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	<title>ZUM Projektwiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-09-21T17:33:29Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Sprache_im_Wandel&amp;diff=65246</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Sprache im Wandel</title>
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		<updated>2022-06-22T11:01:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DaHNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[https://www.zak.kit.edu/downloads/kurzbiografie_krischke.pdf Wolfgang Krischke] (2009), ...., benennt drei Triebkräfte des sprachlichen Umbruchs heute: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Schreibsprechen&amp;quot; in Mails und Chats-Foren&lt;br /&gt;
*Einfluss des Englischen&lt;br /&gt;
*Sprachvermischung durch Zuwanderung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Tempo seit gestiegen, Sprachwandel fände heute deutlich schneller statt als noch in den 70er Jahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er sieht es als Aufgabe der Schule an, mehr die Hochsprache zu vermitteln als sprachreduzierenden Phänomenen besondern Raum zu schenken.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Krischke: Triebkräfte des sprachlichen Umbruchs heute. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 197 (26.08.2009), S. N4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&#039;&#039;Die Beziehung zwischen Sprachvarietäten und Sprachwandel&#039;&#039;[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]===&lt;br /&gt;
Das Phänomen der sich über die Jahre immer weiter verändernden deutschen Standardsprache ist wohl schon den meisten aufgefallen. Jedoch stellt sich hier die Frage, inwiefern dieser Sprachwandel von den Spachvarietäten unserer Sprache beeinflusst wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um dies zu klären, muss vorher erst einmal deutlich werden, was Sprachvarietäten und Sprachwandel überhaupt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Sprachvarietäten bezeichnet man bestimmte Ausprägungen einer Einzelsprache, die diese ergänzen, erweitern oder modifizieren, jedoch nicht unabhängig von dieser existieren können. Jeder Mensch erlernt mit seinem Spracherwerb auch gleichzeitig verschiedene Sprachvarietäten, je nachdem, in welchem Kontext er Sprache verwendet. Die Tatsache, über mehrere Sprachvarietäten zu verfügen, nennt H. Henne &amp;quot;innere Mehrsprachigkeit&amp;quot;. Es ist die Kompetenz die verschiedenen Formen der Sprache in unterschiedlichen Situationen angemessen verwenden zu können. Unter dem Sprachwandel versteht man die langfristige Veränderung und Entwicklung der Standardsprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für Sprachvarietäten sind Gruppensprachen wie Jugendsprache, Ethnolekt, Soziolekt und Dialekt usw., also Sprachausprägungen einer Gruppe, je nach Alter, ethnischer Herkunft, gesellschaftlicher Position und Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn aber eine Sprachvarietät von der Mehrheit der Menschen gesprochen wird, spricht man von einem Sprachwandel. Die durch die Sprachvarietäten veränderte Sprache wird nun zur neuen Standardsprache. Auch die Sprachvarietäten in sich unterliegen einem stetigen Sprachwandel: Die Jugendsprache z.B. ist zeit- und modeabhängig, Jugendwörter der 80er Jahre wie &amp;quot;knorke&amp;quot; sind heute &amp;quot;nice&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist es durchaus verständlich sich die Frage zu stellen, ob der Sprachwandel irgendwann ein Ende hat, oder ob unteranderem die Vielzahl der Sprachvarietäten irgendwann dazu führt, dass die ursprüngliche deutsche Standardsprache nicht mehr zu erkennen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Henne: Innere Mehrsprachigkeit des Deutschen und Sprachvielfalt der deutschen Standardsprache. Zitiert nach P. Braun: Tendenzen in der deutschen Gegenwartsprache. Sprachvarietäten. Stuttgart et al.: Verlag W. Kohlhammer, 1998. S.12f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Haruna: Weissu- is krasse Sprache! In: fluter - Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung Nummer 39 (Sommer 2011), Bonn: bpb 2011, 28f.&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DaHNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Sprache_im_Wandel&amp;diff=65245</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Sprache im Wandel</title>
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		<updated>2022-06-22T11:00:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DaHNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[https://www.zak.kit.edu/downloads/kurzbiografie_krischke.pdf Wolfgang Krischke] (2009), ...., benennt drei Triebkräfte des sprachlichen Umbruchs heute: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Schreibsprechen&amp;quot; in Mails und Chats-Foren&lt;br /&gt;
*Einfluss des Englischen&lt;br /&gt;
*Sprachvermischung durch Zuwanderung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Tempo seit gestiegen, Sprachwandel fände heute deutlich schneller statt als noch in den 70er Jahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er sieht es als Aufgabe der Schule an, mehr die Hochsprache zu vermitteln als sprachreduzierenden Phänomenen besondern Raum zu schenken.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Krischke: Triebkräfte des sprachlichen Umbruchs heute. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 197 (26.08.2009), S. N4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&#039;&#039;Die Beziehung zwischen Sprachvarietäten und Sprachwandel&#039;&#039;[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]===&lt;br /&gt;
Das Phänomen der sich über die Jahre immer weiter verändernden deutschen Standardsprache ist wohl schon den meisten aufgefallen. Jedoch stellt sich hier die Frage, inwiefern dieser Sprachwandel von den Spachvarietäten unserer Sprache beeinflusst wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um dies zu klären, muss vorher erst einmal deutlich werden, was Sprachvarietäten und Sprachwandel überhaupt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Sprachvarietäten bezeichnet man bestimmte Ausprägungen einer Einzelsprache, die diese ergänzen, erweitern oder modifizieren, jedoch nicht unabhängig von dieser existieren können. Jeder Mensch erlernt mit seinem Spracherwerb auch gleichzeitig verschiedene Sprachvarietäten, je nachdem, in welchem Kontext er Sprache verwendet. Die Tatsache, über mehrere Sprachvarietäten zu verfügen, nennt H. Henne &amp;quot;innere Mehrsprachigkeit&amp;quot;. Es ist die Kompetenz die verschiedenen Formen der Sprache in unterschiedlichen Situationen angemessen verwenden zu können. Unter dem Sprachwandel versteht man die langfristige Veränderung und Entwicklung der Standardsprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für Sprachvarietäten sind Gruppensprachen wie Jugendsprache, Ethnolekt, Soziolekt und Dialekt usw., also Sprachausprägungen einer Gruppe, je nach Alter, ethnischer Herkunft, gesellschaftlicher Position und Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn aber eine Sprachvarietät von der Mehrheit der Menschen gesprochen wird, spricht man von einem Sprachwandel. Die durch die Sprachvarietäten veränderte Sprache wird nun zur neuen Standardsprache. Auch die Sprachvarietäten in sich unterliegen einem stetigen Sprachwandel: Die Jugendsprache z.B. ist zeit- und modeabhängig, Jugendwörter der 80er Jahre wie &amp;quot;knorke&amp;quot; sind heute &amp;quot;nice&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist es durchaus verständlich sich die Frage zu stellen, ob der Sprachwandel irgendwann ein Ende hat, oder ob unteranderem die Vielzahl der Sprachvarietäten irgendwann dazu führt, dass die ursprüngliche deutsche Standardsprache nicht mehr zu erkennen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Henne: Innere Mehrsprachigkeit des Deutschen und Sprachvielfalt der deutschen Standardsprache. Zitiert nach P. Braun: Tendenzen in der deutschen Gegenwartsprache. Sprachvarietäten. Stuttgart et al.: Verlag W. Kohlhammer, 1998. S.12f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Haruna: Weissu- is krasse Sprache! In: fluter - Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung Nummer 39 (Sommer 2011), Bonn: bpb 2011, 28f.&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DaHNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Sprache im Wandel</title>
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		<updated>2022-06-22T11:00:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DaHNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[https://www.zak.kit.edu/downloads/kurzbiografie_krischke.pdf Wolfgang Krischke] (2009), ...., benennt drei Triebkräfte des sprachlichen Umbruchs heute: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Schreibsprechen&amp;quot; in Mails und Chats-Foren&lt;br /&gt;
*Einfluss des Englischen&lt;br /&gt;
*Sprachvermischung durch Zuwanderung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Tempo seit gestiegen, Sprachwandel fände heute deutlich schneller statt als noch in den 70er Jahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er sieht es als Aufgabe der Schule an, mehr die Hochsprache zu vermitteln als sprachreduzierenden Phänomenen besondern Raum zu schenken.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Krischke: Triebkräfte des sprachlichen Umbruchs heute. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 197 (26.08.2009), S. N4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;Die Beziehung zwischen Sprachvarietäten und Sprachwandel&#039;&#039;[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] ===&lt;br /&gt;
Das Phänomen der sich über die Jahre immer weiter verändernden deutschen Standardsprache ist wohl schon den meisten aufgefallen. Jedoch stellt sich hier die Frage, inwiefern dieser Sprachwandel von den Spachvarietäten unserer Sprache beeinflusst wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um dies zu klären, muss vorher erst einmal deutlich werden, was Sprachvarietäten und Sprachwandel überhaupt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Sprachvarietäten bezeichnet man bestimmte Ausprägungen einer Einzelsprache, die diese ergänzen, erweitern oder modifizieren, jedoch nicht unabhängig von dieser existieren können. Jeder Mensch erlernt mit seinem Spracherwerb auch gleichzeitig verschiedene Sprachvarietäten, je nachdem, in welchem Kontext er Sprache verwendet. Die Tatsache, über mehrere Sprachvarietäten zu verfügen, nennt H. Henne &amp;quot;innere Mehrsprachigkeit&amp;quot;. Es ist die Kompetenz die verschiedenen Formen der Sprache in unterschiedlichen Situationen angemessen verwenden zu können. Unter dem Sprachwandel versteht man die langfristige Veränderung und Entwicklung der Standardsprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für Sprachvarietäten sind Gruppensprachen wie Jugendsprache, Ethnolekt, Soziolekt und Dialekt usw., also Sprachausprägungen einer Gruppe, je nach Alter, ethnischer Herkunft, gesellschaftlicher Position und Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn aber eine Sprachvarietät von der Mehrheit der Menschen gesprochen wird, spricht man von einem Sprachwandel. Die durch die Sprachvarietäten veränderte Sprache wird nun zur neuen Standardsprache. Auch die Sprachvarietäten in sich unterliegen einem stetigen Sprachwandel: Die Jugendsprache z.B. ist zeit- und modeabhängig, Jugendwörter der 80er Jahre wie &amp;quot;knorke&amp;quot; sind heute &amp;quot;nice&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist es durchaus verständlich sich die Frage zu stellen, ob der Sprachwandel irgendwann ein Ende hat, oder ob unteranderem die Vielzahl der Sprachvarietäten irgendwann dazu führt, dass die ursprüngliche deutsche Standardsprache nicht mehr zu erkennen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Henne: Innere Mehrsprachigkeit des Deutschen und Sprachvielfalt der deutschen Standardsprache. Zitiert nach P. Braun: Tendenzen in der deutschen Gegenwartsprache. Sprachvarietäten. Stuttgart et al.: Verlag W. Kohlhammer, 1998. S.12f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Haruna: Weissu- is krasse Sprache! In: fluter - Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung Nummer 39 (Sommer 2011), Bonn: bpb 2011, 28f.&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DaHNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Dramenanalysen/B.Brecht:_Der_aufhaltsame_Aufstieg_des_Arturo_Ui&amp;diff=61683</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/B.Brecht: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui</title>
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		<updated>2022-03-09T15:40:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DaHNSG: interner link&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===Wer war Bertolt Brecht? Annäherung an den Autor===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bertolt-Brecht.jpg|mini|219x219px|verweis=https://projekte.zum.de/wiki/Datei:Bertolt-Brecht.jpg|Bertolt BrechtQuelle:Bundesarchiv, Bild 183-W0409-300 / Kolbe, Jörg / CC BY-SA 3.0 DE ]]Bertolt Brecht ist am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren und am und am 14 August 1954 in Ost- Berlin gestorben. Er war ein einflussreicher deutscher Dramatiker, Librettist und Lyriker des 20. Jahrhunderts. Ebenso gilt er als einer der bedeutendsten Autoren der Arbeiterliteratur zur Zeit der Weimarer Republik. Bertolt Brecht gilt als Begründer des „Epischen Theaters“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brecht konnte das Schreiben sehr schnell für sich entscheiden. Schon zu seiner Schulzeit (veröffentlichte) brachte er die Schülerzeitung raus. Ebenso begann er bereits während seiner Studium damit, Theaterstücke zu schreiben. Zusätzlich zu den Dramen schrieb er auch für einige Emigrantenzeitschriften und leistete Beiträge für Exilzeitschriften) in Prag, Paris und Amsterdam. Zudem ist Brecht Mitherausgeber der in Moskau erscheinenden Zeitschrift &amp;quot;Das Wort&amp;quot;. Außerdem gründete Brecht (nach seiner zurückkehr nach Europa) mit seiner Frau in Berlin das Berliner Ensemble.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/deutsch-abitur/artikel/bertolt-brecht Gesamtwerk] von Bertolt Brecht umfasst mehr als 30 Theaterstücke, über 2500 Gedichte und Lieder, drei Romane, mehrere Dramen- und Romanfragmente sowie über 150 Prosaarbeiten, dazu Tagebücher und Briefe. Bekanntere Werke von ihm sind, unter anderem „Die Dreigroschenoper“ und „Mutter Courage und ihre Kinder“. [[Benutzer:LiSNSG|LiSNSG]]/[[Benutzer:SaBNSG|SaBNSG]]&lt;br /&gt;
=====Lebenslauf=====&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Bertolt_Brecht#St%C3%BCcke Lebenslauf] chronologisch: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;10.02.1898 in Augsburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 ist Brecht als kaufmännischer Angestellter in die Augsburger Haindl’sche Papierfabrik eingetreten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1917-1918: Brecht studierte Naturwissenschaften, Medizin und Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität in München&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918: Brecht wurde in einem Augsburger Lazarett als Sanitätssoldat eingesetzt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1922: Brecht arbeitete als Dramaturg an den Münchener Kammerspielen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929: Brecht heiratete die Schauspielerin Helene Weigel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. November 1924: Brechts erster Sohn wurde geboren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 verließ Brecht mit seiner Familie Berlin und flüchtete über Prag, Wien und Zürich nach Dänemark ins Exil. Später flüchtete er nach Schweden, Finnland und in die USA&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935: Brecht wird die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1941: Im finnischen Exil verfasst Brecht das Parabelstück &amp;quot;Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui&amp;quot; (er ließ sich von Eindrücken seiner USA-Reise in den Jahren 1935/1936 inspirieren)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1943: Brecht wird Mitglied beim &amp;quot;Council for a Democratic Germany“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1943: Brechts Sohn fällt als deutscher Soldat an der Ostfront&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948: Brecht kehrte aus dem Exil nach Berlin zurück&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949: Gründung des Berliner Ensembles&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950: Brecht erhält die österreichische Staatsbürgerschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951: Brecht wurde mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1956: Brecht nahm am 6. deutschen Schriftstellerkongress teil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
† 14. August 1956 in Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Intention=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====Werk=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie lebte und arbeitete der Schriftsteller im Exil? Hintergründe zum &#039;&#039;Arturo U&#039;&#039;===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die politische Situation in Deutschland und im Exil=====&lt;br /&gt;
Brecht lebte in der Zeit, in der er das Drama schrieb im Exil. Er fühlte sich, aber trotzdem nicht als Immigrant, weil er nicht aus freien Stücken sein Land verließ. Er war trotz seiner Situation, die er für ungerecht hielt, jeden Tag aufs neue Produktiv.(Vgl. Gedanken über die Dauer des Exils V. 23-25)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Im Fazit auf einen Vergleich mit dem Lessings Vita achten.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brecht möchte den Leute mit seinem Drama die politische Situation in Deutschland zu der Zeit der Weimarer Republik zeigen und ihnen mitteilen wie beeinflussbar sie sind. Auch Lessing wollte mit seinem Drama den Leuten „die Augen öffnen“, es ging ihm aber nicht um die politische Situation, sondern um die Offenheit gegenüber anderen Religionen. Brecht war selbst ein Opfer dieser politischen Situation, denn er floh aus seinem eigenen Land um der Regierung „auszuweichen“. Auch zu der Zeit in dem er sein Drama schrieb lebte Brecht im Exil, er drückte mit seinem Drama auch ein Teil seiner Gefühle zu der politischen Lage aus, denn er empfand die Situation als ungerecht. Auch Lessing zeigte mit seinem Drama ein Teil seiner Gefühle, denn er schrieb aus Protest gegenüber der Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend kann man sagen, dass  beide die Menschen durch ihre Werke und Denkweise richtig informieren und zum Denken anregen möchten.Brecht bezieht sich dabei stark auf das Politische, da dieses Thema gerade in seiner Lebenszeit von hoher Bedeutung war.                                                                                                                                                                 Lessing bezieht sich eher auf das grundlegende und rationale Denken der Menschen. Ihm ist es wichtig, dass die Leute Dinge hinterfragen und somit mit logischem Denken an Dinge im Leben herangehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JoBENSG /AmKNSG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Lessings Vita: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise#Wie lebte und arbeitete der Schriftsteller im 18. Jahrhundert.3F Hintergr.C3.BCnde zum Nathan|Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise#Wie lebte und arbeitete der Schriftsteller im 18. Jahrhundert.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Brechts Theaterkonzept: Das epische Theater=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Hier das epische Theater vom 23.2. einfügen!&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- argumentierend vs. emotional inszenierend/erlebend&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kommentierend vs. erlebend&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- logisches Denken vs. Mitfühlen/Empathie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Im Fazit auf einen Vergleich mit dem aristotelischen Drama achten.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Bitte sinnvoll mit der passenden Lessingseite verlinken!&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1926 prägte der Bekannte Dramatiker Bertolt Brecht den Begriff des Epischen Theaters. In seinen Sramen bringt er erzählende und berichtende Darstellungsformen auf die Theaterbühne. Seine Theatertheorie ist politisch Motiviert. In seinen Stücken stellt er den Zuschauern die Menschen als veränderliche und veränderndes Wesen dar. Brecht reagiert auf seine Wandelnde Welt, welche seiner Meinung nach durch Städtebau und Industrialisierung immer unübersichtlicher und Komplexer wird. Mit dem Theaterintendanten Erwin Piscator (1893-1966) wollte Brecht große gesellschaftliche Konflikte, wie z.b Krieg, Revolutionen, Ökonomisierung und Soziale Ungerechtigkeiten auf die Bühne bringen. Gemeinsam wollten sie das Publikum zum kritischen Nachdenken/hinterfragen bringen und auch zur Veränderung der Gesellschaft zu bewegen. KoWNSG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Brechts Faschismus-Theorie=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Hier Brechts Faschismus-Theorie vom 11.2. einfügen!&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Im Fazit auf einen Bezug zu seiner Vita achhten.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Bitte sinnvoll zum Arturo Ui überleiten!&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•&#039;&#039;seit erstem Bekanntwerden&#039;&#039; —&amp;gt; &#039;&#039;Brechts&#039;&#039; &#039;&#039;Fachismusparabel&#039;&#039;  &amp;lt;big&amp;gt;Der Aufhlatsame Aufstieg des Arturo Ui&amp;lt;/big&amp;gt; &#039;&#039;kritischen wiederspruch&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•Brechts politische Einstellung-&amp;gt;demokratisch und Kommunismus, sozialistische Einstellung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•Brecht war nie in einer Partei angehörig —&amp;gt; hatte aber eine Grundmaxistische Einstellung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•&#039;&#039;Brecht begründet mit dem sogenannten „Epischen Theater“ bzw. den „Dialektischen Theater“ ein neues innovatives Theatergenre&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•&#039;&#039;Zuschauer sollte im Gegensatz zu traditionellen Dramaturgie zum kritischen Nachfragen und Hinterfragen angeregt werden&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•&#039;&#039;Mehrzahl der Stücke Brechts behandeln politische Themen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•&#039;&#039;Brecht beabsichtigt mit seinem Werk beim Zuschauer eine politische Einstellung zu initiieren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AkDiNSG, NiKNSG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&#039;&#039;Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui&#039;&#039;: Das Werk===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Hier eine passende Einleitung einfügen,z.B.: Das Drama als Provokation vom 11.1.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Im Fazit auf einen Rückbezug zu seiner Intention (s.o.) achten .&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Einen Vergleich z.B. mit Lessing einfügen und an eine passende Stelle verlinken.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Bitte sinnvoll z.B. mit der Inszenierung (Youtube) verlinken!&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Drama „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ von Eugen Berthold Friedrich Brecht, im Jahre 1941 geschrieben und im Jahre 1958 in Stuttgart uraufgeführt, geht es um eine Mann der an die Macht gelangen möchte und ihm dabei alles egal ist und er jeden töten lässt der sich ihm in den Weg stellt. Zur gleichen Zeit als das Drama geschrieben wird war der deutsche Überfall auf die Sowjetunion und der Beginn der Vergasung der Juden. Die Handlungszeit des Dramas ist von 1918 (der Weimacher Republik) bis 1938 (der Einmarsch in Österreich). Berthold Brecht war beim Schreiben des Dramas auf der Flucht vor den Nazis. Lessing hingegen war nicht auf der Flucht.  [[Benutzer:DuSNSG]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====Inhalt=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Karfiolgeschäft in Chicago befindet sich in einer finanziellen Krise. Der Gangsterchef Arturo Ui bietet den Besitzern des Trusts seine Hilfe an, woraufhin diese ablehnen. Sie hoffen darauf, dass sich der Politiker Dogsborough für die Stadt einsetzt, was dieser auch tut, nachdem er eine Reederei erwirbt und dem Trust beitritt. Er sorgt dafür, dass der Trust Staatsanleihen bekommt, diese werden jedoch Veruntreut. Ui erfährt davon und nutzt die Situation aus, um Dogsborough zu erpressen, damit er die Gewalt über den Trust hat. Es kommt zu einer Ermittlung gegen Dogsborough, die abgebrochen wird, nachdem die Zeugen Sheet und Bowl tot aufgefunden werden. Ui lernt wie man eine starke Bühnenpräsenz ausstrahlt, um daraufhin eine Rede an die Gemüsehändler zu halten, in der er ihnen seinen Schutz anbietet. Der Gemüsehändler Hook ist jedoch misstrauisch, weshalb sein Speicher von Uis Leuten angezündet wird, diese kommen jedoch im darauffolgenden Speicherbrandprozess davon. Dogsborough verfasst ein Testament, in dem er Ui und die Gangster für den Tod von Sheet und Bowl, sowie den Speicherbrand verantwortlich macht, aber auch seine eigenen Taten gesteht. Dieses Testament wird jedoch von Uis Männern verfälscht, um dessen Macht weiter auszubauen. Es kommt zu Machtkämpfen zwischen den Gangstern, wobei Givola Roma erschießt. Arturo Ui trifft sich mit Betty und Ignatius Dullfeet, deren Vertrauen er gewinnen möchte. Ignatius wird aber ermordet, nachdem er sich gegen Ui stellen will. Ui möchte seine Macht nach Cicero ausbreiten und hält deshalb eine Rede, bei der er die Gemüsehändler der Stadt gewaltsam dazu zwingt, für ihn zu stimmen. LeBNSG, JaHNSG, AnBNSG&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Der Prolog - Der Zusammenhang zwischen Gangsterstück und Nazihandlung&#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
Der parabelhafte Zusammenhang zwischen dem vorgestellten Gangsterstück und der eigentlich gemeinten, sogenannten Nazihandlung wird im Prolog durch zahlreiche Anspielungen hergestellt: figürliche (Giri, Givola), historische (Baisse, Wirtschaftskrise), politische (Richard III.).&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Zeilen&lt;br /&gt;
!Inhalt&lt;br /&gt;
!Funktion/ Erwartungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1-14&lt;br /&gt;
|• Nach der Begrüßung kündigt der „Ansager“ eine große historische&lt;br /&gt;
Gangsterschau&amp;quot; (Z. 4) an; er gibt einen Ausblick auf die im Drama dargestellten Inhalte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Versicherung, es handle sich um die Wahrheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• der Dockshilfeskandal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Dogsboroughs Geständnis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Uis Aufstieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Speicherbrandprozess&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Mord an Dullfeet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Zustand der Justiz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ermordung Romas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eroberung von Cicero&lt;br /&gt;
|Erwartet wird, dass das&lt;br /&gt;
Publikum sich für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gangstergeschichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
interessiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15-46&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Vorstellung der Figuren des Stücks&lt;br /&gt;
*Charakterisierung der Figuren, teilweise negativ dargestellt wird&lt;br /&gt;
*Erklärung der Existenz der Gangster&lt;br /&gt;
*Die Gangster gibt es als Züchtigung des Himmels für das Böse, Z.41&lt;br /&gt;
*Der „Ansager“ schlüpft in die Rolle des Priesters&lt;br /&gt;
|Durch die negativen&lt;br /&gt;
Aussagen des&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ansagers über die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figuren wird das Publikum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bereits am Anfang in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seiner Wahrnehmung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Die Wel,t die hier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dargestellt wird, soll&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohl gleich wie die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
reale Welt sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„unsere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gangsterwelt“ Z.16)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|47-60&lt;br /&gt;
|• Erwähnung von Figuren aus der Geschichte, die Stellvertreter für das&lt;br /&gt;
Böse sind (Richard III).  Die Erwähnung von Richard III wirkt als Brücke zwischen dem zweiten und dritten Abschnitt des Prologs. Hier wird die Figur des Arturo Ui mit Richard III verglichen und zugleich auf Ereignisse in der Vergangenheit Bezug genommen. Brecht setzt also gewissermaßen voraus, dass sein Publikum historisches Wissen besitzt und mit dieser Erwähnung etwas anfangen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Behauptung, die Gangstergeschichte werde „im Großen Stil“ und wahrheitsgetreu dargestellt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Da es aber eine Gangstergeschichte sei, kenne sie schon jeder&lt;br /&gt;
|• Metapher : Richard III steht als Synonym für&lt;br /&gt;
das Böse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Einstellung des&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Publikums auf das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genre Gangstergeschichten&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;Der Weg zur Macht: Eine Handlungsübersicht&#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
Der Aufbau des Stückes wird in vier Abschnitte unterteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Arturo Uis Weg zur Macht (Szene 1-6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Bis Erprobung und Festigung der Macht (Szenen 7-9)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Bis Ausübung der Macht (Szenen 10-12) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Bis Ausweitung der Macht (Szene 13-17)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lässt sich aus diesen Szenenabschnitten erkennen, dass Ui jede Möglichkeit nutzt um seine Macht stärker zu festigen. Zu Beginn sieht er die Wirtschaftskrise als Möglichkeit um den Grundstein seiner Macht zu legen. Aufgrund von korruptem Handel des angesehenen Politikers Dogsborough wittert Ui seine Chance durch Erpressung und Manipulation wieder ins Geschäft zu kommen. Damit sichert er sich seinen Schutz vor der Polizei und Justiz. Sobald er diesen erlangt hat, widmet sich Ui seinem eigentlichen Plan. Seiner Machtetablierung steht nun nichts mehr im Weg. Durch das Üben mit einem Schauspieler probt er das seriöse und wirkungsvolle Auftreten vor Publikum. Er schafft es nach und nach die Grünzeughändler von sich zu überzeugen und hat sie unter Kontrolle. Durch das Ausschalten von Gegnern schafft Ui alles weg, was ihm bei seiner Machtausweitung im Weg steht. Ein weiteres Mittel ist die Schutzgelderpressung. Letztendlich möchte Ui seine Macht in ganz USA ausweiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Szene 1 - 6:&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Arturos Weg&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;zur Macht&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:FabNNSG|FabNNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Szenen 1 bis 6 wird der Weg von Ui zur Macht deutlich. Dies erkennt man an folgenden Stellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ui verspricht dem Trust, den Umsatz zu verdoppeln (S.12). Bevor er seinen Plan, sich in das Karfiolgeschäft einzumischen umsetzten kann, braucht er erstmal Rückendeckung von wichtigen Personen. „Erst brauch ich selber Schutz. Vor Polizei und Richter muss ich erst geschützt sein, eh ich andre schützen kann. `s geht nur von oben“ (S.27). Er nutzt Chancen, die er bekommt, und versucht daraus zu profitieren. So auch als er erfährt, dass Dogsborough krumme Geschäfte macht. „Jetzt riech ich Geschäfte“ (S.33). Er schildert Dogsborough seinen Plan: „Ich bin entschlossen, ihn zu schützen. Gegen jeden Übergriff. Wenn´s sein muss, mit Gewalt.“ (S.38). Dabei soll Dogsborough ihn schützen, weil Ui sonst keine Chance hat. „Wenn sie mich nicht retten, bin ich aus“ (S.39). Als Dogsborough dies nicht will, erpresst Ui ihn mit seinem Wissen über die Reederei: „Ich werd Sie bloßstellen! Die Beweise hab ich!“ (S.40).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Untersuchungsprozess deckt Ui Dogsborough, indem er Zeugen ermorden lässt und die Schuld auf andere schiebt. Ui wird als Verteidiger für Dogsborough eingestellt (Szene 6). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Szene 7-9:&#039;&#039;&#039;  &#039;&#039;&#039;Uis Erprobung und Festigung der Macht&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:MeDNSG|MeDNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Szene 7 zeigt sich, dass Ui auch anhand seines Auftretens und Redens an Aufmerksamkeit und Ansehen gelangen will, letztlich seine potenzielle Macht erproben  will: &#039;&#039;„Und da es unvermeidlich sein wird, bei dem oder jenem Anlass ein paar Worte zu äußern, … wenn‘ s einmal politisch wird, will ich Stunden nehmen&#039;&#039;“ (S. 54).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Wenn ich stehe, wünsche ich, dass man nicht auf zwei Leute hinter mir, sondern auf mich schaut.“&#039;&#039; (Szene 7, S. 56). Er probt das Gehen, Stehen, Sitzen und das Reden. Kurz darauf übt er das Reden aus. Auf einer Versammlung von Gemüsehändlern spricht er zu diesen. Im Laufe seiner Rede erprobt Ui, wie sehr und auf welche Art und Weise er die Gemüsehändler beeinflussen kann. Da seine Worte vorerst nicht ausreichten, greift Arturo Ui zu gewalttätigen Vergehen, wie dem plötzlichen Speicherbrand. Er bemerkt, dass er die Leute in eine aussichtslose Lage bringen muss, damit diese auf ihn zurückkommen. In den Momenten, in denen Arturo Ui bemerkt, dass die Leute sich nun, aufgrund von Hilflosigkeit, auf seine Seite begeben und keinen anderen Weg mehr gehen können, festigt sich das Machtgefühl und sein Wille mehr und mehr. Auch der Speicherbrandprozess verläuft nach den Plänen und den Willen von Uis Leuten. Beispielsweise zeigt sich an manchen Stellen, dass der Richter oft mehr Verständnis für die Seite von Uis Leuten zeigt: &#039;&#039;„Herrn Giris Empörung ist dem Gericht sehr verständlich“&#039;&#039; (Szene 9, S. 77). Auch bei Verkündigung des Urteils scheint der Richter von den Leuten Uis beeinflusst zu sein, denn keinerlei Beweise, die für die Schuld des Angeklagten sprechen, konnten bestätigt werden. Dennoch fällt der Richter das Urteil, den Angeklagten für schuldig zu erklären. Auch hierbei bestätigt sich für Ui, dass er offenbar immer mehr Kontrolle über das Geschehen und die Menschen in Chicago erlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Szene 10-12: Uis Ausübung der Macht&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LiSNSG|LiSNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn der 10. Szene, auf Seite 78 schreibt Dogsborough sein Testament, in dem er Ui und seine Leute erheblich belastet; er gesteht sein eigenes Mitwissen über diese Taten und seine eigene Korruptheit („Ich… aus Gier nach Reichtum und aus Angst…“). Hier wäre Macht/Widerstand gegen Ui von Dogsborough aus noch möglich gewesen. Aber in der fort folgenden Szene, auf S. 79 f, wird von den Leuten des Uis dafür gesorgt, dass dieser Fall nie eintreten wird. Denn Givola verfasst ein zweites Testament im Namen Dogsboroughs, in dem er Ui als Nachfolger benennt. Dort fällt auf das Arturo Ui seine Macht extrem ausübt denn er nutzt die Fälschung von Dokumenten zum eigenen Vorteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso in dieser Szene, auf S. 80, wird seine Sorge bzw. Vorsicht um seine Macht deutlich. Dies lässt sich an folgenden Zitat belegen: „Was ist mit Giri? Ich trau ihm nicht.“, daran wird deutlich, dass er sich sicher sein und er nicht möchte, dass ihm bzw. seinem Aufstieg irgendwas in die Quere kommt. Wie er aktiv seine Macht ausübt lässt sich mit folgenden Zitaten, auf S. 83 und S. 85 belegen: „Der Brand war ein Erfolg! Die Läden zahlen. Dreißig Prozent für etwas Schutz. In weniger als einer Woche wurde ein ganzer Stadtteil auf Knie gezwungen. Keine Hand erhebt sich mehr gegen uns. Und ich hab weitere und größre Pläne.“ + „Ging ich heran an diese Stadt und hab Sie auf die Knie gezwungen.“ Er übt aber nicht nur die Macht aus, sondern nutzt er sie ebenso aus, wie es sich auf Seite 85 erkennen lässt: „Und ich sag, was verdient wird; denn Verdienen kommt nach dem Dienen!“ Aber die Macht die er hat und die er ausübt, die sind ihm bei weitem nicht genug für ihn, denn er möchte seine Macht ausweiten bzw. möchte er immer mehr an Macht, dies lässt sich auf an dem Zitat auf S. 86 erkennen: „Wir sind durch mit Chicago. Ich will mehr haben.“ Ihm reicht seine Macht nicht mehr und will immer mehr“. Auch stellt er in seiner Machtposition dar, dass es sich nicht lohnt, sich gegen ihn aufzulehnen, denn er wird immer Mächtiger sein. Das lässt sich auch in Szene 12, auf Seite 97, beweisen: „Widerstand ist zwecklos. Ich werd euch lehren, gegen mich aufzumucken!“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Szene 13-17: Uis Ausweitung der Macht&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ui versucht, die Freundschaft und das Vertrauen der beiden Dulfeets mit Worten wie: „Ich zieh mitunter auch die Reichen an.“ (S. 105) und &amp;quot;Gewalt verabscheut keiner mehr als ich&amp;quot; zu erlangen. Dadurch möchte er sich selbst in ein gutes Licht stellen und seinen positiven Einfluss auf Menschen zeigen. Nach dem Tod Dulfeets will Arturo Ui Betty Dullfeet für sich gewinnen, um so an noch mehr Macht zu gelangen. Da sich Betty und ihr verstorbener Mann jedoch für die Freiheit Ciceros aussprechen und somit auch gegen Uis Lust nach Macht und Gewalt, versucht dieser Betty durch „Mein Plan ist eisern! Schutz für Cicero.“ (S. 114) zu manipulieren und dadurch seinen eigentlichen Plan zu verbergen. Um Cicero nun unter seine Macht zu ziehen, behauptet Arturo Ui bei der Volksversammlung: „Sein (Dogsboroughs) Testament liegt jedermann zur Einsicht vor“ (S. 120). Dieses hatte Ui aber in Szene 11 fälschen lassen,  damit es so aussieht, als ob Dogsborough ihn zu seinem Nachfolger ernannt hat, um so das Vertrauen des Volkes zu erlangen. Ein weiterer Schachzug um seine Macht auszuweiten ist, dass alle Bewohner dazu gezwungen werden, bei der Versammlung für Ui zu stimmen (vgl. S. 121), denn Gegner werden sofort erschossen. Das zeigt deutlich, dass Arturo Ui zu allem bereit ist, um seine Gegner aus dem Weg zu schaffen, da diese sonst eine große Gefahr für seine Machtausweitung darstellen würden. Der Zwang und die Gewaltanwendung erinnern sehr stark an eine Diktatur.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fazit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Hier bitte ein zusammenfassendes Fazit formulieren, z.B. mit Ergebnissen vom 23.2.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Es sollte deutlich werden, wie  &amp;quot;Verüber großer politischer Verbrechen&amp;quot; an die Macht gelangen können.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lässt sich somit festhalten, dass &amp;quot;Verüber großer politischer Verbrechen&amp;quot; durch richtiges Timing und Erpressung bzw. Manipulierung der richtigen Personen an die Macht gelangen. Durch Einschüchterung der Bevölkerung und weiteren Bedrohungen müssen sie das Gesetz nicht fürchten, wodurch es ihnen leicht gemacht wird, die Macht auszuweiten und zu festigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]] [[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Was nicht gezeigt wird….======&lt;br /&gt;
ein [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/B.Brecht: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui/Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui: Szenenüberblick|Szenenüberblick]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Aspekte der Handlung geschehen nicht auf der Bühne, sondern zwischen den Szenen, sie  ergeben sich aber aus Andeutungen und Hinweisen auf der Bühne: Morde (an Gegnern), Gespräche über Pläne und Intrigen, Berichte über Geschehenes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden die Handlungsaspekte ausgelagert, die nicht direkt beweisbar sind (Pläne, Selbstgespräche), die von geringerer Relevanz für die eigentliche Aussage des Stückes sind, vorhersehbar und brutal sind (Morde), der Bevölkerung der NS-Zeit tatsächlich verborgen geblieben sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus der Handlung auf der Bühne liegt auf den Strategien der Machtübernahme, der (Mit-)Schuld des vielen Aktiven.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Publikum muss sich die Lücken gedanklich erschließen, im übertragenen Sinne über Details der Politik aktiv nachdenken.  &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“ &amp;lt;ref&amp;gt;B. Brecht: Der aufhaltsame Aufstieg des Arutro Ui, S. 124&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Epilog)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Warnung an das Publikum, dass sich die(se) Geschichte NICHT wiederholen soll. Appell an die Verantwortung des Einzelnen, nicht wegzuschauen, mitzureden, mit offenen Augen das verborgene Geschehen wahrzunehmen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Figurencharakterisierungen=====&lt;br /&gt;
Gemäß der Anlage des Stückes als [https://de.wikipedia.org/wiki/Parabel_(Sprache) Parabel] haben alle Figuren zwei Bedeutungen: zunächst eine konkrete bildliche, auf die Kernhandlung bezogene, darüber hinaus aber auch eine abstrakte sächliche, auf die parabolisch angelegte Lehre bezogene. Während die doppelte (Be-)Deutung der Hauptfiguren um Arturo Ui (er selbst, seine Gangsterbande, Dogsborough) offensichtlich ist, ist die der Nebenfiguren versteckter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Die Hauptfiguren:======&lt;br /&gt;
Die Hauptfiguren stehen für bekannte, historische Persönlichkeiten der Weimarer Zeit, die in unnmittelbarem Zusammenhang mit Hitlers Machtübernahme stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Arturo Ui:======&lt;br /&gt;
- Gangsterchef  [VoPNSG]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
steht symbolisch für [https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler Adolf Hitler]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figur Arturo Ui, ist männlich und die Hauptfigur des Stücks. Dieser steht symbolisch für den ehemaligen realen deutschen nationalistischen Politiker und Diktator des deutschen Reichs, Adolf Hitler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn, gilt Arturo Ui als ein klein krimineller aus New York Bronx, der nach Chicago kommt und dort einen kleinen kriminellen Bande gründet. Er ist sehr ehrgeizig und durchsetzungsfähig, der Willen durchsetzen will, was man auch im Laufe des Stücks erkennen kann. Um sein Ziel, Macht und Geld zu erlangen, versucht er durch rohe Gewalt, dies zu erreichen. Auf jeden, der ihm im Weg steht oder ihn kritisiert, reagiert er wütend und gereizt und zögert nicht, durch Manipulation, Unterdrückung oder auch Mord, diesen eine Lektion zu erteilen, bzw. ihnen weiß zu machen, mit weg die sich anlegen. Sein Charakter und seine korrupten Pläne, scheint er, wie man im Laufe des Stückes erkennt, gut durchsetzen zu können, wodurch er, von Beginn, ein unbedeutender Krimineller, zu dem mächtigsten Kriminellen gehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit wird schnell bewusst, dass Arturo Ui ein selbstbewusster und machthaberischer Mann ist, dessen einziges Ziel, die Allmacht und Respekt aller andern vor ihm ist, egal was oder wen er dafür schaden oder zu unrecht führen muss.  PaWNSG, MeDNSG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Emanuele Giri:======&lt;br /&gt;
- Uis Laufbursche, der Mann für‘s Grobe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- tötet Gegner der Bande &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- trägt deren Hüte als Trophäe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- tötet seinen Konkurrenten Roma&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steht symbolisch für [https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_G%C3%B6ring Hermann Göring,] Reichsmarschall, Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Leiter des Reichswirtschaftministeriums&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hitlers engster Berater in Sachen Kriegsführung,  [EvLANSG]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figur Emanuele Giri, ist eine männliche Nebenfigur des Stücks. Sie soll den ehemaligen realen deutschen nationalsozialistischen Politiker und Kriegsführer Hermann Göring symbolisieren. Somit soll er als Hitlers engster Berater in Sachen der Kriegsführung gelten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giri gehört zu Arturo Uis Leuten und ist somit ebenfalls ein Gangster. Er nimmt an den kriminellen Machenschaften von Ui teil, verteidigt diese und tötet Gegner der Bande. Somit wird Giri eher als Laufbursche Uis dargestellt, der nach seinen Befehlen und Wünschen handelt. Dies erkannte man auch, als Ui aufforderte, Roma, einen eigentlich eng verbundenen, der Bande zu töten und Giri dies tat. Man merkt somit, dass er einen grausamen und ohne schuldbewusst geprägten Charakter hat. Er ist für ein seinen Anführer, Ui ein treuer Laufbursche, der sich ebenfalls nicht scheut anderen Mensch oder auch Unschuldigen, Schaden zu zufügen. Auch ist der dafür bekannt, dass er die Hüte seine Opfer als Trophäe trägt, was diese Aussage unterstreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich lässt sich sagen, dass Emanuele Giri eindeutig Mitschuld an dem grausamen Machtaufstieg von Arturo Ui beiträgt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
======Guiseppe Givola:======&lt;br /&gt;
