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	<title>ZUM Projektwiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-09-21T12:41:57Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt&amp;diff=65054</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt</title>
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		<updated>2022-06-09T12:43:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: /* Reiselyrik von der Romantik zum Expressionismus: Unterwegs sein */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, daß nicht einmal Blumen welken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen. [...] Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, daß aber ihre Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm nicht wirklich nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.&amp;lt;ref&amp;gt;Bertolt Brecht: Über Lyrik. Frankfurt/M. 1977, S. 123&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie interpretiere ich ein Gedicht?===&lt;br /&gt;
Eine Anleitung zur schrittweisen, vollständigen Gedichtinterpretation findest du [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Naturlyrik im Spiegel der Zeit===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturlyrik.jpg|mini|Naturlyrik. Aus: Weidemann/Weidemann: 75 Bildkarten für Coaching und Beratung. Beltz 2013]]&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 21/22 beschäftigen sich Lernenden der Einführungsphase (EF) mit dem Thema Naturlyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns mit Gedichten verschiedener Epochen beschäftigen, die im weitesten Sinne das Thema „Natur“ behandeln, dabei wollen wir herausfinden, warum ein Motiv über die Jahrhunderte hinweg aktuell geblieben ist, und wie es sich in dieser Zeit aber verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfragen&#039;&#039; unserer Arbeit werden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was ist überhaupt Naturlyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie hat sich die Lyrik im Laufe der Zeit verändert? Unterschiede zwischen dem 17. Jh. und heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie finde ich die Emotionen des Schriftstellers im Gedicht wieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Welche Folgen hat Lyrik für die heutige Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie formuliert man eine [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Gedichtanalyse]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den folgenden Gedichten gilt es,  exemplarisch zwei - aus verschiedenen Zeiten - vergleichend zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Andreas Gryphius: Einsamkeit (1663) - Barock=====&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Andreas Gryphius: Einsamkeit|Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Wolfgang v. Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh’ (1780) - Klassik=====&lt;br /&gt;
J. W. v. Goethe: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh&#039;|Über den Gipfeln ist Ruh&#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Anette v. Droste- Hülshoff: Der Knabe im Moor (1844)=====&lt;br /&gt;
Anette v. Droste- Hülshoff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor|Der Knabe im Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Joseph v. Eichendorff: Mondnacht (1873) - Romantik=====&lt;br /&gt;
Joseph v. Eichendorff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Joseph v. Eichendorff: Mondnacht|Mondnacht]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Christian Morgenstern: Novembertag  (ça. 1900) - Jahrhundertwende=====&lt;br /&gt;
Christian Morgenstern: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Morgenstern: Novembertag|Novembertag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Georg Trakl: Sommersonate (1909-1912) - Expressionismus=====&lt;br /&gt;
Georg Trakl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Georg Trakl: Sommersonate|Sommersonate]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ernst Jandl: Auf dem Land (1963) - Konkrete Poesie - Experimentelles=====&lt;br /&gt;
Ernst Jandl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ernst Jandl: Auf dem Land|Auf dem Land]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ulla Hahn: Schöne Landschaft (1985) - Moderne=====&lt;br /&gt;
Ulla Hahn: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Ulla Hahn: Schöne Landschaft|Schöne Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld (1976) - Exkurs über Kitsch=====&lt;br /&gt;
Jürgen Drews: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld|Ein Bett im Kornfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Naturlyrik im dritten Jahrtausend: Bitte einfügen!!!!=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltsangaben hier bitte einfügen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Lyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von dem historischen Ereignis des Jahres 2020, 30 Jahre Wiedervereinigung, werden deutschsprachige, politische [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichte und Songtexte|Gedichte und Songtexte]] unterschiedlicher Dekaden zusammengetragen und analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 9.11.1989: [https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 3.10.1990: [https://www.youtube.com/watch?v=IiOEAumyrRo https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Lyrik ist kommunikative Lyrik:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Was&lt;br /&gt;
!wird&lt;br /&gt;
!wann&lt;br /&gt;
!wie&lt;br /&gt;
!von wem&lt;br /&gt;
!wozu&lt;br /&gt;
!vorgetragen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Inhalt/&lt;br /&gt;
Thema&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historisch-sozialer Zusammenhang, auf den sich das Gedicht bezieht&lt;br /&gt;
|inhaltlich,&lt;br /&gt;
sprachlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formal&lt;br /&gt;
|Bedingungen der Autorin/des Autors&lt;br /&gt;
|Intention&lt;br /&gt;
(Absicht)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabe:&#039;&#039;&#039; Erprobe das abgebildete Analyseschema an einem der von dir ausgewählten Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied=====&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied|Der kleine Unterschied]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Der kleine Unterschied&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko Mascha Kaléko] aus dem Jahr 1940 behandelt das Sprach- und damit Existenzproblem deutscher Emigranten im englischsprachigen Exil. Als Folge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland (1933 - 1945) mussten auch jüdische Dichterinnen wie Mascha Kaléko das Land verlassen und versuchten, im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Auch wenn deutsche Wörter aufgrund ihrer lautlichen Ähnlichkeit vordergründig leicht ins Englische übersetzbar scheinen, so offenbart eine genauere Betrachtung von Wörtern wie &amp;quot;Land, Heimat, Gedicht&amp;quot; die fehlende emotionale Verbindung zum übersetzen Wort. Lyrik ist nicht übersetzbar, könnte man als Kerngedanken dieses Gedichtes annehmen. Damit wäre den geflüchteten Dichterinnen und Dichtern ihre Kunst im Exil nicht mehr möglich. Die politische Aussage dieses Gedichtes wäre, dass eine Emigration die Künstler*innen zwar körperlich rettet, nicht aber geistig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Paul Celan: Todesfuge=====&lt;br /&gt;
Paul Celan: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Paul Celan: Todesfuge|Todesfuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Todesfuge&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan Paul Celan] aus letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs beschreibt den Alltag der Menschen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Die &amp;quot;schwarze Milch&amp;quot;, die die Lagerinsassen täglich trinken, ist zum Symbol für die menschenverachtende Tötungs- und Verbrennungsmaschinerie der Deutschen geworden: Die Milch als lebensspendender Saft, der den Menschen in den Lagern vorenthalten wurde, ist schwarz von der Asche Krematorien, in denen die Leichen der Verhungerten und Vergasten verbrannt wurden. Celan beschrieb mit diesem Gedicht das Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie wie auch das von Millionen weiterer Menschen, die im Holocaust getötet worden sind. Die politische Intention dieses Gedichtes sind Gedenken, Mahnung, Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam=====&lt;br /&gt;
Nelly Sachs: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam|Gebete für den toten Bräutigam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Sachs Nelly Sachs] schreibt ein Gedicht über einen, vermutlich von den Nazis ermordeten Bräutigam. Es wird deutlich, dass das lyrische Ich um ihn trauert und versucht, sich den Schmerz aus der Seele zu schreiben. Auf politischer Ebene beschreibt das Gedicht das Leiden der Juden die zurzeit des Nationalsozialismus&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Reiner Kunze: Die Antenne=====&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/ Reiner Kunze: Die Antenne|Reiner Kunze: Die Antenne]]&amp;lt;br /&amp;gt;In dem Gedicht &amp;quot;Die Antenne&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Kunze Reiner Kunze] steht die Antenne als Metapher für einen Menschen, welcher seine Gedanken nicht frei ausleben kann, da dieses von einer Regierung oder auch einer Diktatur abgelehnt wird und dieser Mensch somit in seinem Denken und Handeln eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Udo Jürgens: Griechischer Wein=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens Udo Jürgens]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Udo Jürgens: Griechischer Wein|Griechischer Wein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied beschreibt die Sehnsucht griechischer Gastarbeiter nach ihrer Heimat im Deutschland der frühen Siebziger Jahre. Der Schlager-Charakter des Liedes täuscht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen sozial-kritischen Text handelt.&lt;br /&gt;
=====Karat: Über sieben Brücken musst du gehn=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Band) Karat]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Über sieben Brücken musst du gehen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen. Die sieben Brücken oder die sieben dunklen Jahre stehen für die schlechten Zeiten, die Jeder von uns überwinden muss. Gleichfalls stehen sie in verschlüsselter Form für das Leben der Menschen in der DDR der Siebziger Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Marius Müller-Westernhagen: Freiheit=====&lt;br /&gt;
[https://www.westernhagen.de/ Marius Müller-Westernhagen]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Marius Müller-Westernhagen: Freiheit|Freiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bereits 1987 zum ersten Mal veröffentlicht, wurde der Song zu einem Symbol des [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer Mauerfalls] und Untergangs der DDR. Das lyrische Ich entlarvt die wirtschaftliche und politische Freiheit nach &amp;quot;gemacht[en] Verträgen&amp;quot; als &amp;quot;naiv&amp;quot; und propagiert an dessen Stelle eine persönliche, fast anarchische Freiheit in der Metapher des Feierns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eva Strasser: Die Welt steht still=====&lt;br /&gt;
[https://literaturwissenschaft.de/buch/splitter-aus-der-quarantaene.html Eva Strasser]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Eva Strasser: Die Welt steht still|Die Welt steht still]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Strasser beschreibt in ihrem Tagebuch-Gedicht die Auswirkungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland ersten Corona-Lockdowns] auf unsere Welt. Die Covid-19-Pandemie hatte drastische Änderungen auf unser normales Leben: Die Straßen sind leer, ruhig und düster. Menschen meiden die Außenwelt und bleiben zu Hause um sich und andere zu schützen. Eine depressive und bedrückte Atmosphäre herrscht über der Welt. Nicht nur wir Menschen werden von dem Virus beeinflusst, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm. Das Corona- Virus bringt drastische Veränderungen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lyrik im Expressionismus:===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gottfried Benn: Ophelia=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Ophelia|Ophelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benn (1886 - 1956) nimmt in seinem Gedicht &#039;&#039;Ophelia&#039;&#039; Bezug auf die literarische Figur der Ophelia von William Shakespeare. Ophelia ertrinkt, nachdem ihre Liebesbeziehung zu Prinz [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] gescheitert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn verarbeitet das Motiv des tragischen Todes aufgrund eines gebrochenen Herzens - vermutet wird Selbstmord - auf seine ganz eigene Weise: morbide, zynisch, expressionistisch. Man spricht in der Literaturgeschichte in Bezug auf Benn auch von seinem &amp;quot;medizynischen Blick&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reiselyrik von der Romantik zum Expressionismus: Unterwegs sein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Videoprojekte -  Die top five&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://youtu.be/FtGurGmjnlQ „Der Luftschiffer&amp;quot; von Karoline von Günderrode]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Dramenanalysen/B.Brecht:_Der_aufhaltsame_Aufstieg_des_Arturo_Ui&amp;diff=60649</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/B.Brecht: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui</title>
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		<updated>2022-02-08T21:20:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===Wer war Bertolt Brecht? Annäherung an den Autor===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lebensdaten=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lebenslauf=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Intention=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Werk=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie lebte und arbeitete der Schriftsteller im Exil? Hintergründe zum &#039;&#039;Arturo U&#039;&#039;===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die politische Situation in Deutschland und im Exil=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Brechts Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Das epische Theater=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&#039;&#039;Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui&#039;&#039;: Das Werk===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Inhalt=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Der Prolog - Der Zusammenhang zwischen Gangsterstück und Nazihandlung&#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.&amp;lt;ref&amp;gt;B. Brecht: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui. 1. Auflage. Edition Suhrkamp, 1965, S. 124.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Zeilen&lt;br /&gt;
!Inhalt&lt;br /&gt;
!Funktion /Erwartungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1-14&lt;br /&gt;
|• Im ersten Teil kündigt der „Ansager&lt;br /&gt;
“eine große historische&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gangsterschau&amp;quot; (Z. 4) an; daraufhin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird die Handlung vorgestellt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Versicherung, es handle sich um die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• das Dockshilfeskandal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Dogsboroughs Geständnis;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Uis Aufstieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Speicherbrandprozess,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Mord an Dullfeet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Zustand der Justiz,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ermordung Romas,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eroberung von Cicero&lt;br /&gt;
|• Erwartet wird dass das&lt;br /&gt;
Publikum sich für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gangstergeschichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
interessiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15-46&lt;br /&gt;
|• Vorstellung der Figuren des Stücks&lt;br /&gt;
• Charakterisierung der Figuren, teilweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
negativ dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Erklärung der Existenz der Gangster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Die Gangster gibt es als Züchtigung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Himmels für das Böse Z.41&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Der „Ansager“ schlüpft in die Rolle des&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Priesters&lt;br /&gt;
|• Durch die negativen&lt;br /&gt;
Aussagen des&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ansagers über die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figuren wird dieser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bereits am Anfang in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seiner Wahrnehmung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Die Welt die hier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dargestellt wird soll&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohl gleich wie die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
reale Welt sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„unserer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gangsterwelt“ Z.16)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|47-60&lt;br /&gt;
|• Erwähnung von Figuren aus der&lt;br /&gt;
Geschichte, die Stellvertreten für das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böse sind (Richard III).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Behauptung die Gangstergeschichte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
werde „im Großen Stil“ und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wahrheitsgetreu dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Da es aber eine Gangstergeschichte sei,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kenne sie schon jeder&lt;br /&gt;
|• Metapher : Richard III&lt;br /&gt;
steht als Synonym für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das böse dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Einstellung des&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Publikums auf ein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genre&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der parabelhafte Zusammenhang zwischen dem vorgestellten Gangsterstück und der eigentlich gemeinten Nazihandlung wird im Prolog durch zahlreiche Anspielungen hergestellt: figürliche (Giri, Givola), historische (Baisse, Wirtschaftskrise), politische (Richard III.).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Der Weg zur Macht: Eine Handlungsübersicht&#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Szene 1 - 6:&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Arturos Weg zur Macht [FabNNSG]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Szenen 1 bis 6 wird der Weg von Ui zur Macht deutlich. Dies erkennt man an folgenden Stellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ui verspricht dem Trust, den Umsatz zu verdoppeln (S.12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor er seinen Plan, sich in das Karfiolgeschäft einzumischen umsetzten kann, braucht er erstmal Rückendeckung von wichtigen Personen. „Erst brauch ich selber Schutz. Vor Polizei und Richter muss ich erst geschützt sein, eh ich andre schützen kann. `s geht nur von oben“ (S.27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er nutzt Chancen, die er bekommt, und versucht daraus zu profitieren. So auch als er erfährt, dass Dogsborough krumme Geschäfte macht. „Jetzt riech ich Geschäfte“ (S.33).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schildert Dogsborough seinen Plan: „Ich bin entschlossen, ihn zu schützen. Gegen jeden Übergriff. Wenn´s sein muss, mit Gewalt.“ (S.38). Dabei soll Dogsborough ihn schützen, weil Ui sonst keine Chance hat. „Wenn sie mich nicht retten, bin ich aus“ (S.39). Als Dogsborough dies nicht will, erpresst Ui ihn mit seinem Wissen über die Reederei: „Ich werd Sie bloßstellen! Die Beweise hab ich!“ (S.40).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Untersuchungsprozess deckt Ui Dogsborough, indem er Zeugen ermorden lässt und die Schuld auf andere schiebt. Ui wird als Verteidiger für Dogsborough eingestellt (Szene 6). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Szene 7-9:&#039;&#039;&#039;  &#039;&#039;&#039;Uis Erprobung und Festigung der Macht [MeDNSG]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Szene 7 zeigt sich, dass Ui auch anhand seines Auftretens und Redens an Aufmerksamkeit und Ansehen gelangen will, letztlich seine potenzielle Macht erproben  will: &#039;&#039;„Und da es unvermeidlich sein wird, bei dem oder jenem Anlass ein paar Worte zu äußern, … wenn‘ s einmal politisch wird, will ich Stunden nehmen&#039;&#039;“ (S. 54).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Wenn ich stehe, wünsche ich, dass man nicht auf zwei Leute hinter mir, sondern auf mich schaut.“&#039;&#039; (Szene 7, S. 56). Er probt das Gehen, Stehen, Sitzen und das Reden. Kurz darauf übt er das Reden aus. Auf einer Versammlung von Gemüsehändlern spricht er zu diesen. Im Laufe seiner Rede erprobt Ui, wie sehr und auf welche Art und Weise er die Gemüsehändler beeinflussen kann. Da seine Worte vorerst nicht ausreichten, greift Arturo Ui zu gewalttätigen Vergehen, wie dem plötzlichen Speicherbrand. Er bemerkt, dass er die Leute in eine aussichtslose Lage bringen muss, damit diese auf ihn zurückkommen. In den Momenten, in denen Arturo Ui bemerkt, dass die Leute sich nun, aufgrund von Hilflosigkeit, auf seine Seite begeben und keinen anderen Weg mehr gehen können, festigt sich das Machtgefühl und sein Wille mehr und mehr. Auch der Speicherbrandprozess verläuft nach den Plänen und den Willen von Uis Leuten. Beispielsweise zeigt sich an manchen Stellen, dass der Richter oft mehr Verständnis für die Seite von Uis Leuten zeigt: &#039;&#039;„Herrn Giris Empörung ist dem Gericht sehr verständlich“&#039;&#039; (Szene 9, S. 77). Auch bei Verkündigung des Urteils scheint der Richter von den Leuten Uis beeinflusst zu sein, denn keinerlei Beweise, die für die Schuld des Angeklagten sprechen, konnten bestätigt werden. Dennoch fällt der Richter das Urteil, den Angeklagten für schuldig zu erklären. Auch hierbei bestätigt sich für Ui, dass er scheinbar an immer mehr Kontrolle über das Geschehen und die Menschen in Chicago gelangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Szene 10-12: Uis Ausübung der Macht [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LiSNSG|LiSNSG]]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den Szenen 10 bis 12 zeigt sich die Ausübung der Macht von Arturo Ui.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn der 10. Szene, auf Seite 78 schreibt Dogsborough sein Testament, in dem er Ui und seine Leute erheblich belastet; er gesteht sein eigenes Mitwissen über diese Taten und seine eigene Korruptheit („Ich… aus Gier nach Reichtum und aus Angst…“). Hier wäre Macht/Widerstand gegen Ui von Dogsborough aus noch möglich gewesen. Aber in der fort folgenden Szene, auf S. 79 f, wird von den Leuten des Uis dafür gesorgt, dass dieser Fall nie eintreten wird. Denn Givola verfasst ein zweites Testament im Namen Dogsboroughs, in dem er Ui als Nachfolger benennt. Dort fällt auf das Arturo Ui seine Macht extrem ausübt denn er nutzt die Fälschung von Dokumenten zum eigenen Vorteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso in dieser Szene, auf S. 80, wird seine Sorge bzw. Vorsicht um seine Macht deutlich. Dies lässt sich an folgenden Zitat belegen: „Was ist mit Giri? Ich trau ihm nicht.“, daran wird deutlich, dass er sich sicher sein und er nicht möchte, dass ihm bzw. seinem Aufstieg irgendwas in die Quere kommt. Wie er aktiv seine Macht ausübt lässt sich mit folgenden Zitaten, auf S. 83 und S. 85 belegen: „Der Brand war ein Erfolg! Die Läden zahlen. Dreißig Prozent für etwas Schutz. In weniger als einer Woche wurde ein ganzer Stadtteil auf Knie gezwungen. Keine Hand erhebt sich mehr gegen uns. Und ich hab weitere und größre Pläne.“ + „Ging ich heran an diese Stadt und hab Sie auf die Knie gezwungen.“ Er übt aber nicht nur die Macht aus, sondern nutzt er sie ebenso aus, wie es sich auf Seite 85 erkennen lässt: „Und ich sag, was verdient wird; denn Verdienen kommt nach dem Dienen!“ Aber die Macht die er hat und die er ausübt, die sind ihm bei weitem nicht genug für ihn, denn er möchte seine Macht ausweiten bzw. möchte er immer mehr an Macht, dies lässt sich auf an dem Zitat auf S. 86 erkennen: „Wir sind durch mit Chicago. Ich will mehr haben.“ Ihm reicht seine Macht nicht mehr und will immer mehr“. Auch stellt er in seiner Machtposition dar, dass es sich nicht lohnt, sich gegen ihn aufzulehnen, denn er wird immer Mächtiger sein. Das lässt sich auch in Szene 12, auf Seite 97, beweisen: „Widerstand ist zwecklos. Ich werd euch lehren, gegen mich aufzumucken!“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Szene 13-17: Uis Ausweitung der Macht [JaHNSG]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Szenen 13 bis 17 stellen die Ausweitung von Uis Macht dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ui versucht, die Freundschaft und das Vertrauen der beiden Dulfeets mit Worten wie: „Ich zieh mitunter auch die Reichen an.“ (S. 105) und &amp;quot;Gewalt verabscheut keiner mehr als ich&amp;quot; zu erlangen. Dadurch möchte er sich selbst in ein gutes Licht stellen und seinen positiven Einfluss auf Menschen zeigen. Nach dem Tod Dulfeets will Arturo Ui Betty Dullfeet für sich gewinnen, um so an noch mehr Macht zu gelangen. Da sich Betty und ihr verstorbener Mann jedoch für die Freiheit Ciceros aussprechen und somit auch gegen Uis Lust nach Macht und Gewalt, versucht dieser Betty durch „Mein Plan ist eisern! Schutz für Cicero.“ (S. 114) zu manipulieren und dadurch seinen eigentlichen Plan zu verbergen. Um Cicero nun unter seine Macht zu ziehen, behauptet Arturo Ui bei der Volksversammlung: „Sein (Dogsboroughs) Testament liegt jedermann zur Einsicht vor“ (S. 120). Dieses hatte Ui aber in Szene 11 fälschen lassen,  damit es so aussieht, als ob Dogsborough ihn zu seinem Nachfolger ernannt hat, um so das Vertrauen des Volkes zu erlangen. Ein weiterer Schachzug um seine Macht auszuweiten ist, dass alle Bewohner dazu gezwungen werden, bei der Versammlung für Ui zu stimmen (vgl. S. 121), denn Gegner werden sofort erschossen. Das zeigt deutlich, dass Arturo Ui zu allem bereit ist, um seine Gegner aus dem Weg zu schaffen, da diese sonst eine große Gefahr für seine Machtausweitung darstellen würden. Der Zwang und die Gewaltanwendung erinnern sehr stark an eine Diktatur.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fazit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Was nicht gezeigt wird….======&lt;br /&gt;
ein Szenenüberblick &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Figurencharakterisierungen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Clark======&lt;br /&gt;
Clark ist gemeinsam mit Flake, Caruther, Butcher und Mulberry einer der Bosse des Karfioltrusts. Auch sein Geschäft ist derzeitig von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise betroffen, weshalb er anfangs ebenfalls auf die Anleihe Dogsboroughs angewiesen ist. Doch auch obwohl er sein Geschäft versucht zu retten, ist er zunächst dagegen, den Dogsborough um eine Anleihe zu bitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Mal trifft Clark auf Ui, als er sich gemeinsam mit den anderen Teilhabern des Karfioltrusts im Stadthaus befindet. Gerade hatten sie erfahren, dass Sheet getötet wurde. Als Ui seinen Tod als Selbstmord bezeichnet, scheint Clark schon skeptisch zu reagieren: „Der Sheet ist tot. Hast du ́s denn nicht gehört?“ (Szene 6, S.49), „Ach, sie sprachen nicht mit Sheet?“. Er scheint zu vermuten, dass Arturo Ui die Schuld an Sheets Tod trägt. Im Landhaus zeigt sich zusätzlich, dass Clark sich bei der Untersuchung gegen Dogsborough auf seine seite richtet und somit gegen Uis. Als Ui Dogsborough aufgrund beschuldigt, nimmt Clark ich in Schutz: „Man wirft hier einem unbescholtenen Mann Bestechung vor!“ (Szene 6, S. 52).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei dem Gespräch mit Frau Dullfeet richtet sich Clark gegen Ui. Er betont hier wiederum, dass bei allen bisherigen Verbechen Ui oder seine Leute mit beteiligt werden. Dabei zeigt er auch Verständnis gegenüber Frau Dullfeet, als sie erzählt, dass ihr Ehemann weiterhin gegen Roma kämpfen wird (vgl. Szene 11, S. 93) .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt scheint Clark als ein seriöser und kluger Geschäftsmann. Im Verlaufe des Dramas lässt sich vermuten, dass Clark den Plänen Uis Stück für Stück auf die Schliche kommt, weshalb er bereits bei dem ersten Aufeinandertreffen mit Arturo Ui zu zweifeln scheint. Dennoch kann er sich ihm nicht entgegensetzen. Somit besteht sein weiteres Schicksal darin, Arturo Ui zu „gehorchen“ , da dieser immer mächtiger wird,  weshalb es für Clark und die anderen Geschäftsleute vom Karfioltrust  um so schwieriger wird aus Uis Hand zu gelangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clark trifft insofern Mitschuld an Arturo Uis Machtaufstieg, indem er die Pläne Uis erahnen konnte, jedoch keinen Widerstand leistete. Stattdessen handelte er zum Vorteil seiner wirtschaftlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:JoBENSG]] , [[Benutzer:MeDNSG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Sheet======&lt;br /&gt;
Sheet ist eine Nebenfigur und ist am Anfang des Stücks im Besitz einer Reederei. In der 2. Szene wird er von Flake überredet diese billig zu verkaufen (vgl.S.20). Während sie über den Verkauf verhandeln laufen Ui und seine Gangster an ihnen vorbei (vgl.S.18). Diese Begegnung war die einzige von Sheet und Ui. Er tritt nur noch in Szene 6 auf in der er tot in einem Hotel aufgefunden wurde (vgl.S.45). Es wird von einigen Personen vermutet er habe sich selbst umgebracht (vgl.S.92), andere glauben er wurde ermordet. Später beschuldigt Dogsborough die Gangster in seinem Testament Sheet ermordet zu haben (vgl.S.79). Sheet hinterlässt eine Frau (vgl.S.18) und wurde als schweigsamer (vgl.S.45), aber ehrlicher Geschäftsmann beschrieben (vgl.S.50).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Benutzer:  [[Benutzer:AmKöNSG|AmKöNSG]]  [[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]  [[Benutzer:MaBNSG|MaBNSG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sheet hat seine Reederei Zugunsten von Ui an Uis Leute verkauft, jedoch wusste er zu diesem Zeitpunkt nicht, dass er mit diesem Verkauf Arturo Ui unterstützt. Im weiteren Verlauf wird Sheet von Uis Leuten ermordet, dies trägt dazu bei, dass die Mehrheit der Leute eingeschüchtert wird und sich nicht mehr traut sich gegen Ui aufzulehnen. &#039;&#039;&#039;Auf Grund des Verkaufs der Reederei, hat Sheet indirekt Schuld daran, dass Uis Plan der Machtergreifung beginnen konnte.&#039;&#039;&#039; ([[Benutzer:LiSNSG|LiSNSG]] und [[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
======Bowl======&lt;br /&gt;
Die Figur Bowl in dem Stück Arturo Ui, ist eine männliche Rolle. Er ist verheiratet mit eine Frau und sie haben gemeinsam eine sechsjährige Tochter (vgl. Szene 8, S.66). Bowl arbeitete für Sheet, als der Prokurist im Karfioltrust, bis dieser von Dogsborough gefeuert wurde. ,, Der Dogsborough hat mich gefeuert.‘‘ (Szene 4, S.31)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Szene 4 ab der Seite 30 tritt die Figur das erste Mal auf, Giri, einer von Uis Leuten, bringt ihn mit zu Roma und Ui. Sie beginnen ein Gespräch und Bowl berichtet ihnen über seinen Rauswurf, von Dogsborough aus der Reederei. Dabei erzählt er Ui und seinen Leuten, dass Dogsborough die Reederei seit Anfang September besitzt (vgl. Szene 4, S.31). Durch Bowl erfahren sie nun, dass Butcher vom Kafioltrust, Dogsborough die Reederei von Sheet verkaufte. ,,Bowl war dabei als Butcher vom Karfioltrust selbst dem alten die Aktienmehrheit überstellte.‘‘ (Szene 4, S.31). Daraufhin ist Roma und vor allem Ui verblüfft, die diese Informationen über den Dogsborough und seine krummen Geschäfte, in dieser Szene das erste mal erfahren. ,,Das ist korrupt! Bei Gott! Der Dogsborough hat Dreck am Stecken!‘‘ (Szene 4, S.32) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ui und seine Leute sind Bowl für diese Informationen sehr dankbar, Ui er ahnt nun was ihn machtvolles bevorsteht ,,Jetzt rieche ich Geschäfte!‘‘ (Szene 4,S. 33). Mit dieser Aussagen hat er auch Recht, wie man es auch im späteren Verlauf erfährt, nutzt er diese Informationen von Bowl, über die Zusammenarbeit des Dogsboroughs und dem Karfioltrust und verwendet sie gegen Dogsborough und zu seinem Vorteil. ,, Von ihnen als einem Verbrecher! […] Ich werde Sie bloßstellen! Die Beweise habe ich! […] Sheets Reederei sind Sie!‘‘ (Szene 5, S.40) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Giri spricht am Ende der Szene, Bowl, seinen Dank aus und nachdem dieser seiner erwartende Belohnung anspricht, erwidert Giri, ihm diese auf jeden Fall noch zu geben (Vgl. Szene 4, S. 33).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Gespräch, erkennt man Bowls Stimmung, die durch die öfteren Verwendung von Kraftausdrücken, sehr verärgert und aufgebracht wirkt ,, […] Bis dieser Hund….‘‘ (Szene 4, S. 31). ,,[…] Hund!‘‘ (Szene 4, S.32). Doch diese Kraftausdrücke, widmet er Dogsborough, aus einem aber angemessenen Grund, seiner Feuerung. Demnach wirkt er in Gegenwart zu Ui, sehr gereizt zu diesem Thema, dennoch nicht direkt zu Ui. Er beklagt und beschwert sich über Dogsborough und sieht somit nicht Ui sondern Dogsborough als Feid, und vertraut demnach alles was er weiß, Ui und seinen Leuten an. Auch Ui verhält sich äußerst neutral zu Bowl, kurz hinterfragt er seine Aussagen, doch nicht lange (vgl. Szene 4, S. 32), er ist begeistert von den Neuigkeiten und freut sich. Seinen Dank spricht er persönlich nicht aus, doch man merkt es ihm an (vgl. Szene 4, S.33).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Stückes erfährt man jedoch, dass Bowl, der unmittelbar als Zeuge gegen Dogsborough aussagen wollte, von Ui ermordet wird, da er sonst seinen ,,Plan‘‘ gefährdet hätte (vgl. Szene 6. S. 52ff.). [[Benutzer:PaWNSG]] [[Benutzer:DuSNSG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit: Bowl ist sauer und frustriert wegen Dogsborouh, da er ihn gefeuert hat und berichtet Ui aus diesem Grund über Dogsboroughs krummen Geschäfte. Damit verhilft er Ui bei seinem Machtaufstieg, weil dieser durch die Informationen über Dogsboroughs Korruption etwas in der Hand hat und damit Geschäfte machen kann. Bowl trägt also eine Mitschuld bei Uis Machtausbreitung, da er eine entscheidende interne Information preisgibt, die Dogsborough angreifbar macht. Ui sichert sich dabei vor der Polizei und der Justiz ab und beginnt seine Macht auf die Grünzeughändler auszuweiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:LuJNSG]]  [[Benutzer:FabNNSG]] [[Benutzer:SaBNSG]]&lt;br /&gt;
======Hook======&lt;br /&gt;
Hook ist ein Gemüsehändler, dieser steht mit Arturo Ui und seinen Leuten in Verbindung, da Ui die Macht bzw. die Gewalt über den Handel haben möchte und Hook selber ein Händler ist. Arturo Ui möchte unbedingt ein Handel mit den Gemüsehändlern haben und trifft sich deshalb immer wieder mit ihnen, um sein Ziel zu erreichen.                                                                               Später bietet Arturo Ui dem Karfioltrust seine Schutz an, verlangt dafür aber 30% des Gewinnumsatzes. Hook kritisierte (daraufhin) Arturo Ui bzw. sein Vorschlag und kurze Zeit darauf brennt sein Speicher. Dieser Speicherbrand wurde von den Leuten des Arturo Ui verursacht. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LiSNSG|LiSNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den &#039;&#039;&#039;Speicherbrand&#039;&#039;&#039; werden Uis Kritiker eingeschüchtert, weshalb Ui seine Macht ungehindert ausüben und ausweiten kann. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]] [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AmKöNSG|AmKöNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======O‘Casey======&lt;br /&gt;
Die Figur O´Casey ist der Leiter der Untersuchungen gegen Dogsborough. Er steht als Kritiker und Gegner Ui´s dar und tritt nur einmal im Stück auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Aufgabe ist es, Dogsboroughs Korruption aufzudecken und nachzuweisen, dass der von der Stadt Chicago ausgegebene Kredit zu falschen Zwecken angewandt worden und somit verschwunden ist. Er verfolgt die Frage, welche Rolle Sheets Reederei spielt. „Wer ist die Reederei ?“ ( S. 46 Szene 6). Bei dieser Verhandlung gerät O`Casey in Kontakt mit Ui und seinen Leuten, da diese Dogsborough, den Angeklagten schützen. Dieser wird geschützt, da er Ui immer weiter zu mehr Macht verhelfen kann. Die Zeugen, die Dogsboroughs Korruption aufdecken und die Angelegenheit aufklären könnten, wurden von Uis Leuten ermordet (vgl. S. 53 Szene 6). Da diese Tat nicht nachweisbar ist, befindet sich O`Casey als Ermittler in einer vergehenden Rolle. Dies lässt sich daran belegen, dass Doughsborough das Gerichtsverfahren gewinnt „Meinen Glückwunsch, Dogsborough!“ ( S.53 Szene 6).Da gegen das Beherrschen des Gerichtsverfahrens und die Macht von Ui und seinen Leuten keine weitere Chance für O`Casey besteht, werden er und seine Rolle im Verlaufe des Stückes nutzlos und unbedeutend (vgl S.53 Szene 6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:LuJNSG]] [[Benutzer:SaBNSG]] [[Benutzer:FabNNSG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
======Ignatius Dullfeet======&lt;br /&gt;
Ignatius Dullfeet ist ein Geschäftsmann aus Cicero, mit dem Arturo Ui zusammen arbeiten möchte. Er ist verheiratet mit seiner Frau Betty Dullfeet. Da er ein erfolgreicher Geschäftsmann in Cicero ist, kommt er in Kontakt mit Arturo Ui und seinen Leuten Giri und Givola. Ui möchte das Grünzeuggeschäft von Cicero übernehmen und bietet Dullfeet Schutz für seine Geschäfte an (vgl. S.101 Z. 15). Gegenüber Ui und seinen Leuten reagiert Dullfeet misstrauisch, da er Verdacht schöpft, dass sie etwas gewaltsames planen (vgl. S.99 Z.1ff.,S.100 Z.12,17, S.101 Z.6). Aus diesem Grund lehnt er das Angebot von Ui ab. Da diese Ablehnung Ui nicht gepasst hat, lässt er Dullfeet ermorden und versucht dann seine Witwe Betty Dullfeet für sich zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benutzer: [[Benutzer:NiPNSG|NiPNSG]]  [[Benutzer:AkDiNSG|AkDiNSG]]  [[Benutzer:LeoBNSG|LeoBNSG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Betty Dullfeet======&lt;br /&gt;
Betty Dullfeet ist die Frau von Ignatius Dullfeet, welcher in Cicero sehr mächtig ist. Als sie das erste Mal auf Ui trifft, ist sie von der Richtigkeit seiner Handlungen überzeugt. Sie spricht sich dafür aus, dass Ui in keiner Weise für den Tod von Sheet schuldig ist, sondern sieht die Schuld bei Roma (vgl. S. 95). Sie kritisiert Ui zu diesem Zeitpunkt nur hinsichtlich seiner Freundschaft mit Roma. Das nächste Mal begegnet Betty Dullfeet Ui, als dieser sie und ihren Mann im Blumenladen Givolas antrifft. Zu Beginn dieser Szene vertraut Betty immer noch auf das Gute in Ui (vgl. S.103), während ihr Mann hingegen schon starke Bedenken hat und davon spricht sich gegen Ui zu stellen. Jedoch merkt man, dass Betty ihrem Mann beisteht (vgl. S. 106) und dass sie keine Gewalt möchte (vgl. S. 107). Auch hier zeigt sich, dass sie in Ui keinen Feind sieht, sondern eher ein Freund und Verbündeten (vgl. S. 109). Betty bekommt gar nicht mit, dass während sie sich mit Ui unterhält, ihr Mann hintergangen wird und schon fast sein Todesurteil gefällt wird. Als Nächstes trifft Betty Ui auf der Beerdigung ihres Mannes. Hier scheint sie zum ersten Mal begriffen zu haben, dass Ui kein guter Mensch ist und sie weiß, dass er ihren Mann umgebracht hat (vgl.S. 114). Betty ist wütend und empört wegen Uis Taten (vgl. S.114ff). Sie spricht sich gegen ihn aus und kündigt an ihm niemals zur Seite zu stehen (vgl. S.118). Während Betty mit Ui spricht, leidet sie sehr unter dem Tod ihres Mannes (vgl. S. 117). Das letzte Mal trifft Betty auf Ui, als dieser die Gemüsehändler in Cicero mit einer Ansprache überreden will ihm zu vertrauen. Sie dient hierbei als eine Art Zeugin, die ihre Erfahrungen mit Ui schildert. Es wird deutlich, dass seit ihrem letzten Auftritt sich etwas geändert haben muss, denn sie unterstützt Ui jetzt und wehrt sich nicht mehr gegen ihn.([[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Dramenanalysen/B.Brecht:_Der_aufhaltsame_Aufstieg_des_Arturo_Ui&amp;diff=60648</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/B.Brecht: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui</title>
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		<updated>2022-02-08T21:20:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===Wer war Bertolt Brecht? Annäherung an den Autor===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lebensdaten=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lebenslauf=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Intention=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Werk=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie lebte und arbeitete der Schriftsteller im Exil? Hintergründe zum &#039;&#039;Arturo U&#039;&#039;===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die politische Situation in Deutschland und im Exil=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Brechts Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Das epische Theater=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&#039;&#039;Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui&#039;&#039;: Das Werk===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Inhalt=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Der Prolog - Der Zusammenhang zwischen Gangsterstück und Nazihandlung&#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.&amp;lt;ref&amp;gt;B. Brecht: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui. 1. Auflage. Edition Suhrkamp, 1965, S. 124.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Zeilen&lt;br /&gt;
!Inhalt&lt;br /&gt;
!Funktion /Erwartungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1-14&lt;br /&gt;
|• Im ersten Teil kündigt der „Ansager&lt;br /&gt;
“eine große historische&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gangsterschau&amp;quot; (Z. 4) an; daraufhin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird die Handlung vorgestellt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Versicherung, es handle sich um die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• das Dockshilfeskandal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Dogsboroughs Geständnis;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Uis Aufstieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Speicherbrandprozess,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Mord an Dullfeet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Zustand der Justiz,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ermordung Romas,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eroberung von Cicero&lt;br /&gt;
|• Erwartet wird dass das&lt;br /&gt;
Publikum sich für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gangstergeschichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
interessiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15-46&lt;br /&gt;
|• Vorstellung der Figuren des Stücks&lt;br /&gt;
• Charakterisierung der Figuren, teilweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
negativ dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Erklärung der Existenz der Gangster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Die Gangster gibt es als Züchtigung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Himmels für das Böse Z.41&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Der „Ansager“ schlüpft in die Rolle des&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Priesters&lt;br /&gt;
|• Durch die negativen&lt;br /&gt;
Aussagen des&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ansagers über die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figuren wird dieser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bereits am Anfang in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seiner Wahrnehmung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Die Welt die hier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dargestellt wird soll&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohl gleich wie die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
reale Welt sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„unserer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gangsterwelt“ Z.16)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|47-60&lt;br /&gt;
|• Erwähnung von Figuren aus der&lt;br /&gt;
Geschichte, die Stellvertreten für das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böse sind (Richard III).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Behauptung die Gangstergeschichte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
werde „im Großen Stil“ und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wahrheitsgetreu dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Da es aber eine Gangstergeschichte sei,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kenne sie schon jeder&lt;br /&gt;
|• Metapher : Richard III&lt;br /&gt;
