.2020 13:13 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kellerhoff, Sven Felix, Geschichte: Spanische Grippe, „Die schwerste Seuche, die jemals über die Erde fegte“, in: Die Welt, 01.02.2020, [https://www.welt.de/geschichte/article205501205/Spanische-Grippe-Die-schwerste-Seuche-die-jemals-ueber-die-Erde-fegte.html], gelesen: 19.03.2020 17:12 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Piorkowski, Christoph David, &#039;&#039;Die Mutter der modernen Pandemien. Coronavirus und Spanische Grippe im Vergleich&#039;&#039;, in: Der Tagesspiegel, 20.03.2020 05:43 Uhr, [https://www.tagesspiegel.de/wissen/coronavirus-und-spanische-grippe-im-vergleich-die-mutter-der-modernen-pandemien/25662134.html], gelesen: 21.03.2020 10:03 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Spinney, Laura, 1918 – &#039;&#039;Die Welt im Fieber. Wie die Spanische Grippe die Gesellschaft veränderte&#039;&#039;. Aus dem Englischen übersetzt von Sabine Hübner, Bonn: Hanser, 2018.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Werner, Nils, &#039;&#039;Die Spanische Grippe: Eine der tödlichsten Seuchen den Menschheit&#039;&#039;, MDR, 02.03.2020 14:16 Uhr, [https://www.mdr.de/zeitreise/die-spanische-grippe-auf-der-spur-einer-der-toedlichsten-seuchen-der-menschheit-100.html], gelesen: 20.03.2020 10:35 Uhr.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/N%C3%BCrnberger_Prozesse&amp;diff=20258</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Nürnberger Prozesse</title>
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		<updated>2020-04-29T10:51:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Meinungen zum Prozess */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Bundesarchiv_Bild_183-V01057-3,_N%C3%BCrnberger_Prozess,_Angeklagte.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;big&amp;gt;Strafprozeß vor dem Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg vom 20.11.1945 bis 1.10.1946 gegen führende Personen (Hauptkriegsverbrecher) des faschistischen Deutschlands wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen den Frieden und gegen die Menschlichkeit.[…]&amp;lt;/big&amp;gt; (Original Bildunterschrift)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;Bundesarchiv, Bild 183-V01057-3 , CC-BY-SA 3.0 [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en Creative-Commons Lizenz (Lizenzvertrag)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Foto via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-V01057-3,_N%C3%BCrnberger_Prozess,_Angeklagte.jpg Wikimedia Commons]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&amp;lt;u&amp;gt;Nürnberger Prozesse&amp;lt;/u&amp;gt;=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autorin: LC&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&amp;lt;u&amp;gt;Vorgeschichte&amp;lt;/u&amp;gt;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor der Kapitulation des Deutschen Reiches, bei der &#039;&#039;&#039;Moskauer Deklaration&#039;&#039;&#039; vom 19. Oktober bis 01. November 1943, beschlossen die USA, die Sowjetunion und Großbritannien, die führenden Nationalsozialisten zur Verantwortung ziehen zu wollen. Auf Grundlage des &#039;&#039;&#039;Londoner Abkommens&#039;&#039;&#039; vom 08. August 1945 schufen sie unter Einbeziehung Frankreichs ein &#039;&#039;&#039;internationales Militär Tribunal (IMT)&#039;&#039;&#039;. Im Londoner Abkommen stand, es solle ein internationaler Militärgerichtshof gebildet werden, welcher zur Aburteilung der Kriegsverbrecher dienen soll. Dieser befand sich im Justizpalast in Nürnberg. Damit hatte zum ersten Mal in der Geschichte ein internationales Gericht die Vollmacht, führende Vertreter eines Staates für Verletzungen des Völkerrechts persönlich  zur Rechenschaft zu ziehen. Diese führenden Vertreter sollten wegen der Verbrechen, die in den von Deutschland besetzten Ländern während des Zweiten Weltkrieges begangen wurden, vor Gericht verurteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&amp;lt;u&amp;gt;Der Prozess&amp;lt;/u&amp;gt;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Bundesarchiv Bild 146-1990-032-29A, Nürnberger Prozess, Zeitungsleser.jpg|Bundesarchiv Bild 146-1990-032-29A, Nürnberger Prozess, Zeitungsleser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;big&amp;gt;Interessierte Zeitungsleser nach der Urteilsverkündung der Nürnberger Prozesse, 1. Oktober 1945&amp;lt;/big&amp;gt; (Original Bildunterschrift)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;Bundesarchiv, Bild 146-1990-032-29A, Autor unbekannt, CC-BY-SA 3.0 [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.de Creative-Commons Lizenz (Lizenzvetrag)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Foto via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_146-1990-032-29A,_N%C3%BCrnberger_Prozess,_Zeitungsleser.jpg?uselang=de Wikimedia Commons]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. November 1945 beginnt der erste &#039;&#039;&#039;Nürnberger Prozess&#039;&#039;&#039; gegen 24 Hauptkriegsverbrecher und sechs verbrecherische Organisationen des „Dritten Reichs“. Die Prozesse wurden gegen Delikte der &#039;&#039;&#039;Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verbrechen gegen den Frieden&#039;&#039;&#039; durchgeführt. Darunter waren Delikte wie: Tötung oder Misshandlung von Kriegsgefangenen, Hinrichtung von Geiseln, Verschleppung zur Zwangsarbeit, die Verfolgung und Vernichtung der Juden, Tötungsdelikte sowie  Angriffskriege. Große Nationalsozialisten wie Hitler, Himmler und Goebbels konnten damals nicht mehr vor Gericht treten, da sich diese bereits zuvor das Leben genommen hatten. Trotzdem gab es noch viele übergebliebenen Nationalsozialisten, wie z.B. Rudolf Hess, Albert Speer, Julius Streicher, Hermann Göring und Generäle aus der Wehrmachtsführung. Nach fast einem Jahr Verhandlungsdauer werden am 30. September und am 01. Oktober 1946 die &#039;&#039;&#039;Urteile gegen 22 Angeklagte&#039;&#039;&#039; verkündet: Zwölf Angeklagte wurden zum Tode verurteilt, sieben erhielten langjährige oder lebenslange Haftstrafen und drei wurden freigesprochen. Von den zwölf Todesurteilen wurden zehn am 16. Oktober vollstreckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&amp;lt;u&amp;gt;Das Ziel der Prozesse&amp;lt;/u&amp;gt;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel war &#039;&#039;&#039;nicht Rache zu üben, sondern nach zivilisierten Regeln zu bestrafen&#039;&#039;&#039;. Den Alliierten ging es bei den Gerichtsprozessen vor allem darum, nicht nur die Nationalsozialisten umzuerziehen, sondern auch das Volk. Durch die Prozesse wurden viele &#039;&#039;&#039;geheime Verbrechen&#039;&#039;&#039; aufgedeckt, wie z.B. Menschenversuche, das Ermorden von Menschen mit Behinderung, Zwangsarbeit und Geisel-Erschießung, welche dem Volk durch breites Veröffentlichen in Zeitungen berichtet wurde. Viele Deutsche erfuhren erst jetzt von dem gesamten Ausmaß der Verbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&amp;lt;u&amp;gt;Die Nachprozesse&amp;lt;/u&amp;gt;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1949 wurden in der amerikanischen Besatzungszone und vor amerikanisch-en Militärgerichten zwölf weitere große Prozesse gegen NS-Kriegsverbrecher geführt. Brigadegeneral Telford Taylor wurde nach Robert H. Jackson,  der nach der Urteilsverkündung im Verfahren vor dem Internationalen Militärgerichtshof am 17. Oktober 1946 sein Amt niedergelegt hatte, nun zum Hauptankläger für diese &#039;&#039;&#039;Nachfolge-Prozesse&#039;&#039;&#039; ernannt. Insgesamt wurden &#039;&#039;&#039;185 Personen angeklagt&#039;&#039;&#039;: 56 Mitglieder der SS und Polizei, 42 Industrielle und Manager, 39 Ärzte und Juristen, 26 militärische Führer und 22 Minister und hohe Regierungsvertreter. 35 Angeklagte wurden freigesprochen, 24 wurden zum Tode verurteilt, 20 zu lebenslanger Haft verurteilt und 98 zu Freiheitsstrafen zwischen 18 Monaten und 25 Jahren verurteilt. Neben den Nürnberger Prozessen fanden &#039;&#039;&#039;in allen vier Besatzungszonen weitere Verhandlungen gegen Kriegsverbrecher&#039;&#039;&#039; statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&amp;lt;u&amp;gt;Meinungen zum Prozess&amp;lt;/u&amp;gt;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus heutiger Sicht sprechen viele Fakten dafür, den Nürnberger Prozess kritisch zu beurteilen. Manche vertreten eine revisionistische Auffassung und bewerten das internationale Militär Tribunal als &#039;&#039;&#039;Instrument alliierter Willkür über die Besiegten&#039;&#039;&#039;, während andere die Prozesse als positiv ansehen. Für sie stellt der Prozess den Grundstein eines &#039;&#039;&#039;universellen Völkerrechts&#039;&#039;&#039; dar und sie stufen Kritik am Tribunal als eher zweitrangig ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Prozesse konnte erstmals die individuelle Schuld der Angeklagten untersucht werden und Politiker persönlich bestraft werden, was im Allgemeinen heute als positiv bewertet wird. Das Innehaben eines staatlichen Amtes oder Gesetze bieten seit den Nürnberger Prozessen keinen absoluten Schutz mehr vor Verfolgung durch das Völkerstrafrecht. Dadurch gab es eine wesentliche Weiterentwicklung des Völkerrechts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem empfanden manche diese Gerichte auch als ungerecht und nannten die Gerichtsprozesse „Siegerjustiz“, da die Kriegsverbrechen der Alliierten nicht verhandelt wurden. Besonders problematisch war die Zusammensetzung des Gerichts, da diesem nur Richter aus Ländern vorsaßen, die Deutschlands Kriegsgegner gewesen waren und dadurch keine „neutralen“ Staaten waren. Dadurch wurde das Besatzungsgericht als „unfair“ empfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&amp;lt;u&amp;gt;Relevanz der Nürnberger Prozesse für die Gegenwart&amp;lt;/u&amp;gt;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Nürnberger Prozesse wurde die Definition des Völkerrechts ausgearbeitet und hat sich weiterentwickelt. Sie stellen den Grundstein eines universellen Völkerrechts dar. Zum ersten Mal konnte die Schuld der Angeklagten untersucht werden. Führende Politiker des NS-Regimes wurden für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen und bestraft. Die Alliierten wollte aber nicht nur die Nazis für ihre Taten zur Rechenschaft ziehen, sondern auch das Volk umerziehen. Denn viele Deutsche haben die Nazis blind unterstützt, ohne zu wissen, welche Verbrechen im Geheimen begangen wurden. Durch die Nürnberger Prozesse erfuhr die deutsche Bevölkerung von den Morden an unschuldigen Menschen und den unmenschlichen Versuchen, die an unzähligen Menschen gemacht wurden. Die Nazis haben vieles geheim gehalten und versteckt, durch Propaganda haben sie das Volk für sich gewonnen. Das alles haben die Alliierten aufgedeckt und an die Öffentlichkeit gebracht, damit die Deutschen erkennen, was hinter verschlossenen Türen eigentlich vor sich ging. Auch wenn die Nürnberger Prozesse aufgrund ihrer Einseitigkeit heute kritisch betrachtet werden, wurden durch diese Dinge erfahren, die sonst viel später ans Licht gekommen wären. Außerdem erfolgte eine wesentliche Entwicklung des Völkerrechts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&amp;lt;u&amp;gt;Quellen&amp;lt;/u&amp;gt;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;Drotschmann, Mirco,  [https://www.youtube.com/watch?v=PAHLE-URyF8 Nürnberger Prozess | Geschichte], veröffentlicht auf YouTube, (17.01.19), abgerufen am 22.03.20.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;Gruler, Sabine und Wagner, Kirsten, [https://www.zeitklicks.de/top-menu/zeitstrahl/navigation/topnav/jahr/1945/nuernberger-prozesse-beginnen/ Nürnberger Prozesse beginnen], veröffentlicht auf zeitklicks.de, (kein Veröffentlichungsdatum angegeben), abgerufen am 22.03.20.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;Internetredaktion der Landeszentrale für politische Bildung BW, [https://www.lpb-bw.de/nuernberger-prozesse  Die Nürnberger Prozesse], veröffentlicht auf Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, (18.11.19), abgerufen am 23.03.20.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;Potjans, Mareike, [https://www.planet-wissen.de/geschichte/deutsche_geschichte/nachkriegszeit/pwiedernuernbergerprozess100.html Nachkriegszeit,Der Nürnberger Prozess], veröffentlicht auf planet-wissen, (23.03.20), abgerufen am 23.03.20.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;Rudolf, Stefan, [https://www.grin.com/document/180834  Seminararbeit: Der Nürnberger Prozess – Siegerjustiz oder objektive Urteilsfindung? Das Fallbeispiel Karl Dönitz], veröffentlicht auf grin, (2011), abgerufen am 23.03.20.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;Weinke, Annette, [https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/N%C3%BCrnberger_Prozesse Nürnberger Prozesse], veröffentlicht in Historisches Lexikon Bayerns, (19.08.13), abgerufen am 23.03.20.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;Kein/e Autor/in angegeben, [https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Prozesse Wikipedia, Nürnberger Prozesse], veröffentlicht auf Wikipedia, (16.04.20), abgerufen am 23.03.20.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Stunde_Null&amp;diff=20220</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Stunde Null</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Stunde_Null&amp;diff=20220"/>
		<updated>2020-04-29T08:51:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Stunde Null“ in Hamburg:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:DDR BRD Zonengrenze Detail 1978.jpg|DDR BRD Zonengrenze Detail 1978]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt; Detail: Schild &amp;quot;Halt. Hier Zonengrenze. Bundesgrenzschutz&amp;quot; zur Demarkation der Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland BRD und der Deutschen Demokratischen Republik DDR, 1978 fotografiert von der westdeutschen Seite aus., Angela Stascheit, Lizenz‘‘ [https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.en CC BI 3.0]‘‘‘, via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:DDR_BRD_Zonengrenze_Detail_1978.jpg Wikimedia Commons]. &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Stunde Null&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Definition „Stunde Null“:&#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;u&amp;gt;„Stunde Null“ beschreibt die Ereignisse vom 8. und 9. Mai 1945, &amp;lt;/u&amp;gt; die Zeit kurz nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte sowie den frühsten Abschnitt der unmittelbaren Nachkriegszeit in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;lt;u&amp;gt;„Stunde Null“ soll den totalen Zusammenbruch des dritten Reichs &amp;lt;/u&amp;gt; und die unmittelbaren Ereignisse nach dem Zerfall des dritten Reichs &amp;lt;u&amp;gt;wiedergeben. &amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;u&amp;gt;„Stunde Null“ gibt es auch in der Militärsprache.&amp;lt;/u&amp;gt; Der Begriff bezeichnet eine festgelegte Uhrzeit, die geheim bleiben soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;lt;u&amp;gt;&amp;quot;Stunde Null&amp;quot; wurde nach dem Zweiten Weltkrieg erstmals in der Literatur verwendet.&amp;lt;/u&amp;gt; &amp;quot;Stunde Null&amp;quot; will hier sagen, dass die Zerschlagung des NS-Staates einen radikalen und vollständigen Umbruch der deutschen Gesellschaft mit sich gebracht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;In der Geschichte gab und gibt es keine „Stunde Null“.&amp;lt;/u&amp;gt; Jeder Deutsche trägt ein Stück Vergangenheit und auch die Verantwortung mit sich, für das was im Dritten Reich geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Die Stunde Null:&#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folgen des Zweiten Weltkrieges sind schrecklich und es lässt sich mit Worten nicht beschreiben, wie viel Leid dieser von Deutschen begonnene Krieg über die ganze Welt gebracht hat. Die Menschen hungerten, hatten durch das Zerbomben der Häuser keine Wohnungen, waren krank, müde, voller Schmerz und es gab viel Ungewissheit. Die Menschen wussten nicht mehr wie es weitergehen sollte und was mit ihnen geschieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Stunde Null“     beschreibt auch das grausame Gefühl der Familien die ihre Angehörigen im Krieg verloren hatten oder schwer verletzt wurden. Die Panik vor einem weiteren Krieg war zu spüren und alle hatten Angst, dass es zu einem kalten Krieg zwischen der Sowjetunion und dem Westen kam, da es immer wieder Streitigkeiten bei der Aufteilung Deutschlands und dem Zusammenleben gab. Der Begriff Stunde Null bezieht sich ebenfalls auf die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht und den vollständigen Zusammenbruch des ehemaligen NS-Staates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Nachkriegszeit/Politik:&#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation Deutschlands übernahm der Alliierte Kontrollrat, bestehend aus den vier Oberbefehlshabern der vier Siegermächte; USA, Großbritannien, Frankreich und der Sowjetunion, die politische Führung und die Regierungsgeschäfte für Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Alliierte Kontrollrat hatte die Aufgabe, zumindest notdürftig eine Verwaltung in den einzelnen Zonen einzurichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Potsdamer Abkommen und Potsdamer Erklärung&#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse dieser Konferenz in Potsdam mündeten in dem Potsdamer Abkommen bezüglich aller Entscheidungen, die Deutschland betrafen und in der Potsdamer Erklärung, die das weitere Vorgehen gegenüber Japan beschrieb. Gemeinsam wurde beschlossen, dass Deutschland entnazifiziert, entmilitarisiert, demokratisiert und dezentralisiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit von 1945 bis 1949 ist Deutschland in vier Besatzungszonen eingeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Amerikanische Besatzungszone&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Britische Besatzungszone&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Französische Besatzungszone&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sowjetische Besatzungszone&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sowjetischen Besatzungszone standen als Reparationsmaßnahmen intensive Industriedemontagen im Vordergrund. Die UdSSR hatte Hauptlast beim Kampf gegen das nationalistische Deutschland getragen (ca. 22 Millionen sowjetische Zivilisten und Soldaten starben während des Krieges).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erfolgte die Demontagen von Fabriken und schließlich einigte man sich, die Fertigprodukte als Reparationsleistungen an die UdSSR zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Der Marshallplan&#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amerikaner erkannten, dass sich Westeuropa nur mit einem wirtschaftlich starken Deutschland sicher fühlen kann. Der Außenminister G.C. Marshall, unterstützte die europäische Wirtschaft. Die Amerikaner dachten, eine deutsche Wirtschaft, die eigenständig arbeitet, sei nicht mehr auf Hilfe der Besatzungsmächte angewiesen („Hilfe zur Selbsthilfe“). Europa wurde der Absatzmarkt für amerikanische Waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die USA und England einigten sich auf eine gemeinsame Politik in ihren Besatzungszonen, während die Sowjetische Seite eigene kommunistische Politik machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit wurden die Gebiete in die DDR (Deutsche Demokratische Republik) und die BRD (Bundesrepublik Deutschland) aufgeteilt. Die Ziele der BRD waren die Wiedererlangung der Souveränität und die Wiedervereinigung. Die Wiedervereinigung musste aber zunächst zurückgestellt werden, da sich die BRD erst mit Konrad Adenauer das Vertrauen der Westmächte gewinnen musste. Da der Lebensstandard in der DDR deutlich schlechter war als in der BRD flohen viele Leute in die BRD. Damit nicht noch mehr flohen, wurde eine Mauer gebaut, die die BRD und die DDR voneinander trennte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;„Stunde Null“ in Hamburg:&#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Hamburg 1945 - Operation Gomorrah (Hamburg 1945 - The Operation Gomorrah) - geo.hlipp.de - 30659.jpg|Hamburg 1945 - Operation Gomorrah (Hamburg 1945 - The Operation Gomorrah) - geo.hlipp.de - 30659]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt; Hamburg 1945 - Operation Gomorrah (Hamburg 1945 - The Operation Gomorrah), Oxfordian Kissuth on geo.hlipp.de, Lizenz:‘‘‘[ https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en CC BY-SA 2.0]‘‘‘,via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hamburg_1945_-_Operation_Gomorrah_(Hamburg_1945_-_The_Operation_Gomorrah)_-_geo.hlipp.de_-_30659.jpg Wikimedia Commons]. &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gauleiter Karl Kaufmann verkündete im Radio die Kapitulation Hamburgs. Die siebte Panzerdimension Großbritanniens rückte von den Elbbrücken bis in die Hamburger Innenstadt zum Rathaus vor, sie besetzten somit strategisch kluge Standpunkte. Am Rathaus wurde die Stadt dann auch übergeben und unterlag dann der Führung Großbritanniens. Somit war für Hamburg der II. Weltkrieg vorüber und man konnte die sowieso schon stark zerstörte Stadt vor einem Häuserkampf bewahren. Vom Frieden war in der stark gezeichneten Stadt aber noch nichts zu spüren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Gegenwärtige Relevanz der „Stunde Null“======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TaS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Stunde Null“ ist ein wichtigstes Ereignis des 20 Jahrhunderts. Es beschreibt das Ende des „Dritten Reichs“ und den Beginn der Nachkriegszeit, damit auch die gemischten Gefühle von Befreiung, Angst, Freude und Not.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Stunde Null“ ist ein einmaliges Ereignis und somit nicht direkt in der Gegenwart relevant. Vor allem auch das Schuldgefühl der Bürger und der Glaube, dass jeder Teil daran hatte. Diese Schuldgefühle plagen die Bürger heutzutage nicht mehr, jedenfalls nicht die, die nach dem Zweiten Weltkrieg geboren sind. Man sieht sich nicht als mitverantwortlich für den Krieg, aber ist natürlich aufgrund der vergangenen Ereignisse achtsamer und man kann etwas dazu beitragen, dass es sich nicht wiederholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch beschreibt die „Stunde Null“ auch den Umbruch der deutschen Gesellschaft, und die Folgen davon spüren wir heute immer noch. In dem Sinne ist die „Stunde Null“ heute immer noch relevant, denn damals wurde neben der DDR auch noch die BRD gegründet und in dieser leben wir heute, auch wenn sich natürlich über die Jahre einiges verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist der Begriff „Stunde Null“ auch ein Begriff aus der Militärsprache, der heute immer noch im Gebrauch ist. Der Begriff bezeichnet eine geheime Uhrzeit. Die Relevanz des Begriffs ist dementsprechend heute immer noch aktuell, nur nicht direkt in dem Sinne als Wendepunkt, sondern als Begriff, der etwas anderes bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Stunde Null“ beschreibt auch die Gefühle der Menschen, die während der Nachkriegszeit empfunden wurden, dazu zählt auch die Angst vor einem neuen Krieg bzw. es bestand auch die Gefahr eines Kalten Kriegs. Ist die Angst vor einem weiteren Krieg heute immer noch präsent? Theoretisch ja, obwohl Angst eher da das falsche Wort ist. Jedoch ist der Gedanke, dass es ein Krieg ausbrechen könnte in den Gedanken der Menschen vorhanden, aber es ist kein Gedanke, der sie mit Furcht erfüllt, sondern lediglich eine Möglichkeit. Aber die Möglichkeit, dass ein neuer Krieg von Deutschland ausgeht, ist eher unwahrscheinlich, jedoch, dass Deutschland an dem Krieg beteiligt sein wird, ist durchaus vorstellbar, allein schon aufgrund der vielen Bündnisse, die Deutschland hat, wie die EU oder die Nato.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen ist die „Stunde Null“ heute immer noch relevant, zwar nicht so direkt wie vor 75 Jahren, aber durch bestimmte Ereignisse oder Gefühle doch noch in der Wahrnehmung der Menschen, wenn auch eher unterbewusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Quellen:&#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#https://de.wikipedia.org/wiki/Stunde_Null &lt;br /&gt;
#https://www.zeitklicks.de/brd/zeitklicks/zeit/politik/frag-doch-mal-1/was-ist-die-stunde-null-eigentlich/ &lt;br /&gt;
#https://www.youtube.com/watch?v=yDsWGWPLmu4 &lt;br /&gt;
#https://www.youtube.com/watch?v=m4qDCLHEaXsv  &lt;br /&gt;
#https://www.geschichte-lernen.net/gab-es-1945-eine-stunde-null/&lt;br /&gt;
#https://www.wasistwas.de/details-geschichte/was-ist-die-stunde-null.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/%22Volksgemeinschaft%22&amp;diff=20215</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/&quot;Volksgemeinschaft&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/%22Volksgemeinschaft%22&amp;diff=20215"/>