- offiziell Blumenhändler, dahinter Gangster, Angestellter von Ui.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- beteiligt am Tod Romas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- „verkauft“ Ui mit Worten und Sprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Symbol für [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Goebbels Joseph Goebbels], Propagandaminister (EvLANSG)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figur Guiseppe Givola, ist eine männliche Nebenfigur des Stücks. Sie soll den ehemaligen realen Propagandaminister und Politiker Joseph Goebbels, während der Zeit des Nationalsozialismus und einer der engsten vertrauten Adolf Hitlers symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Givola gehört ebenfalls zu Uis Bande, er ist ein Angestellter von Ui. Offiziell gilt er als Blumenhändler, doch ist dahinter ein Gangster. Unterstützt ebenfalls Ui an seinem Machtaufstieg und hilft, indem er ihn mit Worten und Sprache besser ,,verkauft’’, bekannter macht und sein Geschäft fördert. Somit ist er ein potenzielles und hilfreiches Mitglied in Uis Bande, welcher auch keine Scheu zeigt, Schaden an den Dingen oder Personen zu verursachen, die ihnen im Weg stehen. Wie zum Beispiel bei Roma, an dessen Tod er ebenfalls beteiligt war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich lässt sich sagen, dass Guiseppe Givola ebenfalls eindeutig Mitschuld an dem Machtaufstieg von Arturo ui trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
======Ernesteo Roma:======&lt;br /&gt;
Leutnant - militärischer Arm der Gangsterbande&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedroht seine Konkurrenten Emanuele Giri und Guiseppe Givola (FlMNSG)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- hat niedrigsten Dienstgrad ( LoGNSG ) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- will seinen Machtbereich erweitern, gerät in Konkurrenz zu Giri und Givola, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ermordung durch Giri (Szene 12) (Benutzer:CKrNSG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Symbol für [https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_R%C3%B6hm Ernst Röhm], vor allem Leiter der [https://de.wikipedia.org/wiki/Sturmabteilung SA] (SA= Sturmabteilung; Schlägertruppe der [https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei NSDAP]), verantwortlich für den „[https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6hm-Putsch Röhm-Putsch]“ (EvLANSG)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figur Ernesto Roma, ist eine männlich Nebenfigur des Stücks. Sie soll den ehemaligen realen Leiter er SA, Ernst Röhm, der verantwortlich für den Ruhm-Putsch war, symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gehört ebenfalls zu Uis Leuten und ist der Leutnant, der militärische Arm der Gangsterbande. Trotz, steht er in keiner hohen Machtposition und hat einen niedrigen Dienstgrad, weswegen er mehr Macht anstrebt und sein Machtbereich erweitern will. Man erkennt, dass er sich nicht gerne bevormunden lässt und kein schwächeres Glied sein will, weswegen er sogar ohne Schuld seine eigentlichen Kollegen, Emanuele Giri und Guiseppe Givola bedroht. Dadurch schafft Roma ein Konflikt zwischen Uis Bande und ihm, was für ihn der Tod bedeutet, da Roma an weniger Macht verfügt (vgl. Szene 2). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich lässt sich bei Ernesto Roma sagen, dass er als Mitschuldiger aber auch zugleich als Opfer an Uis Machtaufstieg beiträgt. Da er zwar ein Teil von Uns Bande war und ihn in vielen Situationen unterstützte aber am Ende schließlich von seinen eigenen Leuten, auf Uis Befehl, ermordet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Der alte Dogsborough:======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politiker von Chicago [PhOSNSG/EvLANSG]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwickelt in Korruptionsgeschäfte des Karfioltrusts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angewiesen auf Ui, nachdem er von diesem vor Gericht „gerettet“ wurde &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
—&amp;gt; Als Mittel zum Zweck für Arturo (Benutzer:CKrNSG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steht symbolisch für [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_von_Hindenburg Paul v. Hindenburg].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figur Dogsborough, ist eine männliche Nebenfigur des Stücks. Sie soll den ehemaligen realen deutschen Politiker Paul von Hindenburg symbolisieren, der Hitler die Umwandlung Deutschlands in eine Diktatur mehr oder weniger unwollend ermöglichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dogsborough ist achtzig Jahre alt und ein früherer Angestellter in Sheets Reederei. Er hatte sich durch eine Position als  jahrelanger Stadtverordneter in Chicago, eine hohes Ansehen gebracht, was ihn attraktiv für den Trust und deren Notsituation machte. Diese versuchten ihr Geschäft zu verbessern und gelangen durch Einreden, auf den alten Dogsborough und das schenken eines Sommerhause, dazu ihn als Vermittler für eine Kapitalanleihe bei der Stadt Chicago zu gewinnen. Er hantelte leichtsinnig und steckte nun mit den Korruptionsgeschäften des Karfioltrust, unfreiwillig unter einer Decke. Der Trust und somit Arturo Ui hatten ihn in seiner Hand, vor allem, nach dem Ui ihn in seinem Gerichtsprozess ,,rettete’’, war er auf ihn angewiesen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich lässt sich sagen, das Dogsborough ebenfalls zugleich Mitschuld und auch als Opfer an dem Machtaufstieg von Ui beteiligt ist. Denn allein durch ihn, bekam der Trust, die Möglichkeit an die Kapitalanleihe zu kommen und somit mit Dogsborough korrupte Geschäfte einzugehen, was ihn daraufhin für Arturo Ui zur Zielscheibe und perfekte Chance machte, an mehr Macht zu gelangen. Doch da dies nie Dogsborough Intention war und er sogar am Ende auf Uns Befehl hin ermordet wurde, macht ihn dies gleichzeitig zum Opfer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptfiguren sind nach Brechts &amp;quot;Bemerkungen&amp;quot; (S. 130ff) alle  .... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Bitte beenden, mit passendem Zitat aus den Bermkungen ergänzen.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptfiguren sind nach Brechts „Bemerkungen“ (S. 130ff) alle mehr oder weniger „Verüber großer politischer Verbrechen“ und nicht „große politische Verbrecher“. Das zeigt sich daran, dass sie alle dazu beitragen, dass Arturo Ui an die Macht kommt, indem sie zum Teil an krummen Geschäften beteiligt sind und durch zum Teil gewalttätige Aktionen ihren Teil dazu beitragen, dass Ui mächtig wird. Dabei muss man aber zwischen Ui und seinen Leuten, welche alle das Ziel der Machtübernahme anstreben und Dogsborough unterscheiden, welcher nur, durch das Geld getrieben, dabei mithilft und dies später bereut aber trotzdem von Ui als Machtinstrument benutzt wird. Laut den Bemerkungen von Brecht ist aber nur Ui selbst schlau und seine Leute dümmer als er selbst und können somit die dreckige Arbeit übernehmen („[…] die Ausbeuter selber […] bringen kollektiv etwas Schlauheit und Brutalität auf […]. Die politischen Geschäfte lassen sich durch Leute besorgen, die oft noch erheblich dümmer als sie selbst sind.“). Dabei steht Ui an der Spitze als Hauptausbeuter und unter ihm, schon etwas schwächer gestellt seine Leute Giri, Roma und Givola, welche aber dann auch wieder Leute unter sich haben, die die Drecksarbeit erledigen. Es zeigt sich, dass es eine Art Hierarchie Pyramide gibt, welche nach Brecht von oben nach unten immer dümmer wird. Diese Aktionen die dann verübt werden haben die Macht, den Menschen die eigene Größe zu demonstrieren. Laut Brecht erwecken die Hauptpersonen also „den Anschein von Größe durch den Umfang der Unternehmungen“. Dadurch reden alle über die Verüber, wie über den Mörder aus Brechts Stadt, Napoleon und Dschingis Khan und die Verüber (Hauptpersonen) profitieren dadurch. [[Benutzer:MaBNSG|MaBNSG]], [[Benutzer:FabNNSG|FaNNSG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Die Nebenfiguren:======&lt;br /&gt;
Die Nebenfiguren tragen alle mehr oder weniger dazu bei, dass Ui an die Macht kommt. Entweder aus Selbstschutz, Fahrlässigkeit/Unachtsamkeit, Hilflosigkeit, Unbewusstheit, zum eigenen (persönlichen oder wirtschaftlichen) Vorteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nebenfiguren sind auf der Parabel-Ebene Repräsentanten der Weimarer Gesellschaft: Justiz, Regierung, öffentliche Meinung, Finanzwesen usw. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie alle tragen Verantwortung, durch den Missbrauch bzw. das Nichtausschöpfen ihrer Verantwortung /Macht, auch für den Aufstieg Uis/Hitlers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Clark======&lt;br /&gt;
Clark ist gemeinsam mit Flake, Caruther, Butcher und Mulberry einer der Bosse des Karfioltrusts. Auch sein Geschäft ist derzeitig von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise betroffen, weshalb er anfangs ebenfalls auf die Anleihe Dogsboroughs angewiesen ist. Doch auch obwohl er sein Geschäft versucht zu retten, ist er zunächst dagegen, den Dogsborough um eine Anleihe zu bitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Mal trifft Clark auf Ui, als er sich gemeinsam mit den anderen Teilhabern des Karfioltrusts im Stadthaus befindet. Gerade hatten sie erfahren, dass Sheet getötet wurde. Als Ui seinen Tod als Selbstmord bezeichnet, scheint Clark schon skeptisch zu reagieren: „Der Sheet ist tot. Hast du ́s denn nicht gehört?“ (Szene 6, S.49), „Ach, sie sprachen nicht mit Sheet?“. Er scheint zu vermuten, dass Arturo Ui die Schuld an Sheets Tod trägt. Im Landhaus zeigt sich zusätzlich, dass Clark sich bei der Untersuchung gegen Dogsborough auf seine seite richtet und somit gegen Uis. Als Ui Dogsborough aufgrund beschuldigt, nimmt Clark ich in Schutz: „Man wirft hier einem unbescholtenen Mann Bestechung vor!“ (Szene 6, S. 52).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei dem Gespräch mit Frau Dullfeet richtet sich Clark gegen Ui. Er betont hier wiederum, dass bei allen bisherigen Verbechen Ui oder seine Leute mit beteiligt werden. Dabei zeigt er auch Verständnis gegenüber Frau Dullfeet, als sie erzählt, dass ihr Ehemann weiterhin gegen Roma kämpfen wird (vgl. Szene 11, S. 93) .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt scheint Clark als ein seriöser und kluger Geschäftsmann. Im Verlaufe des Dramas lässt sich vermuten, dass Clark den Plänen Uis Stück für Stück auf die Schliche kommt, weshalb er bereits bei dem ersten Aufeinandertreffen mit Arturo Ui zu zweifeln scheint. Dennoch kann er sich ihm nicht entgegensetzen. Somit besteht sein weiteres Schicksal darin, Arturo Ui zu „gehorchen“ , da dieser immer mächtiger wird,  weshalb es für Clark und die anderen Geschäftsleute vom Karfioltrust  um so schwieriger wird aus Uis Hand zu gelangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clark trifft insofern Mitschuld an Arturo Uis Machtaufstieg, indem er die Pläne Uis erahnen konnte, jedoch keinen Widerstand leistete. Stattdessen handelte er zum Vorteil seiner wirtschaftlichen Interessen. [[Benutzer:JoBENSG|[JoBENSG]]] , [[Benutzer:MeDNSG|[MeDNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figur Clark steht symbolisch für den von der Weltwirtschaftskrise bedrohten Wirtschaftsoberen der Weimarer Republik: Industrielle, Landadel. Sie erhofften sich von der Zusammenarbeit mit Hitler einen wirtschafltichen Aufschwung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Sheet======&lt;br /&gt;
Sheet ist eine Nebenfigur und ist am Anfang des Stücks im Besitz einer Reederei. In der 2. Szene wird er von Flake überredet diese billig zu verkaufen (vgl.S.20). Während sie über den Verkauf verhandeln laufen Ui und seine Gangster an ihnen vorbei (vgl.S.18). Diese Begegnung war die einzige von Sheet und Ui. Er tritt nur noch in Szene 6 auf in der er tot in einem Hotel aufgefunden wurde (vgl.S.45). Es wird von einigen Personen vermutet er habe sich selbst umgebracht (vgl.S.92), andere glauben er wurde ermordet. Später beschuldigt Dogsborough die Gangster in seinem Testament Sheet ermordet zu haben (vgl.S.79). Sheet hinterlässt eine Frau (vgl.S.18) und wurde als schweigsamer (vgl.S.45), aber ehrlicher Geschäftsmann beschrieben (vgl.S.50).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; [ [[Benutzer:AmKöNSG|AmKöNSG]] ],  [[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]  [[Benutzer:MaBNSG|MaBNSG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sheet hat seine Reederei Zugunsten von Ui an Uis Leute verkauft, jedoch wusste er zu diesem Zeitpunkt nicht, dass er mit diesem Verkauf Arturo Ui unterstützt. Im weiteren Verlauf wird Sheet von Uis Leuten ermordet, dies trägt dazu bei, dass die Mehrheit der Leute eingeschüchtert wird und sich nicht mehr traut sich gegen Ui aufzulehnen. Auf Grund des Verkaufs der Reederei, hat Sheet indirekt Schuld daran, dass Uis Plan der Machtergreifung beginnen konnte. ([[Benutzer:LiSNSG|LiSNSG]] und [[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figur Sheet steht symbolisch für einen Besitzer einer Fabrik oder eines Gutbesitzes, der aufgrund der Weltwirtschaftskrise und der Reparationszahlungen, die Deutschland leisten musste, in finanzielle Bedrängnis geraten war. Sie sahen sich zur Kooperation gezwungen, auch um ihren Lebensstandard halten zu können (Vgl. S. 45: &amp;quot;... und Mabel Sheet braucht Luxus. ... Er macht&#039;s&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Bowl======&lt;br /&gt;
Die Figur Bowl in dem Stück Arturo Ui, ist eine männliche Rolle. Er ist verheiratet mit eine Frau und sie haben gemeinsam eine sechsjährige Tochter (vgl. Szene 8, S.66). Bowl arbeitete für Sheet, als der Prokurist im Karfioltrust, bis dieser von Dogsborough gefeuert wurde. ,, Der Dogsborough hat mich gefeuert.‘‘ (Szene 4, S.31)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Szene 4 ab der Seite 30 tritt die Figur das erste Mal auf, Giri, einer von Uis Leuten, bringt ihn mit zu Roma und Ui. Sie beginnen ein Gespräch und Bowl berichtet ihnen über seinen Rauswurf, von Dogsborough aus der Reederei. Dabei erzählt er Ui und seinen Leuten, dass Dogsborough die Reederei seit Anfang September besitzt (vgl. Szene 4, S.31). Durch Bowl erfahren sie nun, dass Butcher vom Kafioltrust, Dogsborough die Reederei von Sheet verkaufte. ,,Bowl war dabei als Butcher vom Karfioltrust selbst dem alten die Aktienmehrheit überstellte.‘‘ (Szene 4, S.31). Daraufhin ist Roma und vor allem Ui verblüfft, die diese Informationen über den Dogsborough und seine krummen Geschäfte, in dieser Szene das erste mal erfahren. ,,Das ist korrupt! Bei Gott! Der Dogsborough hat Dreck am Stecken!‘‘ (Szene 4, S.32) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ui und seine Leute sind Bowl für diese Informationen sehr dankbar, Ui er ahnt nun was ihn machtvolles bevorsteht ,,Jetzt rieche ich Geschäfte!‘‘ (Szene 4,S. 33). Mit dieser Aussagen hat er auch Recht, wie man es auch im späteren Verlauf erfährt, nutzt er diese Informationen von Bowl, über die Zusammenarbeit des Dogsboroughs und dem Karfioltrust und verwendet sie gegen Dogsborough und zu seinem Vorteil. ,, Von ihnen als einem Verbrecher! […] Ich werde Sie bloßstellen! Die Beweise habe ich! […] Sheets Reederei sind Sie!‘‘ (Szene 5, S.40) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Giri spricht am Ende der Szene, Bowl, seinen Dank aus und nachdem dieser seiner erwartende Belohnung anspricht, erwidert Giri, ihm diese auf jeden Fall noch zu geben (Vgl. Szene 4, S. 33).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Gespräch, erkennt man Bowls Stimmung, die durch die öfteren Verwendung von Kraftausdrücken, sehr verärgert und aufgebracht wirkt ,, […] Bis dieser Hund….‘‘ (Szene 4, S. 31). ,,[…] Hund!‘‘ (Szene 4, S.32). Doch diese Kraftausdrücke, widmet er Dogsborough, aus einem aber angemessenen Grund, seiner Feuerung. Demnach wirkt er in Gegenwart zu Ui, sehr gereizt zu diesem Thema, dennoch nicht direkt zu Ui. Er beklagt und beschwert sich über Dogsborough und sieht somit nicht Ui sondern Dogsborough als Feid, und vertraut demnach alles was er weiß, Ui und seinen Leuten an. Auch Ui verhält sich äußerst neutral zu Bowl, kurz hinterfragt er seine Aussagen, doch nicht lange (vgl. Szene 4, S. 32), er ist begeistert von den Neuigkeiten und freut sich. Seinen Dank spricht er persönlich nicht aus, doch man merkt es ihm an (vgl. Szene 4, S.33).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Stückes erfährt man jedoch, dass Bowl, der unmittelbar als Zeuge gegen Dogsborough aussagen wollte, von Ui ermordet wird, da er sonst seinen ,,Plan‘‘ gefährdet hätte (vgl. Szene 6. S. 52ff.). [[Benutzer:PaWNSG]] [[Benutzer:DuSNSG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit: Bowl ist sauer und frustriert wegen Dogsborouh, da er ihn gefeuert hat und berichtet Ui aus diesem Grund über Dogsboroughs krummen Geschäfte. Damit verhilft er Ui bei seinem Machtaufstieg, weil dieser durch die Informationen über Dogsboroughs Korruption etwas in der Hand hat und damit Geschäfte machen kann. Bowl trägt also eine Mitschuld bei Uis Machtausbreitung, da er eine entscheidende interne Information preisgibt, die Dogsborough angreifbar macht. Ui sichert sich dabei vor der Polizei und der Justiz ab und beginnt seine Macht auf die Grünzeughändler auszuweiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:LuJNSG]]  [[Benutzer:FabNNSG]] [[Benutzer:SaBNSG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figur Bowl steht symbolisch für einen Arbeiter, den &amp;quot;kleinen Mann&amp;quot;, der sich von der Regierung im Stich gelassen gefühlt hatte und bereit war, die Weimarer Demokratie zu &amp;quot;verraten&amp;quot;.&lt;br /&gt;
======Hook======&lt;br /&gt;
Hook ist ein Gemüsehändler, dieser steht mit Arturo Ui und seinen Leuten in Verbindung, da Ui die Macht bzw. die Gewalt über den Handel haben möchte und Hook selber ein Händler ist. Arturo Ui möchte unbedingt ein Handel mit den Gemüsehändlern haben und trifft sich deshalb immer wieder mit ihnen, um sein Ziel zu erreichen.                                                                               Später bietet Arturo Ui dem Karfioltrust seine Schutz an, verlangt dafür aber 30% des Gewinnumsatzes. Hook kritisierte (daraufhin) Arturo Ui bzw. sein Vorschlag und kurze Zeit darauf brennt sein Speicher. Dieser Speicherbrand wurde von den Leuten des Arturo Ui verursacht. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LiSNSG|LiSNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Speicherbrand werden Uis Kritiker eingeschüchtert, weshalb Ui seine Macht ungehindert ausüben und ausweiten kann. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]] [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AmKöNSG|AmKöNSG]]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Speicher steht symbolisch für den [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagsgeb%C3%A4ude Reichstag], der 1933 in Flammen aufging.&lt;br /&gt;
======O‘Casey======&lt;br /&gt;
Die Figur O´Casey ist der Leiter der Untersuchungen gegen Dogsborough. Er steht als Kritiker und Gegner Ui´s dar und tritt nur einmal im Stück auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Aufgabe ist es, Dogsboroughs Korruption aufzudecken und nachzuweisen, dass der von der Stadt Chicago ausgegebene Kredit zu falschen Zwecken angewandt worden und somit verschwunden ist. Er verfolgt die Frage, welche Rolle Sheets Reederei spielt. „Wer ist die Reederei ?“ ( S. 46 Szene 6). Bei dieser Verhandlung gerät O`Casey in Kontakt mit Ui und seinen Leuten, da diese Dogsborough, den Angeklagten schützen. Dieser wird geschützt, da er Ui immer weiter zu mehr Macht verhelfen kann. Die Zeugen, die Dogsboroughs Korruption aufdecken und die Angelegenheit aufklären könnten, wurden von Uis Leuten ermordet (vgl. S. 53 Szene 6). Da diese Tat nicht nachweisbar ist, befindet sich O`Casey als Ermittler in einer vergehenden Rolle. Dies lässt sich daran belegen, dass Doughsborough das Gerichtsverfahren gewinnt „Meinen Glückwunsch, Dogsborough!“ ( S.53 Szene 6).Da gegen das Beherrschen des Gerichtsverfahrens und die Macht von Ui und seinen Leuten keine weitere Chance für O`Casey besteht, werden er und seine Rolle im Verlaufe des Stückes nutzlos und unbedeutend (vgl S.53 Szene 6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:LuJNSG]] [[Benutzer:SaBNSG]] [[Benutzer:FabNNSG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figur O&#039;Casey steht symbolisch für die Vertreter der Justiz, die Judikative, die z.B. an der Aufklärung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagsbrand Reichstagsbrandes] nicht ernsthaft interessiert gewesen war. &lt;br /&gt;
======Ignatius Dullfeet======&lt;br /&gt;
Ignatius Dullfeet ist ein Geschäftsmann aus Cicero, mit dem Arturo Ui zusammen arbeiten möchte. Er ist verheiratet mit seiner Frau Betty Dullfeet. Da er ein erfolgreicher Geschäftsmann in Cicero ist, kommt er in Kontakt mit Arturo Ui und seinen Leuten Giri und Givola. Ui möchte das Grünzeuggeschäft von Cicero übernehmen und bietet Dullfeet Schutz für seine Geschäfte an (vgl. S.101 Z. 15). Gegenüber Ui und seinen Leuten reagiert Dullfeet misstrauisch, da er Verdacht schöpft, dass sie etwas gewaltsames planen (vgl. S.99 Z.1ff.,S.100 Z.12,17, S.101 Z.6). Aus diesem Grund lehnt er das Angebot von Ui ab. Da diese Ablehnung Ui nicht gepasst hat, lässt er Dullfeet ermorden und versucht dann seine Witwe Betty Dullfeet für sich zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benutzer: [[Benutzer:NiPNSG|NiPNSG]]  [[Benutzer:AkDiNSG|AkDiNSG]]  [[Benutzer:LeoBNSG|LeoBNSG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figur des Ignatius Dullfeet steht symbolisch für steht für die Pressefreiheit und alle aktiven Gegner Hitlers, die ihren Widerstand mit dem Leben bezahlt haben. Er vertritt die kritische öffentliche Meinung, die zum Schweigen gebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Betty Dullfeet======&lt;br /&gt;
Betty Dullfeet ist die Frau von Ignatius Dullfeet, welcher in Cicero sehr mächtig ist. Als sie das erste Mal auf Ui trifft, ist sie von der Richtigkeit seiner Handlungen überzeugt. Sie spricht sich dafür aus, dass Ui in keiner Weise für den Tod von Sheet schuldig ist, sondern sieht die Schuld bei Roma (vgl. S. 95). Sie kritisiert Ui zu diesem Zeitpunkt nur hinsichtlich seiner Freundschaft mit Roma. Das nächste Mal begegnet Betty Dullfeet Ui, als dieser sie und ihren Mann im Blumenladen Givolas antrifft. Zu Beginn dieser Szene vertraut Betty immer noch auf das Gute in Ui (vgl. S.103), während ihr Mann hingegen schon starke Bedenken hat und davon spricht sich gegen Ui zu stellen. Jedoch merkt man, dass Betty ihrem Mann beisteht (vgl. S. 106) und dass sie keine Gewalt möchte (vgl. S. 107). Auch hier zeigt sich, dass sie in Ui keinen Feind sieht, sondern eher ein Freund und Verbündeten (vgl. S. 109). Betty bekommt gar nicht mit, dass während sie sich mit Ui unterhält, ihr Mann hintergangen wird und schon fast sein Todesurteil gefällt wird. Als Nächstes trifft Betty Ui auf der Beerdigung ihres Mannes. Hier scheint sie zum ersten Mal begriffen zu haben, dass Ui kein guter Mensch ist und sie weiß, dass er ihren Mann umgebracht hat (vgl.S. 114). Betty ist wütend und empört wegen Uis Taten (vgl. S.114ff). Sie spricht sich gegen ihn aus und kündigt an ihm niemals zur Seite zu stehen (vgl. S.118). Während Betty mit Ui spricht, leidet sie sehr unter dem Tod ihres Mannes (vgl. S. 117). Das letzte Mal trifft Betty auf Ui, als dieser die Gemüsehändler in Cicero mit einer Ansprache überreden will ihm zu vertrauen. Sie dient hierbei als eine Art Zeugin, die ihre Erfahrungen mit Ui schildert. Es wird deutlich, dass seit ihrem letzten Auftritt sich etwas geändert haben muss, denn sie unterstützt Ui jetzt und wehrt sich nicht mehr gegen ihn. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figur der Betty Dullfeet steht symbolisch für das Land Österreich, das mit dem deutschen Faschimus kollaborierte und 1938 an das Deutsche Reich &amp;quot;[https://de.wikipedia.org/wiki/Anschluss_%C3%96sterreichs angeschlosssen]&amp;quot; wurde.&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DaHNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing:_Nathan_der_Weise&amp;diff=57997</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise</title>
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		<updated>2021-12-17T07:54:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DaHNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Das Spannungsfeld zwischen Individuum um Gesellschaft im Spiegel des Theaters&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet das [https://padlet.com/flossdorfmaren/Wiki Thema] für uns? Welche Schwerpunkte wollen wir setzen[[Datei:Wolfenbüttel - Nathan der Weise.jpg|mini|Denkmal &amp;quot;Nathan der Weise&amp;quot; in Wolfenbüttel, zum Gedenken an [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing Gotthold Ephraim Lessing], ein Werk von [https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Schmidtbochum Erich Schmidtbochum]. (c) [[commons:User:Holbein66|Holbein66]] (2012)|verweis=https://projekte.zum.de/wiki/Datei:Wolfenb%C3%BCttel_-_Nathan_der_Weise.jpg]]Diese Projektseiten werden gestaltet vom Leistungskurs und Grundkurs Deutsch 21/22&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wer war Gotthold Ephraim Lessing? Annäherung an den Autor===&lt;br /&gt;
Eine erste Sammlung zu seiner [https://de.padlet.com/flossdorfmaren/Lessing_vita Vita]:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Mein lieber Eschenburg,&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Meine Freude war nur kurz. Und ich verlor ihn so ungern, diesen Sohn! denn er hatte so viel Verstand! so viel Verstand! – Glauben Sie nicht, daß die wenigen Stunden meiner Vaterschaft, mich schon zu so einem Affen von Vater gemacht haben! Ich weiss, was ich sage! – War es nicht Verstand, daß man ihn mit eisern Zangen auf die Welt ziehen musste? daß er so bald Unrat merkte? – War es nicht Verstand, daß er die erste Gelegenheit ergriff, sich wieder davon zu machen? – Freilich zerrt mir der kleine Ruschelkopf auch die Mutter mit fort! – Denn noch ist wenig Hoffnung, daß ich sie behalten werde. – Ich wollte es auch einmal so gut haben, wie andere Menschen. Aber es ist mir schlecht bekommen. &#039;&#039;(Lessing an Eschenburg, 31. Dezember 1777)&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;G.E.Lessing an Eschenburg, 31.12.1777 In: G.E. Lessing: Gesammelte Werke, Bd. xc,döfdp&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====Lebensdaten=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geboren&#039;&#039;&#039;: 22. Januar 1729, Kamenz in der Oberlausitz &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gestorben&#039;&#039;&#039;: 15. Februar 1781, Braunschweig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehefrau: Eva König (1776-1778), starb kurz nach der Geburt des Sohnes an Kindbettfieber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: Traugott *24.12.1777, +25.12.1777&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eltern: Johann Gottfried Lessing (Pastor), Justina Salome Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschwister: Erdmann Salomo Lessing, Karl Gotthelf Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lebenslauf=====&lt;br /&gt;
1748-1752 Medizin-Studium in Wittenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1749-1751 „freier Schriftsteller“ in Berlin, Kennenlernen der Freunde Moses Mendelssohn (Philosoph), Friedrich Nicolai (Verleger), Ewald Christian von Kleist (Offizier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1770-1781 in Wolfenbüttel als Hofbibliothekar, viele Reisen um Einsamkeit zu entfliehen, Unzufriedenheit&lt;br /&gt;
[[Datei:Gotthold Ephriam Lessing.JPG|mini|Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781). Portrait. lizenzfrei]]&lt;br /&gt;
Nach Tod des Sohnes und der Ehefrau:  produktivste Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779: „Nathan der Weise“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1780: Verschlechterung des Gesundheitszustandes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1781: Tod aufgrund von Brustwassersucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]], [[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]], [[Benutzer:LiSNSG|LiSNSG]], [[Benutzer:AkDiNSG|AkDiNSG]], [[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]]&lt;br /&gt;
=====Intention=====&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; als typisches Werk der Aufklärung markiert Lessing Wunschvorstellung eines friedlichen Miteinanders von vernunftgeleiteten Menschen:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Nicht die Wahrheit, in deren Besitz irgendein Mensch ist, oder zu sein vermeynet, sondern die aufrichtige Mühe, die er angewandt hat, hinter die Wahrheit zu kommen, macht den Wert des Menschen. Denn nicht durch den Besitz, sondern durch die Nachforschung der Wahrheit erweitern sich seine Kräfte, worin allein seine immer wachsende Vollkommenheit besteht. Der Besitz macht ruhig, träge, stolz - Wenn Gott in seiner Rechten alle Wahrheit, und in seiner Linken den einzigen immer regen Trieb nach Wahrheit , obschon mit dem Zusatz, mich immer uns ewig zu irren, verschlossen hielten und spräche zu mir: wähle! Ich fiele ihm mit Demuth in seine Linke, und sagte: Vater gieb! die reine Wahrheit ist ja doch nicht für dich allein!&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lessing, eine Duplik, 1778&lt;br /&gt;
=====Werk=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dramen&#039;&#039;&#039;: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Damon, oder die wahre Freundschaft (Lustspiel 1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der junge Gelehrte (Lustspiel 1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die alte Jungfer (Lustspiel 1748)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Misogyn (Lustspiel 1748)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Freigeist (Lustspiel 1749)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Juden (Lustspiel 1749)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Schatz (Lustspiel 1750)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Miß Sara Sampson (Trauerspiel 1755)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Philotas (Trauerspiel 1759)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Minna von Barnhelm (Lustspiel 1767)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Emilia Galotti (Trauerspiel 1772)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Nathan der Weise (Dramatisches Gedicht 1779)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gedichte&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die drey Reiche der Natur (1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Kleinigkeiten (1751)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lieder (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Oden (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Sinngedichte (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fabeln:&#039;&#039;&#039;-Fabeln und Erzählungen (1772)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Fabeln. Drey Bücher: (1759)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ästhetische Schriften:&#039;&#039;&#039;-Rezensionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Briefe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Vorreden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie lebte und arbeitete der Schriftsteller im 18. Jahrhundert? Hintergründe zum &#039;&#039;Nathan&#039;&#039;===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das deutsche Bürgertum im 18. Jahrhundert====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18. Jahrhundert: Epochenwende und Beginn der modernen Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;G.E. Lessing: Nathan der Weise. EinFach Deutsch - Textausgabe mit Zusatzmaterialien. Westermann: 2019, S. 148-149.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Politische Situation=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Seit dem 30-jährigen Krieg: Deutsche Reich in viele kleine Territorien zersplittert (300 souveräne Territorien)&lt;br /&gt;
*Reichsgewalt lag bis 1806 beim Deutschen Kaiser (nur auf wenige Rechte beschränkt, hat eine symbolische Bedeutung)&lt;br /&gt;
*politische Entscheidungen lagen bei Territiorialstaaten&lt;br /&gt;
*offizieller Titel: Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Bevölkerung=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Herrscher  bekommen ihr Geld durch Auspressung ihrer Untertanen&lt;br /&gt;
*Lebensbedingung der Bevölkerung dürftig (feudale Lasten, fürstliche Willkür)&lt;br /&gt;
*Leibeigenen Bauern ihres Herrn hatten nur lebensnotwendige Dinge (manchmal noch weniger)&lt;br /&gt;
*Unterschicht sind mehr als zwei Drittel der Bevölkerung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bildung von neuen ökonomischen Kräften und einer neuen sozialen Schicht&lt;br /&gt;
**Handel, Bankgewerbe, Manufakturwesen&lt;br /&gt;
**Geld und soziales Prestige&lt;br /&gt;
**war noch schwach und zahlenmäßig klein&lt;br /&gt;
*Kräfteverschiebung —&amp;gt;Spannung in der Ständepyramide—&amp;gt; Konfrontation zwischen Adel und Bürgertum&lt;br /&gt;
*Bürger akzeptieren die Vorherrschaft des Adels nicht&lt;br /&gt;
**meldeten ihren Souveränitätsanspruch an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Fragen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Welche geographischen Besonderheiten zeichneten das Deutsche Reich nach dem 30-jährigen Krieg aus?&lt;br /&gt;
*Bei wem lag die Reichsgewalt bis 1806 und was war das besondere daran?&lt;br /&gt;
*Welchen offiziellen Titel trug das Deutsche Reich?&lt;br /&gt;
*Wer übte die wichtigsten politischen Entscheidungen aus?&lt;br /&gt;
*Wie groß war der Anteil der Unterschicht in der Bevölkerung?&lt;br /&gt;
*Was ist geschehen, dass Historiker das 18. Jh. als Beginn der modernen Zeit bezeichnen?&lt;br /&gt;
*Welche Gründe veranlassten Spannung in der alten hierarchischen Ständepyramide?&lt;br /&gt;
*Welche Konsequenzen resultierten aus diesen Spannungen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zum Theaterbetrieb im 18. Jh.: Gottsched und Lessing====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Christoph Gottscheds Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
•Gottscheds Bemühungen konzentrierten sich auf den Spielplan des Theaters, er  möchtedas als chaotisch erlebte, herkömmliche Theater abschaffen: Beseitigung des rohen Tons auf der Bühne und Vorurteil der Gebildeten gegen das Theater, der Beruf des Schauspielers galt als nicht ehrbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• nimmt sich französische Klassik zum Vorbild &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• stellt Regeln für die Pflege einer klaren deutschen Schriftsprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• durch literarisch gehobenes Programm bringt er Drama und Theater wieder zur Anerkennung beim bildungseifrigen Bürgertum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• fordert Einhaltung von Regeln (Einheit von Ort, Zeit und Handlung im Drama)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• vernunftgeleitete Darstellung (der Natur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Ziel: moralische Belehrung des Publikums - Theater vermittelt moralische Botschaften, die das Publikum im Sinne der Aufklärung &amp;quot;erziehen&amp;quot;: Aufklärungsphilosophie ( „critischen Dichtkunst vor die Deutschen“), Aufhebung der sozialen Aufspaltung, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lessings Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
Lessings Theaterkonzept basiert grundsätzlich auf der [https://de.wikipedia.org/wiki/Trag%C3%B6die#cite_note-3 aristotelischen Poetik].&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Poetik&#039;&#039; Kap. 6, 1449b24ff., Übersetzung von Manfred Fuhrmann.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach soll das Drama das Publikum moralisch erziehen durch die Erregung sittlicher Zustände (gemeint sind moralische Gefühle) und anschließender Reinigung davon: Mitleid/Jammer (eleos), Furcht/Schaudern (phobos), Erlösung/Reinigung (katharsis).&amp;lt;ref&amp;gt;Lessing, &#039;&#039;Hamburgische Dramaturgie&#039;&#039; 78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das Publikum solle sich sittlich verbessern im Sinne der [https://de.wikipedia.org/wiki/Aufkl%C3%A4rung Aufklärung].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lessing forderte ein nationales Theater, das viele Freiheiten hat, geprägt von Shakespeare.&lt;br /&gt;
*Regeln müssen nicht im ihrer selbst Willen eingehalten werden&amp;lt;ref&amp;gt;G.E. Lessing: Nathan der Weise. EinFach Deutsch - Textausgabe mit Zusatzmaterialien. Westermann: 2019, S. 156 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erfüllung seiner Ansprüche weicht Lessing in der Dramaturgie des Nathans in einigen Punkten von der geschlossenen Dramenform des [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise/Das aristotelische 5-Akt-Schema|aristotelischen 5-Akt-Schemas]] ab:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt kleinere Abweichungen, damit die zwei Konflikte zunächst in der Ringparabel parallel zusammengeführt werden kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Inwiefern erfüllt Lessing die geschlossene Dramenform?======&lt;br /&gt;
Lessing erfüllt die geschlossene Dramenform, indem er durch die Exposition im ersten Akt die Figuren darstellt und den Leser in die Handlung einführt. Dabei entsteht ein Konflikt zwischen Daja und Nathan, die ein Geheimnis über Rechas wahre Herkunft verbergen. Dieser Konflikt spitz sich weiter zu und wird im dritten Akt durch Daja aufgelöst. Hinzu kommt die Ringparabel, die den Höhepunkt des Dramas bildet. In Akt vier fällt die Handlung auf das Ende zu, die Spannung bleibt aber bestehen, denn die Auflösung der Verwandtschaftsverhältnisse wird angedeutet. Zum Beispiel wird Nathans schlechte Vergangenheit offenbart. Zum Schluss werden alle Geheimnisse gelüftet und alle Spannungen zwischen den Figuren gelöst. Die Familie findet friedlich zusammen, wodurch auch die Verbundenheit zwischen den drei Weltreligionen verdeutlicht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende des Dramas „Nathan der Weise“ ist keine Katastrophe, sondern vielmehr ein Triumph. Alle Konflikte und Verwicklungen, die sich im laufe der Handlung ergeben, werden gelöst und die Familie findet wieder zusammen. Nathan bezeichnet den Tempelherrn und Recha als „seine Kinder“ (V. 3812), wodurch die starke Bindung dieser „geistigen“ Familie hervorgebracht wird. Alle drei Religionen sind in dieser nun glücklichen Familie vertreten, wodurch die religiösen Unterschiede bedeutungslos werden. Das Drama hat also ein positives Ende. [[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lessings  Erziehungsanspruch=====&lt;br /&gt;
Lessings Theaterkonzept zielt auf die moralische Erziehung seines Publikums - ganz im Sinne der Aufklärung -  ab. Dies wird auch in der dramaturgischen Gestaltung des &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; deutlich: Die Hauptfigur Nathan erfüllt symbolisch die Erziehungsarbeit, die auch Lessing an seinem Publikum vornimmt.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ein fiktives Streitgespräch zwischen Gottsched und Lessing über das Theater=====&lt;br /&gt;
Lessing: Herr Gottsched, ich bin sehr enttäuscht von Ihnen. Sie versuchen doch nur Ihre französischen Vorbildernachzuahmen und bestehen dann auch noch auf die Einhaltung dieser nutzlosen Regeln. Nichts weiter! Wo bleibt da die Kreativität?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottsched: Sie haben doch keine Ahnung. Das Theater dient schließlich nicht zur Belustigung des Publikums, sondern zur Vermittlung moralischer Botschaften. Der hohe Sprachstil ist übrigens auch sehr wichtig, um das höhere Bürgertum anzusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessing: Das ist doch Unsinn. Von Ihnen lasse ich mir nichts sagen. Das Theater sollte für alle da sein, nicht nur für die Adeligen. Die Zuschauer müssen von den Aufführungen mitgerissen werden. Das geht nur, wenn sie sich mit den Rollen identifizieren können und wenn das Stück lebendig und emotional vorgetragen wird. Genau das führt zu der sittlichen Besserung des Publikums. Statt dem französischen sollten Sie sich lieber das englische Theater von Shakespeare zum Vorbild nehmen. Dann kommen Sie hoffentlich auf einen besseren Geschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottsched: Das kann doch wohl nicht Ihr Ernst sein oder? In so einem Ton lasse ich nicht mit mir reden. Unsere Meinungen sind anscheinend zu unterschiedlich, als das eine normale Unterhaltung über das Theater möglich ist.  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zum Fragmentenstreit: Lessing und Melchior Goeze====&lt;br /&gt;
Lessing übte Kritik am traditionellen biblischen Glauben und am protestantischen Lehrbegriff (z.B. von der Erbsünde und der Erlösung durch den Tod Christi). Die Folge davon war, dass ihm die Zensurfreiheit entzogen wurde und er den &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; als literarische Antwort darauf verfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Chronologie der Ereignisse=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vor der Auseinandersetzung Lessings und Goeze traf Lessing sein Schicksal. Durch den plötzlichen Tod seines Kindes und dem darauffolgenden seiner Frau, suchte er auf rationaler Ebene nach Gründen und Sinnhaftigkeit für sein persönliches Schicksal. Seiner Trauer widmete er sich mit Hilfe seines Verstandes und der Schaffung rational ausgerichteter Werke. Nach zwei Jahrzehnten des Versuches, ein unabhängiger Schriftsteller zu werden, trat Lessing das Amt des Bibliothekvorstehers an und sicherte sich sein Zensurrecht (1770). (vgl. Nathan der Weise Anhang S.166 Z1)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lessing erhielt Schriften des Freundes und Professors Samuel Reinhards, welche Kritik an dem Alten und Neuen Testament sowie des protestantischen Lehrbegriffs darstellen und sich zugleich mit diesem beschäftigen. ( Erbsünde, Erlösung durch den Tod Christi). Diese veröffentlichte Lessing.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Goeze führte im Januar 1778 einen Angriff auf Lessing durch, auf den Lessing mit „Anti-Goeze“ Briefen antwortet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Streit wird 1778 gewaltsam gelöst, indem am 6. Juli Lessing der weitere Druck und Vertrieb der „Beiträge“, in denen die Fragmente erschienen waren, verboten wurden und am 13. Juli folgt das Verbot der Fortsetzung der Anti-Goeze Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lessing antwortete darauf noch mit einigen Briefen, auf ein paar unnötige Frage Goezes, worauf er auch nicht mehr aus anderen Orten mit Streitbriefen schreiben durfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Als Konsequenz wird Lessing die Zensurfreiheit entzogen und er konzentriert sich wieder auf das Theater. &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039; entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lessing schrieb zum letzten Mal im Oktober 1778 auf einen Angriff Goezes mit dem Versuch einer Reihe &amp;quot;Der nötigen Antwort auf eine sehr unnötige Frage&amp;quot;, worauf der Streit mit diesem Artikel endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Zusammenfassung der zentralen Aussagen von Pastor Goeze und Lessing=====&lt;br /&gt;