steht als Synonym für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das böse dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Einstellung des&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Publikums auf eine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genre&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der parabelhafte Zusammenhang zwischen dem vorgestellten Gangsterstück und der eigentlich gemeinten Nazihandlung wird im Prolog durch zahlreiche Anspielungen hergestellt: figürliche (Giri, Givola), historische (Baisse, Wirtschaftskrise), politische (Richard III.).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Der Weg zur Macht: Eine Handlungsübersicht&#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Szene 1 - 6:&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Arturos Weg zur Macht [FabNNSG]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Szenen 1 bis 6 wird der Weg von Ui zur Macht deutlich. Dies erkennt man an folgenden Stellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ui verspricht dem Trust, den Umsatz zu verdoppeln (S.12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor er seinen Plan, sich in das Karfiolgeschäft einzumischen umsetzten kann, braucht er erstmal Rückendeckung von wichtigen Personen. „Erst brauch ich selber Schutz. Vor Polizei und Richter muss ich erst geschützt sein, eh ich andre schützen kann. `s geht nur von oben“ (S.27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er nutzt Chancen, die er bekommt, und versucht daraus zu profitieren. So auch als er erfährt, dass Dogsborough krumme Geschäfte macht. „Jetzt riech ich Geschäfte“ (S.33).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schildert Dogsborough seinen Plan: „Ich bin entschlossen, ihn zu schützen. Gegen jeden Übergriff. Wenn´s sein muss, mit Gewalt.“ (S.38). Dabei soll Dogsborough ihn schützen, weil Ui sonst keine Chance hat. „Wenn sie mich nicht retten, bin ich aus“ (S.39). Als Dogsborough dies nicht will, erpresst Ui ihn mit seinem Wissen über die Reederei: „Ich werd Sie bloßstellen! Die Beweise hab ich!“ (S.40).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Untersuchungsprozess deckt Ui Dogsborough, indem er Zeugen ermorden lässt und die Schuld auf andere schiebt. Ui wird als Verteidiger für Dogsborough eingestellt (Szene 6). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Szene 7-9:&#039;&#039;&#039;  &#039;&#039;&#039;Uis Erprobung und Festigung der Macht [MeDNSG]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Szene 7 zeigt sich, dass Ui auch anhand seines Auftretens und Redens an Aufmerksamkeit und Ansehen gelangen will, letztlich seine potenzielle Macht erproben  will: &#039;&#039;„Und da es unvermeidlich sein wird, bei dem oder jenem Anlass ein paar Worte zu äußern, … wenn‘ s einmal politisch wird, will ich Stunden nehmen&#039;&#039;“ (S. 54).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Wenn ich stehe, wünsche ich, dass man nicht auf zwei Leute hinter mir, sondern auf mich schaut.“&#039;&#039; (Szene 7, S. 56). Er probt das Gehen, Stehen, Sitzen und das Reden. Kurz darauf übt er das Reden aus. Auf einer Versammlung von Gemüsehändlern spricht er zu diesen. Im Laufe seiner Rede erprobt Ui, wie sehr und auf welche Art und Weise er die Gemüsehändler beeinflussen kann. Da seine Worte vorerst nicht ausreichten, greift Arturo Ui zu gewalttätigen Vergehen, wie dem plötzlichen Speicherbrand. Er bemerkt, dass er die Leute in eine aussichtslose Lage bringen muss, damit diese auf ihn zurückkommen. In den Momenten, in denen Arturo Ui bemerkt, dass die Leute sich nun, aufgrund von Hilflosigkeit, auf seine Seite begeben und keinen anderen Weg mehr gehen können, festigt sich das Machtgefühl und sein Wille mehr und mehr. Auch der Speicherbrandprozess verläuft nach den Plänen und den Willen von Uis Leuten. Beispielsweise zeigt sich an manchen Stellen, dass der Richter oft mehr Verständnis für die Seite von Uis Leuten zeigt: &#039;&#039;„Herrn Giris Empörung ist dem Gericht sehr verständlich“&#039;&#039; (Szene 9, S. 77). Auch bei Verkündigung des Urteils scheint der Richter von den Leuten Uis beeinflusst zu sein, denn keinerlei Beweise, die für die Schuld des Angeklagten sprechen, konnten bestätigt werden. Dennoch fällt der Richter das Urteil, den Angeklagten für schuldig zu erklären. Auch hierbei bestätigt sich für Ui, dass er scheinbar an immer mehr Kontrolle über das Geschehen und die Menschen in Chicago gelangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Szene 10-12: Uis Ausübung der Macht [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LiSNSG|LiSNSG]]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den Szenen 10 bis 12 zeigt sich die Ausübung der Macht von Arturo Ui.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn der 10. Szene, auf Seite 78 schreibt Dogsborough sein Testament, in dem er Ui und seine Leute erheblich belastet; er gesteht sein eigenes Mitwissen über diese Taten und seine eigene Korruptheit („Ich… aus Gier nach Reichtum und aus Angst…“). Hier wäre Macht/Widerstand gegen Ui von Dogsborough aus noch möglich gewesen. Aber in der fort folgenden Szene, auf S. 79 f, wird von den Leuten des Uis dafür gesorgt, dass dieser Fall nie eintreten wird. Denn Givola verfasst ein zweites Testament im Namen Dogsboroughs, in dem er Ui als Nachfolger benennt. Dort fällt auf das Arturo Ui seine Macht extrem ausübt denn er nutzt die Fälschung von Dokumenten zum eigenen Vorteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso in dieser Szene, auf S. 80, wird seine Sorge bzw. Vorsicht um seine Macht deutlich. Dies lässt sich an folgenden Zitat belegen: „Was ist mit Giri? Ich trau ihm nicht.“, daran wird deutlich, dass er sich sicher sein und er nicht möchte, dass ihm bzw. seinem Aufstieg irgendwas in die Quere kommt. Wie er aktiv seine Macht ausübt lässt sich mit folgenden Zitaten, auf S. 83 und S. 85 belegen: „Der Brand war ein Erfolg! Die Läden zahlen. Dreißig Prozent für etwas Schutz. In weniger als einer Woche wurde ein ganzer Stadtteil auf Knie gezwungen. Keine Hand erhebt sich mehr gegen uns. Und ich hab weitere und größre Pläne.“ + „Ging ich heran an diese Stadt und hab Sie auf die Knie gezwungen.“ Er übt aber nicht nur die Macht aus, sondern nutzt er sie ebenso aus, wie es sich auf Seite 85 erkennen lässt: „Und ich sag, was verdient wird; denn Verdienen kommt nach dem Dienen!“ Aber die Macht die er hat und die er ausübt, die sind ihm bei weitem nicht genug für ihn, denn er möchte seine Macht ausweiten bzw. möchte er immer mehr an Macht, dies lässt sich auf an dem Zitat auf S. 86 erkennen: „Wir sind durch mit Chicago. Ich will mehr haben.“ Ihm reicht seine Macht nicht mehr und will immer mehr“. Auch stellt er in seiner Machtposition dar, dass es sich nicht lohnt, sich gegen ihn aufzulehnen, denn er wird immer Mächtiger sein. Das lässt sich auch in Szene 12, auf Seite 97, beweisen: „Widerstand ist zwecklos. Ich werd euch lehren, gegen mich aufzumucken!“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Szene 13-17: Uis Ausweitung der Macht [JaHNSG]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Szenen 13 bis 17 stellen die Ausweitung von Uis Macht dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ui versucht, die Freundschaft und das Vertrauen der beiden Dulfeets mit Worten wie: „Ich zieh mitunter auch die Reichen an.“ (S. 105) und &amp;quot;Gewalt verabscheut keiner mehr als ich&amp;quot; zu erlangen. Dadurch möchte er sich selbst in ein gutes Licht stellen und seinen positiven Einfluss auf Menschen zeigen. Nach dem Tod Dulfeets will Arturo Ui Betty Dullfeet für sich gewinnen, um so an noch mehr Macht zu gelangen. Da sich Betty und ihr verstorbener Mann jedoch für die Freiheit Ciceros aussprechen und somit auch gegen Uis Lust nach Macht und Gewalt, versucht dieser Betty durch „Mein Plan ist eisern! Schutz für Cicero.“ (S. 114) zu manipulieren und dadurch seinen eigentlichen Plan zu verbergen. Um Cicero nun unter seine Macht zu ziehen, behauptet Arturo Ui bei der Volksversammlung: „Sein (Dogsboroughs) Testament liegt jedermann zur Einsicht vor“ (S. 120). Dieses hatte Ui aber in Szene 11 fälschen lassen,  damit es so aussieht, als ob Dogsborough ihn zu seinem Nachfolger ernannt hat, um so das Vertrauen des Volkes zu erlangen. Ein weiterer Schachzug um seine Macht auszuweiten ist, dass alle Bewohner dazu gezwungen werden, bei der Versammlung für Ui zu stimmen (vgl. S. 121), denn Gegner werden sofort erschossen. Das zeigt deutlich, dass Arturo Ui zu allem bereit ist, um seine Gegner aus dem Weg zu schaffen, da diese sonst eine große Gefahr für seine Machtausweitung darstellen würden. Der Zwang und die Gewaltanwendung erinnern sehr stark an eine Diktatur.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fazit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Was nicht gezeigt wird….======&lt;br /&gt;
ein Szenenüberblick &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Figurencharakterisierungen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Clark======&lt;br /&gt;
Clark ist gemeinsam mit Flake, Caruther, Butcher und Mulberry einer der Bosse des Karfioltrusts. Auch sein Geschäft ist derzeitig von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise betroffen, weshalb er anfangs ebenfalls auf die Anleihe Dogsboroughs angewiesen ist. Doch auch obwohl er sein Geschäft versucht zu retten, ist er zunächst dagegen, den Dogsborough um eine Anleihe zu bitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Mal trifft Clark auf Ui, als er sich gemeinsam mit den anderen Teilhabern des Karfioltrusts im Stadthaus befindet. Gerade hatten sie erfahren, dass Sheet getötet wurde. Als Ui seinen Tod als Selbstmord bezeichnet, scheint Clark schon skeptisch zu reagieren: „Der Sheet ist tot. Hast du ́s denn nicht gehört?“ (Szene 6, S.49), „Ach, sie sprachen nicht mit Sheet?“. Er scheint zu vermuten, dass Arturo Ui die Schuld an Sheets Tod trägt. Im Landhaus zeigt sich zusätzlich, dass Clark sich bei der Untersuchung gegen Dogsborough auf seine seite richtet und somit gegen Uis. Als Ui Dogsborough aufgrund beschuldigt, nimmt Clark ich in Schutz: „Man wirft hier einem unbescholtenen Mann Bestechung vor!“ (Szene 6, S. 52).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei dem Gespräch mit Frau Dullfeet richtet sich Clark gegen Ui. Er betont hier wiederum, dass bei allen bisherigen Verbechen Ui oder seine Leute mit beteiligt werden. Dabei zeigt er auch Verständnis gegenüber Frau Dullfeet, als sie erzählt, dass ihr Ehemann weiterhin gegen Roma kämpfen wird (vgl. Szene 11, S. 93) .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt scheint Clark als ein seriöser und kluger Geschäftsmann. Im Verlaufe des Dramas lässt sich vermuten, dass Clark den Plänen Uis Stück für Stück auf die Schliche kommt, weshalb er bereits bei dem ersten Aufeinandertreffen mit Arturo Ui zu zweifeln scheint. Dennoch kann er sich ihm nicht entgegensetzen. Somit besteht sein weiteres Schicksal darin, Arturo Ui zu „gehorchen“ , da dieser immer mächtiger wird,  weshalb es für Clark und die anderen Geschäftsleute vom Karfioltrust  um so schwieriger wird aus Uis Hand zu gelangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clark trifft insofern Mitschuld an Arturo Uis Machtaufstieg, indem er die Pläne Uis erahnen konnte, jedoch keinen Widerstand leistete. Stattdessen handelte er zum Vorteil seiner wirtschaftlichen Interessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:JoBENSG]] , [[Benutzer:MeDNSG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Sheet======&lt;br /&gt;
Sheet ist eine Nebenfigur und ist am Anfang des Stücks im Besitz einer Reederei. In der 2. Szene wird er von Flake überredet diese billig zu verkaufen (vgl.S.20). Während sie über den Verkauf verhandeln laufen Ui und seine Gangster an ihnen vorbei (vgl.S.18). Diese Begegnung war die einzige von Sheet und Ui. Er tritt nur noch in Szene 6 auf in der er tot in einem Hotel aufgefunden wurde (vgl.S.45). Es wird von einigen Personen vermutet er habe sich selbst umgebracht (vgl.S.92), andere glauben er wurde ermordet. Später beschuldigt Dogsborough die Gangster in seinem Testament Sheet ermordet zu haben (vgl.S.79). Sheet hinterlässt eine Frau (vgl.S.18) und wurde als schweigsamer (vgl.S.45), aber ehrlicher Geschäftsmann beschrieben (vgl.S.50).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Benutzer:  [[Benutzer:AmKöNSG|AmKöNSG]]  [[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]  [[Benutzer:MaBNSG|MaBNSG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sheet hat seine Reederei Zugunsten von Ui an Uis Leute verkauft, jedoch wusste er zu diesem Zeitpunkt nicht, dass er mit diesem Verkauf Arturo Ui unterstützt. Im weiteren Verlauf wird Sheet von Uis Leuten ermordet, dies trägt dazu bei, dass die Mehrheit der Leute eingeschüchtert wird und sich nicht mehr traut sich gegen Ui aufzulehnen. &#039;&#039;&#039;Auf Grund des Verkaufs der Reederei, hat Sheet indirekt Schuld daran, dass Uis Plan der Machtergreifung beginnen konnte.&#039;&#039;&#039; ([[Benutzer:LiSNSG|LiSNSG]] und [[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
======Bowl======&lt;br /&gt;
Die Figur Bowl in dem Stück Arturo Ui, ist eine männliche Rolle. Er ist verheiratet mit eine Frau und sie haben gemeinsam eine sechsjährige Tochter (vgl. Szene 8, S.66). Bowl arbeitete für Sheet, als der Prokurist im Karfioltrust, bis dieser von Dogsborough gefeuert wurde. ,, Der Dogsborough hat mich gefeuert.‘‘ (Szene 4, S.31)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Szene 4 ab der Seite 30 tritt die Figur das erste Mal auf, Giri, einer von Uis Leuten, bringt ihn mit zu Roma und Ui. Sie beginnen ein Gespräch und Bowl berichtet ihnen über seinen Rauswurf, von Dogsborough aus der Reederei. Dabei erzählt er Ui und seinen Leuten, dass Dogsborough die Reederei seit Anfang September besitzt (vgl. Szene 4, S.31). Durch Bowl erfahren sie nun, dass Butcher vom Kafioltrust, Dogsborough die Reederei von Sheet verkaufte. ,,Bowl war dabei als Butcher vom Karfioltrust selbst dem alten die Aktienmehrheit überstellte.‘‘ (Szene 4, S.31). Daraufhin ist Roma und vor allem Ui verblüfft, die diese Informationen über den Dogsborough und seine krummen Geschäfte, in dieser Szene das erste mal erfahren. ,,Das ist korrupt! Bei Gott! Der Dogsborough hat Dreck am Stecken!‘‘ (Szene 4, S.32) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ui und seine Leute sind Bowl für diese Informationen sehr dankbar, Ui er ahnt nun was ihn machtvolles bevorsteht ,,Jetzt rieche ich Geschäfte!‘‘ (Szene 4,S. 33). Mit dieser Aussagen hat er auch Recht, wie man es auch im späteren Verlauf erfährt, nutzt er diese Informationen von Bowl, über die Zusammenarbeit des Dogsboroughs und dem Karfioltrust und verwendet sie gegen Dogsborough und zu seinem Vorteil. ,, Von ihnen als einem Verbrecher! […] Ich werde Sie bloßstellen! Die Beweise habe ich! […] Sheets Reederei sind Sie!‘‘ (Szene 5, S.40) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Giri spricht am Ende der Szene, Bowl, seinen Dank aus und nachdem dieser seiner erwartende Belohnung anspricht, erwidert Giri, ihm diese auf jeden Fall noch zu geben (Vgl. Szene 4, S. 33).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Gespräch, erkennt man Bowls Stimmung, die durch die öfteren Verwendung von Kraftausdrücken, sehr verärgert und aufgebracht wirkt ,, […] Bis dieser Hund….‘‘ (Szene 4, S. 31). ,,[…] Hund!‘‘ (Szene 4, S.32). Doch diese Kraftausdrücke, widmet er Dogsborough, aus einem aber angemessenen Grund, seiner Feuerung. Demnach wirkt er in Gegenwart zu Ui, sehr gereizt zu diesem Thema, dennoch nicht direkt zu Ui. Er beklagt und beschwert sich über Dogsborough und sieht somit nicht Ui sondern Dogsborough als Feid, und vertraut demnach alles was er weiß, Ui und seinen Leuten an. Auch Ui verhält sich äußerst neutral zu Bowl, kurz hinterfragt er seine Aussagen, doch nicht lange (vgl. Szene 4, S. 32), er ist begeistert von den Neuigkeiten und freut sich. Seinen Dank spricht er persönlich nicht aus, doch man merkt es ihm an (vgl. Szene 4, S.33).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Stückes erfährt man jedoch, dass Bowl, der unmittelbar als Zeuge gegen Dogsborough aussagen wollte, von Ui ermordet wird, da er sonst seinen ,,Plan‘‘ gefährdet hätte (vgl. Szene 6. S. 52ff.). [[Benutzer:PaWNSG]] [[Benutzer:DuSNSG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit: Bowl ist sauer und frustriert wegen Dogsborouh, da er ihn gefeuert hat und berichtet Ui aus diesem Grund über Dogsboroughs krummen Geschäfte. Damit verhilft er Ui bei seinem Machtaufstieg, weil dieser durch die Informationen über Dogsboroughs Korruption etwas in der Hand hat und damit Geschäfte machen kann. Bowl trägt also eine Mitschuld bei Uis Machtausbreitung, da er eine entscheidende interne Information preisgibt, die Dogsborough angreifbar macht. Ui sichert sich dabei vor der Polizei und der Justiz ab und beginnt seine Macht auf die Grünzeughändler auszuweiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:LuJNSG]]  [[Benutzer:FabNNSG]] [[Benutzer:SaBNSG]]&lt;br /&gt;
======Hook======&lt;br /&gt;
Hook ist ein Gemüsehändler, dieser steht mit Arturo Ui und seinen Leuten in Verbindung, da Ui die Macht bzw. die Gewalt über den Handel haben möchte und Hook selber ein Händler ist. Arturo Ui möchte unbedingt ein Handel mit den Gemüsehändlern haben und trifft sich deshalb immer wieder mit ihnen, um sein Ziel zu erreichen.                                                                               Später bietet Arturo Ui dem Karfioltrust seine Schutz an, verlangt dafür aber 30% des Gewinnumsatzes. Hook kritisierte (daraufhin) Arturo Ui bzw. sein Vorschlag und kurze Zeit darauf brennt sein Speicher. Dieser Speicherbrand wurde von den Leuten des Arturo Ui verursacht. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LiSNSG|LiSNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den &#039;&#039;&#039;Speicherbrand&#039;&#039;&#039; werden Uis Kritiker eingeschüchtert, weshalb Ui seine Macht ungehindert ausüben und ausweiten kann. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]] [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AmKöNSG|AmKöNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======O‘Casey======&lt;br /&gt;
Die Figur O´Casey ist der Leiter der Untersuchungen gegen Dogsborough. Er steht als Kritiker und Gegner Ui´s dar und tritt nur einmal im Stück auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Aufgabe ist es, Dogsboroughs Korruption aufzudecken und nachzuweisen, dass der von der Stadt Chicago ausgegebene Kredit zu falschen Zwecken angewandt worden und somit verschwunden ist. Er verfolgt die Frage, welche Rolle Sheets Reederei spielt. „Wer ist die Reederei ?“ ( S. 46 Szene 6). Bei dieser Verhandlung gerät O`Casey in Kontakt mit Ui und seinen Leuten, da diese Dogsborough, den Angeklagten schützen. Dieser wird geschützt, da er Ui immer weiter zu mehr Macht verhelfen kann. Die Zeugen, die Dogsboroughs Korruption aufdecken und die Angelegenheit aufklären könnten, wurden von Uis Leuten ermordet (vgl. S. 53 Szene 6). Da diese Tat nicht nachweisbar ist, befindet sich O`Casey als Ermittler in einer vergehenden Rolle. Dies lässt sich daran belegen, dass Doughsborough das Gerichtsverfahren gewinnt „Meinen Glückwunsch, Dogsborough!“ ( S.53 Szene 6).Da gegen das Beherrschen des Gerichtsverfahrens und die Macht von Ui und seinen Leuten keine weitere Chance für O`Casey besteht, werden er und seine Rolle im Verlaufe des Stückes nutzlos und unbedeutend (vgl S.53 Szene 6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:LuJNSG]] [[Benutzer:SaBNSG]] [[Benutzer:FabNNSG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
======Ignatius Dullfeet======&lt;br /&gt;
Ignatius Dullfeet ist ein Geschäftsmann aus Cicero, mit dem Arturo Ui zusammen arbeiten möchte. Er ist verheiratet mit seiner Frau Betty Dullfeet. Da er ein erfolgreicher Geschäftsmann in Cicero ist, kommt er in Kontakt mit Arturo Ui und seinen Leuten Giri und Givola. Ui möchte das Grünzeuggeschäft von Cicero übernehmen und bietet Dullfeet Schutz für seine Geschäfte an (vgl. S.101 Z. 15). Gegenüber Ui und seinen Leuten reagiert Dullfeet misstrauisch, da er Verdacht schöpft, dass sie etwas gewaltsames planen (vgl. S.99 Z.1ff.,S.100 Z.12,17, S.101 Z.6). Aus diesem Grund lehnt er das Angebot von Ui ab. Da diese Ablehnung Ui nicht gepasst hat, lässt er Dullfeet ermorden und versucht dann seine Witwe Betty Dullfeet für sich zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benutzer: [[Benutzer:NiPNSG|NiPNSG]]  [[Benutzer:AkDiNSG|AkDiNSG]]  [[Benutzer:LeoBNSG|LeoBNSG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Betty Dullfeet======&lt;br /&gt;
Betty Dullfeet ist die Frau von Ignatius Dullfeet, welcher in Cicero sehr mächtig ist. Als sie das erste Mal auf Ui trifft, ist sie von der Richtigkeit seiner Handlungen überzeugt. Sie spricht sich dafür aus, dass Ui in keiner Weise für den Tod von Sheet schuldig ist, sondern sieht die Schuld bei Roma (vgl. S. 95). Sie kritisiert Ui zu diesem Zeitpunkt nur hinsichtlich seiner Freundschaft mit Roma. Das nächste Mal begegnet Betty Dullfeet Ui, als dieser sie und ihren Mann im Blumenladen Givolas antrifft. Zu Beginn dieser Szene vertraut Betty immer noch auf das Gute in Ui (vgl. S.103), während ihr Mann hingegen schon starke Bedenken hat und davon spricht sich gegen Ui zu stellen. Jedoch merkt man, dass Betty ihrem Mann beisteht (vgl. S. 106) und dass sie keine Gewalt möchte (vgl. S. 107). Auch hier zeigt sich, dass sie in Ui keinen Feind sieht, sondern eher ein Freund und Verbündeten (vgl. S. 109). Betty bekommt gar nicht mit, dass während sie sich mit Ui unterhält, ihr Mann hintergangen wird und schon fast sein Todesurteil gefällt wird. Als Nächstes trifft Betty Ui auf der Beerdigung ihres Mannes. Hier scheint sie zum ersten Mal begriffen zu haben, dass Ui kein guter Mensch ist und sie weiß, dass er ihren Mann umgebracht hat (vgl.S. 114). Betty ist wütend und empört wegen Uis Taten (vgl. S.114ff). Sie spricht sich gegen ihn aus und kündigt an ihm niemals zur Seite zu stehen (vgl. S.118). Während Betty mit Ui spricht, leidet sie sehr unter dem Tod ihres Mannes (vgl. S. 117). Das letzte Mal trifft Betty auf Ui, als dieser die Gemüsehändler in Cicero mit einer Ansprache überreden will ihm zu vertrauen. Sie dient hierbei als eine Art Zeugin, die ihre Erfahrungen mit Ui schildert. Es wird deutlich, dass seit ihrem letzten Auftritt sich etwas geändert haben muss, denn sie unterstützt Ui jetzt und wehrt sich nicht mehr gegen ihn.([[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Dramenanalysen&amp;diff=60647</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen</title>
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		<updated>2022-02-08T21:18:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Das Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft im Spiegel des Theaters...==&lt;br /&gt;
... lautet das Thema dieses Unterrichtsvorhabens in der Qualifikationsphase.  Dramen, die in ihrem historischen Kontext behandelt und hier vergleichend präsentiert werden sollen, sind ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lessings &#039;&#039;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise|Nathan der Weise]]&#039;&#039; und&lt;br /&gt;
*Brechts &#039;&#039;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/B.Brecht: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui|Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür arbeiten die Schülerinnen und Schüler mehrerer Kurse zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
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===&#039;&#039;Schreiben und Leben - Brecht und Lessing im Vergleich&#039;&#039;===&lt;br /&gt;
Vergleicht man Brecht und Lessing im Hinblick auf ihre Schreibsituation, so findet man einige Gemeinsamkeiten und Unterschiede, wie die beiden ihr persönliches Leben literarisch verarbeitet haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Autoren waren in ihrer Freiheit des Schreibens eingeschränkt, da sie unter persönlich belastenden Umständen litten, weshalb ihre geschriebenen Dramen auch als Provokation dienen. Ebenfalls von Bedeutung war die Aufklärung ihres Publikums über politische Ereignisse und besonders bei Brecht über politische Machtverhältnisse, um ihr Publikum zum selbstständigen Denken und zur Herstellung von Leidenschaft anzuregen, aber auch zu unterhalten. Brecht war jedoch der Meinung, dass nicht alle Menschen moralisch gleich &amp;quot;gut&amp;quot; sind und besagt die Gesellschaft muss gut sein, erst dann ist man selber gut. Er setzt ebenfalls den Gebrauch des Verstandes als Voraussetzung voraus. Lessing jedoch ist der Meinung, dass alle Menschen gleich &amp;quot;gut&amp;quot; sind und man selbst gut sein muss, um die Gesellschaft zu verändern. Dies spiegelt sich auch in seinem Drama wieder, welches eine dynamische Handlung im Sinne der moralischen Entwicklung der Figuren beinhaltet. Er möchte sein Publikum Leidenschaft fühlen lassen und die Fähigkeiten fördern, welche zur Aufklärung dienen. Im Gegensatz zu Lessing, stellt Brechts Drama ein statisches Bild des Ist-Zustandes zu seiner Lebenszeit dar, welche die Exilsituation und den Verlust der Heimat wieder spiegelt. Brechts &amp;quot;Episches Theater&amp;quot; wird durch viele Verfremdungseffekte gestaltet und seine Antwort auf Lessings Utopie ist, der Fehler liege in der Realität im Menschen selbst.    (ZoHNSG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessing und Brecht sind zwei komplett unterschiedliche Menschen, welche in völlig anderen Zeiten gelebt haben und doch haben sie so einiges gemeinsam, wenn man dies im Zusammenhang mit der Entstehung der beiden Dramen Nathan der Weise und Arturo Ui sieht. Da die gesellschaftlichen und sozialen Situationen zur Lebzeit des jeweiligen Autors ähnlich turbulent waren, hatten diese eine Auswirkung auf die Freiheit, in welcher sie ihre Werke verfassen konnten. Brecht musste ins Exil und erfuhr dadurch eine erhebliche Einschränkung in seinem Denken und Schreiben, weshalb er jene Einschränkung und die damit verbundene Machtsituation einer einzelnen Person in Arturo Ui verarbeitet und dies als seinen zentralen Erziehungsanspruch ansieht: Das Publikum durch den aktiven Gebrauch des Verstands dazu anregen selbst die systematische Manipulierung für Macht zu durchschauen. Lessing wiederum war freiwillig gereist, jedoch erfuhr auch er eine Einschränkung durch eine stark unterdrückende Obrigkeit. Sein Erziehungsanspruch lag nun ganz im Namen der Aufklärung, und darin das Publikum zu animieren zu denken und sich selbst weiter zu entwickeln. Beide verarbeiteten also ihre Erlebnisse, aber auch ihre eigenen subjektiven moralischen Ansichten in ihren Werken um diese mit anderen Menschen zu teilen. Eine maßgebliche Unterscheidung jedoch besteht in der generellen Ansicht des Menschen. Während Lessing nun ein Vertreter der Aufklärung war und somit auch die Denkweise „alle Menschen sind gleich“ vertritt, ist er der Meinung, dass alle Menschen grundsätzlich „gut“ seien. Brecht jedoch tut dies nicht. Er grenzt seine Hauptfigur ganz klar als minderwertiger ab, da er die Auffassung vertritt, dass ein relativiertes „gut“ sein noch lange nicht auf jeden Menschen zutrifft. Somit grenzt er sich klar von dieser Denkweise ab. Somit lässt sich folgern, dass Lessing und Brecht zwar in sehr vielen Aspekten vergleichbar sind und sich ähneln, aber sie sich in einigen Grundlegen Ansichten doch unterscheiden. (ChWNSG)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bertolt Brecht und Gotthold Lessing sind beides bedeutende deutsche Schriftsteller. Auch wenn ihre Stücke inhaltlich nicht wirklich etwas gemeinsam haben und auch zu komplett verschiedenen Zeiten veröffentlicht wurden (Lessing → 18. JH / Brecht → 20. JH) , lassen sich trotzdem Gemeinsamkeiten zwischen dem Leben der zwei Schriftsteller und ihrem Schreiben finden. Zum einen hatten beide eine persönlich belastende Lebenssituation und haben jeweils mit ihren Stücken „Nathan der Weise“ und „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ ihre Erlebnisse verarbeitet. Es herrschte nämlich sowohl zu Lessings Lebzeiten, aber auch zu Brechts politische Instabilität: Bei Brecht war dies die Situation während des zweiten Weltkrieges und bei Lessing die Situation nach dem ersten Weltkrieg. Dies veranlasste sie zum Aufklärungsanspruch ihrer Dramen, da vor allem Brecht die Menschen über politische Machtverhältnisse aufklären wollte. Jedoch gibt es beim Aufklärungsanspruch der beiden zentrale Unterschiede: Lessing vermittelte den Menschen, dass alle Menschen gleich gut sind, also eben gleichwertig, wohingegen Brecht ausdrücken wollte, dass nicht alle Menschen gleich sind, vor allem nicht moralisch. Als Fazit lässt sich festhalten, dass Brechts Drama ein statisches Bild des Ist-Zustandes zu seiner Lebenszeit darstellt, nämlich der Machtausbau Hitlers. Lessings Drama hingegen stellt eine dynamische Handlung dar, in dem die moralische Entwicklung der einzelnen Charaktere gezeigt wird. (AnSmNSG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bertolt Brecht und Gotthold Lessing hatten beiden einen Anspruch an ihre Zuschauer - Denke nach! Brechts Werk &#039;Der Aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui&#039; baut auf dem Gedanke der Aufklärung auf, die Lessing in seinem Werk &#039;Nathan der Weise&#039; versucht dem Leser nahe zu legen. Beide interpretieren diese Theorie literarisch anders. Brecht stellt die Realität in einem kritischen Licht dar, der Zuhörer muss vom Beginn der ersten Szene bis der Vorhang fällt nachdenken. Lessing hingegen erzieht seine Zuschauer mithilfe der Darstellung einer moralischen Wunschvorstellung. Lessings Aufforderung an den Leser - alle Menschen sind gleich. Lessing lässt seine Charaktere sich entwickeln im Verlauf der Handlung. Brecht hingegen zeigt ein kritisches Realitätsbild, in dem herausgestellt wird - Nein, alle Menschen sind nicht gleich und vor allem nicht moralisch!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man also sagen, dass Brechts &#039;Arturo Ui ein statisches Werk ist ohne Entwicklung der Charaktere dargestellt im realitätszustand der Zuschauer. Lessings &#039;Nathan der Weise&#039; ist hingegen ein dynamisches Werk mit klarer Entwicklung der Charaktere und Handlung gesetzt in die Szenerie der Vergangenheit. Was beide Werke aber verbindet ist, der Anspruch beider Autoren das Denken ihrer Zuschauer zu verändern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(EvLaNSG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessing und Brecht veröffentlichten beide zwei bedeutende Werke(„Nathan der Weise“ und „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“), welche-als Verarbeitung-aus einer persönlich belastenden Lebenssituation heraus entstanden. Die politischen Umstände zu der Zeit Lessings aber auch Brechts verleiteten die Schriftsteller dazu, ihren Erziehungsanspruch durch die Figuren in den jeweiligen Dramen zu übermitteln, wodurch man bei beiden Werken eine verschlüsselte Aufklärungsfunktion erkennen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser unterscheidet sich jedoch in der Ansicht der Wertung der Menschen. Denn Lessing möchte seinen Lesern vermitteln, dass alle Menschen gleichgültig und somit gleich gut sind, wohingegen Brecht ausdrückt, dass die Menschen moralisch eben nicht gleichgültig sind und v. a. in Bezug auf politische Machtverhältnisse mehr bzw. weniger Wert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend kann man also sagen, stellt das Drama Brechts ein statisches Bild des Ist-Zustandes, also das Leben im Exil und die dadurch verlorene Heimat zu seiner Zeit dar, während das Drama Lessings eine dynamische Handlung in Bezug auf die moralische Entwicklung der Figuren, aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(BeLNSG)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brecht und Lessing waren beide sehr bedeutende deutsche Autoren, welche zu unterschiedlichen Epochen gelebt haben. Ihre Dramen &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039; und &#039;&#039;Arturo Ui&#039;&#039; haben inhaltlich durchaus nicht viel gemeinsam, jedoch kann man Gemeinsamkeiten und Unterschiede in dem Leben und Schreiben beider Schriftsteller finden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide schrieben ihre Dramen in einer Zeit des Wandels, wodurch sie ihre unmittelbaren Erlebnisse in diesen verarbeiteten. Beide Autoren hatten mit persönlichen und belastenden Ereignissen in ihrem Umfeld zu kämpfen. Auch lebten sie beide in politisch angespannten Zeiten, was sie überhaupt dazu motivierte, ihre Dramen zu schreiben. Brecht musste aus politischen Gründen ins Exil gehen, was ihm das freie Schreiben bzw. Veröffentlichen erschwerte. Lessing wurde zwar nicht verbannt, hatte jedoch auch Schwierigkeiten und Einschränkungen beim Schreiben durch die damalige Herrschaft (Fragmentenstreit, herzogliche Abhängigkeit) und entschied sich, sein Drama zu verschlüsseln. Also schrieb er es so, dass man als Voraussetzung seinen eigenen Verstand benutzen musste und von Anfang des Werkes mit dem Kopf mitdenken musste, um es zu verstehen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Werke hatten einen Aufklärungsanspruch und wollten das Publikum erziehen beziehungsweise sie mit ihren moralischen Werten vertraut machen. In Lessings Drama “Nathan der Weise” entwickeln sich die Figuren weiter und ihre moralische Haltung verändert sich zum Guten. Das heißt, die Figuren sind dynamisch. Lessing war der Überzeugung, dass alle Menschen am Ende gleich gut sind.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brecht baute  auf Lessings Erziehungsanspruch auf, der humanistische Grundanspruch der Aufklärung ist die Basis für seinen politischen Anspruch. Letztlich kommt Brecht aber zu einer  gegenteiligen Einschätzung der menschlichen Moral.  Im &#039;&#039;Arturo Ui&#039;&#039; zeigen die Figuren keine große Charakterentwicklung. Sie sind statisch. Bertolt Brecht möchte aussagen, dass nicht alle Menschen eine gleiche Moral haben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass beide Werke durch den Anspruch des veränderten Denkens durch die Autoren verbunden sind. Auch wenn Brechts &#039;&#039;Arturo Ui&#039;&#039; ein eher statisches Bild mit dem Ist-Zustandes zu seiner Lebenszeit ist. Lässt Lessings &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039;  die moralische Entwicklung der Charaktere im Vordergrund stehen, womit dieses eine dynamische Handlung bekommt.      (AlHNSG/PhiKoNSG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Brechts und Lessings Schreibsituation im Vergleich&lt;br /&gt;
Brecht und Lessing haben einige Gemeinsamkeiten und auch Unterscheide. Die Beiden Schriftsteller verfassten die von uns behandelten Dramen nach einem traumatisch und emotionalen Verlust. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein großer und bedeutsamer Unterschied ist die unterschiedliche Zeit, in der die beiden gelebt haben. Es sind ca. 200 Jahre zwischen den Dramen beider Schriftsteller. Gotthold Lessing, geboren 1729 und verstorben im Jahre 1781, und Bertolt Brecht, geboren 1898 und verstorben im Jahre 1956 gehören jedoch beide zu den größten Dramentheoretikern. Lessings Schaffen fällt in die Zeitspanne des 18. Jahrhunderts, in die Zeitspanne des Absolutismus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessing schrieb sein Werk ,,Nathan der Weise&amp;quot; nach dem Tod seiner Frau und seines Sohnes. Das schreiben gab ihm einen Sinn und eine Aufgabe in seinem Leben, nach dem großen Verlust. Brecht verfasste sein Werk im Exil,selt schrieb hierbei hat er seine Heimat verloren. Die Zeit im Exil war jedoch auch die produktivste Zeit für ihn, da er im Exil weiter schrieb und auch nichts anderes zu tun hatte. Dies stellt eine große Gemeinsamkeit dar. Beide mussten verschlüsselt schreiben, da sie in den jeweiligen Zeiten Zensurprobleme hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessing prägte und verkörperte die literarische Epoche der Aufklärung in Deutschland. Brecht prägte und verkörperte viel. Er wollte ein für seine Zeit brauchbares, wirkungsvolles Drama schreiben. Lessings wollte durch sein Drama die Menschen zum Nachdenken anregen. Brecht wurde von dem Aufstieg Adolf Hitlers beeinflusst. Daher wurden viele Schriftsteller verfolgt von Nationalsozialisten. Im Exil fühlte sich brecht jedoch keines Falls wohl, dies strahlen auch seine Werke aus. Lessings Ziel war die Aufklärung. Brecht wollte die Menschen vom Verstandesgebrauch als Voraussetzung überzeugen. Auch war Lessing der festen Überzeugung, das alle Menschen gleich sind, dies sah Brecht jedoch anders. Brecht unterstreicht anhand seiner Dramen, dass nicht alle Menschen gleich sind, besonders nicht moralisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich somit sagen, dass Brecht und Lessing einige Gemeinsamkeiten, aber auch Unterscheide haben. Beide lebten zwar in unterschiedlichen Epochen, jedoch war deren Schreibsituation sehr ähnlich. Beide nutzten ihre Verluste und ihre Trauer um die Mitmenschen Aufzuklären und zu Erziehen. Die zwei Schriftsteller finden sich nach einer längeren Emotionalen Zeit ab und finden ihren Ausweg im Schreiben. Sie machen sich zum Ziel Menschen zu belehren. Lessings Illusion sowie Brechts Verfremdung ging davon aus, zunächst die Mitmenschen/Leser zu erschüttern, damit sie zum Denken und zum Lernen erweckt werden. Brechts Drama stellt ein statisches Bild des Ist- Zustandes zu seiner Lebenszeit dar, Lessings Drama eine dynamische Handlung, im Sinne der moralischen Entwicklung der Figuren. Auch kann man nun vermuten, dass Brecht sozusagen eine Antwort auf Lessings Utopie gegeben hat. ([[Benutzer:LoGNSG|LoGNSG]])&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Dramenanalysen&amp;diff=60645</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Dramenanalysen&amp;diff=60645"/>
		<updated>2022-02-08T20:34:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Das Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft im Spiegel des Theaters...==&lt;br /&gt;
... lautet das Thema dieses Unterrichtsvorhabens in der Qualifikationsphase.  Dramen, die in ihrem historischen Kontext behandelt und hier vergleichend präsentiert werden sollen, sind ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lessings &#039;&#039;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise|Nathan der Weise]]&#039;&#039; und&lt;br /&gt;
*Brechts &#039;&#039;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/B.Brecht: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui|Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür arbeiten die Schülerinnen und Schüler mehrerer Kurse zusammen:&lt;br /&gt;
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===&#039;&#039;Schreiben und Leben - Brecht und Lessing im Vergleich&#039;&#039;===&lt;br /&gt;
Vergleicht man Brecht und Lessing im Hinblick auf ihre Schreibsituation, so findet man einige Gemeinsamkeiten und Unterschiede, wie die beiden ihr persönliches Leben literarisch verarbeitet haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Autoren waren in ihrer Freiheit des Schreibens eingeschränkt, da sie unter persönlich belastenden Umständen litten, weshalb ihre geschriebenen Dramen auch als Provokation dienen. Ebenfalls von Bedeutung war die Aufklärung ihres Publikums über politische Ereignisse und besonders bei Brecht über politische Machtverhältnisse, um ihr Publikum zum selbstständigen Denken und zur Herstellung von Leidenschaft anzuregen, aber auch zu unterhalten. Brecht war jedoch der Meinung, dass nicht alle Menschen moralisch gleich &amp;quot;gut&amp;quot; sind und besagt die Gesellschaft muss gut sein, erst dann ist man selber gut. Er setzt ebenfalls den Gebrauch des Verstandes als Voraussetzung voraus. Lessing jedoch ist der Meinung, dass alle Menschen gleich &amp;quot;gut&amp;quot; sind und man selbst gut sein muss, um die Gesellschaft zu verändern. Dies spiegelt sich auch in seinem Drama wieder, welches eine dynamische Handlung im Sinne der moralischen Entwicklung der Figuren beinhaltet. Er möchte sein Publikum Leidenschaft fühlen lassen und die Fähigkeiten fördern, welche zur Aufklärung dienen. Im Gegensatz zu Lessing, stellt Brechts Drama ein statisches Bild des Ist-Zustandes zu seiner Lebenszeit dar, welche die Exilsituation und den Verlust der Heimat wieder spiegelt. Brechts &amp;quot;Episches Theater&amp;quot; wird durch viele Verfremdungseffekte gestaltet und seine Antwort auf Lessings Utopie ist, der Fehler liege in der Realität im Menschen selbst.    (ZoHNSG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessing und Brecht sind zwei komplett unterschiedliche Menschen, welche in völlig anderen Zeiten gelebt haben und doch haben sie so einiges gemeinsam, wenn man dies im Zusammenhang mit der Entstehung der beiden Dramen Nathan der Weise und Arturo Ui sieht. Da die gesellschaftlichen und sozialen Situationen zur Lebzeit des jeweiligen Autors ähnlich turbulent waren, hatten diese eine Auswirkung auf die Freiheit, in welcher sie ihre Werke verfassen konnten. Brecht musste ins Exil und erfuhr dadurch eine erhebliche Einschränkung in seinem Denken und Schreiben, weshalb er jene Einschränkung und die damit verbundene Machtsituation einer einzelnen Person in Arturo Ui verarbeitet und dies als seinen zentralen Erziehungsanspruch ansieht: Das Publikum durch den aktiven Gebrauch des Verstands dazu anregen selbst die systematische Manipulierung für Macht zu durchschauen. Lessing wiederum war freiwillig gereist, jedoch erfuhr auch er eine Einschränkung durch eine stark unterdrückende Obrigkeit. Sein Erziehungsanspruch lag nun ganz im Namen der Aufklärung, und darin das Publikum zu animieren zu denken und sich selbst weiter zu entwickeln. Beide verarbeiteten also ihre Erlebnisse, aber auch ihre eigenen subjektiven moralischen Ansichten in ihren Werken um diese mit anderen Menschen zu teilen. Eine maßgebliche Unterscheidung jedoch besteht in der generellen Ansicht des Menschen. Während Lessing nun ein Vertreter der Aufklärung war und somit auch die Denkweise „alle Menschen sind gleich“ vertritt, ist er der Meinung, dass alle Menschen grundsätzlich „gut“ seien. Brecht jedoch tut dies nicht. Er grenzt seine Hauptfigur ganz klar als minderwertiger ab, da er die Auffassung vertritt, dass ein relativiertes „gut“ sein noch lange nicht auf jeden Menschen zutrifft. Somit grenzt er sich klar von dieser Denkweise ab. Somit lässt sich folgern, dass Lessing und Brecht zwar in sehr vielen Aspekten vergleichbar sind und sich ähneln, aber sie sich in einigen Grundlegen Ansichten doch unterscheiden. (ChWNSG)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bertolt Brecht und Gotthold Lessing sind beides bedeutende deutsche Schriftsteller. Auch wenn ihre Stücke inhaltlich nicht wirklich etwas gemeinsam haben und auch zu komplett verschiedenen Zeiten veröffentlicht wurden (Lessing → 18. JH / Brecht → 20. JH) , lassen sich trotzdem Gemeinsamkeiten zwischen dem Leben der zwei Schriftsteller und ihrem Schreiben finden. Zum einen hatten beide eine persönlich belastende Lebenssituation und haben jeweils mit ihren Stücken „Nathan der Weise“ und „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ ihre Erlebnisse verarbeitet. Es herrschte nämlich sowohl zu Lessings Lebzeiten, aber auch zu Brechts politische Instabilität: Bei Brecht war dies die Situation während des zweiten Weltkrieges und bei Lessing die Situation nach dem ersten Weltkrieg. Dies veranlasste sie zum Aufklärungsanspruch ihrer Dramen, da vor allem Brecht die Menschen über politische Machtverhältnisse aufklären wollte. Jedoch gibt es beim Aufklärungsanspruch der beiden zentrale Unterschiede: Lessing vermittelte den Menschen, dass alle Menschen gleich gut sind, also eben gleichwertig, wohingegen Brecht ausdrücken wollte, dass nicht alle Menschen gleich sind, vor allem nicht moralisch. Als Fazit lässt sich festhalten, dass Brechts Drama ein statisches Bild des Ist-Zustandes zu seiner Lebenszeit darstellt, nämlich der Machtausbau Hitlers. Lessings Drama hingegen stellt eine dynamische Handlung dar, in dem die moralische Entwicklung der einzelnen Charaktere gezeigt wird. (AnSmNSG)&lt;br /&gt;
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Bertolt Brecht und Gotthold Lessing hatten beiden einen Anspruch an ihre Zuschauer - Denke nach! Brechts Werk &#039;Der Aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui&#039; baut auf dem Gedanke der Aufklärung auf, die Lessing in seinem Werk &#039;Nathan der Weise&#039; versucht dem Leser nahe zu legen. Beide interpretieren diese Theorie literarisch anders. Brecht stellt die Realität in einem kritischen Licht dar, der Zuhörer muss vom Beginn der ersten Szene bis der Vorhang fällt nachdenken. Lessing hingegen erzieht seine Zuschauer mithilfe der Darstellung einer moralischen Wunschvorstellung. Lessings Aufforderung an den Leser - alle Menschen sind gleich. Lessing lässt seine Charaktere sich entwickeln im Verlauf der Handlung. Brecht hingegen zeigt ein kritisches Realitätsbild, in dem herausgestellt wird - Nein, alle Menschen sind nicht gleich und vor allem nicht moralisch!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man also sagen, dass Brechts &#039;Arturo Ui ein statisches Werk ist ohne Entwicklung der Charaktere dargestellt im realitätszustand der Zuschauer. Lessings &#039;Nathan der Weise&#039; ist hingegen ein dynamisches Werk mit klarer Entwicklung der Charaktere und Handlung gesetzt in die Szenerie der Vergangenheit. Was beide Werke aber verbindet ist, der Anspruch beider Autoren das Denken ihrer Zuschauer zu verändern. &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Lessing und Brecht veröffentlichten beide zwei bedeutende Werke(„Nathan der Weise“ und „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“), welche-als Verarbeitung-aus einer persönlich belastenden Lebenssituation heraus entstanden. Die politischen Umstände zu der Zeit Lessings aber auch Brechts verleiteten die Schriftsteller dazu, ihren Erziehungsanspruch durch die Figuren in den jeweiligen Dramen zu übermitteln, wodurch man bei beiden Werken eine verschlüsselte Aufklärungsfunktion erkennen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser unterscheidet sich jedoch in der Ansicht der Wertung der Menschen. Denn Lessing möchte seinen Lesern vermitteln, dass alle Menschen gleichgültig und somit gleich gut sind, wohingegen Brecht ausdrückt, dass die Menschen moralisch eben nicht gleichgültig sind und v. a. in Bezug auf politische Machtverhältnisse mehr bzw. weniger Wert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend kann man also sagen, stellt das Drama Brechts ein statisches Bild des Ist-Zustandes, also das Leben im Exil und die dadurch verlorene Heimat zu seiner Zeit dar, während das Drama Lessings eine dynamische Handlung in Bezug auf die moralische Entwicklung der Figuren, aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brecht und Lessing waren beide sehr bedeutende deutsche Autoren, welche zu unterschiedlichen Epochen gelebt haben. Ihre Dramen &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039; und &#039;&#039;Arturo Ui&#039;&#039; haben inhaltlich durchaus nicht viel gemeinsam, jedoch kann man Gemeinsamkeiten und Unterschiede in dem Leben und Schreiben beider Schriftsteller finden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide schrieben ihre Dramen in einer Zeit des Wandels, wodurch sie ihre unmittelbaren Erlebnisse in diesen verarbeiteten. Beide Autoren hatten mit persönlichen und belastenden Ereignissen in ihrem Umfeld zu kämpfen. Auch lebten sie beide in politisch angespannten Zeiten, was sie überhaupt dazu motivierte, ihre Dramen zu schreiben. Brecht musste aus politischen Gründen ins Exil gehen, was ihm das freie Schreiben bzw. Veröffentlichen erschwerte. Lessing wurde zwar nicht verbannt, hatte jedoch auch Schwierigkeiten und Einschränkungen beim Schreiben durch die damalige Herrschaft (Fragmentenstreit, herzogliche Abhängigkeit) und entschied sich, sein Drama zu verschlüsseln. Also schrieb er es so, dass man als Voraussetzung seinen eigenen Verstand benutzen musste und von Anfang des Werkes mit dem Kopf mitdenken musste, um es zu verstehen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Werke hatten einen Aufklärungsanspruch und wollten das Publikum erziehen beziehungsweise sie mit ihren moralischen Werten vertraut machen. In Lessings Drama “Nathan der Weise” entwickeln sich die Figuren weiter und ihre moralische Haltung verändert sich zum Guten. Das heißt, die Figuren sind dynamisch. Lessing war der Überzeugung, dass alle Menschen am Ende gleich gut sind.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brecht baute  auf Lessings Erziehungsanspruch auf, der humanistische Grundanspruch der Aufklärung ist die Basis für seinen politischen Anspruch. Letztlich kommt Brecht aber zu einer  gegenteiligen Einschätzung der menschlichen Moral.  Im &#039;&#039;Arturo Ui&#039;&#039; zeigen die Figuren keine große Charakterentwicklung. Sie sind statisch. Bertolt Brecht möchte aussagen, dass nicht alle Menschen eine gleiche Moral haben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass beide Werke durch den Anspruch des veränderten Denkens durch die Autoren verbunden sind. Auch wenn Brechts &#039;&#039;Arturo Ui&#039;&#039; ein eher statisches Bild mit dem Ist-Zustandes zu seiner Lebenszeit ist. Lässt Lessings &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039;  die moralische Entwicklung der Charaktere im Vordergrund stehen, womit dieses eine dynamische Handlung bekommt.      (AlHNSG/PhiKoNSG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Brechts und Lessings Schreibsituation im Vergleich&lt;br /&gt;
Brecht und Lessing haben einige Gemeinsamkeiten und auch Unterscheide. Die Beiden Schriftsteller verfassten die von uns behandelten Dramen nach einem traumatisch und emotionalen Verlust. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein großer und bedeutsamer Unterschied ist die unterschiedliche Zeit, in der die beiden gelebt haben. Es sind ca. 200 Jahre zwischen den Dramen beider Schriftsteller. Gotthold Lessing, geboren 1729 und verstorben im Jahre 1781, und Bertolt Brecht, geboren 1898 und verstorben im Jahre 1956 gehören jedoch beide zu den größten Dramentheoretikern. Lessings Schaffen fällt in die Zeitspanne des 18. Jahrhunderts, in die Zeitspanne des Absolutismus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessing schrieb sein Werk ,,Nathan der Weise&amp;quot; nach dem Tod seiner Frau und seines Sohnes. Das schreiben gab ihm einen Sinn und eine Aufgabe in seinem Leben, nach dem großen Verlust. Brecht verfasste sein Werk im Exil,selt schrieb hierbei hat er seine Heimat verloren. Die Zeit im Exil war jedoch auch die produktivste Zeit für ihn, da er im Exil weiter schrieb und auch nichts anderes zu tun hatte. Dies stellt eine große Gemeinsamkeit dar. Beide mussten verschlüsselt schreiben, da sie in den jeweiligen Zeiten Zensurprobleme hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessing prägte und verkörperte die literarische Epoche der Aufklärung in Deutschland. Brecht prägte und verkörperte viel. Er wollte ein für seine Zeit brauchbares, wirkungsvolles Drama schreiben. Lessings wollte durch sein Drama die Menschen zum Nachdenken anregen. Brecht wurde von dem Aufstieg Adolf Hitlers beeinflusst. Daher wurden viele Schriftsteller verfolgt von Nationalsozialisten. Im Exil fühlte sich brecht jedoch keines Falls wohl, dies strahlen auch seine Werke aus. Lessings Ziel war die Aufklärung. Brecht wollte die Menschen vom Verstandesgebrauch als Voraussetzung überzeugen. Auch war Lessing der festen Überzeugung, das alle Menschen gleich sind, dies sah Brecht jedoch anders. Brecht unterstreicht anhand seiner Dramen, dass nicht alle Menschen gleich sind, besonders nicht moralisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich somit sagen, dass Brecht und Lessing einige Gemeinsamkeiten, aber auch Unterscheide haben. Beide lebten zwar in unterschiedlichen Epochen, jedoch war deren Schreibsituation sehr ähnlich. Beide nutzten ihre Verluste und ihre Trauer um die Mitmenschen Aufzuklären und zu Erziehen. Die zwei Schriftsteller finden sich nach einer längeren Emotionalen Zeit ab und finden ihren Ausweg im Schreiben. Sie machen sich zum Ziel Menschen zu belehren. Lessings Illusion sowie Brechts Verfremdung ging davon aus, zunächst die Mitmenschen/Leser zu erschüttern, damit sie zum Denken und zum Lernen erweckt werden. Brechts Drama stellt ein statisches Bild des Ist- Zustandes zu seiner Lebenszeit dar, Lessings Drama eine dynamische Handlung, im Sinne der moralischen Entwicklung der Figuren. Auch kann man nun vermuten, dass Brecht sozusagen eine Antwort auf Lessings Utopie gegeben hat. ([[Benutzer:LoGNSG|LoGNSG]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prolog ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Zeilen&lt;br /&gt;
!Inhalt&lt;br /&gt;
!Funktion /Erwartungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1-14&lt;br /&gt;
|• Im ersten Teil kündigt der „Ansager&lt;br /&gt;
“eine große historische&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gangsterschau&amp;quot; (Z. 4) an; daraufhin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird die Handlung vorgestellt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Versicherung, es handle sich um die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• das Dockshilfeskandal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Dogsboroughs Geständnis;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Uis Aufstieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Speicherbrandprozess,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Mord an Dullfeet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Zustand der Justiz,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ermordung Romas,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eroberung von Cicero&lt;br /&gt;
