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	<title>ZUM Projektwiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-07-27T21:44:09Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Erz%C3%A4hlungen:_Lebensentw%C3%BCrfe_in_der_Literatur_aus_unterschiedlichen_historischen_Kontexten/Der_Sandmann&amp;diff=44337</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Der Sandmann</title>
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		<updated>2021-03-03T10:56:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChTNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==&#039;&#039;&#039;E.T.A. Hoffmann: Der Sandmann (1817)&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Inhalt===&lt;br /&gt;
In der Erzählung „Der Sandmann&amp;quot; wird die Geschichte des Studenten Nathanael erzählt, dessen Begegnung mit dem Wetterglashändler Coppola traumatische Kindheitserinnerungen an den von ihm gefürchteten Advokaten Coppelius weckt.&lt;br /&gt;
Diesem gibt er die Schuld am Tode seines Vaters, der bei alchemistischen Versuchen mit Coppelius ums Leben kam. Für Nathanael ist Coppelius, den er als Kind mit dem Kinderaugen stehlenden Sandmann des Ammenmärchens identifiziert, ein „Unhold&amp;quot;, der ihn und seine Braut Clara zerstören will. Die rational denkende Clara tut Coppelius&#039; ,,feindliche Gewalt&amp;quot; als bloße Projektion Nathanaels ab. Diese Ambiguität wird nie restlos aufgeklärt und die polyperspektivische Erzählstruktur steigert die&lt;br /&gt;
unheimliche Wirkung.&lt;br /&gt;
Ein „Perspektiv&amp;quot;, das Nathanael Coppola abkauft, führt zu einer grotesken Verkennung der Wirklichkeit: Der Automatenmensch&lt;br /&gt;
Olimpia erscheint ihm wie ein beseeltes Wesen, Clara hingegen als „Holzpüppchen&amp;quot;. Auf die Entdeckung hin, dass Olimpia nur eine&lt;br /&gt;
leblose Puppe ist, verfällt er dem Wahnsinn. Für den Leser faszinierend konstruiert E.T.A. Hoffmann so eine Mischung von übernatürlichem (Dämonenglaube) und Psychologischem (Verfolgungswahn).&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsch betrifft uns 6/2001, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Worterklärungen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wetterglas: (auch Sturmglas): Wetteranzeiger&lt;br /&gt;
*Advokat: Rechtsanwalt&lt;br /&gt;
*Ammenmärchen: Schauermärchen, die früher die Ammen (einfache Frauen, die die Kinder der edlen Damen aufzogen) ihren Kindern erzählt haben, um sie mit Angst gefügig zu machen.&lt;br /&gt;
*Projektion: (psych.) Übertragung&lt;br /&gt;
*Ambiguität: Doppeldeutigkeit&lt;br /&gt;
*polyperspektivisch: vielseitig, uneindeutig&lt;br /&gt;
*Perspektiv: Fernglas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Figuren===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nathanael=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Coppelius===== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Clara=====&lt;br /&gt;
===Erzähltechniken===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Das Unheimliche=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ich war fest gezaubert. Auf die Gefahr entdeckt, und, wie ich deutlich dachte, hart gestraft zu werden, blieb ich stehen, den Kopf lauschend durch die Gardine hervorgestreckt. Mein Vater empfing den Coppelius feierlich. »Auf! – zum Werk«, rief dieser mit heiserer, schnurrender Stimme und warf den Rock ab. Der Vater zog still und finster seinen Schlafrock aus und beide kleideten sich in lange schwarze Kittel. Wo sie die hernahmen, hatte ich übersehen. Der Vater öffnete die Flügeltür eines Wandschranks; aber ich sah, daß das, was ich solange dafür gehalten, kein Wandschrank, sondern vielmehr eine schwarze Höhlung war, in der ein kleiner Herd stand. Coppelius trat hinzu und eine blaue Flamme knisterte auf dem Herde empor. Allerlei seltsames Geräte stand umher. Ach Gott! – wie sich nun mein alter Vater zum Feuer herabbückte, da sah er ganz anders aus. Ein gräßlicher krampfhafter Schmerz schien seine sanften ehrlichen Züge zum häßlichen widerwärtigen Teufelsbilde verzogen zu haben. Er sah dem Coppelius ähnlich. Dieser schwang die glutrote Zange und holte damit hellblinkende Massen aus dem dicken Qualm, die er dann emsig hämmerte. Mir war es als würden Menschengesichter ringsumher sichtbar, aber ohne Augen – scheußliche, tiefe schwarze Höhlen statt ihrer. »Augen her, Augen her!« rief Coppelius mit dumpfer dröhnender Stimme. Ich kreischte auf von wildem Entsetzen gewaltig erfaßt und stürzte aus meinem Versteck heraus auf den Boden. Da ergriff mich Coppelius, »kleine Bestie! – kleine Bestie!« meckerte er zähnfletschend! – riß mich auf und warf mich auf den Herd, daß die Flamme mein Haar zu sengen begann: »Nun haben wir Augen – Augen – ein schön Paar Kinderaugen.« So flüsterte Coppelius, und griff mit den Fäusten glutrote Körner aus der Flamme, die er mir in die Augen streuen wollte. Da hob mein Vater flehend die Hände empor und rief. »Meister! Meister! laß meinem Nathanael die Augen – laß sie ihm!« Coppelius lachte gellend auf und rief. »Mag denn der Junge die Augen behalten und sein Pensum flennen in der Welt; aber nun wollen wir doch den Mechanismus der Hände und der Füße recht observieren.« Und damit faßte er mich gewaltig, daß die Gelenke knackten, und schrob mir die Hände ab und die Füße und setzte sie bald hier, bald dort wieder ein. »&#039;s steht doch überall nicht recht! &#039;s gut so wie es war! – Der Alte hat&#039;s verstanden!« So zischte und lispelte Coppelius; aber alles um mich her wurde schwarz und finster, ein jäher Krampf durchzuckte Nerv und Gebein – ich fühlte nichts mehr. Ein sanfter warmer Hauch glitt über mein Gesicht, ich erwachte wie aus dem Todesschlaf, die Mutter hatte sich über mich hingebeugt. »Ist der Sandmann noch da?« stammelte ich. »Nein, mein liebes Kind, der ist lange, lange fort, der tut dir keinen Schaden!« – So sprach die Mutter und küßte und herzte den wiedergewonnenen Liebling.&amp;lt;ref&amp;gt;E.T.A. Hoffmann: Der Sandmann. Stuttgart: Reclam 2000, S. 8-10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die sogenannte [https://www.projekt-gutenberg.org/etahoff/sandmann/sandman1.html Alchemisten-Szene] (Reclam-Ausgabe, S. 8-10) fungiert als ein gutes Beispiel für das Verschwimmen der beiden Ebenen, der Realität und des Irrealen (Wahnvorstellungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathanael beobachtet in der Szene, wie sein Vater und Coppelius, welchen er als Sandmann betitelt, am &#039;&#039;&#039;Abend&#039;&#039;&#039; ein Experiment durchführen. Zu Beginn der Szene wird diese durch Nathanael noch sehr realistisch und klar beschrieben (vgl. Z. 1-21), diese Erzählweise verändert sich aber im Laufe der Szene. Mit dem Fortschreiten der Szene nimmt Nathanaels Fantasie immer mehr Einfluss auf seine Wahrnehmung. Diese Entwicklung deutet sich zunächst durch bildhaftere Beschreibungen und Vergleiche an „(…) zum hässlichen widerwärtigen Teufelsbild verzogen zu haben“ (Z. 26-27), bis diese schließlich dann in eine Art von Wahnvorstellungen überschlagen „Mir war es als würden Menschengesichter ringsumher sichtbar“ (Z. 32-33).  Der Einfluss der Fantasie auf seine Wahrnehmung wird immer intensiver und stärker im Laufe der Szene „(…) die Gelenke knackten und schraubte mir die Hände ab und die Füße setze sie bald hier, bald dort wieder ein“ (Z. 60-64). Unterbrochen wird diese Entwicklung durch recht klare und realistische Beschreibungen des Fortgangs der Szene (vgl. Z. 37-45 und Z. 70-79), sodass es für den Rezipienten immer schwieriger wird, die Realität vom Irrealen zu unterscheiden (vgl. Z. 45-53).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Tageszeit, in der sich diese Szene ereignet, ist dabei nicht zufällig gewählt. Die Nacht war ein zentrales Motiv der Romantik und auch Hoffmann bediente sich diesem in seiner Erzählung. Mit der Nacht werden häufig Begriffe wie „mystisch“ und „träumerisch“ assoziiert. In der Nacht träumen die Menschen, das Irreale verschwimmt in den Träumen mit der Realität, und es wird in Träumen das Gefühl erzeugt, diese doch häufig irreale Situation in der Realität durchlebt zu haben. In der Alchemisten-Szene wird der Prozess, welchen die Menschen während des Träumens durchleben, durch das stetige Wechseln der beiden Ebenen für den Rezipienten erzeugt. Auch diesem fällt es durch die Erzählweise, ähnlich wie während des Prozesses des Träumens, zunehmend schwer, die Realität vom Irrealen zu unterscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist somit zu sagen, dass sich der Einfluss von Nathanaels Fantasie auf seine Wahrnehmung im Laufe der Szene steigert. Durch das stetige Wechseln der beiden Ebenen, der Realität und des Irrealen, verschwimmen diese zunehmend. Das Motiv der Nacht unterstützt dabei die inhaltliche Entwicklung und Erzählweise der Szene. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:ChTNSG|ChTNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Das Nacht-Motiv=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Augen und andere Gläser=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Deutungshypothese&#039;&#039;&#039;: Nathanael wird unter anderem durch seine Augen beschrieben und ein Stück weit charakterisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Auge hat dabei eine physische Funktion, nämlich zur Wahrnehmung der Außenwelt, und eine psychische Funktion zum Ausdruck der Innenwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gilt es im Folgenden zu untersuchen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Augen Motiv (Nathanael):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Er wird weggeschickt, wenn der Sandmann kommt/ er darf ihn nicht sehen; er hat Angst vor dem Sandmann -&amp;gt; macht sich Gedanken; ergänzt seine Vorstellungen vor seinem ,,inneren Auge&amp;quot; (irreales)  &lt;br /&gt;
*Nathanael wird erzählt, dass der Sandmann kommt und ihm Sand in die Augen streut (S.7, Z.19f.) -&amp;gt; er hat Angst seine Sehkraft zu verlieren&lt;br /&gt;
*Augen spiegeln wie sprichwörtlich bekannt, die Seele eines Menschen wieder&lt;br /&gt;
*Er ist von Coppola verstört -&amp;gt; hat gesehen wie sein Vater und er Experimente durchführen&lt;br /&gt;
*Nathanael hat Angst seine Augen zu verlieren (Alchemisten-Szene; S.12); Trauma&lt;br /&gt;
*hat Schwierigkeiten reales und irreales zu unterscheiden -&amp;gt; Fantasiewelt  &lt;br /&gt;
*Er kauft Copolla ein Fernglas ab (S.32); versucht die Realität deutlicher zu erkennen (reales)&lt;br /&gt;
*Das Fernglas verfälscht die Realität nur noch mehr, als er durch das Fernglas glaubt Clara zu sehen, diese aber neben ihm steht (Kleist Zitat)&lt;br /&gt;
*Außerdem trägt er gegenüber Olympia eine Rosarote Brille und erkennt nicht durch seine Augen, dass sie ein Roboter ist. Er fühlt allerdings beim tanzen mit ihr dass sie sich mechanisch anfühlt. Demnach täuschen ihn seine Augen, seine anderen Sinneswahrnehmungen scheinen jedoch noch zu &amp;quot;funktionieren&amp;quot;&lt;br /&gt;
*Physische Funktion: Realität/Irreales ,Bsp. Nathanael : Wahrnehmung ist eingeschränkt/verfälscht&lt;br /&gt;
*Psychische Funktion: Bsp. Nathanael: fantasievolle Innenwelt bildet sich aus durch die Täuschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fazit&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathanaels Sicht auf die Welt ist durch die Begegnung mit Coppelius stark eingegrenzt. Er halluziniert oft und sieht Coppelius in Situationen, in denen er gar nicht vorkommt. Das Trauma in seiner Kindheit lässt sich durch die Wahrnehmung seiner Augen wieder erkennen. Ihm gelingt es nicht, dass Geschehene zu verarbeiten (ständige Angst vor dem Sandmann, Begegnung mit Copellius, Tod seines Vaters) und verfällt in eine Fantasiewelt in der er irreales und reales nicht unterscheiden kann. Diese Art von Verdrängung ist vermutlich ein Selbstschutz und kann Nathanael &amp;quot;wahnsinnig&amp;quot; wirken lassen. Dadurch kommt es immer wieder dazu, dass Nathanael Dinge verzerrt sieht oder wahrnimmt. Das Fernglas welches er benutzt verschärft das Irreale nur noch deutlicher (Beobachtung Olympia). Es ist demnach nur eine Verstärkung dessen, was er sieht und somit eine Verstärkung der irrealen Dinge, die er wahrnimmt. Somit kann man sagen, dass das Fernglas ein Motiv für die Verstärkung der Unwahrheit und des verrückten ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deutungshypothese lässt sich bestätigen, da die Augen von Nathanael eine physische Funktion zur Wahrnehmung besitzen, aber auch seine Erfahrungen der Psyche widerspiegeln, was seine Augen in der Wahrnehmung einschränkt. So bildet sich eine ganz andere Innenwelt für ihn als die Realität vorgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kleist Zitat lässt sich gut auf das Perspektiv übertragen, da der Blick durch grüne Gläser sowie durch das Fernglas die Wahrnehmung/ Perspektive verändern. Ebenso gehören weder das Fernglas noch Gläser zum menschlichen Auge.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:FeMNSG|FeMNSG]],[[Benutzer:LeSNSG|LeSNSG]], [[Benutzer:AnnSNSG|AnnSNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Clara:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clara ist eine Figur der Erzählung „Der Sandmann“, welche von E.T.A Hoffmann verfasst wurde. Im Folgenden wird das Augenmotiv in Bezug auf die Figur der Clara thematisiert. Clara ist eine reale Figur der Erzählung. Ihre Augen werden durch Nathanael, den Protagonisten der Erzählung, als hell beschrieben (vgl. S.5), sie bringt, um in der Metaphorik zu sprechen,  für ihn „Licht ins dunkle“. Auch der von Nathanael angeführten Vergleiche von Claras Augen mit einem See und einem „wolkenlosen Himmel“ (vgl. S. 23 Z. 6-9) unterstützten diese Funktion, da dadurch zum einen das beruhigende und natürliche der Figur der Clara unterstrichen wird und zum anderen der wolkenlose und klare Himmel hier die Klarheit darstellt, welche Clara widerspeigelt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Nathanaels Beschreibung von Claras Augen wird so zum einen ihre Funktion für seine Figur als sein Ruhepuls deutlich und zum andere die Figur der Clara in groben Zügen charakterisiert („klar“, „hellsichtig“, „vernünftig“). Erkennbar ist Claras Funktion als Ruhepuls Nathanaels daran, dass es Clara gelingt Nathanael in die Realität zurück zu hohlen (vgl. S. 25+26) und sobald die beiden nicht beisammen sind, die Fantasie wieder einen gesteigerten Einfluss auf seine Wahrnehmung und sein Denken nimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausfällig ist aber auch die dauerhafte Beschreibung von Claras Augen als Kinderaugen (vgl. S.18, Z.9/ S.23, Z.27). Eine plausible Erklärung dafür wäre, dass Nathanael in den positiven Erinnerungen mit Clara einen Ersatz für die negativen Erinnerungen in seiner Kindheit sieht, da ihm diese durch den Sandmann genommen wurden. Auch die zwischenzeitliche Verbindung Nathanaels von Claras Augen mit dem Tod (vgl. S. 26 z. 36 ff.) , kann hier als ein frühzeitiges Indiz dafür fungieren, dass Clara bezüglich Nathanaels Tod im späteren Verlauf der Erzählung eine wichtige Rolle spielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funktion der Figur Clara bzw. die Beziehung zwischen ihr und Nathanael kann auch mit dem Struktur-Model der Psyche von dem Tiefenpsychologen Sigmund Freud in Verbindung gesetzt werden. Wie unteranderem durch die Beschreibung von Claras Augen deutlich wird, spiegelt sie das Über-Ich wider und Nathanael das Es. Sobald diese gemeinsam sind handelt Nathanael nach dem Grundgedanken des Ichs (vgl.S.27-28, Zweikampf zwischen Nathanael und Lothar). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kleist-Zitat, welches eine Verzerrung der Umwelt durch nicht genauer definierte Gläser beschreibt, lässt sich ebenfalls indirekt auf die Funktion der Figur der Clara anwenden. Sobald Nathanael durch das Perspektiv schaut, verzerrt sich seine Wahrnehmung auf die Realität und Clara gelingt es nicht mehr ihn in die Realität „zurück zu holen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist somit zu sagen, dass Claras Augen den Übergang zwischen irrealen und realen Situationen darstellen. Durch die Beschreibung von Claras Augen wird ihre Funktion für die Erzählung und ihre groben Charaktereigenschaften deutlich. Clara fungiert so als Ruhepuls Nathanaels und schafft es ihn wieder in die Realität zurückzubringen. Durch eine Trennung der beiden Figuren oder durch ein Perspektiv (Kleist-Zitat) wird diese Funktion der Figur der Clara allerdings unterdrückt. Die Persönlichkeitsinstanzen nach Sigmund Freud lassen sich ebenfalls auf die beiden Figuren anwenden, indem Clara Nathanael aus seinem Es, das ihn triebgesteuert handeln lässt, in das ich holt, wodurch ermöglicht wird, dass er wieder realitätsgetreue Handlungsentscheidungen trifft.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[Benutzer:ChTNSG]] [[Benutzer:ZoPNSG]] [[Benutzer:ElDNSG]] [[Benutzer:JeKNSG]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Coppelius :&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Deutungshypothese:&#039;&#039; Alle Figuren, die in der Novelle eingeführt werden, werden unter anderem immer durch ihre Augen beschrieben und ein Stück weit charakterisiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Coppelius Augen werden beschrieben als „buschige graue Augenbrauen, unter denen ein paar grünliche Katzenaugen stechend hervorfunkeln“ (vgl. S.9) --&amp;gt;hier lässt sich sagen, dass die Augen für Gefährlichkeit und Hinterhältigkeit stehen&lt;br /&gt;
*Beispiel: „Der verhasste abscheuliche Coppelius stand vor mir mit funkelnden Augen und lachte mich hämisch an“ (vgl. S.13f.)&lt;br /&gt;
*„Er war anders gekleidet, aber Coppelius Figur und Gesichtszüge sind zu tief nur in mein Innerstes eingeprägt“ (S.14) —&amp;gt; Die Augen sind ein Bestandteil der Gesichtszüge und laut Nathanael sind diese bei Coppelius und Coppala die selben, die Augen spiegeln hier den zentralen Wiedererkennungswert wieder&lt;br /&gt;
*„die kleinen Augen unter den grauen, langen Wimpern stechend hervorfunkelten“ (S.32)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
—&amp;gt; das Funkeln in den Augen als Wiedererkennungswert bei Coppla und Coppelius, zudem ist auch die Farbe der Wimpern bzw. Augenbrauen gleich, nämlich grau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sowohl Coppelius (real) als auch Coppla (real) hängen motivisch zusammen, da sich durch Nathanaels Äußerungen vermuten lässt, dass es die gleiche Person ist.&lt;br /&gt;
*als Coppla, der Wetterglasverkäufer seine Brillen auf den Tisch legt begannen sie „seltsam zu flimmern und zu funkeln“ —&amp;gt; wieder das Funkeln, möglicherweise ist das Funkeln aus Copelius bzw. Copplas Augen in den Brillen und Fernrohren enthalten, und als Nathanael durch das Fernglas blickt, so wird das Funkeln vielleicht auf ihn übertragen. Das Funkeln könnte für den Wahnsinn stehen, denn erst nachdem Nathanael durch dieses Fernglas geguckt hat, entwickelt er sein Interesse an Olympia hat und Beginnt in gewisser Weise „Irre“ bzw. „wahnsinnig“ zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Fazit:&amp;lt;/u&amp;gt; Zusammenfassend kann man sagen, dass sowohl Coppelius, als auch Coppla mit durch ihre Augen charakterisiert werden. Das Markante und der Wiedererkennungswert ist das stechende Funkeln in den Augen, durch das Nathanael die beiden auch als die gleiche Person identifiziert. Die physische Funktion ist hier die Hinterhältigkeit und Bösartigkeit, aber ebenso ist es die psychische Funktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:EmVNSG|&amp;lt;nowiki&amp;gt;EmVNSG]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Olimpia:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fazit zur Deutungshypothese:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezug zum Zitat von [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Die Marquise von O.#Zum Autor|Heinrich von Kleist]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Wenn alle Menschen statt der Augen grüne Gläser hätten, so würden sie urteilen müssen, die Gegenstände, welche sie dadurch erblicken, sind grün – und nie würden sie entscheiden können, ob ihr Auge ihnen die Dinge zeigt, wie sie sind, oder ob es nicht etwas zu ihnen hinzutut, was nicht ihnen, sondern dem Auge gehört.&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;aus: H.v.Kleist: Werke und Briefe, Band 4. Berlin-Weimar: Aufbau-Verlag, 1. Auflage 1978, S. 200.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) In Bezug zum Kleist-Zitat über die „Augen als grüne Gläser“ kann man sagen, dass in beiden Fällen von einer Beeinflussung der Wahrnehmung gesprochen wird. Durch die Nutzung des Fernglases verändert sich der Eindruck der Augen von Olympia ins Positive. In dem bereits analysierten Zitat von Kleist war man der Konsense, dass die grünen Gläser die Wahrnehmung fälscht, da man eben mit einem Glas sieht, statt der Augen. Die Augen tragen dann nicht mehr die Verantwortung der Sehfähigkeit. Die grünen Gläser, welche alles einheitlich in einer Farbe zeigt, haben zur Folge, dass man selbstständig für sich entscheiden muss, wie man etwas wahrnimmt, und wie es auf eine wirkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu gibt das Fernglas zunächst einmal eine detailliertere Sicht und konkretisiert die Wahrnehmung. Dennoch heißt es nicht, dass die Wahrnehmungen durch das Fernglas der Wahrheit entsprechen, da Reales und Irreales sich vermischen können, genauso wie bei Nathanael. Das bedeutet, es bleibt immer noch ungeklärt, ob das Fernglas die Wahrheit zeigt, oder bloß die Wahrnehmung Nathanaels beeinflusst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Gemeinsamkeit kann man sagen, dass in beiden Fällen undeutlich bleibt, welches tatsächlich der wahren Gegebenheit entspricht. Es ist der betroffenen Person überlassen, aus welcher Sicht er die Situation wahrnimmt und interpretiert. Es handelt sich in beiden Fällen um eine individuelle Wahrnehmung.  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AyhBNSG|AyhBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Motiv der Augen ist mit dem Kleist-Zitat der „grünen Gläser, statt der Augen“ zu vergleichen, das Perspektiv/Fernglas verzerrt, verändert hier deutlich die Wahrnehmung Nathanaels, z.B. wodurch er Olimpia plötzlich als lebendig und schön bezeichnet, wobei er zuvor kein Interesse (ohne Sicht durch das Fernglas auf sie) an ihr hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Kleist sind die grünen Gläser ebenso der Auslöser dafür, dass sich die Wahrnehmung verzerrt und verändert, somit sind die grünen Gläser mit dem Perspektiv gleichzusetzen und erfüllen dieselbe Funktion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zum Autor===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Erz%C3%A4hlungen:_Lebensentw%C3%BCrfe_in_der_Literatur_aus_unterschiedlichen_historischen_Kontexten/Der_Sandmann&amp;diff=44272</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Der Sandmann</title>
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		<updated>2021-03-03T06:11:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChTNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==&#039;&#039;&#039;E.T.A. Hoffmann: Der Sandmann (1817)&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Inhalt===&lt;br /&gt;
In der Erzählung „Der Sandmann&amp;quot; wird die Geschichte des Studenten Nathanael erzählt, dessen Begegnung mit dem Wetterglashändler Coppola traumatische Kindheitserinnerungen an den von ihm gefürchteten Advokaten Coppelius weckt.&lt;br /&gt;
Diesem gibt er die Schuld am Tode seines Vaters, der bei alchemistischen Versuchen mit Coppelius ums Leben kam. Für Nathanael ist Coppelius, den er als Kind mit dem Kinderaugen stehlenden Sandmann des Ammenmärchens identifiziert, ein „Unhold&amp;quot;, der ihn und seine Braut Clara zerstören will. Die rational denkende Clara tut Coppelius&#039; ,,feindliche Gewalt&amp;quot; als bloße Projektion Nathanaels ab. Diese Ambiguität wird nie restlos aufgeklärt und die polyperspektivische Erzählstruktur steigert die&lt;br /&gt;
unheimliche Wirkung.&lt;br /&gt;
Ein „Perspektiv&amp;quot;, das Nathanael Coppola abkauft, führt zu einer grotesken Verkennung der Wirklichkeit: Der Automatenmensch&lt;br /&gt;
Olimpia erscheint ihm wie ein beseeltes Wesen, Clara hingegen als „Holzpüppchen&amp;quot;. Auf die Entdeckung hin, dass Olimpia nur eine&lt;br /&gt;
leblose Puppe ist, verfällt er dem Wahnsinn. Für den Leser faszinierend konstruiert E.T.A. Hoffmann so eine Mischung von übernatürlichem (Dämonenglaube) und Psychologischem (Verfolgungswahn).&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsch betrifft uns 6/2001, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Worterklärungen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wetterglas: (auch Sturmglas): Wetteranzeiger&lt;br /&gt;
*Advokat: Rechtsanwalt&lt;br /&gt;
*Ammenmärchen: Schauermärchen, die früher die Ammen (einfache Frauen, die die Kinder der edlen Damen aufzogen) ihren Kindern erzählt haben, um sie mit Angst gefügig zu machen.&lt;br /&gt;
*Projektion: (psych.) Übertragung&lt;br /&gt;
*Ambiguität: Doppeldeutigkeit&lt;br /&gt;
*polyperspektivisch: vielseitig, uneindeutig&lt;br /&gt;
*Perspektiv: Fernglas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Figuren===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Nathanael=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Coppelius===== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Clara=====&lt;br /&gt;
