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	<title>ZUM Projektwiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Georg_Weerth:_Das_Hungerlied_(1845)&amp;diff=105683</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Georg_Weerth:_Das_Hungerlied_(1845)&amp;diff=105683"/>
		<updated>2025-12-03T07:45:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Verehrter Herr und König,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weißt du die schlimme Geschicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Montag aßen wir wenig,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Dienstag aßen wir nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Mittwoch mussten wir darben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Donnerstag litten wir Not; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ach, am Freitag starben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fast den Hungertod!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drum lass am Samstag backen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brot fein säuberlich –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonst werden wir sonntags packen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und fressen, o König, dich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://gedichte.xbib.de/Weerth_gedicht_Das+Hungerlied.htm&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Interpretation|* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#1..29%20Der%20erste%20Eindruck|1.) Der erste Eindruck]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#2.%20.29%20Die%20Inhaltsangabe|2. ) Die Inhaltsangabe]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3..29%20Die%20Analyse%3A|3.) Die Analyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3a..29%20Inhaltsanalyse%3A|3a.) Inhaltsanalyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3b..29%20Sprachanalyse%3A|3b.) Sprachanalyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3c..29%20Formanalyse%3A|3c.) Formanalyse:]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#4..29%20Entstehungshintergrund|4.) Entstehungshintergrund]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#5..29%20Fazit|5.) Fazit]]|Merksatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der erste Eindruck :=====&lt;br /&gt;
Der Text wirkt auf mich traurig und verletzt, es werden hier starke Emotionen, sowie ergreifende Todesangst inmitten des Volkes dargestellt. Währenddessen wird in mir ein Bild von hungernden und dreckigen Menschen erzeugt, sowie vieler Leichen auf der einen Seite, gleichzeitig sitzt ein König mit Prunk umhüllt in seinem Trohn. Das Thema dieses Gedichts könnte die Botschaft und Aufforderung an einen Herren, welcher sich nicht ausreichend um sein Volk kümmert, was zur Folge hat, dass dieses leidet sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Inhaltsangabe=====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht wird die Notlage eines Volkes geschildert, das unter Hunger leidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Montag:&#039;&#039;&#039; Es wird wenig gegessen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dienstag:&#039;&#039;&#039; Es gibt gar nichts zu essen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mittwoch:&#039;&#039;&#039; Die Menschen müssen hungern.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Donnerstag:&#039;&#039;&#039; Sie leiden stark.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Freitag:&#039;&#039;&#039; Viele sterben fast am Hungertod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprecher appelliert an den König, am Samstag Brot zu backen, da sonst am Sonntag extreme Maßnahmen ergriffen werden könnten, einschließlich der Andeutung, dass sie den König essen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Eintrag wurde mit KI (ChatGPT -[https://app.fobizz.com/tools fobizz Tools]) erstellt. Folgender Prompt wurde benutzt: &amp;quot;Fasse das Gedicht inhaltlich zusammen. Verzichte auf jegliche Interpretationen.&amp;quot; Das Ergebnis wurde nicht überarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Überarbeitet&#039;&#039;&#039;:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht wird die Notlage eines Volkes geschildert, das unter Hunger leidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Montag wird wenig gegessen, am Dienstag gar nichts. Auch am Mittwoch hungern die Menschen, am Donnerstag leiden sie sehr. Am Freitag sterben sie fast am Hungertod. Das lyrische Wir appelliert an den König, es am Samstag Brot backen zu lassen, da sonst am Sonntag der König selbst gefressen werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhaltanalyse und Interpretation des Gedichts =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|GANZ WICHTIG!| Hier muss alles mit Versangaben belegt werden!| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Leitfragen|*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wovon handelt das Gedicht konkret?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Benennung aller einzelnen inhaltlichen Aussagen, z.B. kann hier strophen- oder sogar versweise vorgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Darstellung der Wirkung, die die inhaltlichen Aussagen erzeugen, z.B. ob eine bestimmte Stimmung erzeugt wird oder ein Gefühl erweckt oder ein politischer Appell formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Erwartungen weckt die Überschrift?&#039;&#039;&#039; Wie verhalten sich Titel und Text zueinander?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Titel und Text, d.h. Überschrift und Inhalt, können einander entsprechen oder einander widersprechen oder vordergründig gar nichts miteinander zu tun haben. Inwiefern werden die Erwartungen des Titels vom Inhalt erfüllt? Dies gilt es herauszufinden, und sich zu fragen, warum das so gemacht worden sein könnte (Interpretation).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Kernaussage/Botschaft ergibt sich aus dem Inhalt?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Formulierung eines inhaltlichen ersten Fazits.|Merksatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation des Inhalts:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht thematisiert die drängende Not und das Leiden eines Volkes aufgrund von Hunger. Die Handlung ist über eine Woche verteilt und beschreibt den fortschreitenden Verfall der Lebensumstände der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stufen des Hungers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Montag und Dienstag:&#039;&#039;&#039; Die ersten beiden Tage zeigen eine &#039;&#039;&#039;allmähliche Verschlechterung&#039;&#039;&#039; der Nahrungsversorgung. Am Montag wird nur wenig gegessen, was auf eine bereits angespannte Situation hinweist. Am Dienstag gibt es überhaupt keine Nahrung, was die Verzweiflung der Menschen verdeutlicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mittwoch bis Freitag:&#039;&#039;&#039; Diese Tage sind geprägt von &#039;&#039;&#039;extremem Hunger und Not&#039;&#039;&#039;. Am Mittwoch müssen die Menschen hungern, am Donnerstag leiden sie stark, und am Freitag droht der Hungertod. Diese Eskalation verdeutlicht die Dringlichkeit und Schwere der Situation. Es wird klar, dass die Menschen an ihre Grenzen stoßen und in ihrer Existenz bedroht sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufforderung/Drohung an den König&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Wir (gelesen als das Volk) richtet sich direkt an den König und fordert ihn auf, am Samstag Brot backen zu dürfen (V. ). Dies ist nicht nur ein praktischer Wunsch, sondern auch ein eindringlicher Appell an die Verantwortung des Herrschers, verbunden mit der Drohung, sonst ihn zu fressen. Der König wird als Figur dargestellt, die in der Lage ist, das Leid zu lindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Volk spricht den Herrscher mit „Du“ an (V. 2), ein Zeichen von Respektlosigkeit. Das Volk sieht den Herrscher nicht mehr über sich, sondern auf gleicher Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drohung und Verzweiflung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlusszeilen des Gedichts bringen eine drastische Wendung: Die Andeutung, dass sie am Sonntag den König essen könnten, ist eine Metapher für die Verzweiflung und die extreme Not, in der sich das Volk befindet. Es zeigt, dass die Menschen bereit sind, zu extremen Maßnahmen zu greifen, wenn ihre Grundbedürfnisse nicht erfüllt werden. Diese Drohung kann auch als Kritik an der Untätigkeit der Herrschenden interpretiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesamtdeutung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ist das Gedicht eine eindringliche Warnung vor den Konsequenzen von Vernachlässigung und Missmanagement durch die Mächtigen. Es verdeutlicht die Verbindung zwischen Herrschaft und Verantwortung und zeigt, dass das Wohlergehen des Volkes in den Händen des Königs liegt. Die drastischen Maßnahmen, die im Gedicht angedeutet werden, reflektieren die verzweifelte Lage der Menschen und die potenziellen Folgen, wenn ihre Bedürfnisse ignoriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Eintrag wurde mit KI (ChatGPT -[https://app.fobizz.com/tools fobizz Tools]) erstellt. Folgender Prompt wurde benutzt: &amp;quot;Analysiere und interpretiere das Gedicht inhaltlich, ohne Berücksichtigung von Form und Sprache.&amp;quot; Das Ergebnis wurde nicht überarbeitet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)</title>
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		<updated>2025-12-02T08:13:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Verehrter Herr und König,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weißt du die schlimme Geschicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Montag aßen wir wenig,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Dienstag aßen wir nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Mittwoch mussten wir darben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Donnerstag litten wir Not; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ach, am Freitag starben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fast den Hungertod!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drum lass am Samstag backen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brot fein säuberlich –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonst werden wir sonntags packen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und fressen, o König, dich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://gedichte.xbib.de/Weerth_gedicht_Das+Hungerlied.htm&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Interpretation|* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#1..29%20Der%20erste%20Eindruck|1.) Der erste Eindruck]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#2.%20.29%20Die%20Inhaltsangabe|2. ) Die Inhaltsangabe]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3..29%20Die%20Analyse%3A|3.) Die Analyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3a..29%20Inhaltsanalyse%3A|3a.) Inhaltsanalyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3b..29%20Sprachanalyse%3A|3b.) Sprachanalyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3c..29%20Formanalyse%3A|3c.) Formanalyse:]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#4..29%20Entstehungshintergrund|4.) Entstehungshintergrund]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#5..29%20Fazit|5.) Fazit]]|Merksatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der erste Eindruck :=====&lt;br /&gt;
Der Text wirkt auf mich traurig und verletzt, es werden hier starke Emotionen, sowie ergreifende Todesangst inmitten des Volkes dargestellt. Währenddessen wird in mir ein Bild von hungernden und dreckigen Menschen erzeugt, sowie vieler Leichen auf der einen Seite, gleichzeitig sitzt ein König mit Prunk umhüllt in seinem Trohn. Das Thema dieses Gedichts könnte die Botschaft und Aufforderung an einen Herren, welcher sich nicht ausreichend um sein Volk kümmert, was zur Folge hat, dass dieses leidet sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Inhaltsangabe=====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht wird die Notlage eines Volkes geschildert, das unter Hunger leidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Montag:&#039;&#039;&#039; Es wird wenig gegessen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dienstag:&#039;&#039;&#039; Es gibt gar nichts zu essen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mittwoch:&#039;&#039;&#039; Die Menschen müssen hungern.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Donnerstag:&#039;&#039;&#039; Sie leiden stark.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Freitag:&#039;&#039;&#039; Viele sterben fast am Hungertod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprecher appelliert an den König, am Samstag Brot zu backen, da sonst am Sonntag extreme Maßnahmen ergriffen werden könnten, einschließlich der Andeutung, dass sie den König essen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Eintrag wurde mit KI (ChatGPT -[https://app.fobizz.com/tools fobizz Tools]) erstellt. Folgender Prompt wurde benutzt: &amp;quot;Fasse das Gedicht inhaltlich zusammen. Verzichte auf jegliche Interpretationen.&amp;quot; Das Ergebnis wurde nicht überarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Überarbeitet&#039;&#039;&#039;:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht wird die Notlage eines Volkes geschildert, das unter Hunger leidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Montag wird wenig gegessen, am Dienstag gar nichts. Auch am Mittwoch hungern die Menschen, am Donnerstag leiden sie sehr. Am Freitag sterben sie fast am Hungertod. Das lyrische Wir appelliert an den König, es am Samstag Brot backen zu lassen, da sonst am Sonntag der König selbst gefressen werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhaltanalyse und Interpretation des Gedichts =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|GANZ WICHTIG!| Hier muss alles mit Versangaben belegt werden!| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Leitfragen|*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wovon handelt das Gedicht konkret?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Benennung aller einzelnen inhaltlichen Aussagen, z.B. kann hier strophen- oder sogar versweise vorgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Darstellung der Wirkung, die die inhaltlichen Aussagen erzeugen, z.B. ob eine bestimmte Stimmung erzeugt wird oder ein Gefühl erweckt oder ein politischer Appell formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Erwartungen weckt die Überschrift?&#039;&#039;&#039; Wie verhalten sich Titel und Text zueinander?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Titel und Text, d.h. Überschrift und Inhalt, können einander entsprechen oder einander widersprechen oder vordergründig gar nichts miteinander zu tun haben. Inwiefern werden die Erwartungen des Titels vom Inhalt erfüllt? Dies gilt es herauszufinden, und sich zu fragen, warum das so gemacht worden sein könnte (Interpretation).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Kernaussage/Botschaft ergibt sich aus dem Inhalt?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Formulierung eines inhaltlichen ersten Fazits.|Merksatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation des Inhalts:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht thematisiert die drängende Not und das Leiden eines Volkes aufgrund von Hunger. Die Handlung ist über eine Woche verteilt und beschreibt den fortschreitenden Verfall der Lebensumstände der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stufen des Hungers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Montag und Dienstag:&#039;&#039;&#039; Die ersten beiden Tage zeigen eine allmähliche Verschlechterung der Nahrungsversorgung. Am Montag wird nur wenig gegessen, was auf eine bereits angespannte Situation hinweist. Am Dienstag gibt es überhaupt keine Nahrung, was die Verzweiflung der Menschen verdeutlicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mittwoch bis Freitag:&#039;&#039;&#039; Diese Tage sind geprägt von extremem Hunger und Not. Am Mittwoch müssen die Menschen hungern, am Donnerstag leiden sie stark, und am Freitag droht der Hungertod. Diese Eskalation verdeutlicht die Dringlichkeit und Schwere der Situation. Es wird klar, dass die Menschen an ihre Grenzen stoßen und in ihrer Existenz bedroht sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Appell an den König&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprecher richtet sich direkt an den König und fordert ihn auf, am Samstag Brot zu backen. Dies ist nicht nur ein praktischer Wunsch, sondern auch ein eindringlicher Appell an die Verantwortung des Herrschers. Der König wird als Figur dargestellt, die in der Lage ist, das Leid zu lindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drohung und Verzweiflung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlusszeilen des Gedichts bringen eine drastische Wendung: Die Andeutung, dass sie am Sonntag den König essen könnten, ist eine Metapher für die Verzweiflung und die extreme Not, in der sich das Volk befindet. Es zeigt, dass die Menschen bereit sind, zu extremen Maßnahmen zu greifen, wenn ihre Grundbedürfnisse nicht erfüllt werden. Diese Drohung kann auch als Kritik an der Untätigkeit der Herrschenden interpretiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesamtdeutung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ist das Gedicht eine eindringliche Warnung vor den Konsequenzen von Vernachlässigung und Missmanagement durch die Mächtigen. Es verdeutlicht die Verbindung zwischen Herrschaft und Verantwortung und zeigt, dass das Wohlergehen des Volkes in den Händen des Königs liegt. Die drastischen Maßnahmen, die im Gedicht angedeutet werden, reflektieren die verzweifelte Lage der Menschen und die potenziellen Folgen, wenn ihre Bedürfnisse ignoriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Eintrag wurde mit KI (ChatGPT -[https://app.fobizz.com/tools fobizz Tools]) erstellt. Folgender Prompt wurde benutzt: &amp;quot;Analysiere und interpretiere das Gedicht inhaltlich, ohne Berücksichtigung von Form und Sprache.&amp;quot; Das Ergebnis wurde nicht überarbeitet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)</title>
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		<updated>2025-12-02T08:12:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Verehrter Herr und König,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weißt du die schlimme Geschicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Montag aßen wir wenig,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Dienstag aßen wir nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Mittwoch mussten wir darben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Donnerstag litten wir Not; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ach, am Freitag starben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fast den Hungertod!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drum lass am Samstag backen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brot fein säuberlich –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonst werden wir sonntags packen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und fressen, o König, dich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://gedichte.xbib.de/Weerth_gedicht_Das+Hungerlied.htm&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Interpretation|* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#1..29%20Der%20erste%20Eindruck|1.) Der erste Eindruck]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#2.%20.29%20Die%20Inhaltsangabe|2. ) Die Inhaltsangabe]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3..29%20Die%20Analyse%3A|3.) Die Analyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3a..29%20Inhaltsanalyse%3A|3a.) Inhaltsanalyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3b..29%20Sprachanalyse%3A|3b.) Sprachanalyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3c..29%20Formanalyse%3A|3c.) Formanalyse:]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#4..29%20Entstehungshintergrund|4.) Entstehungshintergrund]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#5..29%20Fazit|5.) Fazit]]|Merksatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der erste Eindruck :=====&lt;br /&gt;
Der Text wirkt auf mich traurig und verletzt, es werden hier starke Emotionen, sowie ergreifende Todesangst inmitten des Volkes dargestellt. Währenddessen wird in mir ein Bild von hungernden und dreckigen Menschen erzeugt, sowie vieler Leichen auf der einen Seite, gleichzeitig sitzt ein König mit Prunk umhüllt in seinem Trohn. Das Thema dieses Gedichts könnte die Botschaft und Aufforderung an einen Herren, welcher sich nicht ausreichend um sein Volk kümmert, was zur Folge hat, dass dieses leidet sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Inhaltsangabe=====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht wird die Notlage eines Volkes geschildert, das unter Hunger leidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Montag:&#039;&#039;&#039; Es wird wenig gegessen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dienstag:&#039;&#039;&#039; Es gibt gar nichts zu essen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mittwoch:&#039;&#039;&#039; Die Menschen müssen hungern.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Donnerstag:&#039;&#039;&#039; Sie leiden stark.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Freitag:&#039;&#039;&#039; Viele sterben fast am Hungertod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprecher appelliert an den König, am Samstag Brot zu backen, da sonst am Sonntag extreme Maßnahmen ergriffen werden könnten, einschließlich der Andeutung, dass sie den König essen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Eintrag wurde mit KI (ChatGPT -[https://app.fobizz.com/tools fobizz Tools]) erstellt. Folgender Prompt wurde benutzt: &amp;quot;Fasse das Gedicht inhaltlich zusammen. Verzichte auf jegliche Interpretationen.&amp;quot; Das Ergebnis wurde nicht überarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Überarbeitet&#039;&#039;&#039;:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht wird die Notlage eines Volkes geschildert, das unter Hunger leidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Montag wird wenig gegessen, am Dienstag gar nichts. Auch am Mittwoch hungern die Menschen, am Donnerstag leiden sie sehr. Am Freitag sterben sie fast am Hungertod. Das lyrische Wir appelliert an den König, es am Samstag Brot backen zu lassen, da sonst am Sonntag der König selbst gefressen werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhaltanalyse und Interpretation des Gedichts =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|GANZ WICHTIG!| Hier muss alles mit Versangaben belegt werden!| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Leitfragen|*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wovon handelt das Gedicht konkret?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Benennung aller einzelnen inhaltlichen Aussagen, z.B. kann hier strophen- oder sogar versweise vorgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Darstellung der Wirkung, die die inhaltlichen Aussagen erzeugen, z.B. ob eine bestimmte Stimmung erzeugt wird oder ein Gefühl erweckt oder ein politischer Appell formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Erwartungen weckt die Überschrift?&#039;&#039;&#039; Wie verhalten sich Titel und Text zueinander?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Titel und Text, d.h. Überschrift und Inhalt, können einander entsprechen oder einander widersprechen oder vordergründig gar nichts miteinander zu tun haben. Inwiefern werden die Erwartungen des Titels vom Inhalt erfüllt? Dies gilt es herauszufinden, und sich zu fragen, warum das so gemacht worden sein könnte (Interpretation).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Kernaussage/Botschaft ergibt sich aus dem Inhalt?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Formulierung eines inhaltlichen ersten Fazits.|Merksatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht thematisiert die drängende Not und das Leiden eines Volkes aufgrund von Hunger. Die Handlung ist über eine Woche verteilt und beschreibt den fortschreitenden Verfall der Lebensumstände der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stufen des Hungers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Montag und Dienstag:&#039;&#039;&#039; Die ersten beiden Tage zeigen eine allmähliche Verschlechterung der Nahrungsversorgung. Am Montag wird nur wenig gegessen, was auf eine bereits angespannte Situation hinweist. Am Dienstag gibt es überhaupt keine Nahrung, was die Verzweiflung der Menschen verdeutlicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mittwoch bis Freitag:&#039;&#039;&#039; Diese Tage sind geprägt von extremem Hunger und Not. Am Mittwoch müssen die Menschen hungern, am Donnerstag leiden sie stark, und am Freitag droht der Hungertod. Diese Eskalation verdeutlicht die Dringlichkeit und Schwere der Situation. Es wird klar, dass die Menschen an ihre Grenzen stoßen und in ihrer Existenz bedroht sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Appell an den König&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprecher richtet sich direkt an den König und fordert ihn auf, am Samstag Brot zu backen. Dies ist nicht nur ein praktischer Wunsch, sondern auch ein eindringlicher Appell an die Verantwortung des Herrschers. Der König wird als Figur dargestellt, die in der Lage ist, das Leid zu lindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drohung und Verzweiflung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlusszeilen des Gedichts bringen eine drastische Wendung: Die Andeutung, dass sie am Sonntag den König essen könnten, ist eine Metapher für die Verzweiflung und die extreme Not, in der sich das Volk befindet. Es zeigt, dass die Menschen bereit sind, zu extremen Maßnahmen zu greifen, wenn ihre Grundbedürfnisse nicht erfüllt werden. Diese Drohung kann auch als Kritik an der Untätigkeit der Herrschenden interpretiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesamtdeutung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ist das Gedicht eine eindringliche Warnung vor den Konsequenzen von Vernachlässigung und Missmanagement durch die Mächtigen. Es verdeutlicht die Verbindung zwischen Herrschaft und Verantwortung und zeigt, dass das Wohlergehen des Volkes in den Händen des Königs liegt. Die drastischen Maßnahmen, die im Gedicht angedeutet werden, reflektieren die verzweifelte Lage der Menschen und die potenziellen Folgen, wenn ihre Bedürfnisse ignoriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Eintrag wurde mit KI (ChatGPT -[https://app.fobizz.com/tools fobizz Tools]) erstellt. Folgender Prompt wurde benutzt: &amp;quot;Analysiere und interpretiere das Gedicht inhaltlich, ohne Berücksichtigung von Form und Sprache.&amp;quot; Das Ergebnis wurde nicht überarbeitet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Georg_Weerth:_Das_Hungerlied_(1845)&amp;diff=105680</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Georg_Weerth:_Das_Hungerlied_(1845)&amp;diff=105680"/>
		<updated>2025-12-02T08:11:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Verehrter Herr und König,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weißt du die schlimme Geschicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Montag aßen wir wenig,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Dienstag aßen wir nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Mittwoch mussten wir darben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Donnerstag litten wir Not; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ach, am Freitag starben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fast den Hungertod!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drum lass am Samstag backen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brot fein säuberlich –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonst werden wir sonntags packen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und fressen, o König, dich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://gedichte.xbib.de/Weerth_gedicht_Das+Hungerlied.htm&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Interpretation|* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#1..29%20Der%20erste%20Eindruck|1.) Der erste Eindruck]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#2.%20.29%20Die%20Inhaltsangabe|2. ) Die Inhaltsangabe]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3..29%20Die%20Analyse%3A|3.) Die Analyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3a..29%20Inhaltsanalyse%3A|3a.) Inhaltsanalyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3b..29%20Sprachanalyse%3A|3b.) Sprachanalyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3c..29%20Formanalyse%3A|3c.) Formanalyse:]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#4..29%20Entstehungshintergrund|4.) Entstehungshintergrund]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#5..29%20Fazit|5.) Fazit]]|Merksatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der erste Eindruck :=====&lt;br /&gt;
Der Text wirkt auf mich traurig und verletzt, es werden hier starke Emotionen, sowie ergreifende Todesangst inmitten des Volkes dargestellt. Währenddessen wird in mir ein Bild von hungernden und dreckigen Menschen erzeugt, sowie vieler Leichen auf der einen Seite, gleichzeitig sitzt ein König mit Prunk umhüllt in seinem Trohn. Das Thema dieses Gedichts könnte die Botschaft und Aufforderung an einen Herren, welcher sich nicht ausreichend um sein Volk kümmert, was zur Folge hat, dass dieses leidet sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Inhaltsangabe=====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht wird die Notlage eines Volkes geschildert, das unter Hunger leidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Montag:&#039;&#039;&#039; Es wird wenig gegessen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dienstag:&#039;&#039;&#039; Es gibt gar nichts zu essen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mittwoch:&#039;&#039;&#039; Die Menschen müssen hungern.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Donnerstag:&#039;&#039;&#039; Sie leiden stark.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Freitag:&#039;&#039;&#039; Viele sterben fast am Hungertod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprecher appelliert an den König, am Samstag Brot zu backen, da sonst am Sonntag extreme Maßnahmen ergriffen werden könnten, einschließlich der Andeutung, dass sie den König essen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Eintrag wurde mit KI (ChatGPT -[https://app.fobizz.com/tools fobizz Tools]) erstellt. Folgender Prompt wurde benutzt: &amp;quot;Fasse das Gedicht inhaltlich zusammen. Verzichte auf jegliche Interpretationen.&amp;quot; Das Ergebnis wurde nicht überarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Überarbeitet&#039;&#039;&#039;:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht wird die Notlage eines Volkes geschildert, das unter Hunger leidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Montag wird wenig gegessen, am Dienstag gar nichts. Auch am Mittwoch hungern die Menschen, am Donnerstag leiden sie sehr. Am Freitag sterben sie fast am Hungertod. Das lyrische Wir appelliert an den König, es am Samstag Brot backen zu lassen, da sonst am Sonntag der König selbst gefressen werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhaltanalyse und Interpretation des Gedichts =====&lt;br /&gt;
{{Box|Leitfragen|*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wovon handelt das Gedicht konkret?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Benennung aller einzelnen inhaltlichen Aussagen, z.B. kann hier strophen- oder sogar versweise vorgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Darstellung der Wirkung, die die inhaltlichen Aussagen erzeugen, z.B. ob eine bestimmte Stimmung erzeugt wird oder ein Gefühl erweckt oder ein politischer Appell formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Erwartungen weckt die Überschrift?&#039;&#039;&#039; Wie verhalten sich Titel und Text zueinander?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Titel und Text, d.h. Überschrift und Inhalt, können einander entsprechen oder einander widersprechen oder vordergründig gar nichts miteinander zu tun haben. Inwiefern werden die Erwartungen des Titels vom Inhalt erfüllt? Dies gilt es herauszufinden, und sich zu fragen, warum das so gemacht worden sein könnte (Interpretation).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Kernaussage/Botschaft ergibt sich aus dem Inhalt?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Formulierung eines inhaltlichen ersten Fazits.|Merksatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|GANZ WICHTIG!| Hier muss alles mit Versangaben belegt werden!| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht thematisiert die drängende Not und das Leiden eines Volkes aufgrund von Hunger. Die Handlung ist über eine Woche verteilt und beschreibt den fortschreitenden Verfall der Lebensumstände der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stufen des Hungers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Montag und Dienstag:&#039;&#039;&#039; Die ersten beiden Tage zeigen eine allmähliche Verschlechterung der Nahrungsversorgung. Am Montag wird nur wenig gegessen, was auf eine bereits angespannte Situation hinweist. Am Dienstag gibt es überhaupt keine Nahrung, was die Verzweiflung der Menschen verdeutlicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mittwoch bis Freitag:&#039;&#039;&#039; Diese Tage sind geprägt von extremem Hunger und Not. Am Mittwoch müssen die Menschen hungern, am Donnerstag leiden sie stark, und am Freitag droht der Hungertod. Diese Eskalation verdeutlicht die Dringlichkeit und Schwere der Situation. Es wird klar, dass die Menschen an ihre Grenzen stoßen und in ihrer Existenz bedroht sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Appell an den König&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprecher richtet sich direkt an den König und fordert ihn auf, am Samstag Brot zu backen. Dies ist nicht nur ein praktischer Wunsch, sondern auch ein eindringlicher Appell an die Verantwortung des Herrschers. Der König wird als Figur dargestellt, die in der Lage ist, das Leid zu lindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drohung und Verzweiflung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlusszeilen des Gedichts bringen eine drastische Wendung: Die Andeutung, dass sie am Sonntag den König essen könnten, ist eine Metapher für die Verzweiflung und die extreme Not, in der sich das Volk befindet. Es zeigt, dass die Menschen bereit sind, zu extremen Maßnahmen zu greifen, wenn ihre Grundbedürfnisse nicht erfüllt werden. Diese Drohung kann auch als Kritik an der Untätigkeit der Herrschenden interpretiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesamtdeutung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ist das Gedicht eine eindringliche Warnung vor den Konsequenzen von Vernachlässigung und Missmanagement durch die Mächtigen. Es verdeutlicht die Verbindung zwischen Herrschaft und Verantwortung und zeigt, dass das Wohlergehen des Volkes in den Händen des Königs liegt. Die drastischen Maßnahmen, die im Gedicht angedeutet werden, reflektieren die verzweifelte Lage der Menschen und die potenziellen Folgen, wenn ihre Bedürfnisse ignoriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Eintrag wurde mit KI (ChatGPT -[https://app.fobizz.com/tools fobizz Tools]) erstellt. Folgender Prompt wurde benutzt: &amp;quot;Analysiere und interpretiere das Gedicht inhaltlich, ohne Berücksichtigung von Form und Sprache.&amp;quot; Das Ergebnis wurde nicht überarbeitet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)</title>
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		<updated>2025-12-02T08:10:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Verehrter Herr und König,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weißt du die schlimme Geschicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Montag aßen wir wenig,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Dienstag aßen wir nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Mittwoch mussten wir darben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Donnerstag litten wir Not; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ach, am Freitag starben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fast den Hungertod!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drum lass am Samstag backen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brot fein säuberlich –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonst werden wir sonntags packen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und fressen, o König, dich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://gedichte.xbib.de/Weerth_gedicht_Das+Hungerlied.htm&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Interpretation|* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#1..29%20Der%20erste%20Eindruck|1.) Der erste Eindruck]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#2.%20.29%20Die%20Inhaltsangabe|2. ) Die Inhaltsangabe]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3..29%20Die%20Analyse%3A|3.) Die Analyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3a..29%20Inhaltsanalyse%3A|3a.) Inhaltsanalyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3b..29%20Sprachanalyse%3A|3b.) Sprachanalyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3c..29%20Formanalyse%3A|3c.) Formanalyse:]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#4..29%20Entstehungshintergrund|4.) Entstehungshintergrund]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#5..29%20Fazit|5.) Fazit]]|Merksatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der erste Eindruck :=====&lt;br /&gt;
Der Text wirkt auf mich traurig und verletzt, es werden hier starke Emotionen, sowie ergreifende Todesangst inmitten des Volkes dargestellt. Währenddessen wird in mir ein Bild von hungernden und dreckigen Menschen erzeugt, sowie vieler Leichen auf der einen Seite, gleichzeitig sitzt ein König mit Prunk umhüllt in seinem Trohn. Das Thema dieses Gedichts könnte die Botschaft und Aufforderung an einen Herren, welcher sich nicht ausreichend um sein Volk kümmert, was zur Folge hat, dass dieses leidet sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Inhaltsangabe=====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht wird die Notlage eines Volkes geschildert, das unter Hunger leidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Montag:&#039;&#039;&#039; Es wird wenig gegessen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dienstag:&#039;&#039;&#039; Es gibt gar nichts zu essen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mittwoch:&#039;&#039;&#039; Die Menschen müssen hungern.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Donnerstag:&#039;&#039;&#039; Sie leiden stark.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Freitag:&#039;&#039;&#039; Viele sterben fast am Hungertod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprecher appelliert an den König, am Samstag Brot zu backen, da sonst am Sonntag extreme Maßnahmen ergriffen werden könnten, einschließlich der Andeutung, dass sie den König essen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Eintrag wurde mit KI (ChatGPT -[https://app.fobizz.com/tools fobizz Tools]) erstellt. Folgender Prompt wurde benutzt: &amp;quot;Fasse das Gedicht inhaltlich zusammen. Verzichte auf jegliche Interpretationen.&amp;quot; Das Ergebnis wurde nicht überarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Überarbeitet&#039;&#039;&#039;:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht wird die Notlage eines Volkes geschildert, das unter Hunger leidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Montag wird wenig gegessen, am Dienstag gar nichts. Auch am Mittwoch hungern die Menschen, am Donnerstag leiden sie sehr. Am Freitag sterben sie fast am Hungertod. Das lyrische Wir appelliert an den König, es am Samstag Brot backen zu lassen, da sonst am Sonntag der König selbst gefressen werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhaltanalyse und Interpretation des Gedichts =====&lt;br /&gt;
{{Box|Leitfragen|*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wovon handelt das Gedicht konkret?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Benennung aller einzelnen inhaltlichen Aussagen, z.B. kann hier strophen- oder sogar versweise vorgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Darstellung der Wirkung, die die inhaltlichen Aussagen erzeugen, z.B. ob eine bestimmte Stimmung erzeugt wird oder ein Gefühl erweckt oder ein politischer Appell formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Erwartungen weckt die Überschrift?&#039;&#039;&#039; Wie verhalten sich Titel und Text zueinander?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Titel und Text, d.h. Überschrift und Inhalt, können einander entsprechen oder einander widersprechen oder vordergründig gar nichts miteinander zu tun haben. Inwiefern werden die Erwartungen des Titels vom Inhalt erfüllt? Dies gilt es herauszufinden, und sich zu fragen, warum das so gemacht worden sein könnte (Interpretation).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Kernaussage/Botschaft ergibt sich aus dem Inhalt?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Formulierung eines inhaltlichen ersten Fazits.&lt;br /&gt;
GANZ WICHTIG! Hier muss alles mit Versangaben belegt werden! |Merksatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht thematisiert die drängende Not und das Leiden eines Volkes aufgrund von Hunger. Die Handlung ist über eine Woche verteilt und beschreibt den fortschreitenden Verfall der Lebensumstände der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stufen des Hungers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Montag und Dienstag:&#039;&#039;&#039; Die ersten beiden Tage zeigen eine allmähliche Verschlechterung der Nahrungsversorgung. Am Montag wird nur wenig gegessen, was auf eine bereits angespannte Situation hinweist. Am Dienstag gibt es überhaupt keine Nahrung, was die Verzweiflung der Menschen verdeutlicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mittwoch bis Freitag:&#039;&#039;&#039; Diese Tage sind geprägt von extremem Hunger und Not. Am Mittwoch müssen die Menschen hungern, am Donnerstag leiden sie stark, und am Freitag droht der Hungertod. Diese Eskalation verdeutlicht die Dringlichkeit und Schwere der Situation. Es wird klar, dass die Menschen an ihre Grenzen stoßen und in ihrer Existenz bedroht sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Appell an den König&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprecher richtet sich direkt an den König und fordert ihn auf, am Samstag Brot zu backen. Dies ist nicht nur ein praktischer Wunsch, sondern auch ein eindringlicher Appell an die Verantwortung des Herrschers. Der König wird als Figur dargestellt, die in der Lage ist, das Leid zu lindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drohung und Verzweiflung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlusszeilen des Gedichts bringen eine drastische Wendung: Die Andeutung, dass sie am Sonntag den König essen könnten, ist eine Metapher für die Verzweiflung und die extreme Not, in der sich das Volk befindet. Es zeigt, dass die Menschen bereit sind, zu extremen Maßnahmen zu greifen, wenn ihre Grundbedürfnisse nicht erfüllt werden. Diese Drohung kann auch als Kritik an der Untätigkeit der Herrschenden interpretiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesamtdeutung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ist das Gedicht eine eindringliche Warnung vor den Konsequenzen von Vernachlässigung und Missmanagement durch die Mächtigen. Es verdeutlicht die Verbindung zwischen Herrschaft und Verantwortung und zeigt, dass das Wohlergehen des Volkes in den Händen des Königs liegt. Die drastischen Maßnahmen, die im Gedicht angedeutet werden, reflektieren die verzweifelte Lage der Menschen und die potenziellen Folgen, wenn ihre Bedürfnisse ignoriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Eintrag wurde mit KI (ChatGPT -[https://app.fobizz.com/tools fobizz Tools]) erstellt. Folgender Prompt wurde benutzt: &amp;quot;Analysiere und interpretiere das Gedicht inhaltlich, ohne Berücksichtigung von Form und Sprache.&amp;quot; Das Ergebnis wurde nicht überarbeitet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Georg_Weerth:_Das_Hungerlied_(1845)&amp;diff=105678</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)</title>
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		<updated>2025-12-02T08:08:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Verehrter Herr und König,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weißt du die schlimme Geschicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Montag aßen wir wenig,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Dienstag aßen wir nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Mittwoch mussten wir darben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Donnerstag litten wir Not; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ach, am Freitag starben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fast den Hungertod!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drum lass am Samstag backen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brot fein säuberlich –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonst werden wir sonntags packen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und fressen, o König, dich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://gedichte.xbib.de/Weerth_gedicht_Das+Hungerlied.htm&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Interpretation|* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#1..29%20Der%20erste%20Eindruck|1.) Der erste Eindruck]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#2.%20.29%20Die%20Inhaltsangabe|2. ) Die Inhaltsangabe]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3..29%20Die%20Analyse%3A|3.) Die Analyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3a..29%20Inhaltsanalyse%3A|3a.) Inhaltsanalyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3b..29%20Sprachanalyse%3A|3b.) Sprachanalyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3c..29%20Formanalyse%3A|3c.) Formanalyse:]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#4..29%20Entstehungshintergrund|4.) Entstehungshintergrund]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#5..29%20Fazit|5.) Fazit]]|Merksatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der erste Eindruck :=====&lt;br /&gt;
Der Text wirkt auf mich traurig und verletzt, es werden hier starke Emotionen, sowie ergreifende Todesangst inmitten des Volkes dargestellt. Währenddessen wird in mir ein Bild von hungernden und dreckigen Menschen erzeugt, sowie vieler Leichen auf der einen Seite, gleichzeitig sitzt ein König mit Prunk umhüllt in seinem Trohn. Das Thema dieses Gedichts könnte die Botschaft und Aufforderung an einen Herren, welcher sich nicht ausreichend um sein Volk kümmert, was zur Folge hat, dass dieses leidet sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Inhaltsangabe=====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht wird die Notlage eines Volkes geschildert, das unter Hunger leidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Montag:&#039;&#039;&#039; Es wird wenig gegessen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dienstag:&#039;&#039;&#039; Es gibt gar nichts zu essen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mittwoch:&#039;&#039;&#039; Die Menschen müssen hungern.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Donnerstag:&#039;&#039;&#039; Sie leiden stark.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Freitag:&#039;&#039;&#039; Viele sterben fast am Hungertod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprecher appelliert an den König, am Samstag Brot zu backen, da sonst am Sonntag extreme Maßnahmen ergriffen werden könnten, einschließlich der Andeutung, dass sie den König essen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Eintrag wurde mit KI (ChatGPT -[https://app.fobizz.com/tools fobizz Tools]) erstellt. Folgender Prompt wurde benutzt: &amp;quot;Fasse das Gedicht inhaltlich zusammen. Verzichte auf jegliche Interpretationen.&amp;quot; Das Ergebnis wurde nicht überarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Überarbeitet&#039;&#039;&#039;:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht wird die Notlage eines Volkes geschildert, das unter Hunger leidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Montag wird wenig gegessen, am Dienstag gar nichts. Auch am Mittwoch hungern die Menschen, am Donnerstag leiden sie sehr. Am Freitag sterben sie fast am Hungertod. Das lyrische Wir appelliert an den König, es am Samstag Brot backen zu lassen, da sonst am Sonntag der König selbst gefressen werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhaltanalyse und Interpretation des Gedichts =====&lt;br /&gt;
{{Box|Leitfragen|*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wovon handelt das Gedicht konkret?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Benennung aller einzelnen inhaltlichen Aussagen, z.B. kann hier strophen- oder sogar versweise vorgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Darstellung der Wirkung, die die inhaltlichen Aussagen erzeugen, z.B. ob eine bestimmte Stimmung erzeugt wird oder ein Gefühl erweckt oder ein politischer Appell formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Erwartungen weckt die Überschrift?&#039;&#039;&#039; Wie verhalten sich Titel und Text zueinander?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Titel und Text, d.h. Überschrift und Inhalt, können einander entsprechen oder einander widersprechen oder vordergründig gar nichts miteinander zu tun haben. Inwiefern werden die Erwartungen des Titels vom Inhalt erfüllt? Dies gilt es herauszufinden, und sich zu fragen, warum das so gemacht worden sein könnte (Interpretation).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Kernaussage/Botschaft ergibt sich aus dem Inhalt?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Formulierung eines inhaltlichen ersten Fazits.|Merksatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht thematisiert die drängende Not und das Leiden eines Volkes aufgrund von Hunger. Die Handlung ist über eine Woche verteilt und beschreibt den fortschreitenden Verfall der Lebensumstände der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stufen des Hungers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Montag und Dienstag:&#039;&#039;&#039; Die ersten beiden Tage zeigen eine allmähliche Verschlechterung der Nahrungsversorgung. Am Montag wird nur wenig gegessen, was auf eine bereits angespannte Situation hinweist. Am Dienstag gibt es überhaupt keine Nahrung, was die Verzweiflung der Menschen verdeutlicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mittwoch bis Freitag:&#039;&#039;&#039; Diese Tage sind geprägt von extremem Hunger und Not. Am Mittwoch müssen die Menschen hungern, am Donnerstag leiden sie stark, und am Freitag droht der Hungertod. Diese Eskalation verdeutlicht die Dringlichkeit und Schwere der Situation. Es wird klar, dass die Menschen an ihre Grenzen stoßen und in ihrer Existenz bedroht sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Appell an den König&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprecher richtet sich direkt an den König und fordert ihn auf, am Samstag Brot zu backen. Dies ist nicht nur ein praktischer Wunsch, sondern auch ein eindringlicher Appell an die Verantwortung des Herrschers. Der König wird als Figur dargestellt, die in der Lage ist, das Leid zu lindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drohung und Verzweiflung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlusszeilen des Gedichts bringen eine drastische Wendung: Die Andeutung, dass sie am Sonntag den König essen könnten, ist eine Metapher für die Verzweiflung und die extreme Not, in der sich das Volk befindet. Es zeigt, dass die Menschen bereit sind, zu extremen Maßnahmen zu greifen, wenn ihre Grundbedürfnisse nicht erfüllt werden. Diese Drohung kann auch als Kritik an der Untätigkeit der Herrschenden interpretiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesamtdeutung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ist das Gedicht eine eindringliche Warnung vor den Konsequenzen von Vernachlässigung und Missmanagement durch die Mächtigen. Es verdeutlicht die Verbindung zwischen Herrschaft und Verantwortung und zeigt, dass das Wohlergehen des Volkes in den Händen des Königs liegt. Die drastischen Maßnahmen, die im Gedicht angedeutet werden, reflektieren die verzweifelte Lage der Menschen und die potenziellen Folgen, wenn ihre Bedürfnisse ignoriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Eintrag wurde mit KI (ChatGPT -[https://app.fobizz.com/tools fobizz Tools]) erstellt. Folgender Prompt wurde benutzt: &amp;quot;Analysiere und interpretiere das Gedicht inhaltlich, ohne Berücksichtigung von Form und Sprache.&amp;quot; Das Ergebnis wurde nicht überarbeitet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Georg_Weerth:_Das_Hungerlied_(1845)&amp;diff=105677</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)</title>
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		<updated>2025-12-02T08:06:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: /* Inhaltanalyse und Interpretation des Gedichts */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Verehrter Herr und König,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weißt du die schlimme Geschicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Montag aßen wir wenig,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Dienstag aßen wir nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Mittwoch mussten wir darben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Donnerstag litten wir Not; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ach, am Freitag starben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fast den Hungertod!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drum lass am Samstag backen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brot fein säuberlich –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonst werden wir sonntags packen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und fressen, o König, dich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://gedichte.xbib.de/Weerth_gedicht_Das+Hungerlied.htm&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Interpretation|* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#1..29%20Der%20erste%20Eindruck|1.) Der erste Eindruck]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#2.%20.29%20Die%20Inhaltsangabe|2. ) Die Inhaltsangabe]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3..29%20Die%20Analyse%3A|3.) Die Analyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3a..29%20Inhaltsanalyse%3A|3a.) Inhaltsanalyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3b..29%20Sprachanalyse%3A|3b.) Sprachanalyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3c..29%20Formanalyse%3A|3c.) Formanalyse:]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#4..29%20Entstehungshintergrund|4.) Entstehungshintergrund]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#5..29%20Fazit|5.) Fazit]]|Merksatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der erste Eindruck :=====&lt;br /&gt;
Der Text wirkt auf mich traurig und verletzt, es werden hier starke Emotionen, sowie ergreifende Todesangst inmitten des Volkes dargestellt. Währenddessen wird in mir ein Bild von hungernden und dreckigen Menschen erzeugt, sowie vieler Leichen auf der einen Seite, gleichzeitig sitzt ein König mit Prunk umhüllt in seinem Trohn. Das Thema dieses Gedichts könnte die Botschaft und Aufforderung an einen Herren, welcher sich nicht ausreichend um sein Volk kümmert, was zur Folge hat, dass dieses leidet sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Inhaltsangabe=====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht wird die Notlage eines Volkes geschildert, das unter Hunger leidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Montag:&#039;&#039;&#039; Es wird wenig gegessen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dienstag:&#039;&#039;&#039; Es gibt gar nichts zu essen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mittwoch:&#039;&#039;&#039; Die Menschen müssen hungern.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Donnerstag:&#039;&#039;&#039; Sie leiden stark.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Freitag:&#039;&#039;&#039; Viele sterben fast am Hungertod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprecher appelliert an den König, am Samstag Brot zu backen, da sonst am Sonntag extreme Maßnahmen ergriffen werden könnten, einschließlich der Andeutung, dass sie den König essen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Eintrag wurde mit KI (ChatGPT -[https://app.fobizz.com/tools fobizz Tools]) erstellt. Folgender Prompt wurde benutzt: &amp;quot;Fasse das Gedicht inhaltlich zusammen. Verzichte auf jegliche Interpretationen.&amp;quot; Das Ergebnis wurde nicht überarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Überarbeitet&#039;&#039;&#039;:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht wird die Notlage eines Volkes geschildert, das unter Hunger leidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Montag wird wenig gegessen, am Dienstag gar nichts. Auch am Mittwoch hungern die Menschen, am Donnerstag leiden sie sehr. Am Freitag sterben sie fast am Hungertod. Das lyrische Wir appelliert an den König, es am Samstag Brot backen zu lassen, da sonst am Sonntag der König selbst gefressen werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhaltanalyse und Interpretation des Gedichts =====&lt;br /&gt;
Leitfragen zur Analyser und Interpretation des Inhalts:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wovon handelt das Gedicht konkret?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Benennung aller einzelnen inhaltlichen Aussagen, z.B. kann hier strophen- oder sogar versweise vorgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Darstellung der Wirkung, die die inhaltlichen Aussagen erzeugen, z.B. ob eine bestimmte Stimmung erzeugt wird oder ein Gefühl erweckt oder ein politischer Appell formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Erwartungen weckt die Überschrift?&#039;&#039;&#039; Wie verhalten sich Titel und Text zueinander?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Titel und Text, d.h. Überschrift und Inhalt, können einander entsprechen oder einander widersprechen oder vordergründig gar nichts miteinander zu tun haben. Inwiefern werden die Erwartungen des Titels vom Inhalt erfüllt? Dies gilt es herauszufinden, und sich zu fragen, warum das so gemacht worden sein könnte (Interpretation).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Kernaussage/Botschaft ergibt sich aus dem Inhalt?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Formulierung eines inhaltlichen ersten Fazits.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht thematisiert die drängende Not und das Leiden eines Volkes aufgrund von Hunger. Die Handlung ist über eine Woche verteilt und beschreibt den fortschreitenden Verfall der Lebensumstände der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stufen des Hungers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Montag und Dienstag:&#039;&#039;&#039; Die ersten beiden Tage zeigen eine allmähliche Verschlechterung der Nahrungsversorgung. Am Montag wird nur wenig gegessen, was auf eine bereits angespannte Situation hinweist. Am Dienstag gibt es überhaupt keine Nahrung, was die Verzweiflung der Menschen verdeutlicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mittwoch bis Freitag:&#039;&#039;&#039; Diese Tage sind geprägt von extremem Hunger und Not. Am Mittwoch müssen die Menschen hungern, am Donnerstag leiden sie stark, und am Freitag droht der Hungertod. Diese Eskalation verdeutlicht die Dringlichkeit und Schwere der Situation. Es wird klar, dass die Menschen an ihre Grenzen stoßen und in ihrer Existenz bedroht sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Appell an den König&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprecher richtet sich direkt an den König und fordert ihn auf, am Samstag Brot zu backen. Dies ist nicht nur ein praktischer Wunsch, sondern auch ein eindringlicher Appell an die Verantwortung des Herrschers. Der König wird als Figur dargestellt, die in der Lage ist, das Leid zu lindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drohung und Verzweiflung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlusszeilen des Gedichts bringen eine drastische Wendung: Die Andeutung, dass sie am Sonntag den König essen könnten, ist eine Metapher für die Verzweiflung und die extreme Not, in der sich das Volk befindet. Es zeigt, dass die Menschen bereit sind, zu extremen Maßnahmen zu greifen, wenn ihre Grundbedürfnisse nicht erfüllt werden. Diese Drohung kann auch als Kritik an der Untätigkeit der Herrschenden interpretiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesamtdeutung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ist das Gedicht eine eindringliche Warnung vor den Konsequenzen von Vernachlässigung und Missmanagement durch die Mächtigen. Es verdeutlicht die Verbindung zwischen Herrschaft und Verantwortung und zeigt, dass das Wohlergehen des Volkes in den Händen des Königs liegt. Die drastischen Maßnahmen, die im Gedicht angedeutet werden, reflektieren die verzweifelte Lage der Menschen und die potenziellen Folgen, wenn ihre Bedürfnisse ignoriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Eintrag wurde mit KI (ChatGPT -[https://app.fobizz.com/tools fobizz Tools]) erstellt. Folgender Prompt wurde benutzt: &amp;quot;Analysiere und interpretiere das Gedicht inhaltlich, ohne Berücksichtigung von Form und Sprache.&amp;quot; Das Ergebnis wurde nicht überarbeitet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Georg_Weerth:_Das_Hungerlied_(1845)&amp;diff=105676</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)</title>
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		<updated>2025-12-02T08:02:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: KI Überarbeitung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Verehrter Herr und König,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weißt du die schlimme Geschicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Montag aßen wir wenig,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Dienstag aßen wir nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Mittwoch mussten wir darben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Donnerstag litten wir Not; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ach, am Freitag starben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fast den Hungertod!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drum lass am Samstag backen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brot fein säuberlich –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonst werden wir sonntags packen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und fressen, o König, dich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://gedichte.xbib.de/Weerth_gedicht_Das+Hungerlied.htm&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Interpretation|* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#1..29%20Der%20erste%20Eindruck|1.) Der erste Eindruck]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#2.%20.29%20Die%20Inhaltsangabe|2. ) Die Inhaltsangabe]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3..29%20Die%20Analyse%3A|3.) Die Analyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3a..29%20Inhaltsanalyse%3A|3a.) Inhaltsanalyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3b..29%20Sprachanalyse%3A|3b.) Sprachanalyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3c..29%20Formanalyse%3A|3c.) Formanalyse:]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#4..29%20Entstehungshintergrund|4.) Entstehungshintergrund]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#5..29%20Fazit|5.) Fazit]]|Merksatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der erste Eindruck :=====&lt;br /&gt;
Der Text wirkt auf mich traurig und verletzt, es werden hier starke Emotionen, sowie ergreifende Todesangst inmitten des Volkes dargestellt. Währenddessen wird in mir ein Bild von hungernden und dreckigen Menschen erzeugt, sowie vieler Leichen auf der einen Seite, gleichzeitig sitzt ein König mit Prunk umhüllt in seinem Trohn. Das Thema dieses Gedichts könnte die Botschaft und Aufforderung an einen Herren, welcher sich nicht ausreichend um sein Volk kümmert, was zur Folge hat, dass dieses leidet sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Inhaltsangabe=====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht wird die Notlage eines Volkes geschildert, das unter Hunger leidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Montag:&#039;&#039;&#039; Es wird wenig gegessen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dienstag:&#039;&#039;&#039; Es gibt gar nichts zu essen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mittwoch:&#039;&#039;&#039; Die Menschen müssen hungern.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Donnerstag:&#039;&#039;&#039; Sie leiden stark.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Freitag:&#039;&#039;&#039; Viele sterben fast am Hungertod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprecher appelliert an den König, am Samstag Brot zu backen, da sonst am Sonntag extreme Maßnahmen ergriffen werden könnten, einschließlich der Andeutung, dass sie den König essen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Eintrag wurde mit KI (ChatGPT -[https://app.fobizz.com/tools fobizz Tools]) erstellt. Folgender Prompt wurde benutzt: &amp;quot;Fasse das Gedicht inhaltlich zusammen. Verzichte auf jegliche Interpretationen.&amp;quot; Das Ergebnis wurde nicht überarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Überarbeitet&#039;&#039;&#039;:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht wird die Notlage eines Volkes geschildert, das unter Hunger leidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Montag wird wenig gegessen, am Dienstag gar nichts. Auch am Mittwoch hungern die Menschen, am Donnerstag leiden sie sehr. Am Freitag sterben sie fast am Hungertod. Das lyrische Wir appelliert an den König, es am Samstag Brot backen zu lassen, da sonst am Sonntag der König selbst gefressen werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhaltanalyse und Interpretation des Gedichts =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht thematisiert die drängende Not und das Leiden eines Volkes aufgrund von Hunger. Die Handlung ist über eine Woche verteilt und beschreibt den fortschreitenden Verfall der Lebensumstände der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stufen des Hungers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Montag und Dienstag:&#039;&#039;&#039; Die ersten beiden Tage zeigen eine allmähliche Verschlechterung der Nahrungsversorgung. Am Montag wird nur wenig gegessen, was auf eine bereits angespannte Situation hinweist. Am Dienstag gibt es überhaupt keine Nahrung, was die Verzweiflung der Menschen verdeutlicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mittwoch bis Freitag:&#039;&#039;&#039; Diese Tage sind geprägt von extremem Hunger und Not. Am Mittwoch müssen die Menschen hungern, am Donnerstag leiden sie stark, und am Freitag droht der Hungertod. Diese Eskalation verdeutlicht die Dringlichkeit und Schwere der Situation. Es wird klar, dass die Menschen an ihre Grenzen stoßen und in ihrer Existenz bedroht sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Appell an den König&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprecher richtet sich direkt an den König und fordert ihn auf, am Samstag Brot zu backen. Dies ist nicht nur ein praktischer Wunsch, sondern auch ein eindringlicher Appell an die Verantwortung des Herrschers. Der König wird als Figur dargestellt, die in der Lage ist, das Leid zu lindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drohung und Verzweiflung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlusszeilen des Gedichts bringen eine drastische Wendung: Die Andeutung, dass sie am Sonntag den König essen könnten, ist eine Metapher für die Verzweiflung und die extreme Not, in der sich das Volk befindet. Es zeigt, dass die Menschen bereit sind, zu extremen Maßnahmen zu greifen, wenn ihre Grundbedürfnisse nicht erfüllt werden. Diese Drohung kann auch als Kritik an der Untätigkeit der Herrschenden interpretiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesamtdeutung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ist das Gedicht eine eindringliche Warnung vor den Konsequenzen von Vernachlässigung und Missmanagement durch die Mächtigen. Es verdeutlicht die Verbindung zwischen Herrschaft und Verantwortung und zeigt, dass das Wohlergehen des Volkes in den Händen des Königs liegt. Die drastischen Maßnahmen, die im Gedicht angedeutet werden, reflektieren die verzweifelte Lage der Menschen und die potenziellen Folgen, wenn ihre Bedürfnisse ignoriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Eintrag wurde mit KI (ChatGPT -[https://app.fobizz.com/tools fobizz Tools]) erstellt. Folgender Prompt wurde benutzt: &amp;quot;Analysiere und interpretiere das Gedicht inhaltlich, ohne Berücksichtigung von Form und Sprache.&amp;quot; Das Ergebnis wurde nicht überarbeitet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Georg_Weerth:_Das_Hungerlied_(1845)&amp;diff=105668</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Georg_Weerth:_Das_Hungerlied_(1845)&amp;diff=105668"/>
		<updated>2025-11-26T06:38:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: /* Inhaltsangabe */ und Interpretation&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Verehrter Herr und König,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weißt du die schlimme Geschicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Montag aßen wir wenig,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Dienstag aßen wir nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Mittwoch mussten wir darben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am Donnerstag litten wir Not; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ach, am Freitag starben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fast den Hungertod!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drum lass am Samstag backen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brot fein säuberlich –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonst werden wir sonntags packen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und fressen, o König, dich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://gedichte.xbib.de/Weerth_gedicht_Das+Hungerlied.htm&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Interpretation|* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#1..29%20Der%20erste%20Eindruck|1.) Der erste Eindruck]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#2.%20.29%20Die%20Inhaltsangabe|2. ) Die Inhaltsangabe]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3..29%20Die%20Analyse%3A|3.) Die Analyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3a..29%20Inhaltsanalyse%3A|3a.) Inhaltsanalyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3b..29%20Sprachanalyse%3A|3b.) Sprachanalyse:]]&lt;br /&gt;
** [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#3c..29%20Formanalyse%3A|3c.) Formanalyse:]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#4..29%20Entstehungshintergrund|4.) Entstehungshintergrund]]&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?#5..29%20Fazit|5.) Fazit]]|Merksatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der erste Eindruck :=====&lt;br /&gt;
Der Text wirkt auf mich traurig und verletzt, es werden hier starke Emotionen, sowie ergreifende Todesangst inmitten des Volkes dargestellt. Währenddessen wird in mir ein Bild von hungernden und dreckigen Menschen erzeugt, sowie vieler Leichen auf der einen Seite, gleichzeitig sitzt ein König mit Prunk umhüllt in seinem Trohn. Das Thema dieses Gedichts könnte die Botschaft und Aufforderung an einen Herren, welcher sich nicht ausreichend um sein Volk kümmert, was zur Folge hat, dass dieses leidet sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Inhaltsangabe=====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht wird die Notlage eines Volkes geschildert, das unter Hunger leidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Montag:&#039;&#039;&#039; Es wird wenig gegessen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dienstag:&#039;&#039;&#039; Es gibt gar nichts zu essen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mittwoch:&#039;&#039;&#039; Die Menschen müssen hungern.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Donnerstag:&#039;&#039;&#039; Sie leiden stark.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Freitag:&#039;&#039;&#039; Viele sterben fast am Hungertod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprecher appelliert an den König, am Samstag Brot zu backen, da sonst am Sonntag extreme Maßnahmen ergriffen werden könnten, einschließlich der Andeutung, dass sie den König essen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Eintrag wurde mit KI (ChatGPT -[https://app.fobizz.com/tools fobizz Tools]) erstellt. Folgender Prompt wurde benutzt: &amp;quot;Fasse das Gedicht inhaltlich zusammen. Verzichte auf jegliche Interpretationen.&amp;quot; Das Ergebnis wurde nicht überarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhaltanalyse und Interpretation des Gedichts =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht thematisiert die drängende Not und das Leiden eines Volkes aufgrund von Hunger. Die Handlung ist über eine Woche verteilt und beschreibt den fortschreitenden Verfall der Lebensumstände der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stufen des Hungers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Montag und Dienstag:&#039;&#039;&#039; Die ersten beiden Tage zeigen eine allmähliche Verschlechterung der Nahrungsversorgung. Am Montag wird nur wenig gegessen, was auf eine bereits angespannte Situation hinweist. Am Dienstag gibt es überhaupt keine Nahrung, was die Verzweiflung der Menschen verdeutlicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mittwoch bis Freitag:&#039;&#039;&#039; Diese Tage sind geprägt von extremem Hunger und Not. Am Mittwoch müssen die Menschen hungern, am Donnerstag leiden sie stark, und am Freitag droht der Hungertod. Diese Eskalation verdeutlicht die Dringlichkeit und Schwere der Situation. Es wird klar, dass die Menschen an ihre Grenzen stoßen und in ihrer Existenz bedroht sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Appell an den König&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprecher richtet sich direkt an den König und fordert ihn auf, am Samstag Brot zu backen. Dies ist nicht nur ein praktischer Wunsch, sondern auch ein eindringlicher Appell an die Verantwortung des Herrschers. Der König wird als Figur dargestellt, die in der Lage ist, das Leid zu lindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drohung und Verzweiflung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlusszeilen des Gedichts bringen eine drastische Wendung: Die Andeutung, dass sie am Sonntag den König essen könnten, ist eine Metapher für die Verzweiflung und die extreme Not, in der sich das Volk befindet. Es zeigt, dass die Menschen bereit sind, zu extremen Maßnahmen zu greifen, wenn ihre Grundbedürfnisse nicht erfüllt werden. Diese Drohung kann auch als Kritik an der Untätigkeit der Herrschenden interpretiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesamtdeutung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ist das Gedicht eine eindringliche Warnung vor den Konsequenzen von Vernachlässigung und Missmanagement durch die Mächtigen. Es verdeutlicht die Verbindung zwischen Herrschaft und Verantwortung und zeigt, dass das Wohlergehen des Volkes in den Händen des Königs liegt. Die drastischen Maßnahmen, die im Gedicht angedeutet werden, reflektieren die verzweifelte Lage der Menschen und die potenziellen Folgen, wenn ihre Bedürfnisse ignoriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Eintrag wurde mit KI (ChatGPT -[https://app.fobizz.com/tools fobizz Tools]) erstellt. Folgender Prompt wurde benutzt: &amp;quot;Analysiere und interpretiere das Gedicht inhaltlich, ohne Berücksichtigung von Form und Sprache.&amp;quot; Das Ergebnis wurde nicht überarbeitet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gedichtvergleich&amp;diff=96842</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichtvergleich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gedichtvergleich&amp;diff=96842"/>
		<updated>2024-06-20T07:29:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wie kann ein Gedichtvergleich als Klausurformat  der Q1 aussehen? Das folgende Beispiel zeigt es!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgabenstellung ==&lt;br /&gt;
1)    Interpretiere Joseph von Eichendorffs Gedicht „Die blaue Blume“ inhaltlich, sprachlich und formal unter besonderer Berücksichtigung romantischer Motive und Stimmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2)    Vergleiche Eichendorffs Gedicht mit dem Gedicht „Der junge Schiffer“ von Friedrich Hebbel im Hinblick auf die Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins. Prüfe abschließend, inwiefern die Gedichte unterschiedliche oder ähnliche Interpretationen der romantischen Ideale und Sehnsüchte repräsentieren. Berücksichtige dabei auch die jeweiligen Entstehungszeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Materialgrundlage:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph von Eichendorffs. „Die blaue Blume“ / Friedrich Hebbel. „Der junge Schiffer“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Joseph von Eichendorff: Die blaue Blume (1818)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Ich suche die blaue Blume,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich suche und finde sie nie,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir träumt, dass in der Blume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein gutes Glück mir blüh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre mit meiner Harfe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Länder, Städt und Au&#039;n,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob nirgends in der Runde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blume zu schaun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre schon seit lange,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hab lang gehofft, vertraut,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ach, noch nirgends hab ich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blum geschaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Friedrich Hebbel: Der junge Schiffer (1836)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Dort bläht ein Schiff die Segel,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
frisch saust dahin der Wind!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anker wird gelichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Steuer flugs gerichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nun fliegt&#039;s hinaus geschwind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kühner Wasservogel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kreist grüßend um den Mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Sonne brennt herunter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
manch Fischlein, blank und munter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
umgaukelt keck den Gast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wär&#039; gern hineingesprungen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da draußen ist mein Reich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ja jung von Jahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da ist&#039;s mir nur ums Fahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohin? das gilt mir gleich!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erwartungshorizont ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Prüfling ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;formuliert eine aufgabenbezogene Einleitung unter Nennung von Autor, Titel, Textsorte, Entstehungszeit.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;benennt&#039;&#039;&#039; das Thema des Gedichtes, z.B. sehnsüchtige Suche nach unerreichbarem Glück oder Ideal, symbolisiert durch die blaue Blume.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;gibt&#039;&#039;&#039; den Inhalt des Gedichtes mit eigenen Worten wieder, z.B.:&lt;br /&gt;
** Suche nach der blauen Blume&lt;br /&gt;
** Hoffnung auf Glück durch die Blume&lt;br /&gt;
** Wanderung mit Harfe durch verschiedene Orte (Länder, Städte, Wiesen)&lt;br /&gt;
** Langjährige  Suche ohne Erfolg&lt;br /&gt;
** Enttäuschung  über das Nichtfinden der blauen Blume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Interpretiert inhaltlich:&#039;&#039;&#039; Das Gedicht beschreibt die sehnsüchtige Suche des lyrischen Ichs nach der &amp;quot;blauen Blume,&amp;quot; welche ein Symbol für das ersehnte, aber unerreichbare Glück oder Ideal darstellt. Diese Suche ist von einer tiefen inneren Sehnsucht geprägt, die das lyrische Ich durch verschiedene Landschaften und Orte führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erste Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich träumt von der blauen Blume, die das Symbol für persönliches Glück ist (V. 3/4).&lt;br /&gt;
* Es drückt die Hoffnung aus, dass in der Blume das ersehnte Glück gefunden werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zweite Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich wandert mit seiner Harfe durch verschiedene Orte (Länder, Städte, Wiesen) auf der Suche nach der blauen Blume (V.5/6).&lt;br /&gt;
* Diese Reise ist eine Metapher für die Suche nach dem Glück oder dem Ideal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dritte Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich beschreibt, dass es diese Suche schon lange fortsetzt und dabei stets gehofft und vertraut hat, die blaue Blume zu finden (V.10).&lt;br /&gt;
* Trotz der langen Suche und der Hoffnung bleibt die blaue Blume unauffindbar, was Enttäuschung und Resignation erzeugt (V. 11/12).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesamtinterpretation des Inhalts&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blume steht als zentrales Symbol für das unerreichbare Ideal oder das ungreifbare Glück, das das lyrische Ich sich erträumt.Die Wanderung mit der Harfe kann als Symbol für die schöpferische oder künstlerische Reise des Individuums verstanden werden, das versucht, durch seine Kunst oder seine Suche Erfüllung zu finden. Die Enttäuschung am Ende des Gedichts spiegelt die oft unerfüllte Sehnsucht des Menschen wider, der trotz aller Anstrengungen und Hoffnungen nicht immer sein ideales Glück oder Ziel erreicht. Das Gedicht thematisiert somit die menschliche Erfahrung des Strebens und Suchens nach einem höheren Ideal, das letztlich unerreichbar bleibt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;... interpretiert&#039;&#039;&#039; sprachlich, z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Blaue Blume: Symbol für  Glück (V. 4), darüber hinaus auch möglich: Sehnsucht, unerreichbares Ideal.&lt;br /&gt;
** Harfe (V.5):  Symbol für Kunst, Kreativität, Begleitung auf der Suche.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wortwahl:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Suche&amp;quot; und &amp;quot;finde sie nie&amp;quot; (V.2): Betonung der Unmöglichkeit, das Ideal zu erreichen.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;träumt&amp;quot; (V.4):  Ausdruck von Hoffnung und Wunschdenken.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;wandre&amp;quot; (V.5):  Bewegung und ständige Suche, Rastlosigkeit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wiederholung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Ich suche&amp;quot;, &amp;quot;Ich wandre&amp;quot;: Verstärkung der fortwährenden Suche und Anstrengung.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Die  blaue Blume&amp;quot;: Wiederkehrendes Symbol, das die zentrale Bedeutung unterstreicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metaphern:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Durch Länder, Städt und Au&#039;n&amp;quot; (V. 6): Metapher für das umfassende, allumfassende Suchen in allen Lebensbereichen.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Hab lang gehofft, vertraut&amp;quot; (V. 10): Metapher für die anhaltende Hoffnung und den Glauben an das Erreichen des Ziels.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;... interpretiert&#039;&#039;&#039; formal, z.B.:&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Struktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Drei  Strophen: Jede Strophe vertieft die Suche und die damit verbundenen      Gefühle.&lt;br /&gt;
*** Steigerung: Zunehmende Intensität der Suche und der Enttäuschung.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Metrum&#039;&#039;&#039;: vierhebiger Jambus mit  Zäsuren in den Versen 1, 2 und 5.&lt;br /&gt;
*** - einigermaßen gleichmäßige Suche (mit Hindernissen).&lt;br /&gt;
*** Reim:  (unreine) Kreuzreime mit alternierenden Kadenzen unterstützen die Gleichmäßigkeit.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Klang:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Rhythmus und Reim: Verstärken die melancholische und sehnsüchtige Stimmung des Gedichts.&lt;br /&gt;
* ... &#039;&#039;&#039;deutet das Gedicht, im Hinblick auf&#039;&#039;&#039; romantische Motive und Stimmungen:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Ständige Suche nach demUnerreichbare, z.B.: „Ich suche und finde sie nie.“ (V. 2)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Naturverbundenheit:&#039;&#039;&#039; Idealisierte Natur, z.B. Erwähnung von Landschaften, Städten und Auen (V. 6),&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Symbolik der blauen Blume als&#039;&#039;&#039; Symbol für das Streben nach dem Unendlichen und dem Ideal der Schönheit und Vollkommenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Melancholie und Weltschmerz:&#039;&#039;&#039; Ausdruck tiefer Melancholie und dem Gefühl der Unvollständigkeit und Entfremdung, z.B. „Hab lang gehofft, vertraut“ (V.10)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mystik und Transzendenz&#039;&#039;&#039; in der Suche nach spiritueller Erleuchtung oder höherem Sinn in der blauen Blume.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Subjektivität und Individualität,&#039;&#039;&#039; z.B. in der Betonung der subjektiven Erfahrung durch zahlreiche Anaphern &amp;quot;Ich&amp;quot; (V.1/2, V. 5/9)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Rückzug in die Innenwelt,&#039;&#039;&#039; z. B. im Rückzug in die Träume und  die Hoffnungen (V. 4, V. 10) und damit ein Leben in der eigenen Vorstellungswelt.&lt;br /&gt;
Fazit: Das Gedicht erfüllt zahlreiche Merkmale der deutschen Romantik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 2 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Prüfling ....&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;formuliert&#039;&#039;&#039; eine aufgabenbezogene Überleitung: z.B&#039;&#039;. mögliche Vergleichskriterien bzw. mit Hinweisen auf das weitere methodische Vorgehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Gemeinsamkeiten der inhaltlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vergleich der Gedichte inhaltlich ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gemeinsamkeiten der inhaltlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins =====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beide Gedichte thematisieren das Unterwegssein und die Bewegung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      wandert durch verschiedene Landschaften auf der Suche nach der blauen      Blume.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Ein Schiff segelt      hinaus aufs offene Meer, und das lyrische Ich wünscht sich, dabei zu      sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Das lyrische Ich ist in beiden Gedichten auf einer Reise.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      wandert mit seiner Harfe durch Länder, Städte und Auen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      beobachtet ein Schiff, das in See sticht, und sehnt sich danach, ins      Wasser zu springen und die Freiheit des Meeres zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Naturbilder und Symbole werden verwendet, um das Motiv des Unterwegsseins zu gestalten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Blaue Blume,      Harfe, Wandern durch verschiedene Landschaften.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Schiff, Wind,      Segel, Wasservogel, Fische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche sind zentrale Elemente des Unterwegsseins.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      sucht die blaue Blume als Symbol für Glück und Ideal.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      sehnt sich nach Freiheit und Abenteuer auf dem offenen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beide Gedichte zeigen eine Rastlosigkeit und ein Streben nach etwas Größerem.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      wandert schon lange und hat noch nicht aufgegeben, die blaue Blume zu      finden.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      ist jung und möchte die Welt erkunden, ohne sich um das Ziel zu kümmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Das Motiv der unerfüllten Suche ist in beiden Gedichten präsent.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      hat die blaue Blume noch nie gefunden.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das Ziel der      Reise ist dem lyrischen Ich egal, es geht um das Erleben des      Unterwegsseins selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beide Gedichte vermitteln eine Mischung aus Hoffnung und Frustration.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Hoffnung auf das      Finden der blauen Blume, aber auch Frustration über die bisher erfolglose      Suche.&lt;br /&gt;
Gedicht 2: Freude und Hoffnung auf Abenteuer, aber auch eine gewisse Frustration über das noch nicht Erreichte (ins Wasser springen und das Reich draußen erleben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Unterschiede der inhaltlichen Gestaltung  des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Unterschiede der inhaltlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Art der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Reise ist eine metaphorische und      innere Suche nach einem Ideal (blaue Blume).&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Reise ist eine konkrete und      physische Bewegung hinaus aufs Meer mit einem Schiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Ziel der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Das Ziel ist klar definiert: die blaue      Blume, die für Glück und Erfüllung steht.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das Ziel ist unbestimmt; das lyrische      Ich möchte einfach unterwegs sein und die Freiheit genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Stimmung und Emotion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Stimmung ist melancholisch und      sehnsüchtig, geprägt von einer unerfüllten Suche.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Stimmung ist optimistisch und      abenteuerlustig, geprägt von der Freude am Unterwegssein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die blaue Blume und die Harfe      symbolisieren unerreichbares Glück und künstlerische Sehnsucht.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das Schiff, der Wind, und die      Naturbilder wie Wasservogel und Fische symbolisieren Freiheit und      Abenteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Erfüllung und Frustration:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Das lyrische Ich erlebt Frustration, da      es die blaue Blume noch nie gefunden hat.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das lyrische Ich empfindet keine      Frustration über ein unerreichtes Ziel, sondern genießt die Reise an      sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Dauer der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Reise ist langanhaltend und      scheinbar endlos, was die Rastlosigkeit und das ständige Suchen      unterstreicht.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Reise wird als unmittelbares      Ereignis beschrieben, das Schiff segelt schnell hinaus aufs Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Alter und Lebensphase des lyrischen Ichs:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Das Alter des lyrischen Ichs wird nicht      spezifisch erwähnt, es könnte jede Lebensphase betreffen.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das lyrische Ich betont seine Jugend      und die damit verbundene Sehnsucht nach Abenteuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beziehung zur Natur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Natur wird als Kulisse für die      Suche nach der blauen Blume dargestellt.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Natur wird aktiv und dynamisch      beschrieben, mit Wind, Sonne, und Tieren, die das Abenteuer des      Unterwegsseins begleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Künstlerischer Ausdruck:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Harfe symbolisiert den      künstlerischen Ausdruck und die kreative Suche des lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Es gibt keinen direkten Bezug zu      künstlerischem Ausdruck; der Fokus liegt auf der physischen Reise und der      Natur.&lt;br /&gt;
Diese Unterschiede zeigen, wie vielfältig das Motiv des Unterwegsseins in der Literatur gestaltet werden kann, je nach thematischem Schwerpunkt und emotionaler Ausrichtung der Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede bezüglich der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gemeinsamkeiten der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Reimstruktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden      eine regelmäßige Reimstruktur, die den Fluss und die Bewegung des      Unterwegsseins unterstützt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Kreuzreim (ABAB)&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Reimschema      variiert, aber es gibt eine klare Reimstruktur in den Strophen (z.B.,      ABABCC).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Strophenstruktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte sind in      mehrere Strophen unterteilt, was die verschiedenen Etappen der Reise oder      Suche darstellt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Drei Strophen à 4      Verse&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Drei Strophen à 6      Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden ein      gleichmäßiges Metrum, das die Bewegung des Unterwegsseins rhythmisch      unterstützt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Wechsel zwischen      Jambus und Trochäus&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Vorwiegend      jambisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Wiederholungen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte nutzen      Wiederholungen, um das Motiv des Unterwegsseins zu betonen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Wiederholung des      Suchens („Ich suche“).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Wiederholung von      Aktionen und Beobachtungen auf dem Schiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Unterschiede der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Verslänge:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Kürzere Verse,      die die Rastlosigkeit und die kontinuierliche Suche betonen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Längere Verse,      die die Weite und das Abenteuer des Meeres unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Rhythmus und Fluss:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Der Rhythmus ist      eher ruhig und gleichmäßig, was die melancholische Stimmung der Suche verstärkt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Der Rhythmus ist      lebhafter und dynamischer, was die Aufbruchsstimmung und das      Abenteuergefühl unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Bildhafte Sprache:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Verwendet      abstraktere Bilder (blaue Blume, Harfe) zur Darstellung der inneren      Suche.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet      konkrete Naturbilder (Schiff, Wind, Wasservogel, Fische) zur Darstellung      der physischen Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Anzahl der Silben pro Vers:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Variiert, aber      tendenziell kürzer und gleichmäßiger.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Variiert      ebenfalls, aber tendenziell länger und dynamischer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Satzstruktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Kürzere,      einfachere Sätze, die die Rastlosigkeit und den Fokus auf die Suche      betonen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Längere,      komplexere Sätze, die die Bewegung und das Abenteuer des Unterwegsseins      darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Enjambements:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Weniger      Enjambements, was die Ruhe und die Kontemplation der Suche unterstreicht.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Mehr      Enjambements, die den Fluss und die Dynamik der Reise betonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese formalen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zeigen, dass in beiden Gedichten der formale Aufbau in Strophenform die Reise gliedert und die jeweilige Reiseart (zu Land/zu Schiff) metrische und reimliche Entsprechungen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede bezüglich der sprachlichen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
==== Inhaltliche Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins ====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Verwendung von Naturbildern:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte nutzen      Naturbilder, um das Motiv des Unterwegsseins zu illustrieren.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: „Länder, Städt      und Au&#039;n“, „blaue Blume“&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: „Schiff“, „Wind“,      „Wasservogel“, „Fische“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Personifikation:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte personifizieren      Elemente der Natur, um die Reise lebendiger zu machen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die blaue Blume      als Symbol für Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Der Wasservogel      „grüßt“ den Mast, Fische „umgaukeln“ den Gast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sehnsuchtsvolle Sprache:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden      eine sehnsuchtsvolle Sprache, die das Streben nach etwas Unerreichbarem      oder Fernem ausdrückt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: „Ich suche und      finde sie nie“, „Hab lang gehofft, vertraut“&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: „Wär&#039; gern      hineingesprungen“, „da draußen ist mein Reich“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Bewegungsverben:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte nutzen Verben,      die Bewegung und Reise ausdrücken.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: „wandre“, „suche“&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: „bläht“, „saust“,      „fliegt“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterschiede der sprachlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins ====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Ton und Stimmung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Der Ton ist      melancholisch und nachdenklich.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Der Ton ist      optimistisch und abenteuerlustig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Konkretheit vs. Abstraktheit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Verwendet      abstraktere und symbolischere Sprache (blaue Blume als Symbol für Glück).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet      konkretere und bildlichere Sprache (Schiff, Wind, Wasservogel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Emotionale Intensität:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Betont die      emotionale Intensität der unerfüllten Suche (Sehnsucht, Frustration).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Betont die      emotionale Intensität der Freiheit und des Abenteuers (Freude,      Aufbruchsstimmung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Adjektive und Beschreibungen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Weniger      Adjektive, mehr Fokus auf die Handlung des Suchens.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Mehr Adjektive      und lebendige Beschreibungen („frisch“, „kühner“, „blank und munter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Direkte Ansprache und Reflexion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      reflektiert mehr über seine Suche und spricht von seinen Träumen und      Hoffnungen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      beschreibt mehr die unmittelbare Umgebung und das Erleben des Moments.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die blaue Blume      als zentrales Symbol für das unerreichbare Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das Schiff und      die Natur als Symbole für Freiheit und Abenteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sprachliche Mittel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Verwendet      Wiederholungen und Parallelismen, um die Rastlosigkeit und Sehnsucht zu      betonen („Ich suche“, „Ich wandre“).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet      lebendige und dynamische Bilder, um die Bewegung und das Abenteuer zu      betonen („frisch saust dahin der Wind“, „fliegt&#039;s hinaus geschwind“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sprachlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten verdeutlichen, wie die Wortwahl und die sprachlichen Mittel das Motiv des Unterwegsseins in den beiden Gedichten unterschiedlich gestalten und unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Prüft abschließend, inwiefern die Gedichte unterschiedliche oder ähnliche Interpretationen der romantischen Ideale und Sehnsüchte repräsentieren.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Berücksichtigt dabei die jeweiligen Entstehungszeiten, etwa...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Ähnlichkeiten in der Repräsentation der Romantik =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte thematisieren      die romantische Sehnsucht nach etwas Unerreichbarem oder Fernem.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die Suche nach      der blauen Blume als Symbol für unerreichbares Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Die Sehnsucht      nach Freiheit und Abenteuer auf dem offenen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Naturverbundenheit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte zeigen eine      tiefe Verbindung zur Natur, die typisch für die Romantik ist.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Landschaften,      Auen, und die blaue Blume.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Meer, Wind,      Wasservogel, und Fische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden      Symbole, die für größere Ideen oder Gefühle stehen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Blaue Blume als      Symbol für das ideale Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Schiff und Meer      als Symbole für Freiheit und Abenteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Emotionale Intensität:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte betonen      starke emotionale Zustände, ein Kennzeichen der Romantik.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Melancholie und      Sehnsucht.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Freude und      Abenteuerlust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Unterschiede in der Repräsentation der Romantik =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Ziel und Zweck der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die Reise ist      eine innere, metaphysische Suche nach einem idealen Zustand oder Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Die Reise ist      eine konkrete, physische Bewegung, die das Abenteuer und die Freiheit      betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Stimmung und Ton:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Melancholisch und      nachdenklich, typisch für die romantische Reflexion über das Unerreichbare.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Optimistisch und      abenteuerlustig, was auch in der Romantik vorkommt, aber weniger      introspektiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Individuelle vs. universelle Themen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Fokussiert      stärker auf das individuelle Erleben und die persönliche Suche des      lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Betont mehr das      universelle Thema der Freiheit und des Abenteuers, das viele Menschen      anspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Künstlerischer Ausdruck:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die Harfe als      Symbol für künstlerischen Ausdruck und die Suche nach dem Schönen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Kein direkter Bezug      zu künstlerischem Ausdruck; der Fokus liegt auf der physischen Reise und      der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Philosophische Tiefe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Tiefer      philosophischer Gehalt durch die Suche nach einem idealen Zustand, was      typisch für die romantische Reflexion ist.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Weniger      philosophische Tiefe, mehr Betonung auf das unmittelbare Erleben und die      Freude am Unterwegssein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Verwendung von Symbolen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die blaue Blume      als zentrales romantisches Symbol für das Unerreichbare und das Ideal.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet eher konkrete      und weniger symbolisch aufgeladene Bilder wie das Schiff und das Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Fazit =====&lt;br /&gt;
Beide Gedichte repräsentieren die deutsche Romantik, jedoch auf unterschiedliche Weise. Gedicht 1 betont die introspektive, melancholische Seite der Romantik, mit einem starken Fokus auf die Suche nach dem idealen Glück. Gedicht 2 repräsentiert die abenteuerlustige, lebensbejahende Seite der Romantik, mit einem Fokus auf Freiheit und unmittelbares Erleben. Beide Aspekte sind wesentliche Bestandteile der romantischen Literatur, jedoch mit unterschiedlichen Akzenten und Ausprägungen. Zwischen den beiden Gedichten liegen 18 Jahre, was allerdings nur begrenzt die unterschiedlichen Akzente erklärt (    Hochromantik (Eichendorff): Betonung der Volkskultur, der Natur und der Mystik; Spätromantik (Hebbel), vielmehr darf hier eine autorimmanente Schwerpunktsetzung angenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Joseph v. Eichendorff: https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_von_Eichendorff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Friedrich Hebbel: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Hebbel&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gedichtvergleich&amp;diff=96841</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichtvergleich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gedichtvergleich&amp;diff=96841"/>
		<updated>2024-06-20T06:18:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wie kann ein Gedichtvergleich als Klausurformat  der Q1 aussehen? Das folgende Beispiel zeigt es!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgabenstellung ==&lt;br /&gt;
1)    Interpretiere Joseph von Eichendorffs Gedicht „Die blaue Blume“ inhaltlich, sprachlich und formal unter besonderer Berücksichtigung romantischer Motive und Stimmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2)    Vergleiche Eichendorffs Gedicht mit dem Gedicht „Der junge Schiffer“ von Friedrich Hebbel im Hinblick auf die Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins. Prüfe abschließend, inwiefern die Gedichte unterschiedliche oder ähnliche Interpretationen der romantischen Ideale und Sehnsüchte repräsentieren. Berücksichtige dabei auch die jeweiligen Entstehungszeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Materialgrundlage:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph von Eichendorffs. „Die blaue Blume“ / Friedrich Hebbel. „Der junge Schiffer“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Joseph von Eichendorff: Die blaue Blume (1818)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Ich suche die blaue Blume,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich suche und finde sie nie,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir träumt, dass in der Blume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein gutes Glück mir blüh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre mit meiner Harfe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Länder, Städt und Au&#039;n,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob nirgends in der Runde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blume zu schaun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre schon seit lange,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hab lang gehofft, vertraut,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ach, noch nirgends hab ich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blum geschaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Friedrich Hebbel: Der junge Schiffer (1836)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Dort bläht ein Schiff die Segel,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
frisch saust dahin der Wind!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anker wird gelichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Steuer flugs gerichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nun fliegt&#039;s hinaus geschwind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kühner Wasservogel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kreist grüßend um den Mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Sonne brennt herunter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
manch Fischlein, blank und munter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
umgaukelt keck den Gast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wär&#039; gern hineingesprungen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da draußen ist mein Reich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ja jung von Jahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da ist&#039;s mir nur ums Fahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohin? das gilt mir gleich!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erwartungshorizont ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Prüfling ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;formuliert eine aufgabenbezogene Einleitung unter Nennung von Autor, Titel, Textsorte, Entstehungszeit.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;benennt&#039;&#039;&#039; das Thema des Gedichtes, z.B. sehnsüchtige Suche nach unerreichbarem Glück oder Ideal, symbolisiert durch die blaue Blume.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;gibt&#039;&#039;&#039; den Inhalt des Gedichtes mit eigenen Worten wieder, z.B.:&lt;br /&gt;
** Suche nach der blauen Blume&lt;br /&gt;
** Hoffnung auf Glück durch die Blume&lt;br /&gt;
** Wanderung mit Harfe durch verschiedene Orte (Länder, Städte, Wiesen)&lt;br /&gt;
** Langjährige  Suche ohne Erfolg&lt;br /&gt;
** Enttäuschung  über das Nichtfinden der blauen Blume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Interpretiert inhaltlich:&#039;&#039;&#039; Das Gedicht beschreibt die sehnsüchtige Suche des lyrischen Ichs nach der &amp;quot;blauen Blume,&amp;quot; welche ein Symbol für das ersehnte, aber unerreichbare Glück oder Ideal darstellt. Diese Suche ist von einer tiefen inneren Sehnsucht geprägt, die das lyrische Ich durch verschiedene Landschaften und Orte führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erste Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich träumt von der blauen Blume, die das Symbol für persönliches Glück ist (V. 3/4).&lt;br /&gt;
* Es drückt die Hoffnung aus, dass in der Blume das ersehnte Glück gefunden werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zweite Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich wandert mit seiner Harfe durch verschiedene Orte (Länder, Städte, Wiesen) auf der Suche nach der blauen Blume (V.5/6).&lt;br /&gt;
* Diese Reise ist eine Metapher für die Suche nach dem Glück oder dem Ideal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dritte Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich beschreibt, dass es diese Suche schon lange fortsetzt und dabei stets gehofft und vertraut hat, die blaue Blume zu finden (V.10).&lt;br /&gt;
* Trotz der langen Suche und der Hoffnung bleibt die blaue Blume unauffindbar, was Enttäuschung und Resignation erzeugt (V. 11/12).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesamtinterpretation des Inhalts&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blume steht als zentrales Symbol für das unerreichbare Ideal oder das ungreifbare Glück, das das lyrische Ich sich erträumt.Die Wanderung mit der Harfe kann als Symbol für die schöpferische oder künstlerische Reise des Individuums verstanden werden, das versucht, durch seine Kunst oder seine Suche Erfüllung zu finden. Die Enttäuschung am Ende des Gedichts spiegelt die oft unerfüllte Sehnsucht des Menschen wider, der trotz aller Anstrengungen und Hoffnungen nicht immer sein ideales Glück oder Ziel erreicht. Das Gedicht thematisiert somit die menschliche Erfahrung des Strebens und Suchens nach einem höheren Ideal, das letztlich unerreichbar bleibt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;... interpretiert&#039;&#039;&#039; sprachlich, z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Blaue Blume: Symbol für  Glück (V. 4), darüber hinaus auch möglich: Sehnsucht, unerreichbares Ideal.&lt;br /&gt;
** Harfe (V.5):  Symbol für Kunst, Kreativität, Begleitung auf der Suche.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wortwahl:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Suche&amp;quot; und &amp;quot;finde sie nie&amp;quot; (V.2): Betonung der Unmöglichkeit, das Ideal zu erreichen.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;träumt&amp;quot; (V.4):  Ausdruck von Hoffnung und Wunschdenken.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;wandre&amp;quot; (V.5):  Bewegung und ständige Suche, Rastlosigkeit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wiederholung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Ich suche&amp;quot;, &amp;quot;Ich wandre&amp;quot;: Verstärkung der fortwährenden Suche und Anstrengung.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Die  blaue Blume&amp;quot;: Wiederkehrendes Symbol, das die zentrale Bedeutung unterstreicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metaphern:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Durch Länder, Städt und Au&#039;n&amp;quot; (V. 6): Metapher für das umfassende, allumfassende Suchen in allen Lebensbereichen.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Hab lang gehofft, vertraut&amp;quot; (V. 10): Metapher für die anhaltende Hoffnung und den Glauben an das Erreichen des Ziels.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;... interpretiert&#039;&#039;&#039; formal, z.B.:&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Struktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Drei  Strophen: Jede Strophe vertieft die Suche und die damit verbundenen      Gefühle.&lt;br /&gt;
*** Steigerung: Zunehmende Intensität der Suche und der Enttäuschung.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Metrum&#039;&#039;&#039;: vierhebiger Jambus mit  Zäsuren in den Versen 1, 2 und 5.&lt;br /&gt;
*** - einigermaßen gleichmäßige Suche (mit Hindernissen).&lt;br /&gt;
*** Reim:  (unreine) Kreuzreime mit alternierenden Kadenzen unterstützen die Gleichmäßigkeit.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Klang:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Rhythmus und Reim: Verstärken die melancholische und sehnsüchtige Stimmung des Gedichts.&lt;br /&gt;
* ... &#039;&#039;&#039;deutet das Gedicht, im Hinblick auf&#039;&#039;&#039; romantische Motive und Stimmungen:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Ständige Suche nach demUnerreichbare, z.B.: „Ich suche und finde sie nie.“ (V. 2)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Naturverbundenheit:&#039;&#039;&#039; Idealisierte Natur, z.B. Erwähnung von Landschaften, Städten und Auen (V. 6),&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Symbolik der blauen Blume als&#039;&#039;&#039; Symbol für das Streben nach dem Unendlichen und dem Ideal der Schönheit und Vollkommenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Melancholie und Weltschmerz:&#039;&#039;&#039; Ausdruck tiefer Melancholie und dem Gefühl der Unvollständigkeit und Entfremdung, z.B. „Hab lang gehofft, vertraut“ (V.10)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mystik und Transzendenz&#039;&#039;&#039; in der Suche nach spiritueller Erleuchtung oder höherem Sinn in der blauen Blume.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Subjektivität und Individualität,&#039;&#039;&#039; z.B. in der Betonung der subjektiven Erfahrung durch zahlreiche Anaphern &amp;quot;Ich&amp;quot; (V.1/2, V. 5/9)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Rückzug in die Innenwelt,&#039;&#039;&#039; z. B. im Rückzug in die Träume und  die Hoffnungen (V. 4, V. 10) und damit ein Leben in der eigenen Vorstellungswelt.&lt;br /&gt;
Fazit: Das Gedicht erfüllt zahlreiche Merkmale der deutschen Romantik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 2 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Prüfling ....&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;formuliert&#039;&#039;&#039; eine aufgabenbezogene Überleitung: z.B&#039;&#039;. mögliche Vergleichskriterien bzw. mit Hinweisen auf das weitere methodische Vorgehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Gemeinsamkeiten der inhaltlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vergleich der Gedichte inhaltlich ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gemeinsamkeiten der inhaltlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins =====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beide Gedichte thematisieren das Unterwegssein und die Bewegung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      wandert durch verschiedene Landschaften auf der Suche nach der blauen      Blume.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Ein Schiff segelt      hinaus aufs offene Meer, und das lyrische Ich wünscht sich, dabei zu      sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Das lyrische Ich ist in beiden Gedichten auf einer Reise.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      wandert mit seiner Harfe durch Länder, Städte und Auen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      beobachtet ein Schiff, das in See sticht, und sehnt sich danach, ins      Wasser zu springen und die Freiheit des Meeres zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Naturbilder und Symbole werden verwendet, um das Motiv des Unterwegsseins zu gestalten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Blaue Blume,      Harfe, Wandern durch verschiedene Landschaften.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Schiff, Wind,      Segel, Wasservogel, Fische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche sind zentrale Elemente des Unterwegsseins.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      sucht die blaue Blume als Symbol für Glück und Ideal.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      sehnt sich nach Freiheit und Abenteuer auf dem offenen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beide Gedichte zeigen eine Rastlosigkeit und ein Streben nach etwas Größerem.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      wandert schon lange und hat noch nicht aufgegeben, die blaue Blume zu      finden.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      ist jung und möchte die Welt erkunden, ohne sich um das Ziel zu kümmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Das Motiv der unerfüllten Suche ist in beiden Gedichten präsent.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      hat die blaue Blume noch nie gefunden.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das Ziel der      Reise ist dem lyrischen Ich egal, es geht um das Erleben des      Unterwegsseins selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beide Gedichte vermitteln eine Mischung aus Hoffnung und Frustration.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Hoffnung auf das      Finden der blauen Blume, aber auch Frustration über die bisher erfolglose      Suche.&lt;br /&gt;
Gedicht 2: Freude und Hoffnung auf Abenteuer, aber auch eine gewisse Frustration über das noch nicht Erreichte (ins Wasser springen und das Reich draußen erleben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Unterschiede der inhaltlichen Gestaltung  des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Unterschiede der inhaltlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Art der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Reise ist eine metaphorische und      innere Suche nach einem Ideal (blaue Blume).&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Reise ist eine konkrete und      physische Bewegung hinaus aufs Meer mit einem Schiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Ziel der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Das Ziel ist klar definiert: die blaue      Blume, die für Glück und Erfüllung steht.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das Ziel ist unbestimmt; das lyrische      Ich möchte einfach unterwegs sein und die Freiheit genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Stimmung und Emotion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Stimmung ist melancholisch und      sehnsüchtig, geprägt von einer unerfüllten Suche.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Stimmung ist optimistisch und      abenteuerlustig, geprägt von der Freude am Unterwegssein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die blaue Blume und die Harfe      symbolisieren unerreichbares Glück und künstlerische Sehnsucht.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das Schiff, der Wind, und die      Naturbilder wie Wasservogel und Fische symbolisieren Freiheit und      Abenteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Erfüllung und Frustration:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Das lyrische Ich erlebt Frustration, da      es die blaue Blume noch nie gefunden hat.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das lyrische Ich empfindet keine      Frustration über ein unerreichtes Ziel, sondern genießt die Reise an      sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Dauer der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Reise ist langanhaltend und      scheinbar endlos, was die Rastlosigkeit und das ständige Suchen      unterstreicht.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Reise wird als unmittelbares      Ereignis beschrieben, das Schiff segelt schnell hinaus aufs Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Alter und Lebensphase des lyrischen Ichs:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Das Alter des lyrischen Ichs wird nicht      spezifisch erwähnt, es könnte jede Lebensphase betreffen.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das lyrische Ich betont seine Jugend      und die damit verbundene Sehnsucht nach Abenteuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beziehung zur Natur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Natur wird als Kulisse für die      Suche nach der blauen Blume dargestellt.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Natur wird aktiv und dynamisch      beschrieben, mit Wind, Sonne, und Tieren, die das Abenteuer des      Unterwegsseins begleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Künstlerischer Ausdruck:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Harfe symbolisiert den      künstlerischen Ausdruck und die kreative Suche des lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Es gibt keinen direkten Bezug zu      künstlerischem Ausdruck; der Fokus liegt auf der physischen Reise und der      Natur.&lt;br /&gt;
Diese Unterschiede zeigen, wie vielfältig das Motiv des Unterwegsseins in der Literatur gestaltet werden kann, je nach thematischem Schwerpunkt und emotionaler Ausrichtung der Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede bezüglich der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gemeinsamkeiten der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Reimstruktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden      eine regelmäßige Reimstruktur, die den Fluss und die Bewegung des      Unterwegsseins unterstützt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Kreuzreim (ABAB)&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Reimschema      variiert, aber es gibt eine klare Reimstruktur in den Strophen (z.B.,      ABABCC).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Strophenstruktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte sind in      mehrere Strophen unterteilt, was die verschiedenen Etappen der Reise oder      Suche darstellt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Drei Strophen à 4      Verse&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Drei Strophen à 6      Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden ein      gleichmäßiges Metrum, das die Bewegung des Unterwegsseins rhythmisch      unterstützt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Wechsel zwischen      Jambus und Trochäus&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Vorwiegend      jambisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Wiederholungen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte nutzen      Wiederholungen, um das Motiv des Unterwegsseins zu betonen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Wiederholung des      Suchens („Ich suche“).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Wiederholung von      Aktionen und Beobachtungen auf dem Schiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Unterschiede der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Verslänge:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Kürzere Verse,      die die Rastlosigkeit und die kontinuierliche Suche betonen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Längere Verse,      die die Weite und das Abenteuer des Meeres unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Rhythmus und Fluss:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Der Rhythmus ist      eher ruhig und gleichmäßig, was die melancholische Stimmung der Suche verstärkt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Der Rhythmus ist      lebhafter und dynamischer, was die Aufbruchsstimmung und das      Abenteuergefühl unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Bildhafte Sprache:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Verwendet      abstraktere Bilder (blaue Blume, Harfe) zur Darstellung der inneren      Suche.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet      konkrete Naturbilder (Schiff, Wind, Wasservogel, Fische) zur Darstellung      der physischen Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Anzahl der Silben pro Vers:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Variiert, aber      tendenziell kürzer und gleichmäßiger.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Variiert      ebenfalls, aber tendenziell länger und dynamischer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Satzstruktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Kürzere,      einfachere Sätze, die die Rastlosigkeit und den Fokus auf die Suche      betonen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Längere,      komplexere Sätze, die die Bewegung und das Abenteuer des Unterwegsseins      darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Enjambements:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Weniger      Enjambements, was die Ruhe und die Kontemplation der Suche unterstreicht.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Mehr      Enjambements, die den Fluss und die Dynamik der Reise betonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese formalen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zeigen, wie die Struktur und der Stil eines Gedichts das Motiv des Unterwegsseins auf verschiedene Weise unterstützen und verstärken können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede bezüglich der sprachlichen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Inhaltliche Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins ====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Verwendung von Naturbildern:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte nutzen      Naturbilder, um das Motiv des Unterwegsseins zu illustrieren.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: „Länder, Städt      und Au&#039;n“, „blaue Blume“&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: „Schiff“, „Wind“,      „Wasservogel“, „Fische“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Personifikation:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte personifizieren      Elemente der Natur, um die Reise lebendiger zu machen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die blaue Blume      als Symbol für Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Der Wasservogel      „grüßt“ den Mast, Fische „umgaukeln“ den Gast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sehnsuchtsvolle Sprache:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden      eine sehnsuchtsvolle Sprache, die das Streben nach etwas Unerreichbarem      oder Fernem ausdrückt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: „Ich suche und      finde sie nie“, „Hab lang gehofft, vertraut“&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: „Wär&#039; gern      hineingesprungen“, „da draußen ist mein Reich“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Bewegungsverben:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte nutzen Verben,      die Bewegung und Reise ausdrücken.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: „wandre“, „suche“&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: „bläht“, „saust“,      „fliegt“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterschiede der sprachlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins ====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Ton und Stimmung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Der Ton ist      melancholisch und nachdenklich.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Der Ton ist      optimistisch und abenteuerlustig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Konkretheit vs. Abstraktheit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Verwendet      abstraktere und symbolischere Sprache (blaue Blume als Symbol für Glück).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet      konkretere und bildlichere Sprache (Schiff, Wind, Wasservogel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Emotionale Intensität:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Betont die      emotionale Intensität der unerfüllten Suche (Sehnsucht, Frustration).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Betont die      emotionale Intensität der Freiheit und des Abenteuers (Freude,      Aufbruchsstimmung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Adjektive und Beschreibungen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Weniger      Adjektive, mehr Fokus auf die Handlung des Suchens.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Mehr Adjektive      und lebendige Beschreibungen („frisch“, „kühner“, „blank und munter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Direkte Ansprache und Reflexion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      reflektiert mehr über seine Suche und spricht von seinen Träumen und      Hoffnungen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      beschreibt mehr die unmittelbare Umgebung und das Erleben des Moments.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die blaue Blume      als zentrales Symbol für das unerreichbare Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das Schiff und      die Natur als Symbole für Freiheit und Abenteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sprachliche Mittel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Verwendet      Wiederholungen und Parallelismen, um die Rastlosigkeit und Sehnsucht zu      betonen („Ich suche“, „Ich wandre“).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet      lebendige und dynamische Bilder, um die Bewegung und das Abenteuer zu      betonen („frisch saust dahin der Wind“, „fliegt&#039;s hinaus geschwind“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sprachlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten verdeutlichen, wie die Wortwahl und die sprachlichen Mittel das Motiv des Unterwegsseins in den beiden Gedichten unterschiedlich gestalten und unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Prüft abschließend, inwiefern die Gedichte unterschiedliche oder ähnliche Interpretationen der romantischen Ideale und Sehnsüchte repräsentieren.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Berücksichtigt dabei die jeweiligen Entstehungszeiten, etwa...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Ähnlichkeiten in der Repräsentation der Romantik =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte thematisieren      die romantische Sehnsucht nach etwas Unerreichbarem oder Fernem.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die Suche nach      der blauen Blume als Symbol für unerreichbares Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Die Sehnsucht      nach Freiheit und Abenteuer auf dem offenen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Naturverbundenheit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte zeigen eine      tiefe Verbindung zur Natur, die typisch für die Romantik ist.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Landschaften,      Auen, und die blaue Blume.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Meer, Wind,      Wasservogel, und Fische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden      Symbole, die für größere Ideen oder Gefühle stehen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Blaue Blume als      Symbol für das ideale Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Schiff und Meer      als Symbole für Freiheit und Abenteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Emotionale Intensität:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte betonen      starke emotionale Zustände, ein Kennzeichen der Romantik.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Melancholie und      Sehnsucht.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Freude und      Abenteuerlust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Unterschiede in der Repräsentation der Romantik =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Ziel und Zweck der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die Reise ist      eine innere, metaphysische Suche nach einem idealen Zustand oder Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Die Reise ist      eine konkrete, physische Bewegung, die das Abenteuer und die Freiheit      betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Stimmung und Ton:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Melancholisch und      nachdenklich, typisch für die romantische Reflexion über das Unerreichbare.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Optimistisch und      abenteuerlustig, was auch in der Romantik vorkommt, aber weniger      introspektiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Individuelle vs. universelle Themen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Fokussiert      stärker auf das individuelle Erleben und die persönliche Suche des      lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Betont mehr das      universelle Thema der Freiheit und des Abenteuers, das viele Menschen      anspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Künstlerischer Ausdruck:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die Harfe als      Symbol für künstlerischen Ausdruck und die Suche nach dem Schönen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Kein direkter Bezug      zu künstlerischem Ausdruck; der Fokus liegt auf der physischen Reise und      der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Philosophische Tiefe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Tiefer      philosophischer Gehalt durch die Suche nach einem idealen Zustand, was      typisch für die romantische Reflexion ist.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Weniger      philosophische Tiefe, mehr Betonung auf das unmittelbare Erleben und die      Freude am Unterwegssein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Verwendung von Symbolen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die blaue Blume      als zentrales romantisches Symbol für das Unerreichbare und das Ideal.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet eher konkrete      und weniger symbolisch aufgeladene Bilder wie das Schiff und das Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Fazit =====&lt;br /&gt;
Beide Gedichte repräsentieren die deutsche Romantik, jedoch auf unterschiedliche Weise. Gedicht 1 betont die introspektive, melancholische Seite der Romantik, mit einem starken Fokus auf die Suche nach dem idealen Glück. Gedicht 2 repräsentiert die abenteuerlustige, lebensbejahende Seite der Romantik, mit einem Fokus auf Freiheit und unmittelbares Erleben. Beide Aspekte sind wesentliche Bestandteile der romantischen Literatur, jedoch mit unterschiedlichen Akzenten und Ausprägungen. Zwischen den beiden Gedichten liegen 18 Jahre, was allerdings nur begrenzt die unterschiedlichen Akzente erklärt (    Hochromantik (Eichendorff): Betonung der Volkskultur, der Natur und der Mystik; Spätromantik (Hebbel), vielmehr darf hier eine autorimmanente Schwerpunktsetzung angenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Joseph v. Eichendorff: https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_von_Eichendorff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Friedrich Hebbel: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Hebbel&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gedichtvergleich&amp;diff=96840</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichtvergleich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gedichtvergleich&amp;diff=96840"/>
		<updated>2024-06-20T06:15:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wie kann ein Gedichtvergleich als Klausurformat  der Q1 aussehen? Das folgende Beispiel zeigt es!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;Aufgabenstellung:&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
1)    Interpretiere Joseph von Eichendorffs Gedicht „Die blaue Blume“ inhaltlich, sprachlich und formal unter besonderer Berücksichtigung romantischer Motive und Stimmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2)    Vergleiche Eichendorffs Gedicht mit dem Gedicht „Der junge Schiffer“ von Friedrich Hebbel im Hinblick auf die Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins. Prüfe abschließend, inwiefern die Gedichte unterschiedliche oder ähnliche Interpretationen der romantischen Ideale und Sehnsüchte repräsentieren. Berücksichtige dabei auch die jeweiligen Entstehungszeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Materialgrundlage:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph von Eichendorffs. „Die blaue Blume“ / Friedrich Hebbel. „Der junge Schiffer“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Joseph von Eichendorff: Die blaue Blume (1818)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Ich suche die blaue Blume,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich suche und finde sie nie,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir träumt, dass in der Blume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein gutes Glück mir blüh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre mit meiner Harfe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Länder, Städt und Au&#039;n,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob nirgends in der Runde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blume zu schaun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre schon seit lange,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hab lang gehofft, vertraut,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ach, noch nirgends hab ich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blum geschaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Friedrich Hebbel: Der junge Schiffer (1836)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Dort bläht ein Schiff die Segel,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
frisch saust dahin der Wind!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anker wird gelichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Steuer flugs gerichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nun fliegt&#039;s hinaus geschwind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kühner Wasservogel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kreist grüßend um den Mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Sonne brennt herunter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
manch Fischlein, blank und munter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
umgaukelt keck den Gast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wär&#039; gern hineingesprungen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da draußen ist mein Reich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ja jung von Jahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da ist&#039;s mir nur ums Fahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohin? das gilt mir gleich!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erwartungshorizont ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Prüfling ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;formuliert eine aufgabenbezogene Einleitung unter Nennung von Autor, Titel, Textsorte, Entstehungszeit.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;benennt&#039;&#039;&#039; das Thema des Gedichtes, z.B. sehnsüchtige Suche nach unerreichbarem Glück oder Ideal, symbolisiert durch die blaue Blume.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;gibt&#039;&#039;&#039; den Inhalt des Gedichtes mit eigenen Worten wieder, z.B.:&lt;br /&gt;
** Suche nach der blauen Blume&lt;br /&gt;
** Hoffnung auf Glück durch die Blume&lt;br /&gt;
** Wanderung mit Harfe durch verschiedene Orte (Länder, Städte, Wiesen)&lt;br /&gt;
** Langjährige  Suche ohne Erfolg&lt;br /&gt;
** Enttäuschung  über das Nichtfinden der blauen Blume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Interpretiert inhaltlich:&#039;&#039;&#039; Das Gedicht beschreibt die sehnsüchtige Suche des lyrischen Ichs nach der &amp;quot;blauen Blume,&amp;quot; welche ein Symbol für das ersehnte, aber unerreichbare Glück oder Ideal darstellt. Diese Suche ist von einer tiefen inneren Sehnsucht geprägt, die das lyrische Ich durch verschiedene Landschaften und Orte führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erste Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich träumt von der blauen Blume, die das Symbol für persönliches Glück ist (V. 3/4).&lt;br /&gt;
* Es drückt die Hoffnung aus, dass in der Blume das ersehnte Glück gefunden werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zweite Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich wandert mit seiner Harfe durch verschiedene Orte (Länder, Städte, Wiesen) auf der Suche nach der blauen Blume (V.5/6).&lt;br /&gt;
* Diese Reise ist eine Metapher für die Suche nach dem Glück oder dem Ideal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dritte Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich beschreibt, dass es diese Suche schon lange fortsetzt und dabei stets gehofft und vertraut hat, die blaue Blume zu finden (V.10).&lt;br /&gt;
* Trotz der langen Suche und der Hoffnung bleibt die blaue Blume unauffindbar, was Enttäuschung und Resignation erzeugt (V. 11/12).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesamtinterpretation des Inhalts&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blume steht als zentrales Symbol für das unerreichbare Ideal oder das ungreifbare Glück, das das lyrische Ich sich erträumt.Die Wanderung mit der Harfe kann als Symbol für die schöpferische oder künstlerische Reise des Individuums verstanden werden, das versucht, durch seine Kunst oder seine Suche Erfüllung zu finden. Die Enttäuschung am Ende des Gedichts spiegelt die oft unerfüllte Sehnsucht des Menschen wider, der trotz aller Anstrengungen und Hoffnungen nicht immer sein ideales Glück oder Ziel erreicht. Das Gedicht thematisiert somit die menschliche Erfahrung des Strebens und Suchens nach einem höheren Ideal, das letztlich unerreichbar bleibt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;... interpretiert&#039;&#039;&#039; sprachlich, z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Blaue Blume: Symbol für  Glück (V. 4), darüber hinaus auch möglich: Sehnsucht, unerreichbares Ideal.&lt;br /&gt;