|• Erwartet wird dass das&lt;br /&gt;
Publikum sich für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gangstergeschichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
interessiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15-46&lt;br /&gt;
|• Vorstellung der Figuren des Stücks&lt;br /&gt;
• Charakterisierung der Figuren, teilweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
negativ dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Erklärung der Existenz der Gangster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Die Gangster gibt es als Züchtigung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Himmels für das Böse Z.41&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Der „Ansager“ schlüpft in die Rolle des&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Priesters&lt;br /&gt;
|• Durch die negativen&lt;br /&gt;
Aussagen des&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ansagers über die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figuren wird dieser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bereits am Anfang in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seiner Wahrnehmung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Die Welt die hier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dargestellt wird soll&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohl gleich wie die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
reale Welt sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„unserer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gangsterwelt“ Z.16)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|47-60&lt;br /&gt;
|• Erwähnung von Figuren aus der&lt;br /&gt;
Geschichte, die Stellvertreten für das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böse sind (Richard III).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Behauptung die Gangstergeschichte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
werde „im Großen Stil“ und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wahrheitsgetreu dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Da es aber eine Gangstergeschichte sei,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kenne sie schon jeder&lt;br /&gt;
|• Metapher : Richard III&lt;br /&gt;
steht als Synonym für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das böse dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Einstellung des&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Publikums auf ein&lt;br /&gt;
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		<author><name>PhOSNSG</name></author>
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		<updated>2021-12-01T08:31:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Das Spannungsfeld zwischen Individuum um Gesellschaft im Spiegel des Theaters&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet das [https://padlet.com/flossdorfmaren/Wiki Thema] für uns? Welche Schwerpunkte wollen wir setzen[[Datei:Wolfenbüttel - Nathan der Weise.jpg|mini|Denkmal &amp;quot;Nathan der Weise&amp;quot; in Wolfenbüttel, zum Gedenken an [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing Gotthold Ephraim Lessing], ein Werk von [https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Schmidtbochum Erich Schmidtbochum]. (c) [[commons:User:Holbein66|Holbein66]] (2012)|verweis=https://projekte.zum.de/wiki/Datei:Wolfenb%C3%BCttel_-_Nathan_der_Weise.jpg]]Diese Projektseiten werden gestaltet vom Leistungskurs und Grundkurs Deutsch 21/22&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wer war Gotthold Ephraim Lessing? Annäherung an den Autor===&lt;br /&gt;
Eine erste Sammlung zu seiner [https://de.padlet.com/flossdorfmaren/Lessing_vita Vita]:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Mein lieber Eschenburg,&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Meine Freude war nur kurz. Und ich verlor ihn so ungern, diesen Sohn! denn er hatte so viel Verstand! so viel Verstand! – Glauben Sie nicht, daß die wenigen Stunden meiner Vaterschaft, mich schon zu so einem Affen von Vater gemacht haben! Ich weiss, was ich sage! – War es nicht Verstand, daß man ihn mit eisern Zangen auf die Welt ziehen musste? daß er so bald Unrat merkte? – War es nicht Verstand, daß er die erste Gelegenheit ergriff, sich wieder davon zu machen? – Freilich zerrt mir der kleine Ruschelkopf auch die Mutter mit fort! – Denn noch ist wenig Hoffnung, daß ich sie behalten werde. – Ich wollte es auch einmal so gut haben, wie andere Menschen. Aber es ist mir schlecht bekommen. &#039;&#039;(Lessing an Eschenburg, 31. Dezember 1777)&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;G.E.Lessing an Eschenburg, 31.12.1777 In: G.E. Lessing: Gesammelte Werke, Bd. xc,döfdp&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====Lebensdaten=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geboren&#039;&#039;&#039;: 22. Januar 1729, Kamenz in der Oberlausitz &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gestorben&#039;&#039;&#039;: 15. Februar 1781, Braunschweig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehefrau: Eva König (1776-1778), starb kurz nach der Geburt des Sohnes an Kindbettfieber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: Traugott *24.12.1777, +25.12.1777&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eltern: Johann Gottfried Lessing (Pastor), Justina Salome Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschwister: Erdmann Salomo Lessing, Karl Gotthelf Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lebenslauf=====&lt;br /&gt;
1748-1752 Medizin-Studium in Wittenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1749-1751 „freier Schriftsteller“ in Berlin, Kennenlernen der Freunde Moses Mendelssohn (Philosoph), Friedrich Nicolai (Verleger), Ewald Christian von Kleist (Offizier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1770-1781 in Wolfenbüttel als Hofbibliothekar, viele Reisen um Einsamkeit zu entfliehen, Unzufriedenheit&lt;br /&gt;
[[Datei:Gotthold Ephriam Lessing.JPG|mini|Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781). Portrait. lizenzfrei]]&lt;br /&gt;
Nach Tod des Sohnes und der Ehefrau:  produktivste Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779: „Nathan der Weise“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1780: Verschlechterung des Gesundheitszustandes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1781: Tod aufgrund von Brustwassersucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]], [[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]], [[Benutzer:LiSNSG|LiSNSG]], [[Benutzer:AkDiNSG|AkDiNSG]], [[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]]&lt;br /&gt;
=====Intention=====&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; als typisches Werk der Aufklärung markiert Lessing Wunschvorstellung eines friedlichen Miteinanders von vernunftgeleiteten Menschen:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Nicht die Wahrheit, in deren Besitz irgendein Mensch ist, oder zu sein vermeynet, sondern die aufrichtige Mühe, die er angewandt hat, hinter die Wahrheit zu kommen, macht den Wert des Menschen. Denn nicht durch den Besitz, sondern durch die Nachforschung der Wahrheit erweitern sich seine Kräfte, worin allein seine immer wachsende Vollkommenheit besteht. Der Besitz macht ruhig, träge, stolz - Wenn Gott in seiner Rechten alle Wahrheit, und in seiner Linken den einzigen immer regen Trieb nach Wahrheit , obschon mit dem Zusatz, mich immer uns ewig zu irren, verschlossen hielten und spräche zu mir: wähle! Ich fiele ihm mit Demuth in seine Linke, und sagte: Vater gieb! die reine Wahrheit ist ja doch nicht für dich allein!&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lessing, eine Duplik, 1778&lt;br /&gt;
=====Werk=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dramen&#039;&#039;&#039;: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Damon, oder die wahre Freundschaft (Lustspiel 1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der junge Gelehrte (Lustspiel 1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die alte Jungfer (Lustspiel 1748)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Misogyn (Lustspiel 1748)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Freigeist (Lustspiel 1749)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Juden (Lustspiel 1749)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Schatz (Lustspiel 1750)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Miß Sara Sampson (Trauerspiel 1755)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Philotas (Trauerspiel 1759)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Minna von Barnhelm (Lustspiel 1767)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Emilia Galotti (Trauerspiel 1772)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Nathan der Weise (Dramatisches Gedicht 1779)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gedichte&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die drey Reiche der Natur (1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Kleinigkeiten (1751)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lieder (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Oden (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Sinngedichte (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fabeln:&#039;&#039;&#039;-Fabeln und Erzählungen (1772)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Fabeln. Drey Bücher: (1759)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ästhetische Schriften:&#039;&#039;&#039;-Rezensionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Briefe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Vorreden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie lebte und arbeitete der Schriftsteller im 18. Jahrhundert? Hintergründe zum &#039;&#039;Nathan&#039;&#039;===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das deutsche Bürgertum im 18. Jahrhundert====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18. Jahrhundert: Epochenwende und Beginn der modernen Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;G.E. Lessing: Nathan der Weise. EinFach Deutsch - Textausgabe mit Zusatzmaterialien. Westermann: 2019, S. 148-149.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Politische Situation=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Seit dem 30-jährigen Krieg: Deutsche Reich in viele kleine Territorien zersplittert (300 souveräne Territorien)&lt;br /&gt;
*Reichsgewalt lag bis 1806 beim Deutschen Kaiser (nur auf wenige Rechte beschränkt, hat eine symbolische Bedeutung)&lt;br /&gt;
*politische Entscheidungen lagen bei Territiorialstaaten&lt;br /&gt;
*offizieller Titel: Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Bevölkerung=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Herrscher  bekommen ihr Geld durch Auspressung ihrer Untertanen&lt;br /&gt;
*Lebensbedingung der Bevölkerung dürftig (feudale Lasten, fürstliche Willkür)&lt;br /&gt;
*Leibeigenen Bauern ihres Herrn hatten nur lebensnotwendige Dinge (manchmal noch weniger)&lt;br /&gt;
*Unterschicht sind mehr als zwei Drittel der Bevölkerung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bildung von neuen ökonomischen Kräften und einer neuen sozialen Schicht&lt;br /&gt;
**Handel, Bankgewerbe, Manufakturwesen&lt;br /&gt;
**Geld und soziales Prestige&lt;br /&gt;
**war noch schwach und zahlenmäßig klein&lt;br /&gt;
*Kräfteverschiebung —&amp;gt;Spannung in der Ständepyramide—&amp;gt; Konfrontation zwischen Adel und Bürgertum&lt;br /&gt;
*Bürger akzeptieren die Vorherrschaft des Adels nicht&lt;br /&gt;
**meldeten ihren Souveränitätsanspruch an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Fragen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Welche geographischen Besonderheiten zeichneten das Deutsche Reich nach dem 30-jährigen Krieg aus?&lt;br /&gt;
*Bei wem lag die Reichsgewalt bis 1806 und was war das besondere daran?&lt;br /&gt;
*Welchen offiziellen Titel trug das Deutsche Reich?&lt;br /&gt;
*Wer übte die wichtigsten politischen Entscheidungen aus?&lt;br /&gt;
*Wie groß war der Anteil der Unterschicht in der Bevölkerung?&lt;br /&gt;
*Was ist geschehen, dass Historiker das 18. Jh. als Beginn der modernen Zeit bezeichnen?&lt;br /&gt;
*Welche Gründe veranlassten Spannung in der alten hierarchischen Ständepyramide?&lt;br /&gt;
*Welche Konsequenzen resultierten aus diesen Spannungen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gottsched und Lessing- zum Theaterbetrieb im 18. Jh.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Christoph Gottscheds Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
•    Gottscheds Bemühungen konzentrierten sich auf den Spielplan des Theaters, er  möchtedas als chaotisch erlebte, herkömmliche Theater abschaffen: Beseitigung des rohen Tons auf der Bühne und Vorurteil der Gebildeten gegen das Theater, der Beruf des Schauspielers galt als nicht ehrbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     nimmt sich französische Klassik zum Vorbild &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     stellt Regeln für die Pflege einer klaren deutschen Schriftsprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     durch literarisch gehobenes Programm bringt er Drama und Theater wieder zur Anerkennung beim bildungseifrigen Bürgertum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     fordert Einhaltung von Regeln (Einheit von Ort, Zeit und Handlung im Drama)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     vernunftgeleitete Darstellung (der Natur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Ziel: moralische Belehrung des Publikums - Theater vermittelt moralische Botschaften, die das Publikum im Sinne der Aufklärung &amp;quot;erziehen&amp;quot;: Aufklärungsphilosophie ( „critischen Dichtkunst vor die Deutschen“), Aufhebung der sozialen Aufspaltung, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lessings Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
•     Stücke sollen dramatisch sein und das Publikum emotional fesseln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     Publikum soll sich emotional identifizieren können - sittliche Verbesserung des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     möchte nationales Theater, das viele Freiheiten hat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     Drama soll zum Nachdenken anregen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     geprägt von Shakespeare&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     Regeln müssen nicht eingehalten werden&amp;lt;ref&amp;gt;G.E. Lessing: Nathan der Weise. EinFach Deutsch - Textausgabe mit Zusatzmaterialien. Westermann: 2019, S. 156 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessings Theaterkonzept wird auch in der dramaturgischen Gestaltung des &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; deutlich: Das Drama erfüllt nicht konsequent das [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise/Das aristotelische 5-Akt-Schema|aristotelische 5-Akt-Schema]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Inwiefern erfüllt Lessing die geschlossene Dramenform?====&lt;br /&gt;
Lessing erfüllt die geschlossene Dramenform, indem er durch die Exposition im ersten Akt die Figuren darstellt und den Leser in die Handlung einführt. Dabei entsteht ein Konflikt zwischen Daja und Nathan, die ein Geheimnis über Rechas wahre Herkunft verbergen. Dieser Konflikt spitz sich weiter zu und wird im dritten Akt durch Daja aufgelöst. Hinzu kommt die Ringparabel, die den Höhepunkt des Dramas bildet. In Akt vier fällt die Handlung auf das Ende zu, die Spannung bleibt aber bestehen, denn die Auflösung der Verwandtschaftsverhältnisse wird angedeutet. Zum Beispiel wird Nathans schlechte Vergangenheit offenbart. Zum Schluss werden alle Geheimnisse gelüftet und alle Spannungen zwischen den Figuren gelöst. Die Familie findet friedlich zusammen, wodurch auch die Verbundenheit zwischen den drei Weltreligionen verdeutlicht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende des Dramas „Nathan der Weise“ ist keine Katastrophe, sondern vielmehr ein Triumph. Alle Konflikte und Verwicklungen, die sich im laufe der Handlung ergeben, werden gelöst und die Familie findet wieder zusammen. Nathan bezeichnet den Tempelherrn und Recha als „seine Kinder“ (V. 3812), wodurch die starke Bindung dieser „geistigen“ Familie hervorgebracht wird. Alle drei Religionen sind in dieser nun glücklichen Familie vertreten, wodurch die religiösen Unterschiede bedeutungslos werden. Das Drama hat also ein positives Ende. [[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ein fiktives Streitgespräch zwischen Gottsched und Lessing über das Theater=====&lt;br /&gt;
Lessing: Herr Gottsched, ich bin sehr enttäuscht von Ihnen. Sie versuchen doch nur Ihre französischen Vorbildernachzuahmen und bestehen dann auch noch auf die Einhaltung dieser nutzlosen Regeln. Nichts weiter! Wo bleibt da die Kreativität?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottsched: Sie haben doch keine Ahnung. Das Theater dient schließlich nicht zur Belustigung des Publikums, sondern zur Vermittlung moralischer Botschaften. Der hohe Sprachstil ist übrigens auch sehr wichtig, um das höhere Bürgertum anzusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessing: Das ist doch Unsinn. Von Ihnen lasse ich mir nichts sagen. Das Theater sollte für alle da sein, nicht nur für die Adeligen. Die Zuschauer müssen von den Aufführungen mitgerissen werden. Das geht nur, wenn sie sich mit den Rollen identifizieren können und wenn das Stück lebendig und emotional vorgetragen wird. Genau das führt zu der sittlichen Besserung des Publikums. Statt dem französischen sollten Sie sich lieber das englische Theater von Shakespeare zum Vorbild nehmen. Dann kommen Sie hoffentlich auf einen besseren Geschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottsched: Das kann doch wohl nicht Ihr Ernst sein oder? In so einem Ton lasse ich nicht mit mir reden. Unsere Meinungen sind anscheinend zu unterschiedlich, als das eine normale Unterhaltung über das Theater möglich ist.  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lessing und Melchior Goeze====&lt;br /&gt;
Lessing übte Kritik am traditionellen biblischen Glauben und am protestantischen Lehrbegriff (z.B. von der Erbsünde und der Erlösung durch den Tod Christi). Die Folge davon war, dass ihm die Zensurfreiheit entzogen wurde und er den &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; als literarische Antwort darauf verfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Chronologie der Ereignisse=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vor der Auseinandersetzung Lessings und Goeze traf Lessing sein Schicksal. Durch den plötzlichen Tod seines Kindes und dem darauffolgenden seiner Frau, suchte er auf rationaler Ebene nach Gründen und Sinnhaftigkeit für sein persönliches Schicksal. Seiner Trauer widmete er sich mit Hilfe seines Verstandes und der Schaffung rational ausgerichteter Werke. Nach zwei Jahrzehnten des Versuches, ein unabhängiger Schriftsteller zu werden, trat Lessing das Amt des Bibliothekvorstehers an und sicherte sich sein Zensurrecht (1770). (vgl. Nathan der Weise Anhang S.166 Z1)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lessing erhielt Schriften des Freundes und Professors Samuel Reinhards, welche Kritik an dem Alten und Neuen Testament sowie des protestantischen Lehrbegriffs darstellen und sich zugleich mit diesem beschäftigen. ( Erbsünde, Erlösung durch den Tod Christi). Diese veröffentlichte Lessing.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Goeze führte im Januar 1778 einen Angriff auf Lessing durch, auf den Lessing mit „Anti-Goeze“ Briefen antwortet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Streit wird 1778 gewaltsam gelöst, indem am 6. Juli Lessing der weitere Druck und Vertrieb der „Beiträge“, in denen die Fragmente erschienen waren, verboten wurden und am 13. Juli folgt das Verbot der Fortsetzung der Anti-Goeze Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lessing antwortete darauf noch mit einigen Briefen, auf ein paar unnötige Frage Goezes, worauf er auch nicht mehr aus anderen Orten mit Streitbriefen schreiben durfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Als Konsequenz wird Lessing die Zensurfreiheit entzogen und er konzentriert sich wieder auf das Theater. &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039; entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lessing schrieb zum letzten Mal im Oktober 1778 auf einen Angriff Goezes mit dem Versuch einer Reihe &amp;quot;Der nötigen Antwort auf eine sehr unnötige Frage&amp;quot;, worauf der Streit mit diesem Artikel endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Zusammenfassung der zentralen Aussagen von Pastor Goeze und Lessing=====&lt;br /&gt;
Lessing steht für den Vernunft-Glauben und möchte die Leichtgläubigkeit durch denkenden Glauben ersetzen. Die Mühe, hinter die Wahrheit zu kommen, macht für ihn den Wert des Menschen aus und nicht der Besitz der Wahrheit allein. Lessing sieht die Leichtgläubigkeit als Missbrauch der Autorität an.&amp;lt;ref&amp;gt;Diekhans, Johannes; Schünemann, Luzia: EinFach Deutsch Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Neubearbeitung: Westerman 2019, S. 176ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Pastor [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Melchior_Goeze Melchior Goeze] reagiert auf Lessings Kritik (Wahrheitsbekenntnis), welche Goezes Replik und Widersprüche des biblischen Offenbarungsberichts darstellte. Zudem enthüllt Lessing sein viel zitierendes Wahrheitsbekenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ein fiktives Streitgespräch zwischen Goeze und Lessing=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Was fällt dir ein die Bibel in Frage zu stellen und die Autorität der Kirche mit deiner erbärmlichen Duplik zu verleugnen, du Gotteslästerer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Du, du Kirchenfanatiker, hältst dich und deine biblischen Offenbarungsberichte für etwas besseres. Dabei untermauerst du nur deine Einfältigkeit, ohne jeglichen Versuch selbst an die Wahrheit zu gelangen. Ich, als von Vernunft geleiteter Mensch, strebe durch Nachforschung und aufrichtige Mühe die Wahrheit an. Dir, dir liegt sie bloß zu Füßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Wer bist du, dass du, die der Geboten und Verheißung folgende Wahrheit demütigst und es wagst, Gott und seine Vertreter auf der Erde in den Dreck zu ziehen? Wenn du so weiter hantierst, drohst du ins offene Feuer zu laufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Wer ich bin? Ein Mensch mit Wert und Verstand. Ich verkaufe keine fahrlässigen Behauptungen für wahr. Wenn du in die Hölle möchtest, dann mach nur weiter so, du bist auf dem besten Wege. Mein Ziel ist es lediglich, die Menschen von dem Vernunftglauben zu überzeugen. So einer Leichtgläubigkeit sollte keiner trauen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Du und dein Verstand. Laber keinen Unsinn. Es ist Rechtfertigung genug, dass der ganze Staat und die bürgerliche Verfassung auf dem Glauben basieren! Unser Glaube brauch keinen Verstand. Er kommt aus tiefstem Herzen und erweist immer Loyalität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Ihr könnt ja aus tiefstem Herzen glauben , aber vor allem sollt ihr denken. Der Verstand ist der springende Punkt. Allein gehorchen und sich die Bibel als Vorschrift zu nehmen ist lächerlich. Was hat man denn davon? Was bringt es denn den Menschen, von ihren veralteten und längst überholten Tatsachen beschallt zu werden? Nicht in der Lage zu sein, selbst zu denken und sich alles vorgaukeln zu lassen? „Super“ Sache! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Wir glauben nicht nur, wir wissen. Und es ist ganz leicht zu erklären, warum wir uns darauf beruhen. Wirf einfach einen Blick zurück in die Vergangenheit. Wann haben Samen der Rebellion reife Früchte getragen? Ganz einfache Antwort: nie! Und das liegt daran, dass diese nicht aus der Hand der Christen sondern von Gott selbst gesät werden. Gott einzig und allein trägt die Verantwortung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Mein lieber Götze, wann habe ich denn von Rebellion gesprochen? Ich spreche nur von den Überlegungen auf persönlicher Ebene und der Bildung eigener Meinungen durch das Denken. Das passiert wohl, wenn man selbst seinen Verstand nicht benutzt und sich an Gegebenheiten erfreut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Du bist ja lächerlich. Und von so einem Witzbold und dessen ach so tollen Grundsätzen soll ich mir als Pfarrer meine Auffassungen abstreiten lassen? In meinen Träumen nicht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Oh ja! Allerdings mache ich deine sinnlosen Behauptungen runter und stelle meine vernünftigen, selbst nachgeforschten Erkenntnisse, in den Vordergrund. Solch zufällige Geschichtswahrheiten der Bibel können niemals standhalten mit belegten Vernunft-Wahrheiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Ich glaube, ich muss lachen! Ihre Laberei und Kritzeleien von Vernunftwahrheiten können Sie sich was weiß ich wohin stecken. Es ist lächerlich, wie du dich als Wichtigtuer aufführst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Es mag sein, dass Sie meine Art des Schreibens nicht mögen, aber das liegt an meiner metaphorischen Art und Weise. Festzustellen ist letztendlich doch, dass du die Wahrheit kennst, ohne nachgeforscht zu haben. Deine Wahrheit besteht nur daraus, dass du keinen Plan hast und damit nur deine Leichtgläubigkeit bestätigst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Dass du dich traust so etwas über mich zu behaupten!? Das wird Konsequenzen haben, glaube mir! Du Gotteslästerer!   [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Inhalt===&lt;br /&gt;
Das Drama spielt in Jerusalem. Die Handlung beginnt mit Nathans Rückkehr von einer Geschäftsreise. Er erfährt von Daja, seiner Haushälterin, dass seine Tochter Recha von einem Tempelherren aus dem brennenden Haus gerettet worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit regiert in Jerusalem Sultan Saladin. Er will sich auf Empfehlung seines Schatzmeisters Al Hafi von Nathan Geld leihen. Er erfindet eine List. Es kommt zu einem Treffen zwischen Saladin und Nathan, in dem Saladin - statt um Geld zu bitten - Nathan fragt, welche Religion die wahrhaftige sei.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt die Ringparabel über einen Vater, der auf dem Sterbebett seinen Ring - ein alten Tradition zufolge - an seinen Lieblingssohn weitergeben wollte. Weil er sich aber nicht entscheiden konnte, welcher von dreien sein Lieblingssohn ist, kopierte er den Ring und gab allen drei einen. Diese stritten dann vergeblich darum, wer den echten hat. Ein Richter entschied, dass jeder Sohn seinen Ring als wahren ansehen solle. So sei es auch mit den drei Weltreligionen. Von Nathans Antwort auf seine Frage nach der wahren Religion ist der Sultan erstaunt und gerührt  bittet um Nathans Freundschaft.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Recha und der Tempelherr sich treffen, verliebt sich der Tempelherr in Recha und bittet Nathan um die Einwilligung zur Heirat. Da Nathan sich aber nicht sicher ist, ob die beiden verwandt sind, handelt er abweisend. Als Nathan ein Familienbuch von dem Klosterbruder gebracht bekommt, findet er heraus, dass alle miteinander verwandt sind.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich alle im Palast von Saladin versammeln wird klar, dass Recha und der Tempelherr die Kinder seines - seit zwanzig Jahren verschollenen - Assad sind. Dieser ist der Bruder von Saladin und Sittah. Am Ende erkennen außerdem alle, dass es eigentlich sinnlos ist, darüber zu streiten, welche Religion die wahre oder die beste sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man folgende Kernaussagen für das Drama formulieren: Alle drei Weltreligionen können in einer Art Familie aufgefunden werden, alle Religionen sind quasi miteinander verwandt, weil sie einen gemeinsamen Ursprung haben. Jede Religion ist die wahre. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:ErTNSG|ErTNSG]]]/ [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:EvLaNSG|EvLaNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Figurencharakterisierungen===&lt;br /&gt;
Hier wollen wir sukzessive die wichtigsten Figuren des Dramas charakterisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Charakterisierung der Figur Nathan anhand der Exposition (1.1)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan ist die Hauptfigur des Dramas &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039; von Gotthold E. Lessing. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt zusammen mit seiner Tochter namens Recha und deren Gesellschafterin Daja, die Christin ist. Selbst ist Nathan Jude, weshalb er seine Tochter auch jüdisch erzieht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan ist ein erfolgreicher, gut verdienender Geschäftsmann, der sich keine Sorgen um sein Geld macht. Nachdem sein Haus abgebrannt ist, hat er keinerlei Existenzängste, sondern nimmt es gelassen hin, dass er wohlmöglich ein neues Haus bauen muss, was wiederum mit Kosten verbunden wäre (vgl. V. 17f). Außerdem ist er bereit, alle seine Schätze an den Retter Rechas abzugeben, was sowohl eine große Dankbarkeit zeigt, als auch verdeutlicht, dass Nathan Geld und Reichtum nicht so wichtig sind (vgl. V. 94 ff). Als er Daja von all seinen Geschenken erzählt, die er von seiner Geschäftsreise für sie mitgebracht hat, wird erneut deutlich, dass es ihm an Geld nicht mangelt (vgl. V. 43f und V. 48f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wird dadurch auch veranschaulicht, dass Nathan anscheinend doch nicht so ehrlich und großmütig ist, wie alle seine Mitmenschen von ihm denken. Mit den Mitbringseln erhofft er sich nämlich Dajas Schweigen, über einen noch unbekannten (dramatischen) Konflikt bezüglich seiner Tochter (vgl. V. 37 ff und V.58). Hier wird auch deutlich, dass Nathan eine gewisse Macht über Daja besitzt (vgl. V. 58f) und sich in der Position befindet, Befehle erteilen zu können (z.B. vgl. V. 154f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gelassen Nathan scheint, als er von seinem abgebrannten Haus erfährt, so hilflos und verzweifelt wirkt er, als ihm erzählt wird, dass seine Tochter fast gestorben wäre. Als Daja es ihm erzählt, scheint er fast durchzudrehen und will ebenso sterben wie seine Tochter (vgl. V. 24ff). Dies spiegelt den „Vaterinstinkt“ wider, den Nathan gegenüber Recha besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Nathan Daja schon seid längerem zum Schweigen zwingt, ist diese von seiner Rückkehr höchst erfreut, was sein hohes Ansehen hervorhebt (vgl. V. 1f und V. 167: „Ihr seid so gut und zugleich so schlimm!“). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren ist Nathan wissbegierig (vgl. V. 80ff), einfühlsam (vgl. V. 128ff) und kann logische Schlussfolgerungen ziehen (vgl. V. 139). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lässt sich ergänzen, dass Nathan Redewendungen benutzt (vgl. V. 11) und viel von Gott spricht (vgl. z. B.  V. 3 und 14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man festhalten, dass Nathan ein gutmütiger, ehrlicher, gelassener und großzügiger Mann ist, solange es nicht um seine Tochter Recha geht, dann ist er so ziemlich das Gegenteil der eben genannten Eigenschaften. Zum Beispiel ist er nicht mehr ganz ehrlich, um seine Tochter zu beschützen. Außerdem scheint eine gewisse Spannung zwischen Nathan und Daja zu existieren, die sich im Laufe des Dramas womöglich noch aufklären wird. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste Charakterisierung Nathans aus der Sicht von Daja:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dajas Sicht ist Nathan ein viel beschäftigter Geschäftsmann, der sehr lange unterwegs ist (Vgl. V. 1f.). Daja schätzt seine Ehrlichkeit und seinen Großmut, allerdings hält sie es nicht für richtig, dass Nathan Recha als „[seine] Recha“ (V. 28) bezeichnet. Aus Dajas Sicht haben Nathan und Recha dennoch eine gute Beziehung (Vgl. V. 87f.). Nathan ist Daja überlegen, und das weiß und akzeptiert sie auch. Dies lässt sich an ihren erwiderten Worten „Ich schweige“ (V. 58), auf die Aufforderung zu schweigen, erkennen. Zudem möchte Daja gerne über ihr Gewissen reden, allerdings unterbricht Nathan sie immer wieder, um ihr Geschenke zu übergeben (Vgl. V. 41ff.).  Sie weiß, dass Nathan ein sehr gütiger Mensch ist und seinen Liebsten gerne viel gibt (Vgl. V.53f), aber dies wirkt materialistisch auf sie, denn er schert sich nicht darum, dass sein Haus abgebrannt ist, und durch die teuren Geschenke zeigt er, dass ihm das Geld nicht wichtig ist (Vgl. V.46f).  Daraufhin wirft sie ihm vor, alles nur mit materiellen Gütern lösen zu wollen (Vgl. V. 52f.). In Dajas Augen ist Nathan ein entschlossener und eventuell etwas übermütiger Mann (Vgl. V. 162), der sowohl positive als auch negative Seiten an sich hat: „Ihr seid so gut und seid zugleich so schlimm!“ (V. 167).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Nathan aus Sicht von Daja ein liebenswürdiger Vater und ein ehrlicher Geschäftsmann ist. Sie ist ihm unterlegen, aber schätzt dennoch seine guten Seiten. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]]&lt;br /&gt;
======Komplexität und Entwicklungspotenzial======&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;statische Figur&#039;&#039;&#039; entwickelt sich im Laufe einer Handlung nicht (Nathan) – eine &#039;&#039;&#039;dynamische&#039;&#039;&#039; schon (Tempelherr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eindimensionalität&#039;&#039;&#039; vs. &#039;&#039;&#039;Mehrdimensionalität&#039;&#039;&#039;: Komplexität einer Figur; sie zeigt nur ein stereotypiertes Verhalten oder verschiedene Facetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilanz Nathan: Nathan ist eine statische, aber durchaus mehrdimensionale Figur: Er entwickelt sich nicht, zeigt aber verschiedene Facetten einer Persönlichkeit: Geschäftsmann, besorgter Vater, gläubiger Jude, dankbarer und großzügiger Mitmensch. Im weiteren Verlauf des Dramas erweist er sich darüber hinaus auch als guter Freund und weiser Erzieher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nathan, der weise Erzieher===&lt;br /&gt;
Titelgebend gilt Nathan als weise. Diese Weisheit setzt er gerne ein, um Menschen in seinem Umfeld zu erziehen, d.h. sie im Sinne der Aufklärung zu unterrichten. Wir haben uns exemplarisch mit die beiden Hauptfiguren der nächsten Generation, seiner Tochter Recha und ihrem Retter, dem Tempelherrn, beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nathan und Recha: Szenenanalyse der Szene 1.2=====&lt;br /&gt;
In dem Gespräch zwischen Nathan und Recha (Szene 1.2) geht es um den Unterschied zwischen Dankbarkeit durch reine Schwärmerei und wirklich gutem Handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Betrachtung der Szene lassen sich folgende Sinnabschnitte festlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#V.169-186: Recha freut sich über Nathans Rückkehr und sein sowie ihr Überleben. Durch ihre vielen Ausrufe macht Recha klar, dass sie sehr große Angst um Nathan, jedoch vor allem auch um sich selber hatte.&lt;br /&gt;
#V.186-210: Sie ist überzeugt, ihr Überleben sei ein Wunder gwesen und ein Engel habe sie gerettet, Nathan hingegen ist der Überzeugung, es sei ein Mensch gewesen. Durch Rechas Ausdruck &amp;quot;unter weißem Fittiche&amp;quot; (V.191) wird Nathan und auch dem Zuschauer klargemacht, dass Recha nur denkt, es sei ein Engel gewesen, weil der Tempelherr durch seinen weißen Mantel ihrer Vorstellung eines Engels entspricht.&lt;br /&gt;
#V.210-243: Nathan erklärt Recha, dass es kein kleineres Wunder sei, wäre es ein Mensch und dass das eben das Wunder sei, dass man diese Wunder; durch Menschenhand; nicht mehr erkennt. Durch die indirekte Benennung Rechas als Kind (vgl.V.222) verbunden mit den Ausrücken &amp;quot;gaffend&amp;quot;, &amp;quot;Ungewönlichste&amp;quot; (V.223) und &amp;quot;Neueste&amp;quot; (V.224) macht Nathan Recha klar, wie Sensationslustig die Menschen; und sie; sind. Dies wird auch durch Nathans Nutzung von rhetorischen Fragen deutlich (V.213ff.), welche die eigentliche Ansicht Nathans verspotten, um Recha begreiflich zu machen, wie lächerlich ihre Ansicht ist.&lt;br /&gt;
#V.243-270: Daja erklärt, wie es sein kann, dass der Tempelherr von Sultan Saladin verschont wurde. Nathan nutzt wieder zahlreiche rhetorische Fragen, die sich an Dajas Erklärung anschließen, um Recha und Daja klarzumachen, dass sie an das &amp;quot;eigentlich Unglaubliche&amp;quot; glauben, statt die reale Welt zu sehen (vgl.V.257ff.)&lt;br /&gt;
#V.270-287: Recha beginnt zu begreifen, dass der Tempelherr doch ein Mensch ist. Nathan erklärt Recha, dass das eigentliche Wunder bereits in der Verschonung des Tempelherrn liegt und nutzt auch hier wieder rethorische Fragen, um Recha von ihrer Engelsvorstellung weg, hin zu der wahren Erkenntis von Wundern zu führen, die vor ihrer Nase ablaufen (vgl.V.277ff.).&lt;br /&gt;
#V.287-317: Nathan erklärt, warum es einfacher ist zu denken, dass ein Engel einen gerettet habe als ein Mensch. Durch die Nutzung von Ausrufen, wie &amp;quot;Stolz!&amp;quot; (V.293) und Fragen, die einen Rückbezug zu Dajas Meinung herstellen (&amp;quot;Was es schadet, fragst du?&amp;quot; (V.297)), wird Nathans Empörung über diese Denkweise deutlich. Indem er über das gesamte Gespräch hinweg zahlreiche Fragen in seine Antworten einbaut, möchte er Recha (,sowie Daja) dazu auffordern die Antworten, welche eigentlich klar erkennbar für ihn sind, selber zu erkennen und ihnen nicht nur seine Ansicht &amp;quot;aufdrücken&amp;quot;, sondern stattdessen vielmehr ihre Ansicht ändern.&lt;br /&gt;
#V.317-357: Nachdem Nathan seine Ansicht klar gemacht hat, spekuliert er, was dem Tempelherren wohl alles zugestoßen sein könnte und verschreckt Recha. Durch seine Spekulierungen über das Wohlergehen des Tempelherren (vgl. V.330ff.) möchte er Recha klarmachen, dass es für sie viel leichter ist, sich eine Vorstellung eines Engels auszumalen, um so, statt wirklich gut zu handeln, einfach nur vor sich hin zu schwärmen&lt;br /&gt;
#V.357-370: Recha ist erleichtert, als Nathan erklärt, dass der Tepelherr noch lebe. Durch ddas Gefühl der Erleichterung, welches Recha verspürt, soll ihr klar gemacht werden, wie wichtig es ist wahrhaft dankbar zu sein.&lt;br /&gt;
#V.370-375: Nun entdeckt Nathan einen Muselmann, Al-Hafi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Recha zeigt sich über das ganze Gespräch hinweg sehr schwärmerisch, was beispielsweise an Ausdrücken, wie z.B. &amp;quot;unsichtbaren Engel&amp;quot; (V.188), &amp;quot;sichtbar&amp;quot; (V.190) und &amp;quot;weiße Fittiche&amp;quot; V.191) zu erkennen ist. Zu dem neigt sie dazu, sich selbst sehr in den Fokus zu rücken, was zum Beispiel bemerkbar ist, als sie Nathan begrüßt: &amp;quot;Die arme Recha&amp;quot; (V.175). Außerdem zeigt sie sich als eine Person, die sehr hysterisch ist und dazu neigt, Dinge zu dramatisieren, wie &amp;quot;Welch kalter Schauer Befällt mich! -Daja!-Meine Stirne, sonst so warm, fühl! ist auf einmal Eis!&amp;quot; (V.331ff.) oder &amp;quot;Krank! Krank!&amp;quot; (V.336) oder &amp;quot;Ah, mein Vater!&amp;quot; (V.339).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Recha durch ihre Vorstellung eines Engels, statt eines Menschen, die Schwärmerei dem wahrhaft guten Handeln &amp;quot;vorzieht&amp;quot;. Nathan möchte ihr, durch seine Hypothesen über das Wohlergehen des Tempelherrn und seine zahlreichen Ausrufe und Fragen Einsicht verschaffen und ihr den Sinn wahrer Dankbarkeit klarmachen und ihre Sicht auf die Welt ins &amp;quot;Reale&amp;quot; ändern. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:CKrNSG|CKrNSG]]]&amp;lt;br /&amp;gt;Nathan ist in dieser der dominante oder erklärende Charakter. Er stellt viele rhetorische Fragen (vgl.V.302ff.), um seine Klugheit und seine belehrende Rolle zu Recha zu unterstreichen.  Nathan lässt so Recha selbst zu Erkenntnis kommen, dass er Recht über z.B. das Wunder hat. Nathan benutzt außerdem viele Vergleiche, um den Handlungsverlauf Recha zu verdeutlichen und um die Wahrheit leichter darzustellen (vgl.V.203). [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:EvLaNSG|EvLaNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan will Recha von ihrer Meinung abbringen, indem er ihr ihre Fehler aufzeigt, diese aber nicht Fehler nennt, sondern ihre Standpunkte logisch nachvollzieht. Nathan erklärt alles sehr anschaulich und nachvollziehbar, wodurch er sehr glaubwürdig wirkt. Er weiß, dass Menschen eher emotional als rational denken und handeln. Somit gelingt es Nathan, Recha von seiner Sichtweise zu überzeugen. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:MeJNSG|MeJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Charakterisierung Recha=====&lt;br /&gt;
Sie glaubt an einen Engel, der sie aus dem Feuer gerettet hat; der Engelsglaube steht symbolisch für einen starken Glauben. Sie ist ein liebevoller, großherziger, schwärmerischer Mensch, z.B. schwärmt sie für den Tempelherren (V. ) und ihren Vater, hat ein liebevolles Verhältnis zu Daja. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat eine traumatische Erfahrung hinter sich, als sie in dem brennenden Elternhaus fast ums Lebens gekommen wäre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lichtblick: Kerze, Glaubenssymbol, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Nächstenliebe erkennt man an den Werten, die sie lebt oder leben sollte. Z.B. ist sie bereit, über Religionsgrenzen hinweg den Tempelherrn zu lieben, hat als Jüdin auch eine gutes Verhältnis zur Christin Daja.  Belege?&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====Nathan und der Tempelherr=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Vorderansicht..jpg|mini|Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Vorderansicht. (c): [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]], 2021&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das Schwert vorne links aus der Sicht des Betrachters, das „Kettenhemd“ auf dem Körper und der Helm auf dem Kopf stehen für das Leben als Ritter und Kämpfer.&#039;&#039;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Treffen zwischen Nathan und dem Tempelherren (II.5) verläuft in vier Phasen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Nathan wartet auf den Tempelherrn, um sich bei ihm für Rechas Rettung zu bedanken. Der Tempelherr präsentiert sich abweisend (V.1201), herablassend („Was Jude, was?“; V. 1200), judenfeindlich, verwirrt  und unruhig über seine Begnadigung und den Verlust seiner Mitstreiter (Belege?). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie diskutieren über eine Entschädigung im Sinne eines Dankes, der Tempelherr lehnt aber ab: Er verweist auf seine Pflicht als Ritter (V. 1213). Er benutzt Formulierungen, die seine abwertende, klischeehafte Haltung gegenüber Juden verdeutlichen, z.B. sie als reiche, geizige, geldgierige Menschen wahrzunehmen („Der reiche Jude war mir nie der bess‘re Jude“, V. 1231). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie diskutieren über ihre Religionen: Der Tempelherr erkennt Nathans Weisheit an, wie dieser mit Konflikten umgeht, bis sie sich entschließen, Freunde zu werden. Er erfährt Wertschätzung für seine (guten) Taten, er lernt, Vorurteile abzulegen, dem anderen zuzuhören und dessen Meinung zu respektieren (Belege?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie schließen Freundschaft und werden von Daja unterbrochen, die Nathan zum Sultan schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nathans Sprechweise:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu  Beginn spricht Nathan ruhig und vorsichtig mit dem Tempelherren und möchte ihm sein Anliegen darlegen. Er ist voller Dank und  drückt sich freundlich und auf zurückhaltende Weise aus.  Im zweiten Abschnitt wird er etwas aufdringlicher und spricht hektischer, denn er versteht nicht wieso der Tempelherr von ihm genervt ist und für seine Tat nicht belohnt werden möchte. Im dritten Abschnitt hingegen spircht Nathan sehr gefühlsvollUnd macht durch das Küssen des Mantels klar, wie unendlich dankbar er für die Rettung seiner Tochter ist. Als Nathan im nächsten Abschnitt erklärt, dass es viele gute Menschen gibt, spricht er ruhig und überzeugend. Hier erkennt man seine Weisheit. Als sich die beiden zum Schluss nun doch anfreunden, spricht er wieder aufgelockert und dynamisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Sprechweise des Tempelherren:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn, als Nathan auf ihn zukommt, spricht er genervt und ist Nathan gegenüber abgeneigt. Er möchte sich nicht ständig anhören, wsa für ein Held er sei, denn er hält seine Tat falls etwas selbstverständlich ist. Zudem spricht er in kurzen klaren Sätzen. Sobald Nathan ihm etwas von seinem Reichtum abgeben möchte, um dem Tempelherren sein Dank auszusprechen, ist er wieder abgeneigt und antwortet mit setzen wie: „ihr? Mit nichts.“ (V 1231). Hier wird deutlich dass der Tempel her nichts von Nathan möchte. Er wird nun jedoch etwas aufgelockertter und sagt, dass er sich über einen neuen Mantel freuen würde. Er spricht Nathan gegenüber geöffneter. Als Nathan im folgenden seinen Mantel küsst beginnt der Tempelherr ihn beim Namen zu nennen und spricht mit kurzen abgehakten setzen, da er überwältigt ist. Als Nathan sich ihm gegenüber bekennt und seine tolerante Denkweise in Bezug auf die Weltreligionen und die Verbindung zu allen  Menschen äußert, beginnt der Tempelherr voller Anerkennung zu sprechen und wendet sich nicht mehr von Nathan ab. Letzt endlich gewinnt Nathan die Empathie des Tempelherren für sich und beide unterhalten sich wie Freunde. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathans Sprechweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er tritt dem Tempelherrn höflich gegenüber(V.1198)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er lässt ihn aber nicht ausreden (V.1206, V.1261)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-lässt nicht locker, versucht hartnäckig seinen Dank auszusprechen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-freut sich am Ende über die Freundschaft mit Nathan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-will den entstehenden Konflikt ruhig, gelassen  und mit weisen Worten lösen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprechweise des Tempelherrn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist eher unhöflich(V.1199)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er hat keinen Respekt(V.1219)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist abwertend gegenüber dem Judentum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist zu Beginn genervt und hat keine Lust zu reden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-am Ende ist er erfreut über die neue Freundschaft mit Nathan   [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Gespräch ist im Grunde ein Aufklärungsgespräch; es steht exemplarisch für Lessings Anspruch, sein Publikum [https://de.wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl%C3%A4rung%3F im Sinne Kants aufzuklären.]&lt;br /&gt;
=====Der Tempelherr=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Rückansicht..jpg|mini|Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Rückansicht. (c) [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]] 2021. &#039;&#039;Der weiße Umhang symbolisiert den Frieden, für den der Tempelherr kämpft und das Kreuz auf dem Umhang steht für das Christentum.&#039;&#039;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Der Tempelherr ist ein mehrdimensionaler, dynamischer Charakter: Er gewichtet seine inneren Werte (Religiosität, Empathie, ritterlicher Ethos) im Verlauf der Handlung neu und entwickelt sich von einem christlich-typisierten Charakter zu einem Christen mit humanistischem Weltbild und humanistischen Wertvorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nathan und Saladin - die Ringparabel=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aktualität===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Was ist an dem Stück so besonders, dass es bis heute noch aufgeführt wird?&amp;lt;ref&amp;gt;[[FlMNSG]]: Themenfrage zum Einstieg in das Unterrichtsvorhaben.&amp;lt;/ref&amp;gt;  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[FlMNSG]]]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktualität des Dramas: Meiner Meinung nach ist das Drama noch aktuell, da es heute immer noch Konflikte zwischen verschiedenen Religionen gibt und das Drama eine gute Lösung mit dem Beispiel der Ringparabel zu den Konflikten findet. [[Benutzer:MuGNSG|[MuGNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist das Drama aktuell? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde, dass die Weltreligionen damals viel mehr im Alltag eingebunden waren und viel mehr Menschen an die Religionen fest geglaubt haben und den Glauben ausgelebt haben als heute. Heutzutage wird weniger Wert auf Religionen gelegt und deswegen ein Drama mit Konflikte über Religion irrelevanter als damals geworden ist. Im realen Leben gab es viel mehr Konflikte zwischen den 3 Religionen als heutzutage. [[Benutzer:BilMNSG|[BilMNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weblinks===&lt;br /&gt;