===Erzähltechniken===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Das Unheimliche=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ich war fest gezaubert. Auf die Gefahr entdeckt, und, wie ich deutlich dachte, hart gestraft zu werden, blieb ich stehen, den Kopf lauschend durch die Gardine hervorgestreckt. Mein Vater empfing den Coppelius feierlich. »Auf! – zum Werk«, rief dieser mit heiserer, schnurrender Stimme und warf den Rock ab. Der Vater zog still und finster seinen Schlafrock aus und beide kleideten sich in lange schwarze Kittel. Wo sie die hernahmen, hatte ich übersehen. Der Vater öffnete die Flügeltür eines Wandschranks; aber ich sah, daß das, was ich solange dafür gehalten, kein Wandschrank, sondern vielmehr eine schwarze Höhlung war, in der ein kleiner Herd stand. Coppelius trat hinzu und eine blaue Flamme knisterte auf dem Herde empor. Allerlei seltsames Geräte stand umher. Ach Gott! – wie sich nun mein alter Vater zum Feuer herabbückte, da sah er ganz anders aus. Ein gräßlicher krampfhafter Schmerz schien seine sanften ehrlichen Züge zum häßlichen widerwärtigen Teufelsbilde verzogen zu haben. Er sah dem Coppelius ähnlich. Dieser schwang die glutrote Zange und holte damit hellblinkende Massen aus dem dicken Qualm, die er dann emsig hämmerte. Mir war es als würden Menschengesichter ringsumher sichtbar, aber ohne Augen – scheußliche, tiefe schwarze Höhlen statt ihrer. »Augen her, Augen her!« rief Coppelius mit dumpfer dröhnender Stimme. Ich kreischte auf von wildem Entsetzen gewaltig erfaßt und stürzte aus meinem Versteck heraus auf den Boden. Da ergriff mich Coppelius, »kleine Bestie! – kleine Bestie!« meckerte er zähnfletschend! – riß mich auf und warf mich auf den Herd, daß die Flamme mein Haar zu sengen begann: »Nun haben wir Augen – Augen – ein schön Paar Kinderaugen.« So flüsterte Coppelius, und griff mit den Fäusten glutrote Körner aus der Flamme, die er mir in die Augen streuen wollte. Da hob mein Vater flehend die Hände empor und rief. »Meister! Meister! laß meinem Nathanael die Augen – laß sie ihm!« Coppelius lachte gellend auf und rief. »Mag denn der Junge die Augen behalten und sein Pensum flennen in der Welt; aber nun wollen wir doch den Mechanismus der Hände und der Füße recht observieren.« Und damit faßte er mich gewaltig, daß die Gelenke knackten, und schrob mir die Hände ab und die Füße und setzte sie bald hier, bald dort wieder ein. »&#039;s steht doch überall nicht recht! &#039;s gut so wie es war! – Der Alte hat&#039;s verstanden!« So zischte und lispelte Coppelius; aber alles um mich her wurde schwarz und finster, ein jäher Krampf durchzuckte Nerv und Gebein – ich fühlte nichts mehr. Ein sanfter warmer Hauch glitt über mein Gesicht, ich erwachte wie aus dem Todesschlaf, die Mutter hatte sich über mich hingebeugt. »Ist der Sandmann noch da?« stammelte ich. »Nein, mein liebes Kind, der ist lange, lange fort, der tut dir keinen Schaden!« – So sprach die Mutter und küßte und herzte den wiedergewonnenen Liebling.&amp;lt;ref&amp;gt;E.T.A. Hoffmann: Der Sandmann. Stuttgart: Reclam 2000, S. 8-10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die sogenannte [https://www.projekt-gutenberg.org/etahoff/sandmann/sandman1.html Alchemisten-Szene] (Reclam-Ausgabe, S. 8-10) fungiert als ein gutes Beispiel für das Verschwimmen der beiden Ebenen, der Realität und des Irrealen (Wahnvorstellungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathanael beobachtet in der Szene, wie sein Vater und Coppelius, welchen er als Sandmann betitelt, am &#039;&#039;&#039;Abend&#039;&#039;&#039; ein Experiment durchführen. Zu Beginn der Szene wird diese durch Nathanael noch sehr realistisch und klar beschrieben (vgl. Z. 1-21), diese Erzählweise verändert sich aber im Laufe der Szene. Mit dem Fortschreiten der Szene nimmt Nathanaels Fantasie immer mehr Einfluss auf seine Wahrnehmung. Diese Entwicklung deutet sich zunächst durch bildhaftere Beschreibungen und Vergleiche an „(…) zum hässlichen widerwärtigen Teufelsbild verzogen zu haben“ (Z. 26-27), bis diese schließlich dann in eine Art von Wahnvorstellungen überschlagen „Mir war es als würden Menschengesichter ringsumher sichtbar“ (Z. 32-33).  Der Einfluss der Fantasie auf seine Wahrnehmung wird immer intensiver und stärker im Laufe der Szene „(…) die Gelenke knackten und schraubte mir die Hände ab und die Füße setze sie bald hier, bald dort wieder ein“ (Z. 60-64). Unterbrochen wird diese Entwicklung durch recht klare und realistische Beschreibungen des Fortgangs der Szene (vgl. Z. 37-45 und Z. 70-79), sodass es für den Rezipienten immer schwieriger wird, die Realität vom Irrealen zu unterscheiden (vgl. Z. 45-53).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Tageszeit, in der sich diese Szene ereignet, ist dabei nicht zufällig gewählt. Die Nacht war ein zentrales Motiv der Romantik und auch Hoffmann bediente sich diesem in seiner Erzählung. Mit der Nacht werden häufig Begriffe wie „mystisch“ und „träumerisch“ assoziiert. In der Nacht träumen die Menschen, das Irreale verschwimmt in den Träumen mit der Realität, und es wird in Träumen das Gefühl erzeugt, diese doch häufig irreale Situation in der Realität durchlebt zu haben. In der Alchemisten-Szene wird der Prozess, welchen die Menschen während des Träumens durchleben, durch das stetige Wechseln der beiden Ebenen für den Rezipienten erzeugt. Auch diesem fällt es durch die Erzählweise, ähnlich wie während des Prozesses des Träumens, zunehmend schwer, die Realität vom Irrealen zu unterscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist somit zu sagen, dass sich der Einfluss von Nathanaels Fantasie auf seine Wahrnehmung im Laufe der Szene steigert. Durch das stetige Wechseln der beiden Ebenen, der Realität und des Irrealen, verschwimmen diese zunehmend. Das Motiv der Nacht unterstützt dabei die inhaltliche Entwicklung und Erzählweise der Szene. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:ChTNSG|ChTNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Das Nacht-Motiv=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Augen und andere Gläser=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Deutungshypothese&#039;&#039;&#039;: Alle Figuren der Erzählung werden unter anderem immer durch ihre Augen beschrieben und ein Stück weit charakterisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Auge hat dabei eine physische Funktion, nämlich zur Wahrnehmung der Außenwelt, und eine psychische Funktion zum Ausdruck der Innenwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gilt es im Folgenden zu untersuchen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nathanael:&#039;&#039;&#039; Nathanael möchte aus Neugier den Sandmann einmal mit eigenen Augen sehen (Vgl. S.7 Z.13f.), obwohl ihm dies nicht erlaubt ist. Durch die Erzählungen vom Sandmann, die er abends zuhören bekam, besitzt Nathanael bereits eine Vorstellung von dem Sandmann, welche sich im Nachhinein an dem Abend mit den Geschehnissen vermischt haben könnte. Deswegen ist es nicht genau ausmachen, ob Nathanael die Ereignisse tatsächlich so erlebt hat oder, ob seine Sicht zur Wirklichkeit verschleiert ist. An dem Abend wollte Coppelius seine Augen für ein Experiment verwenden (Vgl. S.12 Z. 6f., Z. 11) und somit die Sehkraft entreißen möchte. Die Augen sind schließlich ein Fenster zur Seele, welche die Emotionen nach außen zeigen und uns die Gefühle anderer einfacher wahrnehmen lassen. Wenn Nathanael die Augen genommen worden wären, würde ihm nicht nur das Fenster zur Seele fehlen, sondern auch die ein Sinnesorgan, um die Realität wahrzunehmen. Durch dieses Erlebnis hat sich womöglich ein Trauma bei ihm gebildet, was die Augen anbelangt, da man ihm diesen wichtigen Teil stehlen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst kann Nathanael nicht besonders gut sehen, da er beispielsweise Olimpia nicht klar sehen (Vgl. S. 30 Z. 2), als er sie in ihrem Zimmer beobachtet, weshalb ihm das Fernglas als Unterstützung dient das Irreale wahrzunehmen, wenn er da hindurch blickt (Vgl S. 32 Z. 1f.).  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LeBNSG|LeBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Physische Funktion: Realität/Irreales ,Bsp. Nathanael : Wahrnehmung ist eingeschränkt/verfälscht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Psychische Funktion: Bsp. Nathanael: fantasievolle Innenwelt bildet sich aus durch die Täuschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Augen Motiv (Nathanael):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Augen spiegeln wie sprichwörtlich bekannt, die Seele eines Memschens wiederspiegeln  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Er ist von Coppola verstört -&amp;gt; hat gesehen wie sein Vater und er Experimente durchführen  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Nathanael wird erzählt, dass der Sanmann kommt und ihm Sand in die Augen streut (S.7, Z.19f.) -&amp;gt; er hat Angst seine Seekraft zu verlieren  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Er wird weggeschickt, wenn der Sandmann kommt/ er darf ihn nicht sehen; er hat Angst vor dem Sandmann -&amp;gt; macht sich Gedanken; ergänzt seine Vorstellungen vor seinem ,,inneren Auge&amp;quot; (irreales)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• hat Schwierigkeiten reales und irreales zu unterscheiden -&amp;gt; Fantasiewelt  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Nathanael hat Angst seine Augen zu verlieren (Alchemisten-Szene; S.12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Er kauft Copolla ein Fernglas ab (S.32); versucht die Realität deutlicher zu erkennen (reales)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Das Fernglas verfälscht die Realität nur noch mehr, als er durch das Fernglas glaubt Clara zu sehen, diese aber neben ihm steht(Kleist Zitat)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Außerdem trägt er gegenüber Olympia eine Rosarote Brille und erkennt nicht durch seine Augen, dass sie ein Roboter ist. Er fühlt allerdings beim tanzen mit ihr dass sie sich mechanisch anfühlt. Demnach täuschen ihn seine Augen, seine anderen Sinneswahrnehmungen scheinen jedoch noch zu &amp;quot;funktionieren&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fazit&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathanaels Sicht auf die Welt ist durch die Begegnung mit Coppelius stark eingegrenzt. Er halluziniert oft und sieht Coppelius in Situationen, in denen er gar nicht vorkommt. Die Verstörung seiner Kindheit lässt sich in seinen Augen wieder erkennen. Das Fernglas welches er benutzt verschärft die Unwahrheiten nur, die er sieht und zeigt nicht die Realität. Es dient sozusagen nur als Verstärkung dessen, was er so schon sieht und demnach als Verstärkung der Unwahrheiten, die er wahrnimmt. Somit kann man sagen, dass das Fernglas ein Motiv für die Verstärkung der Unwahrheit und des verrückten ist!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• kann die Wirklichkeit nicht erkennen (Olympias starre Augen) [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:FeMNSG|FeMNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Clara:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clara ist eine Figur der Erzählung „Der Sandmann“, welche von E.T.A Hoffmann verfasst wurde. Im Folgenden wird das Augenmotiv in Bezug auf die Figur der Clara thematisiert. Clara ist eine reale Figur der Erzählung. Ihre Augen werden durch Nathanael, den Protagonisten der Erzählung, als hell beschrieben (vgl. S.5), sie bringt, um in der Metaphorik zu sprechen,  für ihn „Licht ins dunkle“. Auch der von Nathanael angeführten Vergleiche von Claras Augen mit einem See und einem „wolkenlosen Himmel“ (vgl. S. 23 Z. 6-9) unterstützten diese Funktion, da dadurch zum einen das beruhigende und natürliche der Figur der Clara unterstrichen wird und zum anderen der wolkenlose und klare Himmel hier die Klarheit darstellt, welche Clara widerspeigelt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Nathanaels Beschreibung von Claras Augen wird so zum einen ihre Funktion für seine Figur als sein Ruhepuls deutlich und zum andere die Figur der Clara in groben Zügen charakterisiert („klar“, „hellsichtig“, „vernünftig“). Erkennbar ist Claras Funktion als Ruhepuls Nathanaels daran, dass es Clara gelingt Nathanael in die Realität zurück zu hohlen (vgl. S. 25+26) und sobald die beiden nicht beisammen sind, die Fantasie wieder einen gesteigerten Einfluss auf seine Wahrnehmung und sein Denken nimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausfällig ist aber auch die dauerhafte Beschreibung von Claras Augen als Kinderaugen (vgl. S.18, Z.9/ S.23, Z.27). Eine plausible Erklärung dafür wäre, dass Nathanael in den positiven Erinnerungen mit Clara einen Ersatz für die negativen Erinnerungen in seiner Kindheit sieht, da ihm diese durch den Sandmann genommen wurden. Auch die zwischenzeitliche Verbindung Nathanaels von Claras Augen mit dem Tod (vgl. S. 26 z. 36 ff.) , kann hier als ein frühzeitiges Indiz dafür fungieren, dass Clara bezüglich Nathanaels Tod im späteren Verlauf der Erzählung eine wichtige Rolle spielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funktion der Figur Clara bzw. die Beziehung zwischen ihr und Nathanael kann auch mit dem Struktur-Model der Psyche von dem Tiefenpsychologen Sigmund Freud in Verbindung gesetzt werden. Wie unteranderem durch die Beschreibung von Claras Augen deutlich wird, spiegelt sie das Über-Ich wider und Nathanael das Es. Sobald diese gemeinsam sind handelt Nathanael nach dem Grundgedanken des Ichs (vgl.S.27-28, Zweikampf zwischen Nathanael und Lothar). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kleist-Zitat, welches eine Verzerrung der Umwelt durch nicht genauer definierte Gläser beschreibt, lässt sich ebenfalls indirekt auf die Funktion der Figur der Clara anwenden. Sobald Nathanael durch das Perspektiv schaut, verzerrt sich seine Wahrnehmung auf die Realität und Clara gelingt es nicht mehr ihn in die Realität „zurück zu holen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist somit zu sagen, dass Claras Augen den Übergang zwischen irrealen und realen Situationen darstellen. Durch die Beschreibung von Claras Augen wird ihre Funktion für die Erzählung und ihre groben Charaktereigenschaften deutlich. Clara fungiert so als Ruhepuls Nathanaels und schafft es ihn wieder in die Realität zurückzubringen. Durch eine Trennung der beiden Figuren oder durch ein Perspektiv (Kleist-Zitat) wird diese Funktion der Figur der Clara allerdings unterdrückt. Die Persönlichkeitsinstanzen nach Sigmund Freud lassen sich ebenfalls auf die beiden Figuren anwenden, indem Clara Nathanael aus seinem Es, das ihn triebgesteuert handeln lässt, in das ich holt, wodurch ermöglicht wird, dass er wieder realitätsgetreue Handlungsentscheidungen trifft.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Coppelius :&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Deutungshypothese:&#039;&#039; Alle Figuren, die in der Novelle eingeführt werden, werden unter anderem immer durch ihre Augen beschrieben und ein Stück weit charakterisiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Coppelius Augen werden beschrieben als „buschige graue Augenbrauen, unter denen ein paar grünliche Katzenaugen stechend hervorfunkeln“ (vgl. S.9) --&amp;gt;hier lässt sich sagen, dass die Augen für Gefährlichkeit und Hinterhältigkeit stehen&lt;br /&gt;
*Beispiel: „Der verhasste abscheuliche Coppelius stand vor mir mit funkelnden Augen und lachte mich hämisch an“ (vgl. S.13f.)&lt;br /&gt;
*„Er war anders gekleidet, aber Coppelius Figur und Gesichtszüge sind zu tief nur in mein Innerstes eingeprägt“ (S.14) —&amp;gt; Die Augen sind ein Bestandteil der Gesichtszüge und laut Nathanael sind diese bei Coppelius und Coppala die selben, die Augen spiegeln hier den zentralen Wiedererkennungswert wieder&lt;br /&gt;
*„die kleinen Augen unter den grauen, langen Wimpern stechend hervorfunkelten“ (S.32)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
—&amp;gt; das Funkeln in den Augen als Wiedererkennungswert bei Coppla und Coppelius, zudem ist auch die Farbe der Wimpern bzw. Augenbrauen gleich, nämlich grau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sowohl Coppelius (real) als auch Coppla (real) hängen motivisch zusammen, da sich durch Nathanaels Äußerungen vermuten lässt, dass es die gleiche Person ist.&lt;br /&gt;
*als Coppla, der Wetterglasverkäufer seine Brillen auf den Tisch legt begannen sie „seltsam zu flimmern und zu funkeln“ —&amp;gt; wieder das Funkeln, möglicherweise ist das Funkeln aus Copelius bzw. Copplas Augen in den Brillen und Fernrohren enthalten, und als Nathanael durch das Fernglas blickt, so wird das Funkeln vielleicht auf ihn übertragen. Das Funkeln könnte für den Wahnsinn stehen, denn erst nachdem Nathanael durch dieses Fernglas geguckt hat, entwickelt er sein Interesse an Olympia hat und Beginnt in gewisser Weise „Irre“ bzw. „wahnsinnig“ zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Fazit:&amp;lt;/u&amp;gt; Zusammenfassend kann man sagen, dass sowohl Coppelius, als auch Coppla mit durch ihre Augen charakterisiert werden. Das Markante und der Wiedererkennungswert ist das stechende Funkeln in den Augen, durch das Nathanael die beiden auch als die gleiche Person identifiziert. Die physische Funktion ist hier die Hinterhältigkeit und Bösartigkeit, aber ebenso ist es die psychische Funktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:EmVNSG|&amp;lt;nowiki&amp;gt;EmVNSG]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Olimpia:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fazit zur Deutungshypothese:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezug zum Zitat von [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Die Marquise von O.#Zum Autor|Heinrich von Kleist]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Wenn alle Menschen statt der Augen grüne Gläser hätten, so würden sie urteilen müssen, die Gegenstände, welche sie dadurch erblicken, sind grün – und nie würden sie entscheiden können, ob ihr Auge ihnen die Dinge zeigt, wie sie sind, oder ob es nicht etwas zu ihnen hinzutut, was nicht ihnen, sondern dem Auge gehört.&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;aus: H.v.Kleist: Werke und Briefe, Band 4. Berlin-Weimar: Aufbau-Verlag, 1. Auflage 1978, S. 200.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) In Bezug zum Kleist-Zitat über die „Augen als grüne Gläser“ kann man sagen, dass in beiden Fällen von einer Beeinflussung der Wahrnehmung gesprochen wird. Durch die Nutzung des Fernglases verändert sich der Eindruck der Augen von Olympia ins Positive. In dem bereits analysierten Zitat von Kleist war man der Konsense, dass die grünen Gläser die Wahrnehmung fälscht, da man eben mit einem Glas sieht, statt der Augen. Die Augen tragen dann nicht mehr die Verantwortung der Sehfähigkeit. Die grünen Gläser, welche alles einheitlich in einer Farbe zeigt, haben zur Folge, dass man selbstständig für sich entscheiden muss, wie man etwas wahrnimmt, und wie es auf eine wirkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu gibt das Fernglas zunächst einmal eine detailliertere Sicht und konkretisiert die Wahrnehmung. Dennoch heißt es nicht, dass die Wahrnehmungen durch das Fernglas der Wahrheit entsprechen, da Reales und Irreales sich vermischen können, genauso wie bei Nathanael. Das bedeutet, es bleibt immer noch ungeklärt, ob das Fernglas die Wahrheit zeigt, oder bloß die Wahrnehmung Nathanaels beeinflusst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Gemeinsamkeit kann man sagen, dass in beiden Fällen undeutlich bleibt, welches tatsächlich der wahren Gegebenheit entspricht. Es ist der betroffenen Person überlassen, aus welcher Sicht er die Situation wahrnimmt und interpretiert. Es handelt sich in beiden Fällen um eine individuelle Wahrnehmung.  [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:AyhBNSG|AyhBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Motiv der Augen ist mit dem Kleist-Zitat der „grünen Gläser, statt der Augen“ zu vergleichen, das Perspektiv/Fernglas verzerrt, verändert hier deutlich die Wahrnehmung Nathanaels, z.B. wodurch er Olimpia plötzlich als lebendig und schön bezeichnet, wobei er zuvor kein Interesse (ohne Sicht durch das Fernglas auf sie) an ihr hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Kleist sind die grünen Gläser ebenso der Auslöser dafür, dass sich die Wahrnehmung verzerrt und verändert, somit sind die grünen Gläser mit dem Perspektiv gleichzusetzen und erfüllen dieselbe Funktion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zum Autor===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
	</entry>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Die Marquise von O.</title>
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		<updated>2021-02-03T09:24:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChTNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=====Inhalt=====&lt;br /&gt;
Die Novelle „ Die Marquise von O...“, von Heinrich Kleist, erschienen 1808, spielt in Italien zur Zeit des zweiten Koalitionskriegs. Die Novelle handelt um die verwitwete Marquise von O..., die schwanger ist, ohne dass sie von einem möglichen Vater weiß.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/url?sa=t&amp;amp;rct=j&amp;amp;q=&amp;amp;esrc=s&amp;amp;source=web&amp;amp;cd=&amp;amp;ved=2ahUKEwiJ_YCisNLtAhV1A2MBHawgCQsQFjAAegQIAhAC&amp;amp;url=https%3A%2F%2Fwww.inhaltsangabe.de%2Fkleist%2Fdie-marquise-von-o%2F&amp;amp;usg=AOvVaw0gDmDWQuHmhaknXS5zlFTn https://www.inhaltsangabe.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Novelle spielt zu Zeiten des zweiten Koalitionskrieges, während eines russischen Angriffes auf die Familie der Marquise von O, wird Juliette (die Marquise), verschleppt. Die russische Truppe versucht sie schließlich zu vergewaltigen. Der Graf F erscheint allerdings noch rechtzeitig und verhindert eine Vergewaltigung. Der Graf bringt die Marquise zurück in den Palast, da sie ohnmächtig geworden ist. Was auf dem Weg dorthin geschieht, bleibt im Dunkeln. Kurz  nach den Geschehnissen wird jedoch eine Schwangerschaft bei der Marquise festgestellt, eine Vergewaltigung stellt dabei einen mögliche Erklärungsansatz dar.  Das Entstehen einer  Schwangerschaft, ohne sich währenddessen in einem ehelichen Verhältnis zu befinden, war damals eine gesellschaftliche Schande, sodass die Marquise von ihrer Familie, beziehungsweise von ihrem Vater, verstoßen wird. Sie flüchtet auf den Landsitz ihrer Familie und versucht von dort über eine Zeitungsannonce den Vater ihres noch ungeborenen Kindes zu finden. Der Graf von F erweist sich kurze Zeit später als der Vater des Kindes der Marquise.  Die Marquise stimmt einer Heirat mit dem Grafen vorerst nicht zu, lässt sich jedoch wenig später doch auf die Vermählung ein. Die Erzählung endet mit einer Erneuerung des Eheversprechens (doppelten Hochzeit) und noch weiteren Kindern der Marquise und des Grafen von F.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine Zeitungsannonce bittet die Marquise den Vater ihres Kindes sich zu melden, da sie ihn aus Rücksicht auf die Familie heiraten wollen würde. Während der Zeit des Krieges gerät die Marquise in die Hände von russischen Soldaten und wird in letzter Sekunde vor Misshandlungen und Vergewaltigungen gerettet. Ihr Retter ist der russische Offizier Graf F. Ohne dies der Marquise zu Beichten hält der Graf um die Hand der Marquise an und während der Bedenkzeit der  Familie wird sich die Marquise bewusst über das Kind welches sie genährt. Erst nach einem Jahr gelingt es dem Graf die Marquise für sich zu gewinnen. Und so findet eine Hochzeit statt aus der ein weiteres Kind und ein gemeinsames Kind hervorgeht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/url?sa=t&amp;amp;rct=j&amp;amp;q=&amp;amp;esrc=s&amp;amp;source=web&amp;amp;cd=&amp;amp;ved=2ahUKEwiJ_YCisNLtAhV1A2MBHawgCQsQFjACegQIARAC&amp;amp;url=https%3A%2F%2Fwww.studyhelp.de%2Fonline-lernen%2Fdeutsch%2Fdie-marquise-von-o-heinrich-von-kleist-inhaltsangabe%2F&amp;amp;usg=AOvVaw2SON8fYeDc7DCdk6JP0GJ1 https://www.studyhelp.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Figurenanalyse=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Die Marquise:======&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Protagonistin der gleichnamigen Erzählung &#039;&#039;Die Marquise von O,&#039;&#039; von Heinrich von Kleist aus dem Jahr 1808, wird deutlich, dass es sich bei der jungen Witwe um eine charakterstarke, emotionale Frau mit durchaus emanzipatorischen Tendenzen handelt. Auf der anderen Seite befreit sie sich nicht konsequent von gesellschaftlichen Zwängen und erfüllt lange das Gute-Tochter-Klischee: verwitwete Mutter, Tochter, Hausfrau, Pflegerin ihrer Eltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figur der Marquise ist mehrdimensional angelegt, ihre charakterlichen Facetten reichen von gehorsam-gesellschaftskonform bis für die damalige Zeit untypisch selbstbestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marquise von O, namens Julietta, ist eine Witwe, da ihr Mann, in den sie schwer verliebt war, drei Jahre vor der Handlung der Erzählung, während einer Geschäftsreise verstorben war (vgl.S.5.Z.14ff). Mit ihm hat sie mehrere Kinder und erwartet ein weiteres Kind von einen unbekannten Mann, den sie versucht, durch einen Aufruf in der Zeitung aufzufinden (vgl. S.5, Z.4ff). Sie ist die Tochter des Herrn von G... , des Kommandanten der Zitadelle bei M..., und der Frau von G... und hat einen guten Ruf (vgl.S.5,Z.13ff). Nach dem Tod ihres Mannes zieht sie mit ihren Kindern in das Haus der Eltern und verlässt ihr Landhaus bei V..(vgl.S.5, Z.19ff). Sie liebt Lektüren, die Kunst und kümmert sich nebenbei um die Erziehung ihrer Kinder, sowie die Pflege ihrer Eltern (vgl. S.5, Z.22ff). Man erfährt nicht viel über das Aussehen der Marquise von O, bis auf ihre Körperstatur, die als schlank beschrieben wird (vgl. S.7, Z. 10:,, schlanken Leib’‘).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marquise von O wird ein Kind gebären, dessen Vater sie nicht kennt. Trotz der schwierigen Umstände wagt sie es, ihr Schicksal in der Zeitung öffentlich zu machen, um den Kindesvater zu suchen (vgl. S.5, Z.5-10). Damit versucht sie, den Normen und Werten der damaligen Zeit, die es nicht als angemessen sehen, ein Kind vor der Ehe zu haben, wieder zu entsprechen, indem sie sich bereit zeigt, den Vater ihres ungeborenen Kindes heiratet .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt zu Beginn der Erzählung wird deutlich, dass die junge Frau bereit ist, die Initiative zu ergreifen, als sie einen Zeitungsartikel veröffentlicht, in dem sie nach dem unbekannten Vater ihres ungeborenen Kindes sucht (vgl. S.5, Z.6ff). Dies deutet nicht nur darauf hin, dass die Marquise recht viel Wert auf die hohe gesellschaftliche Stellung ihrer Familie bzw. ihrer eigene als Tochter des Kommandanten (vgl.S.5, Z.13 u.18) legt. Jedoch ist schon im Vorfeld der eigentlichen Handlung im Gegensatz dazu auch eine emanzipierte Seite an ihr angelegt, dies wird z.B. durch ihre lange Weigerung, erneut zu heiraten deutlich (S.14, Z.1f: &amp;quot;entschlossen, keine zweite Vermählung einzugehen&amp;quot;). Auch ihre Überzeugung, weiterhin ohne Mann an ihrer Seite zu Recht zu kommen, nachdem sie von ihren Eltern verstoßen wurde, sowie, dass sie in diesem Zusammenhang ihre Kinder mit sich nimmt (vgl. S.30, Z.27f), machen dies deutlich. Somit lässt sich sagen, dass die Marquise im innerfamiliären Rahmen, vor allem gegenüber ihres Vaters,  eine für die damalige zeit untypisch emanziperte Seite hat, außerfamiliär aber weiterhin den gesellschaftlichen Normen folgt, welche damals für Frauen (mit Kindern) vorgesehen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem weist sie sich als ein dankbarer Mensch aus, da sie ihre eigene Gesundheit hinten an stellt, um ihre Dankbarkeit gegenüber ihres Retters ausdrücken zu können (vgl. S.8,Z.21ff). In diesem und anderen Momenten der Novelle stellt sich heraus, dass die Marquise von O ein emotionaler Mensch ist (vgl. S.10, Z.32ff). So wird beispielsweise durch ein offenes Zeigen ihrer Sorge um ihre Mitmenschen (vgl. S.12, Z.22f) ihr Mitgefühl gezeigt. Jedoch wird ebenfalls deutlich, dass Julietta im Laufe der Erzählung von einer ständigen Trauer über den Tod ihres ersten Ehemannes begleitet wird, was sich in ihrem Wunsch nicht erneut zu heiraten widerspiegelt (vgl. S.20, Z.30-32). Auch in dem Verhalten der Marquise, als ihre Eltern sie verstoßen (S.28,Z.32f: &amp;quot;Geh! Geh!&amp;quot; ), da sie nicht weiß, wer der Vater ihres ungeborenen Kindes ist, ist ihre emotionale, von anderen Menschen abhängige Seite, zu erkennen, welche sich ebenfalls häufig durch Kreislaufprobleme und zittrige Knie äußert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere wichtige Situation, in welcher die Marquise emotional reagiert, ist die Offenbarung des Grafen F als Vater ihres ungeborenen Kindes (vgl. S.46-49). Gleichzeitig wird durch ihre Reaktion auch ein starker Kontrast zu ihrer vorherigen Einstellung dem Grafen gegenüber deutlich. Während sie ihn bei ihrer Rettung noch als &amp;quot;Engel&amp;quot; (S.7, Z.8) wahrnimmt, verkörpert er für sie nun den Teufel (vgl. S.50, Z.25-27). Nach den ersten Treffen ist sie noch bereit den Grafen von F. zu heiraten (vgl. S.16), womit der Ruf der Familie gerettet wäre. Als sich der Graf F. zu einem späteren Punkt als der Vater des Kindes offenbart, und die Marquise die Möglichkeit hat, den Ruf der Familie zu retten, will sie dies jedoch zunächst nicht tun (vgl. S.46-48). Dies ist eine der wenigen außerfamiliären emanzipierten Handlungen der Marquise, auch wenn es nicht von dauer ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marquise ist die Hauptperson der Novelle und ist eine dynamisch angelegte Figur. Im Laufe der Novelle gewinnt sie an Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit, als sie von ihren Eltern ausgestoßen wird und ihr Leben in eigene Hand, mit ihren zwei Kindern nehmen muss (vgl. S.26 z.35). Dies wird auch deutlich, als sie gegen den Willen des Vater, der die Kinder bei sich behalten wollte, setzt (vgl. s.25 z.20).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis der Marquise zu ihrem Vater weißt eine gewisse Ambivalenz auf, da sie ihrem Vater gegenüber in bestimmten Situationen, sei es ihre Rolle als Mutter oder Frau, emanzipiert handelt. Deutlich wird aber, dass sie, beispielweise am Ende, als es zur Versöhnung kommt, bei ihrem Vater mit ihrer Unterwürfigkeit, auch wenn es von ihrer Seite aus nur passiv ist, eine Reaktion provoziert, sodass nicht sie, sondern er aktiv einen Schritt und den ersten Annäherungsversuch macht (vgl. S. 45).  Zu dem lässt sich hinzufügen, dass die Marquise Sorge hat, dass ihr vaterloses und illegitimes Kind eines Tages von der Gesellschaft geächtet werden könnte. Daher überwindet sie sich und entscheidet sich dazu den Mann zu heiraten, der sie unbewusst benutzt hat und sie in solch einem Zustand gebracht hat. Jedoch beschließt sie im Laufe der Erzählung den Grafen F ein zweites Mal zu heiraten, mit dem Unterschied, dass diese zweite Hochzeit aus Liebe stattfindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marquise hat zu ihrer Mutter eine starke emotionale Bindung. Deutlich wird dies, als die Marquise von ihrer Schwangerschaft erfährt und ihre Mutter sie in den Arm nimmt (vgl. S.23, Z.14). Die Mutter zweifelt nach dem Rausschmiss der Marquise an deren Schuld und reist zu ihr, um sich davon zu überzeugen , indem sie die Marquise mit einer Lüge über eine Schuldbekenntnis testet (vgl. S.39, Z.37f) und holt ihre Tochter wieder nach Hause (vgl. S.42, Z.1f).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Marquise zunächst ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche unterdrückt, während sie vor hat, den Vater des Kindes zu finden und zu heiraten und somit den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen unterliegt. Die Dynamik der Marquise entwickelt sich von einer zurückhaltenden Person zu einer emanzipierten, nachdem sie nach ihrem Rausschmiss und während ihrer ungewollten Schwangerschaft eine eine Identitätskrise durchläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hase&lt;br /&gt;