Lessing steht für den Vernunft-Glauben und möchte die Leichtgläubigkeit durch denkenden Glauben ersetzen. Die Mühe, hinter die Wahrheit zu kommen, macht für ihn den Wert des Menschen aus und nicht der Besitz der Wahrheit allein. Lessing sieht die Leichtgläubigkeit als Missbrauch der Autorität an.&amp;lt;ref&amp;gt;Diekhans, Johannes; Schünemann, Luzia: EinFach Deutsch Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Neubearbeitung: Westerman 2019, S. 176ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Pastor [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Melchior_Goeze Melchior Goeze] reagiert auf Lessings Kritik (Wahrheitsbekenntnis), welche Goezes Replik und Widersprüche des biblischen Offenbarungsberichts darstellte. Zudem enthüllt Lessing sein viel zitierendes Wahrheitsbekenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Ein fiktives Streitgespräch zwischen Goeze und Lessing======&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Was fällt dir ein die Bibel in Frage zu stellen und die Autorität der Kirche mit deiner erbärmlichen Duplik zu verleugnen, du Gotteslästerer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Du, du Kirchenfanatiker, hältst dich und deine biblischen Offenbarungsberichte für etwas besseres. Dabei untermauerst du nur deine Einfältigkeit, ohne jeglichen Versuch selbst an die Wahrheit zu gelangen. Ich, als von Vernunft geleiteter Mensch, strebe durch Nachforschung und aufrichtige Mühe die Wahrheit an. Dir, dir liegt sie bloß zu Füßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Wer bist du, dass du, die der Geboten und Verheißung folgende Wahrheit demütigst und es wagst, Gott und seine Vertreter auf der Erde in den Dreck zu ziehen? Wenn du so weiter hantierst, drohst du ins offene Feuer zu laufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Wer ich bin? Ein Mensch mit Wert und Verstand. Ich verkaufe keine fahrlässigen Behauptungen für wahr. Wenn du in die Hölle möchtest, dann mach nur weiter so, du bist auf dem besten Wege. Mein Ziel ist es lediglich, die Menschen von dem Vernunftglauben zu überzeugen. So einer Leichtgläubigkeit sollte keiner trauen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Du und dein Verstand. Laber keinen Unsinn. Es ist Rechtfertigung genug, dass der ganze Staat und die bürgerliche Verfassung auf dem Glauben basieren! Unser Glaube brauch keinen Verstand. Er kommt aus tiefstem Herzen und erweist immer Loyalität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Ihr könnt ja aus tiefstem Herzen glauben , aber vor allem sollt ihr denken. Der Verstand ist der springende Punkt. Allein gehorchen und sich die Bibel als Vorschrift zu nehmen ist lächerlich. Was hat man denn davon? Was bringt es denn den Menschen, von ihren veralteten und längst überholten Tatsachen beschallt zu werden? Nicht in der Lage zu sein, selbst zu denken und sich alles vorgaukeln zu lassen? „Super“ Sache! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Wir glauben nicht nur, wir wissen. Und es ist ganz leicht zu erklären, warum wir uns darauf beruhen. Wirf einfach einen Blick zurück in die Vergangenheit. Wann haben Samen der Rebellion reife Früchte getragen? Ganz einfache Antwort: nie! Und das liegt daran, dass diese nicht aus der Hand der Christen sondern von Gott selbst gesät werden. Gott einzig und allein trägt die Verantwortung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Mein lieber Götze, wann habe ich denn von Rebellion gesprochen? Ich spreche nur von den Überlegungen auf persönlicher Ebene und der Bildung eigener Meinungen durch das Denken. Das passiert wohl, wenn man selbst seinen Verstand nicht benutzt und sich an Gegebenheiten erfreut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Du bist ja lächerlich. Und von so einem Witzbold und dessen ach so tollen Grundsätzen soll ich mir als Pfarrer meine Auffassungen abstreiten lassen? In meinen Träumen nicht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Oh ja! Allerdings mache ich deine sinnlosen Behauptungen runter und stelle meine vernünftigen, selbst nachgeforschten Erkenntnisse, in den Vordergrund. Solch zufällige Geschichtswahrheiten der Bibel können niemals standhalten mit belegten Vernunft-Wahrheiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Ich glaube, ich muss lachen! Ihre Laberei und Kritzeleien von Vernunftwahrheiten können Sie sich was weiß ich wohin stecken. Es ist lächerlich, wie du dich als Wichtigtuer aufführst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Es mag sein, dass Sie meine Art des Schreibens nicht mögen, aber das liegt an meiner metaphorischen Art und Weise. Festzustellen ist letztendlich doch, dass du die Wahrheit kennst, ohne nachgeforscht zu haben. Deine Wahrheit besteht nur daraus, dass du keinen Plan hast und damit nur deine Leichtgläubigkeit bestätigst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Dass du dich traust so etwas über mich zu behaupten!? Das wird Konsequenzen haben, glaube mir! Du Gotteslästerer!   [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nathan der Weise: Das Werk===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Das Drama spielt in Jerusalem. Die Handlung beginnt mit Nathans Rückkehr von einer Geschäftsreise. Er erfährt von Daja, seiner Haushälterin, dass seine Tochter Recha von einem Tempelherren aus dem brennenden Haus gerettet worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit regiert in Jerusalem Sultan Saladin. Er will sich auf Empfehlung seines Schatzmeisters Al Hafi von Nathan Geld leihen. Er erfindet eine List. Es kommt zu einem Treffen zwischen Saladin und Nathan, in dem Saladin - statt um Geld zu bitten - Nathan fragt, welche Religion die wahrhaftige sei.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt die Ringparabel über einen Vater, der auf dem Sterbebett seinen Ring - ein alten Tradition zufolge - an seinen Lieblingssohn weitergeben wollte. Weil er sich aber nicht entscheiden konnte, welcher von dreien sein Lieblingssohn ist, kopierte er den Ring und gab allen drei einen. Diese stritten dann vergeblich darum, wer den echten hat. Ein Richter entschied, dass jeder Sohn seinen Ring als wahren ansehen solle. So sei es auch mit den drei Weltreligionen. Von Nathans Antwort auf seine Frage nach der wahren Religion ist der Sultan erstaunt und gerührt  bittet um Nathans Freundschaft.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Recha und der Tempelherr sich treffen, verliebt sich der Tempelherr in Recha und bittet Nathan um die Einwilligung zur Heirat. Da Nathan sich aber nicht sicher ist, ob die beiden verwandt sind, handelt er abweisend. Als Nathan ein Familienbuch von dem Klosterbruder gebracht bekommt, findet er heraus, dass alle miteinander verwandt sind.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich alle im Palast von Saladin versammeln wird klar, dass Recha und der Tempelherr die Kinder seines - seit zwanzig Jahren verschollenen - Assad sind. Dieser ist der Bruder von Saladin und Sittah. Am Ende erkennen außerdem alle, dass es eigentlich sinnlos ist, darüber zu streiten, welche Religion die wahre oder die beste sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man folgende Kernaussagen für das Drama formulieren: Alle drei Weltreligionen können in einer Art Familie aufgefunden werden, alle Religionen sind quasi miteinander verwandt, weil sie einen gemeinsamen Ursprung haben. Jede Religion ist die wahre. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:ErTNSG|ErTNSG]]]/ [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:EvLaNSG|EvLaNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Figurencharakterisierungen====&lt;br /&gt;
Hier wollen wir sukzessive die wichtigsten Figuren des Dramas charakterisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Charakterisierung der Figur Nathan anhand der Exposition (1.1)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan ist die Hauptfigur des Dramas &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039; von Gotthold E. Lessing. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt zusammen mit seiner Tochter namens Recha und deren Gesellschafterin Daja, die Christin ist. Selbst ist Nathan Jude, weshalb er seine Tochter auch jüdisch erzieht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan ist ein erfolgreicher, gut verdienender Geschäftsmann, der sich keine Sorgen um sein Geld macht. Nachdem sein Haus abgebrannt ist, hat er keinerlei Existenzängste, sondern nimmt es gelassen hin, dass er wohlmöglich ein neues Haus bauen muss, was wiederum mit Kosten verbunden wäre (vgl. V. 17f). Außerdem ist er bereit, alle seine Schätze an den Retter Rechas abzugeben, was sowohl eine große Dankbarkeit zeigt, als auch verdeutlicht, dass Nathan Geld und Reichtum nicht so wichtig sind (vgl. V. 94 ff). Als er Daja von all seinen Geschenken erzählt, die er von seiner Geschäftsreise für sie mitgebracht hat, wird erneut deutlich, dass es ihm an Geld nicht mangelt (vgl. V. 43f und V. 48f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wird dadurch auch veranschaulicht, dass Nathan anscheinend doch nicht so ehrlich und großmütig ist, wie alle seine Mitmenschen von ihm denken. Mit den Mitbringseln erhofft er sich nämlich Dajas Schweigen, über einen noch unbekannten (dramatischen) Konflikt bezüglich seiner Tochter (vgl. V. 37 ff und V.58). Hier wird auch deutlich, dass Nathan eine gewisse Macht über Daja besitzt (vgl. V. 58f) und sich in der Position befindet, Befehle erteilen zu können (z.B. vgl. V. 154f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gelassen Nathan scheint, als er von seinem abgebrannten Haus erfährt, so hilflos und verzweifelt wirkt er, als ihm erzählt wird, dass seine Tochter fast gestorben wäre. Als Daja es ihm erzählt, scheint er fast durchzudrehen und will ebenso sterben wie seine Tochter (vgl. V. 24ff). Dies spiegelt den „Vaterinstinkt“ wider, den Nathan gegenüber Recha besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Nathan Daja schon seid längerem zum Schweigen zwingt, ist diese von seiner Rückkehr höchst erfreut, was sein hohes Ansehen hervorhebt (vgl. V. 1f und V. 167: „Ihr seid so gut und zugleich so schlimm!“). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren ist Nathan wissbegierig (vgl. V. 80ff), einfühlsam (vgl. V. 128ff) und kann logische Schlussfolgerungen ziehen (vgl. V. 139). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lässt sich ergänzen, dass Nathan Redewendungen benutzt (vgl. V. 11) und viel von Gott spricht (vgl. z. B.  V. 3 und 14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man festhalten, dass Nathan ein gutmütiger, ehrlicher, gelassener und großzügiger Mann ist, solange es nicht um seine Tochter Recha geht, dann ist er so ziemlich das Gegenteil der eben genannten Eigenschaften. Zum Beispiel ist er nicht mehr ganz ehrlich, um seine Tochter zu beschützen. Außerdem scheint eine gewisse Spannung zwischen Nathan und Daja zu existieren, die sich im Laufe des Dramas womöglich noch aufklären wird. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste Charakterisierung Nathans aus der Sicht von Daja:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dajas Sicht ist Nathan ein viel beschäftigter Geschäftsmann, der sehr lange unterwegs ist (Vgl. V. 1f.). Daja schätzt seine Ehrlichkeit und seinen Großmut, allerdings hält sie es nicht für richtig, dass Nathan Recha als „[seine] Recha“ (V. 28) bezeichnet. Aus Dajas Sicht haben Nathan und Recha dennoch eine gute Beziehung (Vgl. V. 87f.). Nathan ist Daja überlegen, und das weiß und akzeptiert sie auch. Dies lässt sich an ihren erwiderten Worten „Ich schweige“ (V. 58), auf die Aufforderung zu schweigen, erkennen. Zudem möchte Daja gerne über ihr Gewissen reden, allerdings unterbricht Nathan sie immer wieder, um ihr Geschenke zu übergeben (Vgl. V. 41ff.).  Sie weiß, dass Nathan ein sehr gütiger Mensch ist und seinen Liebsten gerne viel gibt (Vgl. V.53f), aber dies wirkt materialistisch auf sie, denn er schert sich nicht darum, dass sein Haus abgebrannt ist, und durch die teuren Geschenke zeigt er, dass ihm das Geld nicht wichtig ist (Vgl. V.46f).  Daraufhin wirft sie ihm vor, alles nur mit materiellen Gütern lösen zu wollen (Vgl. V. 52f.). In Dajas Augen ist Nathan ein entschlossener und eventuell etwas übermütiger Mann (Vgl. V. 162), der sowohl positive als auch negative Seiten an sich hat: „Ihr seid so gut und seid zugleich so schlimm!“ (V. 167).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Nathan aus Sicht von Daja ein liebenswürdiger Vater und ein ehrlicher Geschäftsmann ist. Sie ist ihm unterlegen, aber schätzt dennoch seine guten Seiten. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Komplexität und Entwicklungspotenzial======&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;statische Figur&#039;&#039;&#039; entwickelt sich im Laufe einer Handlung nicht (Nathan) – eine &#039;&#039;&#039;dynamische&#039;&#039;&#039; schon (Tempelherr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eindimensionalität&#039;&#039;&#039; vs. &#039;&#039;&#039;Mehrdimensionalität&#039;&#039;&#039;: Komplexität einer Figur; sie zeigt nur ein stereotypiertes Verhalten oder verschiedene Facetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilanz Nathan: Nathan ist eine statische, aber durchaus mehrdimensionale Figur: Er entwickelt sich nicht, zeigt aber verschiedene Facetten einer Persönlichkeit: Geschäftsmann, besorgter Vater, gläubiger Jude, dankbarer und großzügiger Mitmensch. Im weiteren Verlauf des Dramas erweist er sich darüber hinaus auch als guter Freund und weiser Erzieher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Nathan, der weise Erzieher====&lt;br /&gt;
Titelgebend gilt Nathan als weise. Diese Weisheit setzt er gerne ein, um Menschen in seinem Umfeld zu erziehen, d.h. sie im Sinne der &#039;&#039;&#039;Aufklärung&#039;&#039;&#039; (hier externen Link einfügen!) zu unterrichten. Wir haben uns exemplarisch mit die beiden Hauptfiguren der nächsten Generation, seiner Tochter Recha und ihrem Retter, dem Tempelherrn, beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nathan und Recha: Szenenanalyse der Szene 1.2=====&lt;br /&gt;
In dem Gespräch zwischen Nathan und Recha (Szene 1.2) geht es um den Unterschied zwischen Dankbarkeit durch reine Schwärmerei und wirklich gutem Handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Betrachtung der Szene lassen sich folgende Sinnabschnitte festlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#V.169-186: Recha freut sich über Nathans Rückkehr und sein sowie ihr Überleben. Durch ihre vielen Ausrufe macht Recha klar, dass sie sehr große Angst um Nathan, jedoch vor allem auch um sich selber hatte.&lt;br /&gt;
#V.186-210: Sie ist überzeugt, ihr Überleben sei ein Wunder gwesen und ein Engel habe sie gerettet, Nathan hingegen ist der Überzeugung, es sei ein Mensch gewesen. Durch Rechas Ausdruck &amp;quot;unter weißem Fittiche&amp;quot; (V.191) wird Nathan und auch dem Zuschauer klargemacht, dass Recha nur denkt, es sei ein Engel gewesen, weil der Tempelherr durch seinen weißen Mantel ihrer Vorstellung eines Engels entspricht.&lt;br /&gt;
#V.210-243: Nathan erklärt Recha, dass es kein kleineres Wunder sei, wäre es ein Mensch und dass das eben das Wunder sei, dass man diese Wunder; durch Menschenhand; nicht mehr erkennt. Durch die indirekte Benennung Rechas als Kind (vgl.V.222) verbunden mit den Ausrücken &amp;quot;gaffend&amp;quot;, &amp;quot;Ungewönlichste&amp;quot; (V.223) und &amp;quot;Neueste&amp;quot; (V.224) macht Nathan Recha klar, wie Sensationslustig die Menschen; und sie; sind. Dies wird auch durch Nathans Nutzung von rhetorischen Fragen deutlich (V.213ff.), welche die eigentliche Ansicht Nathans verspotten, um Recha begreiflich zu machen, wie lächerlich ihre Ansicht ist.&lt;br /&gt;
#V.243-270: Daja erklärt, wie es sein kann, dass der Tempelherr von Sultan Saladin verschont wurde. Nathan nutzt wieder zahlreiche rhetorische Fragen, die sich an Dajas Erklärung anschließen, um Recha und Daja klarzumachen, dass sie an das &amp;quot;eigentlich Unglaubliche&amp;quot; glauben, statt die reale Welt zu sehen (vgl.V.257ff.)&lt;br /&gt;
#V.270-287: Recha beginnt zu begreifen, dass der Tempelherr doch ein Mensch ist. Nathan erklärt Recha, dass das eigentliche Wunder bereits in der Verschonung des Tempelherrn liegt und nutzt auch hier wieder rethorische Fragen, um Recha von ihrer Engelsvorstellung weg, hin zu der wahren Erkenntis von Wundern zu führen, die vor ihrer Nase ablaufen (vgl.V.277ff.).&lt;br /&gt;
#V.287-317: Nathan erklärt, warum es einfacher ist zu denken, dass ein Engel einen gerettet habe als ein Mensch. Durch die Nutzung von Ausrufen, wie &amp;quot;Stolz!&amp;quot; (V.293) und Fragen, die einen Rückbezug zu Dajas Meinung herstellen (&amp;quot;Was es schadet, fragst du?&amp;quot; (V.297)), wird Nathans Empörung über diese Denkweise deutlich. Indem er über das gesamte Gespräch hinweg zahlreiche Fragen in seine Antworten einbaut, möchte er Recha (,sowie Daja) dazu auffordern die Antworten, welche eigentlich klar erkennbar für ihn sind, selber zu erkennen und ihnen nicht nur seine Ansicht &amp;quot;aufdrücken&amp;quot;, sondern stattdessen vielmehr ihre Ansicht ändern.&lt;br /&gt;
#V.317-357: Nachdem Nathan seine Ansicht klar gemacht hat, spekuliert er, was dem Tempelherren wohl alles zugestoßen sein könnte und verschreckt Recha. Durch seine Spekulierungen über das Wohlergehen des Tempelherren (vgl. V.330ff.) möchte er Recha klarmachen, dass es für sie viel leichter ist, sich eine Vorstellung eines Engels auszumalen, um so, statt wirklich gut zu handeln, einfach nur vor sich hin zu schwärmen&lt;br /&gt;
#V.357-370: Recha ist erleichtert, als Nathan erklärt, dass der Tepelherr noch lebe. Durch ddas Gefühl der Erleichterung, welches Recha verspürt, soll ihr klar gemacht werden, wie wichtig es ist wahrhaft dankbar zu sein.&lt;br /&gt;
#V.370-375: Nun entdeckt Nathan einen Muselmann, Al-Hafi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Recha zeigt sich über das ganze Gespräch hinweg sehr schwärmerisch, was beispielsweise an Ausdrücken, wie z.B. &amp;quot;unsichtbaren Engel&amp;quot; (V.188), &amp;quot;sichtbar&amp;quot; (V.190) und &amp;quot;weiße Fittiche&amp;quot; V.191) zu erkennen ist. Zu dem neigt sie dazu, sich selbst sehr in den Fokus zu rücken, was zum Beispiel bemerkbar ist, als sie Nathan begrüßt: &amp;quot;Die arme Recha&amp;quot; (V.175). Außerdem zeigt sie sich als eine Person, die sehr hysterisch ist und dazu neigt, Dinge zu dramatisieren, wie &amp;quot;Welch kalter Schauer Befällt mich! -Daja!-Meine Stirne, sonst so warm, fühl! ist auf einmal Eis!&amp;quot; (V.331ff.) oder &amp;quot;Krank! Krank!&amp;quot; (V.336) oder &amp;quot;Ah, mein Vater!&amp;quot; (V.339).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Recha durch ihre Vorstellung eines Engels, statt eines Menschen, die Schwärmerei dem wahrhaft guten Handeln &amp;quot;vorzieht&amp;quot;. Nathan möchte ihr, durch seine Hypothesen über das Wohlergehen des Tempelherrn und seine zahlreichen Ausrufe und Fragen Einsicht verschaffen und ihr den Sinn wahrer Dankbarkeit klarmachen und ihre Sicht auf die Welt ins &amp;quot;Reale&amp;quot; ändern. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:CKrNSG|CKrNSG]]]&amp;lt;br /&amp;gt;Nathan ist in dieser der dominante oder erklärende Charakter. Er stellt viele rhetorische Fragen (vgl.V.302ff.), um seine Klugheit und seine belehrende Rolle zu Recha zu unterstreichen.  Nathan lässt so Recha selbst zu Erkenntnis kommen, dass er Recht über z.B. das Wunder hat. Nathan benutzt außerdem viele Vergleiche, um den Handlungsverlauf Recha zu verdeutlichen und um die Wahrheit leichter darzustellen (vgl.V.203). [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:EvLaNSG|EvLaNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan will Recha von ihrer Meinung abbringen, indem er ihr ihre Fehler aufzeigt, diese aber nicht Fehler nennt, sondern ihre Standpunkte logisch nachvollzieht. Nathan erklärt alles sehr anschaulich und nachvollziehbar, wodurch er sehr glaubwürdig wirkt. Er weiß, dass Menschen eher emotional als rational denken und handeln. Somit gelingt es Nathan, Recha von seiner Sichtweise zu überzeugen. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:MeJANSG|MeJANSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Kurzcharakterisierung Recha======&lt;br /&gt;
[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur der Recha - Vorderansicht .jpg|mini|Requisitenskulptur Recha. (c): [[Benutzer:PhOSNSG|PhOSNSG]] 2021]]&lt;br /&gt;
Sie glaubt an einen Engel, der sie aus dem Feuer gerettet hat; der Engelsglaube steht symbolisch für einen starken Glauben. Sie ist ein liebevoller, großherziger, schwärmerischer Mensch, z.B. schwärmt sie für den Tempelherren (V. ) und ihren Vater, hat ein liebevolles Verhältnis zu Daja. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat eine traumatische Erfahrung hinter sich, als sie in dem brennenden Elternhaus fast ums Lebens gekommen wäre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lichtblick: Kerze, Glaubenssymbol, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Nächstenliebe erkennt man an den Werten, die sie lebt oder leben sollte. Z.B. ist sie bereit, über Religionsgrenzen hinweg den Tempelherrn zu lieben, hat als Jüdin auch eine gutes Verhältnis zur Christin Daja.  Belege?&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nathan und der Tempelherr: Szenenanalyse der Szene 2.5=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Vorderansicht..jpg|mini|Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Vorderansicht. (c): [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]], 2021&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das Schwert vorne links aus der Sicht des Betrachters, das „Kettenhemd“ auf dem Körper und der Helm auf dem Kopf stehen für das Leben als Ritter und Kämpfer.&#039;&#039;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Treffen zwischen Nathan und dem Tempelherren (II.5) verläuft in vier Phasen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Nathan wartet auf den Tempelherrn, um sich bei ihm für Rechas Rettung zu bedanken. Der Tempelherr präsentiert sich abweisend (V.1201), herablassend („Was Jude, was?“; V. 1200), judenfeindlich, verwirrt  und unruhig über seine Begnadigung und den Verlust seiner Mitstreiter (Belege?). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie diskutieren über eine Entschädigung im Sinne eines Dankes, der Tempelherr lehnt aber ab: Er verweist auf seine Pflicht als Ritter (V. 1213). Er benutzt Formulierungen, die seine abwertende, klischeehafte Haltung gegenüber Juden verdeutlichen, z.B. sie als reiche, geizige, geldgierige Menschen wahrzunehmen („Der reiche Jude war mir nie der bess‘re Jude“, V. 1231). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie diskutieren über ihre Religionen: Der Tempelherr erkennt Nathans Weisheit an, wie dieser mit Konflikten umgeht, bis sie sich entschließen, Freunde zu werden. Er erfährt Wertschätzung für seine (guten) Taten, er lernt, Vorurteile abzulegen, dem anderen zuzuhören und dessen Meinung zu respektieren (Belege?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie schließen Freundschaft und werden von Daja unterbrochen, die Nathan zum Sultan schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nathans Sprechweise:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu  Beginn spricht Nathan ruhig und vorsichtig mit dem Tempelherren und möchte ihm sein Anliegen darlegen. Er ist voller Dank und  drückt sich freundlich und auf zurückhaltende Weise aus.  Im zweiten Abschnitt wird er etwas aufdringlicher und spricht hektischer, denn er versteht nicht wieso der Tempelherr von ihm genervt ist und für seine Tat nicht belohnt werden möchte. Im dritten Abschnitt hingegen spircht Nathan sehr gefühlsvollUnd macht durch das Küssen des Mantels klar, wie unendlich dankbar er für die Rettung seiner Tochter ist. Als Nathan im nächsten Abschnitt erklärt, dass es viele gute Menschen gibt, spricht er ruhig und überzeugend. Hier erkennt man seine Weisheit. Als sich die beiden zum Schluss nun doch anfreunden, spricht er wieder aufgelockert und dynamisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Sprechweise des Tempelherren:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn, als Nathan auf ihn zukommt, spricht er genervt und ist Nathan gegenüber abgeneigt. Er möchte sich nicht ständig anhören, wsa für ein Held er sei, denn er hält seine Tat falls etwas selbstverständlich ist. Zudem spricht er in kurzen klaren Sätzen. Sobald Nathan ihm etwas von seinem Reichtum abgeben möchte, um dem Tempelherren sein Dank auszusprechen, ist er wieder abgeneigt und antwortet mit setzen wie: „ihr? Mit nichts.“ (V 1231). Hier wird deutlich dass der Tempel her nichts von Nathan möchte. Er wird nun jedoch etwas aufgelockertter und sagt, dass er sich über einen neuen Mantel freuen würde. Er spricht Nathan gegenüber geöffneter. Als Nathan im folgenden seinen Mantel küsst beginnt der Tempelherr ihn beim Namen zu nennen und spricht mit kurzen abgehakten setzen, da er überwältigt ist. Als Nathan sich ihm gegenüber bekennt und seine tolerante Denkweise in Bezug auf die Weltreligionen und die Verbindung zu allen  Menschen äußert, beginnt der Tempelherr voller Anerkennung zu sprechen und wendet sich nicht mehr von Nathan ab. Letzt endlich gewinnt Nathan die Empathie des Tempelherren für sich und beide unterhalten sich wie Freunde. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathans Sprechweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er tritt dem Tempelherrn höflich gegenüber(V.1198)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er lässt ihn aber nicht ausreden (V.1206, V.1261)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-lässt nicht locker, versucht hartnäckig seinen Dank auszusprechen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-freut sich am Ende über die Freundschaft mit Nathan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-will den entstehenden Konflikt ruhig, gelassen  und mit weisen Worten lösen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprechweise des Tempelherrn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist eher unhöflich(V.1199)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er hat keinen Respekt(V.1219)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist abwertend gegenüber dem Judentum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist zu Beginn genervt und hat keine Lust zu reden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-am Ende ist er erfreut über die neue Freundschaft mit Nathan   [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Gespräch ist im Grunde ein Aufklärungsgespräch; es steht exemplarisch für Lessings Anspruch, sein Publikum [https://de.wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl%C3%A4rung%3F im Sinne Kants aufzuklären.]&lt;br /&gt;
======Kurzcharakterisierung Tempelherr======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Rückansicht..jpg|mini|Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Rückansicht. (c) [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]] 2021. &#039;&#039;Der weiße Umhang symbolisiert den Frieden, für den der Tempelherr kämpft und das Kreuz auf dem Umhang steht für das Christentum.&#039;&#039;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Der Tempelherr ist der Retter von Recha, weil er sie aus den Flammen des brennenden Hauses rettet (V.80-90). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Recha und Nathan will er zunächst keinen Kontakt, da er die Juden meiden will und Vorurteile gegenüber ihnen hat (V.1230 f.). Nathan aber schafft es, dass sich beide treffen und am Ende des Gespräches sogar anfreunden (V.1319). Nathan macht ihm klar, dass er ihm, seinen Glauben nicht aufzwingen will und überzeugt ihn vom Toleranzgedanken und der Akzeptanz gegenüber anderer Religionen. Durch diese Worte Nathans kam der Tempelherr zur Vernunft und versuchte sich zu bessern, was auch wieder zeigt, dass er die Fähigkeit hat zu lernen hat (vgl.2,5) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verliebt sich in Recha bei deren erneuter Begegnung und lässt daraufhin auch seine letzten Vorurteile fallen und hält bei Nathan um ihre Hand an (V.2176 f.): „dass sie auf immer, immer-Soll können sehn.“. Das er das Wort „immer“ zweimal benutzt zeigt nochmal die Dringlichkeit, die der Tempelherr hat Recha zu heiraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tempelherr ist impulsiv bzw. leidenschaftlich und handelt unreflektiert, was z.B. in dem Moment deutlich wird, wenn er Nathan beim Patriarchen meldet, weil dieser nicht der Heirat mit Recha zustimmt (vgl.4,2). Dasselbe gilt, als er dem Sultan Nathans Geheimnis verrät, dass dieser eine christliche Adoptivtochter hat, die er als Jude jüdisch erzieht (vgl.4,4) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er widerspricht sich oft in Handlung und Rede (V.1210 ff.), wo er sagt, dass er seines Lebensüberdrüssig ist und das heisst das er jeden retten würde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des Dramas nimmt der Tempelherr es nach einigem Zögern ohne weiteres Bedauern an, dass Recha seine Schwester ist und freut sich darüber, eine Schwester statt einer Frau gewonnen zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Tempelherr ein mehrdimensionaler, dynamischer Charakter ist, der sich von einem christlich-typisierten Charakter zu einem Christen mit humanistischem Weltbild und humanistischen Wertvorstellungen entwickelt. Die Dimensionen seines Charakters entfalten sich vom Christ, Ritter etc. zu einem Freund und Bruder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:FabNNSG|FabNNSG]]], [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DuSNSG|DuSNSG]]], [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:BeKNSG|BeKNSG]]], [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:MaBNSG|MaBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Nathan und Saladin - die Ringparabel====&lt;br /&gt;
Sultan Saladin will Nathan sein Geld entlocken, dafür lädt er ihn in seinen Palast ein. Er verwickelt ihn in ein theologisches Gespräch über die wahre Religion. Nathan antwortet mit der [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise/Nathan der Weise - die Ringparabel|Ringparabel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der Erfolg von Nathans Erziehung: Der Tempelherr beim Patriarchen (IV.2)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Gespräch wird zunächst die dogmatische und intolerante Position des Patriarchen sehr deutlich, welcher alle Einwände des Tempelherrn direkt ablehnt und als nicht überzeugend einstuft. Er richtet sich somit gegen die Vernunft, alle Religionen zu tolerieren und die Humanität und Toleranz als oberste Werte anzusehen. Nathan ruft genau dazu in seiner Erziehung auf und ebenfalls dazu, dass der Gebrauch der Vernunft zu gutem Handeln führen muss. Der Patriarch allerdings ist komplett von der Verbrennung des Juden überzeugt, ohne dabei die Willkürlichkeit seiner Argumentation einzusehen. Somit zeigen sich Nathans Erziehungsansprüche in dieser Szene vor allem als Kontrast zwischen dem Verhalten des Patriarchen und des Tempelherren: nämlich Intoleranz, Dogmatismus und Unmenschlichkeit gegenüber den toleranten, menschlichen Argumenten des Tempelherren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wenn aber nun das Kind, Erbarmte seiner sich der Jude nicht, Vielleicht im Elend umgekommen wäre?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
– oder indem der Tempelherr sagt, dass der Vater das Kind gut erzieht (unabhängig von Religion):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jude hätt&#039; ein einzig Kind, - es sei/ Ein Mädchen, - das er mit der größten Sorgfalt/ Zu allem Guten auferzogen, das/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liebe mehr als seine Seele, das/nIhn wieder mit der frömmsten Liebe liebe. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:PhOSNSG|PhOSNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit erkennt man beim Tempelherrn den Erfolg von Nathans Erziehung besonders, wenn man diese mit dem Verhalten des Patriarchen vergleicht: Der Tempelherr konnte seine Vorurteile gegenüber anderen Religionen ablegen und strebt nun nach Toleranz und Humanität.  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:ZoHNSG|ZoHNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So fragt der Tempelherr auch oft „So?“, nachdem der Patriarch von den Bestrafungen des Juden erzählt, da dies nicht mit seiner Moral übereinstimmt. Erwähnenswert ist außerdem, dass der Tempelherr dem Patriarchen nicht ein einziges Mal bei seinen Vorurteilen und angreifenden Aussagen zustimmt oder sie befürwortet. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:ErTNSG|ErTNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Dramenende - eine groteske Familienutopie?====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Definition:&#039;&#039; [https://www.duden.de/suchen/dudenonline/Utopie Utopie]= etwas ist in der Vorstellung der Menschen, existiert aber (noch) nicht in der Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Definition&#039;&#039;: [https://www.duden.de/rechtschreibung/grotesk grotesk]= durch Übersteigerung und Verzerrung komisch oder unsinnig wirkend&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Groteske Aspekte:&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Tempelherr ist in Recha verliebt und hat, nachdem er erfährt, dass sie seine Schwester ist, keine erotischen Gefühle mehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- die Figuren lernen sich als Familie neu kennen und verstehen sich direkt miteinander&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- zuerst streiten sich die Figuren über die Religionen und am Ende ist ihnen dieser Aspekt egal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Interpretation des letzten Auftritts:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Nathan die Herkunft Rechas preisgegeben hat, haben Nathan und Recha sich dazu entschlossen, dass Nathan weiterhin Rechas Vater bleibt (V. 3703f.). Dies verdeutlicht die enge Verbundenheit zwischen den beiden Figuren. Recha drückt daraufhin aus, dass es ihr egal sei, wenn sie jemand anderen verliert als Nathan, woraufhin der Tempelherr enttäuscht und verletzt ist (V. 3709). Bei der Diskussion über die Heirat mit Recha sagt Nathan, dass ihr Bruder mitzureden hat, was für Verwirrung des Tempelherrn sorgt, da er nicht weiß, wer der Bruder ist (V. 3747). Recha ist ebenfalls verwundert, da sie bisher nicht wusste, dass sie einen Bruder hat. Anschließend klärt Nathan den Tempelherrn auf, dass er nicht nur Curd von Stauffen heißt, sondern auch Leu von Filnek (V. 3762ff.). Die Verwirrung des Tempelherrn wird dadurch größer, stimmt Nathan allerdings zu. Der Vater des Tempelherrn war Wolf von Filnek, ein Freund Nathans (V. 3785). Als nächstes erklärt Nathan, dass der Tempelherr der Bruder von Recha ist (V. 3792), was Saladin und Sittah erfreut, Recha ist hingegen erschrocken und der Tempelherr ist zunächst abweisend (V. 3793), anschließend jedoch begeistert und dankt Nathan (V. 3801). Nathan klärt auf dass Rechas richtiger Name Blanda von Filnek ist (V. 3808). Später möchte der Tempelherr, dass Recha ihren christlichen Namen wieder annimmt (V. 3809), damit sie als Christin anerkannt wird. Daraufhin bietet Nathan dem Tempelherrn an, sein Vater zu sein (V. 3813), wodurch Sittah und Saladin gerührt sind (V. 3814). Dann findet Saladin heraus, dass der Vater von Recha und dem Tempelherrn Assad, der Bruder von Saladin und Sittah war (V. 3827). Dies wird durch das Buch bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Ereignissen lässt sich schließen, dass Recha und der Tempelherr königliches Blut haben und durch die Familienzusammengehörigkeit wird die Verbundenheit aller Menschen verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei dieser Szene um eine groteske Utopie, da die glücklichen und problemlosen Familienbeziehungen, zwischen den Mitgliedern verschiedener Religionen, wie sie am Ende des Dramas zu finden sind nicht in der Wirklichkeit umsetzbar sind. In Lessings Drama sind die Personen, die die verschiedenen Religionen darstellen, alle miteinander verwandt. Genauso ist es auch bei den Religionen. Dies symbolisiert die Zusammengehörigkeit aller Menschen. Die dargestellte Menschheitsfamilie steht für Humanität und Toleranz. So drückt Lessing seinen Wunsch nach einem toleranten Zusammenleben aller Menschen auf der Welt aus. ([[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]) ([[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]) ([[Benutzer:AmKöNSG|AmKöNSG]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aktualität===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Was ist an dem Stück so besonders, dass es bis heute noch aufgeführt wird?&amp;lt;ref&amp;gt;[[FlMNSG]]: Themenfrage zum Einstieg in das Unterrichtsvorhaben.&amp;lt;/ref&amp;gt;  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[FlMNSG]]]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktualität des Dramas: Meiner Meinung nach ist das Drama noch aktuell, da es heute immer noch Konflikte zwischen verschiedenen Religionen gibt und das Drama eine gute Lösung mit dem Beispiel der Ringparabel zu den Konflikten findet. [[Benutzer:MuGNSG|[MuGNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist das Drama aktuell? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde, dass die Weltreligionen damals viel mehr im Alltag eingebunden waren und viel mehr Menschen an die Religionen fest geglaubt haben und den Glauben ausgelebt haben als heute. Heutzutage wird weniger Wert auf Religionen gelegt und deswegen ein Drama mit Konflikte über Religion irrelevanter als damals geworden ist. Im realen Leben gab es viel mehr Konflikte zwischen den 3 Religionen als heutzutage. [[Benutzer:BilMNSG|[BilMNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weblinks===&lt;br /&gt;
Zum Autor: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing Wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk digital: [https://www.projekt-gutenberg.org/lessing/nathan/nathan.html Projekt-gutenberg.org: Nathan der Weise]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [https://c.wgr.de/buchlinks/978-3-14-022734-6/SNG-22734-003_AB_3.pdf Figurenkonstellation]. Quelle: EinFachDeutsch. Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Neubearbeitung 2019, S. 32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Frage &amp;quot;Was ist Aufklärung?&amp;quot;: Quelle: [https://de.wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl%C3%A4rung%3F wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufklärung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Quelle: Diekhans, Johannes, Schünemann, Luzia: EinFach Deutsch Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Textausgabe. Westermann 2019, S. 166-170, Zusatzmaterial: S. 176-178&amp;quot; /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DaHNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise</title>
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		<updated>2021-12-17T07:42:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DaHNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Das Spannungsfeld zwischen Individuum um Gesellschaft im Spiegel des Theaters&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet das [https://padlet.com/flossdorfmaren/Wiki Thema] für uns? Welche Schwerpunkte wollen wir setzen[[Datei:Wolfenbüttel - Nathan der Weise.jpg|mini|Denkmal &amp;quot;Nathan der Weise&amp;quot; in Wolfenbüttel, zum Gedenken an [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing Gotthold Ephraim Lessing], ein Werk von [https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Schmidtbochum Erich Schmidtbochum]. (c) [[commons:User:Holbein66|Holbein66]] (2012)|verweis=https://projekte.zum.de/wiki/Datei:Wolfenb%C3%BCttel_-_Nathan_der_Weise.jpg]]Diese Projektseiten werden gestaltet vom Leistungskurs und Grundkurs Deutsch 21/22&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wer war Gotthold Ephraim Lessing? Annäherung an den Autor===&lt;br /&gt;
Eine erste Sammlung zu seiner [https://de.padlet.com/flossdorfmaren/Lessing_vita Vita]:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Mein lieber Eschenburg,&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Meine Freude war nur kurz. Und ich verlor ihn so ungern, diesen Sohn! denn er hatte so viel Verstand! so viel Verstand! – Glauben Sie nicht, daß die wenigen Stunden meiner Vaterschaft, mich schon zu so einem Affen von Vater gemacht haben! Ich weiss, was ich sage! – War es nicht Verstand, daß man ihn mit eisern Zangen auf die Welt ziehen musste? daß er so bald Unrat merkte? – War es nicht Verstand, daß er die erste Gelegenheit ergriff, sich wieder davon zu machen? – Freilich zerrt mir der kleine Ruschelkopf auch die Mutter mit fort! – Denn noch ist wenig Hoffnung, daß ich sie behalten werde. – Ich wollte es auch einmal so gut haben, wie andere Menschen. Aber es ist mir schlecht bekommen. &#039;&#039;(Lessing an Eschenburg, 31. Dezember 1777)&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;G.E.Lessing an Eschenburg, 31.12.1777 In: G.E. Lessing: Gesammelte Werke, Bd. xc,döfdp&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====Lebensdaten=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geboren&#039;&#039;&#039;: 22. Januar 1729, Kamenz in der Oberlausitz &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gestorben&#039;&#039;&#039;: 15. Februar 1781, Braunschweig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehefrau: Eva König (1776-1778), starb kurz nach der Geburt des Sohnes an Kindbettfieber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: Traugott *24.12.1777, +25.12.1777&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eltern: Johann Gottfried Lessing (Pastor), Justina Salome Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschwister: Erdmann Salomo Lessing, Karl Gotthelf Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lebenslauf=====&lt;br /&gt;
1748-1752 Medizin-Studium in Wittenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1749-1751 „freier Schriftsteller“ in Berlin, Kennenlernen der Freunde Moses Mendelssohn (Philosoph), Friedrich Nicolai (Verleger), Ewald Christian von Kleist (Offizier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1770-1781 in Wolfenbüttel als Hofbibliothekar, viele Reisen um Einsamkeit zu entfliehen, Unzufriedenheit&lt;br /&gt;
[[Datei:Gotthold Ephriam Lessing.JPG|mini|Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781). Portrait. lizenzfrei]]&lt;br /&gt;
Nach Tod des Sohnes und der Ehefrau:  produktivste Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779: „Nathan der Weise“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1780: Verschlechterung des Gesundheitszustandes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1781: Tod aufgrund von Brustwassersucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]], [[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]], [[Benutzer:LiSNSG|LiSNSG]], [[Benutzer:AkDiNSG|AkDiNSG]], [[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]]&lt;br /&gt;
=====Intention=====&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; als typisches Werk der Aufklärung markiert Lessing Wunschvorstellung eines friedlichen Miteinanders von vernunftgeleiteten Menschen:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Nicht die Wahrheit, in deren Besitz irgendein Mensch ist, oder zu sein vermeynet, sondern die aufrichtige Mühe, die er angewandt hat, hinter die Wahrheit zu kommen, macht den Wert des Menschen. Denn nicht durch den Besitz, sondern durch die Nachforschung der Wahrheit erweitern sich seine Kräfte, worin allein seine immer wachsende Vollkommenheit besteht. Der Besitz macht ruhig, träge, stolz - Wenn Gott in seiner Rechten alle Wahrheit, und in seiner Linken den einzigen immer regen Trieb nach Wahrheit , obschon mit dem Zusatz, mich immer uns ewig zu irren, verschlossen hielten und spräche zu mir: wähle! Ich fiele ihm mit Demuth in seine Linke, und sagte: Vater gieb! die reine Wahrheit ist ja doch nicht für dich allein!&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lessing, eine Duplik, 1778&lt;br /&gt;
=====Werk=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dramen&#039;&#039;&#039;: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Damon, oder die wahre Freundschaft (Lustspiel 1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der junge Gelehrte (Lustspiel 1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die alte Jungfer (Lustspiel 1748)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Misogyn (Lustspiel 1748)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Freigeist (Lustspiel 1749)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Juden (Lustspiel 1749)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Schatz (Lustspiel 1750)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Miß Sara Sampson (Trauerspiel 1755)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Philotas (Trauerspiel 1759)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Minna von Barnhelm (Lustspiel 1767)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Emilia Galotti (Trauerspiel 1772)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Nathan der Weise (Dramatisches Gedicht 1779)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gedichte&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die drey Reiche der Natur (1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Kleinigkeiten (1751)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lieder (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Oden (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Sinngedichte (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fabeln:&#039;&#039;&#039;-Fabeln und Erzählungen (1772)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Fabeln. Drey Bücher: (1759)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ästhetische Schriften:&#039;&#039;&#039;-Rezensionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Briefe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Vorreden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie lebte und arbeitete der Schriftsteller im 18. Jahrhundert? Hintergründe zum &#039;&#039;Nathan&#039;&#039;===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das deutsche Bürgertum im 18. Jahrhundert====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18. Jahrhundert: Epochenwende und Beginn der modernen Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;G.E. Lessing: Nathan der Weise. EinFach Deutsch - Textausgabe mit Zusatzmaterialien. Westermann: 2019, S. 148-149.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Politische Situation=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Seit dem 30-jährigen Krieg: Deutsche Reich in viele kleine Territorien zersplittert (300 souveräne Territorien)&lt;br /&gt;
*Reichsgewalt lag bis 1806 beim Deutschen Kaiser (nur auf wenige Rechte beschränkt, hat eine symbolische Bedeutung)&lt;br /&gt;
*politische Entscheidungen lagen bei Territiorialstaaten&lt;br /&gt;
*offizieller Titel: Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Bevölkerung=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Herrscher  bekommen ihr Geld durch Auspressung ihrer Untertanen&lt;br /&gt;
*Lebensbedingung der Bevölkerung dürftig (feudale Lasten, fürstliche Willkür)&lt;br /&gt;
*Leibeigenen Bauern ihres Herrn hatten nur lebensnotwendige Dinge (manchmal noch weniger)&lt;br /&gt;
*Unterschicht sind mehr als zwei Drittel der Bevölkerung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bildung von neuen ökonomischen Kräften und einer neuen sozialen Schicht&lt;br /&gt;
**Handel, Bankgewerbe, Manufakturwesen&lt;br /&gt;
**Geld und soziales Prestige&lt;br /&gt;
**war noch schwach und zahlenmäßig klein&lt;br /&gt;
*Kräfteverschiebung —&amp;gt;Spannung in der Ständepyramide—&amp;gt; Konfrontation zwischen Adel und Bürgertum&lt;br /&gt;
*Bürger akzeptieren die Vorherrschaft des Adels nicht&lt;br /&gt;
**meldeten ihren Souveränitätsanspruch an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Fragen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Welche geographischen Besonderheiten zeichneten das Deutsche Reich nach dem 30-jährigen Krieg aus?&lt;br /&gt;
*Bei wem lag die Reichsgewalt bis 1806 und was war das besondere daran?&lt;br /&gt;
*Welchen offiziellen Titel trug das Deutsche Reich?&lt;br /&gt;
*Wer übte die wichtigsten politischen Entscheidungen aus?&lt;br /&gt;
*Wie groß war der Anteil der Unterschicht in der Bevölkerung?&lt;br /&gt;
*Was ist geschehen, dass Historiker das 18. Jh. als Beginn der modernen Zeit bezeichnen?&lt;br /&gt;
*Welche Gründe veranlassten Spannung in der alten hierarchischen Ständepyramide?&lt;br /&gt;
*Welche Konsequenzen resultierten aus diesen Spannungen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zum Theaterbetrieb im 18. Jh.: Gottsched und Lessing====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Christoph Gottscheds Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