** Harfe (V.5):  Symbol für Kunst, Kreativität, Begleitung auf der Suche.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wortwahl:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Suche&amp;quot; und &amp;quot;finde sie nie&amp;quot; (V.2): Betonung der Unmöglichkeit, das Ideal zu erreichen.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;träumt&amp;quot; (V.4):  Ausdruck von Hoffnung und Wunschdenken.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;wandre&amp;quot; (V.5):  Bewegung und ständige Suche, Rastlosigkeit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wiederholung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Ich suche&amp;quot;, &amp;quot;Ich wandre&amp;quot;: Verstärkung der fortwährenden Suche und Anstrengung.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Die  blaue Blume&amp;quot;: Wiederkehrendes Symbol, das die zentrale Bedeutung unterstreicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metaphern:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Durch Länder, Städt und Au&#039;n&amp;quot; (V. 6): Metapher für das umfassende, allumfassende Suchen in allen Lebensbereichen.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Hab lang gehofft, vertraut&amp;quot; (V. 10): Metapher für die anhaltende Hoffnung und den Glauben an das Erreichen des Ziels.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;... interpretiert&#039;&#039;&#039; formal, z.B.:&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Struktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Drei  Strophen: Jede Strophe vertieft die Suche und die damit verbundenen      Gefühle.&lt;br /&gt;
*** Steigerung: Zunehmende Intensität der Suche und der Enttäuschung.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Metrum&#039;&#039;&#039;: vierhebiger Jambus mit  Zäsuren in den Versen 1, 2 und 5.&lt;br /&gt;
*** - einigermaßen gleichmäßige Suche (mit Hindernissen).&lt;br /&gt;
*** Reim:  (unreine) Kreuzreime mit alternierenden Kadenzen unterstützen die Gleichmäßigkeit.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Klang:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Rhythmus und Reim: Verstärken die melancholische und sehnsüchtige Stimmung des Gedichts.&lt;br /&gt;
* ... &#039;&#039;&#039;deutet das Gedicht, im Hinblick auf&#039;&#039;&#039; romantische Motive und Stimmungen:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Ständige Suche nach demUnerreichbare, z.B.: „Ich suche und finde sie nie.“ (V. 2)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Naturverbundenheit:&#039;&#039;&#039; Idealisierte Natur, z.B. Erwähnung von Landschaften, Städten und Auen (V. 6),&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Symbolik der blauen Blume als&#039;&#039;&#039; Symbol für das Streben nach dem Unendlichen und dem Ideal der Schönheit und Vollkommenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Melancholie und Weltschmerz:&#039;&#039;&#039; Ausdruck tiefer Melancholie und dem Gefühl der Unvollständigkeit und Entfremdung, z.B. „Hab lang gehofft, vertraut“ (V.10)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mystik und Transzendenz&#039;&#039;&#039; in der Suche nach spiritueller Erleuchtung oder höherem Sinn in der blauen Blume.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Subjektivität und Individualität,&#039;&#039;&#039; z.B. in der Betonung der subjektiven Erfahrung durch zahlreiche Anaphern &amp;quot;Ich&amp;quot; (V.1/2, V. 5/9)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Rückzug in die Innenwelt,&#039;&#039;&#039; z. B. im Rückzug in die Träume und  die Hoffnungen (V. 4, V. 10) und damit ein Leben in der eigenen Vorstellungswelt.&lt;br /&gt;
Fazit: Das Gedicht erfüllt zahlreiche Merkmale der deutschen Romantik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 2 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Prüfling ....&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;formuliert&#039;&#039;&#039; eine aufgabenbezogene Überleitung: z.B&#039;&#039;. mögliche Vergleichskriterien bzw. mit Hinweisen auf das weitere methodische Vorgehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Gemeinsamkeiten der inhaltlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vergleich der Gedichte inhaltlich ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gemeinsamkeiten der inhaltlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins =====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beide Gedichte thematisieren das Unterwegssein und die Bewegung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      wandert durch verschiedene Landschaften auf der Suche nach der blauen      Blume.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Ein Schiff segelt      hinaus aufs offene Meer, und das lyrische Ich wünscht sich, dabei zu      sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Das lyrische Ich ist in beiden Gedichten auf einer Reise.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      wandert mit seiner Harfe durch Länder, Städte und Auen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      beobachtet ein Schiff, das in See sticht, und sehnt sich danach, ins      Wasser zu springen und die Freiheit des Meeres zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Naturbilder und Symbole werden verwendet, um das Motiv des Unterwegsseins zu gestalten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Blaue Blume,      Harfe, Wandern durch verschiedene Landschaften.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Schiff, Wind,      Segel, Wasservogel, Fische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche sind zentrale Elemente des Unterwegsseins.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      sucht die blaue Blume als Symbol für Glück und Ideal.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      sehnt sich nach Freiheit und Abenteuer auf dem offenen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beide Gedichte zeigen eine Rastlosigkeit und ein Streben nach etwas Größerem.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      wandert schon lange und hat noch nicht aufgegeben, die blaue Blume zu      finden.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      ist jung und möchte die Welt erkunden, ohne sich um das Ziel zu kümmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Das Motiv der unerfüllten Suche ist in beiden Gedichten präsent.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      hat die blaue Blume noch nie gefunden.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das Ziel der      Reise ist dem lyrischen Ich egal, es geht um das Erleben des      Unterwegsseins selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beide Gedichte vermitteln eine Mischung aus Hoffnung und Frustration.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Hoffnung auf das      Finden der blauen Blume, aber auch Frustration über die bisher erfolglose      Suche.&lt;br /&gt;
Gedicht 2: Freude und Hoffnung auf Abenteuer, aber auch eine gewisse Frustration über das noch nicht Erreichte (ins Wasser springen und das Reich draußen erleben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Unterschiede der inhaltlichen Gestaltung  des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Unterschiede der inhaltlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Art der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Reise ist eine metaphorische und      innere Suche nach einem Ideal (blaue Blume).&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Reise ist eine konkrete und      physische Bewegung hinaus aufs Meer mit einem Schiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Ziel der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Das Ziel ist klar definiert: die blaue      Blume, die für Glück und Erfüllung steht.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das Ziel ist unbestimmt; das lyrische      Ich möchte einfach unterwegs sein und die Freiheit genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Stimmung und Emotion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Stimmung ist melancholisch und      sehnsüchtig, geprägt von einer unerfüllten Suche.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Stimmung ist optimistisch und      abenteuerlustig, geprägt von der Freude am Unterwegssein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die blaue Blume und die Harfe      symbolisieren unerreichbares Glück und künstlerische Sehnsucht.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das Schiff, der Wind, und die      Naturbilder wie Wasservogel und Fische symbolisieren Freiheit und      Abenteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Erfüllung und Frustration:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Das lyrische Ich erlebt Frustration, da      es die blaue Blume noch nie gefunden hat.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das lyrische Ich empfindet keine      Frustration über ein unerreichtes Ziel, sondern genießt die Reise an      sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Dauer der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Reise ist langanhaltend und      scheinbar endlos, was die Rastlosigkeit und das ständige Suchen      unterstreicht.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Reise wird als unmittelbares      Ereignis beschrieben, das Schiff segelt schnell hinaus aufs Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Alter und Lebensphase des lyrischen Ichs:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Das Alter des lyrischen Ichs wird nicht      spezifisch erwähnt, es könnte jede Lebensphase betreffen.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das lyrische Ich betont seine Jugend      und die damit verbundene Sehnsucht nach Abenteuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beziehung zur Natur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Natur wird als Kulisse für die      Suche nach der blauen Blume dargestellt.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Natur wird aktiv und dynamisch      beschrieben, mit Wind, Sonne, und Tieren, die das Abenteuer des      Unterwegsseins begleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Künstlerischer Ausdruck:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Harfe symbolisiert den      künstlerischen Ausdruck und die kreative Suche des lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Es gibt keinen direkten Bezug zu      künstlerischem Ausdruck; der Fokus liegt auf der physischen Reise und der      Natur.&lt;br /&gt;
Diese Unterschiede zeigen, wie vielfältig das Motiv des Unterwegsseins in der Literatur gestaltet werden kann, je nach thematischem Schwerpunkt und emotionaler Ausrichtung der Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede bezüglich der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gemeinsamkeiten der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Reimstruktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden      eine regelmäßige Reimstruktur, die den Fluss und die Bewegung des      Unterwegsseins unterstützt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Kreuzreim (ABAB)&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Reimschema      variiert, aber es gibt eine klare Reimstruktur in den Strophen (z.B.,      ABABCC).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Strophenstruktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte sind in      mehrere Strophen unterteilt, was die verschiedenen Etappen der Reise oder      Suche darstellt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Drei Strophen à 4      Verse&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Drei Strophen à 6      Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden ein      gleichmäßiges Metrum, das die Bewegung des Unterwegsseins rhythmisch      unterstützt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Wechsel zwischen      Jambus und Trochäus&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Vorwiegend      jambisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Wiederholungen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte nutzen      Wiederholungen, um das Motiv des Unterwegsseins zu betonen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Wiederholung des      Suchens („Ich suche“).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Wiederholung von      Aktionen und Beobachtungen auf dem Schiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Unterschiede der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Verslänge:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Kürzere Verse,      die die Rastlosigkeit und die kontinuierliche Suche betonen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Längere Verse,      die die Weite und das Abenteuer des Meeres unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Rhythmus und Fluss:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Der Rhythmus ist      eher ruhig und gleichmäßig, was die melancholische Stimmung der Suche verstärkt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Der Rhythmus ist      lebhafter und dynamischer, was die Aufbruchsstimmung und das      Abenteuergefühl unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Bildhafte Sprache:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Verwendet      abstraktere Bilder (blaue Blume, Harfe) zur Darstellung der inneren      Suche.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet      konkrete Naturbilder (Schiff, Wind, Wasservogel, Fische) zur Darstellung      der physischen Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Anzahl der Silben pro Vers:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Variiert, aber      tendenziell kürzer und gleichmäßiger.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Variiert      ebenfalls, aber tendenziell länger und dynamischer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Satzstruktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Kürzere,      einfachere Sätze, die die Rastlosigkeit und den Fokus auf die Suche      betonen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Längere,      komplexere Sätze, die die Bewegung und das Abenteuer des Unterwegsseins      darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Enjambements:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Weniger      Enjambements, was die Ruhe und die Kontemplation der Suche unterstreicht.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Mehr      Enjambements, die den Fluss und die Dynamik der Reise betonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese formalen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zeigen, wie die Struktur und der Stil eines Gedichts das Motiv des Unterwegsseins auf verschiedene Weise unterstützen und verstärken können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede bezüglich der sprachlichen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Inhaltliche Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins ====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Verwendung von Naturbildern:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte nutzen      Naturbilder, um das Motiv des Unterwegsseins zu illustrieren.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: „Länder, Städt      und Au&#039;n“, „blaue Blume“&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: „Schiff“, „Wind“,      „Wasservogel“, „Fische“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Personifikation:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte personifizieren      Elemente der Natur, um die Reise lebendiger zu machen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die blaue Blume      als Symbol für Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Der Wasservogel      „grüßt“ den Mast, Fische „umgaukeln“ den Gast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sehnsuchtsvolle Sprache:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden      eine sehnsuchtsvolle Sprache, die das Streben nach etwas Unerreichbarem      oder Fernem ausdrückt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: „Ich suche und      finde sie nie“, „Hab lang gehofft, vertraut“&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: „Wär&#039; gern      hineingesprungen“, „da draußen ist mein Reich“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Bewegungsverben:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte nutzen Verben,      die Bewegung und Reise ausdrücken.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: „wandre“, „suche“&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: „bläht“, „saust“,      „fliegt“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterschiede der sprachlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins ====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Ton und Stimmung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Der Ton ist      melancholisch und nachdenklich.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Der Ton ist      optimistisch und abenteuerlustig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Konkretheit vs. Abstraktheit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Verwendet      abstraktere und symbolischere Sprache (blaue Blume als Symbol für Glück).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet      konkretere und bildlichere Sprache (Schiff, Wind, Wasservogel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Emotionale Intensität:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Betont die      emotionale Intensität der unerfüllten Suche (Sehnsucht, Frustration).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Betont die      emotionale Intensität der Freiheit und des Abenteuers (Freude,      Aufbruchsstimmung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Adjektive und Beschreibungen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Weniger      Adjektive, mehr Fokus auf die Handlung des Suchens.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Mehr Adjektive      und lebendige Beschreibungen („frisch“, „kühner“, „blank und munter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Direkte Ansprache und Reflexion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      reflektiert mehr über seine Suche und spricht von seinen Träumen und      Hoffnungen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      beschreibt mehr die unmittelbare Umgebung und das Erleben des Moments.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die blaue Blume      als zentrales Symbol für das unerreichbare Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das Schiff und      die Natur als Symbole für Freiheit und Abenteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sprachliche Mittel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Verwendet      Wiederholungen und Parallelismen, um die Rastlosigkeit und Sehnsucht zu      betonen („Ich suche“, „Ich wandre“).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet      lebendige und dynamische Bilder, um die Bewegung und das Abenteuer zu      betonen („frisch saust dahin der Wind“, „fliegt&#039;s hinaus geschwind“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sprachlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten verdeutlichen, wie die Wortwahl und die sprachlichen Mittel das Motiv des Unterwegsseins in den beiden Gedichten unterschiedlich gestalten und unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Prüft abschließend, inwiefern die Gedichte unterschiedliche oder ähnliche Interpretationen der romantischen Ideale und Sehnsüchte repräsentieren.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Berücksichtigt dabei die jeweiligen Entstehungszeiten, etwa...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Ähnlichkeiten in der Repräsentation der Romantik =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte thematisieren      die romantische Sehnsucht nach etwas Unerreichbarem oder Fernem.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die Suche nach      der blauen Blume als Symbol für unerreichbares Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Die Sehnsucht      nach Freiheit und Abenteuer auf dem offenen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Naturverbundenheit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte zeigen eine      tiefe Verbindung zur Natur, die typisch für die Romantik ist.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Landschaften,      Auen, und die blaue Blume.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Meer, Wind,      Wasservogel, und Fische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden      Symbole, die für größere Ideen oder Gefühle stehen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Blaue Blume als      Symbol für das ideale Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Schiff und Meer      als Symbole für Freiheit und Abenteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Emotionale Intensität:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte betonen      starke emotionale Zustände, ein Kennzeichen der Romantik.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Melancholie und      Sehnsucht.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Freude und      Abenteuerlust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Unterschiede in der Repräsentation der Romantik =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Ziel und Zweck der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die Reise ist      eine innere, metaphysische Suche nach einem idealen Zustand oder Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Die Reise ist      eine konkrete, physische Bewegung, die das Abenteuer und die Freiheit      betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Stimmung und Ton:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Melancholisch und      nachdenklich, typisch für die romantische Reflexion über das Unerreichbare.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Optimistisch und      abenteuerlustig, was auch in der Romantik vorkommt, aber weniger      introspektiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Individuelle vs. universelle Themen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Fokussiert      stärker auf das individuelle Erleben und die persönliche Suche des      lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Betont mehr das      universelle Thema der Freiheit und des Abenteuers, das viele Menschen      anspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Künstlerischer Ausdruck:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die Harfe als      Symbol für künstlerischen Ausdruck und die Suche nach dem Schönen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Kein direkter Bezug      zu künstlerischem Ausdruck; der Fokus liegt auf der physischen Reise und      der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Philosophische Tiefe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Tiefer      philosophischer Gehalt durch die Suche nach einem idealen Zustand, was      typisch für die romantische Reflexion ist.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Weniger      philosophische Tiefe, mehr Betonung auf das unmittelbare Erleben und die      Freude am Unterwegssein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Verwendung von Symbolen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die blaue Blume      als zentrales romantisches Symbol für das Unerreichbare und das Ideal.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet eher konkrete      und weniger symbolisch aufgeladene Bilder wie das Schiff und das Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Fazit =====&lt;br /&gt;
Beide Gedichte repräsentieren die deutsche Romantik, jedoch auf unterschiedliche Weise. Gedicht 1 betont die introspektive, melancholische Seite der Romantik, mit einem starken Fokus auf die Suche nach dem idealen Glück. Gedicht 2 repräsentiert die abenteuerlustige, lebensbejahende Seite der Romantik, mit einem Fokus auf Freiheit und unmittelbares Erleben. Beide Aspekte sind wesentliche Bestandteile der romantischen Literatur, jedoch mit unterschiedlichen Akzenten und Ausprägungen. Zwischen den beiden Gedichten liegen 18 Jahre, was allerdings nur begrenzt die unterschiedlichen Akzente erklärt (    Hochromantik (Eichendorff): Betonung der Volkskultur, der Natur und der Mystik; Spätromantik (Hebbel), vielmehr darf hier eine autorimmanente Schwerpunktsetzung angenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Joseph v. Eichendorff: https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_von_Eichendorff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Friedrich Hebbel: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Hebbel&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gedichtvergleich&amp;diff=96839</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichtvergleich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gedichtvergleich&amp;diff=96839"/>
		<updated>2024-06-20T06:11:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wie kann ein Gedichtvergleich als Klausurformat  der Q1 aussehen? Das folgende Beispiel zeigt es!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;Aufgabenstellung:&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
1)    Interpretiere Joseph von Eichendorffs Gedicht „Die blaue Blume“ inhaltlich, sprachlich und formal unter besonderer Berücksichtigung romantischer Motive und Stimmungen.  (&#039;&#039;36 Punkte&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2)    Vergleiche Eichendorffs Gedicht mit dem Gedicht „Der junge Schiffer“ von Friedrich Hebbel im Hinblick auf die Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins. Prüfe abschließend, inwiefern die Gedichte unterschiedliche oder ähnliche Interpretationen der romantischen Ideale und Sehnsüchte repräsentieren. Berücksichtige dabei auch die jeweiligen Entstehungszeiten.  (&#039;&#039;36 Punkte&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Materialgrundlage:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph von Eichendorffs. „Die blaue Blume“ / Friedrich Hebbel. „Der junge Schiffer“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Joseph von Eichendorff: Die blaue Blume (1818)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Ich suche die blaue Blume,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich suche und finde sie nie,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir träumt, dass in der Blume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein gutes Glück mir blüh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre mit meiner Harfe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Länder, Städt und Au&#039;n,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob nirgends in der Runde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blume zu schaun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre schon seit lange,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hab lang gehofft, vertraut,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ach, noch nirgends hab ich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blum geschaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Friedrich Hebbel: Der junge Schiffer (1836)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Dort bläht ein Schiff die Segel,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
frisch saust dahin der Wind!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anker wird gelichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Steuer flugs gerichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nun fliegt&#039;s hinaus geschwind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kühner Wasservogel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kreist grüßend um den Mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Sonne brennt herunter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
manch Fischlein, blank und munter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
umgaukelt keck den Gast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wär&#039; gern hineingesprungen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da draußen ist mein Reich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ja jung von Jahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da ist&#039;s mir nur ums Fahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohin? das gilt mir gleich!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;Erwartungshorizont:&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;&#039;Aufgabe 1:&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Prüfling ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;formuliert eine aufgabenbezogene Einleitung unter Nennung von Autor, Titel, Textsorte, Entstehungszeit.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;benennt&#039;&#039;&#039; das Thema des Gedichtes, z.B. sehnsüchtige Suche nach unerreichbarem Glück oder Ideal, symbolisiert durch die blaue Blume.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;gibt&#039;&#039;&#039; den Inhalt des Gedichtes mit eigenen Worten wieder, z.B.:&lt;br /&gt;
** Suche nach der blauen Blume&lt;br /&gt;
** Hoffnung auf Glück durch die Blume&lt;br /&gt;
** Wanderung mit Harfe durch verschiedene Orte (Länder, Städte, Wiesen)&lt;br /&gt;
** Langjährige  Suche ohne Erfolg&lt;br /&gt;
** Enttäuschung  über das Nichtfinden der blauen Blume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Interpretiert inhaltlich:&#039;&#039;&#039; Das Gedicht beschreibt die sehnsüchtige Suche des lyrischen Ichs nach der &amp;quot;blauen Blume,&amp;quot; welche ein Symbol für das ersehnte, aber unerreichbare Glück oder Ideal darstellt. Diese Suche ist von einer tiefen inneren Sehnsucht geprägt, die das lyrische Ich durch verschiedene Landschaften und Orte führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erste Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich träumt von der blauen Blume, die das Symbol für persönliches Glück ist (V. 3/4).&lt;br /&gt;
* Es drückt die Hoffnung aus, dass in der Blume das ersehnte Glück gefunden werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zweite Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich wandert mit seiner Harfe durch verschiedene Orte (Länder, Städte, Wiesen) auf der Suche nach der blauen Blume (V.5/6).&lt;br /&gt;
* Diese Reise ist eine Metapher für die Suche nach dem Glück oder dem Ideal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dritte Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich beschreibt, dass es diese Suche schon lange fortsetzt und dabei stets gehofft und vertraut hat, die blaue Blume zu finden (V.10).&lt;br /&gt;
* Trotz der langen Suche und der Hoffnung bleibt die blaue Blume unauffindbar, was Enttäuschung und Resignation erzeugt (V. 11/12).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesamtinterpretation des Inhalts&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blume steht als zentrales Symbol für das unerreichbare Ideal oder das ungreifbare Glück, das das lyrische Ich sich erträumt.Die Wanderung mit der Harfe kann als Symbol für die schöpferische oder künstlerische Reise des Individuums verstanden werden, das versucht, durch seine Kunst oder seine Suche Erfüllung zu finden. Die Enttäuschung am Ende des Gedichts spiegelt die oft unerfüllte Sehnsucht des Menschen wider, der trotz aller Anstrengungen und Hoffnungen nicht immer sein ideales Glück oder Ziel erreicht. Das Gedicht thematisiert somit die menschliche Erfahrung des Strebens und Suchens nach einem höheren Ideal, das letztlich unerreichbar bleibt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;... interpretiert&#039;&#039;&#039; sprachlich, z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Blaue Blume: Symbol für  Glück (V. 4), darüber hinaus auch möglich: Sehnsucht, unerreichbares Ideal.&lt;br /&gt;
** Harfe (V.5):  Symbol für Kunst, Kreativität, Begleitung auf der Suche.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wortwahl:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Suche&amp;quot; und &amp;quot;finde sie nie&amp;quot; (V.2): Betonung der Unmöglichkeit, das Ideal zu erreichen.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;träumt&amp;quot; (V.4):  Ausdruck von Hoffnung und Wunschdenken.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;wandre&amp;quot; (V.5):  Bewegung und ständige Suche, Rastlosigkeit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wiederholung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Ich suche&amp;quot;, &amp;quot;Ich wandre&amp;quot;: Verstärkung der fortwährenden Suche und Anstrengung.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Die  blaue Blume&amp;quot;: Wiederkehrendes Symbol, das die zentrale Bedeutung unterstreicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metaphern:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Durch Länder, Städt und Au&#039;n&amp;quot; (V. 6): Metapher für das umfassende, allumfassende Suchen in allen Lebensbereichen.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Hab lang gehofft, vertraut&amp;quot; (V. 10): Metapher für die anhaltende Hoffnung und den Glauben an das Erreichen des Ziels.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;... interpretiert&#039;&#039;&#039; formal, z.B.:&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Struktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Drei  Strophen: Jede Strophe vertieft die Suche und die damit verbundenen      Gefühle.&lt;br /&gt;
*** Steigerung: Zunehmende Intensität der Suche und der Enttäuschung.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Metrum&#039;&#039;&#039;: vierhebiger Jambus mit  Zäsuren in den Versen 1, 2 und 5.&lt;br /&gt;
*** - einigermaßen gleichmäßige Suche (mit Hindernissen).&lt;br /&gt;
*** Reim:  (unreine) Kreuzreime mit alternierenden Kadenzen unterstützen die Gleichmäßigkeit.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Klang:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Rhythmus und Reim: Verstärken die melancholische und sehnsüchtige Stimmung des Gedichts.&lt;br /&gt;
* ... &#039;&#039;&#039;deutet das Gedicht, im Hinblick auf&#039;&#039;&#039; romantische Motive und Stimmungen:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Ständige Suche nach demUnerreichbare, z.B.: „Ich suche und finde sie nie.“ (V. 2)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Naturverbundenheit:&#039;&#039;&#039; Idealisierte Natur, z.B. Erwähnung von Landschaften, Städten und Auen (V. 6),&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Symbolik der blauen Blume als&#039;&#039;&#039; Symbol für das Streben nach dem Unendlichen und dem Ideal der Schönheit und Vollkommenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Melancholie und Weltschmerz:&#039;&#039;&#039; Ausdruck tiefer Melancholie und dem Gefühl der Unvollständigkeit und Entfremdung, z.B. „Hab lang gehofft, vertraut“ (V.10)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mystik und Transzendenz&#039;&#039;&#039; in der Suche nach spiritueller Erleuchtung oder höherem Sinn in der blauen Blume.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Subjektivität und Individualität,&#039;&#039;&#039; z.B. in der Betonung der subjektiven Erfahrung durch zahlreiche Anaphern &amp;quot;Ich&amp;quot; (V.1/2, V. 5/9)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Rückzug in die Innenwelt,&#039;&#039;&#039; z. B. im Rückzug in die Träume und  die Hoffnungen (V. 4, V. 10) und damit ein Leben in der eigenen Vorstellungswelt.&lt;br /&gt;
Fazit: Das Gedicht erfüllt zahlreiche Merkmale der deutschen Romantik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;&#039;Aufgabe 2:&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Prüfling ....&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;formuliert&#039;&#039;&#039; eine aufgabenbezogene Überleitung: z.B&#039;&#039;. mögliche Vergleichskriterien bzw. mit Hinweisen auf das weitere methodische Vorgehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Gemeinsamkeiten der inhaltlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vergleich der Gedichte inhaltlich: ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gemeinsamkeiten der inhaltlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins: =====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beide Gedichte thematisieren das Unterwegssein und die Bewegung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      wandert durch verschiedene Landschaften auf der Suche nach der blauen      Blume.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Ein Schiff segelt      hinaus aufs offene Meer, und das lyrische Ich wünscht sich, dabei zu      sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Das lyrische Ich ist in beiden Gedichten auf einer Reise.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      wandert mit seiner Harfe durch Länder, Städte und Auen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      beobachtet ein Schiff, das in See sticht, und sehnt sich danach, ins      Wasser zu springen und die Freiheit des Meeres zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Naturbilder und Symbole werden verwendet, um das Motiv des Unterwegsseins zu gestalten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Blaue Blume,      Harfe, Wandern durch verschiedene Landschaften.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Schiff, Wind,      Segel, Wasservogel, Fische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche sind zentrale Elemente des Unterwegsseins.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      sucht die blaue Blume als Symbol für Glück und Ideal.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      sehnt sich nach Freiheit und Abenteuer auf dem offenen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beide Gedichte zeigen eine Rastlosigkeit und ein Streben nach etwas Größerem.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      wandert schon lange und hat noch nicht aufgegeben, die blaue Blume zu      finden.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      ist jung und möchte die Welt erkunden, ohne sich um das Ziel zu kümmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Das Motiv der unerfüllten Suche ist in beiden Gedichten präsent.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      hat die blaue Blume noch nie gefunden.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das Ziel der      Reise ist dem lyrischen Ich egal, es geht um das Erleben des      Unterwegsseins selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beide Gedichte vermitteln eine Mischung aus Hoffnung und Frustration.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Hoffnung auf das      Finden der blauen Blume, aber auch Frustration über die bisher erfolglose      Suche.&lt;br /&gt;
Gedicht 2: Freude und Hoffnung auf Abenteuer, aber auch eine gewisse Frustration über das noch nicht Erreichte (ins Wasser springen und das Reich draußen erleben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Unterschiede der inhaltlichen Gestaltung  des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Unterschiede der inhaltlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins: =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Art der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Reise ist eine metaphorische und      innere Suche nach einem Ideal (blaue Blume).&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Reise ist eine konkrete und      physische Bewegung hinaus aufs Meer mit einem Schiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Ziel der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Das Ziel ist klar definiert: die blaue      Blume, die für Glück und Erfüllung steht.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das Ziel ist unbestimmt; das lyrische      Ich möchte einfach unterwegs sein und die Freiheit genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Stimmung und Emotion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Stimmung ist melancholisch und      sehnsüchtig, geprägt von einer unerfüllten Suche.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Stimmung ist optimistisch und      abenteuerlustig, geprägt von der Freude am Unterwegssein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die blaue Blume und die Harfe      symbolisieren unerreichbares Glück und künstlerische Sehnsucht.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das Schiff, der Wind, und die      Naturbilder wie Wasservogel und Fische symbolisieren Freiheit und      Abenteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Erfüllung und Frustration:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Das lyrische Ich erlebt Frustration, da      es die blaue Blume noch nie gefunden hat.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das lyrische Ich empfindet keine      Frustration über ein unerreichtes Ziel, sondern genießt die Reise an      sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Dauer der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Reise ist langanhaltend und      scheinbar endlos, was die Rastlosigkeit und das ständige Suchen      unterstreicht.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Reise wird als unmittelbares      Ereignis beschrieben, das Schiff segelt schnell hinaus aufs Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Alter und Lebensphase des lyrischen Ichs:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Das Alter des lyrischen Ichs wird nicht      spezifisch erwähnt, es könnte jede Lebensphase betreffen.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das lyrische Ich betont seine Jugend      und die damit verbundene Sehnsucht nach Abenteuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beziehung zur Natur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Natur wird als Kulisse für die      Suche nach der blauen Blume dargestellt.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Natur wird aktiv und dynamisch      beschrieben, mit Wind, Sonne, und Tieren, die das Abenteuer des      Unterwegsseins begleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Künstlerischer Ausdruck:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Harfe symbolisiert den      künstlerischen Ausdruck und die kreative Suche des lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Es gibt keinen direkten Bezug zu      künstlerischem Ausdruck; der Fokus liegt auf der physischen Reise und der      Natur.&lt;br /&gt;
Diese Unterschiede zeigen, wie vielfältig das Motiv des Unterwegsseins in der Literatur gestaltet werden kann, je nach thematischem Schwerpunkt und emotionaler Ausrichtung der Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede bezüglich der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gemeinsamkeiten der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins: =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Reimstruktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden      eine regelmäßige Reimstruktur, die den Fluss und die Bewegung des      Unterwegsseins unterstützt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Kreuzreim (ABAB)&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Reimschema      variiert, aber es gibt eine klare Reimstruktur in den Strophen (z.B.,      ABABCC).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Strophenstruktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte sind in      mehrere Strophen unterteilt, was die verschiedenen Etappen der Reise oder      Suche darstellt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Drei Strophen à 4      Verse&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Drei Strophen à 6      Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden ein      gleichmäßiges Metrum, das die Bewegung des Unterwegsseins rhythmisch      unterstützt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Wechsel zwischen      Jambus und Trochäus&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Vorwiegend      jambisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Wiederholungen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte nutzen      Wiederholungen, um das Motiv des Unterwegsseins zu betonen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Wiederholung des      Suchens („Ich suche“).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Wiederholung von      Aktionen und Beobachtungen auf dem Schiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Unterschiede der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins: =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Verslänge:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Kürzere Verse,      die die Rastlosigkeit und die kontinuierliche Suche betonen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Längere Verse,      die die Weite und das Abenteuer des Meeres unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Rhythmus und Fluss:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Der Rhythmus ist      eher ruhig und gleichmäßig, was die melancholische Stimmung der Suche verstärkt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Der Rhythmus ist      lebhafter und dynamischer, was die Aufbruchsstimmung und das      Abenteuergefühl unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Bildhafte Sprache:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Verwendet      abstraktere Bilder (blaue Blume, Harfe) zur Darstellung der inneren      Suche.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet      konkrete Naturbilder (Schiff, Wind, Wasservogel, Fische) zur Darstellung      der physischen Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Anzahl der Silben pro Vers:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Variiert, aber      tendenziell kürzer und gleichmäßiger.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Variiert      ebenfalls, aber tendenziell länger und dynamischer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Satzstruktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Kürzere,      einfachere Sätze, die die Rastlosigkeit und den Fokus auf die Suche      betonen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Längere,      komplexere Sätze, die die Bewegung und das Abenteuer des Unterwegsseins      darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Enjambements:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Weniger      Enjambements, was die Ruhe und die Kontemplation der Suche unterstreicht.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Mehr      Enjambements, die den Fluss und die Dynamik der Reise betonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese formalen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zeigen, wie die Struktur und der Stil eines Gedichts das Motiv des Unterwegsseins auf verschiedene Weise unterstützen und verstärken können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede bezüglich der sprachlichen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Inhaltliche Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins, etwa: ====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Verwendung von Naturbildern:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte nutzen      Naturbilder, um das Motiv des Unterwegsseins zu illustrieren.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: „Länder, Städt      und Au&#039;n“, „blaue Blume“&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: „Schiff“, „Wind“,      „Wasservogel“, „Fische“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Personifikation:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte personifizieren      Elemente der Natur, um die Reise lebendiger zu machen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die blaue Blume      als Symbol für Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Der Wasservogel      „grüßt“ den Mast, Fische „umgaukeln“ den Gast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sehnsuchtsvolle Sprache:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden      eine sehnsuchtsvolle Sprache, die das Streben nach etwas Unerreichbarem      oder Fernem ausdrückt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: „Ich suche und      finde sie nie“, „Hab lang gehofft, vertraut“&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: „Wär&#039; gern      hineingesprungen“, „da draußen ist mein Reich“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Bewegungsverben:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte nutzen Verben,      die Bewegung und Reise ausdrücken.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: „wandre“, „suche“&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: „bläht“, „saust“,      „fliegt“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterschiede der sprachlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins: ====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Ton und Stimmung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Der Ton ist      melancholisch und nachdenklich.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Der Ton ist      optimistisch und abenteuerlustig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Konkretheit vs. Abstraktheit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Verwendet      abstraktere und symbolischere Sprache (blaue Blume als Symbol für Glück).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet      konkretere und bildlichere Sprache (Schiff, Wind, Wasservogel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Emotionale Intensität:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Betont die      emotionale Intensität der unerfüllten Suche (Sehnsucht, Frustration).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Betont die      emotionale Intensität der Freiheit und des Abenteuers (Freude,      Aufbruchsstimmung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Adjektive und Beschreibungen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Weniger      Adjektive, mehr Fokus auf die Handlung des Suchens.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Mehr Adjektive      und lebendige Beschreibungen („frisch“, „kühner“, „blank und munter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Direkte Ansprache und Reflexion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      reflektiert mehr über seine Suche und spricht von seinen Träumen und      Hoffnungen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      beschreibt mehr die unmittelbare Umgebung und das Erleben des Moments.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die blaue Blume      als zentrales Symbol für das unerreichbare Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das Schiff und      die Natur als Symbole für Freiheit und Abenteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sprachliche Mittel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Verwendet      Wiederholungen und Parallelismen, um die Rastlosigkeit und Sehnsucht zu      betonen („Ich suche“, „Ich wandre“).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet      lebendige und dynamische Bilder, um die Bewegung und das Abenteuer zu      betonen („frisch saust dahin der Wind“, „fliegt&#039;s hinaus geschwind“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sprachlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten verdeutlichen, wie die Wortwahl und die sprachlichen Mittel das Motiv des Unterwegsseins in den beiden Gedichten unterschiedlich gestalten und unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Prüft abschließend, inwiefern die Gedichte unterschiedliche oder ähnliche Interpretationen der romantischen Ideale und Sehnsüchte repräsentieren.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Berücksichtigt dabei die jeweiligen Entstehungszeiten, etwa...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Ähnlichkeiten in der Repräsentation der Romantik: =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte thematisieren      die romantische Sehnsucht nach etwas Unerreichbarem oder Fernem.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die Suche nach      der blauen Blume als Symbol für unerreichbares Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Die Sehnsucht      nach Freiheit und Abenteuer auf dem offenen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Naturverbundenheit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte zeigen eine      tiefe Verbindung zur Natur, die typisch für die Romantik ist.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Landschaften,      Auen, und die blaue Blume.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Meer, Wind,      Wasservogel, und Fische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden      Symbole, die für größere Ideen oder Gefühle stehen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Blaue Blume als      Symbol für das ideale Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Schiff und Meer      als Symbole für Freiheit und Abenteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Emotionale Intensität:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte betonen      starke emotionale Zustände, ein Kennzeichen der Romantik.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Melancholie und      Sehnsucht.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Freude und      Abenteuerlust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Unterschiede in der Repräsentation der Romantik: =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Ziel und Zweck der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die Reise ist      eine innere, metaphysische Suche nach einem idealen Zustand oder Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Die Reise ist      eine konkrete, physische Bewegung, die das Abenteuer und die Freiheit      betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Stimmung und Ton:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Melancholisch und      nachdenklich, typisch für die romantische Reflexion über das Unerreichbare.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Optimistisch und      abenteuerlustig, was auch in der Romantik vorkommt, aber weniger      introspektiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Individuelle vs. universelle Themen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Fokussiert      stärker auf das individuelle Erleben und die persönliche Suche des      lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Betont mehr das      universelle Thema der Freiheit und des Abenteuers, das viele Menschen      anspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Künstlerischer Ausdruck:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die Harfe als      Symbol für künstlerischen Ausdruck und die Suche nach dem Schönen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Kein direkter Bezug      zu künstlerischem Ausdruck; der Fokus liegt auf der physischen Reise und      der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Philosophische Tiefe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Tiefer      philosophischer Gehalt durch die Suche nach einem idealen Zustand, was      typisch für die romantische Reflexion ist.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Weniger      philosophische Tiefe, mehr Betonung auf das unmittelbare Erleben und die      Freude am Unterwegssein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Verwendung von Symbolen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die blaue Blume      als zentrales romantisches Symbol für das Unerreichbare und das Ideal.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet eher konkrete      und weniger symbolisch aufgeladene Bilder wie das Schiff und das Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Fazit: =====&lt;br /&gt;
Beide Gedichte repräsentieren die deutsche Romantik, jedoch auf unterschiedliche Weise. Gedicht 1 betont die introspektive, melancholische Seite der Romantik, mit einem starken Fokus auf die Suche nach dem idealen Glück. Gedicht 2 repräsentiert die abenteuerlustige, lebensbejahende Seite der Romantik, mit einem Fokus auf Freiheit und unmittelbares Erleben. Beide Aspekte sind wesentliche Bestandteile der romantischen Literatur, jedoch mit unterschiedlichen Akzenten und Ausprägungen. Zwischen den beiden Gedichten liegen 18 Jahre, was allerdings nur begrenzt die unterschiedlichen Akzente erklärt (    Hochromantik (Eichendorff): Betonung der Volkskultur, der Natur und der Mystik; Spätromantik (Hebbel), vielmehr darf hier eine autorimmanente Schwerpunktsetzung angenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Joseph v. Eichendorff: https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_von_Eichendorff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Friedrich Hebbel: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Hebbel&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gedichtvergleich&amp;diff=96838</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichtvergleich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gedichtvergleich&amp;diff=96838"/>
		<updated>2024-06-20T06:10:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wie kann ein Gedichtvergleich als Klausurformat  der Q1 aussehen? Das folgende Beispiel zeigt es!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;Aufgabenstellung:&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
1)    Interpretiere Joseph von Eichendorffs Gedicht „Die blaue Blume“ inhaltlich, sprachlich und formal unter besonderer Berücksichtigung romantischer Motive und Stimmungen.  (&#039;&#039;36 Punkte&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2)    Vergleiche Eichendorffs Gedicht mit dem Gedicht „Der junge Schiffer“ von Friedrich Hebbel im Hinblick auf die Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins. Prüfe abschließend, inwiefern die Gedichte unterschiedliche oder ähnliche Interpretationen der romantischen Ideale und Sehnsüchte repräsentieren. Berücksichtige dabei auch die jeweiligen Entstehungszeiten.  (&#039;&#039;36 Punkte&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Materialgrundlage:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph von Eichendorffs. „Die blaue Blume“ / Friedrich Hebbel. „Der junge Schiffer“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Joseph von Eichendorff: Die blaue Blume (1818)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Ich suche die blaue Blume,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich suche und finde sie nie,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir träumt, dass in der Blume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein gutes Glück mir blüh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre mit meiner Harfe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Länder, Städt und Au&#039;n,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob nirgends in der Runde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blume zu schaun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre schon seit lange,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hab lang gehofft, vertraut,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ach, noch nirgends hab ich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blum geschaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Friedrich Hebbel: Der junge Schiffer (1836)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Dort bläht ein Schiff die Segel,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
frisch saust dahin der Wind!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anker wird gelichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Steuer flugs gerichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nun fliegt&#039;s hinaus geschwind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kühner Wasservogel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kreist grüßend um den Mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Sonne brennt herunter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
manch Fischlein, blank und munter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
umgaukelt keck den Gast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wär&#039; gern hineingesprungen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da draußen ist mein Reich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ja jung von Jahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da ist&#039;s mir nur ums Fahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohin? das gilt mir gleich!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;Erwartungshorizont:&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;&#039;Aufgabe 1:&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Prüfling ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;formuliert eine aufgabenbezogene Einleitung unter Nennung von Autor, Titel, Textsorte, Entstehungszeit.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;benennt&#039;&#039;&#039; das Thema des Gedichtes, z.B. sehnsüchtige Suche nach unerreichbarem Glück oder Ideal, symbolisiert durch die blaue Blume.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;gibt&#039;&#039;&#039; den Inhalt des Gedichtes mit eigenen Worten wieder, z.B.:&lt;br /&gt;
** Suche nach der blauen Blume&lt;br /&gt;
** Hoffnung auf Glück durch die Blume&lt;br /&gt;
** Wanderung mit Harfe durch verschiedene Orte (Länder, Städte, Wiesen)&lt;br /&gt;
** Langjährige  Suche ohne Erfolg&lt;br /&gt;
** Enttäuschung  über das Nichtfinden der blauen Blume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Interpretiert inhaltlich:&#039;&#039;&#039; Das Gedicht beschreibt die sehnsüchtige Suche des lyrischen Ichs nach der &amp;quot;blauen Blume,&amp;quot; welche ein Symbol für das ersehnte, aber unerreichbare Glück oder Ideal darstellt. Diese Suche ist von einer tiefen inneren Sehnsucht geprägt, die das lyrische Ich durch verschiedene Landschaften und Orte führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erste Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich träumt von der blauen Blume, die das Symbol für persönliches Glück ist (V. 3/4).&lt;br /&gt;
* Es drückt die Hoffnung aus, dass in der Blume das ersehnte Glück gefunden werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zweite Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich wandert mit seiner Harfe durch verschiedene Orte (Länder, Städte, Wiesen) auf der Suche nach der blauen Blume (V.5/6).&lt;br /&gt;
* Diese Reise ist eine Metapher für die Suche nach dem Glück oder dem Ideal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dritte Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich beschreibt, dass es diese Suche schon lange fortsetzt und dabei stets gehofft und vertraut hat, die blaue Blume zu finden (V.10).&lt;br /&gt;
* Trotz der langen Suche und der Hoffnung bleibt die blaue Blume unauffindbar, was Enttäuschung und Resignation erzeugt (V. 11/12).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesamtinterpretation des Inhalts&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blume steht als zentrales Symbol für das unerreichbare Ideal oder das ungreifbare Glück, das das lyrische Ich sich erträumt.Die Wanderung mit der Harfe kann als Symbol für die schöpferische oder künstlerische Reise des Individuums verstanden werden, das versucht, durch seine Kunst oder seine Suche Erfüllung zu finden. Die Enttäuschung am Ende des Gedichts spiegelt die oft unerfüllte Sehnsucht des Menschen wider, der trotz aller Anstrengungen und Hoffnungen nicht immer sein ideales Glück oder Ziel erreicht. Das Gedicht thematisiert somit die menschliche Erfahrung des Strebens und Suchens nach einem höheren Ideal, das letztlich unerreichbar bleibt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;... interpretiert&#039;&#039;&#039; sprachlich, z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Blaue Blume: Symbol für  Glück (V. 4), darüber hinaus auch möglich: Sehnsucht, unerreichbares Ideal.&lt;br /&gt;
** Harfe (V.5):  Symbol für Kunst, Kreativität, Begleitung auf der Suche.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wortwahl:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Suche&amp;quot; und &amp;quot;finde sie nie&amp;quot; (V.2): Betonung der Unmöglichkeit, das Ideal zu erreichen.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;träumt&amp;quot; (V.4):  Ausdruck von Hoffnung und Wunschdenken.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;wandre&amp;quot; (V.5):  Bewegung und ständige Suche, Rastlosigkeit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wiederholung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Ich suche&amp;quot;, &amp;quot;Ich wandre&amp;quot;: Verstärkung der fortwährenden Suche und Anstrengung.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Die  blaue Blume&amp;quot;: Wiederkehrendes Symbol, das die zentrale Bedeutung unterstreicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metaphern:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Durch Länder, Städt und Au&#039;n&amp;quot; (V. 6): Metapher für das umfassende, allumfassende Suchen in allen Lebensbereichen.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Hab lang gehofft, vertraut&amp;quot; (V. 10): Metapher für die anhaltende Hoffnung und den Glauben an das Erreichen des Ziels.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;... interpretiert&#039;&#039;&#039; formal, z.B.:&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Struktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Drei  Strophen: Jede Strophe vertieft die Suche und die damit verbundenen      Gefühle.&lt;br /&gt;
*** Steigerung: Zunehmende Intensität der Suche und der Enttäuschung.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Metrum&#039;&#039;&#039;: vierhebiger Jambus mit  Zäsuren in den Versen 1, 2 und 5.&lt;br /&gt;
*** - einigermaßen gleichmäßige Suche (mit Hindernissen).&lt;br /&gt;
*** Reim:  (unreine) Kreuzreime mit alternierenden Kadenzen unterstützen die Gleichmäßigkeit.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Klang:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Rhythmus und Reim: Verstärken die melancholische und sehnsüchtige Stimmung des Gedichts.&lt;br /&gt;
* ... &#039;&#039;&#039;deutet das Gedicht, im Hinblick auf&#039;&#039;&#039; romantische Motive und Stimmungen:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Ständige Suche nach demUnerreichbare, z.B.: „Ich suche und finde sie nie.“ (V. 2)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Naturverbundenheit:&#039;&#039;&#039; Idealisierte Natur, z.B. Erwähnung von Landschaften, Städten und Auen (V. 6),&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Symbolik der blauen Blume als&#039;&#039;&#039; Symbol für das Streben nach dem Unendlichen und dem Ideal der Schönheit und Vollkommenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Melancholie und Weltschmerz:&#039;&#039;&#039; Ausdruck tiefer Melancholie und dem Gefühl der Unvollständigkeit und Entfremdung, z.B. „Hab lang gehofft, vertraut“ (V.10)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mystik und Transzendenz&#039;&#039;&#039; in der Suche nach spiritueller Erleuchtung oder höherem Sinn in der blauen Blume.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Subjektivität und Individualität,&#039;&#039;&#039; z.B. in der Betonung der subjektiven Erfahrung durch zahlreiche Anaphern &amp;quot;Ich&amp;quot; (V.1/2, V. 5/9)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Rückzug in die Innenwelt,&#039;&#039;&#039; z. B. im Rückzug in die Träume und  die Hoffnungen (V. 4, V. 10) und damit ein Leben in der eigenen Vorstellungswelt.&lt;br /&gt;
Fazit: Das Gedicht erfüllt zahlreiche Merkmale der deutschen Romantik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;&#039;Aufgabe 2:&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Prüfling ....&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;formuliert&#039;&#039;&#039; eine aufgabenbezogene Überleitung: z.B&#039;&#039;. mögliche Vergleichskriterien bzw. mit Hinweisen auf das weitere methodische Vorgehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Gemeinsamkeiten der inhaltlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vergleich der Gedichte inhaltlich: ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gemeinsamkeiten der inhaltlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins: =====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beide Gedichte thematisieren das Unterwegssein und die Bewegung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      wandert durch verschiedene Landschaften auf der Suche nach der blauen      Blume.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Ein Schiff segelt      hinaus aufs offene Meer, und das lyrische Ich wünscht sich, dabei zu      sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Das lyrische Ich ist in beiden Gedichten auf einer Reise.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      wandert mit seiner Harfe durch Länder, Städte und Auen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      beobachtet ein Schiff, das in See sticht, und sehnt sich danach, ins      Wasser zu springen und die Freiheit des Meeres zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Naturbilder und Symbole werden verwendet, um das Motiv des Unterwegsseins zu gestalten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Blaue Blume,      Harfe, Wandern durch verschiedene Landschaften.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Schiff, Wind,      Segel, Wasservogel, Fische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche sind zentrale Elemente des Unterwegsseins.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      sucht die blaue Blume als Symbol für Glück und Ideal.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      sehnt sich nach Freiheit und Abenteuer auf dem offenen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beide Gedichte zeigen eine Rastlosigkeit und ein Streben nach etwas Größerem.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      wandert schon lange und hat noch nicht aufgegeben, die blaue Blume zu      finden.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      ist jung und möchte die Welt erkunden, ohne sich um das Ziel zu kümmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Das Motiv der unerfüllten Suche ist in beiden Gedichten präsent.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      hat die blaue Blume noch nie gefunden.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das Ziel der      Reise ist dem lyrischen Ich egal, es geht um das Erleben des      Unterwegsseins selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beide Gedichte vermitteln eine Mischung aus Hoffnung und Frustration.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Hoffnung auf das      Finden der blauen Blume, aber auch Frustration über die bisher erfolglose      Suche.&lt;br /&gt;
Gedicht 2: Freude und Hoffnung auf Abenteuer, aber auch eine gewisse Frustration über das noch nicht Erreichte (ins Wasser springen und das Reich draußen erleben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Unterschiede der inhaltlichen Gestaltung  des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Unterschiede der inhaltlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins: =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Art der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Reise ist eine metaphorische und      innere Suche nach einem Ideal (blaue Blume).&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Reise ist eine konkrete und      physische Bewegung hinaus aufs Meer mit einem Schiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Ziel der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Das Ziel ist klar definiert: die blaue      Blume, die für Glück und Erfüllung steht.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das Ziel ist unbestimmt; das lyrische      Ich möchte einfach unterwegs sein und die Freiheit genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Stimmung und Emotion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Stimmung ist melancholisch und      sehnsüchtig, geprägt von einer unerfüllten Suche.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Stimmung ist optimistisch und      abenteuerlustig, geprägt von der Freude am Unterwegssein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die blaue Blume und die Harfe      symbolisieren unerreichbares Glück und künstlerische Sehnsucht.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das Schiff, der Wind, und die      Naturbilder wie Wasservogel und Fische symbolisieren Freiheit und      Abenteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Erfüllung und Frustration:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Das lyrische Ich erlebt Frustration, da      es die blaue Blume noch nie gefunden hat.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das lyrische Ich empfindet keine      Frustration über ein unerreichtes Ziel, sondern genießt die Reise an      sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Dauer der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Reise ist langanhaltend und      scheinbar endlos, was die Rastlosigkeit und das ständige Suchen      unterstreicht.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Reise wird als unmittelbares      Ereignis beschrieben, das Schiff segelt schnell hinaus aufs Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Alter und Lebensphase des lyrischen Ichs:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Das Alter des lyrischen Ichs wird nicht      spezifisch erwähnt, es könnte jede Lebensphase betreffen.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das lyrische Ich betont seine Jugend      und die damit verbundene Sehnsucht nach Abenteuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beziehung zur Natur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Natur wird als Kulisse für die      Suche nach der blauen Blume dargestellt.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Natur wird aktiv und dynamisch      beschrieben, mit Wind, Sonne, und Tieren, die das Abenteuer des      Unterwegsseins begleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Künstlerischer Ausdruck:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Harfe symbolisiert den      künstlerischen Ausdruck und die kreative Suche des lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Es gibt keinen direkten Bezug zu      künstlerischem Ausdruck; der Fokus liegt auf der physischen Reise und der      Natur.&lt;br /&gt;
Diese Unterschiede zeigen, wie vielfältig das Motiv des Unterwegsseins in der Literatur gestaltet werden kann, je nach thematischem Schwerpunkt und emotionaler Ausrichtung der Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede bezüglich der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== &#039;&#039;&#039;Gemeinsamkeiten der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins:&#039;&#039;&#039; =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Reimstruktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden      eine regelmäßige Reimstruktur, die den Fluss und die Bewegung des      Unterwegsseins unterstützt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Kreuzreim (ABAB)&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Reimschema      variiert, aber es gibt eine klare Reimstruktur in den Strophen (z.B.,      ABABCC).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Strophenstruktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte sind in      mehrere Strophen unterteilt, was die verschiedenen Etappen der Reise oder      Suche darstellt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Drei Strophen à 4      Verse&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Drei Strophen à 6      Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden ein      gleichmäßiges Metrum, das die Bewegung des Unterwegsseins rhythmisch      unterstützt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Wechsel zwischen      Jambus und Trochäus&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Vorwiegend      jambisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Wiederholungen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte nutzen      Wiederholungen, um das Motiv des Unterwegsseins zu betonen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Wiederholung des      Suchens („Ich suche“).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Wiederholung von      Aktionen und Beobachtungen auf dem Schiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== &#039;&#039;&#039;Unterschiede der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins:&#039;&#039;&#039; =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Verslänge:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Kürzere Verse,      die die Rastlosigkeit und die kontinuierliche Suche betonen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Längere Verse,      die die Weite und das Abenteuer des Meeres unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Rhythmus und Fluss:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Der Rhythmus ist      eher ruhig und gleichmäßig, was die melancholische Stimmung der Suche verstärkt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Der Rhythmus ist      lebhafter und dynamischer, was die Aufbruchsstimmung und das      Abenteuergefühl unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Bildhafte Sprache:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Verwendet      abstraktere Bilder (blaue Blume, Harfe) zur Darstellung der inneren      Suche.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet      konkrete Naturbilder (Schiff, Wind, Wasservogel, Fische) zur Darstellung      der physischen Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Anzahl der Silben pro Vers:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Variiert, aber      tendenziell kürzer und gleichmäßiger.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Variiert      ebenfalls, aber tendenziell länger und dynamischer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Satzstruktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Kürzere,      einfachere Sätze, die die Rastlosigkeit und den Fokus auf die Suche      betonen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Längere,      komplexere Sätze, die die Bewegung und das Abenteuer des Unterwegsseins      darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Enjambements:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Weniger      Enjambements, was die Ruhe und die Kontemplation der Suche unterstreicht.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Mehr      Enjambements, die den Fluss und die Dynamik der Reise betonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese formalen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zeigen, wie die Struktur und der Stil eines Gedichts das Motiv des Unterwegsseins auf verschiedene Weise unterstützen und verstärken können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede bezüglich der sprachlichen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;Inhaltliche Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Verwendung von Naturbildern:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte nutzen      Naturbilder, um das Motiv des Unterwegsseins zu illustrieren.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: „Länder, Städt      und Au&#039;n“, „blaue Blume“&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: „Schiff“, „Wind“,      „Wasservogel“, „Fische“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Personifikation:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte personifizieren      Elemente der Natur, um die Reise lebendiger zu machen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die blaue Blume      als Symbol für Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Der Wasservogel      „grüßt“ den Mast, Fische „umgaukeln“ den Gast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sehnsuchtsvolle Sprache:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden      eine sehnsuchtsvolle Sprache, die das Streben nach etwas Unerreichbarem      oder Fernem ausdrückt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: „Ich suche und      finde sie nie“, „Hab lang gehofft, vertraut“&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: „Wär&#039; gern      hineingesprungen“, „da draußen ist mein Reich“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Bewegungsverben:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte nutzen Verben,      die Bewegung und Reise ausdrücken.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: „wandre“, „suche“&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: „bläht“, „saust“,      „fliegt“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;Unterschiede der sprachlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins:&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Ton und Stimmung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Der Ton ist      melancholisch und nachdenklich.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Der Ton ist      optimistisch und abenteuerlustig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Konkretheit vs. Abstraktheit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Verwendet      abstraktere und symbolischere Sprache (blaue Blume als Symbol für Glück).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet      konkretere und bildlichere Sprache (Schiff, Wind, Wasservogel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Emotionale Intensität:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Betont die      emotionale Intensität der unerfüllten Suche (Sehnsucht, Frustration).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Betont die      emotionale Intensität der Freiheit und des Abenteuers (Freude,      Aufbruchsstimmung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Adjektive und Beschreibungen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Weniger      Adjektive, mehr Fokus auf die Handlung des Suchens.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Mehr Adjektive      und lebendige Beschreibungen („frisch“, „kühner“, „blank und munter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Direkte Ansprache und Reflexion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      reflektiert mehr über seine Suche und spricht von seinen Träumen und      Hoffnungen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      beschreibt mehr die unmittelbare Umgebung und das Erleben des Moments.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die blaue Blume      als zentrales Symbol für das unerreichbare Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das Schiff und      die Natur als Symbole für Freiheit und Abenteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sprachliche Mittel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Verwendet      Wiederholungen und Parallelismen, um die Rastlosigkeit und Sehnsucht zu      betonen („Ich suche“, „Ich wandre“).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet      lebendige und dynamische Bilder, um die Bewegung und das Abenteuer zu      betonen („frisch saust dahin der Wind“, „fliegt&#039;s hinaus geschwind“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sprachlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten verdeutlichen, wie die Wortwahl und die sprachlichen Mittel das Motiv des Unterwegsseins in den beiden Gedichten unterschiedlich gestalten und unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Prüft abschließend, inwiefern die Gedichte unterschiedliche oder ähnliche Interpretationen der romantischen Ideale und Sehnsüchte repräsentieren.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Berücksichtigt dabei die jeweiligen Entstehungszeiten, etwa...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Ähnlichkeiten in der Repräsentation der Romantik: =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte thematisieren      die romantische Sehnsucht nach etwas Unerreichbarem oder Fernem.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die Suche nach      der blauen Blume als Symbol für unerreichbares Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Die Sehnsucht      nach Freiheit und Abenteuer auf dem offenen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Naturverbundenheit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte zeigen eine      tiefe Verbindung zur Natur, die typisch für die Romantik ist.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Landschaften,      Auen, und die blaue Blume.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Meer, Wind,      Wasservogel, und Fische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden      Symbole, die für größere Ideen oder Gefühle stehen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Blaue Blume als      Symbol für das ideale Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Schiff und Meer      als Symbole für Freiheit und Abenteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Emotionale Intensität:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte betonen      starke emotionale Zustände, ein Kennzeichen der Romantik.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Melancholie und      Sehnsucht.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Freude und      Abenteuerlust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Unterschiede in der Repräsentation der Romantik: =====&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Ziel und Zweck der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die Reise ist      eine innere, metaphysische Suche nach einem idealen Zustand oder Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Die Reise ist      eine konkrete, physische Bewegung, die das Abenteuer und die Freiheit      betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Stimmung und Ton:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Melancholisch und      nachdenklich, typisch für die romantische Reflexion über das Unerreichbare.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Optimistisch und      abenteuerlustig, was auch in der Romantik vorkommt, aber weniger      introspektiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Individuelle vs. universelle Themen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Fokussiert      stärker auf das individuelle Erleben und die persönliche Suche des      lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Betont mehr das      universelle Thema der Freiheit und des Abenteuers, das viele Menschen      anspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Künstlerischer Ausdruck:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die Harfe als      Symbol für künstlerischen Ausdruck und die Suche nach dem Schönen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Kein direkter Bezug      zu künstlerischem Ausdruck; der Fokus liegt auf der physischen Reise und      der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Philosophische Tiefe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Tiefer      philosophischer Gehalt durch die Suche nach einem idealen Zustand, was      typisch für die romantische Reflexion ist.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Weniger      philosophische Tiefe, mehr Betonung auf das unmittelbare Erleben und die      Freude am Unterwegssein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Verwendung von Symbolen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die blaue Blume      als zentrales romantisches Symbol für das Unerreichbare und das Ideal.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet eher konkrete      und weniger symbolisch aufgeladene Bilder wie das Schiff und das Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Fazit: =====&lt;br /&gt;
Beide Gedichte repräsentieren die deutsche Romantik, jedoch auf unterschiedliche Weise. Gedicht 1 betont die introspektive, melancholische Seite der Romantik, mit einem starken Fokus auf die Suche nach dem idealen Glück. Gedicht 2 repräsentiert die abenteuerlustige, lebensbejahende Seite der Romantik, mit einem Fokus auf Freiheit und unmittelbares Erleben. Beide Aspekte sind wesentliche Bestandteile der romantischen Literatur, jedoch mit unterschiedlichen Akzenten und Ausprägungen. Zwischen den beiden Gedichten liegen 18 Jahre, was allerdings nur begrenzt die unterschiedlichen Akzente erklärt (    Hochromantik (Eichendorff): Betonung der Volkskultur, der Natur und der Mystik; Spätromantik (Hebbel), vielmehr darf hier eine autorimmanente Schwerpunktsetzung angenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Joseph v. Eichendorff: https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_von_Eichendorff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Friedrich Hebbel: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Hebbel&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gedichtvergleich&amp;diff=96837</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichtvergleich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gedichtvergleich&amp;diff=96837"/>
		<updated>2024-06-20T06:02:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wie kann ein Gedichtvergleich als Klausurformat  der Q1 aussehen? Das folgende Beispiel zeigt es!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabenstellung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1)    Interpretiere Joseph von Eichendorffs Gedicht „Die blaue Blume“ inhaltlich, sprachlich und formal unter besonderer Berücksichtigung romantischer Motive und Stimmungen.  (&#039;&#039;36 Punkte&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2)    Vergleiche Eichendorffs Gedicht mit dem Gedicht „Der junge Schiffer“ von Friedrich Hebbel im Hinblick auf die Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins. Prüfe abschließend, inwiefern die Gedichte unterschiedliche oder ähnliche Interpretationen der romantischen Ideale und Sehnsüchte repräsentieren. Berücksichtige dabei auch die jeweiligen Entstehungszeiten.  (&#039;&#039;36 Punkte&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Materialgrundlage:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph von Eichendorffs. „Die blaue Blume“ / Friedrich Hebbel. „Der junge Schiffer“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Joseph von Eichendorff: Die blaue Blume (1818)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Ich suche die blaue Blume,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich suche und finde sie nie,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir träumt, dass in der Blume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein gutes Glück mir blüh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre mit meiner Harfe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Länder, Städt und Au&#039;n,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob nirgends in der Runde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blume zu schaun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre schon seit lange,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hab lang gehofft, vertraut,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ach, noch nirgends hab ich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blum geschaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Friedrich Hebbel: Der junge Schiffer (1836)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Dort bläht ein Schiff die Segel,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
frisch saust dahin der Wind!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anker wird gelichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Steuer flugs gerichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nun fliegt&#039;s hinaus geschwind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kühner Wasservogel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kreist grüßend um den Mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Sonne brennt herunter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
manch Fischlein, blank und munter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
umgaukelt keck den Gast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wär&#039; gern hineingesprungen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da draußen ist mein Reich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ja jung von Jahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da ist&#039;s mir nur ums Fahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohin? das gilt mir gleich!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erwartungshorizont:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Prüfling ....&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;formuliert eine aufgabenbezogene Einleitung unter Nennung von Autor, Titel, Textsorte, Entstehungszeit.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;benennt&#039;&#039;&#039; das Thema des Gedichtes, z.B. sehnsüchtige Suche nach unerreichbarem Glück oder Ideal, symbolisiert durch die blaue Blume.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;gibt&#039;&#039;&#039; den Inhalt des Gedichtes mit eigenen Worten wieder, z.B.:&lt;br /&gt;
** Suche nach der blauen Blume&lt;br /&gt;
** Hoffnung auf Glück durch die Blume&lt;br /&gt;
** Wanderung mit Harfe durch verschiedene Orte (Länder, Städte, Wiesen)&lt;br /&gt;
** Langjährige  Suche ohne Erfolg&lt;br /&gt;
** Enttäuschung  über das Nichtfinden der blauen Blume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Interpretiert inhaltlich:&#039;&#039;&#039; Das Gedicht beschreibt die sehnsüchtige Suche des lyrischen Ichs nach der &amp;quot;blauen Blume,&amp;quot; welche ein Symbol für das ersehnte, aber unerreichbare Glück oder Ideal darstellt. Diese Suche ist von einer tiefen inneren Sehnsucht geprägt, die das lyrische Ich durch verschiedene Landschaften und Orte führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erste Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich träumt von der blauen Blume, die das Symbol für persönliches Glück ist (V. 3/4).&lt;br /&gt;
* Es drückt die Hoffnung aus, dass in der Blume das ersehnte Glück gefunden werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zweite Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich wandert mit seiner Harfe durch verschiedene Orte (Länder, Städte, Wiesen) auf der Suche nach der blauen Blume (V.5/6).&lt;br /&gt;
* Diese Reise ist eine Metapher für die Suche nach dem Glück oder dem Ideal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dritte Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich beschreibt, dass es diese Suche schon lange fortsetzt und dabei stets gehofft und vertraut hat, die blaue Blume zu finden (V.10).&lt;br /&gt;
* Trotz der langen Suche und der Hoffnung bleibt die blaue Blume unauffindbar, was Enttäuschung und Resignation erzeugt (V. 11/12).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesamtinterpretation des Inhalts&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blume steht als zentrales Symbol für das unerreichbare Ideal oder das ungreifbare Glück, das das lyrische Ich sich erträumt.Die Wanderung mit der Harfe kann als Symbol für die schöpferische oder künstlerische Reise des Individuums verstanden werden, das versucht, durch seine Kunst oder seine Suche Erfüllung zu finden. Die Enttäuschung am Ende des Gedichts spiegelt die oft unerfüllte Sehnsucht des Menschen wider, der trotz aller Anstrengungen und Hoffnungen nicht immer sein ideales Glück oder Ziel erreicht. Das Gedicht thematisiert somit die menschliche Erfahrung des Strebens und Suchens nach einem höheren Ideal, das letztlich unerreichbar bleibt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;... interpretiert&#039;&#039;&#039; sprachlich, z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Blaue Blume: Symbol für  Glück (V. 4), darüber hinaus auch möglich: Sehnsucht, unerreichbares Ideal.&lt;br /&gt;
** Harfe (V.5):  Symbol für Kunst, Kreativität, Begleitung auf der Suche.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wortwahl:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Suche&amp;quot; und &amp;quot;finde sie nie&amp;quot; (V.2): Betonung der Unmöglichkeit, das Ideal zu erreichen.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;träumt&amp;quot; (V.4):  Ausdruck von Hoffnung und Wunschdenken.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;wandre&amp;quot; (V.5):  Bewegung und ständige Suche, Rastlosigkeit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wiederholung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Ich suche&amp;quot;, &amp;quot;Ich wandre&amp;quot;: Verstärkung der fortwährenden Suche und Anstrengung.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Die  blaue Blume&amp;quot;: Wiederkehrendes Symbol, das die zentrale Bedeutung unterstreicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metaphern:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Durch Länder, Städt und Au&#039;n&amp;quot; (V. 6): Metapher für das umfassende, allumfassende Suchen in allen Lebensbereichen.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Hab lang gehofft, vertraut&amp;quot; (V. 10): Metapher für die anhaltende Hoffnung und den Glauben an das Erreichen des Ziels.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;... interpretiert&#039;&#039;&#039; formal, z.B.:&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Struktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Drei  Strophen: Jede Strophe vertieft die Suche und die damit verbundenen      Gefühle.&lt;br /&gt;
*** Steigerung: Zunehmende Intensität der Suche und der Enttäuschung.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Metrum&#039;&#039;&#039;: vierhebiger Jambus mit  Zäsuren in den Versen 1, 2 und 5.&lt;br /&gt;
*** - einigermaßen gleichmäßige Suche (mit Hindernissen).&lt;br /&gt;
*** Reim:  (unreine) Kreuzreime mit alternierenden Kadenzen unterstützen die Gleichmäßigkeit.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Klang:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Rhythmus und Reim: Verstärken die melancholische und sehnsüchtige Stimmung des Gedichts.&lt;br /&gt;
* ... &#039;&#039;&#039;deutet das Gedicht, im Hinblick auf&#039;&#039;&#039; romantische Motive und Stimmungen:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Ständige Suche nach demUnerreichbare, z.B.: „Ich suche und finde sie nie.“ (V. 2)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Naturverbundenheit:&#039;&#039;&#039; Idealisierte Natur, z.B. Erwähnung von Landschaften, Städten und Auen (V. 6),&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Symbolik der blauen Blume als&#039;&#039;&#039; Symbol für das Streben nach dem Unendlichen und dem Ideal der Schönheit und Vollkommenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Melancholie und Weltschmerz:&#039;&#039;&#039; Ausdruck tiefer Melancholie und dem Gefühl der Unvollständigkeit und Entfremdung, z.B. „Hab lang gehofft, vertraut“ (V.10)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mystik und Transzendenz&#039;&#039;&#039; in der Suche nach spiritueller Erleuchtung oder höherem Sinn in der blauen Blume.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Subjektivität und Individualität,&#039;&#039;&#039; z.B. in der Betonung der subjektiven Erfahrung durch zahlreiche Anaphern &amp;quot;Ich&amp;quot; (V.1/2, V. 5/9)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Rückzug in die Innenwelt,&#039;&#039;&#039; z. B. im Rückzug in die Träume und  die Hoffnungen (V. 4, V. 10) und damit ein Leben in der eigenen Vorstellungswelt.&lt;br /&gt;
Fazit: Das Gedicht erfüllt zahlreiche Merkmale der deutschen Romantik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Formuliert&#039;&#039;&#039; eine aufgabenbezogene Überleitung: z.B&#039;&#039;. möglichen Vergleichshinsichten bzw. mit Hinweisen auf das weitere methodische Vorgehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Gemeinsamkeiten der inhaltlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vergleich der Gedichte inhaltlich: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinsamkeiten der inhaltlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins: ===&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beide Gedichte thematisieren das Unterwegssein und die Bewegung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      wandert durch verschiedene Landschaften auf der Suche nach der blauen      Blume.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Ein Schiff segelt      hinaus aufs offene Meer, und das lyrische Ich wünscht sich, dabei zu      sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Das lyrische Ich ist in beiden Gedichten auf einer Reise.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      wandert mit seiner Harfe durch Länder, Städte und Auen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      beobachtet ein Schiff, das in See sticht, und sehnt sich danach, ins      Wasser zu springen und die Freiheit des Meeres zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Naturbilder und Symbole werden verwendet, um das Motiv des Unterwegsseins zu gestalten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Blaue Blume,      Harfe, Wandern durch verschiedene Landschaften.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Schiff, Wind,      Segel, Wasservogel, Fische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche sind zentrale Elemente des Unterwegsseins.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      sucht die blaue Blume als Symbol für Glück und Ideal.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      sehnt sich nach Freiheit und Abenteuer auf dem offenen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beide Gedichte zeigen eine Rastlosigkeit und ein Streben nach etwas Größerem.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      wandert schon lange und hat noch nicht aufgegeben, die blaue Blume zu      finden.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      ist jung und möchte die Welt erkunden, ohne sich um das Ziel zu kümmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Das Motiv der unerfüllten Suche ist in beiden Gedichten präsent.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      hat die blaue Blume noch nie gefunden.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das Ziel der      Reise ist dem lyrischen Ich egal, es geht um das Erleben des      Unterwegsseins selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beide Gedichte vermitteln eine Mischung aus Hoffnung und Frustration.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Hoffnung auf das      Finden der blauen Blume, aber auch Frustration über die bisher erfolglose      Suche.&lt;br /&gt;
Gedicht 2: Freude und Hoffnung auf Abenteuer, aber auch eine gewisse Frustration über das noch nicht Erreichte (ins Wasser springen und das Reich draußen erleben).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Unterschiede der inhaltlichen Gestaltung  des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiede der inhaltlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins: ===&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Art der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Reise ist eine metaphorische und      innere Suche nach einem Ideal (blaue Blume).&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Reise ist eine konkrete und      physische Bewegung hinaus aufs Meer mit einem Schiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Ziel der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Das Ziel ist klar definiert: die blaue      Blume, die für Glück und Erfüllung steht.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das Ziel ist unbestimmt; das lyrische      Ich möchte einfach unterwegs sein und die Freiheit genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Stimmung und Emotion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Stimmung ist melancholisch und      sehnsüchtig, geprägt von einer unerfüllten Suche.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Stimmung ist optimistisch und      abenteuerlustig, geprägt von der Freude am Unterwegssein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die blaue Blume und die Harfe      symbolisieren unerreichbares Glück und künstlerische Sehnsucht.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das Schiff, der Wind, und die      Naturbilder wie Wasservogel und Fische symbolisieren Freiheit und      Abenteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Erfüllung und Frustration:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Das lyrische Ich erlebt Frustration, da      es die blaue Blume noch nie gefunden hat.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das lyrische Ich empfindet keine      Frustration über ein unerreichtes Ziel, sondern genießt die Reise an      sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Dauer der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Reise ist langanhaltend und      scheinbar endlos, was die Rastlosigkeit und das ständige Suchen      unterstreicht.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Reise wird als unmittelbares      Ereignis beschrieben, das Schiff segelt schnell hinaus aufs Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Alter und Lebensphase des lyrischen Ichs:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Das Alter des lyrischen Ichs wird nicht      spezifisch erwähnt, es könnte jede Lebensphase betreffen.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das lyrische Ich betont seine Jugend      und die damit verbundene Sehnsucht nach Abenteuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beziehung zur Natur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Natur wird als Kulisse für die      Suche nach der blauen Blume dargestellt.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Natur wird aktiv und dynamisch      beschrieben, mit Wind, Sonne, und Tieren, die das Abenteuer des      Unterwegsseins begleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Künstlerischer Ausdruck:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Harfe symbolisiert den      künstlerischen Ausdruck und die kreative Suche des lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Es gibt keinen direkten Bezug zu      künstlerischem Ausdruck; der Fokus liegt auf der physischen Reise und der      Natur.&lt;br /&gt;
Diese Unterschiede zeigen, wie vielfältig das Motiv des Unterwegsseins in der Literatur gestaltet werden kann, je nach thematischem Schwerpunkt und emotionaler Ausrichtung der Gedichte.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede bezüglich der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;&#039;x&#039;&#039;&#039; Gemeinsamkeiten der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins: ===&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Reimstruktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden      eine regelmäßige Reimstruktur, die den Fluss und die Bewegung des      Unterwegsseins unterstützt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Kreuzreim (ABAB)&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Reimschema      variiert, aber es gibt eine klare Reimstruktur in den Strophen (z.B.,      ABABCC).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Strophenstruktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte sind in      mehrere Strophen unterteilt, was die verschiedenen Etappen der Reise oder      Suche darstellt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Drei Strophen à 4      Verse&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Drei Strophen à 6      Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden ein      gleichmäßiges Metrum, das die Bewegung des Unterwegsseins rhythmisch      unterstützt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Wechsel zwischen      Jambus und Trochäus&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Vorwiegend      jambisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Wiederholungen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte nutzen      Wiederholungen, um das Motiv des Unterwegsseins zu betonen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Wiederholung des      Suchens („Ich suche“).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Wiederholung von      Aktionen und Beobachtungen auf dem Schiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiede der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins: ===&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Verslänge:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Kürzere Verse,      die die Rastlosigkeit und die kontinuierliche Suche betonen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Längere Verse,      die die Weite und das Abenteuer des Meeres unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Rhythmus und Fluss:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Der Rhythmus ist      eher ruhig und gleichmäßig, was die melancholische Stimmung der Suche verstärkt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Der Rhythmus ist      lebhafter und dynamischer, was die Aufbruchsstimmung und das      Abenteuergefühl unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Bildhafte Sprache:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Verwendet      abstraktere Bilder (blaue Blume, Harfe) zur Darstellung der inneren      Suche.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet      konkrete Naturbilder (Schiff, Wind, Wasservogel, Fische) zur Darstellung      der physischen Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Anzahl der Silben pro Vers:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Variiert, aber      tendenziell kürzer und gleichmäßiger.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Variiert      ebenfalls, aber tendenziell länger und dynamischer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Satzstruktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Kürzere,      einfachere Sätze, die die Rastlosigkeit und den Fokus auf die Suche      betonen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Längere,      komplexere Sätze, die die Bewegung und das Abenteuer des Unterwegsseins      darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Enjambements:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Weniger      Enjambements, was die Ruhe und die Kontemplation der Suche unterstreicht.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Mehr      Enjambements, die den Fluss und die Dynamik der Reise betonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese formalen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zeigen, wie die Struktur und der Stil eines Gedichts das Motiv des Unterwegsseins auf verschiedene Weise unterstützen und verstärken können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede bezüglich der sprachlichen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Verwendung von Naturbildern:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte nutzen      Naturbilder, um das Motiv des Unterwegsseins zu illustrieren.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: „Länder, Städt      und Au&#039;n“, „blaue Blume“&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: „Schiff“, „Wind“,      „Wasservogel“, „Fische“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Personifikation:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte personifizieren      Elemente der Natur, um die Reise lebendiger zu machen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die blaue Blume      als Symbol für Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Der Wasservogel      „grüßt“ den Mast, Fische „umgaukeln“ den Gast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sehnsuchtsvolle Sprache:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden      eine sehnsuchtsvolle Sprache, die das Streben nach etwas Unerreichbarem      oder Fernem ausdrückt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: „Ich suche und      finde sie nie“, „Hab lang gehofft, vertraut“&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: „Wär&#039; gern      hineingesprungen“, „da draußen ist mein Reich“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Bewegungsverben:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte nutzen Verben,      die Bewegung und Reise ausdrücken.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: „wandre“, „suche“&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: „bläht“, „saust“,      „fliegt“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiede der sprachlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins: ===&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Ton und Stimmung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Der Ton ist      melancholisch und nachdenklich.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Der Ton ist      optimistisch und abenteuerlustig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Konkretheit vs. Abstraktheit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Verwendet      abstraktere und symbolischere Sprache (blaue Blume als Symbol für Glück).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet      konkretere und bildlichere Sprache (Schiff, Wind, Wasservogel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Emotionale Intensität:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Betont die      emotionale Intensität der unerfüllten Suche (Sehnsucht, Frustration).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Betont die      emotionale Intensität der Freiheit und des Abenteuers (Freude,      Aufbruchsstimmung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Adjektive und Beschreibungen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Weniger      Adjektive, mehr Fokus auf die Handlung des Suchens.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Mehr Adjektive      und lebendige Beschreibungen („frisch“, „kühner“, „blank und munter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Direkte Ansprache und Reflexion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      reflektiert mehr über seine Suche und spricht von seinen Träumen und      Hoffnungen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      beschreibt mehr die unmittelbare Umgebung und das Erleben des Moments.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die blaue Blume      als zentrales Symbol für das unerreichbare Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das Schiff und      die Natur als Symbole für Freiheit und Abenteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sprachliche Mittel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Verwendet      Wiederholungen und Parallelismen, um die Rastlosigkeit und Sehnsucht zu      betonen („Ich suche“, „Ich wandre“).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet      lebendige und dynamische Bilder, um die Bewegung und das Abenteuer zu      betonen („frisch saust dahin der Wind“, „fliegt&#039;s hinaus geschwind“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sprachlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten verdeutlichen, wie die Wortwahl und die sprachlichen Mittel das Motiv des Unterwegsseins in den beiden Gedichten unterschiedlich gestalten und unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prüft abschließend, inwiefern die Gedichte unterschiedliche oder ähnliche Interpretationen der romantischen Ideale und Sehnsüchte repräsentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berücksichtigt dabei die jeweiligen Entstehungszeiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-      Hochromantik (Eichendorff): Betonung der Volkskultur, der Natur und der Mystik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       Spätromantik (Hebbel): /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ähnlichkeiten in der Repräsentation der Romantik: ===&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte thematisieren      die romantische Sehnsucht nach etwas Unerreichbarem oder Fernem.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die Suche nach      der blauen Blume als Symbol für unerreichbares Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Die Sehnsucht      nach Freiheit und Abenteuer auf dem offenen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Naturverbundenheit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte zeigen eine      tiefe Verbindung zur Natur, die typisch für die Romantik ist.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Landschaften,      Auen, und die blaue Blume.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Meer, Wind,      Wasservogel, und Fische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden      Symbole, die für größere Ideen oder Gefühle stehen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Blaue Blume als      Symbol für das ideale Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Schiff und Meer      als Symbole für Freiheit und Abenteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Emotionale Intensität:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte betonen      starke emotionale Zustände, ein Kennzeichen der Romantik.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Melancholie und      Sehnsucht.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Freude und      Abenteuerlust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiede in der Repräsentation der Romantik: ===&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Ziel und Zweck der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die Reise ist      eine innere, metaphysische Suche nach einem idealen Zustand oder Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Die Reise ist      eine konkrete, physische Bewegung, die das Abenteuer und die Freiheit      betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Stimmung und Ton:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Melancholisch und      nachdenklich, typisch für die romantische Reflexion über das Unerreichbare.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Optimistisch und      abenteuerlustig, was auch in der Romantik vorkommt, aber weniger      introspektiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Individuelle vs. universelle Themen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Fokussiert      stärker auf das individuelle Erleben und die persönliche Suche des      lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Betont mehr das      universelle Thema der Freiheit und des Abenteuers, das viele Menschen      anspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Künstlerischer Ausdruck:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die Harfe als      Symbol für künstlerischen Ausdruck und die Suche nach dem Schönen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Kein direkter Bezug      zu künstlerischem Ausdruck; der Fokus liegt auf der physischen Reise und      der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Philosophische Tiefe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Tiefer      philosophischer Gehalt durch die Suche nach einem idealen Zustand, was      typisch für die romantische Reflexion ist.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Weniger      philosophische Tiefe, mehr Betonung auf das unmittelbare Erleben und die      Freude am Unterwegssein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Verwendung von Symbolen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die blaue Blume      als zentrales romantisches Symbol für das Unerreichbare und das Ideal.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet eher konkrete      und weniger symbolisch aufgeladene Bilder wie das Schiff und das Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fazit: ===&lt;br /&gt;
Beide Gedichte repräsentieren die deutsche Romantik, jedoch auf unterschiedliche Weise. Gedicht 1 betont die introspektive, melancholische Seite der Romantik, mit einem starken Fokus auf die Suche nach dem idealen Glück. Gedicht 2 repräsentiert die abenteuerlustige, lebensbejahende Seite der Romantik, mit einem Fokus auf Freiheit und unmittelbares Erleben. Beide Aspekte sind wesentliche Bestandteile der romantischen Literatur, jedoch mit unterschiedlichen Akzenten und Ausprägungen. Zwischen den beiden Gedichten liegen 18 Jahre, was allerdings nur begrenzt die unterschiedlichen Akzente erklärt, vielmehr darf hier eine autorimmanente Schwerpunktsetzung angenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Joseph v. Eichendorff: https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_von_Eichendorff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Friedrich Hebbel: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Hebbel&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gedichtvergleich&amp;diff=96836</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichtvergleich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gedichtvergleich&amp;diff=96836"/>
		<updated>2024-06-20T05:57:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wie kann ein Gedichtvergleich als Klausurformat  der Q1 aussehen? Das folgende Beispiel zeigt es!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabenstellung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1)    Interpretiere Joseph von Eichendorffs Gedicht „Die blaue Blume“ inhaltlich, sprachlich und formal unter besonderer Berücksichtigung romantischer Motive und Stimmungen.  (&#039;&#039;36 Punkte&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2)    Vergleiche Eichendorffs Gedicht mit dem Gedicht „Der junge Schiffer“ von Friedrich Hebbel im Hinblick auf die Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins. Prüfe abschließend, inwiefern die Gedichte unterschiedliche oder ähnliche Interpretationen der romantischen Ideale und Sehnsüchte repräsentieren. Berücksichtige dabei auch die jeweiligen Entstehungszeiten.  (&#039;&#039;36 Punkte&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Materialgrundlage:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph von Eichendorffs. „Die blaue Blume“ / Friedrich Hebbel. „Der junge Schiffer“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Joseph von Eichendorff: Die blaue Blume (1818)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Ich suche die blaue Blume,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich suche und finde sie nie,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir träumt, dass in der Blume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein gutes Glück mir blüh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre mit meiner Harfe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Länder, Städt und Au&#039;n,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob nirgends in der Runde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blume zu schaun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre schon seit lange,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hab lang gehofft, vertraut,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ach, noch nirgends hab ich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blum geschaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Friedrich Hebbel: Der junge Schiffer (1836)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Dort bläht ein Schiff die Segel,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
frisch saust dahin der Wind!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anker wird gelichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Steuer flugs gerichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nun fliegt&#039;s hinaus geschwind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kühner Wasservogel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kreist grüßend um den Mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Sonne brennt herunter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
manch Fischlein, blank und munter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
umgaukelt keck den Gast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wär&#039; gern hineingesprungen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da draußen ist mein Reich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ja jung von Jahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da ist&#039;s mir nur ums Fahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohin? das gilt mir gleich!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erwartungshorizont:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Prüfling ....&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;formuliert eine aufgabenbezogene Einleitung unter Nennung von Autor, Titel, Textsorte, Entstehungszeit.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;benennt&#039;&#039;&#039; das Thema des Gedichtes, z.B. sehnsüchtige Suche nach unerreichbarem Glück oder Ideal, symbolisiert durch die blaue Blume.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;gibt&#039;&#039;&#039; den Inhalt des Gedichtes mit eigenen Worten wieder, z.B.:&lt;br /&gt;
** Suche nach der blauen Blume&lt;br /&gt;
** Hoffnung auf Glück durch die Blume&lt;br /&gt;
** Wanderung mit Harfe durch verschiedene Orte (Länder, Städte, Wiesen)&lt;br /&gt;
** Langjährige  Suche ohne Erfolg&lt;br /&gt;
** Enttäuschung  über das Nichtfinden der blauen Blume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Interpretiert inhaltlich:&#039;&#039;&#039; Das Gedicht beschreibt die sehnsüchtige Suche des lyrischen Ichs nach der &amp;quot;blauen Blume,&amp;quot; welche ein Symbol für das ersehnte, aber unerreichbare Glück oder Ideal darstellt. Diese Suche ist von einer tiefen inneren Sehnsucht geprägt, die das lyrische Ich durch verschiedene Landschaften und Orte führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erste Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich träumt von der blauen Blume, die das Symbol für persönliches Glück ist (V. 3/4).&lt;br /&gt;
* Es drückt die Hoffnung aus, dass in der Blume das ersehnte Glück gefunden werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zweite Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich wandert mit seiner Harfe durch verschiedene Orte (Länder, Städte, Wiesen) auf der Suche nach der blauen Blume (V.5/6).&lt;br /&gt;
* Diese Reise ist eine Metapher für die Suche nach dem Glück oder dem Ideal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dritte Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich beschreibt, dass es diese Suche schon lange fortsetzt und dabei stets gehofft und vertraut hat, die blaue Blume zu finden (V.10).&lt;br /&gt;
* Trotz der langen Suche und der Hoffnung bleibt die blaue Blume unauffindbar, was Enttäuschung und Resignation erzeugt (V. 11/12).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesamtinterpretation des Inhalts&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blume steht als zentrales Symbol für das unerreichbare Ideal oder das ungreifbare Glück, das das lyrische Ich sich erträumt.Die Wanderung mit der Harfe kann als Symbol für die schöpferische oder künstlerische Reise des Individuums verstanden werden, das versucht, durch seine Kunst oder seine Suche Erfüllung zu finden. Die Enttäuschung am Ende des Gedichts spiegelt die oft unerfüllte Sehnsucht des Menschen wider, der trotz aller Anstrengungen und Hoffnungen nicht immer sein ideales Glück oder Ziel erreicht. Das Gedicht thematisiert somit die menschliche Erfahrung des Strebens und Suchens nach einem höheren Ideal, das letztlich unerreichbar bleibt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;... interpretiert&#039;&#039;&#039; sprachlich, z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Blaue Blume: Symbol für  Glück (V. 4), darüber hinaus auch möglich: Sehnsucht, unerreichbares Ideal.&lt;br /&gt;
** Harfe (V.5):  Symbol für Kunst, Kreativität, Begleitung auf der Suche.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wortwahl:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Suche&amp;quot; und &amp;quot;finde sie nie&amp;quot; (V.2): Betonung der Unmöglichkeit, das Ideal zu erreichen.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;träumt&amp;quot; (V.4):  Ausdruck von Hoffnung und Wunschdenken.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;wandre&amp;quot; (V.5):  Bewegung und ständige Suche, Rastlosigkeit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wiederholung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Ich suche&amp;quot;, &amp;quot;Ich wandre&amp;quot;: Verstärkung der fortwährenden Suche und Anstrengung.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Die  blaue Blume&amp;quot;: Wiederkehrendes Symbol, das die zentrale Bedeutung unterstreicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metaphern:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Durch Länder, Städt und Au&#039;n&amp;quot; (V. 6): Metapher für das umfassende, allumfassende Suchen in allen Lebensbereichen.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Hab lang gehofft, vertraut&amp;quot; (V. 10): Metapher für die anhaltende Hoffnung und den Glauben an das Erreichen des Ziels.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;... interpretiert&#039;&#039;&#039; formal, z.B.:&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Struktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Drei  Strophen: Jede Strophe vertieft die Suche und die damit verbundenen      Gefühle.&lt;br /&gt;
*** Steigerung: Zunehmende Intensität der Suche und der Enttäuschung.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Metrum&#039;&#039;&#039;: vierhebiger Jambus mit  Zäsuren in den Versen 1, 2 und 5.&lt;br /&gt;
*** - einigermaßen gleichmäßige Suche (mit Hindernissen).&lt;br /&gt;
*** Reim:  (unreine) Kreuzreime mit alternierenden Kadenzen unterstützen die Gleichmäßigkeit.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Klang:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Rhythmus und Reim: Verstärken die melancholische und sehnsüchtige Stimmung des Gedichts.&lt;br /&gt;
* ... &#039;&#039;&#039;deutet das Gedicht, im Hinblick auf&#039;&#039;&#039; romantische Motive und Stimmungen:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Ständige Suche nach demUnerreichbare, z.B.: „Ich suche und finde sie nie.“ (V. 2)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Naturverbundenheit:&#039;&#039;&#039; Idealisierte Natur, z.B. Erwähnung von Landschaften, Städten und Auen (V. 6),&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Symbolik der blauen Blume als&#039;&#039;&#039; Symbol für das Streben nach dem Unendlichen und dem Ideal der Schönheit und Vollkommenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Melancholie und Weltschmerz:&#039;&#039;&#039; Ausdruck tiefer Melancholie und dem Gefühl der Unvollständigkeit und Entfremdung, z.B. „Hab lang gehofft, vertraut“ (V.10)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mystik und Transzendenz&#039;&#039;&#039; in der Suche nach spiritueller Erleuchtung oder höherem Sinn in der blauen Blume.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Subjektivität und Individualität,&#039;&#039;&#039; z.B. in der Betonung der subjektiven Erfahrung durch zahlreiche Anaphern &amp;quot;Ich&amp;quot; (V.1/2, V. 5/9)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Rückzug in die Innenwelt,&#039;&#039;&#039; z. B. im Rückzug in die Träume und  die Hoffnungen (V. 4, V. 10) und damit ein Leben in der eigenen Vorstellungswelt.&lt;br /&gt;
Fazit: Das Gedicht erfüllt zahlreiche Merkmale der deutschen Romantik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Formuliert&#039;&#039;&#039; eine aufgabenbezogene Überleitung: z.B&#039;&#039;. möglichen Vergleichshinsichten bzw. mit Hinweisen auf das weitere methodische Vorgehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Gemeinsamkeiten der inhaltlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vergleich der Gedichte inhaltlich: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinsamkeiten der inhaltlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins: ===&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beide Gedichte thematisieren das Unterwegssein und die Bewegung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      wandert durch verschiedene Landschaften auf der Suche nach der blauen      Blume.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Ein Schiff segelt      hinaus aufs offene Meer, und das lyrische Ich wünscht sich, dabei zu      sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Das lyrische Ich ist in beiden Gedichten auf einer Reise.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      wandert mit seiner Harfe durch Länder, Städte und Auen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      beobachtet ein Schiff, das in See sticht, und sehnt sich danach, ins      Wasser zu springen und die Freiheit des Meeres zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Naturbilder und Symbole werden verwendet, um das Motiv des Unterwegsseins zu gestalten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Blaue Blume,      Harfe, Wandern durch verschiedene Landschaften.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Schiff, Wind,      Segel, Wasservogel, Fische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche sind zentrale Elemente des Unterwegsseins.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      sucht die blaue Blume als Symbol für Glück und Ideal.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      sehnt sich nach Freiheit und Abenteuer auf dem offenen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beide Gedichte zeigen eine Rastlosigkeit und ein Streben nach etwas Größerem.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      wandert schon lange und hat noch nicht aufgegeben, die blaue Blume zu      finden.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      ist jung und möchte die Welt erkunden, ohne sich um das Ziel zu kümmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Das Motiv der unerfüllten Suche ist in beiden Gedichten präsent.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      hat die blaue Blume noch nie gefunden.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das Ziel der      Reise ist dem lyrischen Ich egal, es geht um das Erleben des      Unterwegsseins selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beide Gedichte vermitteln eine Mischung aus Hoffnung und Frustration.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Hoffnung auf das      Finden der blauen Blume, aber auch Frustration über die bisher erfolglose      Suche.&lt;br /&gt;
Gedicht 2: Freude und Hoffnung auf Abenteuer, aber auch eine gewisse Frustration über das noch nicht Erreichte (ins Wasser springen und das Reich draußen erleben).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Unterschiede der inhaltlichen Gestaltung  des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiede der inhaltlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins: ===&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Art der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Reise ist eine metaphorische und      innere Suche nach einem Ideal (blaue Blume).&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Reise ist eine konkrete und      physische Bewegung hinaus aufs Meer mit einem Schiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Ziel der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Das Ziel ist klar definiert: die blaue      Blume, die für Glück und Erfüllung steht.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das Ziel ist unbestimmt; das lyrische      Ich möchte einfach unterwegs sein und die Freiheit genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Stimmung und Emotion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Stimmung ist melancholisch und      sehnsüchtig, geprägt von einer unerfüllten Suche.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Stimmung ist optimistisch und      abenteuerlustig, geprägt von der Freude am Unterwegssein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die blaue Blume und die Harfe      symbolisieren unerreichbares Glück und künstlerische Sehnsucht.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das Schiff, der Wind, und die      Naturbilder wie Wasservogel und Fische symbolisieren Freiheit und      Abenteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Erfüllung und Frustration:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Das lyrische Ich erlebt Frustration, da      es die blaue Blume noch nie gefunden hat.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das lyrische Ich empfindet keine      Frustration über ein unerreichtes Ziel, sondern genießt die Reise an      sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Dauer der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Reise ist langanhaltend und      scheinbar endlos, was die Rastlosigkeit und das ständige Suchen      unterstreicht.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Reise wird als unmittelbares      Ereignis beschrieben, das Schiff segelt schnell hinaus aufs Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Alter und Lebensphase des lyrischen Ichs:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Das Alter des lyrischen Ichs wird nicht      spezifisch erwähnt, es könnte jede Lebensphase betreffen.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Das lyrische Ich betont seine Jugend      und die damit verbundene Sehnsucht nach Abenteuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Beziehung zur Natur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Natur wird als Kulisse für die      Suche nach der blauen Blume dargestellt.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Die Natur wird aktiv und dynamisch      beschrieben, mit Wind, Sonne, und Tieren, die das Abenteuer des      Unterwegsseins begleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Künstlerischer Ausdruck:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      1:&#039;&#039;&#039; Die Harfe symbolisiert den      künstlerischen Ausdruck und die kreative Suche des lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Gedicht      2:&#039;&#039;&#039; Es gibt keinen direkten Bezug zu      künstlerischem Ausdruck; der Fokus liegt auf der physischen Reise und der      Natur.&lt;br /&gt;
Diese Unterschiede zeigen, wie vielfältig das Motiv des Unterwegsseins in der Literatur gestaltet werden kann, je nach thematischem Schwerpunkt und emotionaler Ausrichtung der Gedichte.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede bezüglich der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;&#039;x&#039;&#039;&#039; Gemeinsamkeiten der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins: ===&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Reimstruktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden      eine regelmäßige Reimstruktur, die den Fluss und die Bewegung des      Unterwegsseins unterstützt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Kreuzreim (ABAB)&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Reimschema      variiert, aber es gibt eine klare Reimstruktur in den Strophen (z.B.,      ABABCC).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Strophenstruktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte sind in      mehrere Strophen unterteilt, was die verschiedenen Etappen der Reise oder      Suche darstellt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Drei Strophen à 4      Verse&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Drei Strophen à 6      Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden ein      gleichmäßiges Metrum, das die Bewegung des Unterwegsseins rhythmisch      unterstützt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Wechsel zwischen      Jambus und Trochäus&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Vorwiegend      jambisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Wiederholungen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte nutzen      Wiederholungen, um das Motiv des Unterwegsseins zu betonen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Wiederholung des      Suchens („Ich suche“).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Wiederholung von      Aktionen und Beobachtungen auf dem Schiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiede der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins: ===&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Verslänge:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Kürzere Verse,      die die Rastlosigkeit und die kontinuierliche Suche betonen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Längere Verse,      die die Weite und das Abenteuer des Meeres unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Rhythmus und Fluss:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Der Rhythmus ist      eher ruhig und gleichmäßig, was die melancholische Stimmung der Suche verstärkt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Der Rhythmus ist      lebhafter und dynamischer, was die Aufbruchsstimmung und das      Abenteuergefühl unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Bildhafte Sprache:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Verwendet      abstraktere Bilder (blaue Blume, Harfe) zur Darstellung der inneren      Suche.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet      konkrete Naturbilder (Schiff, Wind, Wasservogel, Fische) zur Darstellung      der physischen Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Anzahl der Silben pro Vers:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Variiert, aber      tendenziell kürzer und gleichmäßiger.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Variiert      ebenfalls, aber tendenziell länger und dynamischer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Satzstruktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Kürzere,      einfachere Sätze, die die Rastlosigkeit und den Fokus auf die Suche      betonen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Längere,      komplexere Sätze, die die Bewegung und das Abenteuer des Unterwegsseins      darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Enjambements:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Weniger      Enjambements, was die Ruhe und die Kontemplation der Suche unterstreicht.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Mehr      Enjambements, die den Fluss und die Dynamik der Reise betonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese formalen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zeigen, wie die Struktur und der Stil eines Gedichts das Motiv des Unterwegsseins auf verschiedene Weise unterstützen und verstärken können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;vergleicht beide Gedichte im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede bezüglich der sprachlichen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins, etwa:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Verwendung von Naturbildern:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte nutzen      Naturbilder, um das Motiv des Unterwegsseins zu illustrieren.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: „Länder, Städt      und Au&#039;n“, „blaue Blume“&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: „Schiff“, „Wind“,      „Wasservogel“, „Fische“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Personifikation:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte personifizieren      Elemente der Natur, um die Reise lebendiger zu machen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die blaue Blume      als Symbol für Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Der Wasservogel      „grüßt“ den Mast, Fische „umgaukeln“ den Gast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sehnsuchtsvolle Sprache:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden      eine sehnsuchtsvolle Sprache, die das Streben nach etwas Unerreichbarem      oder Fernem ausdrückt.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: „Ich suche und      finde sie nie“, „Hab lang gehofft, vertraut“&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: „Wär&#039; gern      hineingesprungen“, „da draußen ist mein Reich“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Bewegungsverben:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte nutzen Verben,      die Bewegung und Reise ausdrücken.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: „wandre“, „suche“&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: „bläht“, „saust“,      „fliegt“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiede der sprachlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins: ===&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Ton und Stimmung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Der Ton ist      melancholisch und nachdenklich.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Der Ton ist      optimistisch und abenteuerlustig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Konkretheit vs. Abstraktheit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Verwendet      abstraktere und symbolischere Sprache (blaue Blume als Symbol für Glück).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet      konkretere und bildlichere Sprache (Schiff, Wind, Wasservogel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Emotionale Intensität:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Betont die      emotionale Intensität der unerfüllten Suche (Sehnsucht, Frustration).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Betont die      emotionale Intensität der Freiheit und des Abenteuers (Freude,      Aufbruchsstimmung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Adjektive und Beschreibungen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Weniger      Adjektive, mehr Fokus auf die Handlung des Suchens.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Mehr Adjektive      und lebendige Beschreibungen („frisch“, „kühner“, „blank und munter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Direkte Ansprache und Reflexion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Das lyrische Ich      reflektiert mehr über seine Suche und spricht von seinen Träumen und      Hoffnungen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das lyrische Ich      beschreibt mehr die unmittelbare Umgebung und das Erleben des Moments.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die blaue Blume      als zentrales Symbol für das unerreichbare Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Das Schiff und      die Natur als Symbole für Freiheit und Abenteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sprachliche Mittel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Verwendet      Wiederholungen und Parallelismen, um die Rastlosigkeit und Sehnsucht zu      betonen („Ich suche“, „Ich wandre“).&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet      lebendige und dynamische Bilder, um die Bewegung und das Abenteuer zu      betonen („frisch saust dahin der Wind“, „fliegt&#039;s hinaus geschwind“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sprachlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten verdeutlichen, wie die Wortwahl und die sprachlichen Mittel das Motiv des Unterwegsseins in den beiden Gedichten unterschiedlich gestalten und unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prüft abschließend, inwiefern die Gedichte unterschiedliche oder ähnliche Interpretationen der romantischen Ideale und Sehnsüchte repräsentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berücksichtigt dabei die jeweiligen Entstehungszeiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-      Hochromantik (Eichendorff): Betonung der Volkskultur, der Natur und der Mystik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       Spätromantik (Hebbel): /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ähnlichkeiten in der Repräsentation der Romantik: ===&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte thematisieren      die romantische Sehnsucht nach etwas Unerreichbarem oder Fernem.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die Suche nach      der blauen Blume als Symbol für unerreichbares Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Die Sehnsucht      nach Freiheit und Abenteuer auf dem offenen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Naturverbundenheit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte zeigen eine      tiefe Verbindung zur Natur, die typisch für die Romantik ist.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Landschaften,      Auen, und die blaue Blume.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Meer, Wind,      Wasservogel, und Fische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte verwenden      Symbole, die für größere Ideen oder Gefühle stehen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Blaue Blume als      Symbol für das ideale Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Schiff und Meer      als Symbole für Freiheit und Abenteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Emotionale Intensität:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Beide Gedichte betonen      starke emotionale Zustände, ein Kennzeichen der Romantik.&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Melancholie und      Sehnsucht.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Freude und      Abenteuerlust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiede in der Repräsentation der Romantik: ===&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Ziel und Zweck der Reise:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die Reise ist      eine innere, metaphysische Suche nach einem idealen Zustand oder Glück.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Die Reise ist      eine konkrete, physische Bewegung, die das Abenteuer und die Freiheit      betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Stimmung und Ton:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Melancholisch und      nachdenklich, typisch für die romantische Reflexion über das Unerreichbare.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Optimistisch und      abenteuerlustig, was auch in der Romantik vorkommt, aber weniger      introspektiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Individuelle vs. universelle Themen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Fokussiert      stärker auf das individuelle Erleben und die persönliche Suche des      lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Betont mehr das      universelle Thema der Freiheit und des Abenteuers, das viele Menschen      anspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Künstlerischer Ausdruck:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die Harfe als      Symbol für künstlerischen Ausdruck und die Suche nach dem Schönen.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Kein direkter Bezug      zu künstlerischem Ausdruck; der Fokus liegt auf der physischen Reise und      der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Philosophische Tiefe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Tiefer      philosophischer Gehalt durch die Suche nach einem idealen Zustand, was      typisch für die romantische Reflexion ist.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Weniger      philosophische Tiefe, mehr Betonung auf das unmittelbare Erleben und die      Freude am Unterwegssein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        &#039;&#039;&#039;Verwendung von Symbolen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Gedicht 1: Die blaue Blume      als zentrales romantisches Symbol für das Unerreichbare und das Ideal.&lt;br /&gt;