		<updated>2020-04-29T08:30:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Fazit: */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkte/Wendepunkt 1933-1945|Volksgemeinschaft während der NS-Zeit]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Volksgemeinschaft während der NS-Zeit&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Volksgemeinschaft ist ein zentral NS-Ideologischer Term,	der das Volk als Rassengemeinschaft beschreibt. Diese steht hinter	dem „Führer“ und teilt dessen Ideologien und Anschauungen.	Jeder außerhalb dieser Rassengemeinschaft wird konsequent	ausgeschlossen und missachtet.&#039;&#039;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Geschichte der Volksgemeinschaft:======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Volksgemeinschaft spielte schon seit dem 19. Jahrhundert eine große Rolle in verschiedensten politischen Richtungen, denn die Menschen wünschten sich zu der politischen Einigung Deutschlands auch eine soziale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Definition unterschied der Soziologe Ferdinand Tönnies die Gemeinschaft von der Gesellschaft. Dabei beschrieb er die Gesellschaft als einen wirtschaftlichen und politischen Bindungstypen, der von Nutzungsüberlegungen geprägt ist, wohingegen die Gemeinschaft eine Verbindung durch Strukturen und Zugehörigkeitsgefühl ist, wie man sie z.B. in Familien, Nachbarschaften und dem   Volk als solches findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Zerrissenheit nach dem Ersten Weltkrieg und die Schuldenfestlegung durch den Versailler Vertrag ließen wieder den Wunsch nach Zusammenhalt, Stabilität und Klarheit wachsen. Die Weimarer Republik griff immer wieder „den Geist von 1914“, also das Gemeinschaftsgefühl und Volkseuphorie zu Beginn des Zweiten Weltkrieges, auf und genau diesem Wunsch nach Gemeinschaft kam Hitler nach und gab ihm eine hohe Priorität, die er schon früh in Kampfreden anklingen ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Wie erreichte Hitler das Gefühl von Volksgemeinschaft?======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Schritt in Richtung Volksgemeinschaft war die Gleichheit, also die Aufhebung von Klassen- und Standesunterschieden. Dazu senkte er durch mehr Arbeitsaufträge, z.B. im Straßenbau, die Arbeitslosenrate, was zu Zufriedenheit führte. Auch gab sich Hitler selbst als volksnah, als „einer von ihnen“, und vermittelte den Menschen trotz des herrschenden Führerprinzips das Gefühl von Augenhöhe. Dies galt aber nicht für alle, denn bestimmte Volksgruppen wie vor allem Juden, aber auch Homosexuelle, physisch und geistig Behinderte und andere ethnische Minderheiten, wurden systematisch und mit juristischer Festschreibung (Nürnberger Rassengesetze von 1935) ausgegrenzt und als „Schädlinge“ bezeichnet. Hitler definierte das Volk als eine „blutsmäßig bedingte Erscheinung“. Begründet wurde das mit dem Sozialdarwinismus. Dieser gemeinsame Hass der „Arier“, der selbsternannten „reinrassigen Deutschen“, stärkte ironischerweise wiederum das Gruppengefühl. Zusätzlich gaben die Nationalsozialisten die Schuld vor allem den Juden und machten sie verantwortlich für die Niederlage im Ersten Weltkrieg und die Konsequenzen durch den Versailler Vertrag. Damit waren sie selbst entschuldigt und das Gefühl der Überlegenheit der eigenen „Rasse“ und der Vaterlandsliebe wurde noch stärker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Gefühl steigerte sich so sehr, dass bald das neue Motto „Du bist nichts, dein Volk ist alles“ galt, denn während das einzelne Individuum „vergänglich“ sei, wäre das Volk „bleibend“, so Hitler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf genau darauf hatte er hingearbeitet und stärkte das Gemeinschaftsgefühl weiterhin mit Massenritualen, wie dem monatlichen „Eintopfsonntag“ zu Gunsten des Winterhilfswerks, Sport- und Volksfesten, sowie Feiertagen wie z.B. dem Tag der Arbeit am 1. Mai, zu denen Hitler oft persönlich erschien. Dabei bildeten die Reichsparteitage in Nürnberg, die durch geometrische Massenparaden, Uniformen, Fahnen und einer propagandistischen Ausrichtung auf den Führer zelebriert wurden, den Höhepunkt. Auch Propaganda in den Medien war ein sehr präsentes Element, nicht zu vergessen der Hitlergruß, der am besten die  „sich dem Führer unterordnende“ und dessen Weltanschauung teilende große  Masse veranschaulicht. Selbst der Begriff „Bürger“ wurde in „Volksgenosse“ umgewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[datei: Grafik Eintopfgericht.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Winterhilfswerk, Plakat: Wir essen Eintopfgericht..., 1935&#039;&#039;&#039;, Unbekannter Autor, Lizenz: &#039;&#039;&#039;[[https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en CC BY-SA 4.0]]&#039;&#039;&#039;, via [[https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=73934539 Wikimedia Commons]] &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[datei: Grafik Hitler Lustgarten.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Hitler auf dem Weg zur Kundgebung im Lustgarten am Morgen des 1. Mai 1933&#039;&#039;&#039;, Unbekannter Fotograf, das Bild wurde Wikimedia zur Verfügung gestellt vom Deutschen Bundesarchiv [[https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Home/home.html]], Lizenz: &#039;&#039;&#039;[[https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en CC BY-SA 3.0]], via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_102-15783,_Berlin,_Lustgarten,_Maikundgebung.jpg Wikimedia Commons].&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Welchen Zweck verfolgte Hitler?======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jenes ausgeprägte Wachstum des Patriotismus und die Hochhaltung von „Reinheit“ der eigenen „Rasse“ stärkte das Gemeinschaftsgefühl, was der Volksgemeinschaft äußerst dienlich war. Joseph Goebbels sprach von dem metaphorischen Ziel, das Volk zu einem „Stahlblock“ zusammenzuschweißen, der als Militärmaschine funktionieren sollte, um das große „Dritte Reich“ zu erschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Auswirkungen:======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Prinzip der Volksgemeinschaft erzielte Hitler extreme Loyalität, Gehorsamkeit und Angepasstheit seines Volkes, das ihm scheinbar blind vertraute und hinter ihm stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem hatte er mit der Erfüllung des ersehnten Wunsches nach Gemeinschaft wortwörtlich den „Geist von 1914“ wieder zurückgebracht, den er 1939 für seine Zwecke nutzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Fazit:======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hitler erkannte schnell, womit er die Menschen in seinen Bann ziehen konnte. Er verband geschickt die, für die Gesellschaft wichtigen Aspekte mit den Werten einer starken Gemeinschaft. Daraus resultierte eine starke Einheit. Hitler förderte diese Einheit mit geschickter Rassenpolitik, die durch den Ausschluss Andersdenkender definiert war, Massenrituale und durch Propaganda vermittelte gemeinsame Weltanschauung. Das Ergebnis waren weniger einzelne Menschen, dafür mehr ein Volk, dessen höchste Priorität es war, ihm, dem Führer, zu dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Relevanz der Volksgemeinschaft für die Gegenwart======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SMR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Volksgemeinschaft ist noch immer, beziehungsweise wieder, sehr relevant für die Gegenwart. Dies kann man vor allem an Deutschland sehen, unter anderem aber auch an anderen Ländern wie zum Beispiel den Vereinigten Staaten von Amerika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gesamte rechte politische Spektrum, wobei vor allem die Partei AfD präsent ist, die in einigen Bundesländern eine der stärksten Kräfte ist, lässt das Streben nach einigen der damaligen politischen Verhaltensweisen und Strategien wieder aufleuchten. Es ist teilweise eine erschreckende Ähnlichkeit zwischen dem, was damals passierte, und dem, was heutzutage wieder aufbrodelt, festzustellen. Die Rolle, die damals Juden, Homosexuelle, physisch und psychisch Behinderte sowie andere ethnische Minderheiten innehaten, betrifft heutzutage größtenteils Ausländer. Kommentare wie „Ich würde niemanden verurteilen, der ein bewohntes Asylantenheim anzündet!“, geäußert von Marcel Grauf, oder  „Wenn wir kommen dann wird aufgeräumt, dann wird ausgemistet!“, geäußert von Markus Frohnmaier bezogen auf die deutsche Asylpolitik, verstärken den vorhandenen Hass gegen Ausländer. Auch der Antisemitismus und die Abneigung gegenüber Homosexuellen sind immer wieder aufs Neue Thema in unserer heutigen Zeit. Diese Art „Definition“ des Volkes, wer dazugehört und wer nicht, was die Ausgrenzung bestimmter Gruppen wie zum Beispiel der Ausländer mit sich bringt, sind erneute Ansätze, um auch in der heutigen Zeit wieder das Gefühl einer „Volksgemeinschaft“ zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige solcher Ansätze lassen sich unter anderem auch in den USA wiederfinden. Aussagen wie „America first“ von US- Präsident Donald Trump sollen bewirken, dass ein nationales Einheitsgefühl entsteht. Die Planungen für einen Mauerbau hin zur mexikanischen Grenze sind ebenfalls ein Beispiel für die extreme Ausgrenzung von Ausländern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der damalige Begriff der „Volksgemeinschaft“ ist unter dem Namen zur heutigen Zeit nicht so präsent. Das, was die „Volksgemeinschaft“ bewirken sollte und wie sie geschaffen wurde, ist allerdings noch sehr aktuell, denn das Muster von damals ist in bestimmten Kreisen unverändert geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quellen:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Kleinhans, Bernd, „Volksgemeinschaft“, 05.10.2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/volksgemeinschaft/]] (aufgerufen am 21.03.20)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwabe, Fabio, „Volksgemeinschaft“, Geschichte Kompakt, 2020&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.geschichte-abitur.de/lexikon/uebersicht-drittes-reich/volksgemeinschaft]] (aufgerufen am 22.03.20).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wildt, Michael, „Volksgemeinschaft“, Bundeszentrale für politische Bildung, 24.05.2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.bpb.de/izpb/137211/volksgemeinschaft]] (aufgerufen am 22.03.20).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.2.3 „Volksgemeinschaft&amp;quot;. Ideologie und inszenierte Lebenswirklichkeit im NS-Staat, Buchners Kolleg Geschichte 11, Ausgabe Bayern 2013 [[https://www.ccbuchner.de/_files_media/ckeditor/Downloads/32008_Kap_2/data/id20bc7541-242e-4c3d-b999-efeea151241e.html]] (aufgerufen am 22.03.20).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eintopfsonntag“, Wikipedia [[https://de.wikipedia.org/wiki/Eintopfsonntag]] (aufgerufen am 22.03.20).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Erziehung_nach_Auschwitz&amp;diff=20214</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Erziehung nach Auschwitz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Erziehung_nach_Auschwitz&amp;diff=20214"/>
		<updated>2020-04-29T08:21:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Ursprünge erkennen: */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erziehung nach Auschwitz====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;Thema: Erziehung nach Auschwitz&amp;lt;/big&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie kann man eine Wiederholung von Auschwitz verhindern?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-   Eine deutliche Aufklärung in der Grundschule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-   Aufklärung soll die allererste Erziehung sein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-   Man muss verstehen wie es zu dem Holocaust kam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Heutige Erziehung und Maßnahmen:=====&lt;br /&gt;
Das Konzentrationslager von Auschwitz und die dort statt gefundene Auslöschen von den Juden, ist einer der grausamsten Taten der Menschheit. Das ist eigentlich jedem bewusst. Jeder hat dieses Thema schonmal behandelt, sei es in der Schule, mit den Eltern oder an Hand von Selbstrecherche. Doch um sicher zu gehen, dass so etwas nie wieder passiert, muss man nach Theodor Adorno erkennen, wie es dazu kam. Theodor Adorno war ein Philosoph der als Hauptvertreter von kritischen Theorien und Denkweisen bekannt wurde. Wir Menschen haben uns  seit dem zweiten Weltkrieg nicht sehr viel verändert, denn wir handeln und denken immer noch ähnlich. Zwar hat jeder verstanden wie schlimm diese Tat der Nazis war, und es ist sogar verboten worden den Holocaust zu leugnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gefahren aus der Sicht von Theodor Adorno:=====&lt;br /&gt;
Doch was für Theodor Adorno eine Gefahr darstellt, ist das es auch eine andere Minderheit treffen könnte. Und da man Auschwitz nur mit den Nazis und Juden verbindet, wäre es möglich, dass sich die Geschichte mit anderen Völkergruppen noch einmal wiederholt passieren das es nochmal passiert, dass Menschen andere Menschen auslöschen wollen. Man sollte sich also mit dem Grundprozess von Auschwitz befassen und sich die Frage stellen: „Wie konnte es damals dazu kommen und was können wir machen, damit so etwas nicht nochmal passiert?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Wie wird die Umerziehung in der Schule umgesetzt?=====&lt;br /&gt;
Heutzutage ist nicht nur der Geschichtsunterricht eine Aufklärungsmöglichkeit für die Schülerin und Schüler. Überwiegend sind die Lehrer sind in diesem Bereich der Geschichte aufgeklärt. Lehrer in Deutschland haben die Pflicht neutral zu unterrichten. Das Thema wird von dem Großteil der Bevölkerung ernstgenommen und es denkt kaum einer daran diese Geschehnisse aus der dunklen Vergangenheit in der Schule zu hinterfragen. Trotzdem besteht hier die Gefahr, dass man nicht versteht warum es dazu kam. Das ist sehr wichtig für unsere Zukunft, denn nur so wissen wir, wie wir uns vor zukünftigen Krisensituation schützen oder es erst gar nicht dazu kommen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Wie kann man das verhindern?=====&lt;br /&gt;
In der Schule und Zuhause sollte man lernen besser mit Hass und Neid umzugehen. Viele Mächtige Personen auf der Welt, denken noch wie auf dem Sandkasten Niveau von einem Schüler in der vierten Klasse. „Wenn jemand meine Schaufel klaut, hau ich ihn“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neid ist eines der größten Probleme der heutigen Zeit, da Neid der Brennstoff für Hass ist. Wenn wir nicht aufhören jedem anderen zu missgönnen was er hat und uns selbst nicht zu akzeptieren, dauert es nicht lange und es gibt erneut Menschen die sich mit der Kraft von Hass  zusammenschließen, um andere zu unterdrücken. Wenn man die Judenverfolgung zurückverfolgt, merkt man, dass diese auch auf Neid basiert (Banksystem der Juden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Ursprünge erkennen:======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man in der Schule lernt diese Prozesse zuerkennen, ist dass meiner Meinung nach die beste Erziehung nach Auschwitz. Denn es gab auch schon vor Auschwitz zahlreiche Unterdrückungen und Verfolgungen von Minderheiten. Das ist für mich der Beweis, dass wir tiefer graben müssen um den Ursprung dieser Katastrophen zu finden, und das es, falls wir das nicht tun, sich immer wieder wiederholen kann, wenn Generationen versterben, die noch alles miterlebt haben, da Neid und Hass in jedem Menschen stecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Relevanz für die Gegenwart=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NZ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erziehung nach Auschwitz hat gerade heute eine große Notwendigkeit, da man Kinder schon im jungen Alter über die Ereignisse in Auschwitz aufklären sollte, um ein Bewusstsein und eine Sensibilität für dieses Geschehen zu entwickeln. Das ist wichtig, um eine Wiederholung solcher Ereignisse zu verhindern. Es gibt auch eine aktuelle Debatte darüber, ob die Überreste der Konzentrationslager saniert und somit erhalten werden sollten oder nicht. Einerseits ist Auschwitz eine wichtige Bildungs- und Gedenkstätte und andererseits natürlich eine historische Quelle. Kritische Stimmen würden sagen, dass man diesen Ort, welcher mit so vielen schrecklichen Erinnerungen verbunden ist lieber zerfallen lassen oder abreißen sollte und ihn nicht wieder durch einen Neuaufbau “Nachahmen“ sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, dass es wichtig ist ,durch solche anschaulichen Quellen Leuten die Geschichte des Holocaust näher zu bringen und durch Bildung eine Wiederholung zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Quellen:====&lt;br /&gt;
*Erziehung nach Auschwitz, Philosoph Theodor Adorno (1966)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wer war Theodor Adorno?, besucht am 24.03.20 : https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_W._Adorno&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eigene Erfahrung aus dem Schulalltag &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Grundgesetzbuch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gespräch mit einer Lehrerin aus Reinbek, vielen Dank für Informationen aus dem Lehrer*innen-Alltag&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Frankfurter_Prozesse&amp;diff=20212</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Frankfurter Prozesse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Frankfurter_Prozesse&amp;diff=20212"/>
		<updated>2020-04-29T08:11:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Die heutige Relevanz */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkt/Wendepunkte 1945|„Frankfurter Prozesse“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Frankfurter Prozesse=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des 2. Weltkrieges, welcher von 1939 bis 1945 andauerte, errichtete das NS-Regime eine Vielzahl von sogenannten Konzentrations- und Vernichtungslagern. In diesen Lagern wurden Hauptsächlich Juden, politische Gegner des NS-Regimes, Sinti und Roma und Homosexuelle gefangen gehalten, zur Arbeit gezwungen und zum Großteil anschließend ermordet, wenn sie nicht verhungerten. Das größte Konzentrationslager, Auschwitz, befand sich in Oświecim in Polen. Bei der Befreiung der Gefangenen von Auschwitz durch die sowjetische Rote Armee am 27. Januar 1945 waren nur noch ca. 7.000 Gefangene am Leben, nachdem dort mindestens 1,1 Millionen Menschen ermordet wurden. Circa acht Jahre danach fing die Justiz der Bundesrepublik Deutschland an, die Kriegsverbrechen, die während der Herrschaft des NS-Regimes begangen wurden, zu verfolgen und vor Gericht zu bringen. Diese Gerichtsprozesse sind bekannt unter dem Namen Auschwitzprozesse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik Frankfurter Prozesse.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auschwitz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt; Aus: [[https://search.creativecommons.org/photos/81ccf36a-53dc-47a9-8a64-b9d27840b65e]]&lt;br /&gt;
Image is licensed under  cc0 1.0, creator: TagThis &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kriegsverbrechen, für die die Führungsmitglieder des NS-Regimes angeklagt wurden, waren hauptsächlich: „Verschwörung gegen den Frieden“, „Verbrechen gegen den Frieden“, „Kriegsverbrechen“, „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und meistens mehrfacher „Mord“. Einige dieser Prozesse fanden in Frankfurt am Main statt. Die bekanntesten sind die Auschwitzprozesse 1–3. Deswegen werde ich auf diese besonders eingehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Prozess war der größte Prozess der deutschen Nachkriegsgeschichte, er begann am 20. Dezember 1963 und endete 1965. Er wurde von dem Richter Hans Hofmeyer geleitet. Es waren aber weitaus mehr Personen an diesem Verfahren beteiligt, wie zum Beispiel: weitere Richter, Geschworene, Staatsanwälte, 19 Verteidiger und zu Anfang 22 Angeklagte. Das Problem bei diesen Verhandlungen war jedoch, dass sich die Angeklagten bei der Vernehmung gegenseitig geschützt haben, um sich somit auch selbst zu schützen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Prozessen wurde festgestellt, dass kein Mitglied der SS die Todesstrafe erhalten hat, wenn es die Vernichtungsbefehle nicht selber ausgeführt hatte oder man diese ihnen nicht zu 100% nachweisen konnte. Die Kommandanten kamen daher meist ungestraft davon und die Menschen, die ihre Befehle ausgeführt haben, wurden bestraft. Die „Zeugen“ waren die Überlebenden aus den Konzentrationslagern. Eine Zeugenaussage war für viele von ihnen sehr belastend und für die meisten unmöglich, da sie in dieser Situation dazu gezwungen waren, sich an diese traumatisierende Zeit zurückzuerinnern. Außer den bereits genannten Zeugen gab es noch die ehemaligen SS-Mitglieder, die zwar niemanden direkt belasten wollten, aber einige Aussagen zu den Verhältnissen in den Lagern tätigen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Urteile fielen sehr unterschiedlich aus. Drei Angeklagte wurden freigesprochen, es gab eine zehnjährige Jugendstrafe, zehn Freiheitsstrafen von bis zu vierzehn Jahren oder lebenslänglich und meist zusätzlich einige Jahre Aufenthalt im Gefängnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Frankfurter Auschwitzprozess begann am 14. Dezember 1965 und endete am 16. September 1966. Dieser Prozess wurde jedoch, ebenso wie der dritte Prozess, weniger stark von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Es gab drei Angeklagte und alle von ihnen erhielten eine Haftstrafe zwischen dreieinhalb Jahren und lebenslänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Frankfurter Auschwitzprozess begann am 30. August 1967 und endete am 14. Juni 1968. Es gab drei Angeklagte, die für die Tötung von Häftlingen auf verschiedenstem Wege angeklagt wurden. Insgesamt wurden 130 Zeugen verhört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Prozesse sind als Wendepunkte der deutschen Geschichte zu bezeichnen, da die Mitglieder des NS-Regimes damals kaum mit Konsequenzen rechnen mussten und sie nicht für ihre Kriegsverbrechen und für ihre Grausamkeit bestraft wurden. Des Weiteren kann ich mir vorstellen, dass die Verurteilung der Mörder vieler Menschen zu dem seelischen Frieden der ehemaligen Gefangenen und Verfolgten führen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die heutige Relevanz=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LW&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der „Frankfurter Prozesse“ wurden die angeklagten Führungsmitglieder des NS-Regimes verurteilt. Es wurden also nicht diejenigen verurteilt, die die Befehle ausführten, sondern diejenigen, die die Befehle auftrugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch heute sind diese Prozesse noch relevant, da durch sie gezeigt wird, dass sich ein solches Verbrechen erstens nicht wiederholen darf, und zweitens, dass solche Befehlshaber zur Rechenschaft gezogen werden müssen, damit die Verbrechen an den Opfer der Shoah, aber auch die Aufforderung, heute solche Verbrechen zu begehen, nicht unbestraft bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dafür muss an dieses Ereignis erinnert werden, da es immer noch Personen und Gruppen mit einer rechtsextremistischen Ausrichtung gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So erkennt man bspw. an der Entscheidung der AfD, den vom Bundesamt für Verfassungsschutz als „rechtsextrem“ eingestuften rechten Flügen aufzulösen. Die Rechtssprecher, also hier die, die unsere Verfassung schützen, sorgen rechtzeitig dafür, dass sich rechtsextreme Gruppierungen nicht die Macht ergreifen können, die die Führungsmitglieder des NS-Regimes damals hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damals sowie heute musste/muss dafür gesorgt werden, dass nicht nur diejenigen zur Rechenschaft gezogen werden, die Befehle ausführen, sondern auch die Regierungschefs, die die Möglichkeit haben, ihr Gedankengut weiträumig zu verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die damaligen Prozesse stehen heute sozusagen als Teil eines Mahnmals, damit sich eine solche Zeit innerhalb einer Regierung nicht wiederholt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt; Quellen: &amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auschwitzprozesse.[[https://de.wikipedia.org/wiki/Auschwitzprozesse#Der_erste_Auschwitzprozess_1963_bis_1965]],veröffentlicht in: wkipedia.org, gelesen: 26.03.2020 um 16:23. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diedrich, Oliver, Auschwitz: „Das Schrecklichste, was ich je sah“. [[https://www.ndr.de/geschichte/schauplaetze/Auschwitz-KZ-Befreiung-durch-die-Rote-Armee-vor-75-Jahren,auschwitz592.html]], veröffentlicht in: ndr.de 27.01.2020, gelesen: 26.03.2020 um 17:19 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nürnberger und Frankfurter Prozesse sowie der Eichmann-Prozess im Web. [[http://lernen-aus-der-geschichte.de/Lernen-und-Lehren/content/2575]], veröffentlicht am: 11 Mai 2011 gelesen: 26.03.2020 um 16:51.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Frankfurter_Prozesse&amp;diff=20211</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Frankfurter Prozesse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Frankfurter_Prozesse&amp;diff=20211"/>
		<updated>2020-04-29T08:11:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Frankfurter Prozesse */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkt/Wendepunkte 1945|„Frankfurter Prozesse“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Frankfurter Prozesse=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des 2. Weltkrieges, welcher von 1939 bis 1945 andauerte, errichtete das NS-Regime eine Vielzahl von sogenannten Konzentrations- und Vernichtungslagern. In diesen Lagern wurden Hauptsächlich Juden, politische Gegner des NS-Regimes, Sinti und Roma und Homosexuelle gefangen gehalten, zur Arbeit gezwungen und zum Großteil anschließend ermordet, wenn sie nicht verhungerten. Das größte Konzentrationslager, Auschwitz, befand sich in Oświecim in Polen. Bei der Befreiung der Gefangenen von Auschwitz durch die sowjetische Rote Armee am 27. Januar 1945 waren nur noch ca. 7.000 Gefangene am Leben, nachdem dort mindestens 1,1 Millionen Menschen ermordet wurden. Circa acht Jahre danach fing die Justiz der Bundesrepublik Deutschland an, die Kriegsverbrechen, die während der Herrschaft des NS-Regimes begangen wurden, zu verfolgen und vor Gericht zu bringen. Diese Gerichtsprozesse sind bekannt unter dem Namen Auschwitzprozesse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik Frankfurter Prozesse.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auschwitz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt; Aus: [[https://search.creativecommons.org/photos/81ccf36a-53dc-47a9-8a64-b9d27840b65e]]&lt;br /&gt;
Image is licensed under  cc0 1.0, creator: TagThis &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kriegsverbrechen, für die die Führungsmitglieder des NS-Regimes angeklagt wurden, waren hauptsächlich: „Verschwörung gegen den Frieden“, „Verbrechen gegen den Frieden“, „Kriegsverbrechen“, „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und meistens mehrfacher „Mord“. Einige dieser Prozesse fanden in Frankfurt am Main statt. Die bekanntesten sind die Auschwitzprozesse 1–3. Deswegen werde ich auf diese besonders eingehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Prozess war der größte Prozess der deutschen Nachkriegsgeschichte, er begann am 20. Dezember 1963 und endete 1965. Er wurde von dem Richter Hans Hofmeyer geleitet. Es waren aber weitaus mehr Personen an diesem Verfahren beteiligt, wie zum Beispiel: weitere Richter, Geschworene, Staatsanwälte, 19 Verteidiger und zu Anfang 22 Angeklagte. Das Problem bei diesen Verhandlungen war jedoch, dass sich die Angeklagten bei der Vernehmung gegenseitig geschützt haben, um sich somit auch selbst zu schützen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Prozessen wurde festgestellt, dass kein Mitglied der SS die Todesstrafe erhalten hat, wenn es die Vernichtungsbefehle nicht selber ausgeführt hatte oder man diese ihnen nicht zu 100% nachweisen konnte. Die Kommandanten kamen daher meist ungestraft davon und die Menschen, die ihre Befehle ausgeführt haben, wurden bestraft. Die „Zeugen“ waren die Überlebenden aus den Konzentrationslagern. Eine Zeugenaussage war für viele von ihnen sehr belastend und für die meisten unmöglich, da sie in dieser Situation dazu gezwungen waren, sich an diese traumatisierende Zeit zurückzuerinnern. Außer den bereits genannten Zeugen gab es noch die ehemaligen SS-Mitglieder, die zwar niemanden direkt belasten wollten, aber einige Aussagen zu den Verhältnissen in den Lagern tätigen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Urteile fielen sehr unterschiedlich aus. Drei Angeklagte wurden freigesprochen, es gab eine zehnjährige Jugendstrafe, zehn Freiheitsstrafen von bis zu vierzehn Jahren oder lebenslänglich und meist zusätzlich einige Jahre Aufenthalt im Gefängnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Frankfurter Auschwitzprozess begann am 14. Dezember 1965 und endete am 16. September 1966. Dieser Prozess wurde jedoch, ebenso wie der dritte Prozess, weniger stark von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Es gab drei Angeklagte und alle von ihnen erhielten eine Haftstrafe zwischen dreieinhalb Jahren und lebenslänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Frankfurter Auschwitzprozess begann am 30. August 1967 und endete am 14. Juni 1968. Es gab drei Angeklagte, die für die Tötung von Häftlingen auf verschiedenstem Wege angeklagt wurden. Insgesamt wurden 130 Zeugen verhört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Prozesse sind als Wendepunkte der deutschen Geschichte zu bezeichnen, da die Mitglieder des NS-Regimes damals kaum mit Konsequenzen rechnen mussten und sie nicht für ihre Kriegsverbrechen und für ihre Grausamkeit bestraft wurden. Des Weiteren kann ich mir vorstellen, dass die Verurteilung der Mörder vieler Menschen zu dem seelischen Frieden der ehemaligen Gefangenen und Verfolgten führen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die heutige Relevanz=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LW&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der „Frankfurter Prozesse“ wurden die angeklagten Führungsmitglieder des NS-Regimes verurteilt. Es wurden also nicht diejenigen verurteilt, die die Befehle ausführten, sondern diejenigen, die die Befehle auftrugen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch heute sind diese Prozesse noch relevant, da durch sie gezeigt wird, dass sich ein solches Verbrechen erstens nicht wiederholen darf, und zweitens, dass solche Befehlshaber zur Rechenschaft gezogen werden müssen, damit die Verbrechen an den Opfer der Shoah, aber auch die Aufforderung, heute solche Verbrechen zu begehen, nicht unbestraft bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dafür muss an dieses Ereignis erinnert werden, da es immer noch Personen und Gruppen mit einer rechtsextremistischen Ausrichtung gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So erkennt man bspw. an der Entscheidung der AfD, den vom Bundesamt für Verfassungsschutz als „rechtsextrem“ eingestuften rechten Flügen aufzulösen. Die Rechtssprecher, also hier die, die unsere Verfassung schützen, sorgen rechtzeitig dafür, dass sich rechtsextreme Gruppierungen nicht die Macht ergreifen können, die die Führungsmitglieder des NS-Regimes damals hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damals sowie heute musste/muss dafür gesorgt werden, dass nicht nur diejenigen zur Rechenschaft gezogen werden, die Befehle ausführen, sondern auch die Regierungschefs, die die Möglichkeit haben, ihr Gedankengut weiträumig zu verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die damaligen Prozesse stehen heute sozusagen als Teil eines Mahnmals, damit sich eine solche Zeit innerhalb einer Regierung nicht wiederholt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt; Quellen: &amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auschwitzprozesse.[[https://de.wikipedia.org/wiki/Auschwitzprozesse#Der_erste_Auschwitzprozess_1963_bis_1965]],veröffentlicht in: wkipedia.org, gelesen: 26.03.2020 um 16:23. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diedrich, Oliver, Auschwitz: „Das Schrecklichste, was ich je sah“. [[https://www.ndr.de/geschichte/schauplaetze/Auschwitz-KZ-Befreiung-durch-die-Rote-Armee-vor-75-Jahren,auschwitz592.html]], veröffentlicht in: ndr.de 27.01.2020, gelesen: 26.03.2020 um 17:19 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nürnberger und Frankfurter Prozesse sowie der Eichmann-Prozess im Web. [[http://lernen-aus-der-geschichte.de/Lernen-und-Lehren/content/2575]], veröffentlicht am: 11 Mai 2011 gelesen: 26.03.2020 um 16:51.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/1919_Wahlrecht_f%C3%BCr_Frauen&amp;diff=20210</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/1919 Wahlrecht für Frauen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/1919_Wahlrecht_f%C3%BCr_Frauen&amp;diff=20210"/>