[Gruppe 1: [[Benutzer:LeBNSG|LeBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Graf F.======&lt;br /&gt;
Graf F ist eine der vier Hauptfiguren der Novelle. Er zeigt sich als mehrdimensionaler Charakter, motivisch umgesetzt in der Engels-Teufels-Metaphorik (&amp;quot;Er würde ihr damals nicht wie ein Teufel erschienen sein, wenn er ihr nicht, bei seiner ersten Erscheinung, wie ein Engel vorgekommen wäre&amp;quot; S. 47, Z.30): Graf F als gefallener Engel (Teufel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Marquise, dem Herrn von G und der Frau von G, ist er der Einzige, der nicht zu der italienischen Familie gehört. In der gesamten Erzählung wird nur die Verwandtschaft zu seinem Onkel, General K erwähnt (vgl. S. 15 Z. 19-21). Im Vergleich zu den anderen Charakteren verfügt er also über mehr Freiheiten, da er nicht so eng an die Familie gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man erfährt nicht viel über seine Hintergründe und Vorgeschichten. So bleibt sein Vorname auch ungewiss. Graf F ist „ein russischer Offizier“( S. 7, Z. 5-6). Durch sein Verhalten beim Angriff auf die Zitadelle der Familie der Marquise werden seine großen militärischen Fähigkeiten deutlich (vgl. S. 5-7). Neben seinem hohen militärischen Stand geniest er einen ausgezeichneten Ruf und wird auch als „Obristlieutnant vom t…n Jägerkorps und Ritter eines Verdienst- und mehrerer andrer Orden“ (S. 8, Z. 24-25) bezeichnet. Außerdem verfügt er über ein „ansehnliche[s] Vermögen“, sodass man ihn zu der hohen, adeligen Gesellschaftsschicht zuordnen kann. Zudem wird er vom Erzähler als „schön, wie ein junger Gott“ (S. 12, Z. 15) beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Aussage: &amp;quot;die Erkundungen, die man über ihn einzog, sprachen ziemlich zu seinem Vorteil&amp;quot; (S.23, Z.27-28), erkennt man, dass der Graf F. einen ausgezeichneten Ruf besitzt und in der Vergangenheit vermutlich noch nie etwas Verwerfliches getan hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als bei dem Angriff auf die Zitadelle russische Soldaten versuchen, die Marquise zu vergewaltigen (vgl. S. 7 Z. 2-5), erscheint Graf F und befreit sie aus den Fesseln der triebgesteuerten Soldaten. Sein Mut und seine Hilfsbereitschaft führen dazu, dass die Marquise ihn als „Engel des Himmels“ (S. 7, Z. 8-9) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es sich bei den Vergewaltigern um seine Soldaten handelt, schreckt er nicht davor zurück, Gewalt anzuwenden (vgl. S. 7, Z. 9-12). Nach seiner Rettungstat bietet er der Marquise „unter einer verbindlichen, französischen Anrede den Arm“ (S. 7 Z. 12-13). Dies zeigt sein charmantes Auftreten gegenüber Frauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marquise und Graf F kennen sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht. Deswegen ist es umso erstaunlicher, welche Bemühungen der Graf aufwendet, um die Marquise zu beschützen. Zwar übernimmt der Graf Verantwortung, das Richtige zu tun, indem er die Marquise vor den eigenen Soldaten rettet, reagiert aber selbst triebgesteuert und impulsiv, indem er sie vermutlich vergewaltigt (vgl. S.14, Z.16f.): Nachdem er die Marquise in den sicheren Westflügel des Palastes gebracht hat, fällt diese in Ohnmacht. In diesem Moment ändert sich das Verhalten des Grafen. Er lässt sich vermutlich auf das Niveau der „Hunde“ (S. 7, Z. 6) herab und wird nun selbst zum angeblichen Vergewaltiger. Die Vergewaltigung wird in der Novelle nie explizit erwähnt, lässt sich aber durch den weiteren Verlauf erklären. Kurz darauf verspürt er jedoch tiefe Reue und nimmt sich vor, &amp;quot;die einzige nichtswürdige Handlung, die er in seinem Leben begangen hätte&amp;quot; (S. 15, Z. 4-6) wiedergutzumachen. In Gesprächen, in denen es um die Marquise geht, wird er oftmals rot (vgl. S.9, Z.19f./ S.14, Z.33). Das zeigt, dass ihm sein vergangenes Verhalten unangenehm ist und dass er seine Emotionen schlecht verbergen kann.. Er deutet sein Fehlverhalten an, findet jedoch nicht den Mut, es auszusprechen (&amp;quot;...unter anderen Umständen.../... dringende Verhältnisse...&amp;quot;, S.14, Z.10-15). Hier zeigt sich eine gewisse Feigheit, Scham oder zumindest eine gewisse Vermeidungshaltung des Grafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich scheint der Graf sehr rücksichtsvoll, gefühlsvoll und sentimental, da er sich stark um das Wohlbefinden der Marquise von O. sorgt (vgl. S.12 Z. 21-26). Allgemein lässt sich sagen, dass der Graf etwas für die Marquise empfindet. So schreibt er ihr, während er in Neapel ist Briefe und versucht so Kontakt zu ihr zu halten (vgl. S.14, Z.18ff). Auch besucht er ihr Haus, direkt nach der Rückkehr von seinem Aufenthalt in Neapel, in der Hoffnung die Marquise dort anzutreffen. Als er hört was in seiner Abwesenheit passierte, sucht er sie auf und obwohl der Türsteher ihm sagt, dass die Marquise  niemanden sehen möchte, geht er trotzen in den Garten um mit ihr zu reden (vgl. S.14-15). Dies zeigt einerseits wie wichtig es ihm ist die Marquise zu heiraten, auf der anderen Seite deutet dies auch auf eine große Hartnäckigkeit und Rücksichtslosigkeit hin, welche sich auch in seiner Überlegung einfach durch das &amp;quot;zur Seite stehente offene Fenster ein[zu]steigen&amp;quot; (S.15 Z.34-35) widerspiegelt. Des Weiteren greift er nach ihren Händen und möchte diese küssen, wodurch er nochmals seine Gefühle für die Marquise zum Ausdruck bringt (vgl. S.12, Z.37f).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass sein Interesse an der Marquise aufrichtig ist, zeigt sich durch seine Entschlossenheit, alles zu tun, um diese für sich zu gewinnen. Der Graf ist sogar bereit, seinen hohen beruflichen Stand aufzugeben, indem er die bevorstehende  Dienstreise abbrechen will, um die Familie der Marquise überzeugen zu können, dass diese einer Hochzeit zustimmt. Ihm ist die Hochzeit mit der Marquise so wichtig, dass er sogar den Heiratsvertrag annimmt (vgl. S.49, Z.3f). Sein Interesse an einer Versöhnung mit der Marquise wird dadurch deutlich, dass der Graf nach der Hochzeit Abstand von ihr hält (vgl. S.49, Z.28-31) und sie erst bei der Taufe des Sohnes wiedersieht.  Dass er als Geschenk eine so hohe Summe an Geld, sowie das Testament mitbringt, verdeutlicht ebenfalls den Aspekt, dass der Graf sein Verhalten wieder gut machen möchte (vgl. S.50, Z. 7-9). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch, dass sogar der Vater der Marquise, welcher von den Truppen des Grafen angegriffen wurde, ihn als &amp;quot;ehrliche[n] Mann&amp;quot; (S. 10, Z. 12) bezeichnet, kann man davon ausgehen, dass der Graf nach außen ein sehr ehrenhaftes Erscheinungsbild hat und mit allen Menschen manierlich umgehen kann (vgl. S.15 Z. 7f).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch weist der Graf durch die Vertuschung seiner Tat, aber auch aufgrund seiner Empfindung gegenüber der Marquise, eine gewisse Ambivalenz auf. Er schiebt seine &amp;quot;Wiedergutmachung&amp;quot; bis zum Ultimatum (Annonce) auf, um vermutlich seinen guten Ruf nach außen zu behalten. Die innere Motivation für sein Verhalten und den Umgang mit dieser Situation bleibt von Kleist aus absichtlich offen. Obwohl er sich überwiegend standesgemäß als Gentleman verhält, zeigt seine vermeintliche Tat an der Marquise auch eine andere, dunkle Seite seines Charakters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwei Seiten seines Charakter spiegeln sich auch in seiner Sprache wider. Auf der einen Seite ist er fähig, sich differenziert, in einem gehobenen Stil auszudrücken. Geht es jedoch um seine schändliche Tat, so ist sein Sprachverhalten geprägt von Verlegenheit und Scham und seine Fähigkeit, sich differenziert auszudrücken, verfliegt (vgl. S. 14, Z. 33-34). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine abschließende Bewertung der moralischen Integrität des Grafen ist schwierig, weil die Schwere der Tat in so starkem Kontrast zu seinem sonstigen Auftreten und Verhalten steht. Durch diese Tat lässt sich jedoch auch seine Mehrdimensionalität erklären. Die anfänglich aufgestellte Deutungshypothese, lässt sich also resümieren. Auf der einen Seite erfüllt Graf F das Klischee eines, zu dieser Zeit, perfekten Mannes: Er ist gebildet, zeigt ausgezeichnete Manieren und wird durch seine Willensstärke und Aufrichtigkeit, ein vermögender Mann makellosen Rufs. Man könnte sagen, sein Charakter gleicht dem eines Engels. Im Gegensatz dazu, sticht durch die vermutete Vergewaltigung seine teuflische Seite hervor. Graf F ist also Engel und Teufel zugleich.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Gruppe 1 (Deutsch GK)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Vater:======&lt;br /&gt;
Der Vater spielt in der Novelle „Die Marquise von O“ eine wichtige Rolle, da er die damaligen gesellschaftlichen Normen repräsentiert. Die Vielfältigen Charakterzüge und Verhaltensweisen des Kommandanten weisen auf eine Mehrdimensionalität und Dynamik hin, welche seine Funktion in der gesamten Erzählung unterstützt, da auch die Gesellschaft ihr Verhalten gegenüber einer Person verändert, sobald diese nicht mehr der gesellschaftlichen Norm entspricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kommandant, welcher auch als &amp;quot;Obrist&amp;quot; oder &amp;quot;Herrn von G“ bezeichnet wird, ist verheiratet mit der Frau von G und Vater der Protagonistin der Erzählung, Juliette, welche auch den Titel der Marquise von O trägt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn der Erzählung wird deutlich, dass der Kommandant nicht nur einen hohen Sitz in der Gesellschaft hat, sondern auch in seiner Rolle als Vater und Ehemann, eine wichtige Position für die Novelle einnimmt. Dies wird vor allem dadurch verdeutlicht, dass die Marquise teils über ihren Vater definiert wird „&#039;&#039;&#039;Die Tochter des Herrn von G&#039;&#039;&#039; Kommandant der Zitadelle“ (siehe. Z.13/14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kommandant meldet sich selten zu Wort, doch wenn er spricht, dann meist in einer Befehlsform „Macht! Macht! Macht!“ (siehe. S.22 Z.6). Dieses Verhalten ist womöglich auf seine Tätigkeit im Militär zurückzuführen, aufgrund derer er es gewohnt ist, auch schon für kleine Aufwände anderen einen Befehl zu erteilen (Z. 27f). Auch in der Familie kommt seine Militärische-Ader zum Vorschein, in dem dort eine klare Rangordnung herrscht, in der er das Familienoberhaupt darstellt. Erkennbar auch daran, dass er als erstes das Wort erhebt, wenn Besuch eintrifft (S. 22, Z.20). Die Familie vertraut ebenfalls auf das Urteil und auf die Fähigkeit des Kommandanten, für Probleme eine Lösung zu finden, wodurch die wichtige Bedeutung des Herrn von G für die Familie nochmals unterstrichen wird (S.25, Z. 6f). Sein Verhalten kann aber auch teils als impulsiv und nahezu aggressiv bezeichnet werden (vgl. S. 30 Z. 12-26)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kommandant zeigt eher selten seine Gefühle, doch trotzdem lassen sich manchmal liebevolle Gesten wiederfinden &amp;quot;lächelte&amp;quot; (vgl. S.22, Z10), &amp;quot;umarmte ihn auf das Herzlichste&amp;quot;(S. 22 Z.30). Generell lässt sich der Vater von seinen Gefühlen stark leiten, sowohl im positiven Sinne, z.B. als die Marquise am Ende wiederkommt, aber auch im negativen Sinne, als er die Marquise rausschmeißt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Thema Gefühle spielt besonders die Liebe zu seiner Tochter (S.8 Z.28ff), die er ehrt und nur das Beste für sie möchte, eine entscheidende Rolle. Seine Gefühle für seine Tochter gehen aber an einigen Stellen über das Übliche hinaus: Sie haben in der Versöhnungsszene eine erotisch- sexuelle Konnotation. Der Fakt, dass ich der Vater erst Erkundigungen über den Grafen, den möglicherweise zukünftigen Ehemann seiner Tochter, einholt (S.23, Z.24-28) zeigt, dass seine Tochter ihm wichtig ist und er sie nicht an einen ungeeigneten Mann verheiraten möchte. Erst als positive Erkundigungen eintreffen, gibt er sein Einverständnis zur Hochzeit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald es um seinen gesellschaftlichen Ruf geht, verändert sich sein Verhalten gegenüber seiner Tochter aber drastisch. Während er zuletzt noch ein liebevoller Vater und Beschützer für seine Tochter, die Marquise, gewesen war, ist sein Verhalten, sobald er seinen gesellschaftlichen Ruf in Gefahr sieht, als egoistisch, gefühllos und kalt zu beschreiben. Erkennbar beispielsweise daran, dass im späteren Verlauf der Erzählung das frevelhafte Verhalten des Grafen für den Herrn von G nicht mehr von all zu großer Bedeutung zu seinen scheint, da er ihm trotz seines Verhaltens die Hand seiner Tochter verspricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Verhalten des Obristen wird auch nochmals deutlich, als er sich sofort von seiner Tochter distanziert, als er erfährt, dass diese unehelich schwanger geworden ist. Er unterlässt es auch, sie nach ihrer Sicht auf das Geschehen zu fragen, hinterfragt das Urteil nicht und stellt auch keine weiteren Nachforschungen an. Der Kommandant vertraut somit mehr dem Urteil einer anderen Person als dem seiner eigenen Tochter. Auch im weiteren Verlauf wird das Misstrauen, was der Vater gegen seine eigene Tochter hegt, nochmals deutlich, da er denkt, der Artikel in der Zeitung sei eine List seiner Tochter (S.37 Z.26). Auch der Fakt, dass für ihn die naheliegendste Lösung des &amp;quot;Schwangerschaft-Konfliktes&amp;quot; ist, die Marquise wegzuschaffen und den Vorfall zu verdrängen, unterstützt die These des unterkühlten Verhaltens des Grafen von G (vgl. S.29, Z. 23-28+S.36, Z.29f). So wird deutlich, dass sein eigener gesellschaftlicher Stand für ihn über der Liebe zu einer Tochter steht. Verdeutlicht wird dies noch einmal im weiteren Verlauf der Erzählung, als seine Tochter ihm, nachdem sie den Brief mit der Anweisung, das Haus zu verlassen, welchen er nicht Mals selbst verfasst hat, erhalten hat, aufsucht und seine Tür verschlossen ist. Die Tür könnte hierbei auch als ein Bild fungieren, welches die geschlossenen Türen seines Herzens verdeutlichen soll. Er lässt sich also von seiner Entscheidung, seine Tochter abzustoßen, nicht mehr abbringen (S.29, Z. 35). Hier zeigt sich somit auch die Sturheit des Grafen von G. Als sich die Marquise schließlich zu seinen Füßen wirft, weiß der Vater sich nicht anders zu helfen, als nach einer Pistole an der Wand zu greifen, woraufhin sich ein Schuss löst (vgl. S. 30 Z. 12-26).  Auch hier wird die starke Abneigung und die Entschlossenheit, sich von seiner Tochter zu distanzieren, hervorgehoben. Das erbarmungslose Verhalten des Kommandanten zeigt sich auch nochmals, als er verlangt, dass seine Tochter ihre Kinder zurücklässt (S.30, Z.25f). Somit findet während dieses &amp;quot;Schwangerschafts-Konflikts&amp;quot; eine Veränderung seines Verhaltens statt und es deutet sich eine Mehrdimensionalität (Dynamik?) der Figur des Kommandanten an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man das Verhältnis von dem Grafen von G und dessen Frau, fällt auf, dass dies nicht linear, sondern kollinear ist, erkennbar daran, dass der Graf auch seiner Frau Befehle erteilt und ihr Verbote ausspricht (vgl. S.38. Z.32 ff. + S. 38). Seine Frau hingegen achtet seine Befehle und Verbote immer weniger im Laufe der Novelle, so besucht sie beispielsweise, trotz des strickten Verbotes ihres Mannes, ihrer Tochter nach dem Zerwürfnis auf dem Landsitz (S. 39. Z. 1-4). Dem Kommandanten entgleitet somit seine führende Rolle als Familienoberhaupt im Laufe der Erzählung immer weiter. Trotz seiner autoritären Position und Sturheit, lässt er sich von seiner Frau in seinen Entscheidungen beeinflussen, was wiederum zeigt, dass ihre Beziehung zwar nicht linear ist, seine Autorität aber auch Grenzen kennt, sobald er an seine persönlichen Grenzen gelangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende der Erzählung findet eine erneute starke Wendung, jedoch genau in die entgegengesetzte Richtung, statt. Als der Graf nach der Rückkehr seiner Tochter die Wahrheit über die Geschehnisse erfährt, sieht der Vater seine Fehler ein und bereut diese zutiefst, sodass er in Tränen ausbricht. Er ist verzweifelt und weiß nicht, wie er sich seiner Tochter gegenüber verhalten soll, sodass er den Anweisungen seiner Frau folgt und sich die Wendung in der sonst rangorientierten Familienordnung widerspiegelt (S.43, Z.34). Zu diesem Zeitpunkt scheint der Vater trotzdem weiterhin das Familien Oberhaupt zu sein, lässt dies jedoch nicht durchblicken, was auf den Stolz des Vaters hinweist. Er ist allerdings nicht dabei ist, als der Graf F. kommt, um seine Taten zuzugeben. Der Hochzeit stimmt er trotzdem zu, da diese nach den Geschehnissen einen positiven gesellschaftlichen Einfluss hat und so auch seinen gesellschaftlichen Status verbessern wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dynamische Figur des Vaters der Marquise von O weist also im Verlauf der Erzählung mehrfach eine starke Veränderung seines Handelns und seines Charakters auf, die immer mit starken, teilweise unpassenden Emotionen zusammenhängt. Somit lässt sich sagen, dass der Kommandant Gefühle und Emotionen nicht äußern kann, wodurch er, wie zum Beispiel mit dem Ziehen einer Pistole gegenüber seiner Tochter, mit extremen Emotionen das ursprüngliche Problem verdrängt. Es zeigt sich außerdem, dass er sich oft versucht, als Familienoberhaupt und Befehlshaber zu beweisen, sich dann aber in schwierigen Situationen von seiner Frau leiten lässt. Der Vater fungiert zusätzlich als Repräsentant der damaligen gesellschaftlichen Normen, was sich durch seine Reaktion auf die uneheliche Schwangerschaft seiner Tochter widerspiegelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsch(LK): Gruppe 2 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Mutter:======&lt;br /&gt;
Die Mutter (auch Obristin von G, oder Frau von G), ist eine Vertrauensperson der Marquise, die sich im Laufe der Novelle immer weiter entwickelt. Ihr gelingt die Versöhnung des Vaters mit der Tochter und gegen Ende wird sie sich auch ihrer Fehler gegenüber der Marquise bewusst und gesteht sich diese ein (S. 39, Z. 33 ff). Sie hält die Familie so zusammen und stellt sich im Laufe der Novelle über den Obristen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist die Frau von Herr von G, dem Obristen. Daher hält sie den Adelstitel Obristin inne (vgl. S.5 Z.10-21). Da sie aber erwachsene Kinder hat und von der Marquise gepflegt wird, lässt sich vermuten, dass sie bereits älter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anscheinend mischt sie sich gerne in die Angelegenheiten anderer Familienmitglieder ein, da ihr der Ruf ihrer Familie sehr wichtig scheint (Besuch der Marquise). Um diesen zu wahren, fährt sie beispielsweise zur Marquise, um sich ihrer Schuld oder Unschuld zu überzeugen (vgl. S.39-41). Auch wenn der öffentliche Ruf der Familie dadurch nicht direkt gerettet wird, erhält sie für sich selber die Erkenntnis, ob die Reputation der Familie zurecht in Verrufung geraten ist oder nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich möchte sie deshalb dass ihre Tochter heiratet und probiert sie anfangs vom Graf F zu überzeugen (S. 20 Z. 24ff). Sie hat ein mütterliches Gefühl für die Marquise, obwohl sie aufgrund der Schwangerschaft enttäuscht ist: Die Marquise fällt in Ohnmacht nachdem ihre Schwangerschaft bestätigt wurde, die Mutter hilft ihr trotz Enttäuschung wieder schnell auf die Beine (S. 25).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Obristin hat eine spezielle Beziehung zu ihrer Tochter. Zunächst zweifelt sie an der Schwangerschaft ihrer Tochter, doch ihre mütterlichen Instinkte sind an vielen Stellen schwerwiegender als ihre Zweifel. Zusätzlich zeigt sie eine starke Emotionalität ihrer Tochter gegenüber, welche die Wichtigkeit dieser Beziehung für die Mutter darlegt. (vgl. S.28 Z. 24). Nach der Annonce in der Zeitung, fährt die Mutter zur Marquise, um diese auf die Wahrheit dieser zu testen. Nachdem sie erfährt, dass die Marquise nicht gelogen hat, ist sie dieser gegenüber sehr demütig, woraufhin sie sich sehr emotional entschuldigt (vgl. S. 41 Z. 23-27). Sie will alles tun, damit die Tochter ihr verzeiht: &amp;quot;ich will keine andre Ehre mehr, als deine Schande; wenn du mir nur wieder gut wirst&amp;quot; (S. 42 Z. 6-7). Ihre Gefühle für ihre Familie wirken stärker als der rationale Wille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch sprachlich gesehen wird hier eine klare Emotionalität gegenüber der Tochter deutlich. Sie vergöttert diese nahezu: &amp;quot;O meine Tochter&amp;quot; , &amp;quot;o du Vortreffliche&amp;quot; (vgl. S.41 Z.12-13). Verstärkt wird das durch eben diese enge Bindung zu der Marquise, welche sich durch verschiedenste Textstellen begründen lässt. So bietet sie der ganzen Welt &amp;quot;trotz&amp;quot; (S.42 Z.5), um sich mit der Marquise zu versöhnen und wolle ihr nicht mehr von der Seite weichen (vgl. S.42 Z.5). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mutter zeigt sich zu Beginn des Geschehens als eine sehr traditionelle Frau. Sie reagiert verärgert, als sie erfährt, dass die Tochter außerehelich schwanger geworden ist (S. 28 Z. 32). Obwohl sie zunächst noch zur Versöhnung bereit ist (vgl. S.28, Z.30-31), wirft sie die Tochter dennoch sofort aus dem Haus raus. Dies lässt auf einen impulsiven Charakter schließen (S. 28, Z. 32). Allerdings führt das tyrannische Verhalten des Vaters (Rauswurf der Marquise, vgl. S.29, Z.24-26) dazu, dass sie selbstkritisch über ihre Rolle als Mutter nachdenkt und sich gegen den Willen des Obristen stellt (S.36, Z. 10-15). Dieses Verhalten zeigt sich erneut als sie, ohne es den Obristen wissen zu lassen, zur verstoßenen Marquise reist. Die Mutter weicht der Tochter am Ende nicht mehr von der Seite und unterstützt sie, als ihr Vergewaltiger auftaucht (S. 46 Z. 14-15).  Daraus lässt sich schließen, da sich die Mutter ihren Handlungen bewusst wird und reflektierend ihr Verhalten ändert, sie eine Entwicklung durchläuft, selbstbestimmt wird und somit als ein dynamischer Charakter bezeichnet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau von G entspricht zum Schluss der Novelle nicht den zeitgenössischen Vorstellungen einer passiven, gehorsamen Frau, da sie gegen den Willen des Ehemannes aktiv zur Konfliktlösung beigetragen hat.&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<updated>2021-02-02T11:29:49Z</updated>

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		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<title>Thema:W228ruta3mt5qdjv</title>
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		<updated>2021-02-02T11:22:58Z</updated>

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		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Erz%C3%A4hlungen:_Lebensentw%C3%BCrfe_in_der_Literatur_aus_unterschiedlichen_historischen_Kontexten/Die_Marquise_von_O.&amp;diff=42861</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Die Marquise von O.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Erz%C3%A4hlungen:_Lebensentw%C3%BCrfe_in_der_Literatur_aus_unterschiedlichen_historischen_Kontexten/Die_Marquise_von_O.&amp;diff=42861"/>
		<updated>2021-02-02T11:17:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChTNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=====Inhalt=====&lt;br /&gt;