•Gottscheds Bemühungen konzentrierten sich auf den Spielplan des Theaters, er  möchtedas als chaotisch erlebte, herkömmliche Theater abschaffen: Beseitigung des rohen Tons auf der Bühne und Vorurteil der Gebildeten gegen das Theater, der Beruf des Schauspielers galt als nicht ehrbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• nimmt sich französische Klassik zum Vorbild &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• stellt Regeln für die Pflege einer klaren deutschen Schriftsprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• durch literarisch gehobenes Programm bringt er Drama und Theater wieder zur Anerkennung beim bildungseifrigen Bürgertum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• fordert Einhaltung von Regeln (Einheit von Ort, Zeit und Handlung im Drama)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• vernunftgeleitete Darstellung (der Natur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Ziel: moralische Belehrung des Publikums - Theater vermittelt moralische Botschaften, die das Publikum im Sinne der Aufklärung &amp;quot;erziehen&amp;quot;: Aufklärungsphilosophie ( „critischen Dichtkunst vor die Deutschen“), Aufhebung der sozialen Aufspaltung, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lessings Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
Lessings Theaterkonzept basiert grundsätzlich auf der [https://de.wikipedia.org/wiki/Trag%C3%B6die#cite_note-3 aristotelischen Poetik].&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Poetik&#039;&#039; Kap. 6, 1449b24ff., Übersetzung von Manfred Fuhrmann.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach soll das Drama das Publikum moralisch erziehen durch die Erregung sittlicher Zustände (gemeint sind moralische Gefühle) und anschließender Reinigung davon: Mitleid/Jammer (eleos), Furcht/Schaudern (phobos), Erlösung/Reinigung (katharsis).&amp;lt;ref&amp;gt;Lessing, &#039;&#039;Hamburgische Dramaturgie&#039;&#039; 78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das Publikum solle sich sittlich verbessern im Sinne der [https://de.wikipedia.org/wiki/Aufkl%C3%A4rung Aufklärung].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lessing forderte ein nationales Theater, das viele Freiheiten hat, geprägt von Shakespeare.&lt;br /&gt;
*Regeln müssen nicht im ihrer selbst Willen eingehalten werden&amp;lt;ref&amp;gt;G.E. Lessing: Nathan der Weise. EinFach Deutsch - Textausgabe mit Zusatzmaterialien. Westermann: 2019, S. 156 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erfüllung seiner Ansprüche weicht Lessing in der Dramaturgie des Nathans in einigen Punkten von der geschlossenen Dramenform des [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise/Das aristotelische 5-Akt-Schema|aristotelischen 5-Akt-Schemas]] ab:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt kleinere Abweichungen, damit die zwei Konflikte zunächst in der Ringparabel parallel zusammengeführt werden kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Inwiefern erfüllt Lessing die geschlossene Dramenform?======&lt;br /&gt;
Lessing erfüllt die geschlossene Dramenform, indem er durch die Exposition im ersten Akt die Figuren darstellt und den Leser in die Handlung einführt. Dabei entsteht ein Konflikt zwischen Daja und Nathan, die ein Geheimnis über Rechas wahre Herkunft verbergen. Dieser Konflikt spitz sich weiter zu und wird im dritten Akt durch Daja aufgelöst. Hinzu kommt die Ringparabel, die den Höhepunkt des Dramas bildet. In Akt vier fällt die Handlung auf das Ende zu, die Spannung bleibt aber bestehen, denn die Auflösung der Verwandtschaftsverhältnisse wird angedeutet. Zum Beispiel wird Nathans schlechte Vergangenheit offenbart. Zum Schluss werden alle Geheimnisse gelüftet und alle Spannungen zwischen den Figuren gelöst. Die Familie findet friedlich zusammen, wodurch auch die Verbundenheit zwischen den drei Weltreligionen verdeutlicht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende des Dramas „Nathan der Weise“ ist keine Katastrophe, sondern vielmehr ein Triumph. Alle Konflikte und Verwicklungen, die sich im laufe der Handlung ergeben, werden gelöst und die Familie findet wieder zusammen. Nathan bezeichnet den Tempelherrn und Recha als „seine Kinder“ (V. 3812), wodurch die starke Bindung dieser „geistigen“ Familie hervorgebracht wird. Alle drei Religionen sind in dieser nun glücklichen Familie vertreten, wodurch die religiösen Unterschiede bedeutungslos werden. Das Drama hat also ein positives Ende. [[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lessings  Erziehungsanspruch=====&lt;br /&gt;
Lessings Theaterkonzept zielt auf die moralische Erziehung seines Publikums - ganz im Sinne der Aufklärung -  ab. Dies wird auch in der dramaturgischen Gestaltung des &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; deutlich: Die Hauptfigur Nathan erfüllt symbolisch die Erziehungsarbeit, die auch Lessing an seinem Publikum vornimmt.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ein fiktives Streitgespräch zwischen Gottsched und Lessing über das Theater=====&lt;br /&gt;
Lessing: Herr Gottsched, ich bin sehr enttäuscht von Ihnen. Sie versuchen doch nur Ihre französischen Vorbildernachzuahmen und bestehen dann auch noch auf die Einhaltung dieser nutzlosen Regeln. Nichts weiter! Wo bleibt da die Kreativität?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottsched: Sie haben doch keine Ahnung. Das Theater dient schließlich nicht zur Belustigung des Publikums, sondern zur Vermittlung moralischer Botschaften. Der hohe Sprachstil ist übrigens auch sehr wichtig, um das höhere Bürgertum anzusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessing: Das ist doch Unsinn. Von Ihnen lasse ich mir nichts sagen. Das Theater sollte für alle da sein, nicht nur für die Adeligen. Die Zuschauer müssen von den Aufführungen mitgerissen werden. Das geht nur, wenn sie sich mit den Rollen identifizieren können und wenn das Stück lebendig und emotional vorgetragen wird. Genau das führt zu der sittlichen Besserung des Publikums. Statt dem französischen sollten Sie sich lieber das englische Theater von Shakespeare zum Vorbild nehmen. Dann kommen Sie hoffentlich auf einen besseren Geschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottsched: Das kann doch wohl nicht Ihr Ernst sein oder? In so einem Ton lasse ich nicht mit mir reden. Unsere Meinungen sind anscheinend zu unterschiedlich, als das eine normale Unterhaltung über das Theater möglich ist.  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zum Fragmentenstreit: Lessing und Melchior Goeze====&lt;br /&gt;
Lessing übte Kritik am traditionellen biblischen Glauben und am protestantischen Lehrbegriff (z.B. von der Erbsünde und der Erlösung durch den Tod Christi). Die Folge davon war, dass ihm die Zensurfreiheit entzogen wurde und er den &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; als literarische Antwort darauf verfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Chronologie der Ereignisse=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vor der Auseinandersetzung Lessings und Goeze traf Lessing sein Schicksal. Durch den plötzlichen Tod seines Kindes und dem darauffolgenden seiner Frau, suchte er auf rationaler Ebene nach Gründen und Sinnhaftigkeit für sein persönliches Schicksal. Seiner Trauer widmete er sich mit Hilfe seines Verstandes und der Schaffung rational ausgerichteter Werke. Nach zwei Jahrzehnten des Versuches, ein unabhängiger Schriftsteller zu werden, trat Lessing das Amt des Bibliothekvorstehers an und sicherte sich sein Zensurrecht (1770). (vgl. Nathan der Weise Anhang S.166 Z1)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lessing erhielt Schriften des Freundes und Professors Samuel Reinhards, welche Kritik an dem Alten und Neuen Testament sowie des protestantischen Lehrbegriffs darstellen und sich zugleich mit diesem beschäftigen. ( Erbsünde, Erlösung durch den Tod Christi). Diese veröffentlichte Lessing.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Goeze führte im Januar 1778 einen Angriff auf Lessing durch, auf den Lessing mit „Anti-Goeze“ Briefen antwortet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Streit wird 1778 gewaltsam gelöst, indem am 6. Juli Lessing der weitere Druck und Vertrieb der „Beiträge“, in denen die Fragmente erschienen waren, verboten wurden und am 13. Juli folgt das Verbot der Fortsetzung der Anti-Goeze Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lessing antwortete darauf noch mit einigen Briefen, auf ein paar unnötige Frage Goezes, worauf er auch nicht mehr aus anderen Orten mit Streitbriefen schreiben durfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Als Konsequenz wird Lessing die Zensurfreiheit entzogen und er konzentriert sich wieder auf das Theater. &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039; entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lessing schrieb zum letzten Mal im Oktober 1778 auf einen Angriff Goezes mit dem Versuch einer Reihe &amp;quot;Der nötigen Antwort auf eine sehr unnötige Frage&amp;quot;, worauf der Streit mit diesem Artikel endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Zusammenfassung der zentralen Aussagen von Pastor Goeze und Lessing=====&lt;br /&gt;
Lessing steht für den Vernunft-Glauben und möchte die Leichtgläubigkeit durch denkenden Glauben ersetzen. Die Mühe, hinter die Wahrheit zu kommen, macht für ihn den Wert des Menschen aus und nicht der Besitz der Wahrheit allein. Lessing sieht die Leichtgläubigkeit als Missbrauch der Autorität an.&amp;lt;ref&amp;gt;Diekhans, Johannes; Schünemann, Luzia: EinFach Deutsch Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Neubearbeitung: Westerman 2019, S. 176ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Pastor [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Melchior_Goeze Melchior Goeze] reagiert auf Lessings Kritik (Wahrheitsbekenntnis), welche Goezes Replik und Widersprüche des biblischen Offenbarungsberichts darstellte. Zudem enthüllt Lessing sein viel zitierendes Wahrheitsbekenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Ein fiktives Streitgespräch zwischen Goeze und Lessing======&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Was fällt dir ein die Bibel in Frage zu stellen und die Autorität der Kirche mit deiner erbärmlichen Duplik zu verleugnen, du Gotteslästerer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Du, du Kirchenfanatiker, hältst dich und deine biblischen Offenbarungsberichte für etwas besseres. Dabei untermauerst du nur deine Einfältigkeit, ohne jeglichen Versuch selbst an die Wahrheit zu gelangen. Ich, als von Vernunft geleiteter Mensch, strebe durch Nachforschung und aufrichtige Mühe die Wahrheit an. Dir, dir liegt sie bloß zu Füßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Wer bist du, dass du, die der Geboten und Verheißung folgende Wahrheit demütigst und es wagst, Gott und seine Vertreter auf der Erde in den Dreck zu ziehen? Wenn du so weiter hantierst, drohst du ins offene Feuer zu laufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Wer ich bin? Ein Mensch mit Wert und Verstand. Ich verkaufe keine fahrlässigen Behauptungen für wahr. Wenn du in die Hölle möchtest, dann mach nur weiter so, du bist auf dem besten Wege. Mein Ziel ist es lediglich, die Menschen von dem Vernunftglauben zu überzeugen. So einer Leichtgläubigkeit sollte keiner trauen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Du und dein Verstand. Laber keinen Unsinn. Es ist Rechtfertigung genug, dass der ganze Staat und die bürgerliche Verfassung auf dem Glauben basieren! Unser Glaube brauch keinen Verstand. Er kommt aus tiefstem Herzen und erweist immer Loyalität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Ihr könnt ja aus tiefstem Herzen glauben , aber vor allem sollt ihr denken. Der Verstand ist der springende Punkt. Allein gehorchen und sich die Bibel als Vorschrift zu nehmen ist lächerlich. Was hat man denn davon? Was bringt es denn den Menschen, von ihren veralteten und längst überholten Tatsachen beschallt zu werden? Nicht in der Lage zu sein, selbst zu denken und sich alles vorgaukeln zu lassen? „Super“ Sache! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Wir glauben nicht nur, wir wissen. Und es ist ganz leicht zu erklären, warum wir uns darauf beruhen. Wirf einfach einen Blick zurück in die Vergangenheit. Wann haben Samen der Rebellion reife Früchte getragen? Ganz einfache Antwort: nie! Und das liegt daran, dass diese nicht aus der Hand der Christen sondern von Gott selbst gesät werden. Gott einzig und allein trägt die Verantwortung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Mein lieber Götze, wann habe ich denn von Rebellion gesprochen? Ich spreche nur von den Überlegungen auf persönlicher Ebene und der Bildung eigener Meinungen durch das Denken. Das passiert wohl, wenn man selbst seinen Verstand nicht benutzt und sich an Gegebenheiten erfreut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Du bist ja lächerlich. Und von so einem Witzbold und dessen ach so tollen Grundsätzen soll ich mir als Pfarrer meine Auffassungen abstreiten lassen? In meinen Träumen nicht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Oh ja! Allerdings mache ich deine sinnlosen Behauptungen runter und stelle meine vernünftigen, selbst nachgeforschten Erkenntnisse, in den Vordergrund. Solch zufällige Geschichtswahrheiten der Bibel können niemals standhalten mit belegten Vernunft-Wahrheiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Ich glaube, ich muss lachen! Ihre Laberei und Kritzeleien von Vernunftwahrheiten können Sie sich was weiß ich wohin stecken. Es ist lächerlich, wie du dich als Wichtigtuer aufführst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Es mag sein, dass Sie meine Art des Schreibens nicht mögen, aber das liegt an meiner metaphorischen Art und Weise. Festzustellen ist letztendlich doch, dass du die Wahrheit kennst, ohne nachgeforscht zu haben. Deine Wahrheit besteht nur daraus, dass du keinen Plan hast und damit nur deine Leichtgläubigkeit bestätigst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Dass du dich traust so etwas über mich zu behaupten!? Das wird Konsequenzen haben, glaube mir! Du Gotteslästerer!   [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nathan der Weise: Das Werk===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Das Drama spielt in Jerusalem. Die Handlung beginnt mit Nathans Rückkehr von einer Geschäftsreise. Er erfährt von Daja, seiner Haushälterin, dass seine Tochter Recha von einem Tempelherren aus dem brennenden Haus gerettet worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit regiert in Jerusalem Sultan Saladin. Er will sich auf Empfehlung seines Schatzmeisters Al Hafi von Nathan Geld leihen. Er erfindet eine List. Es kommt zu einem Treffen zwischen Saladin und Nathan, in dem Saladin - statt um Geld zu bitten - Nathan fragt, welche Religion die wahrhaftige sei.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt die Ringparabel über einen Vater, der auf dem Sterbebett seinen Ring - ein alten Tradition zufolge - an seinen Lieblingssohn weitergeben wollte. Weil er sich aber nicht entscheiden konnte, welcher von dreien sein Lieblingssohn ist, kopierte er den Ring und gab allen drei einen. Diese stritten dann vergeblich darum, wer den echten hat. Ein Richter entschied, dass jeder Sohn seinen Ring als wahren ansehen solle. So sei es auch mit den drei Weltreligionen. Von Nathans Antwort auf seine Frage nach der wahren Religion ist der Sultan erstaunt und gerührt  bittet um Nathans Freundschaft.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Recha und der Tempelherr sich treffen, verliebt sich der Tempelherr in Recha und bittet Nathan um die Einwilligung zur Heirat. Da Nathan sich aber nicht sicher ist, ob die beiden verwandt sind, handelt er abweisend. Als Nathan ein Familienbuch von dem Klosterbruder gebracht bekommt, findet er heraus, dass alle miteinander verwandt sind.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich alle im Palast von Saladin versammeln wird klar, dass Recha und der Tempelherr die Kinder seines - seit zwanzig Jahren verschollenen - Assad sind. Dieser ist der Bruder von Saladin und Sittah. Am Ende erkennen außerdem alle, dass es eigentlich sinnlos ist, darüber zu streiten, welche Religion die wahre oder die beste sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man folgende Kernaussagen für das Drama formulieren: Alle drei Weltreligionen können in einer Art Familie aufgefunden werden, alle Religionen sind quasi miteinander verwandt, weil sie einen gemeinsamen Ursprung haben. Jede Religion ist die wahre. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:ErTNSG|ErTNSG]]]/ [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:EvLaNSG|EvLaNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Figurencharakterisierungen====&lt;br /&gt;
Hier wollen wir sukzessive die wichtigsten Figuren des Dramas charakterisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Charakterisierung der Figur Nathan anhand der Exposition (1.1)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan ist die Hauptfigur des Dramas &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039; von Gotthold E. Lessing. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt zusammen mit seiner Tochter namens Recha und deren Gesellschafterin Daja, die Christin ist. Selbst ist Nathan Jude, weshalb er seine Tochter auch jüdisch erzieht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan ist ein erfolgreicher, gut verdienender Geschäftsmann, der sich keine Sorgen um sein Geld macht. Nachdem sein Haus abgebrannt ist, hat er keinerlei Existenzängste, sondern nimmt es gelassen hin, dass er wohlmöglich ein neues Haus bauen muss, was wiederum mit Kosten verbunden wäre (vgl. V. 17f). Außerdem ist er bereit, alle seine Schätze an den Retter Rechas abzugeben, was sowohl eine große Dankbarkeit zeigt, als auch verdeutlicht, dass Nathan Geld und Reichtum nicht so wichtig sind (vgl. V. 94 ff). Als er Daja von all seinen Geschenken erzählt, die er von seiner Geschäftsreise für sie mitgebracht hat, wird erneut deutlich, dass es ihm an Geld nicht mangelt (vgl. V. 43f und V. 48f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wird dadurch auch veranschaulicht, dass Nathan anscheinend doch nicht so ehrlich und großmütig ist, wie alle seine Mitmenschen von ihm denken. Mit den Mitbringseln erhofft er sich nämlich Dajas Schweigen, über einen noch unbekannten (dramatischen) Konflikt bezüglich seiner Tochter (vgl. V. 37 ff und V.58). Hier wird auch deutlich, dass Nathan eine gewisse Macht über Daja besitzt (vgl. V. 58f) und sich in der Position befindet, Befehle erteilen zu können (z.B. vgl. V. 154f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gelassen Nathan scheint, als er von seinem abgebrannten Haus erfährt, so hilflos und verzweifelt wirkt er, als ihm erzählt wird, dass seine Tochter fast gestorben wäre. Als Daja es ihm erzählt, scheint er fast durchzudrehen und will ebenso sterben wie seine Tochter (vgl. V. 24ff). Dies spiegelt den „Vaterinstinkt“ wider, den Nathan gegenüber Recha besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Nathan Daja schon seid längerem zum Schweigen zwingt, ist diese von seiner Rückkehr höchst erfreut, was sein hohes Ansehen hervorhebt (vgl. V. 1f und V. 167: „Ihr seid so gut und zugleich so schlimm!“). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren ist Nathan wissbegierig (vgl. V. 80ff), einfühlsam (vgl. V. 128ff) und kann logische Schlussfolgerungen ziehen (vgl. V. 139). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lässt sich ergänzen, dass Nathan Redewendungen benutzt (vgl. V. 11) und viel von Gott spricht (vgl. z. B.  V. 3 und 14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man festhalten, dass Nathan ein gutmütiger, ehrlicher, gelassener und großzügiger Mann ist, solange es nicht um seine Tochter Recha geht, dann ist er so ziemlich das Gegenteil der eben genannten Eigenschaften. Zum Beispiel ist er nicht mehr ganz ehrlich, um seine Tochter zu beschützen. Außerdem scheint eine gewisse Spannung zwischen Nathan und Daja zu existieren, die sich im Laufe des Dramas womöglich noch aufklären wird. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste Charakterisierung Nathans aus der Sicht von Daja:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dajas Sicht ist Nathan ein viel beschäftigter Geschäftsmann, der sehr lange unterwegs ist (Vgl. V. 1f.). Daja schätzt seine Ehrlichkeit und seinen Großmut, allerdings hält sie es nicht für richtig, dass Nathan Recha als „[seine] Recha“ (V. 28) bezeichnet. Aus Dajas Sicht haben Nathan und Recha dennoch eine gute Beziehung (Vgl. V. 87f.). Nathan ist Daja überlegen, und das weiß und akzeptiert sie auch. Dies lässt sich an ihren erwiderten Worten „Ich schweige“ (V. 58), auf die Aufforderung zu schweigen, erkennen. Zudem möchte Daja gerne über ihr Gewissen reden, allerdings unterbricht Nathan sie immer wieder, um ihr Geschenke zu übergeben (Vgl. V. 41ff.).  Sie weiß, dass Nathan ein sehr gütiger Mensch ist und seinen Liebsten gerne viel gibt (Vgl. V.53f), aber dies wirkt materialistisch auf sie, denn er schert sich nicht darum, dass sein Haus abgebrannt ist, und durch die teuren Geschenke zeigt er, dass ihm das Geld nicht wichtig ist (Vgl. V.46f).  Daraufhin wirft sie ihm vor, alles nur mit materiellen Gütern lösen zu wollen (Vgl. V. 52f.). In Dajas Augen ist Nathan ein entschlossener und eventuell etwas übermütiger Mann (Vgl. V. 162), der sowohl positive als auch negative Seiten an sich hat: „Ihr seid so gut und seid zugleich so schlimm!“ (V. 167).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Nathan aus Sicht von Daja ein liebenswürdiger Vater und ein ehrlicher Geschäftsmann ist. Sie ist ihm unterlegen, aber schätzt dennoch seine guten Seiten. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Komplexität und Entwicklungspotenzial======&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;statische Figur&#039;&#039;&#039; entwickelt sich im Laufe einer Handlung nicht (Nathan) – eine &#039;&#039;&#039;dynamische&#039;&#039;&#039; schon (Tempelherr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eindimensionalität&#039;&#039;&#039; vs. &#039;&#039;&#039;Mehrdimensionalität&#039;&#039;&#039;: Komplexität einer Figur; sie zeigt nur ein stereotypiertes Verhalten oder verschiedene Facetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilanz Nathan: Nathan ist eine statische, aber durchaus mehrdimensionale Figur: Er entwickelt sich nicht, zeigt aber verschiedene Facetten einer Persönlichkeit: Geschäftsmann, besorgter Vater, gläubiger Jude, dankbarer und großzügiger Mitmensch. Im weiteren Verlauf des Dramas erweist er sich darüber hinaus auch als guter Freund und weiser Erzieher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Nathan, der weise Erzieher====&lt;br /&gt;
Titelgebend gilt Nathan als weise. Diese Weisheit setzt er gerne ein, um Menschen in seinem Umfeld zu erziehen, d.h. sie im Sinne der &#039;&#039;&#039;Aufklärung&#039;&#039;&#039; (hier externen Link einfügen!) zu unterrichten. Wir haben uns exemplarisch mit die beiden Hauptfiguren der nächsten Generation, seiner Tochter Recha und ihrem Retter, dem Tempelherrn, beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nathan und Recha: Szenenanalyse der Szene 1.2=====&lt;br /&gt;
In dem Gespräch zwischen Nathan und Recha (Szene 1.2) geht es um den Unterschied zwischen Dankbarkeit durch reine Schwärmerei und wirklich gutem Handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Betrachtung der Szene lassen sich folgende Sinnabschnitte festlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#V.169-186: Recha freut sich über Nathans Rückkehr und sein sowie ihr Überleben. Durch ihre vielen Ausrufe macht Recha klar, dass sie sehr große Angst um Nathan, jedoch vor allem auch um sich selber hatte.&lt;br /&gt;
#V.186-210: Sie ist überzeugt, ihr Überleben sei ein Wunder gwesen und ein Engel habe sie gerettet, Nathan hingegen ist der Überzeugung, es sei ein Mensch gewesen. Durch Rechas Ausdruck &amp;quot;unter weißem Fittiche&amp;quot; (V.191) wird Nathan und auch dem Zuschauer klargemacht, dass Recha nur denkt, es sei ein Engel gewesen, weil der Tempelherr durch seinen weißen Mantel ihrer Vorstellung eines Engels entspricht.&lt;br /&gt;
#V.210-243: Nathan erklärt Recha, dass es kein kleineres Wunder sei, wäre es ein Mensch und dass das eben das Wunder sei, dass man diese Wunder; durch Menschenhand; nicht mehr erkennt. Durch die indirekte Benennung Rechas als Kind (vgl.V.222) verbunden mit den Ausrücken &amp;quot;gaffend&amp;quot;, &amp;quot;Ungewönlichste&amp;quot; (V.223) und &amp;quot;Neueste&amp;quot; (V.224) macht Nathan Recha klar, wie Sensationslustig die Menschen; und sie; sind. Dies wird auch durch Nathans Nutzung von rhetorischen Fragen deutlich (V.213ff.), welche die eigentliche Ansicht Nathans verspotten, um Recha begreiflich zu machen, wie lächerlich ihre Ansicht ist.&lt;br /&gt;
#V.243-270: Daja erklärt, wie es sein kann, dass der Tempelherr von Sultan Saladin verschont wurde. Nathan nutzt wieder zahlreiche rhetorische Fragen, die sich an Dajas Erklärung anschließen, um Recha und Daja klarzumachen, dass sie an das &amp;quot;eigentlich Unglaubliche&amp;quot; glauben, statt die reale Welt zu sehen (vgl.V.257ff.)&lt;br /&gt;
#V.270-287: Recha beginnt zu begreifen, dass der Tempelherr doch ein Mensch ist. Nathan erklärt Recha, dass das eigentliche Wunder bereits in der Verschonung des Tempelherrn liegt und nutzt auch hier wieder rethorische Fragen, um Recha von ihrer Engelsvorstellung weg, hin zu der wahren Erkenntis von Wundern zu führen, die vor ihrer Nase ablaufen (vgl.V.277ff.).&lt;br /&gt;
#V.287-317: Nathan erklärt, warum es einfacher ist zu denken, dass ein Engel einen gerettet habe als ein Mensch. Durch die Nutzung von Ausrufen, wie &amp;quot;Stolz!&amp;quot; (V.293) und Fragen, die einen Rückbezug zu Dajas Meinung herstellen (&amp;quot;Was es schadet, fragst du?&amp;quot; (V.297)), wird Nathans Empörung über diese Denkweise deutlich. Indem er über das gesamte Gespräch hinweg zahlreiche Fragen in seine Antworten einbaut, möchte er Recha (,sowie Daja) dazu auffordern die Antworten, welche eigentlich klar erkennbar für ihn sind, selber zu erkennen und ihnen nicht nur seine Ansicht &amp;quot;aufdrücken&amp;quot;, sondern stattdessen vielmehr ihre Ansicht ändern.&lt;br /&gt;
#V.317-357: Nachdem Nathan seine Ansicht klar gemacht hat, spekuliert er, was dem Tempelherren wohl alles zugestoßen sein könnte und verschreckt Recha. Durch seine Spekulierungen über das Wohlergehen des Tempelherren (vgl. V.330ff.) möchte er Recha klarmachen, dass es für sie viel leichter ist, sich eine Vorstellung eines Engels auszumalen, um so, statt wirklich gut zu handeln, einfach nur vor sich hin zu schwärmen&lt;br /&gt;
#V.357-370: Recha ist erleichtert, als Nathan erklärt, dass der Tepelherr noch lebe. Durch ddas Gefühl der Erleichterung, welches Recha verspürt, soll ihr klar gemacht werden, wie wichtig es ist wahrhaft dankbar zu sein.&lt;br /&gt;
#V.370-375: Nun entdeckt Nathan einen Muselmann, Al-Hafi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Recha zeigt sich über das ganze Gespräch hinweg sehr schwärmerisch, was beispielsweise an Ausdrücken, wie z.B. &amp;quot;unsichtbaren Engel&amp;quot; (V.188), &amp;quot;sichtbar&amp;quot; (V.190) und &amp;quot;weiße Fittiche&amp;quot; V.191) zu erkennen ist. Zu dem neigt sie dazu, sich selbst sehr in den Fokus zu rücken, was zum Beispiel bemerkbar ist, als sie Nathan begrüßt: &amp;quot;Die arme Recha&amp;quot; (V.175). Außerdem zeigt sie sich als eine Person, die sehr hysterisch ist und dazu neigt, Dinge zu dramatisieren, wie &amp;quot;Welch kalter Schauer Befällt mich! -Daja!-Meine Stirne, sonst so warm, fühl! ist auf einmal Eis!&amp;quot; (V.331ff.) oder &amp;quot;Krank! Krank!&amp;quot; (V.336) oder &amp;quot;Ah, mein Vater!&amp;quot; (V.339).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Recha durch ihre Vorstellung eines Engels, statt eines Menschen, die Schwärmerei dem wahrhaft guten Handeln &amp;quot;vorzieht&amp;quot;. Nathan möchte ihr, durch seine Hypothesen über das Wohlergehen des Tempelherrn und seine zahlreichen Ausrufe und Fragen Einsicht verschaffen und ihr den Sinn wahrer Dankbarkeit klarmachen und ihre Sicht auf die Welt ins &amp;quot;Reale&amp;quot; ändern. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:CKrNSG|CKrNSG]]]&amp;lt;br /&amp;gt;Nathan ist in dieser der dominante oder erklärende Charakter. Er stellt viele rhetorische Fragen (vgl.V.302ff.), um seine Klugheit und seine belehrende Rolle zu Recha zu unterstreichen.  Nathan lässt so Recha selbst zu Erkenntnis kommen, dass er Recht über z.B. das Wunder hat. Nathan benutzt außerdem viele Vergleiche, um den Handlungsverlauf Recha zu verdeutlichen und um die Wahrheit leichter darzustellen (vgl.V.203). [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:EvLaNSG|EvLaNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan will Recha von ihrer Meinung abbringen, indem er ihr ihre Fehler aufzeigt, diese aber nicht Fehler nennt, sondern ihre Standpunkte logisch nachvollzieht. Nathan erklärt alles sehr anschaulich und nachvollziehbar, wodurch er sehr glaubwürdig wirkt. Er weiß, dass Menschen eher emotional als rational denken und handeln. Somit gelingt es Nathan, Recha von seiner Sichtweise zu überzeugen. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:MeJANSG|MeJANSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Kurzcharakterisierung Recha======&lt;br /&gt;
[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur der Recha - Vorderansicht .jpg|mini|Requisitenskulptur Recha. (c): [[Benutzer:PhOSNSG|PhOSNSG]] 2021]]&lt;br /&gt;
Sie glaubt an einen Engel, der sie aus dem Feuer gerettet hat; der Engelsglaube steht symbolisch für einen starken Glauben. Sie ist ein liebevoller, großherziger, schwärmerischer Mensch, z.B. schwärmt sie für den Tempelherren (V. ) und ihren Vater, hat ein liebevolles Verhältnis zu Daja. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat eine traumatische Erfahrung hinter sich, als sie in dem brennenden Elternhaus fast ums Lebens gekommen wäre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lichtblick: Kerze, Glaubenssymbol, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Nächstenliebe erkennt man an den Werten, die sie lebt oder leben sollte. Z.B. ist sie bereit, über Religionsgrenzen hinweg den Tempelherrn zu lieben, hat als Jüdin auch eine gutes Verhältnis zur Christin Daja.  Belege?&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nathan und der Tempelherr: Szenenanalyse der Szene 2.5=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Vorderansicht..jpg|mini|Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Vorderansicht. (c): [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]], 2021&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das Schwert vorne links aus der Sicht des Betrachters, das „Kettenhemd“ auf dem Körper und der Helm auf dem Kopf stehen für das Leben als Ritter und Kämpfer.&#039;&#039;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Treffen zwischen Nathan und dem Tempelherren (II.5) verläuft in vier Phasen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Nathan wartet auf den Tempelherrn, um sich bei ihm für Rechas Rettung zu bedanken. Der Tempelherr präsentiert sich abweisend (V.1201), herablassend („Was Jude, was?“; V. 1200), judenfeindlich, verwirrt  und unruhig über seine Begnadigung und den Verlust seiner Mitstreiter (Belege?). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie diskutieren über eine Entschädigung im Sinne eines Dankes, der Tempelherr lehnt aber ab: Er verweist auf seine Pflicht als Ritter (V. 1213). Er benutzt Formulierungen, die seine abwertende, klischeehafte Haltung gegenüber Juden verdeutlichen, z.B. sie als reiche, geizige, geldgierige Menschen wahrzunehmen („Der reiche Jude war mir nie der bess‘re Jude“, V. 1231). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie diskutieren über ihre Religionen: Der Tempelherr erkennt Nathans Weisheit an, wie dieser mit Konflikten umgeht, bis sie sich entschließen, Freunde zu werden. Er erfährt Wertschätzung für seine (guten) Taten, er lernt, Vorurteile abzulegen, dem anderen zuzuhören und dessen Meinung zu respektieren (Belege?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie schließen Freundschaft und werden von Daja unterbrochen, die Nathan zum Sultan schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nathans Sprechweise:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu  Beginn spricht Nathan ruhig und vorsichtig mit dem Tempelherren und möchte ihm sein Anliegen darlegen. Er ist voller Dank und  drückt sich freundlich und auf zurückhaltende Weise aus.  Im zweiten Abschnitt wird er etwas aufdringlicher und spricht hektischer, denn er versteht nicht wieso der Tempelherr von ihm genervt ist und für seine Tat nicht belohnt werden möchte. Im dritten Abschnitt hingegen spircht Nathan sehr gefühlsvollUnd macht durch das Küssen des Mantels klar, wie unendlich dankbar er für die Rettung seiner Tochter ist. Als Nathan im nächsten Abschnitt erklärt, dass es viele gute Menschen gibt, spricht er ruhig und überzeugend. Hier erkennt man seine Weisheit. Als sich die beiden zum Schluss nun doch anfreunden, spricht er wieder aufgelockert und dynamisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Sprechweise des Tempelherren:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn, als Nathan auf ihn zukommt, spricht er genervt und ist Nathan gegenüber abgeneigt. Er möchte sich nicht ständig anhören, wsa für ein Held er sei, denn er hält seine Tat falls etwas selbstverständlich ist. Zudem spricht er in kurzen klaren Sätzen. Sobald Nathan ihm etwas von seinem Reichtum abgeben möchte, um dem Tempelherren sein Dank auszusprechen, ist er wieder abgeneigt und antwortet mit setzen wie: „ihr? Mit nichts.“ (V 1231). Hier wird deutlich dass der Tempel her nichts von Nathan möchte. Er wird nun jedoch etwas aufgelockertter und sagt, dass er sich über einen neuen Mantel freuen würde. Er spricht Nathan gegenüber geöffneter. Als Nathan im folgenden seinen Mantel küsst beginnt der Tempelherr ihn beim Namen zu nennen und spricht mit kurzen abgehakten setzen, da er überwältigt ist. Als Nathan sich ihm gegenüber bekennt und seine tolerante Denkweise in Bezug auf die Weltreligionen und die Verbindung zu allen  Menschen äußert, beginnt der Tempelherr voller Anerkennung zu sprechen und wendet sich nicht mehr von Nathan ab. Letzt endlich gewinnt Nathan die Empathie des Tempelherren für sich und beide unterhalten sich wie Freunde. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathans Sprechweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er tritt dem Tempelherrn höflich gegenüber(V.1198)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er lässt ihn aber nicht ausreden (V.1206, V.1261)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-lässt nicht locker, versucht hartnäckig seinen Dank auszusprechen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-freut sich am Ende über die Freundschaft mit Nathan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-will den entstehenden Konflikt ruhig, gelassen  und mit weisen Worten lösen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprechweise des Tempelherrn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist eher unhöflich(V.1199)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er hat keinen Respekt(V.1219)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist abwertend gegenüber dem Judentum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist zu Beginn genervt und hat keine Lust zu reden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-am Ende ist er erfreut über die neue Freundschaft mit Nathan   [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Gespräch ist im Grunde ein Aufklärungsgespräch; es steht exemplarisch für Lessings Anspruch, sein Publikum [https://de.wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl%C3%A4rung%3F im Sinne Kants aufzuklären.]&lt;br /&gt;
======Kurzcharakterisierung Tempelherr======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Rückansicht..jpg|mini|Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Rückansicht. (c) [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]] 2021. &#039;&#039;Der weiße Umhang symbolisiert den Frieden, für den der Tempelherr kämpft und das Kreuz auf dem Umhang steht für das Christentum.&#039;&#039;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Der Tempelherr ist der Retter von Recha, weil er sie aus den Flammen des brennenden Hauses rettet (V.80-90). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Recha und Nathan will er zunächst keinen Kontakt, da er die Juden meiden will und Vorurteile gegenüber ihnen hat (V.1230 f.). Nathan aber schafft es, dass sich beide treffen und am Ende des Gespräches sogar anfreunden (V.1319). Nathan macht ihm klar, dass er ihm, seinen Glauben nicht aufzwingen will und überzeugt ihn vom Toleranzgedanken und der Akzeptanz gegenüber anderer Religionen. Durch diese Worte Nathans kam der Tempelherr zur Vernunft und versuchte sich zu bessern, was auch wieder zeigt, dass er die Fähigkeit hat zu lernen hat (vgl.2,5) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verliebt sich in Recha bei deren erneuter Begegnung und lässt daraufhin auch seine letzten Vorurteile fallen und hält bei Nathan um ihre Hand an (V.2176 f.): „dass sie auf immer, immer-Soll können sehn.“. Das er das Wort „immer“ zweimal benutzt zeigt nochmal die Dringlichkeit, die der Tempelherr hat Recha zu heiraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tempelherr ist impulsiv bzw. leidenschaftlich und handelt unreflektiert, was z.B. in dem Moment deutlich wird, wenn er Nathan beim Patriarchen meldet, weil dieser nicht der Heirat mit Recha zustimmt (vgl.4,2). Dasselbe gilt, als er dem Sultan Nathans Geheimnis verrät, dass dieser eine christliche Adoptivtochter hat, die er als Jude jüdisch erzieht (vgl.4,4) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er widerspricht sich oft in Handlung und Rede (V.1210 ff.), wo er sagt, dass er seines Lebensüberdrüssig ist und das heisst das er jeden retten würde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des Dramas nimmt der Tempelherr es nach einigem Zögern ohne weiteres Bedauern an, dass Recha seine Schwester ist und freut sich darüber, eine Schwester statt einer Frau gewonnen zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Tempelherr ein mehrdimensionaler, dynamischer Charakter ist, der sich von einem christlich-typisierten Charakter zu einem Christen mit humanistischem Weltbild und humanistischen Wertvorstellungen entwickelt. Die Dimensionen seines Charakters entfalten sich vom Christ, Ritter etc. zu einem Freund und Bruder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:FabNNSG|FabNNSG]]], [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DuSNSG|DuSNSG]]], [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:BeKNSG|BeKNSG]]], [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:MaBNSG|MaBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Nathan und Saladin - die Ringparabel====&lt;br /&gt;
Sultan Saladin will Nathan sein Geld entlocken, dafür lädt er ihn in seinen Palast ein. Er verwickelt ihn in ein theologisches Gespräch über die wahre Religion. Nathan antwortet mit der [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise/Nathan der Weise - die Ringparabel|Ringparabel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der Erfolg von Nathans Erziehung: Der Tempelherr beim Patriarchen (IV.2)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Gespräch wird zunächst die dogmatische und intolerante Position des Patriarchen sehr deutlich, welcher alle Einwände des Tempelherrn direkt ablehnt und als nicht überzeugend einstuft. Er richtet sich somit gegen die Vernunft, alle Religionen zu tolerieren und die Humanität und Toleranz als oberste Werte anzusehen. Nathan ruft genau dazu in seiner Erziehung auf und ebenfalls dazu, dass der Gebrauch der Vernunft zu gutem Handeln führen muss. Der Patriarch allerdings ist komplett von der Verbrennung des Juden überzeugt, ohne dabei die Willkürlichkeit seiner Argumentation einzusehen. Somit zeigen sich Nathans Erziehungsansprüche in dieser Szene vor allem als Kontrast zwischen dem Verhalten des Patriarchen und des Tempelherren: nämlich Intoleranz, Dogmatismus und Unmenschlichkeit gegenüber den toleranten, menschlichen Argumenten des Tempelherren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wenn aber nun das Kind, Erbarmte seiner sich der Jude nicht, Vielleicht im Elend umgekommen wäre?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
– oder indem der Tempelherr sagt, dass der Vater das Kind gut erzieht (unabhängig von Religion):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jude hätt&#039; ein einzig Kind, - es sei/ Ein Mädchen, - das er mit der größten Sorgfalt/ Zu allem Guten auferzogen, das/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liebe mehr als seine Seele, das/nIhn wieder mit der frömmsten Liebe liebe. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:PhOSNSG|PhOSNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit erkennt man beim Tempelherrn den Erfolg von Nathans Erziehung besonders, wenn man diese mit dem Verhalten des Patriarchen vergleicht: Der Tempelherr konnte seine Vorurteile gegenüber anderen Religionen ablegen und strebt nun nach Toleranz und Humanität.  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:ZoHNSG|ZoHNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So fragt der Tempelherr auch oft „So?“, nachdem der Patriarch von den Bestrafungen des Juden erzählt, da dies nicht mit seiner Moral übereinstimmt. Erwähnenswert ist außerdem, dass der Tempelherr dem Patriarchen nicht ein einziges Mal bei seinen Vorurteilen und angreifenden Aussagen zustimmt oder sie befürwortet. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:ErTNSG|ErTNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Dramenende - eine groteske Familienutopie?====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Definition:&#039;&#039; Utopie= etwas ist in der Vorstellung der Menschen, existiert aber (noch) nicht in der Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Definition&#039;&#039;: [https://www.duden.de/rechtschreibung/grotesk grotesk]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Groteske Aspekte:&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Tempelherr ist in Recha verliebt und hat nachdem er erfährt, dass sie seine Schwester ist, keine erotischen Gefühle mehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- die Figuren lernen sich als Familie neu kennen und verstehen sich direkt miteinander&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- zuerst streiten sich die Figuren über die Religionen und am Ende ist ihnen dieser Aspekt egal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Interpretation des letzten Auftritts:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Nathan die Herkunft Rechas preisgegeben hat, haben Nathan und Recha sich dazu entschlossen, dass Nathan weiterhin Rechas Vater bleibt (V. 3703f.). Dies verdeutlicht die enge Verbundenheit zwischen den beiden Figuren. Recha drückt daraufhin aus, dass es ihr egal sei, wenn sie jemand anderen verliert als Nathan, woraufhin der Tempelherr enttäuscht und verletzt ist (V. 3709). Bei der Diskussion über die Heirat mit Recha sagt Nathan, dass ihr Bruder mitzureden hat, was für Verwirrung des Tempelherrn sorgt, da er nicht weiß, wer der Bruder ist (V. 3747). Recha ist ebenfalls verwundert, da sie bisher nicht wusste, dass sie einen Bruder hat. Anschließend klärt Nathan den Tempelherrn auf, dass er nicht nur Curd von Stauffen heißt, sondern auch Leu von Filnek (V. 3762ff.). Die Verwirrung des Tempelherrn wird dadurch größer, stimmt Nathan allerdings zu. Der Vater des Tempelherrn war Wolf von Filnek, ein Freund Nathans (V. 3785). Als nächstes erklärt Nathan, dass der Tempelherr der Bruder von Recha ist (V. 3792), was Saladin und Sittah erfreut, Recha ist hingegen erschrocken und der Tempelherr ist zunächst abweisend (V. 3793), anschließend jedoch begeistert und dankt Nathan (V. 3801). Nathan klärt auf dass Rechas richtiger Name Blanda von Filnek ist (V. 3808). Später möchte der Tempelherr, dass Recha ihren christlichen Namen wieder annimmt (V. 3809), damit sie als Christin anerkannt wird. Daraufhin bietet Nathan dem Tempelherrn an, sein Vater zu sein (V. 3813), wodurch Sittah und Saladin gerührt sind (V. 3814). Dann findet Saladin heraus, dass der Vater von Recha und dem Tempelherrn Assad, der Bruder von Saladin und Sittah war (V. 3827). Dies wird durch das Buch bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Ereignissen lässt sich schließen, dass Recha und der Tempelherr königliches Blut haben und durch die Familienzusammengehörigkeit wird die Verbundenheit aller Menschen verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei dieser Szene um eine groteske Utopie, da die glücklichen und problemlosen Familienbeziehungen, zwischen den Mitgliedern verschiedener Religionen, wie sie am Ende des Dramas zu finden sind nicht in der Wirklichkeit umsetzbar sind. In Lessings Drama sind die Personen, die die verschiedenen Religionen darstellen, alle miteinander verwandt. Genauso ist es auch bei den Religionen. Dies symbolisiert die Zusammengehörigkeit aller Menschen. Die dargestellte Menschheitsfamilie steht für Humanität und Toleranz. So drückt Lessing seinen Wunsch nach einem toleranten Zusammenleben aller Menschen auf der Welt aus. ([[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]) ([[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]) ([[Benutzer:AmKöNSG|AmKöNSG]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aktualität===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Was ist an dem Stück so besonders, dass es bis heute noch aufgeführt wird?&amp;lt;ref&amp;gt;[[FlMNSG]]: Themenfrage zum Einstieg in das Unterrichtsvorhaben.&amp;lt;/ref&amp;gt;  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[FlMNSG]]]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktualität des Dramas: Meiner Meinung nach ist das Drama noch aktuell, da es heute immer noch Konflikte zwischen verschiedenen Religionen gibt und das Drama eine gute Lösung mit dem Beispiel der Ringparabel zu den Konflikten findet. [[Benutzer:MuGNSG|[MuGNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist das Drama aktuell? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde, dass die Weltreligionen damals viel mehr im Alltag eingebunden waren und viel mehr Menschen an die Religionen fest geglaubt haben und den Glauben ausgelebt haben als heute. Heutzutage wird weniger Wert auf Religionen gelegt und deswegen ein Drama mit Konflikte über Religion irrelevanter als damals geworden ist. Im realen Leben gab es viel mehr Konflikte zwischen den 3 Religionen als heutzutage. [[Benutzer:BilMNSG|[BilMNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weblinks===&lt;br /&gt;