		<updated>2020-04-29T08:01:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Relevanz des Wendepunktes „1919 Wahlrecht für Frauen“ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Poster of the committee of the women associations of Germany &amp;amp;quot;Women! Ensure peace and the food supply! Vote and tell other people to vote!&amp;amp;quot;, 1919.jpg|Poster of the committee of the women associations of Germany &amp;amp;quot;Women! Ensure peace and the food supply! Vote and tell other people to vote!&amp;amp;quot;, 1919]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Ausschuss der Frauenverbände Deutschlands, Plakat: &#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039; &amp;quot;Frauen! / Sorget für Frieden und Brot! Wählet und werbt für die Wahl!&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, Plakat, 1919, Horst Ziegenfusz, Reproduktion vom [http://www.historisches-museum.frankfurt.de| Historischen Museum Frankfurt] in der [https://en.wikipedia.org/wiki/Main_Page| Wikipedia auf Englisch], Lizenz: &#039;&#039;&#039;[https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en CC BY-SA 4.0]&#039;&#039;&#039;, via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poster_of_the_committee_of_the_women_associations_of_Germany_%22Women!_Ensure_peace_and_the_food_supply!_Vote_and_tell_other_people_to_vote!%22,_1919.jpg Wikimedia Commons].&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Frauenwahlrecht 1919=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 1918 trat in Deutschland, damals die Weimarer Republik, das Reichswahlgesetz in Kraft, das nun auch erstmals das hart erkämpfte aktive und passive Wahlrecht für Frauen enthielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Historischer Kontext======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Beendigung des Ersten Weltkrieges (1914-18), aus dem Deutschland als Verlierer herausging, geschah in vielen Ländern in Mitteleuropa ein Umbruch, der meist auch das Frauenwahlrecht mit sich brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste europäische Land, das das aktive und passive Frauenwahlrecht einführte, war Finnland bereits im Jahr 1906.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Zentrale Akteure======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für dieses Frauenwahlrecht kämpfte Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem die SPD. Aber auch Frauen außerhalb der Partei setzten sich dafür ein. Während die gemäßigte bürgerliche Frauenbewegung ein eingeschränktes Wahlrecht anstrebte, forderten die radikaleren sozialistischen Frauen wie Clara Zetkin (1857-1933) das allgemeine Frauenwahlrecht. Zetkin war in dieser Zeit eine sozialistisch-kommunistische Politikerin und Frauenrechtlerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch noch bevor es die organisierte Frauenbewegung gab, sprach sich bereits die sozialkritische Schriftstellerin und Frauenaktivistin Louise Otto-Peters (1819-95) im Zuge der Revolution 1848/49 als Erste für das Frauenwahlrecht ein. Sie forderte in ihrer politischen „Frauen-Zeitung“ „das Recht der Mündigkeit“ für die Frau und „die Selbstständigkeit im Staat“. Hedwig Dohm (1831-1919), ebenfalls Schriftstellerin und Frauenrechtlerin, setzte sich in den 1870er Jahren auch für das Frauenwahlrecht ein. Sie formulierte ihre Forderung in ihrem Werk „Der Frauen Natur und Recht“ aus dem Jahr 1876.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Das Jahr 1918======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1918 forderten 58 deutsche Frauenorganisationen das Wahlrecht in einem Schreiben an den Reichskanzler Max von Baden. In Berlin versammelten sich aus diesem Grund mehrere tausend Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem am 09. November die Republik ausgerufen worden war, gab es am 12. November den Aufruf des Rats der Volksbeauftragten „an das deutsche Volk“, der ihr Regierungsprogramm enthielt. Ein wichtiger Punkt des Programms war eine große Wahlrechtsreform. So sollten alle Männer und Frauen ab 20 Jahren berechtigt sein, zu wählen und gewählt zu werden, sie sollten also sowohl das aktive als auch das passive Wahlrecht erhalten.  Am 30. November trat dann das Reichswahlgesetz in Kraft, das diese Reform enthielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Artikel 109, Absatz 2 der Weimarer Verfassung steht der folgende Satz: „Männer und Frauen haben grundsätzlich dieselben staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Die ersten Wahlen======&lt;br /&gt;
Im Januar des darauffolgenden Jahres fanden die ersten demokratischen Wahlen für Männer und Frauen statt: Am 05. Januar 1919 wurde die Verfassungsgebende Landesversammlung der Republik Baden gewählt und am 12. Januar die Verfassungsgebende Landesversammlung des Freien Württembergischen Volksstaats. Am 19. Januar durften Frauen dann bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung zum ersten Mal im nationalen Rahmen wählen und gewählt werden (aktives und passives Wahlrecht). Es war eine allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahl, bei der insgesamt 300 Frauen kandidierten. Unter den 423 gewählten Abgeordneten waren letztendlich 37 Frauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sozialdemokratin Marie Juchaz (1879-1956) hielt am 19. Februar 1919 eine Rede in der Nationalversammlung, in der sie sagte: „Meine Herren und Damen! Es ist das erste Mal, dass in Deutschland die Frau als freie und gleiche im Parlament zum Volke sprechen kann […]. Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit: Sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Relevanz des Wendepunktes „1919 Wahlrecht für Frauen“======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JD&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum ist das Wahlrecht für Frauen ein aus heutiger Sicht relevanter Wendepunkt? Zum einen wurde durch das Wahlrecht für Frauen ein sehr wichtiger erster Schritt auf dem langen Weg der Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen gegangen. Denn dass Frauen wählen durften, bedeutete noch lange keine Gleichberechtigung. Die selbstständige Kontoführung zum Beispiel, also die eigenständige Kontoführung einer Frau ohne die Einwilligung des Ehemannes, wie auch das Erlangen der Fahrerlaubnis waren für die Frauen erst ab den 50er-Jahren möglich. Die eigenständige Erwerbsarbeit wurde schockierenderweise noch 20 Jahre später, ab den 70er Jahren erst, möglich. Das Wahlrecht für Frauen hat also auf diesem steinigen Weg, dessen Ende noch heute nicht in Sicht ist, den ersten Schritt getan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschreibt das erste Erbe der Frauenrechtsaktivistinnen, die bei dem Kampf um Gleichberechtigung hart bestraft, verfolgt oder auch ums Leben gebracht wurden. Es bildet den Grundstein unseres heutigen Verständnisses von Gleichberechtigung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wahlrecht für Frauen begründet zudem unsere heutige Demokratie. Denn eine Demokratie bedeutet das Mitbestimmungsrecht aller Bürger, nicht nur der 50% der Männer, was die Frauen als andere Hälfte selbstverständlich mit einbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Quellen======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Geburtsstunde des Frauenwahlrechts - 12. November 1918; https://www.lpb-bw.de/12-november (gelesen am 19.03.20)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://de.wikipedia.org/wiki/Clara_Zetkin#Die_Frauenrechtlerin (gelesen am 24.03.20)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Geschichte des Frauenwahlrechts in Deutschland; https://www.100-jahre-frauenwahlrecht.de/jubilaeum/100-jahre-frauenwahlrecht-geschichte.html (gelesen am 25.03.20)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jurczyk, Cordula: Einführung des Frauenwahlrechts; https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/revolution-191819/einfuehrung-des-frauenwahlrechts.html (gelesen am 25.03.20)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/weltfrauentag-100-jahre-wahlrecht-fuer-frauen (gehört am 01.04.20)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://de.wikipedia.org/wiki/Louise_Otto-Peters (gelesen am 01.04.20)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenwahlrecht (gelesen am 01.04.20)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/1919_Wahlrecht_f%C3%BCr_Frauen&amp;diff=20209</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/1919 Wahlrecht für Frauen</title>
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		<updated>2020-04-29T08:00:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Die ersten Wahlen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Poster of the committee of the women associations of Germany &amp;amp;quot;Women! Ensure peace and the food supply! Vote and tell other people to vote!&amp;amp;quot;, 1919.jpg|Poster of the committee of the women associations of Germany &amp;amp;quot;Women! Ensure peace and the food supply! Vote and tell other people to vote!&amp;amp;quot;, 1919]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Ausschuss der Frauenverbände Deutschlands, Plakat: &#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039; &amp;quot;Frauen! / Sorget für Frieden und Brot! Wählet und werbt für die Wahl!&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, Plakat, 1919, Horst Ziegenfusz, Reproduktion vom [http://www.historisches-museum.frankfurt.de| Historischen Museum Frankfurt] in der [https://en.wikipedia.org/wiki/Main_Page| Wikipedia auf Englisch], Lizenz: &#039;&#039;&#039;[https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en CC BY-SA 4.0]&#039;&#039;&#039;, via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poster_of_the_committee_of_the_women_associations_of_Germany_%22Women!_Ensure_peace_and_the_food_supply!_Vote_and_tell_other_people_to_vote!%22,_1919.jpg Wikimedia Commons].&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Frauenwahlrecht 1919=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 1918 trat in Deutschland, damals die Weimarer Republik, das Reichswahlgesetz in Kraft, das nun auch erstmals das hart erkämpfte aktive und passive Wahlrecht für Frauen enthielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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======Historischer Kontext======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Beendigung des Ersten Weltkrieges (1914-18), aus dem Deutschland als Verlierer herausging, geschah in vielen Ländern in Mitteleuropa ein Umbruch, der meist auch das Frauenwahlrecht mit sich brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste europäische Land, das das aktive und passive Frauenwahlrecht einführte, war Finnland bereits im Jahr 1906.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Zentrale Akteure======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für dieses Frauenwahlrecht kämpfte Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem die SPD. Aber auch Frauen außerhalb der Partei setzten sich dafür ein. Während die gemäßigte bürgerliche Frauenbewegung ein eingeschränktes Wahlrecht anstrebte, forderten die radikaleren sozialistischen Frauen wie Clara Zetkin (1857-1933) das allgemeine Frauenwahlrecht. Zetkin war in dieser Zeit eine sozialistisch-kommunistische Politikerin und Frauenrechtlerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch noch bevor es die organisierte Frauenbewegung gab, sprach sich bereits die sozialkritische Schriftstellerin und Frauenaktivistin Louise Otto-Peters (1819-95) im Zuge der Revolution 1848/49 als Erste für das Frauenwahlrecht ein. Sie forderte in ihrer politischen „Frauen-Zeitung“ „das Recht der Mündigkeit“ für die Frau und „die Selbstständigkeit im Staat“. Hedwig Dohm (1831-1919), ebenfalls Schriftstellerin und Frauenrechtlerin, setzte sich in den 1870er Jahren auch für das Frauenwahlrecht ein. Sie formulierte ihre Forderung in ihrem Werk „Der Frauen Natur und Recht“ aus dem Jahr 1876.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Das Jahr 1918======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1918 forderten 58 deutsche Frauenorganisationen das Wahlrecht in einem Schreiben an den Reichskanzler Max von Baden. In Berlin versammelten sich aus diesem Grund mehrere tausend Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem am 09. November die Republik ausgerufen worden war, gab es am 12. November den Aufruf des Rats der Volksbeauftragten „an das deutsche Volk“, der ihr Regierungsprogramm enthielt. Ein wichtiger Punkt des Programms war eine große Wahlrechtsreform. So sollten alle Männer und Frauen ab 20 Jahren berechtigt sein, zu wählen und gewählt zu werden, sie sollten also sowohl das aktive als auch das passive Wahlrecht erhalten.  Am 30. November trat dann das Reichswahlgesetz in Kraft, das diese Reform enthielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Artikel 109, Absatz 2 der Weimarer Verfassung steht der folgende Satz: „Männer und Frauen haben grundsätzlich dieselben staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Die ersten Wahlen======&lt;br /&gt;
Im Januar des darauffolgenden Jahres fanden die ersten demokratischen Wahlen für Männer und Frauen statt: Am 05. Januar 1919 wurde die Verfassungsgebende Landesversammlung der Republik Baden gewählt und am 12. Januar die Verfassungsgebende Landesversammlung des Freien Württembergischen Volksstaats. Am 19. Januar durften Frauen dann bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung zum ersten Mal im nationalen Rahmen wählen und gewählt werden (aktives und passives Wahlrecht). Es war eine allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahl, bei der insgesamt 300 Frauen kandidierten. Unter den 423 gewählten Abgeordneten waren letztendlich 37 Frauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sozialdemokratin Marie Juchaz (1879-1956) hielt am 19. Februar 1919 eine Rede in der Nationalversammlung, in der sie sagte: „Meine Herren und Damen! Es ist das erste Mal, dass in Deutschland die Frau als freie und gleiche im Parlament zum Volke sprechen kann […]. Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit: Sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Relevanz des Wendepunktes „1919 Wahlrecht für Frauen“======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JD&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum ist das Wahlrecht für Frauen ein aus heutiger Sicht relevanter Wendepunkt? Zum einen wurde durch das Wahlrecht für Frauen ein sehr wichtiger erster Schritt auf dem langen Weg der Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen gegangen. Denn dass Frauen wählen durften, bedeutete noch lange keine Gleichberechtigung. Die selbstständige Kontoführung zum Beispiel, also die eigenständige Kontoführung einer Frau ohne die Einwilligung des Ehemannes, wie auch das Erlangen der Fahrerlaubnis waren für die Frauen erst ab den 50er-Jahren möglich. Die eigenständige Erwerbsarbeit wurde schockierenderweise noch 20 Jahre später, ab den 70er Jahren erst, möglich. Das Wahlrecht für Frauen hat also auf diesem steinigen Weg, dessen Ende noch heute nicht in Sicht ist, den ersten Schritt getan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschreibt das erste Erbe der Frauenrechtsaktivistinnen, die bei dem Kampf um Gleichberechtigung hart bestraft, verfolgt oder auch ums Leben gebracht wurden. Es bildet den Grundstein unseres heutigen Verständnisses von Gleichberechtigung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wahlrecht für Frauen begründet zudem unsere heutige Demokratie. Denn eine Demokratie bedeutet das Mitbestimmungsrecht aller Bürger, nicht nur der 50% der Männer, was die Frauen als andere Hälfte selbstverständlich mit einbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Quellen======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Geburtsstunde des Frauenwahlrechts - 12. November 1918; https://www.lpb-bw.de/12-november (gelesen am 19.03.20)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://de.wikipedia.org/wiki/Clara_Zetkin#Die_Frauenrechtlerin (gelesen am 24.03.20)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Geschichte des Frauenwahlrechts in Deutschland; https://www.100-jahre-frauenwahlrecht.de/jubilaeum/100-jahre-frauenwahlrecht-geschichte.html (gelesen am 25.03.20)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jurczyk, Cordula: Einführung des Frauenwahlrechts; https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/revolution-191819/einfuehrung-des-frauenwahlrechts.html (gelesen am 25.03.20)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/weltfrauentag-100-jahre-wahlrecht-fuer-frauen (gehört am 01.04.20)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://de.wikipedia.org/wiki/Louise_Otto-Peters (gelesen am 01.04.20)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenwahlrecht (gelesen am 01.04.20)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/1919_Wahlrecht_f%C3%BCr_Frauen&amp;diff=20208</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/1919 Wahlrecht für Frauen</title>
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		<updated>2020-04-29T08:00:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Die ersten Wahlen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Poster of the committee of the women associations of Germany &amp;amp;quot;Women! Ensure peace and the food supply! Vote and tell other people to vote!&amp;amp;quot;, 1919.jpg|Poster of the committee of the women associations of Germany &amp;amp;quot;Women! Ensure peace and the food supply! Vote and tell other people to vote!&amp;amp;quot;, 1919]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Ausschuss der Frauenverbände Deutschlands, Plakat: &#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039; &amp;quot;Frauen! / Sorget für Frieden und Brot! Wählet und werbt für die Wahl!&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, Plakat, 1919, Horst Ziegenfusz, Reproduktion vom [http://www.historisches-museum.frankfurt.de| Historischen Museum Frankfurt] in der [https://en.wikipedia.org/wiki/Main_Page| Wikipedia auf Englisch], Lizenz: &#039;&#039;&#039;[https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en CC BY-SA 4.0]&#039;&#039;&#039;, via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poster_of_the_committee_of_the_women_associations_of_Germany_%22Women!_Ensure_peace_and_the_food_supply!_Vote_and_tell_other_people_to_vote!%22,_1919.jpg Wikimedia Commons].&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Frauenwahlrecht 1919=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 1918 trat in Deutschland, damals die Weimarer Republik, das Reichswahlgesetz in Kraft, das nun auch erstmals das hart erkämpfte aktive und passive Wahlrecht für Frauen enthielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Historischer Kontext======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Beendigung des Ersten Weltkrieges (1914-18), aus dem Deutschland als Verlierer herausging, geschah in vielen Ländern in Mitteleuropa ein Umbruch, der meist auch das Frauenwahlrecht mit sich brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste europäische Land, das das aktive und passive Frauenwahlrecht einführte, war Finnland bereits im Jahr 1906.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Zentrale Akteure======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für dieses Frauenwahlrecht kämpfte Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem die SPD. Aber auch Frauen außerhalb der Partei setzten sich dafür ein. Während die gemäßigte bürgerliche Frauenbewegung ein eingeschränktes Wahlrecht anstrebte, forderten die radikaleren sozialistischen Frauen wie Clara Zetkin (1857-1933) das allgemeine Frauenwahlrecht. Zetkin war in dieser Zeit eine sozialistisch-kommunistische Politikerin und Frauenrechtlerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch noch bevor es die organisierte Frauenbewegung gab, sprach sich bereits die sozialkritische Schriftstellerin und Frauenaktivistin Louise Otto-Peters (1819-95) im Zuge der Revolution 1848/49 als Erste für das Frauenwahlrecht ein. Sie forderte in ihrer politischen „Frauen-Zeitung“ „das Recht der Mündigkeit“ für die Frau und „die Selbstständigkeit im Staat“. Hedwig Dohm (1831-1919), ebenfalls Schriftstellerin und Frauenrechtlerin, setzte sich in den 1870er Jahren auch für das Frauenwahlrecht ein. Sie formulierte ihre Forderung in ihrem Werk „Der Frauen Natur und Recht“ aus dem Jahr 1876.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Das Jahr 1918======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1918 forderten 58 deutsche Frauenorganisationen das Wahlrecht in einem Schreiben an den Reichskanzler Max von Baden. In Berlin versammelten sich aus diesem Grund mehrere tausend Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem am 09. November die Republik ausgerufen worden war, gab es am 12. November den Aufruf des Rats der Volksbeauftragten „an das deutsche Volk“, der ihr Regierungsprogramm enthielt. Ein wichtiger Punkt des Programms war eine große Wahlrechtsreform. So sollten alle Männer und Frauen ab 20 Jahren berechtigt sein, zu wählen und gewählt zu werden, sie sollten also sowohl das aktive als auch das passive Wahlrecht erhalten.  Am 30. November trat dann das Reichswahlgesetz in Kraft, das diese Reform enthielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Artikel 109, Absatz 2 der Weimarer Verfassung steht der folgende Satz: „Männer und Frauen haben grundsätzlich dieselben staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Die ersten Wahlen======&lt;br /&gt;
Im Januar des darauffolgenden Jahres fanden die ersten demokratischen Wahlen für Männer und Frauen statt: Am 05. Januar 1919 wurde die Verfassungsgebende Landesversammlung der Republik Baden gewählt und am 12. Januar die Verfassungsgebende Landesversammlung des Freien Württembergischen Volksstaats. Am 19. Januar durften Frauen dann bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung zum ersten Mal im nationalen Rahmen wählen und gewählt werden (aktives und passives Wahlrecht). Es war eine allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahl, bei der insgesamt 300 Frauen kandidierten. Unter den 423 gewählten Abgeordneten waren letztendlich 37 Frauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sozialdemokratin Marie Juchaz (1879-1956) hielt am 19. Februar 1919 eine Rede in der Nationalversammlung, in der sie sagte: „Meine Herren und Damen! Es ist das erste Mal, dass in Deutschland die Frau als freie und gleiche im Parlament zum Volke sprechen kann […]. Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit: Sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Relevanz des Wendepunktes „1919 Wahlrecht für Frauen“======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JD&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum ist das Wahlrecht für Frauen ein aus heutiger Sicht relevanter Wendepunkt? Zum einen wurde durch das Wahlrecht für Frauen ein sehr wichtiger erster Schritt auf dem langen Weg der Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen gegangen. Denn dass Frauen wählen durften, bedeutete noch lange keine Gleichberechtigung. Die selbstständige Kontoführung zum Beispiel, also die eigenständige Kontoführung einer Frau ohne die Einwilligung des Ehemannes, wie auch das Erlangen der Fahrerlaubnis waren für die Frauen erst ab den 50er-Jahren möglich. Die eigenständige Erwerbsarbeit wurde schockierenderweise noch 20 Jahre später, ab den 70er Jahren erst, möglich. Das Wahlrecht für Frauen hat also auf diesem steinigen Weg, dessen Ende noch heute nicht in Sicht ist, den ersten Schritt getan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschreibt das erste Erbe der Frauenrechtsaktivistinnen, die bei dem Kampf um Gleichberechtigung hart bestraft, verfolgt oder auch ums Leben gebracht wurden. Es bildet den Grundstein unseres heutigen Verständnisses von Gleichberechtigung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wahlrecht für Frauen begründet zudem unsere heutige Demokratie. Denn eine Demokratie bedeutet das Mitbestimmungsrecht aller Bürger, nicht nur der 50% der Männer, was die Frauen als andere Hälfte selbstverständlich mit einbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Quellen======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Geburtsstunde des Frauenwahlrechts - 12. November 1918; https://www.lpb-bw.de/12-november (gelesen am 19.03.20)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://de.wikipedia.org/wiki/Clara_Zetkin#Die_Frauenrechtlerin (gelesen am 24.03.20)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Geschichte des Frauenwahlrechts in Deutschland; https://www.100-jahre-frauenwahlrecht.de/jubilaeum/100-jahre-frauenwahlrecht-geschichte.html (gelesen am 25.03.20)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jurczyk, Cordula: Einführung des Frauenwahlrechts; https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/revolution-191819/einfuehrung-des-frauenwahlrechts.html (gelesen am 25.03.20)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/weltfrauentag-100-jahre-wahlrecht-fuer-frauen (gehört am 01.04.20)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://de.wikipedia.org/wiki/Louise_Otto-Peters (gelesen am 01.04.20)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenwahlrecht (gelesen am 01.04.20)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Verfolgung_von_Minderheiten_und_Andersdenkenden&amp;diff=20207</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Verfolgung von Minderheiten und Andersdenkenden</title>