Die Novelle „ Die Marquise von O...“, von Heinrich Kleist, erschienen 1808, spielt in Italien zur Zeit des zweiten Koalitionskriegs. Die Novelle handelt um die verwitwete Marquise von O..., die schwanger ist, ohne dass sie von einem möglichen Vater weiß.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/url?sa=t&amp;amp;rct=j&amp;amp;q=&amp;amp;esrc=s&amp;amp;source=web&amp;amp;cd=&amp;amp;ved=2ahUKEwiJ_YCisNLtAhV1A2MBHawgCQsQFjAAegQIAhAC&amp;amp;url=https%3A%2F%2Fwww.inhaltsangabe.de%2Fkleist%2Fdie-marquise-von-o%2F&amp;amp;usg=AOvVaw0gDmDWQuHmhaknXS5zlFTn https://www.inhaltsangabe.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Novelle spielt zu Zeiten des zweiten Koalitionskrieges, während eines russischen Angriffes auf die Familie der Marquise von O, wird Juliette (die Marquise), verschleppt. Die russische Truppe versucht sie schließlich zu vergewaltigen. Der Graf F erscheint allerdings noch rechtzeitig und verhindert eine Vergewaltigung. Der Graf bringt die Marquise zurück in den Palast, da sie ohnmächtig geworden ist. Was auf dem Weg dorthin geschieht, bleibt im Dunkeln. Kurz  nach den Geschehnissen wird jedoch eine Schwangerschaft bei der Marquise festgestellt, eine Vergewaltigung stellt dabei einen mögliche Erklärungsansatz dar.  Das Entstehen einer  Schwangerschaft, ohne sich währenddessen in einem ehelichen Verhältnis zu befinden, war damals eine gesellschaftliche Schande, sodass die Marquise von ihrer Familie, beziehungsweise von ihrem Vater, verstoßen wird. Sie flüchtet auf den Landsitz ihrer Familie und versucht von dort über eine Zeitungsannonce den Vater ihres noch ungeborenen Kindes zu finden. Der Graf von F erweist sich kurze Zeit später als der Vater des Kindes der Marquise.  Die Marquise stimmt einer Heirat mit dem Grafen vorerst nicht zu, lässt sich jedoch wenig später doch auf die Vermählung ein. Die Erzählung endet mit einer Erneuerung des Eheversprechens (doppelten Hochzeit) und noch weiteren Kindern der Marquise und des Grafen von F.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine Zeitungsannonce bittet die Marquise den Vater ihres Kindes sich zu melden, da sie ihn aus Rücksicht auf die Familie heiraten wollen würde. Während der Zeit des Krieges gerät die Marquise in die Hände von russischen Soldaten und wird in letzter Sekunde vor Misshandlungen und Vergewaltigungen gerettet. Ihr Retter ist der russische Offizier Graf F. Ohne dies der Marquise zu Beichten hält der Graf um die Hand der Marquise an und während der Bedenkzeit der  Familie wird sich die Marquise bewusst über das Kind welches sie genährt. Erst nach einem Jahr gelingt es dem Graf die Marquise für sich zu gewinnen. Und so findet eine Hochzeit statt aus der ein weiteres Kind und ein gemeinsames Kind hervorgeht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/url?sa=t&amp;amp;rct=j&amp;amp;q=&amp;amp;esrc=s&amp;amp;source=web&amp;amp;cd=&amp;amp;ved=2ahUKEwiJ_YCisNLtAhV1A2MBHawgCQsQFjACegQIARAC&amp;amp;url=https%3A%2F%2Fwww.studyhelp.de%2Fonline-lernen%2Fdeutsch%2Fdie-marquise-von-o-heinrich-von-kleist-inhaltsangabe%2F&amp;amp;usg=AOvVaw2SON8fYeDc7DCdk6JP0GJ1 https://www.studyhelp.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Figurenanalyse=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Die Marquise:======&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Protagonistin der gleichnamigen Erzählung &#039;&#039;Die Marquise von O,&#039;&#039; von Heinrich von Kleist aus dem Jahr 1808, wird deutlich, dass es sich bei der jungen Witwe um eine charakterstarke, emotionale Frau mit durchaus emanzipatorischen Tendenzen handelt. Auf der anderen Seite befreit sie sich nicht konsequent von gesellschaftlichen Zwängen und erfüllt lange das Gute-Tochter-Klischee: verwitwete Mutter, Tochter, Hausfrau, Pflegerin ihrer Eltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figur der Marquise ist mehrdimensional angelegt, ihre charakterlichen Facetten reichen von gehorsam-gesellschaftskonform bis für die damalige Zeit untypisch selbstbestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marquise von O, namens Julietta, ist eine Witwe, da ihr Mann, in den sie schwer verliebt war, drei Jahre vor der Handlung der Erzählung, während einer Geschäftsreise verstorben war (vgl.S.5.Z.14ff). Mit ihm hat sie mehrere Kinder und erwartet ein weiteres Kind von einen unbekannten Mann, den sie versucht, durch einen Aufruf in der Zeitung aufzufinden (vgl. S.5, Z.4ff). Sie ist die Tochter des Herrn von G... , des Kommandanten der Zitadelle bei M..., und der Frau von G... und hat einen guten Ruf (vgl.S.5,Z.13ff). Nach dem Tod ihres Mannes zieht sie mit ihren Kindern in das Haus der Eltern und verlässt ihr Landhaus bei V..(vgl.S.5, Z.19ff). Sie liebt Lektüren, die Kunst und kümmert sich nebenbei um die Erziehung ihrer Kinder, sowie die Pflege ihrer Eltern (vgl. S.5, Z.22ff). Man erfährt nicht viel über das Aussehen der Marquise von O, bis auf ihre Körperstatur, die als schlank beschrieben wird (vgl. S.7, Z. 10:,, schlanken Leib’‘).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marquise von O wird ein Kind gebären, dessen Vater sie nicht kennt. Trotz der schwierigen Umstände wagt sie es, ihr Schicksal in der Zeitung öffentlich zu machen, um den Kindesvater zu suchen (vgl. S.5, Z.5-10). Damit versucht sie, den Normen und Werten der damaligen Zeit, die es nicht als angemessen sehen, ein Kind vor der Ehe zu haben, wieder zu entsprechen, indem sie sich bereit zeigt, den Vater ihres ungeborenen Kindes heiratet .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt zu Beginn der Erzählung wird deutlich, dass die junge Frau bereit ist, die Initiative zu ergreifen, als sie einen Zeitungsartikel veröffentlicht, in dem sie nach dem unbekannten Vater ihres ungeborenen Kindes sucht (vgl. S.5, Z.6ff). Dies deutet nicht nur darauf hin, dass die Marquise recht viel Wert auf die hohe gesellschaftliche Stellung ihrer Familie bzw. ihrer eigene als Tochter des Kommandanten (vgl.S.5, Z.13 u.18) legt. Jedoch ist schon im Vorfeld der eigentlichen Handlung im Gegensatz dazu auch eine emanzipierte Seite an ihr angelegt, dies wird z.B. durch ihre lange Weigerung, erneut zu heiraten deutlich (S.14, Z.1f: &amp;quot;entschlossen, keine zweite Vermählung einzugehen&amp;quot;). Auch ihre Überzeugung, weiterhin ohne Mann an ihrer Seite zu Recht zu kommen, nachdem sie von ihren Eltern verstoßen wurde, sowie, dass sie in diesem Zusammenhang ihre Kinder mit sich nimmt (vgl. S.30, Z.27f), machen dies deutlich. Somit lässt sich sagen, dassdie Marquise im innerfamiliären Rahmen, vor allem gegenüber ihres Vaters,  eine für die damalige zeit untypisch emanziperte Seite hat, außerfamiliär aber weiterhin den gesellschaftlichen Normen folgt, welch damals für Frauen (mit Kindern) vorgesehen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem weist sie sich als ein dankbarer Mensch aus, da sie ihre eigene Gesundheit hintenan stellt, um ihre Dankbarkeit gegenüber ihres Retters ausdrücken zu können (vgl. S.8,Z.21ff). In diesem und anderen Momenten der Novelle stellt sich heraus, dass die Marquise von O ein emotionaler Mensch ist (vgl. S.10, Z.32ff). So wird beispielsweise durch ein offenes Zeigen ihrer Sorge um ihre Mitmenschen (vgl. S.12, Z.22f) ihr Mitgefühl gezeigt, jedoch wird ebenfalls deutlich, dass Julietta im Laufe der Erzählung von einer ständigen Trauer über den Tod ihres ersten Ehemannes begleitet wird, was sich in ihrem Wunsch nicht erneut zu heiraten widerspiegelt (vgl. S.20, Z.30-32). Auch in dem Verhalten der Marquise, als ihre Eltern sie verstoßen (S.28,Z.32f: &amp;quot;Geh! Geh!&amp;quot; ), da sie nicht weiß, wer der Vater ihres ungeborenen Kindes ist, ist ihre emotionale, von anderen Menschen abhängige Seite, zu erkennen, welche sich ebenfalls häufig durch Kreislaufprobleme und zittrige Knie äußert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere wichtige Situation, in welcher die Marquise emotional reagiert, ist die Offenbarung des Grafen F als Vater ihres ungeborenen Kindes (vgl. S.46-49). Gleichzeitig wird durch ihre Reaktion auch ein starker Kontrast zu ihrer vorherigen Einstellung dem Grafen gegenüber deutlich. Während sie ihn bei ihrer Rettung noch als &amp;quot;Engel&amp;quot; (S.7, Z.8) wahrnimmt, verkörpert er für sie nun den Teufel (vgl. S.50, Z.25-27). Nach den ersten Treffen ist sie noch bereit den Grafen von F. zu heiraten (vgl. S.16), womit der Ruf der Familie gerettet wäre. Als sich der Graf F. zu einem späteren Punkt als der Vater des Kindes offenbart, und die Marquise die Möglichkeit hat hat, den Ruf der Familie zu retten, will sie dies jedoch zunächst nicht tun (vgl. S.46-48). Dies ist eine der wenigen außerfamiliären emanzipierten Handlungen der Marquise, auch wenn es nicht vo dauer ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marquise ist die Hauptperson der Novelle und ist eine dynamisch angelegte Figur. Im Laufe der Novelle gewinnt sie an Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit, als sie von ihren Eltern ausgestoßen wird und ihr Leben in eigene Hand, mit ihren zwei Kindern nehmen muss (vgl. S.26 z.35). Dies wird auch deutlich, als sie gegen den Willen des Vater, der die Kinder bei sich behalten wollte, setzt (vgl. s.25 z.20).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  stark körperliche, fast sentimental wirkende Nähe zu ihrem Vater zeigt, dass sie in ihrem Vater etwas sucht, was ihr (aufgrund ihres Witwentums? ) fehlt (vgl. S. 45).  Zu dem lässt sich hinzufügen, dass die Marquise Sorge hat, dass ihr vaterloses und illegitimes Kind eines Tages von der Gesellschaft geächtet werden könnte. Daher überwindet sie sich und entscheidet sich dazu den Mann zu heiraten, der sie unbewusst benutzt hat und sie in solch einem Zustand gebracht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marquise hat zu ihrer Mutter eine starke emotionale und körperliche Bindung. Deutlich wird dies, als die Marquise von ihrer Schwangerschaft erfährt und ihre Mutter sie in den Arm nimmt (vgl. S.23, Z.14). Die Mutter zweifelt nach dem Rausschmiss der Marquise an deren Schuld und reist zu ihr, um sich davon zu überzeugen , indem sie die Marquise mit einer Lüge über eine Schuldbekenntnis testet (vgl. S.39, Z.37f) und holt ihre Tochter wieder nach Hause (vgl. S.42, Z.1f).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Marquise zunächst ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche unterdrückt, während sie vor hat, den Vater des Kindes zu finden und zu heiraten und somit den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen unterliegt. Die Dynamik der Marquise entwickelt sich von einer zurückhaltenden Person zu einer selbstbewussten, nachdem sie nach ihrem Rausschmiss und während ihrer Schwangerschaft eine Persönlichkeitsfindungsphase durchläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Gruppe 1: [[Benutzer:LeBNSG|LeBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Graf F.======&lt;br /&gt;
Graf F ist eine der vier Hauptfiguren der Novelle. Er zeigt sich als mehrdimensionaler Charakter, motivisch umgesetzt in der Engels-Teufels-Metaphorik (&amp;quot;Er würde ihr damals nicht wie ein Teufel erschienen sein, wenn er ihr nicht, bei seiner ersten Erscheinung, wie ein Engel vorgekommen wäre&amp;quot; S. 47, Z.30): Graf F als gefallener Engel (Teufel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Marquise, dem Herrn von G und der Frau von G, ist er der Einzige, der nicht zu der italienischen Familie gehört. In der gesamten Erzählung wird nur die Verwandtschaft zu seinem Onkel, General K erwähnt (vgl. S. 15 Z. 19-21). Im Vergleich zu den anderen Charakteren verfügt er also über mehr Freiheiten, da er nicht so eng an die Familie gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man erfährt nicht viel über seine Hintergründe und Vorgeschichten. So bleibt sein Vorname auch ungewiss. Graf F ist „ein russischer Offizier“( S. 7, Z. 5-6). Durch sein Verhalten beim Angriff auf die Zitadelle der Familie der Marquise werden seine großen militärischen Fähigkeiten deutlich (vgl. S. 5-7). Neben seinem hohen militärischen Stand geniest er einen ausgezeichneten Ruf und wird auch als „Obristlieutnant vom t…n Jägerkorps und Ritter eines Verdienst- und mehrerer andrer Orden“ (S. 8, Z. 24-25) bezeichnet. Außerdem verfügt er über ein „ansehnliche[s] Vermögen“, sodass man ihn zu der hohen, adeligen Gesellschaftsschicht zuordnen kann. Zudem wird er vom Erzähler als „schön, wie ein junger Gott“ (S. 12, Z. 15) beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Aussage: &amp;quot;die Erkundungen, die man über ihn einzog, sprachen ziemlich zu seinem Vorteil&amp;quot; (S.23, Z.27-28), erkennt man, dass der Graf F. einen ausgezeichneten Ruf besitzt und in der Vergangenheit vermutlich noch nie etwas Verwerfliches getan hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als bei dem Angriff auf die Zitadelle russische Soldaten versuchen, die Marquise zu vergewaltigen (vgl. S. 7 Z. 2-5), erscheint Graf F und befreit sie aus den Fesseln der triebgesteuerten Soldaten. Sein Mut und seine Hilfsbereitschaft führen dazu, dass die Marquise ihn als „Engel des Himmels“ (S. 7, Z. 8-9) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es sich bei den Vergewaltigern um seine Soldaten handelt, schreckt er nicht davor zurück, Gewalt anzuwenden (vgl. S. 7, Z. 9-12). Nach seiner Rettungstat bietet er der Marquise „unter einer verbindlichen, französischen Anrede den Arm“ (S. 7 Z. 12-13). Dies zeigt sein charmantes Auftreten gegenüber Frauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marquise und Graf F kennen sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht. Deswegen ist es umso erstaunlicher, welche Bemühungen der Graf aufwendet, um die Marquise zu beschützen. Zwar übernimmt der Graf Verantwortung, das Richtige zu tun, indem er die Marquise vor den eigenen Soldaten rettet, reagiert aber selbst triebgesteuert und impulsiv, indem er sie vermutlich vergewaltigt (vgl. S.14, Z.16f.): Nachdem er die Marquise in den sicheren Westflügel des Palastes gebracht hat, fällt diese in Ohnmacht. In diesem Moment ändert sich das Verhalten des Grafen. Er lässt sich vermutlich auf das Niveau der „Hunde“ (S. 7, Z. 6) herab und wird nun selbst zum angeblichen Vergewaltiger. Die Vergewaltigung wird in der Novelle nie explizit erwähnt, lässt sich aber durch den weiteren Verlauf erklären. Kurz darauf verspürt er jedoch tiefe Reue und nimmt sich vor, &amp;quot;die einzige nichtswürdige Handlung, die er in seinem Leben begangen hätte&amp;quot; (S. 15, Z. 4-6) wiedergutzumachen. In Gesprächen, in denen es um die Marquise geht, wird er oftmals rot (vgl. S.9, Z.19f./ S.14, Z.33). Das zeigt, dass ihm sein vergangenes Verhalten unangenehm ist und dass er seine Emotionen schlecht verbergen kann.. Er deutet sein Fehlverhalten an, findet jedoch nicht den Mut, es auszusprechen (&amp;quot;...unter anderen Umständen.../... dringende Verhältnisse...&amp;quot;, S.14, Z.10-15). Hier zeigt sich eine gewisse Feigheit, Scham oder zumindest eine gewisse Vermeidungshaltung des Grafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich scheint der Graf sehr rücksichtsvoll, gefühlsvoll und sentimental, da er sich stark um das Wohlbefinden der Marquise von O. sorgt (vgl. S.12 Z. 21-26). Allgemein lässt sich sagen, dass der Graf etwas für die Marquise empfindet. So schreibt er ihr, während er in Neapel ist Briefe und versucht so Kontakt zu ihr zu halten (vgl. S.14, Z.18ff). Auch besucht er ihr Haus, direkt nach der Rückkehr von seinem Aufenthalt in Neapel, in der Hoffnung die Marquise dort anzutreffen. Als er hört was in seiner Abwesenheit passierte, sucht er sie auf und obwohl der Türsteher ihm sagt, dass die Marquise  niemanden sehen möchte, geht er trotzen in den Garten um mit ihr zu reden (vgl. S.14-15). Dies zeigt einerseits wie wichtig es ihm ist die Marquise zu heiraten, auf der anderen Seite deutet dies auch auf eine große Hartnäckigkeit und Rücksichtslosigkeit hin, welche sich auch in seiner Überlegung einfach durch das &amp;quot;zur Seite stehente offene Fenster ein[zu]steigen&amp;quot; (S.15 Z.34-35) widerspiegelt. Des Weiteren greift er nach ihren Händen und möchte diese küssen, wodurch er nochmals seine Gefühle für die Marquise zum Ausdruck bringt (vgl. S.12, Z.37f).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass sein Interesse an der Marquise aufrichtig ist, zeigt sich durch seine Entschlossenheit, alles zu tun, um diese für sich zu gewinnen. Der Graf ist sogar bereit, seinen hohen beruflichen Stand aufzugeben, indem er die bevorstehende  Dienstreise abbrechen will, um die Familie der Marquise überzeugen zu können, dass diese einer Hochzeit zustimmt. Ihm ist die Hochzeit mit der Marquise so wichtig, dass er sogar den Heiratsvertrag annimmt (vgl. S.49, Z.3f). Sein Interesse an einer Versöhnung mit der Marquise wird dadurch deutlich, dass der Graf nach der Hochzeit Abstand von ihr hält (vgl. S.49, Z.28-31) und sie erst bei der Taufe des Sohnes wiedersieht.  Dass er als Geschenk eine so hohe Summe an Geld, sowie das Testament mitbringt, verdeutlicht ebenfalls den Aspekt, dass der Graf sein Verhalten wieder gut machen möchte (vgl. S.50, Z. 7-9). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch, dass sogar der Vater der Marquise, welcher von den Truppen des Grafen angegriffen wurde, ihn als &amp;quot;ehrliche[n] Mann&amp;quot; (S. 10, Z. 12) bezeichnet, kann man davon ausgehen, dass der Graf nach außen ein sehr ehrenhaftes Erscheinungsbild hat und mit allen Menschen manierlich umgehen kann (vgl. S.15 Z. 7f).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch weist der Graf durch die Vertuschung seiner Tat, aber auch aufgrund seiner Empfindung gegenüber der Marquise, eine gewisse Ambivalenz auf. Er schiebt seine &amp;quot;Wiedergutmachung&amp;quot; bis zum Ultimatum (Annonce) auf, um vermutlich seinen guten Ruf nach außen zu behalten. Die innere Motivation für sein Verhalten und den Umgang mit dieser Situation bleibt von Kleist aus absichtlich offen. Obwohl er sich überwiegend standesgemäß als Gentleman verhält, zeigt seine vermeintliche Tat an der Marquise auch eine andere, dunkle Seite seines Charakters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwei Seiten seines Charakter spiegeln sich auch in seiner Sprache wider. Auf der einen Seite ist er fähig, sich differenziert, in einem gehobenen Stil auszudrücken. Geht es jedoch um seine schändliche Tat, so ist sein Sprachverhalten geprägt von Verlegenheit und Scham und seine Fähigkeit, sich differenziert auszudrücken, verfliegt (vgl. S. 14, Z. 33-34). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine abschließende Bewertung der moralischen Integrität des Grafen ist schwierig, weil die Schwere der Tat in so starkem Kontrast zu seinem sonstigen Auftreten und Verhalten steht. Durch diese Tat lässt sich jedoch auch seine Mehrdimensionalität erklären. Die anfänglich aufgestellte Deutungshypothese, lässt sich also resümieren. Auf der einen Seite erfüllt Graf F das Klischee eines, zu dieser Zeit, perfekten Mannes: Er ist gebildet, zeigt ausgezeichnete Manieren und wird durch seine Willensstärke und Aufrichtigkeit, ein vermögender Mann makellosen Rufs. Man könnte sagen, sein Charakter gleicht dem eines Engels. Im Gegensatz dazu, sticht durch die vermutete Vergewaltigung seine teuflische Seite hervor. Graf F ist also Engel und Teufel zugleich.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Gruppe 1 (Deutsch GK)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Vater:======&lt;br /&gt;
Der Vater spielt in der Novelle eine wichtige Rolle, da er die damaligen gesellschaftlichen Normen repräsentiert. Die Vielfältigen Charakterzüge und Verhaltensweisen des Kommandanten weisen auf eine Mehrdimensionalität hin, welche seine Funktion in der gesamten Erzählung unterstützt,  da auch die Gesellschaft ihr Verhalten gegenüber einer Person verändert, sobald diese nicht mehr der gesellschaftlichen Norm entspricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kommandant, welcher auch als &amp;quot;Obrist&amp;quot; oder &amp;quot;Herrn von G“ bezeichnet wird, ist verheiratet mit der Gräfin von G und Vater der Protagonistin der Erzählung, Juliette, welche auch den Titel der Marquise von O trägt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn der Erzählung wird deutlich, dass der Kommandant nicht nur einen hohen Sitz in der Gesellschaft hat, sondern auch in seiner Rolle als Vater und Ehemann, eine wichtige Position für die Novelle einnimmt. Dies wird vor allem dadurch verdeutlicht, dass die Marquise teils über ihren Vater definiert wird „&#039;&#039;&#039;Die Tochter des Herrn von G&#039;&#039;&#039; Kommandant der Zitadelle“ (siehe. Z.13/14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kommandant meldet sich selten zu Wort, doch wenn er spricht, dann meist in einer  Befehlsform  „Macht! Macht! Macht!“ (siehe. S.22 Z.6). Dieses Verhalten ist womöglich auf seine Tätigkeit im Militär zurückzuführen, aufgrund derer  er es gewohnt ist, auch schon für kleine Aufwände anderen einen Befehl zu erteilen (Z. 27f). Auch in der Familie kommt seine Militärische-Ader zum Vorschein, in dem dort eine klare Rangordnung herrscht, in der er das Familienoberhaupt darstellt. Erkennbar daran, dass er als erstes das Wort erhebt, wenn Besuch eintrifft (S. 22, Z.20). Die Familie vertraut ebenfalls auf das Urteil und auf die Fähigkeit des Kommandanten, für Probleme eine Lösung zu finden, wo durch die wichtige Bedeutung des Grafen von G für die Familie nochmals unterstrichen wird (S.25, Z. 6f). Sein Verhalten kann aber auch teils als impulsiv und nahezu aggressiv bezeichnet werden (vgl. S. 30 Z. 12-26)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kommandant zeigt eher selten seine Gefühle, doch trotzdem lassen sich manchmal liebevolle Gesten wiederfinden &amp;quot;lächelte&amp;quot; (vgl. S.22, Z10), &amp;quot;umarmte ihn auf das Herzlichste&amp;quot;(S. 22 Z.30).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Thema Gefühle spielt besonders die Liebe zu seiner Tochter (S.8 Z.28ff), die er ehrt und nur das Beste für sie möchte, eine entscheidende Rolle. Seine Gefühle für seine Tochter gehen aber an einigen Stellen über das Übliche hinaus: Sie haben in der Versöhnungsszene eine erotisch- sexuelle Konnotation. Auch, dass sich der Vater erst Erkundigungen über den Grafen, den möglicherweise zukünftigen Ehemann seiner Tochter, einholt (S.23, Z.24-28) zeigt, dass seine Tochter ihm wichtig ist und er sie nicht an einen ungeeigneten Mann verheiraten möchte. Erst als positive Erkundigungen eintreffen, gibt er sein Einverständnis zur Hochzeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald es um seinen gesellschaftlichen Ruf geht, verändert sich sein Verhalten gegenüber seiner Tochter aber drastisch. Während er zuletzt noch ein liebevoller Vater und Beschützer für seine Tochter, die Marquise, gewesen war, ist sein Verhalten, sobald er seinen gesellschaftlichen Ruf in Gefahr sieht, als egoistisch, gefühllos und kalt zu beschreiben. Dies zeigte sich auch daran, dass er sich sofort von seiner Tochter distanziert, als er erfährt, dass diese unehelich schwanger geworden ist. Er unterlässt es auch, sie nach ihrer Sicht auf das Geschehen zu fragen, hinterfragt das Urteil nicht und stellt auch keine weiteren Nachforschungen an. Der Kommandant vertraut somit mehr dem Urteil einer anderen Person als dem seiner eigenen Tochter. Auch im weiteren Verlauf wird das Misstrauen, was der Vater gegen seine eigene Tochter hegt, nochmals deutlich, da er denkt, der Artikel in der Zeitung sei eine List seiner Tochter (S.37 Z.26). Auch der Fakt, dass für ihn die naheliegendste Lösung des &amp;quot;Schwangerschaft-Konfliktes&amp;quot; ist, die Marquise wegzuschaffen und den Vorfall zu verdrängen, unterstützt die These des unterkühlten Verhaltens des Grafen von G (vgl. S.29, Z. 23-28+S.36, Z.29f).  So wird deutlich, dass sein eigener gesellschaftlicher Stand für ihn über der Liebe zu einer Tochter steht. Verdeutlicht wird dies noch einmal im weiteren Verlauf der Erzählung, als seine Tochter ihm, nachdem sie den Brief mit der Anweisung, das Haus zu verlassen, erhalten hat, aufsucht und seine Tür verschlossen ist. Die Tür könnte hierbei auch als ein Bild fungieren, welches die geschlossenen Türen seines Herzens verdeutlichen soll. Er lässt sich also von seiner Entscheidung, seine Tochter abzustoßen, nicht mehr abbringen (S.29, Z. 35). Hier zeigt sich somit auch die Sturheit des Grafen von G.  Als sich die Marquise schließlich zu seinen Füßen wirft, weiß der Vater sich nicht anders zu helfen, als nach einer Pistole an der Wand zu greifen, woraufhin sich ein Schuss löst (vgl. S. 30 Z. 12-26).  Auch hier wird die starke Abneigung und die Entschlossenheit, sich von seiner Tochter zu distanzieren, hervorgehoben. Das erbarmungslose Verhalten des Kommandanten zeigt sich auch nochmals, als er  verlangt, dass seine Tochter ihre Kinder zurücklässt (S.30, Z.25f). Somit findet während dieses &amp;quot;Schwangerschafts-Konflikts&amp;quot; eine Veränderung seines Verhaltens statt und es deutet sich eine Mehrdimensionalität (Dynamik?) der Figur des Kommandanten an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man das Verhältnis von dem Grafen von G und dessen Frau, fällt auf, dass dies nicht linear, sondern kollinear ist, erkennbar daran, dass der Graf auch seiner Frau Befehle erteilt und ihr Verbote ausspricht (vgl. S.38. Z.32 ff. + S. 38). Seine Frau hingegen achtet seine Befehle und Verbote immer weniger im Laufe der Novelle, so besucht sie beispielsweise, trotz des strickten Verbotes ihres Mannes, ihrer Tochter nach dem Zerwürfnis auf dem Landsitz (S. 39. Z. 1-4). Dem Kommandanten entgleitet somit seine führende Rolle als Familienoberhaupt im Laufe der Erzählung immer weiter. Trotz seiner autoritären Position und Sturheit, lässt er sich von seiner Frau in seinen Entscheidungen beeinflussen, was wiederum zeigt, dass ihre Beziehung zwar nicht linear ist, seine Autorität aber auch Grenzen kennt, sobald er an seine persönlichen Grenzen gelangt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende der Erzählung findet eine erneute starke Wendung, jedoch genau in die entgegengesetzte Richtung, statt. Als der Graf nach der Rückkehr seiner Tochter die Wahrheit über die Geschehnisse erfährt, sieht der Vater seine Fehler ein und bereut diese zutiefst, sodass er in Tränen ausbricht. Er ist verzweifelt und weiß nicht, wie er sich seiner Tochter gegenüber verhalten soll, sodass er den Anweisungen seiner Frau folgt und sich die Wendung in der sonst rangorientierten Familienordnung widerspiegelt (S.43, Z.34). Zu diesem Zeitpunkt scheint der Vater trotzdem weiterhin das Familien Oberhaupt zu sein, lässt dies jedoch nicht durchblicken, was auf den Stolz des Vaters hinweist. Er ist allerdings nicht dabei ist, als der Graf F. kommt, um seine Taten zuzugeben. Der Hochzeit stimmt er trotzdem zu, da diese nach den Geschehnissen einen positiven gesellschaftlichen Einfluss hat und so auch seinen gesellschaftlichen Status verbessern wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater der Marquise von O weißt also im Verlauf der Erzählung mehrfach eine starke Veränderung seines Handelns und seines Charakters auf, die immer mit starken, teilweise unpassenden Emotionen zusammenhängt. Somit lässt sich sagen, dass der Kommandant Gefühle und Emotionen nicht äußern kann, wodurch er, wie zum Beispiel mit dem Ziehen einer Pistole gegenüber seiner Tochter, mit extremen Emotionen das ursprüngliche Problem verdrängt. Es zeigt sich außerdem, dass er sich oft versucht, als Familienoberhaupt und Befehlshaber zu beweisen, sich dann aber in schwierigen Situationen von seiner Frau leiten lässt. Der Vater fungiert zusätzlich als Repräsentant der damaligen gesellschaftlichen Normen, was sich durch seiner Reaktion auf die uneheliche Schwangerschaft seiner Tochter widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsch(LK): Gruppe 2 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Mutter:======&lt;br /&gt;