Zum Autor: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing Wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk digital: [https://www.projekt-gutenberg.org/lessing/nathan/nathan.html Projekt-gutenberg.org: Nathan der Weise]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [https://c.wgr.de/buchlinks/978-3-14-022734-6/SNG-22734-003_AB_3.pdf Figurenkonstellation]. Quelle: EinFachDeutsch. Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Neubearbeitung 2019, S. 32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Frage &amp;quot;Was ist Aufklärung?&amp;quot;: Quelle: [https://de.wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl%C3%A4rung%3F wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufklärung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Quelle: Diekhans, Johannes, Schünemann, Luzia: EinFach Deutsch Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Textausgabe. Westermann 2019, S. 166-170, Zusatzmaterial: S. 176-178&amp;quot; /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DaHNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise</title>
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		<updated>2021-12-17T07:41:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DaHNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Das Spannungsfeld zwischen Individuum um Gesellschaft im Spiegel des Theaters&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet das [https://padlet.com/flossdorfmaren/Wiki Thema] für uns? Welche Schwerpunkte wollen wir setzen[[Datei:Wolfenbüttel - Nathan der Weise.jpg|mini|Denkmal &amp;quot;Nathan der Weise&amp;quot; in Wolfenbüttel, zum Gedenken an [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing Gotthold Ephraim Lessing], ein Werk von [https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Schmidtbochum Erich Schmidtbochum]. (c) [[commons:User:Holbein66|Holbein66]] (2012)|verweis=https://projekte.zum.de/wiki/Datei:Wolfenb%C3%BCttel_-_Nathan_der_Weise.jpg]]Diese Projektseiten werden gestaltet vom Leistungskurs und Grundkurs Deutsch 21/22&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wer war Gotthold Ephraim Lessing? Annäherung an den Autor===&lt;br /&gt;
Eine erste Sammlung zu seiner [https://de.padlet.com/flossdorfmaren/Lessing_vita Vita]:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Mein lieber Eschenburg,&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Meine Freude war nur kurz. Und ich verlor ihn so ungern, diesen Sohn! denn er hatte so viel Verstand! so viel Verstand! – Glauben Sie nicht, daß die wenigen Stunden meiner Vaterschaft, mich schon zu so einem Affen von Vater gemacht haben! Ich weiss, was ich sage! – War es nicht Verstand, daß man ihn mit eisern Zangen auf die Welt ziehen musste? daß er so bald Unrat merkte? – War es nicht Verstand, daß er die erste Gelegenheit ergriff, sich wieder davon zu machen? – Freilich zerrt mir der kleine Ruschelkopf auch die Mutter mit fort! – Denn noch ist wenig Hoffnung, daß ich sie behalten werde. – Ich wollte es auch einmal so gut haben, wie andere Menschen. Aber es ist mir schlecht bekommen. &#039;&#039;(Lessing an Eschenburg, 31. Dezember 1777)&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;G.E.Lessing an Eschenburg, 31.12.1777 In: G.E. Lessing: Gesammelte Werke, Bd. xc,döfdp&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====Lebensdaten=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geboren&#039;&#039;&#039;: 22. Januar 1729, Kamenz in der Oberlausitz &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gestorben&#039;&#039;&#039;: 15. Februar 1781, Braunschweig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehefrau: Eva König (1776-1778), starb kurz nach der Geburt des Sohnes an Kindbettfieber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: Traugott *24.12.1777, +25.12.1777&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eltern: Johann Gottfried Lessing (Pastor), Justina Salome Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschwister: Erdmann Salomo Lessing, Karl Gotthelf Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lebenslauf=====&lt;br /&gt;
1748-1752 Medizin-Studium in Wittenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1749-1751 „freier Schriftsteller“ in Berlin, Kennenlernen der Freunde Moses Mendelssohn (Philosoph), Friedrich Nicolai (Verleger), Ewald Christian von Kleist (Offizier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1770-1781 in Wolfenbüttel als Hofbibliothekar, viele Reisen um Einsamkeit zu entfliehen, Unzufriedenheit&lt;br /&gt;
[[Datei:Gotthold Ephriam Lessing.JPG|mini|Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781). Portrait. lizenzfrei]]&lt;br /&gt;
Nach Tod des Sohnes und der Ehefrau:  produktivste Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779: „Nathan der Weise“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1780: Verschlechterung des Gesundheitszustandes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1781: Tod aufgrund von Brustwassersucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]], [[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]], [[Benutzer:LiSNSG|LiSNSG]], [[Benutzer:AkDiNSG|AkDiNSG]], [[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]]&lt;br /&gt;
=====Intention=====&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; als typisches Werk der Aufklärung markiert Lessing Wunschvorstellung eines friedlichen Miteinanders von vernunftgeleiteten Menschen:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Nicht die Wahrheit, in deren Besitz irgendein Mensch ist, oder zu sein vermeynet, sondern die aufrichtige Mühe, die er angewandt hat, hinter die Wahrheit zu kommen, macht den Wert des Menschen. Denn nicht durch den Besitz, sondern durch die Nachforschung der Wahrheit erweitern sich seine Kräfte, worin allein seine immer wachsende Vollkommenheit besteht. Der Besitz macht ruhig, träge, stolz - Wenn Gott in seiner Rechten alle Wahrheit, und in seiner Linken den einzigen immer regen Trieb nach Wahrheit , obschon mit dem Zusatz, mich immer uns ewig zu irren, verschlossen hielten und spräche zu mir: wähle! Ich fiele ihm mit Demuth in seine Linke, und sagte: Vater gieb! die reine Wahrheit ist ja doch nicht für dich allein!&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lessing, eine Duplik, 1778&lt;br /&gt;
=====Werk=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dramen&#039;&#039;&#039;: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Damon, oder die wahre Freundschaft (Lustspiel 1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der junge Gelehrte (Lustspiel 1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die alte Jungfer (Lustspiel 1748)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Misogyn (Lustspiel 1748)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Freigeist (Lustspiel 1749)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Juden (Lustspiel 1749)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Schatz (Lustspiel 1750)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Miß Sara Sampson (Trauerspiel 1755)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Philotas (Trauerspiel 1759)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Minna von Barnhelm (Lustspiel 1767)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Emilia Galotti (Trauerspiel 1772)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Nathan der Weise (Dramatisches Gedicht 1779)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gedichte&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die drey Reiche der Natur (1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Kleinigkeiten (1751)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lieder (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Oden (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Sinngedichte (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fabeln:&#039;&#039;&#039;-Fabeln und Erzählungen (1772)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Fabeln. Drey Bücher: (1759)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ästhetische Schriften:&#039;&#039;&#039;-Rezensionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Briefe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Vorreden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie lebte und arbeitete der Schriftsteller im 18. Jahrhundert? Hintergründe zum &#039;&#039;Nathan&#039;&#039;===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das deutsche Bürgertum im 18. Jahrhundert====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18. Jahrhundert: Epochenwende und Beginn der modernen Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;G.E. Lessing: Nathan der Weise. EinFach Deutsch - Textausgabe mit Zusatzmaterialien. Westermann: 2019, S. 148-149.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Politische Situation=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Seit dem 30-jährigen Krieg: Deutsche Reich in viele kleine Territorien zersplittert (300 souveräne Territorien)&lt;br /&gt;
*Reichsgewalt lag bis 1806 beim Deutschen Kaiser (nur auf wenige Rechte beschränkt, hat eine symbolische Bedeutung)&lt;br /&gt;
*politische Entscheidungen lagen bei Territiorialstaaten&lt;br /&gt;
*offizieller Titel: Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Bevölkerung=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Herrscher  bekommen ihr Geld durch Auspressung ihrer Untertanen&lt;br /&gt;
*Lebensbedingung der Bevölkerung dürftig (feudale Lasten, fürstliche Willkür)&lt;br /&gt;
*Leibeigenen Bauern ihres Herrn hatten nur lebensnotwendige Dinge (manchmal noch weniger)&lt;br /&gt;
*Unterschicht sind mehr als zwei Drittel der Bevölkerung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bildung von neuen ökonomischen Kräften und einer neuen sozialen Schicht&lt;br /&gt;
**Handel, Bankgewerbe, Manufakturwesen&lt;br /&gt;
**Geld und soziales Prestige&lt;br /&gt;
**war noch schwach und zahlenmäßig klein&lt;br /&gt;
*Kräfteverschiebung —&amp;gt;Spannung in der Ständepyramide—&amp;gt; Konfrontation zwischen Adel und Bürgertum&lt;br /&gt;
*Bürger akzeptieren die Vorherrschaft des Adels nicht&lt;br /&gt;
**meldeten ihren Souveränitätsanspruch an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Fragen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Welche geographischen Besonderheiten zeichneten das Deutsche Reich nach dem 30-jährigen Krieg aus?&lt;br /&gt;
*Bei wem lag die Reichsgewalt bis 1806 und was war das besondere daran?&lt;br /&gt;
*Welchen offiziellen Titel trug das Deutsche Reich?&lt;br /&gt;
*Wer übte die wichtigsten politischen Entscheidungen aus?&lt;br /&gt;
*Wie groß war der Anteil der Unterschicht in der Bevölkerung?&lt;br /&gt;
*Was ist geschehen, dass Historiker das 18. Jh. als Beginn der modernen Zeit bezeichnen?&lt;br /&gt;
*Welche Gründe veranlassten Spannung in der alten hierarchischen Ständepyramide?&lt;br /&gt;
*Welche Konsequenzen resultierten aus diesen Spannungen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zum Theaterbetrieb im 18. Jh.: Gottsched und Lessing====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Christoph Gottscheds Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
•Gottscheds Bemühungen konzentrierten sich auf den Spielplan des Theaters, er  möchtedas als chaotisch erlebte, herkömmliche Theater abschaffen: Beseitigung des rohen Tons auf der Bühne und Vorurteil der Gebildeten gegen das Theater, der Beruf des Schauspielers galt als nicht ehrbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• nimmt sich französische Klassik zum Vorbild &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• stellt Regeln für die Pflege einer klaren deutschen Schriftsprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• durch literarisch gehobenes Programm bringt er Drama und Theater wieder zur Anerkennung beim bildungseifrigen Bürgertum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• fordert Einhaltung von Regeln (Einheit von Ort, Zeit und Handlung im Drama)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• vernunftgeleitete Darstellung (der Natur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Ziel: moralische Belehrung des Publikums - Theater vermittelt moralische Botschaften, die das Publikum im Sinne der Aufklärung &amp;quot;erziehen&amp;quot;: Aufklärungsphilosophie ( „critischen Dichtkunst vor die Deutschen“), Aufhebung der sozialen Aufspaltung, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lessings Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
Lessings Theaterkonzept basiert grundsätzlich auf der [https://de.wikipedia.org/wiki/Trag%C3%B6die#cite_note-3 aristotelischen Poetik].&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Poetik&#039;&#039; Kap. 6, 1449b24ff., Übersetzung von Manfred Fuhrmann.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach soll das Drama das Publikum moralisch erziehen durch die Erregung sittlicher Zustände (gemeint sind moralische Gefühle) und anschließender Reinigung davon: Mitleid/Jammer (eleos), Furcht/Schaudern (phobos), Erlösung/Reinigung (katharsis).&amp;lt;ref&amp;gt;Lessing, &#039;&#039;Hamburgische Dramaturgie&#039;&#039; 78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das Publikum solle sich sittlich verbessern im Sinne der [https://de.wikipedia.org/wiki/Aufkl%C3%A4rung Aufklärung].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lessing forderte ein nationales Theater, das viele Freiheiten hat, geprägt von Shakespeare.&lt;br /&gt;
*Regeln müssen nicht im ihrer selbst Willen eingehalten werden&amp;lt;ref&amp;gt;G.E. Lessing: Nathan der Weise. EinFach Deutsch - Textausgabe mit Zusatzmaterialien. Westermann: 2019, S. 156 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erfüllung seiner Ansprüche weicht Lessing in der Dramaturgie des Nathans in einigen Punkten von der geschlossenen Dramenform des [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise/Das aristotelische 5-Akt-Schema|aristotelischen 5-Akt-Schemas]] ab:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt kleinere Abweichungen, damit die zwei Konflikte zunächst in der Ringparabel parallel zusammengeführt werden kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Inwiefern erfüllt Lessing die geschlossene Dramenform?======&lt;br /&gt;
Lessing erfüllt die geschlossene Dramenform, indem er durch die Exposition im ersten Akt die Figuren darstellt und den Leser in die Handlung einführt. Dabei entsteht ein Konflikt zwischen Daja und Nathan, die ein Geheimnis über Rechas wahre Herkunft verbergen. Dieser Konflikt spitz sich weiter zu und wird im dritten Akt durch Daja aufgelöst. Hinzu kommt die Ringparabel, die den Höhepunkt des Dramas bildet. In Akt vier fällt die Handlung auf das Ende zu, die Spannung bleibt aber bestehen, denn die Auflösung der Verwandtschaftsverhältnisse wird angedeutet. Zum Beispiel wird Nathans schlechte Vergangenheit offenbart. Zum Schluss werden alle Geheimnisse gelüftet und alle Spannungen zwischen den Figuren gelöst. Die Familie findet friedlich zusammen, wodurch auch die Verbundenheit zwischen den drei Weltreligionen verdeutlicht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende des Dramas „Nathan der Weise“ ist keine Katastrophe, sondern vielmehr ein Triumph. Alle Konflikte und Verwicklungen, die sich im laufe der Handlung ergeben, werden gelöst und die Familie findet wieder zusammen. Nathan bezeichnet den Tempelherrn und Recha als „seine Kinder“ (V. 3812), wodurch die starke Bindung dieser „geistigen“ Familie hervorgebracht wird. Alle drei Religionen sind in dieser nun glücklichen Familie vertreten, wodurch die religiösen Unterschiede bedeutungslos werden. Das Drama hat also ein positives Ende. [[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lessings  Erziehungsanspruch=====&lt;br /&gt;
Lessings Theaterkonzept zielt auf die moralische Erziehung seines Publikums - ganz im Sinne der Aufklärung -  ab. Dies wird auch in der dramaturgischen Gestaltung des &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; deutlich: Die Hauptfigur Nathan erfüllt symbolisch die Erziehungsarbeit, die auch Lessing an seinem Publikum vornimmt.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ein fiktives Streitgespräch zwischen Gottsched und Lessing über das Theater=====&lt;br /&gt;
Lessing: Herr Gottsched, ich bin sehr enttäuscht von Ihnen. Sie versuchen doch nur Ihre französischen Vorbildernachzuahmen und bestehen dann auch noch auf die Einhaltung dieser nutzlosen Regeln. Nichts weiter! Wo bleibt da die Kreativität?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottsched: Sie haben doch keine Ahnung. Das Theater dient schließlich nicht zur Belustigung des Publikums, sondern zur Vermittlung moralischer Botschaften. Der hohe Sprachstil ist übrigens auch sehr wichtig, um das höhere Bürgertum anzusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessing: Das ist doch Unsinn. Von Ihnen lasse ich mir nichts sagen. Das Theater sollte für alle da sein, nicht nur für die Adeligen. Die Zuschauer müssen von den Aufführungen mitgerissen werden. Das geht nur, wenn sie sich mit den Rollen identifizieren können und wenn das Stück lebendig und emotional vorgetragen wird. Genau das führt zu der sittlichen Besserung des Publikums. Statt dem französischen sollten Sie sich lieber das englische Theater von Shakespeare zum Vorbild nehmen. Dann kommen Sie hoffentlich auf einen besseren Geschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottsched: Das kann doch wohl nicht Ihr Ernst sein oder? In so einem Ton lasse ich nicht mit mir reden. Unsere Meinungen sind anscheinend zu unterschiedlich, als das eine normale Unterhaltung über das Theater möglich ist.  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zum Fragmentenstreit: Lessing und Melchior Goeze====&lt;br /&gt;
Lessing übte Kritik am traditionellen biblischen Glauben und am protestantischen Lehrbegriff (z.B. von der Erbsünde und der Erlösung durch den Tod Christi). Die Folge davon war, dass ihm die Zensurfreiheit entzogen wurde und er den &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; als literarische Antwort darauf verfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Chronologie der Ereignisse=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vor der Auseinandersetzung Lessings und Goeze traf Lessing sein Schicksal. Durch den plötzlichen Tod seines Kindes und dem darauffolgenden seiner Frau, suchte er auf rationaler Ebene nach Gründen und Sinnhaftigkeit für sein persönliches Schicksal. Seiner Trauer widmete er sich mit Hilfe seines Verstandes und der Schaffung rational ausgerichteter Werke. Nach zwei Jahrzehnten des Versuches, ein unabhängiger Schriftsteller zu werden, trat Lessing das Amt des Bibliothekvorstehers an und sicherte sich sein Zensurrecht (1770). (vgl. Nathan der Weise Anhang S.166 Z1)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lessing erhielt Schriften des Freundes und Professors Samuel Reinhards, welche Kritik an dem Alten und Neuen Testament sowie des protestantischen Lehrbegriffs darstellen und sich zugleich mit diesem beschäftigen. ( Erbsünde, Erlösung durch den Tod Christi). Diese veröffentlichte Lessing.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Goeze führte im Januar 1778 einen Angriff auf Lessing durch, auf den Lessing mit „Anti-Goeze“ Briefen antwortet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Streit wird 1778 gewaltsam gelöst, indem am 6. Juli Lessing der weitere Druck und Vertrieb der „Beiträge“, in denen die Fragmente erschienen waren, verboten wurden und am 13. Juli folgt das Verbot der Fortsetzung der Anti-Goeze Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lessing antwortete darauf noch mit einigen Briefen, auf ein paar unnötige Frage Goezes, worauf er auch nicht mehr aus anderen Orten mit Streitbriefen schreiben durfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Als Konsequenz wird Lessing die Zensurfreiheit entzogen und er konzentriert sich wieder auf das Theater. &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039; entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lessing schrieb zum letzten Mal im Oktober 1778 auf einen Angriff Goezes mit dem Versuch einer Reihe &amp;quot;Der nötigen Antwort auf eine sehr unnötige Frage&amp;quot;, worauf der Streit mit diesem Artikel endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Zusammenfassung der zentralen Aussagen von Pastor Goeze und Lessing=====&lt;br /&gt;
Lessing steht für den Vernunft-Glauben und möchte die Leichtgläubigkeit durch denkenden Glauben ersetzen. Die Mühe, hinter die Wahrheit zu kommen, macht für ihn den Wert des Menschen aus und nicht der Besitz der Wahrheit allein. Lessing sieht die Leichtgläubigkeit als Missbrauch der Autorität an.&amp;lt;ref&amp;gt;Diekhans, Johannes; Schünemann, Luzia: EinFach Deutsch Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Neubearbeitung: Westerman 2019, S. 176ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Pastor [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Melchior_Goeze Melchior Goeze] reagiert auf Lessings Kritik (Wahrheitsbekenntnis), welche Goezes Replik und Widersprüche des biblischen Offenbarungsberichts darstellte. Zudem enthüllt Lessing sein viel zitierendes Wahrheitsbekenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Ein fiktives Streitgespräch zwischen Goeze und Lessing======&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Was fällt dir ein die Bibel in Frage zu stellen und die Autorität der Kirche mit deiner erbärmlichen Duplik zu verleugnen, du Gotteslästerer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Du, du Kirchenfanatiker, hältst dich und deine biblischen Offenbarungsberichte für etwas besseres. Dabei untermauerst du nur deine Einfältigkeit, ohne jeglichen Versuch selbst an die Wahrheit zu gelangen. Ich, als von Vernunft geleiteter Mensch, strebe durch Nachforschung und aufrichtige Mühe die Wahrheit an. Dir, dir liegt sie bloß zu Füßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Wer bist du, dass du, die der Geboten und Verheißung folgende Wahrheit demütigst und es wagst, Gott und seine Vertreter auf der Erde in den Dreck zu ziehen? Wenn du so weiter hantierst, drohst du ins offene Feuer zu laufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Wer ich bin? Ein Mensch mit Wert und Verstand. Ich verkaufe keine fahrlässigen Behauptungen für wahr. Wenn du in die Hölle möchtest, dann mach nur weiter so, du bist auf dem besten Wege. Mein Ziel ist es lediglich, die Menschen von dem Vernunftglauben zu überzeugen. So einer Leichtgläubigkeit sollte keiner trauen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Du und dein Verstand. Laber keinen Unsinn. Es ist Rechtfertigung genug, dass der ganze Staat und die bürgerliche Verfassung auf dem Glauben basieren! Unser Glaube brauch keinen Verstand. Er kommt aus tiefstem Herzen und erweist immer Loyalität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Ihr könnt ja aus tiefstem Herzen glauben , aber vor allem sollt ihr denken. Der Verstand ist der springende Punkt. Allein gehorchen und sich die Bibel als Vorschrift zu nehmen ist lächerlich. Was hat man denn davon? Was bringt es denn den Menschen, von ihren veralteten und längst überholten Tatsachen beschallt zu werden? Nicht in der Lage zu sein, selbst zu denken und sich alles vorgaukeln zu lassen? „Super“ Sache! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Wir glauben nicht nur, wir wissen. Und es ist ganz leicht zu erklären, warum wir uns darauf beruhen. Wirf einfach einen Blick zurück in die Vergangenheit. Wann haben Samen der Rebellion reife Früchte getragen? Ganz einfache Antwort: nie! Und das liegt daran, dass diese nicht aus der Hand der Christen sondern von Gott selbst gesät werden. Gott einzig und allein trägt die Verantwortung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Mein lieber Götze, wann habe ich denn von Rebellion gesprochen? Ich spreche nur von den Überlegungen auf persönlicher Ebene und der Bildung eigener Meinungen durch das Denken. Das passiert wohl, wenn man selbst seinen Verstand nicht benutzt und sich an Gegebenheiten erfreut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Du bist ja lächerlich. Und von so einem Witzbold und dessen ach so tollen Grundsätzen soll ich mir als Pfarrer meine Auffassungen abstreiten lassen? In meinen Träumen nicht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Oh ja! Allerdings mache ich deine sinnlosen Behauptungen runter und stelle meine vernünftigen, selbst nachgeforschten Erkenntnisse, in den Vordergrund. Solch zufällige Geschichtswahrheiten der Bibel können niemals standhalten mit belegten Vernunft-Wahrheiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Ich glaube, ich muss lachen! Ihre Laberei und Kritzeleien von Vernunftwahrheiten können Sie sich was weiß ich wohin stecken. Es ist lächerlich, wie du dich als Wichtigtuer aufführst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Es mag sein, dass Sie meine Art des Schreibens nicht mögen, aber das liegt an meiner metaphorischen Art und Weise. Festzustellen ist letztendlich doch, dass du die Wahrheit kennst, ohne nachgeforscht zu haben. Deine Wahrheit besteht nur daraus, dass du keinen Plan hast und damit nur deine Leichtgläubigkeit bestätigst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Dass du dich traust so etwas über mich zu behaupten!? Das wird Konsequenzen haben, glaube mir! Du Gotteslästerer!   [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nathan der Weise: Das Werk===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Das Drama spielt in Jerusalem. Die Handlung beginnt mit Nathans Rückkehr von einer Geschäftsreise. Er erfährt von Daja, seiner Haushälterin, dass seine Tochter Recha von einem Tempelherren aus dem brennenden Haus gerettet worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit regiert in Jerusalem Sultan Saladin. Er will sich auf Empfehlung seines Schatzmeisters Al Hafi von Nathan Geld leihen. Er erfindet eine List. Es kommt zu einem Treffen zwischen Saladin und Nathan, in dem Saladin - statt um Geld zu bitten - Nathan fragt, welche Religion die wahrhaftige sei.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt die Ringparabel über einen Vater, der auf dem Sterbebett seinen Ring - ein alten Tradition zufolge - an seinen Lieblingssohn weitergeben wollte. Weil er sich aber nicht entscheiden konnte, welcher von dreien sein Lieblingssohn ist, kopierte er den Ring und gab allen drei einen. Diese stritten dann vergeblich darum, wer den echten hat. Ein Richter entschied, dass jeder Sohn seinen Ring als wahren ansehen solle. So sei es auch mit den drei Weltreligionen. Von Nathans Antwort auf seine Frage nach der wahren Religion ist der Sultan erstaunt und gerührt  bittet um Nathans Freundschaft.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Recha und der Tempelherr sich treffen, verliebt sich der Tempelherr in Recha und bittet Nathan um die Einwilligung zur Heirat. Da Nathan sich aber nicht sicher ist, ob die beiden verwandt sind, handelt er abweisend. Als Nathan ein Familienbuch von dem Klosterbruder gebracht bekommt, findet er heraus, dass alle miteinander verwandt sind.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich alle im Palast von Saladin versammeln wird klar, dass Recha und der Tempelherr die Kinder seines - seit zwanzig Jahren verschollenen - Assad sind. Dieser ist der Bruder von Saladin und Sittah. Am Ende erkennen außerdem alle, dass es eigentlich sinnlos ist, darüber zu streiten, welche Religion die wahre oder die beste sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man folgende Kernaussagen für das Drama formulieren: Alle drei Weltreligionen können in einer Art Familie aufgefunden werden, alle Religionen sind quasi miteinander verwandt, weil sie einen gemeinsamen Ursprung haben. Jede Religion ist die wahre. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:ErTNSG|ErTNSG]]]/ [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:EvLaNSG|EvLaNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Figurencharakterisierungen====&lt;br /&gt;
Hier wollen wir sukzessive die wichtigsten Figuren des Dramas charakterisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Charakterisierung der Figur Nathan anhand der Exposition (1.1)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan ist die Hauptfigur des Dramas &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039; von Gotthold E. Lessing. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt zusammen mit seiner Tochter namens Recha und deren Gesellschafterin Daja, die Christin ist. Selbst ist Nathan Jude, weshalb er seine Tochter auch jüdisch erzieht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan ist ein erfolgreicher, gut verdienender Geschäftsmann, der sich keine Sorgen um sein Geld macht. Nachdem sein Haus abgebrannt ist, hat er keinerlei Existenzängste, sondern nimmt es gelassen hin, dass er wohlmöglich ein neues Haus bauen muss, was wiederum mit Kosten verbunden wäre (vgl. V. 17f). Außerdem ist er bereit, alle seine Schätze an den Retter Rechas abzugeben, was sowohl eine große Dankbarkeit zeigt, als auch verdeutlicht, dass Nathan Geld und Reichtum nicht so wichtig sind (vgl. V. 94 ff). Als er Daja von all seinen Geschenken erzählt, die er von seiner Geschäftsreise für sie mitgebracht hat, wird erneut deutlich, dass es ihm an Geld nicht mangelt (vgl. V. 43f und V. 48f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wird dadurch auch veranschaulicht, dass Nathan anscheinend doch nicht so ehrlich und großmütig ist, wie alle seine Mitmenschen von ihm denken. Mit den Mitbringseln erhofft er sich nämlich Dajas Schweigen, über einen noch unbekannten (dramatischen) Konflikt bezüglich seiner Tochter (vgl. V. 37 ff und V.58). Hier wird auch deutlich, dass Nathan eine gewisse Macht über Daja besitzt (vgl. V. 58f) und sich in der Position befindet, Befehle erteilen zu können (z.B. vgl. V. 154f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gelassen Nathan scheint, als er von seinem abgebrannten Haus erfährt, so hilflos und verzweifelt wirkt er, als ihm erzählt wird, dass seine Tochter fast gestorben wäre. Als Daja es ihm erzählt, scheint er fast durchzudrehen und will ebenso sterben wie seine Tochter (vgl. V. 24ff). Dies spiegelt den „Vaterinstinkt“ wider, den Nathan gegenüber Recha besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Nathan Daja schon seid längerem zum Schweigen zwingt, ist diese von seiner Rückkehr höchst erfreut, was sein hohes Ansehen hervorhebt (vgl. V. 1f und V. 167: „Ihr seid so gut und zugleich so schlimm!“). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren ist Nathan wissbegierig (vgl. V. 80ff), einfühlsam (vgl. V. 128ff) und kann logische Schlussfolgerungen ziehen (vgl. V. 139). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lässt sich ergänzen, dass Nathan Redewendungen benutzt (vgl. V. 11) und viel von Gott spricht (vgl. z. B.  V. 3 und 14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man festhalten, dass Nathan ein gutmütiger, ehrlicher, gelassener und großzügiger Mann ist, solange es nicht um seine Tochter Recha geht, dann ist er so ziemlich das Gegenteil der eben genannten Eigenschaften. Zum Beispiel ist er nicht mehr ganz ehrlich, um seine Tochter zu beschützen. Außerdem scheint eine gewisse Spannung zwischen Nathan und Daja zu existieren, die sich im Laufe des Dramas womöglich noch aufklären wird. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste Charakterisierung Nathans aus der Sicht von Daja:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dajas Sicht ist Nathan ein viel beschäftigter Geschäftsmann, der sehr lange unterwegs ist (Vgl. V. 1f.). Daja schätzt seine Ehrlichkeit und seinen Großmut, allerdings hält sie es nicht für richtig, dass Nathan Recha als „[seine] Recha“ (V. 28) bezeichnet. Aus Dajas Sicht haben Nathan und Recha dennoch eine gute Beziehung (Vgl. V. 87f.). Nathan ist Daja überlegen, und das weiß und akzeptiert sie auch. Dies lässt sich an ihren erwiderten Worten „Ich schweige“ (V. 58), auf die Aufforderung zu schweigen, erkennen. Zudem möchte Daja gerne über ihr Gewissen reden, allerdings unterbricht Nathan sie immer wieder, um ihr Geschenke zu übergeben (Vgl. V. 41ff.).  Sie weiß, dass Nathan ein sehr gütiger Mensch ist und seinen Liebsten gerne viel gibt (Vgl. V.53f), aber dies wirkt materialistisch auf sie, denn er schert sich nicht darum, dass sein Haus abgebrannt ist, und durch die teuren Geschenke zeigt er, dass ihm das Geld nicht wichtig ist (Vgl. V.46f).  Daraufhin wirft sie ihm vor, alles nur mit materiellen Gütern lösen zu wollen (Vgl. V. 52f.). In Dajas Augen ist Nathan ein entschlossener und eventuell etwas übermütiger Mann (Vgl. V. 162), der sowohl positive als auch negative Seiten an sich hat: „Ihr seid so gut und seid zugleich so schlimm!“ (V. 167).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Nathan aus Sicht von Daja ein liebenswürdiger Vater und ein ehrlicher Geschäftsmann ist. Sie ist ihm unterlegen, aber schätzt dennoch seine guten Seiten. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Komplexität und Entwicklungspotenzial======&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;statische Figur&#039;&#039;&#039; entwickelt sich im Laufe einer Handlung nicht (Nathan) – eine &#039;&#039;&#039;dynamische&#039;&#039;&#039; schon (Tempelherr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eindimensionalität&#039;&#039;&#039; vs. &#039;&#039;&#039;Mehrdimensionalität&#039;&#039;&#039;: Komplexität einer Figur; sie zeigt nur ein stereotypiertes Verhalten oder verschiedene Facetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilanz Nathan: Nathan ist eine statische, aber durchaus mehrdimensionale Figur: Er entwickelt sich nicht, zeigt aber verschiedene Facetten einer Persönlichkeit: Geschäftsmann, besorgter Vater, gläubiger Jude, dankbarer und großzügiger Mitmensch. Im weiteren Verlauf des Dramas erweist er sich darüber hinaus auch als guter Freund und weiser Erzieher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Nathan, der weise Erzieher====&lt;br /&gt;
Titelgebend gilt Nathan als weise. Diese Weisheit setzt er gerne ein, um Menschen in seinem Umfeld zu erziehen, d.h. sie im Sinne der &#039;&#039;&#039;Aufklärung&#039;&#039;&#039; (hier externen Link einfügen!) zu unterrichten. Wir haben uns exemplarisch mit die beiden Hauptfiguren der nächsten Generation, seiner Tochter Recha und ihrem Retter, dem Tempelherrn, beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nathan und Recha: Szenenanalyse der Szene 1.2=====&lt;br /&gt;
In dem Gespräch zwischen Nathan und Recha (Szene 1.2) geht es um den Unterschied zwischen Dankbarkeit durch reine Schwärmerei und wirklich gutem Handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Betrachtung der Szene lassen sich folgende Sinnabschnitte festlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#V.169-186: Recha freut sich über Nathans Rückkehr und sein sowie ihr Überleben. Durch ihre vielen Ausrufe macht Recha klar, dass sie sehr große Angst um Nathan, jedoch vor allem auch um sich selber hatte.&lt;br /&gt;
#V.186-210: Sie ist überzeugt, ihr Überleben sei ein Wunder gwesen und ein Engel habe sie gerettet, Nathan hingegen ist der Überzeugung, es sei ein Mensch gewesen. Durch Rechas Ausdruck &amp;quot;unter weißem Fittiche&amp;quot; (V.191) wird Nathan und auch dem Zuschauer klargemacht, dass Recha nur denkt, es sei ein Engel gewesen, weil der Tempelherr durch seinen weißen Mantel ihrer Vorstellung eines Engels entspricht.&lt;br /&gt;
#V.210-243: Nathan erklärt Recha, dass es kein kleineres Wunder sei, wäre es ein Mensch und dass das eben das Wunder sei, dass man diese Wunder; durch Menschenhand; nicht mehr erkennt. Durch die indirekte Benennung Rechas als Kind (vgl.V.222) verbunden mit den Ausrücken &amp;quot;gaffend&amp;quot;, &amp;quot;Ungewönlichste&amp;quot; (V.223) und &amp;quot;Neueste&amp;quot; (V.224) macht Nathan Recha klar, wie Sensationslustig die Menschen; und sie; sind. Dies wird auch durch Nathans Nutzung von rhetorischen Fragen deutlich (V.213ff.), welche die eigentliche Ansicht Nathans verspotten, um Recha begreiflich zu machen, wie lächerlich ihre Ansicht ist.&lt;br /&gt;
#V.243-270: Daja erklärt, wie es sein kann, dass der Tempelherr von Sultan Saladin verschont wurde. Nathan nutzt wieder zahlreiche rhetorische Fragen, die sich an Dajas Erklärung anschließen, um Recha und Daja klarzumachen, dass sie an das &amp;quot;eigentlich Unglaubliche&amp;quot; glauben, statt die reale Welt zu sehen (vgl.V.257ff.)&lt;br /&gt;
#V.270-287: Recha beginnt zu begreifen, dass der Tempelherr doch ein Mensch ist. Nathan erklärt Recha, dass das eigentliche Wunder bereits in der Verschonung des Tempelherrn liegt und nutzt auch hier wieder rethorische Fragen, um Recha von ihrer Engelsvorstellung weg, hin zu der wahren Erkenntis von Wundern zu führen, die vor ihrer Nase ablaufen (vgl.V.277ff.).&lt;br /&gt;
#V.287-317: Nathan erklärt, warum es einfacher ist zu denken, dass ein Engel einen gerettet habe als ein Mensch. Durch die Nutzung von Ausrufen, wie &amp;quot;Stolz!&amp;quot; (V.293) und Fragen, die einen Rückbezug zu Dajas Meinung herstellen (&amp;quot;Was es schadet, fragst du?&amp;quot; (V.297)), wird Nathans Empörung über diese Denkweise deutlich. Indem er über das gesamte Gespräch hinweg zahlreiche Fragen in seine Antworten einbaut, möchte er Recha (,sowie Daja) dazu auffordern die Antworten, welche eigentlich klar erkennbar für ihn sind, selber zu erkennen und ihnen nicht nur seine Ansicht &amp;quot;aufdrücken&amp;quot;, sondern stattdessen vielmehr ihre Ansicht ändern.&lt;br /&gt;
#V.317-357: Nachdem Nathan seine Ansicht klar gemacht hat, spekuliert er, was dem Tempelherren wohl alles zugestoßen sein könnte und verschreckt Recha. Durch seine Spekulierungen über das Wohlergehen des Tempelherren (vgl. V.330ff.) möchte er Recha klarmachen, dass es für sie viel leichter ist, sich eine Vorstellung eines Engels auszumalen, um so, statt wirklich gut zu handeln, einfach nur vor sich hin zu schwärmen&lt;br /&gt;
#V.357-370: Recha ist erleichtert, als Nathan erklärt, dass der Tepelherr noch lebe. Durch ddas Gefühl der Erleichterung, welches Recha verspürt, soll ihr klar gemacht werden, wie wichtig es ist wahrhaft dankbar zu sein.&lt;br /&gt;
#V.370-375: Nun entdeckt Nathan einen Muselmann, Al-Hafi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Recha zeigt sich über das ganze Gespräch hinweg sehr schwärmerisch, was beispielsweise an Ausdrücken, wie z.B. &amp;quot;unsichtbaren Engel&amp;quot; (V.188), &amp;quot;sichtbar&amp;quot; (V.190) und &amp;quot;weiße Fittiche&amp;quot; V.191) zu erkennen ist. Zu dem neigt sie dazu, sich selbst sehr in den Fokus zu rücken, was zum Beispiel bemerkbar ist, als sie Nathan begrüßt: &amp;quot;Die arme Recha&amp;quot; (V.175). Außerdem zeigt sie sich als eine Person, die sehr hysterisch ist und dazu neigt, Dinge zu dramatisieren, wie &amp;quot;Welch kalter Schauer Befällt mich! -Daja!-Meine Stirne, sonst so warm, fühl! ist auf einmal Eis!&amp;quot; (V.331ff.) oder &amp;quot;Krank! Krank!&amp;quot; (V.336) oder &amp;quot;Ah, mein Vater!&amp;quot; (V.339).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Recha durch ihre Vorstellung eines Engels, statt eines Menschen, die Schwärmerei dem wahrhaft guten Handeln &amp;quot;vorzieht&amp;quot;. Nathan möchte ihr, durch seine Hypothesen über das Wohlergehen des Tempelherrn und seine zahlreichen Ausrufe und Fragen Einsicht verschaffen und ihr den Sinn wahrer Dankbarkeit klarmachen und ihre Sicht auf die Welt ins &amp;quot;Reale&amp;quot; ändern. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:CKrNSG|CKrNSG]]]&amp;lt;br /&amp;gt;Nathan ist in dieser der dominante oder erklärende Charakter. Er stellt viele rhetorische Fragen (vgl.V.302ff.), um seine Klugheit und seine belehrende Rolle zu Recha zu unterstreichen.  Nathan lässt so Recha selbst zu Erkenntnis kommen, dass er Recht über z.B. das Wunder hat. Nathan benutzt außerdem viele Vergleiche, um den Handlungsverlauf Recha zu verdeutlichen und um die Wahrheit leichter darzustellen (vgl.V.203). [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:EvLaNSG|EvLaNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan will Recha von ihrer Meinung abbringen, indem er ihr ihre Fehler aufzeigt, diese aber nicht Fehler nennt, sondern ihre Standpunkte logisch nachvollzieht. Nathan erklärt alles sehr anschaulich und nachvollziehbar, wodurch er sehr glaubwürdig wirkt. Er weiß, dass Menschen eher emotional als rational denken und handeln. Somit gelingt es Nathan, Recha von seiner Sichtweise zu überzeugen. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:MeJANSG|MeJANSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Kurzcharakterisierung Recha======&lt;br /&gt;
[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur der Recha - Vorderansicht .jpg|mini|Requisitenskulptur Recha. (c): [[Benutzer:PhOSNSG|PhOSNSG]] 2021]]&lt;br /&gt;
Sie glaubt an einen Engel, der sie aus dem Feuer gerettet hat; der Engelsglaube steht symbolisch für einen starken Glauben. Sie ist ein liebevoller, großherziger, schwärmerischer Mensch, z.B. schwärmt sie für den Tempelherren (V. ) und ihren Vater, hat ein liebevolles Verhältnis zu Daja. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat eine traumatische Erfahrung hinter sich, als sie in dem brennenden Elternhaus fast ums Lebens gekommen wäre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lichtblick: Kerze, Glaubenssymbol, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Nächstenliebe erkennt man an den Werten, die sie lebt oder leben sollte. Z.B. ist sie bereit, über Religionsgrenzen hinweg den Tempelherrn zu lieben, hat als Jüdin auch eine gutes Verhältnis zur Christin Daja.  Belege?&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nathan und der Tempelherr: Szenenanalyse der Szene 2.5=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Vorderansicht..jpg|mini|Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Vorderansicht. (c): [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]], 2021&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das Schwert vorne links aus der Sicht des Betrachters, das „Kettenhemd“ auf dem Körper und der Helm auf dem Kopf stehen für das Leben als Ritter und Kämpfer.&#039;&#039;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Treffen zwischen Nathan und dem Tempelherren (II.5) verläuft in vier Phasen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Nathan wartet auf den Tempelherrn, um sich bei ihm für Rechas Rettung zu bedanken. Der Tempelherr präsentiert sich abweisend (V.1201), herablassend („Was Jude, was?“; V. 1200), judenfeindlich, verwirrt  und unruhig über seine Begnadigung und den Verlust seiner Mitstreiter (Belege?). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie diskutieren über eine Entschädigung im Sinne eines Dankes, der Tempelherr lehnt aber ab: Er verweist auf seine Pflicht als Ritter (V. 1213). Er benutzt Formulierungen, die seine abwertende, klischeehafte Haltung gegenüber Juden verdeutlichen, z.B. sie als reiche, geizige, geldgierige Menschen wahrzunehmen („Der reiche Jude war mir nie der bess‘re Jude“, V. 1231). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie diskutieren über ihre Religionen: Der Tempelherr erkennt Nathans Weisheit an, wie dieser mit Konflikten umgeht, bis sie sich entschließen, Freunde zu werden. Er erfährt Wertschätzung für seine (guten) Taten, er lernt, Vorurteile abzulegen, dem anderen zuzuhören und dessen Meinung zu respektieren (Belege?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie schließen Freundschaft und werden von Daja unterbrochen, die Nathan zum Sultan schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nathans Sprechweise:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu  Beginn spricht Nathan ruhig und vorsichtig mit dem Tempelherren und möchte ihm sein Anliegen darlegen. Er ist voller Dank und  drückt sich freundlich und auf zurückhaltende Weise aus.  Im zweiten Abschnitt wird er etwas aufdringlicher und spricht hektischer, denn er versteht nicht wieso der Tempelherr von ihm genervt ist und für seine Tat nicht belohnt werden möchte. Im dritten Abschnitt hingegen spircht Nathan sehr gefühlsvollUnd macht durch das Küssen des Mantels klar, wie unendlich dankbar er für die Rettung seiner Tochter ist. Als Nathan im nächsten Abschnitt erklärt, dass es viele gute Menschen gibt, spricht er ruhig und überzeugend. Hier erkennt man seine Weisheit. Als sich die beiden zum Schluss nun doch anfreunden, spricht er wieder aufgelockert und dynamisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Sprechweise des Tempelherren:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn, als Nathan auf ihn zukommt, spricht er genervt und ist Nathan gegenüber abgeneigt. Er möchte sich nicht ständig anhören, wsa für ein Held er sei, denn er hält seine Tat falls etwas selbstverständlich ist. Zudem spricht er in kurzen klaren Sätzen. Sobald Nathan ihm etwas von seinem Reichtum abgeben möchte, um dem Tempelherren sein Dank auszusprechen, ist er wieder abgeneigt und antwortet mit setzen wie: „ihr? Mit nichts.“ (V 1231). Hier wird deutlich dass der Tempel her nichts von Nathan möchte. Er wird nun jedoch etwas aufgelockertter und sagt, dass er sich über einen neuen Mantel freuen würde. Er spricht Nathan gegenüber geöffneter. Als Nathan im folgenden seinen Mantel küsst beginnt der Tempelherr ihn beim Namen zu nennen und spricht mit kurzen abgehakten setzen, da er überwältigt ist. Als Nathan sich ihm gegenüber bekennt und seine tolerante Denkweise in Bezug auf die Weltreligionen und die Verbindung zu allen  Menschen äußert, beginnt der Tempelherr voller Anerkennung zu sprechen und wendet sich nicht mehr von Nathan ab. Letzt endlich gewinnt Nathan die Empathie des Tempelherren für sich und beide unterhalten sich wie Freunde. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathans Sprechweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er tritt dem Tempelherrn höflich gegenüber(V.1198)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er lässt ihn aber nicht ausreden (V.1206, V.1261)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-lässt nicht locker, versucht hartnäckig seinen Dank auszusprechen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-freut sich am Ende über die Freundschaft mit Nathan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-will den entstehenden Konflikt ruhig, gelassen  und mit weisen Worten lösen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprechweise des Tempelherrn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist eher unhöflich(V.1199)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er hat keinen Respekt(V.1219)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist abwertend gegenüber dem Judentum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist zu Beginn genervt und hat keine Lust zu reden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-am Ende ist er erfreut über die neue Freundschaft mit Nathan   [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Gespräch ist im Grunde ein Aufklärungsgespräch; es steht exemplarisch für Lessings Anspruch, sein Publikum [https://de.wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl%C3%A4rung%3F im Sinne Kants aufzuklären.]&lt;br /&gt;