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		<updated>2020-04-29T07:53:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verfolgung durch die Schutzstaffel(SS) und die Polizei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;====&#039;&#039;&#039;Verfolgung von Minderheiten und Andersdenkenden&#039;&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
Die Herrschaft der Nationalsozialisten ist untrennbar mit der Judenverfolgung im Deutschen Reich verbunden. Einer ihrer Höhepunkte bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs war die Pogromnacht von 1938. Die Rechte der jüdischen Bevölkerung wurden systematisch beschnitten, Boykottaktionen, die Nürnberger Gesetze, die Reichskristallnacht machten ein menschenwürdiges Leben für Juden in Deutschland schon lange vor ihrer Vernichtung schnell unmöglich.&lt;br /&gt;
Aber nicht nur Juden wurden von den Nationalsozialisten verfolgt. Die Nationalsozialisten verfolgten und vernichteten alles, was nicht in ihr Weltbild passte. &lt;br /&gt;
Daher wurden auch viele verschiedene Minderheiten und Andersdenkende verfolgt und ermordet. Dazu zählten unter anderem die sogenannten Sinti und Roma, die Homosexuellen, die „Asozialen“ und körperlich, sowie geistig behinderte Menschen.&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Judenverfolgung&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
Die größte Gruppe, die in Deutschland ab 1933 verfolgt wurde, waren die Juden, welche von den Nationalsozialisten als eine minderwertige Rasse angesehen wurden. Diese wurde direkt nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten Ziel von Verfolgung, Hass und Ausgrenzung, was sich z.B. in der Reichspogromnacht, bei den jüdischen Geschäften zerstört und zahlreiche Juden ermordet wurden, oder den Nürnberger Rassegesetzen äußerte. Ab Herbst 1941 wurde mit der Deportation der Juden aus Deutschland in Richtung Osten begonnen. Dort wurde der Großteil der Juden in Ghettos gesteckt bis 1942 die Juden direkt in Vernichtungslager gebracht wurden, in welchen bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs insgesamt 6 Millionen Juden ermordet worden sind.&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Verfolgung geistig und körperlich behinderter Menschen&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
Auch geistig und körperlich behinderte Menschen wurden von den Nationalsozialisten verfolgt. Die Nationalsozialisten sahen diese Menschen als „unwertes Leben“ an und Hitler gab ein Euthanasie-Programm namens “Aktion T4“ in Auftrag, welches vorsah, diese die Menschen zu töten.&lt;br /&gt;
Auch geistig und körperlich behinderte Menschen wurden von den Nationalsozialisten verfolgt. Die Nationalsozialisten sahen diese Menschen als „unwertes Leben“ an und Hitler gab ein Euthanasie-Programm namens “Aktion T4“ in Auftrag, welches vorsah, diese die Menschen zu töten.&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Verfolgung von Sinti und Roma&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
Eine weitere Gruppe Verfolgter waren Sinti und Roma. Diese Gruppe wurde von den Nationalsozialisten, wie die Juden, als eine „minderwertige und artfremde“ Rasse angesehen. Sie durften unter anderem keine Kinder bekommen und ihre Kinder nicht mehr zur Schule schicken. Zudem wurden Sinti und Roma ab 1941 in Richtung Osten in Vernichtungslager verschleppt. Die meisten starben dort an Hunger, Erschöpfung und Krankheiten. Diejenigen, die überlebten, wurden umgebracht.&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Verfolgung von Homosexuellen&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
Außerdem wurden Homosexuelle verfolgt. Vor allem in Homosexuellen, die Positionen in Ämtern hatten, sah Hitler eine Gefahr. Die Zahl der Männer, die aufgrund ihrer Homosexualität verurteilt wurden, stieg ab 1935 bis Kriegsbeginn 1939 stark an. Polizeilich erfasst wurden im dritten Reich 100.000 Menschen und 50.000 wurden verurteilt. Jedoch hat sich ein Teil der verurteilten Menschen nicht homosexuell gefühlt. Etwa 10.000 homosexuelle Männer wurden in NS-Konzentrationslagern inhaftiert, wovon etwa 53% ermordet wurden. Die Inhaftierten mussten Rosa Winkel tragen (Abb.1), wodurch sie als Homosexuelle gekennzeichnet wurden. Das Ziel der Umerziehungsmaßnahmen der Nationalsozialisten war es, den Geschlechtstrieb der Schwulen in einen Heterosexuellen zu verändern. Es wurden zudem zahlreiche Menschenversuche unternommen, um herauszufinden, warum die Menschen homosexuell waren. Außerdem wurden Homosexuelle, wie andere Verfolgte für von vornehinein tödlich geplante Menschenversuche herangezogen. Bei homosexuellen Frauen ist nicht klar, inwiefern diese verfolgt wurden. Homosexuelle Frauen wurden nicht, wie Männer, durch den Homosexuellenpahragraph 175 für ihre Homosexualität verfolgt und bestraft. Dennoch gibt es Berichte aus Konzentrationslagern, welche belegen, dass lesbisches Verhalten mit Prügeln bestraft wurde.&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Verfolgung politisch Andersdenkenden&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
Außerdem wurden politische Gegner bzw. politisch Andersdenkende verfolgt. Zu diesen gehörten unter anderem die Kommunisten. Hitler begann nach dem Reichstagsbrand 1933 diesen als Beginn einer kommunistischen Verschwörung zu sehen und sah die politischen Kommunisten als innenpolitische Feinde. Nach dem Brand wurden zahlreiche Mitglieder der kommunistischen Partei Deutschland, kurz KPD, verhaftet. Viele der Verhafteten, doch nicht nur die Kommunisten selbst, sondern auch viele Gruppen, die Kommunisten unterstützten, waren unter Verdacht, weshalb viele verhaftet wurden, bei denen nur der Verdacht bestand, dass diese Kommunisten sind. Viele der Verhafteten landeten in Gefängnissen oder in Konzentrationslagern. In den Konzentrationslagern mussten die Häftlinge Zwangsarbeit leisten und viele bezahlten ihre politische Einstellung mit dem Tod. Zudem wurde im dritten Reich die SPD verboten und Gewerkschaften wurden aufgelöst.&lt;br /&gt;
Es wurden ebenfalls linke Schriftsteller bzw. Schriftsteller, die den Parteien KPD und SPD nahestanden, verfolgt. Doch auch andere Schriftsteller, wie Bertolt Brecht oder Erich Kästner, litten unter den Repressionen der Nationalsozialisten. Unter anderem wurden ihre Bücher bei Bücherverbrennungen, die in fast jeder großen Stadt im Dritten Reich am 10. Mai 1933 durchgeführt wurden, verbrannt und ihre Werke durften von da an nicht mehr veröffentlicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Verfolgung durch die Schutzstaffel(SS) und die Polizei&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
Dabei war die Polizei im Inland der wichtigste Akteur der Verfolgung und im Ausland war die SS unter der Leitung Himmlers das wichtigste und größte Instrument der Verfolgung.&lt;br /&gt;
Im Ausland machten spezielle Kommandos der SS, in den von den Nationalsozialisten eroberten und besetzten Gebieten Jagd auf Juden und andere Andersdenkende sowie Minderheiten. Diese wurden entweder ermordet oder in Konzentrationslager gebracht, in denen sie Zwangsarbeit verrichten mussten oder später ermordet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Relevanz des Themas für die Gegenwart&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
IR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kamen, fing eine regelrechte Verfolgungsjagd auf Juden, Minderheiten und Andersdenkende statt. Es gab ein vorgeschriebenes Weltbild (bzw. eine Ideologie), und wer dort nicht hineinpasste, wurde gefangengenommen oder getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Nationalsozialismus nahm die Ausgrenzung der Minderheiten und Andersdenkenden kein Ende. Der schlechte und unmenschliche Umgang mit „Gemeinschaftsfremden“ blieb bestehen. Sie wurden verfolgt und verhaftet. Vor allem auch Homosexuelle wurden lange nach dem Nationalsozialismus nicht in der Gesellschaft geduldet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23.05.1949 wurde die Bundesrepublik Deutschland gegründet und mit ihr die im Grundgesetz verankerten Grundrechte. Die Grundrechte gelten seither für alle Menschen und versichern die Gleichberechtigung eines jeden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) &amp;quot;Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2) &amp;quot;Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Menschen aller Geschlechter und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(3) &amp;quot;Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundrechte sorgen unter anderem dafür, dass es nie wieder zu einem solchen Massenmord kommt, wie es 1933–1945 der Fall war. Ich denke, das Thema ist gerade deshalb heute noch sehr relevant, da es zeigt, dass so etwas nie wieder passieren darf und dass das Weltbild von damals unmenschlich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
*[https://www.bpb.de/izpb/137221/verfolgung?p=1 Geschichte der deutschen Sozialdemokratie] Stand 23.3.2020&lt;br /&gt;
*[https://www.bpb.de/izpb/137221/verfolgung?p=1 Nationalsozialismus: Aufstieg und Herrschaft] Stand 23.3.2020&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_in_der_Zeit_des_Nationalsozialismus Homosexualität in der Zeit des Nationalsozialismus] stand 24.3.2020&lt;br /&gt;
*[https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/buecherverbrennung-1933/ Bücherverbrennung 1933] Stand 26.3.2020&lt;br /&gt;
*[https://www.frieden-fragen.de/entdecken/nationalsozialismus/warum-und-wie-verfolgte-hitler-andere-menschen.html Warum und wie verfolgte Hitler andere Menschen?] Stand 26.3.2020&lt;br /&gt;
*[https://www.zeitklicks.de/nationalsozialismus/zeitklicks/zeit/verfolgung/ Verfolgung] Stand 25.3.2020&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Macht%C3%BCbertragung_-_Machtergreifung%3F&amp;diff=20205</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Machtübertragung - Machtergreifung?</title>
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		<updated>2020-04-29T07:36:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* 4 Machtergreifung oder Machtübergabe? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv_Bild_102-02985A,_Berlin,_Fackelzug_zur_Machtergreifung_Hitlers.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Fackelzug zur Machtergreifung Hitlers&#039;&#039;&#039;, Unbekannter Fotograf, 30. Januar 1933, das Geschehen auf dem Bild wurde zu Ehren des neuen Reichskanzlers Adolf Hitler arrangiert, Bundesarchiv, Bild 102-02985A, Lizenz: [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.de CC-BY-SA 3.0], via [https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Bundesarchiv_Bild_102-02985A,_Berlin,_Fackelzug_zur_Machtergreifung_Hitlers.jpg Wikimedia Commons]. &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Machtergreifung/ Machtübertragung?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Machtergreifung oder Machtübergabe beschreibt die Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler. Dies erfolgte nur durch den damaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg am 30. Januar 1933. Der Terminus “Machtergreifung“ beschränkt sich nicht nur auf die Ernennung Hitlers, sondern umfasst einen längeren Prozess, der bis zur „Vollendung“ am 2. August 1934 anhielt, da an dem Datum der parteilose Reichspräsident Paul von Hindenburg starb und Hitler somit das Amt als Reichspräsidenten übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1 Wie begann der Aufstieg?====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir beginnen hier im Jahr 1923, da dieses Jahr den Stein zum Rollen brachte. Im Jahre 1923 versuchten Hitler und seine Parteigenossen vergeblich die Macht im Staat auf eine gewaltsame Art und Weise an sich zu reißen. Nach einem Putschversuch wurde die NSDAP verboten und Hitler zu fünf Jahren Haft verurteilt, da er Volksverrat beging. Nach der vorzeitigen Entlassung Hitlers 1924, gründete er 1925 die NSDAP neu, nun aber änderte er seine Strategie, denn ab sofort ging es ihm darum, die NSDAP auf einem legalen Weg an die Macht zu führen, z.B. durch Wahlen. Doch bei dem 4. Reichstag im Jahr 1928 stimmten nur 2,6 Prozent für die NSDAP. Die darauffolgende Weltwirtschaftskrise 1929 traf besonders die Vereinigten Staaten, aber auch Deutschland. Die Nationalsozialisten haben es geschafft, dieses Ereignis für sich zu nutzen, um die verunsicherten Bürger für ihre Zwecke zu missbrauchen. Sie machten die Sieger des Ersten Weltkriegs, an die Deutschland sehr hohe Reparationszahlungen zahlen musste, für die schnell steigende Arbeitslosigkeit verantwortlich. Die Bürger nahmen dies positiv auf und somit erzielten die Nationalsozialisten einen unvorstellbaren Erfolg im Herbst 1930. Bei der Reichstagswahl verzehnfachten sie ihre Mandate fast und wurden somit die zweitstärkste Partei nach der, zu dem Zeitpunkt noch starken, SPD. Weiterhin stieg die Arbeitslosigkeit rasant an, vor allem in den hoch industrialisierten Regionen. Angst und Verzweiflung unterwanderten die Bevölkerung und auch die Selbstmordquote stieg stark an. Dies führte dazu, dass die Bürger sich mehr zu den Rechtsradikalen Parteien wandten. In der Folge gewann Hitler immer mehr Zuspruch in der Bevölkerung und wurde somit auch immer mächtiger mit seiner Partei. Am 30. Januar 1933 kam es den Nationalsozialisten sehr opportun, dass Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde und sie somit den Weg in die Diktatur eingeschlagen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2 Wie schuf Hitler eine Diktatur nach der Ernennung zum Reichskanzler?====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernennung Hitlers als Reichskanzler hatte eine unvorstellbare Auswirkung auf die nächsten Jahre. Zu Beginn kann man erwähnen, dass Hitler Deutschland, systematisch in kleinen Schritten, in die Diktatur leitete. Hitlers Ernennung erfolgte am 30. Januar 1933 und genau zwei Tage nach seiner Ernennung, am 01. Februar 1933, begann Hitler, eine Diktatur in Deutschland zu etablieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Artikel 25 der Weimarer Reichsverfassung, welcher wie folgt lautet: „Der Reichspräsident kann den Reichstag auflösen, jedoch nur einmal aus dem gleichen Anlass. Die Neuwahl findet spätestens am 60. Tage nach der Auflösung statt.“, hat Hitler die Auflösung des Reichstags erbracht, weshalb es zu Neuwahlen kam. Am 04. Februar 1933 lässt die Verordnung Hindenburgs „zum Schutze des deutschen Volkes“ die Freiheit der Presse und der Versammlung aufheben. Die Intention dahinter war, dass Hitler versucht hat, die gegnerischen Parteien SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands) und KPD (Kommunistische Partei Deutschlands) in dem Punkt Parteiwerbemittel enorm zu verwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgte ein Ereignis, welches den Nationalsozialisten sehr opportun kam, nämlich der [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagsbrand Reichstagsbrand] am 27. Februar 1933, welcher zur Folge hatte, dass Hitler, am 28. Februar 1933, die „Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat“ erließ. Diese Verordnung, auch „Brandverordnung“ genannt, „hat die klassischen Grundrechte der Verfassung, also Freiheit der Person, die Meinungs-, Presse-, Vereins-, und Versammlungsfreiheit, Post- und Telefongeheimnis sowie die Unverletzlichkeit von Eigentum und Wohnung außer Kraft gesetzt“ (siehe Quelle II). Zudem hat man die Todesstrafe eingeführt, welche für Hoch- und Landesverrat eingesetzt wurde. Durch die sogenannte Brandverordnung war die NSDAP auch in der Lage eine gegnerische Partei, in dem Fall die KPD, nicht nur für den Brand verantwortlich zu machen, sondern auch Maßnahmen gegen sie vorzunehmen. Die Maßnahmen waren, dass die Hälfte der KPD-Abgeordneten verhaftet wurden. Diese Verhaftungen wurden auch bei SPD-Anhängern vorgenommen. Trotz des Terrors, den die NSDAP auf die anderen Parteien ausgesetzt hat, erreichten sie dennoch nicht die absolute Mehrheit, bei der Neuwahl am 05. März 1933, denn sie erzielten nur 43,9 Prozent der Stimmen. Wichtig ist, dass die NSDAP vor allem die bisherigen Nichtwähler erreicht hat. Sie stimmten demnach einer Koalition mit der DNVP zu, die in der Wahl 8 Prozent der Stimmen erreichen konnte. Der 23. März 1933 hatte eine fatale Bedeutung, denn an diesem Tag nutzte Hitler das “Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Staat“, auch „Ermächtigungsgesetz“ genannt, damit der Reichstag seine Kontroll- und alleinige Gesetzaufgabe abgibt und der Regierung eine grenzenlose Gesetzgebungsmöglichkeit verschafft wird. Um nun das Ermächtigungsgesetz anzunehmen, benötigte Hitler eine Zweidrittelmehrheit im Parlament. Auch die verhafteten Abgeordneten mussten anwesend sein. Aus diesem Grund hat Hitler eine Änderung in der Geschäftsordnung unternommen, um diese Anwesenheitspflicht zu entgehen. Demzufolge hieß es, dass alle Abwesenden, die nicht entschuldigt sind, als anwesend deklariert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. März stimmten nahezu alle dem [https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/etablierung-der-ns-herrschaft/ermaechtigungsgesetz.html Ermächtigungsgesetz] zu, nur die SPD stellte sich dagegen. Das hatte jedoch keine weiteren Auswirkungen, denn 444 von 647 Abgeordneten akzeptierten das Ermächtigungsgesetz und damit hat sich das Parlament selbst geschlagen. Die Reichsregierung war also nicht mehr an Verfassungsbestimmungen gebunden und wurde somit mit diktatorischen Vollmachten ausgerüstet, dank der Beseitigung der Gewaltenteilung. Das Ermächtigungsgesetz hatte anfangs eine Frist von vier Jahren, jedoch wurde die rapide geändert. Es wurde zunächst nur verlängert, dann aber auch im Jahre 1943 von jeder Befristung erlöst. Der nächste Schritt, den die Nationalsozialisten unternommen haben, fand statt am 07. April 1933 und nannte sich das “Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“. Dieses Gesetz hatte zur Folge, dass alle jüdischen, sozialdemokratischen, kommunistischen und betont christlichen Beamten aus dem Staatdienst entlassen werden. Die höheren Positionen wurden dann von NSDAP-Mitgliedern besetzt. Es bestand jedoch immer noch eine Opposition und zwar war die SPD, deshalb wurden im Sommer 1933, am 22. Juni, Maßnahmen gegen die SPD unternommen. Die SPD wurde als eine volks- und staatsfeindliche Organisation deklariert und dementsprechend auch verboten. Die Abgeordneten dieser Partei waren zu diesem Zeitpunkt schon geflüchtet oder in Konzentrationslagern untergebracht. Auch die bürgerliche Partei, die DDP, löste sich von allein Ende Juni bis Anfang Juli auf. Um keine neuen potenziellen Gegner zu bekommen, wurde am 14. Juli das „Gesetz gegen die Neubildung von Parteien“ durchgesetzt und am 1. Dezember 1933 wurde die NSDAP die alleinige und alles beherrschende Staatspartei durch das „Gesetz zur Sicherung der Einheit von Partei und Staat“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Reichstag transformierte in eine nur für die Reden des “Führers“ gemachte Bühne. Die nationalsozialistische Parteilinke, eine Gruppe, die um Ernst Röhm kreiste, wollte die SA (Sturmabteilung) und die Reichswehr zusammenführen.  Das resultierte in einem Machtkampf, da Hitler diese Meinung nicht unterstützte. Durch die angeblichen Putschversuche dieser Gruppe bekam Hitler einen Vorwand, um die Säuberung der eigenen Reihen einzuleiten, bei der unter anderem Röhm ermordet wurde. Als Vollendung der Diktatur gilt der Tod des damaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg, der am 2. August 1943 starb, da Hitler somit die absolute Macht erreichte. Ab dann war er Vorsitzender, die höchste Macht über das Gericht und Befehlshaber der Reichswehr. Auf diesem Wege, den Hitler mit kleinen Schritten ging, errichtete er eine Diktatur in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3 Welche Rolle spielte Franz von Papen beim Aufstieg der NSDAP?====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz von Papen, geboren im Jahr 1879, gehörte einer alten katholisch-westfälischen Adelsfamilie an. Er begann seine Militärkarriere schon früh und zwar mit zwölf Jahren, er kam nämlich auf eine Kadettenschule und somit wurde er dann später Kavallerieoffizier. Da Papen ein Interessenvertreter des Westfälischen Bauvereins war, kam er 1921 in den preußischen Landtag, in den er reingewählt wurde, wo er der katholischen Zentrumspartei bis 1932 angehörte. Paul von Hindenburg, der damalige Reichspräsident, ernannte Franz von Papen am 1. Juni 1932, auf Empfehlung von Kurt von Schleicher, zum Reichskanzler. Hindenburg fing an den weltgewandten Adeligen von Papen zu mögen, da deren monarchistische Weltanschauung identisch war. Papens nicht gut ankommende Sozial- und Wirtschaftspolitik sorgte für Aufruhr in der Bevölkerung. Es folgten Streiks und die Lage spitzte sich langsam zu, als die ersten bei diesen Streiks starben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem Zeitpunkt verlor Papen für seine Politik auch den Beistand von demjenigen, der ihn an Paul von Hindenburg empfohlen hat, nämlich Kurt von Schleicher, der damalige Reichswehrminister. Dies führte dazu, dass Papen am 17. November zurücktrat. Daraufhin folgte Kurt von Schleicher ihm im Amt des Reichskanzlers. Schleicher scheitert ebenfalls mit seinem Plan im Parlament und wandte sich daraufhin im Januar 1933 an Hindenburg um den Reichstag aufzulösen. Franz von Papen, welcher mit Rachsucht und Ehrgeiz erfüllt war, gab dem Reichspräsidenten Hindenburg jedoch einen anderen Vorschlag. Papen wollte eine Regierung mit Hindenburg als Spitze, er selbst als Vizekanzler und Adolf Hitler als Reichskanzler. Hier begann die entscheidende Rolle, die Papen bei dem Aufstieg der Nationalsozialisten spielte, indem er Hitler an Hindenburg empfiehlt, wie auch einst er von Kurt von Schleicher empfohlen wurde. Franz von Papen verfolgte die Ansicht, dass er Hitler mit Hilfe von Hindenburg kontrollieren könnte. Ein Zitat von Papen war: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„In zwei Monaten haben wir Hitler in die Ecke gedrückt, dass er quietscht“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies zeigt seine fatale Fehleinschätzung über Hitler. So schaffte es Papen, den Reichspräsident Paul von Hindenburg zu überreden. Hindenburg akzeptierte also die bislang von ihm abgelehnte Kanzlerschaft Hitlers, da er eine Regierung der vereinten rechten Kräfte befürwortete und weil Hitler der “Führer“ der stärksten Partei im Reichstag war, erweckte es den Anschein demokratischen Verhaltens, wenn er Reichskanzler werden würde. So kam es zum unausweichlichen: Am 30. Januar 1933 wurde Hitler zum Reichskanzler ernannt. Papen wurde somit derjenige, der Hitler diese Machtposition, ermöglicht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====4 Machtergreifung oder Machtübergabe?====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 könnte man anfangs als eine gewaltsam geplante Machtergreifung ansehen, weil die Nationalsozialisten, also Hitler und seine Parteigenossen, im Jahr 1923 einen Putschversuch unternommen haben, um die Macht im Staat gewaltsam an sich zu reißen. Dieser scheiterte und Hitler wurde inhaftiert. Die NSDAP wurde nach dem Putsch verboten und Hitler wurde zu fünf Jahren Haft wegen Volksverrats verurteilt. Er wurde jedoch vorzeitig im Jahr 1924 aus der Haft entlassen und gründete die NSDAP neu, die dann anfing, eine andere Strategie zu verfolgen und zwar die NSDAP auf legalem Wege, also durch Wahlen, an die Macht zu bringen. Ab diesem Zeitpunkt kann man sagen, dass die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 unter keinen Umständen eine “Machtergreifung“ war, da es keine gewalttätige oder revolutionäre Aktion war. Es ist also eine Machtübergabe, die von Franz von Papen eingeleitet wurde, indem er Hindenburg empfahl Hitler zum Reichkanzler zu ernennen. Von da an waren die Schritte, die Hitler unternommen hat mit dem Gesetz vereinbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====5 Machtergreifung/Machtübertragung – aktuelle Relevanz====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FJ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Machtergreifung der Nationalsozialisten und der Aufstieg der NSDAP waren prägend für die Geschichte des Deutschen Reichs und der ganzen Welt. Die Nationalsozialisten ermordeten viele Millionen Juden, aber auch Menschen mit Behinderungen oder homosexuelle Menschen. Außerdem forderte auch der Zweite Weltkrieg viele (ca. 60–65) Millionen Tote. Der Aufstieg der Nationalsozialisten ist besonders deswegen erschreckend, da er auf legalem Weg stattfand. Die NSDAP kam nicht durch einen Putsch oder ähnliches an die Macht. Sie wurde von einem großen Teil der deutschen Bevölkerung gewählt. Dadurch lernt man, dass man verhindern muss, dass demokratiefeindliche Parteien wie die NSDAP wieder gewählt werden. Man könnte nun einräumen, dass eine demokratiefeindliche Partei wie die NSDAP nicht mehr gewählt werden kann, da solche Parteien von der Verfassung verboten werden. Im Grundgesetz (GG Art. 21 Absatz 2) steht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden, sind verfassungswidrig.“´´&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Theorie können demokratiefeindliche Parteien also nicht mehr regieren, doch in der Realität ist es gar nicht so einfach, eine Partei wegen Verfassungswidrigkeit zu verbieten. Das zeigt z. B. das gescheiterte Verbotsverfahren gegen die NPD. Ein weiteres Problem ist, dass Rechtspopulistische Parteien wie die AFD in einigen Bundesländern wie Thüringen und Sachsen mehr als 20% der Wählerstimmen bekommen. Die NSDAP wurde am Anfang von weniger als 3% der Bevölkerung gewählt. Trotzdem denke ich nicht, dass sich die Ereignisse zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland wiederholen werden. Die Demokratie und die Menschenrechte sind durch die Verfassung der Bundesrepublik besser geschützt als damals durch die Weimarer Verfassung. Außerdem haben wir jetzt ein Nnegativbeispiel, das uns zeigt, was im schlimmsten Fall passieren kann. Deswegen ist es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen und zu erkennen, was passieren kann, wenn zu viele Menschen Parteien wie die AFD wählen. Man kann sich nicht nur darauf verlassen, dass die Demokratie und die Menschenrechte durch die Verfassung geschützt werden. Schließlich war die Weimarer Verfassung zur Zeit des NS immer noch gültig und schützte auf dem Papier die Rechte der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Literaturverzeichnis====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die “Machtergreifung“ 1933, 18.05.2011,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.welt.de/geschichte/article160307563/Die-Machtergreifung-1933.html, gelesen: 22.03.2020&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Machtergreifung Hitlers Zeittafel, http://www.gymbase.de/index/themeng12/ge/nationalsozialismus_05.php#01.februar, gelesen: 23.03.2020&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Aufstieg der NSDAP, https://www.mdr.de/zeitreise/nsdap-aufstieg-deutsches-reich100.html, gelesen: 23.03.2020&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Weltkrieg, Wirtschaftskrise, Wahlsieg, https://www.faz.net/aktuell/finanzen/aufstieg-der-nazis-weltkrieg-wirtschaftskrise-wahlsieg-1191375.html, gelesen: 23.03.2020&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Franz von Papen das Thema, https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/geschichte/franz-von-papen-thema-100.html, gelesen: 23.03.2020&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*MrWissen2go Geschichte, Hitlers Machtergreifung | musstewissen Geschichte, https://www.youtube.com/watch?v=ErSO_z2SYtE&amp;amp;t=0s, geschaut: 23.03.2020 &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Erinnerungskultur_in_Triest&amp;diff=20199</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Erinnerungskultur in Triest</title>