** Gedicht 2: Verwendet eher konkrete      und weniger symbolisch aufgeladene Bilder wie das Schiff und das Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fazit: ===&lt;br /&gt;
Beide Gedichte repräsentieren die deutsche Romantik, jedoch auf unterschiedliche Weise. Gedicht 1 betont die introspektive, melancholische Seite der Romantik, mit einem starken Fokus auf die Suche nach dem idealen Glück. Gedicht 2 repräsentiert die abenteuerlustige, lebensbejahende Seite der Romantik, mit einem Fokus auf Freiheit und unmittelbares Erleben. Beide Aspekte sind wesentliche Bestandteile der romantischen Literatur, jedoch mit unterschiedlichen Akzenten und Ausprägungen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gedichtvergleich&amp;diff=96835</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichtvergleich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gedichtvergleich&amp;diff=96835"/>
		<updated>2024-06-20T05:55:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wie kann ein Gedichtvergleich als Klausurformat  der Q1 aussehen? Das folgende Beispiel zeigt es!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabenstellung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1)    Interpretiere Joseph von Eichendorffs Gedicht „Die blaue Blume“ inhaltlich, sprachlich und formal unter besonderer Berücksichtigung romantischer Motive und Stimmungen.  (&#039;&#039;36 Punkte&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2)    Vergleiche Eichendorffs Gedicht mit dem Gedicht „Der junge Schiffer“ von Friedrich Hebbel im Hinblick auf die Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins. Prüfe abschließend, inwiefern die Gedichte unterschiedliche oder ähnliche Interpretationen der romantischen Ideale und Sehnsüchte repräsentieren. Berücksichtige dabei auch die jeweiligen Entstehungszeiten.  (&#039;&#039;36 Punkte&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Materialgrundlage:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph von Eichendorffs. „Die blaue Blume“ / Friedrich Hebbel. „Der junge Schiffer“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Joseph von Eichendorff: Die blaue Blume (1818)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Ich suche die blaue Blume,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich suche und finde sie nie,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir träumt, dass in der Blume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein gutes Glück mir blüh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre mit meiner Harfe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Länder, Städt und Au&#039;n,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob nirgends in der Runde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blume zu schaun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre schon seit lange,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hab lang gehofft, vertraut,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ach, noch nirgends hab ich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blum geschaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Friedrich Hebbel: Der junge Schiffer (1836)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Dort bläht ein Schiff die Segel,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
frisch saust dahin der Wind!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anker wird gelichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Steuer flugs gerichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nun fliegt&#039;s hinaus geschwind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kühner Wasservogel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kreist grüßend um den Mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Sonne brennt herunter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
manch Fischlein, blank und munter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
umgaukelt keck den Gast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wär&#039; gern hineingesprungen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da draußen ist mein Reich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ja jung von Jahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da ist&#039;s mir nur ums Fahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohin? das gilt mir gleich!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erwartungshorizont:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Prüfling ....&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;formuliert eine aufgabenbezogene Einleitung unter Nennung von Autor, Titel, Textsorte, Entstehungszeit.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;benennt&#039;&#039;&#039; das Thema des Gedichtes, z.B. sehnsüchtige Suche nach unerreichbarem Glück oder Ideal, symbolisiert durch die blaue Blume.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;gibt&#039;&#039;&#039; den Inhalt des Gedichtes mit eigenen Worten wieder, z.B.:&lt;br /&gt;
** Suche nach der blauen Blume&lt;br /&gt;
** Hoffnung auf Glück durch die Blume&lt;br /&gt;
** Wanderung mit Harfe durch verschiedene Orte (Länder, Städte, Wiesen)&lt;br /&gt;
** Langjährige  Suche ohne Erfolg&lt;br /&gt;
** Enttäuschung  über das Nichtfinden der blauen Blume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Interpretiert inhaltlich:&#039;&#039;&#039; Das Gedicht beschreibt die sehnsüchtige Suche des lyrischen Ichs nach der &amp;quot;blauen Blume,&amp;quot; welche ein Symbol für das ersehnte, aber unerreichbare Glück oder Ideal darstellt. Diese Suche ist von einer tiefen inneren Sehnsucht geprägt, die das lyrische Ich durch verschiedene Landschaften und Orte führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erste Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich träumt von der blauen Blume, die das Symbol für persönliches Glück ist (V. 3/4).&lt;br /&gt;
* Es drückt die Hoffnung aus, dass in der Blume das ersehnte Glück gefunden werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zweite Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich wandert mit seiner Harfe durch verschiedene Orte (Länder, Städte, Wiesen) auf der Suche nach der blauen Blume (V.5/6).&lt;br /&gt;
* Diese Reise ist eine Metapher für die Suche nach dem Glück oder dem Ideal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dritte Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich beschreibt, dass es diese Suche schon lange fortsetzt und dabei stets gehofft und vertraut hat, die blaue Blume zu finden (V.10).&lt;br /&gt;
* Trotz der langen Suche und der Hoffnung bleibt die blaue Blume unauffindbar, was Enttäuschung und Resignation erzeugt (V. 11/12).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesamtinterpretation des Inhalts&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blume steht als zentrales Symbol für das unerreichbare Ideal oder das ungreifbare Glück, das das lyrische Ich sich erträumt.Die Wanderung mit der Harfe kann als Symbol für die schöpferische oder künstlerische Reise des Individuums verstanden werden, das versucht, durch seine Kunst oder seine Suche Erfüllung zu finden. Die Enttäuschung am Ende des Gedichts spiegelt die oft unerfüllte Sehnsucht des Menschen wider, der trotz aller Anstrengungen und Hoffnungen nicht immer sein ideales Glück oder Ziel erreicht. Das Gedicht thematisiert somit die menschliche Erfahrung des Strebens und Suchens nach einem höheren Ideal, das letztlich unerreichbar bleibt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;... interpretiert&#039;&#039;&#039; sprachlich, z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Blaue Blume: Symbol für  Glück (V. 4), darüber hinaus auch möglich: Sehnsucht, unerreichbares Ideal.&lt;br /&gt;
** Harfe (V.5):  Symbol für Kunst, Kreativität, Begleitung auf der Suche.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wortwahl:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Suche&amp;quot; und &amp;quot;finde sie nie&amp;quot; (V.2): Betonung der Unmöglichkeit, das Ideal zu erreichen.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;träumt&amp;quot; (V.4):  Ausdruck von Hoffnung und Wunschdenken.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;wandre&amp;quot; (V.5):  Bewegung und ständige Suche, Rastlosigkeit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wiederholung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Ich suche&amp;quot;, &amp;quot;Ich wandre&amp;quot;: Verstärkung der fortwährenden Suche und Anstrengung.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Die  blaue Blume&amp;quot;: Wiederkehrendes Symbol, das die zentrale Bedeutung unterstreicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metaphern:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Durch Länder, Städt und Au&#039;n&amp;quot; (V. 6): Metapher für das umfassende, allumfassende Suchen in allen Lebensbereichen.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Hab lang gehofft, vertraut&amp;quot; (V. 10): Metapher für die anhaltende Hoffnung und den Glauben an das Erreichen des Ziels.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;... interpretiert&#039;&#039;&#039; formal, z.B.:&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Struktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Drei  Strophen: Jede Strophe vertieft die Suche und die damit verbundenen      Gefühle.&lt;br /&gt;
*** Steigerung: Zunehmende Intensität der Suche und der Enttäuschung.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Metrum&#039;&#039;&#039;: vierhebiger Jambus mit  Zäsuren in den Versen 1, 2 und 5.&lt;br /&gt;
*** - einigermaßen gleichmäßige Suche (mit Hindernissen).&lt;br /&gt;
*** Reim:  (unreine) Kreuzreime mit alternierenden Kadenzen unterstützen die Gleichmäßigkeit.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Klang:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Rhythmus und Reim: Verstärken die melancholische und sehnsüchtige Stimmung des Gedichts.&lt;br /&gt;
* ... &#039;&#039;&#039;deutet das Gedicht, im Hinblick auf&#039;&#039;&#039; romantische Motive und Stimmungen:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Ständige Suche nach demUnerreichbare, z.B.: „Ich suche und finde sie nie.“ (V. 2)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Naturverbundenheit:&#039;&#039;&#039; Idealisierte Natur, z.B. Erwähnung von Landschaften, Städten und Auen (V. 6),&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Symbolik der blauen Blume als&#039;&#039;&#039; Symbol für das Streben nach dem Unendlichen und dem Ideal der Schönheit und Vollkommenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Melancholie und Weltschmerz:&#039;&#039;&#039; Ausdruck tiefer Melancholie und dem Gefühl der Unvollständigkeit und Entfremdung, z.B. „Hab lang gehofft, vertraut“ (V.10)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mystik und Transzendenz&#039;&#039;&#039; in der Suche nach spiritueller Erleuchtung oder höherem Sinn in der blauen Blume.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Subjektivität und Individualität,&#039;&#039;&#039; z.B. in der Betonung der subjektiven Erfahrung durch zahlreiche Anaphern &amp;quot;Ich&amp;quot; (V.1/2, V. 5/9)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Rückzug in die Innenwelt,&#039;&#039;&#039; z. B. im Rückzug in die Träume und  die Hoffnungen (V. 4, V. 10) und damit ein Leben in der eigenen Vorstellungswelt.&lt;br /&gt;
Fazit: Das Gedicht erfüllt zahlreiche Merkmale der deutschen Romantik&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gedichtvergleich&amp;diff=96834</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichtvergleich</title>
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		<updated>2024-06-20T05:45:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wie kann ein Gedichtvergleich als Klausurformat  der Q1 aussehen? Das folgende Beispiel zeigt es!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabenstellung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1)    Interpretiere Joseph von Eichendorffs Gedicht „Die blaue Blume“ inhaltlich, sprachlich und formal unter besonderer Berücksichtigung romantischer Motive und Stimmungen.  (&#039;&#039;36 Punkte&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2)    Vergleiche Eichendorffs Gedicht mit dem Gedicht „Der junge Schiffer“ von Friedrich Hebbel im Hinblick auf die Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins. Prüfe abschließend, inwiefern die Gedichte unterschiedliche oder ähnliche Interpretationen der romantischen Ideale und Sehnsüchte repräsentieren. Berücksichtige dabei auch die jeweiligen Entstehungszeiten.  (&#039;&#039;36 Punkte&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Materialgrundlage:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph von Eichendorffs. „Die blaue Blume“ / Friedrich Hebbel. „Der junge Schiffer“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Joseph von Eichendorff: Die blaue Blume (1818)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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10&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
|Ich suche die blaue Blume,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich suche und finde sie nie,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir träumt, dass in der Blume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein gutes Glück mir blüh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre mit meiner Harfe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Länder, Städt und Au&#039;n,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob nirgends in der Runde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blume zu schaun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre schon seit lange,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hab lang gehofft, vertraut,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ach, noch nirgends hab ich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blum geschaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Friedrich Hebbel: Der junge Schiffer (1836)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Dort bläht ein Schiff die Segel,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
frisch saust dahin der Wind!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anker wird gelichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Steuer flugs gerichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nun fliegt&#039;s hinaus geschwind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kühner Wasservogel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kreist grüßend um den Mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Sonne brennt herunter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
manch Fischlein, blank und munter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
umgaukelt keck den Gast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wär&#039; gern hineingesprungen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da draußen ist mein Reich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ja jung von Jahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da ist&#039;s mir nur ums Fahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohin? das gilt mir gleich!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erwartungshorizont:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Prüfling ....&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;formuliert eine aufgabenbezogene Einleitung unter Nennung von Autor, Titel, Textsorte, Entstehungszeit.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;benennt&#039;&#039;&#039; das Thema des Gedichtes, z.B. sehnsüchtige Suche nach unerreichbarem Glück oder Ideal, symbolisiert durch die blaue Blume.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;gibt&#039;&#039;&#039; den Inhalt des Gedichtes mit eigenen Worten wieder, z.B.:&lt;br /&gt;
** Suche nach der blauen Blume&lt;br /&gt;
** Hoffnung auf Glück durch die Blume&lt;br /&gt;
** Wanderung mit Harfe durch verschiedene Orte (Länder, Städte, Wiesen)&lt;br /&gt;
** Langjährige  Suche ohne Erfolg&lt;br /&gt;
** Enttäuschung  über das Nichtfinden der blauen Blume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Interpretiert inhaltlich:&#039;&#039;&#039; Das Gedicht beschreibt die sehnsüchtige Suche des lyrischen Ichs nach der &amp;quot;blauen Blume,&amp;quot; welche ein Symbol für das ersehnte, aber unerreichbare Glück oder Ideal darstellt. Diese Suche ist von einer tiefen inneren Sehnsucht geprägt, die das lyrische Ich durch verschiedene Landschaften und Orte führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erste Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich träumt von der blauen Blume, die das Symbol für persönliches Glück ist (V. 3/4).&lt;br /&gt;
* Es drückt die Hoffnung aus, dass in der Blume das ersehnte Glück gefunden werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zweite Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich wandert mit seiner Harfe durch verschiedene Orte (Länder, Städte, Wiesen) auf der Suche nach der blauen Blume (V.5/6).&lt;br /&gt;
* Diese Reise ist eine Metapher für die Suche nach dem Glück oder dem Ideal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dritte Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich beschreibt, dass es diese Suche schon lange fortsetzt und dabei stets gehofft und vertraut hat, die blaue Blume zu finden (V.10).&lt;br /&gt;
* Trotz der langen Suche und der Hoffnung bleibt die blaue Blume unauffindbar, was Enttäuschung und Resignation erzeugt (V. 11/12).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesamtinterpretation des Inhalts&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blume steht als zentrales Symbol für das unerreichbare Ideal oder das ungreifbare Glück, das das lyrische Ich sich erträumt.Die Wanderung mit der Harfe kann als Symbol für die schöpferische oder künstlerische Reise des Individuums verstanden werden, das versucht, durch seine Kunst oder seine Suche Erfüllung zu finden. Die Enttäuschung am Ende des Gedichts spiegelt die oft unerfüllte Sehnsucht des Menschen wider, der trotz aller Anstrengungen und Hoffnungen nicht immer sein ideales Glück oder Ziel erreicht. Das Gedicht thematisiert somit die menschliche Erfahrung des Strebens und Suchens nach einem höheren Ideal, das letztlich unerreichbar bleibt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;... interpretiert&#039;&#039;&#039; sprachlich, z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Blaue Blume: Symbol für  Glück (V. 4), darüber hinaus auch möglich: Sehnsucht, unerreichbares Ideal.&lt;br /&gt;
** Harfe (V.5):  Symbol für Kunst, Kreativität, Begleitung auf der Suche.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wortwahl:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Suche&amp;quot; und &amp;quot;finde sie nie&amp;quot; (V.2): Betonung der Unmöglichkeit, das Ideal zu erreichen.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;träumt&amp;quot; (V.4):  Ausdruck von Hoffnung und Wunschdenken.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;wandre&amp;quot; (V.5):  Bewegung und ständige Suche, Rastlosigkeit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wiederholung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Ich suche&amp;quot;, &amp;quot;Ich wandre&amp;quot;: Verstärkung der fortwährenden Suche und Anstrengung.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Die  blaue Blume&amp;quot;: Wiederkehrendes Symbol, das die zentrale Bedeutung unterstreicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metaphern:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Durch Länder, Städt und Au&#039;n&amp;quot; (V. 6): Metapher für das umfassende, allumfassende Suchen in allen Lebensbereichen.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Hab lang gehofft, vertraut&amp;quot; (V. 10): Metapher für die anhaltende Hoffnung und den Glauben an das Erreichen des Ziels.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;... interpretiert&#039;&#039;&#039; formal, z.B.:&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Struktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Drei  Strophen: Jede Strophe vertieft die Suche und die damit verbundenen      Gefühle.&lt;br /&gt;
*** Steigerung: Zunehmende Intensität der Suche und der Enttäuschung.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Metrum&#039;&#039;&#039;: vierhebiger Jambus mit  Zäsuren in den Versen 1, 2 und 5.&lt;br /&gt;
*** - einigermaßen gleichmäßige Suche (mit Hindernissen).&lt;br /&gt;
*** Reim:  (unreine) Kreuzreime mit alternierenden Kadenzen unterstützen die Gleichmäßigkeit.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Klang:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Rhythmus und Reim: Verstärken die melancholische und sehnsüchtige Stimmung des Gedichts.&lt;br /&gt;
* ... &#039;&#039;&#039;deutet das Gedicht, im Hinblick auf&#039;&#039;&#039; romantische Motive und Stimmungen:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sehnsucht und Suche:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Unstillbare Sehnsucht&lt;br /&gt;
*** Ständige Suche nach dem      Unerreichbaren&lt;br /&gt;
*** Beispiel: „Ich suche und      finde sie nie.“  ·        &#039;&#039;&#039;Naturverbundenheit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Idealisierte Natur&lt;br /&gt;
*** Erwähnung von Landschaften, Städten und Auen&lt;br /&gt;
*** Beispiel: „Durch Länder, Städt und Au&#039;n.“  ·        &#039;&#039;&#039;Symbolik der blauen Blume:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Symbol für das Streben nach dem Unendlichen&lt;br /&gt;
*** Ideal der Schönheit und Vollkommenheit&lt;br /&gt;
*** Beispiel: „Die blaue Blume seh ich immer.“  ·        &#039;&#039;&#039;Melancholie und Weltschmerz:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Ausdruck tiefer Melancholie&lt;br /&gt;
*** Gefühl der Unvollständigkeit und Entfremdung&lt;br /&gt;
*** Beispiel: „Hab lang gehofft, vertraut.“  ·        &#039;&#039;&#039;Mystik und Transzendenz:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Suche nach spiritueller      Erleuchtung oder höherem Sinn&lt;br /&gt;
*** Verbindung zum      Transzendenten und Unbekannten&lt;br /&gt;
*** Beispiel: „Die blaue Blume      seh ich immer.“  ·        &#039;&#039;&#039;Subjektivität und Individualität:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Betonung der subjektiven      Erfahrung&lt;br /&gt;
*** Individuelle Suche nach      Erfüllung&lt;br /&gt;
*** Beispiel: „Ich suche und      finde sie nie.“  ·        &#039;&#039;&#039;Rückzug in die Innenwelt:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*** Rückzug in die Träume und      Hoffnungen des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
*** Leben in der eigenen      Vorstellungswelt&lt;br /&gt;
*** Beispiel: „Träum ich von ihr      zur Nacht.“  Typische Merkmale der deutschen Romantik&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gedichtvergleich&amp;diff=96833</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichtvergleich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gedichtvergleich&amp;diff=96833"/>
		<updated>2024-06-20T05:39:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: Die Seite wurde neu angelegt: „Wie kann ein Gedichtvergleich als Klausurformat  der Q1 aussehen? Das folgende Beispiel zeigt es!   &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aufgabenstellung:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;   1)    Interpretiere Joseph von Eichendorffs Gedicht „Die blaue Blume“ inhaltlich, sprachlich und formal unter besonderer Berücksichtigung romantischer Motive und Stimmungen.  (&amp;#039;&amp;#039;36 Punkte&amp;#039;&amp;#039;)  2)    Vergleiche Eichendorffs Gedicht mit dem Gedicht „Der junge Schiffer“ von Friedrich Hebbel im Hinblick auf die Gestaltung…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wie kann ein Gedichtvergleich als Klausurformat  der Q1 aussehen? Das folgende Beispiel zeigt es!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabenstellung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1)    Interpretiere Joseph von Eichendorffs Gedicht „Die blaue Blume“ inhaltlich, sprachlich und formal unter besonderer Berücksichtigung romantischer Motive und Stimmungen.  (&#039;&#039;36 Punkte&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2)    Vergleiche Eichendorffs Gedicht mit dem Gedicht „Der junge Schiffer“ von Friedrich Hebbel im Hinblick auf die Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins. Prüfe abschließend, inwiefern die Gedichte unterschiedliche oder ähnliche Interpretationen der romantischen Ideale und Sehnsüchte repräsentieren. Berücksichtige dabei auch die jeweiligen Entstehungszeiten.  (&#039;&#039;36 Punkte&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Materialgrundlage:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph von Eichendorffs. „Die blaue Blume“ / Friedrich Hebbel. „Der junge Schiffer“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Joseph von Eichendorff: Die blaue Blume (1818)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Ich suche die blaue Blume,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich suche und finde sie nie,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir träumt, dass in der Blume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein gutes Glück mir blüh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre mit meiner Harfe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Länder, Städt und Au&#039;n,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob nirgends in der Runde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blume zu schaun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre schon seit lange,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hab lang gehofft, vertraut,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ach, noch nirgends hab ich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blum geschaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Friedrich Hebbel: Der junge Schiffer (1836)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Dort bläht ein Schiff die Segel,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
frisch saust dahin der Wind!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anker wird gelichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Steuer flugs gerichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nun fliegt&#039;s hinaus geschwind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kühner Wasservogel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kreist grüßend um den Mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Sonne brennt herunter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
manch Fischlein, blank und munter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
umgaukelt keck den Gast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wär&#039; gern hineingesprungen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da draußen ist mein Reich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ja jung von Jahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da ist&#039;s mir nur ums Fahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohin? das gilt mir gleich!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erwartungshorizont:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Prüfling ....&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;formuliert eine aufgabenbezogene Einleitung unter Nennung von Autor, Titel, Textsorte, Entstehungszeit.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;benennt&#039;&#039;&#039; das Thema des Gedichtes, z.B. sehnsüchtige Suche nach unerreichbarem Glück oder Ideal, symbolisiert durch die blaue Blume.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;gibt&#039;&#039;&#039; den Inhalt des Gedichtes mit eigenen Worten wieder, z.B.:&lt;br /&gt;
** Suche nach der blauen Blume&lt;br /&gt;
** Hoffnung auf Glück durch die Blume&lt;br /&gt;
** Wanderung mit Harfe durch verschiedene Orte (Länder, Städte, Wiesen)&lt;br /&gt;
** Langjährige  Suche ohne Erfolg&lt;br /&gt;
** Enttäuschung  über das Nichtfinden der blauen Blume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Interpretiert inhaltlich:&#039;&#039;&#039; Das Gedicht beschreibt die sehnsüchtige Suche des lyrischen Ichs nach der &amp;quot;blauen Blume,&amp;quot; welche ein Symbol für das ersehnte, aber unerreichbare Glück oder Ideal darstellt. Diese Suche ist von einer tiefen inneren Sehnsucht geprägt, die das lyrische Ich durch verschiedene Landschaften und Orte führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erste Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich träumt von der blauen Blume, die das Symbol für persönliches Glück ist (V. 3/4).&lt;br /&gt;
* Es drückt die Hoffnung aus, dass in der Blume das ersehnte Glück gefunden werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zweite Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich wandert mit seiner Harfe durch verschiedene Orte (Länder, Städte, Wiesen) auf der Suche nach der blauen Blume (V.5/6).&lt;br /&gt;
* Diese Reise ist eine Metapher für die Suche nach dem Glück oder dem Ideal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dritte Strophe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das lyrische Ich beschreibt, dass es diese Suche schon lange fortsetzt und dabei stets gehofft und vertraut hat, die blaue Blume zu finden (V.10).&lt;br /&gt;
* Trotz der langen Suche und der Hoffnung bleibt die blaue Blume unauffindbar, was Enttäuschung und Resignation erzeugt (V. 11/12).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Die blaue Blume steht als zentrales Symbol für das unerreichbare Ideal oder das ungreifbare Glück, das das lyrische Ich sich erträumt.&lt;br /&gt;
* Die Wanderung mit der Harfe kann als Symbol für die schöpferische oder künstlerische Reise des Individuums verstanden werden, das versucht, durch seine Kunst oder seine Suche Erfüllung zu finden.&lt;br /&gt;
* Die Enttäuschung am Ende des Gedichts spiegelt die oft unerfüllte Sehnsucht des Menschen wider, der trotz aller Anstrengungen und Hoffnungen nicht immer sein ideales Glück oder Ziel erreicht.&lt;br /&gt;
* Das Gedicht thematisiert somit die menschliche Erfahrung des Strebens und Suchens nach einem höheren Ideal, das letztlich unerreichbar bleibt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Wie_interpretiere_ich_ein_Gedicht%3F&amp;diff=96832</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Wie_interpretiere_ich_ein_Gedicht%3F&amp;diff=96832"/>
		<updated>2024-06-20T05:29:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ein Gedicht ist ein Geheimnis, dessen Schlüssel der Leser suchen muss. Mallarmé&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach: Ursula Frank: Lyrik des Expressionismus. DEUTSCH BETRIFFT UNS 2002-04, S. 6. Bergmoser und Höller 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Bei einer Gedichtinterpretation geht es darum, das Gedicht zu beschreiben und den „versteckten“ Text zu enthüllen. Dabei muss immer darauf geachtet werden, dass die Interpretation nicht am Text vorbeiläuft, d.h. analytische und deutende Elemente gedanklich und sprachlich miteinander verknüpft und belegt sind.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst solltest du dir immer ein Konzept für deine Interpretation machen, in dem du z.B. die folgenden einzelnen Schritte tabellarisch oder in Stichpunkten bearbeitest. Für die schriftliche Ausformulierung deiner Interpretation kannst du auf [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?/Formulierungshilfen für die schriftliche Interpretation|Formulierungshilfen]] zurückgreifen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====1.) Der erste Eindruck=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wovon handelt das Gedicht? Welchen Eindruck macht es auf mich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Benennung eines Themas oder Leitmotivs und Beschreibung der individuellen Wirkung, die das Gedicht entfaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus lässt sich - falls gefordert oder gewünscht - eine &#039;&#039;&#039;Deutungshypothese&#039;&#039;&#039; formulieren: Sie könnte der &amp;quot;Schlüssel&amp;quot; zum Geheimnis des Gedichtes sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====2. ) Die Inhaltsangabe=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie ist das Gedicht grundätzlich gestaltet?&#039;&#039;&#039; Erzählt es eine Geschichte - welche? Beschreibt es eine Situation/ ein Gefühl/ einen Gedanken- welche? Formuliert es eine (politische) Botschaft- welche?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zusammenfassung des Inhalts des Gedichts mit wenigen, aber eigenen Worten. Keine Nacherzählung, keine Versangaben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dieser &#039;&#039;&#039;inhaltlichen Basis&#039;&#039;&#039; werde nun alle analytischen Aspekte aufgebaut bzw. daran angeknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====3.) Die Analyse:=====&lt;br /&gt;
Gedichte heißen so, weil sie &amp;quot;verdichtete Sprache&amp;quot; sind, d.h. es wird auf oft engem Raum/mit wenigen Worten ganz viel gesagt, vieles angedeutet und manches nicht gesagt, was das Analysieren von Gedichen besonders interessant macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gelungenes Gedicht verbindet Inhalt, Sprache und Form so miteinander, dass jedes Einzelne und alles zusammen einen Sinn ergibt  - des Schlüssel nämlich. Damit wir diesen Schlüssel finden können, müssen wir Inhalt, Sprache und Form genau untersuchen und uns bei jedem einzelnen Befund fragen: Was ist das? (Analyse) und welche Bedeutung/Funktion/Wirkung hat es? (Interpretation).&amp;lt;blockquote&amp;gt;Analyse ist das systhematische Untersuchen eines Gegenstandes oder Sachverhaltes hinsichtlich aller Faktoren oder Komponenten, die ihn bestimmen!&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Die Kunst der Analyse besteht also darin, &#039;&#039;&#039;systematisch&#039;&#039;&#039; vorzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======3a.) Inhaltsanalyse:======&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wovon handelt das Gedicht konkret?&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Benennung aller einzelnen inhaltlichen Aussagen, z.B. kann hier strophen- oder sogar versweise vorgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Darstellung der Wirkung, die die inhaltlichen Aussagen erzeugen, z.B. ob eine bestimmte Stimmung erzeugt wird oder ein Gefühl erweckt oder ein politischer Appell formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Erwartungen weckt die Überschrift?&#039;&#039;&#039; Wie verhalten sich Titel und Text zueinander? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Titel und Text, d.h. Überschrift und Inhalt, können einander entsprechen oder einander widersprechen oder vordergründig gar nichts miteinander zu tun haben. Inwiefern werden die Erwartungen des Titels vom Inhalt erfüllt? Dies gilt es herauszufinden, und sich zu fragen, warum das so gemacht worden sein könnte (Interpretation). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Kernaussage/Botschaft ergibt sich aus dem Inhalt?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Formulierung eines inhaltlichen ersten Fazits.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======3b.) Sprachanalyse:======&lt;br /&gt;
Bei der sprachlichen Analyse ist es besonders wichtig, nicht nur Stilmittel zu finden und zu benennen, sondern auch sie in Bezug auf den von ihnen dargestellten Inhalt zu deuten. Das wird nämlich oft vergessen! Eine Alliteration z.B. steht aber nicht einfach so im Gedicht, sie erzeugt eine Wirkung, z.B. die beiden Wörter miteinander klaglich und damit auch gedanklich zu verknüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?/Sprachliche Merkmale interpretieren|sprachlichen Merkmale]] kennzeichnen das Gedicht?&#039;&#039;&#039; Aus welchem Bereich stammen diese Merkmale? Was könnten sie bedeuten?     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 - Beschreibung der Wortfelder von Substantiven, Adjektiven und Verben. Darstellung ihrer Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche sprachlichen Mittel  wurden verwendet?&#039;&#039;&#039;  Benennung von Vergleichen, Metaphern, Metonymien, Symbolen usw. Darstellung ihrer Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie ist das Gedicht [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?/ Syntaktische Analyse|syntaktisch gestaltet]]?&#039;&#039;&#039; (Syntax ist der Satzbau). Welche Wirkung erzielt die Syntax?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche anderen [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?/Rhetorische Stilmittel|rhetorischen Stilmittel]] erkenne ich?&#039;&#039;&#039; Darstellung des Effektes, den die verwendeten Stilmittel erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Formulierung einer Gesamtdeutung der sprachlichen Gestaltung des Gedichtes, die zum Inhalt und ihrer Gesamtdeutung passt. Das kann auch ein Kontrast sein, wenn z.B. inhaltlich ganz schöne Dinge (Liebesgeflüster) mit düsteren Bildern und Farben dargestellt werden. Dann ist die Liebe vielleicht schon erloschen, das lyrische Ich hat es aber nur im Unterbewusstesein begriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======3c.) Formanalyse:======&lt;br /&gt;
Bei Gedichten fällt die jeweilige Form oft zuerst ins Auge. Sie ist bei der Analyse immer von  besonderer Bedeutung, da sich der Autor ja bewusst gerade für diese Form entschieden hat. Die Beschreibung der Form sollte nicht isoliert erfolgen, sondern auch hier muss die jeweilige Wirkung bzw. die Intention des Autors erklärt werden! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Formanalyse werden Angaben zum formalen Aufbau angefertigt und gedeutet - auch das wird oft vergessen! Die Formanalyse untersucht die formale Gesamtanlage des Gedichts, z.B. seines Gliederung in Strophen und Versen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Strophe&#039;&#039;:   Eine Strophe ist ein Gedichtabschnitt, der sich in der Regel aus mehreren Versen zusammensetzt und der durch einen Absatz von den folgenden Versen getrennt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vers&#039;&#039;:      Als Vers bezeichnet man die Zeile eines Gedichtes, deren Länge bewusst vom Autor bestimmt wird.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen weitere Merkmale der Form: Bestimmung des [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?/Das Metrum|Metrums]], [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?/Das Reimschema|Reimschemas]] usw. Auch besondere Auffälligkeiten der Form werden benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welcher Zusammenhang besteht zwischen Form und Inhalt?&#039;&#039;&#039; Eine offene Form (z.B. reimlos, ungleiche Verslängen o.ä.) kann dem Ihnalt (z.B. offene Fragen, unklare Gefühle) ensprechen oder ihm widersprechen (z.B. eine abgeschlossene Handlung in offener Form, vielleicht ist das Beschriebene doch noch nicht zuende?)&lt;br /&gt;
=====4.) Entstehungshintergrund=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kenne ich den Autor, was weiß ich über ihn und seine Zeit?&#039;&#039;&#039; Passt mein Wissen zu diesem Gedicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zuordnung von Epochen, Stilmerkmalen und anderem Wissen über die Entstehung des Gedichtes runden die Interpretation ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====5.) Fazit=====&lt;br /&gt;
Im Fazit wird die Gesamtdeutung des Gedichtes vorgenommen, wichtige Aspekte der Interpretation noch einmal benannt und die Deutungshypothese wieder aufgegegriffen. Ein Ausblick, z.B. eine Bewertung vor dem Entstehungshintergrund, rundet die Interpretation ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.) Tipps für die Klassenarbeit/Klausur=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erstes gründliches Lesen des Gedichtes und Erstellen eines Stichwortpapiers zu den genannten Aspekten:  Der erste Eindruck, Inhalt, Sprache, Form, Entstehungshintergrund. Für das Stichwortpapier solltest du dir ruhig eine Stunde Zeit nehmen, für das Ausformulieren eine weitere.&lt;br /&gt;
*Schriftliches Ausformulieren der Analyse und jeweilige Verknüpfung mit einer Deutung (Interpretation). Empfohlen wird folgende Gliederung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einleitung&#039;&#039;&#039;: In knapper Form werden Autor, Gedicht und der Inhalt genannt. Eine kurze Angabe zum inhaltlichen Verlauf des Gedichtes sollte nicht fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hauptteil&#039;&#039;&#039;: Das Stichwortpapier wird an dieser Stelle ausformuliert. Sämtliche Aspekte der Analyse müssen gedeutet und am Text belegt werden. Z.B. müssen Symbole und Bilder aufgelöst, Form und Sprache in Bezug zum Text gebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schluss&#039;&#039;&#039;: Eine kurze Zusammenfassung über den Hauptteil und Einordnung des Gedichtes in einer größeren Zusammenhang. Z.B. ist das Gedicht typisch für das Thema, das es behandelt? Werden die Erwartungen des Lesers erfüllt oder nicht? Was sagt das Gedicht über seinen Verfasser aus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Tipps für die Klassenarbeit: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
► Mach dir bei deiner Analyse auch schon Gedanken über die mögliche Interpretation. Wenn du einen Aspekt nicht sofort deuten kannst, mach dir ein Zeichen im Stichwortpapier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
►Beim Ausformulieren darfst du NUR Aspekte übernehmen, die du auch deuten kannst! Fällt dir keine Deutung ein oder passt der analysierte Aspekt nicht in dein Deutungsschema, dann zeigt das Stichwortpapier trotzdem noch, dass du dein analytisches Handwerk beherrschst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
► Am Ende der Klassenarbeit heftest du dein Stichwortpapier mit deinem Aufsatz ab! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====7.) Besonderheiten des Aufgabenformates &amp;quot;vergleichende Gedichtanalyse&amp;quot; (Aufgabenart I B: vergleichende Analyse literarischer Texte)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollen in einer Klausur zwei Gedichte bearbeitet werden, ist es allein zeitlich kaum möglich, beide Gedichte gleichermaßen vollständig zu analysieren. Bei der sogenannten vergleichenden Gedichtanalyse wird deshalb das erste Gedicht auftragsbezogen umfassend interpretiert und das zweite aspektbezogen auf das erste hin ausgerichtet. Das bedeutet allerdings nicht, dass das zweite Gedicht nur oberflächlich interpretiert werden soll, im Gegenteil: Auch das zweite Gedicht muss differenziert betrachtet werden, aber immer mit der inneren Leitfrage &amp;quot;Was ist hier anders und gleich als beim ersten Gedicht?&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Aufgabenformat konkret aussehen soll, zeigt die folgende Beispielaufgabe&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/cms/zentralabitur-gost/faecher/fach.php?fach=1 https://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/cms/zentralabitur-gost/faecher/fach.php?fach=1:Beispielaufgabe: Gedichtvergleich im Zentralabitur ab 2023.] &amp;lt;/ref&amp;gt;, die das Land NRW im Rahmen der [https://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/cms/zentralabitur-gost/faecher/fach.php?fach=1 Standardsicherung] zur Verfügung stellt. Ein weiteres [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichtvergleich|Beispiel mit einer ausformulierten Musterlösung findet sich hier]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabenstellung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.&#039;&#039;&#039;Interpretieren&#039;&#039;&#039; Sie Joseph von Eichendorffs Gedicht „[https://www.projekt-gutenberg.org/eichndrf/gedichte/chap151.html Der verspätete Wanderer]“ unter besonderer Berücksichtigung der Bildlichkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.&#039;&#039;&#039;Vergleichen&#039;&#039;&#039; Sie Eichendorffs Gedicht mit dem Gedicht „Straßen“ von Günter Kunert im Hinblick auf die Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins. Berücksichtigen Sie dabei die unterschiedliche Entstehungszeit der beiden Gedichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vergleichsaspekt ist also in der Aufgabenstellung vorgegeben, hier &#039;&#039;die Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins&#039;&#039; auf &#039;&#039;der Basis der jeweiligen Entstehungszeiten&#039;&#039; (Epochenbezug!).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Joseph von Eichendorff&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph von Eichendorff: Der verspätete Wanderer. In: Ders.: Werke in einem Band. Hrsg.von Wolfdietrich Rasch. 3. Auflage. München/Wien: Hanser 1984 (Lizenzausgabe für die WBG Darmstadt), S. 444&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Der verspätete Wanderer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo aber werd ich sein im künftgen Lenze?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So frug ich sonst wohl, wenn beim Hüteschwingen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ins Tal wir ließen unser Lied erklingen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn jeder Wipfel bot mir frische Kränze.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ich wußte nur, daß rings der Frühling glänze,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daß nach dem Meer die Ströme leuchtend gingen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom fernen Wunderland die Vögel singen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hatt das Morgenrot noch keine Grenze.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Jetzt aber wirds schon Abend, alle Lieben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind wandermüde längst zurückgeblieben,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachtluft rauscht durch meine welken Kränze,&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Und heimwärts rufen mich die Abendglocken,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der Einsamkeit frag ich erschrocken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo werde ich wohl sein im künftgen Lenze?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Anmerkungen zum Autor:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eichendorff lebte von 1788 bis 1857. Die Erstveröffentlichung des Gedichts war 1859.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Günter Kunert&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Kunert: Straßen. In: Ders.: Ausgewhälte und neue Gedichte. München: Carl Hanser-Verlag 2002, S. 76&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Straßen&amp;lt;blockquote&amp;gt;Straßen: begehbar, gesperrte, verschlammte, zu viele,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ansteigend, abfallend, grade und krumme zum Ziele,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gepflastert und steinig, nicht endend, so scheint es;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis man da anlangt, ist man schon Aas und beweintes,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hat einen Platz an der Straße erhalten, doch unter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem Boden. Drüber und weiter und unaufhaltsam und munter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gehen und laufen, marschieren, die leben, die blicken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht rechts, links und rückwärts, spüren die Tücken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Straßen erst später, selber schon müde vom Laufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
harren des Zieles noch, und ohne Verschnaufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tappen sie weiter, stürzen wo nieder und fragen vergebens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den leeren Himmel: Ob denn das Leben der Sinn alles Lebens.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Anmerkungen zum Autor:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kunert lebte von 1929 bis 2019, bis 1979 in der DDR, danach in der Bundesrepublik. Das Gedicht aus der erstmals im Jahr 1970 erschienenen Sammlung „Warnung vor Spiegeln“ entstand zwischen 1965 und 1969 in der DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======7.1.) Erwartungshorizont======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufgabenstellung zeigt, dass der Gedichtvergleich erst in der zweiten Aufgabe zum Tragen kommt. Folgende Darstellungen formuliert der Erwartungshorizont&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltlicher Vergleich:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwendung des Motivs des Wanderns (durch die Natur bei Eichendorff) bzw. des Gehens ( über eine Vielzahl von Straßen bei Kunert) für die Darstellung der Lebensreise des Menschen&lt;br /&gt;
*Aufwerfen der Frage nach dem Sinn des Lebens im Rahmen der Darstellung des Lebens als Reise durch die Natur (Eichendorff) bzw. über eine Vielzahl endlos und unüberwindbar erscheinender, auf den Tod zulaufender Straßen (Kunert),&lt;br /&gt;
*Motiv der Ermüdung des Wandernden am Lebensabend (Eichendorff) bzw. nach dem Beschreiten einer Vielzahl   ansteigend[er],abfallend[er], grade[r] und krumme[r] (V. 2) Straßen (Kunert) im Kontrast zum zunächst eifrigen Voranschreiten,&lt;br /&gt;
*Skepsis gegenüber einem erwartungsvollen Ankommen am Ziel schon bei Eichendorff ( Da hatt das Morgenrot noch keine Grenze. (V. 8)) bzw. Skepsis gegenüber der Bewältigung der Straßen bei Kunert ( spüren die Tücken / [   ] erst später (V. 8 f.)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Insgesamt:&#039;&#039;&#039; Verwendung des Reisemotivs in beiden Gedichten zur Reflexion der lebensgeschichtlichen Entwicklung und der damit verbundenen Sinnfragen des einzelnen Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|WICHTIG!|Ein Vergleich erfordert auch die explizite Nennung von Gemeinsamkeiten - nicht nur von Unterschieden!|Hervorhebung2&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Motiv-Vergleich, d.h. Vergleich der Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*unterschiedliche Gestaltung der Sprechsituation: erzählendes und reflektierendes Sprechen eines handelnden lyrischen Ichs bei Eichendorff; reflektierendes, verallgemeinerndes und distanziertes Sprechen ohne individuelles, sich selbst explizit thematisierendes Sprecher-Ich bei Kunert,&lt;br /&gt;
*ausgeschmückte Darstellung von Natur und Atmosphäre bei Eichendorff, sachliche Beschreibung von Straßen aus Sicht eines distanzierten Beobachters bei Kunert,&lt;br /&gt;
*grundsätzliche Ziellosigkeit des modernen Menschen, verdeutlicht an der Vielzahl der die Richtung weisenden Straßen, bei Kunert; hingegen Orientierungsmöglichkeit auch für den einsamen Wanderer ber die einladenden Abendglocken bei Eichendorff,&lt;br /&gt;
*Begriff der Heimat und des Nachhausekommens als mögliche Antwort auf die Sinnfrage bei Eichendorff, vergebliche Sinnsuche im Sinne vonTranszendenz bei Kunert,&lt;br /&gt;
*religiöse Konnotation des Begriffs der Heimat und des Nachhausekommens bei Eichendorff, Möglichkeit der Sinngebung ausschließlich imLeben selbst bei Kunert ( ,und fragen vergebens / den leeren Himmel: Ob denn das Leben der Sinn alles Lebens. (V. 11 12)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Insgesamt:&#039;&#039;&#039; Anspielung auf eine transzendente Ordnung, in die der Mensch im Zuge seiner Lebensreise eingebunden ist, bei Eichendorff; Abwesenheit eines transzendenten, dem Leben Sinn verleihenden Zusammenhangs bei Kunert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vergleich der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Rückgriff auf die traditionelle Gedichtform des Sonetts und Einhaltung seiner grundlegenden Bauprinzipien bei Eichendorff; hingegenindividuelle, nicht an Traditionen orientierte Formgebung (Block aus zwölf Versen, Verzicht auf Versmaß) bei Kunert,&lt;br /&gt;
*Deutbarkeit der festen Gedichtform auch als Ausdruck der Eingebundenheit in eine transzendente Ordnung bei Eichendorff; Deutbarkeit des Bruchs mit traditioneller Formensprache als Ausdruck für die transzendentale Obdachlosigkeit des modernen Menschen bei Kunert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vergleich der sprachlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*die bereits im Titel genannten Straßen als zentrales Motiv und Bild für die Lebensreise des modernen Menschen bei Kunert, hingegen Verwendung des romantischen Motivs der Wanderung durch die den Menschen umfangende Natur bei Eichendorff,&lt;br /&gt;
*Doppeldeutigkeit des Wander-Motivs und der Tages- bzw. Jahreszeit im Hinblick auf reales Geschehen und die Übertragbarkeit auf die Lebensreise bei Eichendorff, hingegen überwiegend metaphorisches Sprechen bei Kunert,&lt;br /&gt;
*Evokation der Vorstellung einer in sich geschlossenen und abgerundeten Lebensreise durch die metaphorische Verwendung der Tageszeiten bei Eichendorff, indes Darstellung des Lebens als Begehung einer Vielzahl eventuell beliebig gewählter, endlos wirkender Straßen durch die Verwendung des Plurals und einer von Reihungen geprägten Syntax bei Kunert,&lt;br /&gt;
*auch mit positiven Gefühlen aufgeladene Vorstellung vom Lebensende durch die Personifikation der Abendglocken , die das lyrische Ich heimwärts rufen (V. 12), bei Eichendorff, hingegen Darstellung der Vergünglichkeit des Menschen in schroffer, nicht verklärter Form durch die Verwendung des Substantivs Aas (V. 4) bei Kunert,&lt;br /&gt;
*Deutbarkeit des Bildes der Abendglocken als Verweis auf eine transzendente, dem Leben Sinn verleihende Ordnung bei Eichendorff, hingegen Nutzung des Bildes des leeren Himmel[s] (V. 12) als Ausdruck des Verlusts des Gefühls der religiösen Eingebundenheit und der offenen Frage, [ob] denn das Leben der Sinn alles Lebens (V. 12) sei, bei Kunert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Fazit sollte folgende Aspekte aufgreifen:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*die unterschiedliche Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins als Lebensreise in der Romantik, in der das Unendliche im Endlichen aufzuscheinen scheint, und in der modernen Lyrik, in der Sinnfragen zumeist ohne Bezugnahme auf eine transzendente Ordnung beantwortet werden,&lt;br /&gt;
*die in den unterschiedlichen Entstehungskontexten gr ndende, stark voneinander abweichende Formensprache der beiden Gedichte, die nicht nur lebensphilosophische, sondern auch politische Bedeutungsdimension des Gedichts von Kunert.&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Wie_interpretiere_ich_ein_Gedicht%3F&amp;diff=96831</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?</title>
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		<updated>2024-06-20T05:25:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ein Gedicht ist ein Geheimnis, dessen Schlüssel der Leser suchen muss. Mallarmé&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach: Ursula Frank: Lyrik des Expressionismus. DEUTSCH BETRIFFT UNS 2002-04, S. 6. Bergmoser und Höller 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Bei einer Gedichtinterpretation geht es darum, das Gedicht zu beschreiben und den „versteckten“ Text zu enthüllen. Dabei muss immer darauf geachtet werden, dass die Interpretation nicht am Text vorbeiläuft, d.h. analytische und deutende Elemente gedanklich und sprachlich miteinander verknüpft und belegt sind.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst solltest du dir immer ein Konzept für deine Interpretation machen, in dem du z.B. die folgenden einzelnen Schritte tabellarisch oder in Stichpunkten bearbeitest. Für die schriftliche Ausformulierung deiner Interpretation kannst du auf [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?/Formulierungshilfen für die schriftliche Interpretation|Formulierungshilfen]] zurückgreifen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====1.) Der erste Eindruck=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wovon handelt das Gedicht? Welchen Eindruck macht es auf mich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Benennung eines Themas oder Leitmotivs und Beschreibung der individuellen Wirkung, die das Gedicht entfaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus lässt sich - falls gefordert oder gewünscht - eine &#039;&#039;&#039;Deutungshypothese&#039;&#039;&#039; formulieren: Sie könnte der &amp;quot;Schlüssel&amp;quot; zum Geheimnis des Gedichtes sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====2. ) Die Inhaltsangabe=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie ist das Gedicht grundätzlich gestaltet?&#039;&#039;&#039; Erzählt es eine Geschichte - welche? Beschreibt es eine Situation/ ein Gefühl/ einen Gedanken- welche? Formuliert es eine (politische) Botschaft- welche?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zusammenfassung des Inhalts des Gedichts mit wenigen, aber eigenen Worten. Keine Nacherzählung, keine Versangaben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dieser &#039;&#039;&#039;inhaltlichen Basis&#039;&#039;&#039; werde nun alle analytischen Aspekte aufgebaut bzw. daran angeknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====3.) Die Analyse:=====&lt;br /&gt;
Gedichte heißen so, weil sie &amp;quot;verdichtete Sprache&amp;quot; sind, d.h. es wird auf oft engem Raum/mit wenigen Worten ganz viel gesagt, vieles angedeutet und manches nicht gesagt, was das Analysieren von Gedichen besonders interessant macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gelungenes Gedicht verbindet Inhalt, Sprache und Form so miteinander, dass jedes Einzelne und alles zusammen einen Sinn ergibt  - des Schlüssel nämlich. Damit wir diesen Schlüssel finden können, müssen wir Inhalt, Sprache und Form genau untersuchen und uns bei jedem einzelnen Befund fragen: Was ist das? (Analyse) und welche Bedeutung/Funktion/Wirkung hat es? (Interpretation).&amp;lt;blockquote&amp;gt;Analyse ist das systhematische Untersuchen eines Gegenstandes oder Sachverhaltes hinsichtlich aller Faktoren oder Komponenten, die ihn bestimmen!&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Die Kunst der Analyse besteht also darin, &#039;&#039;&#039;systematisch&#039;&#039;&#039; vorzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======3a.) Inhaltsanalyse:======&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wovon handelt das Gedicht konkret?&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Benennung aller einzelnen inhaltlichen Aussagen, z.B. kann hier strophen- oder sogar versweise vorgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Darstellung der Wirkung, die die inhaltlichen Aussagen erzeugen, z.B. ob eine bestimmte Stimmung erzeugt wird oder ein Gefühl erweckt oder ein politischer Appell formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Erwartungen weckt die Überschrift?&#039;&#039;&#039; Wie verhalten sich Titel und Text zueinander? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Titel und Text, d.h. Überschrift und Inhalt, können einander entsprechen oder einander widersprechen oder vordergründig gar nichts miteinander zu tun haben. Inwiefern werden die Erwartungen des Titels vom Inhalt erfüllt? Dies gilt es herauszufinden, und sich zu fragen, warum das so gemacht worden sein könnte (Interpretation). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Kernaussage/Botschaft ergibt sich aus dem Inhalt?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Formulierung eines inhaltlichen ersten Fazits.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======3b.) Sprachanalyse:======&lt;br /&gt;
Bei der sprachlichen Analyse ist es besonders wichtig, nicht nur Stilmittel zu finden und zu benennen, sondern auch sie in Bezug auf den von ihnen dargestellten Inhalt zu deuten. Das wird nämlich oft vergessen! Eine Alliteration z.B. steht aber nicht einfach so im Gedicht, sie erzeugt eine Wirkung, z.B. die beiden Wörter miteinander klaglich und damit auch gedanklich zu verknüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?/Sprachliche Merkmale interpretieren|sprachlichen Merkmale]] kennzeichnen das Gedicht?&#039;&#039;&#039; Aus welchem Bereich stammen diese Merkmale? Was könnten sie bedeuten?     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 - Beschreibung der Wortfelder von Substantiven, Adjektiven und Verben. Darstellung ihrer Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche sprachlichen Mittel  wurden verwendet?&#039;&#039;&#039;  Benennung von Vergleichen, Metaphern, Metonymien, Symbolen usw. Darstellung ihrer Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie ist das Gedicht [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?/ Syntaktische Analyse|syntaktisch gestaltet]]?&#039;&#039;&#039; (Syntax ist der Satzbau). Welche Wirkung erzielt die Syntax?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche anderen [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?/Rhetorische Stilmittel|rhetorischen Stilmittel]] erkenne ich?&#039;&#039;&#039; Darstellung des Effektes, den die verwendeten Stilmittel erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Formulierung einer Gesamtdeutung der sprachlichen Gestaltung des Gedichtes, die zum Inhalt und ihrer Gesamtdeutung passt. Das kann auch ein Kontrast sein, wenn z.B. inhaltlich ganz schöne Dinge (Liebesgeflüster) mit düsteren Bildern und Farben dargestellt werden. Dann ist die Liebe vielleicht schon erloschen, das lyrische Ich hat es aber nur im Unterbewusstesein begriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======3c.) Formanalyse:======&lt;br /&gt;
Bei Gedichten fällt die jeweilige Form oft zuerst ins Auge. Sie ist bei der Analyse immer von  besonderer Bedeutung, da sich der Autor ja bewusst gerade für diese Form entschieden hat. Die Beschreibung der Form sollte nicht isoliert erfolgen, sondern auch hier muss die jeweilige Wirkung bzw. die Intention des Autors erklärt werden! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Formanalyse werden Angaben zum formalen Aufbau angefertigt und gedeutet - auch das wird oft vergessen! Die Formanalyse untersucht die formale Gesamtanlage des Gedichts, z.B. seines Gliederung in Strophen und Versen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Strophe&#039;&#039;:   Eine Strophe ist ein Gedichtabschnitt, der sich in der Regel aus mehreren Versen zusammensetzt und der durch einen Absatz von den folgenden Versen getrennt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vers&#039;&#039;:      Als Vers bezeichnet man die Zeile eines Gedichtes, deren Länge bewusst vom Autor bestimmt wird.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen weitere Merkmale der Form: Bestimmung des [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?/Das Metrum|Metrums]], [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?/Das Reimschema|Reimschemas]] usw. Auch besondere Auffälligkeiten der Form werden benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welcher Zusammenhang besteht zwischen Form und Inhalt?&#039;&#039;&#039; Eine offene Form (z.B. reimlos, ungleiche Verslängen o.ä.) kann dem Ihnalt (z.B. offene Fragen, unklare Gefühle) ensprechen oder ihm widersprechen (z.B. eine abgeschlossene Handlung in offener Form, vielleicht ist das Beschriebene doch noch nicht zuende?)&lt;br /&gt;
=====4.) Entstehungshintergrund=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kenne ich den Autor, was weiß ich über ihn und seine Zeit?&#039;&#039;&#039; Passt mein Wissen zu diesem Gedicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zuordnung von Epochen, Stilmerkmalen und anderem Wissen über die Entstehung des Gedichtes runden die Interpretation ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====5.) Fazit=====&lt;br /&gt;
Im Fazit wird die Gesamtdeutung des Gedichtes vorgenommen, wichtige Aspekte der Interpretation noch einmal benannt und die Deutungshypothese wieder aufgegegriffen. Ein Ausblick, z.B. eine Bewertung vor dem Entstehungshintergrund, rundet die Interpretation ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.) Tipps für die Klassenarbeit/Klausur=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erstes gründliches Lesen des Gedichtes und Erstellen eines Stichwortpapiers zu den genannten Aspekten:  Der erste Eindruck, Inhalt, Sprache, Form, Entstehungshintergrund. Für das Stichwortpapier solltest du dir ruhig eine Stunde Zeit nehmen, für das Ausformulieren eine weitere.&lt;br /&gt;
*Schriftliches Ausformulieren der Analyse und jeweilige Verknüpfung mit einer Deutung (Interpretation). Empfohlen wird folgende Gliederung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einleitung&#039;&#039;&#039;: In knapper Form werden Autor, Gedicht und der Inhalt genannt. Eine kurze Angabe zum inhaltlichen Verlauf des Gedichtes sollte nicht fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hauptteil&#039;&#039;&#039;: Das Stichwortpapier wird an dieser Stelle ausformuliert. Sämtliche Aspekte der Analyse müssen gedeutet und am Text belegt werden. Z.B. müssen Symbole und Bilder aufgelöst, Form und Sprache in Bezug zum Text gebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schluss&#039;&#039;&#039;: Eine kurze Zusammenfassung über den Hauptteil und Einordnung des Gedichtes in einer größeren Zusammenhang. Z.B. ist das Gedicht typisch für das Thema, das es behandelt? Werden die Erwartungen des Lesers erfüllt oder nicht? Was sagt das Gedicht über seinen Verfasser aus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Tipps für die Klassenarbeit: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
► Mach dir bei deiner Analyse auch schon Gedanken über die mögliche Interpretation. Wenn du einen Aspekt nicht sofort deuten kannst, mach dir ein Zeichen im Stichwortpapier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
►Beim Ausformulieren darfst du NUR Aspekte übernehmen, die du auch deuten kannst! Fällt dir keine Deutung ein oder passt der analysierte Aspekt nicht in dein Deutungsschema, dann zeigt das Stichwortpapier trotzdem noch, dass du dein analytisches Handwerk beherrschst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
► Am Ende der Klassenarbeit heftest du dein Stichwortpapier mit deinem Aufsatz ab! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====7.) Besonderheiten des Aufgabenformates &amp;quot;vergleichende Gedichtanalyse&amp;quot; (Aufgabenart I B: vergleichende Analyse literarischer Texte)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollen in einer Klausur zwei Gedichte bearbeitet werden, ist es allein zeitlich kaum möglich, beide Gedichte gleichermaßen vollständig zu analysieren. Bei der sogenannten vergleichenden Gedichtanalyse wird deshalb das erste Gedicht auftragsbezogen umfassend interpretiert und das zweite aspektbezogen auf das erste hin ausgerichtet. Das bedeutet allerdings nicht, dass das zweite Gedicht nur oberflächlich interpretiert werden soll, im Gegenteil: Auch das zweite Gedicht muss differenziert betrachtet werden, aber immer mit der inneren Leitfrage &amp;quot;Was ist hier anders und gleich als beim ersten Gedicht?&amp;quot;. Wie das Aufgabenformat konkret aussehen soll, zeigt die Beispielaufgabe&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/cms/zentralabitur-gost/faecher/fach.php?fach=1 https://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/cms/zentralabitur-gost/faecher/fach.php?fach=1:Beispielaufgabe: Gedichtvergleich im Zentralabitur ab 2023.] &amp;lt;/ref&amp;gt;, die das Land NRW im Rahmen der [https://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/cms/zentralabitur-gost/faecher/fach.php?fach=1 Standardsicherung] zur Verfügung stellt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabenstellung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.&#039;&#039;&#039;Interpretieren&#039;&#039;&#039; Sie Joseph von Eichendorffs Gedicht „[https://www.projekt-gutenberg.org/eichndrf/gedichte/chap151.html Der verspätete Wanderer]“ unter besonderer Berücksichtigung der Bildlichkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.&#039;&#039;&#039;Vergleichen&#039;&#039;&#039; Sie Eichendorffs Gedicht mit dem Gedicht „Straßen“ von Günter Kunert im Hinblick auf die Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins. Berücksichtigen Sie dabei die unterschiedliche Entstehungszeit der beiden Gedichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vergleichsaspekt ist also in der Aufgabenstellung vorgegeben, hier &#039;&#039;die Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins&#039;&#039; auf &#039;&#039;der Basis der jeweiligen Entstehungszeiten&#039;&#039; (Epochenbezug!).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Joseph von Eichendorff&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph von Eichendorff: Der verspätete Wanderer. In: Ders.: Werke in einem Band. Hrsg.von Wolfdietrich Rasch. 3. Auflage. München/Wien: Hanser 1984 (Lizenzausgabe für die WBG Darmstadt), S. 444&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Der verspätete Wanderer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo aber werd ich sein im künftgen Lenze?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So frug ich sonst wohl, wenn beim Hüteschwingen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ins Tal wir ließen unser Lied erklingen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn jeder Wipfel bot mir frische Kränze.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ich wußte nur, daß rings der Frühling glänze,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daß nach dem Meer die Ströme leuchtend gingen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom fernen Wunderland die Vögel singen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hatt das Morgenrot noch keine Grenze.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Jetzt aber wirds schon Abend, alle Lieben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind wandermüde längst zurückgeblieben,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachtluft rauscht durch meine welken Kränze,&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Und heimwärts rufen mich die Abendglocken,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der Einsamkeit frag ich erschrocken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo werde ich wohl sein im künftgen Lenze?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Anmerkungen zum Autor:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eichendorff lebte von 1788 bis 1857. Die Erstveröffentlichung des Gedichts war 1859.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Günter Kunert&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Kunert: Straßen. In: Ders.: Ausgewhälte und neue Gedichte. München: Carl Hanser-Verlag 2002, S. 76&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Straßen&amp;lt;blockquote&amp;gt;Straßen: begehbar, gesperrte, verschlammte, zu viele,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ansteigend, abfallend, grade und krumme zum Ziele,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gepflastert und steinig, nicht endend, so scheint es;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis man da anlangt, ist man schon Aas und beweintes,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hat einen Platz an der Straße erhalten, doch unter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem Boden. Drüber und weiter und unaufhaltsam und munter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gehen und laufen, marschieren, die leben, die blicken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht rechts, links und rückwärts, spüren die Tücken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Straßen erst später, selber schon müde vom Laufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
harren des Zieles noch, und ohne Verschnaufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tappen sie weiter, stürzen wo nieder und fragen vergebens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den leeren Himmel: Ob denn das Leben der Sinn alles Lebens.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Anmerkungen zum Autor:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kunert lebte von 1929 bis 2019, bis 1979 in der DDR, danach in der Bundesrepublik. Das Gedicht aus der erstmals im Jahr 1970 erschienenen Sammlung „Warnung vor Spiegeln“ entstand zwischen 1965 und 1969 in der DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======7.1.) Erwartungshorizont======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufgabenstellung zeigt, dass der Gedichtvergleich erst in der zweiten Aufgabe zum Tragen kommt. Folgende Darstellungen formuliert der Erwartungshorizont&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltlicher Vergleich:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwendung des Motivs des Wanderns (durch die Natur bei Eichendorff) bzw. des Gehens ( über eine Vielzahl von Straßen bei Kunert) für die Darstellung der Lebensreise des Menschen&lt;br /&gt;
*Aufwerfen der Frage nach dem Sinn des Lebens im Rahmen der Darstellung des Lebens als Reise durch die Natur (Eichendorff) bzw. über eine Vielzahl endlos und unüberwindbar erscheinender, auf den Tod zulaufender Straßen (Kunert),&lt;br /&gt;
*Motiv der Ermüdung des Wandernden am Lebensabend (Eichendorff) bzw. nach dem Beschreiten einer Vielzahl   ansteigend[er],abfallend[er], grade[r] und krumme[r] (V. 2) Straßen (Kunert) im Kontrast zum zunächst eifrigen Voranschreiten,&lt;br /&gt;
*Skepsis gegenüber einem erwartungsvollen Ankommen am Ziel schon bei Eichendorff ( Da hatt das Morgenrot noch keine Grenze. (V. 8)) bzw. Skepsis gegenüber der Bewältigung der Straßen bei Kunert ( spüren die Tücken / [   ] erst später (V. 8 f.)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Insgesamt:&#039;&#039;&#039; Verwendung des Reisemotivs in beiden Gedichten zur Reflexion der lebensgeschichtlichen Entwicklung und der damit verbundenen Sinnfragen des einzelnen Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|WICHTIG!|Ein Vergleich erfordert auch die explizite Nennung von Gemeinsamkeiten - nicht nur von Unterschieden!|Hervorhebung2&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Motiv-Vergleich, d.h. Vergleich der Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*unterschiedliche Gestaltung der Sprechsituation: erzählendes und reflektierendes Sprechen eines handelnden lyrischen Ichs bei Eichendorff; reflektierendes, verallgemeinerndes und distanziertes Sprechen ohne individuelles, sich selbst explizit thematisierendes Sprecher-Ich bei Kunert,&lt;br /&gt;
*ausgeschmückte Darstellung von Natur und Atmosphäre bei Eichendorff, sachliche Beschreibung von Straßen aus Sicht eines distanzierten Beobachters bei Kunert,&lt;br /&gt;
*grundsätzliche Ziellosigkeit des modernen Menschen, verdeutlicht an der Vielzahl der die Richtung weisenden Straßen, bei Kunert; hingegen Orientierungsmöglichkeit auch für den einsamen Wanderer ber die einladenden Abendglocken bei Eichendorff,&lt;br /&gt;
*Begriff der Heimat und des Nachhausekommens als mögliche Antwort auf die Sinnfrage bei Eichendorff, vergebliche Sinnsuche im Sinne vonTranszendenz bei Kunert,&lt;br /&gt;
*religiöse Konnotation des Begriffs der Heimat und des Nachhausekommens bei Eichendorff, Möglichkeit der Sinngebung ausschließlich imLeben selbst bei Kunert ( ,und fragen vergebens / den leeren Himmel: Ob denn das Leben der Sinn alles Lebens. (V. 11 12)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Insgesamt:&#039;&#039;&#039; Anspielung auf eine transzendente Ordnung, in die der Mensch im Zuge seiner Lebensreise eingebunden ist, bei Eichendorff; Abwesenheit eines transzendenten, dem Leben Sinn verleihenden Zusammenhangs bei Kunert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vergleich der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Rückgriff auf die traditionelle Gedichtform des Sonetts und Einhaltung seiner grundlegenden Bauprinzipien bei Eichendorff; hingegenindividuelle, nicht an Traditionen orientierte Formgebung (Block aus zwölf Versen, Verzicht auf Versmaß) bei Kunert,&lt;br /&gt;
*Deutbarkeit der festen Gedichtform auch als Ausdruck der Eingebundenheit in eine transzendente Ordnung bei Eichendorff; Deutbarkeit des Bruchs mit traditioneller Formensprache als Ausdruck für die transzendentale Obdachlosigkeit des modernen Menschen bei Kunert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vergleich der sprachlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*die bereits im Titel genannten Straßen als zentrales Motiv und Bild für die Lebensreise des modernen Menschen bei Kunert, hingegen Verwendung des romantischen Motivs der Wanderung durch die den Menschen umfangende Natur bei Eichendorff,&lt;br /&gt;
*Doppeldeutigkeit des Wander-Motivs und der Tages- bzw. Jahreszeit im Hinblick auf reales Geschehen und die Übertragbarkeit auf die Lebensreise bei Eichendorff, hingegen überwiegend metaphorisches Sprechen bei Kunert,&lt;br /&gt;
*Evokation der Vorstellung einer in sich geschlossenen und abgerundeten Lebensreise durch die metaphorische Verwendung der Tageszeiten bei Eichendorff, indes Darstellung des Lebens als Begehung einer Vielzahl eventuell beliebig gewählter, endlos wirkender Straßen durch die Verwendung des Plurals und einer von Reihungen geprägten Syntax bei Kunert,&lt;br /&gt;
*auch mit positiven Gefühlen aufgeladene Vorstellung vom Lebensende durch die Personifikation der Abendglocken , die das lyrische Ich heimwärts rufen (V. 12), bei Eichendorff, hingegen Darstellung der Vergünglichkeit des Menschen in schroffer, nicht verklärter Form durch die Verwendung des Substantivs Aas (V. 4) bei Kunert,&lt;br /&gt;
*Deutbarkeit des Bildes der Abendglocken als Verweis auf eine transzendente, dem Leben Sinn verleihende Ordnung bei Eichendorff, hingegen Nutzung des Bildes des leeren Himmel[s] (V. 12) als Ausdruck des Verlusts des Gefühls der religiösen Eingebundenheit und der offenen Frage, [ob] denn das Leben der Sinn alles Lebens (V. 12) sei, bei Kunert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Fazit sollte folgende Aspekte aufgreifen:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*die unterschiedliche Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins als Lebensreise in der Romantik, in der das Unendliche im Endlichen aufzuscheinen scheint, und in der modernen Lyrik, in der Sinnfragen zumeist ohne Bezugnahme auf eine transzendente Ordnung beantwortet werden,&lt;br /&gt;
*die in den unterschiedlichen Entstehungskontexten gr ndende, stark voneinander abweichende Formensprache der beiden Gedichte, die nicht nur lebensphilosophische, sondern auch politische Bedeutungsdimension des Gedichts von Kunert.&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Wie_interpretiere_ich_ein_Gedicht%3F&amp;diff=96830</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?</title>
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		<updated>2024-06-20T05:21:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: /* 7.1.) Erwartungshorizont */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ein Gedicht ist ein Geheimnis, dessen Schlüssel der Leser suchen muss. Mallarmé&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach: Ursula Frank: Lyrik des Expressionismus. DEUTSCH BETRIFFT UNS 2002-04, S. 6. Bergmoser und Höller 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Bei einer Gedichtinterpretation geht es darum, das Gedicht zu beschreiben und den „versteckten“ Text zu enthüllen. Dabei muss immer darauf geachtet werden, dass die Interpretation nicht am Text vorbeiläuft, d.h. analytische und deutende Elemente gedanklich und sprachlich miteinander verknüpft und belegt sind.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst solltest du dir immer ein Konzept für deine Interpretation machen, in dem du z.B. die folgenden einzelnen Schritte tabellarisch oder in Stichpunkten bearbeitest. Für die schriftliche Ausformulierung deiner Interpretation kannst du auf [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?/Formulierungshilfen für die schriftliche Interpretation|Formulierungshilfen]] zurückgreifen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====1.) Der erste Eindruck=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wovon handelt das Gedicht? Welchen Eindruck macht es auf mich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Benennung eines Themas oder Leitmotivs und Beschreibung der individuellen Wirkung, die das Gedicht entfaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus lässt sich - falls gefordert oder gewünscht - eine &#039;&#039;&#039;Deutungshypothese&#039;&#039;&#039; formulieren: Sie könnte der &amp;quot;Schlüssel&amp;quot; zum Geheimnis des Gedichtes sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====2. ) Die Inhaltsangabe=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie ist das Gedicht grundätzlich gestaltet?&#039;&#039;&#039; Erzählt es eine Geschichte - welche? Beschreibt es eine Situation/ ein Gefühl/ einen Gedanken- welche? Formuliert es eine (politische) Botschaft- welche?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zusammenfassung des Inhalts des Gedichts mit wenigen, aber eigenen Worten. Keine Nacherzählung, keine Versangaben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dieser &#039;&#039;&#039;inhaltlichen Basis&#039;&#039;&#039; werde nun alle analytischen Aspekte aufgebaut bzw. daran angeknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====3.) Die Analyse:=====&lt;br /&gt;
Gedichte heißen so, weil sie &amp;quot;verdichtete Sprache&amp;quot; sind, d.h. es wird auf oft engem Raum/mit wenigen Worten ganz viel gesagt, vieles angedeutet und manches nicht gesagt, was das Analysieren von Gedichen besonders interessant macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gelungenes Gedicht verbindet Inhalt, Sprache und Form so miteinander, dass jedes Einzelne und alles zusammen einen Sinn ergibt  - des Schlüssel nämlich. Damit wir diesen Schlüssel finden können, müssen wir Inhalt, Sprache und Form genau untersuchen und uns bei jedem einzelnen Befund fragen: Was ist das? (Analyse) und welche Bedeutung/Funktion/Wirkung hat es? (Interpretation).&amp;lt;blockquote&amp;gt;Analyse ist das systhematische Untersuchen eines Gegenstandes oder Sachverhaltes hinsichtlich aller Faktoren oder Komponenten, die ihn bestimmen!&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Die Kunst der Analyse besteht also darin, &#039;&#039;&#039;systematisch&#039;&#039;&#039; vorzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======3a.) Inhaltsanalyse:======&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wovon handelt das Gedicht konkret?&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Benennung aller einzelnen inhaltlichen Aussagen, z.B. kann hier strophen- oder sogar versweise vorgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Darstellung der Wirkung, die die inhaltlichen Aussagen erzeugen, z.B. ob eine bestimmte Stimmung erzeugt wird oder ein Gefühl erweckt oder ein politischer Appell formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Erwartungen weckt die Überschrift?&#039;&#039;&#039; Wie verhalten sich Titel und Text zueinander? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Titel und Text, d.h. Überschrift und Inhalt, können einander entsprechen oder einander widersprechen oder vordergründig gar nichts miteinander zu tun haben. Inwiefern werden die Erwartungen des Titels vom Inhalt erfüllt? Dies gilt es herauszufinden, und sich zu fragen, warum das so gemacht worden sein könnte (Interpretation). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Kernaussage/Botschaft ergibt sich aus dem Inhalt?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Formulierung eines inhaltlichen ersten Fazits.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======3b.) Sprachanalyse:======&lt;br /&gt;
Bei der sprachlichen Analyse ist es besonders wichtig, nicht nur Stilmittel zu finden und zu benennen, sondern auch sie in Bezug auf den von ihnen dargestellten Inhalt zu deuten. Das wird nämlich oft vergessen! Eine Alliteration z.B. steht aber nicht einfach so im Gedicht, sie erzeugt eine Wirkung, z.B. die beiden Wörter miteinander klaglich und damit auch gedanklich zu verknüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?/Sprachliche Merkmale interpretieren|sprachlichen Merkmale]] kennzeichnen das Gedicht?&#039;&#039;&#039; Aus welchem Bereich stammen diese Merkmale? Was könnten sie bedeuten?     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 - Beschreibung der Wortfelder von Substantiven, Adjektiven und Verben. Darstellung ihrer Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche sprachlichen Mittel  wurden verwendet?&#039;&#039;&#039;  Benennung von Vergleichen, Metaphern, Metonymien, Symbolen usw. Darstellung ihrer Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie ist das Gedicht [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?/ Syntaktische Analyse|syntaktisch gestaltet]]?&#039;&#039;&#039; (Syntax ist der Satzbau). Welche Wirkung erzielt die Syntax?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche anderen [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?/Rhetorische Stilmittel|rhetorischen Stilmittel]] erkenne ich?&#039;&#039;&#039; Darstellung des Effektes, den die verwendeten Stilmittel erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Formulierung einer Gesamtdeutung der sprachlichen Gestaltung des Gedichtes, die zum Inhalt und ihrer Gesamtdeutung passt. Das kann auch ein Kontrast sein, wenn z.B. inhaltlich ganz schöne Dinge (Liebesgeflüster) mit düsteren Bildern und Farben dargestellt werden. Dann ist die Liebe vielleicht schon erloschen, das lyrische Ich hat es aber nur im Unterbewusstesein begriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======3c.) Formanalyse:======&lt;br /&gt;
Bei Gedichten fällt die jeweilige Form oft zuerst ins Auge. Sie ist bei der Analyse immer von  besonderer Bedeutung, da sich der Autor ja bewusst gerade für diese Form entschieden hat. Die Beschreibung der Form sollte nicht isoliert erfolgen, sondern auch hier muss die jeweilige Wirkung bzw. die Intention des Autors erklärt werden! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Formanalyse werden Angaben zum formalen Aufbau angefertigt und gedeutet - auch das wird oft vergessen! Die Formanalyse untersucht die formale Gesamtanlage des Gedichts, z.B. seines Gliederung in Strophen und Versen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Strophe&#039;&#039;:   Eine Strophe ist ein Gedichtabschnitt, der sich in der Regel aus mehreren Versen zusammensetzt und der durch einen Absatz von den folgenden Versen getrennt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vers&#039;&#039;:      Als Vers bezeichnet man die Zeile eines Gedichtes, deren Länge bewusst vom Autor bestimmt wird.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen weitere Merkmale der Form: Bestimmung des [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?/Das Metrum|Metrums]], [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?/Das Reimschema|Reimschemas]] usw. Auch besondere Auffälligkeiten der Form werden benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welcher Zusammenhang besteht zwischen Form und Inhalt?&#039;&#039;&#039; Eine offene Form (z.B. reimlos, ungleiche Verslängen o.ä.) kann dem Ihnalt (z.B. offene Fragen, unklare Gefühle) ensprechen oder ihm widersprechen (z.B. eine abgeschlossene Handlung in offener Form, vielleicht ist das Beschriebene doch noch nicht zuende?)&lt;br /&gt;
=====4.) Entstehungshintergrund=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kenne ich den Autor, was weiß ich über ihn und seine Zeit?&#039;&#039;&#039; Passt mein Wissen zu diesem Gedicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zuordnung von Epochen, Stilmerkmalen und anderem Wissen über die Entstehung des Gedichtes runden die Interpretation ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====5.) Fazit=====&lt;br /&gt;
Im Fazit wird die Gesamtdeutung des Gedichtes vorgenommen, wichtige Aspekte der Interpretation noch einmal benannt und die Deutungshypothese wieder aufgegegriffen. Ein Ausblick, z.B. eine Bewertung vor dem Entstehungshintergrund, rundet die Interpretation ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.) Tipps für die Klassenarbeit/Klausur=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erstes gründliches Lesen des Gedichtes und Erstellen eines Stichwortpapiers zu den genannten Aspekten:  Der erste Eindruck, Inhalt, Sprache, Form, Entstehungshintergrund. Für das Stichwortpapier solltest du dir ruhig eine Stunde Zeit nehmen, für das Ausformulieren eine weitere.&lt;br /&gt;
*Schriftliches Ausformulieren der Analyse und jeweilige Verknüpfung mit einer Deutung (Interpretation). Empfohlen wird folgende Gliederung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einleitung&#039;&#039;&#039;: In knapper Form werden Autor, Gedicht und der Inhalt genannt. Eine kurze Angabe zum inhaltlichen Verlauf des Gedichtes sollte nicht fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hauptteil&#039;&#039;&#039;: Das Stichwortpapier wird an dieser Stelle ausformuliert. Sämtliche Aspekte der Analyse müssen gedeutet und am Text belegt werden. Z.B. müssen Symbole und Bilder aufgelöst, Form und Sprache in Bezug zum Text gebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schluss&#039;&#039;&#039;: Eine kurze Zusammenfassung über den Hauptteil und Einordnung des Gedichtes in einer größeren Zusammenhang. Z.B. ist das Gedicht typisch für das Thema, das es behandelt? Werden die Erwartungen des Lesers erfüllt oder nicht? Was sagt das Gedicht über seinen Verfasser aus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Tipps für die Klassenarbeit: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
► Mach dir bei deiner Analyse auch schon Gedanken über die mögliche Interpretation. Wenn du einen Aspekt nicht sofort deuten kannst, mach dir ein Zeichen im Stichwortpapier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
►Beim Ausformulieren darfst du NUR Aspekte übernehmen, die du auch deuten kannst! Fällt dir keine Deutung ein oder passt der analysierte Aspekt nicht in dein Deutungsschema, dann zeigt das Stichwortpapier trotzdem noch, dass du dein analytisches Handwerk beherrschst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
► Am Ende der Klassenarbeit heftest du dein Stichwortpapier mit deinem Aufsatz ab! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====7.) Besonderheiten des Aufgabenformates &amp;quot;vergleichende Gedichtanalyse&amp;quot; (Aufgabenart I B: vergleichende Analyse literarischer Texte)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollen in einer Klausur zwei Gedichte bearbeitet werden, ist es allein zeitlich kaum möglich, beide Gedichte gleichermaßen vollständig zu analysieren. Bei der sogenannten vergleichenden Gedichtanalyse wird deshalb das erste Gedicht auftragsbezogen umfassend interpretiert und das zweite aspektbezogen auf das erste hin ausgerichtet. Das bedeutet allerdings nicht, dass das zweite Gedicht nur oberflächlich interpretiert werden soll, im Gegenteil: Auch das zweite Gedicht muss differenziert betrachtet werden, aber immer mit der inneren Leitfrage &amp;quot;Was ist hier anders und gleich als beim ersten Gedicht?&amp;quot;. Wie das Aufgabenformat konkret aussehen soll, zeigt die Beispielaufgabe&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/cms/zentralabitur-gost/faecher/fach.php?fach=1 https://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/cms/zentralabitur-gost/faecher/fach.php?fach=1:Beispielaufgabe: Gedichtvergleich im Zentralabitur ab 2023.] &amp;lt;/ref&amp;gt;, die das Land NRW im Rahmen der [https://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/cms/zentralabitur-gost/faecher/fach.php?fach=1 Standardsicherung] zur Verfügung stellt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabenstellung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.&#039;&#039;&#039;Interpretieren&#039;&#039;&#039; Sie Joseph von Eichendorffs Gedicht „[https://www.projekt-gutenberg.org/eichndrf/gedichte/chap151.html Der verspätete Wanderer]“ unter besonderer Berücksichtigung der Bildlichkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.&#039;&#039;&#039;Vergleichen&#039;&#039;&#039; Sie Eichendorffs Gedicht mit dem Gedicht „Straßen“ von Günter Kunert im Hinblick auf die Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins. Berücksichtigen Sie dabei die unterschiedliche Entstehungszeit der beiden Gedichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vergleichsaspekt ist also in der Aufgabenstellung vorgegeben, hier &#039;&#039;die Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins&#039;&#039; auf &#039;&#039;der Basis der jeweiligen Entstehungszeiten&#039;&#039; (Epochenbezug!).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Joseph von Eichendorff&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph von Eichendorff: Der verspätete Wanderer. In: Ders.: Werke in einem Band. Hrsg.von Wolfdietrich Rasch. 3. Auflage. München/Wien: Hanser 1984 (Lizenzausgabe für die WBG Darmstadt), S. 444&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Der verspätete Wanderer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo aber werd ich sein im künftgen Lenze?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So frug ich sonst wohl, wenn beim Hüteschwingen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ins Tal wir ließen unser Lied erklingen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn jeder Wipfel bot mir frische Kränze.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ich wußte nur, daß rings der Frühling glänze,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daß nach dem Meer die Ströme leuchtend gingen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom fernen Wunderland die Vögel singen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hatt das Morgenrot noch keine Grenze.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Jetzt aber wirds schon Abend, alle Lieben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind wandermüde längst zurückgeblieben,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachtluft rauscht durch meine welken Kränze,&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Und heimwärts rufen mich die Abendglocken,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der Einsamkeit frag ich erschrocken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo werde ich wohl sein im künftgen Lenze?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Anmerkungen zum Autor:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eichendorff lebte von 1788 bis 1857. Die Erstveröffentlichung des Gedichts war 1859.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Günter Kunert&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Kunert: Straßen. In: Ders.: Ausgewhälte und neue Gedichte. München: Carl Hanser-Verlag 2002, S. 76&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Straßen&amp;lt;blockquote&amp;gt;Straßen: begehbar, gesperrte, verschlammte, zu viele,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ansteigend, abfallend, grade und krumme zum Ziele,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gepflastert und steinig, nicht endend, so scheint es;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis man da anlangt, ist man schon Aas und beweintes,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hat einen Platz an der Straße erhalten, doch unter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem Boden. Drüber und weiter und unaufhaltsam und munter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gehen und laufen, marschieren, die leben, die blicken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht rechts, links und rückwärts, spüren die Tücken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Straßen erst später, selber schon müde vom Laufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
harren des Zieles noch, und ohne Verschnaufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tappen sie weiter, stürzen wo nieder und fragen vergebens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den leeren Himmel: Ob denn das Leben der Sinn alles Lebens.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Anmerkungen zum Autor:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kunert lebte von 1929 bis 2019, bis 1979 in der DDR, danach in der Bundesrepublik. Das Gedicht aus der erstmals im Jahr 1970 erschienenen Sammlung „Warnung vor Spiegeln“ entstand zwischen 1965 und 1969 in der DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======7.1.) Erwartungshorizont======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufgabenstellung zeigt, dass der Gedichtvergleich erst in der zweiten Aufgabe zum Tragen kommt. Folgende Darstellungen formuliert der Erwartungshorizont&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltlicher Vergleich:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwendung des Motivs des Wanderns (durch die Natur bei Eichendorff) bzw. des Gehens ( über eine Vielzahl von Straßen bei Kunert) für die Darstellung der Lebensreise des Menschen&lt;br /&gt;
*Aufwerfen der Frage nach dem Sinn des Lebens im Rahmen der Darstellung des Lebens als Reise durch die Natur (Eichendorff) bzw. über eine Vielzahl endlos und unüberwindbar erscheinender, auf den Tod zulaufender Straßen (Kunert),&lt;br /&gt;
*Motiv der Ermüdung des Wandernden am Lebensabend (Eichendorff) bzw. nach dem Beschreiten einer Vielzahl   ansteigend[er],abfallend[er], grade[r] und krumme[r] (V. 2) Straßen (Kunert) im Kontrast zum zunächst eifrigen Voranschreiten,&lt;br /&gt;
*Skepsis gegenüber einem erwartungsvollen Ankommen am Ziel schon bei Eichendorff ( Da hatt das Morgenrot noch keine Grenze. (V. 8)) bzw. Skepsis gegenüber der Bewältigung der Straßen bei Kunert ( spüren die Tücken / [   ] erst später (V. 8 f.)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Insgesamt:&#039;&#039;&#039; Verwendung des Reisemotivs in beiden Gedichten zur Reflexion der lebensgeschichtlichen Entwicklung und der damit verbundenen Sinnfragen des einzelnen Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|WICHTIG!|Ein Vergleich erfordert auch die explizite Nennung voin Gemeinsamkeiten - nicht nur von Unterschieden!|Hervorhebung2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Motiv-Vergleich, d.h. Vergleich der Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*unterschiedliche Gestaltung der Sprechsituation: erzählendes und reflektierendes Sprechen eines handelnden lyrischen Ichs bei Eichendorff; reflektierendes, verallgemeinerndes und distanziertes Sprechen ohne individuelles, sich selbst explizit thematisierendes Sprecher-Ich bei Kunert,&lt;br /&gt;
*ausgeschmückte Darstellung von Natur und Atmosphäre bei Eichendorff, sachliche Beschreibung von Straßen aus Sicht eines distanzierten Beobachters bei Kunert,&lt;br /&gt;
*grundsätzliche Ziellosigkeit des modernen Menschen, verdeutlicht an der Vielzahl der die Richtung weisenden Straßen, bei Kunert; hingegen Orientierungsmöglichkeit auch für den einsamen Wanderer ber die einladenden Abendglocken bei Eichendorff,&lt;br /&gt;
*Begriff der Heimat und des Nachhausekommens als mögliche Antwort auf die Sinnfrage bei Eichendorff, vergebliche Sinnsuche im Sinne vonTranszendenz bei Kunert,&lt;br /&gt;
*religiöse Konnotation des Begriffs der Heimat und des Nachhausekommens bei Eichendorff, Möglichkeit der Sinngebung ausschließlich imLeben selbst bei Kunert ( ,und fragen vergebens / den leeren Himmel: Ob denn das Leben der Sinn alles Lebens. (V. 11 12)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Insgesamt:&#039;&#039;&#039; Anspielung auf eine transzendente Ordnung, in die der Mensch im Zuge seiner Lebensreise eingebunden ist, bei Eichendorff; Abwesenheit eines transzendenten, dem Leben Sinn verleihenden Zusammenhangs bei Kunert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vergleich der formalen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Rückgriff auf die traditionelle Gedichtform des Sonetts und Einhaltung seiner grundlegenden Bauprinzipien bei Eichendorff; hingegenindividuelle, nicht an Traditionen orientierte Formgebung (Block aus zwölf Versen, Verzicht auf Versmaß) bei Kunert,&lt;br /&gt;
*Deutbarkeit der festen Gedichtform auch als Ausdruck der Eingebundenheit in eine transzendente Ordnung bei Eichendorff; Deutbarkeit des Bruchs mit traditioneller Formensprache als Ausdruck für die transzendentale Obdachlosigkeit des modernen Menschen bei Kunert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vergleich der sprachlichen Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*die bereits im Titel genannten Straßen als zentrales Motiv und Bild für die Lebensreise des modernen Menschen bei Kunert, hingegen Verwendung des romantischen Motivs der Wanderung durch die den Menschen umfangende Natur bei Eichendorff,&lt;br /&gt;
*Doppeldeutigkeit des Wander-Motivs und der Tages- bzw. Jahreszeit im Hinblick auf reales Geschehen und die Übertragbarkeit auf die Lebensreise bei Eichendorff, hingegen überwiegend metaphorisches Sprechen bei Kunert,&lt;br /&gt;
*Evokation der Vorstellung einer in sich geschlossenen und abgerundeten Lebensreise durch die metaphorische Verwendung der Tageszeiten bei Eichendorff, indes Darstellung des Lebens als Begehung einer Vielzahl eventuell beliebig gewählter, endlos wirkender Straßen durch die Verwendung des Plurals und einer von Reihungen geprägten Syntax bei Kunert,&lt;br /&gt;
*auch mit positiven Gefühlen aufgeladene Vorstellung vom Lebensende durch die Personifikation der Abendglocken , die das lyrische Ich heimwärts rufen (V. 12), bei Eichendorff, hingegen Darstellung der Vergünglichkeit des Menschen in schroffer, nicht verklärter Form durch die Verwendung des Substantivs Aas (V. 4) bei Kunert,&lt;br /&gt;
*Deutbarkeit des Bildes der Abendglocken als Verweis auf eine transzendente, dem Leben Sinn verleihende Ordnung bei Eichendorff, hingegen Nutzung des Bildes des leeren Himmel[s] (V. 12) als Ausdruck des Verlusts des Gefühls der religiösen Eingebundenheit und der offenen Frage, [ob] denn das Leben der Sinn alles Lebens (V. 12) sei, bei Kunert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Fazit sollte folgende Aspekte aufgreifen:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*die unterschiedliche Gestaltung des Motivs des Unterwegsseins als Lebensreise in der Romantik, in der das Unendliche im Endlichen aufzuscheinen scheint, und in der modernen Lyrik, in der Sinnfragen zumeist ohne Bezugnahme auf eine transzendente Ordnung beantwortet werden,&lt;br /&gt;
*die in den unterschiedlichen Entstehungskontexten gr ndende, stark voneinander abweichende Formensprache der beiden Gedichte, die nicht nur lebensphilosophische, sondern auch politische Bedeutungsdimension des Gedichts von Kunert.&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt&amp;diff=96786</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt</title>
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		<updated>2024-06-17T08:47:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: Links angelegt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, daß nicht einmal Blumen welken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen. [...] Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, daß aber ihre Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm nicht wirklich nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Bertolt Brecht: Über Lyrik. Frankfurt/M. 1977, S. 123&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Was ist Lyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verrät dir dieses kleine Lied:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Ebner-Eschenbach (1830-1916)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein kleines Lied&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kleines Lied, wie geht&#039;s nur an, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man so lieb es haben kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was liegt darin? erzähle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt darin ein wenig Klang, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein wenig Wohllaut und Gesang &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und eine ganze Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.lyrikmond.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie interpretiere ich ein Gedicht?===&lt;br /&gt;
Eine Anleitung zur schrittweisen, vollständigen Gedichtinterpretation findest du [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10|Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Heinrich Heine: Die schlesischen Weber|Heinrich Heine: Die schlesischen Weber (1844)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)|Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Emma Döltz: Hoffnung|Emma Döltz: Hoffnung (1910)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Heimweh, wonach?|Mascha Kaléko: Heimweh, wonach? (ca. 1938)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ingeborg Bachmann: Alle Tage|Ingeborg Bachmann: Alle Tage]] (1952)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Ernst Jandl: My own song|Ernst Jandl: My own song (1966)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus|Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus (1974)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Karat: Über sieben Brücken musst du gehen]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Martina Sens: der schrei nach führung|Martina Sens: der schrei nach führung (2019)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Samira Schogofa: Das war‘s dann|Samira Schogofa: Das war‘s dann (aktuell)]]=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Naturlyrik im Spiegel der Zeit===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturlyrik.jpg|mini|Naturlyrik. Aus: Weidemann/Weidemann: 75 Bildkarten für Coaching und Beratung. Beltz 2013]]&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 21/22 beschäftigen sich Lernenden der Einführungsphase (EF) mit dem Thema Naturlyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns mit Gedichten verschiedener Epochen beschäftigen, die im weitesten Sinne das Thema „Natur“ behandeln, dabei wollen wir herausfinden, warum ein Motiv über die Jahrhunderte hinweg aktuell geblieben ist, und wie es sich in dieser Zeit aber verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfragen&#039;&#039; unserer Arbeit werden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was ist überhaupt Naturlyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie hat sich die Lyrik im Laufe der Zeit verändert? Unterschiede zwischen dem 17. Jh. und heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie finde ich die Emotionen des Schriftstellers im Gedicht wieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Welche Folgen hat Lyrik für die heutige Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie formuliert man eine [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Gedichtanalyse]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den folgenden Gedichten gilt es,  exemplarisch zwei - aus verschiedenen Zeiten - vergleichend zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Andreas Gryphius: Einsamkeit (1663) - Barock=====&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Andreas Gryphius: Einsamkeit|Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Wolfgang v. Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh’ (1780) - Klassik=====&lt;br /&gt;
J. W. v. Goethe: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh&#039;|Über den Gipfeln ist Ruh&#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Anette v. Droste- Hülshoff: Der Knabe im Moor (1844)=====&lt;br /&gt;
Anette v. Droste- Hülshoff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor|Der Knabe im Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Joseph v. Eichendorff: Mondnacht (1873) - Romantik=====&lt;br /&gt;
Joseph v. Eichendorff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Joseph v. Eichendorff: Mondnacht|Mondnacht]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Christian Morgenstern: Novembertag  (ça. 1900) - Jahrhundertwende=====&lt;br /&gt;
Christian Morgenstern: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Morgenstern: Novembertag|Novembertag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Georg Trakl: Sommersonate (1909-1912) - Expressionismus=====&lt;br /&gt;
Georg Trakl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Georg Trakl: Sommersonate|Sommersonate]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ernst Jandl: Auf dem Land (1963) - Konkrete Poesie - Experimentelles=====&lt;br /&gt;
Ernst Jandl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ernst Jandl: Auf dem Land|Auf dem Land]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ulla Hahn: Schöne Landschaft (1985) - Moderne=====&lt;br /&gt;
Ulla Hahn: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Ulla Hahn: Schöne Landschaft|Schöne Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld (1976) - Exkurs über Kitsch=====&lt;br /&gt;
Jürgen Drews: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld|Ein Bett im Kornfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Lyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von dem historischen Ereignis des Jahres 2020, 30 Jahre Wiedervereinigung, werden deutschsprachige, politische [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichte und Songtexte|Gedichte und Songtexte]] unterschiedlicher Dekaden zusammengetragen und analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 9.11.1989: [https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 3.10.1990: [https://www.youtube.com/watch?v=IiOEAumyrRo https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Lyrik ist kommunikative Lyrik:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Was&lt;br /&gt;
!wird&lt;br /&gt;
!wann&lt;br /&gt;
!wie&lt;br /&gt;
!von wem&lt;br /&gt;
!wozu&lt;br /&gt;
!vorgetragen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Inhalt/&lt;br /&gt;
Thema&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historisch-sozialer Zusammenhang, auf den sich das Gedicht bezieht&lt;br /&gt;
|inhaltlich,&lt;br /&gt;
sprachlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formal&lt;br /&gt;
|Bedingungen der Autorin/des Autors&lt;br /&gt;
|Intention&lt;br /&gt;
(Absicht)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabe:&#039;&#039;&#039; Erprobe das abgebildete Analyseschema an einem der von dir ausgewählten Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied=====&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied|Der kleine Unterschied]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Der kleine Unterschied&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko Mascha Kaléko] aus dem Jahr 1940 behandelt das Sprach- und damit Existenzproblem deutscher Emigranten im englischsprachigen Exil. Als Folge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland (1933 - 1945) mussten auch jüdische Dichterinnen wie Mascha Kaléko das Land verlassen und versuchten, im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Auch wenn deutsche Wörter aufgrund ihrer lautlichen Ähnlichkeit vordergründig leicht ins Englische übersetzbar scheinen, so offenbart eine genauere Betrachtung von Wörtern wie &amp;quot;Land, Heimat, Gedicht&amp;quot; die fehlende emotionale Verbindung zum übersetzen Wort. Lyrik ist nicht übersetzbar, könnte man als Kerngedanken dieses Gedichtes annehmen. Damit wäre den geflüchteten Dichterinnen und Dichtern ihre Kunst im Exil nicht mehr möglich. Die politische Aussage dieses Gedichtes wäre, dass eine Emigration die Künstler*innen zwar körperlich rettet, nicht aber geistig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Paul Celan: Todesfuge=====&lt;br /&gt;
Paul Celan: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Paul Celan: Todesfuge|Todesfuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Todesfuge&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan Paul Celan] aus letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs beschreibt den Alltag der Menschen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Die &amp;quot;schwarze Milch&amp;quot;, die die Lagerinsassen täglich trinken, ist zum Symbol für die menschenverachtende Tötungs- und Verbrennungsmaschinerie der Deutschen geworden: Die Milch als lebensspendender Saft, der den Menschen in den Lagern vorenthalten wurde, ist schwarz von der Asche Krematorien, in denen die Leichen der Verhungerten und Vergasten verbrannt wurden. Celan beschrieb mit diesem Gedicht das Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie wie auch das von Millionen weiterer Menschen, die im Holocaust getötet worden sind. Die politische Intention dieses Gedichtes sind Gedenken, Mahnung, Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam=====&lt;br /&gt;
Nelly Sachs: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam|Gebete für den toten Bräutigam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Sachs Nelly Sachs] schreibt ein Gedicht über einen, vermutlich von den Nazis ermordeten Bräutigam. Es wird deutlich, dass das lyrische Ich um ihn trauert und versucht, sich den Schmerz aus der Seele zu schreiben. Auf politischer Ebene beschreibt das Gedicht das Leiden der Juden die zurzeit des Nationalsozialismus&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Reiner Kunze: Die Antenne=====&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/ Reiner Kunze: Die Antenne|Reiner Kunze: Die Antenne]]&amp;lt;br /&amp;gt;In dem Gedicht &amp;quot;Die Antenne&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Kunze Reiner Kunze] steht die Antenne als Metapher für einen Menschen, welcher seine Gedanken nicht frei ausleben kann, da dieses von einer Regierung oder auch einer Diktatur abgelehnt wird und dieser Mensch somit in seinem Denken und Handeln eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Udo Jürgens: Griechischer Wein=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens Udo Jürgens]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Udo Jürgens: Griechischer Wein|Griechischer Wein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied beschreibt die Sehnsucht griechischer Gastarbeiter nach ihrer Heimat im Deutschland der frühen Siebziger Jahre. Der Schlager-Charakter des Liedes täuscht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen sozial-kritischen Text handelt.&lt;br /&gt;
=====Karat: Über sieben Brücken musst du gehn=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Band) Karat]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Über sieben Brücken musst du gehen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen. Die sieben Brücken oder die sieben dunklen Jahre stehen für die schlechten Zeiten, die Jeder von uns überwinden muss. Gleichfalls stehen sie in verschlüsselter Form für das Leben der Menschen in der DDR der Siebziger Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Marius Müller-Westernhagen: Freiheit=====&lt;br /&gt;
[https://www.westernhagen.de/ Marius Müller-Westernhagen]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Marius Müller-Westernhagen: Freiheit|Freiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bereits 1987 zum ersten Mal veröffentlicht, wurde der Song zu einem Symbol des [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer Mauerfalls] und Untergangs der DDR. Das lyrische Ich entlarvt die wirtschaftliche und politische Freiheit nach &amp;quot;gemacht[en] Verträgen&amp;quot; als &amp;quot;naiv&amp;quot; und propagiert an dessen Stelle eine persönliche, fast anarchische Freiheit in der Metapher des Feierns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eva Strasser: Die Welt steht still=====&lt;br /&gt;
[https://literaturwissenschaft.de/buch/splitter-aus-der-quarantaene.html Eva Strasser]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Eva Strasser: Die Welt steht still|Die Welt steht still]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Strasser beschreibt in ihrem Tagebuch-Gedicht die Auswirkungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland ersten Corona-Lockdowns] auf unsere Welt. Die Covid-19-Pandemie hatte drastische Änderungen auf unser normales Leben: Die Straßen sind leer, ruhig und düster. Menschen meiden die Außenwelt und bleiben zu Hause um sich und andere zu schützen. Eine depressive und bedrückte Atmosphäre herrscht über der Welt. Nicht nur wir Menschen werden von dem Virus beeinflusst, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm. Das Corona- Virus bringt drastische Veränderungen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterwegs sein - Reiselyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
Reiselyrik im Wandel der Zeit, das ist das Thema des Deutschunterrichts in der Q1: Was bedeutete für die Menschen das Unterwegssein in ihrer Zeit, welche Arten von Reisen traten sie an, welchen Sinn ergab das Reisen für sie? Diese und weitere Fragen wollen wir in den Epochen des Barocks, der Romantik, des Expressionismus und der Moderne untersuchen und vergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch was ist eigentlich ein Gedicht, was macht ein Gedicht aus? Bertolt Brecht vergleicht ein Gedicht mit einer Rose und beschreibt es als &amp;quot;etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ..., also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles&amp;quot; (In: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fordert: &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön&amp;quot; und weiter: &amp;quot;In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.&amp;quot; (s.o.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir probieren es aus! Zur „Anwendung von Kriterien“ bietet uns das Wiki eine methodische Anleitung unter: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Wie interpretiere ich ein Gedicht?]]&lt;br /&gt;
===== Joachim Ringelnatz: Zwei Ameisen =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Ameisen-Kalender 1897.jpg|mini|Abb.:  Ameisen-Kalender 1897; Verlag Friedrich Geißler. Gemeinfrei (2019).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Altona auf der Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da taten ihnen die Beine weh,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da verzichteten sie weise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn auf den letzten Teil der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So will man oft und kann doch nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und leistet dann recht gern Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: https://www.projekt-gutenberg.org/ringelnz/gedichte/chap005.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 1.) Erster Eindruck: ======&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen auf Abenteuerreise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung: groß, aufregend, anstrengend, fröhlich, unernst, ironisch/übertrieben, lustig ; mit ernstem/traurigem Fazit am Ende - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Aussageideen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	schlicht aufgrund der schlichten Form; Deutungshypothese: Vermeintlich Einfaches entpuppt sich später als durchaus schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	verwirrend: Ameisen auf Weltreise - Was hat das mit meinem Leben zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Überheblich: größenwahnsinnige Ameisen - Übertragung auf den Menschen: Sind wir eigentlich auch nur Ameisen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 2.) Inhalt: ======&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen wollen von Hamburg aus nach Australien reisen, geben aber schon in Altona erschöpft auf. In der Folge verzichten sie auf „den Rest der Reise“. Es wird ein Fazit formuliert: Man verzichtet gerne auf Dinge, die man nicht realisieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3.) Analyse: ======&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhalt&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
V1.: Funktion: Vorstellung der Szenerie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	zwei Ameisen leben in Hamburg: klein, fleißig, Kolonie-Tiere in Hamburg als Hafen- /Handels-Stadt; Startpunkt vieler Auswanderer&lt;br /&gt;
* •	Wirkung: ironisch, übertrieben, abenteuerlich &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sprache&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
* •	Hyperbel in V. 1/2: Ameisen auf Weltreise&lt;br /&gt;
* •	Antithetik: klein/groß: Ameise/Stadt; Australien/Altona, Wollen/Können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alliterationen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf D - Darstellung der einzelnen Schritte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf A - Darstellung/Verknüpfung  der Figuren und Orte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Verbindung mit der Antithetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen: schlicht/einprägsam / lustig/bedacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Form&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ein kurzes Gedicht analog zur Kürze der tatsächlichen Reise (von Hamburg nach Altona); bestehend aus zwei Strophen -mit einmal sechs Versen und einmal zwei Versen analog zum Abbruch der Reise bereits in Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strophenarrangement wirkt so, als wäre es nur eine Strophe, da die zweite wie ein Anhang wirkt: Die erste Strophe enthält die Geschichte von den Ameisen, die zweite formuliert eine Moral/Lehre aus der Geschichte: Menschen geben zu schnell auf, begründen ihr Aufgeben mit vorgeschobenen Argumenten (hier: Beinschmerzen) und stellen ihr Aufgeben als Verzicht dar, um vor sich selbst und anderen nicht als Verlierer, sondern als großzügig Verzichtender dazustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Überheblichkeit der Menschen, die sich zu viel vornehmen und das dann nicht erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ - weiterführende Deutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ziele, egal wie unrealistisch, sollten dennoch verfolgt werden. Verzichten ist besser, als es gar nicht probiert zu haben (hier: Altona ist nicht Australien, aber auch eine Reise wert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Menschen verzichten auch gerne aus angeblich altruistischen Gründen  (Selbstlosigkeit), die aber oftmals Garn ich so selbstlos sind, sondern eher eigennützig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Reime und Kadenzen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchgängiger Paarreim — Funktion: zwei Verse gehören immer Inhaltlich zusammen: Ameisenreise; Scheitern; Weisheit des Reiseabbruchs, Verzicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternierende Kadenzen: Vers 1 und 2 - klingende Kadenzen („Ameisen/reisen“), Vers 3 und 4 - stumpfe Kadenz, Vers 5 und 6 - klingende Kadenz, Vers 7 und 8 stumpfe Kadenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutung: Hin und Her oder Höhen und Tiefen der Ameisenbewegung; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumpfe Kadenzen treten beim Wehleiden auf und im Fazit (Verzicht), Abbruch unterstreicht eher negative Wirkung; im Kontrast zur offenen, klingenden  Wirkung bei der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Metrum&#039;&#039;&#039;: 4-hebiger Jambus mit einer metrischen Verschiebung im ersten Vers auf Ameise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u     /      u       /    u    /        u  /  u&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung:   Dynamik der Reise-Bewegung, Fröhlichkeit/Aufbruchsstimmung der Ameisen durch auftaktischen Jambus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrische Verschiebung … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstärkt den Reim auf „ei“  und rückt damit Ameisen und Reisen stärker zusammen. -&amp;gt; Absurdität des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstolpert das Vorhaben schon in der Planung bzw. in der Reisegruppe - &amp;gt; zwei Ameisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein … im Barock ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Barthel_(Bartholomäus)_Bruyn_-_Vanitas.JPG|alternativtext=Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas|mini|360x360px|[[:Datei:Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG|Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG]]; gemeinfrei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Paul Fleming: An Deutschland =====&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Paul Fleming: An Deutschland (1546)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja Mutter es ist war. Ich habe diese Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Jugend mehr als faul und übel angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab&#039; es nicht gethan/wie ich mich dir verpfändet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lange bin ich aus/und dencke noch so weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach Mutter zürne nicht; es ist mir mehr als leid/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Vorwitz dieser Muth hat mich zu sehr verblendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hab&#039; ich allzuweit von dir/Trost/abgeländet/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und kan es endern nicht/wie hoch es mir auch reut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muß folgen/wie/und wenn/und wo man denckt hinaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will gleich/oder nicht. Es wird nichts anders draus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen meyne nicht/O du mein schweer Verlangen/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich dencke nicht auff dich/und was mir frommen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wohnet überall/der nach der Tugend ringt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Fleming: An Deutschland. In: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9601&amp;amp;#x20;/66&amp;amp;#x20;(22.06.2018);&amp;amp;#x20;Bild:&amp;amp;#x20;bpk&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Form: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;; V.1). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.Das variierende Metrum spiegelt die innere Zerissenheit und das Bedauern des lyrischen Ichs wider, während es über vergangene Fehler reflektiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V.1-2), Kreuzreime und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;gehangen&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;und &amp;quot;verlangen&amp;quot;, V.7 und V. 10). Diese Vielfalt an Reimen trägt zur Lebendigkeit des Gedichts bei. Seine Paarreime erzeugen eine direkte Verbindung zwischen den Gedanken. Die umarmenden Reime, bei denen sich das erste und das vierte sowie das zweite und das dritte Wort der Strophe reimen, verleihen dem Gedicht eine gewisse Abrundung, die den Leser dazu bringt über die Botschaft des Gedichts nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend stumpf, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V. 2-3). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die den emotionalen Inhalt des Gedichts widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der [https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandriner Alexandriner], ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sprache: =====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist (V.9). Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich (V.7-8). Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt (V.1-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.negative Konnotationen: Die zahreiche Verwendung von negativ konnotierten Wörtern, wie bespielsweise ,, zürne&amp;quot;  Vers 5, sowie ,,faul und übel&amp;quot; Vers 2, haben eine bedrückende und selbstklagende Wirkung auf den Leser. Dies verdeutlicht die Reue des Lyrischen Ichs im Bezug auf seinen Lebensstil und die negativen Erinnerungen die es damit assoziiert. Außerdem ist anzumerken, dass sich das lyrische Ich selbstreflextiert äußert, was durch die negativen Konnotationen besonders hervorgehoben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (1609 - 1640), bekannt für seine vielen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] (1609 - 1640),  bekannt für seine ungewöhnlichen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Reise-Lyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Lyrik_des_Barock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Entstehungshintergrund Barock und Dreißigjähriger Krieg =====&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]][https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] war einer der bedeutendsten Dichter während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg Dreißigjähigen Krieges] (1618 bis 1648) und prägte diese Zeit mit seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht zeigt typische Merkmale aus dem Barock, typisch ist die metaphorische Sprache und Bildsprache (schwaches Boot). Es lässt sich ebenfalls sagen, dass der Dreißigjährige Krieg  Einfluss auf ihn hatte und seine persönlichen Erfahrungen und Denkweise davon beeinflusst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist es es erwähnenswert, dass das analysierte Gedicht aus der Epoche Barock stammt.Einige Merkmale lassen sich im Gedicht wiederspiegeln. Beispielsweise ist es ein Merkmal des Barocks, dass in den Gedichten zahlreiche rhetorische Stilmittel wie Symbole, Vergleiche und Personifikation verwendet wurden. Diese hat auch Flemming in sein Gedicht oftmals benutz ,wie beispielsweise die Personifikation Deutschlandes oder die metaphorische Darstellung des Lyrischen Ichs ,als ,,schwaches Both&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; welches hinter großen Schiffe hinterhergezogen wurde. Ein weiteres Merkmal in der Lyrik des Barocks ist die  Erwähnung der Tugend. Laut dem lyrsichen Ich ist der tugenhafte Mensch überall zu Hause.(V. 14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Barock ist geprägt von zentralen Leitmotiven wie &amp;quot;Carpe Diem&amp;quot;, &amp;quot;Vanitas&amp;quot; und &amp;quot;Memento Mori&amp;quot;. Flemming nutzt das Motiv &amp;quot;Memento Mori&amp;quot; (gedenke dem Tag), indem er darüber klagt, wie er seine Jugendzeit verschwendet habe. Diese Motive verfolgen das selbe Ziel: sie erinnern den Menschen an die eigene Vergänglichkeit und rufen zur Selbstreflektion auf, wie es hier auch deutlich wird, indem Flemming seine Jugend reflektiert. Eine oft vorkommende lyrische Form des Barocks ist das Sonett. Die Quartetten zeigen dabei die Seite des Widerspruchs, hier Flemmings Reue, die folgenden Terzetten beschreiben die andere Seite, also Flemmings Selbstreflektion und Trost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Epoche des Barocks geprägt durch den 30-jährigen Krieg und noch vielen weiteren Religions- und Machtkonflikten. Daraus kann man entnehmen, dass diese zahlreichen Kriege die Gründe sind, weshalb das lyrische Ich sich nutzlos und faul fühlt und Deutschland während dieser Krisen im ,,Stich &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gelassen und aus dem Grund auch seine Taten bereut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerversion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholungen reduzieren: Reue, Selbstreflexion!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;), Kreuzreime (z.B. &amp;quot;leid&amp;quot; und &amp;quot;verblendet&amp;quot;) und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;reut&amp;quot; und &amp;quot;bringt&amp;quot;). Diese Vielfalt an Reimen verleiht dem Gedicht eine &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;interessante Struktur.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend männlich, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;gut&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; zu den emotionalen Inhalten des Gedichts &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;passt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Wertungen durch Wirkungen ersetzen! …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausdeutung auf Rousseau einfügen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem derAlexandriner, ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist. Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich. Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts (Welchen? Welche?)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
# negative Konnotationen: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sibylla Schwarz: Auff die, so durch Reisen wollen berühmet werden (ca. 1650) =====&lt;br /&gt;
[[File:Sibylla Schwarz 1650.jpg|thumb|[https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Schwarz Sibylla Schwarz] (Frontispiz-Detail: Deutsche Poëtische Gedichte, 1650)]]&lt;br /&gt;
Wer weit verreisen wir / der reise weit und breit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilge Schrift hierdurch /  das hilfft zur Seeigkeit;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer weit  verraisen wil / der schaw die Bücher an /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darin er recht wohl die Welt beschawen kan;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;der hat ein freyen Pas / der geht Auff Gottes Wegen /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an andrer Raisenart ist gar nicht viel gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [https://www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html. www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html.]&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein …. In der Romantik ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_von_Eichendorff Joseph v. Eichendorff]: Die blaue Blume (1818) =====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Ich suche die blaue Blume,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich suche und finde sie nie,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir träumt, dass in der Blume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein gutes Glück mir blüh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre mit meiner Harfe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Länder, Städt und Au&#039;n,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob nirgends in der Runde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blume zu schaun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre schon seit lange,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hab lang gehofft, vertraut,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ach, noch nirgends hab ich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blum geschaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Thema des wohl bekanntesten Gedichtes der Romantik ist zugleich programmatisch, es thematisiert die sehnsüchtige Suche nach unerreichbarem Glück oder Ideal, symbolisiert durch die blaue Blume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt seine hoffnungslose Suche nach der blauen Blume, die ihm Glück verheißen soll. Es wandert viele Jahre mit einer tragbaren Harfe durch verschiedene Orte (Länder, Städte, Wiesen), allerdings ohne Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interpretation - inhaltlich:&lt;br /&gt;
* Die blaue Blume steht als zentrales Symbol für das unerreichbare Ideal oder das ungreifbare Glück, das das lyrische Ich sich erträumt.&lt;br /&gt;
* Die Wanderung mit der Harfe kann als Symbol für die schöpferische oder künstlerische Reise des Individuums verstanden werden, das versucht, durch seine Kunst oder seine Suche Erfüllung zu finden.&lt;br /&gt;
* Die Enttäuschung am Ende des Gedichts spiegelt die oft unerfüllte Sehnsucht des Menschen wider, der trotz aller Anstrengungen und Hoffnungen nicht immer sein ideales Glück oder Ziel erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht thematisiert somit die menschliche Erfahrung des Strebens und Suchens nach einem höheren Ideal, das letztlich unerreichbar bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interpretation sprachlich, z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Blaue Blume: Symbol für Sehnsucht, unerreichbares Glück, Ideal.&lt;br /&gt;
** Harfe: Symbol für Kunst, Kreativität, Begleitung auf der Suche.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wortwahl:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Suche&amp;quot; und &amp;quot;finde sie nie&amp;quot;: Betonung der Unmöglichkeit, das Ideal zu erreichen.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;träumt&amp;quot;: Ausdruck von Hoffnung und Wunschdenken.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;wandre&amp;quot;: Bewegung und ständige Suche, Rastlosigkeit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wiederholung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Ich suche&amp;quot;, &amp;quot;Ich wandre&amp;quot;: Verstärkung der fortwährenden Suche und Anstrengung.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Die blaue Blume&amp;quot;: Wiederkehrendes Symbol, das die zentrale Bedeutung unterstreicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metaphern:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Durch Länder, Städt und Au&#039;n&amp;quot;: Metapher für das umfassende, allumfassende Suchen in allen Lebensbereichen.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Hab lang gehofft, vertraut&amp;quot;: Metapher für die anhaltende Hoffnung und den Glauben an das Erreichen des Ziels.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;interpretiert&#039;&#039;&#039; formal, z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Struktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Drei Strophen: Jede Strophe vertieft die Suche und die damit verbundenen Gefühle.&lt;br /&gt;
** Steigerung: Zunehmende Intensität der Suche und der Enttäuschung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum&#039;&#039;&#039;: vierhebiger Jambus mit  Zäsuren in den Versen 1, 2 und 5.&lt;br /&gt;
** - einigermaßen gleichmäßige Suche (mit Hindernissen).&lt;br /&gt;
** Reim: (unreine) Kreuzreime mit alternierenden Kadenzen unterstützen die Gleichmäßigkeit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klang:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Rhythmus und Reim: Verstärken die melancholische und sehnsüchtige Stimmung des Gedichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Das Gedicht enthält typisch romantische Motive und Stimmungen, z.B. die unstillbare Sehnsucht, die ständige Suche nach dem Unerreichbaren, gepaart mit einer Naturverbundenheit, idealisiert in der Erwähnung von Landschaften, Städten und Auen (V. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Symbolik der blauen Blume:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Symbol für das Streben nach dem Unendlichen&lt;br /&gt;
** Ideal der Schönheit und Vollkommenheit&lt;br /&gt;
** Beispiel: „Die blaue Blume seh ich immer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Melancholie und Weltschmerz:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Ausdruck tiefer Melancholie&lt;br /&gt;
** Gefühl der Unvollständigkeit und Entfremdung&lt;br /&gt;
** Beispiel: „Hab lang gehofft, vertraut.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Mystik und Transzendenz:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Suche nach spiritueller Erleuchtung oder höherem Sinn&lt;br /&gt;
** Verbindung zum Transzendenten und Unbekannten&lt;br /&gt;
** Beispiel: „Die blaue Blume seh ich immer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Subjektivität und Individualität:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Betonung der subjektiven Erfahrung&lt;br /&gt;
** Individuelle Suche nach Erfüllung&lt;br /&gt;
** Beispiel: „Ich suche und finde sie nie.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Rückzug in die Innenwelt:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Rückzug in die Träume und Hoffnungen des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
** Leben in der eigenen Vorstellungswelt&lt;br /&gt;
** Beispiel: „Träum ich von ihr zur Nacht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische Merkmale der deutschen Romantik &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Hebbel Friedrich Hebbel]: Der junge Schiffer (1836) =====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Dort bläht ein Schiff die Segel,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
frisch saust dahin der Wind!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anker wird gelichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Steuer flugs gerichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nun fliegt&#039;s hinaus geschwind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kühner Wasservogel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kreist grüßend um den Mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Sonne brennt herunter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
manch Fischlein, blank und munter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
umgaukelt keck den Gast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wär&#039; gern hineingesprungen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da draußen ist mein Reich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ja jung von Jahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da ist&#039;s mir nur ums Fahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohin? das gilt mir gleich!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Karoline von Günderode: Der Luftschiffer =====&lt;br /&gt;
Eine Video-Interpretation von PhONSG &lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
   service=youtube&lt;br /&gt;
   |id=FtGurGmjnlQ&lt;br /&gt;
   |urlargs=start=300&amp;amp;end=388&lt;br /&gt;
   |dimensions=400&lt;br /&gt;
   |alignment=center&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein .. im Expressionismus ====&lt;br /&gt;
Was man zur Epoche des Expressionismus wissen muss, zeigt die Grafik: &lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gottfried Benn: Schöne Jugend =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend|Schöne Jugend]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Jakob v. Hodddis:  Weltende =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_van_Hoddis Jakob v. Hodddis:]  [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Jakob van Hoddis: Weltende|Weltende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Georg Heym: Der Gott der Stadt =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Heym Georg Heym]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Heym: Gott der Stadt|Gott der Stadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|Interpretiert eines der drei expressionistischen Gedichte schriftlich. Dokumentiert eure Ergebnisse auf euren Benutzerseiten.|Üben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gottfried Benn: Ophelia=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Ophelia|Ophelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benn (1886 - 1956) nimmt in seinem Gedicht &#039;&#039;Ophelia&#039;&#039; Bezug auf die literarische Figur der Ophelia von William Shakespeare. Ophelia ertrinkt, nachdem ihre Liebesbeziehung zu Prinz [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] gescheitert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn verarbeitet das Motiv des tragischen Todes aufgrund eines gebrochenen Herzens - vermutet wird Selbstmord - auf seine ganz eigene Weise: morbide, zynisch, expressionistisch. Man spricht in der Literaturgeschichte in Bezug auf Benn auch von seinem &amp;quot;medizynischen Blick&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Exkurs: Wie gut kann ChatGPT Gedichte interpretieren? ==&lt;br /&gt;