Die Mutter (auch Obristin von G, oder Frau von G), ist eine Vertrauensperson der Marquise, die sich im Laufe der Novelle immer weiter entwickelt. Ihr gelingt die Versöhnung des Vaters mit der Tochter und gegen Ende wird sie sich auch ihrer Fehler gegenüber der Marquise bewusst und gesteht sich diese ein (S. 39, Z. 33 ff). Sie hält die Familie so zusammen und stellt sich im Laufe der Novelle über den Obristen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist die Frau von Herr von G, dem Obristen. Daher hält sie den Adelstitel Obristin inne (vgl. S.5 Z.10-21). Da sie aber erwachsene Kinder hat und von der Marquise gepflegt wird, lässt sich vermuten, dass sie bereits älter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anscheinend mischt sie sich gerne in die Angelegenheiten anderer Familienmitglieder ein, da ihr der Ruf ihrer Familie sehr wichtig scheint (Besuch der Marquise). Um diesen zu wahren, fährt sie beispielsweise zur Marquise, um sich ihrer Schuld oder Unschuld zu überzeugen (vgl. S.39-41). Auch wenn der öffentliche Ruf der Familie dadurch nicht direkt gerettet wird, erhält sie für sich selber die Erkenntnis, ob die Reputation der Familie zurecht in Verrufung geraten ist oder nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich möchte sie deshalb dass ihre Tochter heiratet und probiert sie anfangs vom Graf F zu überzeugen (S. 20 Z. 24ff). Sie hat ein mütterliches Gefühl für die Marquise, obwohl sie aufgrund der Schwangerschaft enttäuscht ist: Die Marquise fällt in Ohnmacht nachdem ihre Schwangerschaft bestätigt wurde, die Mutter hilft ihr trotz Enttäuschung wieder schnell auf die Beine (S. 25).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Obristin hat eine spezielle Beziehung zu ihrer Tochter. Zunächst zweifelt sie an der Schwangerschaft ihrer Tochter, doch ihre mütterlichen Instinkte sind an vielen Stellen schwerwiegender als ihre Zweifel. Zusätzlich zeigt sie eine starke Emotionalität ihrer Tochter gegenüber, welche die Wichtigkeit dieser Beziehung für die Mutter darlegt. (vgl. S.28 Z. 24). Nach der Annonce in der Zeitung, fährt die Mutter zur Marquise, um diese auf die Wahrheit dieser zu testen. Nachdem sie erfährt, dass die Marquise nicht gelogen hat, ist sie dieser gegenüber sehr demütig, woraufhin sie sich sehr emotional entschuldigt (vgl. S. 41 Z. 23-27). Sie will alles tun, damit die Tochter ihr verzeiht: &amp;quot;ich will keine andre Ehre mehr, als deine Schande; wenn du mir nur wieder gut wirst&amp;quot; (S. 42 Z. 6-7). Ihre Gefühle für ihre Familie wirken stärker als der rationale Wille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch sprachlich gesehen wird hier eine klare Emotionalität gegenüber der Tochter deutlich. Sie vergöttert diese nahezu: &amp;quot;O meine Tochter&amp;quot; , &amp;quot;o du Vortreffliche&amp;quot; (vgl. S.41 Z.12-13). Verstärkt wird das durch eben diese enge Bindung zu der Marquise, welche sich durch verschiedenste Textstellen begründen lässt. So bietet sie der ganzen Welt &amp;quot;trotz&amp;quot; (S.42 Z.5), um sich mit der Marquise zu versöhnen und wolle ihr nicht mehr von der Seite weichen (vgl. S.42 Z.5). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mutter zeigt sich zu Beginn des Geschehens als eine sehr traditionelle Frau. Sie reagiert verärgert, als sie erfährt, dass die Tochter außerehelich schwanger geworden ist (S. 28 Z. 32). Obwohl sie zunächst noch zur Versöhnung bereit ist (vgl. S.28, Z.30-31), wirft sie die Tochter dennoch sofort aus dem Haus raus. Dies lässt auf einen impulsiven Charakter schließen (S. 28, Z. 32). Allerdings führt das tyrannische Verhalten des Vaters (Rauswurf der Marquise, vgl. S.29, Z.24-26) dazu, dass sie selbstkritisch über ihre Rolle als Mutter nachdenkt und sich gegen den Willen des Obristen stellt (S.36, Z. 10-15). Dieses Verhalten zeigt sich erneut als sie, ohne es den Obristen wissen zu lassen, zur verstoßenen Marquise reist. Die Mutter weicht der Tochter am Ende nicht mehr von der Seite und unterstützt sie, als ihr Vergewaltiger auftaucht (S. 46 Z. 14-15).  Daraus lässt sich schließen, da sich die Mutter ihren Handlungen bewusst wird und reflektierend ihr Verhalten ändert, sie eine Entwicklung durchläuft, selbstbestimmt wird und somit als ein dynamischer Charakter bezeichnet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau von G entspricht zum Schluss der Novelle nicht den zeitgenössischen Vorstellungen einer passiven, gehorsamen Frau, da sie gegen den Willen des Ehemannes aktiv zur Konfliktlösung beigetragen hat.&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<updated>2021-01-25T14:51:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;span class=&quot;plainlinks&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:ChTNSG&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new mw-userlink&quot; title=&quot;Benutzer:ChTNSG (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;&lt;bdi&gt;ChTNSG&lt;/bdi&gt;&lt;/a&gt; &lt;span class=&quot;mw-usertoollinks&quot;&gt;(&lt;a href=&quot;/wiki/Benutzer_Diskussion:ChTNSG&quot; class=&quot;mw-usertoollinks-talk&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:ChTNSG&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt; | &lt;a href=&quot;/wiki/Spezial:Beitr%C3%A4ge/ChTNSG&quot; class=&quot;mw-usertoollinks-contribs&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/ChTNSG&quot;&gt;Beiträge&lt;/a&gt;)&lt;/span&gt; &lt;a target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;nofollow noreferrer noopener&quot; class=&quot;external text&quot; href=&quot;https://projekte.zum.de/index.php?title=Thema:W26xx55xp3c57iu3&amp;amp;topic_showPostId=w26xx55xp7a7fmsb#flow-post-w26xx55xp7a7fmsb&quot;&gt;kommentierte&lt;/a&gt; auf „Figurenanalyse der Marquise:“ (&lt;em&gt;Meiner Meinung nach habt ihr viele wichtige Eigenschaften der Marquise herausgestellt, welche ihr ebenfalls gut belegt habt und sehr verstä…&lt;/em&gt;).&lt;/span&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Erz%C3%A4hlungen:_Lebensentw%C3%BCrfe_in_der_Literatur_aus_unterschiedlichen_historischen_Kontexten/Die_Marquise_von_O.&amp;diff=41949</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Die Marquise von O.</title>
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		<updated>2021-01-21T18:28:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChTNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=====Inhalt=====&lt;br /&gt;
Die Novelle „ Die Marquise von O...“, von Heinrich Kleist, erschienen 1808, spielt in Italien zur Zeit des zweiten Koalitionskriegs. Die Novelle handelt um die verwitwete Marquise von O..., die schwanger ist, ohne dass sie von einem möglichen Vater weiß.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/url?sa=t&amp;amp;rct=j&amp;amp;q=&amp;amp;esrc=s&amp;amp;source=web&amp;amp;cd=&amp;amp;ved=2ahUKEwiJ_YCisNLtAhV1A2MBHawgCQsQFjAAegQIAhAC&amp;amp;url=https%3A%2F%2Fwww.inhaltsangabe.de%2Fkleist%2Fdie-marquise-von-o%2F&amp;amp;usg=AOvVaw0gDmDWQuHmhaknXS5zlFTn https://www.inhaltsangabe.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine Zeitungsannonce bittet die Marquise den Vater ihres Kindes sich zu melden, da sie ihn aus Rücksicht auf die Familie heiraten wollen würde. Während der Zeit des Krieges gerät die Marquise in die Hände von russischen Soldaten und wird in letzter Sekunde vor Misshandlungen und Vergewaltigungen gerettet. Ihr Retter ist der russische Offizier Graf F..Ohne dies der Marquise zu Beichten hält der Graf um die Hand der Marquise an und während der Bedenkzeit der  Familie wird sich die Marquise bewusst über das Kind welches sie genährt. Erst nach einem Jahr gelingt es dem Graf die Marquise für sich zu gewinnen. Und so findet eine Hochzeit statt aus der ein weiteres Kind und ein gemeinsames Kind hervorgeht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/url?sa=t&amp;amp;rct=j&amp;amp;q=&amp;amp;esrc=s&amp;amp;source=web&amp;amp;cd=&amp;amp;ved=2ahUKEwiJ_YCisNLtAhV1A2MBHawgCQsQFjACegQIARAC&amp;amp;url=https%3A%2F%2Fwww.studyhelp.de%2Fonline-lernen%2Fdeutsch%2Fdie-marquise-von-o-heinrich-von-kleist-inhaltsangabe%2F&amp;amp;usg=AOvVaw2SON8fYeDc7DCdk6JP0GJ1 https://www.studyhelp.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Figurenanalyse=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Die Marquise:======&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Protagonistin der gleichnamigen Erzählung „Die Marquise von O“ von Heinrich von Kleist aus dem Jahr 1970, wird deutlich, dass es sich bei der jungen Witwe um eine charakterstarke, emanzipierte und emotionale Frau handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marquise von O, namens Jullieta, ist eine Witwe, da ihr Mann,in den sie schwer verliebt war, drei Jahre vor der Handlung der Erzählung, während einer Geschäftsreise verstorben ist (vgl.S.5.Z.14ff).Mit ihm hat sie mehrere Kinder und erwartet ein weiteres Kind von einen unbekannten Mann, den sie versucht durch einen Aufruf in der Zeitung auf zu finden(vgl. S.5, Z.4ff). Sie ist die Tochter des Herrn von G... , den Kommandanten der Zitadelle bei M..., und der Frau von G... und hat somit einen guten Ruf(vgl.S.5,Z.13ff). Nachdem Tode ihres Mannes, zieht sie mit ihren Kindern in das Haus der Eltern und verlässt ihr Landhaus bei V..(vgl.S.5, Z.19ff). Sie liebt Lektüren, die Kunst und kümmert sich nebenbei um die Erziehung ihrer Kinder, sowie die Pflege ihrer Eltern (vgl. S.5, Z.22ff). Man erfährt nicht viel über das Aussehen der Marquise von O, bis auf ihre Körperstatur, die als schlank beschrieben wird(vgl. S.7, Z. 10:,, schlanken Leib’‘). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marquise von O wird ein Kind gebären, dessen Vater sie nicht kennt. Trotz der schwierigen Umstände wagt sie es ihr Schicksal in der Zeitung öffentlich zu machen, um den Kindesvater zu suchen (vgl. S.5, Z.5-10). Damit versucht sie  den Normen und Werte der damaligen Zeit, die es nicht als angemessen sehen ein Kind vor der Ehe zu haben, wieder zu entsprechen, indem sie den Vater ihres ungeborenen Kindes heiratet .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt zu Beginn der Erzählung wird deutlich, dass die junge Frau bereit ist, die Initiative zu ergreifen, als sie einen Zeitungsartikel veröffentlicht, in dem sie nach dem unbekannten Vater ihres ungeborenen Kindes zu suchen (vgl. S.5, Z.6ff). Dies deutet nicht nur darauf hin, dass die Marquise recht wenig Wert auf ihre persönliche hohe gesellschaftliche Stellung als Tochter des Kommandanten (vgl.S.5, Z.13 u.18) gibt, sondern zeugt auch von einer, für die damalige Zeit untypische, Emanzipation und Selbstbestimmtheit.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese emanzipierte Seite tritt vor allem zu beginn der Handlungen in den Vordergrund. Nicht nur ihre langzeitige Weigerung erneut zu heiraten (S.14, Z.1f: &amp;quot;entschlossen, keine zweite Vermählung einzugehen&amp;quot;), sondern auch ihre Überzeugung weiterhin ohne Mann an ihrer Seite zu Recht zu kommen, nachdem sie von ihren Eltern verstoßen wurde, sowie, dass sie in diesem Zusammenhang ihre Kinder mit sich nimmt machen dies weiter Male deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem weist sie sich als ein dankbarer Mensch aus, da sie ihre eigene Gesundheit nach hinten stellt, um ihre Dankbarkeit gegenüber ihres Retters ausdrücken zu können (vgl. S.8,Z.21ff).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Momenten der Novelle stellt sich heraus, dass die Marquise von O ein emotionaler Mensch ist (vgl. S.10, Z.32ff). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ein offenes Zeigen ihrer Sorge um ihre Mitmenschen (vgl. S.12, Z.22f) wird ihr Mitgefühl gezeigt, jedoch wird deutlich, dass Julietta im Laufe der Erzählung von einer ständigen Trauer über den Tod ihres ersten Ehemannes begleitet wird, was sich in ihrem Wunsch nicht erneut zu heiraten widerspiegelt (vgl. S.20, Z.30-32). Auch in dem Verhalten der Marquise, als ihre Eltern sie verstoßen (S.28,Z.32f: &amp;quot;Geh! Geh!&amp;quot; ), da sie nicht weiß, wer der Vater ihres ungeborenen Kindes ist, ist ihre emotionale, von anderen Menschen abhängige Seite, zu erkennen, welche sich ebenfalls häufig durch Kreislaufprobleme und zittrige Knie äußert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marquise ist die Hauptperson der Novelle und ist eine dynamisch angelegte Figur. Im Laufe der Novelle entwickelt sich die Dynamik der Marquise. Sie gewinnt an Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit, als sie von ihren Eltern ausgestoßen wird und ihr Leben in eigene Hand, mit ihren zwei Kindern nehmen muss (vgl. S.26 z.35). Dies wird auch deutlich, als sie gegen den Willen des Vater, der die Kinder bei sich behalten wollte, setzt (vgl. s.25 z.20).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem besteht eine Mehrdimensionalität, da sie als alleinerziehende Mutter, Tochter, Witwe, Hausfrau, Pflegerin der Eltern oder als Opfer verstanden werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sentimentale und körperlicher Nähe zu ihrem Vater wird illustriert, dass sie Inzest mit dem Vater begeht(vgl.S45).  Zu dem lässt sich hinzufügen, dass die Marquise Sorge hat, dass ihr vaterloses und illegitimes Kind eines Tages von der Gesellschaft geächtet werden könnte. Daher überwindet sie sich und entscheidet sich dazu den Mann zu heiraten, der sie unbewusst genutzt hat und sie in solch einem Zustand gebracht hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marquise hat zu ihrer Mutter eine starke emotionale und körperliche Bindung. Deutlich wird dies, als die Marquise von ihrer Schwangerschaft erfährt und ihre Mutter sie in den Arm nimmt(vgl. S.23 z. 14). Die Mutter zweifelt nach dem Rausschmiss von Marquise an ihrer Schuld und reist zu Marquise um sich davon zu überzeugen und holt ihre Tochter wieder Nachhause (vgl.S.33 z.1f)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Maquise zunächst ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche unterdrückt, während sie vor hat den Vater des Kindes zu finden und zu heiraten und somit den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen unterliegt. Die Dynamik der Marquise entwickelt sich von einer zurückhaltenden Person zu einer selbstbewussten, nachdem sie nach ihrem Rausschmiss undwährend ihrer Schwangerschaft eine Persönlichkeitsfindungsphase durchläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Gruppe 1: [[Benutzer:LeBNSG|LeBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Graf F.======&lt;br /&gt;
Graf F ist eine der vier Hauptfiguren der Novelle. Er zeigt sich als mehrdimensionaler Charakter, motivisch umgesetzt in der Engels-Teufels-Metaphorik (&amp;quot;Er würde ihr damals nicht wie ein Teufel erschienen sein, wenn er ihr nicht, bei seiner ersten Erscheinung, wie ein Engel vorgekommen wäre&amp;quot; S. 47, Z.30): Graf F als gefallener Engel (Teufel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Marquise, dem Herrn von G und der Frau von G, ist er der einzige, der nicht zu der italienischen Familie gehört. In der gesamten Erzählung wird nur die Verwandtschaft zu seinem Onkel, General K erwähnt (vgl. S. 15 Z. 19-21). Im Vergleich zu den anderen Charakteren verfügt er also über mehr Freiheiten, da er nicht so eng an die Familie gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man erfährt nicht viel über seine Hintergründe und Vorgeschichten. So bleibt sein Vorname auch ungewiss. Graf F ist „ein russischer Offizier“( S. 7, Z. 5-6). Durch sein Verhalten beim Angriff auf die Zitadelle der Familie der Marquise werden seine großen militärischen Fähigkeiten deutlich (vgl. S. 5-7). Neben seinem hohen militärischen Stand geniest er einen ausgezeichneten Ruf und wird auch als „Obristlieutnant vom t…n Jägerkorps und Ritter eines Verdienst- und mehrerer andrer Orden“ (S. 8, Z. 24-25) bezeichnet. Außerdem verfügt er über ein „ansehnliche[s] Vermögen“, sodass man ihn zu der hohen, adeligen Gesellschaftsschicht zuordnen kann. Zudem wird er vom Erzähler als „schön, wie ein junger Gott“ (S. 12, Z. 15) beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Graf hat einen guten Ruf und in der Vergangenheit nie etwas Verwerfliches getan (&amp;quot;die Erkundungen, die man über ihn einzog, sprachen ziemlich zu seinem Vorteil&amp;quot;, S.23, Z.27f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als bei dem Angriff auf die Zitadelle russische Soldaten versuchen, die Marquise zu vergewaltigen (vgl. S. 7 Z. 2-5), erscheint Graf F und befreit sie aus den Fesseln der triebgesteuerten Soldaten. Sein Mut und seine Hilfsbereitschaft resultieren darin, dass die Marquise ihn als „Engel des Himmels“ (S. 7, Z. 8-9) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es sich bei den Vergewaltigern um seine Soldaten handelt, schreckt er nicht davor zurück, Gewalt anzuwenden (vgl. S. 7, Z. 9-12). Nach seiner Rettungstat bietet er der Marquise „unter einer verbindlichen, französischen Anrede den Arm“ (S. 7 Z. 12-13). Dies zeigt sein charmantes Auftreten gegenüber Frauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marquise und Graf F kennen sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht. Deswegen ist es umso erstaunlicher, welche Bemühungen der Graf aufwendet, um die Marquise zu beschützen. Zwar übernimmt der Graf Verantwortung &#039;&#039;&#039;für sein Handeln (?)&#039;&#039;&#039;, indem er die Marquise rettet, reagiert aber selbst triebgesteuert und impulsiv, indem er sie vergewaltigt (vgl. S.14, Z.16f.).Zusätzlich scheint der Graf sehr rücksichtsvoll, gefühlsvoll und sentimental, da er sich stark um das Wohlbefinden der Marquise von O. sorgt (vgl. S.12 Z. 21-26). Allgemein lässt sich sagen, dass der Graf etwas für die Marquise empfindet. So schreibt er ihr wärend er in Neapel ist zwei mal und versucht so Kontakt zu ihr zu behalte (vgl. S.14, Z.18ff). Auch besucht er ihr Haus, sobald er wieder zurück war, in der Hoffnung die Marquise dort anzutreffen. Als er hört was in seiner Abwesenheit passierte, sucht er sie auf und obwohl der Türsteher ihm sagt die Marquise möchte niemanden sehen, geht er trotzen in den Garten um mit ihr zu reden (vgl. S.14-15). Dies zeigt einerseits wie wichtig es ihm ist die Marquise zu heiraten, anderer Seit deutet dies auch auf eine große Hartnäckigkeit und Rücksichtslosigkeit, welche sich auch in seiner Überlegung einfach durch das &amp;quot;zur Seite stehente offene Fenster ein[zu]steigen&amp;quot; (S.15 Z.34-35).Des Weiteren greift er nach ihren Händen und möchte diese küssen, wodurch er nochmals seine Gefühle für die Marquise zum Ausdruck bringt (vgl. S.12, Z.37f).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch, dass sogar der Vater der Marquise, welcher von den Truppen des Grafen angegriffen wurde, ihn als &amp;quot;ehrlicher Mann&amp;quot; bezeichnet, kann man davon ausgehen, dass der Graf nach außen ein sehr ehrenhaftes Erscheinungsbild hat und mit allen Menschen manierlich umgehen kann (vgl. S.15 Z. 7f).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er die Marquise in den sicheren Westflügel des Palastes gebracht hat, fällt diese in Ohnmacht. In diesem Moment ändert sich das Verhalten des Grafen. Er lässt sich auf das Niveau der „Hunde“ (S. 7, Z. 6) herab und wird nun selbst zum Vergewaltiger. Kurz darauf verspürt er jedoch tiefe Reue und nimmt sich vor, &amp;quot;die einzige nichtswürdige Handlung, die er in seinem Leben begangen hätte&amp;quot; (S. 15, Z. 4-6) wiedergutzumachen. In Gesprächen, in denen es um die Marquise geht, wird er oftmals rot (vgl. S.9, Z.19f./ S.14, Z.33). Das zeigt, dass ihm sein vergangenes Verhalten unangenehm ist und dass er seine Emotionen schlecht verbergen kann.. Er deutet sein Fehlverhalten an, findet jedoch nicht den Mut, es auszusprechen (&amp;quot;...unter anderen Umständen.../... dringende Verhältnisse...&amp;quot;, S.14, Z.10-15). Hier zeigt sich eine gewisse Feigheit, Scham oder zumindest Vermeidungshaltung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass sein Interesse an der Marquise aufrichtig ist, zeigt sich durch seine Entschlossenheit, alles zu tun, um diese für sich zu gewinnen. Der Graf ist sogar bereit, seinen hohen beruflichen Stand aufzugeben, indem er die bevorstehende  Dienstreise abbrechen will, um die Familie der Marquise überzeugen zu können, dass diese einer Hochzeit zustimmt. Ihm ist die Hochzeit mit der Marquise so wichtig, dass er sogar den Heiratsvertrag annimmt (vgl. S.49, Z.3f).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Vertuschung seiner Tat, aber auch aufgrund seiner Empfindung gegenüber der Marquise, weist der Graf eine gewisse Ambivalenz auf. Obwohl sich überwiegend standesgemäß als Gentleman verhaltend, zeigt doch seine Tat an der Marquise eine andere, dunkle Seite in seinem Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwei Seiten seines Charakter spiegeln sich auch in seiner Sprache wieder. Auf der einen Seite ist er fähig, sich differenziert, in einem gehobenen Stil auszudrücken. Geht es jedoch um seine schändliche Tat, so ist sein Sprachverhalten geprägt von Verlegenheit und Scham und seine Fähigkeit, sich differenziert auszudrücken, verfliegt (vgl. S. 14, Z. 33-34). +&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine abschließende Bewertung der moralischen Integrität des Grafen ist schwierig, weil die Schwere der Tat in so starkem Kontrast zu seinem sonstigen Auftreten und Verhalten steht. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LiFNSG|LiFNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Vater:======&lt;br /&gt;
Heinrich Kleist verfasste die Novelle &amp;quot;die Marquise von O“ im Jahr 1808. Die Erzählung spielt in Italien und handelt von der verwitweten Marquise, die ohne zu wissen sich auf einen Mann eingelassen zu haben, schwanger ist. Daraufhin versucht sie über einen Zeitungsartikel den Vater ihres Kindes zu finden. Im Folgenden soll die Figur des Vaters, der Kommandant, analysiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Novelle spielt zu Zeiten des zweiten Koalitionskrieges, während eines russischen Angriffes auf die Familie der Marquise von O, wird Juliette (die Marquise), verschleppt. Die russische Truppe versucht sie schließlich zu vergewaltigen. Der Graf F erscheint allerdings noch rechtzeitig und verhindert eine Vergewaltigung. Der Graf bringt die Marquise zurück in den Palast, da sie ohnmächtig geworden ist. Was auf dem Weg dorthin geschieht, bleibt im Dunkeln. Kurz  nach den Geschehnissen wird jedoch eine Schwangerschaft bei der Marquise festgestellt, eine Vergewaltigung stellt dabei einen mögliche Erklärungsansatz dar.  Das entstehen einer  Schwangerschaft, ohne sich währenddessen in einem ehelichen Verhältnis zu befinden, war damals eine gesellschaftliche Schande, sodass die Marquise von ihrer Familie, beziehungsweise von ihrem Vater, verstoßen wurde. Sie flüchtet daher auf den Landsitz ihrer Familie und versucht von dort über eine Zeitungsannonce den Vater ihres noch ungeborenen Kindes zu finden. Der Graf von F erweist sich kurze Zeit später als der Vater des Kindes der Marquise.  Die Marquise stimmt einer Heirat mit dem Grafen vorerst nicht zu, lässt sich jedoch wenig später doch auf die Vermählung ein. Die Erzählung endet mit einer Erneuerung des Eheversprechens (doppelten Hochzeit) und noch weiteren Kindern der Marquise und des Grafen von F.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater spielt in der Novelle eine wichtige Rolle, da er die damaligen gesellschaftlichen Normen repräsentiert. Die Vielfältigen Charakterzüge und Verhaltensweisen des Kommandanten weisen auf eine Mehrdimensionalität hin, welche seine Funktion in der gesamten Erzählung unterstütz,   da auch die Gesellschaft ihr Verhalten gegenüber einer Person verändert, sobald diese nicht mehr der gesellschaftlichen Norm entspricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kommandant, welcher auch als &amp;quot;Obrist&amp;quot; oder &amp;quot;Graf von G“ bezeichnet wird, ist verheiratet mit der Gräfin von G und Vater der Protagonistin der Erzählung, Juliette, welche auch den Titel der Marquise von O trägt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn der Erzählung wird deutlich, dass der Kommandant nicht nur einen hohen Sitz in der Gesellschaft hat, sondern auch in seiner Rolle als Vater und Ehemann, eine wichtige Position für die Novelle einnimmt. Dies wird vor allem dadurch verdeutlicht, dass die Marquise teils über ihren Vater definiert wird „&#039;&#039;&#039;Die Tochter des Herrn von G&#039;&#039;&#039; Kommandant der Zitadelle“ (siehe. Z.13/14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kommandant meldet sich selten zu Wort, doch wenn er spricht, dann meist in einer  Befehlsform  „Macht! Macht! Macht!“ (siehe. S.22 Z.6). Dieses Verhalten ist womöglich auf seine Tätigkeit im Militär zurückzuführen, aufgrund derer  er es gewohnt ist, auch schon für kleine Aufwände anderen einen Befehl zu erteilen (Z. 27f). Auch in der Familie kommt seine Militärische-Ader zum Vorschein, in dem dort eine klare Rangordnung herrscht, in der er das Familienoberhaupt darstellt. Erkennbar daran, dass er als erstes das Wort erhebt, wenn Besuch eintrifft (S. 22, Z.20). Die Familie vertraut ebenfalls auf das Urteil und auf die Fähigkeit des Kommandanten, für Probleme eine Lösung zu finden, wo durch die wichtige Bedeutung des Grafen von G für die Familie nochmals unterstrichen wird (S.25, Z. 6f). Sein Verhalten kann aber auch teils als impulsiv und nahezu aggressiv bezeichnet werden (vgl. S. 30 Z. 12-26)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kommandant zeigt eher selten seine Gefühle, doch trotzdem lassen sich manchmal liebevolle Gesten wiederfinden &amp;quot;lächelte&amp;quot; (vgl. S.22, Z10), &amp;quot;umarmte ihn auf das Herzlichste&amp;quot;(S. 22 Z.30).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Thema Gefühle spielt besonders die Liebe zu seiner Tochter (S.8 Z.28ff), die er ehrt und nur das Beste für sie möchte, eine entscheidende Rolle. Auch, dass sich der Vater erst Erkundigungen über den Grafen, den möglicherweise zukünftigen Ehemann seiner Tochter, einholt (S.23, Z.24-28) zeigt, dass seine Tochter ihm wichtig ist und er sie nicht an einen ungeeigneten verheiraten möchte. Erst als positive Erkundigungen eintreffen, gibt er sein Einverständnis zur Hochzeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald es um seinen gesellschaftlichen Ruf geht, verändert sich sein Verhalten gegenüber seiner Tochter aber drastisch. Während er zuletzt noch ein liebevoller Vater und Beschützer für seine Tochter, die Marquise, gewesen war, ist sein Verhalten sobald er seinen gesellschaftlichen Ruf in Gefahr sieht als egoistisch, gefühlslos und kalt zu beschreiben. Dies zeigte sich auch daran, dass er sich sofort von seiner Tochter distanziert, als er erfährt, dass diese unehelich schwanger geworden ist. Er unterlässt es auch sie nach ihrer Sicht auf das Geschehen zu fragen, hinterfragt das Urteil nicht und stellt auch keine weiteren Nachforschungen an. Der Kommandant vertraut somit mehr dem Urteil einer anderen Person, als dem seiner eigenen Tochter. Auch im weiteren Verlauf wird das Misstrauen, was der Vater gegen seine eigene Tochter hegt, nochmals deutlich, da er denkt, der Artikel in der Zeitung sei eine List seiner Tochter (S.37 Z.26). Auch der Fakt, dass für ihn die Naheliegens Lösung des &amp;quot;Schwangerschaft Konfliktes&amp;quot; war, die Marquise wegzuschaffen und den Vorfall zu verdrängen unterstützt die These des unterkühlten Verhaltens des Grafen von G(vgl. S.29 Z. 23-28+S.36, Z.29f).  So wird deutlich, dass sein eigener gesellschaftlicher Stand für ihn über der Liebe zu einer Tochter steht. Verdeutlicht wird dies noch einmal im weiteren Verlauf der Erzählung, als seine Tochter ihm, nachdem sie den Brief mit der Anweisung das Haus zu verlassen erhalten hat, aufsucht und seine Tür verschlossen ist. Die Tür könnte hierbei auch als ein Bild fungieren, welches die geschlossenen Türen seines Herzens verdeutlichen soll. Er lässt sich also von seiner Entscheidung, seine Tochter abzustoßen, nicht mehr abbringen (S.29, Z. 35), hier zeigt sich somit auch die Sturheit des Grafen von G.  Als sich die Marquise schließlich zu seinen Füßen wirft, weiß der Vater sich nicht anders zu helfen, als nach einer Pistole an der Wand zu greifen woraufhin sich ein Schuss löst (vgl. S. 30 Z. 12-26).  Auch hier wird die starke Abneigung und die Entschlossenheit sich von seiner Tochter zu distanzieren hervorgehoben. Das erbarmungslose Verhalten des Kommandanten zeigt sich auch nochmal, als er verlangt, dass seine Tochter ihre Kinder zurücklässt (S.30, Z.25f). Somit findet während dieses &amp;quot;Schwangerschafts-Konflikts&amp;quot; eine Veränderung seines Verhaltens statt und es deutet sich eine Mehrdimensionalität der Figur des Kommandanten an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man das Verhältnis von dem Grafen von G und dessen Frau, fällt auf, dass dies nicht linear, sondern kollinear ist. Erkennbar daran, dass der Graf auch seiner Frau Befehle erteilt und ihr Verbote ausspricht (vgl. S.38. Z.32 ff. + S. 38). Seine Frau hingegen achtet seine Befehle und Verbote immer weniger im Laufe der Novelle, so besucht sie beispielsweise, trotz des strickten Verbotes ihres Mannes, ihrer Tochter nach dem Zerwürfnis auf dem Landsitz (S. 39. Z. 1-4). Dem Kommandanten entgleitet somit seine führende Rolle als Familienoberhaupt im Laufe der Erzählung immer weiter. Trotz seiner autoritären Position und Sturheit, lässt er sich von seiner Frau in seinen Entscheidungen beeinflussen, was wiederum zeigt, dass ihre Beziehung zwar nicht linear ist, seine Autorität aber auch Grenzen kennt, sobald er an seine persönlichen Grenzen gelangt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende der Erzählung findet eine erneute starke Wendung, jedoch genau in die entgegengesetzte Richtung, statt. Als der Graf nach der Rückkehr seiner Tochter die Wahrheit über die Geschehnisse erfährt, sah der Vater seine Fehler ein und bereut diese zu tiefst, sodass er in Tränen ausbricht. Er war verzweifelt und wusste nicht wie er sich seiner Tochter gegenüber verhalten sollte, sodass er den Anweisungen seiner Frau folgt und sich die Wendung in der sonst rangorientierten Familienordnung widerspiegelt (S.43, Z.34). Zu diesem Zeitpunkt scheint der Vater trotzdem weiterhin das Familien Oberhaupt zu sein, lässt dies jedoch nicht durchblicken, was auf den Stolz des Vaters hinweist. Er ist allerdings nicht dabei ist, als der Graf F. kommt, um seine Taten zuzugeben. Der Hochzeit stimmt er trotzdem zu, da diese nach den Geschehnissen einen positiven gesellschaftlichen Einfluss hat und so auch seinen gesellschaftlichen Status verbessern wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater der Marquise von O weißt also im Verlauf der Erzählung mehrfach eine starke Veränderung seines Handelns und seines Charakters auf, die immer mit starken, teilweise unpassenden Emotionen zusammenhängt. Somit lässt sich sagen, dass der Kommandant Gefühle und Emotionen nicht äußern kann, wodurch er, wie zum Beispiel mit dem Ziehen einer Pistole gegenüber seiner Tochter, mit extremen Emotionen das ursprüngliche Problem verdrängt. Es zeigt sich außerdem, dass er sich oft versucht als Familienoberhaupt und Befehlshaber zu beweisen, sich dann aber in schwierigen Situationen von seiner Frau leiten lässt. Der Vater fungiert zusätzlich als Repräsentant der damaligen gesellschaftlichen Normen, was sich durch seiner Reaktion auf die uneheliche Schwangerschaft seiner Tochter widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsch(LK): Gruppe 2 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Mutter:======&lt;br /&gt;