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		<updated>2020-04-29T07:19:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Triest 1885.jpg|Triest 1885]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Triest im Jahre 1885&#039;&#039;&#039;, unbekannte*r Fotograf*in, aus: Horst F. Mayer, Dieter Winkler: In allen Häfen war Österreich. Edition S, Wien 1987, Lizenz: [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gemeinfreiheit&amp;amp;uselang=de#Public_Domain gemeinfrei], via [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Triest_1885.jpg Wikipedia Commons]. &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Trieste-174719 1920.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Triest heute&#039;&#039;&#039;, Bild von [https://pixabay.com/de/users/Severinson-48448/?utm_source=link-attribution&amp;amp;amp;utm_medium=referral&amp;amp;amp;utm_campaign=image&amp;amp;amp;utm_content=174719 Severin Herrmann], Lizenz: &#039;&#039;&#039;[https://pixabay.com/de/service/license/ Pixabay License]&#039;&#039;&#039;, via [https://pixabay.com/de/photos/triest-italien-friaul-hauptstadt-174719/ Pixabay].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Erinnerungskultur Triest (Italien)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+allgemeine Daten zu Triest&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Staat&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Italien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Region&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Friaul-julisch-Venetien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Fläche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|84,49 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Einwohner&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|204.267 (Dez. 2018)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Hafenstadt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;Erinnerungskultur Definition&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Umgang des Einzelnen und der Gesellschaft mit ihrer Vergangenheit und ihrer Geschichte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wissenschaft beschreibt die Erinnerungskultur, als einen Oberbegriff für alle Formen der Erinnerung an die Geschichte und Vergangenheit einer Gesellschaft, ob diese historischen Ereignisse ästhetischer, politischer oder kognitiver Natur sind, sei unwichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Überbleibsel der Vergangenheit (Denkmäler, Bilder, Texte, Architektur, Traditionen/ Rituale) haben für das Formen einer Erinnerungskultur den gleichen Wert. Es geht bei der Erinnerungskultur ähnlich wie bei der  Geschichtskultur um, das verstehen und zurückverfolgen der Vergangenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich geht es bei der Erinnerungskultur, um das Umgehen mit der Vergangenheit hinblickend auf die Gegenwart. Doch ist es auch wichtig den Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu ziehen und diese im Blick zu behalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Stadt Triest hat eine sehr lange und aus italienischer Sicht glorreiche Vergangenheit, die den Italienern schon immer das Gefühl gab, historisch überlegen zu sein. Doch gehört zur italienischen Erinnerungskultur auch der Faschismus, welcher mit den Kriegen nach Italien kam und bis heute in verschiedenster Art fast überall wieder zu finden ist. Die Stadt Triest spielt hier eine große Rolle.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;Geschichte des Faschismus in Triest&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Triest war durch seine Verbindung mit Österreich(-Ungarn), Slowenien und Kroatien schon immer ein Treffpunkt verschiedenster Ethiken. Doch nach dem offiziellen Anschluss an Italien im Jahr 1919, strebten die Nationalen Kräfte eine sogenannte Italianisierung der nichtitalienischen Bevölkerung in Triest an, welche besondere Auswirkungen auf die Slowenische Minderheit hatte. Es geht bei der Italianisierung im Allgemeinen, um die Verdrängung anderer Sprachen durch die italienische Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Triest lag hier der Fokus auf der slowenischen Minderheit. Triests Vorgänge gegen diese, Verbot von slowenischen Vereinigungen und Versammlungen, machten es zum Zentrum der jungen faschistischen Bewegung. Es wurden immer mehr Verbote verhängt und es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, welche ihren Höhepunkt mit dem Anschlag auf das slowenische Gemeindezentrum am 13. Juli 1920 hatten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Zuspitzung der Lage in Triest folgte am 30. Oktober nach der Machtgewinnung Mussolinis über ganz Italien. Die Italianisierung der Slowenen in Italien wurde nun verstärk. Es geht der nun faschistischen Regierung darum, den Irredentismus zu beenden und in allen Gebieten mit nicht-italienischer Bevölkerung sowohl sprachlich, als auch kulturell zu dominieren. Mit dem Ziel die italienische Kultur zu stärken, zu verbreiten und alle nicht-italienisch gewachsenen Identitäten aus dem italienische Gebiet zu vertreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Zweiter Weltkriege&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Italien war im zweiten Weltkrieg Verbündeter von Deutschland. Nach der Besetzung Italiens durch deutsche Truppen im Jahr 1943, würde Triest mit anderen nord-italienischen Städten zur Operationszone Adriatischens Küstenland (OZAK) zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Triest spielte für die Nationalsozialisten jedoch eine viel größere Rolle, hier wurde das einzige Konzentrationslager auf italienischem Boden errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Risiera di San Sabba&#039;&#039;, diente hauptsächlich für die Gefangenhaltung von Geisel, Partisanen und anderen politischen Gefangenen, beziehungsweise als Sammellager für Juden vor ihrer Deportation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;Risiera di San Sabba&#039;&#039; verfügte auch über eine Gaskammer und ein Krematorium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Triest wurde zum Todesort vieler Juden und anderer Gefangener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die damalige Faschistische Regierung Moussolinies und die Geschehnisse im zweiten Weltkrieg brachten den Faschismus nach Triest, welcher bis heute immer noch in verschiedenster Form zu finden ist, ohne das der Umgang mit diesem wirklich geklärt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;Umgang mit dem Faschismus in der Gegenwart&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;==&lt;br /&gt;
Die Italiener haben Schwierigkeiten die Rückstände des Faschismus in der Gegenwart zu sehen und anzuerkennen. Sie sehen den Partisanenkampf 1943-1945, als Zentrales Ereignis der Befreiung Italiens von dem Faschismus,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wobei die weitere Unterstützung ihres Landes durch Mussolini meist unerwähnt bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenkorte an die Zeit des Zweiten Weltkrieges, wie zum Beispiel das ehemalige Konzentrationslager &#039;&#039;Risiera di San Sabba&#039;&#039;, sind hauptsächlich dem Wiederstand gewidmet und nicht den vielen Opfern, welche hier gefoltert wurden oder in Triest ihr Leben lassen mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Umgang mit der Vergangenheit ist in Italien nicht ungewöhnlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiter Fall der den geschichtlichen Fokus der Italiener noch einmal verdeutlicht, sind die vielen Internierungslager für Juden. Sie sind selten und gedenken eher den Rettern als den Verfolgten. Man könnte von einer manipulierten oder beeinflussten Erinnerungskultur Triests sprechen. Der Fokus der Erinnerung liegt offensichtlich auf den Errungenschaften und Siegen Italiens und nicht auf dem Leid oder den Fehlern, welche die italienische Geschichte aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist gerade mit dem Umgang mit dem Faschismus problematisch, denn wenn die Erinnerungskultur den Sieg gegen diesen behandelt, wird die Bevölkerung blind gegen über dem, der in der Gegenwart noch zu finden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie soll eine Erinnerungskultur entstehen aus der man gegebenenfalls&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lernen kann, wenn die negativen Aspekte der Vergangenheit nicht aufgeführt werden und die Geschichte Italiens nur als glorreich dargestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;Relevanz der Erinnerungskultur in Triest, Italien&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AW&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gepflegte Erinnerungskultur ist wichtig für jedes Land, jede Region, jede Stadt, um Geschichte sowohl im positiven als auch im negativen Sinne zu verarbeiten und darzustellen und um daraus für die Gegenwart zu lernen. Dazu zählt, dass neue Generationen die Möglichkeit haben, Geschichte aus neutraler Perspektive kennenzulernen, und sich ein eigenes Bild machen können. Wichtig ist, dass es hierbei nicht nur um die Fehler gehen darf, sondern auch die Errungenschaften hervorgehoben werden, um ein realitätsgetreues Bild darzustellen. Denn nur wenn man die Geschichte eines Landes versteht, kann man die politische Gegenwart verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Problematisch wird eine Erinnerungskultur dann, wenn negative Geschehnisse, wie die Herrschaft Mussolinis und sein Erschaffen des Faschismus in Italien nicht richtig im Nachhinein verarbeitet werden und somit die Erinnerungskultur sich auf die negativen, nicht richtig gestellten Geschehnisse bezieht. Denn dann können sich Ereignisse wiederholen, die  durch eine Aufarbeitung von geschichtlichen Ereignissen vermieden werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erinnerungskultur in Italien ist, geprägt durch das Hervorheben von Erfolgen und weniger durch das Erinnern an die Opfer, die durch die Geschichte geschädigt wurden. Dies hängt auch damit zusammen, dass in Italien direkt nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mit einer Aufarbeitung begonnen wurde, sondern mehr eine Opferrolle eingenommen wurde. Dadurch dass di Aufarbeitung  von Kriegsverbrechen in den eigenen Reihen in größerem Umfang  fehlte (zum Beispiel die Ausschwitz-Prozesse in der BRD 1963–1965) liegt der Hang zu einer ungewollten Wiederholung nahe. Die Geschichte ist unreflektiert, daher kann von den jüngeren Generationen nicht erkannt werden, dass auch in Italien die Frage nach Tätern und Opfern offen steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Triest war ein Brennpunkt der faschistischen Bewegung im Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Zweiten Weltkrieg wurde in Triest das einzige sich auf italienischem Boden befindende Konzentrationslager errichtet, welches genau wie die anderen im Zweiten Weltkrieg errichteten Konzentrationslager dazu genutzt wurde, Häftlinge und Kriegsgefangene zu deportieren. Die Aufarbeitungen, die stattgefunden haben, sind unvollständig und nicht komplett durchgeführt. So hatte beispielsweise der Prozess 1976 der aufgrund der begangenen Verbrechen im Konzentrationslager in Triest stattfand, zwar zwei Angeklagte, welche beide verurteilt wurden. Allerdings konnte in einem der Fälle und wurde im anderen Fall die Strafe nie vollzogen werden. Diese Unvollständigkeit der Prozesse führt zu einer unvollständigen Erinnerungskultur in Triest und hat zur Folge, dass die faschistischen Ideologien nicht hinterfragt werden, sondern als positiv aufgefasst werden können von jüngeren Generationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt resümieren, dass eine Erinnerungskultur elementar ist für die politische Gegenwart und Entwicklung eines Landes. Die Erinnerungskultur in Triest ist nicht gut gepflegt, dies wäre allerdings notwendig, um nicht zuzulassen, dass sich schwere Verbrechen, wie sie im Konzentrationslager in Triest stattgefunden haben, wiederholen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;Quellen&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Italien&#039;&#039; auf [https://www.memorialmuseums.org/laender/detail/10/Italien memorialmuseums.org], Gedenkstättenportal zu Orten der Erinnung in Europa der Stiftung &#039;&#039;Denkmal für die ermordeten Juden Europas&#039;&#039; (14.04.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christoph Cornelißen, &#039;&#039;Erinnerungskulturen&#039;&#039;, Version 2.0, veröffentlicht in: [http://docupedia.de/zg/cornelissen_erinnerungskulturen_v2_de_2012 Docupedia-Zeitgeschichte. Begriffe, Methoden und Debatten der zeithistorischen Forschung], 2012 (14.04.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rodolfo de Carvalho, &#039;&#039;Geschichte der Stadt Treist&#039;&#039;, [https://friuli.vimado.it/de/storia-cultura/storia/citta-trieste/ Online Reiseführer vomado.it] (14.04.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Dichter des Faschismus. Denkmalstreit um D&#039;Annunzio&#039;&#039;, Oliver Jens Schmitt im Gespräch mit Anja Reinhardt [https://www.deutschlandfunk.de/denkmalstreit-um-d-annunzio-dichter-des-faschismus.691.de.html?dram:article_id=458978 Deutschlandfunk], 2019 (14.04.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rijeka Tobias Zick, &#039;&#039;Führerkult, Unterdrückung und orgiastische Feste. Faschismus-Projekt Fiume&#039;&#039;, [https://www.sueddeutsche.de/politik/faschismus-fiume-gabriele-d-annunzio-1.4587702 Süddeutsche Zeitung], 12.09.2019 (14.04.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Jens Kolata, &#039;&#039;Triest, Faschismus, Erinnerung: Die  Rezeption  Boris  Pahors  in  Italien  zwischen  Verdrängung  und Entdeckung&#039;&#039; (Abstract), via [https://www.uni-trier.de/fileadmin/fb2/projekte/ROM/fjr09/abstracts/Abstract_Kolata.pdf Universität Trier], 2009 (14.04.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Agnese Franceschini, &#039;&#039;Triest – Spiegel der Weltgeschichte&#039;&#039;, [https://tell-review.de/triest-spiegel-der-weltgeschichte/ tell. Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft], 2017 (14.04.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Susanne C. Knittel, &#039;&#039;Unheimliche Heimat. Triest als Erinnerungsraum&#039;&#039;, [https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160211_OTS0178/unheimliche-heimat-triest-als-erinnerungsraum APA-OTS Originaltext-Service], 2016 (14.04.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/%22Gastarbeiter%22&amp;diff=19838</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/&quot;Gastarbeiter&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/%22Gastarbeiter%22&amp;diff=19838"/>
		<updated>2020-04-26T11:04:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Der Begriff „Gastarbeiter“ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkte/Wendepunkt 1955|“Gastarbeiter“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der Begriff „Gastarbeiter“===== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am Beispiel des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und Italien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In diesem Text werden Begriffe, die eine Personengruppe beschreiben, nicht gegendert. Gemeint ist trotzdem jedes Geschlecht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastarbeiter*innen sind sogenannte Arbeitsmigranten, die bspw. 1955 aus Italien in die Bundesrepublik Deutschland kamen, um zu arbeiten und den dortigen Arbeitskräftemangel, vor allem in der Nachkriegszeit, zu reduzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Gastarbeiter nur für einen begrenzten Zeitraum in Deutschland arbeiten durften, wurde nach dem sogenannten „Rotationsprinzip“ ausgewechselt. Das hieß, wenn das Visum eines Arbeiters ablief, wurde derjenige mit einem anderen Arbeiter ausgetauscht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Realität sah jedoch anders aus, denn die Unternehmen wollten schon eingearbeitete Arbeiter nicht mit anderen, noch nicht eingearbeitete n Menschen, „austauschen“. Somit blieben viele Arbeiter für immer in Deutschland, holten ihre ganze Familie nach und bauten sich in Deutschland ein neues Leben auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufnahmeanforderungen, Ankunft und Aufenthalt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiter mussten sich, bevor sie in Deutschland arbeiten durften, strengen ärztlichen Kontrollen wie Augentests, körperlichen Fitnesstests o. Ä. unterziehen, damit man sicher sein konnte, dass sie unter der anstrengenden Arbeit nicht zusammenbrechen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Unternehmen mussten schon Wochen oder Monate vor der Ankunft der Arbeiter einen Antrag auf die Arbeitskräfte stellen, da die Nachfrage sehr groß war. Bei der Ankunft wurden die Arbeiter dann vom Arbeitsamt den Unternehmen zugeteilt, die die komplette Reise finanzierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiter wurden dann in „Wohnheimen“ oft direkt auf dem Werkgelände untergebracht, wo sie mit anderen Arbeitern zusammen lebten. Jeder Gastarbeiter hatte Anspruch auf ein Bett, einen Hocker, ein Stück Tischplatte, drei Quadratmeter Boden zum Wohnen und zehn Kubikmeter Luft zum Atmen. So die &#039;&#039;„Richtlinien des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung“.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Abkommen über die ersten «Gastarbeiter»&#039;&#039;, [https://www.zeitklicks.de/top-menu/zeitstrahl/navigation/topnav/jahr/1955/abkommen-ueber-die-ersten-gastarbeiter/ zeitklicks], Veröffentlichungsdatum unbekannt (geöffnet am 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erstes «Gastarbeiter-Abkommen» vor 55 Jahren´´, [https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/68921/erstes-gastarbeiter-abkommen-20-12-2010 Bundeszentrale für politische Bildung], 20.12.2010 (geöffnet am 22.03.2020). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gründler, Karl F., &#039;&#039;Erster Zustrom von Gastarbeitern aus dem Süden&#039;&#039;, [https://www.deutschlandfunk.de/erster-zustrom-von-gastarbeitern-aus-dem-sueden.871.de.html?dram:article_id=125367 deutschlandfunk], 20.12.2005 (geöffnet am 22.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siegfried-Hagenow, Monika, &#039;&#039;und ab nach Deutschland – Als die Italiener kamen&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=40ZO8SlZSR0 Youtube], Phoenix 2005 (geöffnet am 22.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vor 60 Jahren: Start in ein neues Leben&#039;&#039;, [https://www.inforadio.de/dossier/archiv-2015/60-jahre-gastarbeiter/60-jahre-gastarbeiter.html inforadio], 06.01.2016 (geöffnet am 25.03.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/erstes_Anwerbeabkommen_mit_Italien&amp;diff=19837</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/erstes Anwerbeabkommen mit Italien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/erstes_Anwerbeabkommen_mit_Italien&amp;diff=19837"/>
		<updated>2020-04-26T11:03:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Erstes Anwerbeabkommen mit Italien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkte/Wendepunkt 1955|Erstes Anwerbeabkommen mit Italien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Erstes Anwerbeabkommen mit Italien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Jahre 1955 schlossen Deutschland und Italien das erste Gastarbeiter*innen-Anwerbeabkommen, um den steigenden Bedarf an Arbeitskräften in Deutschland zu decken und die Zahl der vielen Arbeitslosen in Italien zu reduzieren.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Anwerbeabkommen Grafik.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anwerbeabkommen der Bundesrepublik Deutschland von 1955 bis 1968&#039;&#039;&#039; [[https://&#039;&#039;File:Anwerbeabkommen der Bundesrepublik Deutschland 1955 bis 1968.svg&#039;&#039; commons wikimedia]] by Blank_map_of_Europe.svg: maix¿? File:Blank map of Europe 1956-1990.svg: Alphathon /&#039;æɫfə.θɒn/ (talk) derivative work: Bigbossfarin Creator]] is licensed under CC BY-SA 3.0 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Was ist ein Anwerbeabkommen?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Ein Anwerbeabkommen war ein Abkommen zwischen zwei Ländern, das die Deckung des Bedarfes an Arbeitskräften in dem einen Land regelte und den Arbeitsplatzmangel in einem anderen Land reduzieren sollte. Dem einen Land eröffnete sich somit die Möglichkeit, Arbeitslose in das andere Land zu schicken, um dort für eine bestimmte Zeit zu arbeiten. Dem anderen Land wurden so nützliche Arbeitskräfte geschickt. Die Herkunftsländer der Arbeiter*innen gingen dabei meist den ersten Schritt, um ihren Arbeitsmarkt zu entlasten. Die Gastarbeiter*innen wurden dann im industriellen und landwirtschaftlichen Gewerbe eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie lief das Schließen des Abkommens ab?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Vor und während des Krieges verließen viele Deutsche das Land, weshalb es weniger Leute in Deutschland gab, die hier arbeiten konnten. Dazu kam, dass die Industrieproduktion stieg und es die ersten Wehrpflichtigen gab. Deutschland hatte also wenige Arbeitslose, im Gegensatz dazu aber mehr nötige Arbeitsplätze. Diese wurden  bspw. im Brücken- und Straßenbau, oder in der Arbeit in Bergwerken geschaffen. Diese Aufgaben galten als Arbeiten, für die Frauen nicht eingesetzt werden konnten.&lt;br /&gt;
In Italien war das ganze anders, denn es gab viele Arbeitslose, aber kaum Arbeitsplätze. Jedoch wollte die deutsche Regierung keine italienischen Arbeiter aufnehmen, da sie vorerst mit den deutschen Arbeitern auskommen wollten. Weiter hieß es bei einer Verhandlung im Bundeswirtschaftsministerium, dass die Italiener &#039;&#039;„(…) eine geringe Arbeitsleistung, hohe Fehlschichten und Fluktuationen¹, kommunistische Unterwanderung und die Verbreitung von Krankheiten“&#039;&#039;([[https://www.deutschlandfunk.de/erster-zustrom-von-gastarbeitern-aus-dem-sueden.871.de.html?dram:article_id=125367 Zitat]]) mit sich bringen würden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anstoß für die Abkommensschließung kam dann schließlich von Italien und erst der deutsche Wirtschaftsminister Ludwig Erhard sah die Vorteile eines solchen Abkommens. Er begann mit der Vorbereitung des Abkommens bis schließlich der Arbeitsminister Storch und der italienische Außenminister Martino am 20.12.1955 das deutsch-italienische Anwerbeabkommen unterschrieben. 1956 veranschlagte die Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung zusätzlichen Arbeitskräftebedarf von 800.000 Menschen und von nun an konnten deutsche Unternehmen Gastarbeiter aus Italien beschäftigen.&lt;br /&gt;
Die Arbeiter sollten laut des Abkommens jedoch nicht für immer in Deutschland bleiben, sondern für einen begrenzten Zeitraum in Deutschland angestellt werden (genaueres [[https://projekte.zum.de/wiki/Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/%22Gastarbeiter%22 hier]])&lt;br /&gt;
1973 folgte ein „Anwerbestopp“ von Deutschland, um den Arbeitsmarkt während einer schlechten Wirtschaftslage zu schützen. Dies erwies sich jedoch nicht als fördernd und demzufolge wurde ein Ausnahmekatalog für Ein- und Ausreise eingeführt, um Ein- und Ausreise besser überblicken und organisieren zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vereinbarung war der Anstoß für weitere Abkommen bspw. zwischen Spanien, Griechenland und Deutschland(das Doppelabkommen) und zwischen Deutschland und der Türkei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
¹ Schwankungen von Größen, wie der Arbeitslosenzahl  &lt;br /&gt;
*In diesem Text werden Begriffe, die eine Personengruppe beschreiben, nicht gegendert. Gemeint ist trotzdem jedes Geschlecht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Abkommen über die ersten «Gastarbeiter»&#039;&#039;, [https://www.zeitklicks.de/top-menu/zeitstrahl/navigation/topnav/jahr/1955/abkommen-ueber-die-ersten-gastarbeiter/ zeitklicks], Veröffentlichungsdatum unbekannt (geöffnet am 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erstes «Gastarbeiter-Abkommen» vor 55 Jahren´´, [https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/68921/erstes-gastarbeiter-abkommen-20-12-2010 Bundeszentrale für politische Bildung], 20.12.2010 (geöffnet am 22.03.2020). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gründler, Karl F., &#039;&#039;Erster Zustrom von Gastarbeitern aus dem Süden&#039;&#039;, [https://www.deutschlandfunk.de/erster-zustrom-von-gastarbeitern-aus-dem-sueden.871.de.html?dram:article_id=125367 deutschlandfunk], 20.12.2005 (geöffnet am 22.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siegfried-Hagenow, Monika, &#039;&#039;und ab nach Deutschland – Als die Italiener kamen&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=40ZO8SlZSR0 Youtube], Phoenix 2005 (geöffnet am 22.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vor 60 Jahren: Start in ein neues Leben&#039;&#039;, [https://www.inforadio.de/dossier/archiv-2015/60-jahre-gastarbeiter/60-jahre-gastarbeiter.html inforadio], 06.01.2016 (geöffnet am 25.03.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/erstes_Anwerbeabkommen_mit_Italien&amp;diff=19836</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/erstes Anwerbeabkommen mit Italien</title>
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		<updated>2020-04-26T11:02:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Erstes Anwerbeabkommen mit Italien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkte/Wendepunkt 1955|Erstes Anwerbeabkommen mit Italien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Erstes Anwerbeabkommen mit Italien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Jahre 1955 schlossen Deutschland und Italien das erste Gastarbeiter*innen-Anwerbeabkommen, um den steigenden Bedarf an Arbeitskräften in Deutschland zu decken und die Zahl der vielen Arbeitslosen in Italien zu reduzieren.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Anwerbeabkommen Grafik.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anwerbeabkommen der Bundesrepublik Deutschland von 1955 bis 1968&#039;&#039;&#039; [[https://&#039;&#039;File:Anwerbeabkommen der Bundesrepublik Deutschland 1955 bis 1968.svg&#039;&#039; commons wikimedia]] by Blank_map_of_Europe.svg: maix¿? File:Blank map of Europe 1956-1990.svg: Alphathon /&#039;æɫfə.θɒn/ (talk) derivative work: Bigbossfarin Creator]] is licensed under CC BY-SA 3.0 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Was ist ein Anwerbeabkommen?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Ein Anwerbeabkommen war ein Abkommen zwischen zwei Ländern, das die Deckung des Bedarfes an Arbeitskräften in dem einen Land regelte und den Arbeitsplatzmangel in einem anderen Land reduzieren sollte. Dem einen Land eröffnete sich somit die Möglichkeit, Arbeitslose in das andere Land zu schicken, um dort für eine bestimmte Zeit zu arbeiten. Dem anderen Land wurden so nützliche Arbeitskräfte geschickt. Die Herkunftsländer der Arbeiter*innen gingen dabei meist den ersten Schritt, um ihren Arbeitsmarkt zu entlasten. Die Gastarbeiter*innen wurden dann im industriellen und landwirtschaftlichen Gewerbe eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie lief das Schließen des Abkommens ab?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Vor und während des Krieges verließen viele Deutsche das Land, weshalb es weniger Leute in Deutschland gab, die hier arbeiten konnten. Dazu kam, dass die Industrieproduktion stieg und es die ersten Wehrpflichtigen gab. Deutschland hatte also wenige Arbeitslose, im Gegensatz dazu aber mehr nötige Arbeitsplätze. Diese wurden  bspw. im Brücken- und Straßenbau, oder in der Arbeit in Bergwerken geschaffen. Diese Aufgaben galten als Arbeiten, für die Frauen nicht eingesetzt werden konnten.&lt;br /&gt;