ChatGPT ist ein Computerprogramm, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) menschliche Sprache verarbeitet. Es kann Texte untersuchen, Texte produzieren, sie in andere Sprachen übersetzen und auf Fragen antworten. Das geschieht in Form eines Chats. ChatGPT wurde von der US-amerikanischen Firma OpenAI entwickelt und basiert auf Daten bis 2021. Es wurde trainiert, um Texte in verschiedenen Sprachen zu verstehen und darauf zu antworten, einschließlich Deutsch. Das geschieht, indem das Programm die gespeicherten Daten nach geeigneten Informationen durchsucht und daraus Sätze macht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit passen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb unsere Frage: &#039;&#039;&#039;Wie gut kann ChatGPT deutsche Gedichte interpretieren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsaufträge:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Achtung|Bearbeite mindestens die Aufgaben 1 - 3; du hast dafür 15 Minuten Zeit.| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 1|Führe unterschiedliche Prompts mit einem von dir bereits interpretierten Gedicht aus|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 2|Steuere deinen Chat mit ChatGPT, z.B. &lt;br /&gt;
* indem du für einen Prompt verschiedene Formulierungen verwendest,&lt;br /&gt;
* indem du mehrere Prompts hintereinander ausführst, so dass deine Anfragen präzisiert werden,&lt;br /&gt;
* indem du ChatGPT bei Fehlern korrigierst.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 3|Vergleiche die Ergebnisse mit deinen eigenen Interpretationen und notiere deine Beobachtungen  auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 4|Bewerte die Qualität von ChatGPT für Gedichtinterpretationen: Wie gut kann es Gedichte interpretieren? Notiere auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt&amp;diff=96785</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt</title>
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		<updated>2024-06-17T08:45:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: Interpretation Blaue Blume&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, daß nicht einmal Blumen welken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen. [...] Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, daß aber ihre Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm nicht wirklich nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Bertolt Brecht: Über Lyrik. Frankfurt/M. 1977, S. 123&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Was ist Lyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verrät dir dieses kleine Lied:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Ebner-Eschenbach (1830-1916)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein kleines Lied&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kleines Lied, wie geht&#039;s nur an, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man so lieb es haben kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was liegt darin? erzähle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt darin ein wenig Klang, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein wenig Wohllaut und Gesang &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und eine ganze Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.lyrikmond.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie interpretiere ich ein Gedicht?===&lt;br /&gt;
Eine Anleitung zur schrittweisen, vollständigen Gedichtinterpretation findest du [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10|Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Heinrich Heine: Die schlesischen Weber|Heinrich Heine: Die schlesischen Weber (1844)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)|Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Emma Döltz: Hoffnung|Emma Döltz: Hoffnung (1910)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Heimweh, wonach?|Mascha Kaléko: Heimweh, wonach? (ca. 1938)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ingeborg Bachmann: Alle Tage|Ingeborg Bachmann: Alle Tage]] (1952)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Ernst Jandl: My own song|Ernst Jandl: My own song (1966)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus|Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus (1974)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Karat: Über sieben Brücken musst du gehen]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Martina Sens: der schrei nach führung|Martina Sens: der schrei nach führung (2019)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Samira Schogofa: Das war‘s dann|Samira Schogofa: Das war‘s dann (aktuell)]]=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Naturlyrik im Spiegel der Zeit===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturlyrik.jpg|mini|Naturlyrik. Aus: Weidemann/Weidemann: 75 Bildkarten für Coaching und Beratung. Beltz 2013]]&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 21/22 beschäftigen sich Lernenden der Einführungsphase (EF) mit dem Thema Naturlyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns mit Gedichten verschiedener Epochen beschäftigen, die im weitesten Sinne das Thema „Natur“ behandeln, dabei wollen wir herausfinden, warum ein Motiv über die Jahrhunderte hinweg aktuell geblieben ist, und wie es sich in dieser Zeit aber verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfragen&#039;&#039; unserer Arbeit werden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was ist überhaupt Naturlyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie hat sich die Lyrik im Laufe der Zeit verändert? Unterschiede zwischen dem 17. Jh. und heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie finde ich die Emotionen des Schriftstellers im Gedicht wieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Welche Folgen hat Lyrik für die heutige Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie formuliert man eine [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Gedichtanalyse]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den folgenden Gedichten gilt es,  exemplarisch zwei - aus verschiedenen Zeiten - vergleichend zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Andreas Gryphius: Einsamkeit (1663) - Barock=====&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Andreas Gryphius: Einsamkeit|Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Wolfgang v. Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh’ (1780) - Klassik=====&lt;br /&gt;
J. W. v. Goethe: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh&#039;|Über den Gipfeln ist Ruh&#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Anette v. Droste- Hülshoff: Der Knabe im Moor (1844)=====&lt;br /&gt;
Anette v. Droste- Hülshoff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor|Der Knabe im Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Joseph v. Eichendorff: Mondnacht (1873) - Romantik=====&lt;br /&gt;
Joseph v. Eichendorff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Joseph v. Eichendorff: Mondnacht|Mondnacht]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Christian Morgenstern: Novembertag  (ça. 1900) - Jahrhundertwende=====&lt;br /&gt;
Christian Morgenstern: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Morgenstern: Novembertag|Novembertag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Georg Trakl: Sommersonate (1909-1912) - Expressionismus=====&lt;br /&gt;
Georg Trakl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Georg Trakl: Sommersonate|Sommersonate]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ernst Jandl: Auf dem Land (1963) - Konkrete Poesie - Experimentelles=====&lt;br /&gt;
Ernst Jandl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ernst Jandl: Auf dem Land|Auf dem Land]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ulla Hahn: Schöne Landschaft (1985) - Moderne=====&lt;br /&gt;
Ulla Hahn: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Ulla Hahn: Schöne Landschaft|Schöne Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld (1976) - Exkurs über Kitsch=====&lt;br /&gt;
Jürgen Drews: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld|Ein Bett im Kornfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Lyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von dem historischen Ereignis des Jahres 2020, 30 Jahre Wiedervereinigung, werden deutschsprachige, politische [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichte und Songtexte|Gedichte und Songtexte]] unterschiedlicher Dekaden zusammengetragen und analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 9.11.1989: [https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 3.10.1990: [https://www.youtube.com/watch?v=IiOEAumyrRo https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Lyrik ist kommunikative Lyrik:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Was&lt;br /&gt;
!wird&lt;br /&gt;
!wann&lt;br /&gt;
!wie&lt;br /&gt;
!von wem&lt;br /&gt;
!wozu&lt;br /&gt;
!vorgetragen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Inhalt/&lt;br /&gt;
Thema&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historisch-sozialer Zusammenhang, auf den sich das Gedicht bezieht&lt;br /&gt;
|inhaltlich,&lt;br /&gt;
sprachlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formal&lt;br /&gt;
|Bedingungen der Autorin/des Autors&lt;br /&gt;
|Intention&lt;br /&gt;
(Absicht)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabe:&#039;&#039;&#039; Erprobe das abgebildete Analyseschema an einem der von dir ausgewählten Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied=====&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied|Der kleine Unterschied]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Der kleine Unterschied&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko Mascha Kaléko] aus dem Jahr 1940 behandelt das Sprach- und damit Existenzproblem deutscher Emigranten im englischsprachigen Exil. Als Folge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland (1933 - 1945) mussten auch jüdische Dichterinnen wie Mascha Kaléko das Land verlassen und versuchten, im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Auch wenn deutsche Wörter aufgrund ihrer lautlichen Ähnlichkeit vordergründig leicht ins Englische übersetzbar scheinen, so offenbart eine genauere Betrachtung von Wörtern wie &amp;quot;Land, Heimat, Gedicht&amp;quot; die fehlende emotionale Verbindung zum übersetzen Wort. Lyrik ist nicht übersetzbar, könnte man als Kerngedanken dieses Gedichtes annehmen. Damit wäre den geflüchteten Dichterinnen und Dichtern ihre Kunst im Exil nicht mehr möglich. Die politische Aussage dieses Gedichtes wäre, dass eine Emigration die Künstler*innen zwar körperlich rettet, nicht aber geistig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Paul Celan: Todesfuge=====&lt;br /&gt;
Paul Celan: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Paul Celan: Todesfuge|Todesfuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Todesfuge&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan Paul Celan] aus letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs beschreibt den Alltag der Menschen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Die &amp;quot;schwarze Milch&amp;quot;, die die Lagerinsassen täglich trinken, ist zum Symbol für die menschenverachtende Tötungs- und Verbrennungsmaschinerie der Deutschen geworden: Die Milch als lebensspendender Saft, der den Menschen in den Lagern vorenthalten wurde, ist schwarz von der Asche Krematorien, in denen die Leichen der Verhungerten und Vergasten verbrannt wurden. Celan beschrieb mit diesem Gedicht das Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie wie auch das von Millionen weiterer Menschen, die im Holocaust getötet worden sind. Die politische Intention dieses Gedichtes sind Gedenken, Mahnung, Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam=====&lt;br /&gt;
Nelly Sachs: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam|Gebete für den toten Bräutigam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Sachs Nelly Sachs] schreibt ein Gedicht über einen, vermutlich von den Nazis ermordeten Bräutigam. Es wird deutlich, dass das lyrische Ich um ihn trauert und versucht, sich den Schmerz aus der Seele zu schreiben. Auf politischer Ebene beschreibt das Gedicht das Leiden der Juden die zurzeit des Nationalsozialismus&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Reiner Kunze: Die Antenne=====&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/ Reiner Kunze: Die Antenne|Reiner Kunze: Die Antenne]]&amp;lt;br /&amp;gt;In dem Gedicht &amp;quot;Die Antenne&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Kunze Reiner Kunze] steht die Antenne als Metapher für einen Menschen, welcher seine Gedanken nicht frei ausleben kann, da dieses von einer Regierung oder auch einer Diktatur abgelehnt wird und dieser Mensch somit in seinem Denken und Handeln eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Udo Jürgens: Griechischer Wein=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens Udo Jürgens]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Udo Jürgens: Griechischer Wein|Griechischer Wein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied beschreibt die Sehnsucht griechischer Gastarbeiter nach ihrer Heimat im Deutschland der frühen Siebziger Jahre. Der Schlager-Charakter des Liedes täuscht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen sozial-kritischen Text handelt.&lt;br /&gt;
=====Karat: Über sieben Brücken musst du gehn=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Band) Karat]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Über sieben Brücken musst du gehen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen. Die sieben Brücken oder die sieben dunklen Jahre stehen für die schlechten Zeiten, die Jeder von uns überwinden muss. Gleichfalls stehen sie in verschlüsselter Form für das Leben der Menschen in der DDR der Siebziger Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Marius Müller-Westernhagen: Freiheit=====&lt;br /&gt;
[https://www.westernhagen.de/ Marius Müller-Westernhagen]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Marius Müller-Westernhagen: Freiheit|Freiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bereits 1987 zum ersten Mal veröffentlicht, wurde der Song zu einem Symbol des [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer Mauerfalls] und Untergangs der DDR. Das lyrische Ich entlarvt die wirtschaftliche und politische Freiheit nach &amp;quot;gemacht[en] Verträgen&amp;quot; als &amp;quot;naiv&amp;quot; und propagiert an dessen Stelle eine persönliche, fast anarchische Freiheit in der Metapher des Feierns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eva Strasser: Die Welt steht still=====&lt;br /&gt;
[https://literaturwissenschaft.de/buch/splitter-aus-der-quarantaene.html Eva Strasser]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Eva Strasser: Die Welt steht still|Die Welt steht still]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Strasser beschreibt in ihrem Tagebuch-Gedicht die Auswirkungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland ersten Corona-Lockdowns] auf unsere Welt. Die Covid-19-Pandemie hatte drastische Änderungen auf unser normales Leben: Die Straßen sind leer, ruhig und düster. Menschen meiden die Außenwelt und bleiben zu Hause um sich und andere zu schützen. Eine depressive und bedrückte Atmosphäre herrscht über der Welt. Nicht nur wir Menschen werden von dem Virus beeinflusst, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm. Das Corona- Virus bringt drastische Veränderungen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterwegs sein - Reiselyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
Reiselyrik im Wandel der Zeit, das ist das Thema des Deutschunterrichts in der Q1: Was bedeutete für die Menschen das Unterwegssein in ihrer Zeit, welche Arten von Reisen traten sie an, welchen Sinn ergab das Reisen für sie? Diese und weitere Fragen wollen wir in den Epochen des Barocks, der Romantik, des Expressionismus und der Moderne untersuchen und vergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch was ist eigentlich ein Gedicht, was macht ein Gedicht aus? Bertolt Brecht vergleicht ein Gedicht mit einer Rose und beschreibt es als &amp;quot;etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ..., also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles&amp;quot; (In: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fordert: &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön&amp;quot; und weiter: &amp;quot;In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.&amp;quot; (s.o.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir probieren es aus! Zur „Anwendung von Kriterien“ bietet uns das Wiki eine methodische Anleitung unter: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Wie interpretiere ich ein Gedicht?]]&lt;br /&gt;
===== Joachim Ringelnatz: Zwei Ameisen =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Ameisen-Kalender 1897.jpg|mini|Abb.:  Ameisen-Kalender 1897; Verlag Friedrich Geißler. Gemeinfrei (2019).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Altona auf der Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da taten ihnen die Beine weh,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da verzichteten sie weise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn auf den letzten Teil der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So will man oft und kann doch nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und leistet dann recht gern Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: https://www.projekt-gutenberg.org/ringelnz/gedichte/chap005.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 1.) Erster Eindruck: ======&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen auf Abenteuerreise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung: groß, aufregend, anstrengend, fröhlich, unernst, ironisch/übertrieben, lustig ; mit ernstem/traurigem Fazit am Ende - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Aussageideen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	schlicht aufgrund der schlichten Form; Deutungshypothese: Vermeintlich Einfaches entpuppt sich später als durchaus schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	verwirrend: Ameisen auf Weltreise - Was hat das mit meinem Leben zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Überheblich: größenwahnsinnige Ameisen - Übertragung auf den Menschen: Sind wir eigentlich auch nur Ameisen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 2.) Inhalt: ======&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen wollen von Hamburg aus nach Australien reisen, geben aber schon in Altona erschöpft auf. In der Folge verzichten sie auf „den Rest der Reise“. Es wird ein Fazit formuliert: Man verzichtet gerne auf Dinge, die man nicht realisieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3.) Analyse: ======&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhalt&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
V1.: Funktion: Vorstellung der Szenerie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	zwei Ameisen leben in Hamburg: klein, fleißig, Kolonie-Tiere in Hamburg als Hafen- /Handels-Stadt; Startpunkt vieler Auswanderer&lt;br /&gt;
* •	Wirkung: ironisch, übertrieben, abenteuerlich &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sprache&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
* •	Hyperbel in V. 1/2: Ameisen auf Weltreise&lt;br /&gt;
* •	Antithetik: klein/groß: Ameise/Stadt; Australien/Altona, Wollen/Können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alliterationen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf D - Darstellung der einzelnen Schritte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf A - Darstellung/Verknüpfung  der Figuren und Orte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Verbindung mit der Antithetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen: schlicht/einprägsam / lustig/bedacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Form&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ein kurzes Gedicht analog zur Kürze der tatsächlichen Reise (von Hamburg nach Altona); bestehend aus zwei Strophen -mit einmal sechs Versen und einmal zwei Versen analog zum Abbruch der Reise bereits in Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strophenarrangement wirkt so, als wäre es nur eine Strophe, da die zweite wie ein Anhang wirkt: Die erste Strophe enthält die Geschichte von den Ameisen, die zweite formuliert eine Moral/Lehre aus der Geschichte: Menschen geben zu schnell auf, begründen ihr Aufgeben mit vorgeschobenen Argumenten (hier: Beinschmerzen) und stellen ihr Aufgeben als Verzicht dar, um vor sich selbst und anderen nicht als Verlierer, sondern als großzügig Verzichtender dazustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Überheblichkeit der Menschen, die sich zu viel vornehmen und das dann nicht erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ - weiterführende Deutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ziele, egal wie unrealistisch, sollten dennoch verfolgt werden. Verzichten ist besser, als es gar nicht probiert zu haben (hier: Altona ist nicht Australien, aber auch eine Reise wert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Menschen verzichten auch gerne aus angeblich altruistischen Gründen  (Selbstlosigkeit), die aber oftmals Garn ich so selbstlos sind, sondern eher eigennützig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Reime und Kadenzen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchgängiger Paarreim — Funktion: zwei Verse gehören immer Inhaltlich zusammen: Ameisenreise; Scheitern; Weisheit des Reiseabbruchs, Verzicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternierende Kadenzen: Vers 1 und 2 - klingende Kadenzen („Ameisen/reisen“), Vers 3 und 4 - stumpfe Kadenz, Vers 5 und 6 - klingende Kadenz, Vers 7 und 8 stumpfe Kadenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutung: Hin und Her oder Höhen und Tiefen der Ameisenbewegung; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumpfe Kadenzen treten beim Wehleiden auf und im Fazit (Verzicht), Abbruch unterstreicht eher negative Wirkung; im Kontrast zur offenen, klingenden  Wirkung bei der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Metrum&#039;&#039;&#039;: 4-hebiger Jambus mit einer metrischen Verschiebung im ersten Vers auf Ameise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u     /      u       /    u    /        u  /  u&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung:   Dynamik der Reise-Bewegung, Fröhlichkeit/Aufbruchsstimmung der Ameisen durch auftaktischen Jambus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrische Verschiebung … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstärkt den Reim auf „ei“  und rückt damit Ameisen und Reisen stärker zusammen. -&amp;gt; Absurdität des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstolpert das Vorhaben schon in der Planung bzw. in der Reisegruppe - &amp;gt; zwei Ameisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein … im Barock ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Barthel_(Bartholomäus)_Bruyn_-_Vanitas.JPG|alternativtext=Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas|mini|360x360px|[[:Datei:Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG|Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG]]; gemeinfrei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Paul Fleming: An Deutschland =====&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Paul Fleming: An Deutschland (1546)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja Mutter es ist war. Ich habe diese Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Jugend mehr als faul und übel angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab&#039; es nicht gethan/wie ich mich dir verpfändet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lange bin ich aus/und dencke noch so weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach Mutter zürne nicht; es ist mir mehr als leid/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Vorwitz dieser Muth hat mich zu sehr verblendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hab&#039; ich allzuweit von dir/Trost/abgeländet/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und kan es endern nicht/wie hoch es mir auch reut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muß folgen/wie/und wenn/und wo man denckt hinaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will gleich/oder nicht. Es wird nichts anders draus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen meyne nicht/O du mein schweer Verlangen/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich dencke nicht auff dich/und was mir frommen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wohnet überall/der nach der Tugend ringt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Fleming: An Deutschland. In: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9601&amp;amp;#x20;/66&amp;amp;#x20;(22.06.2018);&amp;amp;#x20;Bild:&amp;amp;#x20;bpk&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Form: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;; V.1). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.Das variierende Metrum spiegelt die innere Zerissenheit und das Bedauern des lyrischen Ichs wider, während es über vergangene Fehler reflektiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V.1-2), Kreuzreime und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;gehangen&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;und &amp;quot;verlangen&amp;quot;, V.7 und V. 10). Diese Vielfalt an Reimen trägt zur Lebendigkeit des Gedichts bei. Seine Paarreime erzeugen eine direkte Verbindung zwischen den Gedanken. Die umarmenden Reime, bei denen sich das erste und das vierte sowie das zweite und das dritte Wort der Strophe reimen, verleihen dem Gedicht eine gewisse Abrundung, die den Leser dazu bringt über die Botschaft des Gedichts nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend stumpf, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V. 2-3). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die den emotionalen Inhalt des Gedichts widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der [https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandriner Alexandriner], ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sprache: =====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist (V.9). Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich (V.7-8). Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt (V.1-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.negative Konnotationen: Die zahreiche Verwendung von negativ konnotierten Wörtern, wie bespielsweise ,, zürne&amp;quot;  Vers 5, sowie ,,faul und übel&amp;quot; Vers 2, haben eine bedrückende und selbstklagende Wirkung auf den Leser. Dies verdeutlicht die Reue des Lyrischen Ichs im Bezug auf seinen Lebensstil und die negativen Erinnerungen die es damit assoziiert. Außerdem ist anzumerken, dass sich das lyrische Ich selbstreflextiert äußert, was durch die negativen Konnotationen besonders hervorgehoben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (1609 - 1640), bekannt für seine vielen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] (1609 - 1640),  bekannt für seine ungewöhnlichen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Reise-Lyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Lyrik_des_Barock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Entstehungshintergrund Barock und Dreißigjähriger Krieg =====&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]][https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] war einer der bedeutendsten Dichter während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg Dreißigjähigen Krieges] (1618 bis 1648) und prägte diese Zeit mit seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht zeigt typische Merkmale aus dem Barock, typisch ist die metaphorische Sprache und Bildsprache (schwaches Boot). Es lässt sich ebenfalls sagen, dass der Dreißigjährige Krieg  Einfluss auf ihn hatte und seine persönlichen Erfahrungen und Denkweise davon beeinflusst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist es es erwähnenswert, dass das analysierte Gedicht aus der Epoche Barock stammt.Einige Merkmale lassen sich im Gedicht wiederspiegeln. Beispielsweise ist es ein Merkmal des Barocks, dass in den Gedichten zahlreiche rhetorische Stilmittel wie Symbole, Vergleiche und Personifikation verwendet wurden. Diese hat auch Flemming in sein Gedicht oftmals benutz ,wie beispielsweise die Personifikation Deutschlandes oder die metaphorische Darstellung des Lyrischen Ichs ,als ,,schwaches Both&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; welches hinter großen Schiffe hinterhergezogen wurde. Ein weiteres Merkmal in der Lyrik des Barocks ist die  Erwähnung der Tugend. Laut dem lyrsichen Ich ist der tugenhafte Mensch überall zu Hause.(V. 14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Barock ist geprägt von zentralen Leitmotiven wie &amp;quot;Carpe Diem&amp;quot;, &amp;quot;Vanitas&amp;quot; und &amp;quot;Memento Mori&amp;quot;. Flemming nutzt das Motiv &amp;quot;Memento Mori&amp;quot; (gedenke dem Tag), indem er darüber klagt, wie er seine Jugendzeit verschwendet habe. Diese Motive verfolgen das selbe Ziel: sie erinnern den Menschen an die eigene Vergänglichkeit und rufen zur Selbstreflektion auf, wie es hier auch deutlich wird, indem Flemming seine Jugend reflektiert. Eine oft vorkommende lyrische Form des Barocks ist das Sonett. Die Quartetten zeigen dabei die Seite des Widerspruchs, hier Flemmings Reue, die folgenden Terzetten beschreiben die andere Seite, also Flemmings Selbstreflektion und Trost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Epoche des Barocks geprägt durch den 30-jährigen Krieg und noch vielen weiteren Religions- und Machtkonflikten. Daraus kann man entnehmen, dass diese zahlreichen Kriege die Gründe sind, weshalb das lyrische Ich sich nutzlos und faul fühlt und Deutschland während dieser Krisen im ,,Stich &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gelassen und aus dem Grund auch seine Taten bereut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerversion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholungen reduzieren: Reue, Selbstreflexion!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;), Kreuzreime (z.B. &amp;quot;leid&amp;quot; und &amp;quot;verblendet&amp;quot;) und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;reut&amp;quot; und &amp;quot;bringt&amp;quot;). Diese Vielfalt an Reimen verleiht dem Gedicht eine &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;interessante Struktur.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend männlich, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;gut&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; zu den emotionalen Inhalten des Gedichts &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;passt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Wertungen durch Wirkungen ersetzen! …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausdeutung auf Rousseau einfügen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem derAlexandriner, ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist. Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich. Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts (Welchen? Welche?)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
# negative Konnotationen: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sibylla Schwarz: Auff die, so durch Reisen wollen berühmet werden (ca. 1650) =====&lt;br /&gt;
[[File:Sibylla Schwarz 1650.jpg|thumb|[https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Schwarz Sibylla Schwarz] (Frontispiz-Detail: Deutsche Poëtische Gedichte, 1650)]]&lt;br /&gt;
Wer weit verreisen wir / der reise weit und breit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilge Schrift hierdurch /  das hilfft zur Seeigkeit;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer weit  verraisen wil / der schaw die Bücher an /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darin er recht wohl die Welt beschawen kan;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;der hat ein freyen Pas / der geht Auff Gottes Wegen /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an andrer Raisenart ist gar nicht viel gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [https://www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html. www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html.]&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein …. In der Romantik ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Joseph v. Eichendorff: Die blaue Blume (1818) =====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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5&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Ich suche die blaue Blume,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich suche und finde sie nie,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir träumt, dass in der Blume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein gutes Glück mir blüh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre mit meiner Harfe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Länder, Städt und Au&#039;n,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob nirgends in der Runde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blume zu schaun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wandre schon seit lange,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hab lang gehofft, vertraut,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ach, noch nirgends hab ich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blaue Blum geschaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Thema des wohl bekanntesten Gedichtes der Romantik ist zugleich programmatisch, es thematisiert die sehnsüchtige Suche nach unerreichbarem Glück oder Ideal, symbolisiert durch die blaue Blume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt seine hoffnungslose Suche nach der blauen Blume, die ihm Glück verheißen soll. Es wandert viele Jahre mit einer tragbaren Harfe durch verschiedene Orte (Länder, Städte, Wiesen), allerdings ohne Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interpretation - inhaltlich:&lt;br /&gt;
* Die blaue Blume steht als zentrales Symbol für das unerreichbare Ideal oder das ungreifbare Glück, das das lyrische Ich sich erträumt.&lt;br /&gt;
* Die Wanderung mit der Harfe kann als Symbol für die schöpferische oder künstlerische Reise des Individuums verstanden werden, das versucht, durch seine Kunst oder seine Suche Erfüllung zu finden.&lt;br /&gt;
* Die Enttäuschung am Ende des Gedichts spiegelt die oft unerfüllte Sehnsucht des Menschen wider, der trotz aller Anstrengungen und Hoffnungen nicht immer sein ideales Glück oder Ziel erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht thematisiert somit die menschliche Erfahrung des Strebens und Suchens nach einem höheren Ideal, das letztlich unerreichbar bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interpretation sprachlich, z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Symbolik:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Blaue Blume: Symbol für Sehnsucht, unerreichbares Glück, Ideal.&lt;br /&gt;
** Harfe: Symbol für Kunst, Kreativität, Begleitung auf der Suche.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wortwahl:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Suche&amp;quot; und &amp;quot;finde sie nie&amp;quot;: Betonung der Unmöglichkeit, das Ideal zu erreichen.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;träumt&amp;quot;: Ausdruck von Hoffnung und Wunschdenken.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;wandre&amp;quot;: Bewegung und ständige Suche, Rastlosigkeit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wiederholung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Ich suche&amp;quot;, &amp;quot;Ich wandre&amp;quot;: Verstärkung der fortwährenden Suche und Anstrengung.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Die blaue Blume&amp;quot;: Wiederkehrendes Symbol, das die zentrale Bedeutung unterstreicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metaphern:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Durch Länder, Städt und Au&#039;n&amp;quot;: Metapher für das umfassende, allumfassende Suchen in allen Lebensbereichen.&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Hab lang gehofft, vertraut&amp;quot;: Metapher für die anhaltende Hoffnung und den Glauben an das Erreichen des Ziels.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;interpretiert&#039;&#039;&#039; formal, z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Struktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Drei Strophen: Jede Strophe vertieft die Suche und die damit verbundenen Gefühle.&lt;br /&gt;
** Steigerung: Zunehmende Intensität der Suche und der Enttäuschung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum&#039;&#039;&#039;: vierhebiger Jambus mit  Zäsuren in den Versen 1, 2 und 5.&lt;br /&gt;
** - einigermaßen gleichmäßige Suche (mit Hindernissen).&lt;br /&gt;
** Reim: (unreine) Kreuzreime mit alternierenden Kadenzen unterstützen die Gleichmäßigkeit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klang:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Rhythmus und Reim: Verstärken die melancholische und sehnsüchtige Stimmung des Gedichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Das Gedicht enthält typisch romantische Motive und Stimmungen, z.B. die unstillbare Sehnsucht, die ständige Suche nach dem Unerreichbaren, gepaart mit einer Naturverbundenheit, idealisiert in der Erwähnung von Landschaften, Städten und Auen (V. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Symbolik der blauen Blume:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Symbol für das Streben nach dem Unendlichen&lt;br /&gt;
** Ideal der Schönheit und Vollkommenheit&lt;br /&gt;
** Beispiel: „Die blaue Blume seh ich immer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Melancholie und Weltschmerz:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Ausdruck tiefer Melancholie&lt;br /&gt;
** Gefühl der Unvollständigkeit und Entfremdung&lt;br /&gt;
** Beispiel: „Hab lang gehofft, vertraut.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Mystik und Transzendenz:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Suche nach spiritueller Erleuchtung oder höherem Sinn&lt;br /&gt;
** Verbindung zum Transzendenten und Unbekannten&lt;br /&gt;
** Beispiel: „Die blaue Blume seh ich immer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Subjektivität und Individualität:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Betonung der subjektiven Erfahrung&lt;br /&gt;
** Individuelle Suche nach Erfüllung&lt;br /&gt;
** Beispiel: „Ich suche und finde sie nie.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Rückzug in die Innenwelt:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Rückzug in die Träume und Hoffnungen des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
** Leben in der eigenen Vorstellungswelt&lt;br /&gt;
** Beispiel: „Träum ich von ihr zur Nacht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische Merkmale der deutschen Romantik &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Friedrich Hebbel: Der junge Schiffer (1836) =====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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10&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Dort bläht ein Schiff die Segel,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
frisch saust dahin der Wind!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anker wird gelichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Steuer flugs gerichtet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nun fliegt&#039;s hinaus geschwind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kühner Wasservogel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kreist grüßend um den Mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Sonne brennt herunter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
manch Fischlein, blank und munter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
umgaukelt keck den Gast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wär&#039; gern hineingesprungen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da draußen ist mein Reich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ja jung von Jahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da ist&#039;s mir nur ums Fahren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohin? das gilt mir gleich!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Karoline von Günderode: Der Luftschiffer =====&lt;br /&gt;
Eine Video-Interpretation von PhONSG &lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
   service=youtube&lt;br /&gt;
   |id=FtGurGmjnlQ&lt;br /&gt;
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   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein .. im Expressionismus ====&lt;br /&gt;
Was man zur Epoche des Expressionismus wissen muss, zeigt die Grafik: &lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gottfried Benn: Schöne Jugend =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend|Schöne Jugend]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Jakob v. Hodddis:  Weltende =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_van_Hoddis Jakob v. Hodddis:]  [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Jakob van Hoddis: Weltende|Weltende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Georg Heym: Der Gott der Stadt =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Heym Georg Heym]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Heym: Gott der Stadt|Gott der Stadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|Interpretiert eines der drei expressionistischen Gedichte schriftlich. Dokumentiert eure Ergebnisse auf euren Benutzerseiten.|Üben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gottfried Benn: Ophelia=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Ophelia|Ophelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benn (1886 - 1956) nimmt in seinem Gedicht &#039;&#039;Ophelia&#039;&#039; Bezug auf die literarische Figur der Ophelia von William Shakespeare. Ophelia ertrinkt, nachdem ihre Liebesbeziehung zu Prinz [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] gescheitert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn verarbeitet das Motiv des tragischen Todes aufgrund eines gebrochenen Herzens - vermutet wird Selbstmord - auf seine ganz eigene Weise: morbide, zynisch, expressionistisch. Man spricht in der Literaturgeschichte in Bezug auf Benn auch von seinem &amp;quot;medizynischen Blick&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Exkurs: Wie gut kann ChatGPT Gedichte interpretieren? ==&lt;br /&gt;
ChatGPT ist ein Computerprogramm, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) menschliche Sprache verarbeitet. Es kann Texte untersuchen, Texte produzieren, sie in andere Sprachen übersetzen und auf Fragen antworten. Das geschieht in Form eines Chats. ChatGPT wurde von der US-amerikanischen Firma OpenAI entwickelt und basiert auf Daten bis 2021. Es wurde trainiert, um Texte in verschiedenen Sprachen zu verstehen und darauf zu antworten, einschließlich Deutsch. Das geschieht, indem das Programm die gespeicherten Daten nach geeigneten Informationen durchsucht und daraus Sätze macht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit passen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb unsere Frage: &#039;&#039;&#039;Wie gut kann ChatGPT deutsche Gedichte interpretieren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsaufträge:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Achtung|Bearbeite mindestens die Aufgaben 1 - 3; du hast dafür 15 Minuten Zeit.| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 1|Führe unterschiedliche Prompts mit einem von dir bereits interpretierten Gedicht aus|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 2|Steuere deinen Chat mit ChatGPT, z.B. &lt;br /&gt;
* indem du für einen Prompt verschiedene Formulierungen verwendest,&lt;br /&gt;
* indem du mehrere Prompts hintereinander ausführst, so dass deine Anfragen präzisiert werden,&lt;br /&gt;
* indem du ChatGPT bei Fehlern korrigierst.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 3|Vergleiche die Ergebnisse mit deinen eigenen Interpretationen und notiere deine Beobachtungen  auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 4|Bewerte die Qualität von ChatGPT für Gedichtinterpretationen: Wie gut kann es Gedichte interpretieren? Notiere auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt&amp;diff=96231</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt</title>
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		<updated>2024-05-28T08:39:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, daß nicht einmal Blumen welken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen. [...] Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, daß aber ihre Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm nicht wirklich nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Bertolt Brecht: Über Lyrik. Frankfurt/M. 1977, S. 123&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Was ist Lyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verrät dir dieses kleine Lied:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Ebner-Eschenbach (1830-1916)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein kleines Lied&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kleines Lied, wie geht&#039;s nur an, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man so lieb es haben kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was liegt darin? erzähle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt darin ein wenig Klang, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein wenig Wohllaut und Gesang &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und eine ganze Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.lyrikmond.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie interpretiere ich ein Gedicht?===&lt;br /&gt;
Eine Anleitung zur schrittweisen, vollständigen Gedichtinterpretation findest du [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10|Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Heinrich Heine: Die schlesischen Weber|Heinrich Heine: Die schlesischen Weber (1844)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)|Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Emma Döltz: Hoffnung|Emma Döltz: Hoffnung (1910)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Heimweh, wonach?|Mascha Kaléko: Heimweh, wonach? (ca. 1938)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ingeborg Bachmann: Alle Tage|Ingeborg Bachmann: Alle Tage]] (1952)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Ernst Jandl: My own song|Ernst Jandl: My own song (1966)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus|Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus (1974)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Karat: Über sieben Brücken musst du gehen]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Martina Sens: der schrei nach führung|Martina Sens: der schrei nach führung (2019)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Samira Schogofa: Das war‘s dann|Samira Schogofa: Das war‘s dann (aktuell)]]=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Naturlyrik im Spiegel der Zeit===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturlyrik.jpg|mini|Naturlyrik. Aus: Weidemann/Weidemann: 75 Bildkarten für Coaching und Beratung. Beltz 2013]]&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 21/22 beschäftigen sich Lernenden der Einführungsphase (EF) mit dem Thema Naturlyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns mit Gedichten verschiedener Epochen beschäftigen, die im weitesten Sinne das Thema „Natur“ behandeln, dabei wollen wir herausfinden, warum ein Motiv über die Jahrhunderte hinweg aktuell geblieben ist, und wie es sich in dieser Zeit aber verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfragen&#039;&#039; unserer Arbeit werden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was ist überhaupt Naturlyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie hat sich die Lyrik im Laufe der Zeit verändert? Unterschiede zwischen dem 17. Jh. und heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie finde ich die Emotionen des Schriftstellers im Gedicht wieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Welche Folgen hat Lyrik für die heutige Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie formuliert man eine [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Gedichtanalyse]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den folgenden Gedichten gilt es,  exemplarisch zwei - aus verschiedenen Zeiten - vergleichend zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Andreas Gryphius: Einsamkeit (1663) - Barock=====&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Andreas Gryphius: Einsamkeit|Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Wolfgang v. Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh’ (1780) - Klassik=====&lt;br /&gt;
J. W. v. Goethe: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh&#039;|Über den Gipfeln ist Ruh&#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Anette v. Droste- Hülshoff: Der Knabe im Moor (1844)=====&lt;br /&gt;
Anette v. Droste- Hülshoff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor|Der Knabe im Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Joseph v. Eichendorff: Mondnacht (1873) - Romantik=====&lt;br /&gt;
Joseph v. Eichendorff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Joseph v. Eichendorff: Mondnacht|Mondnacht]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Christian Morgenstern: Novembertag  (ça. 1900) - Jahrhundertwende=====&lt;br /&gt;
Christian Morgenstern: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Morgenstern: Novembertag|Novembertag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Georg Trakl: Sommersonate (1909-1912) - Expressionismus=====&lt;br /&gt;
Georg Trakl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Georg Trakl: Sommersonate|Sommersonate]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ernst Jandl: Auf dem Land (1963) - Konkrete Poesie - Experimentelles=====&lt;br /&gt;
Ernst Jandl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ernst Jandl: Auf dem Land|Auf dem Land]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ulla Hahn: Schöne Landschaft (1985) - Moderne=====&lt;br /&gt;
Ulla Hahn: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Ulla Hahn: Schöne Landschaft|Schöne Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld (1976) - Exkurs über Kitsch=====&lt;br /&gt;
Jürgen Drews: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld|Ein Bett im Kornfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Lyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von dem historischen Ereignis des Jahres 2020, 30 Jahre Wiedervereinigung, werden deutschsprachige, politische [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichte und Songtexte|Gedichte und Songtexte]] unterschiedlicher Dekaden zusammengetragen und analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 9.11.1989: [https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 3.10.1990: [https://www.youtube.com/watch?v=IiOEAumyrRo https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Lyrik ist kommunikative Lyrik:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Was&lt;br /&gt;
!wird&lt;br /&gt;
!wann&lt;br /&gt;
!wie&lt;br /&gt;
!von wem&lt;br /&gt;
!wozu&lt;br /&gt;
!vorgetragen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Inhalt/&lt;br /&gt;
Thema&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historisch-sozialer Zusammenhang, auf den sich das Gedicht bezieht&lt;br /&gt;
|inhaltlich,&lt;br /&gt;
sprachlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formal&lt;br /&gt;
|Bedingungen der Autorin/des Autors&lt;br /&gt;
|Intention&lt;br /&gt;
(Absicht)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabe:&#039;&#039;&#039; Erprobe das abgebildete Analyseschema an einem der von dir ausgewählten Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied=====&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied|Der kleine Unterschied]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Der kleine Unterschied&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko Mascha Kaléko] aus dem Jahr 1940 behandelt das Sprach- und damit Existenzproblem deutscher Emigranten im englischsprachigen Exil. Als Folge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland (1933 - 1945) mussten auch jüdische Dichterinnen wie Mascha Kaléko das Land verlassen und versuchten, im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Auch wenn deutsche Wörter aufgrund ihrer lautlichen Ähnlichkeit vordergründig leicht ins Englische übersetzbar scheinen, so offenbart eine genauere Betrachtung von Wörtern wie &amp;quot;Land, Heimat, Gedicht&amp;quot; die fehlende emotionale Verbindung zum übersetzen Wort. Lyrik ist nicht übersetzbar, könnte man als Kerngedanken dieses Gedichtes annehmen. Damit wäre den geflüchteten Dichterinnen und Dichtern ihre Kunst im Exil nicht mehr möglich. Die politische Aussage dieses Gedichtes wäre, dass eine Emigration die Künstler*innen zwar körperlich rettet, nicht aber geistig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Paul Celan: Todesfuge=====&lt;br /&gt;
Paul Celan: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Paul Celan: Todesfuge|Todesfuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Todesfuge&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan Paul Celan] aus letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs beschreibt den Alltag der Menschen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Die &amp;quot;schwarze Milch&amp;quot;, die die Lagerinsassen täglich trinken, ist zum Symbol für die menschenverachtende Tötungs- und Verbrennungsmaschinerie der Deutschen geworden: Die Milch als lebensspendender Saft, der den Menschen in den Lagern vorenthalten wurde, ist schwarz von der Asche Krematorien, in denen die Leichen der Verhungerten und Vergasten verbrannt wurden. Celan beschrieb mit diesem Gedicht das Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie wie auch das von Millionen weiterer Menschen, die im Holocaust getötet worden sind. Die politische Intention dieses Gedichtes sind Gedenken, Mahnung, Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam=====&lt;br /&gt;
Nelly Sachs: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam|Gebete für den toten Bräutigam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Sachs Nelly Sachs] schreibt ein Gedicht über einen, vermutlich von den Nazis ermordeten Bräutigam. Es wird deutlich, dass das lyrische Ich um ihn trauert und versucht, sich den Schmerz aus der Seele zu schreiben. Auf politischer Ebene beschreibt das Gedicht das Leiden der Juden die zurzeit des Nationalsozialismus&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Reiner Kunze: Die Antenne=====&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/ Reiner Kunze: Die Antenne|Reiner Kunze: Die Antenne]]&amp;lt;br /&amp;gt;In dem Gedicht &amp;quot;Die Antenne&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Kunze Reiner Kunze] steht die Antenne als Metapher für einen Menschen, welcher seine Gedanken nicht frei ausleben kann, da dieses von einer Regierung oder auch einer Diktatur abgelehnt wird und dieser Mensch somit in seinem Denken und Handeln eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Udo Jürgens: Griechischer Wein=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens Udo Jürgens]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Udo Jürgens: Griechischer Wein|Griechischer Wein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied beschreibt die Sehnsucht griechischer Gastarbeiter nach ihrer Heimat im Deutschland der frühen Siebziger Jahre. Der Schlager-Charakter des Liedes täuscht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen sozial-kritischen Text handelt.&lt;br /&gt;
=====Karat: Über sieben Brücken musst du gehn=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Band) Karat]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Über sieben Brücken musst du gehen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen. Die sieben Brücken oder die sieben dunklen Jahre stehen für die schlechten Zeiten, die Jeder von uns überwinden muss. Gleichfalls stehen sie in verschlüsselter Form für das Leben der Menschen in der DDR der Siebziger Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Marius Müller-Westernhagen: Freiheit=====&lt;br /&gt;
[https://www.westernhagen.de/ Marius Müller-Westernhagen]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Marius Müller-Westernhagen: Freiheit|Freiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bereits 1987 zum ersten Mal veröffentlicht, wurde der Song zu einem Symbol des [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer Mauerfalls] und Untergangs der DDR. Das lyrische Ich entlarvt die wirtschaftliche und politische Freiheit nach &amp;quot;gemacht[en] Verträgen&amp;quot; als &amp;quot;naiv&amp;quot; und propagiert an dessen Stelle eine persönliche, fast anarchische Freiheit in der Metapher des Feierns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eva Strasser: Die Welt steht still=====&lt;br /&gt;
[https://literaturwissenschaft.de/buch/splitter-aus-der-quarantaene.html Eva Strasser]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Eva Strasser: Die Welt steht still|Die Welt steht still]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Strasser beschreibt in ihrem Tagebuch-Gedicht die Auswirkungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland ersten Corona-Lockdowns] auf unsere Welt. Die Covid-19-Pandemie hatte drastische Änderungen auf unser normales Leben: Die Straßen sind leer, ruhig und düster. Menschen meiden die Außenwelt und bleiben zu Hause um sich und andere zu schützen. Eine depressive und bedrückte Atmosphäre herrscht über der Welt. Nicht nur wir Menschen werden von dem Virus beeinflusst, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm. Das Corona- Virus bringt drastische Veränderungen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterwegs sein - Reiselyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
Reiselyrik im Wandel der Zeit, das ist das Thema des Deutschunterrichts in der Q1: Was bedeutete für die Menschen das Unterwegssein in ihrer Zeit, welche Arten von Reisen traten sie an, welchen Sinn ergab das Reisen für sie? Diese und weitere Fragen wollen wir in den Epochen des Barocks, der Romantik, des Expressionismus und der Moderne untersuchen und vergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch was ist eigentlich ein Gedicht, was macht ein Gedicht aus? Bertolt Brecht vergleicht ein Gedicht mit einer Rose und beschreibt es als &amp;quot;etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ..., also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles&amp;quot; (In: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fordert: &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön&amp;quot; und weiter: &amp;quot;In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.&amp;quot; (s.o.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir probieren es aus! Zur „Anwendung von Kriterien“ bietet uns das Wiki eine methodische Anleitung unter: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Wie interpretiere ich ein Gedicht?]]&lt;br /&gt;
===== Joachim Ringelnatz: Zwei Ameisen =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Ameisen-Kalender 1897.jpg|mini|Abb.:  Ameisen-Kalender 1897; Verlag Friedrich Geißler. Gemeinfrei (2019).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Altona auf der Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da taten ihnen die Beine weh,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da verzichteten sie weise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn auf den letzten Teil der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So will man oft und kann doch nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und leistet dann recht gern Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: https://www.projekt-gutenberg.org/ringelnz/gedichte/chap005.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 1.) Erster Eindruck: ======&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen auf Abenteuerreise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung: groß, aufregend, anstrengend, fröhlich, unernst, ironisch/übertrieben, lustig ; mit ernstem/traurigem Fazit am Ende - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Aussageideen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	schlicht aufgrund der schlichten Form; Deutungshypothese: Vermeintlich Einfaches entpuppt sich später als durchaus schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	verwirrend: Ameisen auf Weltreise - Was hat das mit meinem Leben zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Überheblich: größenwahnsinnige Ameisen - Übertragung auf den Menschen: Sind wir eigentlich auch nur Ameisen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 2.) Inhalt: ======&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen wollen von Hamburg aus nach Australien reisen, geben aber schon in Altona erschöpft auf. In der Folge verzichten sie auf „den Rest der Reise“. Es wird ein Fazit formuliert: Man verzichtet gerne auf Dinge, die man nicht realisieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3.) Analyse: ======&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhalt&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
V1.: Funktion: Vorstellung der Szenerie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	zwei Ameisen leben in Hamburg: klein, fleißig, Kolonie-Tiere in Hamburg als Hafen- /Handels-Stadt; Startpunkt vieler Auswanderer&lt;br /&gt;
* •	Wirkung: ironisch, übertrieben, abenteuerlich &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sprache&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
* •	Hyperbel in V. 1/2: Ameisen auf Weltreise&lt;br /&gt;
* •	Antithetik: klein/groß: Ameise/Stadt; Australien/Altona, Wollen/Können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alliterationen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf D - Darstellung der einzelnen Schritte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf A - Darstellung/Verknüpfung  der Figuren und Orte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Verbindung mit der Antithetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen: schlicht/einprägsam / lustig/bedacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Form&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ein kurzes Gedicht analog zur Kürze der tatsächlichen Reise (von Hamburg nach Altona); bestehend aus zwei Strophen -mit einmal sechs Versen und einmal zwei Versen analog zum Abbruch der Reise bereits in Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strophenarrangement wirkt so, als wäre es nur eine Strophe, da die zweite wie ein Anhang wirkt: Die erste Strophe enthält die Geschichte von den Ameisen, die zweite formuliert eine Moral/Lehre aus der Geschichte: Menschen geben zu schnell auf, begründen ihr Aufgeben mit vorgeschobenen Argumenten (hier: Beinschmerzen) und stellen ihr Aufgeben als Verzicht dar, um vor sich selbst und anderen nicht als Verlierer, sondern als großzügig Verzichtender dazustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Überheblichkeit der Menschen, die sich zu viel vornehmen und das dann nicht erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ - weiterführende Deutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ziele, egal wie unrealistisch, sollten dennoch verfolgt werden. Verzichten ist besser, als es gar nicht probiert zu haben (hier: Altona ist nicht Australien, aber auch eine Reise wert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Menschen verzichten auch gerne aus angeblich altruistischen Gründen  (Selbstlosigkeit), die aber oftmals Garn ich so selbstlos sind, sondern eher eigennützig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Reime und Kadenzen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchgängiger Paarreim — Funktion: zwei Verse gehören immer Inhaltlich zusammen: Ameisenreise; Scheitern; Weisheit des Reiseabbruchs, Verzicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternierende Kadenzen: Vers 1 und 2 - klingende Kadenzen („Ameisen/reisen“), Vers 3 und 4 - stumpfe Kadenz, Vers 5 und 6 - klingende Kadenz, Vers 7 und 8 stumpfe Kadenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutung: Hin und Her oder Höhen und Tiefen der Ameisenbewegung; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumpfe Kadenzen treten beim Wehleiden auf und im Fazit (Verzicht), Abbruch unterstreicht eher negative Wirkung; im Kontrast zur offenen, klingenden  Wirkung bei der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Metrum&#039;&#039;&#039;: 4-hebiger Jambus mit einer metrischen Verschiebung im ersten Vers auf Ameise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u     /      u       /    u    /        u  /  u&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung:   Dynamik der Reise-Bewegung, Fröhlichkeit/Aufbruchsstimmung der Ameisen durch auftaktischen Jambus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrische Verschiebung … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstärkt den Reim auf „ei“  und rückt damit Ameisen und Reisen stärker zusammen. -&amp;gt; Absurdität des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstolpert das Vorhaben schon in der Planung bzw. in der Reisegruppe - &amp;gt; zwei Ameisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein … im Barock ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Barthel_(Bartholomäus)_Bruyn_-_Vanitas.JPG|alternativtext=Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas|mini|360x360px|[[:Datei:Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG|Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG]]; gemeinfrei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Paul Fleming: An Deutschland =====&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Paul Fleming: An Deutschland (1546)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja Mutter es ist war. Ich habe diese Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Jugend mehr als faul und übel angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab&#039; es nicht gethan/wie ich mich dir verpfändet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lange bin ich aus/und dencke noch so weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach Mutter zürne nicht; es ist mir mehr als leid/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Vorwitz dieser Muth hat mich zu sehr verblendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hab&#039; ich allzuweit von dir/Trost/abgeländet/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und kan es endern nicht/wie hoch es mir auch reut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muß folgen/wie/und wenn/und wo man denckt hinaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will gleich/oder nicht. Es wird nichts anders draus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen meyne nicht/O du mein schweer Verlangen/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich dencke nicht auff dich/und was mir frommen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wohnet überall/der nach der Tugend ringt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Fleming: An Deutschland. In: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9601&amp;amp;#x20;/66&amp;amp;#x20;(22.06.2018);&amp;amp;#x20;Bild:&amp;amp;#x20;bpk&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Form: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;; V.1). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.Das variierende Metrum spiegelt die innere Zerissenheit und das Bedauern des lyrischen Ichs wider, während es über vergangene Fehler reflektiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V.1-2), Kreuzreime und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;gehangen&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;und &amp;quot;verlangen&amp;quot;, V.7 und V. 10). Diese Vielfalt an Reimen trägt zur Lebendigkeit des Gedichts bei. Seine Paarreime erzeugen eine direkte Verbindung zwischen den Gedanken. Die umarmenden Reime, bei denen sich das erste und das vierte sowie das zweite und das dritte Wort der Strophe reimen, verleihen dem Gedicht eine gewisse Abrundung, die den Leser dazu bringt über die Botschaft des Gedichts nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend stumpf, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V. 2-3). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die den emotionalen Inhalt des Gedichts widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der [https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandriner Alexandriner], ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sprache: =====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist (V.9). Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich (V.7-8). Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt (V.1-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.negative Konnotationen: Die zahreiche Verwendung von negativ konnotierten Wörtern, wie bespielsweise ,, zürne&amp;quot;  Vers 5, sowie ,,faul und übel&amp;quot; Vers 2, haben eine bedrückende und selbstklagende Wirkung auf den Leser. Dies verdeutlicht die Reue des Lyrischen Ichs im Bezug auf seinen Lebensstil und die negativen Erinnerungen die es damit assoziiert. Außerdem ist anzumerken, dass sich das lyrische Ich selbstreflextiert äußert, was durch die negativen Konnotationen besonders hervorgehoben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (1609 - 1640), bekannt für seine vielen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] (1609 - 1640),  bekannt für seine ungewöhnlichen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Reise-Lyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Lyrik_des_Barock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Entstehungshintergrund Barock und Dreißigjähriger Krieg =====&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]][https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] war einer der bedeutendsten Dichter während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg Dreißigjähigen Krieges] (1618 bis 1648) und prägte diese Zeit mit seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht zeigt typische Merkmale aus dem Barock, typisch ist die metaphorische Sprache und Bildsprache (schwaches Boot). Es lässt sich ebenfalls sagen, dass der Dreißigjährige Krieg  Einfluss auf ihn hatte und seine persönlichen Erfahrungen und Denkweise davon beeinflusst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist es es erwähnenswert, dass das analysierte Gedicht aus der Epoche Barock stammt.Einige Merkmale lassen sich im Gedicht wiederspiegeln. Beispielsweise ist es ein Merkmal des Barocks, dass in den Gedichten zahlreiche rhetorische Stilmittel wie Symbole, Vergleiche und Personifikation verwendet wurden. Diese hat auch Flemming in sein Gedicht oftmals benutz ,wie beispielsweise die Personifikation Deutschlandes oder die metaphorische Darstellung des Lyrischen Ichs ,als ,,schwaches Both&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; welches hinter großen Schiffe hinterhergezogen wurde. Ein weiteres Merkmal in der Lyrik des Barocks ist die  Erwähnung der Tugend. Laut dem lyrsichen Ich ist der tugenhafte Mensch überall zu Hause.(V. 14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Barock ist geprägt von zentralen Leitmotiven wie &amp;quot;Carpe Diem&amp;quot;, &amp;quot;Vanitas&amp;quot; und &amp;quot;Memento Mori&amp;quot;. Flemming nutzt das Motiv &amp;quot;Memento Mori&amp;quot; (gedenke dem Tag), indem er darüber klagt, wie er seine Jugendzeit verschwendet habe. Diese Motive verfolgen das selbe Ziel: sie erinnern den Menschen an die eigene Vergänglichkeit und rufen zur Selbstreflektion auf, wie es hier auch deutlich wird, indem Flemming seine Jugend reflektiert. Eine oft vorkommende lyrische Form des Barocks ist das Sonett. Die Quartetten zeigen dabei die Seite des Widerspruchs, hier Flemmings Reue, die folgenden Terzetten beschreiben die andere Seite, also Flemmings Selbstreflektion und Trost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Epoche des Barocks geprägt durch den 30-jährigen Krieg und noch vielen weiteren Religions- und Machtkonflikten. Daraus kann man entnehmen, dass diese zahlreichen Kriege die Gründe sind, weshalb das lyrische Ich sich nutzlos und faul fühlt und Deutschland während dieser Krisen im ,,Stich &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gelassen und aus dem Grund auch seine Taten bereut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerversion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholungen reduzieren: Reue, Selbstreflexion!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;), Kreuzreime (z.B. &amp;quot;leid&amp;quot; und &amp;quot;verblendet&amp;quot;) und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;reut&amp;quot; und &amp;quot;bringt&amp;quot;). Diese Vielfalt an Reimen verleiht dem Gedicht eine &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;interessante Struktur.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend männlich, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;gut&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; zu den emotionalen Inhalten des Gedichts &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;passt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Wertungen durch Wirkungen ersetzen! …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausdeutung auf Rousseau einfügen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem derAlexandriner, ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist. Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich. Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts (Welchen? Welche?)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
# negative Konnotationen: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sibylla Schwarz: Auff die, so durch Reisen wollen berühmet werden (ca. 1650) =====&lt;br /&gt;
[[File:Sibylla Schwarz 1650.jpg|thumb|[https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Schwarz Sibylla Schwarz] (Frontispiz-Detail: Deutsche Poëtische Gedichte, 1650)]]&lt;br /&gt;
Wer weit verreisen wir / der reise weit und breit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilge Schrift hierdurch /  das hilfft zur Seeigkeit;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer weit  verraisen wil / der schaw die Bücher an /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darin er recht wohl die Welt beschawen kan;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;der hat ein freyen Pas / der geht Auff Gottes Wegen /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an andrer Raisenart ist gar nicht viel gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [https://www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html. www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html.]&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein …. In der Romantik ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Karoline von Günderode: Der Luftschiffer =====&lt;br /&gt;
Eine Video-Interpretation von PhONSG &lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
   service=youtube&lt;br /&gt;
   |id=FtGurGmjnlQ&lt;br /&gt;
   |urlargs=start=300&amp;amp;end=388&lt;br /&gt;
   |dimensions=400&lt;br /&gt;
   |alignment=center&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein .. im Expressionismus ====&lt;br /&gt;
Was man zur Epoche des Expressionismus wissen muss, zeigt die Grafik: &lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gottfried Benn: Schöne Jugend =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend|Schöne Jugend]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Jakob v. Hodddis:  Weltende =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_van_Hoddis Jakob v. Hodddis:]  [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Jakob van Hoddis: Weltende|Weltende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Georg Heym: Der Gott der Stadt =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Heym Georg Heym]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Heym: Gott der Stadt|Gott der Stadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|Interpretiert eines der drei expressionistischen Gedichte schriftlich. Dokumentiert eure Ergebnisse auf euren Benutzerseiten.|Üben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gottfried Benn: Ophelia=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Ophelia|Ophelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benn (1886 - 1956) nimmt in seinem Gedicht &#039;&#039;Ophelia&#039;&#039; Bezug auf die literarische Figur der Ophelia von William Shakespeare. Ophelia ertrinkt, nachdem ihre Liebesbeziehung zu Prinz [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] gescheitert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn verarbeitet das Motiv des tragischen Todes aufgrund eines gebrochenen Herzens - vermutet wird Selbstmord - auf seine ganz eigene Weise: morbide, zynisch, expressionistisch. Man spricht in der Literaturgeschichte in Bezug auf Benn auch von seinem &amp;quot;medizynischen Blick&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Exkurs: Wie gut kann ChatGPT Gedichte interpretieren? ==&lt;br /&gt;
ChatGPT ist ein Computerprogramm, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) menschliche Sprache verarbeitet. Es kann Texte untersuchen, Texte produzieren, sie in andere Sprachen übersetzen und auf Fragen antworten. Das geschieht in Form eines Chats. ChatGPT wurde von der US-amerikanischen Firma OpenAI entwickelt und basiert auf Daten bis 2021. Es wurde trainiert, um Texte in verschiedenen Sprachen zu verstehen und darauf zu antworten, einschließlich Deutsch. Das geschieht, indem das Programm die gespeicherten Daten nach geeigneten Informationen durchsucht und daraus Sätze macht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit passen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb unsere Frage: &#039;&#039;&#039;Wie gut kann ChatGPT deutsche Gedichte interpretieren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsaufträge:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Achtung|Bearbeite mindestens die Aufgaben 1 - 3; du hast dafür 15 Minuten Zeit.| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 1|Führe unterschiedliche Prompts mit einem von dir bereits interpretierten Gedicht aus|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 2|Steuere deinen Chat mit ChatGPT, z.B. &lt;br /&gt;
* indem du für einen Prompt verschiedene Formulierungen verwendest,&lt;br /&gt;
* indem du mehrere Prompts hintereinander ausführst, so dass deine Anfragen präzisiert werden,&lt;br /&gt;
* indem du ChatGPT bei Fehlern korrigierst.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 3|Vergleiche die Ergebnisse mit deinen eigenen Interpretationen und notiere deine Beobachtungen  auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 4|Bewerte die Qualität von ChatGPT für Gedichtinterpretationen: Wie gut kann es Gedichte interpretieren? Notiere auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt&amp;diff=96225</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt</title>
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		<updated>2024-05-28T08:37:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, daß nicht einmal Blumen welken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen. [...] Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, daß aber ihre Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm nicht wirklich nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Bertolt Brecht: Über Lyrik. Frankfurt/M. 1977, S. 123&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Was ist Lyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verrät dir dieses kleine Lied:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Ebner-Eschenbach (1830-1916)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein kleines Lied&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kleines Lied, wie geht&#039;s nur an, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man so lieb es haben kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was liegt darin? erzähle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt darin ein wenig Klang, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein wenig Wohllaut und Gesang &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und eine ganze Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.lyrikmond.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie interpretiere ich ein Gedicht?===&lt;br /&gt;
Eine Anleitung zur schrittweisen, vollständigen Gedichtinterpretation findest du [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10|Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Heinrich Heine: Die schlesischen Weber|Heinrich Heine: Die schlesischen Weber (1844)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)|Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Emma Döltz: Hoffnung|Emma Döltz: Hoffnung (1910)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Heimweh, wonach?|Mascha Kaléko: Heimweh, wonach? (ca. 1938)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ingeborg Bachmann: Alle Tage|Ingeborg Bachmann: Alle Tage]] (1952)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Ernst Jandl: My own song|Ernst Jandl: My own song (1966)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus|Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus (1974)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Karat: Über sieben Brücken musst du gehen]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Martina Sens: der schrei nach führung|Martina Sens: der schrei nach führung (2019)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Samira Schogofa: Das war‘s dann|Samira Schogofa: Das war‘s dann (aktuell)]]=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Naturlyrik im Spiegel der Zeit===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturlyrik.jpg|mini|Naturlyrik. Aus: Weidemann/Weidemann: 75 Bildkarten für Coaching und Beratung. Beltz 2013]]&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 21/22 beschäftigen sich Lernenden der Einführungsphase (EF) mit dem Thema Naturlyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns mit Gedichten verschiedener Epochen beschäftigen, die im weitesten Sinne das Thema „Natur“ behandeln, dabei wollen wir herausfinden, warum ein Motiv über die Jahrhunderte hinweg aktuell geblieben ist, und wie es sich in dieser Zeit aber verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfragen&#039;&#039; unserer Arbeit werden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was ist überhaupt Naturlyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie hat sich die Lyrik im Laufe der Zeit verändert? Unterschiede zwischen dem 17. Jh. und heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie finde ich die Emotionen des Schriftstellers im Gedicht wieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Welche Folgen hat Lyrik für die heutige Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie formuliert man eine [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Gedichtanalyse]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den folgenden Gedichten gilt es,  exemplarisch zwei - aus verschiedenen Zeiten - vergleichend zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Andreas Gryphius: Einsamkeit (1663) - Barock=====&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Andreas Gryphius: Einsamkeit|Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Wolfgang v. Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh’ (1780) - Klassik=====&lt;br /&gt;
J. W. v. Goethe: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh&#039;|Über den Gipfeln ist Ruh&#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Anette v. Droste- Hülshoff: Der Knabe im Moor (1844)=====&lt;br /&gt;
Anette v. Droste- Hülshoff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor|Der Knabe im Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Joseph v. Eichendorff: Mondnacht (1873) - Romantik=====&lt;br /&gt;
Joseph v. Eichendorff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Joseph v. Eichendorff: Mondnacht|Mondnacht]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Christian Morgenstern: Novembertag  (ça. 1900) - Jahrhundertwende=====&lt;br /&gt;
Christian Morgenstern: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Morgenstern: Novembertag|Novembertag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Georg Trakl: Sommersonate (1909-1912) - Expressionismus=====&lt;br /&gt;
Georg Trakl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Georg Trakl: Sommersonate|Sommersonate]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ernst Jandl: Auf dem Land (1963) - Konkrete Poesie - Experimentelles=====&lt;br /&gt;
Ernst Jandl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ernst Jandl: Auf dem Land|Auf dem Land]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ulla Hahn: Schöne Landschaft (1985) - Moderne=====&lt;br /&gt;
Ulla Hahn: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Ulla Hahn: Schöne Landschaft|Schöne Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld (1976) - Exkurs über Kitsch=====&lt;br /&gt;
Jürgen Drews: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld|Ein Bett im Kornfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Lyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von dem historischen Ereignis des Jahres 2020, 30 Jahre Wiedervereinigung, werden deutschsprachige, politische [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichte und Songtexte|Gedichte und Songtexte]] unterschiedlicher Dekaden zusammengetragen und analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 9.11.1989: [https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 3.10.1990: [https://www.youtube.com/watch?v=IiOEAumyrRo https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Lyrik ist kommunikative Lyrik:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Was&lt;br /&gt;
!wird&lt;br /&gt;
!wann&lt;br /&gt;
!wie&lt;br /&gt;
!von wem&lt;br /&gt;
!wozu&lt;br /&gt;
!vorgetragen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Inhalt/&lt;br /&gt;
Thema&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historisch-sozialer Zusammenhang, auf den sich das Gedicht bezieht&lt;br /&gt;
|inhaltlich,&lt;br /&gt;
sprachlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formal&lt;br /&gt;
|Bedingungen der Autorin/des Autors&lt;br /&gt;
|Intention&lt;br /&gt;
(Absicht)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabe:&#039;&#039;&#039; Erprobe das abgebildete Analyseschema an einem der von dir ausgewählten Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied=====&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied|Der kleine Unterschied]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Der kleine Unterschied&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko Mascha Kaléko] aus dem Jahr 1940 behandelt das Sprach- und damit Existenzproblem deutscher Emigranten im englischsprachigen Exil. Als Folge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland (1933 - 1945) mussten auch jüdische Dichterinnen wie Mascha Kaléko das Land verlassen und versuchten, im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Auch wenn deutsche Wörter aufgrund ihrer lautlichen Ähnlichkeit vordergründig leicht ins Englische übersetzbar scheinen, so offenbart eine genauere Betrachtung von Wörtern wie &amp;quot;Land, Heimat, Gedicht&amp;quot; die fehlende emotionale Verbindung zum übersetzen Wort. Lyrik ist nicht übersetzbar, könnte man als Kerngedanken dieses Gedichtes annehmen. Damit wäre den geflüchteten Dichterinnen und Dichtern ihre Kunst im Exil nicht mehr möglich. Die politische Aussage dieses Gedichtes wäre, dass eine Emigration die Künstler*innen zwar körperlich rettet, nicht aber geistig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Paul Celan: Todesfuge=====&lt;br /&gt;
Paul Celan: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Paul Celan: Todesfuge|Todesfuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Todesfuge&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan Paul Celan] aus letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs beschreibt den Alltag der Menschen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Die &amp;quot;schwarze Milch&amp;quot;, die die Lagerinsassen täglich trinken, ist zum Symbol für die menschenverachtende Tötungs- und Verbrennungsmaschinerie der Deutschen geworden: Die Milch als lebensspendender Saft, der den Menschen in den Lagern vorenthalten wurde, ist schwarz von der Asche Krematorien, in denen die Leichen der Verhungerten und Vergasten verbrannt wurden. Celan beschrieb mit diesem Gedicht das Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie wie auch das von Millionen weiterer Menschen, die im Holocaust getötet worden sind. Die politische Intention dieses Gedichtes sind Gedenken, Mahnung, Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam=====&lt;br /&gt;
Nelly Sachs: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam|Gebete für den toten Bräutigam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Sachs Nelly Sachs] schreibt ein Gedicht über einen, vermutlich von den Nazis ermordeten Bräutigam. Es wird deutlich, dass das lyrische Ich um ihn trauert und versucht, sich den Schmerz aus der Seele zu schreiben. Auf politischer Ebene beschreibt das Gedicht das Leiden der Juden die zurzeit des Nationalsozialismus&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Reiner Kunze: Die Antenne=====&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/ Reiner Kunze: Die Antenne|Reiner Kunze: Die Antenne]]&amp;lt;br /&amp;gt;In dem Gedicht &amp;quot;Die Antenne&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Kunze Reiner Kunze] steht die Antenne als Metapher für einen Menschen, welcher seine Gedanken nicht frei ausleben kann, da dieses von einer Regierung oder auch einer Diktatur abgelehnt wird und dieser Mensch somit in seinem Denken und Handeln eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Udo Jürgens: Griechischer Wein=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens Udo Jürgens]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Udo Jürgens: Griechischer Wein|Griechischer Wein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied beschreibt die Sehnsucht griechischer Gastarbeiter nach ihrer Heimat im Deutschland der frühen Siebziger Jahre. Der Schlager-Charakter des Liedes täuscht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen sozial-kritischen Text handelt.&lt;br /&gt;
=====Karat: Über sieben Brücken musst du gehn=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Band) Karat]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Über sieben Brücken musst du gehen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen. Die sieben Brücken oder die sieben dunklen Jahre stehen für die schlechten Zeiten, die Jeder von uns überwinden muss. Gleichfalls stehen sie in verschlüsselter Form für das Leben der Menschen in der DDR der Siebziger Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Marius Müller-Westernhagen: Freiheit=====&lt;br /&gt;
[https://www.westernhagen.de/ Marius Müller-Westernhagen]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Marius Müller-Westernhagen: Freiheit|Freiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bereits 1987 zum ersten Mal veröffentlicht, wurde der Song zu einem Symbol des [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer Mauerfalls] und Untergangs der DDR. Das lyrische Ich entlarvt die wirtschaftliche und politische Freiheit nach &amp;quot;gemacht[en] Verträgen&amp;quot; als &amp;quot;naiv&amp;quot; und propagiert an dessen Stelle eine persönliche, fast anarchische Freiheit in der Metapher des Feierns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eva Strasser: Die Welt steht still=====&lt;br /&gt;
[https://literaturwissenschaft.de/buch/splitter-aus-der-quarantaene.html Eva Strasser]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Eva Strasser: Die Welt steht still|Die Welt steht still]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Strasser beschreibt in ihrem Tagebuch-Gedicht die Auswirkungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland ersten Corona-Lockdowns] auf unsere Welt. Die Covid-19-Pandemie hatte drastische Änderungen auf unser normales Leben: Die Straßen sind leer, ruhig und düster. Menschen meiden die Außenwelt und bleiben zu Hause um sich und andere zu schützen. Eine depressive und bedrückte Atmosphäre herrscht über der Welt. Nicht nur wir Menschen werden von dem Virus beeinflusst, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm. Das Corona- Virus bringt drastische Veränderungen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterwegs sein - Reiselyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
Reiselyrik im Wandel der Zeit, das ist das Thema des Deutschunterrichts in der Q1: Was bedeutete für die Menschen das Unterwegssein in ihrer Zeit, welche Arten von Reisen traten sie an, welchen Sinn ergab das Reisen für sie? Diese und weitere Fragen wollen wir in den Epochen des Barocks, der Romantik, des Expressionismus und der Moderne untersuchen und vergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch was ist eigentlich ein Gedicht, was macht ein Gedicht aus? Bertolt Brecht vergleicht ein Gedicht mit einer Rose und beschreibt es als &amp;quot;etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ..., also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles&amp;quot; (In: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fordert: &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön&amp;quot; und weiter: &amp;quot;In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.&amp;quot; (s.o.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir probieren es aus! Zur „Anwendung von Kriterien“ bietet uns das Wiki eine methodische Anleitung unter: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Wie interpretiere ich ein Gedicht?]]&lt;br /&gt;
===== Joachim Ringelnatz: Zwei Ameisen =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Ameisen-Kalender 1897.jpg|mini|Abb.:  Ameisen-Kalender 1897; Verlag Friedrich Geißler. Gemeinfrei (2019).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Altona auf der Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da taten ihnen die Beine weh,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da verzichteten sie weise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn auf den letzten Teil der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So will man oft und kann doch nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und leistet dann recht gern Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: https://www.projekt-gutenberg.org/ringelnz/gedichte/chap005.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 1.) Erster Eindruck: ======&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen auf Abenteuerreise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung: groß, aufregend, anstrengend, fröhlich, unernst, ironisch/übertrieben, lustig ; mit ernstem/traurigem Fazit am Ende - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Aussageideen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	schlicht aufgrund der schlichten Form; Deutungshypothese: Vermeintlich Einfaches entpuppt sich später als durchaus schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	verwirrend: Ameisen auf Weltreise - Was hat das mit meinem Leben zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Überheblich: größenwahnsinnige Ameisen - Übertragung auf den Menschen: Sind wir eigentlich auch nur Ameisen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 2.) Inhalt: ======&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen wollen von Hamburg aus nach Australien reisen, geben aber schon in Altona erschöpft auf. In der Folge verzichten sie auf „den Rest der Reise“. Es wird ein Fazit formuliert: Man verzichtet gerne auf Dinge, die man nicht realisieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3.) Analyse: ======&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhalt&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
V1.: Funktion: Vorstellung der Szenerie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	zwei Ameisen leben in Hamburg: klein, fleißig, Kolonie-Tiere in Hamburg als Hafen- /Handels-Stadt; Startpunkt vieler Auswanderer&lt;br /&gt;
* •	Wirkung: ironisch, übertrieben, abenteuerlich &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sprache&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
* •	Hyperbel in V. 1/2: Ameisen auf Weltreise&lt;br /&gt;
* •	Antithetik: klein/groß: Ameise/Stadt; Australien/Altona, Wollen/Können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alliterationen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf D - Darstellung der einzelnen Schritte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf A - Darstellung/Verknüpfung  der Figuren und Orte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Verbindung mit der Antithetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen: schlicht/einprägsam / lustig/bedacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Form&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ein kurzes Gedicht analog zur Kürze der tatsächlichen Reise (von Hamburg nach Altona); bestehend aus zwei Strophen -mit einmal sechs Versen und einmal zwei Versen analog zum Abbruch der Reise bereits in Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strophenarrangement wirkt so, als wäre es nur eine Strophe, da die zweite wie ein Anhang wirkt: Die erste Strophe enthält die Geschichte von den Ameisen, die zweite formuliert eine Moral/Lehre aus der Geschichte: Menschen geben zu schnell auf, begründen ihr Aufgeben mit vorgeschobenen Argumenten (hier: Beinschmerzen) und stellen ihr Aufgeben als Verzicht dar, um vor sich selbst und anderen nicht als Verlierer, sondern als großzügig Verzichtender dazustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Überheblichkeit der Menschen, die sich zu viel vornehmen und das dann nicht erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ - weiterführende Deutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ziele, egal wie unrealistisch, sollten dennoch verfolgt werden. Verzichten ist besser, als es gar nicht probiert zu haben (hier: Altona ist nicht Australien, aber auch eine Reise wert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Menschen verzichten auch gerne aus angeblich altruistischen Gründen  (Selbstlosigkeit), die aber oftmals Garn ich so selbstlos sind, sondern eher eigennützig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Reime und Kadenzen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchgängiger Paarreim — Funktion: zwei Verse gehören immer Inhaltlich zusammen: Ameisenreise; Scheitern; Weisheit des Reiseabbruchs, Verzicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternierende Kadenzen: Vers 1 und 2 - klingende Kadenzen („Ameisen/reisen“), Vers 3 und 4 - stumpfe Kadenz, Vers 5 und 6 - klingende Kadenz, Vers 7 und 8 stumpfe Kadenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutung: Hin und Her oder Höhen und Tiefen der Ameisenbewegung; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumpfe Kadenzen treten beim Wehleiden auf und im Fazit (Verzicht), Abbruch unterstreicht eher negative Wirkung; im Kontrast zur offenen, klingenden  Wirkung bei der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Metrum&#039;&#039;&#039;: 4-hebiger Jambus mit einer metrischen Verschiebung im ersten Vers auf Ameise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u     /      u       /    u    /        u  /  u&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung:   Dynamik der Reise-Bewegung, Fröhlichkeit/Aufbruchsstimmung der Ameisen durch auftaktischen Jambus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrische Verschiebung … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstärkt den Reim auf „ei“  und rückt damit Ameisen und Reisen stärker zusammen. -&amp;gt; Absurdität des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstolpert das Vorhaben schon in der Planung bzw. in der Reisegruppe - &amp;gt; zwei Ameisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein … im Barock ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Barthel_(Bartholomäus)_Bruyn_-_Vanitas.JPG|alternativtext=Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas|mini|360x360px|[[:Datei:Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG|Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG]]; gemeinfrei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Paul Fleming: An Deutschland =====&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Paul Fleming: An Deutschland (1546)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja Mutter es ist war. Ich habe diese Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Jugend mehr als faul und übel angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab&#039; es nicht gethan/wie ich mich dir verpfändet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lange bin ich aus/und dencke noch so weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach Mutter zürne nicht; es ist mir mehr als leid/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Vorwitz dieser Muth hat mich zu sehr verblendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hab&#039; ich allzuweit von dir/Trost/abgeländet/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und kan es endern nicht/wie hoch es mir auch reut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muß folgen/wie/und wenn/und wo man denckt hinaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will gleich/oder nicht. Es wird nichts anders draus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen meyne nicht/O du mein schweer Verlangen/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich dencke nicht auff dich/und was mir frommen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wohnet überall/der nach der Tugend ringt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Fleming: An Deutschland. In: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9601&amp;amp;#x20;/66&amp;amp;#x20;(22.06.2018);&amp;amp;#x20;Bild:&amp;amp;#x20;bpk&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Form: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;; V.1). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.Das variierende Metrum spiegelt die innere Zerissenheit und das Bedauern des lyrischen Ichs wider, während es über vergangene Fehler reflektiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V.1-2), Kreuzreime und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;gehangen&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;und &amp;quot;verlangen&amp;quot;, V.7 und V. 10). Diese Vielfalt an Reimen trägt zur Lebendigkeit des Gedichts bei. Seine Paarreime erzeugen eine direkte Verbindung zwischen den Gedanken. Die umarmenden Reime, bei denen sich das erste und das vierte sowie das zweite und das dritte Wort der Strophe reimen, verleihen dem Gedicht eine gewisse Abrundung, die den Leser dazu bringt über die Botschaft des Gedichts nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend stumpf, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V. 2-3). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die den emotionalen Inhalt des Gedichts widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der [https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandriner Alexandriner], ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sprache: =====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist (V.9). Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich (V.7-8). Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt (V.1-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.negative Konnotationen: Die zahreiche Verwendung von negativ konnotierten Wörtern, wie bespielsweise ,, zürne&amp;quot;  Vers 5, sowie ,,faul und übel&amp;quot; Vers 2, haben eine bedrückende und selbstklagende Wirkung auf den Leser. Dies verdeutlicht die Reue des Lyrischen Ichs im Bezug auf seinen Lebensstil und die negativen Erinnerungen die es damit assoziiert. Außerdem ist anzumerken, dass sich das lyrische Ich selbstreflextiert äußert, was durch die negativen Konnotationen besonders hervorgehoben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (1609 - 1640), bekannt für seine vielen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] (1609 - 1640),  bekannt für seine ungewöhnlichen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Reise-Lyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Lyrik_des_Barock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Entstehungshintergrund Barock und Dreißigjähriger Krieg =====&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]][https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] war einer der bedeutendsten Dichter während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg Dreißigjähigen Krieges] (1618 bis 1648) und prägte diese Zeit mit seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht zeigt typische Merkmale aus dem Barock, typisch ist die metaphorische Sprache und Bildsprache (schwaches Boot). Es lässt sich ebenfalls sagen, dass der Dreißigjährige Krieg  Einfluss auf ihn hatte und seine persönlichen Erfahrungen und Denkweise davon beeinflusst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist es es erwähnenswert, dass das analysierte Gedicht aus der Epoche Barock stammt.Einige Merkmale lassen sich im Gedicht wiederspiegeln. Beispielsweise ist es ein Merkmal des Barocks, dass in den Gedichten zahlreiche rhetorische Stilmittel wie Symbole, Vergleiche und Personifikation verwendet wurden. Diese hat auch Flemming in sein Gedicht oftmals benutz ,wie beispielsweise die Personifikation Deutschlandes oder die metaphorische Darstellung des Lyrischen Ichs ,als ,,schwaches Both&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; welches hinter großen Schiffe hinterhergezogen wurde. Ein weiteres Merkmal in der Lyrik des Barocks ist die  Erwähnung der Tugend. Laut dem lyrsichen Ich ist der tugenhafte Mensch überall zu Hause.(V. 14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Barock ist geprägt von zentralen Leitmotiven wie &amp;quot;Carpe Diem&amp;quot;, &amp;quot;Vanitas&amp;quot; und &amp;quot;Memento Mori&amp;quot;. Flemming nutzt das Motiv &amp;quot;Memento Mori&amp;quot; (gedenke dem Tag), indem er darüber klagt, wie er seine Jugendzeit verschwendet habe. Diese Motive verfolgen das selbe Ziel: sie erinnern den Menschen an die eigene Vergänglichkeit und rufen zur Selbstreflektion auf, wie es hier auch deutlich wird, indem Flemming seine Jugend reflektiert. Eine oft vorkommende lyrische Form des Barocks ist das Sonett. Die Quartetten zeigen dabei die Seite des Widerspruchs, hier Flemmings Reue, die folgenden Terzetten beschreiben die andere Seite, also Flemmings Selbstreflektion und Trost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Epoche des Barocks geprägt durch den 30-jährigen Krieg und noch vielen weiteren Religions- und Machtkonflikten. Daraus kann man entnehmen, dass diese zahlreichen Kriege die Gründe sind, weshalb das lyrische Ich sich nutzlos und faul fühlt und Deutschland während dieser Krisen im ,,Stich &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gelassen und aus dem Grund auch seine Taten bereut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerversion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholungen reduzieren: Reue, Selbstreflexion!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;), Kreuzreime (z.B. &amp;quot;leid&amp;quot; und &amp;quot;verblendet&amp;quot;) und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;reut&amp;quot; und &amp;quot;bringt&amp;quot;). Diese Vielfalt an Reimen verleiht dem Gedicht eine &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;interessante Struktur.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend männlich, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;gut&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; zu den emotionalen Inhalten des Gedichts &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;passt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Wertungen durch Wirkungen ersetzen! …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausdeutung auf Rousseau einfügen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem derAlexandriner, ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist. Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich. Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts (Welchen? Welche?)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
# negative Konnotationen: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sibylla Schwarz: Auff die, so durch Reisen wollen berühmet werden (ca. 1650) =====&lt;br /&gt;
[[File:Sibylla Schwarz 1650.jpg|thumb|[https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Schwarz Sibylla Schwarz] (Frontispiz-Detail: Deutsche Poëtische Gedichte, 1650)]]&lt;br /&gt;
Wer weit verreisen wir / der reise weit und breit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilge Schrift hierdurch /  das hilfft zur Seeigkeit;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer weit  verraisen wil / der schaw die Bücher an /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darin er recht wohl die Welt beschawen kan;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;der hat ein freyen Pas / der geht Auff Gottes Wegen /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an andrer Raisenart ist gar nicht viel gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [https://www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html. www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html.]&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein …. In der Romantik ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Karoline von Günderode: Der Luftschiffer =====&lt;br /&gt;
Eine Video-Interpretation von PhONSG &lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
   service=youtube&lt;br /&gt;
   |id=FtGurGmjnlQ&lt;br /&gt;
   |urlargs=start=300&amp;amp;end=388&lt;br /&gt;
   |dimensions=400&lt;br /&gt;
   |alignment=center&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein .. im Expressionismus ====&lt;br /&gt;
Was man zur Epoche des Expressionismus wissen muss, zeigt die Grafik: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gottfried Benn: Schöne Jugend =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend|Schöne Jugend]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Jakob v. Hodddis:  Weltende =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_van_Hoddis Jakob v. Hodddis:]  [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Jakob van Hoddis: Weltende|Weltende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Georg Heym: Der Gott der Stadt =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Heym Georg Heym]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Heym: Gott der Stadt|Gott der Stadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|Interpretiert eines der drei expressionistischen Gedichte schriftlich. Dokumentiert eure Ergebnisse auf euren Benutzerseiten.|Üben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gottfried Benn: Ophelia=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Ophelia|Ophelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benn (1886 - 1956) nimmt in seinem Gedicht &#039;&#039;Ophelia&#039;&#039; Bezug auf die literarische Figur der Ophelia von William Shakespeare. Ophelia ertrinkt, nachdem ihre Liebesbeziehung zu Prinz [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] gescheitert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn verarbeitet das Motiv des tragischen Todes aufgrund eines gebrochenen Herzens - vermutet wird Selbstmord - auf seine ganz eigene Weise: morbide, zynisch, expressionistisch. Man spricht in der Literaturgeschichte in Bezug auf Benn auch von seinem &amp;quot;medizynischen Blick&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Exkurs: Wie gut kann ChatGPT Gedichte interpretieren? ==&lt;br /&gt;
ChatGPT ist ein Computerprogramm, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) menschliche Sprache verarbeitet. Es kann Texte untersuchen, Texte produzieren, sie in andere Sprachen übersetzen und auf Fragen antworten. Das geschieht in Form eines Chats. ChatGPT wurde von der US-amerikanischen Firma OpenAI entwickelt und basiert auf Daten bis 2021. Es wurde trainiert, um Texte in verschiedenen Sprachen zu verstehen und darauf zu antworten, einschließlich Deutsch. Das geschieht, indem das Programm die gespeicherten Daten nach geeigneten Informationen durchsucht und daraus Sätze macht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit passen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb unsere Frage: &#039;&#039;&#039;Wie gut kann ChatGPT deutsche Gedichte interpretieren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsaufträge:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Achtung|Bearbeite mindestens die Aufgaben 1 - 3; du hast dafür 15 Minuten Zeit.| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 1|Führe unterschiedliche Prompts mit einem von dir bereits interpretierten Gedicht aus|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 2|Steuere deinen Chat mit ChatGPT, z.B. &lt;br /&gt;
* indem du für einen Prompt verschiedene Formulierungen verwendest,&lt;br /&gt;
* indem du mehrere Prompts hintereinander ausführst, so dass deine Anfragen präzisiert werden,&lt;br /&gt;
* indem du ChatGPT bei Fehlern korrigierst.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 3|Vergleiche die Ergebnisse mit deinen eigenen Interpretationen und notiere deine Beobachtungen  auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 4|Bewerte die Qualität von ChatGPT für Gedichtinterpretationen: Wie gut kann es Gedichte interpretieren? Notiere auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt&amp;diff=96205</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt</title>
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		<updated>2024-05-28T05:55:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, daß nicht einmal Blumen welken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen. [...] Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, daß aber ihre Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm nicht wirklich nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Bertolt Brecht: Über Lyrik. Frankfurt/M. 1977, S. 123&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Was ist Lyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verrät dir dieses kleine Lied:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Ebner-Eschenbach (1830-1916)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein kleines Lied&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kleines Lied, wie geht&#039;s nur an, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man so lieb es haben kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was liegt darin? erzähle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt darin ein wenig Klang, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein wenig Wohllaut und Gesang &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und eine ganze Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.lyrikmond.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie interpretiere ich ein Gedicht?===&lt;br /&gt;
Eine Anleitung zur schrittweisen, vollständigen Gedichtinterpretation findest du [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10|Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Heinrich Heine: Die schlesischen Weber|Heinrich Heine: Die schlesischen Weber (1844)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)|Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Emma Döltz: Hoffnung|Emma Döltz: Hoffnung (1910)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Heimweh, wonach?|Mascha Kaléko: Heimweh, wonach? (ca. 1938)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ingeborg Bachmann: Alle Tage|Ingeborg Bachmann: Alle Tage]] (1952)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Ernst Jandl: My own song|Ernst Jandl: My own song (1966)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus|Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus (1974)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Karat: Über sieben Brücken musst du gehen]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Martina Sens: der schrei nach führung|Martina Sens: der schrei nach führung (2019)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Samira Schogofa: Das war‘s dann|Samira Schogofa: Das war‘s dann (aktuell)]]=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Naturlyrik im Spiegel der Zeit===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturlyrik.jpg|mini|Naturlyrik. Aus: Weidemann/Weidemann: 75 Bildkarten für Coaching und Beratung. Beltz 2013]]&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 21/22 beschäftigen sich Lernenden der Einführungsphase (EF) mit dem Thema Naturlyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns mit Gedichten verschiedener Epochen beschäftigen, die im weitesten Sinne das Thema „Natur“ behandeln, dabei wollen wir herausfinden, warum ein Motiv über die Jahrhunderte hinweg aktuell geblieben ist, und wie es sich in dieser Zeit aber verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfragen&#039;&#039; unserer Arbeit werden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was ist überhaupt Naturlyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie hat sich die Lyrik im Laufe der Zeit verändert? Unterschiede zwischen dem 17. Jh. und heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie finde ich die Emotionen des Schriftstellers im Gedicht wieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Welche Folgen hat Lyrik für die heutige Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie formuliert man eine [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Gedichtanalyse]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den folgenden Gedichten gilt es,  exemplarisch zwei - aus verschiedenen Zeiten - vergleichend zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Andreas Gryphius: Einsamkeit (1663) - Barock=====&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Andreas Gryphius: Einsamkeit|Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Wolfgang v. Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh’ (1780) - Klassik=====&lt;br /&gt;
J. W. v. Goethe: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh&#039;|Über den Gipfeln ist Ruh&#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Anette v. Droste- Hülshoff: Der Knabe im Moor (1844)=====&lt;br /&gt;
Anette v. Droste- Hülshoff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor|Der Knabe im Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Joseph v. Eichendorff: Mondnacht (1873) - Romantik=====&lt;br /&gt;
Joseph v. Eichendorff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Joseph v. Eichendorff: Mondnacht|Mondnacht]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Christian Morgenstern: Novembertag  (ça. 1900) - Jahrhundertwende=====&lt;br /&gt;
Christian Morgenstern: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Morgenstern: Novembertag|Novembertag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Georg Trakl: Sommersonate (1909-1912) - Expressionismus=====&lt;br /&gt;
Georg Trakl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Georg Trakl: Sommersonate|Sommersonate]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ernst Jandl: Auf dem Land (1963) - Konkrete Poesie - Experimentelles=====&lt;br /&gt;
Ernst Jandl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ernst Jandl: Auf dem Land|Auf dem Land]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ulla Hahn: Schöne Landschaft (1985) - Moderne=====&lt;br /&gt;
Ulla Hahn: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Ulla Hahn: Schöne Landschaft|Schöne Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld (1976) - Exkurs über Kitsch=====&lt;br /&gt;
Jürgen Drews: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld|Ein Bett im Kornfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Lyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von dem historischen Ereignis des Jahres 2020, 30 Jahre Wiedervereinigung, werden deutschsprachige, politische [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichte und Songtexte|Gedichte und Songtexte]] unterschiedlicher Dekaden zusammengetragen und analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 9.11.1989: [https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 3.10.1990: [https://www.youtube.com/watch?v=IiOEAumyrRo https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Lyrik ist kommunikative Lyrik:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Was&lt;br /&gt;
!wird&lt;br /&gt;
!wann&lt;br /&gt;
!wie&lt;br /&gt;
!von wem&lt;br /&gt;
!wozu&lt;br /&gt;
!vorgetragen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Inhalt/&lt;br /&gt;
Thema&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historisch-sozialer Zusammenhang, auf den sich das Gedicht bezieht&lt;br /&gt;
|inhaltlich,&lt;br /&gt;
sprachlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formal&lt;br /&gt;
|Bedingungen der Autorin/des Autors&lt;br /&gt;
|Intention&lt;br /&gt;
(Absicht)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabe:&#039;&#039;&#039; Erprobe das abgebildete Analyseschema an einem der von dir ausgewählten Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied=====&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied|Der kleine Unterschied]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Der kleine Unterschied&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko Mascha Kaléko] aus dem Jahr 1940 behandelt das Sprach- und damit Existenzproblem deutscher Emigranten im englischsprachigen Exil. Als Folge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland (1933 - 1945) mussten auch jüdische Dichterinnen wie Mascha Kaléko das Land verlassen und versuchten, im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Auch wenn deutsche Wörter aufgrund ihrer lautlichen Ähnlichkeit vordergründig leicht ins Englische übersetzbar scheinen, so offenbart eine genauere Betrachtung von Wörtern wie &amp;quot;Land, Heimat, Gedicht&amp;quot; die fehlende emotionale Verbindung zum übersetzen Wort. Lyrik ist nicht übersetzbar, könnte man als Kerngedanken dieses Gedichtes annehmen. Damit wäre den geflüchteten Dichterinnen und Dichtern ihre Kunst im Exil nicht mehr möglich. Die politische Aussage dieses Gedichtes wäre, dass eine Emigration die Künstler*innen zwar körperlich rettet, nicht aber geistig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Paul Celan: Todesfuge=====&lt;br /&gt;
Paul Celan: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Paul Celan: Todesfuge|Todesfuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Todesfuge&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan Paul Celan] aus letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs beschreibt den Alltag der Menschen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Die &amp;quot;schwarze Milch&amp;quot;, die die Lagerinsassen täglich trinken, ist zum Symbol für die menschenverachtende Tötungs- und Verbrennungsmaschinerie der Deutschen geworden: Die Milch als lebensspendender Saft, der den Menschen in den Lagern vorenthalten wurde, ist schwarz von der Asche Krematorien, in denen die Leichen der Verhungerten und Vergasten verbrannt wurden. Celan beschrieb mit diesem Gedicht das Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie wie auch das von Millionen weiterer Menschen, die im Holocaust getötet worden sind. Die politische Intention dieses Gedichtes sind Gedenken, Mahnung, Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam=====&lt;br /&gt;
Nelly Sachs: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam|Gebete für den toten Bräutigam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Sachs Nelly Sachs] schreibt ein Gedicht über einen, vermutlich von den Nazis ermordeten Bräutigam. Es wird deutlich, dass das lyrische Ich um ihn trauert und versucht, sich den Schmerz aus der Seele zu schreiben. Auf politischer Ebene beschreibt das Gedicht das Leiden der Juden die zurzeit des Nationalsozialismus&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Reiner Kunze: Die Antenne=====&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/ Reiner Kunze: Die Antenne|Reiner Kunze: Die Antenne]]&amp;lt;br /&amp;gt;In dem Gedicht &amp;quot;Die Antenne&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Kunze Reiner Kunze] steht die Antenne als Metapher für einen Menschen, welcher seine Gedanken nicht frei ausleben kann, da dieses von einer Regierung oder auch einer Diktatur abgelehnt wird und dieser Mensch somit in seinem Denken und Handeln eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Udo Jürgens: Griechischer Wein=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens Udo Jürgens]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Udo Jürgens: Griechischer Wein|Griechischer Wein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied beschreibt die Sehnsucht griechischer Gastarbeiter nach ihrer Heimat im Deutschland der frühen Siebziger Jahre. Der Schlager-Charakter des Liedes täuscht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen sozial-kritischen Text handelt.&lt;br /&gt;
=====Karat: Über sieben Brücken musst du gehn=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Band) Karat]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Über sieben Brücken musst du gehen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen. Die sieben Brücken oder die sieben dunklen Jahre stehen für die schlechten Zeiten, die Jeder von uns überwinden muss. Gleichfalls stehen sie in verschlüsselter Form für das Leben der Menschen in der DDR der Siebziger Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Marius Müller-Westernhagen: Freiheit=====&lt;br /&gt;
[https://www.westernhagen.de/ Marius Müller-Westernhagen]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Marius Müller-Westernhagen: Freiheit|Freiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bereits 1987 zum ersten Mal veröffentlicht, wurde der Song zu einem Symbol des [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer Mauerfalls] und Untergangs der DDR. Das lyrische Ich entlarvt die wirtschaftliche und politische Freiheit nach &amp;quot;gemacht[en] Verträgen&amp;quot; als &amp;quot;naiv&amp;quot; und propagiert an dessen Stelle eine persönliche, fast anarchische Freiheit in der Metapher des Feierns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eva Strasser: Die Welt steht still=====&lt;br /&gt;
[https://literaturwissenschaft.de/buch/splitter-aus-der-quarantaene.html Eva Strasser]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Eva Strasser: Die Welt steht still|Die Welt steht still]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Strasser beschreibt in ihrem Tagebuch-Gedicht die Auswirkungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland ersten Corona-Lockdowns] auf unsere Welt. Die Covid-19-Pandemie hatte drastische Änderungen auf unser normales Leben: Die Straßen sind leer, ruhig und düster. Menschen meiden die Außenwelt und bleiben zu Hause um sich und andere zu schützen. Eine depressive und bedrückte Atmosphäre herrscht über der Welt. Nicht nur wir Menschen werden von dem Virus beeinflusst, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm. Das Corona- Virus bringt drastische Veränderungen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterwegs sein - Reiselyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
Reiselyrik im Wandel der Zeit, das ist das Thema des Deutschunterrichts in der Q1: Was bedeutete für die Menschen das Unterwegssein in ihrer Zeit, welche Arten von Reisen traten sie an, welchen Sinn ergab das Reisen für sie? Diese und weitere Fragen wollen wir in den Epochen des Barocks, der Romantik, des Expressionismus und der Moderne untersuchen und vergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch was ist eigentlich ein Gedicht, was macht ein Gedicht aus? Bertolt Brecht vergleicht ein Gedicht mit einer Rose und beschreibt es als &amp;quot;etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ..., also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles&amp;quot; (In: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fordert: &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön&amp;quot; und weiter: &amp;quot;In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.&amp;quot; (s.o.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir probieren es aus! Zur „Anwendung von Kriterien“ bietet uns das Wiki eine methodische Anleitung unter: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Wie interpretiere ich ein Gedicht?]]&lt;br /&gt;
===== Joachim Ringelnatz: Zwei Ameisen =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Ameisen-Kalender 1897.jpg|mini|Abb.:  Ameisen-Kalender 1897; Verlag Friedrich Geißler. Gemeinfrei (2019).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Altona auf der Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da taten ihnen die Beine weh,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da verzichteten sie weise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn auf den letzten Teil der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So will man oft und kann doch nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und leistet dann recht gern Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: https://www.projekt-gutenberg.org/ringelnz/gedichte/chap005.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 1.) Erster Eindruck: ======&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen auf Abenteuerreise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung: groß, aufregend, anstrengend, fröhlich, unernst, ironisch/übertrieben, lustig ; mit ernstem/traurigem Fazit am Ende - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Aussageideen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	schlicht aufgrund der schlichten Form; Deutungshypothese: Vermeintlich Einfaches entpuppt sich später als durchaus schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	verwirrend: Ameisen auf Weltreise - Was hat das mit meinem Leben zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Überheblich: größenwahnsinnige Ameisen - Übertragung auf den Menschen: Sind wir eigentlich auch nur Ameisen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 2.) Inhalt: ======&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen wollen von Hamburg aus nach Australien reisen, geben aber schon in Altona erschöpft auf. In der Folge verzichten sie auf „den Rest der Reise“. Es wird ein Fazit formuliert: Man verzichtet gerne auf Dinge, die man nicht realisieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3.) Analyse: ======&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhalt&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
V1.: Funktion: Vorstellung der Szenerie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	zwei Ameisen leben in Hamburg: klein, fleißig, Kolonie-Tiere in Hamburg als Hafen- /Handels-Stadt; Startpunkt vieler Auswanderer&lt;br /&gt;
* •	Wirkung: ironisch, übertrieben, abenteuerlich &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sprache&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
* •	Hyperbel in V. 1/2: Ameisen auf Weltreise&lt;br /&gt;
* •	Antithetik: klein/groß: Ameise/Stadt; Australien/Altona, Wollen/Können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alliterationen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf D - Darstellung der einzelnen Schritte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf A - Darstellung/Verknüpfung  der Figuren und Orte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Verbindung mit der Antithetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen: schlicht/einprägsam / lustig/bedacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Form&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ein kurzes Gedicht analog zur Kürze der tatsächlichen Reise (von Hamburg nach Altona); bestehend aus zwei Strophen -mit einmal sechs Versen und einmal zwei Versen analog zum Abbruch der Reise bereits in Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strophenarrangement wirkt so, als wäre es nur eine Strophe, da die zweite wie ein Anhang wirkt: Die erste Strophe enthält die Geschichte von den Ameisen, die zweite formuliert eine Moral/Lehre aus der Geschichte: Menschen geben zu schnell auf, begründen ihr Aufgeben mit vorgeschobenen Argumenten (hier: Beinschmerzen) und stellen ihr Aufgeben als Verzicht dar, um vor sich selbst und anderen nicht als Verlierer, sondern als großzügig Verzichtender dazustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Überheblichkeit der Menschen, die sich zu viel vornehmen und das dann nicht erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ - weiterführende Deutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ziele, egal wie unrealistisch, sollten dennoch verfolgt werden. Verzichten ist besser, als es gar nicht probiert zu haben (hier: Altona ist nicht Australien, aber auch eine Reise wert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Menschen verzichten auch gerne aus angeblich altruistischen Gründen  (Selbstlosigkeit), die aber oftmals Garn ich so selbstlos sind, sondern eher eigennützig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Reime und Kadenzen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchgängiger Paarreim — Funktion: zwei Verse gehören immer Inhaltlich zusammen: Ameisenreise; Scheitern; Weisheit des Reiseabbruchs, Verzicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternierende Kadenzen: Vers 1 und 2 - klingende Kadenzen („Ameisen/reisen“), Vers 3 und 4 - stumpfe Kadenz, Vers 5 und 6 - klingende Kadenz, Vers 7 und 8 stumpfe Kadenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutung: Hin und Her oder Höhen und Tiefen der Ameisenbewegung; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumpfe Kadenzen treten beim Wehleiden auf und im Fazit (Verzicht), Abbruch unterstreicht eher negative Wirkung; im Kontrast zur offenen, klingenden  Wirkung bei der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Metrum&#039;&#039;&#039;: 4-hebiger Jambus mit einer metrischen Verschiebung im ersten Vers auf Ameise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u     /      u       /    u    /        u  /  u&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung:   Dynamik der Reise-Bewegung, Fröhlichkeit/Aufbruchsstimmung der Ameisen durch auftaktischen Jambus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrische Verschiebung … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstärkt den Reim auf „ei“  und rückt damit Ameisen und Reisen stärker zusammen. -&amp;gt; Absurdität des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstolpert das Vorhaben schon in der Planung bzw. in der Reisegruppe - &amp;gt; zwei Ameisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein … im Barock ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Barthel_(Bartholomäus)_Bruyn_-_Vanitas.JPG|alternativtext=Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas|mini|360x360px|[[:Datei:Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG|Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG]]; gemeinfrei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Paul Fleming: An Deutschland =====&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Paul Fleming: An Deutschland (1546)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja Mutter es ist war. Ich habe diese Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Jugend mehr als faul und übel angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab&#039; es nicht gethan/wie ich mich dir verpfändet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lange bin ich aus/und dencke noch so weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach Mutter zürne nicht; es ist mir mehr als leid/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Vorwitz dieser Muth hat mich zu sehr verblendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hab&#039; ich allzuweit von dir/Trost/abgeländet/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und kan es endern nicht/wie hoch es mir auch reut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muß folgen/wie/und wenn/und wo man denckt hinaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will gleich/oder nicht. Es wird nichts anders draus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen meyne nicht/O du mein schweer Verlangen/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich dencke nicht auff dich/und was mir frommen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wohnet überall/der nach der Tugend ringt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Fleming: An Deutschland. In: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9601&amp;amp;#x20;/66&amp;amp;#x20;(22.06.2018);&amp;amp;#x20;Bild:&amp;amp;#x20;bpk&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Form: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;; V.1). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.Das variierende Metrum spiegelt die innere Zerissenheit und das Bedauern des lyrischen Ichs wider, während es über vergangene Fehler reflektiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V.1-2), Kreuzreime und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;gehangen&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;und &amp;quot;verlangen&amp;quot;, V.7 und V. 10). Diese Vielfalt an Reimen trägt zur Lebendigkeit des Gedichts bei. Seine Paarreime erzeugen eine direkte Verbindung zwischen den Gedanken. Die umarmenden Reime, bei denen sich das erste und das vierte sowie das zweite und das dritte Wort der Strophe reimen, verleihen dem Gedicht eine gewisse Abrundung, die den Leser dazu bringt über die Botschaft des Gedichts nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend stumpf, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V. 2-3). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die den emotionalen Inhalt des Gedichts widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der [https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandriner Alexandriner], ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sprache: =====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist (V.9). Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich (V.7-8). Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt (V.1-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.negative Konnotationen: Die zahreiche Verwendung von negativ konnotierten Wörtern, wie bespielsweise ,, zürne&amp;quot;  Vers 5, sowie ,,faul und übel&amp;quot; Vers 2, haben eine bedrückende und selbstklagende Wirkung auf den Leser. Dies verdeutlicht die Reue des Lyrischen Ichs im Bezug auf seinen Lebensstil und die negativen Erinnerungen die es damit assoziiert. Außerdem ist anzumerken, dass sich das lyrische Ich selbstreflextiert äußert, was durch die negativen Konnotationen besonders hervorgehoben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (1609 - 1640), bekannt für seine vielen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] (1609 - 1640),  bekannt für seine ungewöhnlichen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Reise-Lyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Lyrik_des_Barock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Entstehungshintergrund Barock und Dreißigjähriger Krieg =====&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]][https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] war einer der bedeutendsten Dichter während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg Dreißigjähigen Krieges] (1618 bis 1648) und prägte diese Zeit mit seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht zeigt typische Merkmale aus dem Barock, typisch ist die metaphorische Sprache und Bildsprache (schwaches Boot). Es lässt sich ebenfalls sagen, dass der Dreißigjährige Krieg  Einfluss auf ihn hatte und seine persönlichen Erfahrungen und Denkweise davon beeinflusst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist es es erwähnenswert, dass das analysierte Gedicht aus der Epoche Barock stammt.Einige Merkmale lassen sich im Gedicht wiederspiegeln. Beispielsweise ist es ein Merkmal des Barocks, dass in den Gedichten zahlreiche rhetorische Stilmittel wie Symbole, Vergleiche und Personifikation verwendet wurden. Diese hat auch Flemming in sein Gedicht oftmals benutz ,wie beispielsweise die Personifikation Deutschlandes oder die metaphorische Darstellung des Lyrischen Ichs ,als ,,schwaches Both&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; welches hinter großen Schiffe hinterhergezogen wurde. Ein weiteres Merkmal in der Lyrik des Barocks ist die  Erwähnung der Tugend. Laut dem lyrsichen Ich ist der tugenhafte Mensch überall zu Hause.(V. 14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Barock ist geprägt von zentralen Leitmotiven wie &amp;quot;Carpe Diem&amp;quot;, &amp;quot;Vanitas&amp;quot; und &amp;quot;Memento Mori&amp;quot;. Flemming nutzt das Motiv &amp;quot;Memento Mori&amp;quot; (gedenke dem Tag), indem er darüber klagt, wie er seine Jugendzeit verschwendet habe. Diese Motive verfolgen das selbe Ziel: sie erinnern den Menschen an die eigene Vergänglichkeit und rufen zur Selbstreflektion auf, wie es hier auch deutlich wird, indem Flemming seine Jugend reflektiert. Eine oft vorkommende lyrische Form des Barocks ist das Sonett. Die Quartetten zeigen dabei die Seite des Widerspruchs, hier Flemmings Reue, die folgenden Terzetten beschreiben die andere Seite, also Flemmings Selbstreflektion und Trost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Epoche des Barocks geprägt durch den 30-jährigen Krieg und noch vielen weiteren Religions- und Machtkonflikten. Daraus kann man entnehmen, dass diese zahlreichen Kriege die Gründe sind, weshalb das lyrische Ich sich nutzlos und faul fühlt und Deutschland während dieser Krisen im ,,Stich &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gelassen und aus dem Grund auch seine Taten bereut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerversion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholungen reduzieren: Reue, Selbstreflexion!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;), Kreuzreime (z.B. &amp;quot;leid&amp;quot; und &amp;quot;verblendet&amp;quot;) und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;reut&amp;quot; und &amp;quot;bringt&amp;quot;). Diese Vielfalt an Reimen verleiht dem Gedicht eine &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;interessante Struktur.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend männlich, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;gut&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; zu den emotionalen Inhalten des Gedichts &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;passt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Wertungen durch Wirkungen ersetzen! …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausdeutung auf Rousseau einfügen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem derAlexandriner, ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist. Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich. Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts (Welchen? Welche?)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
# negative Konnotationen: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sibylla Schwarz: Auff die, so durch Reisen wollen berühmet werden (ca. 1650) =====&lt;br /&gt;
Wer weit verreisen wir / der reise weit und breit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilge Schrift hierdurch /  das hilfft zur Seeigkeit;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer weit  verraisen wil / der schaw die Bücher an /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darin er recht wohl die Welt beschawen kan;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;der hat ein freyen Pas / der geht Auff Gottes Wegen /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an andrer Raisenart ist gar nicht viel gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [https://www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html. www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html.][[File:Sibylla Schwarz 1650.jpg|thumb|[https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Schwarz Sibylla Schwarz] (Frontispiz-Detail: Deutsche Poëtische Gedichte, 1650)]]&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein …. In der Romantik ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Karoline von Günderode: Der Luftschiffer =====&lt;br /&gt;
Eine Video-Interpretation von PhONSG &lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
   service=youtube&lt;br /&gt;
   |id=FtGurGmjnlQ&lt;br /&gt;
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   |dimensions=400&lt;br /&gt;
   |alignment=center&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein .. im Expressionismus ====&lt;br /&gt;
Was man zur Epoche des Expressionismus wissen muss, zeigt die Grafik: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gottfried Benn: Schöne Jugend =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend|Schöne Jugend]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Jakob v. Hodddis:  Weltende =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_van_Hoddis Jakob v. Hodddis:]  [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Jakob van Hoddis: Weltende|Weltende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Georg Heym: Der Gott der Stadt =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Heym Georg Heym]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Heym: Gott der Stadt|Gott der Stadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|Interpretiert eines der drei expressionistischen Gedichte schriftlich. Dokumentiert eure Ergebnisse auf euren Benutzerseiten.|Üben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gottfried Benn: Ophelia=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Ophelia|Ophelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benn (1886 - 1956) nimmt in seinem Gedicht &#039;&#039;Ophelia&#039;&#039; Bezug auf die literarische Figur der Ophelia von William Shakespeare. Ophelia ertrinkt, nachdem ihre Liebesbeziehung zu Prinz [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] gescheitert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn verarbeitet das Motiv des tragischen Todes aufgrund eines gebrochenen Herzens - vermutet wird Selbstmord - auf seine ganz eigene Weise: morbide, zynisch, expressionistisch. Man spricht in der Literaturgeschichte in Bezug auf Benn auch von seinem &amp;quot;medizynischen Blick&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Exkurs: Wie gut kann ChatGPT Gedichte interpretieren? ==&lt;br /&gt;