Zum Autor: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing Wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk digital: [https://www.projekt-gutenberg.org/lessing/nathan/nathan.html Projekt-gutenberg.org: Nathan der Weise]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [https://c.wgr.de/buchlinks/978-3-14-022734-6/SNG-22734-003_AB_3.pdf Figurenkonstellation]. Quelle: EinFachDeutsch. Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Neubearbeitung 2019, S. 32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Frage &amp;quot;Was ist Aufklärung?&amp;quot;: Quelle: [https://de.wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl%C3%A4rung%3F wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufklärung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Quelle: Diekhans, Johannes, Schünemann, Luzia: EinFach Deutsch Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Textausgabe. Westermann 2019, S. 166-170, Zusatzmaterial: S. 176-178&amp;quot; /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise</title>
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		<updated>2021-12-01T08:27:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Das Spannungsfeld zwischen Individuum um Gesellschaft im Spiegel des Theaters&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet das [https://padlet.com/flossdorfmaren/Wiki Thema] für uns? Welche Schwerpunkte wollen wir setzen[[Datei:Wolfenbüttel - Nathan der Weise.jpg|mini|Denkmal &amp;quot;Nathan der Weise&amp;quot; in Wolfenbüttel, zum Gedenken an [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing Gotthold Ephraim Lessing], ein Werk von [https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Schmidtbochum Erich Schmidtbochum]. (c) [[commons:User:Holbein66|Holbein66]] (2012)|verweis=https://projekte.zum.de/wiki/Datei:Wolfenb%C3%BCttel_-_Nathan_der_Weise.jpg]]Diese Projektseiten werden gestaltet vom Leistungskurs und Grundkurs Deutsch 21/22&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wer war Gotthold Ephraim Lessing? Annäherung an den Autor===&lt;br /&gt;
Eine erste Sammlung zu seiner [https://de.padlet.com/flossdorfmaren/Lessing_vita Vita]:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Mein lieber Eschenburg,&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Meine Freude war nur kurz. Und ich verlor ihn so ungern, diesen Sohn! denn er hatte so viel Verstand! so viel Verstand! – Glauben Sie nicht, daß die wenigen Stunden meiner Vaterschaft, mich schon zu so einem Affen von Vater gemacht haben! Ich weiss, was ich sage! – War es nicht Verstand, daß man ihn mit eisern Zangen auf die Welt ziehen musste? daß er so bald Unrat merkte? – War es nicht Verstand, daß er die erste Gelegenheit ergriff, sich wieder davon zu machen? – Freilich zerrt mir der kleine Ruschelkopf auch die Mutter mit fort! – Denn noch ist wenig Hoffnung, daß ich sie behalten werde. – Ich wollte es auch einmal so gut haben, wie andere Menschen. Aber es ist mir schlecht bekommen. &#039;&#039;(Lessing an Eschenburg, 31. Dezember 1777)&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;G.E.Lessing an Eschenburg, 31.12.1777 In: G.E. Lessing: Gesammelte Werke, Bd. xc,döfdp&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====Lebensdaten=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geboren&#039;&#039;&#039;: 22. Januar 1729, Kamenz in der Oberlausitz &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gestorben&#039;&#039;&#039;: 15. Februar 1781, Braunschweig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehefrau: Eva König (1776-1778), starb kurz nach der Geburt des Sohnes an Kindbettfieber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: Traugott *24.12.1777, +25.12.1777&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eltern: Johann Gottfried Lessing (Pastor), Justina Salome Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschwister: Erdmann Salomo Lessing, Karl Gotthelf Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lebenslauf=====&lt;br /&gt;
1748-1752 Medizin-Studium in Wittenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1749-1751 „freier Schriftsteller“ in Berlin, Kennenlernen der Freunde Moses Mendelssohn (Philosoph), Friedrich Nicolai (Verleger), Ewald Christian von Kleist (Offizier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1770-1781 in Wolfenbüttel als Hofbibliothekar, viele Reisen um Einsamkeit zu entfliehen, Unzufriedenheit&lt;br /&gt;
[[Datei:Gotthold Ephriam Lessing.JPG|mini|Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781). Portrait. lizenzfrei]]&lt;br /&gt;
Nach Tod des Sohnes und der Ehefrau:  produktivste Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779: „Nathan der Weise“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1780: Verschlechterung des Gesundheitszustandes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1781: Tod aufgrund von Brustwassersucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]], [[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]], [[Benutzer:LiSNSG|LiSNSG]], [[Benutzer:AkDiNSG|AkDiNSG]], [[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]]&lt;br /&gt;
=====Intention=====&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; als typisches Werk der Aufklärung markiert Lessing Wunschvorstellung eines friedlichen Miteinanders von vernunftgeleiteten Menschen:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Nicht die Wahrheit, in deren Besitz irgendein Mensch ist, oder zu sein vermeynet, sondern die aufrichtige Mühe, die er angewandt hat, hinter die Wahrheit zu kommen, macht den Wert des Menschen. Denn nicht durch den Besitz, sondern durch die Nachforschung der Wahrheit erweitern sich seine Kräfte, worin allein seine immer wachsende Vollkommenheit besteht. Der Besitz macht ruhig, träge, stolz - Wenn Gott in seiner Rechten alle Wahrheit, und in seiner Linken den einzigen immer regen Trieb nach Wahrheit , obschon mit dem Zusatz, mich immer uns ewig zu irren, verschlossen hielten und spräche zu mir: wähle! Ich fiele ihm mit Demuth in seine Linke, und sagte: Vater gieb! die reine Wahrheit ist ja doch nicht für dich allein!&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lessing, eine Duplik, 1778&lt;br /&gt;
=====Werk=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dramen&#039;&#039;&#039;: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Damon, oder die wahre Freundschaft (Lustspiel 1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der junge Gelehrte (Lustspiel 1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die alte Jungfer (Lustspiel 1748)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Misogyn (Lustspiel 1748)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Freigeist (Lustspiel 1749)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Juden (Lustspiel 1749)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Schatz (Lustspiel 1750)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Miß Sara Sampson (Trauerspiel 1755)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Philotas (Trauerspiel 1759)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Minna von Barnhelm (Lustspiel 1767)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Emilia Galotti (Trauerspiel 1772)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Nathan der Weise (Dramatisches Gedicht 1779)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gedichte&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die drey Reiche der Natur (1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Kleinigkeiten (1751)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lieder (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Oden (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Sinngedichte (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fabeln:&#039;&#039;&#039;-Fabeln und Erzählungen (1772)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Fabeln. Drey Bücher: (1759)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ästhetische Schriften:&#039;&#039;&#039;-Rezensionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Briefe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Vorreden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie lebte und arbeitete der Schriftsteller im 18. Jahrhundert? Hintergründe zum &#039;&#039;Nathan&#039;&#039;===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das deutsche Bürgertum im 18. Jahrhundert====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18. Jahrhundert: Epochenwende und Beginn der modernen Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;G.E. Lessing: Nathan der Weise. EinFach Deutsch - Textausgabe mit Zusatzmaterialien. Westermann: 2019, S. 148-149.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Politische Situation=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Seit dem 30-jährigen Krieg: Deutsche Reich in viele kleine Territorien zersplittert (300 souveräne Territorien)&lt;br /&gt;
*Reichsgewalt lag bis 1806 beim Deutschen Kaiser (nur auf wenige Rechte beschränkt, hat eine symbolische Bedeutung)&lt;br /&gt;
*politische Entscheidungen lagen bei Territiorialstaaten&lt;br /&gt;
*offizieller Titel: Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Bevölkerung=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Herrscher  bekommen ihr Geld durch Auspressung ihrer Untertanen&lt;br /&gt;
*Lebensbedingung der Bevölkerung dürftig (feudale Lasten, fürstliche Willkür)&lt;br /&gt;
*Leibeigenen Bauern ihres Herrn hatten nur lebensnotwendige Dinge (manchmal noch weniger)&lt;br /&gt;
*Unterschicht sind mehr als zwei Drittel der Bevölkerung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bildung von neuen ökonomischen Kräften und einer neuen sozialen Schicht&lt;br /&gt;
**Handel, Bankgewerbe, Manufakturwesen&lt;br /&gt;
**Geld und soziales Prestige&lt;br /&gt;
**war noch schwach und zahlenmäßig klein&lt;br /&gt;
*Kräfteverschiebung —&amp;gt;Spannung in der Ständepyramide—&amp;gt; Konfrontation zwischen Adel und Bürgertum&lt;br /&gt;
*Bürger akzeptieren die Vorherrschaft des Adels nicht&lt;br /&gt;
**meldeten ihren Souveränitätsanspruch an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Fragen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Welche geographischen Besonderheiten zeichneten das Deutsche Reich nach dem 30-jährigen Krieg aus?&lt;br /&gt;
*Bei wem lag die Reichsgewalt bis 1806 und was war das besondere daran?&lt;br /&gt;
*Welchen offiziellen Titel trug das Deutsche Reich?&lt;br /&gt;
*Wer übte die wichtigsten politischen Entscheidungen aus?&lt;br /&gt;
*Wie groß war der Anteil der Unterschicht in der Bevölkerung?&lt;br /&gt;
*Was ist geschehen, dass Historiker das 18. Jh. als Beginn der modernen Zeit bezeichnen?&lt;br /&gt;
*Welche Gründe veranlassten Spannung in der alten hierarchischen Ständepyramide?&lt;br /&gt;
*Welche Konsequenzen resultierten aus diesen Spannungen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gottsched und Lessing- zum Theaterbetrieb im 18. Jh.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Christoph Gottscheds Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
•    Gottscheds Bemühungen konzentrierten sich auf den Spielplan des Theaters, er  möchtedas als chaotisch erlebte, herkömmliche Theater abschaffen: Beseitigung des rohen Tons auf der Bühne und Vorurteil der Gebildeten gegen das Theater, der Beruf des Schauspielers galt als nicht ehrbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     nimmt sich französische Klassik zum Vorbild &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     stellt Regeln für die Pflege einer klaren deutschen Schriftsprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     durch literarisch gehobenes Programm bringt er Drama und Theater wieder zur Anerkennung beim bildungseifrigen Bürgertum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     fordert Einhaltung von Regeln (Einheit von Ort, Zeit und Handlung im Drama)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     vernunftgeleitete Darstellung (der Natur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Ziel: moralische Belehrung des Publikums - Theater vermittelt moralische Botschaften, die das Publikum im Sinne der Aufklärung &amp;quot;erziehen&amp;quot;: Aufklärungsphilosophie ( „critischen Dichtkunst vor die Deutschen“), Aufhebung der sozialen Aufspaltung, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lessings Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
•     Stücke sollen dramatisch sein und das Publikum emotional fesseln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     Publikum soll sich emotional identifizieren können - sittliche Verbesserung des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     möchte nationales Theater, das viele Freiheiten hat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     Drama soll zum Nachdenken anregen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     geprägt von Shakespeare&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     Regeln müssen nicht eingehalten werden&amp;lt;ref&amp;gt;G.E. Lessing: Nathan der Weise. EinFach Deutsch - Textausgabe mit Zusatzmaterialien. Westermann: 2019, S. 156 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessings Theaterkonzept wird auch in der dramaturgischen Gestaltung des &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; deutlich: Das Drama erfüllt nicht konsequent das [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise/Das aristotelische 5-Akt-Schema|aristotelische 5-Akt-Schema]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Inwiefern erfüllt Lessing die geschlossene Dramenform?====&lt;br /&gt;
Lessing erfüllt die geschlossene Dramenform, indem er durch die Exposition im ersten Akt die Figuren darstellt und den Leser in die Handlung einführt. Dabei entsteht ein Konflikt zwischen Daja und Nathan, die ein Geheimnis über Rechas wahre Herkunft verbergen. Dieser Konflikt spitz sich weiter zu und wird im dritten Akt durch Daja aufgelöst. Hinzu kommt die Ringparabel, die den Höhepunkt des Dramas bildet. In Akt vier fällt die Handlung auf das Ende zu, die Spannung bleibt aber bestehen, denn die Auflösung der Verwandtschaftsverhältnisse wird angedeutet. Zum Beispiel wird Nathans schlechte Vergangenheit offenbart. Zum Schluss werden alle Geheimnisse gelüftet und alle Spannungen zwischen den Figuren gelöst. Die Familie findet friedlich zusammen, wodurch auch die Verbundenheit zwischen den drei Weltreligionen verdeutlicht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende des Dramas „Nathan der Weise“ ist keine Katastrophe, sondern vielmehr ein Triumph. Alle Konflikte und Verwicklungen, die sich im laufe der Handlung ergeben, werden gelöst und die Familie findet wieder zusammen. Nathan bezeichnet den Tempelherrn und Recha als „seine Kinder“ (V. 3812), wodurch die starke Bindung dieser „geistigen“ Familie hervorgebracht wird. Alle drei Religionen sind in dieser nun glücklichen Familie vertreten, wodurch die religiösen Unterschiede bedeutungslos werden. Das Drama hat also ein positives Ende. [[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ein fiktives Streitgespräch zwischen Gottsched und Lessing über das Theater=====&lt;br /&gt;
Lessing: Herr Gottsched, ich bin sehr enttäuscht von Ihnen. Sie versuchen doch nur Ihre französischen Vorbildernachzuahmen und bestehen dann auch noch auf die Einhaltung dieser nutzlosen Regeln. Nichts weiter! Wo bleibt da die Kreativität?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottsched: Sie haben doch keine Ahnung. Das Theater dient schließlich nicht zur Belustigung des Publikums, sondern zur Vermittlung moralischer Botschaften. Der hohe Sprachstil ist übrigens auch sehr wichtig, um das höhere Bürgertum anzusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessing: Das ist doch Unsinn. Von Ihnen lasse ich mir nichts sagen. Das Theater sollte für alle da sein, nicht nur für die Adeligen. Die Zuschauer müssen von den Aufführungen mitgerissen werden. Das geht nur, wenn sie sich mit den Rollen identifizieren können und wenn das Stück lebendig und emotional vorgetragen wird. Genau das führt zu der sittlichen Besserung des Publikums. Statt dem französischen sollten Sie sich lieber das englische Theater von Shakespeare zum Vorbild nehmen. Dann kommen Sie hoffentlich auf einen besseren Geschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottsched: Das kann doch wohl nicht Ihr Ernst sein oder? In so einem Ton lasse ich nicht mit mir reden. Unsere Meinungen sind anscheinend zu unterschiedlich, als das eine normale Unterhaltung über das Theater möglich ist.  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lessing und Melchior Goeze====&lt;br /&gt;
Lessing übte Kritik am traditionellen biblischen Glauben und am protestantischen Lehrbegriff (z.B. von der Erbsünde und der Erlösung durch den Tod Christi). Die Folge davon war, dass ihm die Zensurfreiheit entzogen wurde und er den &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; als literarische Antwort darauf verfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Chronologie der Ereignisse=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vor der Auseinandersetzung Lessings und Goeze traf Lessing sein Schicksal. Durch den plötzlichen Tod seines Kindes und dem darauffolgenden seiner Frau, suchte er auf rationaler Ebene nach Gründen und Sinnhaftigkeit für sein persönliches Schicksal. Seiner Trauer widmete er sich mit Hilfe seines Verstandes und der Schaffung rational ausgerichteter Werke. Nach zwei Jahrzehnten des Versuches, ein unabhängiger Schriftsteller zu werden, trat Lessing das Amt des Bibliothekvorstehers an und sicherte sich sein Zensurrecht (1770). (vgl. Nathan der Weise Anhang S.166 Z1)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lessing erhielt Schriften des Freundes und Professors Samuel Reinhards, welche Kritik an dem Alten und Neuen Testament sowie des protestantischen Lehrbegriffs darstellen und sich zugleich mit diesem beschäftigen. ( Erbsünde, Erlösung durch den Tod Christi). Diese veröffentlichte Lessing.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Goeze führte im Januar 1778 einen Angriff auf Lessing durch, auf den Lessing mit „Anti-Goeze“ Briefen antwortet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Streit wird 1778 gewaltsam gelöst, indem am 6. Juli Lessing der weitere Druck und Vertrieb der „Beiträge“, in denen die Fragmente erschienen waren, verboten wurden und am 13. Juli folgt das Verbot der Fortsetzung der Anti-Goeze Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lessing antwortete darauf noch mit einigen Briefen, auf ein paar unnötige Frage Goezes, worauf er auch nicht mehr aus anderen Orten mit Streitbriefen schreiben durfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Als Konsequenz wird Lessing die Zensurfreiheit entzogen und er konzentriert sich wieder auf das Theater. &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039; entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lessing schrieb zum letzten Mal im Oktober 1778 auf einen Angriff Goezes mit dem Versuch einer Reihe &amp;quot;Der nötigen Antwort auf eine sehr unnötige Frage&amp;quot;, worauf der Streit mit diesem Artikel endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Zusammenfassung der zentralen Aussagen von Pastor Goeze und Lessing=====&lt;br /&gt;
Lessing steht für den Vernunft-Glauben und möchte die Leichtgläubigkeit durch denkenden Glauben ersetzen. Die Mühe, hinter die Wahrheit zu kommen, macht für ihn den Wert des Menschen aus und nicht der Besitz der Wahrheit allein. Lessing sieht die Leichtgläubigkeit als Missbrauch der Autorität an.&amp;lt;ref&amp;gt;Diekhans, Johannes; Schünemann, Luzia: EinFach Deutsch Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Neubearbeitung: Westerman 2019, S. 176ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Pastor [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Melchior_Goeze Melchior Goeze] reagiert auf Lessings Kritik (Wahrheitsbekenntnis), welche Goezes Replik und Widersprüche des biblischen Offenbarungsberichts darstellte. Zudem enthüllt Lessing sein viel zitierendes Wahrheitsbekenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ein fiktives Streitgespräch zwischen Goeze und Lessing=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Was fällt dir ein die Bibel in Frage zu stellen und die Autorität der Kirche mit deiner erbärmlichen Duplik zu verleugnen, du Gotteslästerer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Du, du Kirchenfanatiker, hältst dich und deine biblischen Offenbarungsberichte für etwas besseres. Dabei untermauerst du nur deine Einfältigkeit, ohne jeglichen Versuch selbst an die Wahrheit zu gelangen. Ich, als von Vernunft geleiteter Mensch, strebe durch Nachforschung und aufrichtige Mühe die Wahrheit an. Dir, dir liegt sie bloß zu Füßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Wer bist du, dass du, die der Geboten und Verheißung folgende Wahrheit demütigst und es wagst, Gott und seine Vertreter auf der Erde in den Dreck zu ziehen? Wenn du so weiter hantierst, drohst du ins offene Feuer zu laufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Wer ich bin? Ein Mensch mit Wert und Verstand. Ich verkaufe keine fahrlässigen Behauptungen für wahr. Wenn du in die Hölle möchtest, dann mach nur weiter so, du bist auf dem besten Wege. Mein Ziel ist es lediglich, die Menschen von dem Vernunftglauben zu überzeugen. So einer Leichtgläubigkeit sollte keiner trauen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Du und dein Verstand. Laber keinen Unsinn. Es ist Rechtfertigung genug, dass der ganze Staat und die bürgerliche Verfassung auf dem Glauben basieren! Unser Glaube brauch keinen Verstand. Er kommt aus tiefstem Herzen und erweist immer Loyalität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Ihr könnt ja aus tiefstem Herzen glauben , aber vor allem sollt ihr denken. Der Verstand ist der springende Punkt. Allein gehorchen und sich die Bibel als Vorschrift zu nehmen ist lächerlich. Was hat man denn davon? Was bringt es denn den Menschen, von ihren veralteten und längst überholten Tatsachen beschallt zu werden? Nicht in der Lage zu sein, selbst zu denken und sich alles vorgaukeln zu lassen? „Super“ Sache! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Wir glauben nicht nur, wir wissen. Und es ist ganz leicht zu erklären, warum wir uns darauf beruhen. Wirf einfach einen Blick zurück in die Vergangenheit. Wann haben Samen der Rebellion reife Früchte getragen? Ganz einfache Antwort: nie! Und das liegt daran, dass diese nicht aus der Hand der Christen sondern von Gott selbst gesät werden. Gott einzig und allein trägt die Verantwortung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Mein lieber Götze, wann habe ich denn von Rebellion gesprochen? Ich spreche nur von den Überlegungen auf persönlicher Ebene und der Bildung eigener Meinungen durch das Denken. Das passiert wohl, wenn man selbst seinen Verstand nicht benutzt und sich an Gegebenheiten erfreut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Du bist ja lächerlich. Und von so einem Witzbold und dessen ach so tollen Grundsätzen soll ich mir als Pfarrer meine Auffassungen abstreiten lassen? In meinen Träumen nicht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Oh ja! Allerdings mache ich deine sinnlosen Behauptungen runter und stelle meine vernünftigen, selbst nachgeforschten Erkenntnisse, in den Vordergrund. Solch zufällige Geschichtswahrheiten der Bibel können niemals standhalten mit belegten Vernunft-Wahrheiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Ich glaube, ich muss lachen! Ihre Laberei und Kritzeleien von Vernunftwahrheiten können Sie sich was weiß ich wohin stecken. Es ist lächerlich, wie du dich als Wichtigtuer aufführst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Es mag sein, dass Sie meine Art des Schreibens nicht mögen, aber das liegt an meiner metaphorischen Art und Weise. Festzustellen ist letztendlich doch, dass du die Wahrheit kennst, ohne nachgeforscht zu haben. Deine Wahrheit besteht nur daraus, dass du keinen Plan hast und damit nur deine Leichtgläubigkeit bestätigst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Dass du dich traust so etwas über mich zu behaupten!? Das wird Konsequenzen haben, glaube mir! Du Gotteslästerer!   [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Inhalt===&lt;br /&gt;
Das Drama spielt in Jerusalem. Die Handlung beginnt mit Nathans Rückkehr von einer Geschäftsreise. Er erfährt von Daja, seiner Haushälterin, dass seine Tochter Recha von einem Tempelherren aus dem brennenden Haus gerettet worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit regiert in Jerusalem Sultan Saladin. Er will sich auf Empfehlung seines Schatzmeisters Al Hafi von Nathan Geld leihen. Er erfindet eine List. Es kommt zu einem Treffen zwischen Saladin und Nathan, in dem Saladin - statt um Geld zu bitten - Nathan fragt, welche Religion die wahrhaftige sei.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt die Ringparabel über einen Vater, der auf dem Sterbebett seinen Ring - ein alten Tradition zufolge - an seinen Lieblingssohn weitergeben wollte. Weil er sich aber nicht entscheiden konnte, welcher von dreien sein Lieblingssohn ist, kopierte er den Ring und gab allen drei einen. Diese stritten dann vergeblich darum, wer den echten hat. Ein Richter entschied, dass jeder Sohn seinen Ring als wahren ansehen solle. So sei es auch mit den drei Weltreligionen. Von Nathans Antwort auf seine Frage nach der wahren Religion ist der Sultan erstaunt und gerührt  bittet um Nathans Freundschaft.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Recha und der Tempelherr sich treffen, verliebt sich der Tempelherr in Recha und bittet Nathan um die Einwilligung zur Heirat. Da Nathan sich aber nicht sicher ist, ob die beiden verwandt sind, handelt er abweisend. Als Nathan ein Familienbuch von dem Klosterbruder gebracht bekommt, findet er heraus, dass alle miteinander verwandt sind.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich alle im Palast von Saladin versammeln wird klar, dass Recha und der Tempelherr die Kinder seines - seit zwanzig Jahren verschollenen - Assad sind. Dieser ist der Bruder von Saladin und Sittah. Am Ende erkennen außerdem alle, dass es eigentlich sinnlos ist, darüber zu streiten, welche Religion die wahre oder die beste sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man folgende Kernaussagen für das Drama formulieren: Alle drei Weltreligionen können in einer Art Familie aufgefunden werden, alle Religionen sind quasi miteinander verwandt, weil sie einen gemeinsamen Ursprung haben. Jede Religion ist die wahre. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:ErTNSG|ErTNSG]]]/ [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:EvLaNSG|EvLaNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Figurencharakterisierungen===&lt;br /&gt;
Hier wollen wir sukzessive die wichtigsten Figuren des Dramas charakterisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Charakterisierung der Figur Nathan anhand der Exposition (1.1)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan ist die Hauptfigur des Dramas &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039; von Gotthold E. Lessing. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt zusammen mit seiner Tochter namens Recha und deren Gesellschafterin Daja, die Christin ist. Selbst ist Nathan Jude, weshalb er seine Tochter auch jüdisch erzieht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan ist ein erfolgreicher, gut verdienender Geschäftsmann, der sich keine Sorgen um sein Geld macht. Nachdem sein Haus abgebrannt ist, hat er keinerlei Existenzängste, sondern nimmt es gelassen hin, dass er wohlmöglich ein neues Haus bauen muss, was wiederum mit Kosten verbunden wäre (vgl. V. 17f). Außerdem ist er bereit, alle seine Schätze an den Retter Rechas abzugeben, was sowohl eine große Dankbarkeit zeigt, als auch verdeutlicht, dass Nathan Geld und Reichtum nicht so wichtig sind (vgl. V. 94 ff). Als er Daja von all seinen Geschenken erzählt, die er von seiner Geschäftsreise für sie mitgebracht hat, wird erneut deutlich, dass es ihm an Geld nicht mangelt (vgl. V. 43f und V. 48f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wird dadurch auch veranschaulicht, dass Nathan anscheinend doch nicht so ehrlich und großmütig ist, wie alle seine Mitmenschen von ihm denken. Mit den Mitbringseln erhofft er sich nämlich Dajas Schweigen, über einen noch unbekannten (dramatischen) Konflikt bezüglich seiner Tochter (vgl. V. 37 ff und V.58). Hier wird auch deutlich, dass Nathan eine gewisse Macht über Daja besitzt (vgl. V. 58f) und sich in der Position befindet, Befehle erteilen zu können (z.B. vgl. V. 154f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gelassen Nathan scheint, als er von seinem abgebrannten Haus erfährt, so hilflos und verzweifelt wirkt er, als ihm erzählt wird, dass seine Tochter fast gestorben wäre. Als Daja es ihm erzählt, scheint er fast durchzudrehen und will ebenso sterben wie seine Tochter (vgl. V. 24ff). Dies spiegelt den „Vaterinstinkt“ wider, den Nathan gegenüber Recha besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Nathan Daja schon seid längerem zum Schweigen zwingt, ist diese von seiner Rückkehr höchst erfreut, was sein hohes Ansehen hervorhebt (vgl. V. 1f und V. 167: „Ihr seid so gut und zugleich so schlimm!“). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren ist Nathan wissbegierig (vgl. V. 80ff), einfühlsam (vgl. V. 128ff) und kann logische Schlussfolgerungen ziehen (vgl. V. 139). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lässt sich ergänzen, dass Nathan Redewendungen benutzt (vgl. V. 11) und viel von Gott spricht (vgl. z. B.  V. 3 und 14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man festhalten, dass Nathan ein gutmütiger, ehrlicher, gelassener und großzügiger Mann ist, solange es nicht um seine Tochter Recha geht, dann ist er so ziemlich das Gegenteil der eben genannten Eigenschaften. Zum Beispiel ist er nicht mehr ganz ehrlich, um seine Tochter zu beschützen. Außerdem scheint eine gewisse Spannung zwischen Nathan und Daja zu existieren, die sich im Laufe des Dramas womöglich noch aufklären wird. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste Charakterisierung Nathans aus der Sicht von Daja:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dajas Sicht ist Nathan ein viel beschäftigter Geschäftsmann, der sehr lange unterwegs ist (Vgl. V. 1f.). Daja schätzt seine Ehrlichkeit und seinen Großmut, allerdings hält sie es nicht für richtig, dass Nathan Recha als „[seine] Recha“ (V. 28) bezeichnet. Aus Dajas Sicht haben Nathan und Recha dennoch eine gute Beziehung (Vgl. V. 87f.). Nathan ist Daja überlegen, und das weiß und akzeptiert sie auch. Dies lässt sich an ihren erwiderten Worten „Ich schweige“ (V. 58), auf die Aufforderung zu schweigen, erkennen. Zudem möchte Daja gerne über ihr Gewissen reden, allerdings unterbricht Nathan sie immer wieder, um ihr Geschenke zu übergeben (Vgl. V. 41ff.).  Sie weiß, dass Nathan ein sehr gütiger Mensch ist und seinen Liebsten gerne viel gibt (Vgl. V.53f), aber dies wirkt materialistisch auf sie, denn er schert sich nicht darum, dass sein Haus abgebrannt ist, und durch die teuren Geschenke zeigt er, dass ihm das Geld nicht wichtig ist (Vgl. V.46f).  Daraufhin wirft sie ihm vor, alles nur mit materiellen Gütern lösen zu wollen (Vgl. V. 52f.). In Dajas Augen ist Nathan ein entschlossener und eventuell etwas übermütiger Mann (Vgl. V. 162), der sowohl positive als auch negative Seiten an sich hat: „Ihr seid so gut und seid zugleich so schlimm!“ (V. 167).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Nathan aus Sicht von Daja ein liebenswürdiger Vater und ein ehrlicher Geschäftsmann ist. Sie ist ihm unterlegen, aber schätzt dennoch seine guten Seiten. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]]&lt;br /&gt;
======Komplexität und Entwicklungspotenzial======&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;statische Figur&#039;&#039;&#039; entwickelt sich im Laufe einer Handlung nicht (Nathan) – eine &#039;&#039;&#039;dynamische&#039;&#039;&#039; schon (Tempelherr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eindimensionalität&#039;&#039;&#039; vs. &#039;&#039;&#039;Mehrdimensionalität&#039;&#039;&#039;: Komplexität einer Figur; sie zeigt nur ein stereotypiertes Verhalten oder verschiedene Facetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilanz Nathan: Nathan ist eine statische, aber durchaus mehrdimensionale Figur: Er entwickelt sich nicht, zeigt aber verschiedene Facetten einer Persönlichkeit: Geschäftsmann, besorgter Vater, gläubiger Jude, dankbarer und großzügiger Mitmensch. Im weiteren Verlauf des Dramas erweist er sich darüber hinaus auch als guter Freund und weiser Erzieher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nathan, der weise Erzieher===&lt;br /&gt;
Titelgebend gilt Nathan als weise. Diese Weisheit setzt er gerne ein, um Menschen in seinem Umfeld zu erziehen, d.h. sie im Sinne der Aufklärung zu unterrichten. Wir haben uns exemplarisch mit die beiden Hauptfiguren der nächsten Generation, seiner Tochter Recha und ihrem Retter, dem Tempelherrn, beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nathan und Recha: Szenenanalyse der Szene 1.2=====&lt;br /&gt;
In dem Gespräch zwischen Nathan und Recha (Szene 1.2) geht es um den Unterschied zwischen Dankbarkeit durch reine Schwärmerei und wirklich gutem Handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Betrachtung der Szene lassen sich folgende Sinnabschnitte festlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#V.169-186: Recha freut sich über Nathans Rückkehr und sein sowie ihr Überleben. Durch ihre vielen Ausrufe macht Recha klar, dass sie sehr große Angst um Nathan, jedoch vor allem auch um sich selber hatte.&lt;br /&gt;
#V.186-210: Sie ist überzeugt, ihr Überleben sei ein Wunder gwesen und ein Engel habe sie gerettet, Nathan hingegen ist der Überzeugung, es sei ein Mensch gewesen. Durch Rechas Ausdruck &amp;quot;unter weißem Fittiche&amp;quot; (V.191) wird Nathan und auch dem Zuschauer klargemacht, dass Recha nur denkt, es sei ein Engel gewesen, weil der Tempelherr durch seinen weißen Mantel ihrer Vorstellung eines Engels entspricht.&lt;br /&gt;
#V.210-243: Nathan erklärt Recha, dass es kein kleineres Wunder sei, wäre es ein Mensch und dass das eben das Wunder sei, dass man diese Wunder; durch Menschenhand; nicht mehr erkennt. Durch die indirekte Benennung Rechas als Kind (vgl.V.222) verbunden mit den Ausrücken &amp;quot;gaffend&amp;quot;, &amp;quot;Ungewönlichste&amp;quot; (V.223) und &amp;quot;Neueste&amp;quot; (V.224) macht Nathan Recha klar, wie Sensationslustig die Menschen; und sie; sind. Dies wird auch durch Nathans Nutzung von rhetorischen Fragen deutlich (V.213ff.), welche die eigentliche Ansicht Nathans verspotten, um Recha begreiflich zu machen, wie lächerlich ihre Ansicht ist.&lt;br /&gt;
#V.243-270: Daja erklärt, wie es sein kann, dass der Tempelherr von Sultan Saladin verschont wurde. Nathan nutzt wieder zahlreiche rhetorische Fragen, die sich an Dajas Erklärung anschließen, um Recha und Daja klarzumachen, dass sie an das &amp;quot;eigentlich Unglaubliche&amp;quot; glauben, statt die reale Welt zu sehen (vgl.V.257ff.)&lt;br /&gt;
#V.270-287: Recha beginnt zu begreifen, dass der Tempelherr doch ein Mensch ist. Nathan erklärt Recha, dass das eigentliche Wunder bereits in der Verschonung des Tempelherrn liegt und nutzt auch hier wieder rethorische Fragen, um Recha von ihrer Engelsvorstellung weg, hin zu der wahren Erkenntis von Wundern zu führen, die vor ihrer Nase ablaufen (vgl.V.277ff.).&lt;br /&gt;
#V.287-317: Nathan erklärt, warum es einfacher ist zu denken, dass ein Engel einen gerettet habe als ein Mensch. Durch die Nutzung von Ausrufen, wie &amp;quot;Stolz!&amp;quot; (V.293) und Fragen, die einen Rückbezug zu Dajas Meinung herstellen (&amp;quot;Was es schadet, fragst du?&amp;quot; (V.297)), wird Nathans Empörung über diese Denkweise deutlich. Indem er über das gesamte Gespräch hinweg zahlreiche Fragen in seine Antworten einbaut, möchte er Recha (,sowie Daja) dazu auffordern die Antworten, welche eigentlich klar erkennbar für ihn sind, selber zu erkennen und ihnen nicht nur seine Ansicht &amp;quot;aufdrücken&amp;quot;, sondern stattdessen vielmehr ihre Ansicht ändern.&lt;br /&gt;
#V.317-357: Nachdem Nathan seine Ansicht klar gemacht hat, spekuliert er, was dem Tempelherren wohl alles zugestoßen sein könnte und verschreckt Recha. Durch seine Spekulierungen über das Wohlergehen des Tempelherren (vgl. V.330ff.) möchte er Recha klarmachen, dass es für sie viel leichter ist, sich eine Vorstellung eines Engels auszumalen, um so, statt wirklich gut zu handeln, einfach nur vor sich hin zu schwärmen&lt;br /&gt;
#V.357-370: Recha ist erleichtert, als Nathan erklärt, dass der Tepelherr noch lebe. Durch ddas Gefühl der Erleichterung, welches Recha verspürt, soll ihr klar gemacht werden, wie wichtig es ist wahrhaft dankbar zu sein.&lt;br /&gt;
#V.370-375: Nun entdeckt Nathan einen Muselmann, Al-Hafi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Recha zeigt sich über das ganze Gespräch hinweg sehr schwärmerisch, was beispielsweise an Ausdrücken, wie z.B. &amp;quot;unsichtbaren Engel&amp;quot; (V.188), &amp;quot;sichtbar&amp;quot; (V.190) und &amp;quot;weiße Fittiche&amp;quot; V.191) zu erkennen ist. Zu dem neigt sie dazu, sich selbst sehr in den Fokus zu rücken, was zum Beispiel bemerkbar ist, als sie Nathan begrüßt: &amp;quot;Die arme Recha&amp;quot; (V.175). Außerdem zeigt sie sich als eine Person, die sehr hysterisch ist und dazu neigt, Dinge zu dramatisieren, wie &amp;quot;Welch kalter Schauer Befällt mich! -Daja!-Meine Stirne, sonst so warm, fühl! ist auf einmal Eis!&amp;quot; (V.331ff.) oder &amp;quot;Krank! Krank!&amp;quot; (V.336) oder &amp;quot;Ah, mein Vater!&amp;quot; (V.339).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Recha durch ihre Vorstellung eines Engels, statt eines Menschen, die Schwärmerei dem wahrhaft guten Handeln &amp;quot;vorzieht&amp;quot;. Nathan möchte ihr, durch seine Hypothesen über das Wohlergehen des Tempelherrn und seine zahlreichen Ausrufe und Fragen Einsicht verschaffen und ihr den Sinn wahrer Dankbarkeit klarmachen und ihre Sicht auf die Welt ins &amp;quot;Reale&amp;quot; ändern. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:CKrNSG|CKrNSG]]]&amp;lt;br /&amp;gt;Nathan ist in dieser der dominante oder erklärende Charakter. Er stellt viele rhetorische Fragen (vgl.V.302ff.), um seine Klugheit und seine belehrende Rolle zu Recha zu unterstreichen.  Nathan lässt so Recha selbst zu Erkenntnis kommen, dass er Recht über z.B. das Wunder hat. Nathan benutzt außerdem viele Vergleiche, um den Handlungsverlauf Recha zu verdeutlichen und um die Wahrheit leichter darzustellen (vgl.V.203). [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:EvLaNSG|EvLaNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan will Recha von ihrer Meinung abbringen, indem er ihr ihre Fehler aufzeigt, diese aber nicht Fehler nennt, sondern ihre Standpunkte logisch nachvollzieht. Nathan erklärt alles sehr anschaulich und nachvollziehbar, wodurch er sehr glaubwürdig wirkt. Er weiß, dass Menschen eher emotional als rational denken und handeln. Somit gelingt es Nathan, Recha von seiner Sichtweise zu überzeugen. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:MeJNSG|MeJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Charakterisierung Recha=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur der Recha - Vorderansicht .jpg|mini|Requisitenskulptur zur Figur der Recha [[https://projekte.zum.de/wiki/Benutzer:PhOSNSG PhOSNSG]&amp;lt;nowiki&amp;gt;]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;|alternativtext=]]&lt;br /&gt;
Sie glaubt an einen Engel, der sie aus dem Feuer gerettet hat; der Engelsglaube steht symbolisch für einen starken Glauben. Sie ist ein liebevoller, großherziger, schwärmerischer Mensch, z.B. schwärmt sie für den Tempelherren (V. ) und ihren Vater, hat ein liebevolles Verhältnis zu Daja. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat eine traumatische Erfahrung hinter sich, als sie in dem brennenden Elternhaus fast ums Lebens gekommen wäre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lichtblick: Kerze, Glaubenssymbol, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Nächstenliebe erkennt man an den Werten, die sie lebt oder leben sollte. Z.B. ist sie bereit, über Religionsgrenzen hinweg den Tempelherrn zu lieben, hat als Jüdin auch eine gutes Verhältnis zur Christin Daja.  Belege?&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====Nathan und der Tempelherr=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Vorderansicht..jpg|mini|Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Vorderansicht. (c): [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]], 2021&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das Schwert vorne links aus der Sicht des Betrachters, das „Kettenhemd“ auf dem Körper und der Helm auf dem Kopf stehen für das Leben als Ritter und Kämpfer.&#039;&#039;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Treffen zwischen Nathan und dem Tempelherren (II.5) verläuft in vier Phasen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Nathan wartet auf den Tempelherrn, um sich bei ihm für Rechas Rettung zu bedanken. Der Tempelherr präsentiert sich abweisend (V.1201), herablassend („Was Jude, was?“; V. 1200), judenfeindlich, verwirrt  und unruhig über seine Begnadigung und den Verlust seiner Mitstreiter (Belege?). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie diskutieren über eine Entschädigung im Sinne eines Dankes, der Tempelherr lehnt aber ab: Er verweist auf seine Pflicht als Ritter (V. 1213). Er benutzt Formulierungen, die seine abwertende, klischeehafte Haltung gegenüber Juden verdeutlichen, z.B. sie als reiche, geizige, geldgierige Menschen wahrzunehmen („Der reiche Jude war mir nie der bess‘re Jude“, V. 1231). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie diskutieren über ihre Religionen: Der Tempelherr erkennt Nathans Weisheit an, wie dieser mit Konflikten umgeht, bis sie sich entschließen, Freunde zu werden. Er erfährt Wertschätzung für seine (guten) Taten, er lernt, Vorurteile abzulegen, dem anderen zuzuhören und dessen Meinung zu respektieren (Belege?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie schließen Freundschaft und werden von Daja unterbrochen, die Nathan zum Sultan schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nathans Sprechweise:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu  Beginn spricht Nathan ruhig und vorsichtig mit dem Tempelherren und möchte ihm sein Anliegen darlegen. Er ist voller Dank und  drückt sich freundlich und auf zurückhaltende Weise aus.  Im zweiten Abschnitt wird er etwas aufdringlicher und spricht hektischer, denn er versteht nicht wieso der Tempelherr von ihm genervt ist und für seine Tat nicht belohnt werden möchte. Im dritten Abschnitt hingegen spircht Nathan sehr gefühlsvollUnd macht durch das Küssen des Mantels klar, wie unendlich dankbar er für die Rettung seiner Tochter ist. Als Nathan im nächsten Abschnitt erklärt, dass es viele gute Menschen gibt, spricht er ruhig und überzeugend. Hier erkennt man seine Weisheit. Als sich die beiden zum Schluss nun doch anfreunden, spricht er wieder aufgelockert und dynamisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Sprechweise des Tempelherren:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn, als Nathan auf ihn zukommt, spricht er genervt und ist Nathan gegenüber abgeneigt. Er möchte sich nicht ständig anhören, wsa für ein Held er sei, denn er hält seine Tat falls etwas selbstverständlich ist. Zudem spricht er in kurzen klaren Sätzen. Sobald Nathan ihm etwas von seinem Reichtum abgeben möchte, um dem Tempelherren sein Dank auszusprechen, ist er wieder abgeneigt und antwortet mit setzen wie: „ihr? Mit nichts.“ (V 1231). Hier wird deutlich dass der Tempel her nichts von Nathan möchte. Er wird nun jedoch etwas aufgelockertter und sagt, dass er sich über einen neuen Mantel freuen würde. Er spricht Nathan gegenüber geöffneter. Als Nathan im folgenden seinen Mantel küsst beginnt der Tempelherr ihn beim Namen zu nennen und spricht mit kurzen abgehakten setzen, da er überwältigt ist. Als Nathan sich ihm gegenüber bekennt und seine tolerante Denkweise in Bezug auf die Weltreligionen und die Verbindung zu allen  Menschen äußert, beginnt der Tempelherr voller Anerkennung zu sprechen und wendet sich nicht mehr von Nathan ab. Letzt endlich gewinnt Nathan die Empathie des Tempelherren für sich und beide unterhalten sich wie Freunde. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathans Sprechweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er tritt dem Tempelherrn höflich gegenüber(V.1198)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er lässt ihn aber nicht ausreden (V.1206, V.1261)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-lässt nicht locker, versucht hartnäckig seinen Dank auszusprechen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-freut sich am Ende über die Freundschaft mit Nathan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-will den entstehenden Konflikt ruhig, gelassen  und mit weisen Worten lösen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprechweise des Tempelherrn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist eher unhöflich(V.1199)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er hat keinen Respekt(V.1219)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist abwertend gegenüber dem Judentum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist zu Beginn genervt und hat keine Lust zu reden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-am Ende ist er erfreut über die neue Freundschaft mit Nathan   [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Gespräch ist im Grunde ein Aufklärungsgespräch; es steht exemplarisch für Lessings Anspruch, sein Publikum [https://de.wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl%C3%A4rung%3F im Sinne Kants aufzuklären.]&lt;br /&gt;
=====Der Tempelherr=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Rückansicht..jpg|mini|Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Rückansicht. (c) [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]] 2021. &#039;&#039;Der weiße Umhang symbolisiert den Frieden, für den der Tempelherr kämpft und das Kreuz auf dem Umhang steht für das Christentum.&#039;&#039;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Der Tempelherr ist ein mehrdimensionaler, dynamischer Charakter: Er gewichtet seine inneren Werte (Religiosität, Empathie, ritterlicher Ethos) im Verlauf der Handlung neu und entwickelt sich von einem christlich-typisierten Charakter zu einem Christen mit humanistischem Weltbild und humanistischen Wertvorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nathan und Saladin - die Ringparabel=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aktualität===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Was ist an dem Stück so besonders, dass es bis heute noch aufgeführt wird?&amp;lt;ref&amp;gt;[[FlMNSG]]: Themenfrage zum Einstieg in das Unterrichtsvorhaben.&amp;lt;/ref&amp;gt;  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[FlMNSG]]]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktualität des Dramas: Meiner Meinung nach ist das Drama noch aktuell, da es heute immer noch Konflikte zwischen verschiedenen Religionen gibt und das Drama eine gute Lösung mit dem Beispiel der Ringparabel zu den Konflikten findet. [[Benutzer:MuGNSG|[MuGNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist das Drama aktuell? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde, dass die Weltreligionen damals viel mehr im Alltag eingebunden waren und viel mehr Menschen an die Religionen fest geglaubt haben und den Glauben ausgelebt haben als heute. Heutzutage wird weniger Wert auf Religionen gelegt und deswegen ein Drama mit Konflikte über Religion irrelevanter als damals geworden ist. Im realen Leben gab es viel mehr Konflikte zwischen den 3 Religionen als heutzutage. [[Benutzer:BilMNSG|[BilMNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weblinks===&lt;br /&gt;
Zum Autor: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing Wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk digital: [https://www.projekt-gutenberg.org/lessing/nathan/nathan.html Projekt-gutenberg.org: Nathan der Weise]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [https://c.wgr.de/buchlinks/978-3-14-022734-6/SNG-22734-003_AB_3.pdf Figurenkonstellation]. Quelle: EinFachDeutsch. Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Neubearbeitung 2019, S. 32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Frage &amp;quot;Was ist Aufklärung?&amp;quot;: Quelle: [https://de.wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl%C3%A4rung%3F wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufklärung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Quelle: Diekhans, Johannes, Schünemann, Luzia: EinFach Deutsch Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Textausgabe. Westermann 2019, S. 166-170, Zusatzmaterial: S. 176-178&amp;quot; /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise</title>