In Italien war das ganze anders, denn es gab viele Arbeitslose, aber kaum Arbeitsplätze. Jedoch wollte die deutsche Regierung keine italienischen Arbeiter aufnehmen, da sie vorerst mit den deutschen Arbeitern auskommen wollten. Weiter hieß es bei einer Verhandlung im Bundeswirtschaftsministerium, dass die Italiener &#039;&#039;„(…) eine geringe Arbeitsleistung, hohe Fehlschichten und Fluktuationen¹, kommunistische Unterwanderung und die Verbreitung von Krankheiten“&#039;&#039;([[https://www.deutschlandfunk.de/erster-zustrom-von-gastarbeitern-aus-dem-sueden.871.de.html?dram:article_id=125367 Zitat]]) mit sich bringen würden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anstoß für die Abkommensschließung kam dann schließlich von Italien und erst der deutsche Wirtschaftsminister Ludwig Erhard sah die Vorteile eines solchen Abkommens. Er begann mit der Vorbereitung des Abkommens bis schließlich der Arbeitsminister Storch und der italienische Außenminister Martino am 20.12.1955 das deutsch-italienische Anwerbeabkommen unterschrieben. 1956 veranschlagte die Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung zusätzlichen Arbeitskräftebedarf von 800.000 Menschen und von nun an konnten deutsche Unternehmen Gastarbeiter aus Italien beschäftigen.&lt;br /&gt;
Die Arbeiter sollten laut des Abkommens jedoch nicht für immer in Deutschland bleiben, sondern für einen begrenzten Zeitraum in Deutschland angestellt werden (genaueres [[https://projekte.zum.de/wiki/Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/%22Gastarbeiter%22 hier]])&lt;br /&gt;
1973 folgte ein „Anwerbestopp“ von Deutschland, um den Arbeitsmarkt während einer schlechten Wirtschaftslage zu schützen. Dies erwies sich jedoch nicht als fördernd und demzufolge wurde ein Ausnahmekatalog für Ein- und Ausreise eingeführt, um Ein- und Ausreise besser überblicken und organisieren zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vereinbarung war der Anstoß für weitere Abkommen bspw. zwischen Spanien, Griechenland und Deutschland(das Doppelabkommen) und zwischen Deutschland und der Türkei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
¹ Schwankungen von Größen, wie der Arbeitslosenzahl  &lt;br /&gt;
*In diesem Text werden Begriffe, die eine Personengruppe beschreiben, nicht gegendert. Gemeint ist trotzdem jedes Geschlecht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Abkommen über die ersten «Gastarbeiter»&#039;&#039;, [https://www.zeitklicks.de/top-menu/zeitstrahl/navigation/topnav/jahr/1955/abkommen-ueber-die-ersten-gastarbeiter/ zeitklicks], Veröffentlichungsdatum unbekannt (geöffnet am 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erstes «Gastarbeiter-Abkommen» vor 55 Jahren´´, [https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/68921/erstes-gastarbeiter-abkommen-20-12-2010 Bundeszentrale für politische Bildung], 20.12.2010 (geöffnet am 22.03.2020). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gründler, Karl F., &#039;&#039;Erster Zustrom von Gastarbeitern aus dem Süden&#039;&#039;, [https://www.deutschlandfunk.de/erster-zustrom-von-gastarbeitern-aus-dem-sueden.871.de.html?dram:article_id=125367 deutschlandfunk], 20.12.2005 (geöffnet am 22.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siegfried-Hagenow, Monika, &#039;&#039;und ab nach Deutschland – Als die Italiener kamen&#039;&#039; [https://www.youtube.com/watch?v=40ZO8SlZSR0 Phoenix], 2005 (geöffnet am 22.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vor 60 Jahren: Start in ein neues Leben&#039;&#039;, [https://www.inforadio.de/dossier/archiv-2015/60-jahre-gastarbeiter/60-jahre-gastarbeiter.html inforadio], 06.01.2016 (geöffnet am 25.03.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/erstes_Anwerbeabkommen_mit_Italien&amp;diff=19835</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/erstes Anwerbeabkommen mit Italien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/erstes_Anwerbeabkommen_mit_Italien&amp;diff=19835"/>
		<updated>2020-04-26T11:01:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Erstes Anwerbeabkommen mit Italien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkte/Wendepunkt 1955|Erstes Anwerbeabkommen mit Italien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Erstes Anwerbeabkommen mit Italien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Jahre 1955 schlossen Deutschland und Italien das erste Gastarbeiter*innen-Anwerbeabkommen, um den steigenden Bedarf an Arbeitskräften in Deutschland zu decken und die Zahl der vielen Arbeitslosen in Italien zu reduzieren.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Anwerbeabkommen Grafik.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anwerbeabkommen der Bundesrepublik Deutschland von 1955 bis 1968&#039;&#039;&#039; [[https://&#039;&#039;File:Anwerbeabkommen der Bundesrepublik Deutschland 1955 bis 1968.svg&#039;&#039; commons wikimedia]] by Blank_map_of_Europe.svg: maix¿? File:Blank map of Europe 1956-1990.svg: Alphathon /&#039;æɫfə.θɒn/ (talk) derivative work: Bigbossfarin Creator]] is licensed under CC BY-SA 3.0 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Was ist ein Anwerbeabkommen?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Ein Anwerbeabkommen war ein Abkommen zwischen zwei Ländern, das die Deckung des Bedarfes an Arbeitskräften in dem einen Land regelte und den Arbeitsplatzmangel in einem anderen Land reduzieren sollte. Dem einen Land eröffnete sich somit die Möglichkeit, Arbeitslose in das andere Land zu schicken, um dort für eine bestimmte Zeit zu arbeiten. Dem anderen Land wurden so nützliche Arbeitskräfte geschickt. Die Herkunftsländer der Arbeiter*innen gingen dabei meist den ersten Schritt, um ihren Arbeitsmarkt zu entlasten. Die Gastarbeiter*innen wurden dann im industriellen und landwirtschaftlichen Gewerbe eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie lief das Schließen des Abkommens ab?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Vor und während des Krieges verließen viele Deutsche das Land, weshalb es weniger Leute in Deutschland gab, die hier arbeiten konnten. Dazu kam, dass die Industrieproduktion stieg und es die ersten Wehrpflichtigen gab. Deutschland hatte also wenige Arbeitslose, im Gegensatz dazu aber mehr nötige Arbeitsplätze. Diese wurden  bspw. im Brücken- und Straßenbau, oder in der Arbeit in Bergwerken geschaffen. Diese Aufgaben galten als Arbeiten, für die Frauen nicht eingesetzt werden konnten.&lt;br /&gt;
In Italien war das ganze anders, denn es gab viele Arbeitslose, aber kaum Arbeitsplätze. Jedoch wollte die deutsche Regierung keine italienischen Arbeiter aufnehmen, da sie vorerst mit den deutschen Arbeitern auskommen wollten. Weiter hieß es bei einer Verhandlung im Bundeswirtschaftsministerium, dass die Italiener &#039;&#039;„(…) eine geringe Arbeitsleistung, hohe Fehlschichten und Fluktuationen¹, kommunistische Unterwanderung und die Verbreitung von Krankheiten“&#039;&#039;([[https://www.deutschlandfunk.de/erster-zustrom-von-gastarbeitern-aus-dem-sueden.871.de.html?dram:article_id=125367 Zitat]]) mit sich bringen würden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anstoß für die Abkommensschließung kam dann schließlich von Italien und erst der deutsche Wirtschaftsminister Ludwig Erhard sah die Vorteile eines solchen Abkommens. Er begann mit der Vorbereitung des Abkommens bis schließlich der Arbeitsminister Storch und der italienische Außenminister Martino am 20.12.1955 das deutsch-italienische Anwerbeabkommen unterschrieben. 1956 veranschlagte die Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung zusätzlichen Arbeitskräftebedarf von 800.000 Menschen und von nun an konnten deutsche Unternehmen Gastarbeiter aus Italien beschäftigen.&lt;br /&gt;
Die Arbeiter sollten laut des Abkommens jedoch nicht für immer in Deutschland bleiben, sondern für einen begrenzten Zeitraum in Deutschland angestellt werden (genaueres [[https://projekte.zum.de/wiki/Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/%22Gastarbeiter%22 hier]])&lt;br /&gt;
1973 folgte ein „Anwerbestopp“ von Deutschland, um den Arbeitsmarkt während einer schlechten Wirtschaftslage zu schützen. Dies erwies sich jedoch nicht als fördernd und demzufolge wurde ein Ausnahmekatalog für Ein- und Ausreise eingeführt, um Ein- und Ausreise besser überblicken und organisieren zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vereinbarung war der Anstoß für weitere Abkommen bspw. zwischen Spanien, Griechenland und Deutschland(das Doppelabkommen) und zwischen Deutschland und der Türkei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
¹ Schwankungen von Größen, wie der Arbeitslosenzahl  &lt;br /&gt;
*In diesem Text werden Begriffe, die eine Personengruppe beschreiben, nicht gegendert. Gemeint ist trotzdem jedes Geschlecht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
``Abkommen über die ersten «Gastarbeiter»``, [https://www.zeitklicks.de/top-menu/zeitstrahl/navigation/topnav/jahr/1955/abkommen-ueber-die-ersten-gastarbeiter/ zeitklicks], Veröffentlichungsdatum unbekannt (geöffnet am 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
``Erstes «Gastarbeiter-Abkommen» vor 55 Jahren´´, [https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/68921/erstes-gastarbeiter-abkommen-20-12-2010 Bundeszentrale für politische Bildung], 20.12.2010 (geöffnet am 22.03.2020). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gründler, Karl F., ``Erster Zustrom von Gastarbeitern aus dem Süden``, [https://www.deutschlandfunk.de/erster-zustrom-von-gastarbeitern-aus-dem-sueden.871.de.html?dram:article_id=125367 deutschlandfunk], 20.12.2005 (geöffnet am 22.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siegfried-Hagenow, Monika, ``und ab nach Deutschland – Als die Italiener kamen`` [https://www.youtube.com/watch?v=40ZO8SlZSR0 Phoenix], 2005 (geöffnet am 22.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
``Vor 60 Jahren: Start in ein neues Leben``, [https://www.inforadio.de/dossier/archiv-2015/60-jahre-gastarbeiter/60-jahre-gastarbeiter.html inforadio], 06.01.2016 (geöffnet am 25.03.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Prag&amp;diff=19834</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Prag</title>
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		<updated>2020-04-26T10:49:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Folgen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkte/Wendepunkt 1968|Prag 1968]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Der „Prager Frühling“&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik Prager Fruehling.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Prag während des Einmarsches des Militärs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fotograf/Urheber: Pepik Hipik  Lizenz: CC BY-NC 2.0   &#039;&#039;&#039;[[https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/ CC BY-NC 2.0]]&#039;&#039;&#039; via. [[https://ccsearch.creativecommons.org/photos/cbf6f05d-36dc-4743-aab4-f8ea0d55eadd]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Operation Donau=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Operation Donau“ beginnt in der Nacht zum 21. August 1968. Militär aus der Sowjetunion, Bulgarien, Ungarn und Polen beendet gewaltsam die reformkommunistische Bewegung des &amp;quot;Prager Frühlings&amp;quot;. Die Führung der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KSČ) unter Dubček weigerte sich, auf die Forderungen der anderen sozialistischen Staaten einzugehen. Dazu zählte beispielsweise die Einschränkung der Medienfreiheit/Meinungsfreiheit im Land. Daraufhin beschlossen die fünf weiteren Mitgliedstaaten des Warschauer Pakts (Sowjetunion, Polen, Ungarn, DDR und Bulgarien), diesen Reformkurs in der Tschechoslowakei gewaltsam mit Militär zu beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit mehreren 100.000 Soldaten war dies die größte Militäraktion in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tschechoslowakische Armee leistete ‘‘keinen Widerstand‘‘. Die Truppen des Warschauer Pakts besetzten alle wichtige Einrichtungen, Radiostationen und Zeitungsredaktionen. Die Bevölkerung protestierte friedlich gegen die Besatzung: Menschen kletterten auf Panzer, übermalten Straßenschilder, um den Soldaten die Orientierung zu erschweren, und errichteten Barrikaden; so wurde ein Bürgerkrieg vermieden. Sehr viele Radiosender halfen dabei, diesen passiven Widerstand zu organisieren. Bei Auseinandersetzungen zwischen Soldaten und Zivilist*innen kamen dennoch viele Menschen ums Leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prager Frühling stand für ein freieres und gerechteres Leben einer ganzen Generation. Studenten demonstrierten für mehr Liberalität. Mit insgesamt 6.300 Panzern wurde diese Hoffnung zerstört. Damit machte die kommunistische Sowjetregierung unmissverständlich deutlich, dass sie in den von ihr abhängigen osteuropäischen Staaten, kein Abweichen von ihrem ideologischen und diktatorischen Kurs duldete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Folgen======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Führung der KSČ um Dubček wurde nach dem Einmarsch gefangen genommen und nach Moskau gebracht. Dort wurden sie unter Druck der Sowjetunion dazu gedrängt, das sogenannte Moskauer Protokoll zu unterzeichnen. Damit sollten Reformen wie Pressefreiheit und Versammlungsfreiheit wieder rückgängig gemacht werden. Mit dem Moskauer Protokoll wird das Ende des Prager Frühlings markiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Quellen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*kein Autor angegeben, [https://www.demokratiewebstatt.at/thema/thema-das-jahr-1968-und-der-prager-fruehling/der-prager-fruehling/das-ende-des-prager-fruehlings-und-seine-folgen/ Das Jahr 1968 und der Prager Frühling Demokratiewebstatt], (23.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bluhm Michael, [https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/Prager-Fruehling-Die-Rolle-der-SED-bei-der-Niederschlagung,sed146.html 1968: Die SED und der &amp;quot;Prager Frühling&amp;quot;], NDR online, 04.06.2016, (24.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Drotschmann Mirko, [https://www.youtube.com/watch?v=Xrs2qrpmz7A Prager Frühling | Historische Ereignisse mit Mirko Drotschmann], Youtube: MDR DOK, 14.08.2018, (24.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kulick Holger, [https://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/prag-1968/274360/ueberblick-karte-der-einmarsch-1968 Der Einmarsch des Warschauer Pakts im Überblick], Bundeszentrale für politische Bildung, 8.9.2018 (23.03.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Prag&amp;diff=19833</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Prag</title>
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		<updated>2020-04-26T10:49:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Folgen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkte/Wendepunkt 1968|Prag 1968]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Der „Prager Frühling“&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik Prager Fruehling.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Prag während des Einmarsches des Militärs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fotograf/Urheber: Pepik Hipik  Lizenz: CC BY-NC 2.0   &#039;&#039;&#039;[[https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/ CC BY-NC 2.0]]&#039;&#039;&#039; via. [[https://ccsearch.creativecommons.org/photos/cbf6f05d-36dc-4743-aab4-f8ea0d55eadd]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Operation Donau=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Operation Donau“ beginnt in der Nacht zum 21. August 1968. Militär aus der Sowjetunion, Bulgarien, Ungarn und Polen beendet gewaltsam die reformkommunistische Bewegung des &amp;quot;Prager Frühlings&amp;quot;. Die Führung der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KSČ) unter Dubček weigerte sich, auf die Forderungen der anderen sozialistischen Staaten einzugehen. Dazu zählte beispielsweise die Einschränkung der Medienfreiheit/Meinungsfreiheit im Land. Daraufhin beschlossen die fünf weiteren Mitgliedstaaten des Warschauer Pakts (Sowjetunion, Polen, Ungarn, DDR und Bulgarien), diesen Reformkurs in der Tschechoslowakei gewaltsam mit Militär zu beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit mehreren 100.000 Soldaten war dies die größte Militäraktion in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tschechoslowakische Armee leistete ‘‘keinen Widerstand‘‘. Die Truppen des Warschauer Pakts besetzten alle wichtige Einrichtungen, Radiostationen und Zeitungsredaktionen. Die Bevölkerung protestierte friedlich gegen die Besatzung: Menschen kletterten auf Panzer, übermalten Straßenschilder, um den Soldaten die Orientierung zu erschweren, und errichteten Barrikaden; so wurde ein Bürgerkrieg vermieden. Sehr viele Radiosender halfen dabei, diesen passiven Widerstand zu organisieren. Bei Auseinandersetzungen zwischen Soldaten und Zivilist*innen kamen dennoch viele Menschen ums Leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prager Frühling stand für ein freieres und gerechteres Leben einer ganzen Generation. Studenten demonstrierten für mehr Liberalität. Mit insgesamt 6.300 Panzern wurde diese Hoffnung zerstört. Damit machte die kommunistische Sowjetregierung unmissverständlich deutlich, dass sie in den von ihr abhängigen osteuropäischen Staaten, kein Abweichen von ihrem ideologischen und diktatorischen Kurs duldete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Folgen======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Führung der KSČ um Dubček wurde nach dem Einmarsch gefangen genommen und nach Moskau gebracht. Dort wurden sie unter Druck der Sowjetunion dazu gedrängt, das sogenannte Moskauer Protokoll zu unterzeichnen. Damit sollten Reformen wie Pressefreiheit und Versammlungsfreiheit wieder rückgängig gemacht werden. Mit dem Moskauer Protokoll wird das Ende des Prager Frühlings markiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Quellen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*kein Autor angegeben, [https://www.demokratiewebstatt.at/thema/thema-das-jahr-1968-und-der-prager-fruehling/der-prager-fruehling/das-ende-des-prager-fruehlings-und-seine-folgen/ Das Jahr 1968 und der Prager Frühling Demokratiewebstatt], (23.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bluhm Michael, [https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/Prager-Fruehling-Die-Rolle-der-SED-bei-der-Niederschlagung,sed146.html 1968: Die SED und der &amp;quot;Prager Frühling&amp;quot;], NDR online, 04.06.2016, (24.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Drotschmann Mirko, [https://www.youtube.com/watch?v=Xrs2qrpmz7A Prager Frühling | Historische Ereignisse mit Mirko Drotschmann], Youtube: MDR DOK, 14.08.2018, (24.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kulick Holger, [https://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/prag-1968/274360/ueberblick-karte-der-einmarsch-1968 Der Einmarsch des Warschauer Pakts im Überblick], Bundeszentrale für politische Bildung, 8.9.2018 (23.03.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
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		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Prag</title>
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		<updated>2020-04-26T10:48:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Folgen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkte/Wendepunkt 1968|Prag 1968]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Der „Prager Frühling“&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik Prager Fruehling.png]]&lt;br /&gt;
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&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Prag während des Einmarsches des Militärs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fotograf/Urheber: Pepik Hipik  Lizenz: CC BY-NC 2.0   &#039;&#039;&#039;[[https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/ CC BY-NC 2.0]]&#039;&#039;&#039; via. [[https://ccsearch.creativecommons.org/photos/cbf6f05d-36dc-4743-aab4-f8ea0d55eadd]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Operation Donau=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Operation Donau“ beginnt in der Nacht zum 21. August 1968. Militär aus der Sowjetunion, Bulgarien, Ungarn und Polen beendet gewaltsam die reformkommunistische Bewegung des &amp;quot;Prager Frühlings&amp;quot;. Die Führung der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KSČ) unter Dubček weigerte sich, auf die Forderungen der anderen sozialistischen Staaten einzugehen. Dazu zählte beispielsweise die Einschränkung der Medienfreiheit/Meinungsfreiheit im Land. Daraufhin beschlossen die fünf weiteren Mitgliedstaaten des Warschauer Pakts (Sowjetunion, Polen, Ungarn, DDR und Bulgarien), diesen Reformkurs in der Tschechoslowakei gewaltsam mit Militär zu beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit mehreren 100.000 Soldaten war dies die größte Militäraktion in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tschechoslowakische Armee leistete ‘‘keinen Widerstand‘‘. Die Truppen des Warschauer Pakts besetzten alle wichtige Einrichtungen, Radiostationen und Zeitungsredaktionen. Die Bevölkerung protestierte friedlich gegen die Besatzung: Menschen kletterten auf Panzer, übermalten Straßenschilder, um den Soldaten die Orientierung zu erschweren, und errichteten Barrikaden; so wurde ein Bürgerkrieg vermieden. Sehr viele Radiosender halfen dabei, diesen passiven Widerstand zu organisieren. Bei Auseinandersetzungen zwischen Soldaten und Zivilist*innen kamen dennoch viele Menschen ums Leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prager Frühling stand für ein freieres und gerechteres Leben einer ganzen Generation. Studenten demonstrierten für mehr Liberalität. Mit insgesamt 6.300 Panzern wurde diese Hoffnung zerstört. Damit machte die kommunistische Sowjetregierung unmissverständlich deutlich, dass sie in den von ihr abhängigen osteuropäischen Staaten, kein Abweichen von ihrem ideologischen und diktatorischen Kurs duldete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Folgen======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Führung der KSČ um Dubček wurde nach dem Einmarsch gefangen genommen und nach Moskau gebracht. Dort wurden sie unter Druck der Sowjetunion dazu gedrängt, das sogenannte Moskauer Protokoll zu unterzeichnen. Damit sollten Reformen wie Pressefreiheit und Versammlungsfreiheit wieder rückgängig gemacht werden. Mit dem Moskauer Protokoll wird das Ende des Prager Frühlings markiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Quellen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*kein Autor angegeben, [https://www.demokratiewebstatt.at/thema/thema-das-jahr-1968-und-der-prager-fruehling/der-prager-fruehling/das-ende-des-prager-fruehlings-und-seine-folgen/ Das Jahr 1968 und der Prager Frühling] , [https://www.demokratiewebstatt.at Demokraiewebstatt],  (23.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bluhm Michael, [https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/Prager-Fruehling-Die-Rolle-der-SED-bei-der-Niederschlagung,sed146.html 1968: Die SED und der &amp;quot;Prager Frühling&amp;quot;], NDR online, 04.06.2016, (24.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Drotschmann Mirko, [https://www.youtube.com/watch?v=Xrs2qrpmz7A Prager Frühling | Historische Ereignisse mit Mirko Drotschmann], Youtube: MDR DOK, 14.08.2018, (24.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kulick Holger, [https://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/prag-1968/274360/ueberblick-karte-der-einmarsch-1968 Der Einmarsch des Warschauer Pakts im Überblick], Bundeszentrale für politische Bildung, 8.9.2018 (23.03.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Europ%C3%A4ische_Einigung&amp;diff=19831</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Europäische Einigung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Europ%C3%A4ische_Einigung&amp;diff=19831"/>
		<updated>2020-04-26T10:44:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* &amp;#039;&amp;#039;4.Quellen&amp;#039;&amp;#039; */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkte/ Wendepunkt 1949|“Bündnissystem Europäische Union 1949“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Bündnissystem Europäische Union 1949=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;1. Was ist ein Bündnissystem&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bündnissystem ist ein Vertrag zwischen verschiedenen Staaten. Sie garantieren  sich gegenseitige Unterstützung, vor allem wenn es Kriege gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;2. Beispiel&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gab es beispielsweise 1873 das so genannte Dreikaiserabkommen, bei dem das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn und Russland sich gegenseitig unterstützten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;3. Die NATO&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
Ein weiteres Bündnissystem ist die NATO (North Atlantic Treaty Organisation), welche bis heute besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Bündnis sind die USA, Kanada und 10 westeuropäische Staaten (Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen und Portugal) vertreten. Die NATO gibt es seit April 1949; sie entstand also knapp 4 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs und stand damals unter der Führung der USA. Heute gibt es kein Hoheitsrecht mehr in der NATO. Es ist ein militärisches und politisches Schutzbündnis, das sich nur auf die Verteidigung Europas und des Mittelmeerraums beschränkt. Jedes Land ist dabei heute souverän und unabhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich die Länder auf einer Weltkarte anschaut, sieht man eine weltumschließende Kette. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Staaten als einzelne verfolgen ihre Ziele mit der Hilfe umfassender Konsultation (also Beratung durch Fachleute), Zusammenarbeit und Solidarität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 war es jedem Staat selber überlassen, wie Hilfe geleistet werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es sich um ein Militärbündnis handelte, konnten genauso nichtmilitärische Unterstützungsmaßnahmen wie Lebensmittelhilfen oder ärztliche Versorgung Unterstützung bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[datei:NATO Grafik.png]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Symbol der NATO&#039;&#039;&#039;, Georgi Balakhadze, Lizenz: CC0 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.0[[https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en?ref=ccsearch Creativ Commons]] &amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NATO setzt sich für eine dauerhafte internationale Sicherheit und die Weiterentwicklung der Demokratie ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vertrag ist im Gebiet der Mitgliedsländer gültig, aber auch auf Stützpunkten,  Schiffen und Flugplätzen im Mittelmeer und im Atlantik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch strebten die Mitgliedsstaaten eine stärkere Zusammenarbeit auf wirtschaftlicher Ebene an. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem die USA und die Sowjetunion einen gemeinsamen Feind, das „Deutsche Reich&amp;quot;, hatten, kam es zwischen den beiden Ländern zu mehreren, politisch begründeten Konflikten. Man spricht auch vom „Kalten Krieg&amp;quot; zwischen Westen und Osten, der kommunistischen Sowjetunion und ihren Verbündeten und Satellitenstaaten und dem Westen, den Gegnern des Kommunismus unter Führung der USA. Während im Westen die NATO gegründet worden war, entstand im Osten der Warschauer Pakt. Der Warschauer Pakt war ebenfalls ein Bündnissystem, das 1955 unter Führung der Sowjetunion gegründet wurde und dem zu Beginn die damals kommunistischen Staaten Albanien, Bulgarien, die DDR, die Tschechoslowakei, Ungarn, Polen, Rumänien und die Sowjetunion angehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutschland trat am 06.05.1955 der NATO bei, da Konrad Adenauers außenpolitisches Programm eine starke Bindung an die westlichen Demokratien und eine enge Partnerschaft mit den USA vorsah. Außerdem wurde Deutschland ein Angebot gemacht, sprich es bestand auch auf Seiten der USA Interesse an einem Beitritt der Bundesrepublik. Adenauer war 1949 zum Kanzler der Bundesrepublik gewählt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ausbruch des Koreakriegs im Juni 1950 änderte sich auch die Militärpolitik in Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die USA verdreifachten ihre in Großbritannien stationierten strategischen Bomberverbände. Die europäischen NATO-Staaten sahen Befürchtungen, dass die USA die Präsenz- und Handlungsfähigkeit in Europa falsch einschätzen würde, und verstärkte die Verteidigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;4.Quellen&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sabine Gruler, Kirsten Wagner, &amp;quot;Gründung der NATO&amp;quot;, veröffentlicht in: [[https://www.zeitklicks.de/brd/zeitklicks/zeit/weltgeschichte/ost-west-konflikt/gruendungder-nato/]] Aufgerufen: 26.03.2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Tessloff Verlag, “1949 - Gründung der NATO“, veröffentlicht in: [[https://www.wasistwas.de/archiv-geschichte-details/1949-gruendung-der-nato.html]], 2009 (26.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christiana Tokya-Seid, &amp;quot;Bündnissystem&amp;quot;, veröffentlicht in: [[https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/das-junge-politiklexikon/181802/buendnissystem Bundeszentrale für politische Bildung]] Aufgerufen: 25.03.2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abbildung 1: [[https://de.wikipedia.org/wiki/NATO#/media/Datei:Flag_of_NATO.svg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Versailler_Vertrag&amp;diff=19830</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Versailler Vertrag</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Versailler_Vertrag&amp;diff=19830"/>