ChatGPT ist ein Computerprogramm, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) menschliche Sprache verarbeitet. Es kann Texte untersuchen, Texte produzieren, sie in andere Sprachen übersetzen und auf Fragen antworten. Das geschieht in Form eines Chats. ChatGPT wurde von der US-amerikanischen Firma OpenAI entwickelt und basiert auf Daten bis 2021. Es wurde trainiert, um Texte in verschiedenen Sprachen zu verstehen und darauf zu antworten, einschließlich Deutsch. Das geschieht, indem das Programm die gespeicherten Daten nach geeigneten Informationen durchsucht und daraus Sätze macht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit passen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb unsere Frage: &#039;&#039;&#039;Wie gut kann ChatGPT deutsche Gedichte interpretieren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsaufträge:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Achtung|Bearbeite mindestens die Aufgaben 1 - 3; du hast dafür 15 Minuten Zeit.| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 1|Führe unterschiedliche Prompts mit einem von dir bereits interpretierten Gedicht aus|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 2|Steuere deinen Chat mit ChatGPT, z.B. &lt;br /&gt;
* indem du für einen Prompt verschiedene Formulierungen verwendest,&lt;br /&gt;
* indem du mehrere Prompts hintereinander ausführst, so dass deine Anfragen präzisiert werden,&lt;br /&gt;
* indem du ChatGPT bei Fehlern korrigierst.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 3|Vergleiche die Ergebnisse mit deinen eigenen Interpretationen und notiere deine Beobachtungen  auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 4|Bewerte die Qualität von ChatGPT für Gedichtinterpretationen: Wie gut kann es Gedichte interpretieren? Notiere auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt</title>
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		<updated>2024-05-28T05:53:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, daß nicht einmal Blumen welken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen. [...] Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, daß aber ihre Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm nicht wirklich nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Bertolt Brecht: Über Lyrik. Frankfurt/M. 1977, S. 123&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Was ist Lyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verrät dir dieses kleine Lied:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Ebner-Eschenbach (1830-1916)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein kleines Lied&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kleines Lied, wie geht&#039;s nur an, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man so lieb es haben kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was liegt darin? erzähle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt darin ein wenig Klang, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein wenig Wohllaut und Gesang &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und eine ganze Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.lyrikmond.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie interpretiere ich ein Gedicht?===&lt;br /&gt;
Eine Anleitung zur schrittweisen, vollständigen Gedichtinterpretation findest du [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10|Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Heinrich Heine: Die schlesischen Weber|Heinrich Heine: Die schlesischen Weber (1844)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)|Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Emma Döltz: Hoffnung|Emma Döltz: Hoffnung (1910)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Heimweh, wonach?|Mascha Kaléko: Heimweh, wonach? (ca. 1938)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ingeborg Bachmann: Alle Tage|Ingeborg Bachmann: Alle Tage]] (1952)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Ernst Jandl: My own song|Ernst Jandl: My own song (1966)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus|Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus (1974)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Karat: Über sieben Brücken musst du gehen]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Martina Sens: der schrei nach führung|Martina Sens: der schrei nach führung (2019)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Samira Schogofa: Das war‘s dann|Samira Schogofa: Das war‘s dann (aktuell)]]=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Naturlyrik im Spiegel der Zeit===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturlyrik.jpg|mini|Naturlyrik. Aus: Weidemann/Weidemann: 75 Bildkarten für Coaching und Beratung. Beltz 2013]]&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 21/22 beschäftigen sich Lernenden der Einführungsphase (EF) mit dem Thema Naturlyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns mit Gedichten verschiedener Epochen beschäftigen, die im weitesten Sinne das Thema „Natur“ behandeln, dabei wollen wir herausfinden, warum ein Motiv über die Jahrhunderte hinweg aktuell geblieben ist, und wie es sich in dieser Zeit aber verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfragen&#039;&#039; unserer Arbeit werden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was ist überhaupt Naturlyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie hat sich die Lyrik im Laufe der Zeit verändert? Unterschiede zwischen dem 17. Jh. und heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie finde ich die Emotionen des Schriftstellers im Gedicht wieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Welche Folgen hat Lyrik für die heutige Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie formuliert man eine [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Gedichtanalyse]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den folgenden Gedichten gilt es,  exemplarisch zwei - aus verschiedenen Zeiten - vergleichend zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Andreas Gryphius: Einsamkeit (1663) - Barock=====&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Andreas Gryphius: Einsamkeit|Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Wolfgang v. Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh’ (1780) - Klassik=====&lt;br /&gt;
J. W. v. Goethe: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh&#039;|Über den Gipfeln ist Ruh&#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Anette v. Droste- Hülshoff: Der Knabe im Moor (1844)=====&lt;br /&gt;
Anette v. Droste- Hülshoff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor|Der Knabe im Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Joseph v. Eichendorff: Mondnacht (1873) - Romantik=====&lt;br /&gt;
Joseph v. Eichendorff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Joseph v. Eichendorff: Mondnacht|Mondnacht]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Christian Morgenstern: Novembertag  (ça. 1900) - Jahrhundertwende=====&lt;br /&gt;
Christian Morgenstern: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Morgenstern: Novembertag|Novembertag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Georg Trakl: Sommersonate (1909-1912) - Expressionismus=====&lt;br /&gt;
Georg Trakl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Georg Trakl: Sommersonate|Sommersonate]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ernst Jandl: Auf dem Land (1963) - Konkrete Poesie - Experimentelles=====&lt;br /&gt;
Ernst Jandl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ernst Jandl: Auf dem Land|Auf dem Land]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ulla Hahn: Schöne Landschaft (1985) - Moderne=====&lt;br /&gt;
Ulla Hahn: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Ulla Hahn: Schöne Landschaft|Schöne Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld (1976) - Exkurs über Kitsch=====&lt;br /&gt;
Jürgen Drews: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld|Ein Bett im Kornfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Lyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von dem historischen Ereignis des Jahres 2020, 30 Jahre Wiedervereinigung, werden deutschsprachige, politische [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichte und Songtexte|Gedichte und Songtexte]] unterschiedlicher Dekaden zusammengetragen und analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 9.11.1989: [https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 3.10.1990: [https://www.youtube.com/watch?v=IiOEAumyrRo https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Lyrik ist kommunikative Lyrik:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Was&lt;br /&gt;
!wird&lt;br /&gt;
!wann&lt;br /&gt;
!wie&lt;br /&gt;
!von wem&lt;br /&gt;
!wozu&lt;br /&gt;
!vorgetragen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Inhalt/&lt;br /&gt;
Thema&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historisch-sozialer Zusammenhang, auf den sich das Gedicht bezieht&lt;br /&gt;
|inhaltlich,&lt;br /&gt;
sprachlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formal&lt;br /&gt;
|Bedingungen der Autorin/des Autors&lt;br /&gt;
|Intention&lt;br /&gt;
(Absicht)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabe:&#039;&#039;&#039; Erprobe das abgebildete Analyseschema an einem der von dir ausgewählten Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied=====&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied|Der kleine Unterschied]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Der kleine Unterschied&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko Mascha Kaléko] aus dem Jahr 1940 behandelt das Sprach- und damit Existenzproblem deutscher Emigranten im englischsprachigen Exil. Als Folge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland (1933 - 1945) mussten auch jüdische Dichterinnen wie Mascha Kaléko das Land verlassen und versuchten, im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Auch wenn deutsche Wörter aufgrund ihrer lautlichen Ähnlichkeit vordergründig leicht ins Englische übersetzbar scheinen, so offenbart eine genauere Betrachtung von Wörtern wie &amp;quot;Land, Heimat, Gedicht&amp;quot; die fehlende emotionale Verbindung zum übersetzen Wort. Lyrik ist nicht übersetzbar, könnte man als Kerngedanken dieses Gedichtes annehmen. Damit wäre den geflüchteten Dichterinnen und Dichtern ihre Kunst im Exil nicht mehr möglich. Die politische Aussage dieses Gedichtes wäre, dass eine Emigration die Künstler*innen zwar körperlich rettet, nicht aber geistig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Paul Celan: Todesfuge=====&lt;br /&gt;
Paul Celan: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Paul Celan: Todesfuge|Todesfuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Todesfuge&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan Paul Celan] aus letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs beschreibt den Alltag der Menschen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Die &amp;quot;schwarze Milch&amp;quot;, die die Lagerinsassen täglich trinken, ist zum Symbol für die menschenverachtende Tötungs- und Verbrennungsmaschinerie der Deutschen geworden: Die Milch als lebensspendender Saft, der den Menschen in den Lagern vorenthalten wurde, ist schwarz von der Asche Krematorien, in denen die Leichen der Verhungerten und Vergasten verbrannt wurden. Celan beschrieb mit diesem Gedicht das Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie wie auch das von Millionen weiterer Menschen, die im Holocaust getötet worden sind. Die politische Intention dieses Gedichtes sind Gedenken, Mahnung, Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam=====&lt;br /&gt;
Nelly Sachs: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam|Gebete für den toten Bräutigam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Sachs Nelly Sachs] schreibt ein Gedicht über einen, vermutlich von den Nazis ermordeten Bräutigam. Es wird deutlich, dass das lyrische Ich um ihn trauert und versucht, sich den Schmerz aus der Seele zu schreiben. Auf politischer Ebene beschreibt das Gedicht das Leiden der Juden die zurzeit des Nationalsozialismus&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Reiner Kunze: Die Antenne=====&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/ Reiner Kunze: Die Antenne|Reiner Kunze: Die Antenne]]&amp;lt;br /&amp;gt;In dem Gedicht &amp;quot;Die Antenne&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Kunze Reiner Kunze] steht die Antenne als Metapher für einen Menschen, welcher seine Gedanken nicht frei ausleben kann, da dieses von einer Regierung oder auch einer Diktatur abgelehnt wird und dieser Mensch somit in seinem Denken und Handeln eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Udo Jürgens: Griechischer Wein=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens Udo Jürgens]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Udo Jürgens: Griechischer Wein|Griechischer Wein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied beschreibt die Sehnsucht griechischer Gastarbeiter nach ihrer Heimat im Deutschland der frühen Siebziger Jahre. Der Schlager-Charakter des Liedes täuscht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen sozial-kritischen Text handelt.&lt;br /&gt;
=====Karat: Über sieben Brücken musst du gehn=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Band) Karat]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Über sieben Brücken musst du gehen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen. Die sieben Brücken oder die sieben dunklen Jahre stehen für die schlechten Zeiten, die Jeder von uns überwinden muss. Gleichfalls stehen sie in verschlüsselter Form für das Leben der Menschen in der DDR der Siebziger Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Marius Müller-Westernhagen: Freiheit=====&lt;br /&gt;
[https://www.westernhagen.de/ Marius Müller-Westernhagen]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Marius Müller-Westernhagen: Freiheit|Freiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bereits 1987 zum ersten Mal veröffentlicht, wurde der Song zu einem Symbol des [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer Mauerfalls] und Untergangs der DDR. Das lyrische Ich entlarvt die wirtschaftliche und politische Freiheit nach &amp;quot;gemacht[en] Verträgen&amp;quot; als &amp;quot;naiv&amp;quot; und propagiert an dessen Stelle eine persönliche, fast anarchische Freiheit in der Metapher des Feierns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eva Strasser: Die Welt steht still=====&lt;br /&gt;
[https://literaturwissenschaft.de/buch/splitter-aus-der-quarantaene.html Eva Strasser]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Eva Strasser: Die Welt steht still|Die Welt steht still]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Strasser beschreibt in ihrem Tagebuch-Gedicht die Auswirkungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland ersten Corona-Lockdowns] auf unsere Welt. Die Covid-19-Pandemie hatte drastische Änderungen auf unser normales Leben: Die Straßen sind leer, ruhig und düster. Menschen meiden die Außenwelt und bleiben zu Hause um sich und andere zu schützen. Eine depressive und bedrückte Atmosphäre herrscht über der Welt. Nicht nur wir Menschen werden von dem Virus beeinflusst, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm. Das Corona- Virus bringt drastische Veränderungen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterwegs sein - Reiselyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
Reiselyrik im Wandel der Zeit, das ist das Thema des Deutschunterrichts in der Q1: Was bedeutete für die Menschen das Unterwegssein in ihrer Zeit, welche Arten von Reisen traten sie an, welchen Sinn ergab das Reisen für sie? Diese und weitere Fragen wollen wir in den Epochen des Barocks, der Romantik, des Expressionismus und der Moderne untersuchen und vergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch was ist eigentlich ein Gedicht, was macht ein Gedicht aus? Bertolt Brecht vergleicht ein Gedicht mit einer Rose und beschreibt es als &amp;quot;etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ..., also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles&amp;quot; (In: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fordert: &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön&amp;quot; und weiter: &amp;quot;In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.&amp;quot; (s.o.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir probieren es aus! Zur „Anwendung von Kriterien“ bietet uns das Wiki eine methodische Anleitung unter: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Wie interpretiere ich ein Gedicht?]]&lt;br /&gt;
===== Joachim Ringelnatz: Zwei Ameisen =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Ameisen-Kalender 1897.jpg|mini|Abb.:  Ameisen-Kalender 1897; Verlag Friedrich Geißler. Gemeinfrei (2019).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Altona auf der Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da taten ihnen die Beine weh,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da verzichteten sie weise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn auf den letzten Teil der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So will man oft und kann doch nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und leistet dann recht gern Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: https://www.projekt-gutenberg.org/ringelnz/gedichte/chap005.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 1.) Erster Eindruck: ======&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen auf Abenteuerreise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung: groß, aufregend, anstrengend, fröhlich, unernst, ironisch/übertrieben, lustig ; mit ernstem/traurigem Fazit am Ende - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Aussageideen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	schlicht aufgrund der schlichten Form; Deutungshypothese: Vermeintlich Einfaches entpuppt sich später als durchaus schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	verwirrend: Ameisen auf Weltreise - Was hat das mit meinem Leben zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Überheblich: größenwahnsinnige Ameisen - Übertragung auf den Menschen: Sind wir eigentlich auch nur Ameisen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 2.) Inhalt: ======&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen wollen von Hamburg aus nach Australien reisen, geben aber schon in Altona erschöpft auf. In der Folge verzichten sie auf „den Rest der Reise“. Es wird ein Fazit formuliert: Man verzichtet gerne auf Dinge, die man nicht realisieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3.) Analyse: ======&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhalt&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
V1.: Funktion: Vorstellung der Szenerie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	zwei Ameisen leben in Hamburg: klein, fleißig, Kolonie-Tiere in Hamburg als Hafen- /Handels-Stadt; Startpunkt vieler Auswanderer&lt;br /&gt;
* •	Wirkung: ironisch, übertrieben, abenteuerlich &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sprache&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
* •	Hyperbel in V. 1/2: Ameisen auf Weltreise&lt;br /&gt;
* •	Antithetik: klein/groß: Ameise/Stadt; Australien/Altona, Wollen/Können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alliterationen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf D - Darstellung der einzelnen Schritte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf A - Darstellung/Verknüpfung  der Figuren und Orte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Verbindung mit der Antithetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen: schlicht/einprägsam / lustig/bedacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Form&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ein kurzes Gedicht analog zur Kürze der tatsächlichen Reise (von Hamburg nach Altona); bestehend aus zwei Strophen -mit einmal sechs Versen und einmal zwei Versen analog zum Abbruch der Reise bereits in Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strophenarrangement wirkt so, als wäre es nur eine Strophe, da die zweite wie ein Anhang wirkt: Die erste Strophe enthält die Geschichte von den Ameisen, die zweite formuliert eine Moral/Lehre aus der Geschichte: Menschen geben zu schnell auf, begründen ihr Aufgeben mit vorgeschobenen Argumenten (hier: Beinschmerzen) und stellen ihr Aufgeben als Verzicht dar, um vor sich selbst und anderen nicht als Verlierer, sondern als großzügig Verzichtender dazustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Überheblichkeit der Menschen, die sich zu viel vornehmen und das dann nicht erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ - weiterführende Deutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ziele, egal wie unrealistisch, sollten dennoch verfolgt werden. Verzichten ist besser, als es gar nicht probiert zu haben (hier: Altona ist nicht Australien, aber auch eine Reise wert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Menschen verzichten auch gerne aus angeblich altruistischen Gründen  (Selbstlosigkeit), die aber oftmals Garn ich so selbstlos sind, sondern eher eigennützig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Reime und Kadenzen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchgängiger Paarreim — Funktion: zwei Verse gehören immer Inhaltlich zusammen: Ameisenreise; Scheitern; Weisheit des Reiseabbruchs, Verzicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternierende Kadenzen: Vers 1 und 2 - klingende Kadenzen („Ameisen/reisen“), Vers 3 und 4 - stumpfe Kadenz, Vers 5 und 6 - klingende Kadenz, Vers 7 und 8 stumpfe Kadenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutung: Hin und Her oder Höhen und Tiefen der Ameisenbewegung; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumpfe Kadenzen treten beim Wehleiden auf und im Fazit (Verzicht), Abbruch unterstreicht eher negative Wirkung; im Kontrast zur offenen, klingenden  Wirkung bei der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Metrum&#039;&#039;&#039;: 4-hebiger Jambus mit einer metrischen Verschiebung im ersten Vers auf Ameise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u     /      u       /    u    /        u  /  u&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung:   Dynamik der Reise-Bewegung, Fröhlichkeit/Aufbruchsstimmung der Ameisen durch auftaktischen Jambus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrische Verschiebung … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstärkt den Reim auf „ei“  und rückt damit Ameisen und Reisen stärker zusammen. -&amp;gt; Absurdität des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstolpert das Vorhaben schon in der Planung bzw. in der Reisegruppe - &amp;gt; zwei Ameisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein … im Barock ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Barthel_(Bartholomäus)_Bruyn_-_Vanitas.JPG|alternativtext=Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas|mini|360x360px|[[:Datei:Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG|Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG]]; gemeinfrei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Paul Fleming: An Deutschland =====&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Paul Fleming: An Deutschland (1546)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja Mutter es ist war. Ich habe diese Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Jugend mehr als faul und übel angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab&#039; es nicht gethan/wie ich mich dir verpfändet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lange bin ich aus/und dencke noch so weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach Mutter zürne nicht; es ist mir mehr als leid/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Vorwitz dieser Muth hat mich zu sehr verblendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hab&#039; ich allzuweit von dir/Trost/abgeländet/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und kan es endern nicht/wie hoch es mir auch reut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muß folgen/wie/und wenn/und wo man denckt hinaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will gleich/oder nicht. Es wird nichts anders draus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen meyne nicht/O du mein schweer Verlangen/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich dencke nicht auff dich/und was mir frommen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wohnet überall/der nach der Tugend ringt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Fleming: An Deutschland. In: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9601&amp;amp;#x20;/66&amp;amp;#x20;(22.06.2018);&amp;amp;#x20;Bild:&amp;amp;#x20;bpk&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Form: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;; V.1). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.Das variierende Metrum spiegelt die innere Zerissenheit und das Bedauern des lyrischen Ichs wider, während es über vergangene Fehler reflektiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V.1-2), Kreuzreime und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;gehangen&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;und &amp;quot;verlangen&amp;quot;, V.7 und V. 10). Diese Vielfalt an Reimen trägt zur Lebendigkeit des Gedichts bei. Seine Paarreime erzeugen eine direkte Verbindung zwischen den Gedanken. Die umarmenden Reime, bei denen sich das erste und das vierte sowie das zweite und das dritte Wort der Strophe reimen, verleihen dem Gedicht eine gewisse Abrundung, die den Leser dazu bringt über die Botschaft des Gedichts nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend stumpf, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V. 2-3). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die den emotionalen Inhalt des Gedichts widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der [https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandriner Alexandriner], ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sprache: =====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist (V.9). Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich (V.7-8). Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt (V.1-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.negative Konnotationen: Die zahreiche Verwendung von negativ konnotierten Wörtern, wie bespielsweise ,, zürne&amp;quot;  Vers 5, sowie ,,faul und übel&amp;quot; Vers 2, haben eine bedrückende und selbstklagende Wirkung auf den Leser. Dies verdeutlicht die Reue des Lyrischen Ichs im Bezug auf seinen Lebensstil und die negativen Erinnerungen die es damit assoziiert. Außerdem ist anzumerken, dass sich das lyrische Ich selbstreflextiert äußert, was durch die negativen Konnotationen besonders hervorgehoben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (1609 - 1640), bekannt für seine vielen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] (1609 - 1640),  bekannt für seine ungewöhnlichen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Reise-Lyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Lyrik_des_Barock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Entstehungshintergrund Barock und Dreißigjähriger Krieg =====&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]][https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] war einer der bedeutendsten Dichter während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg Dreißigjähigen Krieges] (1618 bis 1648) und prägte diese Zeit mit seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht zeigt typische Merkmale aus dem Barock, typisch ist die metaphorische Sprache und Bildsprache (schwaches Boot). Es lässt sich ebenfalls sagen, dass der Dreißigjährige Krieg  Einfluss auf ihn hatte und seine persönlichen Erfahrungen und Denkweise davon beeinflusst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist es es erwähnenswert, dass das analysierte Gedicht aus der Epoche Barock stammt.Einige Merkmale lassen sich im Gedicht wiederspiegeln. Beispielsweise ist es ein Merkmal des Barocks, dass in den Gedichten zahlreiche rhetorische Stilmittel wie Symbole, Vergleiche und Personifikation verwendet wurden. Diese hat auch Flemming in sein Gedicht oftmals benutz ,wie beispielsweise die Personifikation Deutschlandes oder die metaphorische Darstellung des Lyrischen Ichs ,als ,,schwaches Both&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; welches hinter großen Schiffe hinterhergezogen wurde. Ein weiteres Merkmal in der Lyrik des Barocks ist die  Erwähnung der Tugend. Laut dem lyrsichen Ich ist der tugenhafte Mensch überall zu Hause.(V. 14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Barock ist geprägt von zentralen Leitmotiven wie &amp;quot;Carpe Diem&amp;quot;, &amp;quot;Vanitas&amp;quot; und &amp;quot;Memento Mori&amp;quot;. Flemming nutzt das Motiv &amp;quot;Memento Mori&amp;quot; (gedenke dem Tag), indem er darüber klagt, wie er seine Jugendzeit verschwendet habe. Diese Motive verfolgen das selbe Ziel: sie erinnern den Menschen an die eigene Vergänglichkeit und rufen zur Selbstreflektion auf, wie es hier auch deutlich wird, indem Flemming seine Jugend reflektiert. Eine oft vorkommende lyrische Form des Barocks ist das Sonett. Die Quartetten zeigen dabei die Seite des Widerspruchs, hier Flemmings Reue, die folgenden Terzetten beschreiben die andere Seite, also Flemmings Selbstreflektion und Trost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Epoche des Barocks geprägt durch den 30-jährigen Krieg und noch vielen weiteren Religions- und Machtkonflikten. Daraus kann man entnehmen, dass diese zahlreichen Kriege die Gründe sind, weshalb das lyrische Ich sich nutzlos und faul fühlt und Deutschland während dieser Krisen im ,,Stich &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gelassen und aus dem Grund auch seine Taten bereut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerversion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholungen reduzieren: Reue, Selbstreflexion!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;), Kreuzreime (z.B. &amp;quot;leid&amp;quot; und &amp;quot;verblendet&amp;quot;) und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;reut&amp;quot; und &amp;quot;bringt&amp;quot;). Diese Vielfalt an Reimen verleiht dem Gedicht eine &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;interessante Struktur.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend männlich, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;gut&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; zu den emotionalen Inhalten des Gedichts &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;passt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Wertungen durch Wirkungen ersetzen! …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausdeutung auf Rousseau einfügen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem derAlexandriner, ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist. Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich. Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts (Welchen? Welche?)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
# negative Konnotationen: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sibylla Schwarz: Auff die, so durch Reisen wollen berühmet werden (ca. 1650) =====&lt;br /&gt;
Wer weit verreisen wir / der reise weit und breit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilge Schrift hierdurch /  das hilfft zur Seeigkeit;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer weit  verraisen wil / der schaw die Bücher an /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darin er recht wohl die Welt beschawen kan;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;der hat ein freyen Pas / der geht Auff Gottes Wegen /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an andrer Raisenart ist gar nicht viel gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [https://www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html. www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html.][[File:Sibylla Schwarz 1650.jpg|thumb|[https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Schwarz Sibylla Schwarz] (Frontispiz-Detail: Deutsche Poëtische Gedichte, 1650)]]&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterwegssein …. In der Romantik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Karoline von Günderode: Der Luftschiffer =====&lt;br /&gt;
Eine Video-Interpretation von PhONSG &lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
   service=youtube&lt;br /&gt;
   |id=FtGurGmjnlQ&lt;br /&gt;
   |urlargs=start=300&amp;amp;end=388&lt;br /&gt;
   |dimensions=400&lt;br /&gt;
   |alignment=center&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterwegssein .. im Expressionismus ===&lt;br /&gt;
Was man zur Epoche des Expressionismus wissen muss, zeigt die Grafik: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gottfried Benn: Schöne Jugend =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend|Schöne Jugend]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Jakob v. Hodddis:  Weltende =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_van_Hoddis Jakob v. Hodddis:]  [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Jakob van Hoddis: Weltende|Weltende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Georg Heym: Der Gott der Stadt =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Heym Georg Heym]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Heym: Gott der Stadt|Gott der Stadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|Interpretiert eines der drei expressionistischen Gedichte schriftlich. Dokumentiert eure Ergebnisse auf euren Benutzerseiten.|Üben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gottfried Benn: Ophelia=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Ophelia|Ophelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benn (1886 - 1956) nimmt in seinem Gedicht &#039;&#039;Ophelia&#039;&#039; Bezug auf die literarische Figur der Ophelia von William Shakespeare. Ophelia ertrinkt, nachdem ihre Liebesbeziehung zu Prinz [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] gescheitert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn verarbeitet das Motiv des tragischen Todes aufgrund eines gebrochenen Herzens - vermutet wird Selbstmord - auf seine ganz eigene Weise: morbide, zynisch, expressionistisch. Man spricht in der Literaturgeschichte in Bezug auf Benn auch von seinem &amp;quot;medizynischen Blick&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Exkurs: Wie gut kann ChatGPT Gedichte interpretieren? ==&lt;br /&gt;
ChatGPT ist ein Computerprogramm, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) menschliche Sprache verarbeitet. Es kann Texte untersuchen, Texte produzieren, sie in andere Sprachen übersetzen und auf Fragen antworten. Das geschieht in Form eines Chats. ChatGPT wurde von der US-amerikanischen Firma OpenAI entwickelt und basiert auf Daten bis 2021. Es wurde trainiert, um Texte in verschiedenen Sprachen zu verstehen und darauf zu antworten, einschließlich Deutsch. Das geschieht, indem das Programm die gespeicherten Daten nach geeigneten Informationen durchsucht und daraus Sätze macht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit passen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb unsere Frage: &#039;&#039;&#039;Wie gut kann ChatGPT deutsche Gedichte interpretieren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsaufträge:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Achtung|Bearbeite mindestens die Aufgaben 1 - 3; du hast dafür 15 Minuten Zeit.| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 1|Führe unterschiedliche Prompts mit einem von dir bereits interpretierten Gedicht aus|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 2|Steuere deinen Chat mit ChatGPT, z.B. &lt;br /&gt;
* indem du für einen Prompt verschiedene Formulierungen verwendest,&lt;br /&gt;
* indem du mehrere Prompts hintereinander ausführst, so dass deine Anfragen präzisiert werden,&lt;br /&gt;
* indem du ChatGPT bei Fehlern korrigierst.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 3|Vergleiche die Ergebnisse mit deinen eigenen Interpretationen und notiere deine Beobachtungen  auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 4|Bewerte die Qualität von ChatGPT für Gedichtinterpretationen: Wie gut kann es Gedichte interpretieren? Notiere auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt&amp;diff=96203</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt</title>
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		<updated>2024-05-28T05:53:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, daß nicht einmal Blumen welken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen. [...] Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, daß aber ihre Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm nicht wirklich nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Bertolt Brecht: Über Lyrik. Frankfurt/M. 1977, S. 123&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Was ist Lyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verrät dir dieses kleine Lied:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Ebner-Eschenbach (1830-1916)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein kleines Lied&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kleines Lied, wie geht&#039;s nur an, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man so lieb es haben kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was liegt darin? erzähle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt darin ein wenig Klang, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein wenig Wohllaut und Gesang &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und eine ganze Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.lyrikmond.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie interpretiere ich ein Gedicht?===&lt;br /&gt;
Eine Anleitung zur schrittweisen, vollständigen Gedichtinterpretation findest du [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10|Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Heinrich Heine: Die schlesischen Weber|Heinrich Heine: Die schlesischen Weber (1844)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)|Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Emma Döltz: Hoffnung|Emma Döltz: Hoffnung (1910)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Heimweh, wonach?|Mascha Kaléko: Heimweh, wonach? (ca. 1938)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ingeborg Bachmann: Alle Tage|Ingeborg Bachmann: Alle Tage]] (1952)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Ernst Jandl: My own song|Ernst Jandl: My own song (1966)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus|Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus (1974)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Karat: Über sieben Brücken musst du gehen]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Martina Sens: der schrei nach führung|Martina Sens: der schrei nach führung (2019)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Samira Schogofa: Das war‘s dann|Samira Schogofa: Das war‘s dann (aktuell)]]=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Naturlyrik im Spiegel der Zeit===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturlyrik.jpg|mini|Naturlyrik. Aus: Weidemann/Weidemann: 75 Bildkarten für Coaching und Beratung. Beltz 2013]]&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 21/22 beschäftigen sich Lernenden der Einführungsphase (EF) mit dem Thema Naturlyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns mit Gedichten verschiedener Epochen beschäftigen, die im weitesten Sinne das Thema „Natur“ behandeln, dabei wollen wir herausfinden, warum ein Motiv über die Jahrhunderte hinweg aktuell geblieben ist, und wie es sich in dieser Zeit aber verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfragen&#039;&#039; unserer Arbeit werden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was ist überhaupt Naturlyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie hat sich die Lyrik im Laufe der Zeit verändert? Unterschiede zwischen dem 17. Jh. und heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie finde ich die Emotionen des Schriftstellers im Gedicht wieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Welche Folgen hat Lyrik für die heutige Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie formuliert man eine [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Gedichtanalyse]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den folgenden Gedichten gilt es,  exemplarisch zwei - aus verschiedenen Zeiten - vergleichend zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Andreas Gryphius: Einsamkeit (1663) - Barock=====&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Andreas Gryphius: Einsamkeit|Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Wolfgang v. Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh’ (1780) - Klassik=====&lt;br /&gt;
J. W. v. Goethe: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh&#039;|Über den Gipfeln ist Ruh&#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Anette v. Droste- Hülshoff: Der Knabe im Moor (1844)=====&lt;br /&gt;
Anette v. Droste- Hülshoff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor|Der Knabe im Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Joseph v. Eichendorff: Mondnacht (1873) - Romantik=====&lt;br /&gt;
Joseph v. Eichendorff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Joseph v. Eichendorff: Mondnacht|Mondnacht]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Christian Morgenstern: Novembertag  (ça. 1900) - Jahrhundertwende=====&lt;br /&gt;
Christian Morgenstern: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Morgenstern: Novembertag|Novembertag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Georg Trakl: Sommersonate (1909-1912) - Expressionismus=====&lt;br /&gt;
Georg Trakl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Georg Trakl: Sommersonate|Sommersonate]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ernst Jandl: Auf dem Land (1963) - Konkrete Poesie - Experimentelles=====&lt;br /&gt;
Ernst Jandl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ernst Jandl: Auf dem Land|Auf dem Land]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ulla Hahn: Schöne Landschaft (1985) - Moderne=====&lt;br /&gt;
Ulla Hahn: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Ulla Hahn: Schöne Landschaft|Schöne Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld (1976) - Exkurs über Kitsch=====&lt;br /&gt;
Jürgen Drews: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld|Ein Bett im Kornfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Lyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von dem historischen Ereignis des Jahres 2020, 30 Jahre Wiedervereinigung, werden deutschsprachige, politische [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichte und Songtexte|Gedichte und Songtexte]] unterschiedlicher Dekaden zusammengetragen und analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 9.11.1989: [https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 3.10.1990: [https://www.youtube.com/watch?v=IiOEAumyrRo https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Lyrik ist kommunikative Lyrik:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Was&lt;br /&gt;
!wird&lt;br /&gt;
!wann&lt;br /&gt;
!wie&lt;br /&gt;
!von wem&lt;br /&gt;
!wozu&lt;br /&gt;
!vorgetragen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Inhalt/&lt;br /&gt;
Thema&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historisch-sozialer Zusammenhang, auf den sich das Gedicht bezieht&lt;br /&gt;
|inhaltlich,&lt;br /&gt;
sprachlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formal&lt;br /&gt;
|Bedingungen der Autorin/des Autors&lt;br /&gt;
|Intention&lt;br /&gt;
(Absicht)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabe:&#039;&#039;&#039; Erprobe das abgebildete Analyseschema an einem der von dir ausgewählten Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied=====&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied|Der kleine Unterschied]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Der kleine Unterschied&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko Mascha Kaléko] aus dem Jahr 1940 behandelt das Sprach- und damit Existenzproblem deutscher Emigranten im englischsprachigen Exil. Als Folge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland (1933 - 1945) mussten auch jüdische Dichterinnen wie Mascha Kaléko das Land verlassen und versuchten, im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Auch wenn deutsche Wörter aufgrund ihrer lautlichen Ähnlichkeit vordergründig leicht ins Englische übersetzbar scheinen, so offenbart eine genauere Betrachtung von Wörtern wie &amp;quot;Land, Heimat, Gedicht&amp;quot; die fehlende emotionale Verbindung zum übersetzen Wort. Lyrik ist nicht übersetzbar, könnte man als Kerngedanken dieses Gedichtes annehmen. Damit wäre den geflüchteten Dichterinnen und Dichtern ihre Kunst im Exil nicht mehr möglich. Die politische Aussage dieses Gedichtes wäre, dass eine Emigration die Künstler*innen zwar körperlich rettet, nicht aber geistig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Paul Celan: Todesfuge=====&lt;br /&gt;
Paul Celan: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Paul Celan: Todesfuge|Todesfuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Todesfuge&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan Paul Celan] aus letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs beschreibt den Alltag der Menschen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Die &amp;quot;schwarze Milch&amp;quot;, die die Lagerinsassen täglich trinken, ist zum Symbol für die menschenverachtende Tötungs- und Verbrennungsmaschinerie der Deutschen geworden: Die Milch als lebensspendender Saft, der den Menschen in den Lagern vorenthalten wurde, ist schwarz von der Asche Krematorien, in denen die Leichen der Verhungerten und Vergasten verbrannt wurden. Celan beschrieb mit diesem Gedicht das Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie wie auch das von Millionen weiterer Menschen, die im Holocaust getötet worden sind. Die politische Intention dieses Gedichtes sind Gedenken, Mahnung, Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam=====&lt;br /&gt;
Nelly Sachs: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam|Gebete für den toten Bräutigam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Sachs Nelly Sachs] schreibt ein Gedicht über einen, vermutlich von den Nazis ermordeten Bräutigam. Es wird deutlich, dass das lyrische Ich um ihn trauert und versucht, sich den Schmerz aus der Seele zu schreiben. Auf politischer Ebene beschreibt das Gedicht das Leiden der Juden die zurzeit des Nationalsozialismus&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Reiner Kunze: Die Antenne=====&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/ Reiner Kunze: Die Antenne|Reiner Kunze: Die Antenne]]&amp;lt;br /&amp;gt;In dem Gedicht &amp;quot;Die Antenne&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Kunze Reiner Kunze] steht die Antenne als Metapher für einen Menschen, welcher seine Gedanken nicht frei ausleben kann, da dieses von einer Regierung oder auch einer Diktatur abgelehnt wird und dieser Mensch somit in seinem Denken und Handeln eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Udo Jürgens: Griechischer Wein=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens Udo Jürgens]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Udo Jürgens: Griechischer Wein|Griechischer Wein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied beschreibt die Sehnsucht griechischer Gastarbeiter nach ihrer Heimat im Deutschland der frühen Siebziger Jahre. Der Schlager-Charakter des Liedes täuscht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen sozial-kritischen Text handelt.&lt;br /&gt;
=====Karat: Über sieben Brücken musst du gehn=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Band) Karat]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Über sieben Brücken musst du gehen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen. Die sieben Brücken oder die sieben dunklen Jahre stehen für die schlechten Zeiten, die Jeder von uns überwinden muss. Gleichfalls stehen sie in verschlüsselter Form für das Leben der Menschen in der DDR der Siebziger Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Marius Müller-Westernhagen: Freiheit=====&lt;br /&gt;
[https://www.westernhagen.de/ Marius Müller-Westernhagen]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Marius Müller-Westernhagen: Freiheit|Freiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bereits 1987 zum ersten Mal veröffentlicht, wurde der Song zu einem Symbol des [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer Mauerfalls] und Untergangs der DDR. Das lyrische Ich entlarvt die wirtschaftliche und politische Freiheit nach &amp;quot;gemacht[en] Verträgen&amp;quot; als &amp;quot;naiv&amp;quot; und propagiert an dessen Stelle eine persönliche, fast anarchische Freiheit in der Metapher des Feierns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eva Strasser: Die Welt steht still=====&lt;br /&gt;
[https://literaturwissenschaft.de/buch/splitter-aus-der-quarantaene.html Eva Strasser]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Eva Strasser: Die Welt steht still|Die Welt steht still]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Strasser beschreibt in ihrem Tagebuch-Gedicht die Auswirkungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland ersten Corona-Lockdowns] auf unsere Welt. Die Covid-19-Pandemie hatte drastische Änderungen auf unser normales Leben: Die Straßen sind leer, ruhig und düster. Menschen meiden die Außenwelt und bleiben zu Hause um sich und andere zu schützen. Eine depressive und bedrückte Atmosphäre herrscht über der Welt. Nicht nur wir Menschen werden von dem Virus beeinflusst, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm. Das Corona- Virus bringt drastische Veränderungen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterwegs sein - Reiselyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
Reiselyrik im Wandel der Zeit, das ist das Thema des Deutschunterrichts in der Q1: Was bedeutete für die Menschen das Unterwegssein in ihrer Zeit, welche Arten von Reisen traten sie an, welchen Sinn ergab das Reisen für sie? Diese und weitere Fragen wollen wir in den Epochen des Barocks, der Romantik, des Expressionismus und der Moderne untersuchen und vergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch was ist eigentlich ein Gedicht, was macht ein Gedicht aus? Bertolt Brecht vergleicht ein Gedicht mit einer Rose und beschreibt es als &amp;quot;etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ..., also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles&amp;quot; (In: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fordert: &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön&amp;quot; und weiter: &amp;quot;In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.&amp;quot; (s.o.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir probieren es aus! Zur „Anwendung von Kriterien“ bietet uns das Wiki eine methodische Anleitung unter: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Wie interpretiere ich ein Gedicht?]]&lt;br /&gt;
===== Joachim Ringelnatz: Zwei Ameisen =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Ameisen-Kalender 1897.jpg|mini|Abb.:  Ameisen-Kalender 1897; Verlag Friedrich Geißler. Gemeinfrei (2019).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Altona auf der Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da taten ihnen die Beine weh,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da verzichteten sie weise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn auf den letzten Teil der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So will man oft und kann doch nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und leistet dann recht gern Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: https://www.projekt-gutenberg.org/ringelnz/gedichte/chap005.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 1.) Erster Eindruck: ======&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen auf Abenteuerreise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung: groß, aufregend, anstrengend, fröhlich, unernst, ironisch/übertrieben, lustig ; mit ernstem/traurigem Fazit am Ende - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Aussageideen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	schlicht aufgrund der schlichten Form; Deutungshypothese: Vermeintlich Einfaches entpuppt sich später als durchaus schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	verwirrend: Ameisen auf Weltreise - Was hat das mit meinem Leben zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Überheblich: größenwahnsinnige Ameisen - Übertragung auf den Menschen: Sind wir eigentlich auch nur Ameisen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 2.) Inhalt: ======&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen wollen von Hamburg aus nach Australien reisen, geben aber schon in Altona erschöpft auf. In der Folge verzichten sie auf „den Rest der Reise“. Es wird ein Fazit formuliert: Man verzichtet gerne auf Dinge, die man nicht realisieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3.) Analyse: ======&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhalt&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
V1.: Funktion: Vorstellung der Szenerie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	zwei Ameisen leben in Hamburg: klein, fleißig, Kolonie-Tiere in Hamburg als Hafen- /Handels-Stadt; Startpunkt vieler Auswanderer&lt;br /&gt;
* •	Wirkung: ironisch, übertrieben, abenteuerlich &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sprache&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
* •	Hyperbel in V. 1/2: Ameisen auf Weltreise&lt;br /&gt;
* •	Antithetik: klein/groß: Ameise/Stadt; Australien/Altona, Wollen/Können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alliterationen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf D - Darstellung der einzelnen Schritte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf A - Darstellung/Verknüpfung  der Figuren und Orte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Verbindung mit der Antithetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen: schlicht/einprägsam / lustig/bedacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Form&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ein kurzes Gedicht analog zur Kürze der tatsächlichen Reise (von Hamburg nach Altona); bestehend aus zwei Strophen -mit einmal sechs Versen und einmal zwei Versen analog zum Abbruch der Reise bereits in Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strophenarrangement wirkt so, als wäre es nur eine Strophe, da die zweite wie ein Anhang wirkt: Die erste Strophe enthält die Geschichte von den Ameisen, die zweite formuliert eine Moral/Lehre aus der Geschichte: Menschen geben zu schnell auf, begründen ihr Aufgeben mit vorgeschobenen Argumenten (hier: Beinschmerzen) und stellen ihr Aufgeben als Verzicht dar, um vor sich selbst und anderen nicht als Verlierer, sondern als großzügig Verzichtender dazustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Überheblichkeit der Menschen, die sich zu viel vornehmen und das dann nicht erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ - weiterführende Deutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ziele, egal wie unrealistisch, sollten dennoch verfolgt werden. Verzichten ist besser, als es gar nicht probiert zu haben (hier: Altona ist nicht Australien, aber auch eine Reise wert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Menschen verzichten auch gerne aus angeblich altruistischen Gründen  (Selbstlosigkeit), die aber oftmals Garn ich so selbstlos sind, sondern eher eigennützig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Reime und Kadenzen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchgängiger Paarreim — Funktion: zwei Verse gehören immer Inhaltlich zusammen: Ameisenreise; Scheitern; Weisheit des Reiseabbruchs, Verzicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternierende Kadenzen: Vers 1 und 2 - klingende Kadenzen („Ameisen/reisen“), Vers 3 und 4 - stumpfe Kadenz, Vers 5 und 6 - klingende Kadenz, Vers 7 und 8 stumpfe Kadenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutung: Hin und Her oder Höhen und Tiefen der Ameisenbewegung; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumpfe Kadenzen treten beim Wehleiden auf und im Fazit (Verzicht), Abbruch unterstreicht eher negative Wirkung; im Kontrast zur offenen, klingenden  Wirkung bei der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Metrum&#039;&#039;&#039;: 4-hebiger Jambus mit einer metrischen Verschiebung im ersten Vers auf Ameise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u     /      u       /    u    /        u  /  u&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung:   Dynamik der Reise-Bewegung, Fröhlichkeit/Aufbruchsstimmung der Ameisen durch auftaktischen Jambus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrische Verschiebung … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstärkt den Reim auf „ei“  und rückt damit Ameisen und Reisen stärker zusammen. -&amp;gt; Absurdität des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstolpert das Vorhaben schon in der Planung bzw. in der Reisegruppe - &amp;gt; zwei Ameisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein … im Barock ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Barthel_(Bartholomäus)_Bruyn_-_Vanitas.JPG|alternativtext=Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas|mini|360x360px|[[:Datei:Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG|Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG]]; gemeinfrei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Paul Fleming: An Deutschland =====&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Paul Fleming: An Deutschland (1546)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja Mutter es ist war. Ich habe diese Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Jugend mehr als faul und übel angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab&#039; es nicht gethan/wie ich mich dir verpfändet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lange bin ich aus/und dencke noch so weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach Mutter zürne nicht; es ist mir mehr als leid/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Vorwitz dieser Muth hat mich zu sehr verblendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hab&#039; ich allzuweit von dir/Trost/abgeländet/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und kan es endern nicht/wie hoch es mir auch reut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muß folgen/wie/und wenn/und wo man denckt hinaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will gleich/oder nicht. Es wird nichts anders draus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen meyne nicht/O du mein schweer Verlangen/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich dencke nicht auff dich/und was mir frommen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wohnet überall/der nach der Tugend ringt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Fleming: An Deutschland. In: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9601&amp;amp;#x20;/66&amp;amp;#x20;(22.06.2018);&amp;amp;#x20;Bild:&amp;amp;#x20;bpk&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Form: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;; V.1). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.Das variierende Metrum spiegelt die innere Zerissenheit und das Bedauern des lyrischen Ichs wider, während es über vergangene Fehler reflektiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V.1-2), Kreuzreime und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;gehangen&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;und &amp;quot;verlangen&amp;quot;, V.7 und V. 10). Diese Vielfalt an Reimen trägt zur Lebendigkeit des Gedichts bei. Seine Paarreime erzeugen eine direkte Verbindung zwischen den Gedanken. Die umarmenden Reime, bei denen sich das erste und das vierte sowie das zweite und das dritte Wort der Strophe reimen, verleihen dem Gedicht eine gewisse Abrundung, die den Leser dazu bringt über die Botschaft des Gedichts nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend stumpf, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V. 2-3). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die den emotionalen Inhalt des Gedichts widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der [https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandriner Alexandriner], ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sprache: =====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist (V.9). Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich (V.7-8). Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt (V.1-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.negative Konnotationen: Die zahreiche Verwendung von negativ konnotierten Wörtern, wie bespielsweise ,, zürne&amp;quot;  Vers 5, sowie ,,faul und übel&amp;quot; Vers 2, haben eine bedrückende und selbstklagende Wirkung auf den Leser. Dies verdeutlicht die Reue des Lyrischen Ichs im Bezug auf seinen Lebensstil und die negativen Erinnerungen die es damit assoziiert. Außerdem ist anzumerken, dass sich das lyrische Ich selbstreflextiert äußert, was durch die negativen Konnotationen besonders hervorgehoben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (1609 - 1640), bekannt für seine vielen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] (1609 - 1640),  bekannt für seine ungewöhnlichen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Reise-Lyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Lyrik_des_Barock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Entstehungshintergrund Barock und Dreißigjähriger Krieg =====&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]][https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] war einer der bedeutendsten Dichter während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg Dreißigjähigen Krieges] (1618 bis 1648) und prägte diese Zeit mit seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht zeigt typische Merkmale aus dem Barock, typisch ist die metaphorische Sprache und Bildsprache (schwaches Boot). Es lässt sich ebenfalls sagen, dass der Dreißigjährige Krieg  Einfluss auf ihn hatte und seine persönlichen Erfahrungen und Denkweise davon beeinflusst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist es es erwähnenswert, dass das analysierte Gedicht aus der Epoche Barock stammt.Einige Merkmale lassen sich im Gedicht wiederspiegeln. Beispielsweise ist es ein Merkmal des Barocks, dass in den Gedichten zahlreiche rhetorische Stilmittel wie Symbole, Vergleiche und Personifikation verwendet wurden. Diese hat auch Flemming in sein Gedicht oftmals benutz ,wie beispielsweise die Personifikation Deutschlandes oder die metaphorische Darstellung des Lyrischen Ichs ,als ,,schwaches Both&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; welches hinter großen Schiffe hinterhergezogen wurde. Ein weiteres Merkmal in der Lyrik des Barocks ist die  Erwähnung der Tugend. Laut dem lyrsichen Ich ist der tugenhafte Mensch überall zu Hause.(V. 14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Barock ist geprägt von zentralen Leitmotiven wie &amp;quot;Carpe Diem&amp;quot;, &amp;quot;Vanitas&amp;quot; und &amp;quot;Memento Mori&amp;quot;. Flemming nutzt das Motiv &amp;quot;Memento Mori&amp;quot; (gedenke dem Tag), indem er darüber klagt, wie er seine Jugendzeit verschwendet habe. Diese Motive verfolgen das selbe Ziel: sie erinnern den Menschen an die eigene Vergänglichkeit und rufen zur Selbstreflektion auf, wie es hier auch deutlich wird, indem Flemming seine Jugend reflektiert. Eine oft vorkommende lyrische Form des Barocks ist das Sonett. Die Quartetten zeigen dabei die Seite des Widerspruchs, hier Flemmings Reue, die folgenden Terzetten beschreiben die andere Seite, also Flemmings Selbstreflektion und Trost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Epoche des Barocks geprägt durch den 30-jährigen Krieg und noch vielen weiteren Religions- und Machtkonflikten. Daraus kann man entnehmen, dass diese zahlreichen Kriege die Gründe sind, weshalb das lyrische Ich sich nutzlos und faul fühlt und Deutschland während dieser Krisen im ,,Stich &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gelassen und aus dem Grund auch seine Taten bereut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerversion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholungen reduzieren: Reue, Selbstreflexion!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;), Kreuzreime (z.B. &amp;quot;leid&amp;quot; und &amp;quot;verblendet&amp;quot;) und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;reut&amp;quot; und &amp;quot;bringt&amp;quot;). Diese Vielfalt an Reimen verleiht dem Gedicht eine &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;interessante Struktur.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend männlich, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;gut&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; zu den emotionalen Inhalten des Gedichts &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;passt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Wertungen durch Wirkungen ersetzen! …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausdeutung auf Rousseau einfügen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem derAlexandriner, ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist. Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich. Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts (Welchen? Welche?)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
# negative Konnotationen: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sibylla Schwarz: Auff die, so durch Reisen wollen berühmet werden (ca. 1650) =====&lt;br /&gt;
Wer weit verreisen wir / der reise weit und breit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilge Schrift hierdurch /  das hilfft zur Seeigkeit;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer weit  verraisen wil / der schaw die Bücher an /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darin er recht wohl die Welt beschawen kan;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;der hat ein freyen Pas / der geht Auff Gottes Wegen /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an andrer Raisenart ist gar nicht viel gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [https://www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html. www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html.][[File:Sibylla Schwarz 1650.jpg|thumb|[https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Schwarz Sibylla Schwarz] (Frontispiz-Detail: Deutsche Poëtische Gedichte, 1650)]]&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterwegssein …. In der Romantik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Karoline von Günderode: Der Luftschiffer =====&lt;br /&gt;
Eine Video-Interpretation von PhONSG &lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
   service=youtube&lt;br /&gt;
   |id=FtGurGmjnlQ&lt;br /&gt;
   |urlargs=start=300&amp;amp;end=388&lt;br /&gt;
   |dimensions=400&lt;br /&gt;
   |alignment=center&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein .. im Expressionismus ====&lt;br /&gt;
Was man zur Epoche des Expressionismus wissen muss, zeigt die Grafik: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gottfried Benn: Schöne Jugend =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend|Schöne Jugend]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Jakob v. Hodddis:  Weltende =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_van_Hoddis Jakob v. Hodddis:]  [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Jakob van Hoddis: Weltende|Weltende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Georg Heym: Der Gott der Stadt =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Heym Georg Heym]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Heym: Gott der Stadt|Gott der Stadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|Interpretiert eines der drei expressionistischen Gedichte schriftlich. Dokumentiert eure Ergebnisse auf euren Benutzerseiten.|Üben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gottfried Benn: Ophelia=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Ophelia|Ophelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benn (1886 - 1956) nimmt in seinem Gedicht &#039;&#039;Ophelia&#039;&#039; Bezug auf die literarische Figur der Ophelia von William Shakespeare. Ophelia ertrinkt, nachdem ihre Liebesbeziehung zu Prinz [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] gescheitert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn verarbeitet das Motiv des tragischen Todes aufgrund eines gebrochenen Herzens - vermutet wird Selbstmord - auf seine ganz eigene Weise: morbide, zynisch, expressionistisch. Man spricht in der Literaturgeschichte in Bezug auf Benn auch von seinem &amp;quot;medizynischen Blick&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Exkurs: Wie gut kann ChatGPT Gedichte interpretieren? ==&lt;br /&gt;
ChatGPT ist ein Computerprogramm, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) menschliche Sprache verarbeitet. Es kann Texte untersuchen, Texte produzieren, sie in andere Sprachen übersetzen und auf Fragen antworten. Das geschieht in Form eines Chats. ChatGPT wurde von der US-amerikanischen Firma OpenAI entwickelt und basiert auf Daten bis 2021. Es wurde trainiert, um Texte in verschiedenen Sprachen zu verstehen und darauf zu antworten, einschließlich Deutsch. Das geschieht, indem das Programm die gespeicherten Daten nach geeigneten Informationen durchsucht und daraus Sätze macht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit passen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb unsere Frage: &#039;&#039;&#039;Wie gut kann ChatGPT deutsche Gedichte interpretieren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsaufträge:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Achtung|Bearbeite mindestens die Aufgaben 1 - 3; du hast dafür 15 Minuten Zeit.| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 1|Führe unterschiedliche Prompts mit einem von dir bereits interpretierten Gedicht aus|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 2|Steuere deinen Chat mit ChatGPT, z.B. &lt;br /&gt;
* indem du für einen Prompt verschiedene Formulierungen verwendest,&lt;br /&gt;
* indem du mehrere Prompts hintereinander ausführst, so dass deine Anfragen präzisiert werden,&lt;br /&gt;
* indem du ChatGPT bei Fehlern korrigierst.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 3|Vergleiche die Ergebnisse mit deinen eigenen Interpretationen und notiere deine Beobachtungen  auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 4|Bewerte die Qualität von ChatGPT für Gedichtinterpretationen: Wie gut kann es Gedichte interpretieren? Notiere auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt&amp;diff=96202</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt</title>
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		<updated>2024-05-28T05:52:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, daß nicht einmal Blumen welken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen. [...] Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, daß aber ihre Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm nicht wirklich nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Bertolt Brecht: Über Lyrik. Frankfurt/M. 1977, S. 123&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Was ist Lyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verrät dir dieses kleine Lied:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Ebner-Eschenbach (1830-1916)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein kleines Lied&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kleines Lied, wie geht&#039;s nur an, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man so lieb es haben kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was liegt darin? erzähle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt darin ein wenig Klang, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein wenig Wohllaut und Gesang &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und eine ganze Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.lyrikmond.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie interpretiere ich ein Gedicht?===&lt;br /&gt;
Eine Anleitung zur schrittweisen, vollständigen Gedichtinterpretation findest du [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10|Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Heinrich Heine: Die schlesischen Weber|Heinrich Heine: Die schlesischen Weber (1844)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)|Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Emma Döltz: Hoffnung|Emma Döltz: Hoffnung (1910)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Heimweh, wonach?|Mascha Kaléko: Heimweh, wonach? (ca. 1938)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ingeborg Bachmann: Alle Tage|Ingeborg Bachmann: Alle Tage]] (1952)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Ernst Jandl: My own song|Ernst Jandl: My own song (1966)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus|Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus (1974)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Karat: Über sieben Brücken musst du gehen]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Martina Sens: der schrei nach führung|Martina Sens: der schrei nach führung (2019)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Samira Schogofa: Das war‘s dann|Samira Schogofa: Das war‘s dann (aktuell)]]=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Naturlyrik im Spiegel der Zeit===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturlyrik.jpg|mini|Naturlyrik. Aus: Weidemann/Weidemann: 75 Bildkarten für Coaching und Beratung. Beltz 2013]]&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 21/22 beschäftigen sich Lernenden der Einführungsphase (EF) mit dem Thema Naturlyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns mit Gedichten verschiedener Epochen beschäftigen, die im weitesten Sinne das Thema „Natur“ behandeln, dabei wollen wir herausfinden, warum ein Motiv über die Jahrhunderte hinweg aktuell geblieben ist, und wie es sich in dieser Zeit aber verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfragen&#039;&#039; unserer Arbeit werden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was ist überhaupt Naturlyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie hat sich die Lyrik im Laufe der Zeit verändert? Unterschiede zwischen dem 17. Jh. und heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie finde ich die Emotionen des Schriftstellers im Gedicht wieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Welche Folgen hat Lyrik für die heutige Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie formuliert man eine [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Gedichtanalyse]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den folgenden Gedichten gilt es,  exemplarisch zwei - aus verschiedenen Zeiten - vergleichend zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Andreas Gryphius: Einsamkeit (1663) - Barock=====&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Andreas Gryphius: Einsamkeit|Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Wolfgang v. Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh’ (1780) - Klassik=====&lt;br /&gt;
J. W. v. Goethe: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh&#039;|Über den Gipfeln ist Ruh&#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Anette v. Droste- Hülshoff: Der Knabe im Moor (1844)=====&lt;br /&gt;
Anette v. Droste- Hülshoff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor|Der Knabe im Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Joseph v. Eichendorff: Mondnacht (1873) - Romantik=====&lt;br /&gt;
Joseph v. Eichendorff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Joseph v. Eichendorff: Mondnacht|Mondnacht]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Christian Morgenstern: Novembertag  (ça. 1900) - Jahrhundertwende=====&lt;br /&gt;
Christian Morgenstern: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Morgenstern: Novembertag|Novembertag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Georg Trakl: Sommersonate (1909-1912) - Expressionismus=====&lt;br /&gt;
Georg Trakl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Georg Trakl: Sommersonate|Sommersonate]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ernst Jandl: Auf dem Land (1963) - Konkrete Poesie - Experimentelles=====&lt;br /&gt;
Ernst Jandl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ernst Jandl: Auf dem Land|Auf dem Land]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ulla Hahn: Schöne Landschaft (1985) - Moderne=====&lt;br /&gt;
Ulla Hahn: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Ulla Hahn: Schöne Landschaft|Schöne Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld (1976) - Exkurs über Kitsch=====&lt;br /&gt;
Jürgen Drews: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld|Ein Bett im Kornfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Lyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von dem historischen Ereignis des Jahres 2020, 30 Jahre Wiedervereinigung, werden deutschsprachige, politische [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichte und Songtexte|Gedichte und Songtexte]] unterschiedlicher Dekaden zusammengetragen und analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 9.11.1989: [https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 3.10.1990: [https://www.youtube.com/watch?v=IiOEAumyrRo https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Lyrik ist kommunikative Lyrik:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Was&lt;br /&gt;
!wird&lt;br /&gt;
!wann&lt;br /&gt;
!wie&lt;br /&gt;
!von wem&lt;br /&gt;
!wozu&lt;br /&gt;
!vorgetragen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Inhalt/&lt;br /&gt;
Thema&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historisch-sozialer Zusammenhang, auf den sich das Gedicht bezieht&lt;br /&gt;
|inhaltlich,&lt;br /&gt;
sprachlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formal&lt;br /&gt;
|Bedingungen der Autorin/des Autors&lt;br /&gt;
|Intention&lt;br /&gt;
(Absicht)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabe:&#039;&#039;&#039; Erprobe das abgebildete Analyseschema an einem der von dir ausgewählten Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied=====&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied|Der kleine Unterschied]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Der kleine Unterschied&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko Mascha Kaléko] aus dem Jahr 1940 behandelt das Sprach- und damit Existenzproblem deutscher Emigranten im englischsprachigen Exil. Als Folge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland (1933 - 1945) mussten auch jüdische Dichterinnen wie Mascha Kaléko das Land verlassen und versuchten, im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Auch wenn deutsche Wörter aufgrund ihrer lautlichen Ähnlichkeit vordergründig leicht ins Englische übersetzbar scheinen, so offenbart eine genauere Betrachtung von Wörtern wie &amp;quot;Land, Heimat, Gedicht&amp;quot; die fehlende emotionale Verbindung zum übersetzen Wort. Lyrik ist nicht übersetzbar, könnte man als Kerngedanken dieses Gedichtes annehmen. Damit wäre den geflüchteten Dichterinnen und Dichtern ihre Kunst im Exil nicht mehr möglich. Die politische Aussage dieses Gedichtes wäre, dass eine Emigration die Künstler*innen zwar körperlich rettet, nicht aber geistig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Paul Celan: Todesfuge=====&lt;br /&gt;
Paul Celan: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Paul Celan: Todesfuge|Todesfuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Todesfuge&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan Paul Celan] aus letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs beschreibt den Alltag der Menschen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Die &amp;quot;schwarze Milch&amp;quot;, die die Lagerinsassen täglich trinken, ist zum Symbol für die menschenverachtende Tötungs- und Verbrennungsmaschinerie der Deutschen geworden: Die Milch als lebensspendender Saft, der den Menschen in den Lagern vorenthalten wurde, ist schwarz von der Asche Krematorien, in denen die Leichen der Verhungerten und Vergasten verbrannt wurden. Celan beschrieb mit diesem Gedicht das Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie wie auch das von Millionen weiterer Menschen, die im Holocaust getötet worden sind. Die politische Intention dieses Gedichtes sind Gedenken, Mahnung, Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam=====&lt;br /&gt;
Nelly Sachs: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam|Gebete für den toten Bräutigam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Sachs Nelly Sachs] schreibt ein Gedicht über einen, vermutlich von den Nazis ermordeten Bräutigam. Es wird deutlich, dass das lyrische Ich um ihn trauert und versucht, sich den Schmerz aus der Seele zu schreiben. Auf politischer Ebene beschreibt das Gedicht das Leiden der Juden die zurzeit des Nationalsozialismus&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Reiner Kunze: Die Antenne=====&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/ Reiner Kunze: Die Antenne|Reiner Kunze: Die Antenne]]&amp;lt;br /&amp;gt;In dem Gedicht &amp;quot;Die Antenne&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Kunze Reiner Kunze] steht die Antenne als Metapher für einen Menschen, welcher seine Gedanken nicht frei ausleben kann, da dieses von einer Regierung oder auch einer Diktatur abgelehnt wird und dieser Mensch somit in seinem Denken und Handeln eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Udo Jürgens: Griechischer Wein=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens Udo Jürgens]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Udo Jürgens: Griechischer Wein|Griechischer Wein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied beschreibt die Sehnsucht griechischer Gastarbeiter nach ihrer Heimat im Deutschland der frühen Siebziger Jahre. Der Schlager-Charakter des Liedes täuscht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen sozial-kritischen Text handelt.&lt;br /&gt;
=====Karat: Über sieben Brücken musst du gehn=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Band) Karat]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Über sieben Brücken musst du gehen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen. Die sieben Brücken oder die sieben dunklen Jahre stehen für die schlechten Zeiten, die Jeder von uns überwinden muss. Gleichfalls stehen sie in verschlüsselter Form für das Leben der Menschen in der DDR der Siebziger Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Marius Müller-Westernhagen: Freiheit=====&lt;br /&gt;
[https://www.westernhagen.de/ Marius Müller-Westernhagen]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Marius Müller-Westernhagen: Freiheit|Freiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bereits 1987 zum ersten Mal veröffentlicht, wurde der Song zu einem Symbol des [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer Mauerfalls] und Untergangs der DDR. Das lyrische Ich entlarvt die wirtschaftliche und politische Freiheit nach &amp;quot;gemacht[en] Verträgen&amp;quot; als &amp;quot;naiv&amp;quot; und propagiert an dessen Stelle eine persönliche, fast anarchische Freiheit in der Metapher des Feierns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eva Strasser: Die Welt steht still=====&lt;br /&gt;
[https://literaturwissenschaft.de/buch/splitter-aus-der-quarantaene.html Eva Strasser]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Eva Strasser: Die Welt steht still|Die Welt steht still]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Strasser beschreibt in ihrem Tagebuch-Gedicht die Auswirkungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland ersten Corona-Lockdowns] auf unsere Welt. Die Covid-19-Pandemie hatte drastische Änderungen auf unser normales Leben: Die Straßen sind leer, ruhig und düster. Menschen meiden die Außenwelt und bleiben zu Hause um sich und andere zu schützen. Eine depressive und bedrückte Atmosphäre herrscht über der Welt. Nicht nur wir Menschen werden von dem Virus beeinflusst, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm. Das Corona- Virus bringt drastische Veränderungen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterwegs sein - Reiselyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
Reiselyrik im Wandel der Zeit, das ist das Thema des Deutschunterrichts in der Q1: Was bedeutete für die Menschen das Unterwegssein in ihrer Zeit, welche Arten von Reisen traten sie an, welchen Sinn ergab das Reisen für sie? Diese und weitere Fragen wollen wir in den Epochen des Barocks, der Romantik, des Expressionismus und der Moderne untersuchen und vergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch was ist eigentlich ein Gedicht, was macht ein Gedicht aus? Bertolt Brecht vergleicht ein Gedicht mit einer Rose und beschreibt es als &amp;quot;etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ..., also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles&amp;quot; (In: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fordert: &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön&amp;quot; und weiter: &amp;quot;In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.&amp;quot; (s.o.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir probieren es aus! Zur „Anwendung von Kriterien“ bietet uns das Wiki eine methodische Anleitung unter: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Wie interpretiere ich ein Gedicht?]]&lt;br /&gt;
===== Joachim Ringelnatz: Zwei Ameisen =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Ameisen-Kalender 1897.jpg|mini|Abb.:  Ameisen-Kalender 1897; Verlag Friedrich Geißler. Gemeinfrei (2019).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Altona auf der Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da taten ihnen die Beine weh,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da verzichteten sie weise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn auf den letzten Teil der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So will man oft und kann doch nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und leistet dann recht gern Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: https://www.projekt-gutenberg.org/ringelnz/gedichte/chap005.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 1.) Erster Eindruck: ======&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen auf Abenteuerreise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung: groß, aufregend, anstrengend, fröhlich, unernst, ironisch/übertrieben, lustig ; mit ernstem/traurigem Fazit am Ende - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Aussageideen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	schlicht aufgrund der schlichten Form; Deutungshypothese: Vermeintlich Einfaches entpuppt sich später als durchaus schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	verwirrend: Ameisen auf Weltreise - Was hat das mit meinem Leben zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Überheblich: größenwahnsinnige Ameisen - Übertragung auf den Menschen: Sind wir eigentlich auch nur Ameisen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 2.) Inhalt: ======&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen wollen von Hamburg aus nach Australien reisen, geben aber schon in Altona erschöpft auf. In der Folge verzichten sie auf „den Rest der Reise“. Es wird ein Fazit formuliert: Man verzichtet gerne auf Dinge, die man nicht realisieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3.) Analyse: ======&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhalt&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
V1.: Funktion: Vorstellung der Szenerie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	zwei Ameisen leben in Hamburg: klein, fleißig, Kolonie-Tiere in Hamburg als Hafen- /Handels-Stadt; Startpunkt vieler Auswanderer&lt;br /&gt;
* •	Wirkung: ironisch, übertrieben, abenteuerlich &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sprache&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
* •	Hyperbel in V. 1/2: Ameisen auf Weltreise&lt;br /&gt;
* •	Antithetik: klein/groß: Ameise/Stadt; Australien/Altona, Wollen/Können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alliterationen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf D - Darstellung der einzelnen Schritte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf A - Darstellung/Verknüpfung  der Figuren und Orte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Verbindung mit der Antithetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen: schlicht/einprägsam / lustig/bedacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Form&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ein kurzes Gedicht analog zur Kürze der tatsächlichen Reise (von Hamburg nach Altona); bestehend aus zwei Strophen -mit einmal sechs Versen und einmal zwei Versen analog zum Abbruch der Reise bereits in Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strophenarrangement wirkt so, als wäre es nur eine Strophe, da die zweite wie ein Anhang wirkt: Die erste Strophe enthält die Geschichte von den Ameisen, die zweite formuliert eine Moral/Lehre aus der Geschichte: Menschen geben zu schnell auf, begründen ihr Aufgeben mit vorgeschobenen Argumenten (hier: Beinschmerzen) und stellen ihr Aufgeben als Verzicht dar, um vor sich selbst und anderen nicht als Verlierer, sondern als großzügig Verzichtender dazustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Überheblichkeit der Menschen, die sich zu viel vornehmen und das dann nicht erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ - weiterführende Deutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ziele, egal wie unrealistisch, sollten dennoch verfolgt werden. Verzichten ist besser, als es gar nicht probiert zu haben (hier: Altona ist nicht Australien, aber auch eine Reise wert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Menschen verzichten auch gerne aus angeblich altruistischen Gründen  (Selbstlosigkeit), die aber oftmals Garn ich so selbstlos sind, sondern eher eigennützig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Reime und Kadenzen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchgängiger Paarreim — Funktion: zwei Verse gehören immer Inhaltlich zusammen: Ameisenreise; Scheitern; Weisheit des Reiseabbruchs, Verzicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternierende Kadenzen: Vers 1 und 2 - klingende Kadenzen („Ameisen/reisen“), Vers 3 und 4 - stumpfe Kadenz, Vers 5 und 6 - klingende Kadenz, Vers 7 und 8 stumpfe Kadenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutung: Hin und Her oder Höhen und Tiefen der Ameisenbewegung; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumpfe Kadenzen treten beim Wehleiden auf und im Fazit (Verzicht), Abbruch unterstreicht eher negative Wirkung; im Kontrast zur offenen, klingenden  Wirkung bei der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Metrum&#039;&#039;&#039;: 4-hebiger Jambus mit einer metrischen Verschiebung im ersten Vers auf Ameise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u     /      u       /    u    /        u  /  u&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung:   Dynamik der Reise-Bewegung, Fröhlichkeit/Aufbruchsstimmung der Ameisen durch auftaktischen Jambus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrische Verschiebung … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstärkt den Reim auf „ei“  und rückt damit Ameisen und Reisen stärker zusammen. -&amp;gt; Absurdität des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstolpert das Vorhaben schon in der Planung bzw. in der Reisegruppe - &amp;gt; zwei Ameisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein … im Barock ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Barthel_(Bartholomäus)_Bruyn_-_Vanitas.JPG|alternativtext=Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas|mini|360x360px|[[:Datei:Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG|Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG]]; gemeinfrei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Paul Fleming: An Deutschland =====&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Paul Fleming: An Deutschland (1546)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja Mutter es ist war. Ich habe diese Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Jugend mehr als faul und übel angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab&#039; es nicht gethan/wie ich mich dir verpfändet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lange bin ich aus/und dencke noch so weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach Mutter zürne nicht; es ist mir mehr als leid/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Vorwitz dieser Muth hat mich zu sehr verblendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hab&#039; ich allzuweit von dir/Trost/abgeländet/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und kan es endern nicht/wie hoch es mir auch reut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muß folgen/wie/und wenn/und wo man denckt hinaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will gleich/oder nicht. Es wird nichts anders draus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen meyne nicht/O du mein schweer Verlangen/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich dencke nicht auff dich/und was mir frommen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wohnet überall/der nach der Tugend ringt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Fleming: An Deutschland. In: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9601&amp;amp;#x20;/66&amp;amp;#x20;(22.06.2018);&amp;amp;#x20;Bild:&amp;amp;#x20;bpk&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Form: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;; V.1). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.Das variierende Metrum spiegelt die innere Zerissenheit und das Bedauern des lyrischen Ichs wider, während es über vergangene Fehler reflektiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V.1-2), Kreuzreime und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;gehangen&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;und &amp;quot;verlangen&amp;quot;, V.7 und V. 10). Diese Vielfalt an Reimen trägt zur Lebendigkeit des Gedichts bei. Seine Paarreime erzeugen eine direkte Verbindung zwischen den Gedanken. Die umarmenden Reime, bei denen sich das erste und das vierte sowie das zweite und das dritte Wort der Strophe reimen, verleihen dem Gedicht eine gewisse Abrundung, die den Leser dazu bringt über die Botschaft des Gedichts nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend stumpf, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V. 2-3). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die den emotionalen Inhalt des Gedichts widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der [https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandriner Alexandriner], ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sprache: =====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist (V.9). Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich (V.7-8). Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt (V.1-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.negative Konnotationen: Die zahreiche Verwendung von negativ konnotierten Wörtern, wie bespielsweise ,, zürne&amp;quot;  Vers 5, sowie ,,faul und übel&amp;quot; Vers 2, haben eine bedrückende und selbstklagende Wirkung auf den Leser. Dies verdeutlicht die Reue des Lyrischen Ichs im Bezug auf seinen Lebensstil und die negativen Erinnerungen die es damit assoziiert. Außerdem ist anzumerken, dass sich das lyrische Ich selbstreflextiert äußert, was durch die negativen Konnotationen besonders hervorgehoben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (1609 - 1640), bekannt für seine vielen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] (1609 - 1640),  bekannt für seine ungewöhnlichen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Reise-Lyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Lyrik_des_Barock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Entstehungshintergrund Barock und Dreißigjähriger Krieg =====&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]][https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] war einer der bedeutendsten Dichter während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg Dreißigjähigen Krieges] (1618 bis 1648) und prägte diese Zeit mit seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht zeigt typische Merkmale aus dem Barock, typisch ist die metaphorische Sprache und Bildsprache (schwaches Boot). Es lässt sich ebenfalls sagen, dass der Dreißigjährige Krieg  Einfluss auf ihn hatte und seine persönlichen Erfahrungen und Denkweise davon beeinflusst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist es es erwähnenswert, dass das analysierte Gedicht aus der Epoche Barock stammt.Einige Merkmale lassen sich im Gedicht wiederspiegeln. Beispielsweise ist es ein Merkmal des Barocks, dass in den Gedichten zahlreiche rhetorische Stilmittel wie Symbole, Vergleiche und Personifikation verwendet wurden. Diese hat auch Flemming in sein Gedicht oftmals benutz ,wie beispielsweise die Personifikation Deutschlandes oder die metaphorische Darstellung des Lyrischen Ichs ,als ,,schwaches Both&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; welches hinter großen Schiffe hinterhergezogen wurde. Ein weiteres Merkmal in der Lyrik des Barocks ist die  Erwähnung der Tugend. Laut dem lyrsichen Ich ist der tugenhafte Mensch überall zu Hause.(V. 14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Barock ist geprägt von zentralen Leitmotiven wie &amp;quot;Carpe Diem&amp;quot;, &amp;quot;Vanitas&amp;quot; und &amp;quot;Memento Mori&amp;quot;. Flemming nutzt das Motiv &amp;quot;Memento Mori&amp;quot; (gedenke dem Tag), indem er darüber klagt, wie er seine Jugendzeit verschwendet habe. Diese Motive verfolgen das selbe Ziel: sie erinnern den Menschen an die eigene Vergänglichkeit und rufen zur Selbstreflektion auf, wie es hier auch deutlich wird, indem Flemming seine Jugend reflektiert. Eine oft vorkommende lyrische Form des Barocks ist das Sonett. Die Quartetten zeigen dabei die Seite des Widerspruchs, hier Flemmings Reue, die folgenden Terzetten beschreiben die andere Seite, also Flemmings Selbstreflektion und Trost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Epoche des Barocks geprägt durch den 30-jährigen Krieg und noch vielen weiteren Religions- und Machtkonflikten. Daraus kann man entnehmen, dass diese zahlreichen Kriege die Gründe sind, weshalb das lyrische Ich sich nutzlos und faul fühlt und Deutschland während dieser Krisen im ,,Stich &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gelassen und aus dem Grund auch seine Taten bereut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerversion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholungen reduzieren: Reue, Selbstreflexion!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;), Kreuzreime (z.B. &amp;quot;leid&amp;quot; und &amp;quot;verblendet&amp;quot;) und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;reut&amp;quot; und &amp;quot;bringt&amp;quot;). Diese Vielfalt an Reimen verleiht dem Gedicht eine &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;interessante Struktur.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend männlich, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;gut&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; zu den emotionalen Inhalten des Gedichts &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;passt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Wertungen durch Wirkungen ersetzen! …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausdeutung auf Rousseau einfügen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem derAlexandriner, ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist. Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich. Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts (Welchen? Welche?)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
# negative Konnotationen: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sibylla Schwarz: Auff die, so durch Reisen wollen berühmet werden (ca. 1650) =====&lt;br /&gt;
Wer weit verreisen wir / der reise weit und breit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilge Schrift hierdurch /  das hilfft zur Seeigkeit;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer weit  verraisen wil / der schaw die Bücher an /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darin er recht wohl die Welt beschawen kan;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;der hat ein freyen Pas / der geht Auff Gottes Wegen /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an andrer Raisenart ist gar nicht viel gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [https://www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html. www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html.][[File:Sibylla Schwarz 1650.jpg|thumb|[https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Schwarz Sibylla Schwarz] (Frontispiz-Detail: Deutsche Poëtische Gedichte, 1650)]]&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterwegssein …. In der Romantik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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===== Karoline von Günderode: Der Luftschiffer =====&lt;br /&gt;
Eine Video-Interpretation von PhONSG &lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
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   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein .. im Expressionismus ====&lt;br /&gt;
Was man zur Epoche des Expressionismus wissen muss, zeigt die Grafik: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
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===== Gottfried Benn: Schöne Jugend =====&lt;br /&gt;
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[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend|Schöne Jugend]]&lt;br /&gt;
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===== Jakob v. Hodddis:  Weltende =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_van_Hoddis Jakob v. Hodddis:]  [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Jakob van Hoddis: Weltende|Weltende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Georg Heym: Der Gott der Stadt =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Heym Georg Heym]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Heym: Gott der Stadt|Gott der Stadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|Interpretiert eines der drei expressionistischen Gedichte schriftlich. Dokumentiert eure Ergebnisse auf euren Benutzerseiten.|Üben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gottfried Benn: Ophelia=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Ophelia|Ophelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benn (1886 - 1956) nimmt in seinem Gedicht &#039;&#039;Ophelia&#039;&#039; Bezug auf die literarische Figur der Ophelia von William Shakespeare. Ophelia ertrinkt, nachdem ihre Liebesbeziehung zu Prinz [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] gescheitert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn verarbeitet das Motiv des tragischen Todes aufgrund eines gebrochenen Herzens - vermutet wird Selbstmord - auf seine ganz eigene Weise: morbide, zynisch, expressionistisch. Man spricht in der Literaturgeschichte in Bezug auf Benn auch von seinem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;medizynischen Blick&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
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   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Reiselyrik vom Barock zum Gegenwart: Unterwegs sein ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist eigentlich ein Gedicht, was macht ein Gedicht aus? Bertolt Brecht vergleicht ein Gedicht mit einer Rose und beschreibt es als &amp;quot;etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ..., also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles&amp;quot; (In: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fordert: &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön&amp;quot; und weiter: &amp;quot;In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.&amp;quot; (s.o.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir probieren es aus! Zur „Anwendung von Kriterien“ bietet uns das Wiki eine methodische Anleitung unter: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Wie interpretiere ich ein Gedicht?]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exkurs: Wie gut kann ChatGPT Gedichte interpretieren? ==&lt;br /&gt;
ChatGPT ist ein Computerprogramm, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) menschliche Sprache verarbeitet. Es kann Texte untersuchen, Texte produzieren, sie in andere Sprachen übersetzen und auf Fragen antworten. Das geschieht in Form eines Chats. ChatGPT wurde von der US-amerikanischen Firma OpenAI entwickelt und basiert auf Daten bis 2021. Es wurde trainiert, um Texte in verschiedenen Sprachen zu verstehen und darauf zu antworten, einschließlich Deutsch. Das geschieht, indem das Programm die gespeicherten Daten nach geeigneten Informationen durchsucht und daraus Sätze macht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit passen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb unsere Frage: &#039;&#039;&#039;Wie gut kann ChatGPT deutsche Gedichte interpretieren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsaufträge:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Achtung|Bearbeite mindestens die Aufgaben 1 - 3; du hast dafür 15 Minuten Zeit.| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 1|Führe unterschiedliche Prompts mit einem von dir bereits interpretierten Gedicht aus|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 2|Steuere deinen Chat mit ChatGPT, z.B. &lt;br /&gt;
* indem du für einen Prompt verschiedene Formulierungen verwendest,&lt;br /&gt;
* indem du mehrere Prompts hintereinander ausführst, so dass deine Anfragen präzisiert werden,&lt;br /&gt;
* indem du ChatGPT bei Fehlern korrigierst.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 3|Vergleiche die Ergebnisse mit deinen eigenen Interpretationen und notiere deine Beobachtungen  auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 4|Bewerte die Qualität von ChatGPT für Gedichtinterpretationen: Wie gut kann es Gedichte interpretieren? Notiere auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Georg_Heym:_Gott_der_Stadt&amp;diff=96120</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Heym: Gott der Stadt</title>
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		<updated>2024-05-24T09:20:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;GEORG HEYM&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gott der Stadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einem Häuserblocke sitzt er breit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Winde lagern schwarz um seine Stirn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Häuser in das Land verirrn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Abend glänzt der rote Bauch dem Baal,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die großen Städte knieen um ihn her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenglocken ungeheure Zahl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wogt auf zu ihm aus schwarzer Türme Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Korybanten-Tanz dröhnt die Musik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Millionen durch die Straßen laut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schlote Rauch, die Wolken der Fabrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziehn auf zu ihm, wie Duft von Weihrauch blaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wetter schwelt in seinen Augenbrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dunkle Abend wird in Nacht betäubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stürme flattern, die wie Geier schauen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von seinem Haupthaar, das im Zorne sträubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er streckt ins Dunkel seine Fleischerfaust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schüttelt sie. Ein Meer von Feuer jagt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine Straße. Und der Glutqualm braust&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und frißt sie auf, bis spät der Morgen tagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus:  Georg Heym: &#039;&#039;Werke. Mit einer Auswahl von Entwürfen aus dem Nachlaß von Tagebuchaufzeichnungen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der erste Eindruck=====&lt;br /&gt;
=====Inhalt=====&lt;br /&gt;
=====Sprache=====&lt;br /&gt;
=====Form=====&lt;br /&gt;
=====Entstehungshintergrund=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmende: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:VaSeNSG|VaSeNSG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.planetlyrik.de/lyrikkalender/gottfried-benns-gedicht-schoene-jugend/&amp;lt;/ref&amp;gt;http://www.planetlyrik.de/lyrikkalender/gottfried-benns-gedicht-schoene-jugend/&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt</title>
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		<updated>2024-05-24T09:15:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, daß nicht einmal Blumen welken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen. [...] Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, daß aber ihre Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm nicht wirklich nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Bertolt Brecht: Über Lyrik. Frankfurt/M. 1977, S. 123&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Was ist Lyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verrät dir dieses kleine Lied:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Ebner-Eschenbach (1830-1916)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein kleines Lied&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kleines Lied, wie geht&#039;s nur an, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man so lieb es haben kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was liegt darin? erzähle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt darin ein wenig Klang, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein wenig Wohllaut und Gesang &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und eine ganze Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.lyrikmond.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie interpretiere ich ein Gedicht?===&lt;br /&gt;
Eine Anleitung zur schrittweisen, vollständigen Gedichtinterpretation findest du [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10|Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Heinrich Heine: Die schlesischen Weber|Heinrich Heine: Die schlesischen Weber (1844)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)|Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Emma Döltz: Hoffnung|Emma Döltz: Hoffnung (1910)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Heimweh, wonach?|Mascha Kaléko: Heimweh, wonach? (ca. 1938)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ingeborg Bachmann: Alle Tage|Ingeborg Bachmann: Alle Tage]] (1952)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Ernst Jandl: My own song|Ernst Jandl: My own song (1966)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus|Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus (1974)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Karat: Über sieben Brücken musst du gehen]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Martina Sens: der schrei nach führung|Martina Sens: der schrei nach führung (2019)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Samira Schogofa: Das war‘s dann|Samira Schogofa: Das war‘s dann (aktuell)]]=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Naturlyrik im Spiegel der Zeit===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturlyrik.jpg|mini|Naturlyrik. Aus: Weidemann/Weidemann: 75 Bildkarten für Coaching und Beratung. Beltz 2013]]&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 21/22 beschäftigen sich Lernenden der Einführungsphase (EF) mit dem Thema Naturlyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns mit Gedichten verschiedener Epochen beschäftigen, die im weitesten Sinne das Thema „Natur“ behandeln, dabei wollen wir herausfinden, warum ein Motiv über die Jahrhunderte hinweg aktuell geblieben ist, und wie es sich in dieser Zeit aber verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfragen&#039;&#039; unserer Arbeit werden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was ist überhaupt Naturlyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie hat sich die Lyrik im Laufe der Zeit verändert? Unterschiede zwischen dem 17. Jh. und heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie finde ich die Emotionen des Schriftstellers im Gedicht wieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Welche Folgen hat Lyrik für die heutige Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie formuliert man eine [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Gedichtanalyse]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den folgenden Gedichten gilt es,  exemplarisch zwei - aus verschiedenen Zeiten - vergleichend zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Andreas Gryphius: Einsamkeit (1663) - Barock=====&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Andreas Gryphius: Einsamkeit|Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Wolfgang v. Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh’ (1780) - Klassik=====&lt;br /&gt;
J. W. v. Goethe: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh&#039;|Über den Gipfeln ist Ruh&#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Anette v. Droste- Hülshoff: Der Knabe im Moor (1844)=====&lt;br /&gt;
Anette v. Droste- Hülshoff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor|Der Knabe im Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Joseph v. Eichendorff: Mondnacht (1873) - Romantik=====&lt;br /&gt;
Joseph v. Eichendorff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Joseph v. Eichendorff: Mondnacht|Mondnacht]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Christian Morgenstern: Novembertag  (ça. 1900) - Jahrhundertwende=====&lt;br /&gt;
Christian Morgenstern: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Morgenstern: Novembertag|Novembertag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Georg Trakl: Sommersonate (1909-1912) - Expressionismus=====&lt;br /&gt;
Georg Trakl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Georg Trakl: Sommersonate|Sommersonate]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ernst Jandl: Auf dem Land (1963) - Konkrete Poesie - Experimentelles=====&lt;br /&gt;
Ernst Jandl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ernst Jandl: Auf dem Land|Auf dem Land]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ulla Hahn: Schöne Landschaft (1985) - Moderne=====&lt;br /&gt;
Ulla Hahn: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Ulla Hahn: Schöne Landschaft|Schöne Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld (1976) - Exkurs über Kitsch=====&lt;br /&gt;
Jürgen Drews: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld|Ein Bett im Kornfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Lyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von dem historischen Ereignis des Jahres 2020, 30 Jahre Wiedervereinigung, werden deutschsprachige, politische [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichte und Songtexte|Gedichte und Songtexte]] unterschiedlicher Dekaden zusammengetragen und analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 9.11.1989: [https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 3.10.1990: [https://www.youtube.com/watch?v=IiOEAumyrRo https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Lyrik ist kommunikative Lyrik:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Was&lt;br /&gt;
!wird&lt;br /&gt;
!wann&lt;br /&gt;
!wie&lt;br /&gt;
!von wem&lt;br /&gt;
!wozu&lt;br /&gt;
!vorgetragen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Inhalt/&lt;br /&gt;
Thema&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historisch-sozialer Zusammenhang, auf den sich das Gedicht bezieht&lt;br /&gt;
|inhaltlich,&lt;br /&gt;
sprachlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formal&lt;br /&gt;
|Bedingungen der Autorin/des Autors&lt;br /&gt;
|Intention&lt;br /&gt;
(Absicht)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabe:&#039;&#039;&#039; Erprobe das abgebildete Analyseschema an einem der von dir ausgewählten Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied=====&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied|Der kleine Unterschied]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Der kleine Unterschied&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko Mascha Kaléko] aus dem Jahr 1940 behandelt das Sprach- und damit Existenzproblem deutscher Emigranten im englischsprachigen Exil. Als Folge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland (1933 - 1945) mussten auch jüdische Dichterinnen wie Mascha Kaléko das Land verlassen und versuchten, im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Auch wenn deutsche Wörter aufgrund ihrer lautlichen Ähnlichkeit vordergründig leicht ins Englische übersetzbar scheinen, so offenbart eine genauere Betrachtung von Wörtern wie &amp;quot;Land, Heimat, Gedicht&amp;quot; die fehlende emotionale Verbindung zum übersetzen Wort. Lyrik ist nicht übersetzbar, könnte man als Kerngedanken dieses Gedichtes annehmen. Damit wäre den geflüchteten Dichterinnen und Dichtern ihre Kunst im Exil nicht mehr möglich. Die politische Aussage dieses Gedichtes wäre, dass eine Emigration die Künstler*innen zwar körperlich rettet, nicht aber geistig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Paul Celan: Todesfuge=====&lt;br /&gt;
Paul Celan: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Paul Celan: Todesfuge|Todesfuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Todesfuge&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan Paul Celan] aus letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs beschreibt den Alltag der Menschen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Die &amp;quot;schwarze Milch&amp;quot;, die die Lagerinsassen täglich trinken, ist zum Symbol für die menschenverachtende Tötungs- und Verbrennungsmaschinerie der Deutschen geworden: Die Milch als lebensspendender Saft, der den Menschen in den Lagern vorenthalten wurde, ist schwarz von der Asche Krematorien, in denen die Leichen der Verhungerten und Vergasten verbrannt wurden. Celan beschrieb mit diesem Gedicht das Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie wie auch das von Millionen weiterer Menschen, die im Holocaust getötet worden sind. Die politische Intention dieses Gedichtes sind Gedenken, Mahnung, Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam=====&lt;br /&gt;
Nelly Sachs: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam|Gebete für den toten Bräutigam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Sachs Nelly Sachs] schreibt ein Gedicht über einen, vermutlich von den Nazis ermordeten Bräutigam. Es wird deutlich, dass das lyrische Ich um ihn trauert und versucht, sich den Schmerz aus der Seele zu schreiben. Auf politischer Ebene beschreibt das Gedicht das Leiden der Juden die zurzeit des Nationalsozialismus&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Reiner Kunze: Die Antenne=====&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/ Reiner Kunze: Die Antenne|Reiner Kunze: Die Antenne]]&amp;lt;br /&amp;gt;In dem Gedicht &amp;quot;Die Antenne&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Kunze Reiner Kunze] steht die Antenne als Metapher für einen Menschen, welcher seine Gedanken nicht frei ausleben kann, da dieses von einer Regierung oder auch einer Diktatur abgelehnt wird und dieser Mensch somit in seinem Denken und Handeln eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Udo Jürgens: Griechischer Wein=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens Udo Jürgens]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Udo Jürgens: Griechischer Wein|Griechischer Wein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied beschreibt die Sehnsucht griechischer Gastarbeiter nach ihrer Heimat im Deutschland der frühen Siebziger Jahre. Der Schlager-Charakter des Liedes täuscht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen sozial-kritischen Text handelt.&lt;br /&gt;
=====Karat: Über sieben Brücken musst du gehn=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Band) Karat]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Über sieben Brücken musst du gehen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen. Die sieben Brücken oder die sieben dunklen Jahre stehen für die schlechten Zeiten, die Jeder von uns überwinden muss. Gleichfalls stehen sie in verschlüsselter Form für das Leben der Menschen in der DDR der Siebziger Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Marius Müller-Westernhagen: Freiheit=====&lt;br /&gt;
[https://www.westernhagen.de/ Marius Müller-Westernhagen]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Marius Müller-Westernhagen: Freiheit|Freiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bereits 1987 zum ersten Mal veröffentlicht, wurde der Song zu einem Symbol des [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer Mauerfalls] und Untergangs der DDR. Das lyrische Ich entlarvt die wirtschaftliche und politische Freiheit nach &amp;quot;gemacht[en] Verträgen&amp;quot; als &amp;quot;naiv&amp;quot; und propagiert an dessen Stelle eine persönliche, fast anarchische Freiheit in der Metapher des Feierns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eva Strasser: Die Welt steht still=====&lt;br /&gt;
[https://literaturwissenschaft.de/buch/splitter-aus-der-quarantaene.html Eva Strasser]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Eva Strasser: Die Welt steht still|Die Welt steht still]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Strasser beschreibt in ihrem Tagebuch-Gedicht die Auswirkungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland ersten Corona-Lockdowns] auf unsere Welt. Die Covid-19-Pandemie hatte drastische Änderungen auf unser normales Leben: Die Straßen sind leer, ruhig und düster. Menschen meiden die Außenwelt und bleiben zu Hause um sich und andere zu schützen. Eine depressive und bedrückte Atmosphäre herrscht über der Welt. Nicht nur wir Menschen werden von dem Virus beeinflusst, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm. Das Corona- Virus bringt drastische Veränderungen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterwegs sein - Reiselyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
Reiselyrik im Wandel der Zeit, das ist das Thema des Deutschunterrichts in der Q1: Was bedeutete für die Menschen das Unterwegssein in ihrer Zeit, welche Arten von Reisen traten sie an, welchen Sinn ergab das Reisen für sie? Diese und weitere Fragen wollen wir in den Epochen des Barocks, der Romantik, des Expressionismus und der Moderne untersuchen und vergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Joachim Ringelnatz: Zwei Ameisen =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Ameisen-Kalender 1897.jpg|mini|Abb.:  Ameisen-Kalender 1897; Verlag Friedrich Geißler. Gemeinfrei (2019).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Altona auf der Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da taten ihnen die Beine weh,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da verzichteten sie weise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn auf den letzten Teil der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So will man oft und kann doch nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und leistet dann recht gern Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: https://www.projekt-gutenberg.org/ringelnz/gedichte/chap005.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 1.) Erster Eindruck: ======&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen auf Abenteuerreise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung: groß, aufregend, anstrengend, fröhlich, unernst, ironisch/übertrieben, lustig ; mit ernstem/traurigem Fazit am Ende - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Aussageideen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	schlicht aufgrund der schlichten Form; Deutungshypothese: Vermeintlich Einfaches entpuppt sich später als durchaus schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	verwirrend: Ameisen auf Weltreise - Was hat das mit meinem Leben zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Überheblich: größenwahnsinnige Ameisen - Übertragung auf den Menschen: Sind wir eigentlich auch nur Ameisen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 2.) Inhalt: ======&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen wollen von Hamburg aus nach Australien reisen, geben aber schon in Altona erschöpft auf. In der Folge verzichten sie auf „den Rest der Reise“. Es wird ein Fazit formuliert: Man verzichtet gerne auf Dinge, die man nicht realisieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3.) Analyse: ======&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhalt&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
V1.: Funktion: Vorstellung der Szenerie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	zwei Ameisen leben in Hamburg: klein, fleißig, Kolonie-Tiere in Hamburg als Hafen- /Handels-Stadt; Startpunkt vieler Auswanderer&lt;br /&gt;
* •	Wirkung: ironisch, übertrieben, abenteuerlich &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sprache&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
* •	Hyperbel in V. 1/2: Ameisen auf Weltreise&lt;br /&gt;
* •	Antithetik: klein/groß: Ameise/Stadt; Australien/Altona, Wollen/Können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alliterationen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf D - Darstellung der einzelnen Schritte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf A - Darstellung/Verknüpfung  der Figuren und Orte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Verbindung mit der Antithetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen: schlicht/einprägsam / lustig/bedacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Form&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ein kurzes Gedicht analog zur Kürze der tatsächlichen Reise (von Hamburg nach Altona); bestehend aus zwei Strophen -mit einmal sechs Versen und einmal zwei Versen analog zum Abbruch der Reise bereits in Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strophenarrangement wirkt so, als wäre es nur eine Strophe, da die zweite wie ein Anhang wirkt: Die erste Strophe enthält die Geschichte von den Ameisen, die zweite formuliert eine Moral/Lehre aus der Geschichte: Menschen geben zu schnell auf, begründen ihr Aufgeben mit vorgeschobenen Argumenten (hier: Beinschmerzen) und stellen ihr Aufgeben als Verzicht dar, um vor sich selbst und anderen nicht als Verlierer, sondern als großzügig Verzichtender dazustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Überheblichkeit der Menschen, die sich zu viel vornehmen und das dann nicht erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ - weiterführende Deutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ziele, egal wie unrealistisch, sollten dennoch verfolgt werden. Verzichten ist besser, als es gar nicht probiert zu haben (hier: Altona ist nicht Australien, aber auch eine Reise wert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Menschen verzichten auch gerne aus angeblich altruistischen Gründen  (Selbstlosigkeit), die aber oftmals Garn ich so selbstlos sind, sondern eher eigennützig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Reime und Kadenzen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchgängiger Paarreim — Funktion: zwei Verse gehören immer Inhaltlich zusammen: Ameisenreise; Scheitern; Weisheit des Reiseabbruchs, Verzicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternierende Kadenzen: Vers 1 und 2 - klingende Kadenzen („Ameisen/reisen“), Vers 3 und 4 - stumpfe Kadenz, Vers 5 und 6 - klingende Kadenz, Vers 7 und 8 stumpfe Kadenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutung: Hin und Her oder Höhen und Tiefen der Ameisenbewegung; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumpfe Kadenzen treten beim Wehleiden auf und im Fazit (Verzicht), Abbruch unterstreicht eher negative Wirkung; im Kontrast zur offenen, klingenden  Wirkung bei der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Metrum&#039;&#039;&#039;: 4-hebiger Jambus mit einer metrischen Verschiebung im ersten Vers auf Ameise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u     /      u       /    u    /        u  /  u&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung:   Dynamik der Reise-Bewegung, Fröhlichkeit/Aufbruchsstimmung der Ameisen durch auftaktischen Jambus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrische Verschiebung … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstärkt den Reim auf „ei“  und rückt damit Ameisen und Reisen stärker zusammen. -&amp;gt; Absurdität des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstolpert das Vorhaben schon in der Planung bzw. in der Reisegruppe - &amp;gt; zwei Ameisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein … im Barock ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Barthel_(Bartholomäus)_Bruyn_-_Vanitas.JPG|alternativtext=Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas|mini|360x360px|[[:Datei:Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG|Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG]]; gemeinfrei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Paul Fleming: An Deutschland =====&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Paul Fleming: An Deutschland (1546)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja Mutter es ist war. Ich habe diese Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Jugend mehr als faul und übel angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab&#039; es nicht gethan/wie ich mich dir verpfändet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lange bin ich aus/und dencke noch so weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach Mutter zürne nicht; es ist mir mehr als leid/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Vorwitz dieser Muth hat mich zu sehr verblendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hab&#039; ich allzuweit von dir/Trost/abgeländet/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und kan es endern nicht/wie hoch es mir auch reut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muß folgen/wie/und wenn/und wo man denckt hinaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will gleich/oder nicht. Es wird nichts anders draus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen meyne nicht/O du mein schweer Verlangen/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich dencke nicht auff dich/und was mir frommen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wohnet überall/der nach der Tugend ringt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Fleming: An Deutschland. In: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9601&amp;amp;#x20;/66&amp;amp;#x20;(22.06.2018);&amp;amp;#x20;Bild:&amp;amp;#x20;bpk&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Form: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;; V.1). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.Das variierende Metrum spiegelt die innere Zerissenheit und das Bedauern des lyrischen Ichs wider, während es über vergangene Fehler reflektiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V.1-2), Kreuzreime und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;gehangen&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;und &amp;quot;verlangen&amp;quot;, V.7 und V. 10). Diese Vielfalt an Reimen trägt zur Lebendigkeit des Gedichts bei. Seine Paarreime erzeugen eine direkte Verbindung zwischen den Gedanken. Die umarmenden Reime, bei denen sich das erste und das vierte sowie das zweite und das dritte Wort der Strophe reimen, verleihen dem Gedicht eine gewisse Abrundung, die den Leser dazu bringt über die Botschaft des Gedichts nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend stumpf, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V. 2-3). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die den emotionalen Inhalt des Gedichts widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der [https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandriner Alexandriner], ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sprache: =====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist (V.9). Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich (V.7-8). Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt (V.1-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.negative Konnotationen: Die zahreiche Verwendung von negativ konnotierten Wörtern, wie bespielsweise ,, zürne&amp;quot;  Vers 5, sowie ,,faul und übel&amp;quot; Vers 2, haben eine bedrückende und selbstklagende Wirkung auf den Leser. Dies verdeutlicht die Reue des Lyrischen Ichs im Bezug auf seinen Lebensstil und die negativen Erinnerungen die es damit assoziiert. Außerdem ist anzumerken, dass sich das lyrische Ich selbstreflextiert äußert, was durch die negativen Konnotationen besonders hervorgehoben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (1609 - 1640), bekannt für seine vielen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] (1609 - 1640),  bekannt für seine ungewöhnlichen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Reise-Lyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Lyrik_des_Barock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Entstehungshintergrund Barock und Dreißigjähriger Krieg =====&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]][https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] war einer der bedeutendsten Dichter während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg Dreißigjähigen Krieges] (1618 bis 1648) und prägte diese Zeit mit seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht zeigt typische Merkmale aus dem Barock, typisch ist die metaphorische Sprache und Bildsprache (schwaches Boot). Es lässt sich ebenfalls sagen, dass der Dreißigjährige Krieg  Einfluss auf ihn hatte und seine persönlichen Erfahrungen und Denkweise davon beeinflusst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist es es erwähnenswert, dass das analysierte Gedicht aus der Epoche Barock stammt.Einige Merkmale lassen sich im Gedicht wiederspiegeln. Beispielsweise ist es ein Merkmal des Barocks, dass in den Gedichten zahlreiche rhetorische Stilmittel wie Symbole, Vergleiche und Personifikation verwendet wurden. Diese hat auch Flemming in sein Gedicht oftmals benutz ,wie beispielsweise die Personifikation Deutschlandes oder die metaphorische Darstellung des Lyrischen Ichs ,als ,,schwaches Both&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; welches hinter großen Schiffe hinterhergezogen wurde. Ein weiteres Merkmal in der Lyrik des Barocks ist die  Erwähnung der Tugend. Laut dem lyrsichen Ich ist der tugenhafte Mensch überall zu Hause.(V. 14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Barock ist geprägt von zentralen Leitmotiven wie &amp;quot;Carpe Diem&amp;quot;, &amp;quot;Vanitas&amp;quot; und &amp;quot;Memento Mori&amp;quot;. Flemming nutzt das Motiv &amp;quot;Memento Mori&amp;quot; (gedenke dem Tag), indem er darüber klagt, wie er seine Jugendzeit verschwendet habe. Diese Motive verfolgen das selbe Ziel: sie erinnern den Menschen an die eigene Vergänglichkeit und rufen zur Selbstreflektion auf, wie es hier auch deutlich wird, indem Flemming seine Jugend reflektiert. Eine oft vorkommende lyrische Form des Barocks ist das Sonett. Die Quartetten zeigen dabei die Seite des Widerspruchs, hier Flemmings Reue, die folgenden Terzetten beschreiben die andere Seite, also Flemmings Selbstreflektion und Trost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Epoche des Barocks geprägt durch den 30-jährigen Krieg und noch vielen weiteren Religions- und Machtkonflikten. Daraus kann man entnehmen, dass diese zahlreichen Kriege die Gründe sind, weshalb das lyrische Ich sich nutzlos und faul fühlt und Deutschland während dieser Krisen im ,,Stich &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gelassen und aus dem Grund auch seine Taten bereut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerversion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholungen reduzieren: Reue, Selbstreflexion!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;), Kreuzreime (z.B. &amp;quot;leid&amp;quot; und &amp;quot;verblendet&amp;quot;) und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;reut&amp;quot; und &amp;quot;bringt&amp;quot;). Diese Vielfalt an Reimen verleiht dem Gedicht eine &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;interessante Struktur.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend männlich, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;gut&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; zu den emotionalen Inhalten des Gedichts &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;passt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Wertungen durch Wirkungen ersetzen! …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausdeutung auf Rousseau einfügen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem derAlexandriner, ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist. Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich. Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts (Welchen? Welche?)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
# negative Konnotationen: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sibylla Schwarz: Auff die, so durch Reisen wollen berühmet werden (ca. 1650) ===&lt;br /&gt;
Wer weit verreisen wir / der reise weit und breit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilge Schrift hierdurch /  das hilfft zur Seeigkeit;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer weit  verraisen wil / der schaw die Bücher an /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darin er recht wohl die Welt beschawen kan;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;der hat ein freyen Pas / der geht Auff Gottes Wegen /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an andrer Raisenart ist gar nicht viel gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [https://www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html. www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html.][[File:Sibylla Schwarz 1650.jpg|thumb|[https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Schwarz Sibylla Schwarz] (Frontispiz-Detail: Deutsche Poëtische Gedichte, 1650)]]&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein …. In der Romantik ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Karoline von Günderode: Der Luftschiffer =====&lt;br /&gt;
Eine Video-Interpretation von PhONSG &lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
   service=youtube&lt;br /&gt;
   |id=FtGurGmjnlQ&lt;br /&gt;
   |urlargs=start=300&amp;amp;end=388&lt;br /&gt;
   |dimensions=400&lt;br /&gt;
   |alignment=center&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lyrik im Expressionismus ====&lt;br /&gt;
Was man zur Epoche des Expressionismus wissen muss, zeigt die Grafik: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gottfried Benn: Schöne Jugend =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend|Schöne Jugend]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Jakob v. Hodddis:  Weltende =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_van_Hoddis Jakob v. Hodddis:]  [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Jakob van Hoddis: Weltende|Weltende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Georg Heym: Der Gott der Stadt =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Heym Georg Heym]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Heym: Gott der Stadt|Gott der Stadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|Interpretiert eines der drei expressionistischen Gedichte schriftlich. Dokumentiert eure Ergebnisse auf euren Benutzerseiten.|Üben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gottfried Benn: Ophelia=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Ophelia|Ophelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benn (1886 - 1956) nimmt in seinem Gedicht &#039;&#039;Ophelia&#039;&#039; Bezug auf die literarische Figur der Ophelia von William Shakespeare. Ophelia ertrinkt, nachdem ihre Liebesbeziehung zu Prinz [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] gescheitert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn verarbeitet das Motiv des tragischen Todes aufgrund eines gebrochenen Herzens - vermutet wird Selbstmord - auf seine ganz eigene Weise: morbide, zynisch, expressionistisch. Man spricht in der Literaturgeschichte in Bezug auf Benn auch von seinem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;medizynischen Blick&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Karoline von Günderode: Der Luftschiffer =====&lt;br /&gt;
Eine Video-Interpretation von PhONSG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
   service=youtube&lt;br /&gt;
   |id=FtGurGmjnlQ&lt;br /&gt;
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   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Reiselyrik vom Barock zum Gegenwart: Unterwegs sein ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist eigentlich ein Gedicht, was macht ein Gedicht aus? Bertolt Brecht vergleicht ein Gedicht mit einer Rose und beschreibt es als &amp;quot;etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ..., also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles&amp;quot; (In: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fordert: &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön&amp;quot; und weiter: &amp;quot;In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.&amp;quot; (s.o.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir probieren es aus! Zur „Anwendung von Kriterien“ bietet uns das Wiki eine methodische Anleitung unter: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Wie interpretiere ich ein Gedicht?]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exkurs: Wie gut kann ChatGPT Gedichte interpretieren? ==&lt;br /&gt;
ChatGPT ist ein Computerprogramm, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) menschliche Sprache verarbeitet. Es kann Texte untersuchen, Texte produzieren, sie in andere Sprachen übersetzen und auf Fragen antworten. Das geschieht in Form eines Chats. ChatGPT wurde von der US-amerikanischen Firma OpenAI entwickelt und basiert auf Daten bis 2021. Es wurde trainiert, um Texte in verschiedenen Sprachen zu verstehen und darauf zu antworten, einschließlich Deutsch. Das geschieht, indem das Programm die gespeicherten Daten nach geeigneten Informationen durchsucht und daraus Sätze macht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit passen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb unsere Frage: &#039;&#039;&#039;Wie gut kann ChatGPT deutsche Gedichte interpretieren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsaufträge:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Achtung|Bearbeite mindestens die Aufgaben 1 - 3; du hast dafür 15 Minuten Zeit.| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 1|Führe unterschiedliche Prompts mit einem von dir bereits interpretierten Gedicht aus|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 2|Steuere deinen Chat mit ChatGPT, z.B. &lt;br /&gt;
* indem du für einen Prompt verschiedene Formulierungen verwendest,&lt;br /&gt;
* indem du mehrere Prompts hintereinander ausführst, so dass deine Anfragen präzisiert werden,&lt;br /&gt;
* indem du ChatGPT bei Fehlern korrigierst.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 3|Vergleiche die Ergebnisse mit deinen eigenen Interpretationen und notiere deine Beobachtungen  auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 4|Bewerte die Qualität von ChatGPT für Gedichtinterpretationen: Wie gut kann es Gedichte interpretieren? Notiere auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt&amp;diff=96117</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt</title>
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		<updated>2024-05-24T09:09:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, daß nicht einmal Blumen welken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen. [...] Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, daß aber ihre Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm nicht wirklich nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Bertolt Brecht: Über Lyrik. Frankfurt/M. 1977, S. 123&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Was ist Lyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verrät dir dieses kleine Lied:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Ebner-Eschenbach (1830-1916)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein kleines Lied&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kleines Lied, wie geht&#039;s nur an, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man so lieb es haben kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was liegt darin? erzähle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt darin ein wenig Klang, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein wenig Wohllaut und Gesang &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und eine ganze Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.lyrikmond.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie interpretiere ich ein Gedicht?===&lt;br /&gt;