Die Mutter (auch Obristin von G, oder Frau von G), ist eine Vertrauensperson der Marquise, die sich im Laufe der Novelle immer weiter entwickelt. Ihr gelingt die Versöhnung des Vaters mit der Tochter und gegen Ende wird sie sich auch ihrer Fehler gegenüber der Marquise bewusst und gesteht sich diese ein (S. 39, Z. 33 ff). Sie hält die Familie so zusammen und stellt sich im Laufe der Novelle über den Obristen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist die Frau von Herr von G, dem Obristen. Daher hält sie den Adelstitel Obristin inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über das Aussehen oder ein genaues Alter erfährt man nichts. Da sie aber erwachsene Kinder hat und von der Marquise gepflegt wird, ist sie vermutlich bereits älter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mutter würde die Marquise gerne wieder verheiraten und probiert sie anfangs vom Graf F zu überzeugen (S. 20 Z. 24ff).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anscheinend mischt sie sich gerne in die Angelegenheiten anderer Familienmitglieder ein, da ihr der Ruf ihrer Familie sehr wichtig scheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich möchte sie deshalb dass ihre Tochter heiratet. Sie hat ein mütterliches Gefühl für die Marquise, obwohl sie aufgrund der Schwangerschaft enttäuscht ist: Die Marquise fällt in Ohnmacht nachdem ihre Schwangerschaft bestätigt wurde, die Mutter hilft ihr trotz Enttäuschung wieder schnell auf die Beine (S. 25).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Obristin hat eine spezielle Beziehung zu ihrer Tochter. Zunächst zweifelt sie an der Schwangerschaft ihrer Tochter, doch ihre mütterlichen Instinkte sind an vielen Stellen schwerwiegender als ihre Zweifel. Zusätzlich zeigt sie eine starke Emotionalität ihrer Tochter gegenüber, welche die Wichtigkeit dieser Beziehung für die Mutter darlegt. (vgl. S.28 Z. 24).Nach der Annonce in der Zeitung, fährt die Mutter zur Marquise, um diese auf die Wahrheit dieser zu testen. Nachdem sie erfährt, dass die Marquise nicht gelogen hat, ist sie dieser gegenüber sehr demütig, woraufhin sie sich sehr emotional entschuldigt (vgl. S. 41 Z. 23-27). Sie will alles tun, damit die Tochter ihr verzeiht: &amp;quot;ich will keine andre Ehre mehr, als deine Schande; wenn du mir nur wieder gut wirst&amp;quot; (S. 42 Z. 6-7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Gefühle für ihre Familie wirken stärker als der rationale Wille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mutter zeigt sich zu Beginn des Geschehens als eine sehr traditionelle Frau. Sie reagiert verärgert, als sie erfährt, dass die Tochter außerehelich schwanger geworden ist (S. 28 Z. 32). Obwohl sie zunächst noch zur Versöhnung bereit ist (vgl. S.28, Z.30-31), wirft sie die Tochter dennoch sofort aus dem Haus raus. Dies lässt auf einen impulsiven Charakter schließen (S. 28, Z. 32). Allerdings führt das tyrannische Verhalten des Vaters (Rauswurf der Marquise, vgl. S.29, Z.24-26) dazu, dass sie selbstkritisch über ihre Rolle als Mutter nachdenkt und sich gegen den Willen des Obristen stellt (S.36, Z. 10-15). Dieses Verhalten zeigt sich erneut als sie, ohne es den Obristen wissen zu lassen, zur verstoßenen Marquise reist.  Daraus lässt sich schließen, da sich die Mutter ihren Handlungen bewusst wird und reflektierend ihr Verhalten ändert, sie eine Entwicklung durchläuft und somit als ein dynamischer Charakter bezeichnet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mutter weicht der Tochter am Ende nicht mehr von der Seite und unterstützt sie, als ihr Vergewaltiger auftaucht (S. 46 Z. 14-15).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau von G entspricht zum Schluss der Novelle nicht den zeitgenössischen Vorstellungen einer passiven, gehorsamen Frau, da sie gegen den Willen des Ehemannes aktiv zur Konfliktlösung beigetragen hat.&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Die Marquise von O.</title>
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		<updated>2021-01-21T18:27:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChTNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=====Inhalt=====&lt;br /&gt;
Die Novelle „ Die Marquise von O...“, von Heinrich Kleist, erschienen 1808, spielt in Italien zur Zeit des zweiten Koalitionskriegs. Die Novelle handelt um die verwitwete Marquise von O..., die schwanger ist, ohne dass sie von einem möglichen Vater weiß.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/url?sa=t&amp;amp;rct=j&amp;amp;q=&amp;amp;esrc=s&amp;amp;source=web&amp;amp;cd=&amp;amp;ved=2ahUKEwiJ_YCisNLtAhV1A2MBHawgCQsQFjAAegQIAhAC&amp;amp;url=https%3A%2F%2Fwww.inhaltsangabe.de%2Fkleist%2Fdie-marquise-von-o%2F&amp;amp;usg=AOvVaw0gDmDWQuHmhaknXS5zlFTn https://www.inhaltsangabe.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine Zeitungsannonce bittet die Marquise den Vater ihres Kindes sich zu melden, da sie ihn aus Rücksicht auf die Familie heiraten wollen würde. Während der Zeit des Krieges gerät die Marquise in die Hände von russischen Soldaten und wird in letzter Sekunde vor Misshandlungen und Vergewaltigungen gerettet. Ihr Retter ist der russische Offizier Graf F..Ohne dies der Marquise zu Beichten hält der Graf um die Hand der Marquise an und während der Bedenkzeit der  Familie wird sich die Marquise bewusst über das Kind welches sie genährt. Erst nach einem Jahr gelingt es dem Graf die Marquise für sich zu gewinnen. Und so findet eine Hochzeit statt aus der ein weiteres Kind und ein gemeinsames Kind hervorgeht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/url?sa=t&amp;amp;rct=j&amp;amp;q=&amp;amp;esrc=s&amp;amp;source=web&amp;amp;cd=&amp;amp;ved=2ahUKEwiJ_YCisNLtAhV1A2MBHawgCQsQFjACegQIARAC&amp;amp;url=https%3A%2F%2Fwww.studyhelp.de%2Fonline-lernen%2Fdeutsch%2Fdie-marquise-von-o-heinrich-von-kleist-inhaltsangabe%2F&amp;amp;usg=AOvVaw2SON8fYeDc7DCdk6JP0GJ1 https://www.studyhelp.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Figurenanalyse=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Die Marquise:======&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Protagonistin der gleichnamigen Erzählung „Die Marquise von O“ von Heinrich von Kleist aus dem Jahr 1970, wird deutlich, dass es sich bei der jungen Witwe um eine charakterstarke, emanzipierte und emotionale Frau handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marquise von O, namens Jullieta, ist eine Witwe, da ihr Mann,in den sie schwer verliebt war, drei Jahre vor der Handlung der Erzählung, während einer Geschäftsreise verstorben ist (vgl.S.5.Z.14ff).Mit ihm hat sie mehrere Kinder und erwartet ein weiteres Kind von einen unbekannten Mann, den sie versucht durch einen Aufruf in der Zeitung auf zu finden(vgl. S.5, Z.4ff). Sie ist die Tochter des Herrn von G... , den Kommandanten der Zitadelle bei M..., und der Frau von G... und hat somit einen guten Ruf(vgl.S.5,Z.13ff). Nachdem Tode ihres Mannes, zieht sie mit ihren Kindern in das Haus der Eltern und verlässt ihr Landhaus bei V..(vgl.S.5, Z.19ff). Sie liebt Lektüren, die Kunst und kümmert sich nebenbei um die Erziehung ihrer Kinder, sowie die Pflege ihrer Eltern (vgl. S.5, Z.22ff). Man erfährt nicht viel über das Aussehen der Marquise von O, bis auf ihre Körperstatur, die als schlank beschrieben wird(vgl. S.7, Z. 10:,, schlanken Leib’‘). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marquise von O wird ein Kind gebären, dessen Vater sie nicht kennt. Trotz der schwierigen Umstände wagt sie es ihr Schicksal in der Zeitung öffentlich zu machen, um den Kindesvater zu suchen (vgl. S.5, Z.5-10). Damit versucht sie  den Normen und Werte der damaligen Zeit, die es nicht als angemessen sehen ein Kind vor der Ehe zu haben, wieder zu entsprechen, indem sie den Vater ihres ungeborenen Kindes heiratet .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt zu Beginn der Erzählung wird deutlich, dass die junge Frau bereit ist, die Initiative zu ergreifen, als sie einen Zeitungsartikel veröffentlicht, in dem sie nach dem unbekannten Vater ihres ungeborenen Kindes zu suchen (vgl. S.5, Z.6ff). Dies deutet nicht nur darauf hin, dass die Marquise recht wenig Wert auf ihre persönliche hohe gesellschaftliche Stellung als Tochter des Kommandanten (vgl.S.5, Z.13 u.18) gibt, sondern zeugt auch von einer, für die damalige Zeit untypische, Emanzipation und Selbstbestimmtheit.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese emanzipierte Seite tritt vor allem zu beginn der Handlungen in den Vordergrund. Nicht nur ihre langzeitige Weigerung erneut zu heiraten (S.14, Z.1f: &amp;quot;entschlossen, keine zweite Vermählung einzugehen&amp;quot;), sondern auch ihre Überzeugung weiterhin ohne Mann an ihrer Seite zu Recht zu kommen, nachdem sie von ihren Eltern verstoßen wurde, sowie, dass sie in diesem Zusammenhang ihre Kinder mit sich nimmt machen dies weiter Male deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem weist sie sich als ein dankbarer Mensch aus, da sie ihre eigene Gesundheit nach hinten stellt, um ihre Dankbarkeit gegenüber ihres Retters ausdrücken zu können (vgl. S.8,Z.21ff).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Momenten der Novelle stellt sich heraus, dass die Marquise von O ein emotionaler Mensch ist (vgl. S.10, Z.32ff). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ein offenes Zeigen ihrer Sorge um ihre Mitmenschen (vgl. S.12, Z.22f) wird ihr Mitgefühl gezeigt, jedoch wird deutlich, dass Julietta im Laufe der Erzählung von einer ständigen Trauer über den Tod ihres ersten Ehemannes begleitet wird, was sich in ihrem Wunsch nicht erneut zu heiraten widerspiegelt (vgl. S.20, Z.30-32). Auch in dem Verhalten der Marquise, als ihre Eltern sie verstoßen (S.28,Z.32f: &amp;quot;Geh! Geh!&amp;quot; ), da sie nicht weiß, wer der Vater ihres ungeborenen Kindes ist, ist ihre emotionale, von anderen Menschen abhängige Seite, zu erkennen, welche sich ebenfalls häufig durch Kreislaufprobleme und zittrige Knie äußert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marquise ist die Hauptperson der Novelle und ist eine dynamisch angelegte Figur. Im Laufe der Novelle entwickelt sich die Dynamik der Marquise. Sie gewinnt an Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit, als sie von ihren Eltern ausgestoßen wird und ihr Leben in eigene Hand, mit ihren zwei Kindern nehmen muss (vgl. S.26 z.35). Dies wird auch deutlich, als sie gegen den Willen des Vater, der die Kinder bei sich behalten wollte, setzt (vgl. s.25 z.20).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem besteht eine Mehrdimensionalität, da sie als alleinerziehende Mutter, Tochter, Witwe, Hausfrau, Pflegerin der Eltern oder als Opfer verstanden werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sentimentale und körperlicher Nähe zu ihrem Vater wird illustriert, dass sie Inzest mit dem Vater begeht(vgl.S45).  Zu dem lässt sich hinzufügen, dass die Marquise Sorge hat, dass ihr vaterloses und illegitimes Kind eines Tages von der Gesellschaft geächtet werden könnte. Daher überwindet sie sich und entscheidet sich dazu den Mann zu heiraten, der sie unbewusst genutzt hat und sie in solch einem Zustand gebracht hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marquise hat zu ihrer Mutter eine starke emotionale und körperliche Bindung. Deutlich wird dies, als die Marquise von ihrer Schwangerschaft erfährt und ihre Mutter sie in den Arm nimmt(vgl. S.23 z. 14). Die Mutter zweifelt nach dem Rausschmiss von Marquise an ihrer Schuld und reist zu Marquise um sich davon zu überzeugen und holt ihre Tochter wieder Nachhause (vgl.S.33 z.1f)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Maquise zunächst ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche unterdrückt, während sie vor hat den Vater des Kindes zu finden und zu heiraten und somit den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen unterliegt. Die Dynamik der Marquise entwickelt sich von einer zurückhaltenden Person zu einer selbstbewussten, nachdem sie nach ihrem Rausschmiss undwährend ihrer Schwangerschaft eine Persönlichkeitsfindungsphase durchläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Gruppe 1: [[Benutzer:LeBNSG|LeBNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Graf F.======&lt;br /&gt;
Graf F ist eine der vier Hauptfiguren der Novelle. Er zeigt sich als mehrdimensionaler Charakter, motivisch umgesetzt in der Engels-Teufels-Metaphorik (&amp;quot;Er würde ihr damals nicht wie ein Teufel erschienen sein, wenn er ihr nicht, bei seiner ersten Erscheinung, wie ein Engel vorgekommen wäre&amp;quot; S. 47, Z.30): Graf F als gefallener Engel (Teufel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Marquise, dem Herrn von G und der Frau von G, ist er der einzige, der nicht zu der italienischen Familie gehört. In der gesamten Erzählung wird nur die Verwandtschaft zu seinem Onkel, General K erwähnt (vgl. S. 15 Z. 19-21). Im Vergleich zu den anderen Charakteren verfügt er also über mehr Freiheiten, da er nicht so eng an die Familie gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man erfährt nicht viel über seine Hintergründe und Vorgeschichten. So bleibt sein Vorname auch ungewiss. Graf F ist „ein russischer Offizier“( S. 7, Z. 5-6). Durch sein Verhalten beim Angriff auf die Zitadelle der Familie der Marquise werden seine großen militärischen Fähigkeiten deutlich (vgl. S. 5-7). Neben seinem hohen militärischen Stand geniest er einen ausgezeichneten Ruf und wird auch als „Obristlieutnant vom t…n Jägerkorps und Ritter eines Verdienst- und mehrerer andrer Orden“ (S. 8, Z. 24-25) bezeichnet. Außerdem verfügt er über ein „ansehnliche[s] Vermögen“, sodass man ihn zu der hohen, adeligen Gesellschaftsschicht zuordnen kann. Zudem wird er vom Erzähler als „schön, wie ein junger Gott“ (S. 12, Z. 15) beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Graf hat einen guten Ruf und in der Vergangenheit nie etwas Verwerfliches getan (&amp;quot;die Erkundungen, die man über ihn einzog, sprachen ziemlich zu seinem Vorteil&amp;quot;, S.23, Z.27f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als bei dem Angriff auf die Zitadelle russische Soldaten versuchen, die Marquise zu vergewaltigen (vgl. S. 7 Z. 2-5), erscheint Graf F und befreit sie aus den Fesseln der triebgesteuerten Soldaten. Sein Mut und seine Hilfsbereitschaft resultieren darin, dass die Marquise ihn als „Engel des Himmels“ (S. 7, Z. 8-9) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es sich bei den Vergewaltigern um seine Soldaten handelt, schreckt er nicht davor zurück, Gewalt anzuwenden (vgl. S. 7, Z. 9-12). Nach seiner Rettungstat bietet er der Marquise „unter einer verbindlichen, französischen Anrede den Arm“ (S. 7 Z. 12-13). Dies zeigt sein charmantes Auftreten gegenüber Frauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marquise und Graf F kennen sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht. Deswegen ist es umso erstaunlicher, welche Bemühungen der Graf aufwendet, um die Marquise zu beschützen. Zwar übernimmt der Graf Verantwortung &#039;&#039;&#039;für sein Handeln (?)&#039;&#039;&#039;, indem er die Marquise rettet, reagiert aber selbst triebgesteuert und impulsiv, indem er sie vergewaltigt (vgl. S.14, Z.16f.).Zusätzlich scheint der Graf sehr rücksichtsvoll, gefühlsvoll und sentimental, da er sich stark um das Wohlbefinden der Marquise von O. sorgt (vgl. S.12 Z. 21-26). Allgemein lässt sich sagen, dass der Graf etwas für die Marquise empfindet. So schreibt er ihr wärend er in Neapel ist zwei mal und versucht so Kontakt zu ihr zu behalte (vgl. S.14, Z.18ff). Auch besucht er ihr Haus, sobald er wieder zurück war, in der Hoffnung die Marquise dort anzutreffen. Als er hört was in seiner Abwesenheit passierte, sucht er sie auf und obwohl der Türsteher ihm sagt die Marquise möchte niemanden sehen, geht er trotzen in den Garten um mit ihr zu reden (vgl. S.14-15). Dies zeigt einerseits wie wichtig es ihm ist die Marquise zu heiraten, anderer Seit deutet dies auch auf eine große Hartnäckigkeit und Rücksichtslosigkeit, welche sich auch in seiner Überlegung einfach durch das &amp;quot;zur Seite stehente offene Fenster ein[zu]steigen&amp;quot; (S.15 Z.34-35).Des Weiteren greift er nach ihren Händen und möchte diese küssen, wodurch er nochmals seine Gefühle für die Marquise zum Ausdruck bringt (vgl. S.12, Z.37f).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch, dass sogar der Vater der Marquise, welcher von den Truppen des Grafen angegriffen wurde, ihn als &amp;quot;ehrlicher Mann&amp;quot; bezeichnet, kann man davon ausgehen, dass der Graf nach außen ein sehr ehrenhaftes Erscheinungsbild hat und mit allen Menschen manierlich umgehen kann (vgl. S.15 Z. 7f).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er die Marquise in den sicheren Westflügel des Palastes gebracht hat, fällt diese in Ohnmacht. In diesem Moment ändert sich das Verhalten des Grafen. Er lässt sich auf das Niveau der „Hunde“ (S. 7, Z. 6) herab und wird nun selbst zum Vergewaltiger. Kurz darauf verspürt er jedoch tiefe Reue und nimmt sich vor, &amp;quot;die einzige nichtswürdige Handlung, die er in seinem Leben begangen hätte&amp;quot; (S. 15, Z. 4-6) wiedergutzumachen. In Gesprächen, in denen es um die Marquise geht, wird er oftmals rot (vgl. S.9, Z.19f./ S.14, Z.33). Das zeigt, dass ihm sein vergangenes Verhalten unangenehm ist und dass er seine Emotionen schlecht verbergen kann.. Er deutet sein Fehlverhalten an, findet jedoch nicht den Mut, es auszusprechen (&amp;quot;...unter anderen Umständen.../... dringende Verhältnisse...&amp;quot;, S.14, Z.10-15). Hier zeigt sich eine gewisse Feigheit, Scham oder zumindest Vermeidungshaltung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass sein Interesse an der Marquise aufrichtig ist, zeigt sich durch seine Entschlossenheit, alles zu tun, um diese für sich zu gewinnen. Der Graf ist sogar bereit, seinen hohen beruflichen Stand aufzugeben, indem er die bevorstehende  Dienstreise abbrechen will, um die Familie der Marquise überzeugen zu können, dass diese einer Hochzeit zustimmt. Ihm ist die Hochzeit mit der Marquise so wichtig, dass er sogar den Heiratsvertrag annimmt (vgl. S.49, Z.3f).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Vertuschung seiner Tat, aber auch aufgrund seiner Empfindung gegenüber der Marquise, weist der Graf eine gewisse Ambivalenz auf. Obwohl sich überwiegend standesgemäß als Gentleman verhaltend, zeigt doch seine Tat an der Marquise eine andere, dunkle Seite in seinem Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwei Seiten seines Charakter spiegeln sich auch in seiner Sprache wieder. Auf der einen Seite ist er fähig, sich differenziert, in einem gehobenen Stil auszudrücken. Geht es jedoch um seine schändliche Tat, so ist sein Sprachverhalten geprägt von Verlegenheit und Scham und seine Fähigkeit, sich differenziert auszudrücken, verfliegt (vgl. S. 14, Z. 33-34). +&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine abschließende Bewertung der moralischen Integrität des Grafen ist schwierig, weil die Schwere der Tat in so starkem Kontrast zu seinem sonstigen Auftreten und Verhalten steht. [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Benutzer:LiFNSG|LiFNSG]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Vater:======&lt;br /&gt;
Heinrich Kleist verfasste die Novelle &amp;quot;die Marquise von O“ im Jahr 1808. Die Erzählung spielt in Italien und handelt von der verwitweten Marquise, die ohne zu wissen sich auf einen Mann eingelassen zu haben, schwanger ist. Daraufhin versucht sie über einen Zeitungsartikel den Vater ihres Kindes zu finden. Im Folgenden soll die Figur des Vaters, der Kommandant, analysiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Novelle spielt zu Zeiten des zweiten Koalitionskrieges, während eines russischen Angriffes auf die Familie der Marquise von O, wird Juliette (die Marquise), verschleppt. Die russische Truppe versucht sie schließlich zu vergewaltigen. Der Graf F erscheint allerdings noch rechtzeitig und verhindert eine Vergewaltigung. Der Graf bringt die Marquise zurück in den Palast, da sie ohnmächtig geworden ist. Was auf dem Weg dorthin geschieht, bleibt im Dunkeln. Kurz  nach den Geschehnissen wird jedoch eine Schwangerschaft bei der Marquise festgestellt, eine Vergewaltigung stellt dabei einen mögliche Erklärungsansatz dar.  Das entstehen einer  Schwangerschaft, ohne sich währenddessen in einem ehelichen Verhältnis zu befinden, war damals eine gesellschaftliche Schande, sodass die Marquise von ihrer Familie, beziehungsweise von ihrem Vater, verstoßen wurde. Sie flüchtet daher auf den Landsitz ihrer Familie und versucht von dort über eine Zeitungsannonce den Vater ihres noch ungeborenen Kindes zu finden. Der Graf von F erweist sich kurze Zeit später als der Vater des Kindes der Marquise.  Die Marquise stimmt einer Heirat mit dem Grafen vorerst nicht zu, lässt sich jedoch wenig später doch auf die Vermählung ein. Die Erzählung endet mit einer Erneuerung des Eheversprechens (doppelten Hochzeit) und noch weiteren Kindern der Marquise und des Grafen von F.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater spielt in der Novelle eine wichtige Rolle, da er die damaligen gesellschaftlichen Normen repräsentiert. Die Vielfältigen Charakterzüge und Verhaltensweisen des Kommandanten weisen auf eine Mehrdimensionalität hin, welche seine Funktion in der gesamten Erzählung unterstütz,   da auch die Gesellschaft ihr Verhalten gegenüber einer Person verändert, sobald diese nicht mehr der gesellschaftlichen Norm entspricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kommandant, welcher auch als &amp;quot;Obrist&amp;quot; oder &amp;quot;Graf von G“ bezeichnet wird, ist verheiratet mit der Gräfin von G und Vater der Protagonistin der Erzählung, Juliette, welche auch den Titel der Marquise von O trägt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn der Erzählung wird deutlich, dass der Kommandant nicht nur einen hohen Sitz in der Gesellschaft hat, sondern auch in seiner Rolle als Vater und Ehemann, eine wichtige Position für die Novelle einnimmt. Dies wird vor allem dadurch verdeutlicht, dass die Marquise teils über ihren Vater definiert wird „&#039;&#039;&#039;Die Tochter des Herrn von G&#039;&#039;&#039; Kommandant der Zitadelle“ (siehe. Z.13/14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kommandant meldet sich selten zu Wort, doch wenn er spricht, dann meist in einer  Befehlsform  „Macht! Macht! Macht!“ (siehe. S.22 Z.6). Dieses Verhalten ist womöglich auf seine Tätigkeit im Militär zurückzuführen, aufgrund derer  er es gewohnt ist, auch schon für kleine Aufwände anderen einen Befehl zu erteilen (Z. 27f). Auch in der Familie kommt seine Militärische-Ader zum Vorschein, in dem dort eine klare Rangordnung herrscht, in der er das Familienoberhaupt darstellt. Erkennbar daran, dass er als erstes das Wort erhebt, wenn Besuch eintrifft (S. 22, Z.20). Die Familie vertraut ebenfalls auf das Urteil und auf die Fähigkeit des Kommandanten, für Probleme eine Lösung zu finden, wo durch die wichtige Bedeutung des Grafen von G für die Familie nochmals unterstrichen wird (S.25, Z. 6f). Sein Verhalten kann aber auch teils als impulsiv und nahezu aggressiv bezeichnet werden (vgl. S. 30 Z. 12-26)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kommandant zeigt eher selten seine Gefühle, doch trotzdem lassen sich manchmal liebevolle Gesten wiederfinden &amp;quot;lächelte&amp;quot; (vgl. S.22, Z10), &amp;quot;umarmte ihn auf das Herzlichste&amp;quot;(S. 22 Z.30).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Thema Gefühle spielt besonders die Liebe zu seiner Tochter (S.8 Z.28ff), die er ehrt und nur das Beste für sie möchte, eine entscheidende Rolle. Auch, dass sich der Vater erst Erkundigungen über den Grafen, den möglicherweise zukünftigen Ehemann seiner Tochter, einholt (S.23, Z.24-28) zeigt, dass seine Tochter ihm wichtig ist und er sie nicht an einen ungeeigneten verheiraten möchte. Erst als positive Erkundigungen eintreffen, gibt er sein Einverständnis zur Hochzeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald es um seinen gesellschaftlichen Ruf geht, verändert sich sein Verhalten gegenüber seiner Tochter aber drastisch. Während er zuletzt noch ein liebevoller Vater und Beschützer für seine Tochter, die Marquise, gewesen war, ist sein Verhalten sobald er seinen gesellschaftlichen Ruf in Gefahr sieht als egoistisch, gefühlslos und kalt zu beschreiben. Dies zeigte sich auch daran, dass er sich sofort von seiner Tochter distanziert, als er erfährt, dass diese unehelich schwanger geworden ist. Er unterlässt es auch sie nach ihrer Sicht auf das Geschehen zu fragen, hinterfragt das Urteil nicht und stellt auch keine weiteren Nachforschungen an. Der Kommandant vertraut somit mehr dem Urteil einer anderen Person, als dem seiner eigenen Tochter. Auch im weiteren Verlauf wird das Misstrauen, was der Vater gegen seine eigene Tochter hegt, nochmals deutlich, da er denkt, der Artikel in der Zeitung sei eine List seiner Tochter (S.37 Z.26). Auch der Fakt, dass für ihn die Naheliegens Lösung des &amp;quot;Schwangerschaft Konfliktes&amp;quot; war, die Marquise wegzuschaffen und den Vorfall zu verdrängen unterstützt die These des unterkühlten Verhaltens des Grafen von G(vgl. S.29 Z. 23-28+S.36, Z.29f).  So wird deutlich, dass sein eigener gesellschaftlicher Stand für ihn über der Liebe zu einer Tochter steht. Verdeutlicht wird dies noch einmal im weiteren Verlauf der Erzählung, als seine Tochter ihm, nachdem sie den Brief mit der Anweisung das Haus zu verlassen erhalten hat, aufsucht und seine Tür verschlossen ist. Die Tür könnte hierbei auch als ein Bild fungieren, welches die geschlossenen Türen seines Herzens verdeutlichen soll. Er lässt sich also von seiner Entscheidung, seine Tochter abzustoßen, nicht mehr abbringen (S.29, Z. 35), hier zeigt sich somit auch die Sturheit des Grafen von G.  Als sich die Marquise schließlich zu seinen Füßen wirft, weiß der Vater sich nicht anders zu helfen, als nach einer Pistole an der Wand zu greifen woraufhin sich ein Schuss löst (vgl. S. 30 Z. 12-26).  Auch hier wird die starke Abneigung und die Entschlossenheit sich von seiner Tochter zu distanzieren hervorgehoben. Das erbarmungslose Verhalten des Kommandanten zeigt sich auch nochmal, als er verlangt, dass seine Tochter ihre Kinder zurücklässt (S.30, Z.25f). Somit findet während dieses &amp;quot;Schwangerschafts-Konflikts&amp;quot; eine Veränderung seines Verhaltens statt und es deutet sich eine Mehrdimensionalität der Figur des Kommandanten an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man das Verhältnis von dem Grafen von G und dessen Frau, fällt auf, dass dies nicht linear, sondern kollinear ist. Erkennbar daran, dass der Graf auch seiner Frau Befehle erteilt und ihr Verbote ausspricht (vgl. S.38. Z.32 ff. + S. 38). Seine Frau hingegen achtet seine Befehle und Verbote immer weniger im Laufe der Novelle, so besucht sie beispielsweise, trotz des strickten Verbotes ihres Mannes, ihrer Tochter nach dem Zerwürfnis auf dem Landsitz (S. 39. Z. 1-4). Dem Kommandanten entgleitet somit seine führende Rolle als Familienoberhaupt im Laufe der Erzählung immer weiter. Trotz seiner autoritären Position und Sturheit, lässt er sich von seiner Frau in seinen Entscheidungen beeinflussen, was wiederum zeigt, dass ihre Beziehung zwar nicht linear ist, seine Autorität aber auch Grenzen kennt, sobald er an seine persönlichen Grenzen gelangt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende der Erzählung findet eine erneute starke Wendung, jedoch genau in die entgegengesetzte Richtung, statt. Als der Graf nach der Rückkehr seiner Tochter die Wahrheit über die Geschehnisse erfährt, sah der Vater seine Fehler ein und bereut diese zu tiefst, sodass er in Tränen ausbricht. Er war verzweifelt und wusste nicht wie er sich seiner Tochter gegenüber verhalten sollte, sodass er den Anweisungen seiner Frau folgt und sich die Wendung in der sonst rangorientierten Familienordnung widerspiegelt (S.43, Z.34). Zu diesem Zeitpunkt scheint der Vater trotzdem weiterhin das Familien Oberhaupt zu sein, lässt dies jedoch nicht durchblicken, was auf den Stolz des Vaters hinweist. Er ist allerdings nicht dabei ist, als der Graf F. kommt, um seine Taten zuzugeben. Der Hochzeit stimmt er trotzdem zu, da diese nach den Geschehnissen einen positiven gesellschaftlichen Einfluss hat und so auch seinen gesellschaftlichen Status verbessern wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater der Marquise von O weißt also im Verlauf der Erzählung mehrfach eine starke Veränderung seines Handelns und seines Charakters auf, die immer mit starken, teilweise unpassenden Emotionen zusammenhängt. Somit lässt sich sagen, dass der Kommandant Gefühle und Emotionen nicht äußern kann, wodurch er, wie zum Beispiel mit dem Ziehen einer Pistole gegenüber seiner Tochter, mit extremen Emotionen das ursprüngliche Problem verdrängt. Es zeigt sich außerdem, dass er sich oft versucht als Familienoberhaupt und Befehlshaber zu beweisen, sich dann aber in schwierigen Situationen von seiner Frau leiten lässt. Der Vater fungiert zusätzlich als Repräsentant der damaligen gesellschaftlichen Normen, was sich durch seiner Reaktion auf die uneheliche Schwangerschaft seiner Tochter widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======Mutter:======&lt;br /&gt;