		<updated>2020-04-26T10:34:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Quellen: */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkte/Versailler Vertrag|Versailler Vertrag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der Versailler Vertrag=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ersten Weltkrieg arbeiteten die Siegermächte ab dem 8. Januar 1919 einen Friedensvertrag zwischen sich und dem Deutschen Reich aus. Der Vertrag wurde vor allem von den USA (Präsident Woodrow Wilson), Großbritannien (Premierminister David Lloyd George) und Frankreich (Ministerpräsident George Clemenceau) ausgehandelt. Vertreter des Deutschen Reichs wurden von den Verhandlungen ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vertrag wurde am 28. Juni 1919 von der deutschen Verfassunggebenden Nationalversammlung angenommen und schließlich von Außenminister Herman Müller im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles unterzeichnet, also am selben Ort, an dem 1871 die deutsche Kaiserproklamation stattgefunden hatte. Am 10. Januar 1920 trat der Versailler Vertrag in Kraft. Die Deutschen waren mit den Bedingungen des Vertrags überhaupt nicht einverstanden, doch sie waren gezwungen, ihn anzunehmen, da das Deutsche Reich andernfalls von den Alliierten besetzt worden wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Volk erzählten nationalistisch-monarchistische Kreise, das deutsche Heer sei unbesiegt gewesen und der Krieg sei im Sinne des Friedens einfach abgebrochen worden. Hierfür wurden politische Linke, Pazifisten und Juden verantwortlich gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Inhalt des Versailler Vertrags======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Entmilitarisierung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Verbot von schweren Waffen (Schiffe, U-Boote, Panzer, Flugzeuge…) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Beschränkung der Armee auf 100.000 Soldaten (Verbot der allgemeinen Wehrpflicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Reparationszahlungen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Dem Deutschen Reich wird in Artikel 231 des Versailler Vertrags die alleinige Schuld am Ausbruch des Krieges zugeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Das Deutsche Reich soll die anderen Länder für alle Kriegsschäden entschädigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Reparationszahlungen werden auf 226 Mrd. Reichsmark festgelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Außerdem müssen Güter wie Lokomotiven, Maschinen, Vieh oder Kohle an andere Länder abgegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Artikel über die alleinige Schuld am Krieg verursachte Empörung bei den Deutschen, zumal sie glaubten, das deutsche Heer hätte sich im Sinne des Friedens aus dem Krieg zurückgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Gebietsabtretungen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Das Deutsche Reich muss Gebiete an andere Länder abtreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Es verliert 13% seines Staatsgebiets und 10% der Bevölkerung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Verlorene Gebiete sind: Elsass-Lothringen, Posen und Westpreußen, Ostoberschlesien, Memelland, Hultschiner Ländchen, Eupen Malmedy, Nordschleswig, Danzig, Saargebiet und alle Kolonien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Die Folgen======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versailler Vertrag belastete die Weimarer Republik politisch und wirtschaftlich stark, die Bestimmungen wurden aber nach und nach wieder gelockert. So wurden z. B. die Reparationszahlungen 1932 eingestellt und die vom Vertrag verbotene allgemeine Wehrpflicht im Jahr 1935 von Reichskanzler Adolf Hitler wieder eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Quellen:====== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Arnulf Scriba, „Der Versailler Vertrag“, [https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/ aussenpolitik/versailler-vertrag.html Lebendiges Museum Online], 02.09.2014 (23.04.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Patrick Henßler, „Versailler Vertrag, 1919/20“, publiziert am 04.09.2007; in: Historisches Lexikon Bayerns, [https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/ Versailler_Vertrag,_1919/20], (23.04.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Sykes-Picot-Abkommen&amp;diff=19828</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Sykes-Picot-Abkommen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Sykes-Picot-Abkommen&amp;diff=19828"/>
		<updated>2020-04-26T10:32:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:MPK1-426_Sykes_Picot_Agreement_Map_signed_8_May_1916.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Originalkarte vom 8. Mai 1916 mit den Unterschriften der Beteiligten.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karte der Royal Geographical Society mit Annotationen von Mark Sykes und François Georges-Picot, Collections of The National Archives (Vereinigtes Königreich), Katalognummer: MPK1/426. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lizenz: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinfreiheit gemeinfrei].&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Das Sykes-Picot Abkommen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sykes-Picot Abkommen war ein geheimes Abkommen zwischen Großbritannien und Frankreich, in dem die Aufteilung des Osmanischen Reichs nach dem Ersten Weltkrieg geregelt wurde. Das Abkommen wurde am 16. Mai 1916 von Mark Sykes aus Großbritannien und Francois Georges Picot aus Frankreich unterzeichnet. Es teilte das Osmanische Reich in verschiedene Herrschafts- und Einflussgebiete auf. Es sollte jeweils ein Gebiet unter französischer und ein Gebiet unter britischer Herrschaft geben. Zwischen diesen Gebieten sollten zwei weitere Gebiete liegen, die A-Zone und die B-Zone. In beiden Zonen sollten sich eigenständige arabische Länder bilden, welche aber unter französischem Einfluss (A-Zone) oder britischem Einfluss (B-Zone) stehen sollten. Das Osmanische Reich war zur damaligen Zeit wirtschaftlich in einem schlechten Zustand und von anderen europäischen Ländern abhängig. Gleichzeitig war das Reich wichtig für Europa, da es Russland den Weg zum Mittelmeer blockierte und für ein Kräftegleichgewicht sorgte. Am 2. August 1914 waren das Osmanische und das Deutsche Reich ein Bündnis eingegangen, woraufhin das Osmanische Reich Truppen für Deutschland bereitstellte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großbritannien wollte das Osmanische Reich im Inneren schwächen, indem es 1915 mit dem Scherifen Hussein von Mekka über arabische Aufstände gegen die osmanische Herrschaft verhandelte. Im Gegenzug für die Aufstände wurde den Arabern ein eigener unabhängiger Staat auf dem Gebiet des Osmanischen Reichs versprochen. Ein solcher unabhängiger arabischer Staat widersprach dem Sykes-Picot-Abkommen, nach dem die Länder alle unter britischem oder französischem Einfluss stehen sollten. Doch das Sykes-Picot abkommen wurde geheim gehalten und so begannen die Aufstände im Juli 1916. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1918 wurde das geheime Sykes-Picot Abkommen durch Russland veröffentlicht, doch die Nachricht verbreitete sich nur sehr langsam und die Truppen von Scherif Hussein kämpften weiter gegen das Osmanische Reich. Die Aufstände endeten am 1. Oktober 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Gegenwartsbezug======&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;(Ergänzung von [https://projekte.zum.de/wiki/Benutzer:Hoffmann HOF])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;Propaganda des &amp;quot;Islamischen Staates&amp;quot; (IS)&#039;&#039;&#039; wird immer wieder das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ende von Sykes-Picot&amp;quot;&#039;&#039;&#039; gefordert ([https://twitter.com/JakeGodin/status/788434572606341121 siehe z.B. diese Screenshots aus einem Propagandavideo]). Siehe dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[https://youtu.be/o98ZTk1aB1o &#039;&#039;&#039;Das Sykes-Picot-Abkommen&#039;&#039;&#039; (Doku, arte 2017)]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Quellen===== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Autor unbekannt, „Vor 100 Jahren: Großbritannien und Frankreich vereinbaren das Sykes-Picot-Abkommen“, [https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/227750/ sykes-picot-abkommen Bundeszentrale für politische Bildung], 13.05.2016 (23.04.2020)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Martin Gehlen, „Sykes-Picot-Abkommen: Das Ende jeden Friedens“, [https://www.zeit.de/politik/ausland/2016-05/sykes-picot-abkommen-syrien-irak-islamischer-staat Zeit Online], 16.05.2016 (23.04.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Sykes-Picot-Abkommen&amp;diff=19827</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Sykes-Picot-Abkommen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Sykes-Picot-Abkommen&amp;diff=19827"/>
		<updated>2020-04-26T10:32:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:MPK1-426_Sykes_Picot_Agreement_Map_signed_8_May_1916.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Originalkarte vom 8. Mai 1916 mit den Unterschriften der Beteiligten.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karte der Royal Geographical Society mit Annotationen von Mark Sykes und François Georges-Picot, Collections of The National Archives (Vereinigtes Königreich), Katalognummer: MPK1/426. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lizenz: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinfreiheit gemeinfrei].&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Das Sykes-Picot Abkommen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sykes-Picot Abkommen war ein geheimes Abkommen zwischen Großbritannien und Frankreich, in dem die Aufteilung des Osmanischen Reichs nach dem Ersten Weltkrieg geregelt wurde. Das Abkommen wurde am 16. Mai 1916 von Mark Sykes aus Großbritannien und Francois Georges Picot aus Frankreich unterzeichnet. Es teilte das Osmanische Reich in verschiedene Herrschafts- und Einflussgebiete auf. Es sollte jeweils ein Gebiet unter französischer und ein Gebiet unter britischer Herrschaft geben. Zwischen diesen Gebieten sollten zwei weitere Gebiete liegen, die A-Zone und die B-Zone. In beiden Zonen sollten sich eigenständige arabische Länder bilden, welche aber unter französischem Einfluss (A-Zone) oder britischem Einfluss (B-Zone) stehen sollten. Das Osmanische Reich war zur damaligen Zeit wirtschaftlich in einem schlechten Zustand und von anderen europäischen Ländern abhängig. Gleichzeitig war das Reich wichtig für Europa, da es Russland den Weg zum Mittelmeer blockierte und für ein Kräftegleichgewicht sorgte. Am 2. August 1914 waren das Osmanische und das Deutsche Reich ein Bündnis eingegangen, woraufhin das Osmanische Reich Truppen für Deutschland bereitstellte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großbritannien wollte das Osmanische Reich im Inneren schwächen, indem es 1915 mit dem Scherifen Hussein von Mekka über arabische Aufstände gegen die osmanische Herrschaft verhandelte. Im Gegenzug für die Aufstände wurde den Arabern ein eigener unabhängiger Staat auf dem Gebiet des Osmanischen Reichs versprochen. Ein solcher unabhängiger arabischer Staat widersprach dem Sykes-Picot-Abkommen, nach dem die Länder alle unter britischem oder französischem Einfluss stehen sollten. Doch das Sykes-Picot abkommen wurde geheim gehalten und so begannen die Aufstände im Juli 1916. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1918 wurde das geheime Sykes-Picot Abkommen durch Russland veröffentlicht, doch die Nachricht verbreitete sich nur sehr langsam und die Truppen von Scherif Hussein kämpften weiter gegen das Osmanische Reich. Die Aufstände endeten am 1. Oktober 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Gegenwartsbezug======&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;(Ergänzung von [https://projekte.zum.de/wiki/Benutzer:Hoffmann HOF])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;Propaganda des &amp;quot;Islamischen Staates&amp;quot; (IS)&#039;&#039;&#039; wird immer wieder das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ende von Sykes-Picot&amp;quot;&#039;&#039;&#039; gefordert ([https://twitter.com/JakeGodin/status/788434572606341121 siehe z.B. diese Screenshots aus einem Propagandavideo]). Siehe dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[https://youtu.be/o98ZTk1aB1o &#039;&#039;&#039;Das Sykes-Picot-Abkommen&#039;&#039;&#039; (Doku, arte 2017)]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Quellen===== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Autor unbekannt, „Vor 100 Jahren: Großbritannien und Frankreich vereinbaren das Sykes-Picot-Abkommen“, [https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/227750/ sykes-picot-abkommen Bundeszentrale für politische Bildung], 13.05.2016 (23.04.2020)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Martin Gehlen, „Sykes-Picot-Abkommen: Das Ende jeden Friedens“, [https://www.zeit.de/politik/ausland/2016-05/sykes-picot-abkommen-syrien-irak-islamischer-staat Zeit Online], 16.05.2016 (23.04.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Frankfurter_Prozesse&amp;diff=19826</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Frankfurter Prozesse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Frankfurter_Prozesse&amp;diff=19826"/>
		<updated>2020-04-26T10:27:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Frankfurter Prozesse */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkt/Wendepunkte 1945|„Frankfurter Prozesse“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Frankfurter Prozesse=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des 2. Weltkrieges, welcher von 1939 bis 1945 andauerte, errichtete das NS-Regime eine Vielzahl von sogenannten Konzentrations- und Vernichtungslagern. In diesen Lagern wurden Hauptsächlich Juden, politische Gegner des NS-Regimes, Sinti und Roma und Homosexuelle gefangen gehalten, zur Arbeit gezwungen und zum Großteil anschließend ermordet, wenn sie nicht verhungerten. Das größte Konzentrationslager, Auschwitz, befand sich in Oświecim in Polen. Bei der Befreiung der Gefangenen von Auschwitz durch die sowjetische Rote Armee am 27. Januar 1945 waren nur noch ca. 7.000 Gefangene am Leben, nachdem dort mindestens 1,1 Millionen Menschen ermordet wurden. Circa acht Jahre danach fing die Justiz der Bundesrepublik Deutschland an, die Kriegsverbrechen, die während der Herrschaft des NS-Regimes begangen wurden, zu verfolgen und vor Gericht zu bringen. Diese Gerichtsprozesse sind bekannt unter dem Namen Auschwitzprozesse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik Frankfurter Prozesse.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auschwitz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt; Aus: [[https://search.creativecommons.org/photos/81ccf36a-53dc-47a9-8a64-b9d27840b65e]]&lt;br /&gt;
Image is licensed under  cc0 1.0, creator: TagThis &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kriegsverbrechen, für die die Führungsmitglieder des NS-Regimes angeklagt wurden, waren hauptsächlich: „Verschwörung gegen den Frieden“, „Verbrechen gegen den Frieden“, „Kriegsverbrechen“, „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und meistens mehrfacher „Mord“. Einige dieser Prozesse fanden in Frankfurt am Main statt. Die bekanntesten sind die Auschwitzprozesse 1–3. Deswegen werde ich auf diese besonders eingehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Prozess war der größte Prozess der deutschen Nachkriegsgeschichte, er begann am 20. Dezember 1963 und endete 1965. Er wurde von dem Richter Hans Hofmeyer geleitet. Es waren aber weitaus mehr Personen an diesem Verfahren beteiligt, wie zum Beispiel: weitere Richter, Geschworene, Staatsanwälte, 19 Verteidiger und zu Anfang 22 Angeklagte. Das Problem bei diesen Verhandlungen war jedoch, dass sich die Angeklagten bei der Vernehmung gegenseitig geschützt haben, um sich somit auch selbst zu schützen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Prozessen wurde festgestellt, dass kein Mitglied der SS die Todesstrafe erhalten hat, wenn es die Vernichtungsbefehle nicht selber ausgeführt hatte oder man diese ihnen nicht zu 100% nachweisen konnte. Die Kommandanten kamen daher meist ungestraft davon und die Menschen, die ihre Befehle ausgeführt haben, wurden bestraft. Die „Zeugen“ waren die Überlebenden aus den Konzentrationslagern. Eine Zeugenaussage war für viele von ihnen sehr belastend und für die meisten unmöglich, da sie in dieser Situation dazu gezwungen waren, sich an diese traumatisierende Zeit zurückzuerinnern. Außer den bereits genannten Zeugen gab es noch die ehemaligen SS-Mitglieder, die zwar niemanden direkt belasten wollten, aber einige Aussagen zu den Verhältnissen in den Lagern tätigen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Urteile fielen sehr unterschiedlich aus. Drei Angeklagte wurden freigesprochen, es gab eine zehnjährige Jugendstrafe, zehn Freiheitsstrafen von bis zu vierzehn Jahren oder lebenslänglich und meist zusätzlich einige Jahre Aufenthalt im Gefängnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Frankfurter Auschwitzprozess begann am 14. Dezember 1965 und endete am 16. September 1966. Dieser Prozess wurde jedoch, ebenso wie der dritte Prozess, weniger stark von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Es gab drei Angeklagte und alle von ihnen erhielten eine Haftstrafe zwischen dreieinhalb Jahren und lebenslänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Frankfurter Auschwitzprozess begann am 30. August 1967 und endete am 14. Juni 1968. Es gab drei Angeklagte, die für die Tötung von Häftlingen auf verschiedenstem Wege angeklagt wurden. Insgesamt wurden 130 Zeugen verhört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Prozesse sind als Wendepunkte der deutschen Geschichte zu bezeichnen, da die Mitglieder des NS-Regimes damals kaum mit Konsequenzen rechnen mussten und sie nicht für ihre Kriegsverbrechen und für ihre Grausamkeit bestraft wurden. Des Weiteren kann ich mir vorstellen, dass die Verurteilung der Mörder vieler Menschen zu dem seelischen Frieden der ehemaligen Gefangenen und Verfolgten führen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt; Quellen: &amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auschwitzprozesse.[[https://de.wikipedia.org/wiki/Auschwitzprozesse#Der_erste_Auschwitzprozess_1963_bis_1965]],veröffentlicht in: wkipedia.org, gelesen: 26.03.2020 um 16:23. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diedrich, Oliver, Auschwitz: „Das Schrecklichste, was ich je sah“. [[https://www.ndr.de/geschichte/schauplaetze/Auschwitz-KZ-Befreiung-durch-die-Rote-Armee-vor-75-Jahren,auschwitz592.html]], veröffentlicht in: ndr.de 27.01.2020, gelesen: 26.03.2020 um 17:19 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nürnberger und Frankfurter Prozesse sowie der Eichmann-Prozess im Web. [[http://lernen-aus-der-geschichte.de/Lernen-und-Lehren/content/2575]], veröffentlicht am: 11 Mai 2011 gelesen: 26.03.2020 um 16:51.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Frankfurter_Prozesse&amp;diff=19825</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Frankfurter Prozesse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Frankfurter_Prozesse&amp;diff=19825"/>
		<updated>2020-04-26T10:27:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Frankfurter Prozesse */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkt/Wendepunkte 1945|„Frankfurter Prozesse“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Frankfurter Prozesse=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des 2. Weltkrieges, welcher von 1939 bis 1945 andauerte, errichtete das NS-Regime eine Vielzahl von sogenannten Konzentrations- und Vernichtungslagern. In diesen Lagern wurden Hauptsächlich Juden, politische Gegner des NS-Regimes, Sinti und Roma und Homosexuelle gefangen gehalten, zur Arbeit gezwungen und zum Großteil anschließend ermordet, wenn sie nicht verhungerten. Das größte Konzentrationslager, Auschwitz, befand sich in Oświecim in Polen. Bei der Befreiung der Gefangenen von Auschwitz durch die sowjetische Rote Armee am 27. Januar 1945 waren nur noch ca. 7.000 Gefangene am Leben, nachdem dort mindestens 1,1 Millionen Menschen ermordet wurden. Circa acht Jahre danach fing die Justiz der Bundesrepublik Deutschland an, die Kriegsverbrechen, die während der Herrschaft des NS-Regimes begangen wurden, zu verfolgen und vor Gericht zu bringen. Diese Gerichtsprozesse sind bekannt unter dem Namen Auschwitzprozesse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik Frankfurter Prozesse.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auschwitz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt; Aus: [[https://search.creativecommons.org/photos/81ccf36a-53dc-47a9-8a64-b9d27840b65e]]&lt;br /&gt;
Image is licensed under  cc0 1.0, creator: TagThis &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kriegsverbrechen, für die die Führungsmitglieder des NS-Regimes angeklagt wurden, waren hauptsächlich: „Verschwörung gegen den Frieden“, „Verbrechen gegen den Frieden“, „Kriegsverbrechen“, „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und meistens mehrfacher „Mord“. Einige dieser Prozesse fanden in Frankfurt am Main statt. Die bekanntesten sind die Auschwitzprozesse 1–3. Deswegen werde ich auf diese besonders eingehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Prozess war der größte Prozess der deutschen Nachkriegsgeschichte, er begann am 20. Dezember 1963 und endete 1965. Er wurde von dem Richter Hans Hofmeyer geleitet. Es waren aber weitaus mehr Personen an diesem Verfahren beteiligt, wie zum Beispiel: weitere Richter, Geschworene, Staatsanwälte, 19 Verteidiger und zu Anfang 22 Angeklagte. Das Problem bei diesen Verhandlungen war jedoch, dass sich die Angeklagten bei der Vernehmung gegenseitig geschützt haben, um sich somit auch selbst zu schützen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Prozessen wurde festgestellt, dass kein Mitglied der SS die Todesstrafe erhalten hat, wenn es die Vernichtungsbefehle nicht selber ausgeführt hatte oder man diese ihnen nicht zu 100% nachweisen konnte. Die Kommandanten kamen daher meist ungestraft davon und die Menschen, die ihre Befehle ausgeführt haben, wurden bestraft. Die „Zeugen“ waren die Überlebenden aus den Konzentrationslagern. Eine Zeugenaussage war für viele von ihnen sehr belastend und für die meisten unmöglich, da sie in dieser Situation dazu gezwungen waren, sich an diese traumatisierende Zeit zurückzuerinnern. Außer den bereits genannten Zeugen gab es noch die ehemaligen SS-Mitglieder, die zwar niemanden direkt belasten wollten, aber einige Aussagen zu den Verhältnissen in den Lagern tätigen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Urteile fielen sehr unterschiedlich aus. Drei Angeklagte wurden freigesprochen, es gab eine zehnjährige Jugendstrafe, zehn Freiheitsstrafen von bis zu vierzehn Jahren oder lebenslänglich und meist zusätzlich einige Jahre Aufenthalt im Gefängnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Frankfurter Auschwitzprozess begann am 14. Dezember 1965 und endete am 16. September 1966. Dieser Prozess wurde jedoch, ebenso wie der dritte Prozess, weniger stark von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Es gab drei Angeklagte und alle von ihnen erhielten eine Haftstrafe zwischen dreieinhalb Jahren und lebenslänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Frankfurter Auschwitzprozess begann am 30. August 1967 und endete am 14. Juni 1968. Es gab drei Angeklagte, die für die Tötung von Häftlingen auf verschiedenstem Wege angeklagt wurden. Insgesamt wurden 130 Zeugen verhört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Prozesse sind als Wendepunkte der deutschen Geschichte zu bezeichnen, da die Mitglieder des NS-Regimes damals kaum mit Konsequenzen rechnen mussten und sie nicht für ihre Kriegsverbrechen und für ihre Grausamkeit bestraft wurden. Des Weiteren kann ich mir vorstellen, dass die Verurteilung der Mörder vieler Menschen zu dem seelischen Frieden der ehemaligen Gefangenen und Verfolgten führen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt; Quellen: &amp;lt;big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auschwitzprozesse.[[https://de.wikipedia.org/wiki/Auschwitzprozesse#Der_erste_Auschwitzprozess_1963_bis_1965]],veröffentlicht in: wkipedia.org, gelesen: 26.03.2020 um 16:23. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diedrich, Oliver, Auschwitz: „Das Schrecklichste, was ich je sah“. [[https://www.ndr.de/geschichte/schauplaetze/Auschwitz-KZ-Befreiung-durch-die-Rote-Armee-vor-75-Jahren,auschwitz592.html]], veröffentlicht in: ndr.de 27.01.2020, gelesen: 26.03.2020 um 17:19 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nürnberger und Frankfurter Prozesse sowie der Eichmann-Prozess im Web. [[http://lernen-aus-der-geschichte.de/Lernen-und-Lehren/content/2575]], veröffentlicht am: 11 Mai 2011 gelesen: 26.03.2020 um 16:51.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Paris&amp;diff=19824</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Paris</title>