Eine Anleitung zur schrittweisen, vollständigen Gedichtinterpretation findest du [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10|Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Heinrich Heine: Die schlesischen Weber|Heinrich Heine: Die schlesischen Weber (1844)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)|Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Emma Döltz: Hoffnung|Emma Döltz: Hoffnung (1910)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Heimweh, wonach?|Mascha Kaléko: Heimweh, wonach? (ca. 1938)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ingeborg Bachmann: Alle Tage|Ingeborg Bachmann: Alle Tage]] (1952)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Ernst Jandl: My own song|Ernst Jandl: My own song (1966)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus|Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus (1974)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Karat: Über sieben Brücken musst du gehen]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Martina Sens: der schrei nach führung|Martina Sens: der schrei nach führung (2019)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Samira Schogofa: Das war‘s dann|Samira Schogofa: Das war‘s dann (aktuell)]]=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Naturlyrik im Spiegel der Zeit===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturlyrik.jpg|mini|Naturlyrik. Aus: Weidemann/Weidemann: 75 Bildkarten für Coaching und Beratung. Beltz 2013]]&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 21/22 beschäftigen sich Lernenden der Einführungsphase (EF) mit dem Thema Naturlyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns mit Gedichten verschiedener Epochen beschäftigen, die im weitesten Sinne das Thema „Natur“ behandeln, dabei wollen wir herausfinden, warum ein Motiv über die Jahrhunderte hinweg aktuell geblieben ist, und wie es sich in dieser Zeit aber verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfragen&#039;&#039; unserer Arbeit werden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was ist überhaupt Naturlyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie hat sich die Lyrik im Laufe der Zeit verändert? Unterschiede zwischen dem 17. Jh. und heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie finde ich die Emotionen des Schriftstellers im Gedicht wieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Welche Folgen hat Lyrik für die heutige Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie formuliert man eine [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Gedichtanalyse]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den folgenden Gedichten gilt es,  exemplarisch zwei - aus verschiedenen Zeiten - vergleichend zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Andreas Gryphius: Einsamkeit (1663) - Barock=====&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Andreas Gryphius: Einsamkeit|Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Wolfgang v. Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh’ (1780) - Klassik=====&lt;br /&gt;
J. W. v. Goethe: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh&#039;|Über den Gipfeln ist Ruh&#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Anette v. Droste- Hülshoff: Der Knabe im Moor (1844)=====&lt;br /&gt;
Anette v. Droste- Hülshoff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor|Der Knabe im Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Joseph v. Eichendorff: Mondnacht (1873) - Romantik=====&lt;br /&gt;
Joseph v. Eichendorff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Joseph v. Eichendorff: Mondnacht|Mondnacht]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Christian Morgenstern: Novembertag  (ça. 1900) - Jahrhundertwende=====&lt;br /&gt;
Christian Morgenstern: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Morgenstern: Novembertag|Novembertag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Georg Trakl: Sommersonate (1909-1912) - Expressionismus=====&lt;br /&gt;
Georg Trakl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Georg Trakl: Sommersonate|Sommersonate]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ernst Jandl: Auf dem Land (1963) - Konkrete Poesie - Experimentelles=====&lt;br /&gt;
Ernst Jandl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ernst Jandl: Auf dem Land|Auf dem Land]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ulla Hahn: Schöne Landschaft (1985) - Moderne=====&lt;br /&gt;
Ulla Hahn: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Ulla Hahn: Schöne Landschaft|Schöne Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld (1976) - Exkurs über Kitsch=====&lt;br /&gt;
Jürgen Drews: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld|Ein Bett im Kornfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Lyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von dem historischen Ereignis des Jahres 2020, 30 Jahre Wiedervereinigung, werden deutschsprachige, politische [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichte und Songtexte|Gedichte und Songtexte]] unterschiedlicher Dekaden zusammengetragen und analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 9.11.1989: [https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 3.10.1990: [https://www.youtube.com/watch?v=IiOEAumyrRo https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Lyrik ist kommunikative Lyrik:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Was&lt;br /&gt;
!wird&lt;br /&gt;
!wann&lt;br /&gt;
!wie&lt;br /&gt;
!von wem&lt;br /&gt;
!wozu&lt;br /&gt;
!vorgetragen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Inhalt/&lt;br /&gt;
Thema&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historisch-sozialer Zusammenhang, auf den sich das Gedicht bezieht&lt;br /&gt;
|inhaltlich,&lt;br /&gt;
sprachlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formal&lt;br /&gt;
|Bedingungen der Autorin/des Autors&lt;br /&gt;
|Intention&lt;br /&gt;
(Absicht)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabe:&#039;&#039;&#039; Erprobe das abgebildete Analyseschema an einem der von dir ausgewählten Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied=====&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied|Der kleine Unterschied]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Der kleine Unterschied&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko Mascha Kaléko] aus dem Jahr 1940 behandelt das Sprach- und damit Existenzproblem deutscher Emigranten im englischsprachigen Exil. Als Folge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland (1933 - 1945) mussten auch jüdische Dichterinnen wie Mascha Kaléko das Land verlassen und versuchten, im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Auch wenn deutsche Wörter aufgrund ihrer lautlichen Ähnlichkeit vordergründig leicht ins Englische übersetzbar scheinen, so offenbart eine genauere Betrachtung von Wörtern wie &amp;quot;Land, Heimat, Gedicht&amp;quot; die fehlende emotionale Verbindung zum übersetzen Wort. Lyrik ist nicht übersetzbar, könnte man als Kerngedanken dieses Gedichtes annehmen. Damit wäre den geflüchteten Dichterinnen und Dichtern ihre Kunst im Exil nicht mehr möglich. Die politische Aussage dieses Gedichtes wäre, dass eine Emigration die Künstler*innen zwar körperlich rettet, nicht aber geistig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Paul Celan: Todesfuge=====&lt;br /&gt;
Paul Celan: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Paul Celan: Todesfuge|Todesfuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Todesfuge&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan Paul Celan] aus letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs beschreibt den Alltag der Menschen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Die &amp;quot;schwarze Milch&amp;quot;, die die Lagerinsassen täglich trinken, ist zum Symbol für die menschenverachtende Tötungs- und Verbrennungsmaschinerie der Deutschen geworden: Die Milch als lebensspendender Saft, der den Menschen in den Lagern vorenthalten wurde, ist schwarz von der Asche Krematorien, in denen die Leichen der Verhungerten und Vergasten verbrannt wurden. Celan beschrieb mit diesem Gedicht das Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie wie auch das von Millionen weiterer Menschen, die im Holocaust getötet worden sind. Die politische Intention dieses Gedichtes sind Gedenken, Mahnung, Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam=====&lt;br /&gt;
Nelly Sachs: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam|Gebete für den toten Bräutigam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Sachs Nelly Sachs] schreibt ein Gedicht über einen, vermutlich von den Nazis ermordeten Bräutigam. Es wird deutlich, dass das lyrische Ich um ihn trauert und versucht, sich den Schmerz aus der Seele zu schreiben. Auf politischer Ebene beschreibt das Gedicht das Leiden der Juden die zurzeit des Nationalsozialismus&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Reiner Kunze: Die Antenne=====&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/ Reiner Kunze: Die Antenne|Reiner Kunze: Die Antenne]]&amp;lt;br /&amp;gt;In dem Gedicht &amp;quot;Die Antenne&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Kunze Reiner Kunze] steht die Antenne als Metapher für einen Menschen, welcher seine Gedanken nicht frei ausleben kann, da dieses von einer Regierung oder auch einer Diktatur abgelehnt wird und dieser Mensch somit in seinem Denken und Handeln eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Udo Jürgens: Griechischer Wein=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens Udo Jürgens]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Udo Jürgens: Griechischer Wein|Griechischer Wein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied beschreibt die Sehnsucht griechischer Gastarbeiter nach ihrer Heimat im Deutschland der frühen Siebziger Jahre. Der Schlager-Charakter des Liedes täuscht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen sozial-kritischen Text handelt.&lt;br /&gt;
=====Karat: Über sieben Brücken musst du gehn=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Band) Karat]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Über sieben Brücken musst du gehen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen. Die sieben Brücken oder die sieben dunklen Jahre stehen für die schlechten Zeiten, die Jeder von uns überwinden muss. Gleichfalls stehen sie in verschlüsselter Form für das Leben der Menschen in der DDR der Siebziger Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Marius Müller-Westernhagen: Freiheit=====&lt;br /&gt;
[https://www.westernhagen.de/ Marius Müller-Westernhagen]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Marius Müller-Westernhagen: Freiheit|Freiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bereits 1987 zum ersten Mal veröffentlicht, wurde der Song zu einem Symbol des [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer Mauerfalls] und Untergangs der DDR. Das lyrische Ich entlarvt die wirtschaftliche und politische Freiheit nach &amp;quot;gemacht[en] Verträgen&amp;quot; als &amp;quot;naiv&amp;quot; und propagiert an dessen Stelle eine persönliche, fast anarchische Freiheit in der Metapher des Feierns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eva Strasser: Die Welt steht still=====&lt;br /&gt;
[https://literaturwissenschaft.de/buch/splitter-aus-der-quarantaene.html Eva Strasser]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Eva Strasser: Die Welt steht still|Die Welt steht still]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Strasser beschreibt in ihrem Tagebuch-Gedicht die Auswirkungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland ersten Corona-Lockdowns] auf unsere Welt. Die Covid-19-Pandemie hatte drastische Änderungen auf unser normales Leben: Die Straßen sind leer, ruhig und düster. Menschen meiden die Außenwelt und bleiben zu Hause um sich und andere zu schützen. Eine depressive und bedrückte Atmosphäre herrscht über der Welt. Nicht nur wir Menschen werden von dem Virus beeinflusst, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm. Das Corona- Virus bringt drastische Veränderungen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterwegs sein - Reiselyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
Reiselyrik im Wandel der Zeit, das ist das Thema des Deutschunterrichts in der Q1: Was bedeutete für die Menschen das Unterwegssein in ihrer Zeit, welche Arten von Reisen traten sie an, welchen Sinn ergab das Reisen für sie? Diese und weitere Fragen wollen wir in den Epochen des Barocks, der Romantik, des Expressionismus und der Moderne untersuchen und vergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Joachim Ringelnatz: Zwei Ameisen =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Ameisen-Kalender 1897.jpg|mini|Abb.:  Ameisen-Kalender 1897; Verlag Friedrich Geißler. Gemeinfrei (2019).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Altona auf der Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da taten ihnen die Beine weh,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da verzichteten sie weise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn auf den letzten Teil der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So will man oft und kann doch nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und leistet dann recht gern Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: https://www.projekt-gutenberg.org/ringelnz/gedichte/chap005.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 1.) Erster Eindruck: ======&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen auf Abenteuerreise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung: groß, aufregend, anstrengend, fröhlich, unernst, ironisch/übertrieben, lustig ; mit ernstem/traurigem Fazit am Ende - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Aussageideen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	schlicht aufgrund der schlichten Form; Deutungshypothese: Vermeintlich Einfaches entpuppt sich später als durchaus schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	verwirrend: Ameisen auf Weltreise - Was hat das mit meinem Leben zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Überheblich: größenwahnsinnige Ameisen - Übertragung auf den Menschen: Sind wir eigentlich auch nur Ameisen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 2.) Inhalt: ======&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen wollen von Hamburg aus nach Australien reisen, geben aber schon in Altona erschöpft auf. In der Folge verzichten sie auf „den Rest der Reise“. Es wird ein Fazit formuliert: Man verzichtet gerne auf Dinge, die man nicht realisieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3.) Analyse: ======&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhalt&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
V1.: Funktion: Vorstellung der Szenerie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	zwei Ameisen leben in Hamburg: klein, fleißig, Kolonie-Tiere in Hamburg als Hafen- /Handels-Stadt; Startpunkt vieler Auswanderer&lt;br /&gt;
* •	Wirkung: ironisch, übertrieben, abenteuerlich &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sprache&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
* •	Hyperbel in V. 1/2: Ameisen auf Weltreise&lt;br /&gt;
* •	Antithetik: klein/groß: Ameise/Stadt; Australien/Altona, Wollen/Können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alliterationen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf D - Darstellung der einzelnen Schritte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf A - Darstellung/Verknüpfung  der Figuren und Orte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Verbindung mit der Antithetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen: schlicht/einprägsam / lustig/bedacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Form&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ein kurzes Gedicht analog zur Kürze der tatsächlichen Reise (von Hamburg nach Altona); bestehend aus zwei Strophen -mit einmal sechs Versen und einmal zwei Versen analog zum Abbruch der Reise bereits in Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strophenarrangement wirkt so, als wäre es nur eine Strophe, da die zweite wie ein Anhang wirkt: Die erste Strophe enthält die Geschichte von den Ameisen, die zweite formuliert eine Moral/Lehre aus der Geschichte: Menschen geben zu schnell auf, begründen ihr Aufgeben mit vorgeschobenen Argumenten (hier: Beinschmerzen) und stellen ihr Aufgeben als Verzicht dar, um vor sich selbst und anderen nicht als Verlierer, sondern als großzügig Verzichtender dazustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Überheblichkeit der Menschen, die sich zu viel vornehmen und das dann nicht erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ - weiterführende Deutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ziele, egal wie unrealistisch, sollten dennoch verfolgt werden. Verzichten ist besser, als es gar nicht probiert zu haben (hier: Altona ist nicht Australien, aber auch eine Reise wert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Menschen verzichten auch gerne aus angeblich altruistischen Gründen  (Selbstlosigkeit), die aber oftmals Garn ich so selbstlos sind, sondern eher eigennützig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Reime und Kadenzen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchgängiger Paarreim — Funktion: zwei Verse gehören immer Inhaltlich zusammen: Ameisenreise; Scheitern; Weisheit des Reiseabbruchs, Verzicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternierende Kadenzen: Vers 1 und 2 - klingende Kadenzen („Ameisen/reisen“), Vers 3 und 4 - stumpfe Kadenz, Vers 5 und 6 - klingende Kadenz, Vers 7 und 8 stumpfe Kadenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutung: Hin und Her oder Höhen und Tiefen der Ameisenbewegung; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumpfe Kadenzen treten beim Wehleiden auf und im Fazit (Verzicht), Abbruch unterstreicht eher negative Wirkung; im Kontrast zur offenen, klingenden  Wirkung bei der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Metrum&#039;&#039;&#039;: 4-hebiger Jambus mit einer metrischen Verschiebung im ersten Vers auf Ameise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u     /      u       /    u    /        u  /  u&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung:   Dynamik der Reise-Bewegung, Fröhlichkeit/Aufbruchsstimmung der Ameisen durch auftaktischen Jambus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrische Verschiebung … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstärkt den Reim auf „ei“  und rückt damit Ameisen und Reisen stärker zusammen. -&amp;gt; Absurdität des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstolpert das Vorhaben schon in der Planung bzw. in der Reisegruppe - &amp;gt; zwei Ameisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein … im Barock ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Paul Fleming: An Deutschland =====&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]]&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] (1609 - 1640),  bekannt für seine ungewöhnlichen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Reise-Lyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Lyrik_des_Barock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Unterwegs sein ... im Barock =&lt;br /&gt;
[[Datei:Barthel_(Bartholomäus)_Bruyn_-_Vanitas.JPG|alternativtext=Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas|mini|360x360px|[[:Datei:Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG|Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG]]; gemeinfrei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interpretation von Paul Flemings Lebenserfahrungen in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; (1546) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Paul Fleming: An Deutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja Mutter es ist war. Ich habe diese Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Jugend mehr als faul und übel angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab&#039; es nicht gethan/wie ich mich dir verpfändet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lange bin ich aus/und dencke noch so weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach Mutter zürne nicht; es ist mir mehr als leid/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Vorwitz dieser Muth hat mich zu sehr verblendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hab&#039; ich allzuweit von dir/Trost/abgeländet/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und kan es endern nicht/wie hoch es mir auch reut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muß folgen/wie/und wenn/und wo man denckt hinaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will gleich/oder nicht. Es wird nichts anders draus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen meyne nicht/O du mein schweer Verlangen/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich dencke nicht auff dich/und was mir frommen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wohnet überall/der nach der Tugend ringt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Fleming: An Deutschland. In: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9601&amp;amp;#x20;/66&amp;amp;#x20;(22.06.2018);&amp;amp;#x20;Bild:&amp;amp;#x20;bpk&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Form: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;; V.1). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.Das variierende Metrum spiegelt die innere Zerissenheit und das Bedauern des lyrischen Ichs wider, während es über vergangene Fehler reflektiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V.1-2), Kreuzreime und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;gehangen&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;und &amp;quot;verlangen&amp;quot;, V.7 und V. 10). Diese Vielfalt an Reimen trägt zur Lebendigkeit des Gedichts bei. Seine Paarreime erzeugen eine direkte Verbindung zwischen den Gedanken. Die umarmenden Reime, bei denen sich das erste und das vierte sowie das zweite und das dritte Wort der Strophe reimen, verleihen dem Gedicht eine gewisse Abrundung, die den Leser dazu bringt über die Botschaft des Gedichts nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend stumpf, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V. 2-3). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die den emotionalen Inhalt des Gedichts widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der [https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandriner Alexandriner], ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sprache: =====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist (V.9). Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich (V.7-8). Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt (V.1-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.negative Konnotationen: Die zahreiche Verwendung von negativ konnotierten Wörtern, wie bespielsweise ,, zürne&amp;quot;  Vers 5, sowie ,,faul und übel&amp;quot; Vers 2, haben eine bedrückende und selbstklagende Wirkung auf den Leser. Dies verdeutlicht die Reue des Lyrischen Ichs im Bezug auf seinen Lebensstil und die negativen Erinnerungen die es damit assoziiert. Außerdem ist anzumerken, dass sich das lyrische Ich selbstreflextiert äußert, was durch die negativen Konnotationen besonders hervorgehoben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (1609 - 1640), bekannt für seine vielen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Entstehungshintergrund Barock und Dreißigjähriger Krieg =====&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]][https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] war einer der bedeutendsten Dichter während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg Dreißigjähigen Krieges] (1618 bis 1648) und prägte diese Zeit mit seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht zeigt typische Merkmale aus dem Barock, typisch ist die metaphorische Sprache und Bildsprache (schwaches Boot). Es lässt sich ebenfalls sagen, dass der Dreißigjährige Krieg  Einfluss auf ihn hatte und seine persönlichen Erfahrungen und Denkweise davon beeinflusst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist es es erwähnenswert, dass das analysierte Gedicht aus der Epoche Barock stammt.Einige Merkmale lassen sich im Gedicht wiederspiegeln. Beispielsweise ist es ein Merkmal des Barocks, dass in den Gedichten zahlreiche rhetorische Stilmittel wie Symbole, Vergleiche und Personifikation verwendet wurden. Diese hat auch Flemming in sein Gedicht oftmals benutz ,wie beispielsweise die Personifikation Deutschlandes oder die metaphorische Darstellung des Lyrischen Ichs ,als ,,schwaches Both&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; welches hinter großen Schiffe hinterhergezogen wurde. Ein weiteres Merkmal in der Lyrik des Barocks ist die  Erwähnung der Tugend. Laut dem lyrsichen Ich ist der tugenhafte Mensch überall zu Hause.(V. 14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Barock ist geprägt von zentralen Leitmotiven wie &amp;quot;Carpe Diem&amp;quot;, &amp;quot;Vanitas&amp;quot; und &amp;quot;Memento Mori&amp;quot;. Flemming nutzt das Motiv &amp;quot;Memento Mori&amp;quot; (gedenke dem Tag), indem er darüber klagt, wie er seine Jugendzeit verschwendet habe. Diese Motive verfolgen das selbe Ziel: sie erinnern den Menschen an die eigene Vergänglichkeit und rufen zur Selbstreflektion auf, wie es hier auch deutlich wird, indem Flemming seine Jugend reflektiert. Eine oft vorkommende lyrische Form des Barocks ist das Sonett. Die Quartetten zeigen dabei die Seite des Widerspruchs, hier Flemmings Reue, die folgenden Terzetten beschreiben die andere Seite, also Flemmings Selbstreflektion und Trost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Epoche des Barocks geprägt durch den 30-jährigen Krieg und noch vielen weiteren Religions- und Machtkonflikten. Daraus kann man entnehmen, dass diese zahlreichen Kriege die Gründe sind, weshalb das lyrische Ich sich nutzlos und faul fühlt und Deutschland während dieser Krisen im ,,Stich &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gelassen und aus dem Grund auch seine Taten bereut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerversion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholungen reduzieren: Reue, Selbstreflexion!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;), Kreuzreime (z.B. &amp;quot;leid&amp;quot; und &amp;quot;verblendet&amp;quot;) und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;reut&amp;quot; und &amp;quot;bringt&amp;quot;). Diese Vielfalt an Reimen verleiht dem Gedicht eine &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;interessante Struktur.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend männlich, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;gut&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; zu den emotionalen Inhalten des Gedichts &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;passt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Wertungen durch Wirkungen ersetzen! …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausdeutung auf Rousseau einfügen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem derAlexandriner, ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist. Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich. Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts (Welchen? Welche?)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
# negative Konnotationen: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sibylla Schwarz: Auff die, so durch Reisen wollen berühmet werden (ca. 1650) ===&lt;br /&gt;
Wer weit verreisen wir / der reise weit und breit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilge Schrift hierdurch /  das hilfft zur Seeigkeit;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer weit  verraisen wil / der schaw die Bücher an /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darin er recht wohl die Welt beschawen kan;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;der hat ein freyen Pas / der geht Auff Gottes Wegen /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an andrer Raisenart ist gar nicht viel gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [https://www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html. www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html.][[File:Sibylla Schwarz 1650.jpg|thumb|[https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Schwarz Sibylla Schwarz] (Frontispiz-Detail: Deutsche Poëtische Gedichte, 1650)]]&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein …. In der Romantik ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Karoline von Günderode: Der Luftschiffer =====&lt;br /&gt;
Eine Video-Interpretation von PhONSG &lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
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   |id=FtGurGmjnlQ&lt;br /&gt;
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   |dimensions=400&lt;br /&gt;
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   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lyrik im Expressionismus ====&lt;br /&gt;
Was man zur Epoche des Expressionismus wissen muss, zeigt die Grafik: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gottfried Benn: Schöne Jugend =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend|Schöne Jugend]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Jakob v. Hodddis:  Weltende =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_van_Hoddis Jakob v. Hodddis:]  [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Jakob van Hoddis: Weltende|Weltende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Georg Heym: Der Gott der Stadt =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Heym Georg Heym]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Heym: Gott der Stadt|Gott der Stadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|Interpretiert eines der drei expressionistischen Gedichte schriftlich. Dokumentiert eure Ergebnisse auf euren Benutzerseiten.|Üben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gottfried Benn: Ophelia=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Ophelia|Ophelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benn (1886 - 1956) nimmt in seinem Gedicht &#039;&#039;Ophelia&#039;&#039; Bezug auf die literarische Figur der Ophelia von William Shakespeare. Ophelia ertrinkt, nachdem ihre Liebesbeziehung zu Prinz [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] gescheitert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn verarbeitet das Motiv des tragischen Todes aufgrund eines gebrochenen Herzens - vermutet wird Selbstmord - auf seine ganz eigene Weise: morbide, zynisch, expressionistisch. Man spricht in der Literaturgeschichte in Bezug auf Benn auch von seinem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;medizynischen Blick&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Karoline von Günderode: Der Luftschiffer =====&lt;br /&gt;
Eine Video-Interpretation von PhONSG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
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   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Reiselyrik vom Barock zum Gegenwart: Unterwegs sein ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist eigentlich ein Gedicht, was macht ein Gedicht aus? Bertolt Brecht vergleicht ein Gedicht mit einer Rose und beschreibt es als &amp;quot;etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ..., also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles&amp;quot; (In: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fordert: &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön&amp;quot; und weiter: &amp;quot;In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.&amp;quot; (s.o.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir probieren es aus! Zur „Anwendung von Kriterien“ bietet uns das Wiki eine methodische Anleitung unter: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Wie interpretiere ich ein Gedicht?]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exkurs: Wie gut kann ChatGPT Gedichte interpretieren? ==&lt;br /&gt;
ChatGPT ist ein Computerprogramm, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) menschliche Sprache verarbeitet. Es kann Texte untersuchen, Texte produzieren, sie in andere Sprachen übersetzen und auf Fragen antworten. Das geschieht in Form eines Chats. ChatGPT wurde von der US-amerikanischen Firma OpenAI entwickelt und basiert auf Daten bis 2021. Es wurde trainiert, um Texte in verschiedenen Sprachen zu verstehen und darauf zu antworten, einschließlich Deutsch. Das geschieht, indem das Programm die gespeicherten Daten nach geeigneten Informationen durchsucht und daraus Sätze macht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit passen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb unsere Frage: &#039;&#039;&#039;Wie gut kann ChatGPT deutsche Gedichte interpretieren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsaufträge:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Achtung|Bearbeite mindestens die Aufgaben 1 - 3; du hast dafür 15 Minuten Zeit.| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 1|Führe unterschiedliche Prompts mit einem von dir bereits interpretierten Gedicht aus|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 2|Steuere deinen Chat mit ChatGPT, z.B. &lt;br /&gt;
* indem du für einen Prompt verschiedene Formulierungen verwendest,&lt;br /&gt;
* indem du mehrere Prompts hintereinander ausführst, so dass deine Anfragen präzisiert werden,&lt;br /&gt;
* indem du ChatGPT bei Fehlern korrigierst.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 3|Vergleiche die Ergebnisse mit deinen eigenen Interpretationen und notiere deine Beobachtungen  auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 4|Bewerte die Qualität von ChatGPT für Gedichtinterpretationen: Wie gut kann es Gedichte interpretieren? Notiere auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt&amp;diff=96116</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt</title>
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		<updated>2024-05-24T09:06:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, daß nicht einmal Blumen welken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen. [...] Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, daß aber ihre Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm nicht wirklich nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Bertolt Brecht: Über Lyrik. Frankfurt/M. 1977, S. 123&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Was ist Lyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verrät dir dieses kleine Lied:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Ebner-Eschenbach (1830-1916)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein kleines Lied&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kleines Lied, wie geht&#039;s nur an, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man so lieb es haben kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was liegt darin? erzähle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt darin ein wenig Klang, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein wenig Wohllaut und Gesang &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und eine ganze Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.lyrikmond.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie interpretiere ich ein Gedicht?===&lt;br /&gt;
Eine Anleitung zur schrittweisen, vollständigen Gedichtinterpretation findest du [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10|Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Heinrich Heine: Die schlesischen Weber|Heinrich Heine: Die schlesischen Weber (1844)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)|Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Emma Döltz: Hoffnung|Emma Döltz: Hoffnung (1910)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Heimweh, wonach?|Mascha Kaléko: Heimweh, wonach? (ca. 1938)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ingeborg Bachmann: Alle Tage|Ingeborg Bachmann: Alle Tage]] (1952)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Ernst Jandl: My own song|Ernst Jandl: My own song (1966)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus|Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus (1974)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Karat: Über sieben Brücken musst du gehen]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Martina Sens: der schrei nach führung|Martina Sens: der schrei nach führung (2019)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Samira Schogofa: Das war‘s dann|Samira Schogofa: Das war‘s dann (aktuell)]]=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Naturlyrik im Spiegel der Zeit===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturlyrik.jpg|mini|Naturlyrik. Aus: Weidemann/Weidemann: 75 Bildkarten für Coaching und Beratung. Beltz 2013]]&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 21/22 beschäftigen sich Lernenden der Einführungsphase (EF) mit dem Thema Naturlyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns mit Gedichten verschiedener Epochen beschäftigen, die im weitesten Sinne das Thema „Natur“ behandeln, dabei wollen wir herausfinden, warum ein Motiv über die Jahrhunderte hinweg aktuell geblieben ist, und wie es sich in dieser Zeit aber verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfragen&#039;&#039; unserer Arbeit werden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was ist überhaupt Naturlyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie hat sich die Lyrik im Laufe der Zeit verändert? Unterschiede zwischen dem 17. Jh. und heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie finde ich die Emotionen des Schriftstellers im Gedicht wieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Welche Folgen hat Lyrik für die heutige Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie formuliert man eine [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Gedichtanalyse]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den folgenden Gedichten gilt es,  exemplarisch zwei - aus verschiedenen Zeiten - vergleichend zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Andreas Gryphius: Einsamkeit (1663) - Barock=====&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Andreas Gryphius: Einsamkeit|Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Wolfgang v. Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh’ (1780) - Klassik=====&lt;br /&gt;
J. W. v. Goethe: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh&#039;|Über den Gipfeln ist Ruh&#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Anette v. Droste- Hülshoff: Der Knabe im Moor (1844)=====&lt;br /&gt;
Anette v. Droste- Hülshoff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor|Der Knabe im Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Joseph v. Eichendorff: Mondnacht (1873) - Romantik=====&lt;br /&gt;
Joseph v. Eichendorff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Joseph v. Eichendorff: Mondnacht|Mondnacht]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Christian Morgenstern: Novembertag  (ça. 1900) - Jahrhundertwende=====&lt;br /&gt;
Christian Morgenstern: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Morgenstern: Novembertag|Novembertag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Georg Trakl: Sommersonate (1909-1912) - Expressionismus=====&lt;br /&gt;
Georg Trakl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Georg Trakl: Sommersonate|Sommersonate]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ernst Jandl: Auf dem Land (1963) - Konkrete Poesie - Experimentelles=====&lt;br /&gt;
Ernst Jandl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ernst Jandl: Auf dem Land|Auf dem Land]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ulla Hahn: Schöne Landschaft (1985) - Moderne=====&lt;br /&gt;
Ulla Hahn: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Ulla Hahn: Schöne Landschaft|Schöne Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld (1976) - Exkurs über Kitsch=====&lt;br /&gt;
Jürgen Drews: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld|Ein Bett im Kornfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Lyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von dem historischen Ereignis des Jahres 2020, 30 Jahre Wiedervereinigung, werden deutschsprachige, politische [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichte und Songtexte|Gedichte und Songtexte]] unterschiedlicher Dekaden zusammengetragen und analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 9.11.1989: [https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 3.10.1990: [https://www.youtube.com/watch?v=IiOEAumyrRo https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Lyrik ist kommunikative Lyrik:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Was&lt;br /&gt;
!wird&lt;br /&gt;
!wann&lt;br /&gt;
!wie&lt;br /&gt;
!von wem&lt;br /&gt;
!wozu&lt;br /&gt;
!vorgetragen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Inhalt/&lt;br /&gt;
Thema&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historisch-sozialer Zusammenhang, auf den sich das Gedicht bezieht&lt;br /&gt;
|inhaltlich,&lt;br /&gt;
sprachlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formal&lt;br /&gt;
|Bedingungen der Autorin/des Autors&lt;br /&gt;
|Intention&lt;br /&gt;
(Absicht)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabe:&#039;&#039;&#039; Erprobe das abgebildete Analyseschema an einem der von dir ausgewählten Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied=====&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied|Der kleine Unterschied]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Der kleine Unterschied&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko Mascha Kaléko] aus dem Jahr 1940 behandelt das Sprach- und damit Existenzproblem deutscher Emigranten im englischsprachigen Exil. Als Folge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland (1933 - 1945) mussten auch jüdische Dichterinnen wie Mascha Kaléko das Land verlassen und versuchten, im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Auch wenn deutsche Wörter aufgrund ihrer lautlichen Ähnlichkeit vordergründig leicht ins Englische übersetzbar scheinen, so offenbart eine genauere Betrachtung von Wörtern wie &amp;quot;Land, Heimat, Gedicht&amp;quot; die fehlende emotionale Verbindung zum übersetzen Wort. Lyrik ist nicht übersetzbar, könnte man als Kerngedanken dieses Gedichtes annehmen. Damit wäre den geflüchteten Dichterinnen und Dichtern ihre Kunst im Exil nicht mehr möglich. Die politische Aussage dieses Gedichtes wäre, dass eine Emigration die Künstler*innen zwar körperlich rettet, nicht aber geistig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Paul Celan: Todesfuge=====&lt;br /&gt;
Paul Celan: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Paul Celan: Todesfuge|Todesfuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Todesfuge&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan Paul Celan] aus letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs beschreibt den Alltag der Menschen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Die &amp;quot;schwarze Milch&amp;quot;, die die Lagerinsassen täglich trinken, ist zum Symbol für die menschenverachtende Tötungs- und Verbrennungsmaschinerie der Deutschen geworden: Die Milch als lebensspendender Saft, der den Menschen in den Lagern vorenthalten wurde, ist schwarz von der Asche Krematorien, in denen die Leichen der Verhungerten und Vergasten verbrannt wurden. Celan beschrieb mit diesem Gedicht das Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie wie auch das von Millionen weiterer Menschen, die im Holocaust getötet worden sind. Die politische Intention dieses Gedichtes sind Gedenken, Mahnung, Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam=====&lt;br /&gt;
Nelly Sachs: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam|Gebete für den toten Bräutigam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Sachs Nelly Sachs] schreibt ein Gedicht über einen, vermutlich von den Nazis ermordeten Bräutigam. Es wird deutlich, dass das lyrische Ich um ihn trauert und versucht, sich den Schmerz aus der Seele zu schreiben. Auf politischer Ebene beschreibt das Gedicht das Leiden der Juden die zurzeit des Nationalsozialismus&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Reiner Kunze: Die Antenne=====&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/ Reiner Kunze: Die Antenne|Reiner Kunze: Die Antenne]]&amp;lt;br /&amp;gt;In dem Gedicht &amp;quot;Die Antenne&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Kunze Reiner Kunze] steht die Antenne als Metapher für einen Menschen, welcher seine Gedanken nicht frei ausleben kann, da dieses von einer Regierung oder auch einer Diktatur abgelehnt wird und dieser Mensch somit in seinem Denken und Handeln eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Udo Jürgens: Griechischer Wein=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens Udo Jürgens]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Udo Jürgens: Griechischer Wein|Griechischer Wein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied beschreibt die Sehnsucht griechischer Gastarbeiter nach ihrer Heimat im Deutschland der frühen Siebziger Jahre. Der Schlager-Charakter des Liedes täuscht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen sozial-kritischen Text handelt.&lt;br /&gt;
=====Karat: Über sieben Brücken musst du gehn=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Band) Karat]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Über sieben Brücken musst du gehen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen. Die sieben Brücken oder die sieben dunklen Jahre stehen für die schlechten Zeiten, die Jeder von uns überwinden muss. Gleichfalls stehen sie in verschlüsselter Form für das Leben der Menschen in der DDR der Siebziger Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Marius Müller-Westernhagen: Freiheit=====&lt;br /&gt;
[https://www.westernhagen.de/ Marius Müller-Westernhagen]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Marius Müller-Westernhagen: Freiheit|Freiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bereits 1987 zum ersten Mal veröffentlicht, wurde der Song zu einem Symbol des [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer Mauerfalls] und Untergangs der DDR. Das lyrische Ich entlarvt die wirtschaftliche und politische Freiheit nach &amp;quot;gemacht[en] Verträgen&amp;quot; als &amp;quot;naiv&amp;quot; und propagiert an dessen Stelle eine persönliche, fast anarchische Freiheit in der Metapher des Feierns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eva Strasser: Die Welt steht still=====&lt;br /&gt;
[https://literaturwissenschaft.de/buch/splitter-aus-der-quarantaene.html Eva Strasser]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Eva Strasser: Die Welt steht still|Die Welt steht still]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Strasser beschreibt in ihrem Tagebuch-Gedicht die Auswirkungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland ersten Corona-Lockdowns] auf unsere Welt. Die Covid-19-Pandemie hatte drastische Änderungen auf unser normales Leben: Die Straßen sind leer, ruhig und düster. Menschen meiden die Außenwelt und bleiben zu Hause um sich und andere zu schützen. Eine depressive und bedrückte Atmosphäre herrscht über der Welt. Nicht nur wir Menschen werden von dem Virus beeinflusst, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm. Das Corona- Virus bringt drastische Veränderungen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterwegs sein - Reiselyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
Reiselyrik im Wandel der Zeit, das ist das Thema des Deutschunterrichts in der Q1: Was bedeutete für die Menschen das Unterwegssein in ihrer Zeit, welche Arten von Reisen traten sie an, welchen Sinn ergab das Reisen für sie? Diese und weitere Fragen wollen wir in den Epochen des Barocks, der Romantik, des Expressionismus und der Moderne untersuchen und vergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Joachim Ringelnatz: Zwei Ameisen =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Ameisen-Kalender 1897.jpg|mini|Abb.:  Ameisen-Kalender 1897; Verlag Friedrich Geißler. Gemeinfrei (2019).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Altona auf der Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da taten ihnen die Beine weh,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da verzichteten sie weise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn auf den letzten Teil der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So will man oft und kann doch nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und leistet dann recht gern Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: https://www.projekt-gutenberg.org/ringelnz/gedichte/chap005.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 1.) Erster Eindruck: ======&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen auf Abenteuerreise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung: groß, aufregend, anstrengend, fröhlich, unernst, ironisch/übertrieben, lustig ; mit ernstem/traurigem Fazit am Ende - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Aussageideen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	schlicht aufgrund der schlichten Form; Deutungshypothese: Vermeintlich Einfaches entpuppt sich später als durchaus schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	verwirrend: Ameisen auf Weltreise - Was hat das mit meinem Leben zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Überheblich: größenwahnsinnige Ameisen - Übertragung auf den Menschen: Sind wir eigentlich auch nur Ameisen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 2.) Inhalt: ======&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen wollen von Hamburg aus nach Australien reisen, geben aber schon in Altona erschöpft auf. In der Folge verzichten sie auf „den Rest der Reise“. Es wird ein Fazit formuliert: Man verzichtet gerne auf Dinge, die man nicht realisieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3.) Analyse: ======&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhalt&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
V1.: Funktion: Vorstellung der Szenerie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	zwei Ameisen leben in Hamburg: klein, fleißig, Kolonie-Tiere in Hamburg als Hafen- /Handels-Stadt; Startpunkt vieler Auswanderer&lt;br /&gt;
* •	Wirkung: ironisch, übertrieben, abenteuerlich &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sprache&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
* •	Hyperbel in V. 1/2: Ameisen auf Weltreise&lt;br /&gt;
* •	Antithetik: klein/groß: Ameise/Stadt; Australien/Altona, Wollen/Können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alliterationen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf D - Darstellung der einzelnen Schritte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf A - Darstellung/Verknüpfung  der Figuren und Orte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Verbindung mit der Antithetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen: schlicht/einprägsam / lustig/bedacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Form&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ein kurzes Gedicht analog zur Kürze der tatsächlichen Reise (von Hamburg nach Altona); bestehend aus zwei Strophen -mit einmal sechs Versen und einmal zwei Versen analog zum Abbruch der Reise bereits in Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strophenarrangement wirkt so, als wäre es nur eine Strophe, da die zweite wie ein Anhang wirkt: Die erste Strophe enthält die Geschichte von den Ameisen, die zweite formuliert eine Moral/Lehre aus der Geschichte: Menschen geben zu schnell auf, begründen ihr Aufgeben mit vorgeschobenen Argumenten (hier: Beinschmerzen) und stellen ihr Aufgeben als Verzicht dar, um vor sich selbst und anderen nicht als Verlierer, sondern als großzügig Verzichtender dazustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Überheblichkeit der Menschen, die sich zu viel vornehmen und das dann nicht erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ - weiterführende Deutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ziele, egal wie unrealistisch, sollten dennoch verfolgt werden. Verzichten ist besser, als es gar nicht probiert zu haben (hier: Altona ist nicht Australien, aber auch eine Reise wert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Menschen verzichten auch gerne aus angeblich altruistischen Gründen  (Selbstlosigkeit), die aber oftmals Garn ich so selbstlos sind, sondern eher eigennützig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Reime und Kadenzen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchgängiger Paarreim — Funktion: zwei Verse gehören immer Inhaltlich zusammen: Ameisenreise; Scheitern; Weisheit des Reiseabbruchs, Verzicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternierende Kadenzen: Vers 1 und 2 - klingende Kadenzen („Ameisen/reisen“), Vers 3 und 4 - stumpfe Kadenz, Vers 5 und 6 - klingende Kadenz, Vers 7 und 8 stumpfe Kadenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutung: Hin und Her oder Höhen und Tiefen der Ameisenbewegung; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumpfe Kadenzen treten beim Wehleiden auf und im Fazit (Verzicht), Abbruch unterstreicht eher negative Wirkung; im Kontrast zur offenen, klingenden  Wirkung bei der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Metrum&#039;&#039;&#039;: 4-hebiger Jambus mit einer metrischen Verschiebung im ersten Vers auf Ameise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u     /      u       /    u    /        u  /  u&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung:   Dynamik der Reise-Bewegung, Fröhlichkeit/Aufbruchsstimmung der Ameisen durch auftaktischen Jambus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrische Verschiebung … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstärkt den Reim auf „ei“  und rückt damit Ameisen und Reisen stärker zusammen. -&amp;gt; Absurdität des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstolpert das Vorhaben schon in der Planung bzw. in der Reisegruppe - &amp;gt; zwei Ameisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein … im Barock ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Paul Fleming: An Deutschland =====&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]]&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] (1609 - 1640),  bekannt für seine ungewöhnlichen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Epochenbezug: Barock; Dreißigjähriger Krieg: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sibylla Schwarz: Auff die, so durch Reisen wollen berühmet werden (ca. 1650) ===&lt;br /&gt;
Wer weit verreisen wir / der reise weit und breit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilge Schrift hierdurch /  das hilfft zur Seeigkeit;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer weit  verraisen wil / der schaw die Bücher an /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darin er recht wohl die Welt beschawen kan;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;der hat ein freyen Pas / der geht Auff Gottes Wegen /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an andrer Raisenart ist gar nicht viel gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [https://www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html. www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html.][[File:Sibylla Schwarz 1650.jpg|thumb|[https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Schwarz Sibylla Schwarz] (Frontispiz-Detail: Deutsche Poëtische Gedichte, 1650)]]&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Reise-Lyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Lyrik_des_Barock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Unterwegs sein ... im Barock =&lt;br /&gt;
[[Datei:Barthel_(Bartholomäus)_Bruyn_-_Vanitas.JPG|alternativtext=Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas|mini|360x360px|[[:Datei:Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG|Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG]]; gemeinfrei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interpretation von Paul Flemings Lebenserfahrungen in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; (1546) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Paul Fleming: An Deutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja Mutter es ist war. Ich habe diese Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Jugend mehr als faul und übel angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab&#039; es nicht gethan/wie ich mich dir verpfändet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lange bin ich aus/und dencke noch so weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach Mutter zürne nicht; es ist mir mehr als leid/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Vorwitz dieser Muth hat mich zu sehr verblendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hab&#039; ich allzuweit von dir/Trost/abgeländet/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und kan es endern nicht/wie hoch es mir auch reut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muß folgen/wie/und wenn/und wo man denckt hinaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will gleich/oder nicht. Es wird nichts anders draus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen meyne nicht/O du mein schweer Verlangen/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich dencke nicht auff dich/und was mir frommen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wohnet überall/der nach der Tugend ringt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Fleming: An Deutschland. In: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9601&amp;amp;#x20;/66&amp;amp;#x20;(22.06.2018);&amp;amp;#x20;Bild:&amp;amp;#x20;bpk&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Form: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;; V.1). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.Das variierende Metrum spiegelt die innere Zerissenheit und das Bedauern des lyrischen Ichs wider, während es über vergangene Fehler reflektiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V.1-2), Kreuzreime und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;gehangen&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;und &amp;quot;verlangen&amp;quot;, V.7 und V. 10). Diese Vielfalt an Reimen trägt zur Lebendigkeit des Gedichts bei. Seine Paarreime erzeugen eine direkte Verbindung zwischen den Gedanken. Die umarmenden Reime, bei denen sich das erste und das vierte sowie das zweite und das dritte Wort der Strophe reimen, verleihen dem Gedicht eine gewisse Abrundung, die den Leser dazu bringt über die Botschaft des Gedichts nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend stumpf, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V. 2-3). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die den emotionalen Inhalt des Gedichts widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der [https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandriner Alexandriner], ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sprache: =====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist (V.9). Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich (V.7-8). Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt (V.1-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.negative Konnotationen: Die zahreiche Verwendung von negativ konnotierten Wörtern, wie bespielsweise ,, zürne&amp;quot;  Vers 5, sowie ,,faul und übel&amp;quot; Vers 2, haben eine bedrückende und selbstklagende Wirkung auf den Leser. Dies verdeutlicht die Reue des Lyrischen Ichs im Bezug auf seinen Lebensstil und die negativen Erinnerungen die es damit assoziiert. Außerdem ist anzumerken, dass sich das lyrische Ich selbstreflextiert äußert, was durch die negativen Konnotationen besonders hervorgehoben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (1609 - 1640), bekannt für seine vielen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Entstehungshintergrund Barock und Dreißigjähriger Krieg =====&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]][https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] war einer der bedeutendsten Dichter während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg Dreißigjähigen Krieges] (1618 bis 1648) und prägte diese Zeit mit seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht zeigt typische Merkmale aus dem Barock, typisch ist die metaphorische Sprache und Bildsprache (schwaches Boot). Es lässt sich ebenfalls sagen, dass der Dreißigjährige Krieg  Einfluss auf ihn hatte und seine persönlichen Erfahrungen und Denkweise davon beeinflusst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist es es erwähnenswert, dass das analysierte Gedicht aus der Epoche Barock stammt.Einige Merkmale lassen sich im Gedicht wiederspiegeln. Beispielsweise ist es ein Merkmal des Barocks, dass in den Gedichten zahlreiche rhetorische Stilmittel wie Symbole, Vergleiche und Personifikation verwendet wurden. Diese hat auch Flemming in sein Gedicht oftmals benutz ,wie beispielsweise die Personifikation Deutschlandes oder die metaphorische Darstellung des Lyrischen Ichs ,als ,,schwaches Both&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; welches hinter großen Schiffe hinterhergezogen wurde. Ein weiteres Merkmal in der Lyrik des Barocks ist die  Erwähnung der Tugend. Laut dem lyrsichen Ich ist der tugenhafte Mensch überall zu Hause.(V. 14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Barock ist geprägt von zentralen Leitmotiven wie &amp;quot;Carpe Diem&amp;quot;, &amp;quot;Vanitas&amp;quot; und &amp;quot;Memento Mori&amp;quot;. Flemming nutzt das Motiv &amp;quot;Memento Mori&amp;quot; (gedenke dem Tag), indem er darüber klagt, wie er seine Jugendzeit verschwendet habe. Diese Motive verfolgen das selbe Ziel: sie erinnern den Menschen an die eigene Vergänglichkeit und rufen zur Selbstreflektion auf, wie es hier auch deutlich wird, indem Flemming seine Jugend reflektiert. Eine oft vorkommende lyrische Form des Barocks ist das Sonett. Die Quartetten zeigen dabei die Seite des Widerspruchs, hier Flemmings Reue, die folgenden Terzetten beschreiben die andere Seite, also Flemmings Selbstreflektion und Trost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Epoche des Barocks geprägt durch den 30-jährigen Krieg und noch vielen weiteren Religions- und Machtkonflikten. Daraus kann man entnehmen, dass diese zahlreichen Kriege die Gründe sind, weshalb das lyrische Ich sich nutzlos und faul fühlt und Deutschland während dieser Krisen im ,,Stich &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gelassen und aus dem Grund auch seine Taten bereut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerversion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholungen reduzieren: Reue, Selbstreflexion!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;), Kreuzreime (z.B. &amp;quot;leid&amp;quot; und &amp;quot;verblendet&amp;quot;) und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;reut&amp;quot; und &amp;quot;bringt&amp;quot;). Diese Vielfalt an Reimen verleiht dem Gedicht eine &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;interessante Struktur.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend männlich, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;gut&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; zu den emotionalen Inhalten des Gedichts &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;passt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Wertungen durch Wirkungen ersetzen! …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausdeutung auf Rousseau einfügen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem derAlexandriner, ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist. Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich. Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts (Welchen? Welche?)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
# negative Konnotationen: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein …. In der Romantik ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Karoline von Günderode: Der Luftschiffer =====&lt;br /&gt;
Eine Video-Interpretation von PhONSG &lt;br /&gt;
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   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lyrik im Expressionismus ====&lt;br /&gt;
Was man zur Epoche des Expressionismus wissen muss, zeigt die Grafik: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gottfried Benn: Schöne Jugend =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend|Schöne Jugend]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Jakob v. Hodddis:  Weltende =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_van_Hoddis Jakob v. Hodddis:]  [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Jakob van Hoddis: Weltende|Weltende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Georg Heym: Der Gott der Stadt =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Heym Georg Heym]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Heym: Gott der Stadt|Gott der Stadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|Interpretiert eines der drei expressionistischen Gedichte schriftlich. Dokumentiert eure Ergebnisse auf euren Benutzerseiten.|Üben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gottfried Benn: Ophelia=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Ophelia|Ophelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benn (1886 - 1956) nimmt in seinem Gedicht &#039;&#039;Ophelia&#039;&#039; Bezug auf die literarische Figur der Ophelia von William Shakespeare. Ophelia ertrinkt, nachdem ihre Liebesbeziehung zu Prinz [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] gescheitert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn verarbeitet das Motiv des tragischen Todes aufgrund eines gebrochenen Herzens - vermutet wird Selbstmord - auf seine ganz eigene Weise: morbide, zynisch, expressionistisch. Man spricht in der Literaturgeschichte in Bezug auf Benn auch von seinem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;medizynischen Blick&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Karoline von Günderode: Der Luftschiffer =====&lt;br /&gt;
Eine Video-Interpretation von PhONSG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
   service=youtube&lt;br /&gt;
   |id=FtGurGmjnlQ&lt;br /&gt;
   |urlargs=start=300&amp;amp;end=388&lt;br /&gt;
   |dimensions=400&lt;br /&gt;
   |alignment=center&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Reiselyrik vom Barock zum Gegenwart: Unterwegs sein ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist eigentlich ein Gedicht, was macht ein Gedicht aus? Bertolt Brecht vergleicht ein Gedicht mit einer Rose und beschreibt es als &amp;quot;etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ..., also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles&amp;quot; (In: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fordert: &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön&amp;quot; und weiter: &amp;quot;In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.&amp;quot; (s.o.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir probieren es aus! Zur „Anwendung von Kriterien“ bietet uns das Wiki eine methodische Anleitung unter: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Wie interpretiere ich ein Gedicht?]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exkurs: Wie gut kann ChatGPT Gedichte interpretieren? ==&lt;br /&gt;
ChatGPT ist ein Computerprogramm, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) menschliche Sprache verarbeitet. Es kann Texte untersuchen, Texte produzieren, sie in andere Sprachen übersetzen und auf Fragen antworten. Das geschieht in Form eines Chats. ChatGPT wurde von der US-amerikanischen Firma OpenAI entwickelt und basiert auf Daten bis 2021. Es wurde trainiert, um Texte in verschiedenen Sprachen zu verstehen und darauf zu antworten, einschließlich Deutsch. Das geschieht, indem das Programm die gespeicherten Daten nach geeigneten Informationen durchsucht und daraus Sätze macht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit passen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb unsere Frage: &#039;&#039;&#039;Wie gut kann ChatGPT deutsche Gedichte interpretieren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsaufträge:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Achtung|Bearbeite mindestens die Aufgaben 1 - 3; du hast dafür 15 Minuten Zeit.| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 1|Führe unterschiedliche Prompts mit einem von dir bereits interpretierten Gedicht aus|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 2|Steuere deinen Chat mit ChatGPT, z.B. &lt;br /&gt;
* indem du für einen Prompt verschiedene Formulierungen verwendest,&lt;br /&gt;
* indem du mehrere Prompts hintereinander ausführst, so dass deine Anfragen präzisiert werden,&lt;br /&gt;
* indem du ChatGPT bei Fehlern korrigierst.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 3|Vergleiche die Ergebnisse mit deinen eigenen Interpretationen und notiere deine Beobachtungen  auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 4|Bewerte die Qualität von ChatGPT für Gedichtinterpretationen: Wie gut kann es Gedichte interpretieren? Notiere auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt&amp;diff=96115</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt</title>
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		<updated>2024-05-24T09:01:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, daß nicht einmal Blumen welken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen. [...] Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, daß aber ihre Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm nicht wirklich nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Bertolt Brecht: Über Lyrik. Frankfurt/M. 1977, S. 123&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Was ist Lyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verrät dir dieses kleine Lied:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Ebner-Eschenbach (1830-1916)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein kleines Lied&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kleines Lied, wie geht&#039;s nur an, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man so lieb es haben kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was liegt darin? erzähle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt darin ein wenig Klang, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein wenig Wohllaut und Gesang &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und eine ganze Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.lyrikmond.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie interpretiere ich ein Gedicht?===&lt;br /&gt;
Eine Anleitung zur schrittweisen, vollständigen Gedichtinterpretation findest du [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10|Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Heinrich Heine: Die schlesischen Weber|Heinrich Heine: Die schlesischen Weber (1844)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)|Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Emma Döltz: Hoffnung|Emma Döltz: Hoffnung (1910)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Heimweh, wonach?|Mascha Kaléko: Heimweh, wonach? (ca. 1938)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ingeborg Bachmann: Alle Tage|Ingeborg Bachmann: Alle Tage]] (1952)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Ernst Jandl: My own song|Ernst Jandl: My own song (1966)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus|Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus (1974)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Karat: Über sieben Brücken musst du gehen]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Martina Sens: der schrei nach führung|Martina Sens: der schrei nach führung (2019)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Samira Schogofa: Das war‘s dann|Samira Schogofa: Das war‘s dann (aktuell)]]=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Naturlyrik im Spiegel der Zeit===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturlyrik.jpg|mini|Naturlyrik. Aus: Weidemann/Weidemann: 75 Bildkarten für Coaching und Beratung. Beltz 2013]]&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 21/22 beschäftigen sich Lernenden der Einführungsphase (EF) mit dem Thema Naturlyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns mit Gedichten verschiedener Epochen beschäftigen, die im weitesten Sinne das Thema „Natur“ behandeln, dabei wollen wir herausfinden, warum ein Motiv über die Jahrhunderte hinweg aktuell geblieben ist, und wie es sich in dieser Zeit aber verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfragen&#039;&#039; unserer Arbeit werden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was ist überhaupt Naturlyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie hat sich die Lyrik im Laufe der Zeit verändert? Unterschiede zwischen dem 17. Jh. und heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie finde ich die Emotionen des Schriftstellers im Gedicht wieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Welche Folgen hat Lyrik für die heutige Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie formuliert man eine [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Gedichtanalyse]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den folgenden Gedichten gilt es,  exemplarisch zwei - aus verschiedenen Zeiten - vergleichend zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Andreas Gryphius: Einsamkeit (1663) - Barock=====&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Andreas Gryphius: Einsamkeit|Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Wolfgang v. Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh’ (1780) - Klassik=====&lt;br /&gt;
J. W. v. Goethe: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh&#039;|Über den Gipfeln ist Ruh&#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Anette v. Droste- Hülshoff: Der Knabe im Moor (1844)=====&lt;br /&gt;
Anette v. Droste- Hülshoff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor|Der Knabe im Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Joseph v. Eichendorff: Mondnacht (1873) - Romantik=====&lt;br /&gt;
Joseph v. Eichendorff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Joseph v. Eichendorff: Mondnacht|Mondnacht]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Christian Morgenstern: Novembertag  (ça. 1900) - Jahrhundertwende=====&lt;br /&gt;
Christian Morgenstern: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Morgenstern: Novembertag|Novembertag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Georg Trakl: Sommersonate (1909-1912) - Expressionismus=====&lt;br /&gt;
Georg Trakl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Georg Trakl: Sommersonate|Sommersonate]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ernst Jandl: Auf dem Land (1963) - Konkrete Poesie - Experimentelles=====&lt;br /&gt;
Ernst Jandl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ernst Jandl: Auf dem Land|Auf dem Land]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ulla Hahn: Schöne Landschaft (1985) - Moderne=====&lt;br /&gt;
Ulla Hahn: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Ulla Hahn: Schöne Landschaft|Schöne Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld (1976) - Exkurs über Kitsch=====&lt;br /&gt;
Jürgen Drews: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld|Ein Bett im Kornfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Lyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von dem historischen Ereignis des Jahres 2020, 30 Jahre Wiedervereinigung, werden deutschsprachige, politische [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichte und Songtexte|Gedichte und Songtexte]] unterschiedlicher Dekaden zusammengetragen und analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 9.11.1989: [https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 3.10.1990: [https://www.youtube.com/watch?v=IiOEAumyrRo https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Lyrik ist kommunikative Lyrik:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Was&lt;br /&gt;
!wird&lt;br /&gt;
!wann&lt;br /&gt;
!wie&lt;br /&gt;
!von wem&lt;br /&gt;
!wozu&lt;br /&gt;
!vorgetragen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Inhalt/&lt;br /&gt;
Thema&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historisch-sozialer Zusammenhang, auf den sich das Gedicht bezieht&lt;br /&gt;
|inhaltlich,&lt;br /&gt;
sprachlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formal&lt;br /&gt;
|Bedingungen der Autorin/des Autors&lt;br /&gt;
|Intention&lt;br /&gt;
(Absicht)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabe:&#039;&#039;&#039; Erprobe das abgebildete Analyseschema an einem der von dir ausgewählten Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied=====&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied|Der kleine Unterschied]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Der kleine Unterschied&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko Mascha Kaléko] aus dem Jahr 1940 behandelt das Sprach- und damit Existenzproblem deutscher Emigranten im englischsprachigen Exil. Als Folge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland (1933 - 1945) mussten auch jüdische Dichterinnen wie Mascha Kaléko das Land verlassen und versuchten, im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Auch wenn deutsche Wörter aufgrund ihrer lautlichen Ähnlichkeit vordergründig leicht ins Englische übersetzbar scheinen, so offenbart eine genauere Betrachtung von Wörtern wie &amp;quot;Land, Heimat, Gedicht&amp;quot; die fehlende emotionale Verbindung zum übersetzen Wort. Lyrik ist nicht übersetzbar, könnte man als Kerngedanken dieses Gedichtes annehmen. Damit wäre den geflüchteten Dichterinnen und Dichtern ihre Kunst im Exil nicht mehr möglich. Die politische Aussage dieses Gedichtes wäre, dass eine Emigration die Künstler*innen zwar körperlich rettet, nicht aber geistig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Paul Celan: Todesfuge=====&lt;br /&gt;
Paul Celan: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Paul Celan: Todesfuge|Todesfuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Todesfuge&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan Paul Celan] aus letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs beschreibt den Alltag der Menschen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Die &amp;quot;schwarze Milch&amp;quot;, die die Lagerinsassen täglich trinken, ist zum Symbol für die menschenverachtende Tötungs- und Verbrennungsmaschinerie der Deutschen geworden: Die Milch als lebensspendender Saft, der den Menschen in den Lagern vorenthalten wurde, ist schwarz von der Asche Krematorien, in denen die Leichen der Verhungerten und Vergasten verbrannt wurden. Celan beschrieb mit diesem Gedicht das Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie wie auch das von Millionen weiterer Menschen, die im Holocaust getötet worden sind. Die politische Intention dieses Gedichtes sind Gedenken, Mahnung, Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam=====&lt;br /&gt;
Nelly Sachs: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam|Gebete für den toten Bräutigam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Sachs Nelly Sachs] schreibt ein Gedicht über einen, vermutlich von den Nazis ermordeten Bräutigam. Es wird deutlich, dass das lyrische Ich um ihn trauert und versucht, sich den Schmerz aus der Seele zu schreiben. Auf politischer Ebene beschreibt das Gedicht das Leiden der Juden die zurzeit des Nationalsozialismus&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Reiner Kunze: Die Antenne=====&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/ Reiner Kunze: Die Antenne|Reiner Kunze: Die Antenne]]&amp;lt;br /&amp;gt;In dem Gedicht &amp;quot;Die Antenne&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Kunze Reiner Kunze] steht die Antenne als Metapher für einen Menschen, welcher seine Gedanken nicht frei ausleben kann, da dieses von einer Regierung oder auch einer Diktatur abgelehnt wird und dieser Mensch somit in seinem Denken und Handeln eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Udo Jürgens: Griechischer Wein=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens Udo Jürgens]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Udo Jürgens: Griechischer Wein|Griechischer Wein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied beschreibt die Sehnsucht griechischer Gastarbeiter nach ihrer Heimat im Deutschland der frühen Siebziger Jahre. Der Schlager-Charakter des Liedes täuscht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen sozial-kritischen Text handelt.&lt;br /&gt;
=====Karat: Über sieben Brücken musst du gehn=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Band) Karat]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Über sieben Brücken musst du gehen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen. Die sieben Brücken oder die sieben dunklen Jahre stehen für die schlechten Zeiten, die Jeder von uns überwinden muss. Gleichfalls stehen sie in verschlüsselter Form für das Leben der Menschen in der DDR der Siebziger Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Marius Müller-Westernhagen: Freiheit=====&lt;br /&gt;
[https://www.westernhagen.de/ Marius Müller-Westernhagen]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Marius Müller-Westernhagen: Freiheit|Freiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bereits 1987 zum ersten Mal veröffentlicht, wurde der Song zu einem Symbol des [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer Mauerfalls] und Untergangs der DDR. Das lyrische Ich entlarvt die wirtschaftliche und politische Freiheit nach &amp;quot;gemacht[en] Verträgen&amp;quot; als &amp;quot;naiv&amp;quot; und propagiert an dessen Stelle eine persönliche, fast anarchische Freiheit in der Metapher des Feierns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eva Strasser: Die Welt steht still=====&lt;br /&gt;
[https://literaturwissenschaft.de/buch/splitter-aus-der-quarantaene.html Eva Strasser]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Eva Strasser: Die Welt steht still|Die Welt steht still]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Strasser beschreibt in ihrem Tagebuch-Gedicht die Auswirkungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland ersten Corona-Lockdowns] auf unsere Welt. Die Covid-19-Pandemie hatte drastische Änderungen auf unser normales Leben: Die Straßen sind leer, ruhig und düster. Menschen meiden die Außenwelt und bleiben zu Hause um sich und andere zu schützen. Eine depressive und bedrückte Atmosphäre herrscht über der Welt. Nicht nur wir Menschen werden von dem Virus beeinflusst, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm. Das Corona- Virus bringt drastische Veränderungen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterwegs sein - Reiselyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
Reiselyrik im Wandel der Zeit, das ist das Thema des Deutschunterrichts in der Q1: Was bedeutete für die Menschen das Unterwegssein in ihrer Zeit, welche Arten von Reisen traten sie an, welchen Sinn ergab das Reisen für sie? Diese und weitere Fragen wollen wir in den Epochen des Barocks, der Romantik und des Expressionismus untersuchen und vergleichen. &lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön!&amp;quot; - J. Ringelnatz´ “Die Ameisen“ ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ameisen-Kalender 1897.jpg|mini|Abb.:  Ameisen-Kalender 1897; Verlag Friedrich Geißler. Gemeinfrei (2019).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Altona auf der Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da taten ihnen die Beine weh,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da verzichteten sie weise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn auf den letzten Teil der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So will man oft und kann doch nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und leistet dann recht gern Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: https://www.projekt-gutenberg.org/ringelnz/gedichte/chap005.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 1.) Erster Eindruck: =====&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen auf Abenteuerreise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung: groß, aufregend, anstrengend, fröhlich, unernst, ironisch/übertrieben, lustig ; mit ernstem/traurigem Fazit am Ende - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Aussageideen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	schlicht aufgrund der schlichten Form; Deutungshypothese: Vermeintlich Einfaches entpuppt sich später als durchaus schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	verwirrend: Ameisen auf Weltreise - Was hat das mit meinem Leben zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Überheblich: größenwahnsinnige Ameisen - Übertragung auf den Menschen: Sind wir eigentlich auch nur Ameisen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 2.) Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen wollen von Hamburg aus nach Australien reisen, geben aber schon in Altona erschöpft auf. In der Folge verzichten sie auf „den Rest der Reise“. Es wird ein Fazit formuliert: Man verzichtet gerne auf Dinge, die man nicht realisieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 3.) Analyse: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3a.) inhaltlich: ======&lt;br /&gt;
V1.: Funktion: Vorstellung der Szenerie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	zwei Ameisen leben in Hamburg: klein, fleißig, Kolonie-Tiere in Hamburg als Hafen- /Handels-Stadt; Startpunkt vieler Auswanderer&lt;br /&gt;
* •	Wirkung: ironisch, übertrieben, abenteuerlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3b.) sprachlich: ======&lt;br /&gt;
* •	Hyperbel in V. 1/2: Ameisen auf Weltreise&lt;br /&gt;
* •	Antithetik: klein/groß: Ameise/Stadt; Australien/Altona, Wollen/Können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alliterationen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf D - Darstellung der einzelnen Schritte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf A - Darstellung/Verknüpfung  der Figuren und Orte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Verbindung mit der Antithetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen: schlicht/einprägsam / lustig/bedacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3c) formal:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ein kurzes Gedicht analog zur Kürze der tatsächlichen Reise (von Hamburg nach Altona); bestehend aus zwei Strophen -mit einmal sechs Versen und einmal zwei Versen analog zum Abbruch der Reise bereits in Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strophenarrangement wirkt so, als wäre es nur eine Strophe, da die zweite wie ein Anhang wirkt: Die erste Strophe enthält die Geschichte von den Ameisen, die zweite formuliert eine Moral/Lehre aus der Geschichte: Menschen geben zu schnell auf, begründen ihr Aufgeben mit vorgeschobenen Argumenten (hier: Beinschmerzen) und stellen ihr Aufgeben als Verzicht dar, um vor sich selbst und anderen nicht als Verlierer, sondern als großzügig Verzichtender dazustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Überheblichkeit der Menschen, die sich zu viel vornehmen und das dann nicht erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ - weiterführende Deutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ziele, egal wie unrealistisch, sollten dennoch verfolgt werden. Verzichten ist besser, als es gar nicht probiert zu haben (hier: Altona ist nicht Australien, aber auch eine Reise wert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Menschen verzichten auch gerne aus angeblich altruistischen Gründen  (Selbstlosigkeit), die aber oftmals Garn ich so selbstlos sind, sondern eher eigennützig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reime und Kadenzen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Paarreim ( die letzten Wörter, der jeweiligen Verse reimen sich auf die danach folgenden ,,weise&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; -&amp;gt; ,,Reise&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kadenzen-&amp;gt; w,w,m,w,w,m,m -&amp;gt; ausschließlich weibliche Kadenzen (diese sind am Ende des Wortes unbetont)&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Reime und Kadenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchgängiger Paarreim — Funktion: zwei Verse gehören immer Inhaltlich zusammen: Ameisenreise; Scheitern; Weisheit des Reiseabbruchs, Verzicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternierende Kadenzen: Vers 1 und 2 - klingende Kadenzen („Ameisen/reisen“), Vers 3 und 4 - stumpfe Kadenz, Vers 5 und 6 - klingende Kadenz, Vers 7 und 8 stumpfe Kadenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutung: Hin und Her oder Höhen und Tiefen der Ameisenbewegung; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumpfe Kadenzen treten beim Wehleiden auf und im Fazit (Verzicht), Abbruch unterstreicht eher negative Wirkung; im Kontrast zur offenen, klingenden  Wirkung bei der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Metrum: 4-hebiger Jambus mit einer metrischen Verschiebung im ersten Vers auf Ameise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u     /      u       /    u    /        u  /  u&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung:   Dynamik der Reise-Bewegung, Fröhlichkeit/Aufbruchsstimmung der Ameisen durch auftaktischen Jambus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrische Verschiebung … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstärkt den Reim auf „ei“  und rückt damit Ameisen und Reisen stärker zusammen. -&amp;gt; Absurdität des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstolpert das Vorhaben schon in der Planung bzw. in der Reisegruppe - &amp;gt; zwei Ameisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterwegssein … im Barock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]]&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] (1609 - 1640),  bekannt für seine ungewöhnlichen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Epochenbezug: Barock; Dreißigjähriger Krieg: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sibylla Schwarz: Auff die, so durch Reisen wollen berühmet werden (ca. 1650) ===&lt;br /&gt;
Wer weit verreisen wir / der reise weit und breit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilge Schrift hierdurch /  das hilfft zur Seeigkeit;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer weit  verraisen wil / der schaw die Bücher an /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darin er recht wohl die Welt beschawen kan;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;der hat ein freyen Pas / der geht Auff Gottes Wegen /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an andrer Raisenart ist gar nicht viel gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [https://www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html. www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html.][[File:Sibylla Schwarz 1650.jpg|thumb|[https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Schwarz Sibylla Schwarz] (Frontispiz-Detail: Deutsche Poëtische Gedichte, 1650)]]&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Reise-Lyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Lyrik_des_Barock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Unterwegs sein ... im Barock =&lt;br /&gt;
[[Datei:Barthel_(Bartholomäus)_Bruyn_-_Vanitas.JPG|alternativtext=Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas|mini|360x360px|[[:Datei:Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG|Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG]]; gemeinfrei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interpretation von Paul Flemings Lebenserfahrungen in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; (1546) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Paul Fleming: An Deutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja Mutter es ist war. Ich habe diese Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Jugend mehr als faul und übel angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab&#039; es nicht gethan/wie ich mich dir verpfändet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lange bin ich aus/und dencke noch so weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach Mutter zürne nicht; es ist mir mehr als leid/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Vorwitz dieser Muth hat mich zu sehr verblendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hab&#039; ich allzuweit von dir/Trost/abgeländet/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und kan es endern nicht/wie hoch es mir auch reut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muß folgen/wie/und wenn/und wo man denckt hinaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will gleich/oder nicht. Es wird nichts anders draus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen meyne nicht/O du mein schweer Verlangen/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich dencke nicht auff dich/und was mir frommen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wohnet überall/der nach der Tugend ringt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Fleming: An Deutschland. In: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9601&amp;amp;#x20;/66&amp;amp;#x20;(22.06.2018);&amp;amp;#x20;Bild:&amp;amp;#x20;bpk&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Form: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;; V.1). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.Das variierende Metrum spiegelt die innere Zerissenheit und das Bedauern des lyrischen Ichs wider, während es über vergangene Fehler reflektiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V.1-2), Kreuzreime und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;gehangen&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;und &amp;quot;verlangen&amp;quot;, V.7 und V. 10). Diese Vielfalt an Reimen trägt zur Lebendigkeit des Gedichts bei. Seine Paarreime erzeugen eine direkte Verbindung zwischen den Gedanken. Die umarmenden Reime, bei denen sich das erste und das vierte sowie das zweite und das dritte Wort der Strophe reimen, verleihen dem Gedicht eine gewisse Abrundung, die den Leser dazu bringt über die Botschaft des Gedichts nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend stumpf, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V. 2-3). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die den emotionalen Inhalt des Gedichts widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der [https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandriner Alexandriner], ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sprache: =====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist (V.9). Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich (V.7-8). Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt (V.1-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.negative Konnotationen: Die zahreiche Verwendung von negativ konnotierten Wörtern, wie bespielsweise ,, zürne&amp;quot;  Vers 5, sowie ,,faul und übel&amp;quot; Vers 2, haben eine bedrückende und selbstklagende Wirkung auf den Leser. Dies verdeutlicht die Reue des Lyrischen Ichs im Bezug auf seinen Lebensstil und die negativen Erinnerungen die es damit assoziiert. Außerdem ist anzumerken, dass sich das lyrische Ich selbstreflextiert äußert, was durch die negativen Konnotationen besonders hervorgehoben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (1609 - 1640), bekannt für seine vielen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Entstehungshintergrund Barock und Dreißigjähriger Krieg =====&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]][https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] war einer der bedeutendsten Dichter während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg Dreißigjähigen Krieges] (1618 bis 1648) und prägte diese Zeit mit seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht zeigt typische Merkmale aus dem Barock, typisch ist die metaphorische Sprache und Bildsprache (schwaches Boot). Es lässt sich ebenfalls sagen, dass der Dreißigjährige Krieg  Einfluss auf ihn hatte und seine persönlichen Erfahrungen und Denkweise davon beeinflusst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist es es erwähnenswert, dass das analysierte Gedicht aus der Epoche Barock stammt.Einige Merkmale lassen sich im Gedicht wiederspiegeln. Beispielsweise ist es ein Merkmal des Barocks, dass in den Gedichten zahlreiche rhetorische Stilmittel wie Symbole, Vergleiche und Personifikation verwendet wurden. Diese hat auch Flemming in sein Gedicht oftmals benutz ,wie beispielsweise die Personifikation Deutschlandes oder die metaphorische Darstellung des Lyrischen Ichs ,als ,,schwaches Both&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; welches hinter großen Schiffe hinterhergezogen wurde. Ein weiteres Merkmal in der Lyrik des Barocks ist die  Erwähnung der Tugend. Laut dem lyrsichen Ich ist der tugenhafte Mensch überall zu Hause.(V. 14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Barock ist geprägt von zentralen Leitmotiven wie &amp;quot;Carpe Diem&amp;quot;, &amp;quot;Vanitas&amp;quot; und &amp;quot;Memento Mori&amp;quot;. Flemming nutzt das Motiv &amp;quot;Memento Mori&amp;quot; (gedenke dem Tag), indem er darüber klagt, wie er seine Jugendzeit verschwendet habe. Diese Motive verfolgen das selbe Ziel: sie erinnern den Menschen an die eigene Vergänglichkeit und rufen zur Selbstreflektion auf, wie es hier auch deutlich wird, indem Flemming seine Jugend reflektiert. Eine oft vorkommende lyrische Form des Barocks ist das Sonett. Die Quartetten zeigen dabei die Seite des Widerspruchs, hier Flemmings Reue, die folgenden Terzetten beschreiben die andere Seite, also Flemmings Selbstreflektion und Trost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Epoche des Barocks geprägt durch den 30-jährigen Krieg und noch vielen weiteren Religions- und Machtkonflikten. Daraus kann man entnehmen, dass diese zahlreichen Kriege die Gründe sind, weshalb das lyrische Ich sich nutzlos und faul fühlt und Deutschland während dieser Krisen im ,,Stich &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gelassen und aus dem Grund auch seine Taten bereut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerversion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholungen reduzieren: Reue, Selbstreflexion!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;), Kreuzreime (z.B. &amp;quot;leid&amp;quot; und &amp;quot;verblendet&amp;quot;) und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;reut&amp;quot; und &amp;quot;bringt&amp;quot;). Diese Vielfalt an Reimen verleiht dem Gedicht eine &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;interessante Struktur.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend männlich, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;gut&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; zu den emotionalen Inhalten des Gedichts &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;passt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Wertungen durch Wirkungen ersetzen! …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausdeutung auf Rousseau einfügen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem derAlexandriner, ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist. Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich. Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts (Welchen? Welche?)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
# negative Konnotationen: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein …. In der Romantik ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Karoline von Günderode: Der Luftschiffer =====&lt;br /&gt;
Eine Video-Interpretation von PhONSG &lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
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   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lyrik im Expressionismus ====&lt;br /&gt;
Was man zur Epoche des Expressionismus wissen muss, zeigt die Grafik: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gottfried Benn: Schöne Jugend =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend|Schöne Jugend]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Jakob v. Hodddis:  Weltende =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_van_Hoddis Jakob v. Hodddis:]  [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Jakob van Hoddis: Weltende|Weltende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Georg Heym: Der Gott der Stadt =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Heym Georg Heym]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Heym: Gott der Stadt|Gott der Stadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|Interpretiert eines der drei expressionistischen Gedichte schriftlich. Dokumentiert eure Ergebnisse auf euren Benutzerseiten.|Üben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gottfried Benn: Ophelia=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Ophelia|Ophelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benn (1886 - 1956) nimmt in seinem Gedicht &#039;&#039;Ophelia&#039;&#039; Bezug auf die literarische Figur der Ophelia von William Shakespeare. Ophelia ertrinkt, nachdem ihre Liebesbeziehung zu Prinz [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] gescheitert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn verarbeitet das Motiv des tragischen Todes aufgrund eines gebrochenen Herzens - vermutet wird Selbstmord - auf seine ganz eigene Weise: morbide, zynisch, expressionistisch. Man spricht in der Literaturgeschichte in Bezug auf Benn auch von seinem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;medizynischen Blick&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Karoline von Günderode: Der Luftschiffer =====&lt;br /&gt;
Eine Video-Interpretation von PhONSG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
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   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Reiselyrik vom Barock zum Gegenwart: Unterwegs sein ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist eigentlich ein Gedicht, was macht ein Gedicht aus? Bertolt Brecht vergleicht ein Gedicht mit einer Rose und beschreibt es als &amp;quot;etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ..., also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles&amp;quot; (In: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fordert: &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön&amp;quot; und weiter: &amp;quot;In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.&amp;quot; (s.o.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir probieren es aus! Zur „Anwendung von Kriterien“ bietet uns das Wiki eine methodische Anleitung unter: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Wie interpretiere ich ein Gedicht?]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exkurs: Wie gut kann ChatGPT Gedichte interpretieren? ==&lt;br /&gt;
ChatGPT ist ein Computerprogramm, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) menschliche Sprache verarbeitet. Es kann Texte untersuchen, Texte produzieren, sie in andere Sprachen übersetzen und auf Fragen antworten. Das geschieht in Form eines Chats. ChatGPT wurde von der US-amerikanischen Firma OpenAI entwickelt und basiert auf Daten bis 2021. Es wurde trainiert, um Texte in verschiedenen Sprachen zu verstehen und darauf zu antworten, einschließlich Deutsch. Das geschieht, indem das Programm die gespeicherten Daten nach geeigneten Informationen durchsucht und daraus Sätze macht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit passen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb unsere Frage: &#039;&#039;&#039;Wie gut kann ChatGPT deutsche Gedichte interpretieren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsaufträge:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Achtung|Bearbeite mindestens die Aufgaben 1 - 3; du hast dafür 15 Minuten Zeit.| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 1|Führe unterschiedliche Prompts mit einem von dir bereits interpretierten Gedicht aus|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 2|Steuere deinen Chat mit ChatGPT, z.B. &lt;br /&gt;
* indem du für einen Prompt verschiedene Formulierungen verwendest,&lt;br /&gt;
* indem du mehrere Prompts hintereinander ausführst, so dass deine Anfragen präzisiert werden,&lt;br /&gt;
* indem du ChatGPT bei Fehlern korrigierst.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 3|Vergleiche die Ergebnisse mit deinen eigenen Interpretationen und notiere deine Beobachtungen  auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 4|Bewerte die Qualität von ChatGPT für Gedichtinterpretationen: Wie gut kann es Gedichte interpretieren? Notiere auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt&amp;diff=96112</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt</title>
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		<updated>2024-05-24T08:54:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, daß nicht einmal Blumen welken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen. [...] Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, daß aber ihre Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm nicht wirklich nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Bertolt Brecht: Über Lyrik. Frankfurt/M. 1977, S. 123&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Was ist Lyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verrät dir dieses kleine Lied:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Ebner-Eschenbach (1830-1916)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein kleines Lied&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kleines Lied, wie geht&#039;s nur an, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man so lieb es haben kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was liegt darin? erzähle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt darin ein wenig Klang, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein wenig Wohllaut und Gesang &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und eine ganze Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.lyrikmond.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie interpretiere ich ein Gedicht?===&lt;br /&gt;
Eine Anleitung zur schrittweisen, vollständigen Gedichtinterpretation findest du [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10|Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Heinrich Heine: Die schlesischen Weber|Heinrich Heine: Die schlesischen Weber (1844)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)|Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Emma Döltz: Hoffnung|Emma Döltz: Hoffnung (1910)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Heimweh, wonach?|Mascha Kaléko: Heimweh, wonach? (ca. 1938)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ingeborg Bachmann: Alle Tage|Ingeborg Bachmann: Alle Tage]] (1952)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Ernst Jandl: My own song|Ernst Jandl: My own song (1966)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus|Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus (1974)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Karat: Über sieben Brücken musst du gehen]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Martina Sens: der schrei nach führung|Martina Sens: der schrei nach führung (2019)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Samira Schogofa: Das war‘s dann|Samira Schogofa: Das war‘s dann (aktuell)]]=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Naturlyrik im Spiegel der Zeit===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturlyrik.jpg|mini|Naturlyrik. Aus: Weidemann/Weidemann: 75 Bildkarten für Coaching und Beratung. Beltz 2013]]&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 21/22 beschäftigen sich Lernenden der Einführungsphase (EF) mit dem Thema Naturlyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns mit Gedichten verschiedener Epochen beschäftigen, die im weitesten Sinne das Thema „Natur“ behandeln, dabei wollen wir herausfinden, warum ein Motiv über die Jahrhunderte hinweg aktuell geblieben ist, und wie es sich in dieser Zeit aber verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfragen&#039;&#039; unserer Arbeit werden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was ist überhaupt Naturlyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie hat sich die Lyrik im Laufe der Zeit verändert? Unterschiede zwischen dem 17. Jh. und heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie finde ich die Emotionen des Schriftstellers im Gedicht wieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Welche Folgen hat Lyrik für die heutige Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie formuliert man eine [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Gedichtanalyse]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den folgenden Gedichten gilt es,  exemplarisch zwei - aus verschiedenen Zeiten - vergleichend zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Andreas Gryphius: Einsamkeit (1663) - Barock=====&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Andreas Gryphius: Einsamkeit|Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Wolfgang v. Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh’ (1780) - Klassik=====&lt;br /&gt;
J. W. v. Goethe: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh&#039;|Über den Gipfeln ist Ruh&#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Anette v. Droste- Hülshoff: Der Knabe im Moor (1844)=====&lt;br /&gt;
Anette v. Droste- Hülshoff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor|Der Knabe im Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Joseph v. Eichendorff: Mondnacht (1873) - Romantik=====&lt;br /&gt;
Joseph v. Eichendorff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Joseph v. Eichendorff: Mondnacht|Mondnacht]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Christian Morgenstern: Novembertag  (ça. 1900) - Jahrhundertwende=====&lt;br /&gt;
Christian Morgenstern: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Morgenstern: Novembertag|Novembertag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Georg Trakl: Sommersonate (1909-1912) - Expressionismus=====&lt;br /&gt;
Georg Trakl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Georg Trakl: Sommersonate|Sommersonate]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ernst Jandl: Auf dem Land (1963) - Konkrete Poesie - Experimentelles=====&lt;br /&gt;
Ernst Jandl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ernst Jandl: Auf dem Land|Auf dem Land]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ulla Hahn: Schöne Landschaft (1985) - Moderne=====&lt;br /&gt;
Ulla Hahn: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Ulla Hahn: Schöne Landschaft|Schöne Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld (1976) - Exkurs über Kitsch=====&lt;br /&gt;
Jürgen Drews: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld|Ein Bett im Kornfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Lyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von dem historischen Ereignis des Jahres 2020, 30 Jahre Wiedervereinigung, werden deutschsprachige, politische [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichte und Songtexte|Gedichte und Songtexte]] unterschiedlicher Dekaden zusammengetragen und analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 9.11.1989: [https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 3.10.1990: [https://www.youtube.com/watch?v=IiOEAumyrRo https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Lyrik ist kommunikative Lyrik:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Was&lt;br /&gt;
!wird&lt;br /&gt;
!wann&lt;br /&gt;
!wie&lt;br /&gt;
!von wem&lt;br /&gt;
!wozu&lt;br /&gt;
!vorgetragen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Inhalt/&lt;br /&gt;
Thema&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historisch-sozialer Zusammenhang, auf den sich das Gedicht bezieht&lt;br /&gt;
|inhaltlich,&lt;br /&gt;
sprachlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formal&lt;br /&gt;
|Bedingungen der Autorin/des Autors&lt;br /&gt;
|Intention&lt;br /&gt;
(Absicht)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabe:&#039;&#039;&#039; Erprobe das abgebildete Analyseschema an einem der von dir ausgewählten Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied=====&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied|Der kleine Unterschied]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Der kleine Unterschied&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko Mascha Kaléko] aus dem Jahr 1940 behandelt das Sprach- und damit Existenzproblem deutscher Emigranten im englischsprachigen Exil. Als Folge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland (1933 - 1945) mussten auch jüdische Dichterinnen wie Mascha Kaléko das Land verlassen und versuchten, im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Auch wenn deutsche Wörter aufgrund ihrer lautlichen Ähnlichkeit vordergründig leicht ins Englische übersetzbar scheinen, so offenbart eine genauere Betrachtung von Wörtern wie &amp;quot;Land, Heimat, Gedicht&amp;quot; die fehlende emotionale Verbindung zum übersetzen Wort. Lyrik ist nicht übersetzbar, könnte man als Kerngedanken dieses Gedichtes annehmen. Damit wäre den geflüchteten Dichterinnen und Dichtern ihre Kunst im Exil nicht mehr möglich. Die politische Aussage dieses Gedichtes wäre, dass eine Emigration die Künstler*innen zwar körperlich rettet, nicht aber geistig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Paul Celan: Todesfuge=====&lt;br /&gt;
Paul Celan: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Paul Celan: Todesfuge|Todesfuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Todesfuge&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan Paul Celan] aus letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs beschreibt den Alltag der Menschen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Die &amp;quot;schwarze Milch&amp;quot;, die die Lagerinsassen täglich trinken, ist zum Symbol für die menschenverachtende Tötungs- und Verbrennungsmaschinerie der Deutschen geworden: Die Milch als lebensspendender Saft, der den Menschen in den Lagern vorenthalten wurde, ist schwarz von der Asche Krematorien, in denen die Leichen der Verhungerten und Vergasten verbrannt wurden. Celan beschrieb mit diesem Gedicht das Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie wie auch das von Millionen weiterer Menschen, die im Holocaust getötet worden sind. Die politische Intention dieses Gedichtes sind Gedenken, Mahnung, Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam=====&lt;br /&gt;
Nelly Sachs: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam|Gebete für den toten Bräutigam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Sachs Nelly Sachs] schreibt ein Gedicht über einen, vermutlich von den Nazis ermordeten Bräutigam. Es wird deutlich, dass das lyrische Ich um ihn trauert und versucht, sich den Schmerz aus der Seele zu schreiben. Auf politischer Ebene beschreibt das Gedicht das Leiden der Juden die zurzeit des Nationalsozialismus&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Reiner Kunze: Die Antenne=====&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/ Reiner Kunze: Die Antenne|Reiner Kunze: Die Antenne]]&amp;lt;br /&amp;gt;In dem Gedicht &amp;quot;Die Antenne&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Kunze Reiner Kunze] steht die Antenne als Metapher für einen Menschen, welcher seine Gedanken nicht frei ausleben kann, da dieses von einer Regierung oder auch einer Diktatur abgelehnt wird und dieser Mensch somit in seinem Denken und Handeln eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Udo Jürgens: Griechischer Wein=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens Udo Jürgens]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Udo Jürgens: Griechischer Wein|Griechischer Wein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied beschreibt die Sehnsucht griechischer Gastarbeiter nach ihrer Heimat im Deutschland der frühen Siebziger Jahre. Der Schlager-Charakter des Liedes täuscht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen sozial-kritischen Text handelt.&lt;br /&gt;
=====Karat: Über sieben Brücken musst du gehn=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Band) Karat]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Über sieben Brücken musst du gehen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen. Die sieben Brücken oder die sieben dunklen Jahre stehen für die schlechten Zeiten, die Jeder von uns überwinden muss. Gleichfalls stehen sie in verschlüsselter Form für das Leben der Menschen in der DDR der Siebziger Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Marius Müller-Westernhagen: Freiheit=====&lt;br /&gt;
[https://www.westernhagen.de/ Marius Müller-Westernhagen]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Marius Müller-Westernhagen: Freiheit|Freiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bereits 1987 zum ersten Mal veröffentlicht, wurde der Song zu einem Symbol des [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer Mauerfalls] und Untergangs der DDR. Das lyrische Ich entlarvt die wirtschaftliche und politische Freiheit nach &amp;quot;gemacht[en] Verträgen&amp;quot; als &amp;quot;naiv&amp;quot; und propagiert an dessen Stelle eine persönliche, fast anarchische Freiheit in der Metapher des Feierns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eva Strasser: Die Welt steht still=====&lt;br /&gt;
[https://literaturwissenschaft.de/buch/splitter-aus-der-quarantaene.html Eva Strasser]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Eva Strasser: Die Welt steht still|Die Welt steht still]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Strasser beschreibt in ihrem Tagebuch-Gedicht die Auswirkungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland ersten Corona-Lockdowns] auf unsere Welt. Die Covid-19-Pandemie hatte drastische Änderungen auf unser normales Leben: Die Straßen sind leer, ruhig und düster. Menschen meiden die Außenwelt und bleiben zu Hause um sich und andere zu schützen. Eine depressive und bedrückte Atmosphäre herrscht über der Welt. Nicht nur wir Menschen werden von dem Virus beeinflusst, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm. Das Corona- Virus bringt drastische Veränderungen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterwegs sein - Reiselyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
Reiselyrik im Wandel der Zeit, das ist das Thema des Deutschunterrichts in der Q1: Was bedeutete für die Menschen das Unterwegssein in ihrer Zeit, welche Arten von Reisen traten sie an, welchen Sinn ergab das Reisen für sie? Diese und weitere Fragen wollen wir in den Epochen des Barocks, der Romantik und des Expressionismus untersuchen und vergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein …. In der Romantik ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Karoline von Günderode: Der Luftschiffer =====&lt;br /&gt;
Eine Video-Interpretation von PhONSG &lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
   service=youtube&lt;br /&gt;
   |id=FtGurGmjnlQ&lt;br /&gt;
   |urlargs=start=300&amp;amp;end=388&lt;br /&gt;
   |dimensions=400&lt;br /&gt;
   |alignment=center&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lyrik im Expressionismus ====&lt;br /&gt;
Was man zur Epoche des Expressionismus wissen muss, zeigt die Grafik: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gottfried Benn: Schöne Jugend =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend|Schöne Jugend]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Jakob v. Hodddis:  Weltende =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_van_Hoddis Jakob v. Hodddis:]  [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Jakob van Hoddis: Weltende|Weltende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Georg Heym: Der Gott der Stadt =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Heym Georg Heym]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Heym: Gott der Stadt|Gott der Stadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|Interpretiert eines der drei expressionistischen Gedichte schriftlich. Dokumentiert eure Ergebnisse auf euren Benutzerseiten.|Üben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gottfried Benn: Ophelia=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Ophelia|Ophelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benn (1886 - 1956) nimmt in seinem Gedicht &#039;&#039;Ophelia&#039;&#039; Bezug auf die literarische Figur der Ophelia von William Shakespeare. Ophelia ertrinkt, nachdem ihre Liebesbeziehung zu Prinz [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] gescheitert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn verarbeitet das Motiv des tragischen Todes aufgrund eines gebrochenen Herzens - vermutet wird Selbstmord - auf seine ganz eigene Weise: morbide, zynisch, expressionistisch. Man spricht in der Literaturgeschichte in Bezug auf Benn auch von seinem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;medizynischen Blick&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Karoline von Günderode: Der Luftschiffer =====&lt;br /&gt;
Eine Video-Interpretation von PhONSG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
   service=youtube&lt;br /&gt;
   |id=FtGurGmjnlQ&lt;br /&gt;
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   |dimensions=400&lt;br /&gt;
   |alignment=center&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Reiselyrik vom Barock zum Gegenwart: Unterwegs sein ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist eigentlich ein Gedicht, was macht ein Gedicht aus? Bertolt Brecht vergleicht ein Gedicht mit einer Rose und beschreibt es als &amp;quot;etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ..., also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles&amp;quot; (In: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fordert: &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön&amp;quot; und weiter: &amp;quot;In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.&amp;quot; (s.o.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir probieren es aus! Zur „Anwendung von Kriterien“ bietet uns das Wiki eine methodische Anleitung unter: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Wie interpretiere ich ein Gedicht?]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön!&amp;quot; - J. Ringelnatz´ “Die Ameisen“ ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ameisen-Kalender 1897.jpg|mini|Abb.:  Ameisen-Kalender 1897; Verlag Friedrich Geißler. Gemeinfrei (2019).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Altona auf der Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da taten ihnen die Beine weh,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da verzichteten sie weise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn auf den letzten Teil der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So will man oft und kann doch nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und leistet dann recht gern Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: https://www.projekt-gutenberg.org/ringelnz/gedichte/chap005.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 1.) Erster Eindruck: =====&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen auf Abenteuerreise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung: groß, aufregend, anstrengend, fröhlich, unernst, ironisch/übertrieben, lustig ; mit ernstem/traurigem Fazit am Ende - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Aussageideen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	schlicht aufgrund der schlichten Form; Deutungshypothese: Vermeintlich Einfaches entpuppt sich später als durchaus schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	verwirrend: Ameisen auf Weltreise - Was hat das mit meinem Leben zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Überheblich: größenwahnsinnige Ameisen - Übertragung auf den Menschen: Sind wir eigentlich auch nur Ameisen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 2.) Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen wollen von Hamburg aus nach Australien reisen, geben aber schon in Altona erschöpft auf. In der Folge verzichten sie auf „den Rest der Reise“. Es wird ein Fazit formuliert: Man verzichtet gerne auf Dinge, die man nicht realisieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 3.) Analyse: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3a.) inhaltlich: ======&lt;br /&gt;
V1.: Funktion: Vorstellung der Szenerie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	zwei Ameisen leben in Hamburg: klein, fleißig, Kolonie-Tiere in Hamburg als Hafen- /Handels-Stadt; Startpunkt vieler Auswanderer&lt;br /&gt;
* •	Wirkung: ironisch, übertrieben, abenteuerlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3b.) sprachlich: ======&lt;br /&gt;
* •	Hyperbel in V. 1/2: Ameisen auf Weltreise&lt;br /&gt;
* •	Antithetik: klein/groß: Ameise/Stadt; Australien/Altona, Wollen/Können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alliterationen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf D - Darstellung der einzelnen Schritte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf A - Darstellung/Verknüpfung  der Figuren und Orte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Verbindung mit der Antithetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen: schlicht/einprägsam / lustig/bedacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3c) formal:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ein kurzes Gedicht analog zur Kürze der tatsächlichen Reise (von Hamburg nach Altona); bestehend aus zwei Strophen -mit einmal sechs Versen und einmal zwei Versen analog zum Abbruch der Reise bereits in Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strophenarrangement wirkt so, als wäre es nur eine Strophe, da die zweite wie ein Anhang wirkt: Die erste Strophe enthält die Geschichte von den Ameisen, die zweite formuliert eine Moral/Lehre aus der Geschichte: Menschen geben zu schnell auf, begründen ihr Aufgeben mit vorgeschobenen Argumenten (hier: Beinschmerzen) und stellen ihr Aufgeben als Verzicht dar, um vor sich selbst und anderen nicht als Verlierer, sondern als großzügig Verzichtender dazustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Überheblichkeit der Menschen, die sich zu viel vornehmen und das dann nicht erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ - weiterführende Deutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ziele, egal wie unrealistisch, sollten dennoch verfolgt werden. Verzichten ist besser, als es gar nicht probiert zu haben (hier: Altona ist nicht Australien, aber auch eine Reise wert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Menschen verzichten auch gerne aus angeblich altruistischen Gründen  (Selbstlosigkeit), die aber oftmals Garn ich so selbstlos sind, sondern eher eigennützig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reime und Kadenzen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Paarreim ( die letzten Wörter, der jeweiligen Verse reimen sich auf die danach folgenden ,,weise&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; -&amp;gt; ,,Reise&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kadenzen-&amp;gt; w,w,m,w,w,m,m -&amp;gt; ausschließlich weibliche Kadenzen (diese sind am Ende des Wortes unbetont)&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Reime und Kadenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchgängiger Paarreim — Funktion: zwei Verse gehören immer Inhaltlich zusammen: Ameisenreise; Scheitern; Weisheit des Reiseabbruchs, Verzicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternierende Kadenzen: Vers 1 und 2 - klingende Kadenzen („Ameisen/reisen“), Vers 3 und 4 - stumpfe Kadenz, Vers 5 und 6 - klingende Kadenz, Vers 7 und 8 stumpfe Kadenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutung: Hin und Her oder Höhen und Tiefen der Ameisenbewegung; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumpfe Kadenzen treten beim Wehleiden auf und im Fazit (Verzicht), Abbruch unterstreicht eher negative Wirkung; im Kontrast zur offenen, klingenden  Wirkung bei der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Metrum: 4-hebiger Jambus mit einer metrischen Verschiebung im ersten Vers auf Ameise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u     /      u       /    u    /        u  /  u&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung:   Dynamik der Reise-Bewegung, Fröhlichkeit/Aufbruchsstimmung der Ameisen durch auftaktischen Jambus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrische Verschiebung … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstärkt den Reim auf „ei“  und rückt damit Ameisen und Reisen stärker zusammen. -&amp;gt; Absurdität des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstolpert das Vorhaben schon in der Planung bzw. in der Reisegruppe - &amp;gt; zwei Ameisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Reise-Lyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Lyrik_des_Barock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Unterwegs sein ... im Barock =&lt;br /&gt;
[[Datei:Barthel_(Bartholomäus)_Bruyn_-_Vanitas.JPG|alternativtext=Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas|mini|360x360px|[[:Datei:Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG|Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG]]; gemeinfrei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interpretation von Paul Flemings Lebenserfahrungen in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; (1546) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Paul Fleming: An Deutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja Mutter es ist war. Ich habe diese Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Jugend mehr als faul und übel angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab&#039; es nicht gethan/wie ich mich dir verpfändet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lange bin ich aus/und dencke noch so weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach Mutter zürne nicht; es ist mir mehr als leid/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Vorwitz dieser Muth hat mich zu sehr verblendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hab&#039; ich allzuweit von dir/Trost/abgeländet/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und kan es endern nicht/wie hoch es mir auch reut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muß folgen/wie/und wenn/und wo man denckt hinaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will gleich/oder nicht. Es wird nichts anders draus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen meyne nicht/O du mein schweer Verlangen/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich dencke nicht auff dich/und was mir frommen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wohnet überall/der nach der Tugend ringt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Fleming: An Deutschland. In: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9601&amp;amp;#x20;/66&amp;amp;#x20;(22.06.2018);&amp;amp;#x20;Bild:&amp;amp;#x20;bpk&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Form: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;; V.1). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.Das variierende Metrum spiegelt die innere Zerissenheit und das Bedauern des lyrischen Ichs wider, während es über vergangene Fehler reflektiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V.1-2), Kreuzreime und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;gehangen&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;und &amp;quot;verlangen&amp;quot;, V.7 und V. 10). Diese Vielfalt an Reimen trägt zur Lebendigkeit des Gedichts bei. Seine Paarreime erzeugen eine direkte Verbindung zwischen den Gedanken. Die umarmenden Reime, bei denen sich das erste und das vierte sowie das zweite und das dritte Wort der Strophe reimen, verleihen dem Gedicht eine gewisse Abrundung, die den Leser dazu bringt über die Botschaft des Gedichts nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend stumpf, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V. 2-3). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die den emotionalen Inhalt des Gedichts widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der [https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandriner Alexandriner], ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sprache: =====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist (V.9). Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich (V.7-8). Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt (V.1-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.negative Konnotationen: Die zahreiche Verwendung von negativ konnotierten Wörtern, wie bespielsweise ,, zürne&amp;quot;  Vers 5, sowie ,,faul und übel&amp;quot; Vers 2, haben eine bedrückende und selbstklagende Wirkung auf den Leser. Dies verdeutlicht die Reue des Lyrischen Ichs im Bezug auf seinen Lebensstil und die negativen Erinnerungen die es damit assoziiert. Außerdem ist anzumerken, dass sich das lyrische Ich selbstreflextiert äußert, was durch die negativen Konnotationen besonders hervorgehoben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (1609 - 1640), bekannt für seine vielen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Entstehungshintergrund Barock und Dreißigjähriger Krieg =====&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]][https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] war einer der bedeutendsten Dichter während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg Dreißigjähigen Krieges] (1618 bis 1648) und prägte diese Zeit mit seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht zeigt typische Merkmale aus dem Barock, typisch ist die metaphorische Sprache und Bildsprache (schwaches Boot). Es lässt sich ebenfalls sagen, dass der Dreißigjährige Krieg  Einfluss auf ihn hatte und seine persönlichen Erfahrungen und Denkweise davon beeinflusst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist es es erwähnenswert, dass das analysierte Gedicht aus der Epoche Barock stammt.Einige Merkmale lassen sich im Gedicht wiederspiegeln. Beispielsweise ist es ein Merkmal des Barocks, dass in den Gedichten zahlreiche rhetorische Stilmittel wie Symbole, Vergleiche und Personifikation verwendet wurden. Diese hat auch Flemming in sein Gedicht oftmals benutz ,wie beispielsweise die Personifikation Deutschlandes oder die metaphorische Darstellung des Lyrischen Ichs ,als ,,schwaches Both&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; welches hinter großen Schiffe hinterhergezogen wurde. Ein weiteres Merkmal in der Lyrik des Barocks ist die  Erwähnung der Tugend. Laut dem lyrsichen Ich ist der tugenhafte Mensch überall zu Hause.(V. 14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Barock ist geprägt von zentralen Leitmotiven wie &amp;quot;Carpe Diem&amp;quot;, &amp;quot;Vanitas&amp;quot; und &amp;quot;Memento Mori&amp;quot;. Flemming nutzt das Motiv &amp;quot;Memento Mori&amp;quot; (gedenke dem Tag), indem er darüber klagt, wie er seine Jugendzeit verschwendet habe. Diese Motive verfolgen das selbe Ziel: sie erinnern den Menschen an die eigene Vergänglichkeit und rufen zur Selbstreflektion auf, wie es hier auch deutlich wird, indem Flemming seine Jugend reflektiert. Eine oft vorkommende lyrische Form des Barocks ist das Sonett. Die Quartetten zeigen dabei die Seite des Widerspruchs, hier Flemmings Reue, die folgenden Terzetten beschreiben die andere Seite, also Flemmings Selbstreflektion und Trost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Epoche des Barocks geprägt durch den 30-jährigen Krieg und noch vielen weiteren Religions- und Machtkonflikten. Daraus kann man entnehmen, dass diese zahlreichen Kriege die Gründe sind, weshalb das lyrische Ich sich nutzlos und faul fühlt und Deutschland während dieser Krisen im ,,Stich &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gelassen und aus dem Grund auch seine Taten bereut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerversion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholungen reduzieren: Reue, Selbstreflexion!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;), Kreuzreime (z.B. &amp;quot;leid&amp;quot; und &amp;quot;verblendet&amp;quot;) und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;reut&amp;quot; und &amp;quot;bringt&amp;quot;). Diese Vielfalt an Reimen verleiht dem Gedicht eine &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;interessante Struktur.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend männlich, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;gut&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; zu den emotionalen Inhalten des Gedichts &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;passt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Wertungen durch Wirkungen ersetzen! …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausdeutung auf Rousseau einfügen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem derAlexandriner, ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist. Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich. Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts (Welchen? Welche?)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
# negative Konnotationen: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]]&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] (1609 - 1640),  bekannt für seine ungewöhnlichen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Epochenbezug: Barock; Dreißigjähriger Krieg: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sibylla Schwarz: Auff die, so durch Reisen wollen berühmet werden (ca. 1650) ===&lt;br /&gt;
Wer weit verreisen wir / der reise weit und breit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilge Schrift hierdurch /  das hilfft zur Seeigkeit;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer weit  verraisen wil / der schaw die Bücher an /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darin er recht wohl die Welt beschawen kan;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;der hat ein freyen Pas / der geht Auff Gottes Wegen /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an andrer Raisenart ist gar nicht viel gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [https://www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html. www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html.][[File:Sibylla Schwarz 1650.jpg|thumb|[https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Schwarz Sibylla Schwarz] (Frontispiz-Detail: Deutsche Poëtische Gedichte, 1650)]]&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exkurs: Wie gut kann ChatGPT Gedichte interpretieren? ==&lt;br /&gt;
ChatGPT ist ein Computerprogramm, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) menschliche Sprache verarbeitet. Es kann Texte untersuchen, Texte produzieren, sie in andere Sprachen übersetzen und auf Fragen antworten. Das geschieht in Form eines Chats. ChatGPT wurde von der US-amerikanischen Firma OpenAI entwickelt und basiert auf Daten bis 2021. Es wurde trainiert, um Texte in verschiedenen Sprachen zu verstehen und darauf zu antworten, einschließlich Deutsch. Das geschieht, indem das Programm die gespeicherten Daten nach geeigneten Informationen durchsucht und daraus Sätze macht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit passen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb unsere Frage: &#039;&#039;&#039;Wie gut kann ChatGPT deutsche Gedichte interpretieren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsaufträge:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Achtung|Bearbeite mindestens die Aufgaben 1 - 3; du hast dafür 15 Minuten Zeit.| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 1|Führe unterschiedliche Prompts mit einem von dir bereits interpretierten Gedicht aus|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 2|Steuere deinen Chat mit ChatGPT, z.B. &lt;br /&gt;
* indem du für einen Prompt verschiedene Formulierungen verwendest,&lt;br /&gt;
* indem du mehrere Prompts hintereinander ausführst, so dass deine Anfragen präzisiert werden,&lt;br /&gt;
* indem du ChatGPT bei Fehlern korrigierst.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 3|Vergleiche die Ergebnisse mit deinen eigenen Interpretationen und notiere deine Beobachtungen  auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 4|Bewerte die Qualität von ChatGPT für Gedichtinterpretationen: Wie gut kann es Gedichte interpretieren? Notiere auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt&amp;diff=96111</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt</title>
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		<updated>2024-05-24T08:52:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, daß nicht einmal Blumen welken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen. [...] Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, daß aber ihre Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm nicht wirklich nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Bertolt Brecht: Über Lyrik. Frankfurt/M. 1977, S. 123&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Was ist Lyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verrät dir dieses kleine Lied:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Ebner-Eschenbach (1830-1916)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein kleines Lied&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kleines Lied, wie geht&#039;s nur an, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man so lieb es haben kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was liegt darin? erzähle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt darin ein wenig Klang, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein wenig Wohllaut und Gesang &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und eine ganze Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.lyrikmond.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie interpretiere ich ein Gedicht?===&lt;br /&gt;
Eine Anleitung zur schrittweisen, vollständigen Gedichtinterpretation findest du [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10|Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Heinrich Heine: Die schlesischen Weber|Heinrich Heine: Die schlesischen Weber (1844)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)|Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Emma Döltz: Hoffnung|Emma Döltz: Hoffnung (1910)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Heimweh, wonach?|Mascha Kaléko: Heimweh, wonach? (ca. 1938)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ingeborg Bachmann: Alle Tage|Ingeborg Bachmann: Alle Tage]] (1952)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Ernst Jandl: My own song|Ernst Jandl: My own song (1966)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus|Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus (1974)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Karat: Über sieben Brücken musst du gehen]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Martina Sens: der schrei nach führung|Martina Sens: der schrei nach führung (2019)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Samira Schogofa: Das war‘s dann|Samira Schogofa: Das war‘s dann (aktuell)]]=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Naturlyrik im Spiegel der Zeit===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturlyrik.jpg|mini|Naturlyrik. Aus: Weidemann/Weidemann: 75 Bildkarten für Coaching und Beratung. Beltz 2013]]&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 21/22 beschäftigen sich Lernenden der Einführungsphase (EF) mit dem Thema Naturlyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns mit Gedichten verschiedener Epochen beschäftigen, die im weitesten Sinne das Thema „Natur“ behandeln, dabei wollen wir herausfinden, warum ein Motiv über die Jahrhunderte hinweg aktuell geblieben ist, und wie es sich in dieser Zeit aber verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfragen&#039;&#039; unserer Arbeit werden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was ist überhaupt Naturlyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie hat sich die Lyrik im Laufe der Zeit verändert? Unterschiede zwischen dem 17. Jh. und heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie finde ich die Emotionen des Schriftstellers im Gedicht wieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Welche Folgen hat Lyrik für die heutige Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie formuliert man eine [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Gedichtanalyse]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den folgenden Gedichten gilt es,  exemplarisch zwei - aus verschiedenen Zeiten - vergleichend zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Andreas Gryphius: Einsamkeit (1663) - Barock=====&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Andreas Gryphius: Einsamkeit|Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Wolfgang v. Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh’ (1780) - Klassik=====&lt;br /&gt;
J. W. v. Goethe: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh&#039;|Über den Gipfeln ist Ruh&#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Anette v. Droste- Hülshoff: Der Knabe im Moor (1844)=====&lt;br /&gt;
Anette v. Droste- Hülshoff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor|Der Knabe im Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Joseph v. Eichendorff: Mondnacht (1873) - Romantik=====&lt;br /&gt;
Joseph v. Eichendorff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Joseph v. Eichendorff: Mondnacht|Mondnacht]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Christian Morgenstern: Novembertag  (ça. 1900) - Jahrhundertwende=====&lt;br /&gt;
Christian Morgenstern: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Morgenstern: Novembertag|Novembertag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Georg Trakl: Sommersonate (1909-1912) - Expressionismus=====&lt;br /&gt;
Georg Trakl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Georg Trakl: Sommersonate|Sommersonate]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ernst Jandl: Auf dem Land (1963) - Konkrete Poesie - Experimentelles=====&lt;br /&gt;
Ernst Jandl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ernst Jandl: Auf dem Land|Auf dem Land]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ulla Hahn: Schöne Landschaft (1985) - Moderne=====&lt;br /&gt;
Ulla Hahn: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Ulla Hahn: Schöne Landschaft|Schöne Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld (1976) - Exkurs über Kitsch=====&lt;br /&gt;
Jürgen Drews: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld|Ein Bett im Kornfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Lyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von dem historischen Ereignis des Jahres 2020, 30 Jahre Wiedervereinigung, werden deutschsprachige, politische [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichte und Songtexte|Gedichte und Songtexte]] unterschiedlicher Dekaden zusammengetragen und analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 9.11.1989: [https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 3.10.1990: [https://www.youtube.com/watch?v=IiOEAumyrRo https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Lyrik ist kommunikative Lyrik:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Was&lt;br /&gt;
!wird&lt;br /&gt;
!wann&lt;br /&gt;
!wie&lt;br /&gt;
!von wem&lt;br /&gt;
!wozu&lt;br /&gt;
!vorgetragen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Inhalt/&lt;br /&gt;
Thema&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historisch-sozialer Zusammenhang, auf den sich das Gedicht bezieht&lt;br /&gt;
|inhaltlich,&lt;br /&gt;
sprachlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formal&lt;br /&gt;
|Bedingungen der Autorin/des Autors&lt;br /&gt;
|Intention&lt;br /&gt;
(Absicht)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabe:&#039;&#039;&#039; Erprobe das abgebildete Analyseschema an einem der von dir ausgewählten Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied=====&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied|Der kleine Unterschied]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Der kleine Unterschied&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko Mascha Kaléko] aus dem Jahr 1940 behandelt das Sprach- und damit Existenzproblem deutscher Emigranten im englischsprachigen Exil. Als Folge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland (1933 - 1945) mussten auch jüdische Dichterinnen wie Mascha Kaléko das Land verlassen und versuchten, im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Auch wenn deutsche Wörter aufgrund ihrer lautlichen Ähnlichkeit vordergründig leicht ins Englische übersetzbar scheinen, so offenbart eine genauere Betrachtung von Wörtern wie &amp;quot;Land, Heimat, Gedicht&amp;quot; die fehlende emotionale Verbindung zum übersetzen Wort. Lyrik ist nicht übersetzbar, könnte man als Kerngedanken dieses Gedichtes annehmen. Damit wäre den geflüchteten Dichterinnen und Dichtern ihre Kunst im Exil nicht mehr möglich. Die politische Aussage dieses Gedichtes wäre, dass eine Emigration die Künstler*innen zwar körperlich rettet, nicht aber geistig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Paul Celan: Todesfuge=====&lt;br /&gt;
Paul Celan: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Paul Celan: Todesfuge|Todesfuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Todesfuge&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan Paul Celan] aus letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs beschreibt den Alltag der Menschen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Die &amp;quot;schwarze Milch&amp;quot;, die die Lagerinsassen täglich trinken, ist zum Symbol für die menschenverachtende Tötungs- und Verbrennungsmaschinerie der Deutschen geworden: Die Milch als lebensspendender Saft, der den Menschen in den Lagern vorenthalten wurde, ist schwarz von der Asche Krematorien, in denen die Leichen der Verhungerten und Vergasten verbrannt wurden. Celan beschrieb mit diesem Gedicht das Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie wie auch das von Millionen weiterer Menschen, die im Holocaust getötet worden sind. Die politische Intention dieses Gedichtes sind Gedenken, Mahnung, Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam=====&lt;br /&gt;
Nelly Sachs: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam|Gebete für den toten Bräutigam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Sachs Nelly Sachs] schreibt ein Gedicht über einen, vermutlich von den Nazis ermordeten Bräutigam. Es wird deutlich, dass das lyrische Ich um ihn trauert und versucht, sich den Schmerz aus der Seele zu schreiben. Auf politischer Ebene beschreibt das Gedicht das Leiden der Juden die zurzeit des Nationalsozialismus&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Reiner Kunze: Die Antenne=====&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/ Reiner Kunze: Die Antenne|Reiner Kunze: Die Antenne]]&amp;lt;br /&amp;gt;In dem Gedicht &amp;quot;Die Antenne&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Kunze Reiner Kunze] steht die Antenne als Metapher für einen Menschen, welcher seine Gedanken nicht frei ausleben kann, da dieses von einer Regierung oder auch einer Diktatur abgelehnt wird und dieser Mensch somit in seinem Denken und Handeln eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Udo Jürgens: Griechischer Wein=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens Udo Jürgens]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Udo Jürgens: Griechischer Wein|Griechischer Wein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied beschreibt die Sehnsucht griechischer Gastarbeiter nach ihrer Heimat im Deutschland der frühen Siebziger Jahre. Der Schlager-Charakter des Liedes täuscht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen sozial-kritischen Text handelt.&lt;br /&gt;
=====Karat: Über sieben Brücken musst du gehn=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Band) Karat]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Über sieben Brücken musst du gehen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen. Die sieben Brücken oder die sieben dunklen Jahre stehen für die schlechten Zeiten, die Jeder von uns überwinden muss. Gleichfalls stehen sie in verschlüsselter Form für das Leben der Menschen in der DDR der Siebziger Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Marius Müller-Westernhagen: Freiheit=====&lt;br /&gt;
[https://www.westernhagen.de/ Marius Müller-Westernhagen]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Marius Müller-Westernhagen: Freiheit|Freiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bereits 1987 zum ersten Mal veröffentlicht, wurde der Song zu einem Symbol des [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer Mauerfalls] und Untergangs der DDR. Das lyrische Ich entlarvt die wirtschaftliche und politische Freiheit nach &amp;quot;gemacht[en] Verträgen&amp;quot; als &amp;quot;naiv&amp;quot; und propagiert an dessen Stelle eine persönliche, fast anarchische Freiheit in der Metapher des Feierns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eva Strasser: Die Welt steht still=====&lt;br /&gt;
[https://literaturwissenschaft.de/buch/splitter-aus-der-quarantaene.html Eva Strasser]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Eva Strasser: Die Welt steht still|Die Welt steht still]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Strasser beschreibt in ihrem Tagebuch-Gedicht die Auswirkungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland ersten Corona-Lockdowns] auf unsere Welt. Die Covid-19-Pandemie hatte drastische Änderungen auf unser normales Leben: Die Straßen sind leer, ruhig und düster. Menschen meiden die Außenwelt und bleiben zu Hause um sich und andere zu schützen. Eine depressive und bedrückte Atmosphäre herrscht über der Welt. Nicht nur wir Menschen werden von dem Virus beeinflusst, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm. Das Corona- Virus bringt drastische Veränderungen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterwegs sein - Reiselyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
Reiselyrik im Wandel der Zeit, das ist das Thema des Deutschunterrichts in der Q1: Was bedeutete für die Menschen das Unterwegssein in ihrer Zeit, welche Arten von Reisen traten sie an, welchen Sinn ergab das Reisen für sie? Diese und weitere Fragen wollen wir in den Epochen des Barocks, der Romantik und des Expressionismus untersuchen und vergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterwegssein …. In der Romantik ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Karoline von Günderode: Der Luftschiffer =====&lt;br /&gt;
Eine Video-Interpretation von PhONSG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lyrik im Expressionismus ====&lt;br /&gt;
Was man zur Epoche des Expressionismus wissen muss, zeigt die Grafik: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gottfried Benn: Schöne Jugend =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend|Schöne Jugend]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Jakob v. Hodddis:  Weltende =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_van_Hoddis Jakob v. Hodddis:]  [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Jakob van Hoddis: Weltende|Weltende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Georg Heym: Der Gott der Stadt =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Heym Georg Heym]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Heym: Gott der Stadt|Gott der Stadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|Interpretiert eines der drei expressionistischen Gedichte schriftlich. Dokumentiert eure Ergebnisse auf euren Benutzerseiten.|Üben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gottfried Benn: Ophelia=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Ophelia|Ophelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benn (1886 - 1956) nimmt in seinem Gedicht &#039;&#039;Ophelia&#039;&#039; Bezug auf die literarische Figur der Ophelia von William Shakespeare. Ophelia ertrinkt, nachdem ihre Liebesbeziehung zu Prinz [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] gescheitert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn verarbeitet das Motiv des tragischen Todes aufgrund eines gebrochenen Herzens - vermutet wird Selbstmord - auf seine ganz eigene Weise: morbide, zynisch, expressionistisch. Man spricht in der Literaturgeschichte in Bezug auf Benn auch von seinem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;medizynischen Blick&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Karoline von Günderode: Der Luftschiffer =====&lt;br /&gt;
Eine Video-Interpretation von PhONSG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
   service=youtube&lt;br /&gt;
   |id=FtGurGmjnlQ&lt;br /&gt;
   |urlargs=start=300&amp;amp;end=388&lt;br /&gt;
   |dimensions=400&lt;br /&gt;
   |alignment=center&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Reiselyrik vom Barock zum Gegenwart: Unterwegs sein ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist eigentlich ein Gedicht, was macht ein Gedicht aus? Bertolt Brecht vergleicht ein Gedicht mit einer Rose und beschreibt es als &amp;quot;etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ..., also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles&amp;quot; (In: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fordert: &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön&amp;quot; und weiter: &amp;quot;In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.&amp;quot; (s.o.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir probieren es aus! Zur „Anwendung von Kriterien“ bietet uns das Wiki eine methodische Anleitung unter: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Wie interpretiere ich ein Gedicht?]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön!&amp;quot; - J. Ringelnatz´ “Die Ameisen“ ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ameisen-Kalender 1897.jpg|mini|Abb.:  Ameisen-Kalender 1897; Verlag Friedrich Geißler. Gemeinfrei (2019).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Altona auf der Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da taten ihnen die Beine weh,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da verzichteten sie weise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn auf den letzten Teil der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So will man oft und kann doch nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und leistet dann recht gern Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: https://www.projekt-gutenberg.org/ringelnz/gedichte/chap005.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 1.) Erster Eindruck: =====&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen auf Abenteuerreise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung: groß, aufregend, anstrengend, fröhlich, unernst, ironisch/übertrieben, lustig ; mit ernstem/traurigem Fazit am Ende - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Aussageideen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	schlicht aufgrund der schlichten Form; Deutungshypothese: Vermeintlich Einfaches entpuppt sich später als durchaus schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	verwirrend: Ameisen auf Weltreise - Was hat das mit meinem Leben zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Überheblich: größenwahnsinnige Ameisen - Übertragung auf den Menschen: Sind wir eigentlich auch nur Ameisen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 2.) Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen wollen von Hamburg aus nach Australien reisen, geben aber schon in Altona erschöpft auf. In der Folge verzichten sie auf „den Rest der Reise“. Es wird ein Fazit formuliert: Man verzichtet gerne auf Dinge, die man nicht realisieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 3.) Analyse: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3a.) inhaltlich: ======&lt;br /&gt;
V1.: Funktion: Vorstellung der Szenerie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	zwei Ameisen leben in Hamburg: klein, fleißig, Kolonie-Tiere in Hamburg als Hafen- /Handels-Stadt; Startpunkt vieler Auswanderer&lt;br /&gt;
* •	Wirkung: ironisch, übertrieben, abenteuerlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3b.) sprachlich: ======&lt;br /&gt;
* •	Hyperbel in V. 1/2: Ameisen auf Weltreise&lt;br /&gt;
* •	Antithetik: klein/groß: Ameise/Stadt; Australien/Altona, Wollen/Können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alliterationen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf D - Darstellung der einzelnen Schritte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf A - Darstellung/Verknüpfung  der Figuren und Orte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Verbindung mit der Antithetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen: schlicht/einprägsam / lustig/bedacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3c) formal:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ein kurzes Gedicht analog zur Kürze der tatsächlichen Reise (von Hamburg nach Altona); bestehend aus zwei Strophen -mit einmal sechs Versen und einmal zwei Versen analog zum Abbruch der Reise bereits in Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strophenarrangement wirkt so, als wäre es nur eine Strophe, da die zweite wie ein Anhang wirkt: Die erste Strophe enthält die Geschichte von den Ameisen, die zweite formuliert eine Moral/Lehre aus der Geschichte: Menschen geben zu schnell auf, begründen ihr Aufgeben mit vorgeschobenen Argumenten (hier: Beinschmerzen) und stellen ihr Aufgeben als Verzicht dar, um vor sich selbst und anderen nicht als Verlierer, sondern als großzügig Verzichtender dazustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Überheblichkeit der Menschen, die sich zu viel vornehmen und das dann nicht erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ - weiterführende Deutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ziele, egal wie unrealistisch, sollten dennoch verfolgt werden. Verzichten ist besser, als es gar nicht probiert zu haben (hier: Altona ist nicht Australien, aber auch eine Reise wert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Menschen verzichten auch gerne aus angeblich altruistischen Gründen  (Selbstlosigkeit), die aber oftmals Garn ich so selbstlos sind, sondern eher eigennützig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reime und Kadenzen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Paarreim ( die letzten Wörter, der jeweiligen Verse reimen sich auf die danach folgenden ,,weise&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; -&amp;gt; ,,Reise&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kadenzen-&amp;gt; w,w,m,w,w,m,m -&amp;gt; ausschließlich weibliche Kadenzen (diese sind am Ende des Wortes unbetont)&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Reime und Kadenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchgängiger Paarreim — Funktion: zwei Verse gehören immer Inhaltlich zusammen: Ameisenreise; Scheitern; Weisheit des Reiseabbruchs, Verzicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternierende Kadenzen: Vers 1 und 2 - klingende Kadenzen („Ameisen/reisen“), Vers 3 und 4 - stumpfe Kadenz, Vers 5 und 6 - klingende Kadenz, Vers 7 und 8 stumpfe Kadenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutung: Hin und Her oder Höhen und Tiefen der Ameisenbewegung; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumpfe Kadenzen treten beim Wehleiden auf und im Fazit (Verzicht), Abbruch unterstreicht eher negative Wirkung; im Kontrast zur offenen, klingenden  Wirkung bei der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Metrum: 4-hebiger Jambus mit einer metrischen Verschiebung im ersten Vers auf Ameise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u     /      u       /    u    /        u  /  u&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung:   Dynamik der Reise-Bewegung, Fröhlichkeit/Aufbruchsstimmung der Ameisen durch auftaktischen Jambus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrische Verschiebung … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstärkt den Reim auf „ei“  und rückt damit Ameisen und Reisen stärker zusammen. -&amp;gt; Absurdität des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstolpert das Vorhaben schon in der Planung bzw. in der Reisegruppe - &amp;gt; zwei Ameisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Reise-Lyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Lyrik_des_Barock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Unterwegs sein ... im Barock =&lt;br /&gt;
[[Datei:Barthel_(Bartholomäus)_Bruyn_-_Vanitas.JPG|alternativtext=Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas|mini|360x360px|[[:Datei:Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG|Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG]]; gemeinfrei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interpretation von Paul Flemings Lebenserfahrungen in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; (1546) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Paul Fleming: An Deutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja Mutter es ist war. Ich habe diese Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Jugend mehr als faul und übel angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab&#039; es nicht gethan/wie ich mich dir verpfändet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lange bin ich aus/und dencke noch so weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach Mutter zürne nicht; es ist mir mehr als leid/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Vorwitz dieser Muth hat mich zu sehr verblendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hab&#039; ich allzuweit von dir/Trost/abgeländet/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und kan es endern nicht/wie hoch es mir auch reut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muß folgen/wie/und wenn/und wo man denckt hinaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will gleich/oder nicht. Es wird nichts anders draus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen meyne nicht/O du mein schweer Verlangen/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich dencke nicht auff dich/und was mir frommen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wohnet überall/der nach der Tugend ringt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Fleming: An Deutschland. In: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9601&amp;amp;#x20;/66&amp;amp;#x20;(22.06.2018);&amp;amp;#x20;Bild:&amp;amp;#x20;bpk&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Form: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;; V.1). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.Das variierende Metrum spiegelt die innere Zerissenheit und das Bedauern des lyrischen Ichs wider, während es über vergangene Fehler reflektiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V.1-2), Kreuzreime und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;gehangen&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;und &amp;quot;verlangen&amp;quot;, V.7 und V. 10). Diese Vielfalt an Reimen trägt zur Lebendigkeit des Gedichts bei. Seine Paarreime erzeugen eine direkte Verbindung zwischen den Gedanken. Die umarmenden Reime, bei denen sich das erste und das vierte sowie das zweite und das dritte Wort der Strophe reimen, verleihen dem Gedicht eine gewisse Abrundung, die den Leser dazu bringt über die Botschaft des Gedichts nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend stumpf, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V. 2-3). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die den emotionalen Inhalt des Gedichts widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der [https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandriner Alexandriner], ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sprache: =====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist (V.9). Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich (V.7-8). Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt (V.1-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.negative Konnotationen: Die zahreiche Verwendung von negativ konnotierten Wörtern, wie bespielsweise ,, zürne&amp;quot;  Vers 5, sowie ,,faul und übel&amp;quot; Vers 2, haben eine bedrückende und selbstklagende Wirkung auf den Leser. Dies verdeutlicht die Reue des Lyrischen Ichs im Bezug auf seinen Lebensstil und die negativen Erinnerungen die es damit assoziiert. Außerdem ist anzumerken, dass sich das lyrische Ich selbstreflextiert äußert, was durch die negativen Konnotationen besonders hervorgehoben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (1609 - 1640), bekannt für seine vielen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Entstehungshintergrund Barock und Dreißigjähriger Krieg =====&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]][https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] war einer der bedeutendsten Dichter während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg Dreißigjähigen Krieges] (1618 bis 1648) und prägte diese Zeit mit seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht zeigt typische Merkmale aus dem Barock, typisch ist die metaphorische Sprache und Bildsprache (schwaches Boot). Es lässt sich ebenfalls sagen, dass der Dreißigjährige Krieg  Einfluss auf ihn hatte und seine persönlichen Erfahrungen und Denkweise davon beeinflusst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist es es erwähnenswert, dass das analysierte Gedicht aus der Epoche Barock stammt.Einige Merkmale lassen sich im Gedicht wiederspiegeln. Beispielsweise ist es ein Merkmal des Barocks, dass in den Gedichten zahlreiche rhetorische Stilmittel wie Symbole, Vergleiche und Personifikation verwendet wurden. Diese hat auch Flemming in sein Gedicht oftmals benutz ,wie beispielsweise die Personifikation Deutschlandes oder die metaphorische Darstellung des Lyrischen Ichs ,als ,,schwaches Both&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; welches hinter großen Schiffe hinterhergezogen wurde. Ein weiteres Merkmal in der Lyrik des Barocks ist die  Erwähnung der Tugend. Laut dem lyrsichen Ich ist der tugenhafte Mensch überall zu Hause.(V. 14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Barock ist geprägt von zentralen Leitmotiven wie &amp;quot;Carpe Diem&amp;quot;, &amp;quot;Vanitas&amp;quot; und &amp;quot;Memento Mori&amp;quot;. Flemming nutzt das Motiv &amp;quot;Memento Mori&amp;quot; (gedenke dem Tag), indem er darüber klagt, wie er seine Jugendzeit verschwendet habe. Diese Motive verfolgen das selbe Ziel: sie erinnern den Menschen an die eigene Vergänglichkeit und rufen zur Selbstreflektion auf, wie es hier auch deutlich wird, indem Flemming seine Jugend reflektiert. Eine oft vorkommende lyrische Form des Barocks ist das Sonett. Die Quartetten zeigen dabei die Seite des Widerspruchs, hier Flemmings Reue, die folgenden Terzetten beschreiben die andere Seite, also Flemmings Selbstreflektion und Trost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Epoche des Barocks geprägt durch den 30-jährigen Krieg und noch vielen weiteren Religions- und Machtkonflikten. Daraus kann man entnehmen, dass diese zahlreichen Kriege die Gründe sind, weshalb das lyrische Ich sich nutzlos und faul fühlt und Deutschland während dieser Krisen im ,,Stich &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gelassen und aus dem Grund auch seine Taten bereut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerversion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholungen reduzieren: Reue, Selbstreflexion!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;), Kreuzreime (z.B. &amp;quot;leid&amp;quot; und &amp;quot;verblendet&amp;quot;) und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;reut&amp;quot; und &amp;quot;bringt&amp;quot;). Diese Vielfalt an Reimen verleiht dem Gedicht eine &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;interessante Struktur.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend männlich, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;gut&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; zu den emotionalen Inhalten des Gedichts &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;passt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Wertungen durch Wirkungen ersetzen! …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausdeutung auf Rousseau einfügen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem derAlexandriner, ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist. Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich. Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts (Welchen? Welche?)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
# negative Konnotationen: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]]&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] (1609 - 1640),  bekannt für seine ungewöhnlichen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Epochenbezug: Barock; Dreißigjähriger Krieg: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sibylla Schwarz: Auff die, so durch Reisen wollen berühmet werden (ca. 1650) ===&lt;br /&gt;
Wer weit verreisen wir / der reise weit und breit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilge Schrift hierdurch /  das hilfft zur Seeigkeit;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer weit  verraisen wil / der schaw die Bücher an /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darin er recht wohl die Welt beschawen kan;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;der hat ein freyen Pas / der geht Auff Gottes Wegen /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an andrer Raisenart ist gar nicht viel gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [https://www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html. www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html.][[File:Sibylla Schwarz 1650.jpg|thumb|[https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Schwarz Sibylla Schwarz] (Frontispiz-Detail: Deutsche Poëtische Gedichte, 1650)]]&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exkurs: Wie gut kann ChatGPT Gedichte interpretieren? ==&lt;br /&gt;
ChatGPT ist ein Computerprogramm, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) menschliche Sprache verarbeitet. Es kann Texte untersuchen, Texte produzieren, sie in andere Sprachen übersetzen und auf Fragen antworten. Das geschieht in Form eines Chats. ChatGPT wurde von der US-amerikanischen Firma OpenAI entwickelt und basiert auf Daten bis 2021. Es wurde trainiert, um Texte in verschiedenen Sprachen zu verstehen und darauf zu antworten, einschließlich Deutsch. Das geschieht, indem das Programm die gespeicherten Daten nach geeigneten Informationen durchsucht und daraus Sätze macht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit passen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb unsere Frage: &#039;&#039;&#039;Wie gut kann ChatGPT deutsche Gedichte interpretieren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsaufträge:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Achtung|Bearbeite mindestens die Aufgaben 1 - 3; du hast dafür 15 Minuten Zeit.| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 1|Führe unterschiedliche Prompts mit einem von dir bereits interpretierten Gedicht aus|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 2|Steuere deinen Chat mit ChatGPT, z.B. &lt;br /&gt;
* indem du für einen Prompt verschiedene Formulierungen verwendest,&lt;br /&gt;
* indem du mehrere Prompts hintereinander ausführst, so dass deine Anfragen präzisiert werden,&lt;br /&gt;
* indem du ChatGPT bei Fehlern korrigierst.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 3|Vergleiche die Ergebnisse mit deinen eigenen Interpretationen und notiere deine Beobachtungen  auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 4|Bewerte die Qualität von ChatGPT für Gedichtinterpretationen: Wie gut kann es Gedichte interpretieren? Notiere auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt&amp;diff=96110</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt</title>
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		<updated>2024-05-24T08:51:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, daß nicht einmal Blumen welken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen. [...] Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, daß aber ihre Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm nicht wirklich nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Bertolt Brecht: Über Lyrik. Frankfurt/M. 1977, S. 123&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Was ist Lyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verrät dir dieses kleine Lied:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Ebner-Eschenbach (1830-1916)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein kleines Lied&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kleines Lied, wie geht&#039;s nur an, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man so lieb es haben kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was liegt darin? erzähle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt darin ein wenig Klang, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein wenig Wohllaut und Gesang &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und eine ganze Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.lyrikmond.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie interpretiere ich ein Gedicht?===&lt;br /&gt;
Eine Anleitung zur schrittweisen, vollständigen Gedichtinterpretation findest du [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10|Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Heinrich Heine: Die schlesischen Weber|Heinrich Heine: Die schlesischen Weber (1844)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)|Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Emma Döltz: Hoffnung|Emma Döltz: Hoffnung (1910)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Heimweh, wonach?|Mascha Kaléko: Heimweh, wonach? (ca. 1938)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ingeborg Bachmann: Alle Tage|Ingeborg Bachmann: Alle Tage]] (1952)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Ernst Jandl: My own song|Ernst Jandl: My own song (1966)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus|Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus (1974)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Karat: Über sieben Brücken musst du gehen]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Martina Sens: der schrei nach führung|Martina Sens: der schrei nach führung (2019)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Samira Schogofa: Das war‘s dann|Samira Schogofa: Das war‘s dann (aktuell)]]=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Naturlyrik im Spiegel der Zeit===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturlyrik.jpg|mini|Naturlyrik. Aus: Weidemann/Weidemann: 75 Bildkarten für Coaching und Beratung. Beltz 2013]]&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 21/22 beschäftigen sich Lernenden der Einführungsphase (EF) mit dem Thema Naturlyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns mit Gedichten verschiedener Epochen beschäftigen, die im weitesten Sinne das Thema „Natur“ behandeln, dabei wollen wir herausfinden, warum ein Motiv über die Jahrhunderte hinweg aktuell geblieben ist, und wie es sich in dieser Zeit aber verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfragen&#039;&#039; unserer Arbeit werden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was ist überhaupt Naturlyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie hat sich die Lyrik im Laufe der Zeit verändert? Unterschiede zwischen dem 17. Jh. und heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie finde ich die Emotionen des Schriftstellers im Gedicht wieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Welche Folgen hat Lyrik für die heutige Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie formuliert man eine [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Gedichtanalyse]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den folgenden Gedichten gilt es,  exemplarisch zwei - aus verschiedenen Zeiten - vergleichend zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Andreas Gryphius: Einsamkeit (1663) - Barock=====&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Andreas Gryphius: Einsamkeit|Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Wolfgang v. Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh’ (1780) - Klassik=====&lt;br /&gt;
J. W. v. Goethe: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh&#039;|Über den Gipfeln ist Ruh&#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Anette v. Droste- Hülshoff: Der Knabe im Moor (1844)=====&lt;br /&gt;
Anette v. Droste- Hülshoff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor|Der Knabe im Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Joseph v. Eichendorff: Mondnacht (1873) - Romantik=====&lt;br /&gt;
Joseph v. Eichendorff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Joseph v. Eichendorff: Mondnacht|Mondnacht]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Christian Morgenstern: Novembertag  (ça. 1900) - Jahrhundertwende=====&lt;br /&gt;
Christian Morgenstern: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Morgenstern: Novembertag|Novembertag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Georg Trakl: Sommersonate (1909-1912) - Expressionismus=====&lt;br /&gt;
Georg Trakl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Georg Trakl: Sommersonate|Sommersonate]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ernst Jandl: Auf dem Land (1963) - Konkrete Poesie - Experimentelles=====&lt;br /&gt;
Ernst Jandl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ernst Jandl: Auf dem Land|Auf dem Land]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ulla Hahn: Schöne Landschaft (1985) - Moderne=====&lt;br /&gt;
Ulla Hahn: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Ulla Hahn: Schöne Landschaft|Schöne Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld (1976) - Exkurs über Kitsch=====&lt;br /&gt;
Jürgen Drews: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld|Ein Bett im Kornfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Lyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von dem historischen Ereignis des Jahres 2020, 30 Jahre Wiedervereinigung, werden deutschsprachige, politische [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichte und Songtexte|Gedichte und Songtexte]] unterschiedlicher Dekaden zusammengetragen und analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 9.11.1989: [https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 3.10.1990: [https://www.youtube.com/watch?v=IiOEAumyrRo https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Lyrik ist kommunikative Lyrik:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Was&lt;br /&gt;
!wird&lt;br /&gt;
!wann&lt;br /&gt;
!wie&lt;br /&gt;
!von wem&lt;br /&gt;
!wozu&lt;br /&gt;
!vorgetragen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Inhalt/&lt;br /&gt;
Thema&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historisch-sozialer Zusammenhang, auf den sich das Gedicht bezieht&lt;br /&gt;
|inhaltlich,&lt;br /&gt;
sprachlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formal&lt;br /&gt;
|Bedingungen der Autorin/des Autors&lt;br /&gt;
|Intention&lt;br /&gt;
(Absicht)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabe:&#039;&#039;&#039; Erprobe das abgebildete Analyseschema an einem der von dir ausgewählten Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied=====&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied|Der kleine Unterschied]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Der kleine Unterschied&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko Mascha Kaléko] aus dem Jahr 1940 behandelt das Sprach- und damit Existenzproblem deutscher Emigranten im englischsprachigen Exil. Als Folge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland (1933 - 1945) mussten auch jüdische Dichterinnen wie Mascha Kaléko das Land verlassen und versuchten, im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Auch wenn deutsche Wörter aufgrund ihrer lautlichen Ähnlichkeit vordergründig leicht ins Englische übersetzbar scheinen, so offenbart eine genauere Betrachtung von Wörtern wie &amp;quot;Land, Heimat, Gedicht&amp;quot; die fehlende emotionale Verbindung zum übersetzen Wort. Lyrik ist nicht übersetzbar, könnte man als Kerngedanken dieses Gedichtes annehmen. Damit wäre den geflüchteten Dichterinnen und Dichtern ihre Kunst im Exil nicht mehr möglich. Die politische Aussage dieses Gedichtes wäre, dass eine Emigration die Künstler*innen zwar körperlich rettet, nicht aber geistig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Paul Celan: Todesfuge=====&lt;br /&gt;
Paul Celan: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Paul Celan: Todesfuge|Todesfuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Todesfuge&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan Paul Celan] aus letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs beschreibt den Alltag der Menschen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Die &amp;quot;schwarze Milch&amp;quot;, die die Lagerinsassen täglich trinken, ist zum Symbol für die menschenverachtende Tötungs- und Verbrennungsmaschinerie der Deutschen geworden: Die Milch als lebensspendender Saft, der den Menschen in den Lagern vorenthalten wurde, ist schwarz von der Asche Krematorien, in denen die Leichen der Verhungerten und Vergasten verbrannt wurden. Celan beschrieb mit diesem Gedicht das Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie wie auch das von Millionen weiterer Menschen, die im Holocaust getötet worden sind. Die politische Intention dieses Gedichtes sind Gedenken, Mahnung, Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam=====&lt;br /&gt;
Nelly Sachs: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam|Gebete für den toten Bräutigam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Sachs Nelly Sachs] schreibt ein Gedicht über einen, vermutlich von den Nazis ermordeten Bräutigam. Es wird deutlich, dass das lyrische Ich um ihn trauert und versucht, sich den Schmerz aus der Seele zu schreiben. Auf politischer Ebene beschreibt das Gedicht das Leiden der Juden die zurzeit des Nationalsozialismus&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Reiner Kunze: Die Antenne=====&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/ Reiner Kunze: Die Antenne|Reiner Kunze: Die Antenne]]&amp;lt;br /&amp;gt;In dem Gedicht &amp;quot;Die Antenne&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Kunze Reiner Kunze] steht die Antenne als Metapher für einen Menschen, welcher seine Gedanken nicht frei ausleben kann, da dieses von einer Regierung oder auch einer Diktatur abgelehnt wird und dieser Mensch somit in seinem Denken und Handeln eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Udo Jürgens: Griechischer Wein=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens Udo Jürgens]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Udo Jürgens: Griechischer Wein|Griechischer Wein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied beschreibt die Sehnsucht griechischer Gastarbeiter nach ihrer Heimat im Deutschland der frühen Siebziger Jahre. Der Schlager-Charakter des Liedes täuscht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen sozial-kritischen Text handelt.&lt;br /&gt;
=====Karat: Über sieben Brücken musst du gehn=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Band) Karat]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Über sieben Brücken musst du gehen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen. Die sieben Brücken oder die sieben dunklen Jahre stehen für die schlechten Zeiten, die Jeder von uns überwinden muss. Gleichfalls stehen sie in verschlüsselter Form für das Leben der Menschen in der DDR der Siebziger Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Marius Müller-Westernhagen: Freiheit=====&lt;br /&gt;
[https://www.westernhagen.de/ Marius Müller-Westernhagen]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Marius Müller-Westernhagen: Freiheit|Freiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bereits 1987 zum ersten Mal veröffentlicht, wurde der Song zu einem Symbol des [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer Mauerfalls] und Untergangs der DDR. Das lyrische Ich entlarvt die wirtschaftliche und politische Freiheit nach &amp;quot;gemacht[en] Verträgen&amp;quot; als &amp;quot;naiv&amp;quot; und propagiert an dessen Stelle eine persönliche, fast anarchische Freiheit in der Metapher des Feierns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eva Strasser: Die Welt steht still=====&lt;br /&gt;
[https://literaturwissenschaft.de/buch/splitter-aus-der-quarantaene.html Eva Strasser]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Eva Strasser: Die Welt steht still|Die Welt steht still]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Strasser beschreibt in ihrem Tagebuch-Gedicht die Auswirkungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland ersten Corona-Lockdowns] auf unsere Welt. Die Covid-19-Pandemie hatte drastische Änderungen auf unser normales Leben: Die Straßen sind leer, ruhig und düster. Menschen meiden die Außenwelt und bleiben zu Hause um sich und andere zu schützen. Eine depressive und bedrückte Atmosphäre herrscht über der Welt. Nicht nur wir Menschen werden von dem Virus beeinflusst, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm. Das Corona- Virus bringt drastische Veränderungen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterwegs sein - Reiselyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
Reiselyrik im Wandel der Zeit, das ist das Thema des Deutschunterrichts in der Q1: Was bedeutete für die Menschen das Unterwegssein in ihrer Zeit, welche Arten von Reisen traten sie an, welchen Sinn ergab das Reisen für sie? Diese und weitere Fragen wollen wir in den Epochen des Barocks, der Romantik und des Expressionismus untersuchen und vergleichen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== Lyrik im Expressionismus ====&lt;br /&gt;
Was man zur Epoche des Expressionismus wissen muss, zeigt die Grafik: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gottfried Benn: Schöne Jugend =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend|Schöne Jugend]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Jakob v. Hodddis:  Weltende =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_van_Hoddis Jakob v. Hodddis:]  [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Jakob van Hoddis: Weltende|Weltende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Georg Heym: Der Gott der Stadt =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Heym Georg Heym]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Heym: Gott der Stadt|Gott der Stadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|Interpretiert eines der drei expressionistischen Gedichte schriftlich. Dokumentiert eure Ergebnisse auf euren Benutzerseiten.|Üben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gottfried Benn: Ophelia=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Ophelia|Ophelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benn (1886 - 1956) nimmt in seinem Gedicht &#039;&#039;Ophelia&#039;&#039; Bezug auf die literarische Figur der Ophelia von William Shakespeare. Ophelia ertrinkt, nachdem ihre Liebesbeziehung zu Prinz [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] gescheitert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn verarbeitet das Motiv des tragischen Todes aufgrund eines gebrochenen Herzens - vermutet wird Selbstmord - auf seine ganz eigene Weise: morbide, zynisch, expressionistisch. Man spricht in der Literaturgeschichte in Bezug auf Benn auch von seinem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;medizynischen Blick&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Karoline von Günderode: Der Luftschiffer =====&lt;br /&gt;
Eine Video-Interpretation von PhONSG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
   service=youtube&lt;br /&gt;
   |id=FtGurGmjnlQ&lt;br /&gt;
   |urlargs=start=300&amp;amp;end=388&lt;br /&gt;
   |dimensions=400&lt;br /&gt;
   |alignment=center&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Reiselyrik vom Barock zum Gegenwart: Unterwegs sein ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist eigentlich ein Gedicht, was macht ein Gedicht aus? Bertolt Brecht vergleicht ein Gedicht mit einer Rose und beschreibt es als &amp;quot;etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ..., also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles&amp;quot; (In: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fordert: &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön&amp;quot; und weiter: &amp;quot;In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.&amp;quot; (s.o.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir probieren es aus! Zur „Anwendung von Kriterien“ bietet uns das Wiki eine methodische Anleitung unter: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Wie interpretiere ich ein Gedicht?]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön!&amp;quot; - J. Ringelnatz´ “Die Ameisen“ ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ameisen-Kalender 1897.jpg|mini|Abb.:  Ameisen-Kalender 1897; Verlag Friedrich Geißler. Gemeinfrei (2019).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Altona auf der Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da taten ihnen die Beine weh,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da verzichteten sie weise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn auf den letzten Teil der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So will man oft und kann doch nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und leistet dann recht gern Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: https://www.projekt-gutenberg.org/ringelnz/gedichte/chap005.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 1.) Erster Eindruck: =====&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen auf Abenteuerreise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung: groß, aufregend, anstrengend, fröhlich, unernst, ironisch/übertrieben, lustig ; mit ernstem/traurigem Fazit am Ende - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Aussageideen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	schlicht aufgrund der schlichten Form; Deutungshypothese: Vermeintlich Einfaches entpuppt sich später als durchaus schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	verwirrend: Ameisen auf Weltreise - Was hat das mit meinem Leben zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Überheblich: größenwahnsinnige Ameisen - Übertragung auf den Menschen: Sind wir eigentlich auch nur Ameisen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 2.) Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen wollen von Hamburg aus nach Australien reisen, geben aber schon in Altona erschöpft auf. In der Folge verzichten sie auf „den Rest der Reise“. Es wird ein Fazit formuliert: Man verzichtet gerne auf Dinge, die man nicht realisieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 3.) Analyse: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3a.) inhaltlich: ======&lt;br /&gt;
V1.: Funktion: Vorstellung der Szenerie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	zwei Ameisen leben in Hamburg: klein, fleißig, Kolonie-Tiere in Hamburg als Hafen- /Handels-Stadt; Startpunkt vieler Auswanderer&lt;br /&gt;
* •	Wirkung: ironisch, übertrieben, abenteuerlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3b.) sprachlich: ======&lt;br /&gt;
* •	Hyperbel in V. 1/2: Ameisen auf Weltreise&lt;br /&gt;
* •	Antithetik: klein/groß: Ameise/Stadt; Australien/Altona, Wollen/Können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alliterationen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf D - Darstellung der einzelnen Schritte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf A - Darstellung/Verknüpfung  der Figuren und Orte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Verbindung mit der Antithetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen: schlicht/einprägsam / lustig/bedacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3c) formal:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ein kurzes Gedicht analog zur Kürze der tatsächlichen Reise (von Hamburg nach Altona); bestehend aus zwei Strophen -mit einmal sechs Versen und einmal zwei Versen analog zum Abbruch der Reise bereits in Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strophenarrangement wirkt so, als wäre es nur eine Strophe, da die zweite wie ein Anhang wirkt: Die erste Strophe enthält die Geschichte von den Ameisen, die zweite formuliert eine Moral/Lehre aus der Geschichte: Menschen geben zu schnell auf, begründen ihr Aufgeben mit vorgeschobenen Argumenten (hier: Beinschmerzen) und stellen ihr Aufgeben als Verzicht dar, um vor sich selbst und anderen nicht als Verlierer, sondern als großzügig Verzichtender dazustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Überheblichkeit der Menschen, die sich zu viel vornehmen und das dann nicht erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ - weiterführende Deutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ziele, egal wie unrealistisch, sollten dennoch verfolgt werden. Verzichten ist besser, als es gar nicht probiert zu haben (hier: Altona ist nicht Australien, aber auch eine Reise wert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Menschen verzichten auch gerne aus angeblich altruistischen Gründen  (Selbstlosigkeit), die aber oftmals Garn ich so selbstlos sind, sondern eher eigennützig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reime und Kadenzen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Paarreim ( die letzten Wörter, der jeweiligen Verse reimen sich auf die danach folgenden ,,weise&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; -&amp;gt; ,,Reise&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kadenzen-&amp;gt; w,w,m,w,w,m,m -&amp;gt; ausschließlich weibliche Kadenzen (diese sind am Ende des Wortes unbetont)&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Reime und Kadenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchgängiger Paarreim — Funktion: zwei Verse gehören immer Inhaltlich zusammen: Ameisenreise; Scheitern; Weisheit des Reiseabbruchs, Verzicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternierende Kadenzen: Vers 1 und 2 - klingende Kadenzen („Ameisen/reisen“), Vers 3 und 4 - stumpfe Kadenz, Vers 5 und 6 - klingende Kadenz, Vers 7 und 8 stumpfe Kadenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutung: Hin und Her oder Höhen und Tiefen der Ameisenbewegung; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumpfe Kadenzen treten beim Wehleiden auf und im Fazit (Verzicht), Abbruch unterstreicht eher negative Wirkung; im Kontrast zur offenen, klingenden  Wirkung bei der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Metrum: 4-hebiger Jambus mit einer metrischen Verschiebung im ersten Vers auf Ameise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u     /      u       /    u    /        u  /  u&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung:   Dynamik der Reise-Bewegung, Fröhlichkeit/Aufbruchsstimmung der Ameisen durch auftaktischen Jambus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrische Verschiebung … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstärkt den Reim auf „ei“  und rückt damit Ameisen und Reisen stärker zusammen. -&amp;gt; Absurdität des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstolpert das Vorhaben schon in der Planung bzw. in der Reisegruppe - &amp;gt; zwei Ameisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Reise-Lyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Lyrik_des_Barock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Unterwegs sein ... im Barock =&lt;br /&gt;
[[Datei:Barthel_(Bartholomäus)_Bruyn_-_Vanitas.JPG|alternativtext=Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas|mini|360x360px|[[:Datei:Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG|Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG]]; gemeinfrei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interpretation von Paul Flemings Lebenserfahrungen in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; (1546) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Paul Fleming: An Deutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja Mutter es ist war. Ich habe diese Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Jugend mehr als faul und übel angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab&#039; es nicht gethan/wie ich mich dir verpfändet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lange bin ich aus/und dencke noch so weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach Mutter zürne nicht; es ist mir mehr als leid/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Vorwitz dieser Muth hat mich zu sehr verblendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hab&#039; ich allzuweit von dir/Trost/abgeländet/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und kan es endern nicht/wie hoch es mir auch reut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muß folgen/wie/und wenn/und wo man denckt hinaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will gleich/oder nicht. Es wird nichts anders draus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen meyne nicht/O du mein schweer Verlangen/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich dencke nicht auff dich/und was mir frommen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wohnet überall/der nach der Tugend ringt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Fleming: An Deutschland. In: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9601&amp;amp;#x20;/66&amp;amp;#x20;(22.06.2018);&amp;amp;#x20;Bild:&amp;amp;#x20;bpk&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Form: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;; V.1). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.Das variierende Metrum spiegelt die innere Zerissenheit und das Bedauern des lyrischen Ichs wider, während es über vergangene Fehler reflektiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V.1-2), Kreuzreime und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;gehangen&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;und &amp;quot;verlangen&amp;quot;, V.7 und V. 10). Diese Vielfalt an Reimen trägt zur Lebendigkeit des Gedichts bei. Seine Paarreime erzeugen eine direkte Verbindung zwischen den Gedanken. Die umarmenden Reime, bei denen sich das erste und das vierte sowie das zweite und das dritte Wort der Strophe reimen, verleihen dem Gedicht eine gewisse Abrundung, die den Leser dazu bringt über die Botschaft des Gedichts nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend stumpf, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V. 2-3). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die den emotionalen Inhalt des Gedichts widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der [https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandriner Alexandriner], ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sprache: =====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist (V.9). Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich (V.7-8). Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt (V.1-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.negative Konnotationen: Die zahreiche Verwendung von negativ konnotierten Wörtern, wie bespielsweise ,, zürne&amp;quot;  Vers 5, sowie ,,faul und übel&amp;quot; Vers 2, haben eine bedrückende und selbstklagende Wirkung auf den Leser. Dies verdeutlicht die Reue des Lyrischen Ichs im Bezug auf seinen Lebensstil und die negativen Erinnerungen die es damit assoziiert. Außerdem ist anzumerken, dass sich das lyrische Ich selbstreflextiert äußert, was durch die negativen Konnotationen besonders hervorgehoben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (1609 - 1640), bekannt für seine vielen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Entstehungshintergrund Barock und Dreißigjähriger Krieg =====&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]][https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] war einer der bedeutendsten Dichter während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg Dreißigjähigen Krieges] (1618 bis 1648) und prägte diese Zeit mit seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht zeigt typische Merkmale aus dem Barock, typisch ist die metaphorische Sprache und Bildsprache (schwaches Boot). Es lässt sich ebenfalls sagen, dass der Dreißigjährige Krieg  Einfluss auf ihn hatte und seine persönlichen Erfahrungen und Denkweise davon beeinflusst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist es es erwähnenswert, dass das analysierte Gedicht aus der Epoche Barock stammt.Einige Merkmale lassen sich im Gedicht wiederspiegeln. Beispielsweise ist es ein Merkmal des Barocks, dass in den Gedichten zahlreiche rhetorische Stilmittel wie Symbole, Vergleiche und Personifikation verwendet wurden. Diese hat auch Flemming in sein Gedicht oftmals benutz ,wie beispielsweise die Personifikation Deutschlandes oder die metaphorische Darstellung des Lyrischen Ichs ,als ,,schwaches Both&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; welches hinter großen Schiffe hinterhergezogen wurde. Ein weiteres Merkmal in der Lyrik des Barocks ist die  Erwähnung der Tugend. Laut dem lyrsichen Ich ist der tugenhafte Mensch überall zu Hause.(V. 14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Barock ist geprägt von zentralen Leitmotiven wie &amp;quot;Carpe Diem&amp;quot;, &amp;quot;Vanitas&amp;quot; und &amp;quot;Memento Mori&amp;quot;. Flemming nutzt das Motiv &amp;quot;Memento Mori&amp;quot; (gedenke dem Tag), indem er darüber klagt, wie er seine Jugendzeit verschwendet habe. Diese Motive verfolgen das selbe Ziel: sie erinnern den Menschen an die eigene Vergänglichkeit und rufen zur Selbstreflektion auf, wie es hier auch deutlich wird, indem Flemming seine Jugend reflektiert. Eine oft vorkommende lyrische Form des Barocks ist das Sonett. Die Quartetten zeigen dabei die Seite des Widerspruchs, hier Flemmings Reue, die folgenden Terzetten beschreiben die andere Seite, also Flemmings Selbstreflektion und Trost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Epoche des Barocks geprägt durch den 30-jährigen Krieg und noch vielen weiteren Religions- und Machtkonflikten. Daraus kann man entnehmen, dass diese zahlreichen Kriege die Gründe sind, weshalb das lyrische Ich sich nutzlos und faul fühlt und Deutschland während dieser Krisen im ,,Stich &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gelassen und aus dem Grund auch seine Taten bereut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerversion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholungen reduzieren: Reue, Selbstreflexion!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;), Kreuzreime (z.B. &amp;quot;leid&amp;quot; und &amp;quot;verblendet&amp;quot;) und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;reut&amp;quot; und &amp;quot;bringt&amp;quot;). Diese Vielfalt an Reimen verleiht dem Gedicht eine &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;interessante Struktur.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend männlich, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;gut&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; zu den emotionalen Inhalten des Gedichts &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;passt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Wertungen durch Wirkungen ersetzen! …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausdeutung auf Rousseau einfügen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem derAlexandriner, ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist. Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich. Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts (Welchen? Welche?)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
# negative Konnotationen: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]]&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] (1609 - 1640),  bekannt für seine ungewöhnlichen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Epochenbezug: Barock; Dreißigjähriger Krieg: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sibylla Schwarz: Auff die, so durch Reisen wollen berühmet werden (ca. 1650) ===&lt;br /&gt;
Wer weit verreisen wir / der reise weit und breit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilge Schrift hierdurch /  das hilfft zur Seeigkeit;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer weit  verraisen wil / der schaw die Bücher an /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darin er recht wohl die Welt beschawen kan;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;der hat ein freyen Pas / der geht Auff Gottes Wegen /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an andrer Raisenart ist gar nicht viel gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [https://www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html. www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html.][[File:Sibylla Schwarz 1650.jpg|thumb|[https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Schwarz Sibylla Schwarz] (Frontispiz-Detail: Deutsche Poëtische Gedichte, 1650)]]&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exkurs: Wie gut kann ChatGPT Gedichte interpretieren? ==&lt;br /&gt;
ChatGPT ist ein Computerprogramm, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) menschliche Sprache verarbeitet. Es kann Texte untersuchen, Texte produzieren, sie in andere Sprachen übersetzen und auf Fragen antworten. Das geschieht in Form eines Chats. ChatGPT wurde von der US-amerikanischen Firma OpenAI entwickelt und basiert auf Daten bis 2021. Es wurde trainiert, um Texte in verschiedenen Sprachen zu verstehen und darauf zu antworten, einschließlich Deutsch. Das geschieht, indem das Programm die gespeicherten Daten nach geeigneten Informationen durchsucht und daraus Sätze macht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit passen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb unsere Frage: &#039;&#039;&#039;Wie gut kann ChatGPT deutsche Gedichte interpretieren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsaufträge:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Achtung|Bearbeite mindestens die Aufgaben 1 - 3; du hast dafür 15 Minuten Zeit.| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 1|Führe unterschiedliche Prompts mit einem von dir bereits interpretierten Gedicht aus|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 2|Steuere deinen Chat mit ChatGPT, z.B. &lt;br /&gt;
* indem du für einen Prompt verschiedene Formulierungen verwendest,&lt;br /&gt;
* indem du mehrere Prompts hintereinander ausführst, so dass deine Anfragen präzisiert werden,&lt;br /&gt;
* indem du ChatGPT bei Fehlern korrigierst.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 3|Vergleiche die Ergebnisse mit deinen eigenen Interpretationen und notiere deine Beobachtungen  auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 4|Bewerte die Qualität von ChatGPT für Gedichtinterpretationen: Wie gut kann es Gedichte interpretieren? Notiere auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt&amp;diff=96109</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt&amp;diff=96109"/>
		<updated>2024-05-24T08:49:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, daß nicht einmal Blumen welken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen. [...] Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, daß aber ihre Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm nicht wirklich nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Bertolt Brecht: Über Lyrik. Frankfurt/M. 1977, S. 123&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Was ist Lyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verrät dir dieses kleine Lied:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Ebner-Eschenbach (1830-1916)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein kleines Lied&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kleines Lied, wie geht&#039;s nur an, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man so lieb es haben kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was liegt darin? erzähle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt darin ein wenig Klang, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein wenig Wohllaut und Gesang &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und eine ganze Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.lyrikmond.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie interpretiere ich ein Gedicht?===&lt;br /&gt;
Eine Anleitung zur schrittweisen, vollständigen Gedichtinterpretation findest du [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10|Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Heinrich Heine: Die schlesischen Weber|Heinrich Heine: Die schlesischen Weber (1844)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)|Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Emma Döltz: Hoffnung|Emma Döltz: Hoffnung (1910)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Heimweh, wonach?|Mascha Kaléko: Heimweh, wonach? (ca. 1938)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ingeborg Bachmann: Alle Tage|Ingeborg Bachmann: Alle Tage]] (1952)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Ernst Jandl: My own song|Ernst Jandl: My own song (1966)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus|Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus (1974)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Karat: Über sieben Brücken musst du gehen]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Martina Sens: der schrei nach führung|Martina Sens: der schrei nach führung (2019)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Samira Schogofa: Das war‘s dann|Samira Schogofa: Das war‘s dann (aktuell)]]=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Naturlyrik im Spiegel der Zeit===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturlyrik.jpg|mini|Naturlyrik. Aus: Weidemann/Weidemann: 75 Bildkarten für Coaching und Beratung. Beltz 2013]]&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 21/22 beschäftigen sich Lernenden der Einführungsphase (EF) mit dem Thema Naturlyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns mit Gedichten verschiedener Epochen beschäftigen, die im weitesten Sinne das Thema „Natur“ behandeln, dabei wollen wir herausfinden, warum ein Motiv über die Jahrhunderte hinweg aktuell geblieben ist, und wie es sich in dieser Zeit aber verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfragen&#039;&#039; unserer Arbeit werden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was ist überhaupt Naturlyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie hat sich die Lyrik im Laufe der Zeit verändert? Unterschiede zwischen dem 17. Jh. und heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie finde ich die Emotionen des Schriftstellers im Gedicht wieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Welche Folgen hat Lyrik für die heutige Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie formuliert man eine [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Gedichtanalyse]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den folgenden Gedichten gilt es,  exemplarisch zwei - aus verschiedenen Zeiten - vergleichend zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Andreas Gryphius: Einsamkeit (1663) - Barock=====&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Andreas Gryphius: Einsamkeit|Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Wolfgang v. Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh’ (1780) - Klassik=====&lt;br /&gt;
J. W. v. Goethe: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh&#039;|Über den Gipfeln ist Ruh&#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Anette v. Droste- Hülshoff: Der Knabe im Moor (1844)=====&lt;br /&gt;
Anette v. Droste- Hülshoff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor|Der Knabe im Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Joseph v. Eichendorff: Mondnacht (1873) - Romantik=====&lt;br /&gt;
Joseph v. Eichendorff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Joseph v. Eichendorff: Mondnacht|Mondnacht]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Christian Morgenstern: Novembertag  (ça. 1900) - Jahrhundertwende=====&lt;br /&gt;
Christian Morgenstern: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Morgenstern: Novembertag|Novembertag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Georg Trakl: Sommersonate (1909-1912) - Expressionismus=====&lt;br /&gt;
Georg Trakl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Georg Trakl: Sommersonate|Sommersonate]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ernst Jandl: Auf dem Land (1963) - Konkrete Poesie - Experimentelles=====&lt;br /&gt;
Ernst Jandl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ernst Jandl: Auf dem Land|Auf dem Land]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ulla Hahn: Schöne Landschaft (1985) - Moderne=====&lt;br /&gt;
Ulla Hahn: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Ulla Hahn: Schöne Landschaft|Schöne Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld (1976) - Exkurs über Kitsch=====&lt;br /&gt;
Jürgen Drews: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld|Ein Bett im Kornfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Lyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von dem historischen Ereignis des Jahres 2020, 30 Jahre Wiedervereinigung, werden deutschsprachige, politische [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichte und Songtexte|Gedichte und Songtexte]] unterschiedlicher Dekaden zusammengetragen und analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 9.11.1989: [https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 3.10.1990: [https://www.youtube.com/watch?v=IiOEAumyrRo https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Lyrik ist kommunikative Lyrik:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Was&lt;br /&gt;
!wird&lt;br /&gt;
!wann&lt;br /&gt;
!wie&lt;br /&gt;
!von wem&lt;br /&gt;
!wozu&lt;br /&gt;
!vorgetragen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Inhalt/&lt;br /&gt;
Thema&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historisch-sozialer Zusammenhang, auf den sich das Gedicht bezieht&lt;br /&gt;
|inhaltlich,&lt;br /&gt;
sprachlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formal&lt;br /&gt;
|Bedingungen der Autorin/des Autors&lt;br /&gt;
|Intention&lt;br /&gt;
(Absicht)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabe:&#039;&#039;&#039; Erprobe das abgebildete Analyseschema an einem der von dir ausgewählten Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied=====&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied|Der kleine Unterschied]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Der kleine Unterschied&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko Mascha Kaléko] aus dem Jahr 1940 behandelt das Sprach- und damit Existenzproblem deutscher Emigranten im englischsprachigen Exil. Als Folge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland (1933 - 1945) mussten auch jüdische Dichterinnen wie Mascha Kaléko das Land verlassen und versuchten, im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Auch wenn deutsche Wörter aufgrund ihrer lautlichen Ähnlichkeit vordergründig leicht ins Englische übersetzbar scheinen, so offenbart eine genauere Betrachtung von Wörtern wie &amp;quot;Land, Heimat, Gedicht&amp;quot; die fehlende emotionale Verbindung zum übersetzen Wort. Lyrik ist nicht übersetzbar, könnte man als Kerngedanken dieses Gedichtes annehmen. Damit wäre den geflüchteten Dichterinnen und Dichtern ihre Kunst im Exil nicht mehr möglich. Die politische Aussage dieses Gedichtes wäre, dass eine Emigration die Künstler*innen zwar körperlich rettet, nicht aber geistig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Paul Celan: Todesfuge=====&lt;br /&gt;
Paul Celan: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Paul Celan: Todesfuge|Todesfuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Todesfuge&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan Paul Celan] aus letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs beschreibt den Alltag der Menschen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Die &amp;quot;schwarze Milch&amp;quot;, die die Lagerinsassen täglich trinken, ist zum Symbol für die menschenverachtende Tötungs- und Verbrennungsmaschinerie der Deutschen geworden: Die Milch als lebensspendender Saft, der den Menschen in den Lagern vorenthalten wurde, ist schwarz von der Asche Krematorien, in denen die Leichen der Verhungerten und Vergasten verbrannt wurden. Celan beschrieb mit diesem Gedicht das Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie wie auch das von Millionen weiterer Menschen, die im Holocaust getötet worden sind. Die politische Intention dieses Gedichtes sind Gedenken, Mahnung, Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam=====&lt;br /&gt;
Nelly Sachs: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam|Gebete für den toten Bräutigam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Sachs Nelly Sachs] schreibt ein Gedicht über einen, vermutlich von den Nazis ermordeten Bräutigam. Es wird deutlich, dass das lyrische Ich um ihn trauert und versucht, sich den Schmerz aus der Seele zu schreiben. Auf politischer Ebene beschreibt das Gedicht das Leiden der Juden die zurzeit des Nationalsozialismus&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Reiner Kunze: Die Antenne=====&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/ Reiner Kunze: Die Antenne|Reiner Kunze: Die Antenne]]&amp;lt;br /&amp;gt;In dem Gedicht &amp;quot;Die Antenne&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Kunze Reiner Kunze] steht die Antenne als Metapher für einen Menschen, welcher seine Gedanken nicht frei ausleben kann, da dieses von einer Regierung oder auch einer Diktatur abgelehnt wird und dieser Mensch somit in seinem Denken und Handeln eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Udo Jürgens: Griechischer Wein=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens Udo Jürgens]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Udo Jürgens: Griechischer Wein|Griechischer Wein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied beschreibt die Sehnsucht griechischer Gastarbeiter nach ihrer Heimat im Deutschland der frühen Siebziger Jahre. Der Schlager-Charakter des Liedes täuscht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen sozial-kritischen Text handelt.&lt;br /&gt;
=====Karat: Über sieben Brücken musst du gehn=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Band) Karat]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Über sieben Brücken musst du gehen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen. Die sieben Brücken oder die sieben dunklen Jahre stehen für die schlechten Zeiten, die Jeder von uns überwinden muss. Gleichfalls stehen sie in verschlüsselter Form für das Leben der Menschen in der DDR der Siebziger Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Marius Müller-Westernhagen: Freiheit=====&lt;br /&gt;
[https://www.westernhagen.de/ Marius Müller-Westernhagen]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Marius Müller-Westernhagen: Freiheit|Freiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bereits 1987 zum ersten Mal veröffentlicht, wurde der Song zu einem Symbol des [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer Mauerfalls] und Untergangs der DDR. Das lyrische Ich entlarvt die wirtschaftliche und politische Freiheit nach &amp;quot;gemacht[en] Verträgen&amp;quot; als &amp;quot;naiv&amp;quot; und propagiert an dessen Stelle eine persönliche, fast anarchische Freiheit in der Metapher des Feierns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eva Strasser: Die Welt steht still=====&lt;br /&gt;
[https://literaturwissenschaft.de/buch/splitter-aus-der-quarantaene.html Eva Strasser]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Eva Strasser: Die Welt steht still|Die Welt steht still]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Strasser beschreibt in ihrem Tagebuch-Gedicht die Auswirkungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland ersten Corona-Lockdowns] auf unsere Welt. Die Covid-19-Pandemie hatte drastische Änderungen auf unser normales Leben: Die Straßen sind leer, ruhig und düster. Menschen meiden die Außenwelt und bleiben zu Hause um sich und andere zu schützen. Eine depressive und bedrückte Atmosphäre herrscht über der Welt. Nicht nur wir Menschen werden von dem Virus beeinflusst, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm. Das Corona- Virus bringt drastische Veränderungen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterwegs sein - Reiselyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
Reiselyrik im Wandel der Zeit, das ist das Thema des Deutschunterrichts in der Q1: Was bedeutete für die Menschen das Unterwegssein in ihrer Zeit, welche Arten von Reisen traten sie an, welchen Sinn ergab das Reisen für sie? Diese und weitere Fragen wollen wir in den Epochen des Barocks, der Romantik und des Expressionismus untersuchen und vergleichen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== Lyrik im Expressionismus ====&lt;br /&gt;
Was man zur Epoche des Expressionismus wissen muss, zeigt die Grafik: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gottfried Benn: Schöne Jugend =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend|Schöne Jugend]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Jakob v. Hodddis:  Weltende =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_van_Hoddis Jakob v. Hodddis:]  [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Jakob van Hoddis: Weltende|Weltende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Georg Heym: Der Gott der Stadt =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Heym Georg Heym]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Heym: Gott der Stadt|Gott der Stadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|Interpretiert eines der drei expressionistischen Gedichte schriftlich. Dokumentiert eure Ergebnisse auf euren Benutzerseiten.|Üben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gottfried Benn: Ophelia=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Ophelia|Ophelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benn (1886 - 1956) nimmt in seinem Gedicht &#039;&#039;Ophelia&#039;&#039; Bezug auf die literarische Figur der Ophelia von William Shakespeare. Ophelia ertrinkt, nachdem ihre Liebesbeziehung zu Prinz [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] gescheitert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn verarbeitet das Motiv des tragischen Todes aufgrund eines gebrochenen Herzens - vermutet wird Selbstmord - auf seine ganz eigene Weise: morbide, zynisch, expressionistisch. Man spricht in der Literaturgeschichte in Bezug auf Benn auch von seinem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;medizynischen Blick&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der Luftschiffer&amp;quot; von Karoline von Günderode&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erstellt von PhONSG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
   service=youtube&lt;br /&gt;
   |id=FtGurGmjnlQ&lt;br /&gt;
   |urlargs=start=300&amp;amp;end=388&lt;br /&gt;
   |dimensions=400&lt;br /&gt;
   |alignment=center&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Reiselyrik vom Barock zum Gegenwart: Unterwegs sein ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist eigentlich ein Gedicht, was macht ein Gedicht aus? Bertolt Brecht vergleicht ein Gedicht mit einer Rose und beschreibt es als &amp;quot;etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ..., also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles&amp;quot; (In: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fordert: &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön&amp;quot; und weiter: &amp;quot;In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.&amp;quot; (s.o.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir probieren es aus! Zur „Anwendung von Kriterien“ bietet uns das Wiki eine methodische Anleitung unter: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Wie interpretiere ich ein Gedicht?]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön!&amp;quot; - J. Ringelnatz´ “Die Ameisen“ ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ameisen-Kalender 1897.jpg|mini|Abb.:  Ameisen-Kalender 1897; Verlag Friedrich Geißler. Gemeinfrei (2019).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Altona auf der Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da taten ihnen die Beine weh,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da verzichteten sie weise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn auf den letzten Teil der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So will man oft und kann doch nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und leistet dann recht gern Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: https://www.projekt-gutenberg.org/ringelnz/gedichte/chap005.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 1.) Erster Eindruck: =====&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen auf Abenteuerreise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung: groß, aufregend, anstrengend, fröhlich, unernst, ironisch/übertrieben, lustig ; mit ernstem/traurigem Fazit am Ende - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Aussageideen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	schlicht aufgrund der schlichten Form; Deutungshypothese: Vermeintlich Einfaches entpuppt sich später als durchaus schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	verwirrend: Ameisen auf Weltreise - Was hat das mit meinem Leben zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Überheblich: größenwahnsinnige Ameisen - Übertragung auf den Menschen: Sind wir eigentlich auch nur Ameisen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 2.) Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen wollen von Hamburg aus nach Australien reisen, geben aber schon in Altona erschöpft auf. In der Folge verzichten sie auf „den Rest der Reise“. Es wird ein Fazit formuliert: Man verzichtet gerne auf Dinge, die man nicht realisieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 3.) Analyse: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3a.) inhaltlich: ======&lt;br /&gt;
V1.: Funktion: Vorstellung der Szenerie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	zwei Ameisen leben in Hamburg: klein, fleißig, Kolonie-Tiere in Hamburg als Hafen- /Handels-Stadt; Startpunkt vieler Auswanderer&lt;br /&gt;
* •	Wirkung: ironisch, übertrieben, abenteuerlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3b.) sprachlich: ======&lt;br /&gt;
* •	Hyperbel in V. 1/2: Ameisen auf Weltreise&lt;br /&gt;
* •	Antithetik: klein/groß: Ameise/Stadt; Australien/Altona, Wollen/Können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alliterationen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf D - Darstellung der einzelnen Schritte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf A - Darstellung/Verknüpfung  der Figuren und Orte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Verbindung mit der Antithetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen: schlicht/einprägsam / lustig/bedacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3c) formal:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ein kurzes Gedicht analog zur Kürze der tatsächlichen Reise (von Hamburg nach Altona); bestehend aus zwei Strophen -mit einmal sechs Versen und einmal zwei Versen analog zum Abbruch der Reise bereits in Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strophenarrangement wirkt so, als wäre es nur eine Strophe, da die zweite wie ein Anhang wirkt: Die erste Strophe enthält die Geschichte von den Ameisen, die zweite formuliert eine Moral/Lehre aus der Geschichte: Menschen geben zu schnell auf, begründen ihr Aufgeben mit vorgeschobenen Argumenten (hier: Beinschmerzen) und stellen ihr Aufgeben als Verzicht dar, um vor sich selbst und anderen nicht als Verlierer, sondern als großzügig Verzichtender dazustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Überheblichkeit der Menschen, die sich zu viel vornehmen und das dann nicht erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ - weiterführende Deutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ziele, egal wie unrealistisch, sollten dennoch verfolgt werden. Verzichten ist besser, als es gar nicht probiert zu haben (hier: Altona ist nicht Australien, aber auch eine Reise wert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Menschen verzichten auch gerne aus angeblich altruistischen Gründen  (Selbstlosigkeit), die aber oftmals Garn ich so selbstlos sind, sondern eher eigennützig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reime und Kadenzen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Paarreim ( die letzten Wörter, der jeweiligen Verse reimen sich auf die danach folgenden ,,weise&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; -&amp;gt; ,,Reise&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kadenzen-&amp;gt; w,w,m,w,w,m,m -&amp;gt; ausschließlich weibliche Kadenzen (diese sind am Ende des Wortes unbetont)&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Reime und Kadenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchgängiger Paarreim — Funktion: zwei Verse gehören immer Inhaltlich zusammen: Ameisenreise; Scheitern; Weisheit des Reiseabbruchs, Verzicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternierende Kadenzen: Vers 1 und 2 - klingende Kadenzen („Ameisen/reisen“), Vers 3 und 4 - stumpfe Kadenz, Vers 5 und 6 - klingende Kadenz, Vers 7 und 8 stumpfe Kadenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutung: Hin und Her oder Höhen und Tiefen der Ameisenbewegung; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumpfe Kadenzen treten beim Wehleiden auf und im Fazit (Verzicht), Abbruch unterstreicht eher negative Wirkung; im Kontrast zur offenen, klingenden  Wirkung bei der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Metrum: 4-hebiger Jambus mit einer metrischen Verschiebung im ersten Vers auf Ameise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u     /      u       /    u    /        u  /  u&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung:   Dynamik der Reise-Bewegung, Fröhlichkeit/Aufbruchsstimmung der Ameisen durch auftaktischen Jambus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrische Verschiebung … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstärkt den Reim auf „ei“  und rückt damit Ameisen und Reisen stärker zusammen. -&amp;gt; Absurdität des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstolpert das Vorhaben schon in der Planung bzw. in der Reisegruppe - &amp;gt; zwei Ameisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Reise-Lyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Lyrik_des_Barock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Unterwegs sein ... im Barock =&lt;br /&gt;
[[Datei:Barthel_(Bartholomäus)_Bruyn_-_Vanitas.JPG|alternativtext=Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas|mini|360x360px|[[:Datei:Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG|Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG]]; gemeinfrei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interpretation von Paul Flemings Lebenserfahrungen in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; (1546) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Paul Fleming: An Deutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja Mutter es ist war. Ich habe diese Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Jugend mehr als faul und übel angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab&#039; es nicht gethan/wie ich mich dir verpfändet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lange bin ich aus/und dencke noch so weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach Mutter zürne nicht; es ist mir mehr als leid/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Vorwitz dieser Muth hat mich zu sehr verblendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hab&#039; ich allzuweit von dir/Trost/abgeländet/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und kan es endern nicht/wie hoch es mir auch reut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muß folgen/wie/und wenn/und wo man denckt hinaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will gleich/oder nicht. Es wird nichts anders draus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen meyne nicht/O du mein schweer Verlangen/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich dencke nicht auff dich/und was mir frommen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wohnet überall/der nach der Tugend ringt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Fleming: An Deutschland. In: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9601&amp;amp;#x20;/66&amp;amp;#x20;(22.06.2018);&amp;amp;#x20;Bild:&amp;amp;#x20;bpk&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Form: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;; V.1). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.Das variierende Metrum spiegelt die innere Zerissenheit und das Bedauern des lyrischen Ichs wider, während es über vergangene Fehler reflektiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V.1-2), Kreuzreime und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;gehangen&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;und &amp;quot;verlangen&amp;quot;, V.7 und V. 10). Diese Vielfalt an Reimen trägt zur Lebendigkeit des Gedichts bei. Seine Paarreime erzeugen eine direkte Verbindung zwischen den Gedanken. Die umarmenden Reime, bei denen sich das erste und das vierte sowie das zweite und das dritte Wort der Strophe reimen, verleihen dem Gedicht eine gewisse Abrundung, die den Leser dazu bringt über die Botschaft des Gedichts nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend stumpf, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V. 2-3). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die den emotionalen Inhalt des Gedichts widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der [https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandriner Alexandriner], ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sprache: =====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist (V.9). Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich (V.7-8). Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt (V.1-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.negative Konnotationen: Die zahreiche Verwendung von negativ konnotierten Wörtern, wie bespielsweise ,, zürne&amp;quot;  Vers 5, sowie ,,faul und übel&amp;quot; Vers 2, haben eine bedrückende und selbstklagende Wirkung auf den Leser. Dies verdeutlicht die Reue des Lyrischen Ichs im Bezug auf seinen Lebensstil und die negativen Erinnerungen die es damit assoziiert. Außerdem ist anzumerken, dass sich das lyrische Ich selbstreflextiert äußert, was durch die negativen Konnotationen besonders hervorgehoben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (1609 - 1640), bekannt für seine vielen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Entstehungshintergrund Barock und Dreißigjähriger Krieg =====&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]][https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] war einer der bedeutendsten Dichter während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg Dreißigjähigen Krieges] (1618 bis 1648) und prägte diese Zeit mit seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht zeigt typische Merkmale aus dem Barock, typisch ist die metaphorische Sprache und Bildsprache (schwaches Boot). Es lässt sich ebenfalls sagen, dass der Dreißigjährige Krieg  Einfluss auf ihn hatte und seine persönlichen Erfahrungen und Denkweise davon beeinflusst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist es es erwähnenswert, dass das analysierte Gedicht aus der Epoche Barock stammt.Einige Merkmale lassen sich im Gedicht wiederspiegeln. Beispielsweise ist es ein Merkmal des Barocks, dass in den Gedichten zahlreiche rhetorische Stilmittel wie Symbole, Vergleiche und Personifikation verwendet wurden. Diese hat auch Flemming in sein Gedicht oftmals benutz ,wie beispielsweise die Personifikation Deutschlandes oder die metaphorische Darstellung des Lyrischen Ichs ,als ,,schwaches Both&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; welches hinter großen Schiffe hinterhergezogen wurde. Ein weiteres Merkmal in der Lyrik des Barocks ist die  Erwähnung der Tugend. Laut dem lyrsichen Ich ist der tugenhafte Mensch überall zu Hause.(V. 14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Barock ist geprägt von zentralen Leitmotiven wie &amp;quot;Carpe Diem&amp;quot;, &amp;quot;Vanitas&amp;quot; und &amp;quot;Memento Mori&amp;quot;. Flemming nutzt das Motiv &amp;quot;Memento Mori&amp;quot; (gedenke dem Tag), indem er darüber klagt, wie er seine Jugendzeit verschwendet habe. Diese Motive verfolgen das selbe Ziel: sie erinnern den Menschen an die eigene Vergänglichkeit und rufen zur Selbstreflektion auf, wie es hier auch deutlich wird, indem Flemming seine Jugend reflektiert. Eine oft vorkommende lyrische Form des Barocks ist das Sonett. Die Quartetten zeigen dabei die Seite des Widerspruchs, hier Flemmings Reue, die folgenden Terzetten beschreiben die andere Seite, also Flemmings Selbstreflektion und Trost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Epoche des Barocks geprägt durch den 30-jährigen Krieg und noch vielen weiteren Religions- und Machtkonflikten. Daraus kann man entnehmen, dass diese zahlreichen Kriege die Gründe sind, weshalb das lyrische Ich sich nutzlos und faul fühlt und Deutschland während dieser Krisen im ,,Stich &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gelassen und aus dem Grund auch seine Taten bereut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerversion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholungen reduzieren: Reue, Selbstreflexion!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;), Kreuzreime (z.B. &amp;quot;leid&amp;quot; und &amp;quot;verblendet&amp;quot;) und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;reut&amp;quot; und &amp;quot;bringt&amp;quot;). Diese Vielfalt an Reimen verleiht dem Gedicht eine &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;interessante Struktur.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend männlich, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;gut&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; zu den emotionalen Inhalten des Gedichts &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;passt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Wertungen durch Wirkungen ersetzen! …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausdeutung auf Rousseau einfügen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem derAlexandriner, ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist. Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich. Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts (Welchen? Welche?)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
# negative Konnotationen: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]]&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] (1609 - 1640),  bekannt für seine ungewöhnlichen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Epochenbezug: Barock; Dreißigjähriger Krieg: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sibylla Schwarz: Auff die, so durch Reisen wollen berühmet werden (ca. 1650) ===&lt;br /&gt;
Wer weit verreisen wir / der reise weit und breit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilge Schrift hierdurch /  das hilfft zur Seeigkeit;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer weit  verraisen wil / der schaw die Bücher an /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darin er recht wohl die Welt beschawen kan;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;der hat ein freyen Pas / der geht Auff Gottes Wegen /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an andrer Raisenart ist gar nicht viel gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [https://www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html. www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html.][[File:Sibylla Schwarz 1650.jpg|thumb|[https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Schwarz Sibylla Schwarz] (Frontispiz-Detail: Deutsche Poëtische Gedichte, 1650)]]&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exkurs: Wie gut kann ChatGPT Gedichte interpretieren? ==&lt;br /&gt;
ChatGPT ist ein Computerprogramm, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) menschliche Sprache verarbeitet. Es kann Texte untersuchen, Texte produzieren, sie in andere Sprachen übersetzen und auf Fragen antworten. Das geschieht in Form eines Chats. ChatGPT wurde von der US-amerikanischen Firma OpenAI entwickelt und basiert auf Daten bis 2021. Es wurde trainiert, um Texte in verschiedenen Sprachen zu verstehen und darauf zu antworten, einschließlich Deutsch. Das geschieht, indem das Programm die gespeicherten Daten nach geeigneten Informationen durchsucht und daraus Sätze macht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit passen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb unsere Frage: &#039;&#039;&#039;Wie gut kann ChatGPT deutsche Gedichte interpretieren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsaufträge:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Achtung|Bearbeite mindestens die Aufgaben 1 - 3; du hast dafür 15 Minuten Zeit.| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 1|Führe unterschiedliche Prompts mit einem von dir bereits interpretierten Gedicht aus|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 2|Steuere deinen Chat mit ChatGPT, z.B. &lt;br /&gt;
* indem du für einen Prompt verschiedene Formulierungen verwendest,&lt;br /&gt;
* indem du mehrere Prompts hintereinander ausführst, so dass deine Anfragen präzisiert werden,&lt;br /&gt;
* indem du ChatGPT bei Fehlern korrigierst.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 3|Vergleiche die Ergebnisse mit deinen eigenen Interpretationen und notiere deine Beobachtungen  auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 4|Bewerte die Qualität von ChatGPT für Gedichtinterpretationen: Wie gut kann es Gedichte interpretieren? Notiere auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt&amp;diff=96107</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt</title>
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		<updated>2024-05-24T08:43:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, daß nicht einmal Blumen welken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen. [...] Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, daß aber ihre Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm nicht wirklich nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Bertolt Brecht: Über Lyrik. Frankfurt/M. 1977, S. 123&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Was ist Lyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verrät dir dieses kleine Lied:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Ebner-Eschenbach (1830-1916)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein kleines Lied&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kleines Lied, wie geht&#039;s nur an, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man so lieb es haben kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was liegt darin? erzähle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt darin ein wenig Klang, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein wenig Wohllaut und Gesang &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und eine ganze Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.lyrikmond.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie interpretiere ich ein Gedicht?===&lt;br /&gt;
Eine Anleitung zur schrittweisen, vollständigen Gedichtinterpretation findest du [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10|Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Heinrich Heine: Die schlesischen Weber|Heinrich Heine: Die schlesischen Weber (1844)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)|Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Emma Döltz: Hoffnung|Emma Döltz: Hoffnung (1910)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Heimweh, wonach?|Mascha Kaléko: Heimweh, wonach? (ca. 1938)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ingeborg Bachmann: Alle Tage|Ingeborg Bachmann: Alle Tage]] (1952)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Ernst Jandl: My own song|Ernst Jandl: My own song (1966)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus|Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus (1974)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Karat: Über sieben Brücken musst du gehen]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Martina Sens: der schrei nach führung|Martina Sens: der schrei nach führung (2019)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Samira Schogofa: Das war‘s dann|Samira Schogofa: Das war‘s dann (aktuell)]]=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Naturlyrik im Spiegel der Zeit===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturlyrik.jpg|mini|Naturlyrik. Aus: Weidemann/Weidemann: 75 Bildkarten für Coaching und Beratung. Beltz 2013]]&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 21/22 beschäftigen sich Lernenden der Einführungsphase (EF) mit dem Thema Naturlyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns mit Gedichten verschiedener Epochen beschäftigen, die im weitesten Sinne das Thema „Natur“ behandeln, dabei wollen wir herausfinden, warum ein Motiv über die Jahrhunderte hinweg aktuell geblieben ist, und wie es sich in dieser Zeit aber verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfragen&#039;&#039; unserer Arbeit werden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was ist überhaupt Naturlyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie hat sich die Lyrik im Laufe der Zeit verändert? Unterschiede zwischen dem 17. Jh. und heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie finde ich die Emotionen des Schriftstellers im Gedicht wieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Welche Folgen hat Lyrik für die heutige Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie formuliert man eine [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Gedichtanalyse]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den folgenden Gedichten gilt es,  exemplarisch zwei - aus verschiedenen Zeiten - vergleichend zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Andreas Gryphius: Einsamkeit (1663) - Barock=====&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Andreas Gryphius: Einsamkeit|Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Wolfgang v. Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh’ (1780) - Klassik=====&lt;br /&gt;
J. W. v. Goethe: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh&#039;|Über den Gipfeln ist Ruh&#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Anette v. Droste- Hülshoff: Der Knabe im Moor (1844)=====&lt;br /&gt;
Anette v. Droste- Hülshoff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor|Der Knabe im Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Joseph v. Eichendorff: Mondnacht (1873) - Romantik=====&lt;br /&gt;
Joseph v. Eichendorff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Joseph v. Eichendorff: Mondnacht|Mondnacht]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Christian Morgenstern: Novembertag  (ça. 1900) - Jahrhundertwende=====&lt;br /&gt;
Christian Morgenstern: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Morgenstern: Novembertag|Novembertag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Georg Trakl: Sommersonate (1909-1912) - Expressionismus=====&lt;br /&gt;
Georg Trakl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Georg Trakl: Sommersonate|Sommersonate]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ernst Jandl: Auf dem Land (1963) - Konkrete Poesie - Experimentelles=====&lt;br /&gt;
Ernst Jandl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ernst Jandl: Auf dem Land|Auf dem Land]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ulla Hahn: Schöne Landschaft (1985) - Moderne=====&lt;br /&gt;
Ulla Hahn: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Ulla Hahn: Schöne Landschaft|Schöne Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld (1976) - Exkurs über Kitsch=====&lt;br /&gt;
Jürgen Drews: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld|Ein Bett im Kornfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Lyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von dem historischen Ereignis des Jahres 2020, 30 Jahre Wiedervereinigung, werden deutschsprachige, politische [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichte und Songtexte|Gedichte und Songtexte]] unterschiedlicher Dekaden zusammengetragen und analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 9.11.1989: [https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 3.10.1990: [https://www.youtube.com/watch?v=IiOEAumyrRo https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Lyrik ist kommunikative Lyrik:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Was&lt;br /&gt;
!wird&lt;br /&gt;
!wann&lt;br /&gt;
!wie&lt;br /&gt;
!von wem&lt;br /&gt;
!wozu&lt;br /&gt;
!vorgetragen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Inhalt/&lt;br /&gt;
Thema&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historisch-sozialer Zusammenhang, auf den sich das Gedicht bezieht&lt;br /&gt;
|inhaltlich,&lt;br /&gt;
sprachlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formal&lt;br /&gt;
|Bedingungen der Autorin/des Autors&lt;br /&gt;
|Intention&lt;br /&gt;
(Absicht)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabe:&#039;&#039;&#039; Erprobe das abgebildete Analyseschema an einem der von dir ausgewählten Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied=====&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied|Der kleine Unterschied]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Der kleine Unterschied&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko Mascha Kaléko] aus dem Jahr 1940 behandelt das Sprach- und damit Existenzproblem deutscher Emigranten im englischsprachigen Exil. Als Folge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland (1933 - 1945) mussten auch jüdische Dichterinnen wie Mascha Kaléko das Land verlassen und versuchten, im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Auch wenn deutsche Wörter aufgrund ihrer lautlichen Ähnlichkeit vordergründig leicht ins Englische übersetzbar scheinen, so offenbart eine genauere Betrachtung von Wörtern wie &amp;quot;Land, Heimat, Gedicht&amp;quot; die fehlende emotionale Verbindung zum übersetzen Wort. Lyrik ist nicht übersetzbar, könnte man als Kerngedanken dieses Gedichtes annehmen. Damit wäre den geflüchteten Dichterinnen und Dichtern ihre Kunst im Exil nicht mehr möglich. Die politische Aussage dieses Gedichtes wäre, dass eine Emigration die Künstler*innen zwar körperlich rettet, nicht aber geistig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Paul Celan: Todesfuge=====&lt;br /&gt;
Paul Celan: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Paul Celan: Todesfuge|Todesfuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Todesfuge&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan Paul Celan] aus letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs beschreibt den Alltag der Menschen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Die &amp;quot;schwarze Milch&amp;quot;, die die Lagerinsassen täglich trinken, ist zum Symbol für die menschenverachtende Tötungs- und Verbrennungsmaschinerie der Deutschen geworden: Die Milch als lebensspendender Saft, der den Menschen in den Lagern vorenthalten wurde, ist schwarz von der Asche Krematorien, in denen die Leichen der Verhungerten und Vergasten verbrannt wurden. Celan beschrieb mit diesem Gedicht das Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie wie auch das von Millionen weiterer Menschen, die im Holocaust getötet worden sind. Die politische Intention dieses Gedichtes sind Gedenken, Mahnung, Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam=====&lt;br /&gt;
Nelly Sachs: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam|Gebete für den toten Bräutigam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Sachs Nelly Sachs] schreibt ein Gedicht über einen, vermutlich von den Nazis ermordeten Bräutigam. Es wird deutlich, dass das lyrische Ich um ihn trauert und versucht, sich den Schmerz aus der Seele zu schreiben. Auf politischer Ebene beschreibt das Gedicht das Leiden der Juden die zurzeit des Nationalsozialismus&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Reiner Kunze: Die Antenne=====&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/ Reiner Kunze: Die Antenne|Reiner Kunze: Die Antenne]]&amp;lt;br /&amp;gt;In dem Gedicht &amp;quot;Die Antenne&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Kunze Reiner Kunze] steht die Antenne als Metapher für einen Menschen, welcher seine Gedanken nicht frei ausleben kann, da dieses von einer Regierung oder auch einer Diktatur abgelehnt wird und dieser Mensch somit in seinem Denken und Handeln eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Udo Jürgens: Griechischer Wein=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens Udo Jürgens]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Udo Jürgens: Griechischer Wein|Griechischer Wein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied beschreibt die Sehnsucht griechischer Gastarbeiter nach ihrer Heimat im Deutschland der frühen Siebziger Jahre. Der Schlager-Charakter des Liedes täuscht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen sozial-kritischen Text handelt.&lt;br /&gt;
=====Karat: Über sieben Brücken musst du gehn=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Band) Karat]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Über sieben Brücken musst du gehen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen. Die sieben Brücken oder die sieben dunklen Jahre stehen für die schlechten Zeiten, die Jeder von uns überwinden muss. Gleichfalls stehen sie in verschlüsselter Form für das Leben der Menschen in der DDR der Siebziger Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Marius Müller-Westernhagen: Freiheit=====&lt;br /&gt;
[https://www.westernhagen.de/ Marius Müller-Westernhagen]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Marius Müller-Westernhagen: Freiheit|Freiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bereits 1987 zum ersten Mal veröffentlicht, wurde der Song zu einem Symbol des [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer Mauerfalls] und Untergangs der DDR. Das lyrische Ich entlarvt die wirtschaftliche und politische Freiheit nach &amp;quot;gemacht[en] Verträgen&amp;quot; als &amp;quot;naiv&amp;quot; und propagiert an dessen Stelle eine persönliche, fast anarchische Freiheit in der Metapher des Feierns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eva Strasser: Die Welt steht still=====&lt;br /&gt;
[https://literaturwissenschaft.de/buch/splitter-aus-der-quarantaene.html Eva Strasser]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Eva Strasser: Die Welt steht still|Die Welt steht still]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Strasser beschreibt in ihrem Tagebuch-Gedicht die Auswirkungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland ersten Corona-Lockdowns] auf unsere Welt. Die Covid-19-Pandemie hatte drastische Änderungen auf unser normales Leben: Die Straßen sind leer, ruhig und düster. Menschen meiden die Außenwelt und bleiben zu Hause um sich und andere zu schützen. Eine depressive und bedrückte Atmosphäre herrscht über der Welt. Nicht nur wir Menschen werden von dem Virus beeinflusst, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm. Das Corona- Virus bringt drastische Veränderungen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lyrik im Expressionismus: Unterwegs sein===&lt;br /&gt;
Reiselyrik im Wandel der Geschichte; das ist das Thema des Deutschunterrichts in der Q1. [[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gottfried Benn: Schöne Jugend =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend|Schöne Jugend]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Jakob v. Hodddis:  Weltende =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_van_Hoddis Jakob v. Hodddis:]  [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Jakob van Hoddis: Weltende|Weltende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Georg Heym: Der Gott der Stadt =====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Heym Georg Heym]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Heym: Gott der Stadt|Gott der Stadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|Interpretiert eines der drei expressionistischen Gedichte schriftlich. Dokumentiert eure Ergebnisse auf euren Benutzerseiten.|Üben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gottfried Benn: Ophelia=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Ophelia|Ophelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benn (1886 - 1956) nimmt in seinem Gedicht &#039;&#039;Ophelia&#039;&#039; Bezug auf die literarische Figur der Ophelia von William Shakespeare. Ophelia ertrinkt, nachdem ihre Liebesbeziehung zu Prinz [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] gescheitert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn verarbeitet das Motiv des tragischen Todes aufgrund eines gebrochenen Herzens - vermutet wird Selbstmord - auf seine ganz eigene Weise: morbide, zynisch, expressionistisch. Man spricht in der Literaturgeschichte in Bezug auf Benn auch von seinem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;medizynischen Blick&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der Luftschiffer&amp;quot; von Karoline von Günderode&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erstellt von PhONSG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
   service=youtube&lt;br /&gt;
   |id=FtGurGmjnlQ&lt;br /&gt;
   |urlargs=start=300&amp;amp;end=388&lt;br /&gt;
   |dimensions=400&lt;br /&gt;
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   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Reiselyrik vom Barock zum Gegenwart: Unterwegs sein ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist eigentlich ein Gedicht, was macht ein Gedicht aus? Bertolt Brecht vergleicht ein Gedicht mit einer Rose und beschreibt es als &amp;quot;etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ..., also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles&amp;quot; (In: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fordert: &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön&amp;quot; und weiter: &amp;quot;In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.&amp;quot; (s.o.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir probieren es aus! Zur „Anwendung von Kriterien“ bietet uns das Wiki eine methodische Anleitung unter: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Wie interpretiere ich ein Gedicht?]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön!&amp;quot; - J. Ringelnatz´ “Die Ameisen“ ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ameisen-Kalender 1897.jpg|mini|Abb.:  Ameisen-Kalender 1897; Verlag Friedrich Geißler. Gemeinfrei (2019).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Altona auf der Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da taten ihnen die Beine weh,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da verzichteten sie weise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn auf den letzten Teil der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So will man oft und kann doch nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und leistet dann recht gern Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: https://www.projekt-gutenberg.org/ringelnz/gedichte/chap005.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 1.) Erster Eindruck: =====&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen auf Abenteuerreise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung: groß, aufregend, anstrengend, fröhlich, unernst, ironisch/übertrieben, lustig ; mit ernstem/traurigem Fazit am Ende - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Aussageideen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	schlicht aufgrund der schlichten Form; Deutungshypothese: Vermeintlich Einfaches entpuppt sich später als durchaus schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	verwirrend: Ameisen auf Weltreise - Was hat das mit meinem Leben zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Überheblich: größenwahnsinnige Ameisen - Übertragung auf den Menschen: Sind wir eigentlich auch nur Ameisen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 2.) Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen wollen von Hamburg aus nach Australien reisen, geben aber schon in Altona erschöpft auf. In der Folge verzichten sie auf „den Rest der Reise“. Es wird ein Fazit formuliert: Man verzichtet gerne auf Dinge, die man nicht realisieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 3.) Analyse: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3a.) inhaltlich: ======&lt;br /&gt;
V1.: Funktion: Vorstellung der Szenerie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	zwei Ameisen leben in Hamburg: klein, fleißig, Kolonie-Tiere in Hamburg als Hafen- /Handels-Stadt; Startpunkt vieler Auswanderer&lt;br /&gt;
* •	Wirkung: ironisch, übertrieben, abenteuerlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3b.) sprachlich: ======&lt;br /&gt;
* •	Hyperbel in V. 1/2: Ameisen auf Weltreise&lt;br /&gt;
* •	Antithetik: klein/groß: Ameise/Stadt; Australien/Altona, Wollen/Können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alliterationen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf D - Darstellung der einzelnen Schritte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf A - Darstellung/Verknüpfung  der Figuren und Orte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Verbindung mit der Antithetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen: schlicht/einprägsam / lustig/bedacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3c) formal:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ein kurzes Gedicht analog zur Kürze der tatsächlichen Reise (von Hamburg nach Altona); bestehend aus zwei Strophen -mit einmal sechs Versen und einmal zwei Versen analog zum Abbruch der Reise bereits in Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strophenarrangement wirkt so, als wäre es nur eine Strophe, da die zweite wie ein Anhang wirkt: Die erste Strophe enthält die Geschichte von den Ameisen, die zweite formuliert eine Moral/Lehre aus der Geschichte: Menschen geben zu schnell auf, begründen ihr Aufgeben mit vorgeschobenen Argumenten (hier: Beinschmerzen) und stellen ihr Aufgeben als Verzicht dar, um vor sich selbst und anderen nicht als Verlierer, sondern als großzügig Verzichtender dazustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Überheblichkeit der Menschen, die sich zu viel vornehmen und das dann nicht erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ - weiterführende Deutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ziele, egal wie unrealistisch, sollten dennoch verfolgt werden. Verzichten ist besser, als es gar nicht probiert zu haben (hier: Altona ist nicht Australien, aber auch eine Reise wert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Menschen verzichten auch gerne aus angeblich altruistischen Gründen  (Selbstlosigkeit), die aber oftmals Garn ich so selbstlos sind, sondern eher eigennützig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reime und Kadenzen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Paarreim ( die letzten Wörter, der jeweiligen Verse reimen sich auf die danach folgenden ,,weise&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; -&amp;gt; ,,Reise&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kadenzen-&amp;gt; w,w,m,w,w,m,m -&amp;gt; ausschließlich weibliche Kadenzen (diese sind am Ende des Wortes unbetont)&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Reime und Kadenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchgängiger Paarreim — Funktion: zwei Verse gehören immer Inhaltlich zusammen: Ameisenreise; Scheitern; Weisheit des Reiseabbruchs, Verzicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternierende Kadenzen: Vers 1 und 2 - klingende Kadenzen („Ameisen/reisen“), Vers 3 und 4 - stumpfe Kadenz, Vers 5 und 6 - klingende Kadenz, Vers 7 und 8 stumpfe Kadenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutung: Hin und Her oder Höhen und Tiefen der Ameisenbewegung; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumpfe Kadenzen treten beim Wehleiden auf und im Fazit (Verzicht), Abbruch unterstreicht eher negative Wirkung; im Kontrast zur offenen, klingenden  Wirkung bei der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Metrum: 4-hebiger Jambus mit einer metrischen Verschiebung im ersten Vers auf Ameise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u     /      u       /    u    /        u  /  u&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung:   Dynamik der Reise-Bewegung, Fröhlichkeit/Aufbruchsstimmung der Ameisen durch auftaktischen Jambus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrische Verschiebung … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstärkt den Reim auf „ei“  und rückt damit Ameisen und Reisen stärker zusammen. -&amp;gt; Absurdität des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstolpert das Vorhaben schon in der Planung bzw. in der Reisegruppe - &amp;gt; zwei Ameisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Reise-Lyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Lyrik_des_Barock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Unterwegs sein ... im Barock =&lt;br /&gt;
[[Datei:Barthel_(Bartholomäus)_Bruyn_-_Vanitas.JPG|alternativtext=Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas|mini|360x360px|[[:Datei:Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG|Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG]]; gemeinfrei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interpretation von Paul Flemings Lebenserfahrungen in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; (1546) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Paul Fleming: An Deutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja Mutter es ist war. Ich habe diese Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Jugend mehr als faul und übel angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab&#039; es nicht gethan/wie ich mich dir verpfändet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lange bin ich aus/und dencke noch so weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach Mutter zürne nicht; es ist mir mehr als leid/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Vorwitz dieser Muth hat mich zu sehr verblendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hab&#039; ich allzuweit von dir/Trost/abgeländet/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und kan es endern nicht/wie hoch es mir auch reut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muß folgen/wie/und wenn/und wo man denckt hinaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will gleich/oder nicht. Es wird nichts anders draus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen meyne nicht/O du mein schweer Verlangen/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich dencke nicht auff dich/und was mir frommen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wohnet überall/der nach der Tugend ringt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Fleming: An Deutschland. In: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9601&amp;amp;#x20;/66&amp;amp;#x20;(22.06.2018);&amp;amp;#x20;Bild:&amp;amp;#x20;bpk&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Form: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;; V.1). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.Das variierende Metrum spiegelt die innere Zerissenheit und das Bedauern des lyrischen Ichs wider, während es über vergangene Fehler reflektiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V.1-2), Kreuzreime und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;gehangen&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;und &amp;quot;verlangen&amp;quot;, V.7 und V. 10). Diese Vielfalt an Reimen trägt zur Lebendigkeit des Gedichts bei. Seine Paarreime erzeugen eine direkte Verbindung zwischen den Gedanken. Die umarmenden Reime, bei denen sich das erste und das vierte sowie das zweite und das dritte Wort der Strophe reimen, verleihen dem Gedicht eine gewisse Abrundung, die den Leser dazu bringt über die Botschaft des Gedichts nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend stumpf, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V. 2-3). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die den emotionalen Inhalt des Gedichts widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der [https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandriner Alexandriner], ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sprache: =====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist (V.9). Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich (V.7-8). Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt (V.1-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.negative Konnotationen: Die zahreiche Verwendung von negativ konnotierten Wörtern, wie bespielsweise ,, zürne&amp;quot;  Vers 5, sowie ,,faul und übel&amp;quot; Vers 2, haben eine bedrückende und selbstklagende Wirkung auf den Leser. Dies verdeutlicht die Reue des Lyrischen Ichs im Bezug auf seinen Lebensstil und die negativen Erinnerungen die es damit assoziiert. Außerdem ist anzumerken, dass sich das lyrische Ich selbstreflextiert äußert, was durch die negativen Konnotationen besonders hervorgehoben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (1609 - 1640), bekannt für seine vielen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Entstehungshintergrund Barock und Dreißigjähriger Krieg =====&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]][https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] war einer der bedeutendsten Dichter während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg Dreißigjähigen Krieges] (1618 bis 1648) und prägte diese Zeit mit seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht zeigt typische Merkmale aus dem Barock, typisch ist die metaphorische Sprache und Bildsprache (schwaches Boot). Es lässt sich ebenfalls sagen, dass der Dreißigjährige Krieg  Einfluss auf ihn hatte und seine persönlichen Erfahrungen und Denkweise davon beeinflusst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist es es erwähnenswert, dass das analysierte Gedicht aus der Epoche Barock stammt.Einige Merkmale lassen sich im Gedicht wiederspiegeln. Beispielsweise ist es ein Merkmal des Barocks, dass in den Gedichten zahlreiche rhetorische Stilmittel wie Symbole, Vergleiche und Personifikation verwendet wurden. Diese hat auch Flemming in sein Gedicht oftmals benutz ,wie beispielsweise die Personifikation Deutschlandes oder die metaphorische Darstellung des Lyrischen Ichs ,als ,,schwaches Both&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; welches hinter großen Schiffe hinterhergezogen wurde. Ein weiteres Merkmal in der Lyrik des Barocks ist die  Erwähnung der Tugend. Laut dem lyrsichen Ich ist der tugenhafte Mensch überall zu Hause.(V. 14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Barock ist geprägt von zentralen Leitmotiven wie &amp;quot;Carpe Diem&amp;quot;, &amp;quot;Vanitas&amp;quot; und &amp;quot;Memento Mori&amp;quot;. Flemming nutzt das Motiv &amp;quot;Memento Mori&amp;quot; (gedenke dem Tag), indem er darüber klagt, wie er seine Jugendzeit verschwendet habe. Diese Motive verfolgen das selbe Ziel: sie erinnern den Menschen an die eigene Vergänglichkeit und rufen zur Selbstreflektion auf, wie es hier auch deutlich wird, indem Flemming seine Jugend reflektiert. Eine oft vorkommende lyrische Form des Barocks ist das Sonett. Die Quartetten zeigen dabei die Seite des Widerspruchs, hier Flemmings Reue, die folgenden Terzetten beschreiben die andere Seite, also Flemmings Selbstreflektion und Trost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Epoche des Barocks geprägt durch den 30-jährigen Krieg und noch vielen weiteren Religions- und Machtkonflikten. Daraus kann man entnehmen, dass diese zahlreichen Kriege die Gründe sind, weshalb das lyrische Ich sich nutzlos und faul fühlt und Deutschland während dieser Krisen im ,,Stich &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gelassen und aus dem Grund auch seine Taten bereut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerversion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholungen reduzieren: Reue, Selbstreflexion!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;), Kreuzreime (z.B. &amp;quot;leid&amp;quot; und &amp;quot;verblendet&amp;quot;) und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;reut&amp;quot; und &amp;quot;bringt&amp;quot;). Diese Vielfalt an Reimen verleiht dem Gedicht eine &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;interessante Struktur.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend männlich, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;gut&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; zu den emotionalen Inhalten des Gedichts &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;passt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Wertungen durch Wirkungen ersetzen! …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausdeutung auf Rousseau einfügen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem derAlexandriner, ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist. Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich. Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts (Welchen? Welche?)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
# negative Konnotationen: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]]&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] (1609 - 1640),  bekannt für seine ungewöhnlichen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Epochenbezug: Barock; Dreißigjähriger Krieg: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sibylla Schwarz: Auff die, so durch Reisen wollen berühmet werden (ca. 1650) ===&lt;br /&gt;
Wer weit verreisen wir / der reise weit und breit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilge Schrift hierdurch /  das hilfft zur Seeigkeit;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer weit  verraisen wil / der schaw die Bücher an /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darin er recht wohl die Welt beschawen kan;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;der hat ein freyen Pas / der geht Auff Gottes Wegen /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an andrer Raisenart ist gar nicht viel gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [https://www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html. www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html.][[File:Sibylla Schwarz 1650.jpg|thumb|[https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Schwarz Sibylla Schwarz] (Frontispiz-Detail: Deutsche Poëtische Gedichte, 1650)]]&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exkurs: Wie gut kann ChatGPT Gedichte interpretieren? ==&lt;br /&gt;
ChatGPT ist ein Computerprogramm, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) menschliche Sprache verarbeitet. Es kann Texte untersuchen, Texte produzieren, sie in andere Sprachen übersetzen und auf Fragen antworten. Das geschieht in Form eines Chats. ChatGPT wurde von der US-amerikanischen Firma OpenAI entwickelt und basiert auf Daten bis 2021. Es wurde trainiert, um Texte in verschiedenen Sprachen zu verstehen und darauf zu antworten, einschließlich Deutsch. Das geschieht, indem das Programm die gespeicherten Daten nach geeigneten Informationen durchsucht und daraus Sätze macht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit passen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb unsere Frage: &#039;&#039;&#039;Wie gut kann ChatGPT deutsche Gedichte interpretieren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsaufträge:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Achtung|Bearbeite mindestens die Aufgaben 1 - 3; du hast dafür 15 Minuten Zeit.| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 1|Führe unterschiedliche Prompts mit einem von dir bereits interpretierten Gedicht aus|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 2|Steuere deinen Chat mit ChatGPT, z.B. &lt;br /&gt;
* indem du für einen Prompt verschiedene Formulierungen verwendest,&lt;br /&gt;
* indem du mehrere Prompts hintereinander ausführst, so dass deine Anfragen präzisiert werden,&lt;br /&gt;
* indem du ChatGPT bei Fehlern korrigierst.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 3|Vergleiche die Ergebnisse mit deinen eigenen Interpretationen und notiere deine Beobachtungen  auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 4|Bewerte die Qualität von ChatGPT für Gedichtinterpretationen: Wie gut kann es Gedichte interpretieren? Notiere auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Georg_Heym:_Gott_der_Stadt&amp;diff=96106</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Heym: Gott der Stadt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Georg_Heym:_Gott_der_Stadt&amp;diff=96106"/>
		<updated>2024-05-24T08:36:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: Die Seite wurde neu angelegt: „GEORG HEYM  Der Gott der Stadt  Auf einem Häuserblocke sitzt er breit.  Die Winde lagern schwarz um seine Stirn.  Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit  Die letzten Häuser in das Land verirrn.  Vom Abend glänzt der rote Bauch dem Baal,  die großen Städte knieen um ihn her.  Der Kirchenglocken ungeheure Zahl  Wogt auf zu ihm aus schwarzer Türme Meer.  Wie Korybanten-Tanz dröhnt die Musik  Der Millionen durch die Straßen laut.  Der Schlote Rauch…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;GEORG HEYM&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gott der Stadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einem Häuserblocke sitzt er breit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Winde lagern schwarz um seine Stirn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Häuser in das Land verirrn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Abend glänzt der rote Bauch dem Baal,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die großen Städte knieen um ihn her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenglocken ungeheure Zahl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wogt auf zu ihm aus schwarzer Türme Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Korybanten-Tanz dröhnt die Musik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Millionen durch die Straßen laut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schlote Rauch, die Wolken der Fabrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziehn auf zu ihm, wie Duft von Weihrauch blaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wetter schwelt in seinen Augenbrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dunkle Abend wird in Nacht betäubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stürme flattern, die wie Geier schauen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von seinem Haupthaar, das im Zorne sträubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er streckt ins Dunkel seine Fleischerfaust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schüttelt sie. Ein Meer von Feuer jagt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine Straße. Und der Glutqualm braust&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und frißt sie auf, bis spät der Morgen tagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus:  Georg Heym: &#039;&#039;Werke. Mit einer Auswahl von Entwürfen aus dem Nachlaß von Tagebuchaufzeichnungen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der erste Eindruck=====&lt;br /&gt;
=====Inhalt=====&lt;br /&gt;
=====Sprache=====&lt;br /&gt;
=====Form=====&lt;br /&gt;
=====Entstehungshintergrund=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.planetlyrik.de/lyrikkalender/gottfried-benns-gedicht-schoene-jugend/&amp;lt;/ref&amp;gt;http://www.planetlyrik.de/lyrikkalender/gottfried-benns-gedicht-schoene-jugend/&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Jakob_van_Hoddis:_Weltende&amp;diff=96105</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Jakob van Hoddis: Weltende</title>
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		<updated>2024-05-24T08:27:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
== Weltende ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;In allen Lüften hallt es wie Geschrei.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;An Land, um dicke Dämme zu zerdrücken.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;Die meisten Menschen haben einen Schnupfen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
: Quelle: Van Hoddis, Jakob. In: Der Demokrat. Berlin 1911&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der erste Eindruck=====&lt;br /&gt;
=====Inhalt=====&lt;br /&gt;
=====Sprache=====&lt;br /&gt;
=====Form=====&lt;br /&gt;
=====Entstehungshintergrund=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://de.wikipedia.org/wiki/Weltende_(Jakob_van_Hoddis)&amp;lt;ref&amp;gt;https://de.wikipedia.org/wiki/Weltende_(Jakob_van_Hoddis)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Jakob_van_Hoddis:_Weltende&amp;diff=96104</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Jakob van Hoddis: Weltende</title>
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		<updated>2024-05-24T08:25:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: Die Seite wurde neu angelegt: „ == Weltende ==  :: &amp;#039;&amp;#039;Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,&amp;#039;&amp;#039; :: &amp;#039;&amp;#039;In allen Lüften hallt es wie Geschrei.&amp;#039;&amp;#039; :: &amp;#039;&amp;#039;Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei&amp;#039;&amp;#039; :: &amp;#039;&amp;#039;Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.&amp;#039;&amp;#039; :: :: &amp;#039;&amp;#039;Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen&amp;#039;&amp;#039; :: &amp;#039;&amp;#039;An Land, um dicke Dämme zu zerdrücken.&amp;#039;&amp;#039; :: &amp;#039;&amp;#039;Die meisten Menschen haben einen Schnupfen.&amp;#039;&amp;#039; :: &amp;#039;&amp;#039;Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.&amp;#039;&amp;#039; : Quelle: Van Hoddis, Jakob. In: Der…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
== Weltende ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;In allen Lüften hallt es wie Geschrei.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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:: &#039;&#039;Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;An Land, um dicke Dämme zu zerdrücken.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;Die meisten Menschen haben einen Schnupfen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
: Quelle: Van Hoddis, Jakob. In: Der Demokrat. Berlin 1911&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der erste Eindruck=====&lt;br /&gt;
=====Inhalt=====&lt;br /&gt;
=====Sprache=====&lt;br /&gt;
=====Form=====&lt;br /&gt;
=====Entstehungshintergrund=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.planetlyrik.de/lyrikkalender/gottfried-benns-gedicht-schoene-jugend/&amp;lt;/ref&amp;gt;http://www.planetlyrik.de/lyrikkalender/gottfried-benns-gedicht-schoene-jugend/&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend|-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt</title>
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		<updated>2024-05-24T08:22:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: Links angelegt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, daß nicht einmal Blumen welken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen. [...] Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, daß aber ihre Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm nicht wirklich nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Bertolt Brecht: Über Lyrik. Frankfurt/M. 1977, S. 123&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Was ist Lyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verrät dir dieses kleine Lied:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Ebner-Eschenbach (1830-1916)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein kleines Lied&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kleines Lied, wie geht&#039;s nur an, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man so lieb es haben kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was liegt darin? erzähle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt darin ein wenig Klang, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein wenig Wohllaut und Gesang &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und eine ganze Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.lyrikmond.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie interpretiere ich ein Gedicht?===&lt;br /&gt;
Eine Anleitung zur schrittweisen, vollständigen Gedichtinterpretation findest du [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10|Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Heinrich Heine: Die schlesischen Weber|Heinrich Heine: Die schlesischen Weber (1844)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)|Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Emma Döltz: Hoffnung|Emma Döltz: Hoffnung (1910)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Heimweh, wonach?|Mascha Kaléko: Heimweh, wonach? (ca. 1938)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ingeborg Bachmann: Alle Tage|Ingeborg Bachmann: Alle Tage]] (1952)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Ernst Jandl: My own song|Ernst Jandl: My own song (1966)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus|Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus (1974)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Karat: Über sieben Brücken musst du gehen]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Martina Sens: der schrei nach führung|Martina Sens: der schrei nach führung (2019)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Samira Schogofa: Das war‘s dann|Samira Schogofa: Das war‘s dann (aktuell)]]=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Naturlyrik im Spiegel der Zeit===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturlyrik.jpg|mini|Naturlyrik. Aus: Weidemann/Weidemann: 75 Bildkarten für Coaching und Beratung. Beltz 2013]]&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 21/22 beschäftigen sich Lernenden der Einführungsphase (EF) mit dem Thema Naturlyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns mit Gedichten verschiedener Epochen beschäftigen, die im weitesten Sinne das Thema „Natur“ behandeln, dabei wollen wir herausfinden, warum ein Motiv über die Jahrhunderte hinweg aktuell geblieben ist, und wie es sich in dieser Zeit aber verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfragen&#039;&#039; unserer Arbeit werden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was ist überhaupt Naturlyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie hat sich die Lyrik im Laufe der Zeit verändert? Unterschiede zwischen dem 17. Jh. und heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie finde ich die Emotionen des Schriftstellers im Gedicht wieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Welche Folgen hat Lyrik für die heutige Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie formuliert man eine [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Gedichtanalyse]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den folgenden Gedichten gilt es,  exemplarisch zwei - aus verschiedenen Zeiten - vergleichend zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Andreas Gryphius: Einsamkeit (1663) - Barock=====&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Andreas Gryphius: Einsamkeit|Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Wolfgang v. Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh’ (1780) - Klassik=====&lt;br /&gt;
J. W. v. Goethe: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh&#039;|Über den Gipfeln ist Ruh&#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Anette v. Droste- Hülshoff: Der Knabe im Moor (1844)=====&lt;br /&gt;
Anette v. Droste- Hülshoff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor|Der Knabe im Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Joseph v. Eichendorff: Mondnacht (1873) - Romantik=====&lt;br /&gt;
Joseph v. Eichendorff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Joseph v. Eichendorff: Mondnacht|Mondnacht]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Christian Morgenstern: Novembertag  (ça. 1900) - Jahrhundertwende=====&lt;br /&gt;
Christian Morgenstern: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Morgenstern: Novembertag|Novembertag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Georg Trakl: Sommersonate (1909-1912) - Expressionismus=====&lt;br /&gt;
Georg Trakl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Georg Trakl: Sommersonate|Sommersonate]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ernst Jandl: Auf dem Land (1963) - Konkrete Poesie - Experimentelles=====&lt;br /&gt;
Ernst Jandl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ernst Jandl: Auf dem Land|Auf dem Land]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ulla Hahn: Schöne Landschaft (1985) - Moderne=====&lt;br /&gt;
Ulla Hahn: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Ulla Hahn: Schöne Landschaft|Schöne Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld (1976) - Exkurs über Kitsch=====&lt;br /&gt;