Die Mutter (auch Obristin von G, oder Frau von G), ist eine Vertrauensperson der Marquise, die sich im Laufe der Novelle immer weiter entwickelt. Ihr gelingt die Versöhnung des Vaters mit der Tochter und gegen Ende wird sie sich auch ihrer Fehler gegenüber der Marquise bewusst und gesteht sich diese ein (S. 39, Z. 33 ff). Sie hält die Familie so zusammen und stellt sich im Laufe der Novelle über den Obristen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist die Frau von Herr von G, dem Obristen. Daher hält sie den Adelstitel Obristin inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über das Aussehen oder ein genaues Alter erfährt man nichts. Da sie aber erwachsene Kinder hat und von der Marquise gepflegt wird, ist sie vermutlich bereits älter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mutter würde die Marquise gerne wieder verheiraten und probiert sie anfangs vom Graf F zu überzeugen (S. 20 Z. 24ff).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anscheinend mischt sie sich gerne in die Angelegenheiten anderer Familienmitglieder ein, da ihr der Ruf ihrer Familie sehr wichtig scheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich möchte sie deshalb dass ihre Tochter heiratet. Sie hat ein mütterliches Gefühl für die Marquise, obwohl sie aufgrund der Schwangerschaft enttäuscht ist: Die Marquise fällt in Ohnmacht nachdem ihre Schwangerschaft bestätigt wurde, die Mutter hilft ihr trotz Enttäuschung wieder schnell auf die Beine (S. 25).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Obristin hat eine spezielle Beziehung zu ihrer Tochter. Zunächst zweifelt sie an der Schwangerschaft ihrer Tochter, doch ihre mütterlichen Instinkte sind an vielen Stellen schwerwiegender als ihre Zweifel. Zusätzlich zeigt sie eine starke Emotionalität ihrer Tochter gegenüber, welche die Wichtigkeit dieser Beziehung für die Mutter darlegt. (vgl. S.28 Z. 24).Nach der Annonce in der Zeitung, fährt die Mutter zur Marquise, um diese auf die Wahrheit dieser zu testen. Nachdem sie erfährt, dass die Marquise nicht gelogen hat, ist sie dieser gegenüber sehr demütig, woraufhin sie sich sehr emotional entschuldigt (vgl. S. 41 Z. 23-27). Sie will alles tun, damit die Tochter ihr verzeiht: &amp;quot;ich will keine andre Ehre mehr, als deine Schande; wenn du mir nur wieder gut wirst&amp;quot; (S. 42 Z. 6-7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Gefühle für ihre Familie wirken stärker als der rationale Wille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mutter zeigt sich zu Beginn des Geschehens als eine sehr traditionelle Frau. Sie reagiert verärgert, als sie erfährt, dass die Tochter außerehelich schwanger geworden ist (S. 28 Z. 32). Obwohl sie zunächst noch zur Versöhnung bereit ist (vgl. S.28, Z.30-31), wirft sie die Tochter dennoch sofort aus dem Haus raus. Dies lässt auf einen impulsiven Charakter schließen (S. 28, Z. 32). Allerdings führt das tyrannische Verhalten des Vaters (Rauswurf der Marquise, vgl. S.29, Z.24-26) dazu, dass sie selbstkritisch über ihre Rolle als Mutter nachdenkt und sich gegen den Willen des Obristen stellt (S.36, Z. 10-15). Dieses Verhalten zeigt sich erneut als sie, ohne es den Obristen wissen zu lassen, zur verstoßenen Marquise reist.  Daraus lässt sich schließen, da sich die Mutter ihren Handlungen bewusst wird und reflektierend ihr Verhalten ändert, sie eine Entwicklung durchläuft und somit als ein dynamischer Charakter bezeichnet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mutter weicht der Tochter am Ende nicht mehr von der Seite und unterstützt sie, als ihr Vergewaltiger auftaucht (S. 46 Z. 14-15).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau von G entspricht zum Schluss der Novelle nicht den zeitgenössischen Vorstellungen einer passiven, gehorsamen Frau, da sie gegen den Willen des Ehemannes aktiv zur Konfliktlösung beigetragen hat.&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Erz%C3%A4hlungen:_Lebensentw%C3%BCrfe_in_der_Literatur_aus_unterschiedlichen_historischen_Kontexten&amp;diff=39152</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten</title>
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		<updated>2020-12-09T11:16:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChTNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Wenn alle Menschen statt der Augen grüne Gläser hätten, so würden sie urteilen müssen, die Gegenstände, welche sie dadurch erblicken, sind grün - und nie würden sie entscheiden können, ob ihr Auge ihnen die Dinge zeigt, wie sie sind, oder ob es nicht etwas zu ihnen hinzutut, was nicht ihnen, sondern dem Auge gehört. (H. v. Kleist an Wilhelmine v. Zenge am 28.3.1801)&amp;lt;ref&amp;gt;In: Heinrich von Kleist. Werke und Briefe. Berlin: Aufbau-Verlag, Bd. 4, S. 200.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Vier Erzählungen aus zwei Epochen, vier Lebensentwürfe - literarisch verarbeitet: zwischen ihnen liegen über 200 Jahre Geschichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was davon ist für Jugendliche im Jahre 2020 noch nachvollziehbar? Welche Bedeutung kann Literatur heute noch haben? Welche Erkenntnisse kann sie vermitteln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen in diesem Projekt das [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Das Unheimliche in der Literatur|Unheimliche]] und das [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Das Unaussprechliche in der Literatur|Unaussprechliche]] in der [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Romantik|Romantik]] und in der [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Die Moderne|Moderne]] untersuchen, dabei auch das lakonische Vielleicht- später-Prinzip hinterfragen und Stellung beziehen zu Kommunikationsabbrüchen in modernen Beziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür arbeiten ein Grund- und ein Leistungskurs gemeinsam an diesem Wiki.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literarische Analyse von Erzählungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die Marquise von O....=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Dieser Roman ist nichts für dich, meine Tochter. In Ohnmacht! Schamlose Posse! Sie hielt, weiß ich, die Augen bloß zu.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;(Kleists Epigramme im &#039;&#039;Phöbus&#039;&#039;, April/Mai 1808)&amp;lt;ref&amp;gt;In: Heinrich v. Kleist: Der Dichter über sein Werk. Herausgegeben von Helmut Sembdner. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. 2. korrigierte und ergänze Auflage 1996, S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Heinrich v. Kleist|Heinrich v. Kleist]]: &#039;&#039;[https://www.projekt-gutenberg.org/kleist/marquise/marquise.html Die Marquise von O.]&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www1.wdr.de/mediathek/video/radio/wdr3/video-die-marquise-von-o-vom-theater-oberhausen-100.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der Sandmann=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Warum denke ich schlafend und wachend so oft an den Wahnsinn? (E.T.A. Hoffmann)&amp;lt;ref&amp;gt;E.T.A. Hoffmann: Tagebücher. Nach der Ausgabe von Hans Müller, hrsg. von F. Schnapp. München 1971, S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/E.T.A. Hoffmann|E.T.A. Hoffmann]]: &#039;&#039;[https://www.projekt-gutenberg.org/etahoff/sandmann/sandman3.html Der Sandmann]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Sommerhaus, später=====&lt;br /&gt;
Judith Hermann: &#039;&#039;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Sommerhaus später|Sommerhaus später]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Sommerhaus später/Sommerhaus später - Inhalt|Inhalt]]&lt;br /&gt;
#[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Sommerhaus später/Sommerhaus später - Sprache|Sprache]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgabe: Hermann, Judith: Sommerhaus später. 21. Auflage, Frankfurt/M.: Fischer Taschenbuch-Verlag 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Das Haus in der Dorotheenstraße=====&lt;br /&gt;
Hartmut Lange: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Das Haus in der Dorotheenstraße|Das Haus in der Dorotheenstraße]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Werkimmanente Analyse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Inhaltswiedergabe=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Handlungsverlauf/ &amp;quot;Dramaturgie&amp;quot;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Das Haus in der Dorotheenstraße/Figurenanaylse|Figurenanalyse]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen/Analyse der Gesamtaussage/Intention|Analyse der Gesamtaussage/Intention]]=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sprache====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Erzähltechnik:=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Das Haus in der Dorotheenstraße/erzählerische Vermittlung|Erzählerische Vermittlung]] (der Erzähler):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Erzähler&lt;br /&gt;
!Erzählform&lt;br /&gt;
!Erzählverhalten&lt;br /&gt;
!Erzählerstandort&lt;br /&gt;
!Erzählperspektive&lt;br /&gt;
!Darbietungsform und Sprachverwendung&lt;br /&gt;
!Erzählhaltung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ich-Erzähler&lt;br /&gt;
Er-/Sie-Erzähler*in&lt;br /&gt;
|auktorial&lt;br /&gt;
personal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
neutral&lt;br /&gt;
|Außensicht - Innensicht&lt;br /&gt;
|Außenperspektive - Innenperspektive&lt;br /&gt;
|Erzählerrede - Figurenrede&lt;br /&gt;
|kritisch, bejahend&lt;br /&gt;
überheblich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ironisch...&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Distanz - Nähe&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|allwissend - beschränktes Wissen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Das Haus in der Dorotheenstraße/Darbietungsformen|Darbietungsformen]] (Erzählerrede, Figurenrede):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Darbietungsformen&lt;br /&gt;
!Erzählerrede&lt;br /&gt;
!Figurenrede&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Erzählerbericht:&#039;&#039;&#039; meist knappe Darstellung des Fortgangs der Erzählung in der Außensicht oder Wahrnehmungen und Gefühle und der Figuren in der Innensicht&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Wörtliche Rede:&#039;&#039;&#039; monologisch und dialogisch, meist durch Anführungszeichen, als solche markiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Erzählerbeschreibung:&#039;&#039;&#039; detaillierte Beschreibung von Schauplätzen, Figuren o. Gegenständen bzw. Schilderung von Situationen&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Indirekte Rede:&#039;&#039;&#039; teilweise Darstellung des Erzählers im Konjunktiv, kann Distanz ausdrücken&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Erzählerkommentar:&#039;&#039;&#039; Bewertung des Geschehens, der Figuren, der Zeitumstände&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Erlebte Rede:&#039;&#039;&#039; Darstellung in der 3. Person Singular Indikativ Präteritum aus der Optik einer Figur,     teilweise an die Gedankenstrichen und Figurenrede erkennbar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Szenische Darstellung:&#039;&#039;&#039; breite Entfaltung einer Situation, meist kombiniert mit Figurenrede&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Innerer Monolog:&#039;&#039;&#039; Wiedergabe von Gedanken und Gefühlen in der 1. Person Präsens&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Bewusstseinsstrom:&#039;&#039;&#039; assoziative, sprunghafte Folge einzelner Eindrücke im Bewusstsein einer Figur, Auflösung des Satzbaus&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/ Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/ Das Haus in der Dorotheenstraße/Zeitgestaltung|Zeitgestaltung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Zeit und Zeitgestaltung&lt;br /&gt;
!Erzählzeit&lt;br /&gt;
!erzählte Zeit&lt;br /&gt;
!lineare Struktur&lt;br /&gt;
!nicht-lineare Struktur&lt;br /&gt;
!Zeitgestaltung&lt;br /&gt;
!Häufigkeit eines Geschehens&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Dauer des Erzählens/Lesens&lt;br /&gt;
|Zeitraum des Erzählten&lt;br /&gt;
|chronologisch&lt;br /&gt;
mit Rückwendungen und Vorausdeutungen&lt;br /&gt;
|Schichtung von Zeitebenen&lt;br /&gt;
|Zeitraffung&lt;br /&gt;
Zeitdehnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitdeckung&lt;br /&gt;
|einfaches- mehrmaliges Geschehen&lt;br /&gt;
(einfach - mehrmals erzählt)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Sprachliche Mittel=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Autor-Rezipienten-Kommunikation=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Form/Struktur====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Aufbau=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Auffälligkeiten im gesamten Text:  Leerstellen - Was ausdrücklich NICHT erzählt wird=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Autorimmanente Analyse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einbezug der Biographie&lt;br /&gt;
*Lebensthemen&lt;br /&gt;
*Historischer Kontext&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Literaturgeschichtlicher Kontext (Epoche)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Teilnehmende:==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable mw-collapsible mw-collapsed&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:AnFNSG|AnFNSG]]&lt;br /&gt;
![[Benutzer:JaBNSG|JaBNSG]]&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:AnLNSG|AnLNSG]]&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:FeBNSG|FeBNSG]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:AnnSNSG|AnnSNSG]]&lt;br /&gt;
|[[Benutzer: SeDNSG|SeDNSG]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Das_Haus_in_der_Dorotheenstra%C3%9Fe/Figurenanaylse&amp;diff=36851</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Das Haus in der Dorotheenstraße/Figurenanaylse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Das_Haus_in_der_Dorotheenstra%C3%9Fe/Figurenanaylse&amp;diff=36851"/>
		<updated>2020-11-25T18:10:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChTNSG: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Figurencharakterisierung des Protagonisten Gottfried Klausen der Novelle &amp;quot;Das Haus in der Dorotheenstraße&amp;quot;:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  Die Novelle &amp;quot;Das Haus in der Dorotheenstra…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Figurencharakterisierung des Protagonisten Gottfried Klausen der Novelle &amp;quot;Das Haus in der Dorotheenstraße&amp;quot;:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Novelle &amp;quot;Das Haus in der Dorotheenstraße&amp;quot; verfasst von Hartmut Lange im Jahr 2013 thematisiert den Beziehungskonflikt des Ehepaares Klausen im Hinblick auf die Reaktionen und Veränderungen des Ehemanns Gottfried Klausen. Da die Novelle ein offenes Ende aufweist, lässt sie dies bezüglich unterschiedliche Deutungshypothesen zu. Die Flucht nach Island mit einem anschließenden Gespräch des Ehepaares, statt der direkten Konfrontation in Berlin oder einer Tötung seiner Frau, ist ein möglicher Ausgang der Novelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Klausen, welcher in Berlin lebt, ist der Protagonist der Novelle &amp;quot;Das Haus in der Dorotheenstraße&amp;quot; und verheiratet mit seiner Frau Xenia. Klausen ist ein äußerst gebildeter und erfolgreicher Mensch, was sich auch in seinem Berufsleben widerspiegelt (vgl. Z. 25. S. 74 + Z. 8-12. S. 77).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist ein Gewohnheitsmensch (vgl. Z. 16-18. S. 80 + Z. 13. S. 77) und in vielen Bereichen des Lebens ein Rationalist und Pragmatiker (vgl. Z. 16-18. S. 80), erkennbar auch daran, dass er kein anderes Verkehrsmedium auswählte, um nach dem Vulkanausbruch trotzdem  zu seiner Frau Xenia nach Berlin zu gelangen. Betrachtet man diese Situation aus einer rational pragmatischen Sicht, aus einer Sicht die Klausens primäre Verhalten- und Denkweisen widerspiegelt, so würde man sich wohl die Frage stellen, ob sich der gestiegene Zeitaufwand der Anreise für die Dauer des Aufenthaltes lohnen würde, den unumstritten ist, dass das Flugzeug wohl das schnellste Medium ist, um von London nach Berlin zu gelangen. Nehmen wir somit an, dass Gottfried Klausen bei dieser Rechnung zu einem negativen Saldo gelangt ist, so wäre aus der Sicht eines Rationalisten und Pragmatikers geklärt, warum Klausen kein anderes Medium für seine Reise nach Berlin wählt. Auch sein Handeln folgt primär den Maßstäben der Vernunft und der Logik (vgl. Z. 17-26 S. 78). Trotz seiner oft rationalen Denkweise hat er einen Sinn für kunstvolle und ästhetische Gestaltungen, auch wenn deren Inhalte ihm oft vorerst nicht zusagen (vgl. Z. 8-9 S. 78).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Klausen ist ebenfalls ein Mensch, der der Selbstreflexion und in gewisser Hinsicht auch der Selbstkritik fähig ist (vgl. Z. 27- 6. S. 82-83). Gefühle wie Eifersucht und Leidenschaft erscheinen ihm unverständlich und &amp;quot;fremd&amp;quot;, wie auch an seiner Reaktion auf seinen ersten Besuch des Theaterstücks „Orthello“ deutlich wird (vgl. Z. 24-7. S. 77-78). Zugleich lässt er aber ein starkes Bedürfnis nach Gemeinschaft und Sicherheit erkennen (vgl. Z. 6-8. S. 76 + S. 90 ff.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel bleibt Klausen auch während Problematischen Situationen ruhig und gelassen und versucht die aufgetretene Problematik zunächst durch eine rationale Betrachtung unter Kontrolle zu bekommen, um einen fundierten und durch dachten Lösungsansatz zu finden (vgl. Z. 6-9. S. 82). Sobald Klausen emotional in das Geschehen eingebunden ist, versucht er vorerst mit seiner gewohnten rationalen Herangehensweise die Problematische Situation zu lösen und so die Kontrolle über die Geschehens zurück zu gewinnen (vgl. Z. 18-19 S. 87 + Z.3-4 S.89) , doch diese verhilft ihm in emotionalen Angelegenheiten nicht zur Findung einer befriedigenden Lösung/Erklärung, sodass er dann mit Verunsicherung und mit einem Verlust des Selbstvertrauens und der Selbstkontrolle auf diese Unsicherheit und den Verlust der Kontrolle reagiert (Z. 3 + Z. 8-14 S.90). Anstatt sich einer emotional Problematischen Situation zu stellen, reagiert Klausen eher mit Flucht als mit Konfrontation (vgl. Z. 13-14. S. 87 + Z. 15. S. 91).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Berücksichtigung des Instanzenmodells des Psychologen Sigmund Freud, welcher davon ausgeht, dass die Persönlichkeit und das Handeln eines Individuums von den drei Instanzen &amp;quot;Es, Ich und Über Ich&amp;quot; gesteuert wird, unterstützt die zu Anfang aufgestellte Deutungshypothese. An Hand der vorgenommenen Charakterisierung des Protagonisten Gottfried Klausen wird deutlich, dass sein Handeln und seine Denkweisen überwiegend auf der Vernunft und der Rationalität beruhen (siehe Z. 17-26 S. 78). Das Über-Ich, die moralische Instanz, welche Verbote und Gebote achtet, nimmt also bei der Steuerung seines Verhaltens und seines Denkens eine entscheidende Rolle ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch der kritische Verstand und die Beibehaltung der Kontrolle sind charakteristische Eigenschaften der Figur Klausen, was unteranderem an seinem selbst reflektiertem Verhalten (siehe Z. 27-6. S.82-83) oder auch an seiner ersten Wahrnehmung des Theaterstückes &amp;quot;Orthello&amp;quot; zu erkennen ist (siehe Z. 24-7. S. 77-78). Somit nimmt auch das Ich eine entscheidenden Einfluss auf das Verhalten der Figur Klausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während emotional problematischen Situationen bekommt die Instanz des Es, welches das Lustprinzip und die Bedürfnisse des jeweiligen Individuums verkörpert, einen immer größer werden Einfluss auf sein Verhalten (siehe Z.3 + Z.8-14 S.90). So wäre eine Flucht des Protagonisten nach Island plausibel, da er die Kontrolle über das Gesehen verloren hat, seine altbewährten Herangehensweisen (Über-Ich) nicht mehr zu einer befriedigenden Erklärung des Geschehenden führen und daher die Instanz Es überwiegend die Steuerung seines Verhaltens übernimmt. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass das Über-Ich weiterhin Einfluss auf seine Handlungen nimmt, wie daran zu erkennen ist, dass er emotional problematischen Situationen vorerst versucht mit dem alten Handlungs- und Denkschema zu lösen (siehe Z. 18-19 S. 87 + Z.3-4 S.89). Außerdem wäre ein Rückzug aus der problematischen Situation ein Weg um die Kontrolle über die Situation und die eigene Person zurückzugewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So befriedigt eine Flucht nach Island sowohl die moralische Instanz des Über-Ichs, als auch das nach dem Lustprinzip handelnde Es, sodass man von einem eingestellten „Gleichgewicht“ der beiden Instanzen sprechen kann, dem Ich, dass sein Verhalten bei einer Flucht nach Island überwiegend beeinflusst und steuert, allerdings mit einer leichten Tendenz zur der Instanz des Es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellt man nun eine Verbindung zu einer Einordnung nach Archetypen her, so wird auch hier durch die Charakterisierung deutlich, dass Gottfried Klausen auf alltäglichen Situationen mit Vernunft und einen rationalen Verhalten reagiert und somit dem Archetyp des Weisen, welcher Charaktereigenschaften wie fleißig und exakt beschreibt, zuzuordnen ist. Außerdem sind Expertise, Fakten und Wahrheit für Personen die dem Archetypen „Weise“ entsprechen, sehr wichtig. Diese Eigenschaften kommen besonders im ersten Theaterbesuch Klausens zum Vorschein (siehe Z. 19-27 S. 77). Auch wenn diese Eigenschaften im fünften und sechsten Kapitel der Novelle nicht mehr eindeutig wiederzufinden sind (siehe S. 87- 93), muss berücksichtigt werden, dass Klausen sich während dieser Kapitel in einem emotionalen Ausnahmezustand befindet. So ist zusammenfassend zu sagen, dass Klausen überwiegend dem Archetypen „Weise“ zuzuordnen sind, sein Verhalten und seine Denkweisen sich allerdings während emotional belasteter Situationen verändern, aber nichts desto trotz noch Züge der Alten rationalen Vorgehensweise zu erkennen sind (siehe Z. 18-19.S. 87). So deutet sich ihr eine Mehrdimensionalität der Figur Gottfried Klausen an, da sich die Figur im Laufe der Erzählungen einem Wandel unterzieht, der sich in ihren Verhaltens- und Denkweisen äußert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der zu Anfang aufgestellten Deutungshypothese bezüglich des offenen Endes der Novelle ist zu sagen, dass Gottfried Klausen primär ein rationales, pragmatisches und reifes Handlungsschema aufweist, mit Ausnahme der Angelegenheiten, die von ihm mit Emotionen besetzt sind. Aufgrund der erfolgten Analyse halte ich es hinsichtlich des Endes der Novelle für plausibel, wenn Klausen auf eine solche Situation, die von Unsicherheit und einem Verlust der Kontrolle geprägt ist, mit Rückzug reagiert, da ihm sein primär angewandtes Handlungsschema in dieser Situation nicht zur Lösung des Konfliktes verhilft und er daher mit der Situation überfordert ist und sich in Folge dessen aus dem Konflikt durch Flucht herauszieht, um dann möglicherweise die Kontrolle zurückzugewinnen und anschließend ein klärendes Gespräch mit seiner Frau Xenia zu führen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Erz%C3%A4hlungen:_Lebensentw%C3%BCrfe_in_der_Literatur_aus_unterschiedlichen_historischen_Kontexten&amp;diff=36850</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Erz%C3%A4hlungen:_Lebensentw%C3%BCrfe_in_der_Literatur_aus_unterschiedlichen_historischen_Kontexten&amp;diff=36850"/>
		<updated>2020-11-25T18:06:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChTNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Wenn alle Menschen statt der Augen grüne Gläser hätten, so würden sie urteilen müssen, die Gegenstände, welche sie dadurch erblicken, sind grün - und nie würden sie entscheiden können, ob ihr Auge ihnen die Dinge zeigt, wie sie sind, oder ob es nicht etwas zu ihnen hinzutut, was nicht ihnen, sondern dem Auge gehört. (H. v. Kleist an Wilhelmine v. Zenge am 28.3.1801)&amp;lt;ref&amp;gt;In: Heinrich von Kleist. Werke und Briefe. Berlin: Aufbau-Verlag, Bd. 4, S. 200.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Vier Erzählungen aus zwei Epochen, vier Lebensentwürfe - literarisch verarbeitet: zwischen ihnen liegen über 200 Jahre Geschichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was davon ist für Jugendliche im Jahre 2020 noch nachvollziehbar? Welche Bedeutung kann Literatur heute noch haben? Welche Erkenntnisse kann sie vermitteln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Dafür arbeiten ein Grund- und ein Leistungskurs gemeinsam an diesem Wiki.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literarische Analyse von Erzählungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die Marquise von O....=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Dieser Roman ist nichts für dich, meine Tochter. In Ohnmacht! Schamlose Posse! Sie hielt, weiß ich, die Augen bloß zu.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;(Kleists Epigramme im &#039;&#039;Phöbus&#039;&#039;, April/Mai 1808)&amp;lt;ref&amp;gt;In: Heinrich v. Kleist: Der Dichter über sein Werk. Herausgegeben von Helmut Sembdner. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. 2. korrigierte und ergänze Auflage 1996, S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Heinrich v. Kleist|Heinrich v. Kleist]]: &#039;&#039;[https://www.projekt-gutenberg.org/kleist/marquise/marquise.html Die Marquise von O.]&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www1.wdr.de/mediathek/video/radio/wdr3/video-die-marquise-von-o-vom-theater-oberhausen-100.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der Sandmann=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Warum denke ich schlafend und wachend so oft an den Wahnsinn? (E.T.A. Hoffmann)&amp;lt;ref&amp;gt;E.T.A. Hoffmann: Tagebücher. Nach der Ausgabe von Hans Müller, hrsg. von F. Schnapp. München 1971, S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/E.T.A. Hoffmann|E.T.A. Hoffmann]]: &#039;&#039;[https://www.projekt-gutenberg.org/etahoff/sandmann/sandman3.html Der Sandmann]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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Judith Hermann: &#039;&#039;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Sommerhaus später|Sommerhaus später]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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=====Das Haus in der Dorotheenstraße=====&lt;br /&gt;