======Kurzcharakterisierung Tempelherr======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Rückansicht..jpg|mini|Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Rückansicht. (c) [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]] 2021. &#039;&#039;Der weiße Umhang symbolisiert den Frieden, für den der Tempelherr kämpft und das Kreuz auf dem Umhang steht für das Christentum.&#039;&#039;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Der Tempelherr ist der Retter von Recha, weil er sie aus den Flammen des brennenden Hauses rettet (V.80-90). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Recha und Nathan will er zunächst keinen Kontakt, da er die Juden meiden will und Vorurteile gegenüber ihnen hat (V.1230 f.). Nathan aber schafft es, dass sich beide treffen und am Ende des Gespräches sogar anfreunden (V.1319). Nathan macht ihm klar, dass er ihm, seinen Glauben nicht aufzwingen will und überzeugt ihn vom Toleranzgedanken und der Akzeptanz gegenüber anderer Religionen. Durch diese Worte Nathans kam der Tempelherr zur Vernunft und versuchte sich zu bessern, was auch wieder zeigt, dass er die Fähigkeit hat zu lernen hat (vgl.2,5) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verliebt sich in Recha bei deren erneuter Begegnung und lässt daraufhin auch seine letzten Vorurteile fallen und hält bei Nathan um ihre Hand an (V.2176 f.): „dass sie auf immer, immer-Soll können sehn.“. Das er das Wort „immer“ zweimal benutzt zeigt nochmal die Dringlichkeit, die der Tempelherr hat Recha zu heiraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tempelherr ist impulsiv bzw. leidenschaftlich und handelt unreflektiert, was z.B. in dem Moment deutlich wird, wenn er Nathan beim Patriarchen meldet, weil dieser nicht der Heirat mit Recha zustimmt (vgl.4,2). Dasselbe gilt, als er dem Sultan Nathans Geheimnis verrät, dass dieser eine christliche Adoptivtochter hat, die er als Jude jüdisch erzieht (vgl.4,4) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er widerspricht sich oft in Handlung und Rede (V.1210 ff.), wo er sagt, dass er seines Lebensüberdrüssig ist und das heisst das er jeden retten würde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des Dramas nimmt der Tempelherr es nach einigem Zögern ohne weiteres Bedauern an, dass Recha seine Schwester ist und freut sich darüber, eine Schwester statt einer Frau gewonnen zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Tempelherr ein mehrdimensionaler, dynamischer Charakter ist, der sich von einem christlich-typisierten Charakter zu einem Christen mit humanistischem Weltbild und humanistischen Wertvorstellungen entwickelt. Die Dimensionen seines Charakters entfalten sich vom Christ, Ritter etc. zu einem Freund und Bruder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:FabNNSG|FabNNSG]]], [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DuSNSG|DuSNSG]]], [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:BeKNSG|BeKNSG]]], [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:MaBNSG|MaBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Nathan und Saladin - die Ringparabel====&lt;br /&gt;
Sultan Saladin will Nathan sein Geld entlocken, dafür lädt er ihn in seinen Palast ein. Er verwickelt ihn in ein theologisches Gespräch über die wahre Religion. Nathan antwortet mit der [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise/Nathan der Weise - die Ringparabel|Ringparabel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der Erfolg von Nathans Erziehung: Der Tempelherr beim Patriarchen (IV.2)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Gespräch wird zunächst die dogmatische und intolerante Position des Patriarchen sehr deutlich, welcher alle Einwände des Tempelherrn direkt ablehnt und als nicht überzeugend einstuft. Er richtet sich somit gegen die Vernunft, alle Religionen zu tolerieren und die Humanität und Toleranz als oberste Werte anzusehen. Nathan ruft genau dazu in seiner Erziehung auf und ebenfalls dazu, dass der Gebrauch der Vernunft zu gutem Handeln führen muss. Der Patriarch allerdings ist komplett von der Verbrennung des Juden überzeugt, ohne dabei die Willkürlichkeit seiner Argumentation einzusehen. Somit zeigen sich Nathans Erziehungsansprüche in dieser Szene vor allem als Kontrast zwischen dem Verhalten des Patriarchen und des Tempelherren: nämlich Intoleranz, Dogmatismus und Unmenschlichkeit gegenüber den toleranten, menschlichen Argumenten des Tempelherren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wenn aber nun das Kind, Erbarmte seiner sich der Jude nicht, Vielleicht im Elend umgekommen wäre?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
– oder indem der Tempelherr sagt, dass der Vater das Kind gut erzieht (unabhängig von Religion):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jude hätt&#039; ein einzig Kind, - es sei/ Ein Mädchen, - das er mit der größten Sorgfalt/ Zu allem Guten auferzogen, das/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liebe mehr als seine Seele, das/nIhn wieder mit der frömmsten Liebe liebe. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:PhOSNSG|PhOSNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit erkennt man beim Tempelherrn den Erfolg von Nathans Erziehung besonders, wenn man diese mit dem Verhalten des Patriarchen vergleicht: Der Tempelherr konnte seine Vorurteile gegenüber anderen Religionen ablegen und strebt nun nach Toleranz und Humanität.  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:ZoHNSG|ZoHNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So fragt der Tempelherr auch oft „So?“, nachdem der Patriarch von den Bestrafungen des Juden erzählt, da dies nicht mit seiner Moral übereinstimmt. Erwähnenswert ist außerdem, dass der Tempelherr dem Patriarchen nicht ein einziges Mal bei seinen Vorurteilen und angreifenden Aussagen zustimmt oder sie befürwortet. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:ErTNSG|ErTNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Dramenende - eine groteske Familienutopie?====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Definition:&#039;&#039; Utopie= etwas ist in der Vorstellung der Menschen, existiert aber (noch) nicht in der Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Definition&#039;&#039;: [https://www.duden.de/rechtschreibung/grotesk grotesk]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Groteske Aspekte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Tempelherr ist in Recha verliebt und hat nachdem er erfährt, dass sie seine Schwester ist, keine erotischen Gefühle mehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- die Figuren lernen sich als Familie neu kennen und verstehen sich direkt miteinander&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- zuerst streiten sich die Figuren über die Religionen und am Ende ist ihnen dieser Aspekt egal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Interpretation des letzten Auftritts:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Nathan die Herkunft Rechas preisgegeben hat, haben Nathan und Recha sich dazu entschlossen, dass Nathan weiterhin Rechas Vater bleibt (V. 3703f.). Dies verdeutlicht die enge Verbundenheit zwischen den beiden Figuren. Recha drückt daraufhin aus, dass es ihr egal sei, wenn sie jemand anderen verliert als Nathan, woraufhin der Tempelherr enttäuscht und verletzt ist (V. 3709). Bei der Diskussion über die Heirat mit Recha sagt Nathan, dass ihr Bruder mitzureden hat, was für Verwirrung des Tempelherrn sorgt, da er nicht weiß, wer der Bruder ist (V. 3747). Recha ist ebenfalls verwundert, da sie bisher nicht wusste, dass sie einen Bruder hat. Anschließend klärt Nathan den Tempelherrn auf, dass er nicht nur Curd von Stauffen heißt, sondern auch Leu von Filnek (V. 3762ff.). Die Verwirrung des Tempelherrn wird dadurch größer, stimmt Nathan allerdings zu. Der Vater des Tempelherrn war Wolf von Filnek, ein Freund Nathans (V. 3785). Als nächstes erklärt Nathan, dass der Tempelherr der Bruder von Recha ist (V. 3792), was Saladin und Sittah erfreut, Recha ist hingegen erschrocken und der Tempelherr ist zunächst abweisend (V. 3793), anschließend jedoch begeistert und dankt Nathan (V. 3801). Nathan klärt auf dass Rechas richtiger Name Blanda von Filnek ist (V. 3808). Später möchte der Tempelherr, dass Recha ihren christlichen Namen wieder annimmt (V. 3809), damit sie als Christin anerkannt wird. Daraufhin bietet Nathan dem Tempelherrn an, sein Vater zu sein (V. 3813), wodurch Sittah und Saladin gerührt sind (V. 3814). Dann findet Saladin heraus, dass der Vater von Recha und dem Tempelherrn Assad, der Bruder von Saladin und Sittah war (V. 3827). Dies wird durch das Buch bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Ereignissen lässt sich schließen, dass Recha und der Tempelherr königliches Blut haben und durch die Familienzusammengehörigkeit wird die Verbundenheit aller Menschen verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei dieser Szene um eine groteske Utopie, da die glücklichen und problemlosen Familienbeziehungen, zwischen den Mitgliedern verschiedener Religionen, wie sie am Ende des Dramas zu finden sind nicht in der Wirklichkeit umsetzbar sind. In Lessings Drama sind die Personen, die die verschiedenen Religionen darstellen, alle miteinander verwandt. Genauso ist es auch bei den Religionen. Dies symbolisiert die Zusammengehörigkeit aller Menschen. Die dargestellte Menschheitsfamilie steht für Humanität und Toleranz. So drückt Lessing seinen Wunsch nach einem toleranten Zusammenleben aller Menschen auf der Welt aus. ([[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]) ([[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]) ([[Benutzer:AmKöNSG|AmKöNSG]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aktualität===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Was ist an dem Stück so besonders, dass es bis heute noch aufgeführt wird?&amp;lt;ref&amp;gt;[[FlMNSG]]: Themenfrage zum Einstieg in das Unterrichtsvorhaben.&amp;lt;/ref&amp;gt;  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[FlMNSG]]]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktualität des Dramas: Meiner Meinung nach ist das Drama noch aktuell, da es heute immer noch Konflikte zwischen verschiedenen Religionen gibt und das Drama eine gute Lösung mit dem Beispiel der Ringparabel zu den Konflikten findet. [[Benutzer:MuGNSG|[MuGNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist das Drama aktuell? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde, dass die Weltreligionen damals viel mehr im Alltag eingebunden waren und viel mehr Menschen an die Religionen fest geglaubt haben und den Glauben ausgelebt haben als heute. Heutzutage wird weniger Wert auf Religionen gelegt und deswegen ein Drama mit Konflikte über Religion irrelevanter als damals geworden ist. Im realen Leben gab es viel mehr Konflikte zwischen den 3 Religionen als heutzutage. [[Benutzer:BilMNSG|[BilMNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weblinks===&lt;br /&gt;
Zum Autor: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing Wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk digital: [https://www.projekt-gutenberg.org/lessing/nathan/nathan.html Projekt-gutenberg.org: Nathan der Weise]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [https://c.wgr.de/buchlinks/978-3-14-022734-6/SNG-22734-003_AB_3.pdf Figurenkonstellation]. Quelle: EinFachDeutsch. Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Neubearbeitung 2019, S. 32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Frage &amp;quot;Was ist Aufklärung?&amp;quot;: Quelle: [https://de.wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl%C3%A4rung%3F wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufklärung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Quelle: Diekhans, Johannes, Schünemann, Luzia: EinFach Deutsch Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Textausgabe. Westermann 2019, S. 166-170, Zusatzmaterial: S. 176-178&amp;quot; /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DaHNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise</title>
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		<updated>2021-12-17T07:41:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DaHNSG: externer Link&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Das Spannungsfeld zwischen Individuum um Gesellschaft im Spiegel des Theaters&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet das [https://padlet.com/flossdorfmaren/Wiki Thema] für uns? Welche Schwerpunkte wollen wir setzen[[Datei:Wolfenbüttel - Nathan der Weise.jpg|mini|Denkmal &amp;quot;Nathan der Weise&amp;quot; in Wolfenbüttel, zum Gedenken an [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing Gotthold Ephraim Lessing], ein Werk von [https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Schmidtbochum Erich Schmidtbochum]. (c) [[commons:User:Holbein66|Holbein66]] (2012)|verweis=https://projekte.zum.de/wiki/Datei:Wolfenb%C3%BCttel_-_Nathan_der_Weise.jpg]]Diese Projektseiten werden gestaltet vom Leistungskurs und Grundkurs Deutsch 21/22&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wer war Gotthold Ephraim Lessing? Annäherung an den Autor===&lt;br /&gt;
Eine erste Sammlung zu seiner [https://de.padlet.com/flossdorfmaren/Lessing_vita Vita]:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Mein lieber Eschenburg,&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Meine Freude war nur kurz. Und ich verlor ihn so ungern, diesen Sohn! denn er hatte so viel Verstand! so viel Verstand! – Glauben Sie nicht, daß die wenigen Stunden meiner Vaterschaft, mich schon zu so einem Affen von Vater gemacht haben! Ich weiss, was ich sage! – War es nicht Verstand, daß man ihn mit eisern Zangen auf die Welt ziehen musste? daß er so bald Unrat merkte? – War es nicht Verstand, daß er die erste Gelegenheit ergriff, sich wieder davon zu machen? – Freilich zerrt mir der kleine Ruschelkopf auch die Mutter mit fort! – Denn noch ist wenig Hoffnung, daß ich sie behalten werde. – Ich wollte es auch einmal so gut haben, wie andere Menschen. Aber es ist mir schlecht bekommen. &#039;&#039;(Lessing an Eschenburg, 31. Dezember 1777)&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;G.E.Lessing an Eschenburg, 31.12.1777 In: G.E. Lessing: Gesammelte Werke, Bd. xc,döfdp&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====Lebensdaten=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geboren&#039;&#039;&#039;: 22. Januar 1729, Kamenz in der Oberlausitz &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gestorben&#039;&#039;&#039;: 15. Februar 1781, Braunschweig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehefrau: Eva König (1776-1778), starb kurz nach der Geburt des Sohnes an Kindbettfieber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: Traugott *24.12.1777, +25.12.1777&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eltern: Johann Gottfried Lessing (Pastor), Justina Salome Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschwister: Erdmann Salomo Lessing, Karl Gotthelf Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lebenslauf=====&lt;br /&gt;
1748-1752 Medizin-Studium in Wittenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1749-1751 „freier Schriftsteller“ in Berlin, Kennenlernen der Freunde Moses Mendelssohn (Philosoph), Friedrich Nicolai (Verleger), Ewald Christian von Kleist (Offizier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1770-1781 in Wolfenbüttel als Hofbibliothekar, viele Reisen um Einsamkeit zu entfliehen, Unzufriedenheit&lt;br /&gt;
[[Datei:Gotthold Ephriam Lessing.JPG|mini|Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781). Portrait. lizenzfrei]]&lt;br /&gt;
Nach Tod des Sohnes und der Ehefrau:  produktivste Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779: „Nathan der Weise“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1780: Verschlechterung des Gesundheitszustandes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1781: Tod aufgrund von Brustwassersucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]], [[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]], [[Benutzer:LiSNSG|LiSNSG]], [[Benutzer:AkDiNSG|AkDiNSG]], [[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]]&lt;br /&gt;
=====Intention=====&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; als typisches Werk der Aufklärung markiert Lessing Wunschvorstellung eines friedlichen Miteinanders von vernunftgeleiteten Menschen:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Nicht die Wahrheit, in deren Besitz irgendein Mensch ist, oder zu sein vermeynet, sondern die aufrichtige Mühe, die er angewandt hat, hinter die Wahrheit zu kommen, macht den Wert des Menschen. Denn nicht durch den Besitz, sondern durch die Nachforschung der Wahrheit erweitern sich seine Kräfte, worin allein seine immer wachsende Vollkommenheit besteht. Der Besitz macht ruhig, träge, stolz - Wenn Gott in seiner Rechten alle Wahrheit, und in seiner Linken den einzigen immer regen Trieb nach Wahrheit , obschon mit dem Zusatz, mich immer uns ewig zu irren, verschlossen hielten und spräche zu mir: wähle! Ich fiele ihm mit Demuth in seine Linke, und sagte: Vater gieb! die reine Wahrheit ist ja doch nicht für dich allein!&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lessing, eine Duplik, 1778&lt;br /&gt;
=====Werk=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dramen&#039;&#039;&#039;: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Damon, oder die wahre Freundschaft (Lustspiel 1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der junge Gelehrte (Lustspiel 1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die alte Jungfer (Lustspiel 1748)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Misogyn (Lustspiel 1748)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Freigeist (Lustspiel 1749)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Juden (Lustspiel 1749)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Schatz (Lustspiel 1750)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Miß Sara Sampson (Trauerspiel 1755)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Philotas (Trauerspiel 1759)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Minna von Barnhelm (Lustspiel 1767)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Emilia Galotti (Trauerspiel 1772)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Nathan der Weise (Dramatisches Gedicht 1779)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gedichte&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die drey Reiche der Natur (1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Kleinigkeiten (1751)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lieder (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Oden (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Sinngedichte (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fabeln:&#039;&#039;&#039;-Fabeln und Erzählungen (1772)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Fabeln. Drey Bücher: (1759)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ästhetische Schriften:&#039;&#039;&#039;-Rezensionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Briefe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Vorreden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie lebte und arbeitete der Schriftsteller im 18. Jahrhundert? Hintergründe zum &#039;&#039;Nathan&#039;&#039;===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das deutsche Bürgertum im 18. Jahrhundert====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18. Jahrhundert: Epochenwende und Beginn der modernen Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;G.E. Lessing: Nathan der Weise. EinFach Deutsch - Textausgabe mit Zusatzmaterialien. Westermann: 2019, S. 148-149.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Politische Situation=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Seit dem 30-jährigen Krieg: Deutsche Reich in viele kleine Territorien zersplittert (300 souveräne Territorien)&lt;br /&gt;
*Reichsgewalt lag bis 1806 beim Deutschen Kaiser (nur auf wenige Rechte beschränkt, hat eine symbolische Bedeutung)&lt;br /&gt;
*politische Entscheidungen lagen bei Territiorialstaaten&lt;br /&gt;
*offizieller Titel: Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Bevölkerung=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Herrscher  bekommen ihr Geld durch Auspressung ihrer Untertanen&lt;br /&gt;
*Lebensbedingung der Bevölkerung dürftig (feudale Lasten, fürstliche Willkür)&lt;br /&gt;
*Leibeigenen Bauern ihres Herrn hatten nur lebensnotwendige Dinge (manchmal noch weniger)&lt;br /&gt;
*Unterschicht sind mehr als zwei Drittel der Bevölkerung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bildung von neuen ökonomischen Kräften und einer neuen sozialen Schicht&lt;br /&gt;
**Handel, Bankgewerbe, Manufakturwesen&lt;br /&gt;
**Geld und soziales Prestige&lt;br /&gt;
**war noch schwach und zahlenmäßig klein&lt;br /&gt;
*Kräfteverschiebung —&amp;gt;Spannung in der Ständepyramide—&amp;gt; Konfrontation zwischen Adel und Bürgertum&lt;br /&gt;
*Bürger akzeptieren die Vorherrschaft des Adels nicht&lt;br /&gt;
**meldeten ihren Souveränitätsanspruch an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Fragen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Welche geographischen Besonderheiten zeichneten das Deutsche Reich nach dem 30-jährigen Krieg aus?&lt;br /&gt;
*Bei wem lag die Reichsgewalt bis 1806 und was war das besondere daran?&lt;br /&gt;
*Welchen offiziellen Titel trug das Deutsche Reich?&lt;br /&gt;
*Wer übte die wichtigsten politischen Entscheidungen aus?&lt;br /&gt;
*Wie groß war der Anteil der Unterschicht in der Bevölkerung?&lt;br /&gt;
*Was ist geschehen, dass Historiker das 18. Jh. als Beginn der modernen Zeit bezeichnen?&lt;br /&gt;
*Welche Gründe veranlassten Spannung in der alten hierarchischen Ständepyramide?&lt;br /&gt;
*Welche Konsequenzen resultierten aus diesen Spannungen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zum Theaterbetrieb im 18. Jh.: Gottsched und Lessing====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Christoph Gottscheds Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
•Gottscheds Bemühungen konzentrierten sich auf den Spielplan des Theaters, er  möchtedas als chaotisch erlebte, herkömmliche Theater abschaffen: Beseitigung des rohen Tons auf der Bühne und Vorurteil der Gebildeten gegen das Theater, der Beruf des Schauspielers galt als nicht ehrbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• nimmt sich französische Klassik zum Vorbild &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• stellt Regeln für die Pflege einer klaren deutschen Schriftsprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• durch literarisch gehobenes Programm bringt er Drama und Theater wieder zur Anerkennung beim bildungseifrigen Bürgertum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• fordert Einhaltung von Regeln (Einheit von Ort, Zeit und Handlung im Drama)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• vernunftgeleitete Darstellung (der Natur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Ziel: moralische Belehrung des Publikums - Theater vermittelt moralische Botschaften, die das Publikum im Sinne der Aufklärung &amp;quot;erziehen&amp;quot;: Aufklärungsphilosophie ( „critischen Dichtkunst vor die Deutschen“), Aufhebung der sozialen Aufspaltung, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lessings Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
Lessings Theaterkonzept basiert grundsätzlich auf der [https://de.wikipedia.org/wiki/Trag%C3%B6die#cite_note-3 aristotelischen Poetik].&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Poetik&#039;&#039; Kap. 6, 1449b24ff., Übersetzung von Manfred Fuhrmann.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach soll das Drama das Publikum moralisch erziehen durch die Erregung sittlicher Zustände (gemeint sind moralische Gefühle) und anschließender Reinigung davon: Mitleid/Jammer (eleos), Furcht/Schaudern (phobos), Erlösung/Reinigung (katharsis).&amp;lt;ref&amp;gt;Lessing, &#039;&#039;Hamburgische Dramaturgie&#039;&#039; 78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das Publikum solle sich sittlich verbessern im Sinne der [https://de.wikipedia.org/wiki/Aufkl%C3%A4rung Aufklärung].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lessing forderte ein nationales Theater, das viele Freiheiten hat, geprägt von Shakespeare.&lt;br /&gt;
*Regeln müssen nicht im ihrer selbst Willen eingehalten werden&amp;lt;ref&amp;gt;G.E. Lessing: Nathan der Weise. EinFach Deutsch - Textausgabe mit Zusatzmaterialien. Westermann: 2019, S. 156 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erfüllung seiner Ansprüche weicht Lessing in der Dramaturgie des Nathans in einigen Punkten von der geschlossenen Dramenform des [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise/Das aristotelische 5-Akt-Schema|aristotelischen 5-Akt-Schemas]] ab:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt kleinere Abweichungen, damit die zwei Konflikte zunächst in der Ringparabel parallel zusammengeführt werden kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Inwiefern erfüllt Lessing die geschlossene Dramenform?======&lt;br /&gt;
Lessing erfüllt die geschlossene Dramenform, indem er durch die Exposition im ersten Akt die Figuren darstellt und den Leser in die Handlung einführt. Dabei entsteht ein Konflikt zwischen Daja und Nathan, die ein Geheimnis über Rechas wahre Herkunft verbergen. Dieser Konflikt spitz sich weiter zu und wird im dritten Akt durch Daja aufgelöst. Hinzu kommt die Ringparabel, die den Höhepunkt des Dramas bildet. In Akt vier fällt die Handlung auf das Ende zu, die Spannung bleibt aber bestehen, denn die Auflösung der Verwandtschaftsverhältnisse wird angedeutet. Zum Beispiel wird Nathans schlechte Vergangenheit offenbart. Zum Schluss werden alle Geheimnisse gelüftet und alle Spannungen zwischen den Figuren gelöst. Die Familie findet friedlich zusammen, wodurch auch die Verbundenheit zwischen den drei Weltreligionen verdeutlicht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende des Dramas „Nathan der Weise“ ist keine Katastrophe, sondern vielmehr ein Triumph. Alle Konflikte und Verwicklungen, die sich im laufe der Handlung ergeben, werden gelöst und die Familie findet wieder zusammen. Nathan bezeichnet den Tempelherrn und Recha als „seine Kinder“ (V. 3812), wodurch die starke Bindung dieser „geistigen“ Familie hervorgebracht wird. Alle drei Religionen sind in dieser nun glücklichen Familie vertreten, wodurch die religiösen Unterschiede bedeutungslos werden. Das Drama hat also ein positives Ende. [[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lessings  Erziehungsanspruch=====&lt;br /&gt;
Lessings Theaterkonzept zielt auf die moralische Erziehung seines Publikums - ganz im Sinne der Aufklärung -  ab. Dies wird auch in der dramaturgischen Gestaltung des &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; deutlich: Die Hauptfigur Nathan erfüllt symbolisch die Erziehungsarbeit, die auch Lessing an seinem Publikum vornimmt.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ein fiktives Streitgespräch zwischen Gottsched und Lessing über das Theater=====&lt;br /&gt;
Lessing: Herr Gottsched, ich bin sehr enttäuscht von Ihnen. Sie versuchen doch nur Ihre französischen Vorbildernachzuahmen und bestehen dann auch noch auf die Einhaltung dieser nutzlosen Regeln. Nichts weiter! Wo bleibt da die Kreativität?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottsched: Sie haben doch keine Ahnung. Das Theater dient schließlich nicht zur Belustigung des Publikums, sondern zur Vermittlung moralischer Botschaften. Der hohe Sprachstil ist übrigens auch sehr wichtig, um das höhere Bürgertum anzusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessing: Das ist doch Unsinn. Von Ihnen lasse ich mir nichts sagen. Das Theater sollte für alle da sein, nicht nur für die Adeligen. Die Zuschauer müssen von den Aufführungen mitgerissen werden. Das geht nur, wenn sie sich mit den Rollen identifizieren können und wenn das Stück lebendig und emotional vorgetragen wird. Genau das führt zu der sittlichen Besserung des Publikums. Statt dem französischen sollten Sie sich lieber das englische Theater von Shakespeare zum Vorbild nehmen. Dann kommen Sie hoffentlich auf einen besseren Geschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottsched: Das kann doch wohl nicht Ihr Ernst sein oder? In so einem Ton lasse ich nicht mit mir reden. Unsere Meinungen sind anscheinend zu unterschiedlich, als das eine normale Unterhaltung über das Theater möglich ist.  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zum Fragmentenstreit: Lessing und Melchior Goeze====&lt;br /&gt;
Lessing übte Kritik am traditionellen biblischen Glauben und am protestantischen Lehrbegriff (z.B. von der Erbsünde und der Erlösung durch den Tod Christi). Die Folge davon war, dass ihm die Zensurfreiheit entzogen wurde und er den &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; als literarische Antwort darauf verfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Chronologie der Ereignisse=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vor der Auseinandersetzung Lessings und Goeze traf Lessing sein Schicksal. Durch den plötzlichen Tod seines Kindes und dem darauffolgenden seiner Frau, suchte er auf rationaler Ebene nach Gründen und Sinnhaftigkeit für sein persönliches Schicksal. Seiner Trauer widmete er sich mit Hilfe seines Verstandes und der Schaffung rational ausgerichteter Werke. Nach zwei Jahrzehnten des Versuches, ein unabhängiger Schriftsteller zu werden, trat Lessing das Amt des Bibliothekvorstehers an und sicherte sich sein Zensurrecht (1770). (vgl. Nathan der Weise Anhang S.166 Z1)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lessing erhielt Schriften des Freundes und Professors Samuel Reinhards, welche Kritik an dem Alten und Neuen Testament sowie des protestantischen Lehrbegriffs darstellen und sich zugleich mit diesem beschäftigen. ( Erbsünde, Erlösung durch den Tod Christi). Diese veröffentlichte Lessing.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Goeze führte im Januar 1778 einen Angriff auf Lessing durch, auf den Lessing mit „Anti-Goeze“ Briefen antwortet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Streit wird 1778 gewaltsam gelöst, indem am 6. Juli Lessing der weitere Druck und Vertrieb der „Beiträge“, in denen die Fragmente erschienen waren, verboten wurden und am 13. Juli folgt das Verbot der Fortsetzung der Anti-Goeze Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lessing antwortete darauf noch mit einigen Briefen, auf ein paar unnötige Frage Goezes, worauf er auch nicht mehr aus anderen Orten mit Streitbriefen schreiben durfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Als Konsequenz wird Lessing die Zensurfreiheit entzogen und er konzentriert sich wieder auf das Theater. &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039; entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lessing schrieb zum letzten Mal im Oktober 1778 auf einen Angriff Goezes mit dem Versuch einer Reihe &amp;quot;Der nötigen Antwort auf eine sehr unnötige Frage&amp;quot;, worauf der Streit mit diesem Artikel endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Zusammenfassung der zentralen Aussagen von Pastor Goeze und Lessing=====&lt;br /&gt;
Lessing steht für den Vernunft-Glauben und möchte die Leichtgläubigkeit durch denkenden Glauben ersetzen. Die Mühe, hinter die Wahrheit zu kommen, macht für ihn den Wert des Menschen aus und nicht der Besitz der Wahrheit allein. Lessing sieht die Leichtgläubigkeit als Missbrauch der Autorität an.&amp;lt;ref&amp;gt;Diekhans, Johannes; Schünemann, Luzia: EinFach Deutsch Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Neubearbeitung: Westerman 2019, S. 176ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Pastor [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Melchior_Goeze Melchior Goeze] reagiert auf Lessings Kritik (Wahrheitsbekenntnis), welche Goezes Replik und Widersprüche des biblischen Offenbarungsberichts darstellte. Zudem enthüllt Lessing sein viel zitierendes Wahrheitsbekenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Ein fiktives Streitgespräch zwischen Goeze und Lessing======&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Was fällt dir ein die Bibel in Frage zu stellen und die Autorität der Kirche mit deiner erbärmlichen Duplik zu verleugnen, du Gotteslästerer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Du, du Kirchenfanatiker, hältst dich und deine biblischen Offenbarungsberichte für etwas besseres. Dabei untermauerst du nur deine Einfältigkeit, ohne jeglichen Versuch selbst an die Wahrheit zu gelangen. Ich, als von Vernunft geleiteter Mensch, strebe durch Nachforschung und aufrichtige Mühe die Wahrheit an. Dir, dir liegt sie bloß zu Füßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Wer bist du, dass du, die der Geboten und Verheißung folgende Wahrheit demütigst und es wagst, Gott und seine Vertreter auf der Erde in den Dreck zu ziehen? Wenn du so weiter hantierst, drohst du ins offene Feuer zu laufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Wer ich bin? Ein Mensch mit Wert und Verstand. Ich verkaufe keine fahrlässigen Behauptungen für wahr. Wenn du in die Hölle möchtest, dann mach nur weiter so, du bist auf dem besten Wege. Mein Ziel ist es lediglich, die Menschen von dem Vernunftglauben zu überzeugen. So einer Leichtgläubigkeit sollte keiner trauen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Du und dein Verstand. Laber keinen Unsinn. Es ist Rechtfertigung genug, dass der ganze Staat und die bürgerliche Verfassung auf dem Glauben basieren! Unser Glaube brauch keinen Verstand. Er kommt aus tiefstem Herzen und erweist immer Loyalität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Ihr könnt ja aus tiefstem Herzen glauben , aber vor allem sollt ihr denken. Der Verstand ist der springende Punkt. Allein gehorchen und sich die Bibel als Vorschrift zu nehmen ist lächerlich. Was hat man denn davon? Was bringt es denn den Menschen, von ihren veralteten und längst überholten Tatsachen beschallt zu werden? Nicht in der Lage zu sein, selbst zu denken und sich alles vorgaukeln zu lassen? „Super“ Sache! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Wir glauben nicht nur, wir wissen. Und es ist ganz leicht zu erklären, warum wir uns darauf beruhen. Wirf einfach einen Blick zurück in die Vergangenheit. Wann haben Samen der Rebellion reife Früchte getragen? Ganz einfache Antwort: nie! Und das liegt daran, dass diese nicht aus der Hand der Christen sondern von Gott selbst gesät werden. Gott einzig und allein trägt die Verantwortung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Mein lieber Götze, wann habe ich denn von Rebellion gesprochen? Ich spreche nur von den Überlegungen auf persönlicher Ebene und der Bildung eigener Meinungen durch das Denken. Das passiert wohl, wenn man selbst seinen Verstand nicht benutzt und sich an Gegebenheiten erfreut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Du bist ja lächerlich. Und von so einem Witzbold und dessen ach so tollen Grundsätzen soll ich mir als Pfarrer meine Auffassungen abstreiten lassen? In meinen Träumen nicht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Oh ja! Allerdings mache ich deine sinnlosen Behauptungen runter und stelle meine vernünftigen, selbst nachgeforschten Erkenntnisse, in den Vordergrund. Solch zufällige Geschichtswahrheiten der Bibel können niemals standhalten mit belegten Vernunft-Wahrheiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Ich glaube, ich muss lachen! Ihre Laberei und Kritzeleien von Vernunftwahrheiten können Sie sich was weiß ich wohin stecken. Es ist lächerlich, wie du dich als Wichtigtuer aufführst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Es mag sein, dass Sie meine Art des Schreibens nicht mögen, aber das liegt an meiner metaphorischen Art und Weise. Festzustellen ist letztendlich doch, dass du die Wahrheit kennst, ohne nachgeforscht zu haben. Deine Wahrheit besteht nur daraus, dass du keinen Plan hast und damit nur deine Leichtgläubigkeit bestätigst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Dass du dich traust so etwas über mich zu behaupten!? Das wird Konsequenzen haben, glaube mir! Du Gotteslästerer!   [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nathan der Weise: Das Werk===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Das Drama spielt in Jerusalem. Die Handlung beginnt mit Nathans Rückkehr von einer Geschäftsreise. Er erfährt von Daja, seiner Haushälterin, dass seine Tochter Recha von einem Tempelherren aus dem brennenden Haus gerettet worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit regiert in Jerusalem Sultan Saladin. Er will sich auf Empfehlung seines Schatzmeisters Al Hafi von Nathan Geld leihen. Er erfindet eine List. Es kommt zu einem Treffen zwischen Saladin und Nathan, in dem Saladin - statt um Geld zu bitten - Nathan fragt, welche Religion die wahrhaftige sei.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt die Ringparabel über einen Vater, der auf dem Sterbebett seinen Ring - ein alten Tradition zufolge - an seinen Lieblingssohn weitergeben wollte. Weil er sich aber nicht entscheiden konnte, welcher von dreien sein Lieblingssohn ist, kopierte er den Ring und gab allen drei einen. Diese stritten dann vergeblich darum, wer den echten hat. Ein Richter entschied, dass jeder Sohn seinen Ring als wahren ansehen solle. So sei es auch mit den drei Weltreligionen. Von Nathans Antwort auf seine Frage nach der wahren Religion ist der Sultan erstaunt und gerührt  bittet um Nathans Freundschaft.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Recha und der Tempelherr sich treffen, verliebt sich der Tempelherr in Recha und bittet Nathan um die Einwilligung zur Heirat. Da Nathan sich aber nicht sicher ist, ob die beiden verwandt sind, handelt er abweisend. Als Nathan ein Familienbuch von dem Klosterbruder gebracht bekommt, findet er heraus, dass alle miteinander verwandt sind.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich alle im Palast von Saladin versammeln wird klar, dass Recha und der Tempelherr die Kinder seines - seit zwanzig Jahren verschollenen - Assad sind. Dieser ist der Bruder von Saladin und Sittah. Am Ende erkennen außerdem alle, dass es eigentlich sinnlos ist, darüber zu streiten, welche Religion die wahre oder die beste sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man folgende Kernaussagen für das Drama formulieren: Alle drei Weltreligionen können in einer Art Familie aufgefunden werden, alle Religionen sind quasi miteinander verwandt, weil sie einen gemeinsamen Ursprung haben. Jede Religion ist die wahre. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:ErTNSG|ErTNSG]]]/ [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:EvLaNSG|EvLaNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Figurencharakterisierungen====&lt;br /&gt;
Hier wollen wir sukzessive die wichtigsten Figuren des Dramas charakterisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Charakterisierung der Figur Nathan anhand der Exposition (1.1)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan ist die Hauptfigur des Dramas &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039; von Gotthold E. Lessing. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt zusammen mit seiner Tochter namens Recha und deren Gesellschafterin Daja, die Christin ist. Selbst ist Nathan Jude, weshalb er seine Tochter auch jüdisch erzieht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan ist ein erfolgreicher, gut verdienender Geschäftsmann, der sich keine Sorgen um sein Geld macht. Nachdem sein Haus abgebrannt ist, hat er keinerlei Existenzängste, sondern nimmt es gelassen hin, dass er wohlmöglich ein neues Haus bauen muss, was wiederum mit Kosten verbunden wäre (vgl. V. 17f). Außerdem ist er bereit, alle seine Schätze an den Retter Rechas abzugeben, was sowohl eine große Dankbarkeit zeigt, als auch verdeutlicht, dass Nathan Geld und Reichtum nicht so wichtig sind (vgl. V. 94 ff). Als er Daja von all seinen Geschenken erzählt, die er von seiner Geschäftsreise für sie mitgebracht hat, wird erneut deutlich, dass es ihm an Geld nicht mangelt (vgl. V. 43f und V. 48f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wird dadurch auch veranschaulicht, dass Nathan anscheinend doch nicht so ehrlich und großmütig ist, wie alle seine Mitmenschen von ihm denken. Mit den Mitbringseln erhofft er sich nämlich Dajas Schweigen, über einen noch unbekannten (dramatischen) Konflikt bezüglich seiner Tochter (vgl. V. 37 ff und V.58). Hier wird auch deutlich, dass Nathan eine gewisse Macht über Daja besitzt (vgl. V. 58f) und sich in der Position befindet, Befehle erteilen zu können (z.B. vgl. V. 154f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gelassen Nathan scheint, als er von seinem abgebrannten Haus erfährt, so hilflos und verzweifelt wirkt er, als ihm erzählt wird, dass seine Tochter fast gestorben wäre. Als Daja es ihm erzählt, scheint er fast durchzudrehen und will ebenso sterben wie seine Tochter (vgl. V. 24ff). Dies spiegelt den „Vaterinstinkt“ wider, den Nathan gegenüber Recha besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Nathan Daja schon seid längerem zum Schweigen zwingt, ist diese von seiner Rückkehr höchst erfreut, was sein hohes Ansehen hervorhebt (vgl. V. 1f und V. 167: „Ihr seid so gut und zugleich so schlimm!“). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren ist Nathan wissbegierig (vgl. V. 80ff), einfühlsam (vgl. V. 128ff) und kann logische Schlussfolgerungen ziehen (vgl. V. 139). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lässt sich ergänzen, dass Nathan Redewendungen benutzt (vgl. V. 11) und viel von Gott spricht (vgl. z. B.  V. 3 und 14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man festhalten, dass Nathan ein gutmütiger, ehrlicher, gelassener und großzügiger Mann ist, solange es nicht um seine Tochter Recha geht, dann ist er so ziemlich das Gegenteil der eben genannten Eigenschaften. Zum Beispiel ist er nicht mehr ganz ehrlich, um seine Tochter zu beschützen. Außerdem scheint eine gewisse Spannung zwischen Nathan und Daja zu existieren, die sich im Laufe des Dramas womöglich noch aufklären wird. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste Charakterisierung Nathans aus der Sicht von Daja:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dajas Sicht ist Nathan ein viel beschäftigter Geschäftsmann, der sehr lange unterwegs ist (Vgl. V. 1f.). Daja schätzt seine Ehrlichkeit und seinen Großmut, allerdings hält sie es nicht für richtig, dass Nathan Recha als „[seine] Recha“ (V. 28) bezeichnet. Aus Dajas Sicht haben Nathan und Recha dennoch eine gute Beziehung (Vgl. V. 87f.). Nathan ist Daja überlegen, und das weiß und akzeptiert sie auch. Dies lässt sich an ihren erwiderten Worten „Ich schweige“ (V. 58), auf die Aufforderung zu schweigen, erkennen. Zudem möchte Daja gerne über ihr Gewissen reden, allerdings unterbricht Nathan sie immer wieder, um ihr Geschenke zu übergeben (Vgl. V. 41ff.).  Sie weiß, dass Nathan ein sehr gütiger Mensch ist und seinen Liebsten gerne viel gibt (Vgl. V.53f), aber dies wirkt materialistisch auf sie, denn er schert sich nicht darum, dass sein Haus abgebrannt ist, und durch die teuren Geschenke zeigt er, dass ihm das Geld nicht wichtig ist (Vgl. V.46f).  Daraufhin wirft sie ihm vor, alles nur mit materiellen Gütern lösen zu wollen (Vgl. V. 52f.). In Dajas Augen ist Nathan ein entschlossener und eventuell etwas übermütiger Mann (Vgl. V. 162), der sowohl positive als auch negative Seiten an sich hat: „Ihr seid so gut und seid zugleich so schlimm!“ (V. 167).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Nathan aus Sicht von Daja ein liebenswürdiger Vater und ein ehrlicher Geschäftsmann ist. Sie ist ihm unterlegen, aber schätzt dennoch seine guten Seiten. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Komplexität und Entwicklungspotenzial======&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;statische Figur&#039;&#039;&#039; entwickelt sich im Laufe einer Handlung nicht (Nathan) – eine &#039;&#039;&#039;dynamische&#039;&#039;&#039; schon (Tempelherr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eindimensionalität&#039;&#039;&#039; vs. &#039;&#039;&#039;Mehrdimensionalität&#039;&#039;&#039;: Komplexität einer Figur; sie zeigt nur ein stereotypiertes Verhalten oder verschiedene Facetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilanz Nathan: Nathan ist eine statische, aber durchaus mehrdimensionale Figur: Er entwickelt sich nicht, zeigt aber verschiedene Facetten einer Persönlichkeit: Geschäftsmann, besorgter Vater, gläubiger Jude, dankbarer und großzügiger Mitmensch. Im weiteren Verlauf des Dramas erweist er sich darüber hinaus auch als guter Freund und weiser Erzieher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Nathan, der weise Erzieher====&lt;br /&gt;
Titelgebend gilt Nathan als weise. Diese Weisheit setzt er gerne ein, um Menschen in seinem Umfeld zu erziehen, d.h. sie im Sinne der &#039;&#039;&#039;Aufklärung&#039;&#039;&#039; (hier externen Link einfügen!) zu unterrichten. Wir haben uns exemplarisch mit die beiden Hauptfiguren der nächsten Generation, seiner Tochter Recha und ihrem Retter, dem Tempelherrn, beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nathan und Recha: Szenenanalyse der Szene 1.2=====&lt;br /&gt;
In dem Gespräch zwischen Nathan und Recha (Szene 1.2) geht es um den Unterschied zwischen Dankbarkeit durch reine Schwärmerei und wirklich gutem Handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Betrachtung der Szene lassen sich folgende Sinnabschnitte festlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#V.169-186: Recha freut sich über Nathans Rückkehr und sein sowie ihr Überleben. Durch ihre vielen Ausrufe macht Recha klar, dass sie sehr große Angst um Nathan, jedoch vor allem auch um sich selber hatte.&lt;br /&gt;