Jürgen Drews: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld|Ein Bett im Kornfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Lyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von dem historischen Ereignis des Jahres 2020, 30 Jahre Wiedervereinigung, werden deutschsprachige, politische [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichte und Songtexte|Gedichte und Songtexte]] unterschiedlicher Dekaden zusammengetragen und analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 9.11.1989: [https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 3.10.1990: [https://www.youtube.com/watch?v=IiOEAumyrRo https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Lyrik ist kommunikative Lyrik:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Was&lt;br /&gt;
!wird&lt;br /&gt;
!wann&lt;br /&gt;
!wie&lt;br /&gt;
!von wem&lt;br /&gt;
!wozu&lt;br /&gt;
!vorgetragen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Inhalt/&lt;br /&gt;
Thema&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historisch-sozialer Zusammenhang, auf den sich das Gedicht bezieht&lt;br /&gt;
|inhaltlich,&lt;br /&gt;
sprachlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formal&lt;br /&gt;
|Bedingungen der Autorin/des Autors&lt;br /&gt;
|Intention&lt;br /&gt;
(Absicht)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabe:&#039;&#039;&#039; Erprobe das abgebildete Analyseschema an einem der von dir ausgewählten Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied=====&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied|Der kleine Unterschied]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Der kleine Unterschied&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko Mascha Kaléko] aus dem Jahr 1940 behandelt das Sprach- und damit Existenzproblem deutscher Emigranten im englischsprachigen Exil. Als Folge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland (1933 - 1945) mussten auch jüdische Dichterinnen wie Mascha Kaléko das Land verlassen und versuchten, im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Auch wenn deutsche Wörter aufgrund ihrer lautlichen Ähnlichkeit vordergründig leicht ins Englische übersetzbar scheinen, so offenbart eine genauere Betrachtung von Wörtern wie &amp;quot;Land, Heimat, Gedicht&amp;quot; die fehlende emotionale Verbindung zum übersetzen Wort. Lyrik ist nicht übersetzbar, könnte man als Kerngedanken dieses Gedichtes annehmen. Damit wäre den geflüchteten Dichterinnen und Dichtern ihre Kunst im Exil nicht mehr möglich. Die politische Aussage dieses Gedichtes wäre, dass eine Emigration die Künstler*innen zwar körperlich rettet, nicht aber geistig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Paul Celan: Todesfuge=====&lt;br /&gt;
Paul Celan: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Paul Celan: Todesfuge|Todesfuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Todesfuge&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan Paul Celan] aus letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs beschreibt den Alltag der Menschen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Die &amp;quot;schwarze Milch&amp;quot;, die die Lagerinsassen täglich trinken, ist zum Symbol für die menschenverachtende Tötungs- und Verbrennungsmaschinerie der Deutschen geworden: Die Milch als lebensspendender Saft, der den Menschen in den Lagern vorenthalten wurde, ist schwarz von der Asche Krematorien, in denen die Leichen der Verhungerten und Vergasten verbrannt wurden. Celan beschrieb mit diesem Gedicht das Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie wie auch das von Millionen weiterer Menschen, die im Holocaust getötet worden sind. Die politische Intention dieses Gedichtes sind Gedenken, Mahnung, Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam=====&lt;br /&gt;
Nelly Sachs: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam|Gebete für den toten Bräutigam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Sachs Nelly Sachs] schreibt ein Gedicht über einen, vermutlich von den Nazis ermordeten Bräutigam. Es wird deutlich, dass das lyrische Ich um ihn trauert und versucht, sich den Schmerz aus der Seele zu schreiben. Auf politischer Ebene beschreibt das Gedicht das Leiden der Juden die zurzeit des Nationalsozialismus&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Reiner Kunze: Die Antenne=====&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/ Reiner Kunze: Die Antenne|Reiner Kunze: Die Antenne]]&amp;lt;br /&amp;gt;In dem Gedicht &amp;quot;Die Antenne&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Kunze Reiner Kunze] steht die Antenne als Metapher für einen Menschen, welcher seine Gedanken nicht frei ausleben kann, da dieses von einer Regierung oder auch einer Diktatur abgelehnt wird und dieser Mensch somit in seinem Denken und Handeln eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Udo Jürgens: Griechischer Wein=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens Udo Jürgens]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Udo Jürgens: Griechischer Wein|Griechischer Wein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied beschreibt die Sehnsucht griechischer Gastarbeiter nach ihrer Heimat im Deutschland der frühen Siebziger Jahre. Der Schlager-Charakter des Liedes täuscht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen sozial-kritischen Text handelt.&lt;br /&gt;
=====Karat: Über sieben Brücken musst du gehn=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Band) Karat]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Über sieben Brücken musst du gehen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen. Die sieben Brücken oder die sieben dunklen Jahre stehen für die schlechten Zeiten, die Jeder von uns überwinden muss. Gleichfalls stehen sie in verschlüsselter Form für das Leben der Menschen in der DDR der Siebziger Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Marius Müller-Westernhagen: Freiheit=====&lt;br /&gt;
[https://www.westernhagen.de/ Marius Müller-Westernhagen]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Marius Müller-Westernhagen: Freiheit|Freiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bereits 1987 zum ersten Mal veröffentlicht, wurde der Song zu einem Symbol des [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer Mauerfalls] und Untergangs der DDR. Das lyrische Ich entlarvt die wirtschaftliche und politische Freiheit nach &amp;quot;gemacht[en] Verträgen&amp;quot; als &amp;quot;naiv&amp;quot; und propagiert an dessen Stelle eine persönliche, fast anarchische Freiheit in der Metapher des Feierns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eva Strasser: Die Welt steht still=====&lt;br /&gt;
[https://literaturwissenschaft.de/buch/splitter-aus-der-quarantaene.html Eva Strasser]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Eva Strasser: Die Welt steht still|Die Welt steht still]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Strasser beschreibt in ihrem Tagebuch-Gedicht die Auswirkungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland ersten Corona-Lockdowns] auf unsere Welt. Die Covid-19-Pandemie hatte drastische Änderungen auf unser normales Leben: Die Straßen sind leer, ruhig und düster. Menschen meiden die Außenwelt und bleiben zu Hause um sich und andere zu schützen. Eine depressive und bedrückte Atmosphäre herrscht über der Welt. Nicht nur wir Menschen werden von dem Virus beeinflusst, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm. Das Corona- Virus bringt drastische Veränderungen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lyrik im Expressionismus: Unterwegs sein===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend|Schöne Jugend]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_van_Hoddis Jakob v. Hodddis:]  [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Jakob van Hoddis: Weltende|Weltende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Heym Georg Heym]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Heym: Gott der Stadt|Gott der Stadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|Interpretiert eines der drei expressionistischen Gedichte schriftlich. Dokumentiert eure Ergebnisse auf euren Benutzerseiten.|Üben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gottfried Benn: Ophelia=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Ophelia|Ophelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benn (1886 - 1956) nimmt in seinem Gedicht &#039;&#039;Ophelia&#039;&#039; Bezug auf die literarische Figur der Ophelia von William Shakespeare. Ophelia ertrinkt, nachdem ihre Liebesbeziehung zu Prinz [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] gescheitert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn verarbeitet das Motiv des tragischen Todes aufgrund eines gebrochenen Herzens - vermutet wird Selbstmord - auf seine ganz eigene Weise: morbide, zynisch, expressionistisch. Man spricht in der Literaturgeschichte in Bezug auf Benn auch von seinem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;medizynischen Blick&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der Luftschiffer&amp;quot; von Karoline von Günderode&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erstellt von PhONSG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
   service=youtube&lt;br /&gt;
   |id=FtGurGmjnlQ&lt;br /&gt;
   |urlargs=start=300&amp;amp;end=388&lt;br /&gt;
   |dimensions=400&lt;br /&gt;
   |alignment=center&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Reiselyrik vom Barock zum Gegenwart: Unterwegs sein ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist eigentlich ein Gedicht, was macht ein Gedicht aus? Bertolt Brecht vergleicht ein Gedicht mit einer Rose und beschreibt es als &amp;quot;etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ..., also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles&amp;quot; (In: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fordert: &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön&amp;quot; und weiter: &amp;quot;In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.&amp;quot; (s.o.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir probieren es aus! Zur „Anwendung von Kriterien“ bietet uns das Wiki eine methodische Anleitung unter: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Wie interpretiere ich ein Gedicht?]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön!&amp;quot; - J. Ringelnatz´ “Die Ameisen“ ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ameisen-Kalender 1897.jpg|mini|Abb.:  Ameisen-Kalender 1897; Verlag Friedrich Geißler. Gemeinfrei (2019).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Altona auf der Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da taten ihnen die Beine weh,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da verzichteten sie weise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn auf den letzten Teil der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So will man oft und kann doch nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und leistet dann recht gern Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: https://www.projekt-gutenberg.org/ringelnz/gedichte/chap005.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 1.) Erster Eindruck: =====&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen auf Abenteuerreise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung: groß, aufregend, anstrengend, fröhlich, unernst, ironisch/übertrieben, lustig ; mit ernstem/traurigem Fazit am Ende - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Aussageideen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	schlicht aufgrund der schlichten Form; Deutungshypothese: Vermeintlich Einfaches entpuppt sich später als durchaus schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	verwirrend: Ameisen auf Weltreise - Was hat das mit meinem Leben zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Überheblich: größenwahnsinnige Ameisen - Übertragung auf den Menschen: Sind wir eigentlich auch nur Ameisen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 2.) Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen wollen von Hamburg aus nach Australien reisen, geben aber schon in Altona erschöpft auf. In der Folge verzichten sie auf „den Rest der Reise“. Es wird ein Fazit formuliert: Man verzichtet gerne auf Dinge, die man nicht realisieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 3.) Analyse: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3a.) inhaltlich: ======&lt;br /&gt;
V1.: Funktion: Vorstellung der Szenerie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	zwei Ameisen leben in Hamburg: klein, fleißig, Kolonie-Tiere in Hamburg als Hafen- /Handels-Stadt; Startpunkt vieler Auswanderer&lt;br /&gt;
* •	Wirkung: ironisch, übertrieben, abenteuerlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3b.) sprachlich: ======&lt;br /&gt;
* •	Hyperbel in V. 1/2: Ameisen auf Weltreise&lt;br /&gt;
* •	Antithetik: klein/groß: Ameise/Stadt; Australien/Altona, Wollen/Können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alliterationen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf D - Darstellung der einzelnen Schritte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf A - Darstellung/Verknüpfung  der Figuren und Orte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Verbindung mit der Antithetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen: schlicht/einprägsam / lustig/bedacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3c) formal:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ein kurzes Gedicht analog zur Kürze der tatsächlichen Reise (von Hamburg nach Altona); bestehend aus zwei Strophen -mit einmal sechs Versen und einmal zwei Versen analog zum Abbruch der Reise bereits in Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strophenarrangement wirkt so, als wäre es nur eine Strophe, da die zweite wie ein Anhang wirkt: Die erste Strophe enthält die Geschichte von den Ameisen, die zweite formuliert eine Moral/Lehre aus der Geschichte: Menschen geben zu schnell auf, begründen ihr Aufgeben mit vorgeschobenen Argumenten (hier: Beinschmerzen) und stellen ihr Aufgeben als Verzicht dar, um vor sich selbst und anderen nicht als Verlierer, sondern als großzügig Verzichtender dazustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Überheblichkeit der Menschen, die sich zu viel vornehmen und das dann nicht erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ - weiterführende Deutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ziele, egal wie unrealistisch, sollten dennoch verfolgt werden. Verzichten ist besser, als es gar nicht probiert zu haben (hier: Altona ist nicht Australien, aber auch eine Reise wert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Menschen verzichten auch gerne aus angeblich altruistischen Gründen  (Selbstlosigkeit), die aber oftmals Garn ich so selbstlos sind, sondern eher eigennützig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reime und Kadenzen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Paarreim ( die letzten Wörter, der jeweiligen Verse reimen sich auf die danach folgenden ,,weise&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; -&amp;gt; ,,Reise&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kadenzen-&amp;gt; w,w,m,w,w,m,m -&amp;gt; ausschließlich weibliche Kadenzen (diese sind am Ende des Wortes unbetont)&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Reime und Kadenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchgängiger Paarreim — Funktion: zwei Verse gehören immer Inhaltlich zusammen: Ameisenreise; Scheitern; Weisheit des Reiseabbruchs, Verzicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternierende Kadenzen: Vers 1 und 2 - klingende Kadenzen („Ameisen/reisen“), Vers 3 und 4 - stumpfe Kadenz, Vers 5 und 6 - klingende Kadenz, Vers 7 und 8 stumpfe Kadenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutung: Hin und Her oder Höhen und Tiefen der Ameisenbewegung; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumpfe Kadenzen treten beim Wehleiden auf und im Fazit (Verzicht), Abbruch unterstreicht eher negative Wirkung; im Kontrast zur offenen, klingenden  Wirkung bei der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Metrum: 4-hebiger Jambus mit einer metrischen Verschiebung im ersten Vers auf Ameise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u     /      u       /    u    /        u  /  u&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung:   Dynamik der Reise-Bewegung, Fröhlichkeit/Aufbruchsstimmung der Ameisen durch auftaktischen Jambus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrische Verschiebung … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstärkt den Reim auf „ei“  und rückt damit Ameisen und Reisen stärker zusammen. -&amp;gt; Absurdität des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstolpert das Vorhaben schon in der Planung bzw. in der Reisegruppe - &amp;gt; zwei Ameisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Reise-Lyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Lyrik_des_Barock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Unterwegs sein ... im Barock =&lt;br /&gt;
[[Datei:Barthel_(Bartholomäus)_Bruyn_-_Vanitas.JPG|alternativtext=Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas|mini|360x360px|[[:Datei:Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG|Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG]]; gemeinfrei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interpretation von Paul Flemings Lebenserfahrungen in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; (1546) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Paul Fleming: An Deutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja Mutter es ist war. Ich habe diese Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Jugend mehr als faul und übel angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab&#039; es nicht gethan/wie ich mich dir verpfändet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lange bin ich aus/und dencke noch so weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach Mutter zürne nicht; es ist mir mehr als leid/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Vorwitz dieser Muth hat mich zu sehr verblendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hab&#039; ich allzuweit von dir/Trost/abgeländet/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und kan es endern nicht/wie hoch es mir auch reut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muß folgen/wie/und wenn/und wo man denckt hinaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will gleich/oder nicht. Es wird nichts anders draus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen meyne nicht/O du mein schweer Verlangen/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich dencke nicht auff dich/und was mir frommen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wohnet überall/der nach der Tugend ringt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Fleming: An Deutschland. In: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9601&amp;amp;#x20;/66&amp;amp;#x20;(22.06.2018);&amp;amp;#x20;Bild:&amp;amp;#x20;bpk&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Form: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;; V.1). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.Das variierende Metrum spiegelt die innere Zerissenheit und das Bedauern des lyrischen Ichs wider, während es über vergangene Fehler reflektiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V.1-2), Kreuzreime und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;gehangen&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;und &amp;quot;verlangen&amp;quot;, V.7 und V. 10). Diese Vielfalt an Reimen trägt zur Lebendigkeit des Gedichts bei. Seine Paarreime erzeugen eine direkte Verbindung zwischen den Gedanken. Die umarmenden Reime, bei denen sich das erste und das vierte sowie das zweite und das dritte Wort der Strophe reimen, verleihen dem Gedicht eine gewisse Abrundung, die den Leser dazu bringt über die Botschaft des Gedichts nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend stumpf, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V. 2-3). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die den emotionalen Inhalt des Gedichts widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der [https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandriner Alexandriner], ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sprache: =====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist (V.9). Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich (V.7-8). Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt (V.1-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.negative Konnotationen: Die zahreiche Verwendung von negativ konnotierten Wörtern, wie bespielsweise ,, zürne&amp;quot;  Vers 5, sowie ,,faul und übel&amp;quot; Vers 2, haben eine bedrückende und selbstklagende Wirkung auf den Leser. Dies verdeutlicht die Reue des Lyrischen Ichs im Bezug auf seinen Lebensstil und die negativen Erinnerungen die es damit assoziiert. Außerdem ist anzumerken, dass sich das lyrische Ich selbstreflextiert äußert, was durch die negativen Konnotationen besonders hervorgehoben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (1609 - 1640), bekannt für seine vielen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Entstehungshintergrund Barock und Dreißigjähriger Krieg =====&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]][https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] war einer der bedeutendsten Dichter während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg Dreißigjähigen Krieges] (1618 bis 1648) und prägte diese Zeit mit seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht zeigt typische Merkmale aus dem Barock, typisch ist die metaphorische Sprache und Bildsprache (schwaches Boot). Es lässt sich ebenfalls sagen, dass der Dreißigjährige Krieg  Einfluss auf ihn hatte und seine persönlichen Erfahrungen und Denkweise davon beeinflusst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist es es erwähnenswert, dass das analysierte Gedicht aus der Epoche Barock stammt.Einige Merkmale lassen sich im Gedicht wiederspiegeln. Beispielsweise ist es ein Merkmal des Barocks, dass in den Gedichten zahlreiche rhetorische Stilmittel wie Symbole, Vergleiche und Personifikation verwendet wurden. Diese hat auch Flemming in sein Gedicht oftmals benutz ,wie beispielsweise die Personifikation Deutschlandes oder die metaphorische Darstellung des Lyrischen Ichs ,als ,,schwaches Both&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; welches hinter großen Schiffe hinterhergezogen wurde. Ein weiteres Merkmal in der Lyrik des Barocks ist die  Erwähnung der Tugend. Laut dem lyrsichen Ich ist der tugenhafte Mensch überall zu Hause.(V. 14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Barock ist geprägt von zentralen Leitmotiven wie &amp;quot;Carpe Diem&amp;quot;, &amp;quot;Vanitas&amp;quot; und &amp;quot;Memento Mori&amp;quot;. Flemming nutzt das Motiv &amp;quot;Memento Mori&amp;quot; (gedenke dem Tag), indem er darüber klagt, wie er seine Jugendzeit verschwendet habe. Diese Motive verfolgen das selbe Ziel: sie erinnern den Menschen an die eigene Vergänglichkeit und rufen zur Selbstreflektion auf, wie es hier auch deutlich wird, indem Flemming seine Jugend reflektiert. Eine oft vorkommende lyrische Form des Barocks ist das Sonett. Die Quartetten zeigen dabei die Seite des Widerspruchs, hier Flemmings Reue, die folgenden Terzetten beschreiben die andere Seite, also Flemmings Selbstreflektion und Trost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Epoche des Barocks geprägt durch den 30-jährigen Krieg und noch vielen weiteren Religions- und Machtkonflikten. Daraus kann man entnehmen, dass diese zahlreichen Kriege die Gründe sind, weshalb das lyrische Ich sich nutzlos und faul fühlt und Deutschland während dieser Krisen im ,,Stich &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gelassen und aus dem Grund auch seine Taten bereut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerversion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholungen reduzieren: Reue, Selbstreflexion!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;), Kreuzreime (z.B. &amp;quot;leid&amp;quot; und &amp;quot;verblendet&amp;quot;) und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;reut&amp;quot; und &amp;quot;bringt&amp;quot;). Diese Vielfalt an Reimen verleiht dem Gedicht eine &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;interessante Struktur.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend männlich, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;gut&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; zu den emotionalen Inhalten des Gedichts &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;passt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Wertungen durch Wirkungen ersetzen! …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausdeutung auf Rousseau einfügen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem derAlexandriner, ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist. Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich. Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts (Welchen? Welche?)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
# negative Konnotationen: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]]&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] (1609 - 1640),  bekannt für seine ungewöhnlichen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Epochenbezug: Barock; Dreißigjähriger Krieg: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sibylla Schwarz: Auff die, so durch Reisen wollen berühmet werden (ca. 1650) ===&lt;br /&gt;
Wer weit verreisen wir / der reise weit und breit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilge Schrift hierdurch /  das hilfft zur Seeigkeit;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer weit  verraisen wil / der schaw die Bücher an /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darin er recht wohl die Welt beschawen kan;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;der hat ein freyen Pas / der geht Auff Gottes Wegen /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an andrer Raisenart ist gar nicht viel gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [https://www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html. www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html.][[File:Sibylla Schwarz 1650.jpg|thumb|[https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Schwarz Sibylla Schwarz] (Frontispiz-Detail: Deutsche Poëtische Gedichte, 1650)]]&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exkurs: Wie gut kann ChatGPT Gedichte interpretieren? ==&lt;br /&gt;
ChatGPT ist ein Computerprogramm, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) menschliche Sprache verarbeitet. Es kann Texte untersuchen, Texte produzieren, sie in andere Sprachen übersetzen und auf Fragen antworten. Das geschieht in Form eines Chats. ChatGPT wurde von der US-amerikanischen Firma OpenAI entwickelt und basiert auf Daten bis 2021. Es wurde trainiert, um Texte in verschiedenen Sprachen zu verstehen und darauf zu antworten, einschließlich Deutsch. Das geschieht, indem das Programm die gespeicherten Daten nach geeigneten Informationen durchsucht und daraus Sätze macht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit passen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb unsere Frage: &#039;&#039;&#039;Wie gut kann ChatGPT deutsche Gedichte interpretieren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsaufträge:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Achtung|Bearbeite mindestens die Aufgaben 1 - 3; du hast dafür 15 Minuten Zeit.| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 1|Führe unterschiedliche Prompts mit einem von dir bereits interpretierten Gedicht aus|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 2|Steuere deinen Chat mit ChatGPT, z.B. &lt;br /&gt;
* indem du für einen Prompt verschiedene Formulierungen verwendest,&lt;br /&gt;
* indem du mehrere Prompts hintereinander ausführst, so dass deine Anfragen präzisiert werden,&lt;br /&gt;
* indem du ChatGPT bei Fehlern korrigierst.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 3|Vergleiche die Ergebnisse mit deinen eigenen Interpretationen und notiere deine Beobachtungen  auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 4|Bewerte die Qualität von ChatGPT für Gedichtinterpretationen: Wie gut kann es Gedichte interpretieren? Notiere auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt&amp;diff=96101</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt</title>
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		<updated>2024-05-24T08:21:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, daß nicht einmal Blumen welken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen. [...] Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, daß aber ihre Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm nicht wirklich nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Bertolt Brecht: Über Lyrik. Frankfurt/M. 1977, S. 123&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Was ist Lyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verrät dir dieses kleine Lied:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Ebner-Eschenbach (1830-1916)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein kleines Lied&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kleines Lied, wie geht&#039;s nur an, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man so lieb es haben kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was liegt darin? erzähle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt darin ein wenig Klang, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein wenig Wohllaut und Gesang &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und eine ganze Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.lyrikmond.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie interpretiere ich ein Gedicht?===&lt;br /&gt;
Eine Anleitung zur schrittweisen, vollständigen Gedichtinterpretation findest du [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10|Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Heinrich Heine: Die schlesischen Weber|Heinrich Heine: Die schlesischen Weber (1844)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)|Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Emma Döltz: Hoffnung|Emma Döltz: Hoffnung (1910)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Heimweh, wonach?|Mascha Kaléko: Heimweh, wonach? (ca. 1938)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ingeborg Bachmann: Alle Tage|Ingeborg Bachmann: Alle Tage]] (1952)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Ernst Jandl: My own song|Ernst Jandl: My own song (1966)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus|Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus (1974)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Karat: Über sieben Brücken musst du gehen]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Martina Sens: der schrei nach führung|Martina Sens: der schrei nach führung (2019)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Samira Schogofa: Das war‘s dann|Samira Schogofa: Das war‘s dann (aktuell)]]=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Naturlyrik im Spiegel der Zeit===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturlyrik.jpg|mini|Naturlyrik. Aus: Weidemann/Weidemann: 75 Bildkarten für Coaching und Beratung. Beltz 2013]]&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 21/22 beschäftigen sich Lernenden der Einführungsphase (EF) mit dem Thema Naturlyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns mit Gedichten verschiedener Epochen beschäftigen, die im weitesten Sinne das Thema „Natur“ behandeln, dabei wollen wir herausfinden, warum ein Motiv über die Jahrhunderte hinweg aktuell geblieben ist, und wie es sich in dieser Zeit aber verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfragen&#039;&#039; unserer Arbeit werden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was ist überhaupt Naturlyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie hat sich die Lyrik im Laufe der Zeit verändert? Unterschiede zwischen dem 17. Jh. und heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie finde ich die Emotionen des Schriftstellers im Gedicht wieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Welche Folgen hat Lyrik für die heutige Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie formuliert man eine [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Gedichtanalyse]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den folgenden Gedichten gilt es,  exemplarisch zwei - aus verschiedenen Zeiten - vergleichend zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Andreas Gryphius: Einsamkeit (1663) - Barock=====&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Andreas Gryphius: Einsamkeit|Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Wolfgang v. Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh’ (1780) - Klassik=====&lt;br /&gt;
J. W. v. Goethe: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh&#039;|Über den Gipfeln ist Ruh&#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Anette v. Droste- Hülshoff: Der Knabe im Moor (1844)=====&lt;br /&gt;
Anette v. Droste- Hülshoff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor|Der Knabe im Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Joseph v. Eichendorff: Mondnacht (1873) - Romantik=====&lt;br /&gt;
Joseph v. Eichendorff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Joseph v. Eichendorff: Mondnacht|Mondnacht]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Christian Morgenstern: Novembertag  (ça. 1900) - Jahrhundertwende=====&lt;br /&gt;
Christian Morgenstern: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Morgenstern: Novembertag|Novembertag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Georg Trakl: Sommersonate (1909-1912) - Expressionismus=====&lt;br /&gt;
Georg Trakl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Georg Trakl: Sommersonate|Sommersonate]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ernst Jandl: Auf dem Land (1963) - Konkrete Poesie - Experimentelles=====&lt;br /&gt;
Ernst Jandl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ernst Jandl: Auf dem Land|Auf dem Land]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ulla Hahn: Schöne Landschaft (1985) - Moderne=====&lt;br /&gt;
Ulla Hahn: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Ulla Hahn: Schöne Landschaft|Schöne Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld (1976) - Exkurs über Kitsch=====&lt;br /&gt;
Jürgen Drews: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld|Ein Bett im Kornfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Lyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von dem historischen Ereignis des Jahres 2020, 30 Jahre Wiedervereinigung, werden deutschsprachige, politische [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichte und Songtexte|Gedichte und Songtexte]] unterschiedlicher Dekaden zusammengetragen und analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 9.11.1989: [https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 3.10.1990: [https://www.youtube.com/watch?v=IiOEAumyrRo https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Lyrik ist kommunikative Lyrik:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Was&lt;br /&gt;
!wird&lt;br /&gt;
!wann&lt;br /&gt;
!wie&lt;br /&gt;
!von wem&lt;br /&gt;
!wozu&lt;br /&gt;
!vorgetragen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Inhalt/&lt;br /&gt;
Thema&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historisch-sozialer Zusammenhang, auf den sich das Gedicht bezieht&lt;br /&gt;
|inhaltlich,&lt;br /&gt;
sprachlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formal&lt;br /&gt;
|Bedingungen der Autorin/des Autors&lt;br /&gt;
|Intention&lt;br /&gt;
(Absicht)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabe:&#039;&#039;&#039; Erprobe das abgebildete Analyseschema an einem der von dir ausgewählten Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied=====&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied|Der kleine Unterschied]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Der kleine Unterschied&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko Mascha Kaléko] aus dem Jahr 1940 behandelt das Sprach- und damit Existenzproblem deutscher Emigranten im englischsprachigen Exil. Als Folge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland (1933 - 1945) mussten auch jüdische Dichterinnen wie Mascha Kaléko das Land verlassen und versuchten, im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Auch wenn deutsche Wörter aufgrund ihrer lautlichen Ähnlichkeit vordergründig leicht ins Englische übersetzbar scheinen, so offenbart eine genauere Betrachtung von Wörtern wie &amp;quot;Land, Heimat, Gedicht&amp;quot; die fehlende emotionale Verbindung zum übersetzen Wort. Lyrik ist nicht übersetzbar, könnte man als Kerngedanken dieses Gedichtes annehmen. Damit wäre den geflüchteten Dichterinnen und Dichtern ihre Kunst im Exil nicht mehr möglich. Die politische Aussage dieses Gedichtes wäre, dass eine Emigration die Künstler*innen zwar körperlich rettet, nicht aber geistig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Paul Celan: Todesfuge=====&lt;br /&gt;
Paul Celan: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Paul Celan: Todesfuge|Todesfuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Todesfuge&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan Paul Celan] aus letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs beschreibt den Alltag der Menschen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Die &amp;quot;schwarze Milch&amp;quot;, die die Lagerinsassen täglich trinken, ist zum Symbol für die menschenverachtende Tötungs- und Verbrennungsmaschinerie der Deutschen geworden: Die Milch als lebensspendender Saft, der den Menschen in den Lagern vorenthalten wurde, ist schwarz von der Asche Krematorien, in denen die Leichen der Verhungerten und Vergasten verbrannt wurden. Celan beschrieb mit diesem Gedicht das Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie wie auch das von Millionen weiterer Menschen, die im Holocaust getötet worden sind. Die politische Intention dieses Gedichtes sind Gedenken, Mahnung, Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam=====&lt;br /&gt;
Nelly Sachs: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam|Gebete für den toten Bräutigam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Sachs Nelly Sachs] schreibt ein Gedicht über einen, vermutlich von den Nazis ermordeten Bräutigam. Es wird deutlich, dass das lyrische Ich um ihn trauert und versucht, sich den Schmerz aus der Seele zu schreiben. Auf politischer Ebene beschreibt das Gedicht das Leiden der Juden die zurzeit des Nationalsozialismus&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Reiner Kunze: Die Antenne=====&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/ Reiner Kunze: Die Antenne|Reiner Kunze: Die Antenne]]&amp;lt;br /&amp;gt;In dem Gedicht &amp;quot;Die Antenne&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Kunze Reiner Kunze] steht die Antenne als Metapher für einen Menschen, welcher seine Gedanken nicht frei ausleben kann, da dieses von einer Regierung oder auch einer Diktatur abgelehnt wird und dieser Mensch somit in seinem Denken und Handeln eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Udo Jürgens: Griechischer Wein=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens Udo Jürgens]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Udo Jürgens: Griechischer Wein|Griechischer Wein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied beschreibt die Sehnsucht griechischer Gastarbeiter nach ihrer Heimat im Deutschland der frühen Siebziger Jahre. Der Schlager-Charakter des Liedes täuscht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen sozial-kritischen Text handelt.&lt;br /&gt;
=====Karat: Über sieben Brücken musst du gehn=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Band) Karat]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Über sieben Brücken musst du gehen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen. Die sieben Brücken oder die sieben dunklen Jahre stehen für die schlechten Zeiten, die Jeder von uns überwinden muss. Gleichfalls stehen sie in verschlüsselter Form für das Leben der Menschen in der DDR der Siebziger Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Marius Müller-Westernhagen: Freiheit=====&lt;br /&gt;
[https://www.westernhagen.de/ Marius Müller-Westernhagen]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Marius Müller-Westernhagen: Freiheit|Freiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bereits 1987 zum ersten Mal veröffentlicht, wurde der Song zu einem Symbol des [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer Mauerfalls] und Untergangs der DDR. Das lyrische Ich entlarvt die wirtschaftliche und politische Freiheit nach &amp;quot;gemacht[en] Verträgen&amp;quot; als &amp;quot;naiv&amp;quot; und propagiert an dessen Stelle eine persönliche, fast anarchische Freiheit in der Metapher des Feierns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eva Strasser: Die Welt steht still=====&lt;br /&gt;
[https://literaturwissenschaft.de/buch/splitter-aus-der-quarantaene.html Eva Strasser]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Eva Strasser: Die Welt steht still|Die Welt steht still]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Strasser beschreibt in ihrem Tagebuch-Gedicht die Auswirkungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland ersten Corona-Lockdowns] auf unsere Welt. Die Covid-19-Pandemie hatte drastische Änderungen auf unser normales Leben: Die Straßen sind leer, ruhig und düster. Menschen meiden die Außenwelt und bleiben zu Hause um sich und andere zu schützen. Eine depressive und bedrückte Atmosphäre herrscht über der Welt. Nicht nur wir Menschen werden von dem Virus beeinflusst, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm. Das Corona- Virus bringt drastische Veränderungen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lyrik im Expressionismus: Unterwegs sein===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend|Schöne Jugend]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_van_Hoddis Jakob v. Hodddis:]  [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Jakob van Hoddis: Weltende|Weltende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Heym Georg Heym]: Gott der Stadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|Interpretiert eines der drei expressionistischen Gedichte schriftlich. Dokumentiert eure Ergebnisse auf euren Benutzerseiten.|Üben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gottfried Benn: Ophelia=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Ophelia|Ophelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benn (1886 - 1956) nimmt in seinem Gedicht &#039;&#039;Ophelia&#039;&#039; Bezug auf die literarische Figur der Ophelia von William Shakespeare. Ophelia ertrinkt, nachdem ihre Liebesbeziehung zu Prinz [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] gescheitert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn verarbeitet das Motiv des tragischen Todes aufgrund eines gebrochenen Herzens - vermutet wird Selbstmord - auf seine ganz eigene Weise: morbide, zynisch, expressionistisch. Man spricht in der Literaturgeschichte in Bezug auf Benn auch von seinem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;medizynischen Blick&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der Luftschiffer&amp;quot; von Karoline von Günderode&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erstellt von PhONSG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
   service=youtube&lt;br /&gt;
   |id=FtGurGmjnlQ&lt;br /&gt;
   |urlargs=start=300&amp;amp;end=388&lt;br /&gt;
   |dimensions=400&lt;br /&gt;
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   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Reiselyrik vom Barock zum Gegenwart: Unterwegs sein ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist eigentlich ein Gedicht, was macht ein Gedicht aus? Bertolt Brecht vergleicht ein Gedicht mit einer Rose und beschreibt es als &amp;quot;etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ..., also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles&amp;quot; (In: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fordert: &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön&amp;quot; und weiter: &amp;quot;In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.&amp;quot; (s.o.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir probieren es aus! Zur „Anwendung von Kriterien“ bietet uns das Wiki eine methodische Anleitung unter: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Wie interpretiere ich ein Gedicht?]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön!&amp;quot; - J. Ringelnatz´ “Die Ameisen“ ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ameisen-Kalender 1897.jpg|mini|Abb.:  Ameisen-Kalender 1897; Verlag Friedrich Geißler. Gemeinfrei (2019).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Altona auf der Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da taten ihnen die Beine weh,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da verzichteten sie weise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn auf den letzten Teil der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So will man oft und kann doch nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und leistet dann recht gern Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: https://www.projekt-gutenberg.org/ringelnz/gedichte/chap005.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 1.) Erster Eindruck: =====&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen auf Abenteuerreise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung: groß, aufregend, anstrengend, fröhlich, unernst, ironisch/übertrieben, lustig ; mit ernstem/traurigem Fazit am Ende - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Aussageideen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	schlicht aufgrund der schlichten Form; Deutungshypothese: Vermeintlich Einfaches entpuppt sich später als durchaus schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	verwirrend: Ameisen auf Weltreise - Was hat das mit meinem Leben zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Überheblich: größenwahnsinnige Ameisen - Übertragung auf den Menschen: Sind wir eigentlich auch nur Ameisen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 2.) Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen wollen von Hamburg aus nach Australien reisen, geben aber schon in Altona erschöpft auf. In der Folge verzichten sie auf „den Rest der Reise“. Es wird ein Fazit formuliert: Man verzichtet gerne auf Dinge, die man nicht realisieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 3.) Analyse: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3a.) inhaltlich: ======&lt;br /&gt;
V1.: Funktion: Vorstellung der Szenerie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	zwei Ameisen leben in Hamburg: klein, fleißig, Kolonie-Tiere in Hamburg als Hafen- /Handels-Stadt; Startpunkt vieler Auswanderer&lt;br /&gt;
* •	Wirkung: ironisch, übertrieben, abenteuerlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3b.) sprachlich: ======&lt;br /&gt;
* •	Hyperbel in V. 1/2: Ameisen auf Weltreise&lt;br /&gt;
* •	Antithetik: klein/groß: Ameise/Stadt; Australien/Altona, Wollen/Können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alliterationen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf D - Darstellung der einzelnen Schritte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf A - Darstellung/Verknüpfung  der Figuren und Orte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Verbindung mit der Antithetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen: schlicht/einprägsam / lustig/bedacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3c) formal:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ein kurzes Gedicht analog zur Kürze der tatsächlichen Reise (von Hamburg nach Altona); bestehend aus zwei Strophen -mit einmal sechs Versen und einmal zwei Versen analog zum Abbruch der Reise bereits in Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strophenarrangement wirkt so, als wäre es nur eine Strophe, da die zweite wie ein Anhang wirkt: Die erste Strophe enthält die Geschichte von den Ameisen, die zweite formuliert eine Moral/Lehre aus der Geschichte: Menschen geben zu schnell auf, begründen ihr Aufgeben mit vorgeschobenen Argumenten (hier: Beinschmerzen) und stellen ihr Aufgeben als Verzicht dar, um vor sich selbst und anderen nicht als Verlierer, sondern als großzügig Verzichtender dazustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Überheblichkeit der Menschen, die sich zu viel vornehmen und das dann nicht erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ - weiterführende Deutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ziele, egal wie unrealistisch, sollten dennoch verfolgt werden. Verzichten ist besser, als es gar nicht probiert zu haben (hier: Altona ist nicht Australien, aber auch eine Reise wert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Menschen verzichten auch gerne aus angeblich altruistischen Gründen  (Selbstlosigkeit), die aber oftmals Garn ich so selbstlos sind, sondern eher eigennützig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reime und Kadenzen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Paarreim ( die letzten Wörter, der jeweiligen Verse reimen sich auf die danach folgenden ,,weise&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; -&amp;gt; ,,Reise&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kadenzen-&amp;gt; w,w,m,w,w,m,m -&amp;gt; ausschließlich weibliche Kadenzen (diese sind am Ende des Wortes unbetont)&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Reime und Kadenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchgängiger Paarreim — Funktion: zwei Verse gehören immer Inhaltlich zusammen: Ameisenreise; Scheitern; Weisheit des Reiseabbruchs, Verzicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternierende Kadenzen: Vers 1 und 2 - klingende Kadenzen („Ameisen/reisen“), Vers 3 und 4 - stumpfe Kadenz, Vers 5 und 6 - klingende Kadenz, Vers 7 und 8 stumpfe Kadenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutung: Hin und Her oder Höhen und Tiefen der Ameisenbewegung; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumpfe Kadenzen treten beim Wehleiden auf und im Fazit (Verzicht), Abbruch unterstreicht eher negative Wirkung; im Kontrast zur offenen, klingenden  Wirkung bei der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Metrum: 4-hebiger Jambus mit einer metrischen Verschiebung im ersten Vers auf Ameise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u     /      u       /    u    /        u  /  u&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung:   Dynamik der Reise-Bewegung, Fröhlichkeit/Aufbruchsstimmung der Ameisen durch auftaktischen Jambus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrische Verschiebung … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstärkt den Reim auf „ei“  und rückt damit Ameisen und Reisen stärker zusammen. -&amp;gt; Absurdität des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstolpert das Vorhaben schon in der Planung bzw. in der Reisegruppe - &amp;gt; zwei Ameisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Reise-Lyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Lyrik_des_Barock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Unterwegs sein ... im Barock =&lt;br /&gt;
[[Datei:Barthel_(Bartholomäus)_Bruyn_-_Vanitas.JPG|alternativtext=Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas|mini|360x360px|[[:Datei:Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG|Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG]]; gemeinfrei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interpretation von Paul Flemings Lebenserfahrungen in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; (1546) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Paul Fleming: An Deutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja Mutter es ist war. Ich habe diese Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Jugend mehr als faul und übel angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab&#039; es nicht gethan/wie ich mich dir verpfändet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lange bin ich aus/und dencke noch so weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach Mutter zürne nicht; es ist mir mehr als leid/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Vorwitz dieser Muth hat mich zu sehr verblendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hab&#039; ich allzuweit von dir/Trost/abgeländet/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und kan es endern nicht/wie hoch es mir auch reut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muß folgen/wie/und wenn/und wo man denckt hinaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will gleich/oder nicht. Es wird nichts anders draus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen meyne nicht/O du mein schweer Verlangen/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich dencke nicht auff dich/und was mir frommen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wohnet überall/der nach der Tugend ringt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Fleming: An Deutschland. In: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9601&amp;amp;#x20;/66&amp;amp;#x20;(22.06.2018);&amp;amp;#x20;Bild:&amp;amp;#x20;bpk&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Form: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;; V.1). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.Das variierende Metrum spiegelt die innere Zerissenheit und das Bedauern des lyrischen Ichs wider, während es über vergangene Fehler reflektiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V.1-2), Kreuzreime und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;gehangen&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;und &amp;quot;verlangen&amp;quot;, V.7 und V. 10). Diese Vielfalt an Reimen trägt zur Lebendigkeit des Gedichts bei. Seine Paarreime erzeugen eine direkte Verbindung zwischen den Gedanken. Die umarmenden Reime, bei denen sich das erste und das vierte sowie das zweite und das dritte Wort der Strophe reimen, verleihen dem Gedicht eine gewisse Abrundung, die den Leser dazu bringt über die Botschaft des Gedichts nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend stumpf, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V. 2-3). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die den emotionalen Inhalt des Gedichts widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der [https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandriner Alexandriner], ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sprache: =====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist (V.9). Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich (V.7-8). Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt (V.1-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.negative Konnotationen: Die zahreiche Verwendung von negativ konnotierten Wörtern, wie bespielsweise ,, zürne&amp;quot;  Vers 5, sowie ,,faul und übel&amp;quot; Vers 2, haben eine bedrückende und selbstklagende Wirkung auf den Leser. Dies verdeutlicht die Reue des Lyrischen Ichs im Bezug auf seinen Lebensstil und die negativen Erinnerungen die es damit assoziiert. Außerdem ist anzumerken, dass sich das lyrische Ich selbstreflextiert äußert, was durch die negativen Konnotationen besonders hervorgehoben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (1609 - 1640), bekannt für seine vielen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Entstehungshintergrund Barock und Dreißigjähriger Krieg =====&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]][https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] war einer der bedeutendsten Dichter während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg Dreißigjähigen Krieges] (1618 bis 1648) und prägte diese Zeit mit seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht zeigt typische Merkmale aus dem Barock, typisch ist die metaphorische Sprache und Bildsprache (schwaches Boot). Es lässt sich ebenfalls sagen, dass der Dreißigjährige Krieg  Einfluss auf ihn hatte und seine persönlichen Erfahrungen und Denkweise davon beeinflusst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist es es erwähnenswert, dass das analysierte Gedicht aus der Epoche Barock stammt.Einige Merkmale lassen sich im Gedicht wiederspiegeln. Beispielsweise ist es ein Merkmal des Barocks, dass in den Gedichten zahlreiche rhetorische Stilmittel wie Symbole, Vergleiche und Personifikation verwendet wurden. Diese hat auch Flemming in sein Gedicht oftmals benutz ,wie beispielsweise die Personifikation Deutschlandes oder die metaphorische Darstellung des Lyrischen Ichs ,als ,,schwaches Both&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; welches hinter großen Schiffe hinterhergezogen wurde. Ein weiteres Merkmal in der Lyrik des Barocks ist die  Erwähnung der Tugend. Laut dem lyrsichen Ich ist der tugenhafte Mensch überall zu Hause.(V. 14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Barock ist geprägt von zentralen Leitmotiven wie &amp;quot;Carpe Diem&amp;quot;, &amp;quot;Vanitas&amp;quot; und &amp;quot;Memento Mori&amp;quot;. Flemming nutzt das Motiv &amp;quot;Memento Mori&amp;quot; (gedenke dem Tag), indem er darüber klagt, wie er seine Jugendzeit verschwendet habe. Diese Motive verfolgen das selbe Ziel: sie erinnern den Menschen an die eigene Vergänglichkeit und rufen zur Selbstreflektion auf, wie es hier auch deutlich wird, indem Flemming seine Jugend reflektiert. Eine oft vorkommende lyrische Form des Barocks ist das Sonett. Die Quartetten zeigen dabei die Seite des Widerspruchs, hier Flemmings Reue, die folgenden Terzetten beschreiben die andere Seite, also Flemmings Selbstreflektion und Trost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Epoche des Barocks geprägt durch den 30-jährigen Krieg und noch vielen weiteren Religions- und Machtkonflikten. Daraus kann man entnehmen, dass diese zahlreichen Kriege die Gründe sind, weshalb das lyrische Ich sich nutzlos und faul fühlt und Deutschland während dieser Krisen im ,,Stich &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gelassen und aus dem Grund auch seine Taten bereut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerversion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholungen reduzieren: Reue, Selbstreflexion!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;), Kreuzreime (z.B. &amp;quot;leid&amp;quot; und &amp;quot;verblendet&amp;quot;) und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;reut&amp;quot; und &amp;quot;bringt&amp;quot;). Diese Vielfalt an Reimen verleiht dem Gedicht eine &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;interessante Struktur.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend männlich, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;gut&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; zu den emotionalen Inhalten des Gedichts &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;passt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Wertungen durch Wirkungen ersetzen! …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausdeutung auf Rousseau einfügen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem derAlexandriner, ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist. Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich. Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts (Welchen? Welche?)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
# negative Konnotationen: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]]&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] (1609 - 1640),  bekannt für seine ungewöhnlichen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Epochenbezug: Barock; Dreißigjähriger Krieg: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sibylla Schwarz: Auff die, so durch Reisen wollen berühmet werden (ca. 1650) ===&lt;br /&gt;
Wer weit verreisen wir / der reise weit und breit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilge Schrift hierdurch /  das hilfft zur Seeigkeit;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer weit  verraisen wil / der schaw die Bücher an /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darin er recht wohl die Welt beschawen kan;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;der hat ein freyen Pas / der geht Auff Gottes Wegen /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an andrer Raisenart ist gar nicht viel gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [https://www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html. www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html.][[File:Sibylla Schwarz 1650.jpg|thumb|[https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Schwarz Sibylla Schwarz] (Frontispiz-Detail: Deutsche Poëtische Gedichte, 1650)]]&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exkurs: Wie gut kann ChatGPT Gedichte interpretieren? ==&lt;br /&gt;
ChatGPT ist ein Computerprogramm, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) menschliche Sprache verarbeitet. Es kann Texte untersuchen, Texte produzieren, sie in andere Sprachen übersetzen und auf Fragen antworten. Das geschieht in Form eines Chats. ChatGPT wurde von der US-amerikanischen Firma OpenAI entwickelt und basiert auf Daten bis 2021. Es wurde trainiert, um Texte in verschiedenen Sprachen zu verstehen und darauf zu antworten, einschließlich Deutsch. Das geschieht, indem das Programm die gespeicherten Daten nach geeigneten Informationen durchsucht und daraus Sätze macht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit passen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb unsere Frage: &#039;&#039;&#039;Wie gut kann ChatGPT deutsche Gedichte interpretieren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsaufträge:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Achtung|Bearbeite mindestens die Aufgaben 1 - 3; du hast dafür 15 Minuten Zeit.| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 1|Führe unterschiedliche Prompts mit einem von dir bereits interpretierten Gedicht aus|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 2|Steuere deinen Chat mit ChatGPT, z.B. &lt;br /&gt;
* indem du für einen Prompt verschiedene Formulierungen verwendest,&lt;br /&gt;
* indem du mehrere Prompts hintereinander ausführst, so dass deine Anfragen präzisiert werden,&lt;br /&gt;
* indem du ChatGPT bei Fehlern korrigierst.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 3|Vergleiche die Ergebnisse mit deinen eigenen Interpretationen und notiere deine Beobachtungen  auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 4|Bewerte die Qualität von ChatGPT für Gedichtinterpretationen: Wie gut kann es Gedichte interpretieren? Notiere auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt&amp;diff=96100</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt</title>
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		<updated>2024-05-24T08:20:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, daß nicht einmal Blumen welken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen. [...] Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, daß aber ihre Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm nicht wirklich nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Bertolt Brecht: Über Lyrik. Frankfurt/M. 1977, S. 123&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Was ist Lyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verrät dir dieses kleine Lied:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Ebner-Eschenbach (1830-1916)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein kleines Lied&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kleines Lied, wie geht&#039;s nur an, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man so lieb es haben kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was liegt darin? erzähle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt darin ein wenig Klang, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein wenig Wohllaut und Gesang &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und eine ganze Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.lyrikmond.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie interpretiere ich ein Gedicht?===&lt;br /&gt;
Eine Anleitung zur schrittweisen, vollständigen Gedichtinterpretation findest du [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10|Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Heinrich Heine: Die schlesischen Weber|Heinrich Heine: Die schlesischen Weber (1844)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)|Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Emma Döltz: Hoffnung|Emma Döltz: Hoffnung (1910)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Heimweh, wonach?|Mascha Kaléko: Heimweh, wonach? (ca. 1938)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ingeborg Bachmann: Alle Tage|Ingeborg Bachmann: Alle Tage]] (1952)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Ernst Jandl: My own song|Ernst Jandl: My own song (1966)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus|Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus (1974)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Karat: Über sieben Brücken musst du gehen]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Martina Sens: der schrei nach führung|Martina Sens: der schrei nach führung (2019)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Samira Schogofa: Das war‘s dann|Samira Schogofa: Das war‘s dann (aktuell)]]=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Naturlyrik im Spiegel der Zeit===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturlyrik.jpg|mini|Naturlyrik. Aus: Weidemann/Weidemann: 75 Bildkarten für Coaching und Beratung. Beltz 2013]]&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 21/22 beschäftigen sich Lernenden der Einführungsphase (EF) mit dem Thema Naturlyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns mit Gedichten verschiedener Epochen beschäftigen, die im weitesten Sinne das Thema „Natur“ behandeln, dabei wollen wir herausfinden, warum ein Motiv über die Jahrhunderte hinweg aktuell geblieben ist, und wie es sich in dieser Zeit aber verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfragen&#039;&#039; unserer Arbeit werden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was ist überhaupt Naturlyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie hat sich die Lyrik im Laufe der Zeit verändert? Unterschiede zwischen dem 17. Jh. und heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie finde ich die Emotionen des Schriftstellers im Gedicht wieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Welche Folgen hat Lyrik für die heutige Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie formuliert man eine [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Gedichtanalyse]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den folgenden Gedichten gilt es,  exemplarisch zwei - aus verschiedenen Zeiten - vergleichend zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Andreas Gryphius: Einsamkeit (1663) - Barock=====&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Andreas Gryphius: Einsamkeit|Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Wolfgang v. Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh’ (1780) - Klassik=====&lt;br /&gt;
J. W. v. Goethe: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh&#039;|Über den Gipfeln ist Ruh&#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Anette v. Droste- Hülshoff: Der Knabe im Moor (1844)=====&lt;br /&gt;
Anette v. Droste- Hülshoff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor|Der Knabe im Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Joseph v. Eichendorff: Mondnacht (1873) - Romantik=====&lt;br /&gt;
Joseph v. Eichendorff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Joseph v. Eichendorff: Mondnacht|Mondnacht]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Christian Morgenstern: Novembertag  (ça. 1900) - Jahrhundertwende=====&lt;br /&gt;
Christian Morgenstern: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Morgenstern: Novembertag|Novembertag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Georg Trakl: Sommersonate (1909-1912) - Expressionismus=====&lt;br /&gt;
Georg Trakl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Georg Trakl: Sommersonate|Sommersonate]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ernst Jandl: Auf dem Land (1963) - Konkrete Poesie - Experimentelles=====&lt;br /&gt;
Ernst Jandl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ernst Jandl: Auf dem Land|Auf dem Land]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ulla Hahn: Schöne Landschaft (1985) - Moderne=====&lt;br /&gt;
Ulla Hahn: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Ulla Hahn: Schöne Landschaft|Schöne Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld (1976) - Exkurs über Kitsch=====&lt;br /&gt;
Jürgen Drews: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld|Ein Bett im Kornfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Lyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von dem historischen Ereignis des Jahres 2020, 30 Jahre Wiedervereinigung, werden deutschsprachige, politische [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichte und Songtexte|Gedichte und Songtexte]] unterschiedlicher Dekaden zusammengetragen und analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 9.11.1989: [https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 3.10.1990: [https://www.youtube.com/watch?v=IiOEAumyrRo https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Lyrik ist kommunikative Lyrik:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Was&lt;br /&gt;
!wird&lt;br /&gt;
!wann&lt;br /&gt;
!wie&lt;br /&gt;
!von wem&lt;br /&gt;
!wozu&lt;br /&gt;
!vorgetragen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Inhalt/&lt;br /&gt;
Thema&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historisch-sozialer Zusammenhang, auf den sich das Gedicht bezieht&lt;br /&gt;
|inhaltlich,&lt;br /&gt;
sprachlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formal&lt;br /&gt;
|Bedingungen der Autorin/des Autors&lt;br /&gt;
|Intention&lt;br /&gt;
(Absicht)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabe:&#039;&#039;&#039; Erprobe das abgebildete Analyseschema an einem der von dir ausgewählten Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied=====&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied|Der kleine Unterschied]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Der kleine Unterschied&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko Mascha Kaléko] aus dem Jahr 1940 behandelt das Sprach- und damit Existenzproblem deutscher Emigranten im englischsprachigen Exil. Als Folge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland (1933 - 1945) mussten auch jüdische Dichterinnen wie Mascha Kaléko das Land verlassen und versuchten, im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Auch wenn deutsche Wörter aufgrund ihrer lautlichen Ähnlichkeit vordergründig leicht ins Englische übersetzbar scheinen, so offenbart eine genauere Betrachtung von Wörtern wie &amp;quot;Land, Heimat, Gedicht&amp;quot; die fehlende emotionale Verbindung zum übersetzen Wort. Lyrik ist nicht übersetzbar, könnte man als Kerngedanken dieses Gedichtes annehmen. Damit wäre den geflüchteten Dichterinnen und Dichtern ihre Kunst im Exil nicht mehr möglich. Die politische Aussage dieses Gedichtes wäre, dass eine Emigration die Künstler*innen zwar körperlich rettet, nicht aber geistig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Paul Celan: Todesfuge=====&lt;br /&gt;
Paul Celan: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Paul Celan: Todesfuge|Todesfuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Todesfuge&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan Paul Celan] aus letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs beschreibt den Alltag der Menschen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Die &amp;quot;schwarze Milch&amp;quot;, die die Lagerinsassen täglich trinken, ist zum Symbol für die menschenverachtende Tötungs- und Verbrennungsmaschinerie der Deutschen geworden: Die Milch als lebensspendender Saft, der den Menschen in den Lagern vorenthalten wurde, ist schwarz von der Asche Krematorien, in denen die Leichen der Verhungerten und Vergasten verbrannt wurden. Celan beschrieb mit diesem Gedicht das Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie wie auch das von Millionen weiterer Menschen, die im Holocaust getötet worden sind. Die politische Intention dieses Gedichtes sind Gedenken, Mahnung, Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam=====&lt;br /&gt;
Nelly Sachs: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam|Gebete für den toten Bräutigam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Sachs Nelly Sachs] schreibt ein Gedicht über einen, vermutlich von den Nazis ermordeten Bräutigam. Es wird deutlich, dass das lyrische Ich um ihn trauert und versucht, sich den Schmerz aus der Seele zu schreiben. Auf politischer Ebene beschreibt das Gedicht das Leiden der Juden die zurzeit des Nationalsozialismus&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Reiner Kunze: Die Antenne=====&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/ Reiner Kunze: Die Antenne|Reiner Kunze: Die Antenne]]&amp;lt;br /&amp;gt;In dem Gedicht &amp;quot;Die Antenne&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Kunze Reiner Kunze] steht die Antenne als Metapher für einen Menschen, welcher seine Gedanken nicht frei ausleben kann, da dieses von einer Regierung oder auch einer Diktatur abgelehnt wird und dieser Mensch somit in seinem Denken und Handeln eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Udo Jürgens: Griechischer Wein=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens Udo Jürgens]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Udo Jürgens: Griechischer Wein|Griechischer Wein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied beschreibt die Sehnsucht griechischer Gastarbeiter nach ihrer Heimat im Deutschland der frühen Siebziger Jahre. Der Schlager-Charakter des Liedes täuscht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen sozial-kritischen Text handelt.&lt;br /&gt;
=====Karat: Über sieben Brücken musst du gehn=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Band) Karat]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Über sieben Brücken musst du gehen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen. Die sieben Brücken oder die sieben dunklen Jahre stehen für die schlechten Zeiten, die Jeder von uns überwinden muss. Gleichfalls stehen sie in verschlüsselter Form für das Leben der Menschen in der DDR der Siebziger Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Marius Müller-Westernhagen: Freiheit=====&lt;br /&gt;
[https://www.westernhagen.de/ Marius Müller-Westernhagen]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Marius Müller-Westernhagen: Freiheit|Freiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bereits 1987 zum ersten Mal veröffentlicht, wurde der Song zu einem Symbol des [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer Mauerfalls] und Untergangs der DDR. Das lyrische Ich entlarvt die wirtschaftliche und politische Freiheit nach &amp;quot;gemacht[en] Verträgen&amp;quot; als &amp;quot;naiv&amp;quot; und propagiert an dessen Stelle eine persönliche, fast anarchische Freiheit in der Metapher des Feierns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eva Strasser: Die Welt steht still=====&lt;br /&gt;
[https://literaturwissenschaft.de/buch/splitter-aus-der-quarantaene.html Eva Strasser]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Eva Strasser: Die Welt steht still|Die Welt steht still]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Strasser beschreibt in ihrem Tagebuch-Gedicht die Auswirkungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland ersten Corona-Lockdowns] auf unsere Welt. Die Covid-19-Pandemie hatte drastische Änderungen auf unser normales Leben: Die Straßen sind leer, ruhig und düster. Menschen meiden die Außenwelt und bleiben zu Hause um sich und andere zu schützen. Eine depressive und bedrückte Atmosphäre herrscht über der Welt. Nicht nur wir Menschen werden von dem Virus beeinflusst, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm. Das Corona- Virus bringt drastische Veränderungen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lyrik im Expressionismus: Unterwegs sein===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend|Schöne Jugend]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_van_Hoddis Jakob v. Hodddis:]  [[Weltende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Heym Georg Heym]: Gott der Stadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|Interpretiert eines der drei expressionistischen Gedichte schriftlich. Dokumentiert eure Ergebnisse auf euren Benutzerseiten.|Üben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gottfried Benn: Ophelia=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Ophelia|Ophelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benn (1886 - 1956) nimmt in seinem Gedicht &#039;&#039;Ophelia&#039;&#039; Bezug auf die literarische Figur der Ophelia von William Shakespeare. Ophelia ertrinkt, nachdem ihre Liebesbeziehung zu Prinz [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] gescheitert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn verarbeitet das Motiv des tragischen Todes aufgrund eines gebrochenen Herzens - vermutet wird Selbstmord - auf seine ganz eigene Weise: morbide, zynisch, expressionistisch. Man spricht in der Literaturgeschichte in Bezug auf Benn auch von seinem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;medizynischen Blick&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der Luftschiffer&amp;quot; von Karoline von Günderode&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erstellt von PhONSG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
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   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Reiselyrik vom Barock zum Gegenwart: Unterwegs sein ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist eigentlich ein Gedicht, was macht ein Gedicht aus? Bertolt Brecht vergleicht ein Gedicht mit einer Rose und beschreibt es als &amp;quot;etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ..., also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles&amp;quot; (In: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fordert: &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön&amp;quot; und weiter: &amp;quot;In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.&amp;quot; (s.o.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir probieren es aus! Zur „Anwendung von Kriterien“ bietet uns das Wiki eine methodische Anleitung unter: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Wie interpretiere ich ein Gedicht?]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön!&amp;quot; - J. Ringelnatz´ “Die Ameisen“ ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ameisen-Kalender 1897.jpg|mini|Abb.:  Ameisen-Kalender 1897; Verlag Friedrich Geißler. Gemeinfrei (2019).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Altona auf der Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da taten ihnen die Beine weh,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da verzichteten sie weise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn auf den letzten Teil der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So will man oft und kann doch nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und leistet dann recht gern Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: https://www.projekt-gutenberg.org/ringelnz/gedichte/chap005.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 1.) Erster Eindruck: =====&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen auf Abenteuerreise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung: groß, aufregend, anstrengend, fröhlich, unernst, ironisch/übertrieben, lustig ; mit ernstem/traurigem Fazit am Ende - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Aussageideen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	schlicht aufgrund der schlichten Form; Deutungshypothese: Vermeintlich Einfaches entpuppt sich später als durchaus schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	verwirrend: Ameisen auf Weltreise - Was hat das mit meinem Leben zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Überheblich: größenwahnsinnige Ameisen - Übertragung auf den Menschen: Sind wir eigentlich auch nur Ameisen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 2.) Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen wollen von Hamburg aus nach Australien reisen, geben aber schon in Altona erschöpft auf. In der Folge verzichten sie auf „den Rest der Reise“. Es wird ein Fazit formuliert: Man verzichtet gerne auf Dinge, die man nicht realisieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 3.) Analyse: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3a.) inhaltlich: ======&lt;br /&gt;
V1.: Funktion: Vorstellung der Szenerie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	zwei Ameisen leben in Hamburg: klein, fleißig, Kolonie-Tiere in Hamburg als Hafen- /Handels-Stadt; Startpunkt vieler Auswanderer&lt;br /&gt;
* •	Wirkung: ironisch, übertrieben, abenteuerlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3b.) sprachlich: ======&lt;br /&gt;
* •	Hyperbel in V. 1/2: Ameisen auf Weltreise&lt;br /&gt;
* •	Antithetik: klein/groß: Ameise/Stadt; Australien/Altona, Wollen/Können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alliterationen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf D - Darstellung der einzelnen Schritte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf A - Darstellung/Verknüpfung  der Figuren und Orte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Verbindung mit der Antithetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen: schlicht/einprägsam / lustig/bedacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3c) formal:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ein kurzes Gedicht analog zur Kürze der tatsächlichen Reise (von Hamburg nach Altona); bestehend aus zwei Strophen -mit einmal sechs Versen und einmal zwei Versen analog zum Abbruch der Reise bereits in Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strophenarrangement wirkt so, als wäre es nur eine Strophe, da die zweite wie ein Anhang wirkt: Die erste Strophe enthält die Geschichte von den Ameisen, die zweite formuliert eine Moral/Lehre aus der Geschichte: Menschen geben zu schnell auf, begründen ihr Aufgeben mit vorgeschobenen Argumenten (hier: Beinschmerzen) und stellen ihr Aufgeben als Verzicht dar, um vor sich selbst und anderen nicht als Verlierer, sondern als großzügig Verzichtender dazustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Überheblichkeit der Menschen, die sich zu viel vornehmen und das dann nicht erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ - weiterführende Deutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ziele, egal wie unrealistisch, sollten dennoch verfolgt werden. Verzichten ist besser, als es gar nicht probiert zu haben (hier: Altona ist nicht Australien, aber auch eine Reise wert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Menschen verzichten auch gerne aus angeblich altruistischen Gründen  (Selbstlosigkeit), die aber oftmals Garn ich so selbstlos sind, sondern eher eigennützig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reime und Kadenzen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Paarreim ( die letzten Wörter, der jeweiligen Verse reimen sich auf die danach folgenden ,,weise&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; -&amp;gt; ,,Reise&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kadenzen-&amp;gt; w,w,m,w,w,m,m -&amp;gt; ausschließlich weibliche Kadenzen (diese sind am Ende des Wortes unbetont)&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Reime und Kadenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchgängiger Paarreim — Funktion: zwei Verse gehören immer Inhaltlich zusammen: Ameisenreise; Scheitern; Weisheit des Reiseabbruchs, Verzicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternierende Kadenzen: Vers 1 und 2 - klingende Kadenzen („Ameisen/reisen“), Vers 3 und 4 - stumpfe Kadenz, Vers 5 und 6 - klingende Kadenz, Vers 7 und 8 stumpfe Kadenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutung: Hin und Her oder Höhen und Tiefen der Ameisenbewegung; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumpfe Kadenzen treten beim Wehleiden auf und im Fazit (Verzicht), Abbruch unterstreicht eher negative Wirkung; im Kontrast zur offenen, klingenden  Wirkung bei der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Metrum: 4-hebiger Jambus mit einer metrischen Verschiebung im ersten Vers auf Ameise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u     /      u       /    u    /        u  /  u&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung:   Dynamik der Reise-Bewegung, Fröhlichkeit/Aufbruchsstimmung der Ameisen durch auftaktischen Jambus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrische Verschiebung … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstärkt den Reim auf „ei“  und rückt damit Ameisen und Reisen stärker zusammen. -&amp;gt; Absurdität des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstolpert das Vorhaben schon in der Planung bzw. in der Reisegruppe - &amp;gt; zwei Ameisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Reise-Lyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Lyrik_des_Barock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Unterwegs sein ... im Barock =&lt;br /&gt;
[[Datei:Barthel_(Bartholomäus)_Bruyn_-_Vanitas.JPG|alternativtext=Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas|mini|360x360px|[[:Datei:Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG|Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG]]; gemeinfrei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interpretation von Paul Flemings Lebenserfahrungen in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; (1546) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Paul Fleming: An Deutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja Mutter es ist war. Ich habe diese Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Jugend mehr als faul und übel angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab&#039; es nicht gethan/wie ich mich dir verpfändet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lange bin ich aus/und dencke noch so weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach Mutter zürne nicht; es ist mir mehr als leid/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Vorwitz dieser Muth hat mich zu sehr verblendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hab&#039; ich allzuweit von dir/Trost/abgeländet/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und kan es endern nicht/wie hoch es mir auch reut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muß folgen/wie/und wenn/und wo man denckt hinaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will gleich/oder nicht. Es wird nichts anders draus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen meyne nicht/O du mein schweer Verlangen/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich dencke nicht auff dich/und was mir frommen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wohnet überall/der nach der Tugend ringt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Fleming: An Deutschland. In: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9601&amp;amp;#x20;/66&amp;amp;#x20;(22.06.2018);&amp;amp;#x20;Bild:&amp;amp;#x20;bpk&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Form: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;; V.1). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.Das variierende Metrum spiegelt die innere Zerissenheit und das Bedauern des lyrischen Ichs wider, während es über vergangene Fehler reflektiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V.1-2), Kreuzreime und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;gehangen&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;und &amp;quot;verlangen&amp;quot;, V.7 und V. 10). Diese Vielfalt an Reimen trägt zur Lebendigkeit des Gedichts bei. Seine Paarreime erzeugen eine direkte Verbindung zwischen den Gedanken. Die umarmenden Reime, bei denen sich das erste und das vierte sowie das zweite und das dritte Wort der Strophe reimen, verleihen dem Gedicht eine gewisse Abrundung, die den Leser dazu bringt über die Botschaft des Gedichts nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend stumpf, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V. 2-3). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die den emotionalen Inhalt des Gedichts widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der [https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandriner Alexandriner], ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sprache: =====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist (V.9). Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich (V.7-8). Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt (V.1-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.negative Konnotationen: Die zahreiche Verwendung von negativ konnotierten Wörtern, wie bespielsweise ,, zürne&amp;quot;  Vers 5, sowie ,,faul und übel&amp;quot; Vers 2, haben eine bedrückende und selbstklagende Wirkung auf den Leser. Dies verdeutlicht die Reue des Lyrischen Ichs im Bezug auf seinen Lebensstil und die negativen Erinnerungen die es damit assoziiert. Außerdem ist anzumerken, dass sich das lyrische Ich selbstreflextiert äußert, was durch die negativen Konnotationen besonders hervorgehoben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (1609 - 1640), bekannt für seine vielen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Entstehungshintergrund Barock und Dreißigjähriger Krieg =====&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]][https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] war einer der bedeutendsten Dichter während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg Dreißigjähigen Krieges] (1618 bis 1648) und prägte diese Zeit mit seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht zeigt typische Merkmale aus dem Barock, typisch ist die metaphorische Sprache und Bildsprache (schwaches Boot). Es lässt sich ebenfalls sagen, dass der Dreißigjährige Krieg  Einfluss auf ihn hatte und seine persönlichen Erfahrungen und Denkweise davon beeinflusst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist es es erwähnenswert, dass das analysierte Gedicht aus der Epoche Barock stammt.Einige Merkmale lassen sich im Gedicht wiederspiegeln. Beispielsweise ist es ein Merkmal des Barocks, dass in den Gedichten zahlreiche rhetorische Stilmittel wie Symbole, Vergleiche und Personifikation verwendet wurden. Diese hat auch Flemming in sein Gedicht oftmals benutz ,wie beispielsweise die Personifikation Deutschlandes oder die metaphorische Darstellung des Lyrischen Ichs ,als ,,schwaches Both&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; welches hinter großen Schiffe hinterhergezogen wurde. Ein weiteres Merkmal in der Lyrik des Barocks ist die  Erwähnung der Tugend. Laut dem lyrsichen Ich ist der tugenhafte Mensch überall zu Hause.(V. 14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Barock ist geprägt von zentralen Leitmotiven wie &amp;quot;Carpe Diem&amp;quot;, &amp;quot;Vanitas&amp;quot; und &amp;quot;Memento Mori&amp;quot;. Flemming nutzt das Motiv &amp;quot;Memento Mori&amp;quot; (gedenke dem Tag), indem er darüber klagt, wie er seine Jugendzeit verschwendet habe. Diese Motive verfolgen das selbe Ziel: sie erinnern den Menschen an die eigene Vergänglichkeit und rufen zur Selbstreflektion auf, wie es hier auch deutlich wird, indem Flemming seine Jugend reflektiert. Eine oft vorkommende lyrische Form des Barocks ist das Sonett. Die Quartetten zeigen dabei die Seite des Widerspruchs, hier Flemmings Reue, die folgenden Terzetten beschreiben die andere Seite, also Flemmings Selbstreflektion und Trost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Epoche des Barocks geprägt durch den 30-jährigen Krieg und noch vielen weiteren Religions- und Machtkonflikten. Daraus kann man entnehmen, dass diese zahlreichen Kriege die Gründe sind, weshalb das lyrische Ich sich nutzlos und faul fühlt und Deutschland während dieser Krisen im ,,Stich &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gelassen und aus dem Grund auch seine Taten bereut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerversion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholungen reduzieren: Reue, Selbstreflexion!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;), Kreuzreime (z.B. &amp;quot;leid&amp;quot; und &amp;quot;verblendet&amp;quot;) und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;reut&amp;quot; und &amp;quot;bringt&amp;quot;). Diese Vielfalt an Reimen verleiht dem Gedicht eine &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;interessante Struktur.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend männlich, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;gut&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; zu den emotionalen Inhalten des Gedichts &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;passt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Wertungen durch Wirkungen ersetzen! …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausdeutung auf Rousseau einfügen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem derAlexandriner, ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist. Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich. Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts (Welchen? Welche?)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
# negative Konnotationen: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]]&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] (1609 - 1640),  bekannt für seine ungewöhnlichen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Epochenbezug: Barock; Dreißigjähriger Krieg: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sibylla Schwarz: Auff die, so durch Reisen wollen berühmet werden (ca. 1650) ===&lt;br /&gt;
Wer weit verreisen wir / der reise weit und breit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilge Schrift hierdurch /  das hilfft zur Seeigkeit;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer weit  verraisen wil / der schaw die Bücher an /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darin er recht wohl die Welt beschawen kan;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;der hat ein freyen Pas / der geht Auff Gottes Wegen /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an andrer Raisenart ist gar nicht viel gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [https://www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html. www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html.][[File:Sibylla Schwarz 1650.jpg|thumb|[https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Schwarz Sibylla Schwarz] (Frontispiz-Detail: Deutsche Poëtische Gedichte, 1650)]]&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exkurs: Wie gut kann ChatGPT Gedichte interpretieren? ==&lt;br /&gt;
ChatGPT ist ein Computerprogramm, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) menschliche Sprache verarbeitet. Es kann Texte untersuchen, Texte produzieren, sie in andere Sprachen übersetzen und auf Fragen antworten. Das geschieht in Form eines Chats. ChatGPT wurde von der US-amerikanischen Firma OpenAI entwickelt und basiert auf Daten bis 2021. Es wurde trainiert, um Texte in verschiedenen Sprachen zu verstehen und darauf zu antworten, einschließlich Deutsch. Das geschieht, indem das Programm die gespeicherten Daten nach geeigneten Informationen durchsucht und daraus Sätze macht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit passen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb unsere Frage: &#039;&#039;&#039;Wie gut kann ChatGPT deutsche Gedichte interpretieren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsaufträge:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Achtung|Bearbeite mindestens die Aufgaben 1 - 3; du hast dafür 15 Minuten Zeit.| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 1|Führe unterschiedliche Prompts mit einem von dir bereits interpretierten Gedicht aus|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 2|Steuere deinen Chat mit ChatGPT, z.B. &lt;br /&gt;
* indem du für einen Prompt verschiedene Formulierungen verwendest,&lt;br /&gt;
* indem du mehrere Prompts hintereinander ausführst, so dass deine Anfragen präzisiert werden,&lt;br /&gt;
* indem du ChatGPT bei Fehlern korrigierst.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 3|Vergleiche die Ergebnisse mit deinen eigenen Interpretationen und notiere deine Beobachtungen  auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 4|Bewerte die Qualität von ChatGPT für Gedichtinterpretationen: Wie gut kann es Gedichte interpretieren? Notiere auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gottfried_Benn:_Sch%C3%B6ne_Jugend&amp;diff=96099</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gottfried_Benn:_Sch%C3%B6ne_Jugend&amp;diff=96099"/>
		<updated>2024-05-24T08:19:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;GOTTFRIED BENN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Schöne Jugend&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mund eines Mädchens, das lange im Schilf gelegen hatte,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sah so angeknabbert aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als man die Brust aufbrach, war die Speiseröhre so löcherig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich in einer Laube unter dem Zwerchfell&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
fand man ein Nest von jungen Ratten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kleines Schwesterchen lag tot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die andern lebten von Leber und Niere,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tranken das kalte Blut und hatten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hier eine schöne Jugend verlebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und schön und schnell kam auch ihr Tod:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man warf sie allesamt ins Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, wie die kleinen Schnauzen quietschten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus: Gottfried Benn: &#039;&#039;Sämtliche Werke. Stuttgarter Ausgabe&#039;&#039;, in Verb. m. Ilse Benn hrsg. v. Gerhard Schuster und Holger Hof, Klett-Cotta, Stuttgart 1986.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der erste Eindruck=====&lt;br /&gt;
=====Inhalt=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Sprache=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Form=====&lt;br /&gt;
=====Entstehungshintergrund=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.planetlyrik.de/lyrikkalender/gottfried-benns-gedicht-schoene-jugend/&amp;lt;/ref&amp;gt;http://www.planetlyrik.de/lyrikkalender/gottfried-benns-gedicht-schoene-jugend/&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gottfried_Benn:_Sch%C3%B6ne_Jugend&amp;diff=96098</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend</title>
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		<updated>2024-05-24T08:11:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;GOTTFRIED BENN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Schöne Jugend&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mund eines Mädchens, das lange im Schilf gelegen hatte,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sah so angeknabbert aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als man die Brust aufbrach, war die Speiseröhre so löcherig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich in einer Laube unter dem Zwerchfell&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
fand man ein Nest von jungen Ratten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kleines Schwesterchen lag tot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die andern lebten von Leber und Niere,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tranken das kalte Blut und hatten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hier eine schöne Jugend verlebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und schön und schnell kam auch ihr Tod:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man warf sie allesamt ins Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, wie die kleinen Schnauzen quietschten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus: Gottfried Benn: &#039;&#039;Sämtliche Werke. Stuttgarter Ausgabe&#039;&#039;, in Verb. m. Ilse Benn hrsg. v. Gerhard Schuster und Holger Hof, Klett-Cotta, Stuttgart 1986.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.planetlyrik.de/lyrikkalender/gottfried-benns-gedicht-schoene-jugend/&amp;lt;/ref&amp;gt;http://www.planetlyrik.de/lyrikkalender/gottfried-benns-gedicht-schoene-jugend/&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt/Gottfried_Benn:_Sch%C3%B6ne_Jugend&amp;diff=96097</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend</title>
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		<updated>2024-05-24T08:11:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: Gedicht eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;GOTTFRIED BENN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Schöne Jugend&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mund eines Mädchens, das lange im Schilf gelegen hatte,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Als man die Brust aufbrach, war die Speiseröhre so löcherig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich in einer Laube unter dem Zwerchfell&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
fand man ein Nest von jungen Ratten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kleines Schwesterchen lag tot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die andern lebten von Leber und Niere,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tranken das kalte Blut und hatten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hier eine schöne Jugend verlebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und schön und schnell kam auch ihr Tod:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man warf sie allesamt ins Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, wie die kleinen Schnauzen quietschten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus: Gottfried Benn: &#039;&#039;Sämtliche Werke. Stuttgarter Ausgabe&#039;&#039;, in Verb. m. Ilse Benn hrsg. v. Gerhard Schuster und Holger Hof, Klett-Cotta, Stuttgart 1986&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
	</entry>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt&amp;diff=95964</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Lyrik_im_thematischen_L%C3%A4ngsschnitt&amp;diff=95964"/>
		<updated>2024-05-23T07:33:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MaFlo: Seite “Schöne Jugend” angelegt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, daß nicht einmal Blumen welken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen. [...] Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, daß aber ihre Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm nicht wirklich nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Bertolt Brecht: Über Lyrik. Frankfurt/M. 1977, S. 123&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Was ist Lyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verrät dir dieses kleine Lied:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Ebner-Eschenbach (1830-1916)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein kleines Lied&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kleines Lied, wie geht&#039;s nur an, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man so lieb es haben kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was liegt darin? erzähle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt darin ein wenig Klang, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein wenig Wohllaut und Gesang &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und eine ganze Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.lyrikmond.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie interpretiere ich ein Gedicht?===&lt;br /&gt;
Eine Anleitung zur schrittweisen, vollständigen Gedichtinterpretation findest du [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10|Rebellion - ein Lyrikprojekt der Jahrgangsstufe 10]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Heinrich Heine: Die schlesischen Weber|Heinrich Heine: Die schlesischen Weber (1844)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)|Georg Weerth: Das Hungerlied (1845)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Emma Döltz: Hoffnung|Emma Döltz: Hoffnung (1910)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Heimweh, wonach?|Mascha Kaléko: Heimweh, wonach? (ca. 1938)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ingeborg Bachmann: Alle Tage|Ingeborg Bachmann: Alle Tage]] (1952)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Ernst Jandl: My own song|Ernst Jandl: My own song (1966)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus|Udo Jürgens: Das ehrenwerte Haus (1974)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Karat: Über sieben Brücken musst du gehen]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Martina Sens: der schrei nach führung|Martina Sens: der schrei nach führung (2019)]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Rebellion/Samira Schogofa: Das war‘s dann|Samira Schogofa: Das war‘s dann (aktuell)]]=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Naturlyrik im Spiegel der Zeit===&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturlyrik.jpg|mini|Naturlyrik. Aus: Weidemann/Weidemann: 75 Bildkarten für Coaching und Beratung. Beltz 2013]]&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 21/22 beschäftigen sich Lernenden der Einführungsphase (EF) mit dem Thema Naturlyrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns mit Gedichten verschiedener Epochen beschäftigen, die im weitesten Sinne das Thema „Natur“ behandeln, dabei wollen wir herausfinden, warum ein Motiv über die Jahrhunderte hinweg aktuell geblieben ist, und wie es sich in dieser Zeit aber verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfragen&#039;&#039; unserer Arbeit werden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was ist überhaupt Naturlyrik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie hat sich die Lyrik im Laufe der Zeit verändert? Unterschiede zwischen dem 17. Jh. und heute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie finde ich die Emotionen des Schriftstellers im Gedicht wieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Welche Folgen hat Lyrik für die heutige Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie formuliert man eine [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Gedichtanalyse]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den folgenden Gedichten gilt es,  exemplarisch zwei - aus verschiedenen Zeiten - vergleichend zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Andreas Gryphius: Einsamkeit (1663) - Barock=====&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Andreas Gryphius: Einsamkeit|Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Wolfgang v. Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh’ (1780) - Klassik=====&lt;br /&gt;
J. W. v. Goethe: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Goethe: Über den Gipfeln ist Ruh&#039;|Über den Gipfeln ist Ruh&#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Anette v. Droste- Hülshoff: Der Knabe im Moor (1844)=====&lt;br /&gt;
Anette v. Droste- Hülshoff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor|Der Knabe im Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Joseph v. Eichendorff: Mondnacht (1873) - Romantik=====&lt;br /&gt;
Joseph v. Eichendorff: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Joseph v. Eichendorff: Mondnacht|Mondnacht]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Christian Morgenstern: Novembertag  (ça. 1900) - Jahrhundertwende=====&lt;br /&gt;
Christian Morgenstern: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Morgenstern: Novembertag|Novembertag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Georg Trakl: Sommersonate (1909-1912) - Expressionismus=====&lt;br /&gt;
Georg Trakl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Georg Trakl: Sommersonate|Sommersonate]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ernst Jandl: Auf dem Land (1963) - Konkrete Poesie - Experimentelles=====&lt;br /&gt;
Ernst Jandl: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Ernst Jandl: Auf dem Land|Auf dem Land]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ulla Hahn: Schöne Landschaft (1985) - Moderne=====&lt;br /&gt;
Ulla Hahn: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Ulla Hahn: Schöne Landschaft|Schöne Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld (1976) - Exkurs über Kitsch=====&lt;br /&gt;
Jürgen Drews: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Naturlyrik/Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld|Ein Bett im Kornfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Lyrik im Wandel der Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von dem historischen Ereignis des Jahres 2020, 30 Jahre Wiedervereinigung, werden deutschsprachige, politische [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gedichte und Songtexte|Gedichte und Songtexte]] unterschiedlicher Dekaden zusammengetragen und analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 9.11.1989: [https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesschau vom 3.10.1990: [https://www.youtube.com/watch?v=IiOEAumyrRo https://www.youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Lyrik ist kommunikative Lyrik:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Was&lt;br /&gt;
!wird&lt;br /&gt;
!wann&lt;br /&gt;
!wie&lt;br /&gt;
!von wem&lt;br /&gt;
!wozu&lt;br /&gt;
!vorgetragen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Inhalt/&lt;br /&gt;
Thema&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historisch-sozialer Zusammenhang, auf den sich das Gedicht bezieht&lt;br /&gt;
|inhaltlich,&lt;br /&gt;
sprachlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formal&lt;br /&gt;
|Bedingungen der Autorin/des Autors&lt;br /&gt;
|Intention&lt;br /&gt;
(Absicht)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgabe:&#039;&#039;&#039; Erprobe das abgebildete Analyseschema an einem der von dir ausgewählten Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied=====&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied|Der kleine Unterschied]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Der kleine Unterschied&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko Mascha Kaléko] aus dem Jahr 1940 behandelt das Sprach- und damit Existenzproblem deutscher Emigranten im englischsprachigen Exil. Als Folge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland (1933 - 1945) mussten auch jüdische Dichterinnen wie Mascha Kaléko das Land verlassen und versuchten, im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Auch wenn deutsche Wörter aufgrund ihrer lautlichen Ähnlichkeit vordergründig leicht ins Englische übersetzbar scheinen, so offenbart eine genauere Betrachtung von Wörtern wie &amp;quot;Land, Heimat, Gedicht&amp;quot; die fehlende emotionale Verbindung zum übersetzen Wort. Lyrik ist nicht übersetzbar, könnte man als Kerngedanken dieses Gedichtes annehmen. Damit wäre den geflüchteten Dichterinnen und Dichtern ihre Kunst im Exil nicht mehr möglich. Die politische Aussage dieses Gedichtes wäre, dass eine Emigration die Künstler*innen zwar körperlich rettet, nicht aber geistig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Paul Celan: Todesfuge=====&lt;br /&gt;
Paul Celan: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Paul Celan: Todesfuge|Todesfuge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Todesfuge&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan Paul Celan] aus letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs beschreibt den Alltag der Menschen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Die &amp;quot;schwarze Milch&amp;quot;, die die Lagerinsassen täglich trinken, ist zum Symbol für die menschenverachtende Tötungs- und Verbrennungsmaschinerie der Deutschen geworden: Die Milch als lebensspendender Saft, der den Menschen in den Lagern vorenthalten wurde, ist schwarz von der Asche Krematorien, in denen die Leichen der Verhungerten und Vergasten verbrannt wurden. Celan beschrieb mit diesem Gedicht das Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie wie auch das von Millionen weiterer Menschen, die im Holocaust getötet worden sind. Die politische Intention dieses Gedichtes sind Gedenken, Mahnung, Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam=====&lt;br /&gt;
Nelly Sachs: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Nelly Sachs: Gebete für den toten Bräutigam|Gebete für den toten Bräutigam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nelly_Sachs Nelly Sachs] schreibt ein Gedicht über einen, vermutlich von den Nazis ermordeten Bräutigam. Es wird deutlich, dass das lyrische Ich um ihn trauert und versucht, sich den Schmerz aus der Seele zu schreiben. Auf politischer Ebene beschreibt das Gedicht das Leiden der Juden die zurzeit des Nationalsozialismus&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Reiner Kunze: Die Antenne=====&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/ Reiner Kunze: Die Antenne|Reiner Kunze: Die Antenne]]&amp;lt;br /&amp;gt;In dem Gedicht &amp;quot;Die Antenne&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Kunze Reiner Kunze] steht die Antenne als Metapher für einen Menschen, welcher seine Gedanken nicht frei ausleben kann, da dieses von einer Regierung oder auch einer Diktatur abgelehnt wird und dieser Mensch somit in seinem Denken und Handeln eingeschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Udo Jürgens: Griechischer Wein=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens Udo Jürgens]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Udo Jürgens: Griechischer Wein|Griechischer Wein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied beschreibt die Sehnsucht griechischer Gastarbeiter nach ihrer Heimat im Deutschland der frühen Siebziger Jahre. Der Schlager-Charakter des Liedes täuscht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen sozial-kritischen Text handelt.&lt;br /&gt;
=====Karat: Über sieben Brücken musst du gehn=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Band) Karat]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Karat: Über sieben Brücken musst du gehn|Über sieben Brücken musst du gehen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen. Die sieben Brücken oder die sieben dunklen Jahre stehen für die schlechten Zeiten, die Jeder von uns überwinden muss. Gleichfalls stehen sie in verschlüsselter Form für das Leben der Menschen in der DDR der Siebziger Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Marius Müller-Westernhagen: Freiheit=====&lt;br /&gt;
[https://www.westernhagen.de/ Marius Müller-Westernhagen]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Marius Müller-Westernhagen: Freiheit|Freiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bereits 1987 zum ersten Mal veröffentlicht, wurde der Song zu einem Symbol des [https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer Mauerfalls] und Untergangs der DDR. Das lyrische Ich entlarvt die wirtschaftliche und politische Freiheit nach &amp;quot;gemacht[en] Verträgen&amp;quot; als &amp;quot;naiv&amp;quot; und propagiert an dessen Stelle eine persönliche, fast anarchische Freiheit in der Metapher des Feierns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eva Strasser: Die Welt steht still=====&lt;br /&gt;
[https://literaturwissenschaft.de/buch/splitter-aus-der-quarantaene.html Eva Strasser]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Eva Strasser: Die Welt steht still|Die Welt steht still]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Strasser beschreibt in ihrem Tagebuch-Gedicht die Auswirkungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland ersten Corona-Lockdowns] auf unsere Welt. Die Covid-19-Pandemie hatte drastische Änderungen auf unser normales Leben: Die Straßen sind leer, ruhig und düster. Menschen meiden die Außenwelt und bleiben zu Hause um sich und andere zu schützen. Eine depressive und bedrückte Atmosphäre herrscht über der Welt. Nicht nur wir Menschen werden von dem Virus beeinflusst, auch Tiere und Pflanzen leiden unter ihm. Das Corona- Virus bringt drastische Veränderungen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lyrik im Expressionismus: Unterwegs sein===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lyrik im Expressionsmus - Collage.jpg|thumb|Collage: Lyrik im Expressionismus. Quellen: [[Benutzer:KiANSG|KiANSG]], [[Benutzer:ElDeNSG|ElDNSG]].  CC-by-sa 4.0, 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Schöne Jugend|Schöne Jugend]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_van_Hoddis Jakob v. Hodddis:]  Weltende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Heym Georg Heym]: Gott der Stadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|Interpretiert eines der drei expressionistischen Gedichte schriftlich. Dokumentiert eure Ergebnisse auf euren Benutzerseiten.|Üben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Gottfried Benn: Ophelia=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn Gottfried Benn]: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Lyrik im thematischen Längsschnitt/Gottfried Benn: Ophelia|Ophelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benn (1886 - 1956) nimmt in seinem Gedicht &#039;&#039;Ophelia&#039;&#039; Bezug auf die literarische Figur der Ophelia von William Shakespeare. Ophelia ertrinkt, nachdem ihre Liebesbeziehung zu Prinz [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet Hamlet] gescheitert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn verarbeitet das Motiv des tragischen Todes aufgrund eines gebrochenen Herzens - vermutet wird Selbstmord - auf seine ganz eigene Weise: morbide, zynisch, expressionistisch. Man spricht in der Literaturgeschichte in Bezug auf Benn auch von seinem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;medizynischen Blick&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der Luftschiffer&amp;quot; von Karoline von Günderode&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erstellt von PhONSG &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#evt:&lt;br /&gt;
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   }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Reiselyrik vom Barock zum Gegenwart: Unterwegs sein ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist eigentlich ein Gedicht, was macht ein Gedicht aus? Bertolt Brecht vergleicht ein Gedicht mit einer Rose und beschreibt es als &amp;quot;etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ..., also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles&amp;quot; (In: Über das Zerpflücken von Gedichten (ca. 1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fordert: &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön&amp;quot; und weiter: &amp;quot;In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.&amp;quot; (s.o.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir probieren es aus! Zur „Anwendung von Kriterien“ bietet uns das Wiki eine methodische Anleitung unter: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Wie interpretiere ich ein Gedicht?|Wie interpretiere ich ein Gedicht?]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön!&amp;quot; - J. Ringelnatz´ “Die Ameisen“ ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ameisen-Kalender 1897.jpg|mini|Abb.:  Ameisen-Kalender 1897; Verlag Friedrich Geißler. Gemeinfrei (2019).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Altona auf der Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da taten ihnen die Beine weh,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da verzichteten sie weise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn auf den letzten Teil der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So will man oft und kann doch nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und leistet dann recht gern Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: https://www.projekt-gutenberg.org/ringelnz/gedichte/chap005.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 1.) Erster Eindruck: =====&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen auf Abenteuerreise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung: groß, aufregend, anstrengend, fröhlich, unernst, ironisch/übertrieben, lustig ; mit ernstem/traurigem Fazit am Ende - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Aussageideen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	schlicht aufgrund der schlichten Form; Deutungshypothese: Vermeintlich Einfaches entpuppt sich später als durchaus schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	verwirrend: Ameisen auf Weltreise - Was hat das mit meinem Leben zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Überheblich: größenwahnsinnige Ameisen - Übertragung auf den Menschen: Sind wir eigentlich auch nur Ameisen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 2.) Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Zwei Ameisen wollen von Hamburg aus nach Australien reisen, geben aber schon in Altona erschöpft auf. In der Folge verzichten sie auf „den Rest der Reise“. Es wird ein Fazit formuliert: Man verzichtet gerne auf Dinge, die man nicht realisieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== 3.) Analyse: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3a.) inhaltlich: ======&lt;br /&gt;
V1.: Funktion: Vorstellung der Szenerie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	zwei Ameisen leben in Hamburg: klein, fleißig, Kolonie-Tiere in Hamburg als Hafen- /Handels-Stadt; Startpunkt vieler Auswanderer&lt;br /&gt;
* •	Wirkung: ironisch, übertrieben, abenteuerlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== 3b.) sprachlich: ======&lt;br /&gt;
* •	Hyperbel in V. 1/2: Ameisen auf Weltreise&lt;br /&gt;
* •	Antithetik: klein/groß: Ameise/Stadt; Australien/Altona, Wollen/Können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alliterationen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf D - Darstellung der einzelnen Schritte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf A - Darstellung/Verknüpfung  der Figuren und Orte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* •	Verbindung mit der Antithetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen: schlicht/einprägsam / lustig/bedacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3c) formal:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ein kurzes Gedicht analog zur Kürze der tatsächlichen Reise (von Hamburg nach Altona); bestehend aus zwei Strophen -mit einmal sechs Versen und einmal zwei Versen analog zum Abbruch der Reise bereits in Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strophenarrangement wirkt so, als wäre es nur eine Strophe, da die zweite wie ein Anhang wirkt: Die erste Strophe enthält die Geschichte von den Ameisen, die zweite formuliert eine Moral/Lehre aus der Geschichte: Menschen geben zu schnell auf, begründen ihr Aufgeben mit vorgeschobenen Argumenten (hier: Beinschmerzen) und stellen ihr Aufgeben als Verzicht dar, um vor sich selbst und anderen nicht als Verlierer, sondern als großzügig Verzichtender dazustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Überheblichkeit der Menschen, die sich zu viel vornehmen und das dann nicht erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ - weiterführende Deutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ziele, egal wie unrealistisch, sollten dennoch verfolgt werden. Verzichten ist besser, als es gar nicht probiert zu haben (hier: Altona ist nicht Australien, aber auch eine Reise wert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Menschen verzichten auch gerne aus angeblich altruistischen Gründen  (Selbstlosigkeit), die aber oftmals Garn ich so selbstlos sind, sondern eher eigennützig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reime und Kadenzen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Paarreim ( die letzten Wörter, der jeweiligen Verse reimen sich auf die danach folgenden ,,weise&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; -&amp;gt; ,,Reise&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kadenzen-&amp;gt; w,w,m,w,w,m,m -&amp;gt; ausschließlich weibliche Kadenzen (diese sind am Ende des Wortes unbetont)&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Reime und Kadenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchgängiger Paarreim — Funktion: zwei Verse gehören immer Inhaltlich zusammen: Ameisenreise; Scheitern; Weisheit des Reiseabbruchs, Verzicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternierende Kadenzen: Vers 1 und 2 - klingende Kadenzen („Ameisen/reisen“), Vers 3 und 4 - stumpfe Kadenz, Vers 5 und 6 - klingende Kadenz, Vers 7 und 8 stumpfe Kadenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutung: Hin und Her oder Höhen und Tiefen der Ameisenbewegung; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumpfe Kadenzen treten beim Wehleiden auf und im Fazit (Verzicht), Abbruch unterstreicht eher negative Wirkung; im Kontrast zur offenen, klingenden  Wirkung bei der Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Metrum: 4-hebiger Jambus mit einer metrischen Verschiebung im ersten Vers auf Ameise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u     /      u       /    u    /        u  /  u&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg lebten zwei Ameisen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wollten nach Australien reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung:   Dynamik der Reise-Bewegung, Fröhlichkeit/Aufbruchsstimmung der Ameisen durch auftaktischen Jambus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrische Verschiebung … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstärkt den Reim auf „ei“  und rückt damit Ameisen und Reisen stärker zusammen. -&amp;gt; Absurdität des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verstolpert das Vorhaben schon in der Planung bzw. in der Reisegruppe - &amp;gt; zwei Ameisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Reise-Lyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://unterrichten.zum.de/wiki/Lyrik_des_Barock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Unterwegs sein ... im Barock =&lt;br /&gt;
[[Datei:Barthel_(Bartholomäus)_Bruyn_-_Vanitas.JPG|alternativtext=Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas|mini|360x360px|[[:Datei:Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG|Barthel (Bartholomäus) Bruyn - Vanitas.JPG]]; gemeinfrei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interpretation von Paul Flemings Lebenserfahrungen in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; (1546) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Paul Fleming: An Deutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja Mutter es ist war. Ich habe diese Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Jugend mehr als faul und übel angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab&#039; es nicht gethan/wie ich mich dir verpfändet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lange bin ich aus/und dencke noch so weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach Mutter zürne nicht; es ist mir mehr als leid/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Vorwitz dieser Muth hat mich zu sehr verblendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hab&#039; ich allzuweit von dir/Trost/abgeländet/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und kan es endern nicht/wie hoch es mir auch reut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muß folgen/wie/und wenn/und wo man denckt hinaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will gleich/oder nicht. Es wird nichts anders draus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen meyne nicht/O du mein schweer Verlangen/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich dencke nicht auff dich/und was mir frommen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wohnet überall/der nach der Tugend ringt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Fleming: An Deutschland. In: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9601&amp;amp;#x20;/66&amp;amp;#x20;(22.06.2018);&amp;amp;#x20;Bild:&amp;amp;#x20;bpk&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inhalt: =====&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Form: =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;; V.1). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.Das variierende Metrum spiegelt die innere Zerissenheit und das Bedauern des lyrischen Ichs wider, während es über vergangene Fehler reflektiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V.1-2), Kreuzreime und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;gehangen&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;und &amp;quot;verlangen&amp;quot;, V.7 und V. 10). Diese Vielfalt an Reimen trägt zur Lebendigkeit des Gedichts bei. Seine Paarreime erzeugen eine direkte Verbindung zwischen den Gedanken. Die umarmenden Reime, bei denen sich das erste und das vierte sowie das zweite und das dritte Wort der Strophe reimen, verleihen dem Gedicht eine gewisse Abrundung, die den Leser dazu bringt über die Botschaft des Gedichts nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend stumpf, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;, V. 2-3). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die den emotionalen Inhalt des Gedichts widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der [https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandriner Alexandriner], ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sprache: =====&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist (V.9). Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich (V.7-8). Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt (V.1-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.negative Konnotationen: Die zahreiche Verwendung von negativ konnotierten Wörtern, wie bespielsweise ,, zürne&amp;quot;  Vers 5, sowie ,,faul und übel&amp;quot; Vers 2, haben eine bedrückende und selbstklagende Wirkung auf den Leser. Dies verdeutlicht die Reue des Lyrischen Ichs im Bezug auf seinen Lebensstil und die negativen Erinnerungen die es damit assoziiert. Außerdem ist anzumerken, dass sich das lyrische Ich selbstreflextiert äußert, was durch die negativen Konnotationen besonders hervorgehoben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Fleming (1609 - 1640), bekannt für seine vielen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Entstehungshintergrund Barock und Dreißigjähriger Krieg =====&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]][https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] war einer der bedeutendsten Dichter während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg Dreißigjähigen Krieges] (1618 bis 1648) und prägte diese Zeit mit seinen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht zeigt typische Merkmale aus dem Barock, typisch ist die metaphorische Sprache und Bildsprache (schwaches Boot). Es lässt sich ebenfalls sagen, dass der Dreißigjährige Krieg  Einfluss auf ihn hatte und seine persönlichen Erfahrungen und Denkweise davon beeinflusst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist es es erwähnenswert, dass das analysierte Gedicht aus der Epoche Barock stammt.Einige Merkmale lassen sich im Gedicht wiederspiegeln. Beispielsweise ist es ein Merkmal des Barocks, dass in den Gedichten zahlreiche rhetorische Stilmittel wie Symbole, Vergleiche und Personifikation verwendet wurden. Diese hat auch Flemming in sein Gedicht oftmals benutz ,wie beispielsweise die Personifikation Deutschlandes oder die metaphorische Darstellung des Lyrischen Ichs ,als ,,schwaches Both&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; welches hinter großen Schiffe hinterhergezogen wurde. Ein weiteres Merkmal in der Lyrik des Barocks ist die  Erwähnung der Tugend. Laut dem lyrsichen Ich ist der tugenhafte Mensch überall zu Hause.(V. 14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Barock ist geprägt von zentralen Leitmotiven wie &amp;quot;Carpe Diem&amp;quot;, &amp;quot;Vanitas&amp;quot; und &amp;quot;Memento Mori&amp;quot;. Flemming nutzt das Motiv &amp;quot;Memento Mori&amp;quot; (gedenke dem Tag), indem er darüber klagt, wie er seine Jugendzeit verschwendet habe. Diese Motive verfolgen das selbe Ziel: sie erinnern den Menschen an die eigene Vergänglichkeit und rufen zur Selbstreflektion auf, wie es hier auch deutlich wird, indem Flemming seine Jugend reflektiert. Eine oft vorkommende lyrische Form des Barocks ist das Sonett. Die Quartetten zeigen dabei die Seite des Widerspruchs, hier Flemmings Reue, die folgenden Terzetten beschreiben die andere Seite, also Flemmings Selbstreflektion und Trost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Epoche des Barocks geprägt durch den 30-jährigen Krieg und noch vielen weiteren Religions- und Machtkonflikten. Daraus kann man entnehmen, dass diese zahlreichen Kriege die Gründe sind, weshalb das lyrische Ich sich nutzlos und faul fühlt und Deutschland während dieser Krisen im ,,Stich &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gelassen und aus dem Grund auch seine Taten bereut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerversion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming aus der Barockzeit reflektiert die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend. In dem Gedicht drückt das lyrische Ich seine Reue und sein Bedauern gegenüber Deutschland aus, gesteht, seine Jugendzeit verschwendet zu haben und nicht so gehandelt zu haben, wie es versprochen hatte. Es erkennt an, dass sein Übermut und seine Unbesonnenheit es von Deutschland entfernt haben und dass es nun die Konsequenzen tragen muss, ohne die Vergangenheit ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich beschreibt sich als schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist und dem Schicksal folgen muss, wohin es auch führen mag. Es akzeptiert, dass es keine andere Wahl hat, als den Konsequenzen seines Handelns zu begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das lyrische Ich seine Fehler bereut und sich Deutschland gegenüber reuig zeigt, betont es, dass es nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die Tugend und das Streben danach. Es erkennt an, dass Tugend überall vorhanden ist und dass es wichtig ist, danach zu streben, unabhängig von den eigenen Fehlern und dem Bedauern über vergangene Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Verse reflektieren somit die Idee, dass wahre Tugend und moralisches Handeln nicht durch egoistische Motive getrübt werden sollten, sondern dass sie universell und unabhängig von persönlichen Interessen angestrebt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vermittelt das Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming eine Mischung aus Reue, Selbstreflexion und dem Streben nach Tugend, wobei das lyrische Ich sich seiner Fehler bewusst ist, aber auch den Wert der Tugend und des moralischen Handelns anerkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholungen reduzieren: Reue, Selbstreflexion!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Metrum:&#039;&#039;&#039; Das Metrum des Gedichts ist überwiegend jambisch, da die meisten Verse aus einer unbetonten und einer betonten Silbe bestehen (z.B. &amp;quot;Ja Mutter es ist war&amp;quot;). Es gibt jedoch auch einige Variationen im Metrum, wie z.B. der erste Vers, der trochäisch ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reim:&#039;&#039;&#039; Das Reimschema des Gedichts ist abwechslungsreich. Es gibt Paarreime (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;), Kreuzreime (z.B. &amp;quot;leid&amp;quot; und &amp;quot;verblendet&amp;quot;) und umarmende Reime (z.B. &amp;quot;reut&amp;quot; und &amp;quot;bringt&amp;quot;). Diese Vielfalt an Reimen verleiht dem Gedicht eine &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;interessante Struktur.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kadenzen:&#039;&#039;&#039; Die Kadenzen in diesem Gedicht sind überwiegend männlich, da die letzten Silben der Reime betont sind (z.B. &amp;quot;angewendet&amp;quot; und &amp;quot;verpfändet&amp;quot;). Dies verleiht dem Gedicht eine kraftvolle und energische Klangqualität, die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;gut&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; zu den emotionalen Inhalten des Gedichts &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;passt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Wertungen durch Wirkungen ersetzen! …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Analyse zeigt, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen in Paul Flemings Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; dazu beitragen, den Rhythmus, die Struktur und den Klang des Gedichts zu formen und zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strukturellen Elemente des Gedichts, wie das Metrum, der Reim und die Kadenzen, tragen dazu bei, die inhaltliche Deutung des Gedichts &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming zu verstärken. Das jambische Metrum verleiht dem Gedicht einen fließenden und rhythmischen Ton, der die Reue und das Bedauern des lyrischen Ichs betont. Die abwechslungsreichen Reimschemata spiegeln die Vielschichtigkeit der Themen wider, während die männlichen Kadenzen eine kraftvolle und entschiedene Stimmung erzeugen, die die Selbstreflexion und das Streben nach Tugend unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur des Gedichts, die durch Metrum, Reim und Kadenzen geformt wird, harmoniert somit mit den inhaltlichen Aspekten des Bedauerns, der Reue und des Tugendstrebens. Durch die Verbindung von Form und Inhalt gelingt es dem Gedicht, eine tiefgreifende Botschaft über die menschliche Natur, die Fehler und die Hoffnung auf moralische Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausdeutung auf Rousseau einfügen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das vorliegende Gedicht ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett Sonett].&#039;&#039;&#039; Das Sonett (von lat. &#039;&#039;sonore:&#039;&#039; ,, tönen&amp;quot;) ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig variiert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem derAlexandriner, ein sechshebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das ange­ sprochene Thema dann zueinem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; von Paul Fleming werden verschiedene sprachliche Mittel verwendet, um die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken und zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Metaphern und bildhafte Sprache&#039;&#039;&#039;: Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als ein schwaches Boot, das an das große Schiff (die Welt) angehängt ist. Diese Metapher verdeutlicht die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht, das das lyrische Ich empfindet, da es den Konsequenzen seines Handelns ausgeliefert ist. Die bildhafte Sprache verstärkt die emotionale Tiefe des Gedichts und macht die Abstraktion der Themen greifbar.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Personifikation&#039;&#039;&#039;: Die Personifikation von Deutschland als Empfänger der Reue und des Bedauerns des lyrischen Ichs verleiht dem Land menschliche Eigenschaften und macht die emotionale Bindung zwischen dem Ich und seinem Heimatland deutlich. Deutschland wird als lebendiges Wesen dargestellt, das die Konsequenzen des Handelns des Ichs spürt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kontrastive Sprache&#039;&#039;&#039;: Durch den Kontrast zwischen der Reue des lyrischen Ichs und dem Streben nach Tugend wird die innere Zerrissenheit und der moralische Konflikt des Ichs verdeutlicht. Der Einsatz von gegensätzlichen Begriffen und Gedanken verdeutlicht die Ambivalenz und die Komplexität der Themen, die im Gedicht behandelt werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Alliteration und Assonanz&#039;&#039;&#039;: Die Verwendung von wiederkehrenden Anfangslauten (Alliteration) und Vokallauten (Assonanz) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;verstärkt den Klang und die Melodie des Gedichts (Welchen? Welche?)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Dies trägt dazu bei, die emotionale Intensität und die Bedeutung der Worte zu betonen, indem sie hervorgehoben und verstärkt werden.&lt;br /&gt;
# negative Konnotationen: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelingt es Paul Fleming, die Themen Reue, Selbstreflexion und Tugend auf eine eindringliche und kraftvolle Weise zu vermitteln. Die Sprache des Gedichts unterstützt und verstärkt die inhaltliche Deutung und trägt dazu bei, eine tiefgreifende Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
[[Datei:PPN663958342_Bildnis_von_Paul_Flemming.jpg|alternativtext=PPN663958342 Bildnis von Paul Flemming|mini|419x419px|Paul Fleming (Frontispiz zu &#039;&#039;Teütsche Poemata&#039;&#039;, 1642)]]&lt;br /&gt;
Entstehungshintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming Paul Fleming] (1609 - 1640),  bekannt für seine ungewöhnlichen Lebenserfahrungen und Reisen, verband in seinem Gedicht &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; persönliche Erlebnisse mit tiefgreifenden Themen und schuf so eine kraftvolle Dichtung. Seine Expedition nach Persien und die Vielfalt der Eindrücke von fremden Kulturen könnten seine Fähigkeit zur Verwendung metaphorischer Bilder in Gedichten beeinflusst haben. Diese Erfahrungen spiegelten sich möglicherweise in seiner tiefen Verbundenheit mit Deutschland wider, die er in seinem Werk zum Ausdruck brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzt und Diplomat zeigte Fleming eine Vielseitigkeit und Selbstreflexion, die sich auch im Gedicht manifestieren könnte. Die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die er thematisierte, spiegelten möglicherweise seine eigene Reflektiertheit wider. Sein früher Tod auf dem Rückweg von einer Reise könnte als tragisches Ende eines ereignisreichen Lebens gesehen werden, was die Hoffnung auf Erneuerung in seinem Gedicht verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;An Deutschland&amp;quot; nutzte Fleming verschiedene sprachliche Mittel, um Themen wie Reue, Selbstreflexion und Tugend zu verstärken. Metaphern und bildhafte Sprache verliehen dem Gedicht eine emotionale Tiefe, während die Personifikation von Deutschland die Bindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Heimatland verdeutlichte. Der Kontrast zwischen Reue und Tugend zeigte die innere Zerrissenheit des Ichs, unterstützt durch Alliteration und Assonanz, die den Klang und die Melodie des Gedichts verstärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geschickte Verwendung dieser sprachlichen Mittel gelang es Fleming, eine eindringliche Botschaft über menschliche Schwächen, moralische Werte und die Hoffnung auf Erneuerung zu vermitteln. Die Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrungen und seinem literarischen Schaffen zeigt, wie persönliche Erlebnisse und äußere Einflüsse in der Dichtung eines Autors miteinander verschmelzen können, um eine kohärente und tiefgründige Interpretation zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Epochenbezug: Barock; Dreißigjähriger Krieg: …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sibylla Schwarz: Auff die, so durch Reisen wollen berühmet werden (ca. 1650) ===&lt;br /&gt;
Wer weit verreisen wir / der reise weit und breit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilge Schrift hierdurch /  das hilfft zur Seeigkeit;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer weit  verraisen wil / der schaw die Bücher an /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darin er recht wohl die Welt beschawen kan;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;der hat ein freyen Pas / der geht Auff Gottes Wegen /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an andrer Raisenart ist gar nicht viel gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: [https://www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html. www.zgedichte.de/gedichte/sibylla-schwarz/auff-die-so-durch-reisen-wollen-beruehmet-werden.html.][[File:Sibylla Schwarz 1650.jpg|thumb|[https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Schwarz Sibylla Schwarz] (Frontispiz-Detail: Deutsche Poëtische Gedichte, 1650)]]&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exkurs: Wie gut kann ChatGPT Gedichte interpretieren? ==&lt;br /&gt;
ChatGPT ist ein Computerprogramm, das mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) menschliche Sprache verarbeitet. Es kann Texte untersuchen, Texte produzieren, sie in andere Sprachen übersetzen und auf Fragen antworten. Das geschieht in Form eines Chats. ChatGPT wurde von der US-amerikanischen Firma OpenAI entwickelt und basiert auf Daten bis 2021. Es wurde trainiert, um Texte in verschiedenen Sprachen zu verstehen und darauf zu antworten, einschließlich Deutsch. Das geschieht, indem das Programm die gespeicherten Daten nach geeigneten Informationen durchsucht und daraus Sätze macht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit passen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb unsere Frage: &#039;&#039;&#039;Wie gut kann ChatGPT deutsche Gedichte interpretieren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsaufträge:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Achtung|Bearbeite mindestens die Aufgaben 1 - 3; du hast dafür 15 Minuten Zeit.| Hervorhebung1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 1|Führe unterschiedliche Prompts mit einem von dir bereits interpretierten Gedicht aus|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 2|Steuere deinen Chat mit ChatGPT, z.B. &lt;br /&gt;
* indem du für einen Prompt verschiedene Formulierungen verwendest,&lt;br /&gt;
* indem du mehrere Prompts hintereinander ausführst, so dass deine Anfragen präzisiert werden,&lt;br /&gt;
* indem du ChatGPT bei Fehlern korrigierst.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 3|Vergleiche die Ergebnisse mit deinen eigenen Interpretationen und notiere deine Beobachtungen  auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe 4|Bewerte die Qualität von ChatGPT für Gedichtinterpretationen: Wie gut kann es Gedichte interpretieren? Notiere auf deinem Arbeitsblatt.|Arbeitsmethode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MaFlo</name></author>
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