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		<updated>2021-12-01T08:24:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Das Spannungsfeld zwischen Individuum um Gesellschaft im Spiegel des Theaters&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet das [https://padlet.com/flossdorfmaren/Wiki Thema] für uns? Welche Schwerpunkte wollen wir setzen[[Datei:Wolfenbüttel - Nathan der Weise.jpg|mini|Denkmal &amp;quot;Nathan der Weise&amp;quot; in Wolfenbüttel, zum Gedenken an [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing Gotthold Ephraim Lessing], ein Werk von [https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Schmidtbochum Erich Schmidtbochum]. (c) [[commons:User:Holbein66|Holbein66]] (2012)|verweis=https://projekte.zum.de/wiki/Datei:Wolfenb%C3%BCttel_-_Nathan_der_Weise.jpg]]Diese Projektseiten werden gestaltet vom Leistungskurs und Grundkurs Deutsch 21/22&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wer war Gotthold Ephraim Lessing? Annäherung an den Autor===&lt;br /&gt;
Eine erste Sammlung zu seiner [https://de.padlet.com/flossdorfmaren/Lessing_vita Vita]:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Mein lieber Eschenburg,&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Meine Freude war nur kurz. Und ich verlor ihn so ungern, diesen Sohn! denn er hatte so viel Verstand! so viel Verstand! – Glauben Sie nicht, daß die wenigen Stunden meiner Vaterschaft, mich schon zu so einem Affen von Vater gemacht haben! Ich weiss, was ich sage! – War es nicht Verstand, daß man ihn mit eisern Zangen auf die Welt ziehen musste? daß er so bald Unrat merkte? – War es nicht Verstand, daß er die erste Gelegenheit ergriff, sich wieder davon zu machen? – Freilich zerrt mir der kleine Ruschelkopf auch die Mutter mit fort! – Denn noch ist wenig Hoffnung, daß ich sie behalten werde. – Ich wollte es auch einmal so gut haben, wie andere Menschen. Aber es ist mir schlecht bekommen. &#039;&#039;(Lessing an Eschenburg, 31. Dezember 1777)&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;G.E.Lessing an Eschenburg, 31.12.1777 In: G.E. Lessing: Gesammelte Werke, Bd. xc,döfdp&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====Lebensdaten=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geboren&#039;&#039;&#039;: 22. Januar 1729, Kamenz in der Oberlausitz &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gestorben&#039;&#039;&#039;: 15. Februar 1781, Braunschweig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehefrau: Eva König (1776-1778), starb kurz nach der Geburt des Sohnes an Kindbettfieber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: Traugott *24.12.1777, +25.12.1777&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eltern: Johann Gottfried Lessing (Pastor), Justina Salome Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschwister: Erdmann Salomo Lessing, Karl Gotthelf Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lebenslauf=====&lt;br /&gt;
1748-1752 Medizin-Studium in Wittenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1749-1751 „freier Schriftsteller“ in Berlin, Kennenlernen der Freunde Moses Mendelssohn (Philosoph), Friedrich Nicolai (Verleger), Ewald Christian von Kleist (Offizier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1770-1781 in Wolfenbüttel als Hofbibliothekar, viele Reisen um Einsamkeit zu entfliehen, Unzufriedenheit&lt;br /&gt;
[[Datei:Gotthold Ephriam Lessing.JPG|mini|Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781). Portrait. lizenzfrei]]&lt;br /&gt;
Nach Tod des Sohnes und der Ehefrau:  produktivste Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779: „Nathan der Weise“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1780: Verschlechterung des Gesundheitszustandes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1781: Tod aufgrund von Brustwassersucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]], [[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]], [[Benutzer:LiSNSG|LiSNSG]], [[Benutzer:AkDiNSG|AkDiNSG]], [[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]]&lt;br /&gt;
=====Intention=====&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; als typisches Werk der Aufklärung markiert Lessing Wunschvorstellung eines friedlichen Miteinanders von vernunftgeleiteten Menschen:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Nicht die Wahrheit, in deren Besitz irgendein Mensch ist, oder zu sein vermeynet, sondern die aufrichtige Mühe, die er angewandt hat, hinter die Wahrheit zu kommen, macht den Wert des Menschen. Denn nicht durch den Besitz, sondern durch die Nachforschung der Wahrheit erweitern sich seine Kräfte, worin allein seine immer wachsende Vollkommenheit besteht. Der Besitz macht ruhig, träge, stolz - Wenn Gott in seiner Rechten alle Wahrheit, und in seiner Linken den einzigen immer regen Trieb nach Wahrheit , obschon mit dem Zusatz, mich immer uns ewig zu irren, verschlossen hielten und spräche zu mir: wähle! Ich fiele ihm mit Demuth in seine Linke, und sagte: Vater gieb! die reine Wahrheit ist ja doch nicht für dich allein!&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lessing, eine Duplik, 1778&lt;br /&gt;
=====Werk=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dramen&#039;&#039;&#039;: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Damon, oder die wahre Freundschaft (Lustspiel 1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der junge Gelehrte (Lustspiel 1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die alte Jungfer (Lustspiel 1748)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Misogyn (Lustspiel 1748)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Freigeist (Lustspiel 1749)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Juden (Lustspiel 1749)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Schatz (Lustspiel 1750)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Miß Sara Sampson (Trauerspiel 1755)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Philotas (Trauerspiel 1759)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Minna von Barnhelm (Lustspiel 1767)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Emilia Galotti (Trauerspiel 1772)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Nathan der Weise (Dramatisches Gedicht 1779)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gedichte&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die drey Reiche der Natur (1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Kleinigkeiten (1751)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lieder (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Oden (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Sinngedichte (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fabeln:&#039;&#039;&#039;-Fabeln und Erzählungen (1772)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Fabeln. Drey Bücher: (1759)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ästhetische Schriften:&#039;&#039;&#039;-Rezensionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Briefe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Vorreden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie lebte und arbeitete der Schriftsteller im 18. Jahrhundert? Hintergründe zum &#039;&#039;Nathan&#039;&#039;===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das deutsche Bürgertum im 18. Jahrhundert====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18. Jahrhundert: Epochenwende und Beginn der modernen Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;G.E. Lessing: Nathan der Weise. EinFach Deutsch - Textausgabe mit Zusatzmaterialien. Westermann: 2019, S. 148-149.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Politische Situation=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Seit dem 30-jährigen Krieg: Deutsche Reich in viele kleine Territorien zersplittert (300 souveräne Territorien)&lt;br /&gt;
*Reichsgewalt lag bis 1806 beim Deutschen Kaiser (nur auf wenige Rechte beschränkt, hat eine symbolische Bedeutung)&lt;br /&gt;
*politische Entscheidungen lagen bei Territiorialstaaten&lt;br /&gt;
*offizieller Titel: Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Bevölkerung=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Herrscher  bekommen ihr Geld durch Auspressung ihrer Untertanen&lt;br /&gt;
*Lebensbedingung der Bevölkerung dürftig (feudale Lasten, fürstliche Willkür)&lt;br /&gt;
*Leibeigenen Bauern ihres Herrn hatten nur lebensnotwendige Dinge (manchmal noch weniger)&lt;br /&gt;
*Unterschicht sind mehr als zwei Drittel der Bevölkerung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bildung von neuen ökonomischen Kräften und einer neuen sozialen Schicht&lt;br /&gt;
**Handel, Bankgewerbe, Manufakturwesen&lt;br /&gt;
**Geld und soziales Prestige&lt;br /&gt;
**war noch schwach und zahlenmäßig klein&lt;br /&gt;
*Kräfteverschiebung —&amp;gt;Spannung in der Ständepyramide—&amp;gt; Konfrontation zwischen Adel und Bürgertum&lt;br /&gt;
*Bürger akzeptieren die Vorherrschaft des Adels nicht&lt;br /&gt;
**meldeten ihren Souveränitätsanspruch an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Fragen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Welche geographischen Besonderheiten zeichneten das Deutsche Reich nach dem 30-jährigen Krieg aus?&lt;br /&gt;
*Bei wem lag die Reichsgewalt bis 1806 und was war das besondere daran?&lt;br /&gt;
*Welchen offiziellen Titel trug das Deutsche Reich?&lt;br /&gt;
*Wer übte die wichtigsten politischen Entscheidungen aus?&lt;br /&gt;
*Wie groß war der Anteil der Unterschicht in der Bevölkerung?&lt;br /&gt;
*Was ist geschehen, dass Historiker das 18. Jh. als Beginn der modernen Zeit bezeichnen?&lt;br /&gt;
*Welche Gründe veranlassten Spannung in der alten hierarchischen Ständepyramide?&lt;br /&gt;
*Welche Konsequenzen resultierten aus diesen Spannungen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gottsched und Lessing- zum Theaterbetrieb im 18. Jh.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Christoph Gottscheds Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
•    Gottscheds Bemühungen konzentrierten sich auf den Spielplan des Theaters, er  möchtedas als chaotisch erlebte, herkömmliche Theater abschaffen: Beseitigung des rohen Tons auf der Bühne und Vorurteil der Gebildeten gegen das Theater, der Beruf des Schauspielers galt als nicht ehrbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     nimmt sich französische Klassik zum Vorbild &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     stellt Regeln für die Pflege einer klaren deutschen Schriftsprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     durch literarisch gehobenes Programm bringt er Drama und Theater wieder zur Anerkennung beim bildungseifrigen Bürgertum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     fordert Einhaltung von Regeln (Einheit von Ort, Zeit und Handlung im Drama)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     vernunftgeleitete Darstellung (der Natur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Ziel: moralische Belehrung des Publikums - Theater vermittelt moralische Botschaften, die das Publikum im Sinne der Aufklärung &amp;quot;erziehen&amp;quot;: Aufklärungsphilosophie ( „critischen Dichtkunst vor die Deutschen“), Aufhebung der sozialen Aufspaltung, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lessings Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
•     Stücke sollen dramatisch sein und das Publikum emotional fesseln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     Publikum soll sich emotional identifizieren können - sittliche Verbesserung des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     möchte nationales Theater, das viele Freiheiten hat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     Drama soll zum Nachdenken anregen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     geprägt von Shakespeare&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     Regeln müssen nicht eingehalten werden&amp;lt;ref&amp;gt;G.E. Lessing: Nathan der Weise. EinFach Deutsch - Textausgabe mit Zusatzmaterialien. Westermann: 2019, S. 156 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessings Theaterkonzept wird auch in der dramaturgischen Gestaltung des &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; deutlich: Das Drama erfüllt nicht konsequent das [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise/Das aristotelische 5-Akt-Schema|aristotelische 5-Akt-Schema]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Inwiefern erfüllt Lessing die geschlossene Dramenform?====&lt;br /&gt;
Lessing erfüllt die geschlossene Dramenform, indem er durch die Exposition im ersten Akt die Figuren darstellt und den Leser in die Handlung einführt. Dabei entsteht ein Konflikt zwischen Daja und Nathan, die ein Geheimnis über Rechas wahre Herkunft verbergen. Dieser Konflikt spitz sich weiter zu und wird im dritten Akt durch Daja aufgelöst. Hinzu kommt die Ringparabel, die den Höhepunkt des Dramas bildet. In Akt vier fällt die Handlung auf das Ende zu, die Spannung bleibt aber bestehen, denn die Auflösung der Verwandtschaftsverhältnisse wird angedeutet. Zum Beispiel wird Nathans schlechte Vergangenheit offenbart. Zum Schluss werden alle Geheimnisse gelüftet und alle Spannungen zwischen den Figuren gelöst. Die Familie findet friedlich zusammen, wodurch auch die Verbundenheit zwischen den drei Weltreligionen verdeutlicht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende des Dramas „Nathan der Weise“ ist keine Katastrophe, sondern vielmehr ein Triumph. Alle Konflikte und Verwicklungen, die sich im laufe der Handlung ergeben, werden gelöst und die Familie findet wieder zusammen. Nathan bezeichnet den Tempelherrn und Recha als „seine Kinder“ (V. 3812), wodurch die starke Bindung dieser „geistigen“ Familie hervorgebracht wird. Alle drei Religionen sind in dieser nun glücklichen Familie vertreten, wodurch die religiösen Unterschiede bedeutungslos werden. Das Drama hat also ein positives Ende. [[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ein fiktives Streitgespräch zwischen Gottsched und Lessing über das Theater=====&lt;br /&gt;
Lessing: Herr Gottsched, ich bin sehr enttäuscht von Ihnen. Sie versuchen doch nur Ihre französischen Vorbildernachzuahmen und bestehen dann auch noch auf die Einhaltung dieser nutzlosen Regeln. Nichts weiter! Wo bleibt da die Kreativität?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottsched: Sie haben doch keine Ahnung. Das Theater dient schließlich nicht zur Belustigung des Publikums, sondern zur Vermittlung moralischer Botschaften. Der hohe Sprachstil ist übrigens auch sehr wichtig, um das höhere Bürgertum anzusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessing: Das ist doch Unsinn. Von Ihnen lasse ich mir nichts sagen. Das Theater sollte für alle da sein, nicht nur für die Adeligen. Die Zuschauer müssen von den Aufführungen mitgerissen werden. Das geht nur, wenn sie sich mit den Rollen identifizieren können und wenn das Stück lebendig und emotional vorgetragen wird. Genau das führt zu der sittlichen Besserung des Publikums. Statt dem französischen sollten Sie sich lieber das englische Theater von Shakespeare zum Vorbild nehmen. Dann kommen Sie hoffentlich auf einen besseren Geschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottsched: Das kann doch wohl nicht Ihr Ernst sein oder? In so einem Ton lasse ich nicht mit mir reden. Unsere Meinungen sind anscheinend zu unterschiedlich, als das eine normale Unterhaltung über das Theater möglich ist.  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lessing und Melchior Goeze====&lt;br /&gt;
Lessing übte Kritik am traditionellen biblischen Glauben und am protestantischen Lehrbegriff (z.B. von der Erbsünde und der Erlösung durch den Tod Christi). Die Folge davon war, dass ihm die Zensurfreiheit entzogen wurde und er den &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; als literarische Antwort darauf verfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Chronologie der Ereignisse=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vor der Auseinandersetzung Lessings und Goeze traf Lessing sein Schicksal. Durch den plötzlichen Tod seines Kindes und dem darauffolgenden seiner Frau, suchte er auf rationaler Ebene nach Gründen und Sinnhaftigkeit für sein persönliches Schicksal. Seiner Trauer widmete er sich mit Hilfe seines Verstandes und der Schaffung rational ausgerichteter Werke. Nach zwei Jahrzehnten des Versuches, ein unabhängiger Schriftsteller zu werden, trat Lessing das Amt des Bibliothekvorstehers an und sicherte sich sein Zensurrecht (1770). (vgl. Nathan der Weise Anhang S.166 Z1)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lessing erhielt Schriften des Freundes und Professors Samuel Reinhards, welche Kritik an dem Alten und Neuen Testament sowie des protestantischen Lehrbegriffs darstellen und sich zugleich mit diesem beschäftigen. ( Erbsünde, Erlösung durch den Tod Christi). Diese veröffentlichte Lessing.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Goeze führte im Januar 1778 einen Angriff auf Lessing durch, auf den Lessing mit „Anti-Goeze“ Briefen antwortet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Streit wird 1778 gewaltsam gelöst, indem am 6. Juli Lessing der weitere Druck und Vertrieb der „Beiträge“, in denen die Fragmente erschienen waren, verboten wurden und am 13. Juli folgt das Verbot der Fortsetzung der Anti-Goeze Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lessing antwortete darauf noch mit einigen Briefen, auf ein paar unnötige Frage Goezes, worauf er auch nicht mehr aus anderen Orten mit Streitbriefen schreiben durfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Als Konsequenz wird Lessing die Zensurfreiheit entzogen und er konzentriert sich wieder auf das Theater. &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039; entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lessing schrieb zum letzten Mal im Oktober 1778 auf einen Angriff Goezes mit dem Versuch einer Reihe &amp;quot;Der nötigen Antwort auf eine sehr unnötige Frage&amp;quot;, worauf der Streit mit diesem Artikel endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Zusammenfassung der zentralen Aussagen von Pastor Goeze und Lessing=====&lt;br /&gt;
Lessing steht für den Vernunft-Glauben und möchte die Leichtgläubigkeit durch denkenden Glauben ersetzen. Die Mühe, hinter die Wahrheit zu kommen, macht für ihn den Wert des Menschen aus und nicht der Besitz der Wahrheit allein. Lessing sieht die Leichtgläubigkeit als Missbrauch der Autorität an.&amp;lt;ref&amp;gt;Diekhans, Johannes; Schünemann, Luzia: EinFach Deutsch Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Neubearbeitung: Westerman 2019, S. 176ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Pastor [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Melchior_Goeze Melchior Goeze] reagiert auf Lessings Kritik (Wahrheitsbekenntnis), welche Goezes Replik und Widersprüche des biblischen Offenbarungsberichts darstellte. Zudem enthüllt Lessing sein viel zitierendes Wahrheitsbekenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ein fiktives Streitgespräch zwischen Goeze und Lessing=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Was fällt dir ein die Bibel in Frage zu stellen und die Autorität der Kirche mit deiner erbärmlichen Duplik zu verleugnen, du Gotteslästerer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Du, du Kirchenfanatiker, hältst dich und deine biblischen Offenbarungsberichte für etwas besseres. Dabei untermauerst du nur deine Einfältigkeit, ohne jeglichen Versuch selbst an die Wahrheit zu gelangen. Ich, als von Vernunft geleiteter Mensch, strebe durch Nachforschung und aufrichtige Mühe die Wahrheit an. Dir, dir liegt sie bloß zu Füßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Wer bist du, dass du, die der Geboten und Verheißung folgende Wahrheit demütigst und es wagst, Gott und seine Vertreter auf der Erde in den Dreck zu ziehen? Wenn du so weiter hantierst, drohst du ins offene Feuer zu laufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Wer ich bin? Ein Mensch mit Wert und Verstand. Ich verkaufe keine fahrlässigen Behauptungen für wahr. Wenn du in die Hölle möchtest, dann mach nur weiter so, du bist auf dem besten Wege. Mein Ziel ist es lediglich, die Menschen von dem Vernunftglauben zu überzeugen. So einer Leichtgläubigkeit sollte keiner trauen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Du und dein Verstand. Laber keinen Unsinn. Es ist Rechtfertigung genug, dass der ganze Staat und die bürgerliche Verfassung auf dem Glauben basieren! Unser Glaube brauch keinen Verstand. Er kommt aus tiefstem Herzen und erweist immer Loyalität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Ihr könnt ja aus tiefstem Herzen glauben , aber vor allem sollt ihr denken. Der Verstand ist der springende Punkt. Allein gehorchen und sich die Bibel als Vorschrift zu nehmen ist lächerlich. Was hat man denn davon? Was bringt es denn den Menschen, von ihren veralteten und längst überholten Tatsachen beschallt zu werden? Nicht in der Lage zu sein, selbst zu denken und sich alles vorgaukeln zu lassen? „Super“ Sache! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Wir glauben nicht nur, wir wissen. Und es ist ganz leicht zu erklären, warum wir uns darauf beruhen. Wirf einfach einen Blick zurück in die Vergangenheit. Wann haben Samen der Rebellion reife Früchte getragen? Ganz einfache Antwort: nie! Und das liegt daran, dass diese nicht aus der Hand der Christen sondern von Gott selbst gesät werden. Gott einzig und allein trägt die Verantwortung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Mein lieber Götze, wann habe ich denn von Rebellion gesprochen? Ich spreche nur von den Überlegungen auf persönlicher Ebene und der Bildung eigener Meinungen durch das Denken. Das passiert wohl, wenn man selbst seinen Verstand nicht benutzt und sich an Gegebenheiten erfreut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Du bist ja lächerlich. Und von so einem Witzbold und dessen ach so tollen Grundsätzen soll ich mir als Pfarrer meine Auffassungen abstreiten lassen? In meinen Träumen nicht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Oh ja! Allerdings mache ich deine sinnlosen Behauptungen runter und stelle meine vernünftigen, selbst nachgeforschten Erkenntnisse, in den Vordergrund. Solch zufällige Geschichtswahrheiten der Bibel können niemals standhalten mit belegten Vernunft-Wahrheiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Ich glaube, ich muss lachen! Ihre Laberei und Kritzeleien von Vernunftwahrheiten können Sie sich was weiß ich wohin stecken. Es ist lächerlich, wie du dich als Wichtigtuer aufführst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Es mag sein, dass Sie meine Art des Schreibens nicht mögen, aber das liegt an meiner metaphorischen Art und Weise. Festzustellen ist letztendlich doch, dass du die Wahrheit kennst, ohne nachgeforscht zu haben. Deine Wahrheit besteht nur daraus, dass du keinen Plan hast und damit nur deine Leichtgläubigkeit bestätigst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Dass du dich traust so etwas über mich zu behaupten!? Das wird Konsequenzen haben, glaube mir! Du Gotteslästerer!   [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Inhalt===&lt;br /&gt;
Das Drama spielt in Jerusalem. Die Handlung beginnt mit Nathans Rückkehr von einer Geschäftsreise. Er erfährt von Daja, seiner Haushälterin, dass seine Tochter Recha von einem Tempelherren aus dem brennenden Haus gerettet worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit regiert in Jerusalem Sultan Saladin. Er will sich auf Empfehlung seines Schatzmeisters Al Hafi von Nathan Geld leihen. Er erfindet eine List. Es kommt zu einem Treffen zwischen Saladin und Nathan, in dem Saladin - statt um Geld zu bitten - Nathan fragt, welche Religion die wahrhaftige sei.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt die Ringparabel über einen Vater, der auf dem Sterbebett seinen Ring - ein alten Tradition zufolge - an seinen Lieblingssohn weitergeben wollte. Weil er sich aber nicht entscheiden konnte, welcher von dreien sein Lieblingssohn ist, kopierte er den Ring und gab allen drei einen. Diese stritten dann vergeblich darum, wer den echten hat. Ein Richter entschied, dass jeder Sohn seinen Ring als wahren ansehen solle. So sei es auch mit den drei Weltreligionen. Von Nathans Antwort auf seine Frage nach der wahren Religion ist der Sultan erstaunt und gerührt  bittet um Nathans Freundschaft.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Recha und der Tempelherr sich treffen, verliebt sich der Tempelherr in Recha und bittet Nathan um die Einwilligung zur Heirat. Da Nathan sich aber nicht sicher ist, ob die beiden verwandt sind, handelt er abweisend. Als Nathan ein Familienbuch von dem Klosterbruder gebracht bekommt, findet er heraus, dass alle miteinander verwandt sind.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich alle im Palast von Saladin versammeln wird klar, dass Recha und der Tempelherr die Kinder seines - seit zwanzig Jahren verschollenen - Assad sind. Dieser ist der Bruder von Saladin und Sittah. Am Ende erkennen außerdem alle, dass es eigentlich sinnlos ist, darüber zu streiten, welche Religion die wahre oder die beste sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man folgende Kernaussagen für das Drama formulieren: Alle drei Weltreligionen können in einer Art Familie aufgefunden werden, alle Religionen sind quasi miteinander verwandt, weil sie einen gemeinsamen Ursprung haben. Jede Religion ist die wahre. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:ErTNSG|ErTNSG]]]/ [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:EvLaNSG|EvLaNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Figurencharakterisierungen===&lt;br /&gt;
Hier wollen wir sukzessive die wichtigsten Figuren des Dramas charakterisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Charakterisierung der Figur Nathan anhand der Exposition (1.1)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan ist die Hauptfigur des Dramas &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039; von Gotthold E. Lessing. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt zusammen mit seiner Tochter namens Recha und deren Gesellschafterin Daja, die Christin ist. Selbst ist Nathan Jude, weshalb er seine Tochter auch jüdisch erzieht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan ist ein erfolgreicher, gut verdienender Geschäftsmann, der sich keine Sorgen um sein Geld macht. Nachdem sein Haus abgebrannt ist, hat er keinerlei Existenzängste, sondern nimmt es gelassen hin, dass er wohlmöglich ein neues Haus bauen muss, was wiederum mit Kosten verbunden wäre (vgl. V. 17f). Außerdem ist er bereit, alle seine Schätze an den Retter Rechas abzugeben, was sowohl eine große Dankbarkeit zeigt, als auch verdeutlicht, dass Nathan Geld und Reichtum nicht so wichtig sind (vgl. V. 94 ff). Als er Daja von all seinen Geschenken erzählt, die er von seiner Geschäftsreise für sie mitgebracht hat, wird erneut deutlich, dass es ihm an Geld nicht mangelt (vgl. V. 43f und V. 48f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wird dadurch auch veranschaulicht, dass Nathan anscheinend doch nicht so ehrlich und großmütig ist, wie alle seine Mitmenschen von ihm denken. Mit den Mitbringseln erhofft er sich nämlich Dajas Schweigen, über einen noch unbekannten (dramatischen) Konflikt bezüglich seiner Tochter (vgl. V. 37 ff und V.58). Hier wird auch deutlich, dass Nathan eine gewisse Macht über Daja besitzt (vgl. V. 58f) und sich in der Position befindet, Befehle erteilen zu können (z.B. vgl. V. 154f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gelassen Nathan scheint, als er von seinem abgebrannten Haus erfährt, so hilflos und verzweifelt wirkt er, als ihm erzählt wird, dass seine Tochter fast gestorben wäre. Als Daja es ihm erzählt, scheint er fast durchzudrehen und will ebenso sterben wie seine Tochter (vgl. V. 24ff). Dies spiegelt den „Vaterinstinkt“ wider, den Nathan gegenüber Recha besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Nathan Daja schon seid längerem zum Schweigen zwingt, ist diese von seiner Rückkehr höchst erfreut, was sein hohes Ansehen hervorhebt (vgl. V. 1f und V. 167: „Ihr seid so gut und zugleich so schlimm!“). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren ist Nathan wissbegierig (vgl. V. 80ff), einfühlsam (vgl. V. 128ff) und kann logische Schlussfolgerungen ziehen (vgl. V. 139). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lässt sich ergänzen, dass Nathan Redewendungen benutzt (vgl. V. 11) und viel von Gott spricht (vgl. z. B.  V. 3 und 14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man festhalten, dass Nathan ein gutmütiger, ehrlicher, gelassener und großzügiger Mann ist, solange es nicht um seine Tochter Recha geht, dann ist er so ziemlich das Gegenteil der eben genannten Eigenschaften. Zum Beispiel ist er nicht mehr ganz ehrlich, um seine Tochter zu beschützen. Außerdem scheint eine gewisse Spannung zwischen Nathan und Daja zu existieren, die sich im Laufe des Dramas womöglich noch aufklären wird. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste Charakterisierung Nathans aus der Sicht von Daja:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dajas Sicht ist Nathan ein viel beschäftigter Geschäftsmann, der sehr lange unterwegs ist (Vgl. V. 1f.). Daja schätzt seine Ehrlichkeit und seinen Großmut, allerdings hält sie es nicht für richtig, dass Nathan Recha als „[seine] Recha“ (V. 28) bezeichnet. Aus Dajas Sicht haben Nathan und Recha dennoch eine gute Beziehung (Vgl. V. 87f.). Nathan ist Daja überlegen, und das weiß und akzeptiert sie auch. Dies lässt sich an ihren erwiderten Worten „Ich schweige“ (V. 58), auf die Aufforderung zu schweigen, erkennen. Zudem möchte Daja gerne über ihr Gewissen reden, allerdings unterbricht Nathan sie immer wieder, um ihr Geschenke zu übergeben (Vgl. V. 41ff.).  Sie weiß, dass Nathan ein sehr gütiger Mensch ist und seinen Liebsten gerne viel gibt (Vgl. V.53f), aber dies wirkt materialistisch auf sie, denn er schert sich nicht darum, dass sein Haus abgebrannt ist, und durch die teuren Geschenke zeigt er, dass ihm das Geld nicht wichtig ist (Vgl. V.46f).  Daraufhin wirft sie ihm vor, alles nur mit materiellen Gütern lösen zu wollen (Vgl. V. 52f.). In Dajas Augen ist Nathan ein entschlossener und eventuell etwas übermütiger Mann (Vgl. V. 162), der sowohl positive als auch negative Seiten an sich hat: „Ihr seid so gut und seid zugleich so schlimm!“ (V. 167).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Nathan aus Sicht von Daja ein liebenswürdiger Vater und ein ehrlicher Geschäftsmann ist. Sie ist ihm unterlegen, aber schätzt dennoch seine guten Seiten. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]]&lt;br /&gt;
======Komplexität und Entwicklungspotenzial======&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;statische Figur&#039;&#039;&#039; entwickelt sich im Laufe einer Handlung nicht (Nathan) – eine &#039;&#039;&#039;dynamische&#039;&#039;&#039; schon (Tempelherr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eindimensionalität&#039;&#039;&#039; vs. &#039;&#039;&#039;Mehrdimensionalität&#039;&#039;&#039;: Komplexität einer Figur; sie zeigt nur ein stereotypiertes Verhalten oder verschiedene Facetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilanz Nathan: Nathan ist eine statische, aber durchaus mehrdimensionale Figur: Er entwickelt sich nicht, zeigt aber verschiedene Facetten einer Persönlichkeit: Geschäftsmann, besorgter Vater, gläubiger Jude, dankbarer und großzügiger Mitmensch. Im weiteren Verlauf des Dramas erweist er sich darüber hinaus auch als guter Freund und weiser Erzieher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nathan, der weise Erzieher===&lt;br /&gt;
Titelgebend gilt Nathan als weise. Diese Weisheit setzt er gerne ein, um Menschen in seinem Umfeld zu erziehen, d.h. sie im Sinne der Aufklärung zu unterrichten. Wir haben uns exemplarisch mit die beiden Hauptfiguren der nächsten Generation, seiner Tochter Recha und ihrem Retter, dem Tempelherrn, beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nathan und Recha: Szenenanalyse der Szene 1.2=====&lt;br /&gt;
In dem Gespräch zwischen Nathan und Recha (Szene 1.2) geht es um den Unterschied zwischen Dankbarkeit durch reine Schwärmerei und wirklich gutem Handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Betrachtung der Szene lassen sich folgende Sinnabschnitte festlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#V.169-186: Recha freut sich über Nathans Rückkehr und sein sowie ihr Überleben. Durch ihre vielen Ausrufe macht Recha klar, dass sie sehr große Angst um Nathan, jedoch vor allem auch um sich selber hatte.&lt;br /&gt;
#V.186-210: Sie ist überzeugt, ihr Überleben sei ein Wunder gwesen und ein Engel habe sie gerettet, Nathan hingegen ist der Überzeugung, es sei ein Mensch gewesen. Durch Rechas Ausdruck &amp;quot;unter weißem Fittiche&amp;quot; (V.191) wird Nathan und auch dem Zuschauer klargemacht, dass Recha nur denkt, es sei ein Engel gewesen, weil der Tempelherr durch seinen weißen Mantel ihrer Vorstellung eines Engels entspricht.&lt;br /&gt;
#V.210-243: Nathan erklärt Recha, dass es kein kleineres Wunder sei, wäre es ein Mensch und dass das eben das Wunder sei, dass man diese Wunder; durch Menschenhand; nicht mehr erkennt. Durch die indirekte Benennung Rechas als Kind (vgl.V.222) verbunden mit den Ausrücken &amp;quot;gaffend&amp;quot;, &amp;quot;Ungewönlichste&amp;quot; (V.223) und &amp;quot;Neueste&amp;quot; (V.224) macht Nathan Recha klar, wie Sensationslustig die Menschen; und sie; sind. Dies wird auch durch Nathans Nutzung von rhetorischen Fragen deutlich (V.213ff.), welche die eigentliche Ansicht Nathans verspotten, um Recha begreiflich zu machen, wie lächerlich ihre Ansicht ist.&lt;br /&gt;
#V.243-270: Daja erklärt, wie es sein kann, dass der Tempelherr von Sultan Saladin verschont wurde. Nathan nutzt wieder zahlreiche rhetorische Fragen, die sich an Dajas Erklärung anschließen, um Recha und Daja klarzumachen, dass sie an das &amp;quot;eigentlich Unglaubliche&amp;quot; glauben, statt die reale Welt zu sehen (vgl.V.257ff.)&lt;br /&gt;
#V.270-287: Recha beginnt zu begreifen, dass der Tempelherr doch ein Mensch ist. Nathan erklärt Recha, dass das eigentliche Wunder bereits in der Verschonung des Tempelherrn liegt und nutzt auch hier wieder rethorische Fragen, um Recha von ihrer Engelsvorstellung weg, hin zu der wahren Erkenntis von Wundern zu führen, die vor ihrer Nase ablaufen (vgl.V.277ff.).&lt;br /&gt;
#V.287-317: Nathan erklärt, warum es einfacher ist zu denken, dass ein Engel einen gerettet habe als ein Mensch. Durch die Nutzung von Ausrufen, wie &amp;quot;Stolz!&amp;quot; (V.293) und Fragen, die einen Rückbezug zu Dajas Meinung herstellen (&amp;quot;Was es schadet, fragst du?&amp;quot; (V.297)), wird Nathans Empörung über diese Denkweise deutlich. Indem er über das gesamte Gespräch hinweg zahlreiche Fragen in seine Antworten einbaut, möchte er Recha (,sowie Daja) dazu auffordern die Antworten, welche eigentlich klar erkennbar für ihn sind, selber zu erkennen und ihnen nicht nur seine Ansicht &amp;quot;aufdrücken&amp;quot;, sondern stattdessen vielmehr ihre Ansicht ändern.&lt;br /&gt;
#V.317-357: Nachdem Nathan seine Ansicht klar gemacht hat, spekuliert er, was dem Tempelherren wohl alles zugestoßen sein könnte und verschreckt Recha. Durch seine Spekulierungen über das Wohlergehen des Tempelherren (vgl. V.330ff.) möchte er Recha klarmachen, dass es für sie viel leichter ist, sich eine Vorstellung eines Engels auszumalen, um so, statt wirklich gut zu handeln, einfach nur vor sich hin zu schwärmen&lt;br /&gt;
#V.357-370: Recha ist erleichtert, als Nathan erklärt, dass der Tepelherr noch lebe. Durch ddas Gefühl der Erleichterung, welches Recha verspürt, soll ihr klar gemacht werden, wie wichtig es ist wahrhaft dankbar zu sein.&lt;br /&gt;
#V.370-375: Nun entdeckt Nathan einen Muselmann, Al-Hafi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Recha zeigt sich über das ganze Gespräch hinweg sehr schwärmerisch, was beispielsweise an Ausdrücken, wie z.B. &amp;quot;unsichtbaren Engel&amp;quot; (V.188), &amp;quot;sichtbar&amp;quot; (V.190) und &amp;quot;weiße Fittiche&amp;quot; V.191) zu erkennen ist. Zu dem neigt sie dazu, sich selbst sehr in den Fokus zu rücken, was zum Beispiel bemerkbar ist, als sie Nathan begrüßt: &amp;quot;Die arme Recha&amp;quot; (V.175). Außerdem zeigt sie sich als eine Person, die sehr hysterisch ist und dazu neigt, Dinge zu dramatisieren, wie &amp;quot;Welch kalter Schauer Befällt mich! -Daja!-Meine Stirne, sonst so warm, fühl! ist auf einmal Eis!&amp;quot; (V.331ff.) oder &amp;quot;Krank! Krank!&amp;quot; (V.336) oder &amp;quot;Ah, mein Vater!&amp;quot; (V.339).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Recha durch ihre Vorstellung eines Engels, statt eines Menschen, die Schwärmerei dem wahrhaft guten Handeln &amp;quot;vorzieht&amp;quot;. Nathan möchte ihr, durch seine Hypothesen über das Wohlergehen des Tempelherrn und seine zahlreichen Ausrufe und Fragen Einsicht verschaffen und ihr den Sinn wahrer Dankbarkeit klarmachen und ihre Sicht auf die Welt ins &amp;quot;Reale&amp;quot; ändern. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:CKrNSG|CKrNSG]]]&amp;lt;br /&amp;gt;Nathan ist in dieser der dominante oder erklärende Charakter. Er stellt viele rhetorische Fragen (vgl.V.302ff.), um seine Klugheit und seine belehrende Rolle zu Recha zu unterstreichen.  Nathan lässt so Recha selbst zu Erkenntnis kommen, dass er Recht über z.B. das Wunder hat. Nathan benutzt außerdem viele Vergleiche, um den Handlungsverlauf Recha zu verdeutlichen und um die Wahrheit leichter darzustellen (vgl.V.203). [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:EvLaNSG|EvLaNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan will Recha von ihrer Meinung abbringen, indem er ihr ihre Fehler aufzeigt, diese aber nicht Fehler nennt, sondern ihre Standpunkte logisch nachvollzieht. Nathan erklärt alles sehr anschaulich und nachvollziehbar, wodurch er sehr glaubwürdig wirkt. Er weiß, dass Menschen eher emotional als rational denken und handeln. Somit gelingt es Nathan, Recha von seiner Sichtweise zu überzeugen. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:MeJNSG|MeJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Charakterisierung Recha=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur der Recha - Vorderansicht .jpg|mini|Requisitenskulptur zur Figur der Recha [PhOSNSG]|alternativtext=|612.182x612.182px]]&lt;br /&gt;
Sie glaubt an einen Engel, der sie aus dem Feuer gerettet hat; der Engelsglaube steht symbolisch für einen starken Glauben. Sie ist ein liebevoller, großherziger, schwärmerischer Mensch, z.B. schwärmt sie für den Tempelherren (V. ) und ihren Vater, hat ein liebevolles Verhältnis zu Daja. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat eine traumatische Erfahrung hinter sich, als sie in dem brennenden Elternhaus fast ums Lebens gekommen wäre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lichtblick: Kerze, Glaubenssymbol, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Nächstenliebe erkennt man an den Werten, die sie lebt oder leben sollte. Z.B. ist sie bereit, über Religionsgrenzen hinweg den Tempelherrn zu lieben, hat als Jüdin auch eine gutes Verhältnis zur Christin Daja.  Belege?&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====Nathan und der Tempelherr=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Vorderansicht..jpg|mini|Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Vorderansicht. (c): [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]], 2021&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das Schwert vorne links aus der Sicht des Betrachters, das „Kettenhemd“ auf dem Körper und der Helm auf dem Kopf stehen für das Leben als Ritter und Kämpfer.&#039;&#039;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Treffen zwischen Nathan und dem Tempelherren (II.5) verläuft in vier Phasen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Nathan wartet auf den Tempelherrn, um sich bei ihm für Rechas Rettung zu bedanken. Der Tempelherr präsentiert sich abweisend (V.1201), herablassend („Was Jude, was?“; V. 1200), judenfeindlich, verwirrt  und unruhig über seine Begnadigung und den Verlust seiner Mitstreiter (Belege?). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie diskutieren über eine Entschädigung im Sinne eines Dankes, der Tempelherr lehnt aber ab: Er verweist auf seine Pflicht als Ritter (V. 1213). Er benutzt Formulierungen, die seine abwertende, klischeehafte Haltung gegenüber Juden verdeutlichen, z.B. sie als reiche, geizige, geldgierige Menschen wahrzunehmen („Der reiche Jude war mir nie der bess‘re Jude“, V. 1231). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie diskutieren über ihre Religionen: Der Tempelherr erkennt Nathans Weisheit an, wie dieser mit Konflikten umgeht, bis sie sich entschließen, Freunde zu werden. Er erfährt Wertschätzung für seine (guten) Taten, er lernt, Vorurteile abzulegen, dem anderen zuzuhören und dessen Meinung zu respektieren (Belege?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie schließen Freundschaft und werden von Daja unterbrochen, die Nathan zum Sultan schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nathans Sprechweise:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu  Beginn spricht Nathan ruhig und vorsichtig mit dem Tempelherren und möchte ihm sein Anliegen darlegen. Er ist voller Dank und  drückt sich freundlich und auf zurückhaltende Weise aus.  Im zweiten Abschnitt wird er etwas aufdringlicher und spricht hektischer, denn er versteht nicht wieso der Tempelherr von ihm genervt ist und für seine Tat nicht belohnt werden möchte. Im dritten Abschnitt hingegen spircht Nathan sehr gefühlsvollUnd macht durch das Küssen des Mantels klar, wie unendlich dankbar er für die Rettung seiner Tochter ist. Als Nathan im nächsten Abschnitt erklärt, dass es viele gute Menschen gibt, spricht er ruhig und überzeugend. Hier erkennt man seine Weisheit. Als sich die beiden zum Schluss nun doch anfreunden, spricht er wieder aufgelockert und dynamisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Sprechweise des Tempelherren:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn, als Nathan auf ihn zukommt, spricht er genervt und ist Nathan gegenüber abgeneigt. Er möchte sich nicht ständig anhören, wsa für ein Held er sei, denn er hält seine Tat falls etwas selbstverständlich ist. Zudem spricht er in kurzen klaren Sätzen. Sobald Nathan ihm etwas von seinem Reichtum abgeben möchte, um dem Tempelherren sein Dank auszusprechen, ist er wieder abgeneigt und antwortet mit setzen wie: „ihr? Mit nichts.“ (V 1231). Hier wird deutlich dass der Tempel her nichts von Nathan möchte. Er wird nun jedoch etwas aufgelockertter und sagt, dass er sich über einen neuen Mantel freuen würde. Er spricht Nathan gegenüber geöffneter. Als Nathan im folgenden seinen Mantel küsst beginnt der Tempelherr ihn beim Namen zu nennen und spricht mit kurzen abgehakten setzen, da er überwältigt ist. Als Nathan sich ihm gegenüber bekennt und seine tolerante Denkweise in Bezug auf die Weltreligionen und die Verbindung zu allen  Menschen äußert, beginnt der Tempelherr voller Anerkennung zu sprechen und wendet sich nicht mehr von Nathan ab. Letzt endlich gewinnt Nathan die Empathie des Tempelherren für sich und beide unterhalten sich wie Freunde. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathans Sprechweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er tritt dem Tempelherrn höflich gegenüber(V.1198)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er lässt ihn aber nicht ausreden (V.1206, V.1261)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-lässt nicht locker, versucht hartnäckig seinen Dank auszusprechen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-freut sich am Ende über die Freundschaft mit Nathan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-will den entstehenden Konflikt ruhig, gelassen  und mit weisen Worten lösen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprechweise des Tempelherrn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist eher unhöflich(V.1199)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er hat keinen Respekt(V.1219)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist abwertend gegenüber dem Judentum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist zu Beginn genervt und hat keine Lust zu reden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-am Ende ist er erfreut über die neue Freundschaft mit Nathan   [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Gespräch ist im Grunde ein Aufklärungsgespräch; es steht exemplarisch für Lessings Anspruch, sein Publikum [https://de.wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl%C3%A4rung%3F im Sinne Kants aufzuklären.]&lt;br /&gt;
=====Der Tempelherr=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Rückansicht..jpg|mini|Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Rückansicht. (c) [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]] 2021. &#039;&#039;Der weiße Umhang symbolisiert den Frieden, für den der Tempelherr kämpft und das Kreuz auf dem Umhang steht für das Christentum.&#039;&#039;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Der Tempelherr ist ein mehrdimensionaler, dynamischer Charakter: Er gewichtet seine inneren Werte (Religiosität, Empathie, ritterlicher Ethos) im Verlauf der Handlung neu und entwickelt sich von einem christlich-typisierten Charakter zu einem Christen mit humanistischem Weltbild und humanistischen Wertvorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nathan und Saladin - die Ringparabel=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aktualität===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Was ist an dem Stück so besonders, dass es bis heute noch aufgeführt wird?&amp;lt;ref&amp;gt;[[FlMNSG]]: Themenfrage zum Einstieg in das Unterrichtsvorhaben.&amp;lt;/ref&amp;gt;  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[FlMNSG]]]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktualität des Dramas: Meiner Meinung nach ist das Drama noch aktuell, da es heute immer noch Konflikte zwischen verschiedenen Religionen gibt und das Drama eine gute Lösung mit dem Beispiel der Ringparabel zu den Konflikten findet. [[Benutzer:MuGNSG|[MuGNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist das Drama aktuell? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde, dass die Weltreligionen damals viel mehr im Alltag eingebunden waren und viel mehr Menschen an die Religionen fest geglaubt haben und den Glauben ausgelebt haben als heute. Heutzutage wird weniger Wert auf Religionen gelegt und deswegen ein Drama mit Konflikte über Religion irrelevanter als damals geworden ist. Im realen Leben gab es viel mehr Konflikte zwischen den 3 Religionen als heutzutage. [[Benutzer:BilMNSG|[BilMNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weblinks===&lt;br /&gt;
Zum Autor: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing Wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk digital: [https://www.projekt-gutenberg.org/lessing/nathan/nathan.html Projekt-gutenberg.org: Nathan der Weise]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [https://c.wgr.de/buchlinks/978-3-14-022734-6/SNG-22734-003_AB_3.pdf Figurenkonstellation]. Quelle: EinFachDeutsch. Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Neubearbeitung 2019, S. 32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Frage &amp;quot;Was ist Aufklärung?&amp;quot;: Quelle: [https://de.wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl%C3%A4rung%3F wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufklärung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Quelle: Diekhans, Johannes, Schünemann, Luzia: EinFach Deutsch Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Textausgabe. Westermann 2019, S. 166-170, Zusatzmaterial: S. 176-178&amp;quot; /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise</title>
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		<updated>2021-12-01T08:17:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Das Spannungsfeld zwischen Individuum um Gesellschaft im Spiegel des Theaters&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet das [https://padlet.com/flossdorfmaren/Wiki Thema] für uns? Welche Schwerpunkte wollen wir setzen[[Datei:Wolfenbüttel - Nathan der Weise.jpg|mini|Denkmal &amp;quot;Nathan der Weise&amp;quot; in Wolfenbüttel, zum Gedenken an [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing Gotthold Ephraim Lessing], ein Werk von [https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Schmidtbochum Erich Schmidtbochum]. (c) [[commons:User:Holbein66|Holbein66]] (2012)|verweis=https://projekte.zum.de/wiki/Datei:Wolfenb%C3%BCttel_-_Nathan_der_Weise.jpg]]Diese Projektseiten werden gestaltet vom Leistungskurs und Grundkurs Deutsch 21/22&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wer war Gotthold Ephraim Lessing? Annäherung an den Autor===&lt;br /&gt;