#V.186-210: Sie ist überzeugt, ihr Überleben sei ein Wunder gwesen und ein Engel habe sie gerettet, Nathan hingegen ist der Überzeugung, es sei ein Mensch gewesen. Durch Rechas Ausdruck &amp;quot;unter weißem Fittiche&amp;quot; (V.191) wird Nathan und auch dem Zuschauer klargemacht, dass Recha nur denkt, es sei ein Engel gewesen, weil der Tempelherr durch seinen weißen Mantel ihrer Vorstellung eines Engels entspricht.&lt;br /&gt;
#V.210-243: Nathan erklärt Recha, dass es kein kleineres Wunder sei, wäre es ein Mensch und dass das eben das Wunder sei, dass man diese Wunder; durch Menschenhand; nicht mehr erkennt. Durch die indirekte Benennung Rechas als Kind (vgl.V.222) verbunden mit den Ausrücken &amp;quot;gaffend&amp;quot;, &amp;quot;Ungewönlichste&amp;quot; (V.223) und &amp;quot;Neueste&amp;quot; (V.224) macht Nathan Recha klar, wie Sensationslustig die Menschen; und sie; sind. Dies wird auch durch Nathans Nutzung von rhetorischen Fragen deutlich (V.213ff.), welche die eigentliche Ansicht Nathans verspotten, um Recha begreiflich zu machen, wie lächerlich ihre Ansicht ist.&lt;br /&gt;
#V.243-270: Daja erklärt, wie es sein kann, dass der Tempelherr von Sultan Saladin verschont wurde. Nathan nutzt wieder zahlreiche rhetorische Fragen, die sich an Dajas Erklärung anschließen, um Recha und Daja klarzumachen, dass sie an das &amp;quot;eigentlich Unglaubliche&amp;quot; glauben, statt die reale Welt zu sehen (vgl.V.257ff.)&lt;br /&gt;
#V.270-287: Recha beginnt zu begreifen, dass der Tempelherr doch ein Mensch ist. Nathan erklärt Recha, dass das eigentliche Wunder bereits in der Verschonung des Tempelherrn liegt und nutzt auch hier wieder rethorische Fragen, um Recha von ihrer Engelsvorstellung weg, hin zu der wahren Erkenntis von Wundern zu führen, die vor ihrer Nase ablaufen (vgl.V.277ff.).&lt;br /&gt;
#V.287-317: Nathan erklärt, warum es einfacher ist zu denken, dass ein Engel einen gerettet habe als ein Mensch. Durch die Nutzung von Ausrufen, wie &amp;quot;Stolz!&amp;quot; (V.293) und Fragen, die einen Rückbezug zu Dajas Meinung herstellen (&amp;quot;Was es schadet, fragst du?&amp;quot; (V.297)), wird Nathans Empörung über diese Denkweise deutlich. Indem er über das gesamte Gespräch hinweg zahlreiche Fragen in seine Antworten einbaut, möchte er Recha (,sowie Daja) dazu auffordern die Antworten, welche eigentlich klar erkennbar für ihn sind, selber zu erkennen und ihnen nicht nur seine Ansicht &amp;quot;aufdrücken&amp;quot;, sondern stattdessen vielmehr ihre Ansicht ändern.&lt;br /&gt;
#V.317-357: Nachdem Nathan seine Ansicht klar gemacht hat, spekuliert er, was dem Tempelherren wohl alles zugestoßen sein könnte und verschreckt Recha. Durch seine Spekulierungen über das Wohlergehen des Tempelherren (vgl. V.330ff.) möchte er Recha klarmachen, dass es für sie viel leichter ist, sich eine Vorstellung eines Engels auszumalen, um so, statt wirklich gut zu handeln, einfach nur vor sich hin zu schwärmen&lt;br /&gt;
#V.357-370: Recha ist erleichtert, als Nathan erklärt, dass der Tepelherr noch lebe. Durch ddas Gefühl der Erleichterung, welches Recha verspürt, soll ihr klar gemacht werden, wie wichtig es ist wahrhaft dankbar zu sein.&lt;br /&gt;
#V.370-375: Nun entdeckt Nathan einen Muselmann, Al-Hafi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Recha zeigt sich über das ganze Gespräch hinweg sehr schwärmerisch, was beispielsweise an Ausdrücken, wie z.B. &amp;quot;unsichtbaren Engel&amp;quot; (V.188), &amp;quot;sichtbar&amp;quot; (V.190) und &amp;quot;weiße Fittiche&amp;quot; V.191) zu erkennen ist. Zu dem neigt sie dazu, sich selbst sehr in den Fokus zu rücken, was zum Beispiel bemerkbar ist, als sie Nathan begrüßt: &amp;quot;Die arme Recha&amp;quot; (V.175). Außerdem zeigt sie sich als eine Person, die sehr hysterisch ist und dazu neigt, Dinge zu dramatisieren, wie &amp;quot;Welch kalter Schauer Befällt mich! -Daja!-Meine Stirne, sonst so warm, fühl! ist auf einmal Eis!&amp;quot; (V.331ff.) oder &amp;quot;Krank! Krank!&amp;quot; (V.336) oder &amp;quot;Ah, mein Vater!&amp;quot; (V.339).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Recha durch ihre Vorstellung eines Engels, statt eines Menschen, die Schwärmerei dem wahrhaft guten Handeln &amp;quot;vorzieht&amp;quot;. Nathan möchte ihr, durch seine Hypothesen über das Wohlergehen des Tempelherrn und seine zahlreichen Ausrufe und Fragen Einsicht verschaffen und ihr den Sinn wahrer Dankbarkeit klarmachen und ihre Sicht auf die Welt ins &amp;quot;Reale&amp;quot; ändern. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:CKrNSG|CKrNSG]]]&amp;lt;br /&amp;gt;Nathan ist in dieser der dominante oder erklärende Charakter. Er stellt viele rhetorische Fragen (vgl.V.302ff.), um seine Klugheit und seine belehrende Rolle zu Recha zu unterstreichen.  Nathan lässt so Recha selbst zu Erkenntnis kommen, dass er Recht über z.B. das Wunder hat. Nathan benutzt außerdem viele Vergleiche, um den Handlungsverlauf Recha zu verdeutlichen und um die Wahrheit leichter darzustellen (vgl.V.203). [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:EvLaNSG|EvLaNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan will Recha von ihrer Meinung abbringen, indem er ihr ihre Fehler aufzeigt, diese aber nicht Fehler nennt, sondern ihre Standpunkte logisch nachvollzieht. Nathan erklärt alles sehr anschaulich und nachvollziehbar, wodurch er sehr glaubwürdig wirkt. Er weiß, dass Menschen eher emotional als rational denken und handeln. Somit gelingt es Nathan, Recha von seiner Sichtweise zu überzeugen. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:MeJANSG|MeJANSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Kurzcharakterisierung Recha======&lt;br /&gt;
[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur der Recha - Vorderansicht .jpg|mini|Requisitenskulptur Recha. (c): [[Benutzer:PhOSNSG|PhOSNSG]] 2021]]&lt;br /&gt;
Sie glaubt an einen Engel, der sie aus dem Feuer gerettet hat; der Engelsglaube steht symbolisch für einen starken Glauben. Sie ist ein liebevoller, großherziger, schwärmerischer Mensch, z.B. schwärmt sie für den Tempelherren (V. ) und ihren Vater, hat ein liebevolles Verhältnis zu Daja. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat eine traumatische Erfahrung hinter sich, als sie in dem brennenden Elternhaus fast ums Lebens gekommen wäre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lichtblick: Kerze, Glaubenssymbol, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Nächstenliebe erkennt man an den Werten, die sie lebt oder leben sollte. Z.B. ist sie bereit, über Religionsgrenzen hinweg den Tempelherrn zu lieben, hat als Jüdin auch eine gutes Verhältnis zur Christin Daja.  Belege?&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nathan und der Tempelherr: Szenenanalyse der Szene 2.5=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Vorderansicht..jpg|mini|Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Vorderansicht. (c): [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]], 2021&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das Schwert vorne links aus der Sicht des Betrachters, das „Kettenhemd“ auf dem Körper und der Helm auf dem Kopf stehen für das Leben als Ritter und Kämpfer.&#039;&#039;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Treffen zwischen Nathan und dem Tempelherren (II.5) verläuft in vier Phasen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Nathan wartet auf den Tempelherrn, um sich bei ihm für Rechas Rettung zu bedanken. Der Tempelherr präsentiert sich abweisend (V.1201), herablassend („Was Jude, was?“; V. 1200), judenfeindlich, verwirrt  und unruhig über seine Begnadigung und den Verlust seiner Mitstreiter (Belege?). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie diskutieren über eine Entschädigung im Sinne eines Dankes, der Tempelherr lehnt aber ab: Er verweist auf seine Pflicht als Ritter (V. 1213). Er benutzt Formulierungen, die seine abwertende, klischeehafte Haltung gegenüber Juden verdeutlichen, z.B. sie als reiche, geizige, geldgierige Menschen wahrzunehmen („Der reiche Jude war mir nie der bess‘re Jude“, V. 1231). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie diskutieren über ihre Religionen: Der Tempelherr erkennt Nathans Weisheit an, wie dieser mit Konflikten umgeht, bis sie sich entschließen, Freunde zu werden. Er erfährt Wertschätzung für seine (guten) Taten, er lernt, Vorurteile abzulegen, dem anderen zuzuhören und dessen Meinung zu respektieren (Belege?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie schließen Freundschaft und werden von Daja unterbrochen, die Nathan zum Sultan schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nathans Sprechweise:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu  Beginn spricht Nathan ruhig und vorsichtig mit dem Tempelherren und möchte ihm sein Anliegen darlegen. Er ist voller Dank und  drückt sich freundlich und auf zurückhaltende Weise aus.  Im zweiten Abschnitt wird er etwas aufdringlicher und spricht hektischer, denn er versteht nicht wieso der Tempelherr von ihm genervt ist und für seine Tat nicht belohnt werden möchte. Im dritten Abschnitt hingegen spircht Nathan sehr gefühlsvollUnd macht durch das Küssen des Mantels klar, wie unendlich dankbar er für die Rettung seiner Tochter ist. Als Nathan im nächsten Abschnitt erklärt, dass es viele gute Menschen gibt, spricht er ruhig und überzeugend. Hier erkennt man seine Weisheit. Als sich die beiden zum Schluss nun doch anfreunden, spricht er wieder aufgelockert und dynamisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Sprechweise des Tempelherren:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn, als Nathan auf ihn zukommt, spricht er genervt und ist Nathan gegenüber abgeneigt. Er möchte sich nicht ständig anhören, wsa für ein Held er sei, denn er hält seine Tat falls etwas selbstverständlich ist. Zudem spricht er in kurzen klaren Sätzen. Sobald Nathan ihm etwas von seinem Reichtum abgeben möchte, um dem Tempelherren sein Dank auszusprechen, ist er wieder abgeneigt und antwortet mit setzen wie: „ihr? Mit nichts.“ (V 1231). Hier wird deutlich dass der Tempel her nichts von Nathan möchte. Er wird nun jedoch etwas aufgelockertter und sagt, dass er sich über einen neuen Mantel freuen würde. Er spricht Nathan gegenüber geöffneter. Als Nathan im folgenden seinen Mantel küsst beginnt der Tempelherr ihn beim Namen zu nennen und spricht mit kurzen abgehakten setzen, da er überwältigt ist. Als Nathan sich ihm gegenüber bekennt und seine tolerante Denkweise in Bezug auf die Weltreligionen und die Verbindung zu allen  Menschen äußert, beginnt der Tempelherr voller Anerkennung zu sprechen und wendet sich nicht mehr von Nathan ab. Letzt endlich gewinnt Nathan die Empathie des Tempelherren für sich und beide unterhalten sich wie Freunde. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathans Sprechweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er tritt dem Tempelherrn höflich gegenüber(V.1198)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er lässt ihn aber nicht ausreden (V.1206, V.1261)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-lässt nicht locker, versucht hartnäckig seinen Dank auszusprechen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-freut sich am Ende über die Freundschaft mit Nathan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-will den entstehenden Konflikt ruhig, gelassen  und mit weisen Worten lösen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprechweise des Tempelherrn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist eher unhöflich(V.1199)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er hat keinen Respekt(V.1219)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist abwertend gegenüber dem Judentum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-er ist zu Beginn genervt und hat keine Lust zu reden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-am Ende ist er erfreut über die neue Freundschaft mit Nathan   [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Gespräch ist im Grunde ein Aufklärungsgespräch; es steht exemplarisch für Lessings Anspruch, sein Publikum [https://de.wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl%C3%A4rung%3F im Sinne Kants aufzuklären.]&lt;br /&gt;
======Kurzcharakterisierung Tempelherr======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Datei:Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Rückansicht..jpg|mini|Requisitenskulptur zur Figur des Tempelherren - Rückansicht. (c) [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]] 2021. &#039;&#039;Der weiße Umhang symbolisiert den Frieden, für den der Tempelherr kämpft und das Kreuz auf dem Umhang steht für das Christentum.&#039;&#039;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Der Tempelherr ist der Retter von Recha, weil er sie aus den Flammen des brennenden Hauses rettet (V.80-90). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Recha und Nathan will er zunächst keinen Kontakt, da er die Juden meiden will und Vorurteile gegenüber ihnen hat (V.1230 f.). Nathan aber schafft es, dass sich beide treffen und am Ende des Gespräches sogar anfreunden (V.1319). Nathan macht ihm klar, dass er ihm, seinen Glauben nicht aufzwingen will und überzeugt ihn vom Toleranzgedanken und der Akzeptanz gegenüber anderer Religionen. Durch diese Worte Nathans kam der Tempelherr zur Vernunft und versuchte sich zu bessern, was auch wieder zeigt, dass er die Fähigkeit hat zu lernen hat (vgl.2,5) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verliebt sich in Recha bei deren erneuter Begegnung und lässt daraufhin auch seine letzten Vorurteile fallen und hält bei Nathan um ihre Hand an (V.2176 f.): „dass sie auf immer, immer-Soll können sehn.“. Das er das Wort „immer“ zweimal benutzt zeigt nochmal die Dringlichkeit, die der Tempelherr hat Recha zu heiraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tempelherr ist impulsiv bzw. leidenschaftlich und handelt unreflektiert, was z.B. in dem Moment deutlich wird, wenn er Nathan beim Patriarchen meldet, weil dieser nicht der Heirat mit Recha zustimmt (vgl.4,2). Dasselbe gilt, als er dem Sultan Nathans Geheimnis verrät, dass dieser eine christliche Adoptivtochter hat, die er als Jude jüdisch erzieht (vgl.4,4) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er widerspricht sich oft in Handlung und Rede (V.1210 ff.), wo er sagt, dass er seines Lebensüberdrüssig ist und das heisst das er jeden retten würde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des Dramas nimmt der Tempelherr es nach einigem Zögern ohne weiteres Bedauern an, dass Recha seine Schwester ist und freut sich darüber, eine Schwester statt einer Frau gewonnen zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Tempelherr ein mehrdimensionaler, dynamischer Charakter ist, der sich von einem christlich-typisierten Charakter zu einem Christen mit humanistischem Weltbild und humanistischen Wertvorstellungen entwickelt. Die Dimensionen seines Charakters entfalten sich vom Christ, Ritter etc. zu einem Freund und Bruder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:FabNNSG|FabNNSG]]], [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DuSNSG|DuSNSG]]], [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:BeKNSG|BeKNSG]]], [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:MaBNSG|MaBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Nathan und Saladin - die Ringparabel====&lt;br /&gt;
Sultan Saladin will Nathan sein Geld entlocken, dafür lädt er ihn in seinen Palast ein. Er verwickelt ihn in ein theologisches Gespräch über die wahre Religion. Nathan antwortet mit der [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise/Nathan der Weise - die Ringparabel|Ringparabel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der Erfolg von Nathans Erziehung: Der Tempelherr beim Patriarchen (IV.2)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Gespräch wird zunächst die dogmatische und intolerante Position des Patriarchen sehr deutlich, welcher alle Einwände des Tempelherrn direkt ablehnt und als nicht überzeugend einstuft. Er richtet sich somit gegen die Vernunft, alle Religionen zu tolerieren und die Humanität und Toleranz als oberste Werte anzusehen. Nathan ruft genau dazu in seiner Erziehung auf und ebenfalls dazu, dass der Gebrauch der Vernunft zu gutem Handeln führen muss. Der Patriarch allerdings ist komplett von der Verbrennung des Juden überzeugt, ohne dabei die Willkürlichkeit seiner Argumentation einzusehen. Somit zeigen sich Nathans Erziehungsansprüche in dieser Szene vor allem als Kontrast zwischen dem Verhalten des Patriarchen und des Tempelherren: nämlich Intoleranz, Dogmatismus und Unmenschlichkeit gegenüber den toleranten, menschlichen Argumenten des Tempelherren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wenn aber nun das Kind, Erbarmte seiner sich der Jude nicht, Vielleicht im Elend umgekommen wäre?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
– oder indem der Tempelherr sagt, dass der Vater das Kind gut erzieht (unabhängig von Religion):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jude hätt&#039; ein einzig Kind, - es sei/ Ein Mädchen, - das er mit der größten Sorgfalt/ Zu allem Guten auferzogen, das/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liebe mehr als seine Seele, das/nIhn wieder mit der frömmsten Liebe liebe. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:PhOSNSG|PhOSNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit erkennt man beim Tempelherrn den Erfolg von Nathans Erziehung besonders, wenn man diese mit dem Verhalten des Patriarchen vergleicht: Der Tempelherr konnte seine Vorurteile gegenüber anderen Religionen ablegen und strebt nun nach Toleranz und Humanität.  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:ZoHNSG|ZoHNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So fragt der Tempelherr auch oft „So?“, nachdem der Patriarch von den Bestrafungen des Juden erzählt, da dies nicht mit seiner Moral übereinstimmt. Erwähnenswert ist außerdem, dass der Tempelherr dem Patriarchen nicht ein einziges Mal bei seinen Vorurteilen und angreifenden Aussagen zustimmt oder sie befürwortet. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:ErTNSG|ErTNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Dramenende - eine groteske Familienutopie?====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Definition:&#039;&#039; Utopie= etwas ist in der Vorstellung der Menschen, existiert aber (noch) nicht in der Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Definition: [https://www.duden.de/rechtschreibung/grotesk grotesk]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Groteske Aspekte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Tempelherr ist in Recha verliebt und hat nachdem er erfährt, dass sie seine Schwester ist, keine erotischen Gefühle mehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- die Figuren lernen sich als Familie neu kennen und verstehen sich direkt miteinander&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- zuerst streiten sich die Figuren über die Religionen und am Ende ist ihnen dieser Aspekt egal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Interpretation des letzten Auftritts:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Nathan die Herkunft Rechas preisgegeben hat, haben Nathan und Recha sich dazu entschlossen, dass Nathan weiterhin Rechas Vater bleibt (V. 3703f.). Dies verdeutlicht die enge Verbundenheit zwischen den beiden Figuren. Recha drückt daraufhin aus, dass es ihr egal sei, wenn sie jemand anderen verliert als Nathan, woraufhin der Tempelherr enttäuscht und verletzt ist (V. 3709). Bei der Diskussion über die Heirat mit Recha sagt Nathan, dass ihr Bruder mitzureden hat, was für Verwirrung des Tempelherrn sorgt, da er nicht weiß, wer der Bruder ist (V. 3747). Recha ist ebenfalls verwundert, da sie bisher nicht wusste, dass sie einen Bruder hat. Anschließend klärt Nathan den Tempelherrn auf, dass er nicht nur Curd von Stauffen heißt, sondern auch Leu von Filnek (V. 3762ff.). Die Verwirrung des Tempelherrn wird dadurch größer, stimmt Nathan allerdings zu. Der Vater des Tempelherrn war Wolf von Filnek, ein Freund Nathans (V. 3785). Als nächstes erklärt Nathan, dass der Tempelherr der Bruder von Recha ist (V. 3792), was Saladin und Sittah erfreut, Recha ist hingegen erschrocken und der Tempelherr ist zunächst abweisend (V. 3793), anschließend jedoch begeistert und dankt Nathan (V. 3801). Nathan klärt auf dass Rechas richtiger Name Blanda von Filnek ist (V. 3808). Später möchte der Tempelherr, dass Recha ihren christlichen Namen wieder annimmt (V. 3809), damit sie als Christin anerkannt wird. Daraufhin bietet Nathan dem Tempelherrn an, sein Vater zu sein (V. 3813), wodurch Sittah und Saladin gerührt sind (V. 3814). Dann findet Saladin heraus, dass der Vater von Recha und dem Tempelherrn Assad, der Bruder von Saladin und Sittah war (V. 3827). Dies wird durch das Buch bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Ereignissen lässt sich schließen, dass Recha und der Tempelherr königliches Blut haben und durch die Familienzusammengehörigkeit wird die Verbundenheit aller Menschen verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei dieser Szene um eine groteske Utopie, da die glücklichen und problemlosen Familienbeziehungen, zwischen den Mitgliedern verschiedener Religionen, wie sie am Ende des Dramas zu finden sind nicht in der Wirklichkeit umsetzbar sind. In Lessings Drama sind die Personen, die die verschiedenen Religionen darstellen, alle miteinander verwandt. Genauso ist es auch bei den Religionen. Dies symbolisiert die Zusammengehörigkeit aller Menschen. Die dargestellte Menschheitsfamilie steht für Humanität und Toleranz. So drückt Lessing seinen Wunsch nach einem toleranten Zusammenleben aller Menschen auf der Welt aus. ([[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]) ([[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]) ([[Benutzer:AmKöNSG|AmKöNSG]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aktualität===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Was ist an dem Stück so besonders, dass es bis heute noch aufgeführt wird?&amp;lt;ref&amp;gt;[[FlMNSG]]: Themenfrage zum Einstieg in das Unterrichtsvorhaben.&amp;lt;/ref&amp;gt;  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[FlMNSG]]]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktualität des Dramas: Meiner Meinung nach ist das Drama noch aktuell, da es heute immer noch Konflikte zwischen verschiedenen Religionen gibt und das Drama eine gute Lösung mit dem Beispiel der Ringparabel zu den Konflikten findet. [[Benutzer:MuGNSG|[MuGNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist das Drama aktuell? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde, dass die Weltreligionen damals viel mehr im Alltag eingebunden waren und viel mehr Menschen an die Religionen fest geglaubt haben und den Glauben ausgelebt haben als heute. Heutzutage wird weniger Wert auf Religionen gelegt und deswegen ein Drama mit Konflikte über Religion irrelevanter als damals geworden ist. Im realen Leben gab es viel mehr Konflikte zwischen den 3 Religionen als heutzutage. [[Benutzer:BilMNSG|[BilMNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weblinks===&lt;br /&gt;
Zum Autor: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing Wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk digital: [https://www.projekt-gutenberg.org/lessing/nathan/nathan.html Projekt-gutenberg.org: Nathan der Weise]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [https://c.wgr.de/buchlinks/978-3-14-022734-6/SNG-22734-003_AB_3.pdf Figurenkonstellation]. Quelle: EinFachDeutsch. Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Neubearbeitung 2019, S. 32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Frage &amp;quot;Was ist Aufklärung?&amp;quot;: Quelle: [https://de.wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl%C3%A4rung%3F wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufklärung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Quelle: Diekhans, Johannes, Schünemann, Luzia: EinFach Deutsch Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Textausgabe. Westermann 2019, S. 166-170, Zusatzmaterial: S. 176-178&amp;quot; /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DaHNSG</name></author>
	</entry>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise</title>
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		<updated>2021-11-12T08:29:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DaHNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Das Spannungsfeld zwischen Individuum um Gesellschaft im Spiegel des Theaters&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet das [https://padlet.com/flossdorfmaren/Wiki Thema] für uns? Welche Schwerpunkte wollen wir setzen[[Datei:Wolfenbüttel - Nathan der Weise.jpg|mini|Denkmal &amp;quot;Nathan der Weise&amp;quot; in Wolfenbüttel, zum Gedenken an [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing Gotthold Ephraim Lessing], ein Werk von [https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Schmidtbochum Erich Schmidtbochum]. (c) [[commons:User:Holbein66|Holbein66]] (2012)|verweis=https://projekte.zum.de/wiki/Datei:Wolfenb%C3%BCttel_-_Nathan_der_Weise.jpg]]Diese Projektseiten werden gestaltet vom Leistungskurs und Grundkurs Deutsch 21/22&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wer war Gotthold Ephraim Lessing? Annäherung an den Autor===&lt;br /&gt;
Eine erste Sammlung zu seiner [https://de.padlet.com/flossdorfmaren/Lessing_vita Vita]:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Mein lieber Eschenburg,&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Meine Freude war nur kurz. Und ich verlor ihn so ungern, diesen Sohn! denn er hatte so viel Verstand! so viel Verstand! – Glauben Sie nicht, daß die wenigen Stunden meiner Vaterschaft, mich schon zu so einem Affen von Vater gemacht haben! Ich weiss, was ich sage! – War es nicht Verstand, daß man ihn mit eisern Zangen auf die Welt ziehen musste? daß er so bald Unrat merkte? – War es nicht Verstand, daß er die erste Gelegenheit ergriff, sich wieder davon zu machen? – Freilich zerrt mir der kleine Ruschelkopf auch die Mutter mit fort! – Denn noch ist wenig Hoffnung, daß ich sie behalten werde. – Ich wollte es auch einmal so gut haben, wie andere Menschen. Aber es ist mir schlecht bekommen. &#039;&#039;(Lessing an Eschenburg, 31. Dezember 1777)&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;G.E.Lessing an Eschenburg, 31.12.1777 In: G.E. Lessing: Gesammelte Werke, Bd. xc,döfdp&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====Lebensdaten=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geboren&#039;&#039;&#039;: 22. Januar 1729, Kamenz in der Oberlausitz &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gestorben&#039;&#039;&#039;: 15. Februar 1781, Braunschweig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehefrau: Eva König (1776-1778), starb kurz nach der Geburt des Sohnes an Kindbettfieber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: Traugott *24.12.1777, +25.12.1777&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eltern: Johann Gottfried Lessing (Pastor), Justina Salome Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschwister: Erdmann Salomo Lessing, Karl Gotthelf Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lebenslauf=====&lt;br /&gt;
1748-1752 Medizin-Studium in Wittenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1749-1751 „freier Schriftsteller“ in Berlin, Kennenlernen der Freunde Moses Mendelssohn (Philosoph), Friedrich Nicolai (Verleger), Ewald Christian von Kleist (Offizier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1770-1781 in Wolfenbüttel als Hofbibliothekar, viele Reisen um Einsamkeit zu entfliehen, Unzufriedenheit&lt;br /&gt;
[[Datei:Gotthold Ephriam Lessing.JPG|mini|Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781). Portrait. lizenzfrei]]&lt;br /&gt;
Nach Tod des Sohnes und der Ehefrau:  produktivste Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779: „Nathan der Weise“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1780: Verschlechterung des Gesundheitszustandes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1781: Tod aufgrund von Brustwassersucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]], [[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]], [[Benutzer:LiSNSG|LiSNSG]], [[Benutzer:AkDiNSG|AkDiNSG]], [[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]]&lt;br /&gt;
=====Intention=====&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; als typisches Werk der Aufklärung markiert Lessing Wunschvorstellung eines friedlichen Miteinanders von vernunftgeleiteten Menschen:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Nicht die Wahrheit, in deren Besitz irgendein Mensch ist, oder zu sein vermeynet, sondern die aufrichtige Mühe, die er angewandt hat, hinter die Wahrheit zu kommen, macht den Wert des Menschen. Denn nicht durch den Besitz, sondern durch die Nachforschung der Wahrheit erweitern sich seine Kräfte, worin allein seine immer wachsende Vollkommenheit besteht. Der Besitz macht ruhig, träge, stolz - Wenn Gott in seiner Rechten alle Wahrheit, und in seiner Linken den einzigen immer regen Trieb nach Wahrheit , obschon mit dem Zusatz, mich immer uns ewig zu irren, verschlossen hielten und spräche zu mir: wähle! Ich fiele ihm mit Demuth in seine Linke, und sagte: Vater gieb! die reine Wahrheit ist ja doch nicht für dich allein!&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lessing, eine Duplik, 1778&lt;br /&gt;
=====Werk=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dramen&#039;&#039;&#039;: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Damon, oder die wahre Freundschaft (Lustspiel 1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der junge Gelehrte (Lustspiel 1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die alte Jungfer (Lustspiel 1748)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Misogyn (Lustspiel 1748)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Freigeist (Lustspiel 1749)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Juden (Lustspiel 1749)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Schatz (Lustspiel 1750)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Miß Sara Sampson (Trauerspiel 1755)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Philotas (Trauerspiel 1759)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Minna von Barnhelm (Lustspiel 1767)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Emilia Galotti (Trauerspiel 1772)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Nathan der Weise (Dramatisches Gedicht 1779)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gedichte&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die drey Reiche der Natur (1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Kleinigkeiten (1751)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lieder (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Oden (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Sinngedichte (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fabeln:&#039;&#039;&#039;-Fabeln und Erzählungen (1772)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Fabeln. Drey Bücher: (1759)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ästhetische Schriften:&#039;&#039;&#039;-Rezensionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Briefe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Vorreden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie lebte und arbeitete der Schriftsteller im 18. Jahrhundert? Hintergründe zum &#039;&#039;Nathan&#039;&#039;===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das deutsche Bürgertum im 18. Jahrhundert====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18. Jahrhundert: Epochenwende und Beginn der modernen Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;G.E. Lessing: Nathan der Weise. EinFach Deutsch - Textausgabe mit Zusatzmaterialien. Westermann: 2019, S. 148-149.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Politische Situation=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Seit dem 30-jährigen Krieg: Deutsche Reich in viele kleine Territorien zersplittert (300 souveräne Territorien)&lt;br /&gt;
*Reichsgewalt lag bis 1806 beim Deutschen Kaiser (nur auf wenige Rechte beschränkt, hat eine symbolische Bedeutung)&lt;br /&gt;
*politische Entscheidungen lagen bei Territiorialstaaten&lt;br /&gt;
*offizieller Titel: Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Bevölkerung=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Herrscher  bekommen ihr Geld durch Auspressung ihrer Untertanen&lt;br /&gt;
*Lebensbedingung der Bevölkerung dürftig (feudale Lasten, fürstliche Willkür)&lt;br /&gt;
*Leibeigenen Bauern ihres Herrn hatten nur lebensnotwendige Dinge (manchmal noch weniger)&lt;br /&gt;
*Unterschicht sind mehr als zwei Drittel der Bevölkerung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bildung von neuen ökonomischen Kräften und einer neuen sozialen Schicht&lt;br /&gt;
**Handel, Bankgewerbe, Manufakturwesen&lt;br /&gt;
**Geld und soziales Prestige&lt;br /&gt;
**war noch schwach und zahlenmäßig klein&lt;br /&gt;
*Kräfteverschiebung —&amp;gt;Spannung in der Ständepyramide—&amp;gt; Konfrontation zwischen Adel und Bürgertum&lt;br /&gt;
*Bürger akzeptieren die Vorherrschaft des Adels nicht&lt;br /&gt;
**meldeten ihren Souveränitätsanspruch an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Fragen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Welche geographischen Besonderheiten zeichneten das Deutsche Reich nach dem 30-jährigen Krieg aus?&lt;br /&gt;
*Bei wem lag die Reichsgewalt bis 1806 und was war das besondere daran?&lt;br /&gt;
*Welchen offiziellen Titel trug das Deutsche Reich?&lt;br /&gt;
*Wer übte die wichtigsten politischen Entscheidungen aus?&lt;br /&gt;
*Wie groß war der Anteil der Unterschicht in der Bevölkerung?&lt;br /&gt;
*Was ist geschehen, dass Historiker das 18. Jh. als Beginn der modernen Zeit bezeichnen?&lt;br /&gt;
*Welche Gründe veranlassten Spannung in der alten hierarchischen Ständepyramide?&lt;br /&gt;
*Welche Konsequenzen resultierten aus diesen Spannungen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gottsched und Lessing- zum Theaterbetrieb im 18. Jh.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Christoph Gottscheds Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
•    Gottscheds Bemühungen konzentrierten sich auf den Spielplan des Theaters, er  möchtedas als chaotisch erlebte, herkömmliche Theater abschaffen: Beseitigung des rohen Tons auf der Bühne und Vorurteil der Gebildeten gegen das Theater, der Beruf des Schauspielers galt als nicht ehrbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     nimmt sich französische Klassik zum Vorbild &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     stellt Regeln für die Pflege einer klaren deutschen Schriftsprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     durch literarisch gehobenes Programm bringt er Drama und Theater wieder zur Anerkennung beim bildungseifrigen Bürgertum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     fordert Einhaltung von Regeln (Einheit von Ort, Zeit und Handlung im Drama)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     vernunftgeleitete Darstellung (der Natur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Ziel: moralische Belehrung des Publikums - Theater vermittelt moralische Botschaften, die das Publikum im Sinne der Aufklärung &amp;quot;erziehen&amp;quot;: Aufklärungsphilosophie ( „critischen Dichtkunst vor die Deutschen“), Aufhebung der sozialen Aufspaltung, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lessings Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
•     Stücke sollen dramatisch sein und das Publikum emotional fesseln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     Publikum soll sich emotional identifizieren können- sittliche Verbesserung des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     möchte nationales Theater, das viele Freiheiten hat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     Drama soll zum Nachdenken anregen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     geprägt von Shakespeare&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     Regeln müssen nicht eingehalten werden&amp;lt;ref&amp;gt;G.E. Lessing: Nathan der Weise. EinFach Deutsch - Textausgabe mit Zusatzmaterialien. Westermann: 2019, S. 156 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ein fiktives Streitgespräch zwischen Gottsched und Lessing über das Theater=====&lt;br /&gt;
Lessing: Herr Gottsched, ich bin sehr enttäuscht von Ihnen. Sie versuchen doch nur Ihre französischen Vorbildernachzuahmen und bestehen dann auch noch auf die Einhaltung dieser nutzlosen Regeln. Nichts weiter! Wo bleibt da die Kreativität?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottsched: Sie haben doch keine Ahnung. Das Theater dient schließlich nicht zur Belustigung des Publikums, sondernzur Vermittlung moralischer Botschaften. Der hohe Sprachstil ist übrigens auch sehr wichtig, um das höhere Bürgertumanzusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessing: Das ist doch Unsinn. Von Ihnen lasse ich mir nichts sagen. Das Theater sollte für alle da sein, nicht nur für die Adeligen. Die Zuschauer müssen von den Aufführungen mitgerissen werden. Das geht nur, wenn sie sich mit denRollen identifizieren können und wenn das Stück lebendig und emotional vorgetragen wird. Genau das führt zu der sittlichen Besserung des Publikums. Statt dem französischen sollten Sie sich lieber das englische Theater von Shakespeare zum Vorbild nehmen. Dann kommen Sie hoffentlich auf einen besseren Geschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottsched: Das kann doch wohl nicht Ihr Ernst sein oder? In so einem Ton lasse ich nicht mit mir reden. Unsere Meinungen sind anscheinend zu unterschiedlich, als das eine normale Unterhaltung über das Theater möglich ist.  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lessing und Melchior Goeze====&lt;br /&gt;
Lessing übte Kritik am traditionellen biblischen Glauben und am protestantischen Lehrbegriff (z.B. von der Erbsünde und der Erlösung durch den Tod Christi). Die Folge davon war, dass ihm die Zensurfreiheit entzogen wurde und er den &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; als literarische Anowrt darauf verfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Chronlogie der Ereignisse=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vor der Auseinandersetzung Lessings und Goeze traf Lessing sein Schicksal. Durch den plötzlichen Tod seines Kindes und dem darauffolgenden seiner Frau, suchte er auf rationaler Ebene nach Gründen und Sinnhaftigkeit für sein persönliches Schicksal. Seiner Trauer widmete er sich mit Hilfe seines Verstandes und der Schaffung rational ausgerichteter Werke. Nach zwei Jahrzehnten des Versuches, ein unabhängiger Schriftsteller zu werden, trat Lessing das Amt des Bibliothekvorstehers an und sicherte sich sein Zensurrecht (1770). (vgl. Nathan der Weise Anhang S.166 Z1)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lessing erhielt Schriften des Freundes und Professors Samuel Reinhards, welche Kritik an dem Alten und Neuen Testament sowie des protestantischen Lehrbegriffs darstellen und sich zugleich mit diesem beschäftigen. ( Erbsünde, Erlösung durch den Tod Christi). Diese veröffentlichte Lessing.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Goeze führte im Januar 1778 einen Angriff auf Lessing durch, auf den Lessing mit „Anti-Goeze“ Briefen antwortet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Streit wird 1778 gewaltsam gelöst, indem am 6. Juli Lessing der weitere Druck und Vertrieb der „Beiträge“, in denen die Fragmente erschienen waren, verboten wurden und am 13. Juli folgt das Verbot der Fortsetzung der Anti-Goeze Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lessing antwortete darauf noch mit einigen Briefen, auf ein paar unnötige Frage Goezes, worauf er auch nicht mehr aus anderen Orten mit Streitbriefen schreiben durfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Als Konsequenz wird Lessing die Zensurfreiheit entzogen und er konzentriert sich wieder auf das Theater. &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039; entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lessing schrieb zum letzten Mal im Oktober 1778 auf einen Angriff Goezes mit dem Versuch einer Reihe &amp;quot;Der nötigen Antwort auf eine sehr unnötige Frage&amp;quot;, worauf der Streit mit diesem Artikel endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Zusammenfassung der zentralen Aussagen von Pastor Goeze und Lessing=====&lt;br /&gt;
Lessing steht für den Vernunft-Glauben und möchte die Leichtgläubigkeit durch denkenden Glauben ersetzen. Die Mühe, hinter die Wahrheit zu kommen, macht für ihn den Wert des Menschen aus und nicht der Besitz der Wahrheit allein. Lessing sieht die Leichtgläubigkeit als Missbrauch der Autorität an.&amp;lt;ref&amp;gt;Diekhans, Johannes; Schünemann, Luzia: EinFach Deutsch Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Neubearbeitung: Westerman 2019, S. 176ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Pastor [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Melchior_Goeze Melchior Goeze] reagiert auf Lessings Kritik (Wahrheitsbekenntnis), welche Goezes Replik und Widersprüche des biblischen Offenbarungsberichts darstellte. Zudem enthüllt Lessing sein viel zitierendes Wahrheitsbekenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ein fiktives Streitgespräch zwischen Goeze und Lessing=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Was fällt dir ein die Bibel in Frage zu stellen und die Autorität der Kirche mit deiner erbärmlichen Duplik zu verleugnen, du Gotteslästerer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Du, du Kirchenfanatiker, hältst dich und deine biblischen Offenbarungsberichte für etwas besseres. Dabei untermauerst du nur deine Einfältigkeit, ohne jeglichen Versuch selbst an die Wahrheit zu gelangen. Ich, als von Vernunft geleiteter Mensch, strebe durch Nachforschung und aufrichtige Mühe die Wahrheit an. Dir, dir liegt sie bloß zu Füßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Wer bist du, dass du, die der Geboten und Verheißung folgende Wahrheit demütigst und es wagst, Gott und seine Vertreter auf der Erde in den Dreck zu ziehen? Wenn du so weiter hantierst, drohst du ins offene Feuer zu laufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Wer ich bin? Ein Mensch mit Wert und Verstand. Ich verkaufe keine fahrlässigen Behauptungen für wahr. Wenn du in die Hölle möchtest, dann mach nur weiter so, du bist auf dem besten Wege. Mein Ziel ist es lediglich, die Menschen von dem Vernunftglauben zu überzeugen. So einer Leichtgläubigkeit sollte keiner trauen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Du und dein Verstand. Laber keinen Unsinn. Es ist Rechtfertigung genug, dass der ganze Staat und die bürgerliche Verfassung auf dem Glauben basieren! Unser Glaube brauch keinen Verstand. Er kommt aus tiefstem Herzen und erweist immer Loyalität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Ihr könnt ja aus tiefstem Herzen glauben , aber vor allem sollt ihr denken. Der Verstand ist der springende Punkt. Allein gehorchen und sich die Bibel als Vorschrift zu nehmen ist lächerlich. Was hat man denn davon? Was bringt es denn den Menschen, von ihren veralteten und längst überholten Tatsachen beschallt zu werden? Nicht in der Lage zu sein, selbst zu denken und sich alles vorgaukeln zu lassen? „Super“ Sache! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Wir glauben nicht nur, wir wissen. Und es ist ganz leicht zu erklären, warum wir uns darauf beruhen. Wirf einfach einen Blick zurück in die Vergangenheit. Wann haben Samen der Rebellion reife Früchte getragen? Ganz einfache Antwort: nie! Und das liegt daran, dass diese nicht aus der Hand der Christen sondern von Gott selbst gesät werden. Gott einzig und allein trägt die Verantwortung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Mein lieber Götze, wann habe ich denn von Rebellion gesprochen? Ich spreche nur von den Überlegungen auf persönlicher Ebene und der Bildung eigener Meinungen durch das Denken. Das passiert wohl, wenn man selbst seinen Verstand nicht benutzt und sich an Gegebenheiten erfreut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Du bist ja lächerlich. Und von so einem Witzbold und dessen ach so tollen Grundsätzen soll ich mir als Pfarrer meine Auffassungen abstreiten lassen? In meinen Träumen nicht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Oh ja! Allerdings mache ich deine sinnlosen Behauptungen runter und stelle meine vernünftigen, selbst nachgeforschten Erkenntnisse, in den Vordergrund. Solch zufällige Geschichtswahrheiten der Bibel können niemals standhalten mit belegten Vernunft-Wahrheiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Ich glaube, ich muss lachen! Ihre Laberei und Kritzeleien von Vernunftwahrheiten können Sie sich was weiß ich wohin stecken. Es ist lächerlich, wie du dich als Wichtigtuer aufführst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Es mag sein, dass Sie meine Art des Schreibens nicht mögen, aber das liegt an meiner metaphorischen Art und Weise. Festzustellen ist letztendlich doch, dass du die Wahrheit kennst, ohne nachgeforscht zu haben. Deine Wahrheit besteht nur daraus, dass du keinen Plan hast und damit nur deine Leichtgläubigkeit bestätigst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Dass du dich traust so etwas über mich zu behaupten!? Das wird Konsequenzen haben, glaube mir! Du Gotteslästerer!   [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Inhalt===&lt;br /&gt;