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		<updated>2020-04-26T10:23:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* 1968 international: Paris */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkt/Wendepunkt 1968 intenational: Paris]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====1968 international: Paris=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968, und in Frankreich insbesondere der Mai 1968, war „das Jahr, das die Welt veränderte, sagte der amerikanische Journalist Mark Kurlansky. Obwohl in den Jahren 1967–1968 fast überall auf der Welt Jugend- und Studentenaufstände ausbrachen, ist der Pariser Aufstand unter dem Namen &amp;quot;Mai 68&amp;quot; zu einer Ikone dieser Protestbewegungen geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausende Student*innen gingen auf die Straßen und protestierten für eine Verbesserung der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studienbedingungen. es wurden ebenso politische Forderungen zum Thema Arbeitslosigkeit,  Konsumgesellschaft oder Kapitalismuskritik vorgebracht. Zudem gab es Forderungen der Friedensbewegung gegen den Vietnamkrieg und zur Demokratisierung der Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Französischen Mai“ wurde etwas wahr, was in anderen Ländern noch nicht passierte, die  Studentenproteste trafen mit einem nationalen Aufstand der französischen Arbeiterschaft zusammen und verbanden sich zu einem gemeinsamen Aufstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufstand führte zu gewalttätigen sozialen Unruhen im ganzen Land,wodurch die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaft wochenlang lahm gelegt war. Diese Demonstrationen und Barrikaden im Pariser Quartier erinnerten manchen an die Französische Revolution. Die Bereitschaftspolizei CRS wurde durch Sprechchöre und Graffiti mit der deutschen SS verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Wie kam es dazu?======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1968 wurden nur wenige Fabriken wegen des leichten Anstiegs der Arbeitslosigkeit bestreikt, jedoch sorgten Konflikte zwischen Studenten und Universitätsleitungen um das Recht auf freie Meinungsäußerung vereinzelt für mehr Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Literarische Fakultät in Nanterre nach ersten Protesten geschlossen wurde, sprang der Funke nach Paris über. Die Studenten besetzten die Sorbonne(ein Gebäude im Pariser Quartier Latin/die Pariser Traditionsuniversität). Die Polizei räumte die Universität am 3. Mai. Die allgemeine Wut über die Brutalität der Maßnahmen eskalierte bald so stark, dass die Gewerkschaften am 13. Mai zu einem eintägigen Generalstreik aufriefen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streikbewegung breitete sich im ganzen Land aus und deckte fast alle Lebensbereiche ab. Teilweise trennten sich jedoch die Wege der aufständischen Protestgruppen und der Gewerkschaften nach einiger Zeit wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Die Folgen:======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Initiative von Premierminister Georges Pompidou wurde verhandelt, sodass am 27. Mai Arbeitgeber, Gewerkschaften und die Regierung das Abkommen von Grenelle unterzeichneten und eine Erhöhung des Mindestlohns (35%), Lohnerhöhungen, kürzere Arbeitszeiten, Mitbestimmung und andere Verbesserungen im Arbeitsrecht beschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den „Accords de Grennelle“ kam es zu einer Veränderung, die durch die Auflösung der Nationalversammlung am 30. Mai, durch Ankündigung von Neuwahlen für den 23. Juni und durch gaullistische Gegendemonstrationen im ganzen Land, was die Protestierenden, die für einen Umsturz waren, erstmals in die Defensive brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni beendeten die Gewerkschaften die Streikbewegung, was mit vielen Schwierigkeiten einherging. Die Wahlen, die als &amp;quot;beängstigende Wahlen&amp;quot; in die Geschichte eingingen, bestätigten die konservativen Parteien der Regierung an der Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Ingo Kolboom, “Das Jahr, das Frankreich veränderte: Der französische Mai &#039;68”, [[https://www.bpb.de/internationales/europa/frankreich/152656/der-franzoesische-mai-68 Bundeszentrale für politische Bildung]] (21.1.2013).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“68 international“ [[https://www.bpb.de/geschichte/deutsche-geschichte/68er-bewegung/51973/68-international Bundeszentrale für politische Bildung]] (2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die 68er-Bewegung“, BpB.de, [[https://www.google.com/url?sa=i&amp;amp;url=https%3A%2F%2Fwww.bpb.de%2Fgeschichte%2Fdeutsche-geschichte%2F68er-bewegung%2F51973%2F68-international&amp;amp;psig=AOvVaw3fD790iSEBzEFndXncZ9Yy&amp;amp;ust=1585244069285000&amp;amp;source=images&amp;amp;cd=vfe&amp;amp;ved=0CAIQjRxqFwoTCMCiw76UtugCFQAAAAAdAAAAABAK Bundeszentrale für politische Bildung]] (2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/Niederlage_Befreiung&amp;diff=19823</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Niederlage Befreiung</title>
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		<updated>2020-04-26T10:18:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* 1945 – Niederlage oder Befreiung? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wiki der Wendepunkte/8. Mai 1945|1945 – Niederlage oder Befreiung?]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====1945 – Niederlage oder Befreiung?=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsverzeichnis:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.) Auswirkungen des Kriegsendes in Deutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;a. Negative Auswirkungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;b. Positive Auswirkungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;c. Auswirkungen auf die ideologische Situation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; 2.) Rede von Richard von Weizsäcker am 40. Jahrestag&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;a. Zusammenfassung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;b. Fazit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Quellen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Wehrmacht widerstandslos und der Zweite Weltkrieg endete in Europa. Das Kriegsende hatte sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Lebenssituation und die Denkweise der Menschen in Deutschland. Rückblickend stellt sich die Frage, ob der 8. Mai als Niederlage oder als Befreiung gesehen werden kann. Eine mögliche Beurteilung erfolgte in einer Rede von Richard von Weizsäcker zum 40. Jahrestag des Endes des Krieges, während der Gedenkveranstaltung im Plenarsaal des Deutschen Bundestags.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.) Auswirkungen des Kriegsendes in Deutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;a. Negative Auswirkungen auf die Lebenssituation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Ende des Krieges im Jahr 1945 begann für die deutsche Bevölkerung eine Zeit der Orientierungslosigkeit und Ungewissheit. Die deutsche Bevölkerung war von einer Diktatur geprägt, die über ein Jahrzehnt regierte. Es gab durch das Ende des Krieges keine politische Ordnung mehr. Hinzu kam die Angst vor den Siegermächten, die der fehlenden Struktur allmählich durch Regeln zur Ordnung verhalfen. Dies hieß jedoch nicht, dass die Menschen in Deutschland dadurch in Frieden leben konnten. Vor allem die Angst vor der roten Armee verursachte eine große Flüchtlingswelle vom Osten in den Westen. Dies verschlimmerte die Wohnungssituation enorm, da zusätzlich fast jede zweite Wohnung im Krieg zerbombt wurde. Insgesamt waren 14.000 Flüchtlinge auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Familien mit Wohnungen wurden gezwungen ihr Zuhause mit einer Flüchtlingsfamilie zuteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich kamen die Reparationsforderungen der Alliierten. Hierbei handelte es sich nicht nur um Geld, sondern vor allem um Materialien zum Wiederaufbau des eigenen, durch den Krieg zerstörten, Landes. Viele Frauen arbeiteten als sogenannte „Trümmerfrauen“, um die Städte von dem Schutt zu befreien. Es waren vor allem Frauen, da die meisten Männer entweder noch nicht zurückgekehrt, noch in Gefangenschaft oder im Krieg gefallen waren. Sie bekamen keinen Lohn oder irgendeine andere Art von Gegenleistung. Aus diesem Grund wuchs die Verzweiflung von Tag zu Tag, da ein enormer Nahrungsmangel herrschte und Lebensmittel nur noch in eingeteilten Rationen ausgegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik_1945_Truemmerfrauen.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trümmerfrauen beim Ziegelputzen, Lizenz: CC BY-SA 3.0, via [[https://search.creativecommons.org/ Wikimedia Commens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;b. Positive Auswirkungen auf die Lebenssituation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die positiven Auswirkungen waren, dass die Menschen nicht mehr unter der Angst des Krieges lebten, der sich in jeder deutschen Stadt abspielte. Außerdem wurde den politisch vom NS-Regime Verfolgten ein Leben zurückgegeben, da sie vor weiterer Verfolgung verschont blieben oder aus den Konzentrationslagern befreit wurden. Diese Menschen konnten nun zu ihren Angehörigen zurückkehren. Sie waren jedoch für den Rest ihres Lebens geprägt und verfolgt von sowohl psychischen, als auch physischen Schäden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;c. Auswirkungen auf die ideologische Situation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die nun neu entstehende Meinungsfreiheit und das plötzlich erforderte Umdenken wurde den Menschen bewusst, wofür sie gekämpft haben. Viele hatten sich blenden lassen von der Propaganda des NS-Regimes oder hatten die Grausamkeit gesehen, aber dennoch verdrängt. Nun wurde ihnen jedoch, unter anderem auch durch das Heimkehren der Inhaftierten aus den Konzentrationslagern, bewusst wofür sie gekämpft und gelebt hatten. Viele wurden innerlich gespalten durch die Frage nach der Schuld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.) Rede von Richard von Weizsäcker am 40. Jahrestag&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik_1945_Weizsaecker.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundespräsident Richard von Weizsäcker, 1984, Bundesarchiv, Lizenz: CC BY-SA 3.0, via [[https://search.creativecommons.org/ Wikimedia Commens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;a. Zusammenfassung &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. Mai 1985 hält der damalige Präsident Richard von Weizsäcker anlässlich des 40. Jahrestags des Kriegendes eine Rede im Plenarsaal des Deutschen Bundestags in Berlin.  Richard von Weizsäcker geht in dieser unter anderem auf das Gedenken an die Zeit und Menschen, die leiden mussten, die Frage nach der Schuld, die Aufgaben der unterschiedlichen Generationen, und die Frage, ob der 8. Mai eine Niederlage oder eine Befreiung war, ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weizsäcker sagt, dass der 8. Mai ein Tag zum Gedenken ist und spricht über die individuellen Erinnerungen und Emotionen der Deutschen beim Ende des Krieges. Besonders deutlich werden hierbei die Verwirrung und Orientierungslosigkeit der Menschen mit Blick auf die Zukunft. Dennoch ist er sich sicher, dass der 8. Mai rückblickend als Befreiung aus den Irrwegen des NS-Regimes zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Präsident fordert auf, des Leids der Menschen, die im Krieg starben und auch dessen der Überlebenden zu gedenken. Besonders die Frauen hebt er hervor. Er sagt es sei ihnen zu verdanken, dass zeitnah mit dem Wiederaufbau begonnen wurde. „Ihr Leiden, ihre Entsagung und ihre stille Kraft vergißt die Weltgeschichte nur allzu leicht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er stellt die Frage der Schuld. Niemand kann sagen, er habe die Gräueltaten, die den Juden angetan wurden, nicht bemerkt. Die Schuld, die jede*r Einzelne trägt, ist jedoch etwas Individuelles. „Schuld oder Unschuld eines ganzen Volkes gibt es nicht. Schuld ist, wie Unschuld, nicht kollektiv, sondern persönlich. […] Jeder, der die Zeit mit vollem Bewußtsein erlebt hat, frage sich heute im Stillen selbst nach seiner Verstrickung.“ Die Generationen, die folgten seien von dieser Schuld nicht betroffen, sagt Weizsäcker. Sie hätten jedoch die Verantwortung, mit der Geschichte gewissenhaft umzugehen. „Wer aber vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart. Wer sich der Unmenschlichkeit nicht erinnern will, der wird wieder anfällig für neue Ansteckungsgefahren.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend erklärt Weizsäcker, wie es zum Krieg kam und welche entscheidenden Rollen vor allem auch die Sowjetunion hatte. Dadurch werde die deutsche Schuld am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges jedoch nicht verringert. „Die Sowjetunion nahm den Krieg anderer Völker in Kauf, um sich am Ertrag zu beteiligen. Die Initiative zum Krieg aber ging von Deutschland aus, nicht von der Sowjetunion.“, so Weizsäcker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Krieges seien die Schicksale willkürlich gewesen, sagt Weizsäcker. Einige konnten heimkehren, andere wurden heimatlos. Dieses Leid ihrer Mitmenschen zu erkennen, sei eine gewaltige Überwindung für die Menschen gewesen, vor allem für die Bevölkerungen der Siegermächte. Dieses Vertrauen konnte erst wiederaufgebaut werden, indem klar wurde, dass Gewalt keine Lösung mehr war. Durch die Flüchtlingswelle, die ausgelöst worden war, mussten zwangsweise viele Großeltern und Eltern aus ihrer Heimat in ein neues Zuhause flüchten. Dieses Zuhause wurde nun die Heimat der neuen Generation. Dazu sagte Weizsäcker weiterhin: „Heimatliebe eines Vertriebenen ist kein Revanchismus.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende des Krieges hatte zudem auch die positive Folge, dass die einstigen Gegner wie Frankreich und Deutschland nun in einen Austausch kamen und einen stabilen Frieden aufbauen konnten. „Es gab keine ´ Stunde Null´, aber wir hatten die Chance zu einem Neubeginn.“ Deutschland konnte sich entwickeln und bietet seinen Bürgen nun umso mehr eine friedenssichernde Sicherheit und freien Schutz der Menschenwürde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weizsäcker sagt, dass „die Menschen in Deutschland […] gemeinsam einen Frieden [wollen], der Gerechtigkeit und Menschenrecht für alle Völker einschließt, auch für das unsrige.“ Außerdem geht er auf die Verbundenheit Deutschlands ein, da die Mauer Deutschland noch trennt. „Wir Deutschen sind ein Volk und eine Nation. Wir fühlen uns zusammengehörig, weil wir dieselbe Geschichte durchlebt haben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig die jüngere Generation mit der Geschichte vertraut zu machen, sagt Weizsäcker, auch nach 40 Jahren noch. Er fordert die jungen Menschen auf „sich nicht […] in Feindschaft und Haß [hineintreiben treiben zu lassen]. […] Lernen Sie, miteinander zu leben, nicht gegeneinander.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;b. Fazit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Weizsäcker die Schuld nicht pauschal bei den Deutschen sucht, sondern jede*r der Zeitzeug*innen aufgefordert ist, sich die Schuldfrage individuell zustellen. Die neue Generation, sagt er, hat keine Schuld, aber die Aufgabe die Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten zulassen, sodass sich die Geschichte nicht wiederholt, ist Aufgabe jedes einzelnen. Zudem stellt er fest, dass er den 8. Mai als einen Tag der Befreiung sieht, und nicht als Niederlage. Die Niederlage ist der Tag an dem Hitler an die Macht kam, da die negativen Folgen des Krieges nicht den Ursprung im Ende des Krieges finden, sondern im Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Zitate verwendet in 2.a sind aus der Rede von Richard von Weizsäcker entnommen, gehalten am 8. Mai 1985 im Plenarsaal des Deutschen Bundestags. Als Quelle diente hierzu die veröffentliche Rede auf der offiziellen Web-Site des Bundespräsidenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vollständige, originale Rede ist auf der Web-Site des [[http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Richard-von-Weizsaecker/Reden/1985/05/19850508_Rede.html Bundespräsidenten]] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.) Quellen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;a. Internetseiten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Autor unbekannt, &#039;&#039;8. Mai 1945&#039;&#039;, 04.05.2006,[https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/70190/8-mai-tag-der-befreiung-04-05-2006 Bundeszentrale für politische Bildung], recherchiert am: 25.03.2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Autor unbekannt, [https://www.zeitklicks.de/top-menu/zeitstrahl/navigation/topnav/jahr/1945/ Zeitklicks], recherchiert am: 23.03.2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Diedirch, Oliver, &#039;&#039;Ausschwitz: „Das Schrecklichste, was ich je sah“, 27.01.2020, [https://www.ndr.de/geschichte/schauplaetze/Auschwitz-KZ-Befreiung-durch-die-Rote-Armee-vor-75-Jahren,auschwitz592.html NDR], recherchiert am: 22.03.2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Grau, Andreas/Haunhorst, Regina/Würz, Markus: &#039;&#039;Nachkriegsjahre&#039;&#039;, in: Lebendiges Museum Online, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, [http://www.hdg.de/lemo/kapitel/nachkriegsjahre.html Lebendiges Museum Online], recherchiert am: 25.03.2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Arnulf Scriba, 13.05.2015, &#039;&#039;Der Zweite Weltkrieg: Alltagsleben&#039;&#039; [https://www.dhm.de/lemo/kapitel/der-zweite-weltkrieg/alltagsleben.html Lebendiges Museum Online], recherchiert am: 25.03.2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;b. Videos&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Autor(en) unbekannt, &#039;&#039;Momente der Geschichte&#039;&#039;, [https://www.zdf.de/dokumentation/momente-der-geschichte ZDF], recherchiert am 22.03.2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Autor unbekannt, &#039;&#039;Niederlage und Befreiung&#039;&#039;, 06.10.11, [https://www.zdf.de/dokumentation/momente-der-geschichte/niederlage-und-befreiung-102.html ZDF], recherchiert am: 22.03.2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mühlen, Irmgard von zu, &#039;&#039;Die Befreiung von Ausschwitz&#039;&#039;, [https://vimeo.com/126006820 Vimeo], recherchiert am 22.03.2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;c. Bücher&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Müller, Helmut, Karl Friedrich Krieger, Hanna Vollrath, &#039;&#039;Schlaglichter der deutschen Geschichte&#039;&#039;, Mannheim; Wien; Zürich: Meyers Lexikonverlag, 1986.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Weizsäcker, Richard von, &#039;&#039;Vier Zeiten Erinnerungen&#039;&#039;, Berlin: Siedler Verlag, 1997.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/B%C3%BCrgerkriege_auf_dem_Balkan&amp;diff=19627</id>
		<title>Wendepunkte des 20. Jahrhunderts/Bürgerkriege auf dem Balkan</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Wendepunkte_des_20._Jahrhunderts/B%C3%BCrgerkriege_auf_dem_Balkan&amp;diff=19627"/>
		<updated>2020-04-23T14:52:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Saiger: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=====&amp;lt;big&amp;gt;Die Balkankriege 1991–1999&amp;lt;/big&amp;gt;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bevoelkerung_Jugoslawiens.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Die Bevölkerung Jugoslawiens 1991‘‘‘, Wolpertinger, Lizenz:&#039;&#039;&#039;[https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/ CC BY-SA 3.0]‘‘‘,via [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?sort=relevance&amp;amp;search=juguslawien+bild&amp;amp;title=Special:Search&amp;amp;profile=advanced&amp;amp;fulltext=1&amp;amp;advancedSearch-current=%7B%7D&amp;amp;ns0=1&amp;amp;ns6=1&amp;amp;ns12=1&amp;amp;ns14=1&amp;amp;ns100=1&amp;amp;ns106=1&amp;amp;uselang=de-formal&amp;amp;searchToken=n27ii3gs44iiozt6sl4jhruw#%2Fmedia%2FFile%3ABevoelkerungsgruppen-Jugoslawien.png Wikimedia Commons].&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Einführung=====&lt;br /&gt;
Dem endgültigen Zusammensturz der SFRJ (Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien) Anfang der 90er Jahre ging eine bereits längere Phase schleichender Zerfallsprozesse voraus, die hauptsächlich aufgrund tiefgreifender ökonomischer Probleme entstanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Slobodan Milosevic, serbischer Präsident mit Amtszeiten von 1989-2000, gilt als einer der wichtigsten Akteure schwerster Verbrechen in den Balkankriegen, welche zwischen 1991 und 1999 die ehemaligen jugoslawischen Republiken Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Slowenien und den Kosovo durch Kriege verwüstet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====10-Tage-Krieg in Slowenien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 fordert Slowenien seine Unabhängigkeit von Jugoslawien und tritt aus dem Vielvölkerstaat aus. Die serbisch dominierte Regierung in Belgrad, ist damit nicht einverstanden und sendet Truppen der Jugoslawischen Volksarmee nach Slowenien. Es kommt zu einer kurzen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen der slowenischen Armee und der Volksarmee Jugoslawiens. Die Volksarmee ist jedoch weniger gut aufgestellt und wird bereits nach 10 Tagen wieder abgezogen. Durch internationale Verhandlungen erreicht Slowenien letztendlich seine Unabhängigkeit. Dieser 10-Tage-Krieg (27. Juni. 1991- 7.Juli 1991) fordert nur wenige Menschenleben, ist jedoch Auslöser einer ganzen Kettenreaktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Beginn des Krieges in Kroatien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 fordert auch Kroatien seine Unabhängigkeit von Jugoslawien und noch während slowenische Soldaten die jugoslawischen zurückdrängen, kommt es auch zu Kämpfen in Kroatien, weil der Vielvölkerstaat Jugoslawien auch Truppen der Volksarmee nach Kroatien schickt. Bis Ende des Jahres fordert der nun entfachte Krieg bereits 10000 Menschenleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kroatien erheben die Serben Anspruch auf ein bestimmtes Gebiet, nämlich die Krajina, um welches hauptsächlich gekämpft wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Krieg in Bosnien-Herzegowina und Kroatien=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich im April 1992 auch Bosnien-Herzegowina von Jugoslawien lossagt, beginnt ein 4 Jahre langer brutaler Krieg. Im April 1992 stimmen nämlich ein Großteil der Bosniaken bei einer Abstimmung für die Unabhängigkeit Bosnien-Herzegowinas von Jugoslawien. Problem ist jedoch, dass die Serben die Abstimmung boykottiert und stattdessen ihre eigene Republik in Bosnien-Herzegowina ausgerufen haben. Das lassen sich die Bosniaken nicht gefallen und es kommt zum Krieg zwischen ihnen und den Serben, welche von der Jugoslawischen Volksarmee unterstützt werden. Gegen Ende des Krieges kontrollieren die Serben und die Volksarmee weit über die Hälfte des Landes und belagern gemeinsam die Hauptstadt Sarajevo. Sie vollziehen nicht nur Kampfhandlungen, sondern versuchen zudem noch die von ihnen besetzten Gebiete „ethnisch zu säubern“, was die systematische Verfolgung und Vernichtung von Menschen einer bestimmten Herkunft, Religion oder Kultur bedeutet. In Bosnien und Kroatien handelt es sich vor allem um die Verfolgung von Muslimen, welche der serbische Präsident Slobodan Milosevic anordnet. Ganze Gemeinden werden vernichtet, 100.000 Menschen sterben und bis zu zwei Millionen müssen flüchten. Im Zuge dieser „Ethnischen Säuberung“ kommt es 1995 zu einem der größten Massaker in der Stadt Srebrenica. Es werden um die 8000 Jugendliche und Erwachsene Männer getötet, die dem muslimischen Glauben angehören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einer Zeit greift die Welt ein. Es werden Schutzzonen eingerichtet, Waffenembargos verhängt (Embargo: Staatliches Verbot mit einem bestimmten Staat Handel zu treiben) und Friedenssoldaten, sogenannte „Blauhelm-Soldaten“ geschickt. Bosnien und Kroatien bekommen Unterstützung von der NATO und es gelingt ihnen Serbien zurück zu drängen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach immer mehr Luftangriffen der NATO gegen die serbischen Stellungen, erklärt sich Serbien schließlich zu Friedensverhandlungen bereit und es kommt im Dezember 1995 zum Dayton Abkommen, einem Friedensvertrag zwischen Bosnien-Herzegowina, Serbien und Kroatien, welches den Krieg in Kroatien und Bosnien-Herzegowina offiziell beendet. Es wird ein Kriegsverbrechertribunal gegründet und die Kriegsverbrecher verfolgt und zur Rechenschaft gezogen. Slobodan Milosevic stirbt jedoch 2006 in seiner Zelle bevor er verurteilt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Krieg im Kosovo=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Friedensabkommen von Dayton ist die Kettenreaktion der Jugoslawien-Kriege jedoch noch nicht vorbei. In der über 80 % von Albanern bewohnten serbischen Provinz Kosovo verlangen diese ab Mitte der 90er Jahre ebenfalls ihre Unabhängigkeit von Jugoslawien. Zu Anfang wird noch friedlich protestiert, doch die Situation radikalisiert sich sehr schnell und mündet in terroristischen Aktivitäten. Die &amp;quot;Befreiungsarmee für Kosovo&amp;quot; (UÇK) schafft es im Frühsommer 1998, zu Beginn des Krieges, ungefähr ein Drittel des Kosovo unter ihre Kontrolle zu bringen, woraufhin die serbische Volksarmee einmarschiert. Nach einer gescheiterten Friedenskonferenz in Rambouillet, startet die NATO am 24. März 1999 Luftangriffe gegen serbische Militäreinrichtungen. Nach Beginn der Luftangriffe werden hunderttausende Albaner aus der Region vertrieben. Anfang Juni 1999 endet der Krieg, als Serbien den Friedensplan akzeptiert und seine Truppen aus dem Kosovo zurückzieht. Die Region steht seitdem unter UN-Verwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Quellen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drotschmann, Mirko: Die Jugoslawienkriege erklärt | Historische Ereignisse“, in: MDR DOK bei YouTube, 26.07.2016 [[https://www.youtube.com/watch?v=UYiBINppESI]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drotschmann, Mirko: Jugoslawienkriege: Konflikt oder Ende?“, in: MrWissen2go Geschichte, 27.02.2020 [[https://www.youtube.com/watch?v=bUNXTzadFP4]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mappes-Niediek, Norbert: „Vor 20 Jahren nahmen die Balkankriege ihren Anfang“, in: AZ (Aargauer Zeitung), 16.06,2011 [[https://www.aargauerzeitung.ch/ausland/vor-20-jahren-nahmen-die-balkankriege-ihren-anfang-109580831#]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neumayer, Ingo „Jugoslawien-Kriege“, in: ARD Planet-Wissen, 18.10.2018 [[https://www.planet-wissen.de/kultur/suedosteuropa/jugoslawien_kriege/index.html#Bosnien-Herzegowina]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schießl, Michael: „Entstehung und Verlauf der Balkankriege (1991-1995). Die Rolle der NATO“, in: GRIN, 2005 [[https://www.grin.com/document/45671]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbekannter Autor: „Die Balkankriege 1990-1999“, in Stern.de, 11.02.2002 [[https://www.stern.de/politik/ausland/rueckblick-die-balkankriege-1991-1999-3286474.html]] (Stand: 25.03.2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wunderlich, Dieter: „Das Auseinanderbrechen Jugoslawiens: Die Balkankriege der Neunzigerjahre“, in: Dieter Wunderlich, 2005/2010 [[https://www.dieterwunderlich.de/jugoslawien.htm]] (Stand: 25.03.2020).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Saiger</name></author>
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