Eine erste Sammlung zu seiner [https://de.padlet.com/flossdorfmaren/Lessing_vita Vita]:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Mein lieber Eschenburg,&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Meine Freude war nur kurz. Und ich verlor ihn so ungern, diesen Sohn! denn er hatte so viel Verstand! so viel Verstand! – Glauben Sie nicht, daß die wenigen Stunden meiner Vaterschaft, mich schon zu so einem Affen von Vater gemacht haben! Ich weiss, was ich sage! – War es nicht Verstand, daß man ihn mit eisern Zangen auf die Welt ziehen musste? daß er so bald Unrat merkte? – War es nicht Verstand, daß er die erste Gelegenheit ergriff, sich wieder davon zu machen? – Freilich zerrt mir der kleine Ruschelkopf auch die Mutter mit fort! – Denn noch ist wenig Hoffnung, daß ich sie behalten werde. – Ich wollte es auch einmal so gut haben, wie andere Menschen. Aber es ist mir schlecht bekommen. &#039;&#039;(Lessing an Eschenburg, 31. Dezember 1777)&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;G.E.Lessing an Eschenburg, 31.12.1777 In: G.E. Lessing: Gesammelte Werke, Bd. xc,döfdp&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====Lebensdaten=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geboren&#039;&#039;&#039;: 22. Januar 1729, Kamenz in der Oberlausitz &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gestorben&#039;&#039;&#039;: 15. Februar 1781, Braunschweig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehefrau: Eva König (1776-1778), starb kurz nach der Geburt des Sohnes an Kindbettfieber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: Traugott *24.12.1777, +25.12.1777&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eltern: Johann Gottfried Lessing (Pastor), Justina Salome Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschwister: Erdmann Salomo Lessing, Karl Gotthelf Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lebenslauf=====&lt;br /&gt;
1748-1752 Medizin-Studium in Wittenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1749-1751 „freier Schriftsteller“ in Berlin, Kennenlernen der Freunde Moses Mendelssohn (Philosoph), Friedrich Nicolai (Verleger), Ewald Christian von Kleist (Offizier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1770-1781 in Wolfenbüttel als Hofbibliothekar, viele Reisen um Einsamkeit zu entfliehen, Unzufriedenheit&lt;br /&gt;
[[Datei:Gotthold Ephriam Lessing.JPG|mini|Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781). Portrait. lizenzfrei]]&lt;br /&gt;
Nach Tod des Sohnes und der Ehefrau:  produktivste Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779: „Nathan der Weise“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1780: Verschlechterung des Gesundheitszustandes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1781: Tod aufgrund von Brustwassersucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]], [[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]], [[Benutzer:LiSNSG|LiSNSG]], [[Benutzer:AkDiNSG|AkDiNSG]], [[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]]&lt;br /&gt;
=====Intention=====&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; als typisches Werk der Aufklärung markiert Lessing Wunschvorstellung eines friedlichen Miteinanders von vernunftgeleiteten Menschen:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Nicht die Wahrheit, in deren Besitz irgendein Mensch ist, oder zu sein vermeynet, sondern die aufrichtige Mühe, die er angewandt hat, hinter die Wahrheit zu kommen, macht den Wert des Menschen. Denn nicht durch den Besitz, sondern durch die Nachforschung der Wahrheit erweitern sich seine Kräfte, worin allein seine immer wachsende Vollkommenheit besteht. Der Besitz macht ruhig, träge, stolz - Wenn Gott in seiner Rechten alle Wahrheit, und in seiner Linken den einzigen immer regen Trieb nach Wahrheit , obschon mit dem Zusatz, mich immer uns ewig zu irren, verschlossen hielten und spräche zu mir: wähle! Ich fiele ihm mit Demuth in seine Linke, und sagte: Vater gieb! die reine Wahrheit ist ja doch nicht für dich allein!&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lessing, eine Duplik, 1778&lt;br /&gt;
=====Werk=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dramen&#039;&#039;&#039;: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Damon, oder die wahre Freundschaft (Lustspiel 1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der junge Gelehrte (Lustspiel 1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die alte Jungfer (Lustspiel 1748)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Misogyn (Lustspiel 1748)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Freigeist (Lustspiel 1749)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Juden (Lustspiel 1749)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Schatz (Lustspiel 1750)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Miß Sara Sampson (Trauerspiel 1755)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Philotas (Trauerspiel 1759)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Minna von Barnhelm (Lustspiel 1767)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Emilia Galotti (Trauerspiel 1772)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Nathan der Weise (Dramatisches Gedicht 1779)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gedichte&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die drey Reiche der Natur (1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Kleinigkeiten (1751)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lieder (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Oden (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Sinngedichte (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fabeln:&#039;&#039;&#039;-Fabeln und Erzählungen (1772)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Fabeln. Drey Bücher: (1759)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ästhetische Schriften:&#039;&#039;&#039;-Rezensionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Briefe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Vorreden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie lebte und arbeitete der Schriftsteller im 18. Jahrhundert? Hintergründe zum &#039;&#039;Nathan&#039;&#039;===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das deutsche Bürgertum im 18. Jahrhundert====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18. Jahrhundert: Epochenwende und Beginn der modernen Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;G.E. Lessing: Nathan der Weise. EinFach Deutsch - Textausgabe mit Zusatzmaterialien. Westermann: 2019, S. 148-149.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Politische Situation=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Seit dem 30-jährigen Krieg: Deutsche Reich in viele kleine Territorien zersplittert (300 souveräne Territorien)&lt;br /&gt;
*Reichsgewalt lag bis 1806 beim Deutschen Kaiser (nur auf wenige Rechte beschränkt, hat eine symbolische Bedeutung)&lt;br /&gt;
*politische Entscheidungen lagen bei Territiorialstaaten&lt;br /&gt;
*offizieller Titel: Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Bevölkerung=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Herrscher  bekommen ihr Geld durch Auspressung ihrer Untertanen&lt;br /&gt;
*Lebensbedingung der Bevölkerung dürftig (feudale Lasten, fürstliche Willkür)&lt;br /&gt;
*Leibeigenen Bauern ihres Herrn hatten nur lebensnotwendige Dinge (manchmal noch weniger)&lt;br /&gt;
*Unterschicht sind mehr als zwei Drittel der Bevölkerung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bildung von neuen ökonomischen Kräften und einer neuen sozialen Schicht&lt;br /&gt;
**Handel, Bankgewerbe, Manufakturwesen&lt;br /&gt;
**Geld und soziales Prestige&lt;br /&gt;
**war noch schwach und zahlenmäßig klein&lt;br /&gt;
*Kräfteverschiebung —&amp;gt;Spannung in der Ständepyramide—&amp;gt; Konfrontation zwischen Adel und Bürgertum&lt;br /&gt;
*Bürger akzeptieren die Vorherrschaft des Adels nicht&lt;br /&gt;
**meldeten ihren Souveränitätsanspruch an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Fragen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Welche geographischen Besonderheiten zeichneten das Deutsche Reich nach dem 30-jährigen Krieg aus?&lt;br /&gt;
*Bei wem lag die Reichsgewalt bis 1806 und was war das besondere daran?&lt;br /&gt;
*Welchen offiziellen Titel trug das Deutsche Reich?&lt;br /&gt;
*Wer übte die wichtigsten politischen Entscheidungen aus?&lt;br /&gt;
*Wie groß war der Anteil der Unterschicht in der Bevölkerung?&lt;br /&gt;
*Was ist geschehen, dass Historiker das 18. Jh. als Beginn der modernen Zeit bezeichnen?&lt;br /&gt;
*Welche Gründe veranlassten Spannung in der alten hierarchischen Ständepyramide?&lt;br /&gt;
*Welche Konsequenzen resultierten aus diesen Spannungen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gottsched und Lessing- zum Theaterbetrieb im 18. Jh.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Christoph Gottscheds Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
•    Gottscheds Bemühungen konzentrierten sich auf den Spielplan des Theaters, er  möchtedas als chaotisch erlebte, herkömmliche Theater abschaffen: Beseitigung des rohen Tons auf der Bühne und Vorurteil der Gebildeten gegen das Theater, der Beruf des Schauspielers galt als nicht ehrbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     nimmt sich französische Klassik zum Vorbild &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     stellt Regeln für die Pflege einer klaren deutschen Schriftsprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     durch literarisch gehobenes Programm bringt er Drama und Theater wieder zur Anerkennung beim bildungseifrigen Bürgertum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     fordert Einhaltung von Regeln (Einheit von Ort, Zeit und Handlung im Drama)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     vernunftgeleitete Darstellung (der Natur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Ziel: moralische Belehrung des Publikums - Theater vermittelt moralische Botschaften, die das Publikum im Sinne der Aufklärung &amp;quot;erziehen&amp;quot;: Aufklärungsphilosophie ( „critischen Dichtkunst vor die Deutschen“), Aufhebung der sozialen Aufspaltung, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lessings Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
•     Stücke sollen dramatisch sein und das Publikum emotional fesseln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     Publikum soll sich emotional identifizieren können - sittliche Verbesserung des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     möchte nationales Theater, das viele Freiheiten hat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     Drama soll zum Nachdenken anregen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     geprägt von Shakespeare&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     Regeln müssen nicht eingehalten werden&amp;lt;ref&amp;gt;G.E. Lessing: Nathan der Weise. EinFach Deutsch - Textausgabe mit Zusatzmaterialien. Westermann: 2019, S. 156 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessings Theaterkonzept wird auch in der dramaturgischen Gestaltung des &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; deutlich: Das Drama erfüllt nicht konsequent das [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise/Das aristotelische 5-Akt-Schema|aristotelische 5-Akt-Schema]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Inwiefern erfüllt Lessing die geschlossene Dramenform?====&lt;br /&gt;
Lessing erfüllt die geschlossene Dramenform, indem er durch die Exposition im ersten Akt die Figuren darstellt und den Leser in die Handlung einführt. Dabei entsteht ein Konflikt zwischen Daja und Nathan, die ein Geheimnis über Rechas wahre Herkunft verbergen. Dieser Konflikt spitz sich weiter zu und wird im dritten Akt durch Daja aufgelöst. Hinzu kommt die Ringparabel, die den Höhepunkt des Dramas bildet. In Akt vier fällt die Handlung auf das Ende zu, die Spannung bleibt aber bestehen, denn die Auflösung der Verwandtschaftsverhältnisse wird angedeutet. Zum Beispiel wird Nathans schlechte Vergangenheit offenbart. Zum Schluss werden alle Geheimnisse gelüftet und alle Spannungen zwischen den Figuren gelöst. Die Familie findet friedlich zusammen, wodurch auch die Verbundenheit zwischen den drei Weltreligionen verdeutlicht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende des Dramas „Nathan der Weise“ ist keine Katastrophe, sondern vielmehr ein Triumph. Alle Konflikte und Verwicklungen, die sich im laufe der Handlung ergeben, werden gelöst und die Familie findet wieder zusammen. Nathan bezeichnet den Tempelherrn und Recha als „seine Kinder“ (V. 3812), wodurch die starke Bindung dieser „geistigen“ Familie hervorgebracht wird. Alle drei Religionen sind in dieser nun glücklichen Familie vertreten, wodurch die religiösen Unterschiede bedeutungslos werden. Das Drama hat also ein positives Ende. [[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ein fiktives Streitgespräch zwischen Gottsched und Lessing über das Theater=====&lt;br /&gt;
Lessing: Herr Gottsched, ich bin sehr enttäuscht von Ihnen. Sie versuchen doch nur Ihre französischen Vorbildernachzuahmen und bestehen dann auch noch auf die Einhaltung dieser nutzlosen Regeln. Nichts weiter! Wo bleibt da die Kreativität?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottsched: Sie haben doch keine Ahnung. Das Theater dient schließlich nicht zur Belustigung des Publikums, sondern zur Vermittlung moralischer Botschaften. Der hohe Sprachstil ist übrigens auch sehr wichtig, um das höhere Bürgertum anzusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessing: Das ist doch Unsinn. Von Ihnen lasse ich mir nichts sagen. Das Theater sollte für alle da sein, nicht nur für die Adeligen. Die Zuschauer müssen von den Aufführungen mitgerissen werden. Das geht nur, wenn sie sich mit den Rollen identifizieren können und wenn das Stück lebendig und emotional vorgetragen wird. Genau das führt zu der sittlichen Besserung des Publikums. Statt dem französischen sollten Sie sich lieber das englische Theater von Shakespeare zum Vorbild nehmen. Dann kommen Sie hoffentlich auf einen besseren Geschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottsched: Das kann doch wohl nicht Ihr Ernst sein oder? In so einem Ton lasse ich nicht mit mir reden. Unsere Meinungen sind anscheinend zu unterschiedlich, als das eine normale Unterhaltung über das Theater möglich ist.  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lessing und Melchior Goeze====&lt;br /&gt;
Lessing übte Kritik am traditionellen biblischen Glauben und am protestantischen Lehrbegriff (z.B. von der Erbsünde und der Erlösung durch den Tod Christi). Die Folge davon war, dass ihm die Zensurfreiheit entzogen wurde und er den &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; als literarische Antwort darauf verfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Chronologie der Ereignisse=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vor der Auseinandersetzung Lessings und Goeze traf Lessing sein Schicksal. Durch den plötzlichen Tod seines Kindes und dem darauffolgenden seiner Frau, suchte er auf rationaler Ebene nach Gründen und Sinnhaftigkeit für sein persönliches Schicksal. Seiner Trauer widmete er sich mit Hilfe seines Verstandes und der Schaffung rational ausgerichteter Werke. Nach zwei Jahrzehnten des Versuches, ein unabhängiger Schriftsteller zu werden, trat Lessing das Amt des Bibliothekvorstehers an und sicherte sich sein Zensurrecht (1770). (vgl. Nathan der Weise Anhang S.166 Z1)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lessing erhielt Schriften des Freundes und Professors Samuel Reinhards, welche Kritik an dem Alten und Neuen Testament sowie des protestantischen Lehrbegriffs darstellen und sich zugleich mit diesem beschäftigen. ( Erbsünde, Erlösung durch den Tod Christi). Diese veröffentlichte Lessing.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Goeze führte im Januar 1778 einen Angriff auf Lessing durch, auf den Lessing mit „Anti-Goeze“ Briefen antwortet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Streit wird 1778 gewaltsam gelöst, indem am 6. Juli Lessing der weitere Druck und Vertrieb der „Beiträge“, in denen die Fragmente erschienen waren, verboten wurden und am 13. Juli folgt das Verbot der Fortsetzung der Anti-Goeze Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lessing antwortete darauf noch mit einigen Briefen, auf ein paar unnötige Frage Goezes, worauf er auch nicht mehr aus anderen Orten mit Streitbriefen schreiben durfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Als Konsequenz wird Lessing die Zensurfreiheit entzogen und er konzentriert sich wieder auf das Theater. &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039; entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lessing schrieb zum letzten Mal im Oktober 1778 auf einen Angriff Goezes mit dem Versuch einer Reihe &amp;quot;Der nötigen Antwort auf eine sehr unnötige Frage&amp;quot;, worauf der Streit mit diesem Artikel endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Zusammenfassung der zentralen Aussagen von Pastor Goeze und Lessing=====&lt;br /&gt;
Lessing steht für den Vernunft-Glauben und möchte die Leichtgläubigkeit durch denkenden Glauben ersetzen. Die Mühe, hinter die Wahrheit zu kommen, macht für ihn den Wert des Menschen aus und nicht der Besitz der Wahrheit allein. Lessing sieht die Leichtgläubigkeit als Missbrauch der Autorität an.&amp;lt;ref&amp;gt;Diekhans, Johannes; Schünemann, Luzia: EinFach Deutsch Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Neubearbeitung: Westerman 2019, S. 176ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Pastor [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Melchior_Goeze Melchior Goeze] reagiert auf Lessings Kritik (Wahrheitsbekenntnis), welche Goezes Replik und Widersprüche des biblischen Offenbarungsberichts darstellte. Zudem enthüllt Lessing sein viel zitierendes Wahrheitsbekenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ein fiktives Streitgespräch zwischen Goeze und Lessing=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Was fällt dir ein die Bibel in Frage zu stellen und die Autorität der Kirche mit deiner erbärmlichen Duplik zu verleugnen, du Gotteslästerer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Du, du Kirchenfanatiker, hältst dich und deine biblischen Offenbarungsberichte für etwas besseres. Dabei untermauerst du nur deine Einfältigkeit, ohne jeglichen Versuch selbst an die Wahrheit zu gelangen. Ich, als von Vernunft geleiteter Mensch, strebe durch Nachforschung und aufrichtige Mühe die Wahrheit an. Dir, dir liegt sie bloß zu Füßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Wer bist du, dass du, die der Geboten und Verheißung folgende Wahrheit demütigst und es wagst, Gott und seine Vertreter auf der Erde in den Dreck zu ziehen? Wenn du so weiter hantierst, drohst du ins offene Feuer zu laufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Wer ich bin? Ein Mensch mit Wert und Verstand. Ich verkaufe keine fahrlässigen Behauptungen für wahr. Wenn du in die Hölle möchtest, dann mach nur weiter so, du bist auf dem besten Wege. Mein Ziel ist es lediglich, die Menschen von dem Vernunftglauben zu überzeugen. So einer Leichtgläubigkeit sollte keiner trauen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Du und dein Verstand. Laber keinen Unsinn. Es ist Rechtfertigung genug, dass der ganze Staat und die bürgerliche Verfassung auf dem Glauben basieren! Unser Glaube brauch keinen Verstand. Er kommt aus tiefstem Herzen und erweist immer Loyalität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Ihr könnt ja aus tiefstem Herzen glauben , aber vor allem sollt ihr denken. Der Verstand ist der springende Punkt. Allein gehorchen und sich die Bibel als Vorschrift zu nehmen ist lächerlich. Was hat man denn davon? Was bringt es denn den Menschen, von ihren veralteten und längst überholten Tatsachen beschallt zu werden? Nicht in der Lage zu sein, selbst zu denken und sich alles vorgaukeln zu lassen? „Super“ Sache! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Wir glauben nicht nur, wir wissen. Und es ist ganz leicht zu erklären, warum wir uns darauf beruhen. Wirf einfach einen Blick zurück in die Vergangenheit. Wann haben Samen der Rebellion reife Früchte getragen? Ganz einfache Antwort: nie! Und das liegt daran, dass diese nicht aus der Hand der Christen sondern von Gott selbst gesät werden. Gott einzig und allein trägt die Verantwortung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Mein lieber Götze, wann habe ich denn von Rebellion gesprochen? Ich spreche nur von den Überlegungen auf persönlicher Ebene und der Bildung eigener Meinungen durch das Denken. Das passiert wohl, wenn man selbst seinen Verstand nicht benutzt und sich an Gegebenheiten erfreut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Du bist ja lächerlich. Und von so einem Witzbold und dessen ach so tollen Grundsätzen soll ich mir als Pfarrer meine Auffassungen abstreiten lassen? In meinen Träumen nicht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Oh ja! Allerdings mache ich deine sinnlosen Behauptungen runter und stelle meine vernünftigen, selbst nachgeforschten Erkenntnisse, in den Vordergrund. Solch zufällige Geschichtswahrheiten der Bibel können niemals standhalten mit belegten Vernunft-Wahrheiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Ich glaube, ich muss lachen! Ihre Laberei und Kritzeleien von Vernunftwahrheiten können Sie sich was weiß ich wohin stecken. Es ist lächerlich, wie du dich als Wichtigtuer aufführst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Es mag sein, dass Sie meine Art des Schreibens nicht mögen, aber das liegt an meiner metaphorischen Art und Weise. Festzustellen ist letztendlich doch, dass du die Wahrheit kennst, ohne nachgeforscht zu haben. Deine Wahrheit besteht nur daraus, dass du keinen Plan hast und damit nur deine Leichtgläubigkeit bestätigst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Dass du dich traust so etwas über mich zu behaupten!? Das wird Konsequenzen haben, glaube mir! Du Gotteslästerer!   [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Inhalt===&lt;br /&gt;
Das Drama spielt in Jerusalem. Die Handlung beginnt mit Nathans Rückkehr von einer Geschäftsreise. Er erfährt von Daja, seiner Haushälterin, dass seine Tochter Recha von einem Tempelherren aus dem brennenden Haus gerettet worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit regiert in Jerusalem Sultan Saladin. Er will sich auf Empfehlung seines Schatzmeisters Al Hafi von Nathan Geld leihen. Er erfindet eine List. Es kommt zu einem Treffen zwischen Saladin und Nathan, in dem Saladin - statt um Geld zu bitten - Nathan fragt, welche Religion die wahrhaftige sei.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt die Ringparabel über einen Vater, der auf dem Sterbebett seinen Ring - ein alten Tradition zufolge - an seinen Lieblingssohn weitergeben wollte. Weil er sich aber nicht entscheiden konnte, welcher von dreien sein Lieblingssohn ist, kopierte er den Ring und gab allen drei einen. Diese stritten dann vergeblich darum, wer den echten hat. Ein Richter entschied, dass jeder Sohn seinen Ring als wahren ansehen solle. So sei es auch mit den drei Weltreligionen. Von Nathans Antwort auf seine Frage nach der wahren Religion ist der Sultan erstaunt und gerührt  bittet um Nathans Freundschaft.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Recha und der Tempelherr sich treffen, verliebt sich der Tempelherr in Recha und bittet Nathan um die Einwilligung zur Heirat. Da Nathan sich aber nicht sicher ist, ob die beiden verwandt sind, handelt er abweisend. Als Nathan ein Familienbuch von dem Klosterbruder gebracht bekommt, findet er heraus, dass alle miteinander verwandt sind.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich alle im Palast von Saladin versammeln wird klar, dass Recha und der Tempelherr die Kinder seines - seit zwanzig Jahren verschollenen - Assad sind. Dieser ist der Bruder von Saladin und Sittah. Am Ende erkennen außerdem alle, dass es eigentlich sinnlos ist, darüber zu streiten, welche Religion die wahre oder die beste sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man folgende Kernaussagen für das Drama formulieren: Alle drei Weltreligionen können in einer Art Familie aufgefunden werden, alle Religionen sind quasi miteinander verwandt, weil sie einen gemeinsamen Ursprung haben. Jede Religion ist die wahre. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:ErTNSG|ErTNSG]]]/ [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:EvLaNSG|EvLaNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Figurencharakterisierungen===&lt;br /&gt;
Hier wollen wir sukzessive die wichtigsten Figuren des Dramas charakterisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Charakterisierung der Figur Nathan anhand der Exposition (1.1)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan ist die Hauptfigur des Dramas &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039; von Gotthold E. Lessing. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt zusammen mit seiner Tochter namens Recha und deren Gesellschafterin Daja, die Christin ist. Selbst ist Nathan Jude, weshalb er seine Tochter auch jüdisch erzieht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan ist ein erfolgreicher, gut verdienender Geschäftsmann, der sich keine Sorgen um sein Geld macht. Nachdem sein Haus abgebrannt ist, hat er keinerlei Existenzängste, sondern nimmt es gelassen hin, dass er wohlmöglich ein neues Haus bauen muss, was wiederum mit Kosten verbunden wäre (vgl. V. 17f). Außerdem ist er bereit, alle seine Schätze an den Retter Rechas abzugeben, was sowohl eine große Dankbarkeit zeigt, als auch verdeutlicht, dass Nathan Geld und Reichtum nicht so wichtig sind (vgl. V. 94 ff). Als er Daja von all seinen Geschenken erzählt, die er von seiner Geschäftsreise für sie mitgebracht hat, wird erneut deutlich, dass es ihm an Geld nicht mangelt (vgl. V. 43f und V. 48f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wird dadurch auch veranschaulicht, dass Nathan anscheinend doch nicht so ehrlich und großmütig ist, wie alle seine Mitmenschen von ihm denken. Mit den Mitbringseln erhofft er sich nämlich Dajas Schweigen, über einen noch unbekannten (dramatischen) Konflikt bezüglich seiner Tochter (vgl. V. 37 ff und V.58). Hier wird auch deutlich, dass Nathan eine gewisse Macht über Daja besitzt (vgl. V. 58f) und sich in der Position befindet, Befehle erteilen zu können (z.B. vgl. V. 154f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gelassen Nathan scheint, als er von seinem abgebrannten Haus erfährt, so hilflos und verzweifelt wirkt er, als ihm erzählt wird, dass seine Tochter fast gestorben wäre. Als Daja es ihm erzählt, scheint er fast durchzudrehen und will ebenso sterben wie seine Tochter (vgl. V. 24ff). Dies spiegelt den „Vaterinstinkt“ wider, den Nathan gegenüber Recha besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Nathan Daja schon seid längerem zum Schweigen zwingt, ist diese von seiner Rückkehr höchst erfreut, was sein hohes Ansehen hervorhebt (vgl. V. 1f und V. 167: „Ihr seid so gut und zugleich so schlimm!“). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren ist Nathan wissbegierig (vgl. V. 80ff), einfühlsam (vgl. V. 128ff) und kann logische Schlussfolgerungen ziehen (vgl. V. 139). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lässt sich ergänzen, dass Nathan Redewendungen benutzt (vgl. V. 11) und viel von Gott spricht (vgl. z. B.  V. 3 und 14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man festhalten, dass Nathan ein gutmütiger, ehrlicher, gelassener und großzügiger Mann ist, solange es nicht um seine Tochter Recha geht, dann ist er so ziemlich das Gegenteil der eben genannten Eigenschaften. Zum Beispiel ist er nicht mehr ganz ehrlich, um seine Tochter zu beschützen. Außerdem scheint eine gewisse Spannung zwischen Nathan und Daja zu existieren, die sich im Laufe des Dramas womöglich noch aufklären wird. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste Charakterisierung Nathans aus der Sicht von Daja:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dajas Sicht ist Nathan ein viel beschäftigter Geschäftsmann, der sehr lange unterwegs ist (Vgl. V. 1f.). Daja schätzt seine Ehrlichkeit und seinen Großmut, allerdings hält sie es nicht für richtig, dass Nathan Recha als „[seine] Recha“ (V. 28) bezeichnet. Aus Dajas Sicht haben Nathan und Recha dennoch eine gute Beziehung (Vgl. V. 87f.). Nathan ist Daja überlegen, und das weiß und akzeptiert sie auch. Dies lässt sich an ihren erwiderten Worten „Ich schweige“ (V. 58), auf die Aufforderung zu schweigen, erkennen. Zudem möchte Daja gerne über ihr Gewissen reden, allerdings unterbricht Nathan sie immer wieder, um ihr Geschenke zu übergeben (Vgl. V. 41ff.).  Sie weiß, dass Nathan ein sehr gütiger Mensch ist und seinen Liebsten gerne viel gibt (Vgl. V.53f), aber dies wirkt materialistisch auf sie, denn er schert sich nicht darum, dass sein Haus abgebrannt ist, und durch die teuren Geschenke zeigt er, dass ihm das Geld nicht wichtig ist (Vgl. V.46f).  Daraufhin wirft sie ihm vor, alles nur mit materiellen Gütern lösen zu wollen (Vgl. V. 52f.). In Dajas Augen ist Nathan ein entschlossener und eventuell etwas übermütiger Mann (Vgl. V. 162), der sowohl positive als auch negative Seiten an sich hat: „Ihr seid so gut und seid zugleich so schlimm!“ (V. 167).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Nathan aus Sicht von Daja ein liebenswürdiger Vater und ein ehrlicher Geschäftsmann ist. Sie ist ihm unterlegen, aber schätzt dennoch seine guten Seiten. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]]&lt;br /&gt;
======Komplexität und Entwicklungspotenzial======&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;statische Figur&#039;&#039;&#039; entwickelt sich im Laufe einer Handlung nicht (Nathan) – eine &#039;&#039;&#039;dynamische&#039;&#039;&#039; schon (Tempelherr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eindimensionalität&#039;&#039;&#039; vs. &#039;&#039;&#039;Mehrdimensionalität&#039;&#039;&#039;: Komplexität einer Figur; sie zeigt nur ein stereotypiertes Verhalten oder verschiedene Facetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilanz Nathan: Nathan ist eine statische, aber durchaus mehrdimensionale Figur: Er entwickelt sich nicht, zeigt aber verschiedene Facetten einer Persönlichkeit: Geschäftsmann, besorgter Vater, gläubiger Jude, dankbarer und großzügiger Mitmensch. Im weiteren Verlauf des Dramas erweist er sich darüber hinaus auch als guter Freund und weiser Erzieher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nathan, der weise Erzieher===&lt;br /&gt;
Titelgebend gilt Nathan als weise. Diese Weisheit setzt er gerne ein, um Menschen in seinem Umfeld zu erziehen, d.h. sie im Sinne der Aufklärung zu unterrichten. Wir haben uns exemplarisch mit die beiden Hauptfiguren der nächsten Generation, seiner Tochter Recha und ihrem Retter, dem Tempelherrn, beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nathan und Recha: Szenenanalyse der Szene 1.2=====&lt;br /&gt;
In dem Gespräch zwischen Nathan und Recha (Szene 1.2) geht es um den Unterschied zwischen Dankbarkeit durch reine Schwärmerei und wirklich gutem Handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Betrachtung der Szene lassen sich folgende Sinnabschnitte festlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#V.169-186: Recha freut sich über Nathans Rückkehr und sein sowie ihr Überleben. Durch ihre vielen Ausrufe macht Recha klar, dass sie sehr große Angst um Nathan, jedoch vor allem auch um sich selber hatte.&lt;br /&gt;
#V.186-210: Sie ist überzeugt, ihr Überleben sei ein Wunder gwesen und ein Engel habe sie gerettet, Nathan hingegen ist der Überzeugung, es sei ein Mensch gewesen. Durch Rechas Ausdruck &amp;quot;unter weißem Fittiche&amp;quot; (V.191) wird Nathan und auch dem Zuschauer klargemacht, dass Recha nur denkt, es sei ein Engel gewesen, weil der Tempelherr durch seinen weißen Mantel ihrer Vorstellung eines Engels entspricht.&lt;br /&gt;
#V.210-243: Nathan erklärt Recha, dass es kein kleineres Wunder sei, wäre es ein Mensch und dass das eben das Wunder sei, dass man diese Wunder; durch Menschenhand; nicht mehr erkennt. Durch die indirekte Benennung Rechas als Kind (vgl.V.222) verbunden mit den Ausrücken &amp;quot;gaffend&amp;quot;, &amp;quot;Ungewönlichste&amp;quot; (V.223) und &amp;quot;Neueste&amp;quot; (V.224) macht Nathan Recha klar, wie Sensationslustig die Menschen; und sie; sind. Dies wird auch durch Nathans Nutzung von rhetorischen Fragen deutlich (V.213ff.), welche die eigentliche Ansicht Nathans verspotten, um Recha begreiflich zu machen, wie lächerlich ihre Ansicht ist.&lt;br /&gt;
#V.243-270: Daja erklärt, wie es sein kann, dass der Tempelherr von Sultan Saladin verschont wurde. Nathan nutzt wieder zahlreiche rhetorische Fragen, die sich an Dajas Erklärung anschließen, um Recha und Daja klarzumachen, dass sie an das &amp;quot;eigentlich Unglaubliche&amp;quot; glauben, statt die reale Welt zu sehen (vgl.V.257ff.)&lt;br /&gt;
#V.270-287: Recha beginnt zu begreifen, dass der Tempelherr doch ein Mensch ist. Nathan erklärt Recha, dass das eigentliche Wunder bereits in der Verschonung des Tempelherrn liegt und nutzt auch hier wieder rethorische Fragen, um Recha von ihrer Engelsvorstellung weg, hin zu der wahren Erkenntis von Wundern zu führen, die vor ihrer Nase ablaufen (vgl.V.277ff.).&lt;br /&gt;
#V.287-317: Nathan erklärt, warum es einfacher ist zu denken, dass ein Engel einen gerettet habe als ein Mensch. Durch die Nutzung von Ausrufen, wie &amp;quot;Stolz!&amp;quot; (V.293) und Fragen, die einen Rückbezug zu Dajas Meinung herstellen (&amp;quot;Was es schadet, fragst du?&amp;quot; (V.297)), wird Nathans Empörung über diese Denkweise deutlich. Indem er über das gesamte Gespräch hinweg zahlreiche Fragen in seine Antworten einbaut, möchte er Recha (,sowie Daja) dazu auffordern die Antworten, welche eigentlich klar erkennbar für ihn sind, selber zu erkennen und ihnen nicht nur seine Ansicht &amp;quot;aufdrücken&amp;quot;, sondern stattdessen vielmehr ihre Ansicht ändern.&lt;br /&gt;
#V.317-357: Nachdem Nathan seine Ansicht klar gemacht hat, spekuliert er, was dem Tempelherren wohl alles zugestoßen sein könnte und verschreckt Recha. Durch seine Spekulierungen über das Wohlergehen des Tempelherren (vgl. V.330ff.) möchte er Recha klarmachen, dass es für sie viel leichter ist, sich eine Vorstellung eines Engels auszumalen, um so, statt wirklich gut zu handeln, einfach nur vor sich hin zu schwärmen&lt;br /&gt;
#V.357-370: Recha ist erleichtert, als Nathan erklärt, dass der Tepelherr noch lebe. Durch ddas Gefühl der Erleichterung, welches Recha verspürt, soll ihr klar gemacht werden, wie wichtig es ist wahrhaft dankbar zu sein.&lt;br /&gt;
#V.370-375: Nun entdeckt Nathan einen Muselmann, Al-Hafi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Recha zeigt sich über das ganze Gespräch hinweg sehr schwärmerisch, was beispielsweise an Ausdrücken, wie z.B. &amp;quot;unsichtbaren Engel&amp;quot; (V.188), &amp;quot;sichtbar&amp;quot; (V.190) und &amp;quot;weiße Fittiche&amp;quot; V.191) zu erkennen ist. Zu dem neigt sie dazu, sich selbst sehr in den Fokus zu rücken, was zum Beispiel bemerkbar ist, als sie Nathan begrüßt: &amp;quot;Die arme Recha&amp;quot; (V.175). Außerdem zeigt sie sich als eine Person, die sehr hysterisch ist und dazu neigt, Dinge zu dramatisieren, wie &amp;quot;Welch kalter Schauer Befällt mich! -Daja!-Meine Stirne, sonst so warm, fühl! ist auf einmal Eis!&amp;quot; (V.331ff.) oder &amp;quot;Krank! Krank!&amp;quot; (V.336) oder &amp;quot;Ah, mein Vater!&amp;quot; (V.339).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Recha durch ihre Vorstellung eines Engels, statt eines Menschen, die Schwärmerei dem wahrhaft guten Handeln &amp;quot;vorzieht&amp;quot;. Nathan möchte ihr, durch seine Hypothesen über das Wohlergehen des Tempelherrn und seine zahlreichen Ausrufe und Fragen Einsicht verschaffen und ihr den Sinn wahrer Dankbarkeit klarmachen und ihre Sicht auf die Welt ins &amp;quot;Reale&amp;quot; ändern. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:CKrNSG|CKrNSG]]]&amp;lt;br /&amp;gt;Nathan ist in dieser der dominante oder erklärende Charakter. Er stellt viele rhetorische Fragen (vgl.V.302ff.), um seine Klugheit und seine belehrende Rolle zu Recha zu unterstreichen.  Nathan lässt so Recha selbst zu Erkenntnis kommen, dass er Recht über z.B. das Wunder hat. Nathan benutzt außerdem viele Vergleiche, um den Handlungsverlauf Recha zu verdeutlichen und um die Wahrheit leichter darzustellen (vgl.V.203). [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:EvLaNSG|EvLaNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan will Recha von ihrer Meinung abbringen, indem er ihr ihre Fehler aufzeigt, diese aber nicht Fehler nennt, sondern ihre Standpunkte logisch nachvollzieht. Nathan erklärt alles sehr anschaulich und nachvollziehbar, wodurch er sehr glaubwürdig wirkt. Er weiß, dass Menschen eher emotional als rational denken und handeln. Somit gelingt es Nathan, Recha von seiner Sichtweise zu überzeugen. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:MeJNSG|MeJNSG]]]&lt;br /&gt;
=====Charakterisierung Recha=====&lt;br /&gt;
Sie glaubt an einen Engel, der sie aus dem Feuer gerettet hat; der Engelsglaube steht symbolisch für einen starken Glauben. Sie ist ein liebevoller, großherziger, schwärmerischer Mensch, z.B. schwärmt sie für den Tempelherren (V. ) und ihren Vater, hat ein liebevolles Verhältnis zu Daja. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat eine traumatische Erfahrung hinter sich, als sie in dem brennenden Elternhaus fast ums Lebens gekommen wäre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lichtblick: Kerze, Glaubenssymbol, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Nächstenliebe erkennt man an den Werten, die sie lebt oder leben sollte. Z.B. ist sie bereit, über Religionsgrenzen hinweg den Tempelherrn zu lieben, hat als Jüdin auch eine gutes Verhältnis zur Christin Daja.  Belege?&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur der Recha - Vorderansicht .jpg|mini|Requisitenskulptur zur Figur der Recha]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====Nathan und der Tempelherr=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Vorderansicht..jpg|mini|Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Vorderansicht. (c): [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]], 2021&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das Schwert vorne links aus der Sicht des Betrachters, das „Kettenhemd“ auf dem Körper und der Helm auf dem Kopf stehen für das Leben als Ritter und Kämpfer.&#039;&#039;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Treffen zwischen Nathan und dem Tempelherren (II.5) verläuft in vier Phasen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Nathan wartet auf den Tempelherrn, um sich bei ihm für Rechas Rettung zu bedanken. Der Tempelherr präsentiert sich abweisend (V.1201), herablassend („Was Jude, was?“; V. 1200), judenfeindlich, verwirrt  und unruhig über seine Begnadigung und den Verlust seiner Mitstreiter (Belege?). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie diskutieren über eine Entschädigung im Sinne eines Dankes, der Tempelherr lehnt aber ab: Er verweist auf seine Pflicht als Ritter (V. 1213). Er benutzt Formulierungen, die seine abwertende, klischeehafte Haltung gegenüber Juden verdeutlichen, z.B. sie als reiche, geizige, geldgierige Menschen wahrzunehmen („Der reiche Jude war mir nie der bess‘re Jude“, V. 1231). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie diskutieren über ihre Religionen: Der Tempelherr erkennt Nathans Weisheit an, wie dieser mit Konflikten umgeht, bis sie sich entschließen, Freunde zu werden. Er erfährt Wertschätzung für seine (guten) Taten, er lernt, Vorurteile abzulegen, dem anderen zuzuhören und dessen Meinung zu respektieren (Belege?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie schließen Freundschaft und werden von Daja unterbrochen, die Nathan zum Sultan schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nathans Sprechweise:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu  Beginn spricht Nathan ruhig und vorsichtig mit dem Tempelherren und möchte ihm sein Anliegen darlegen. Er ist voller Dank und  drückt sich freundlich und auf zurückhaltende Weise aus.  Im zweiten Abschnitt wird er etwas aufdringlicher und spricht hektischer, denn er versteht nicht wieso der Tempelherr von ihm genervt ist und für seine Tat nicht belohnt werden möchte. Im dritten Abschnitt hingegen spircht Nathan sehr gefühlsvollUnd macht durch das Küssen des Mantels klar, wie unendlich dankbar er für die Rettung seiner Tochter ist. Als Nathan im nächsten Abschnitt erklärt, dass es viele gute Menschen gibt, spricht er ruhig und überzeugend. Hier erkennt man seine Weisheit. Als sich die beiden zum Schluss nun doch anfreunden, spricht er wieder aufgelockert und dynamisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Sprechweise des Tempelherren:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn, als Nathan auf ihn zukommt, spricht er genervt und ist Nathan gegenüber abgeneigt. Er möchte sich nicht ständig anhören, wsa für ein Held er sei, denn er hält seine Tat falls etwas selbstverständlich ist. Zudem spricht er in kurzen klaren Sätzen. Sobald Nathan ihm etwas von seinem Reichtum abgeben möchte, um dem Tempelherren sein Dank auszusprechen, ist er wieder abgeneigt und antwortet mit setzen wie: „ihr? Mit nichts.“ (V 1231). Hier wird deutlich dass der Tempel her nichts von Nathan möchte. Er wird nun jedoch etwas aufgelockertter und sagt, dass er sich über einen neuen Mantel freuen würde. Er spricht Nathan gegenüber geöffneter. Als Nathan im folgenden seinen Mantel küsst beginnt der Tempelherr ihn beim Namen zu nennen und spricht mit kurzen abgehakten setzen, da er überwältigt ist. Als Nathan sich ihm gegenüber bekennt und seine tolerante Denkweise in Bezug auf die Weltreligionen und die Verbindung zu allen  Menschen äußert, beginnt der Tempelherr voller Anerkennung zu sprechen und wendet sich nicht mehr von Nathan ab. Letzt endlich gewinnt Nathan die Empathie des Tempelherren für sich und beide unterhalten sich wie Freunde. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathans Sprechweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er tritt dem Tempelherrn höflich gegenüber(V.1198)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er lässt ihn aber nicht ausreden (V.1206, V.1261)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-lässt nicht locker, versucht hartnäckig seinen Dank auszusprechen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-freut sich am Ende über die Freundschaft mit Nathan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-will den entstehenden Konflikt ruhig, gelassen  und mit weisen Worten lösen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprechweise des Tempelherrn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist eher unhöflich(V.1199)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er hat keinen Respekt(V.1219)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist abwertend gegenüber dem Judentum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist zu Beginn genervt und hat keine Lust zu reden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-am Ende ist er erfreut über die neue Freundschaft mit Nathan   [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Gespräch ist im Grunde ein Aufklärungsgespräch; es steht exemplarisch für Lessings Anspruch, sein Publikum [https://de.wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl%C3%A4rung%3F im Sinne Kants aufzuklären.]&lt;br /&gt;
=====Der Tempelherr=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Rückansicht..jpg|mini|Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Rückansicht. (c) [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]] 2021. &#039;&#039;Der weiße Umhang symbolisiert den Frieden, für den der Tempelherr kämpft und das Kreuz auf dem Umhang steht für das Christentum.&#039;&#039;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Der Tempelherr ist ein mehrdimensionaler, dynamischer Charakter: Er gewichtet seine inneren Werte (Religiosität, Empathie, ritterlicher Ethos) im Verlauf der Handlung neu und entwickelt sich von einem christlich-typisierten Charakter zu einem Christen mit humanistischem Weltbild und humanistischen Wertvorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nathan und Saladin - die Ringparabel=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aktualität===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Was ist an dem Stück so besonders, dass es bis heute noch aufgeführt wird?&amp;lt;ref&amp;gt;[[FlMNSG]]: Themenfrage zum Einstieg in das Unterrichtsvorhaben.&amp;lt;/ref&amp;gt;  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[FlMNSG]]]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktualität des Dramas: Meiner Meinung nach ist das Drama noch aktuell, da es heute immer noch Konflikte zwischen verschiedenen Religionen gibt und das Drama eine gute Lösung mit dem Beispiel der Ringparabel zu den Konflikten findet. [[Benutzer:MuGNSG|[MuGNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist das Drama aktuell? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde, dass die Weltreligionen damals viel mehr im Alltag eingebunden waren und viel mehr Menschen an die Religionen fest geglaubt haben und den Glauben ausgelebt haben als heute. Heutzutage wird weniger Wert auf Religionen gelegt und deswegen ein Drama mit Konflikte über Religion irrelevanter als damals geworden ist. Im realen Leben gab es viel mehr Konflikte zwischen den 3 Religionen als heutzutage. [[Benutzer:BilMNSG|[BilMNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weblinks===&lt;br /&gt;
Zum Autor: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing Wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk digital: [https://www.projekt-gutenberg.org/lessing/nathan/nathan.html Projekt-gutenberg.org: Nathan der Weise]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [https://c.wgr.de/buchlinks/978-3-14-022734-6/SNG-22734-003_AB_3.pdf Figurenkonstellation]. Quelle: EinFachDeutsch. Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Neubearbeitung 2019, S. 32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Frage &amp;quot;Was ist Aufklärung?&amp;quot;: Quelle: [https://de.wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl%C3%A4rung%3F wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufklärung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Quelle: Diekhans, Johannes, Schünemann, Luzia: EinFach Deutsch Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Textausgabe. Westermann 2019, S. 166-170, Zusatzmaterial: S. 176-178&amp;quot; /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
	</entry>
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		<updated>2021-12-01T08:15:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: Hochgeladen mit VisualEditor Seite&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Information&lt;br /&gt;
|description = Requisitenskulptur zur Figur der Recha&lt;br /&gt;
|source = Eigene Arbeit&lt;br /&gt;
|author = [[User:PhOSNSG|PhOSNSG]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenz ==&lt;br /&gt;
{{Bild-CC-by-sa/4.0/de}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Datei:Requisitenskulptur_zur_Figur_der_Recha.jpg&amp;diff=57184</id>
		<title>Datei:Requisitenskulptur zur Figur der Recha.jpg</title>
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		<updated>2021-12-01T08:15:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: PhOSNSG lud eine neue Version von Datei:Requisitenskulptur zur Figur der Recha.jpg hoch&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Information&lt;br /&gt;
|description = Requisitenskulptur zur Figur der Recha (c) [PhOSNSG]&lt;br /&gt;
|source = Eigene Arbeit&lt;br /&gt;
|author = [[User:PhOSNSG|PhOSNSG]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenz ==&lt;br /&gt;
{{Bild-CC-by-sa/4.0/de}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing:_Nathan_der_Weise&amp;diff=57182</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise</title>
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		<updated>2021-12-01T08:09:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Das Spannungsfeld zwischen Individuum um Gesellschaft im Spiegel des Theaters&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet das [https://padlet.com/flossdorfmaren/Wiki Thema] für uns? Welche Schwerpunkte wollen wir setzen[[Datei:Wolfenbüttel - Nathan der Weise.jpg|mini|Denkmal &amp;quot;Nathan der Weise&amp;quot; in Wolfenbüttel, zum Gedenken an [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing Gotthold Ephraim Lessing], ein Werk von [https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Schmidtbochum Erich Schmidtbochum]. (c) [[commons:User:Holbein66|Holbein66]] (2012)|verweis=https://projekte.zum.de/wiki/Datei:Wolfenb%C3%BCttel_-_Nathan_der_Weise.jpg]]Diese Projektseiten werden gestaltet vom Leistungskurs und Grundkurs Deutsch 21/22&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wer war Gotthold Ephraim Lessing? Annäherung an den Autor===&lt;br /&gt;
Eine erste Sammlung zu seiner [https://de.padlet.com/flossdorfmaren/Lessing_vita Vita]:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Mein lieber Eschenburg,&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Meine Freude war nur kurz. Und ich verlor ihn so ungern, diesen Sohn! denn er hatte so viel Verstand! so viel Verstand! – Glauben Sie nicht, daß die wenigen Stunden meiner Vaterschaft, mich schon zu so einem Affen von Vater gemacht haben! Ich weiss, was ich sage! – War es nicht Verstand, daß man ihn mit eisern Zangen auf die Welt ziehen musste? daß er so bald Unrat merkte? – War es nicht Verstand, daß er die erste Gelegenheit ergriff, sich wieder davon zu machen? – Freilich zerrt mir der kleine Ruschelkopf auch die Mutter mit fort! – Denn noch ist wenig Hoffnung, daß ich sie behalten werde. – Ich wollte es auch einmal so gut haben, wie andere Menschen. Aber es ist mir schlecht bekommen. &#039;&#039;(Lessing an Eschenburg, 31. Dezember 1777)&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;G.E.Lessing an Eschenburg, 31.12.1777 In: G.E. Lessing: Gesammelte Werke, Bd. xc,döfdp&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====Lebensdaten=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geboren&#039;&#039;&#039;: 22. Januar 1729, Kamenz in der Oberlausitz &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gestorben&#039;&#039;&#039;: 15. Februar 1781, Braunschweig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehefrau: Eva König (1776-1778), starb kurz nach der Geburt des Sohnes an Kindbettfieber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: Traugott *24.12.1777, +25.12.1777&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eltern: Johann Gottfried Lessing (Pastor), Justina Salome Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschwister: Erdmann Salomo Lessing, Karl Gotthelf Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lebenslauf=====&lt;br /&gt;