-  Das Drama spielt in Jerusalem. Die Handlung beginnt mit Nathans Rückkehr von einer Geschäftsreise. Er erfährt von Daja, seiner Haushälterin, dass seine Tochter Recha von einem Tempelherren aus dem brennenden Haus gerettet worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- In dieser Zeit regiert in Jerusalem Sultan Saladin. Er will sich auf Empfehlung seines Schatzmeisters Al Hafi von Nathan Geld leihen. Er erfindet eine List.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Es kommt zu einem Treffen zwischen Saladin und Nathan, in dem Saladin - statt um Geld zu bitten - Nathan fragt, welche Religion die wahrhaftige sei. Es folgt die Ringparabel über ... .  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag 1:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... Darauf antwortet Nathan mit einer alten Geschichte, der Ringparabel. In dieser geht es um einen Vater, der seinen Ring immer an seinen Lieblingssohn weitergibt. Als sich aber ein Vater nicht entscheiden konnte, wer der Lieblingssohn ist, kopierte er den Ring und gab allen drei einen. Diese stritten dann vergeblich darum, wer den echten hat. Aber sie alle lernten ihn zu schätzen. Durch Nathans Antwort ist der Sultan erstaunt und fragt demnach auch nicht mehr nach Geld. Als sich Recha und der Tempelherr treffen, verliebt sich der Tempelherr in Recha und bittet Nathan um die Einwilligung zur Heirat. Da Nathan sich aber nicht sicher ist, ob die beiden verwandt sind, handelt er abweisend. Als Nathan ein Familienbuch von dem Klosterbruder gebracht bekommt, findet er heraus, dass alle verwandt sind. Als sich alle im Palast von Saladin versammeln wird klar, dass Recha und der Tempelherr die Kinder seines - seit zwanzig Jahren verschollenen - Assad sind. Dieser ist der Bruder von Saladin und Sittah. Am Ende erkennen außerdem alle, dass es eigentlich sinnlos ist, darüber zu streiten, welche Religion die wahre oder die beste sei. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:ErTNSG|ErTNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag 2:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... Es folgt die Ringparabel über die drei Brüder, die von ihrem Vater einen Ring erhalten sollen. Jedoch soll nach der Tradition nur der Lieblingssohn den Ring erhalten. Weil der Vater sich aber nicht entscheiden kann, welchem Sohn er den Ring geben soll, da er sie alle gleich lieb hatte, lässt er drei Kopien anfertigen und gibt jedem Sohn einen Ring. Die Kopien lassen sich nicht mehr voneinander unterscheiden und nach dem Tod des Vaters bricht ein Streit aus, welcher Ring nun der echte sei. Ein Richter entscheidet, dass jeder Sohn seinen als wahren ansehen solle. So sei es auch mit den drei Weltreligionen. Überzeugt von der Parabel bietet der Sultan Nathan seine Freundschaft an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tempelherr hält im weiteren Verlauf der Ereignisse um Rechas Hand an, da er sich -  trotz ihrer jüdischen Herkunft -in sie verliebt hat. Nathan und der Tempelherr treffen sich im Palast des Sultan, wo sich herausstellt, dass Recha und der Tempelherr verwandt sind. Der Sultan stellt weiter fest, dass der Tempelherr sein Neffe und der Sohn seines verstorbenen Bruders ist. Recha ist dementsprechend die leibliche Tochter seines Bruders.  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:EvLaNSG|EvLaNSG]]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man folgende Kernaussagen für das Drama formulieren: Alle drei Weltreligionen können in einer Familie aufgefunden werden, alle Religionen sind quasi miteinander verwandt, weil sie einen gemeinsamen Ursprung haben. Jede Religion ist die wahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Figurencharakterisierungen===&lt;br /&gt;
Hier wollen wir sukzessive die wichtigsten Figuren des Dramas charakterisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Charakterisierung der Figur Nathan anhand der Exposition (1.1)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan ist die Hauptfigur des Dramas „Nathan der Weise“ von Gotthold E. Lessing. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt zusammen mit seiner Tochter namens Recha und deren Gesellschafterin Daja, die Christin ist. Selbst ist Nathan Jude, weshalb er seine Tochter auch jüdisch erzieht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan ist ein erfolgreicher, gut verdienender Geschäftsmann, der sich keine Sorgen um sein Geld macht. Nachdem sein Haus abgebrannt ist, hat er keinerlei Existenzängste, sondern nimmt es gelassen hin, dass er wohlmöglich ein neues Haus bauen muss, was wiederum mit Kosten verbunden wäre (vgl. V. 17f). Außerdem ist er bereit alle seine Schätze an den Retter Rechas abzugeben, was sowohl eine große Dankbarkeit zeigt, als auch verdeutlicht, dass Nathan Geld und Reichtum nicht so wichtig sind (vgl. V. 94 ff). Als er Daja von all seinen Geschenken erzählt, die er von seiner Geschäftsreise für sie mitgebracht hat, wird erneut deutlich, dass es ihm an Geld nicht mangelt (vgl. V. 43f und V. 48f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wird dadurch auch veranschaulicht, dass Nathan anscheinend doch nicht so ehrlich und großmütig ist, wie alle seine Mitmenschen von ihm denken. Mit den Mitbringseln erhofft er sich nämlich Dajas Schweigen, über einen noch unbekannten dramatischen Konflikt bezüglich seiner Tochter (vgl. V. 37 ff und V.58). Hier wird auch deutlich, dass Nathan eine gewisse Macht über Daja besitzt (vgl. V. 58f) und sich in der Position befindet Befehle erteilen zu können (z.B. vgl. V. 154f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gelassen Nathan scheint, als er von seinem abgebrannten Haus erfährt, so hilflos und verzweifelt wirkt er als ihm erzählt wird, dass seine Tochter fast gestorben wäre. Als Daja es ihm erzählt scheint er fast durchzudrehen und will ebenso sterben wie seine Tochter (vgl. V. 24ff). Dies spiegelt den „Vaterinstinkt“ wieder, den Nathan gegenüber Recha besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Nathan Daja schon seid längerem zum Schweigen zwingt, ist diese von seiner Rückkehr höchst erfreut, was sein hohes Ansehen hervorhebt (vgl. V. 1f und V. 167: „Ihr seid so gut und zugleich so schlimm!“). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Desweiteren ist Nathan wissbegierig (vgl. V. 80ff), einfühlsam (vgl. V. 128ff) und kann logische Schlussfolgerungen ziehen (vgl. V. 139). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lässt sich ergänzen, dass Nathan Redewendungen benutzt (vgl. V. 11) und viel von Gott spricht (vgl. z. B.  V. 3 und 14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man festhalten, dass Nathan ein gutmütiger, ehrlicher, gelassener und großzügiger Mann ist, solange es nicht um seine Tochter Recha geht, dann ist er so ziemlich das Gegenteil der eben genannten Eigenschaften. Zum Beispiel ist er nicht mehr ganz ehrlich um seine Tochter zu beschützen. Außerdem scheint eine gewisse Spannung zwischen Nathan und Daja zu existieren, die sich im Laufe des Dramas wohlmöglich noch aufklären wird. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eine Charakterisierung Nathans aus der Sicht von Daja ====&lt;br /&gt;
Aus Dajas Sicht ist Nathan ein viel beschäftigter Geschäftsmann, der sehr lange unterwegs ist (Vgl. V. 1f.). Daja schätzt seine Ehrlichkeit und seinen Großmut, allerdings hält sie es nicht für richtig, dass Nathan Recha als „[seine] Recha“ (V. 28) bezeichnet. Aus Dajas Sicht haben Nathan und Recha dennoch eine gute Beziehung (Vgl. V. 87f.). Nathan ist Daja überlegen, und das weiß und akzeptiert sie auch. Dies lässt sich an ihren erwiderten Worten „Ich schweige“ (V. 58) auf die Aufforderung zu schweigen erkennen. Zudem möchte Daja gerne über ihr Gewissen reden, allerdings unterbricht Nathan sie immer wieder, um ihr Geschenke zu übergeben (Vgl. V. 41ff.). Daraufhin wirft sie ihm vor, alles nur mit materiellen Gütern lösen zu wollen (Vgl. V. 52f.). In Dajas Augen ist Nathan ein entschlossener und eventuell etwas übermütiger Mann (Vgl. V. 162), der sowohl positive als auch negative Seiten an sich hat: „Ihr seid so gut und seid zugleich so schlimm!“ (V. 167).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Nathan aus Sicht von Daja ein liebenswürdiger Vater und ein ehrlicher Geschäftsmann ist. Sie ist ihm unterlegen, aber schätzt dennoch seine guten Seiten. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aktualität===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Was ist an dem Stück so besonders, dass es bis heute noch aufgeführt wird?&amp;lt;ref&amp;gt;[[FlMNSG]]: Themenfrage zum Einstieg in das Unterrichtsvorhaben.&amp;lt;/ref&amp;gt;  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[FlMNSG]]]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuellität vom Drama: Meiner Meinung nach ist das Drama noch aktuell, da es heute immer noch Konflikte zwischen verschiedenen Religionen gibt und das Drama eine gute Lösung mit dem Beispiel der Ringparabel zu den Konflikten findet. [[Benutzer:MuGNSG|[MuGNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist das Drama aktuell? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde, dass die Weltreligionen damals viel mehr im Alltag eingebunden waren und viel mehr Menschen an die Religionen fest geglaubt haben und den Glauben ausgelebt haben als heute. Heutzutage wird weniger Wert auf Religionen gelegt und deswegen ein Drama mit Konflikte über Religion irrelevanter als damals geworden ist. Im realen Leben gab es viel mehr Konflikte zwischen den 3 Religionen als heutzutage. [[Benutzer:BilMNSG|[BilMNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weblinks===&lt;br /&gt;
Zum Autor: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing Wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk digital: [https://www.projekt-gutenberg.org/lessing/nathan/nathan.html Projekt-gutenberg.org: Nathan der Weise]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [https://c.wgr.de/buchlinks/978-3-14-022734-6/SNG-22734-003_AB_3.pdf Figurenkonstellation]. Quelle: EinFachDeutsch. Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Neubearbeitung 2019, S. 32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Quelle: Diekhans, Johannes, Schünemann, Luzia: EinFach Deutsch Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Textausgabe. Westermann 2019, S. 166-170, Zusatzmaterial: S. 176-178&amp;quot; /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DaHNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise</title>
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		<updated>2021-11-12T08:27:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DaHNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Das Spannungsfeld zwischen Individuum um Gesellschaft im Spiegel des Theaters&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet das [https://padlet.com/flossdorfmaren/Wiki Thema] für uns? Welche Schwerpunkte wollen wir setzen[[Datei:Wolfenbüttel - Nathan der Weise.jpg|mini|Denkmal &amp;quot;Nathan der Weise&amp;quot; in Wolfenbüttel, zum Gedenken an [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing Gotthold Ephraim Lessing], ein Werk von [https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Schmidtbochum Erich Schmidtbochum]. (c) [[commons:User:Holbein66|Holbein66]] (2012)|verweis=https://projekte.zum.de/wiki/Datei:Wolfenb%C3%BCttel_-_Nathan_der_Weise.jpg]]Diese Projektseiten werden gestaltet vom Leistungskurs und Grundkurs Deutsch 21/22&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wer war Gotthold Ephraim Lessing? Annäherung an den Autor===&lt;br /&gt;
Eine erste Sammlung zu seiner [https://de.padlet.com/flossdorfmaren/Lessing_vita Vita]:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Mein lieber Eschenburg,&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Meine Freude war nur kurz. Und ich verlor ihn so ungern, diesen Sohn! denn er hatte so viel Verstand! so viel Verstand! – Glauben Sie nicht, daß die wenigen Stunden meiner Vaterschaft, mich schon zu so einem Affen von Vater gemacht haben! Ich weiss, was ich sage! – War es nicht Verstand, daß man ihn mit eisern Zangen auf die Welt ziehen musste? daß er so bald Unrat merkte? – War es nicht Verstand, daß er die erste Gelegenheit ergriff, sich wieder davon zu machen? – Freilich zerrt mir der kleine Ruschelkopf auch die Mutter mit fort! – Denn noch ist wenig Hoffnung, daß ich sie behalten werde. – Ich wollte es auch einmal so gut haben, wie andere Menschen. Aber es ist mir schlecht bekommen. &#039;&#039;(Lessing an Eschenburg, 31. Dezember 1777)&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;G.E.Lessing an Eschenburg, 31.12.1777 In: G.E. Lessing: Gesammelte Werke, Bd. xc,döfdp&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====Lebensdaten=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geboren&#039;&#039;&#039;: 22. Januar 1729, Kamenz in der Oberlausitz &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gestorben&#039;&#039;&#039;: 15. Februar 1781, Braunschweig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehefrau: Eva König (1776-1778), starb kurz nach der Geburt des Sohnes an Kindbettfieber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: Traugott *24.12.1777, +25.12.1777&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eltern: Johann Gottfried Lessing (Pastor), Justina Salome Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschwister: Erdmann Salomo Lessing, Karl Gotthelf Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lebenslauf=====&lt;br /&gt;
1748-1752 Medizin-Studium in Wittenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1749-1751 „freier Schriftsteller“ in Berlin, Kennenlernen der Freunde Moses Mendelssohn (Philosoph), Friedrich Nicolai (Verleger), Ewald Christian von Kleist (Offizier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1770-1781 in Wolfenbüttel als Hofbibliothekar, viele Reisen um Einsamkeit zu entfliehen, Unzufriedenheit&lt;br /&gt;
[[Datei:Gotthold Ephriam Lessing.JPG|mini|Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781). Portrait. lizenzfrei]]&lt;br /&gt;
Nach Tod des Sohnes und der Ehefrau:  produktivste Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779: „Nathan der Weise“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1780: Verschlechterung des Gesundheitszustandes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1781: Tod aufgrund von Brustwassersucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]], [[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]], [[Benutzer:LiSNSG|LiSNSG]], [[Benutzer:AkDiNSG|AkDiNSG]], [[Benutzer:DaHNSG|DaHNSG]]]&lt;br /&gt;
=====Intention=====&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; als typisches Werk der Aufklärung markiert Lessing Wunschvorstellung eines friedlichen Miteinanders von vernunftgeleiteten Menschen:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Nicht die Wahrheit, in deren Besitz irgendein Mensch ist, oder zu sein vermeynet, sondern die aufrichtige Mühe, die er angewandt hat, hinter die Wahrheit zu kommen, macht den Wert des Menschen. Denn nicht durch den Besitz, sondern durch die Nachforschung der Wahrheit erweitern sich seine Kräfte, worin allein seine immer wachsende Vollkommenheit besteht. Der Besitz macht ruhig, träge, stolz - Wenn Gott in seiner Rechten alle Wahrheit, und in seiner Linken den einzigen immer regen Trieb nach Wahrheit , obschon mit dem Zusatz, mich immer uns ewig zu irren, verschlossen hielten und spräche zu mir: wähle! Ich fiele ihm mit Demuth in seine Linke, und sagte: Vater gieb! die reine Wahrheit ist ja doch nicht für dich allein!&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lessing, eine Duplik, 1778&lt;br /&gt;
=====Werk=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dramen&#039;&#039;&#039;: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Damon, oder die wahre Freundschaft (Lustspiel 1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der junge Gelehrte (Lustspiel 1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die alte Jungfer (Lustspiel 1748)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Misogyn (Lustspiel 1748)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Freigeist (Lustspiel 1749)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Juden (Lustspiel 1749)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Schatz (Lustspiel 1750)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Miß Sara Sampson (Trauerspiel 1755)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Philotas (Trauerspiel 1759)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Minna von Barnhelm (Lustspiel 1767)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Emilia Galotti (Trauerspiel 1772)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Nathan der Weise (Dramatisches Gedicht 1779)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gedichte&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die drey Reiche der Natur (1747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Kleinigkeiten (1751)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lieder (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Oden (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Sinngedichte (1771)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fabeln:&#039;&#039;&#039;-Fabeln und Erzählungen (1772)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Fabeln. Drey Bücher: (1759)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ästhetische Schriften:&#039;&#039;&#039;-Rezensionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Briefe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Vorreden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie lebte und arbeitete der Schriftsteller im 18. Jahrhundert? Hintergründe zum &#039;&#039;Nathan&#039;&#039;===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das deutsche Bürgertum im 18. Jahrhundert====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18. Jahrhundert: Epochenwende und Beginn der modernen Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;G.E. Lessing: Nathan der Weise. EinFach Deutsch - Textausgabe mit Zusatzmaterialien. Westermann: 2019, S. 148-149.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Politische Situation=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Seit dem 30-jährigen Krieg: Deutsche Reich in viele kleine Territorien zersplittert (300 souveräne Territorien)&lt;br /&gt;
*Reichsgewalt lag bis 1806 beim Deutschen Kaiser (nur auf wenige Rechte beschränkt, hat eine symbolische Bedeutung)&lt;br /&gt;
*politische Entscheidungen lagen bei Territiorialstaaten&lt;br /&gt;
*offizieller Titel: Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Bevölkerung=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Herrscher  bekommen ihr Geld durch Auspressung ihrer Untertanen&lt;br /&gt;
*Lebensbedingung der Bevölkerung dürftig (feudale Lasten, fürstliche Willkür)&lt;br /&gt;
*Leibeigenen Bauern ihres Herrn hatten nur lebensnotwendige Dinge (manchmal noch weniger)&lt;br /&gt;
*Unterschicht sind mehr als zwei Drittel der Bevölkerung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bildung von neuen ökonomischen Kräften und einer neuen sozialen Schicht&lt;br /&gt;
**Handel, Bankgewerbe, Manufakturwesen&lt;br /&gt;
**Geld und soziales Prestige&lt;br /&gt;
**war noch schwach und zahlenmäßig klein&lt;br /&gt;
*Kräfteverschiebung —&amp;gt;Spannung in der Ständepyramide—&amp;gt; Konfrontation zwischen Adel und Bürgertum&lt;br /&gt;
*Bürger akzeptieren die Vorherrschaft des Adels nicht&lt;br /&gt;
**meldeten ihren Souveränitätsanspruch an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Fragen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Welche geographischen Besonderheiten zeichneten das Deutsche Reich nach dem 30-jährigen Krieg aus?&lt;br /&gt;
*Bei wem lag die Reichsgewalt bis 1806 und was war das besondere daran?&lt;br /&gt;
*Welchen offiziellen Titel trug das Deutsche Reich?&lt;br /&gt;
*Wer übte die wichtigsten politischen Entscheidungen aus?&lt;br /&gt;
*Wie groß war der Anteil der Unterschicht in der Bevölkerung?&lt;br /&gt;
*Was ist geschehen, dass Historiker das 18. Jh. als Beginn der modernen Zeit bezeichnen?&lt;br /&gt;
*Welche Gründe veranlassten Spannung in der alten hierarchischen Ständepyramide?&lt;br /&gt;
*Welche Konsequenzen resultierten aus diesen Spannungen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gottsched und Lessing- zum Theaterbetrieb im 18. Jh.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Johann Christoph Gottscheds Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
•    Gottscheds Bemühungen konzentrierten sich auf den Spielplan des Theaters, er  möchtedas als chaotisch erlebte, herkömmliche Theater abschaffen: Beseitigung des rohen Tons auf der Bühne und Vorurteil der Gebildeten gegen das Theater, der Beruf des Schauspielers galt als nicht ehrbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     nimmt sich französische Klassik zum Vorbild &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     stellt Regeln für die Pflege einer klaren deutschen Schriftsprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     durch literarisch gehobenes Programm bringt er Drama und Theater wieder zur Anerkennung beim bildungseifrigen Bürgertum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     fordert Einhaltung von Regeln (Einheit von Ort, Zeit und Handlung im Drama)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     vernunftgeleitete Darstellung (der Natur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Ziel: moralische Belehrung des Publikums - Theater vermittelt moralische Botschaften, die das Publikum im Sinne der Aufklärung &amp;quot;erziehen&amp;quot;: Aufklärungsphilosophie ( „critischen Dichtkunst vor die Deutschen“), Aufhebung der sozialen Aufspaltung, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Lessings Theaterkonzept=====&lt;br /&gt;
•     Stücke sollen dramatisch sein und das Publikum emotional fesseln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     Publikum soll sich emotional identifizieren können- sittliche Verbesserung des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     möchte nationales Theater, das viele Freiheiten hat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     Drama soll zum Nachdenken anregen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     geprägt von Shakespeare&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•     Regeln müssen nicht eingehalten werden&amp;lt;ref&amp;gt;G.E. Lessing: Nathan der Weise. EinFach Deutsch - Textausgabe mit Zusatzmaterialien. Westermann: 2019, S. 156 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ein fiktives Streitgespräch zwischen Gottsched und Lessing über das Theater=====&lt;br /&gt;
Lessing: Herr Gottsched, ich bin sehr enttäuscht von Ihnen. Sie versuchen doch nur Ihre französischen Vorbildernachzuahmen und bestehen dann auch noch auf die Einhaltung dieser nutzlosen Regeln. Nichts weiter! Wo bleibt da die Kreativität?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottsched: Sie haben doch keine Ahnung. Das Theater dient schließlich nicht zur Belustigung des Publikums, sondernzur Vermittlung moralischer Botschaften. Der hohe Sprachstil ist übrigens auch sehr wichtig, um das höhere Bürgertumanzusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessing: Das ist doch Unsinn. Von Ihnen lasse ich mir nichts sagen. Das Theater sollte für alle da sein, nicht nur für die Adeligen. Die Zuschauer müssen von den Aufführungen mitgerissen werden. Das geht nur, wenn sie sich mit denRollen identifizieren können und wenn das Stück lebendig und emotional vorgetragen wird. Genau das führt zu der sittlichen Besserung des Publikums. Statt dem französischen sollten Sie sich lieber das englische Theater von Shakespeare zum Vorbild nehmen. Dann kommen Sie hoffentlich auf einen besseren Geschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottsched: Das kann doch wohl nicht Ihr Ernst sein oder? In so einem Ton lasse ich nicht mit mir reden. Unsere Meinungen sind anscheinend zu unterschiedlich, als das eine normale Unterhaltung über das Theater möglich ist.  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:JaHNSG|JaHNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lessing und Melchior Goeze====&lt;br /&gt;
Lessing übte Kritik am traditionellen biblischen Glauben und am protestantischen Lehrbegriff (z.B. von der Erbsünde und der Erlösung durch den Tod Christi). Die Folge davon war, dass ihm die Zensurfreiheit entzogen wurde und er den &#039;&#039;Nathan&#039;&#039; als literarische Anowrt darauf verfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Chronlogie der Ereignisse=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vor der Auseinandersetzung Lessings und Goeze traf Lessing sein Schicksal. Durch den plötzlichen Tod seines Kindes und dem darauffolgenden seiner Frau, suchte er auf rationaler Ebene nach Gründen und Sinnhaftigkeit für sein persönliches Schicksal. Seiner Trauer widmete er sich mit Hilfe seines Verstandes und der Schaffung rational ausgerichteter Werke. Nach zwei Jahrzehnten des Versuches, ein unabhängiger Schriftsteller zu werden, trat Lessing das Amt des Bibliothekvorstehers an und sicherte sich sein Zensurrecht (1770). (vgl. Nathan der Weise Anhang S.166 Z1)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lessing erhielt Schriften des Freundes und Professors Samuel Reinhards, welche Kritik an dem Alten und Neuen Testament sowie des protestantischen Lehrbegriffs darstellen und sich zugleich mit diesem beschäftigen. ( Erbsünde, Erlösung durch den Tod Christi). Diese veröffentlichte Lessing.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Goeze führte im Januar 1778 einen Angriff auf Lessing durch, auf den Lessing mit „Anti-Goeze“ Briefen antwortet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Streit wird 1778 gewaltsam gelöst, indem am 6. Juli Lessing der weitere Druck und Vertrieb der „Beiträge“, in denen die Fragmente erschienen waren, verboten wurden und am 13. Juli folgt das Verbot der Fortsetzung der Anti-Goeze Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lessing antwortete darauf noch mit einigen Briefen, auf ein paar unnötige Frage Goezes, worauf er auch nicht mehr aus anderen Orten mit Streitbriefen schreiben durfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Als Konsequenz wird Lessing die Zensurfreiheit entzogen und er konzentriert sich wieder auf das Theater. &#039;&#039;Nathan der Weise&#039;&#039; entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Lessing schrieb zum letzten Mal im Oktober 1778 auf einen Angriff Goezes mit dem Versuch einer Reihe &amp;quot;Der nötigen Antwort auf eine sehr unnötige Frage&amp;quot;, worauf der Streit mit diesem Artikel endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Zusammenfassung der zentralen Aussagen von Pastor Goeze und Lessing=====&lt;br /&gt;
Lessing steht für den Vernunft-Glauben und möchte die Leichtgläubigkeit durch denkenden Glauben ersetzen. Die Mühe, hinter die Wahrheit zu kommen, macht für ihn den Wert des Menschen aus und nicht der Besitz der Wahrheit allein. Lessing sieht die Leichtgläubigkeit als Missbrauch der Autorität an.&amp;lt;ref&amp;gt;Diekhans, Johannes; Schünemann, Luzia: EinFach Deutsch Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Neubearbeitung: Westerman 2019, S. 176ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Pastor [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Melchior_Goeze Melchior Goeze] reagiert auf Lessings Kritik (Wahrheitsbekenntnis), welche Goezes Replik und Widersprüche des biblischen Offenbarungsberichts darstellte. Zudem enthüllt Lessing sein viel zitierendes Wahrheitsbekenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ein fiktives Streitgespräch zwischen Goeze und Lessing=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Was fällt dir ein die Bibel in Frage zu stellen und die Autorität der Kirche mit deiner erbärmlichen Duplik zu verleugnen, du Gotteslästerer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Du, du Kirchenfanatiker, hältst dich und deine biblischen Offenbarungsberichte für etwas besseres. Dabei untermauerst du nur deine Einfältigkeit, ohne jeglichen Versuch selbst an die Wahrheit zu gelangen. Ich, als von Vernunft geleiteter Mensch, strebe durch Nachforschung und aufrichtige Mühe die Wahrheit an. Dir, dir liegt sie bloß zu Füßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Wer bist du, dass du, die der Geboten und Verheißung folgende Wahrheit demütigst und es wagst, Gott und seine Vertreter auf der Erde in den Dreck zu ziehen? Wenn du so weiter hantierst, drohst du ins offene Feuer zu laufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Wer ich bin? Ein Mensch mit Wert und Verstand. Ich verkaufe keine fahrlässigen Behauptungen für wahr. Wenn du in die Hölle möchtest, dann mach nur weiter so, du bist auf dem besten Wege. Mein Ziel ist es lediglich, die Menschen von dem Vernunftglauben zu überzeugen. So einer Leichtgläubigkeit sollte keiner trauen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Du und dein Verstand. Laber keinen Unsinn. Es ist Rechtfertigung genug, dass der ganze Staat und die bürgerliche Verfassung auf dem Glauben basieren! Unser Glaube brauch keinen Verstand. Er kommt aus tiefstem Herzen und erweist immer Loyalität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Ihr könnt ja aus tiefstem Herzen glauben , aber vor allem sollt ihr denken. Der Verstand ist der springende Punkt. Allein gehorchen und sich die Bibel als Vorschrift zu nehmen ist lächerlich. Was hat man denn davon? Was bringt es denn den Menschen, von ihren veralteten und längst überholten Tatsachen beschallt zu werden? Nicht in der Lage zu sein, selbst zu denken und sich alles vorgaukeln zu lassen? „Super“ Sache! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Wir glauben nicht nur, wir wissen. Und es ist ganz leicht zu erklären, warum wir uns darauf beruhen. Wirf einfach einen Blick zurück in die Vergangenheit. Wann haben Samen der Rebellion reife Früchte getragen? Ganz einfache Antwort: nie! Und das liegt daran, dass diese nicht aus der Hand der Christen sondern von Gott selbst gesät werden. Gott einzig und allein trägt die Verantwortung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Mein lieber Götze, wann habe ich denn von Rebellion gesprochen? Ich spreche nur von den Überlegungen auf persönlicher Ebene und der Bildung eigener Meinungen durch das Denken. Das passiert wohl, wenn man selbst seinen Verstand nicht benutzt und sich an Gegebenheiten erfreut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Du bist ja lächerlich. Und von so einem Witzbold und dessen ach so tollen Grundsätzen soll ich mir als Pfarrer meine Auffassungen abstreiten lassen? In meinen Träumen nicht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Oh ja! Allerdings mache ich deine sinnlosen Behauptungen runter und stelle meine vernünftigen, selbst nachgeforschten Erkenntnisse, in den Vordergrund. Solch zufällige Geschichtswahrheiten der Bibel können niemals standhalten mit belegten Vernunft-Wahrheiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Ich glaube, ich muss lachen! Ihre Laberei und Kritzeleien von Vernunftwahrheiten können Sie sich was weiß ich wohin stecken. Es ist lächerlich, wie du dich als Wichtigtuer aufführst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessing&#039;&#039;&#039;: Es mag sein, dass Sie meine Art des Schreibens nicht mögen, aber das liegt an meiner metaphorischen Art und Weise. Festzustellen ist letztendlich doch, dass du die Wahrheit kennst, ohne nachgeforscht zu haben. Deine Wahrheit besteht nur daraus, dass du keinen Plan hast und damit nur deine Leichtgläubigkeit bestätigst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goeze&#039;&#039;&#039;: Dass du dich traust so etwas über mich zu behaupten!? Das wird Konsequenzen haben, glaube mir! Du Gotteslästerer!   [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LuJNSG|LuJNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Inhalt===&lt;br /&gt;
-  Das Drama spielt in Jerusalem. Die Handlung beginnt mit Nathans Rückkehr von einer Geschäftsreise. Er erfährt von Daja, seiner Haushälterin, dass seine Tochter Recha von einem Tempelherren aus dem brennenden Haus gerettet worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- In dieser Zeit regiert in Jerusalem Sultan Saladin. Er will sich auf Empfehlung seines Schatzmeisters Al Hafi von Nathan Geld leihen. Er erfindet eine List.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Es kommt zu einem Treffen zwischen Saladin und Nathan, in dem Saladin - statt um Geld zu bitten - Nathan fragt, welche Religion die wahrhaftige sei. Es folgt die Ringparabel über ... .  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag 1:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... Darauf antwortet Nathan mit einer alten Geschichte, der Ringparabel. In dieser geht es um einen Vater, der seinen Ring immer an seinen Lieblingssohn weitergibt. Als sich aber ein Vater nicht entscheiden konnte, wer der Lieblingssohn ist, kopierte er den Ring und gab allen drei einen. Diese stritten dann vergeblich darum, wer den echten hat. Aber sie alle lernten ihn zu schätzen. Durch Nathans Antwort ist der Sultan erstaunt und fragt demnach auch nicht mehr nach Geld. Als sich Recha und der Tempelherr treffen, verliebt sich der Tempelherr in Recha und bittet Nathan um die Einwilligung zur Heirat. Da Nathan sich aber nicht sicher ist, ob die beiden verwandt sind, handelt er abweisend. Als Nathan ein Familienbuch von dem Klosterbruder gebracht bekommt, findet er heraus, dass alle verwandt sind. Als sich alle im Palast von Saladin versammeln wird klar, dass Recha und der Tempelherr die Kinder seines - seit zwanzig Jahren verschollenen - Assad sind. Dieser ist der Bruder von Saladin und Sittah. Am Ende erkennen außerdem alle, dass es eigentlich sinnlos ist, darüber zu streiten, welche Religion die wahre oder die beste sei. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:ErTNSG|ErTNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag 2:    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... Es folgt die Ringparabel über die drei Brüder, die von ihrem Vater einen Ring erhalten sollen. Jedoch soll nach der Tradition nur der Lieblingssohn den Ring erhalten. Weil der Vater sich aber nicht entscheiden kann, welchem Sohn er den Ring geben soll, da er sie alle gleich lieb hatte, lässt er drei Kopien anfertigen und gibt jedem Sohn einen Ring. Die Kopien lassen sich nicht mehr voneinander unterscheiden und nach dem Tod des Vaters bricht ein Streit aus, welcher Ring nun der echte sei. Ein Richter entscheidet, dass jeder Sohn seinen als wahren ansehen solle. So sei es auch mit den drei Weltreligionen. Überzeugt von der Parabel bietet der Sultan Nathan seine Freundschaft an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tempelherr hält im weiteren Verlauf der Ereignisse um Rechas Hand an, da er sich -  trotz ihrer jüdischen Herkunft -in sie verliebt hat. Nathan und der Tempelherr treffen sich im Palast des Sultan, wo sich herausstellt, dass Recha und der Tempelherr verwandt sind. Der Sultan stellt weiter fest, dass der Tempelherr sein Neffe und der Sohn seines verstorbenen Bruders ist. Recha ist dementsprechend die leibliche Tochter seines Bruders.  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:EvLaNSG|EvLaNSG]]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man folgende Kernaussagen für das Drama formulieren: Alle drei Weltreligionen können in einer Familie aufgefunden werden, alle Religionen sind quasi miteinander verwandt, weil sie einen gemeinsamen Ursprung haben. Jede Religion ist die wahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Figurencharakterisierungen===&lt;br /&gt;
Hier wollen wir sukzessive die wichtigsten Figuren des Dramas charakterisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Charakterisierung der Figur Nathan anhand der Exposition (1.1)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan ist die Hauptfigur des Dramas „Nathan der Weise“ von Gotthold E. Lessing. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt zusammen mit seiner Tochter namens Recha und deren Gesellschafterin Daja, die Christin ist. Selbst ist Nathan Jude, weshalb er seine Tochter auch jüdisch erzieht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan ist ein erfolgreicher, gut verdienender Geschäftsmann, der sich keine Sorgen um sein Geld macht. Nachdem sein Haus abgebrannt ist, hat er keinerlei Existenzängste, sondern nimmt es gelassen hin, dass er wohlmöglich ein neues Haus bauen muss, was wiederum mit Kosten verbunden wäre (vgl. V. 17f). Außerdem ist er bereit alle seine Schätze an den Retter Rechas abzugeben, was sowohl eine große Dankbarkeit zeigt, als auch verdeutlicht, dass Nathan Geld und Reichtum nicht so wichtig sind (vgl. V. 94 ff). Als er Daja von all seinen Geschenken erzählt, die er von seiner Geschäftsreise für sie mitgebracht hat, wird erneut deutlich, dass es ihm an Geld nicht mangelt (vgl. V. 43f und V. 48f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wird dadurch auch veranschaulicht, dass Nathan anscheinend doch nicht so ehrlich und großmütig ist, wie alle seine Mitmenschen von ihm denken. Mit den Mitbringseln erhofft er sich nämlich Dajas Schweigen, über einen noch unbekannten dramatischen Konflikt bezüglich seiner Tochter (vgl. V. 37 ff und V.58). Hier wird auch deutlich, dass Nathan eine gewisse Macht über Daja besitzt (vgl. V. 58f) und sich in der Position befindet Befehle erteilen zu können (z.B. vgl. V. 154f). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gelassen Nathan scheint, als er von seinem abgebrannten Haus erfährt, so hilflos und verzweifelt wirkt er als ihm erzählt wird, dass seine Tochter fast gestorben wäre. Als Daja es ihm erzählt scheint er fast durchzudrehen und will ebenso sterben wie seine Tochter (vgl. V. 24ff). Dies spiegelt den „Vaterinstinkt“ wieder, den Nathan gegenüber Recha besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Nathan Daja schon seid längerem zum Schweigen zwingt, ist diese von seiner Rückkehr höchst erfreut, was sein hohes Ansehen hervorhebt (vgl. V. 1f und V. 167: „Ihr seid so gut und zugleich so schlimm!“). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Desweiteren ist Nathan wissbegierig (vgl. V. 80ff), einfühlsam (vgl. V. 128ff) und kann logische Schlussfolgerungen ziehen (vgl. V. 139). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lässt sich ergänzen, dass Nathan Redewendungen benutzt (vgl. V. 11) und viel von Gott spricht (vgl. z. B.  V. 3 und 14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man festhalten, dass Nathan ein gutmütiger, ehrlicher, gelassener und großzügiger Mann ist, solange es nicht um seine Tochter Recha geht, dann ist er so ziemlich das Gegenteil der eben genannten Eigenschaften. Zum Beispiel ist er nicht mehr ganz ehrlich um seine Tochter zu beschützen. Außerdem scheint eine gewisse Spannung zwischen Nathan und Daja zu existieren, die sich im Laufe des Dramas wohlmöglich noch aufklären wird. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AniBNSG|AniBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dajas Sicht ist Nathan ein viel beschäftigter Geschäftsmann, der sehr lange unterwegs ist (Vgl. V. 1f.). Daja schätzt seine Ehrlichkeit und seinen Großmut, allerdings hält sie es nicht für richtig, dass Nathan Recha als „[seine] Recha“ (V. 28) bezeichnet. Aus Dajas Sicht haben Nathan und Recha dennoch eine gute Beziehung (Vgl. V. 87f.). Nathan ist Daja überlegen, und das weiß und akzeptiert sie auch. Dies lässt sich an ihren erwiderten Worten „Ich schweige“ (V. 58) auf die Aufforderung zu schweigen erkennen. Zudem möchte Daja gerne über ihr Gewissen reden, allerdings unterbricht Nathan sie immer wieder, um ihr Geschenke zu übergeben (Vgl. V. 41ff.). Daraufhin wirft sie ihm vor, alles nur mit materiellen Gütern lösen zu wollen (Vgl. V. 52f.). In Dajas Augen ist Nathan ein entschlossener und eventuell etwas übermütiger Mann (Vgl. V. 162), der sowohl positive als auch negative Seiten an sich hat: „Ihr seid so gut und seid zugleich so schlimm!“ (V. 167).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Nathan aus Sicht von Daja ein liebenswürdiger Vater und ein ehrlicher Geschäftsmann ist. Sie ist ihm unterlegen, aber schätzt dennoch seine guten Seiten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aktualität===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Was ist an dem Stück so besonders, dass es bis heute noch aufgeführt wird?&amp;lt;ref&amp;gt;[[FlMNSG]]: Themenfrage zum Einstieg in das Unterrichtsvorhaben.&amp;lt;/ref&amp;gt;  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[FlMNSG]]]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuellität vom Drama: Meiner Meinung nach ist das Drama noch aktuell, da es heute immer noch Konflikte zwischen verschiedenen Religionen gibt und das Drama eine gute Lösung mit dem Beispiel der Ringparabel zu den Konflikten findet. [[Benutzer:MuGNSG|[MuGNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist das Drama aktuell? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde, dass die Weltreligionen damals viel mehr im Alltag eingebunden waren und viel mehr Menschen an die Religionen fest geglaubt haben und den Glauben ausgelebt haben als heute. Heutzutage wird weniger Wert auf Religionen gelegt und deswegen ein Drama mit Konflikte über Religion irrelevanter als damals geworden ist. Im realen Leben gab es viel mehr Konflikte zwischen den 3 Religionen als heutzutage. [[Benutzer:BilMNSG|[BilMNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weblinks===&lt;br /&gt;
Zum Autor: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing Wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk digital: [https://www.projekt-gutenberg.org/lessing/nathan/nathan.html Projekt-gutenberg.org: Nathan der Weise]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [https://c.wgr.de/buchlinks/978-3-14-022734-6/SNG-22734-003_AB_3.pdf Figurenkonstellation]. Quelle: EinFachDeutsch. Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Neubearbeitung 2019, S. 32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Quelle: Diekhans, Johannes, Schünemann, Luzia: EinFach Deutsch Unterrichtsmodell Nathan der Weise. Textausgabe. Westermann 2019, S. 166-170, Zusatzmaterial: S. 176-178&amp;quot; /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DaHNSG</name></author>
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		<updated>2021-10-26T10:27:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DaHNSG: &lt;/p&gt;
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&lt;br /&gt;
==Das Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft im Spiegel des Theaters...==&lt;br /&gt;
... lautet das Thema dieses Unterrichtsvorhabens in der Qualifikationsphase.  Dramen, die in ihrem historischen Kontext behandelt und hier gemeinsam präsentiert werden sollen, sind ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lessings &#039;&#039;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise|Nathan der Weise]]&#039;&#039; und&lt;br /&gt;
*Brechts &#039;&#039;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/B.Brecht: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui|Arturo Ui]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür arbeiten die Schülerinnen und Schüler mehrerer Kurse zusammen:&lt;br /&gt;
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		<author><name>DaHNSG</name></author>
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		<updated>2021-10-26T10:27:12Z</updated>

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==Das Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft im Spiegel des Theaters...==&lt;br /&gt;
... lautet das Thema dieses Unterrichtsvorhabens in der Qualifikationsphase.  Dramen, die in ihrem historischen Kontext behandelt und hier gemeinsam präsentiert werden sollen, sind ...&lt;br /&gt;
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*Lessings &#039;&#039;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise|Nathan der Weise]]&#039;&#039; und&lt;br /&gt;
*Brechts &#039;&#039;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/B.Brecht: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui|Arturo Ui]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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		<updated>2021-10-26T10:26:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DaHNSG: &lt;/p&gt;
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&lt;br /&gt;
Seminar: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss|Nelly–Sachs–Gymnasium]]&lt;br /&gt;
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Meine Projekte: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen|Dramenanalyse]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2021-10-26T10:23:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DaHNSG: Die Seite wurde neu angelegt: „Schule: [https://www.nellysachs.de/ Nelly–Sachs–Gymnasium]    Seminar: Nelly–Sachs–Gymnasium    Meine Projekte:“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Schule: [https://www.nellysachs.de/ Nelly–Sachs–Gymnasium]&lt;br /&gt;
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Seminar: Nelly–Sachs–Gymnasium&lt;br /&gt;
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Meine Projekte:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DaHNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen</title>
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		<updated>2021-10-26T10:14:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DaHNSG: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft im Spiegel des Theaters...==&lt;br /&gt;
... lautet das Thema dieses Unterrichtsvorhabens in der Qualifikationsphase.  Dramen, die in ihrem historischen Kontext behandelt und hier gemeinsam präsentiert werden sollen, sind ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Lessings &#039;&#039;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/G.E.Lessing: Nathan der Weise|Nathan der Weise]]&#039;&#039; und&lt;br /&gt;
*Brechts &#039;&#039;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/B.Brecht: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui|Arturo Ui]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür arbeiten die Schülerinnen und Schüler mehrerer Kurse zusammen:&lt;br /&gt;
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		<author><name>DaHNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Benutzerin:MaFlo&amp;diff=52030</id>
		<title>Benutzerin:MaFlo</title>
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		<updated>2021-08-27T06:56:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DaHNSG: /* Teilnehmende */ Ich habe den Link zu meinem Benutzerkonto eingefügt.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Über mich==&lt;br /&gt;
Deutsch-Lehrerin am [https://www.nellysachs.de/ Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss] mit einem Faible für digitale Schulentwicklung:&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;Digitaler Unterricht löst nicht unsere Corona-Probleme, aber er hilft uns, in der Krise die Chance zu sehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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		<author><name>DaHNSG</name></author>
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