1748-1752 Medizin-Studium in Wittenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1749-1751 „freier Schriftsteller“ in Berlin, Kennenlernen der Freunde Moses Mendelssohn (Philosoph), Friedrich Nicolai (Verleger), Ewald Christian von Kleist (Offizier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1770-1781 in Wolfenbüttel als Hofbibliothekar, viele Reisen um Einsamkeit zu entfliehen, Unzufriedenheit&lt;br /&gt;
[[Datei:Gotthold Ephriam Lessing.JPG|mini|Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781). Portrait. lizenzfrei]]&lt;br /&gt;
Nach Tod des Sohnes und der Ehefrau:  produktivste Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779: „Nathan der Weise“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1780: Verschlechterung des Gesundheitszustandes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1781: Tod aufgrund von Brustwassersucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]], [[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]], [[Benutzer:LiSNSG|LiSNSG]], [[Benutzer:AkDiNSG|AkDiNSG]], [[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]]&lt;br /&gt;
=====Intention=====&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; als typisches Werk der Aufklärung markiert Lessing Wunschvorstellung eines friedlichen Miteinanders von vernunftgeleiteten Menschen:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Nicht die Wahrheit, in deren Besitz irgendein Mensch ist, oder zu sein vermeynet, sondern die aufrichtige Mühe, die er angewandt hat, hinter die Wahrheit zu kommen, macht den Wert des Menschen. Denn nicht durch den Besitz, sondern durch die Nachforschung der Wahrheit erweitern sich seine Kräfte, worin allein seine immer wachsende Vollkommenheit besteht. Der Besitz macht ruhig, träge, stolz - Wenn Gott in seiner Rechten alle Wahrheit, und in seiner Linken den einzigen immer regen Trieb nach Wahrheit , obschon mit dem Zusatz, mich immer uns ewig zu irren, verschlossen hielten und spräche zu mir: wähle! Ich fiele ihm mit Demuth in seine Linke, und sagte: Vater gieb! die reine Wahrheit ist ja doch nicht für dich allein!&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lessing, eine Duplik, 1778&lt;br /&gt;
=====Werk=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dramen&#039;&#039;&#039;: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Damon, oder die wahre Freundschaft (Lustspiel 1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der junge Gelehrte (Lustspiel 1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die alte Jungfer (Lustspiel 1748)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Misogyn (Lustspiel 1748)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Freigeist (Lustspiel 1749)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Juden (Lustspiel 1749)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Schatz (Lustspiel 1750)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Miß Sara Sampson (Trauerspiel 1755)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Philotas (Trauerspiel 1759)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Minna von Barnhelm (Lustspiel 1767)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Emilia Galotti (Trauerspiel 1772)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Nathan der Weise (Dramatisches Gedicht 1779)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gedichte&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die drey Reiche der Natur (1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Kleinigkeiten (1751)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lieder (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Oden (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Sinngedichte (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fabeln:&#039;&#039;&#039;-Fabeln und Erzählungen (1772)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Fabeln. Drey Bücher: (1759)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ästhetische Schriften:&#039;&#039;&#039;-Rezensionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Briefe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Vorreden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie lebte und arbeitete der Schriftsteller im 18. Jahrhundert? Hintergründe zum &#039;&#039;Nathan&#039;&#039;===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das deutsche Bürgertum im 18. Jahrhundert====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18. Jahrhundert: Epochenwende und Beginn der modernen Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;G.E. Lessing: Nathan der Weise. EinFach Deutsch - Textausgabe mit Zusatzmaterialien. Westermann: 2019, S. 148-149.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Politische Situation=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Seit dem 30-jährigen Krieg: Deutsche Reich in viele kleine Territorien zersplittert (300 souveräne Territorien)&lt;br /&gt;
*Reichsgewalt lag bis 1806 beim Deutschen Kaiser (nur auf wenige Rechte beschränkt, hat eine symbolische Bedeutung)&lt;br /&gt;
*politische Entscheidungen lagen bei Territiorialstaaten&lt;br /&gt;
*offizieller Titel: Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Bevölkerung=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Herrscher  bekommen ihr Geld durch Auspressung ihrer Untertanen&lt;br /&gt;
*Lebensbedingung der Bevölkerung dürftig (feudale Lasten, fürstliche Willkür)&lt;br /&gt;
*Leibeigenen Bauern ihres Herrn hatten nur lebensnotwendige Dinge (manchmal noch weniger)&lt;br /&gt;
*Unterschicht sind mehr als zwei Drittel der Bevölkerung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bildung von neuen ökonomischen Kräften und einer neuen sozialen Schicht&lt;br /&gt;
**Handel, Bankgewerbe, Manufakturwesen&lt;br /&gt;
**Geld und soziales Prestige&lt;br /&gt;
**war noch schwach und zahlenmäßig klein&lt;br /&gt;
*Kräfteverschiebung —&amp;gt;Spannung in der Ständepyramide—&amp;gt; Konfrontation zwischen Adel und Bürgertum&lt;br /&gt;
*Bürger akzeptieren die Vorherrschaft des Adels nicht&lt;br /&gt;
**meldeten ihren Souveränitätsanspruch an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Fragen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Welche geographischen Besonderheiten zeichneten das Deutsche Reich nach dem 30-jährigen Krieg aus?&lt;br /&gt;
*Bei wem lag die Reichsgewalt bis 1806 und was war das besondere daran?&lt;br /&gt;
*Welchen offiziellen Titel trug das Deutsche Reich?&lt;br /&gt;
*Wer übte die wichtigsten politischen Entscheidungen aus?&lt;br /&gt;
*Wie groß war der Anteil der Unterschicht in der Bevölkerung?&lt;br /&gt;
*Was ist geschehen, dass Historiker das 18. Jh. als Beginn der modernen Zeit bezeichnen?&lt;br /&gt;
*Welche Gründe veranlassten Spannung in der alten hierarchischen Ständepyramide?&lt;br /&gt;
*Welche Konsequenzen resultierten aus diesen Spannungen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gottsched und Lessing- zum Theaterbetrieb im 18. Jh.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Christoph Gottscheds Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
•    Gottscheds Bemühungen konzentrierten sich auf den Spielplan des Theaters, er  möchtedas als chaotisch erlebte, herkömmliche Theater abschaffen: Beseitigung des rohen Tons auf der Bühne und Vorurteil der Gebildeten gegen das Theater, der Beruf des Schauspielers galt als nicht ehrbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     nimmt sich französische Klassik zum Vorbild &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     stellt Regeln für die Pflege einer klaren deutschen Schriftsprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     durch literarisch gehobenes Programm bringt er Drama und Theater wieder zur Anerkennung beim bildungseifrigen Bürgertum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     fordert Einhaltung von Regeln (Einheit von Ort, Zeit und Handlung im Drama)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     vernunftgeleitete Darstellung (der Natur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Ziel: moralische Belehrung des Publikums - Theater vermittelt moralische Botschaften, die das Publikum im Sinne der Aufklärung &amp;quot;erziehen&amp;quot;: Aufklärungsphilosophie ( „critischen Dichtkunst vor die Deutschen“), Aufhebung der sozialen Aufspaltung, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lessings Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
•     Stücke sollen dramatisch sein und das Publikum emotional fesseln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     Publikum soll sich emotional identifizieren können - sittliche Verbesserung des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     möchte nationales Theater, das viele Freiheiten hat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     Drama soll zum Nachdenken anregen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     geprägt von Shakespeare&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     Regeln müssen nicht eingehalten werden&amp;lt;ref&amp;gt;G.E. Lessing: Nathan der Weise. EinFach Deutsch - Textausgabe mit Zusatzmaterialien. Westermann: 2019, S. 156 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessings Theaterkonzept wird auch in der dramaturgischen Gestaltung des &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; deutlich: Das Drama erfüllt nicht konsequent das [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise/Das aristotelische 5-Akt-Schema|aristotelische 5-Akt-Schema]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Inwiefern erfüllt Lessing die geschlossene Dramenform?====&lt;br /&gt;
Lessing erfüllt die geschlossene Dramenform, indem er durch die Exposition im ersten Akt die Figuren darstellt und den Leser in die Handlung einführt. Dabei entsteht ein Konflikt zwischen Daja und Nathan, die ein Geheimnis über Rechas wahre Herkunft verbergen. Dieser Konflikt spitz sich weiter zu und wird im dritten Akt durch Daja aufgelöst. Hinzu kommt die Ringparabel, die den Höhepunkt des Dramas bildet. In Akt vier fällt die Handlung auf das Ende zu, die Spannung bleibt aber bestehen, denn die Auflösung der Verwandtschaftsverhältnisse wird angedeutet. Zum Beispiel wird Nathans schlechte Vergangenheit offenbart. Zum Schluss werden alle Geheimnisse gelüftet und alle Spannungen zwischen den Figuren gelöst. Die Familie findet friedlich zusammen, wodurch auch die Verbundenheit zwischen den drei Weltreligionen verdeutlicht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende des Dramas „Nathan der Weise“ ist keine Katastrophe, sondern vielmehr ein Triumph. Alle Konflikte und Verwicklungen, die sich im laufe der Handlung ergeben, werden gelöst und die Familie findet wieder zusammen. Nathan bezeichnet den Tempelherrn und Recha als „seine Kinder“ (V. 3812), wodurch die starke Bindung dieser „geistigen“ Familie hervorgebracht wird. Alle drei Religionen sind in dieser nun glücklichen Familie vertreten, wodurch die religiösen Unterschiede bedeutungslos werden. Das Drama hat also ein positives Ende. [[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ein fiktives Streitgespräch zwischen Gottsched und Lessing über das Theater=====&lt;br /&gt;
Lessing: Herr Gottsched, ich bin sehr enttäuscht von Ihnen. Sie versuchen doch nur Ihre französischen Vorbildernachzuahmen und bestehen dann auch noch auf die Einhaltung dieser nutzlosen Regeln. Nichts weiter! Wo bleibt da die Kreativität?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottsched: Sie haben doch keine Ahnung. Das Theater dient schließlich nicht zur Belustigung des Publikums, sondern zur Vermittlung moralischer Botschaften. Der hohe Sprachstil ist übrigens auch sehr wichtig, um das höhere Bürgertum anzusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessing: Das ist doch Unsinn. Von Ihnen lasse ich mir nichts sagen. Das Theater sollte für alle da sein, nicht nur für die Adeligen. Die Zuschauer müssen von den Aufführungen mitgerissen werden. Das geht nur, wenn sie sich mit den Rollen identifizieren können und wenn das Stück lebendig und emotional vorgetragen wird. Genau das führt zu der sittlichen Besserung des Publikums. Statt dem französischen sollten Sie sich lieber das englische Theater von Shakespeare zum Vorbild nehmen. Dann kommen Sie hoffentlich auf einen besseren Geschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottsched: Das kann doch wohl nicht Ihr Ernst sein oder? In so einem Ton lasse ich nicht mit mir reden. Unsere Meinungen sind anscheinend zu unterschiedlich, als das eine normale Unterhaltung über das Theater möglich ist.  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lessing und Melchior Goeze====&lt;br /&gt;
Lessing übte Kritik am traditionellen biblischen Glauben und am protestantischen Lehrbegriff (z.B. von der Erbsünde und der Erlösung durch den Tod Christi). Die Folge davon war, dass ihm die Zensurfreiheit entzogen wurde und er den &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; als literarische Antwort darauf verfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Chronologie der Ereignisse=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vor der Auseinandersetzung Lessings und Goeze traf Lessing sein Schicksal. Durch den plötzlichen Tod seines Kindes und dem darauffolgenden seiner Frau, suchte er auf rationaler Ebene nach Gründen und Sinnhaftigkeit für sein persönliches Schicksal. Seiner Trauer widmete er sich mit Hilfe seines Verstandes und der Schaffung rational ausgerichteter Werke. Nach zwei Jahrzehnten des Versuches, ein unabhängiger Schriftsteller zu werden, trat Lessing das Amt des Bibliothekvorstehers an und sicherte sich sein Zensurrecht (1770). (vgl. Nathan der Weise Anhang S.166 Z1)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lessing erhielt Schriften des Freundes und Professors Samuel Reinhards, welche Kritik an dem Alten und Neuen Testament sowie des protestantischen Lehrbegriffs darstellen und sich zugleich mit diesem beschäftigen. ( Erbsünde, Erlösung durch den Tod Christi). Diese veröffentlichte Lessing.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Goeze führte im Januar 1778 einen Angriff auf Lessing durch, auf den Lessing mit „Anti-Goeze“ Briefen antwortet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Streit wird 1778 gewaltsam gelöst, indem am 6. Juli Lessing der weitere Druck und Vertrieb der „Beiträge“, in denen die Fragmente erschienen waren, verboten wurden und am 13. Juli folgt das Verbot der Fortsetzung der Anti-Goeze Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lessing antwortete darauf noch mit einigen Briefen, auf ein paar unnötige Frage Goezes, worauf er auch nicht mehr aus anderen Orten mit Streitbriefen schreiben durfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Als Konsequenz wird Lessing die Zensurfreiheit entzogen und er konzentriert sich wieder auf das Theater. &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039; entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lessing schrieb zum letzten Mal im Oktober 1778 auf einen Angriff Goezes mit dem Versuch einer Reihe &amp;quot;Der nötigen Antwort auf eine sehr unnötige Frage&amp;quot;, worauf der Streit mit diesem Artikel endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Zusammenfassung der zentralen Aussagen von Pastor Goeze und Lessing=====&lt;br /&gt;
Lessing steht für den Vernunft-Glauben und möchte die Leichtgläubigkeit durch denkenden Glauben ersetzen. Die Mühe, hinter die Wahrheit zu kommen, macht für ihn den Wert des Menschen aus und nicht der Besitz der Wahrheit allein. Lessing sieht die Leichtgläubigkeit als Missbrauch der Autorität an.&amp;lt;ref&amp;gt;Diekhans, Johannes; Schünemann, Luzia: EinFach Deutsch Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Neubearbeitung: Westerman 2019, S. 176ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Pastor [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Melchior_Goeze Melchior Goeze] reagiert auf Lessings Kritik (Wahrheitsbekenntnis), welche Goezes Replik und Widersprüche des biblischen Offenbarungsberichts darstellte. Zudem enthüllt Lessing sein viel zitierendes Wahrheitsbekenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ein fiktives Streitgespräch zwischen Goeze und Lessing=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Was fällt dir ein die Bibel in Frage zu stellen und die Autorität der Kirche mit deiner erbärmlichen Duplik zu verleugnen, du Gotteslästerer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Du, du Kirchenfanatiker, hältst dich und deine biblischen Offenbarungsberichte für etwas besseres. Dabei untermauerst du nur deine Einfältigkeit, ohne jeglichen Versuch selbst an die Wahrheit zu gelangen. Ich, als von Vernunft geleiteter Mensch, strebe durch Nachforschung und aufrichtige Mühe die Wahrheit an. Dir, dir liegt sie bloß zu Füßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Wer bist du, dass du, die der Geboten und Verheißung folgende Wahrheit demütigst und es wagst, Gott und seine Vertreter auf der Erde in den Dreck zu ziehen? Wenn du so weiter hantierst, drohst du ins offene Feuer zu laufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Wer ich bin? Ein Mensch mit Wert und Verstand. Ich verkaufe keine fahrlässigen Behauptungen für wahr. Wenn du in die Hölle möchtest, dann mach nur weiter so, du bist auf dem besten Wege. Mein Ziel ist es lediglich, die Menschen von dem Vernunftglauben zu überzeugen. So einer Leichtgläubigkeit sollte keiner trauen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Du und dein Verstand. Laber keinen Unsinn. Es ist Rechtfertigung genug, dass der ganze Staat und die bürgerliche Verfassung auf dem Glauben basieren! Unser Glaube brauch keinen Verstand. Er kommt aus tiefstem Herzen und erweist immer Loyalität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Ihr könnt ja aus tiefstem Herzen glauben , aber vor allem sollt ihr denken. Der Verstand ist der springende Punkt. Allein gehorchen und sich die Bibel als Vorschrift zu nehmen ist lächerlich. Was hat man denn davon? Was bringt es denn den Menschen, von ihren veralteten und längst überholten Tatsachen beschallt zu werden? Nicht in der Lage zu sein, selbst zu denken und sich alles vorgaukeln zu lassen? „Super“ Sache! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Wir glauben nicht nur, wir wissen. Und es ist ganz leicht zu erklären, warum wir uns darauf beruhen. Wirf einfach einen Blick zurück in die Vergangenheit. Wann haben Samen der Rebellion reife Früchte getragen? Ganz einfache Antwort: nie! Und das liegt daran, dass diese nicht aus der Hand der Christen sondern von Gott selbst gesät werden. Gott einzig und allein trägt die Verantwortung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Mein lieber Götze, wann habe ich denn von Rebellion gesprochen? Ich spreche nur von den Überlegungen auf persönlicher Ebene und der Bildung eigener Meinungen durch das Denken. Das passiert wohl, wenn man selbst seinen Verstand nicht benutzt und sich an Gegebenheiten erfreut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Du bist ja lächerlich. Und von so einem Witzbold und dessen ach so tollen Grundsätzen soll ich mir als Pfarrer meine Auffassungen abstreiten lassen? In meinen Träumen nicht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Oh ja! Allerdings mache ich deine sinnlosen Behauptungen runter und stelle meine vernünftigen, selbst nachgeforschten Erkenntnisse, in den Vordergrund. Solch zufällige Geschichtswahrheiten der Bibel können niemals standhalten mit belegten Vernunft-Wahrheiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Ich glaube, ich muss lachen! Ihre Laberei und Kritzeleien von Vernunftwahrheiten können Sie sich was weiß ich wohin stecken. Es ist lächerlich, wie du dich als Wichtigtuer aufführst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Es mag sein, dass Sie meine Art des Schreibens nicht mögen, aber das liegt an meiner metaphorischen Art und Weise. Festzustellen ist letztendlich doch, dass du die Wahrheit kennst, ohne nachgeforscht zu haben. Deine Wahrheit besteht nur daraus, dass du keinen Plan hast und damit nur deine Leichtgläubigkeit bestätigst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Dass du dich traust so etwas über mich zu behaupten!? Das wird Konsequenzen haben, glaube mir! Du Gotteslästerer!   [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Inhalt===&lt;br /&gt;
Das Drama spielt in Jerusalem. Die Handlung beginnt mit Nathans Rückkehr von einer Geschäftsreise. Er erfährt von Daja, seiner Haushälterin, dass seine Tochter Recha von einem Tempelherren aus dem brennenden Haus gerettet worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit regiert in Jerusalem Sultan Saladin. Er will sich auf Empfehlung seines Schatzmeisters Al Hafi von Nathan Geld leihen. Er erfindet eine List. Es kommt zu einem Treffen zwischen Saladin und Nathan, in dem Saladin - statt um Geld zu bitten - Nathan fragt, welche Religion die wahrhaftige sei.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt die Ringparabel über einen Vater, der auf dem Sterbebett seinen Ring - ein alten Tradition zufolge - an seinen Lieblingssohn weitergeben wollte. Weil er sich aber nicht entscheiden konnte, welcher von dreien sein Lieblingssohn ist, kopierte er den Ring und gab allen drei einen. Diese stritten dann vergeblich darum, wer den echten hat. Ein Richter entschied, dass jeder Sohn seinen Ring als wahren ansehen solle. So sei es auch mit den drei Weltreligionen. Von Nathans Antwort auf seine Frage nach der wahren Religion ist der Sultan erstaunt und gerührt  bittet um Nathans Freundschaft.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Recha und der Tempelherr sich treffen, verliebt sich der Tempelherr in Recha und bittet Nathan um die Einwilligung zur Heirat. Da Nathan sich aber nicht sicher ist, ob die beiden verwandt sind, handelt er abweisend. Als Nathan ein Familienbuch von dem Klosterbruder gebracht bekommt, findet er heraus, dass alle miteinander verwandt sind.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich alle im Palast von Saladin versammeln wird klar, dass Recha und der Tempelherr die Kinder seines - seit zwanzig Jahren verschollenen - Assad sind. Dieser ist der Bruder von Saladin und Sittah. Am Ende erkennen außerdem alle, dass es eigentlich sinnlos ist, darüber zu streiten, welche Religion die wahre oder die beste sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man folgende Kernaussagen für das Drama formulieren: Alle drei Weltreligionen können in einer Art Familie aufgefunden werden, alle Religionen sind quasi miteinander verwandt, weil sie einen gemeinsamen Ursprung haben. Jede Religion ist die wahre. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:ErTNSG|ErTNSG]]]/ [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:EvLaNSG|EvLaNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Figurencharakterisierungen===&lt;br /&gt;
Hier wollen wir sukzessive die wichtigsten Figuren des Dramas charakterisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Charakterisierung der Figur Nathan anhand der Exposition (1.1)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan ist die Hauptfigur des Dramas &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039; von Gotthold E. Lessing. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt zusammen mit seiner Tochter namens Recha und deren Gesellschafterin Daja, die Christin ist. Selbst ist Nathan Jude, weshalb er seine Tochter auch jüdisch erzieht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan ist ein erfolgreicher, gut verdienender Geschäftsmann, der sich keine Sorgen um sein Geld macht. Nachdem sein Haus abgebrannt ist, hat er keinerlei Existenzängste, sondern nimmt es gelassen hin, dass er wohlmöglich ein neues Haus bauen muss, was wiederum mit Kosten verbunden wäre (vgl. V. 17f). Außerdem ist er bereit, alle seine Schätze an den Retter Rechas abzugeben, was sowohl eine große Dankbarkeit zeigt, als auch verdeutlicht, dass Nathan Geld und Reichtum nicht so wichtig sind (vgl. V. 94 ff). Als er Daja von all seinen Geschenken erzählt, die er von seiner Geschäftsreise für sie mitgebracht hat, wird erneut deutlich, dass es ihm an Geld nicht mangelt (vgl. V. 43f und V. 48f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wird dadurch auch veranschaulicht, dass Nathan anscheinend doch nicht so ehrlich und großmütig ist, wie alle seine Mitmenschen von ihm denken. Mit den Mitbringseln erhofft er sich nämlich Dajas Schweigen, über einen noch unbekannten (dramatischen) Konflikt bezüglich seiner Tochter (vgl. V. 37 ff und V.58). Hier wird auch deutlich, dass Nathan eine gewisse Macht über Daja besitzt (vgl. V. 58f) und sich in der Position befindet, Befehle erteilen zu können (z.B. vgl. V. 154f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gelassen Nathan scheint, als er von seinem abgebrannten Haus erfährt, so hilflos und verzweifelt wirkt er, als ihm erzählt wird, dass seine Tochter fast gestorben wäre. Als Daja es ihm erzählt, scheint er fast durchzudrehen und will ebenso sterben wie seine Tochter (vgl. V. 24ff). Dies spiegelt den „Vaterinstinkt“ wider, den Nathan gegenüber Recha besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Nathan Daja schon seid längerem zum Schweigen zwingt, ist diese von seiner Rückkehr höchst erfreut, was sein hohes Ansehen hervorhebt (vgl. V. 1f und V. 167: „Ihr seid so gut und zugleich so schlimm!“). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren ist Nathan wissbegierig (vgl. V. 80ff), einfühlsam (vgl. V. 128ff) und kann logische Schlussfolgerungen ziehen (vgl. V. 139). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lässt sich ergänzen, dass Nathan Redewendungen benutzt (vgl. V. 11) und viel von Gott spricht (vgl. z. B.  V. 3 und 14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man festhalten, dass Nathan ein gutmütiger, ehrlicher, gelassener und großzügiger Mann ist, solange es nicht um seine Tochter Recha geht, dann ist er so ziemlich das Gegenteil der eben genannten Eigenschaften. Zum Beispiel ist er nicht mehr ganz ehrlich, um seine Tochter zu beschützen. Außerdem scheint eine gewisse Spannung zwischen Nathan und Daja zu existieren, die sich im Laufe des Dramas womöglich noch aufklären wird. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste Charakterisierung Nathans aus der Sicht von Daja:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dajas Sicht ist Nathan ein viel beschäftigter Geschäftsmann, der sehr lange unterwegs ist (Vgl. V. 1f.). Daja schätzt seine Ehrlichkeit und seinen Großmut, allerdings hält sie es nicht für richtig, dass Nathan Recha als „[seine] Recha“ (V. 28) bezeichnet. Aus Dajas Sicht haben Nathan und Recha dennoch eine gute Beziehung (Vgl. V. 87f.). Nathan ist Daja überlegen, und das weiß und akzeptiert sie auch. Dies lässt sich an ihren erwiderten Worten „Ich schweige“ (V. 58), auf die Aufforderung zu schweigen, erkennen. Zudem möchte Daja gerne über ihr Gewissen reden, allerdings unterbricht Nathan sie immer wieder, um ihr Geschenke zu übergeben (Vgl. V. 41ff.).  Sie weiß, dass Nathan ein sehr gütiger Mensch ist und seinen Liebsten gerne viel gibt (Vgl. V.53f), aber dies wirkt materialistisch auf sie, denn er schert sich nicht darum, dass sein Haus abgebrannt ist, und durch die teuren Geschenke zeigt er, dass ihm das Geld nicht wichtig ist (Vgl. V.46f).  Daraufhin wirft sie ihm vor, alles nur mit materiellen Gütern lösen zu wollen (Vgl. V. 52f.). In Dajas Augen ist Nathan ein entschlossener und eventuell etwas übermütiger Mann (Vgl. V. 162), der sowohl positive als auch negative Seiten an sich hat: „Ihr seid so gut und seid zugleich so schlimm!“ (V. 167).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Nathan aus Sicht von Daja ein liebenswürdiger Vater und ein ehrlicher Geschäftsmann ist. Sie ist ihm unterlegen, aber schätzt dennoch seine guten Seiten. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]]&lt;br /&gt;
======Komplexität und Entwicklungspotenzial======&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;statische Figur&#039;&#039;&#039; entwickelt sich im Laufe einer Handlung nicht (Nathan) – eine &#039;&#039;&#039;dynamische&#039;&#039;&#039; schon (Tempelherr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eindimensionalität&#039;&#039;&#039; vs. &#039;&#039;&#039;Mehrdimensionalität&#039;&#039;&#039;: Komplexität einer Figur; sie zeigt nur ein stereotypiertes Verhalten oder verschiedene Facetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilanz Nathan: Nathan ist eine statische, aber durchaus mehrdimensionale Figur: Er entwickelt sich nicht, zeigt aber verschiedene Facetten einer Persönlichkeit: Geschäftsmann, besorgter Vater, gläubiger Jude, dankbarer und großzügiger Mitmensch. Im weiteren Verlauf des Dramas erweist er sich darüber hinaus auch als guter Freund und weiser Erzieher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nathan, der weise Erzieher===&lt;br /&gt;
Titelgebend gilt Nathan als weise. Diese Weisheit setzt er gerne ein, um Menschen in seinem Umfeld zu erziehen, d.h. sie im Sinne der Aufklärung zu unterrichten. Wir haben uns exemplarisch mit die beiden Hauptfiguren der nächsten Generation, seiner Tochter Recha und ihrem Retter, dem Tempelherrn, beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nathan und Recha: Szenenanalyse der Szene 1.2=====&lt;br /&gt;
In dem Gespräch zwischen Nathan und Recha (Szene 1.2) geht es um den Unterschied zwischen Dankbarkeit durch reine Schwärmerei und wirklich gutem Handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Betrachtung der Szene lassen sich folgende Sinnabschnitte festlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#V.169-186: Recha freut sich über Nathans Rückkehr und sein sowie ihr Überleben. Durch ihre vielen Ausrufe macht Recha klar, dass sie sehr große Angst um Nathan, jedoch vor allem auch um sich selber hatte.&lt;br /&gt;
#V.186-210: Sie ist überzeugt, ihr Überleben sei ein Wunder gwesen und ein Engel habe sie gerettet, Nathan hingegen ist der Überzeugung, es sei ein Mensch gewesen. Durch Rechas Ausdruck &amp;quot;unter weißem Fittiche&amp;quot; (V.191) wird Nathan und auch dem Zuschauer klargemacht, dass Recha nur denkt, es sei ein Engel gewesen, weil der Tempelherr durch seinen weißen Mantel ihrer Vorstellung eines Engels entspricht.&lt;br /&gt;
#V.210-243: Nathan erklärt Recha, dass es kein kleineres Wunder sei, wäre es ein Mensch und dass das eben das Wunder sei, dass man diese Wunder; durch Menschenhand; nicht mehr erkennt. Durch die indirekte Benennung Rechas als Kind (vgl.V.222) verbunden mit den Ausrücken &amp;quot;gaffend&amp;quot;, &amp;quot;Ungewönlichste&amp;quot; (V.223) und &amp;quot;Neueste&amp;quot; (V.224) macht Nathan Recha klar, wie Sensationslustig die Menschen; und sie; sind. Dies wird auch durch Nathans Nutzung von rhetorischen Fragen deutlich (V.213ff.), welche die eigentliche Ansicht Nathans verspotten, um Recha begreiflich zu machen, wie lächerlich ihre Ansicht ist.&lt;br /&gt;
#V.243-270: Daja erklärt, wie es sein kann, dass der Tempelherr von Sultan Saladin verschont wurde. Nathan nutzt wieder zahlreiche rhetorische Fragen, die sich an Dajas Erklärung anschließen, um Recha und Daja klarzumachen, dass sie an das &amp;quot;eigentlich Unglaubliche&amp;quot; glauben, statt die reale Welt zu sehen (vgl.V.257ff.)&lt;br /&gt;
#V.270-287: Recha beginnt zu begreifen, dass der Tempelherr doch ein Mensch ist. Nathan erklärt Recha, dass das eigentliche Wunder bereits in der Verschonung des Tempelherrn liegt und nutzt auch hier wieder rethorische Fragen, um Recha von ihrer Engelsvorstellung weg, hin zu der wahren Erkenntis von Wundern zu führen, die vor ihrer Nase ablaufen (vgl.V.277ff.).&lt;br /&gt;
#V.287-317: Nathan erklärt, warum es einfacher ist zu denken, dass ein Engel einen gerettet habe als ein Mensch. Durch die Nutzung von Ausrufen, wie &amp;quot;Stolz!&amp;quot; (V.293) und Fragen, die einen Rückbezug zu Dajas Meinung herstellen (&amp;quot;Was es schadet, fragst du?&amp;quot; (V.297)), wird Nathans Empörung über diese Denkweise deutlich. Indem er über das gesamte Gespräch hinweg zahlreiche Fragen in seine Antworten einbaut, möchte er Recha (,sowie Daja) dazu auffordern die Antworten, welche eigentlich klar erkennbar für ihn sind, selber zu erkennen und ihnen nicht nur seine Ansicht &amp;quot;aufdrücken&amp;quot;, sondern stattdessen vielmehr ihre Ansicht ändern.&lt;br /&gt;
#V.317-357: Nachdem Nathan seine Ansicht klar gemacht hat, spekuliert er, was dem Tempelherren wohl alles zugestoßen sein könnte und verschreckt Recha. Durch seine Spekulierungen über das Wohlergehen des Tempelherren (vgl. V.330ff.) möchte er Recha klarmachen, dass es für sie viel leichter ist, sich eine Vorstellung eines Engels auszumalen, um so, statt wirklich gut zu handeln, einfach nur vor sich hin zu schwärmen&lt;br /&gt;
#V.357-370: Recha ist erleichtert, als Nathan erklärt, dass der Tepelherr noch lebe. Durch ddas Gefühl der Erleichterung, welches Recha verspürt, soll ihr klar gemacht werden, wie wichtig es ist wahrhaft dankbar zu sein.&lt;br /&gt;
#V.370-375: Nun entdeckt Nathan einen Muselmann, Al-Hafi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Recha zeigt sich über das ganze Gespräch hinweg sehr schwärmerisch, was beispielsweise an Ausdrücken, wie z.B. &amp;quot;unsichtbaren Engel&amp;quot; (V.188), &amp;quot;sichtbar&amp;quot; (V.190) und &amp;quot;weiße Fittiche&amp;quot; V.191) zu erkennen ist. Zu dem neigt sie dazu, sich selbst sehr in den Fokus zu rücken, was zum Beispiel bemerkbar ist, als sie Nathan begrüßt: &amp;quot;Die arme Recha&amp;quot; (V.175). Außerdem zeigt sie sich als eine Person, die sehr hysterisch ist und dazu neigt, Dinge zu dramatisieren, wie &amp;quot;Welch kalter Schauer Befällt mich! -Daja!-Meine Stirne, sonst so warm, fühl! ist auf einmal Eis!&amp;quot; (V.331ff.) oder &amp;quot;Krank! Krank!&amp;quot; (V.336) oder &amp;quot;Ah, mein Vater!&amp;quot; (V.339).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Recha durch ihre Vorstellung eines Engels, statt eines Menschen, die Schwärmerei dem wahrhaft guten Handeln &amp;quot;vorzieht&amp;quot;. Nathan möchte ihr, durch seine Hypothesen über das Wohlergehen des Tempelherrn und seine zahlreichen Ausrufe und Fragen Einsicht verschaffen und ihr den Sinn wahrer Dankbarkeit klarmachen und ihre Sicht auf die Welt ins &amp;quot;Reale&amp;quot; ändern. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:CKrNSG|CKrNSG]]]&amp;lt;br /&amp;gt;Nathan ist in dieser der dominante oder erklärende Charakter. Er stellt viele rhetorische Fragen (vgl.V.302ff.), um seine Klugheit und seine belehrende Rolle zu Recha zu unterstreichen.  Nathan lässt so Recha selbst zu Erkenntnis kommen, dass er Recht über z.B. das Wunder hat. Nathan benutzt außerdem viele Vergleiche, um den Handlungsverlauf Recha zu verdeutlichen und um die Wahrheit leichter darzustellen (vgl.V.203). [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:EvLaNSG|EvLaNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan will Recha von ihrer Meinung abbringen, indem er ihr ihre Fehler aufzeigt, diese aber nicht Fehler nennt, sondern ihre Standpunkte logisch nachvollzieht. Nathan erklärt alles sehr anschaulich und nachvollziehbar, wodurch er sehr glaubwürdig wirkt. Er weiß, dass Menschen eher emotional als rational denken und handeln. Somit gelingt es Nathan, Recha von seiner Sichtweise zu überzeugen. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:MeJNSG|MeJNSG]]]&lt;br /&gt;
=====Charakterisierung Recha=====&lt;br /&gt;
Sie glaubt an einen Engel, der sie aus dem Feuer gerettet hat; der Engelsglaube steht symbolisch für einen starken Glauben. Sie ist ein liebevoller, großherziger, schwärmerischer Mensch, z.B. schwärmt sie für den Tempelherren (V. ) und ihren Vater, hat ein liebevolles Verhältnis zu Daja. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat eine traumatische Erfahrung hinter sich, als sie in dem brennenden Elternhaus fast ums Lebens gekommen wäre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lichtblick: Kerze, Glaubenssymbol, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Nächstenliebe erkennt man an den Werten, die sie lebt oder leben sollte. Z.B. ist sie bereit, über Religionsgrenzen hinweg den Tempelherrn zu lieben, hat als Jüdin auch eine gutes Verhältnis zur Christin Daja.  Belege?&lt;br /&gt;
[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur der Recha.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====Nathan und der Tempelherr=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Vorderansicht..jpg|mini|Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Vorderansicht. (c): [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]], 2021&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das Schwert vorne links aus der Sicht des Betrachters, das „Kettenhemd“ auf dem Körper und der Helm auf dem Kopf stehen für das Leben als Ritter und Kämpfer.&#039;&#039;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Treffen zwischen Nathan und dem Tempelherren (II.5) verläuft in vier Phasen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Nathan wartet auf den Tempelherrn, um sich bei ihm für Rechas Rettung zu bedanken. Der Tempelherr präsentiert sich abweisend (V.1201), herablassend („Was Jude, was?“; V. 1200), judenfeindlich, verwirrt  und unruhig über seine Begnadigung und den Verlust seiner Mitstreiter (Belege?). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie diskutieren über eine Entschädigung im Sinne eines Dankes, der Tempelherr lehnt aber ab: Er verweist auf seine Pflicht als Ritter (V. 1213). Er benutzt Formulierungen, die seine abwertende, klischeehafte Haltung gegenüber Juden verdeutlichen, z.B. sie als reiche, geizige, geldgierige Menschen wahrzunehmen („Der reiche Jude war mir nie der bess‘re Jude“, V. 1231). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie diskutieren über ihre Religionen: Der Tempelherr erkennt Nathans Weisheit an, wie dieser mit Konflikten umgeht, bis sie sich entschließen, Freunde zu werden. Er erfährt Wertschätzung für seine (guten) Taten, er lernt, Vorurteile abzulegen, dem anderen zuzuhören und dessen Meinung zu respektieren (Belege?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie schließen Freundschaft und werden von Daja unterbrochen, die Nathan zum Sultan schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nathans Sprechweise:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu  Beginn spricht Nathan ruhig und vorsichtig mit dem Tempelherren und möchte ihm sein Anliegen darlegen. Er ist voller Dank und  drückt sich freundlich und auf zurückhaltende Weise aus.  Im zweiten Abschnitt wird er etwas aufdringlicher und spricht hektischer, denn er versteht nicht wieso der Tempelherr von ihm genervt ist und für seine Tat nicht belohnt werden möchte. Im dritten Abschnitt hingegen spircht Nathan sehr gefühlsvollUnd macht durch das Küssen des Mantels klar, wie unendlich dankbar er für die Rettung seiner Tochter ist. Als Nathan im nächsten Abschnitt erklärt, dass es viele gute Menschen gibt, spricht er ruhig und überzeugend. Hier erkennt man seine Weisheit. Als sich die beiden zum Schluss nun doch anfreunden, spricht er wieder aufgelockert und dynamisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Sprechweise des Tempelherren:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn, als Nathan auf ihn zukommt, spricht er genervt und ist Nathan gegenüber abgeneigt. Er möchte sich nicht ständig anhören, wsa für ein Held er sei, denn er hält seine Tat falls etwas selbstverständlich ist. Zudem spricht er in kurzen klaren Sätzen. Sobald Nathan ihm etwas von seinem Reichtum abgeben möchte, um dem Tempelherren sein Dank auszusprechen, ist er wieder abgeneigt und antwortet mit setzen wie: „ihr? Mit nichts.“ (V 1231). Hier wird deutlich dass der Tempel her nichts von Nathan möchte. Er wird nun jedoch etwas aufgelockertter und sagt, dass er sich über einen neuen Mantel freuen würde. Er spricht Nathan gegenüber geöffneter. Als Nathan im folgenden seinen Mantel küsst beginnt der Tempelherr ihn beim Namen zu nennen und spricht mit kurzen abgehakten setzen, da er überwältigt ist. Als Nathan sich ihm gegenüber bekennt und seine tolerante Denkweise in Bezug auf die Weltreligionen und die Verbindung zu allen  Menschen äußert, beginnt der Tempelherr voller Anerkennung zu sprechen und wendet sich nicht mehr von Nathan ab. Letzt endlich gewinnt Nathan die Empathie des Tempelherren für sich und beide unterhalten sich wie Freunde. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathans Sprechweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er tritt dem Tempelherrn höflich gegenüber(V.1198)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er lässt ihn aber nicht ausreden (V.1206, V.1261)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-lässt nicht locker, versucht hartnäckig seinen Dank auszusprechen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-freut sich am Ende über die Freundschaft mit Nathan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-will den entstehenden Konflikt ruhig, gelassen  und mit weisen Worten lösen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprechweise des Tempelherrn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist eher unhöflich(V.1199)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er hat keinen Respekt(V.1219)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist abwertend gegenüber dem Judentum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist zu Beginn genervt und hat keine Lust zu reden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-am Ende ist er erfreut über die neue Freundschaft mit Nathan   [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Gespräch ist im Grunde ein Aufklärungsgespräch; es steht exemplarisch für Lessings Anspruch, sein Publikum [https://de.wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl%C3%A4rung%3F im Sinne Kants aufzuklären.]&lt;br /&gt;
=====Der Tempelherr=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Rückansicht..jpg|mini|Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Rückansicht. (c) [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]] 2021. &#039;&#039;Der weiße Umhang symbolisiert den Frieden, für den der Tempelherr kämpft und das Kreuz auf dem Umhang steht für das Christentum.&#039;&#039;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Der Tempelherr ist ein mehrdimensionaler, dynamischer Charakter: Er gewichtet seine inneren Werte (Religiosität, Empathie, ritterlicher Ethos) im Verlauf der Handlung neu und entwickelt sich von einem christlich-typisierten Charakter zu einem Christen mit humanistischem Weltbild und humanistischen Wertvorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nathan und Saladin - die Ringparabel=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aktualität===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Was ist an dem Stück so besonders, dass es bis heute noch aufgeführt wird?&amp;lt;ref&amp;gt;[[FlMNSG]]: Themenfrage zum Einstieg in das Unterrichtsvorhaben.&amp;lt;/ref&amp;gt;  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[FlMNSG]]]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktualität des Dramas: Meiner Meinung nach ist das Drama noch aktuell, da es heute immer noch Konflikte zwischen verschiedenen Religionen gibt und das Drama eine gute Lösung mit dem Beispiel der Ringparabel zu den Konflikten findet. [[Benutzer:MuGNSG|[MuGNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist das Drama aktuell? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde, dass die Weltreligionen damals viel mehr im Alltag eingebunden waren und viel mehr Menschen an die Religionen fest geglaubt haben und den Glauben ausgelebt haben als heute. Heutzutage wird weniger Wert auf Religionen gelegt und deswegen ein Drama mit Konflikte über Religion irrelevanter als damals geworden ist. Im realen Leben gab es viel mehr Konflikte zwischen den 3 Religionen als heutzutage. [[Benutzer:BilMNSG|[BilMNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weblinks===&lt;br /&gt;
Zum Autor: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing Wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk digital: [https://www.projekt-gutenberg.org/lessing/nathan/nathan.html Projekt-gutenberg.org: Nathan der Weise]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [https://c.wgr.de/buchlinks/978-3-14-022734-6/SNG-22734-003_AB_3.pdf Figurenkonstellation]. Quelle: EinFachDeutsch. Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Neubearbeitung 2019, S. 32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Frage &amp;quot;Was ist Aufklärung?&amp;quot;: Quelle: [https://de.wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl%C3%A4rung%3F wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufklärung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Quelle: Diekhans, Johannes, Schünemann, Luzia: EinFach Deutsch Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Textausgabe. Westermann 2019, S. 166-170, Zusatzmaterial: S. 176-178&amp;quot; /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Datei:Requisitenskulptur_zur_Figur_der_Recha.jpg&amp;diff=57181</id>
		<title>Datei:Requisitenskulptur zur Figur der Recha.jpg</title>
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		<updated>2021-12-01T08:08:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: Hochgeladen mit VisualEditor Seite&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Information&lt;br /&gt;
|description = Requisitenskulptur zur Figur der Recha (c) [PhOSNSG]&lt;br /&gt;
|source = Eigene Arbeit&lt;br /&gt;
|author = [[User:PhOSNSG|PhOSNSG]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenz ==&lt;br /&gt;
{{Bild-CC-by-sa/4.0/de}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Dramenanalysen&amp;diff=53953</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen</title>
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		<updated>2021-10-25T10:20:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft im Spiegel des Theaters...==&lt;br /&gt;
... lautet das Thema dieses Unterrichtsvorhabens in der Qualifikationsphase.  Dramen, die in ihrem historischen Kontext behandelt und hier gemeinsam präsentiert werden sollen, sind ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lessings &#039;&#039;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise|Nathan der Weise]]&#039;&#039; und&lt;br /&gt;
*Brechts &#039;&#039;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/B.Brecht: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui|Arturo Ui]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür arbeiten die Schülerinnen und Schüler mehrerer Kurse zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen</title>
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		<updated>2021-10-25T10:19:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft im Spiegel des Theaters...==&lt;br /&gt;
... lautet das Thema dieses Unterrichtsvorhabens in der Qualifikationsphase.  Dramen, die in ihrem historischen Kontext behandelt und hier gemeinsam präsentiert werden sollen, sind ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lessings &#039;&#039;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise|Nathan der Weise]]&#039;&#039; und&lt;br /&gt;
*Brechts &#039;&#039;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/B.Brecht: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui|Arturo Ui]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür arbeiten die Schülerinnen und Schüler mehrerer Kurse zusammen:&lt;br /&gt;
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		<author><name>PhOSNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Was_will_ich_werden%3F/Berufsfelderkundung:_Ausbildung_oder_Studium_-_oder_beides%3F/Studium&amp;diff=15407</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium</title>
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		<updated>2020-02-05T08:09:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt; &amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Was ist ein Studium?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Studium ist eine Möglichkeit, an einer Universität oder Hochschule das von einem ausgewählte Gebiet zu erlernen. Es gibt an Universitäten meist viele verschiedene Studiengänge, zwischen denen man sich entscheiden kann, jedoch sind viele Universitäten auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert.&lt;br /&gt;
 &amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;Welche Studiengänge gibt es?&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anhand der Anzahl an Studiengängen lässt sich für jeden einen Studiengang finden. So kann man, egal welche Interessen man verfolgen möchte, seinen Lebensunterhalt damit verdienen. Wenn du ein Hobby hast, das du gerne in einen Beruf umwandeln würdest, informiere dich über Studiengänge, die dem entsprechen.&lt;br /&gt;
 &amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;Wie viele Studiengänge gibt es?&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Buch.jpg|alternativtext=|mini|Buch, kein Copyright]]&lt;br /&gt;
Es gibt sehr viele Studiengänge, die man belegen kann. Um genau zu sein, gab es im Wintersemester 2019/2020 an den Hochschulen in Deutschland insgesamt 20.029 Studiengänge, davon waren 18.423 Bachelor- oder Masterstudiengänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier kann man einige Studiengänge sehen: https://www.targroup-media.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Voraussetzungen für ein Studium|Voraussetzungen für ein Studium]]&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Bachlorstudiengang|Bachelorstudiengang]]&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Masterstudiengang|Masterstudiengang]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>PhOSNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium</title>
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		<updated>2020-02-05T08:09:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: /* Was ist ein Studium? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt; &amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Was ist ein Studium?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Studium ist eine Möglichkeit, an einer Universität oder Hochschule das von einem ausgewählte Gebiet zu erlernen. Es gibt an Universitäten meist viele verschiedene Studiengänge, zwischen denen man sich entscheiden kann, jedoch sind viele Universitäten auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Studiengänge gibt es?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand der Anzahl an Studiengängen lässt sich für jeden einen Studiengang finden. So kann man, egal welche Interessen man verfolgen möchte, seinen Lebensunterhalt damit verdienen. Wenn du ein Hobby hast, das du gerne in einen Beruf umwandeln würdest, informiere dich über Studiengänge, die dem entsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie viele Studiengänge gibt es?&lt;br /&gt;
[[Datei:Buch.jpg|alternativtext=|mini|Buch, kein Copyright]]&lt;br /&gt;
Es gibt sehr viele Studiengänge, die man belegen kann. Um genau zu sein, gab es im Wintersemester 2019/2020 an den Hochschulen in Deutschland insgesamt 20.029 Studiengänge, davon waren 18.423 Bachelor- oder Masterstudiengänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier kann man einige Studiengänge sehen: https://www.targroup-media.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Voraussetzungen für ein Studium|Voraussetzungen für ein Studium]]&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Bachlorstudiengang|Bachelorstudiengang]]&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Masterstudiengang|Masterstudiengang]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>PhOSNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/BAföG</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Was_will_ich_werden%3F/Berufsfelderkundung:_Ausbildung_oder_Studium_-_oder_beides%3F/BAf%C3%B6G&amp;diff=15393"/>
		<updated>2020-02-05T08:04:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;Was heißt BAföG?&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
BAföG ist die Abkürzung für &amp;quot;Bundesausbildungsförderungsgesetz&amp;quot;. BAföG ist ein Bundesgesetz und ist am 01.07.1971 in Kraft getreten. BAföG gilt dazu auch als Sozialleistung.&lt;br /&gt;
 &amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;Wann kann man BAföG bekommen?&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn Sie ein Studium oder eine Ausbildung beginnen wollen, sich dies finanziell aber nicht leisten können, so ist es Ihnen gestattet, BAföG zu beantragen. Damit man das BAföG bekommt, muss man das angestrebte Ausbildungsziel erreichen und regelmäßig nachweisen, wie weit man gekommen ist. Ab dem fünften Semester wird das BAföG nur noch gewährt, wenn man den Leistungsstand des vierten Semesters erreicht hat. Bei Kindern mit Behinderungen kann die Frist überschritten werden. Das nach dem BAföG berechnete Monatseinkommen bis 1.225 Euro ist von der Rückzahlung befreit, dieser Betrag erhöht sich für Kinder, Ehepartner, eingetragene Lebenspartner*innen und Alleinerziehende ohne oder mit nur geringem Einkommen.&lt;br /&gt;
 &amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Wo ist BAföG gültig?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das BAföG ist nur in Deutschland gültig, wenn man eine Auslandsreise oder ein Auslandsjahr machen will, kann man auch das Auslands-BAföG beantragen . Wie viel Geld man dabei bekommt, hängt vom Land ab, in das man möchte, da oft die Preise unterschiedlich sind im Gegensatz zu Deutschland.&lt;br /&gt;
 &amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;Muss ich BAföG zurückzahlen?&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schülerinnen und Schüler erhalten die BAföG-Leistung als verlorenen Zuschuss, d. h., dieser ist nicht zurückzuzahlen. Auszubildende und Studierende erhalten BAföG jedoch nur zur Hälfte als Zuschuss und zur anderen Hälfte zu als zinsloses, staatliches Darlehen. Welches in monatlichen Raten von 130 Euro zurückgezahlt werden muss. Alle drei Monate werden drei zusammengefasste Raten fällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nach dem BAföG berechnete Monatseinkommen bis 1.225 Euro ist von der Rückzahlung befreit, dieser Betrag erhöht sich für Kinder, Ehepartner, eingetragene Lebenspartner*innen und Alleinerziehende ohne oder mit nur geringem Einkommen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Was_will_ich_werden%3F/Berufsfelderkundung:_Ausbildung_oder_Studium_-_oder_beides%3F&amp;diff=15162</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Was_will_ich_werden%3F/Berufsfelderkundung:_Ausbildung_oder_Studium_-_oder_beides%3F&amp;diff=15162"/>
		<updated>2020-02-03T09:27:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Während der Schullaufbahn, jedoch auch nach dem Abitur fragen sich viele Schüler und Abiturienten : „Studium oder Ausbildung ?“ Dies ist eine wichtige Frage und sollte nicht spontan oder aus dem Bauch heraus entschieden werden. Wir haben uns in unserer Klasse mit dem Thema auseinander gesetzt indem wir eine Potentialanalyse und Berufsfelderkundung, absolviert haben zudem besprachen wir das Thema im Deutsch- und Englischunterricht. &lt;br /&gt;
[[Datei:Image.jpg|alternativtext=No Copyright|mini|Image, kein Copyright]]&lt;br /&gt;
Auf dieser Seite wollen wir Dir die Unterschiede zwischen einem Studium und einer Ausbildung erklären und verdeutlichen, welcher Lebenslauf besser zu Dir passt. Außerdem zeigen wir Dir die besten Optionen, die du hast wenn du ein Studium beginnen möchtest, aber Dir dieses nicht leisten kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium|Studium]]&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Ausbildung|Ausbildung]]&lt;br /&gt;
*[[BAföG]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Was_will_ich_werden%3F/Berufsfelderkundung:_Ausbildung_oder_Studium_-_oder_beides%3F&amp;diff=15023</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Was_will_ich_werden%3F/Berufsfelderkundung:_Ausbildung_oder_Studium_-_oder_beides%3F&amp;diff=15023"/>
		<updated>2020-01-28T19:48:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Während der Schullaufbahn, jedoch auch nach dem Abitur fragen sich viele Schüler und Abiturienten : „Studium oder Ausbildung ?“ Dies ist eine wichtige Frage und sollte nicht spontan oder aus dem Bauch heraus entschieden werden. Wir haben uns in unserer Klasse mit dem Thema auseinander gesetzt indem wir eine Potentialanalyse und Berufsfelderkundung, absolviert haben zudem besprachen wir das Thema im Deutsch- und Englischunterricht. &lt;br /&gt;
[[Datei:Image.jpg|alternativtext=No Copyright|mini|Image, kein Copyright]]&lt;br /&gt;
Auf dieser Seite wollen wir Dir die Unterschiede zwischen einem Studium und einer Ausbildung erklären und verdeutlichen, welcher Lebenslauf besser zu Dir passt. Außerdem zeigen wir Dir die besten Optionen, die du hast wenn du ein Studium beginnen möchtest, aber Dir dieses nicht leisten kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium|Studium]]&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Ausbildung|Ausbildung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Thema:Vfqgwho702jvaln3&amp;topic_postId=vfqrd04410421s7j&amp;topic_revId=vfqrd04410421s7j&amp;action=single-view</id>
		<title>Thema:Vfqgwho702jvaln3</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Thema:Vfqgwho702jvaln3&amp;topic_postId=vfqrd04410421s7j&amp;topic_revId=vfqrd04410421s7j&amp;action=single-view"/>
		<updated>2020-01-28T19:38:38Z</updated>

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		<author><name>PhOSNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?</title>
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		<updated>2020-01-27T09:39:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Nach ihrer Schullaufbahn fragen sich viele Abiturienten: „Studium oder Ausbildung ?“ Dies ist eine wichtige Frage und sollte nicht spontan oder aus dem Bauch heraus entschieden werden. &lt;br /&gt;
[[Datei:Image.jpg|alternativtext=No Copyright|mini|Image, kein Copyright]]&lt;br /&gt;
Auf dieser Seite wollen wir die Unterschiede zwischen einem Studium und einer Ausbildung erklären und verdeutlichen, welcher Lebenslauf besser zu euch passt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium|Studium]]&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Ausbildung|Ausbildung]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium</title>
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		<updated>2020-01-27T09:38:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===Was ist ein Studium?===&lt;br /&gt;
Ein Studium ist eine Möglichkeit, an einer Universität oder Hochschule das von einem ausgewählte Gebiet zu erlernen. Es gibt an Universitäten meist viele verschiedene Studiengänge, zwischen denen man sich entscheiden kann, jedoch sind viele Universitäten auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Studiengänge gibt es?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand der Anzahl an Studiengängen, lässt sich für jeden einen Studiengang finden. So kann man egal welche Interessen man verfolgen möchte einen Lebensunterhalt, damit verdienen. Wenn du ein Hobby hast, das du gerne in einen Beruf umwandeln würdest informiere dich über Studiengänge die dem nachgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie viele Studiengänge gibt es?&lt;br /&gt;
[[Datei:Buch.jpg|alternativtext=|mini|Buch, kein Copyright]]&lt;br /&gt;
Es gibt sehr viele Studiengänge, die man belegen kann. Um genau zu sein, gab es im Wintersemester 2019/2020 an den Hochschulen in Deutschland insgesamt 20.029 Studiengänge, davon waren 18.423 Bachelor- oder Masterstudiengänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier kann man einige Studiengänge sehen: https://www.targroup-media.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Voraussetzungen für ein Studium|Voraussetzungen für ein Studium]]&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Bachlorstudiengang|Bachelorstudiengang]]&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Masterstudiengang|Masterstudiengang]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<updated>2020-01-27T09:34:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: PhOSNSG verschob die Seite Datei:E57E89CE-D09E-4AA1-B577-A223DF250D12.jpg nach Datei:Buch.jpg&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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		<updated>2020-01-27T09:34:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: PhOSNSG verschob die Seite Datei:E57E89CE-D09E-4AA1-B577-A223DF250D12.jpg nach Datei:Buch.jpg&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Information&lt;br /&gt;
|description = No Copyright&lt;br /&gt;
|source = https://pixnio.com/de/objekte/bucher/bleistift-lernen-wissen-buch-lesen-studie&lt;br /&gt;
|author = [[User:PhOSNSG|PhOSNSG]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lizenz==&lt;br /&gt;
{{Bild-CC-by-sa/4.0/de}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium</title>
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		<updated>2020-01-27T09:31:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===Was ist ein Studium?===&lt;br /&gt;
Ein Studium ist eine Möglichkeit, an einer Universität oder Hochschule das von einem ausgewählte Gebiet zu erlernen. Es gibt an Universitäten meist viele verschiedene Studiengänge, zwischen denen man sich entscheiden kann, jedoch sind viele Universitäten auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Studiengänge gibt es?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand der Anzahl an Studiengängen, lässt sich für jeden einen Studiengang finden. So kann man egal welche Interessen man verfolgen möchte einen Lebensunterhalt, damit verdienen. Wenn du ein Hobby hast, das du gerne in einen Beruf umwandeln würdest informiere dich über Studiengänge die dem nachgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie viele Studiengänge gibt es?&lt;br /&gt;
[[Datei:E57E89CE-D09E-4AA1-B577-A223DF250D12.jpg|mini|(Kein Copyright)]]&lt;br /&gt;
Es gibt sehr viele Studiengänge, die man belegen kann. Um genau zu sein, gab es im Wintersemester 2019/2020 an den Hochschulen in Deutschland insgesamt 20.029 Studiengänge, davon waren 18.423 Bachelor- oder Masterstudiengänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier kann man einige Studiengänge sehen: https://www.targroup-media.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Voraussetzungen für ein Studium|Voraussetzungen für ein Studium]]&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Bachlorstudiengang|Bachelorstudiengang]]&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Masterstudiengang|Masterstudiengang]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Information&lt;br /&gt;
|description = No Copyright&lt;br /&gt;
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|author = [[User:PhOSNSG|PhOSNSG]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lizenz==&lt;br /&gt;
{{Bild-CC-by-sa/4.0/de}}&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: Hochgeladen mit VisualEditor Seite&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Information&lt;br /&gt;
|description = No Copyright&lt;br /&gt;
|source = Eigene Arbeit&lt;br /&gt;
|author = [[User:PhOSNSG|PhOSNSG]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenz ==&lt;br /&gt;
{{Bild-CC-by-sa/4.0/de}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?</title>
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		<updated>2020-01-27T09:09:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Nach ihrer Schullaufbahn fragen sich viele Abiturienten: „Studium oder Ausbildung ?“ Dies ist eine wichtige Frage und sollte nicht spontan oder aus dem Bauch heraus entschieden werden. &lt;br /&gt;
[[Datei:Image.jpg|alternativtext=No Copyright|mini|No Copyright]]&lt;br /&gt;
Auf dieser Seite wollen wir die Unterschiede zwischen einem Studium und einer Ausbildung erklären und verdeutlichen, welcher Lebenslauf besser zu euch passt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium|Studium]]&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Ausbildung|Ausbildung]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2020-01-27T09:08:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: Hochgeladen mit VisualEditor Seite&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Information&lt;br /&gt;
|description = No Copyright&lt;br /&gt;
|source = Eigene Arbeit&lt;br /&gt;
|author = [[User:PhOSNSG|PhOSNSG]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenz ==&lt;br /&gt;
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Was_will_ich_werden%3F/Berufsfelderkundung:_Ausbildung_oder_Studium_-_oder_beides%3F/Studium/Vorausetungen_f%C3%BCr_ein_Studium/die_Fachgebundene_Hochschulreife_(Fachabitur)&amp;diff=14849</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Vorausetungen für ein Studium/die Fachgebundene Hochschulreife (Fachabitur)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Was_will_ich_werden%3F/Berufsfelderkundung:_Ausbildung_oder_Studium_-_oder_beides%3F/Studium/Vorausetungen_f%C3%BCr_ein_Studium/die_Fachgebundene_Hochschulreife_(Fachabitur)&amp;diff=14849"/>
		<updated>2020-01-27T09:00:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Fachgebundene Hochschulreife (Fachabitur)?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher galt der Begriff Fachgebundene Hochschulreife als Fachabitur, aber seit den 1970er Jahren wird der Begriff Fachabitur auch für die Fachhochschulreife, die Sie zu einem Studium an der Fachhochschule berechtigt, verwendet. Fachhochschulreife und Fachgebundene Hochschulreife werden zwar beide als Fachabitur bezeichnet, jedoch handelt es sich um zwei verschiedene Abschlüsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fachgebundene Hochschulreife ist ein höherer Bildungsabschluss mit der Studienberechtigung für bestimmte Fächer und Fachrichtungen an Universitäten und Fachhochschulen. Bei einem solchen Schulabschluss handelt es sich um ein Abitur ohne voher in diesem Fach Unterricht gehabt zu haben. Stattdessen hat man in diesem Fach eine schulische Prüfung. Bei diesen Prüfungen handelt es sich häufig um eine zweite Fremdsprache, die für einige Studiengänge nicht verzichtbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Wo kann die Fachgebundene Hochschulreife erworben werden?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fachgebundene Hochschulreife kann in diesen Bildungseinrichtungen erworben werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-einer (Berufs-)Oberschule,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-einer Fachakademie,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an einigen Berufsfachhochschulen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an Berufskollegs,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an Studienkollegs,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an beruflichen Gymnasien/Fachgymnasien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-nach Abschluss der 13. Klasse einer Fachhochschule(nur in einigen Bundesländern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an einer Gesamthochschule für Studierende mit einem Zeugnis der Fachhochschulreife nach einem erfolgreichen Abschluss bestimmter Brückenkurse oder Studienleistungen zwischen 60 und 90 Credit-Points in einem Bachelor-Studiengang(bundeslandspezifische Annerkennung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an einer Fachhochschule nach dem Vordiplom(in einige Bundesländern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-durch Begabtenprüfungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-durch die Annerkennung eines ausländischen Schulabschlusses durch die zuständige Behörde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Fachhochschulreife (Fachabitur):&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-sie ist ein Bildungsabschluss der Sekundarstufe II, der zum Studium an einer Fachhochschule und zur Aufnahme eines    Bachelor-Studiengangs an einigen Universitäten berechtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-vermittelt die allgemeine Fachhochschulreife&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-wird umgangssprachlich auch als Fachabitur bezeichnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-der Ausbildungsgang besteht aus einem schulischen Teil und einem berufsbezogenen Teil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-den schulischen Teil der Fachhochschulreife erwerben Schüler nach dem Abschluss der 12. Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-der berufsbezogene Teil der Fachhochschulreife besteht aus einem Berufspraktikum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-der berufliche Teil muss innerhalb von acht Jahren nach dem Schulabschluss erfolgen und besteht aus einer Berufsausbildung oder einem halb- oder ganzjährigem Praktikum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- auch eine Berufserfahrung von mindestens vier Jahren wird für den praktischen Teil anerkannt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man eine Berufsausbildung parallel zur Fachhochschulreife erwirbt, dann ist man in etwa drei Jahren fertig und sparst im Gegensatz zum regulären Weg zur Fachhochschulreife ca. ein Jahr. Allerdings ist der Aufwand hier höher, denn ergänzend zur Berufsschule hast du zusätzlich noch Unterricht in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften. Dieses duale System wird allerdings nicht von allen Unternehmen angeboten. Desshalb sollte man sich vorher Informiere, in welchem Betrieb der doppelten Abschluss erhalten werden kann, man sollte sich dann rechtzeitig auf die Stelle bewerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulen, an denen du die Fachhochschulereif erwerben kannst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fachoberschulen&lt;br /&gt;
*Berufsoberschulen&lt;br /&gt;
*Berufskollegs&lt;br /&gt;
*Fernschulen&lt;br /&gt;
*Privatschulen&lt;br /&gt;
*Volkshochschulen&lt;br /&gt;
*Abendschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;Unterschiede zwischen der Fachgebundenen Hochschulreife und der Fachhochschulreife:&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachgebundenen Hochschulreife:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fachhochschule: alle Studiengänge&lt;br /&gt;
*Universität: Studiengänge deiner Fachbereiche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachhochschulreife:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fachhochschule: alle Studiengänge&lt;br /&gt;
*Universität:Grundsätzlich kein Studium möglich, nur bei Sonderregelungen an einigen Uiveritäten&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Was_will_ich_werden%3F/Berufsfelderkundung:_Ausbildung_oder_Studium_-_oder_beides%3F/Studium/Vorausetungen_f%C3%BCr_ein_Studium/die_Fachgebundene_Hochschulreife_(Fachabitur)&amp;diff=14841</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Vorausetungen für ein Studium/die Fachgebundene Hochschulreife (Fachabitur)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Was_will_ich_werden%3F/Berufsfelderkundung:_Ausbildung_oder_Studium_-_oder_beides%3F/Studium/Vorausetungen_f%C3%BCr_ein_Studium/die_Fachgebundene_Hochschulreife_(Fachabitur)&amp;diff=14841"/>
		<updated>2020-01-27T08:58:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Fachgebundene Hochschulreife (Fachabitur)?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher galt der Begriff Fachgebundene Hochschulreife als Fachabitur, aber seit den 1970er Jahren wird der Begriff Fachabitur auch für die Fachhochschulreife, die Sie zu einem Studium an der Fachhochschule berechtigt, verwendet. Fachhochschulreife und Fachgebundene Hochschulreife werden zwar beide als Fachabitur bezeichnet, jedoch handelt es sich um zwei verschiedene Abschlüsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fachgebundene Hochschulreife ist ein höherer Bildungsabschluss mit der Studienberechtigung für bestimmte Fächer und Fachrichtungen an Universitäten und Fachhochschulen. Bei einem solchen Schulabschluss handelt es sich um ein Abitur ohne voher in diesem Fach Unterricht gehabt zu haben. Stattdessen hat man in diesem Fach eine schulische Prüfung. Bei diesen Prüfungen handelt es sich häufig um eine zweite Fremdsprache, die für einige Studiengänge nicht verzichtbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Wo kann die Fachgebundene Hochschulreife erworben werden?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fachgebundene Hochschulreife kann in diesen Bildungseinrichtungen erworben werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-einer (Berufs-)Oberschule,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-einer Fachakademie,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an einigen Berufsfachhochschulen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an Berufskollegs,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an Studienkollegs,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an beruflichen Gymnasien/Fachgymnasien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-nach Abschluss der 13. Klasse einer Fachhochschule(nur in einigen Bundesländern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an einer Gesamthochschule für Studierende mit einem Zeugnis der Fachhochschulreife nach einem erfolgreichen Abschluss bestimmter Brückenkurse oder Studienleistungen zwischen 60 und 90 Credit-Points in einem Bachelor-Studiengang(bundeslandspezifische Annerkennung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an einer Fachhochschule nach dem Vordiplom(in einige Bundesländern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-durch Begabtenprüfungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-durch die Annerkennung eines ausländischen Schulabschlusses durch die zuständige Behörde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fachhochschulreife (Fachabitur):&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-sie ist ein Bildungsabschluss der Sekundarstufe II, der zum Studium an einer Fachhochschule und zur Aufnahme eines    Bachelor-Studiengangs an einigen Universitäten berechtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-vermittelt die allgemeine Fachhochschulreife&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-wird umgangssprachlich auch als Fachabitur bezeichnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-der Ausbildungsgang besteht aus einem schulischen Teil und einem berufsbezogenen Teil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-den schulischen Teil der Fachhochschulreife erwerben Schüler nach dem Abschluss der 12. Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-der berufsbezogene Teil der Fachhochschulreife besteht aus einem Berufspraktikum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-der berufliche Teil muss innerhalb von acht Jahren nach dem Schulabschluss erfolgen und besteht aus einer Berufsausbildung oder einem halb- oder ganzjährigem Praktikum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- auch eine Berufserfahrung von mindestens vier Jahren wird für den praktischen Teil anerkannt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man eine Berufsausbildung parallel zur Fachhochschulreife erwirbt, dann ist man in etwa drei Jahren fertig und sparst im Gegensatz zum regulären Weg zur Fachhochschulreife ca. ein Jahr. Allerdings ist der Aufwand hier höher, denn ergänzend zur Berufsschule hast du zusätzlich noch Unterricht in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften. Dieses duale System wird allerdings nicht von allen Unternehmen angeboten. Desshalb sollte man sich vorher Informiere, in welchem Betrieb der doppelten Abschluss erhalten werden kann, man sollte sich dann rechtzeitig auf die Stelle bewerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulen, an denen du die Fachhochschulereif erwerben kannst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fachoberschulen&lt;br /&gt;
*Berufsoberschulen&lt;br /&gt;
*Berufskollegs&lt;br /&gt;
*Fernschulen&lt;br /&gt;
*Privatschulen&lt;br /&gt;
*Volkshochschulen&lt;br /&gt;
*Abendschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterschiede zwischen der Fachgebundenen Hochschulreife und der Fachhochschulreife&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachgebundenen Hochschulreife:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fachhochschule: alle Studiengänge&lt;br /&gt;
*Universität: Studiengänge deiner Fachbereiche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachhochschulreife:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fachhochschule: alle Studiengänge&lt;br /&gt;
*Universität:Grundsätzlich kein Studium möglich, nur bei Sonderregelungen an einigen Uiveritäten&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Vorausetungen für ein Studium/die Fachgebundene Hochschulreife (Fachabitur)</title>
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		<updated>2020-01-27T08:51:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Fachgebundene Hochschulreife (Fachabitur)?&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher galt der Begriff Fachgebundene Hochschulreife als Fachabitur, aber seit den 1970er Jahren wird der Begriff Fachabitur auch für die Fachhochschulreife, die Sie zu einem Studium an der Fachhochschule berechtigt, verwendet. Fachhochschulreife und Fachgebundene Hochschulreife werden zwar beide als Fachabitur bezeichnet, jedoch handelt es sich um zwei verschiedene Abschlüsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fachgebundene Hochschulreife ist ein höherer Bildungsabschluss mit der Studienberechtigung für bestimmte Fächer und Fachrichtungen an Universitäten und Fachhochschulen. Bei einem solchen Schulabschluss handelt es sich um ein Abitur ohne voher in diesem Fach Unterricht gehabt zu haben. Stattdessen hat man in diesem Fach eine schulische Prüfung. Bei diesen Prüfungen handelt es sich häufig um eine zweite Fremdsprache, die für einige Studiengänge nicht verzichtbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Wo kann die Fachgebundene Hochschulreife erworben werden?&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fachgebundene Hochschulreife kann in diesen Bildungseinrichtungen erworben werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-einer (Berufs-)Oberschule,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-einer Fachakademie,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an einigen Berufsfachhochschulen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an Berufskollegs,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an Studienkollegs,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an beruflichen Gymnasien/Fachgymnasien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-nach Abschluss der 13. Klasse einer Fachhochschule(nur in einigen Bundesländern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an einer Gesamthochschule für Studierende mit einem Zeugnis der Fachhochschulreife nach einem erfolgreichen Abschluss bestimmter Brückenkurse oder Studienleistungen zwischen 60 und 90 Credit-Points in einem Bachelor-Studiengang(bundeslandspezifische Annerkennung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an einer Fachhochschule nach dem Vordiplom(in einige Bundesländern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-durch Begabtenprüfungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-durch die Annerkennung eines ausländischen Schulabschlusses durch die zuständige Behörde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fachhochschulreife (Fachabitur):&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-sie ist ein Bildungsabschluss der Sekundarstufe II, der zum Studium an einer Fachhochschule und zur Aufnahme eines    Bachelor-Studiengangs an einigen Universitäten berechtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-vermittelt die allgemeine Fachhochschulreife&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-wird umgangssprachlich auch als Fachabitur bezeichnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-der Ausbildungsgang besteht aus einem schulischen Teil und einem berufsbezogenen Teil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-den schulischen Teil der Fachhochschulreife erwerben Schüler nach dem Abschluss der 12. Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-der berufsbezogene Teil der Fachhochschulreife besteht aus einem Berufspraktikum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-der berufliche Teil muss innerhalb von acht Jahren nach dem Schulabschluss erfolgen und besteht aus einer Berufsausbildung oder einem halb- oder ganzjährigem Praktikum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- auch eine Berufserfahrung von mindestens vier Jahren wird für den praktischen Teil anerkannt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man eine Berufsausbildung parallel zur Fachhochschulreife erwirbt, dann ist man in etwa drei Jahren fertig und sparst im Gegensatz zum regulären Weg zur Fachhochschulreife ca. ein Jahr. Allerdings ist der Aufwand hier höher, denn ergänzend zur Berufsschule hast du zusätzlich noch Unterricht in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften. Dieses duale System wird allerdings nicht von allen Unternehmen angeboten. Desshalb sollte man sich vorher Informiere, in welchem Betrieb der doppelten Abschluss erhalten werden kann, man sollte sich dann rechtzeitig auf die Stelle bewerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulen, an denen du die Fachhochschulereif erwerben kannst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fachoberschulen&lt;br /&gt;
*Berufsoberschulen&lt;br /&gt;
*Berufskollegs&lt;br /&gt;
*Fernschulen&lt;br /&gt;
*Privatschulen&lt;br /&gt;
*Volkshochschulen&lt;br /&gt;
*Abendschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterschiede zwischen der Fachgebundenen Hochschulreife und der Fachhochschulreife&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachgebundenen Hochschulreife:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fachhochschule: alle Studiengänge&lt;br /&gt;
*Universität: Studiengänge deiner Fachbereiche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachhochschulreife:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fachhochschule: alle Studiengänge&lt;br /&gt;
*Universität:Grundsätzlich kein Studium möglich, nur bei Sonderregelungen an einigen Uiveritäten&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Vorausetungen für ein Studium/die Fachgebundene Hochschulreife (Fachabitur)</title>
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		<updated>2020-01-27T08:51:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fachgebundene Hochschulreife (Fachabitur)?&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher galt der Begriff Fachgebundene Hochschulreife als Fachabitur, aber seit den 1970er Jahren wird der Begriff Fachabitur auch für die Fachhochschulreife, die Sie zu einem Studium an der Fachhochschule berechtigt, verwendet. Fachhochschulreife und Fachgebundene Hochschulreife werden zwar beide als Fachabitur bezeichnet, jedoch handelt es sich um zwei verschiedene Abschlüsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fachgebundene Hochschulreife ist ein höherer Bildungsabschluss mit der Studienberechtigung für bestimmte Fächer und Fachrichtungen an Universitäten und Fachhochschulen. Bei einem solchen Schulabschluss handelt es sich um ein Abitur ohne voher in diesem Fach Unterricht gehabt zu haben. Stattdessen hat man in diesem Fach eine schulische Prüfung. Bei diesen Prüfungen handelt es sich häufig um eine zweite Fremdsprache, die für einige Studiengänge nicht verzichtbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Wo kann die Fachgebundene Hochschulreife erworben werden?&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fachgebundene Hochschulreife kann in diesen Bildungseinrichtungen erworben werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-einer (Berufs-)Oberschule,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-einer Fachakademie,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an einigen Berufsfachhochschulen,&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
-nach Abschluss der 13. Klasse einer Fachhochschule(nur in einigen Bundesländern)&lt;br /&gt;
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-an einer Gesamthochschule für Studierende mit einem Zeugnis der Fachhochschulreife nach einem erfolgreichen Abschluss bestimmter Brückenkurse oder Studienleistungen zwischen 60 und 90 Credit-Points in einem Bachelor-Studiengang(bundeslandspezifische Annerkennung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an einer Fachhochschule nach dem Vordiplom(in einige Bundesländern)&lt;br /&gt;
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-durch Begabtenprüfungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-durch die Annerkennung eines ausländischen Schulabschlusses durch die zuständige Behörde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fachhochschulreife (Fachabitur):&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-sie ist ein Bildungsabschluss der Sekundarstufe II, der zum Studium an einer Fachhochschule und zur Aufnahme eines    Bachelor-Studiengangs an einigen Universitäten berechtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-vermittelt die allgemeine Fachhochschulreife&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-wird umgangssprachlich auch als Fachabitur bezeichnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-der Ausbildungsgang besteht aus einem schulischen Teil und einem berufsbezogenen Teil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-den schulischen Teil der Fachhochschulreife erwerben Schüler nach dem Abschluss der 12. Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-der berufsbezogene Teil der Fachhochschulreife besteht aus einem Berufspraktikum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-der berufliche Teil muss innerhalb von acht Jahren nach dem Schulabschluss erfolgen und besteht aus einer Berufsausbildung oder einem halb- oder ganzjährigem Praktikum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- auch eine Berufserfahrung von mindestens vier Jahren wird für den praktischen Teil anerkannt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man eine Berufsausbildung parallel zur Fachhochschulreife erwirbt, dann ist man in etwa drei Jahren fertig und sparst im Gegensatz zum regulären Weg zur Fachhochschulreife ca. ein Jahr. Allerdings ist der Aufwand hier höher, denn ergänzend zur Berufsschule hast du zusätzlich noch Unterricht in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften. Dieses duale System wird allerdings nicht von allen Unternehmen angeboten. Desshalb sollte man sich vorher Informiere, in welchem Betrieb der doppelten Abschluss erhalten werden kann, man sollte sich dann rechtzeitig auf die Stelle bewerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulen, an denen du die Fachhochschulereif erwerben kannst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fachoberschulen&lt;br /&gt;
*Berufsoberschulen&lt;br /&gt;
*Berufskollegs&lt;br /&gt;
*Fernschulen&lt;br /&gt;
*Privatschulen&lt;br /&gt;
*Volkshochschulen&lt;br /&gt;
*Abendschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterschiede zwischen der Fachgebundenen Hochschulreife und der Fachhochschulreife&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachgebundenen Hochschulreife:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fachhochschule: alle Studiengänge&lt;br /&gt;
*Universität: Studiengänge deiner Fachbereiche&lt;br /&gt;
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Fachhochschulreife:&lt;br /&gt;
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Vorausetungen für ein Studium/die Fachgebundene Hochschulreife (Fachabitur)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Was ist die Fachgebundene Hochschulreife (Fachabitur)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher galt der Begriff Fachgebundene Hochschulreife als Fachabitur, aber seit den 1970er Jahren wird der Begriff Fachabitur auch für die Fachhochschulreife, die Sie zu einem Studium an der Fachhochschule berechtigt, verwendet. Fachhochschulreife und Fachgebundene Hochschulreife werden zwar beide als Fachabitur bezeichnet, jedoch handelt es sich um zwei verschiedene Abschlüsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fachgebundene Hochschulreife ist ein höherer Bildungsabschluss mit der Studienberechtigung für bestimmte Fächer und Fachrichtungen an Universitäten und Fachhochschulen. Bei einem solchen Schulabschluss handelt es sich um ein Abitur ohne voher in diesem Fach Unterricht gehabt zu haben. Stattdessen hat man in diesem Fach eine schulische Prüfung. Bei diesen Prüfungen handelt es sich häufig um eine zweite Fremdsprache, die für einige Studiengänge nicht verzichtbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo kann die Fachgebundene Hochschulreife erworben werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fachgebundene Hochschulreife kann in diesen Bildungseinrichtungen erworben werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-einer (Berufs-)Oberschule,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-einer Fachakademie,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an einigen Berufsfachhochschulen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an Berufskollegs,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an Studienkollegs,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an beruflichen Gymnasien/Fachgymnasien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-nach Abschluss der 13. Klasse einer Fachhochschule(nur in einigen Bundesländern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an einer Gesamthochschule für Studierende mit einem Zeugnis der Fachhochschulreife nach einem erfolgreichen Abschluss bestimmter Brückenkurse oder Studienleistungen zwischen 60 und 90 Credit-Points in einem Bachelor-Studiengang(bundeslandspezifische Annerkennung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-an einer Fachhochschule nach dem Vordiplom(in einige Bundesländern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-durch Begabtenprüfungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-durch die Annerkennung eines ausländischen Schulabschlusses durch die zuständige Behörde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Vorausetungen für ein Studium/die Fachgebundene Hochschulreife (Fachabitur)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Was ist die Fachgebundene Hochschulreife (Fachabitur)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Fachabitur&#039;&#039;&#039; – &#039;&#039;&#039;Fachhochschulreife&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Fachgebundene Hochschulreife&#039;&#039;&#039;. Das &#039;&#039;&#039;Fachabitur&#039;&#039;&#039; meint ursprünglich &#039;&#039;&#039;die Fachgebundene Hochschulreife&#039;&#039;&#039;, die Dich unter bestimmten Bedingungen zu einem Universitätsstudium berechtigt. Umgangssprachlich wird heute auch die &#039;&#039;&#039;Fachhochschulreife&#039;&#039;&#039; als &#039;&#039;&#039;Fachabitur&#039;&#039;&#039;bezeichnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Vorausetungen für ein Studium/die Fachgebundene Hochschulreife (Fachabitur)</title>
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		<updated>2020-01-22T07:31:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: Die Seite wurde neu angelegt: „Llsl“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Llsl&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Was_will_ich_werden%3F/Berufsfelderkundung:_Ausbildung_oder_Studium_-_oder_beides%3F/Studium/Voraussetzungen_f%C3%BCr_ein_Studium&amp;diff=12819</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Voraussetzungen für ein Studium</title>
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		<updated>2020-01-22T07:30:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Grundsätzlich brauchen sie eine Hochschulzugangsberechtigung, damit Sie sich für ein Studium einschreiben können. Diese erhalten Sie mit deinem Schulabschlusszeugnis. An welchen Hochschultypen sie konkret studieren dürfen hängt jedoch davon ab an welchem Schultyp sie ihren Abschluss gemacht hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kannst auf nächsten seiten etwas über die einzelnen Abschlüsse erfahren, und welche Berechtigungen sie jeweils geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Vorrausetungen für ein studium/Allgemeine Hochschulreife (Abitur)|Allgemeine Hochschulreife (Abitur)]]&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Vorausetungen für ein Studium/die Fachgebundene Hochschulreife (Fachabitur)|die Fachgebundene Hochschulreife (Fachabitur)]]&lt;br /&gt;
*Die Fachhochschulreife (Fachabitur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch Sind die letzten zwei Abschlussarten nicht die selben sondern geben unterschiedliche Studienberechtigungen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PhOSNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium</title>
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		<updated>2020-01-22T07:16:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===Was ist ein Studium?===&lt;br /&gt;
Ein Studium ist eine Möglichkeit, an einer Universität oder Hochschule das von einem ausgewählte Gebiet zu erlernen. Es gibt an Universitäten meist viele verschiedene Studiengänge, zwischen denen man sich entscheiden kann, jedoch sind viele Universitäten auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Studiengänge gibt es?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand der Anzahl an Studiengängen, lässt sich für jeden einen Studiengang finden. So kann man egal welche Interessen man verfolgen möchte einen Lebensunterhalt, damit verdienen. Wenn du ein Hobby hast, das du gerne in einen Beruf umwandeln würdest informiere dich über Studiengänge die dem nachgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie viele Studiengänge gibt es?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt sehr viele Studiengänge, die man belegen kann. Um genau zu sein, gab es im Wintersemester 2019/2020 an den Hochschulen in Deutschland insgesamt 20.029 Studiengänge, davon waren 18.423 Bachelor- oder Masterstudiengänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier kann man einige Studiengänge sehen: https://www.targroup-media.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Was will ich werden?/Berufsfelderkundung: Ausbildung oder Studium - oder beides?/Studium/Vorrausetungen für ein studium|Vorrausetzungen für ein Studium]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2020-01-20T10:20:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PhOSNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Was ist ein Studium? ===&lt;br /&gt;
Ein Studium ist eine Möglichkeit an einer Universität oder Hochschule das von einem ausgewählte Gebiet zu erlernen. Es gibt an Universitäten meist viele verschiedene Studiengänge zwischen denen man sich entscheiden kann jedoch sind viele Universitäten auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Studiengänge gibt es?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie viele Studiengänge gibt es?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt sehr viele Studiengänge, die man belegen kann. Um genau zu sein, gab es im Wintersemester 2019/2020 an den Hochschulen in Deutschland insgesamt 20.029 Studiengänge, davon waren 18.423 Bachelor- oder Masterstudiengänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier kann man einige Studiengänge sehen: https://www.targroup-media.de/&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2020-01-20T10:19:17Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Was ist ein Studium? ===&lt;br /&gt;
Ein Studium ist eine Möglichkeit an einer Universität oder Hochschule das von einem ausgewählte Gebiet zu erlernen. Es gibt an Universitäten meist viele verschiedene Studiengänge zwischen denen man sich entscheiden kann jedoch sind viele Universitäten auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie viele Studiengänge gibt es?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Studiengänge gibt es?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt sehr viele Studiengänge, die man belegen kann. Um genau zu sein, gab es im Wintersemester 2019/2020 an den Hochschulen in Deutschland insgesamt 20.029 Studiengänge, davon waren 18.423 Bachelor- oder Masterstudiengänge.&lt;br /&gt;
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Hier kann man einige Studiengänge sehen: https://www.targroup-media.de/&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2020-01-20T10:16:27Z</updated>

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&lt;div&gt;=== Was ist ein Studium? ===&lt;br /&gt;
Ein Studium ist eine Möglichkeit an einer Universität oder Hochschule das von einem ausgewählte Gebiet zu erlernen. Es gibt an Universitäten meist viele verschiedene Studiengänge zwischen denen man sich entscheiden kann jedoch sind viele Universitäten auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Studiengänge gibt es?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Studiengänge gibt es?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt sehr viele Studiengänge, die man belegen kann. Um genau zu sein, gab es im Wintersemester 2019/2020 an den Hochschulen in Deutschland insgesamt 20.029 Studiengänge, davon waren 18.423 Bachelor- oder Masterstudiengänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier kann man einige Studiengänge sehen: https://www.targroup-media.de/&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2020-01-20T10:11:04Z</updated>

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&lt;div&gt;=== Was ist ein Studium? ===&lt;br /&gt;
Ein Studium ist eine Möglichkeit an einer Universität oder Hochschule das von einem ausgewählte Gebiet zu erlernen. Es gibt an Universitäten meist viele verschiedene Studiengänge zwischen denen man sich entscheiden kann jedoch sind viele Universitäten auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Studiengänge gibt es?&lt;br /&gt;
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Welche Studiengänge gibt es?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt sehr viele Studiengänge, die man belegen kann. Um genau zu sein, gibt es Insgesamt gab es im Wintersemester 2019/2020 an den Hochschulen in Deutschland 20.029 Studiengänge, davon waren 18.423 Bachelor- oder Masterstudiengänge.&lt;br /&gt;
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