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===Werkimmanente Analyse===&lt;br /&gt;
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====Inhalt====&lt;br /&gt;
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====Sprache====&lt;br /&gt;
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====Form/Struktur====&lt;br /&gt;
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*Auffälligkeiten im gesamten Text:  Leerstellen - Was ausdrücklich NICHT erzählt wird.&lt;br /&gt;
*Erzählperspektive&lt;br /&gt;
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===Autorimmanente Analyse===&lt;br /&gt;
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*Historischer Kontext&lt;br /&gt;
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&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Das Haus in der Dorotheenstraße/erzählerische Vermittlung</title>
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		<updated>2020-11-25T11:32:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChTNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Die Erzähltechnik: Die erzählerische Vermittlung&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Analyse der Vermittlung durch den Erzähler der Novelle &amp;quot;Das Haus in der Dorotheenstraße&amp;quot; von Hartmut Lange:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählform:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Es ist ein Er/Sie Erzähler (vgl. Absatz 1. Z. 2) ----&amp;gt; erzählt das Geschehen in der dritten Person&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählperspektive&amp;lt;/u&amp;gt;: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Erzähler ist ein unbeteiligter Beobachter (vgl. Absatz 1. Z. 6-7) ----&amp;gt; Außensicht&lt;br /&gt;
*Der Erzähler nimmt eine Außenperspektive ein (vgl. Absatz 3. Z.4) ----&amp;gt; nimmt die Figur aus der Distanz wahr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählverhalten:&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Erzähler weist überwiegend ein neutrales Erzählverhalten auf. da er sich kein Urteil über das Verhalten der Figuren erlaubt.&lt;br /&gt;
*An einigen Stellen ist aber auch ein auktoriales Erzählverhalten erkennbar (vgl. Absatz 3. Z. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählhaltung:&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Erzähler beschreibt das Geschehen (Umwelt, Gefühle, Verhalten, etc.) ----&amp;gt; stellt sich mit dem Rezipienten auf eine Ebene (&amp;quot;Was letztendlich geschah, &#039;&#039;&#039;wir wissen es nicht&amp;quot;&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Deutungshypothese bezüglich des Grundes für die Auswahl dieser erzählerischen Vermittlung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erzähler weist ein &amp;quot;neutrales&amp;quot; und ein teilweise auktoriales Erzählverhalten auf, da auch der Protagonist der Novelle, Gottfried Klausen, insbesondere am Anfang der Novelle ein überwiegend rationales und pragmatisches Verhalten aufweist, würde durch einen emotionalen Erzähler die Figur Klausen für den Rezipienten verfälscht werden können (die rationalen und pragmatischen Eigenschaften der Figur würden von einem emotionalen Erzähler verdrängt/übertönt werden). Auch im späteren Verlauf der Erzählung, in der das Verhalten der Figur Klausen von seinem primären Verhaltensweisen abweicht, ist ein neutrales und maximal auktoriales Erzählverhalten von besonderer Bedeutung, da es dem Rezipient möglich seinen soll, sich eine eigene Meinung zum Verhalten und den Entscheidungen der Figur Klausen zu bilden, ohne dabei von der Meinung des Erzählers beeinflusst zu werden. Durch die kommentierende Funktion des Erzählers erlangt der Rezipient außerdem einen Eindruck der Handlungsumstände, indem durch den Erzähler beispielsweise die Umgebung genauer beschrieben wird, so kann sich dieser wiederum besser in das jeweilige Geschehen hineinversetzten. Die weiterführenden Frage, warum dem  Rezipienten ein Einblick in Klausens Gefühlswelt überwiegend verwehrt wird,  könnte darin begründet sein, dass der Rezipient die neutrale und somit rationale und pragmatische Sichtweise des Protagonisten Klausens einnehmen soll und aus dieser Perspektive (Klausens Perspektive) das Geschehen betrachten soll. Des weiteren führt die überwiegende Verwehrung der Einsicht in die Gefühlswelt Klausens dazu, dass der Rezipient während der Erzählung sich auf seine persönlichen Gefühle konzentriert und somit zu den Ereignissen eine  persönlichen Zugang findet, indem dieser sich unterbewusst Selbst fragt, wie er sich während einer solchen Situation fühlen würde. Dies zwingt den Rezipienten schließlich zu einer emphatischen Eigenleistung.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erzähler - Vermittler des Erzählten.pdf|mini]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Das Haus in der Dorotheenstraße/erzählerische Vermittlung</title>
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		<updated>2020-11-25T11:30:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChTNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Die Erzähltechnik: Die erzählerische Vermittlung&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Analyse der Vermittlung durch den Erzähler der Novelle &amp;quot;Das Haus in der Dorotheenstraße&amp;quot; von Hartmut Lange:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählform:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Es ist ein Er/Sie Erzähler (vgl. Absatz 1. Z. 2) ----&amp;gt; erzählt das Geschehen in der dritten Person&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählperspektive&amp;lt;/u&amp;gt;: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Erzähler ist ein unbeteiligter Beobachter (vgl. Absatz 1. Z. 6-7) ----&amp;gt; Außensicht&lt;br /&gt;
*Der Erzähler nimmt eine Außenperspektive ein (vgl. Absatz 3. Z.4) ----&amp;gt; nimmt die Figur aus der Distanz wahr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählverhalten:&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Erzähler weist überwiegend ein neutrales Erzählverhalten auf. da er sich kein Urteil über das Verhalten der Figuren erlaubt.&lt;br /&gt;
*An einigen Stellen ist aber auch ein auktoriales Erzählverhalten erkennbar (vgl. Absatz 3. Z. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählhaltung:&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Erzähler beschreibt das Geschehen (Umwelt, Gefühle, Verhalten, etc.) ----&amp;gt; stellt sich mit dem Rezipienten auf eine Ebene (&amp;quot;Was letztendlich geschah, &#039;&#039;&#039;wir wissen es nicht&amp;quot;&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Deutungshypothese bezüglich des Grundes für die Auswahl dieser erzählerischen Vermittlung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erzähler weist ein &amp;quot;neutrales&amp;quot; und ein teilweise auktoriales Erzählverhalten auf, da auch der Protagonist der Novelle, Gottfried Klausen, insbesondere am Anfang der Novelle ein überwiegend rationales und pragmatisches Verhalten aufweist, würde durch einen emotionalen Erzähler die Figur Klausen für den Rezipienten verfälscht werden können (die rationalen und pragmatischen Eigenschaften der Figur würden von einem emotionalen Erzähler verdrängt/übertönt werden). Auch im späteren Verlauf der Erzählung, in der das Verhalten der Figur Klausen von seinem primären Verhaltensweisen abweicht, ist ein neutrales und maximal auktoriales Erzählverhalten von besonderer Bedeutung, da es dem Rezipient möglich seinen soll, sich eine eigene Meinung zum Verhalten und den Entscheidungen der Figur Klausen zu bilden, ohne dabei von der Meinung des Erzählers beeinflusst zu werden. Durch die kommentierende Funktion des Erzählers erlangt der Rezipient außerdem einen Eindruck der Handlungsumstände, indem durch den Erzähler beispielsweise die Umgebung genauer beschrieben wird, so kann sich dieser wiederum besser in das jeweilige Geschehen hineinversetzten. Die weiterführenden Frage, warum dem  Rezipienten ein Einblick in Klausens Gefühlswelt verwehrt wird,  könnte darin begründet sein, dass der Rezipient die neutrale und somit rationale und pragmatische Sichtweise des Protagonisten Klausens einnehmen soll und aus dieser Perspektive (Klausens Perspektive) das Geschehen betrachten soll. Des weiteren führt die Verwehrung der Einsicht in die Gefühlswelt Klausens dazu, dass der Rezipient während der Erzählung sich auf seine persönlichen Gefühle konzentriert und somit zu den Ereignissen eine  persönlichen Zugang findet, indem dieser sich unterbewusst Selbst fragt, wie er sich während einer solchen Situation fühlen würde. Dies zwingt den Rezipienten schließlich zu einer emphatischen Eigenleistung.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erzähler - Vermittler des Erzählten.pdf|mini]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Das Haus in der Dorotheenstraße/erzählerische Vermittlung</title>
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		<updated>2020-11-25T11:04:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChTNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Die Erzähltechnik: Die erzählerische Vermittlung&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Analyse der Vermittlung durch den Erzähler der Novelle &amp;quot;Das Haus in der Dorotheenstraße&amp;quot; von Hartmut Lange:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählform:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Es ist ein Er/Sie Erzähler (vgl. Absatz 1. Z. 2) ----&amp;gt; erzählt das Geschehen in der dritten Person&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählperspektive&amp;lt;/u&amp;gt;: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Erzähler ist ein unbeteiligter Beobachter (vgl. Absatz 1. Z. 6-7) ----&amp;gt; Außensicht&lt;br /&gt;
*Der Erzähler nimmt eine Außenperspektive ein (vgl. Absatz 3. Z.4) ----&amp;gt; nimmt die Figur aus der Distanz wahr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählverhalten:&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Erzähler weist überwiegend ein neutrales Erzählverhalten auf. da er sich kein Urteil über das Verhalten der Figuren erlaubt.&lt;br /&gt;
*An einigen Stellen ist aber auch ein auktoriales Erzählverhalten erkennbar (vgl. Absatz 3. Z. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählhaltung:&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Erzähler beschreibt das Geschehen (Umwelt, Gefühle, Verhalten, etc.) ----&amp;gt; stellt sich mit dem Rezipienten auf eine Ebene (&amp;quot;Was letztendlich geschah, &#039;&#039;&#039;wir wissen es nicht&amp;quot;&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Deutungshypothese bezüglich des Grundes für die Auswahl dieser erzählerischen Vermittlung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erzähler weist ein &amp;quot;neutrales&amp;quot; und ein teilweise auktoriales Erzählverhalten auf, da auch der Protagonist der Novelle, Gottfried Klausen, insbesondere am Anfang der Novelle ein überwiegend rationales und pragmatisches Verhalten aufweist, würde durch einen emotionalen Erzähler die Figur Klausen für den Rezipienten verfälscht werden können (die rationalen und pragmatischen Eigenschaften der Figur würden von einem emotionalen Erzähler verdrängt/übertönt werden). Auch im späteren Verlauf der Erzählung, in der das Verhalten der Figur Klausen von seinem primären Verhaltensweisen abweicht, ist ein neutrales und maximal auktoriales Erzählverhalten von besonderer Bedeutung, da es dem Rezipient möglich seinen soll, sich eine eigene Meinung zum Verhalten und den Entscheidungen der Figur Klausen zu bilden, ohne dabei von der Meinung des Erzählers beeinflusst zu werden. Durch die kommentierende Funktion des Erzählers erlangt der Rezipient außerdem einen Eindruck der Handlungsumstände, indem durch den Erzähler beispielsweise die Umgebung genauer beschrieben wird, so kann sich dieser wiederum besser in das jeweilige Geschehen hineinversetzten. Die weiterführenden Frage, warum dem  Rezipienten ein Einblick in Klausens Gefühlswelt verwehrt wird,  könnte darin begründet sein, dass der Rezipient die neutrale und somit rationale und pragmatische Sichtweise des Protagonisten Klausens einnehmen soll und aus dieser Perspektive (Klausens Perspektive) das Geschehen betrachten soll. Des weiteren führt die Verwehrung der Einsicht in die Gefühlswelt Klausens dazu, dass der Rezipient während der Erzählung sich auf seine persönlichen Gefühle konzentriert und somit zu den Ereignissen eine  persönlichen Zugang findet, indem dieser sich unterbewusst Selbst fragt, wie er sich während einer solchen Situation fühlen würde. Dies führt schließlich zu einer besseren und leichteren Identifikation des Rezipienten mit dem Protagonisten Gottfried Klausen.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erzähler - Vermittler des Erzählten.pdf|mini]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Erz%C3%A4hlungen:_Lebensentw%C3%BCrfe_in_der_Literatur_aus_unterschiedlichen_historischen_Kontexten&amp;diff=36815</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Erz%C3%A4hlungen:_Lebensentw%C3%BCrfe_in_der_Literatur_aus_unterschiedlichen_historischen_Kontexten&amp;diff=36815"/>
		<updated>2020-11-25T10:52:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChTNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Wenn alle Menschen statt der Augen grüne Gläser hätten, so würden sie urteilen müssen, die Gegenstände, welche sie dadurch erblicken, sind grün - und nie würden sie entscheiden können, ob ihr Auge ihnen die Dinge zeigt, wie sie sind, oder ob es nicht etwas zu ihnen hinzutut, was nicht ihnen, sondern dem Auge gehört. (H. v. Kleist an Wilhelmine v. Zenge am 28.3.1801)&amp;lt;ref&amp;gt;In: Heinrich von Kleist. Werke und Briefe. Berlin: Aufbau-Verlag, Bd. 4, S. 200.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Vier Erzählungen aus zwei Epochen, vier Lebensentwürfe - literarisch verarbeitet: zwischen ihnen liegen über 200 Jahre Geschichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was davon ist für Jugendliche im Jahre 2020 noch nachvollziehbar? Welche Bedeutung kann Literatur heute noch haben? Welche Erkenntnisse kann sie vermitteln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen in diesem Projekt das [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Das Unheimliche in der Literatur|Unheimliche]] und das [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Das Unaussprechliche in der Literatur|Unaussprechliche]] in der [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Romantik|Romantik]] und in der [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Die Moderne|Moderne]] untersuchen, dabei auch das lakonische Vielleicht- später-Prinzip hinterfragen und Stellung beziehen zu Kommunikationsabbrüchen in modernen Beziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür arbeiten ein Grund- und ein Leistungskurs gemeinsam an diesem Wiki.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literarische Analyse von Erzählungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die Marquise von O....=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Dieser Roman ist nichts für dich, meine Tochter. In Ohnmacht! Schamlose Posse! Sie hielt, weiß ich, die Augen bloß zu.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;(Kleists Epigramme im &#039;&#039;Phöbus&#039;&#039;, April/Mai 1808)&amp;lt;ref&amp;gt;In: Heinrich v. Kleist: Der Dichter über sein Werk. Herausgegeben von Helmut Sembdner. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. 2. korrigierte und ergänze Auflage 1996, S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Heinrich v. Kleist|Heinrich v. Kleist]]: &#039;&#039;[https://www.projekt-gutenberg.org/kleist/marquise/marquise.html Die Marquise von O.]&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www1.wdr.de/mediathek/video/radio/wdr3/video-die-marquise-von-o-vom-theater-oberhausen-100.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der Sandmann=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Warum denke ich schlafend und wachend so oft an den Wahnsinn? (E.T.A. Hoffmann)&amp;lt;ref&amp;gt;E.T.A. Hoffmann: Tagebücher. Nach der Ausgabe von Hans Müller, hrsg. von F. Schnapp. München 1971, S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/E.T.A. Hoffmann|E.T.A. Hoffmann]]: &#039;&#039;[https://www.projekt-gutenberg.org/etahoff/sandmann/sandman3.html Der Sandmann]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Sommerhaus, später=====&lt;br /&gt;
Judith Hermann: &#039;&#039;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Sommerhaus später|Sommerhaus später]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Sommerhaus später/Sommerhaus später - Inhalt|Inhalt]]&lt;br /&gt;
#[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Sommerhaus später/Sommerhaus später - Sprache|Sprache]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Das Haus in der Dorotheenstraße=====&lt;br /&gt;
Hartmut Lange: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Das Haus in der Dorotheenstraße|Das Haus in der Dorotheenstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Das Haus in der Dorotheenstraße/Das Haus in der Dorotheenstraße - Inhalt|Inhalt]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Werkimmanente Analyse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Inhaltswiedergabe&lt;br /&gt;
*Analyse der Gesamtaussage/Intention&lt;br /&gt;
*Figurenanalyse&lt;br /&gt;
*Handlungsverlauf &amp;quot;Dramaturgie&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sprache====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Autor-Rezipienten-Kommunikation&lt;br /&gt;
*Erzähltechnik: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Das Haus in der Dorotheenstraße/Darbietungsformen|Darbietungsformen]], [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/ Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/ Das Haus in der Dorotheenstraße/Zeitgestaltung|Zeitgestaltung]], [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Das Haus in der Dorotheenstraße/erzählerische Vermittlung|erzählerische Vermittlung]]&lt;br /&gt;
*Sprachliche Mittel&lt;br /&gt;
*Sprechakte innerhalb der Erzählung  (Dialog/Monolog etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Form/Struktur====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aufbau&lt;br /&gt;
*Auffälligkeiten im gesamten Text:  Leerstellen - Was ausdrücklich NICHT erzählt wird.&lt;br /&gt;
*Erzählperspektive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Autorimmanente Analyse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einbezug der Biographie&lt;br /&gt;
*Lebensthemen&lt;br /&gt;
*Historischer Kontext&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Literaturgeschichtlicher Kontext (Epoche)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Teilnehmende:==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable mw-collapsible mw-collapsed&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:AnFNSG|AnFNSG]]&lt;br /&gt;
![[Benutzer:JaBNSG|JaBNSG]]&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:AnLNSG|AnLNSG]]&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:FeBNSG|FeBNSG]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:AnnSNSG|AnnSNSG]]&lt;br /&gt;
|[[Benutzer: SeDNSG|SeDNSG]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:AyhBNSG|AyhBNSG]]&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:LiENSG|LiENSG]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:ChTNSG|ChTNSG]]&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:LiFNSG|LiFNSG]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:ElDNSG|ElDNSG]]&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:MaHNSG|MaHNSG]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:EmVNSG|EmVNSG]]&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:MiJNSG|MiJNSG]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:FeENSG|FeENSG]]&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:NiLNSG|NiLNSG]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:FeMNSG|FeMNSG]]&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:HaRNSG|HaRNSG]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Das Haus in der Dorotheenstraße/erzählerische Vermittlung</title>
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&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Analyse der Vermittlung durch den Erzähler der Novelle &amp;quot;Das Haus in der Dorotheenstraße&amp;quot; von Hartmut Lange:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählform:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Es ist ein Er/Sie Erzähler (vgl. Absatz 1. Z. 2) ----&amp;gt; erzählt das Geschehen in der dritten Person&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzählperspektive: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Erzähler ist ein unbeteiligter Beobachter (vgl. Absatz 1. Z. 6-7) ----&amp;gt; Außensicht&lt;br /&gt;
*Der Erzähler nimmt eine Außenperspektive ein (vgl. Absatz 3. Z.4) ----&amp;gt; nimmt die Figur aus der Distanz wahr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählverhalten:&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Erzähler weist überwiegend ein neutrales Erzählverhalten auf. da er sich kein Urteil über das Verhalten der Figuren erlaubt.&lt;br /&gt;
*An einigen Stellen ist aber auch ein auktoriales Erzählverhalten erkennbar (vgl. Absatz 3. Z. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählhaltung:&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Erzähler beschreibt das Geschehen (Umwelt, Gefühle, Verhalten, etc.) ----&amp;gt; stellt sich mit dem Rezipienten auf eine Ebene (&amp;quot;Was letztendlich geschah, &#039;&#039;&#039;wir wissen es nicht&amp;quot;&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Deutungshypothese bezüglich des Grundes für die Auswahl dieser erzählerischen Vermittlung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erzähler weist ein &amp;quot;neutrales&amp;quot; und ein teilweise auktoriales Erzählverhalten auf, da auch der Protagonist der Novelle, Gottfried Klausen, insbesondere am Anfang der Novelle ein überwiegend rationales und pragmatisches Verhalten aufweist, würde durch einen emotionalen Erzähler die Figur Klausen für den Rezipienten verfälscht werden können (die rationalen und pragmatischen Eigenschaften der Figur würden von einem emotionalen Erzähler verdrängt/übertönt werden). Auch im späteren Verlauf der Erzählung, in der das Verhalten der Figur Klausen von seinem primären Verhaltensweisen abweicht, ist ein neutrales und maximal auktoriales Erzählverhalten von besonderer Bedeutung, da es dem Rezipient möglich seinen soll, sich eine eigene Meinung zum Verhalten und den Entscheidungen der Figur Klausen zu bilden, ohne dabei von der Meinung des Erzählers beeinflusst zu werden. Durch die kommentierende Funktion des Erzählers erlangt der Rezipient außerdem einen Eindruck der Handlungsumstände, indem durch den Erzähler beispielsweise die Umgebung genauer beschrieben wird, so kann sich dieser wiederum besser in das jeweilige Geschehen hineinversetzten. Die weiterführenden Frage, warum dem  Rezipienten ein Einblick in Klausens Gefühlswelt verwehrt wird,  könnte darin begründet sein, dass der Rezipient die neutrale und somit rationale und pragmatische Sichtweise des Protagonisten Klausens einnehmen soll und aus dieser Perspektive (Klausens Perspektive) das Geschehen betrachten soll. Des weiteren führt die Verwehrung der Einsicht in die Gefühlswelt Klausens dazu, dass der Rezipient während der Erzählung sich auf seine persönlichen Gefühle konzentriert und somit zu den Ereignissen eine  persönlichen Zugang findet, indem dieser sich unterbewusst Selbst fragt, wie er sich während einer solchen Situation fühlen würde. Dies führt schließlich zu einer besseren und leichteren Identifikation des Rezipienten mit dem Protagonisten Gottfried Klausen.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erzähler - Vermittler des Erzählten.pdf|mini]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Das Haus in der Dorotheenstraße/erzählerische Vermittlung</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Die Erzähltechnik: Die erzählerische Vermittlung&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Analyse der Vermittlung durch den Erzählers der Novelle &amp;quot;Das Haus in der Dorotheenstraße&amp;quot; von Hartmut Lange:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählform:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Es ist ein Er/Sie Erzähler (vgl. Absatz 1. Z. 2) ----&amp;gt; erzählt das Geschehen in der dritten Person&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzählperspektive: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Erzähler ist ein unbeteiligter Beobachter (vgl. Absatz 1. Z. 6-7) ----&amp;gt; Außensicht&lt;br /&gt;
*Der Erzähler nimmt eine Außenperspektive ein (vgl. Absatz 3. Z.4) ----&amp;gt; nimmt die Figur aus der Distanz wahr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählverhalten:&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Erzähler weist überwiegend ein neutrales Erzählverhalten auf. da er sich kein Urteil über das Verhalten der Figuren erlaubt.&lt;br /&gt;
*An einigen Stellen ist aber auch ein auktoriales Erzählverhalten erkennbar (vgl. Absatz 3. Z. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählhaltung:&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Erzähler beschreibt das Geschehen (Umwelt, Gefühle, Verhalten, etc.) ----&amp;gt; stellt sich mit dem Rezipienten auf eine Ebene (&amp;quot;Was letztendlich geschah, &#039;&#039;&#039;wir wissen es nicht&amp;quot;&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Deutungshypothese bezüglich des Grundes für die Auswahl dieser erzählerischen Vermittlung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erzähler weist ein &amp;quot;neutrales&amp;quot; und ein teilweise auktoriales Erzählverhalten auf, da auch der Protagonist der Novelle, Gottfried Klausen, insbesondere am Anfang der Novelle ein überwiegend rationales und pragmatisches Verhalten aufweist, sodass durch einen emotionalen Erzähler die Figur Klausen für den Rezipienten verfälscht werden könnte (die rationalen und pragmatischen Eigenschaften der Figur würden von einem emotionalen Erzähler verdrängt/übertönt werden). Auch im späteren Verlauf der Erzählung, in der das Verhalten der Figur Klausen von seinem primären Verhaltensweisen abweicht, ist ein neutrales und maximal auktoriales Erzählverhalten von besonderer Bedeutung, da es dem Rezipient möglich seinen soll, sich eine eigene Meinung zum Verhalten und den Entscheidungen der Figur Klausen zu bilden, ohne dabei von der Meinung des Erzählers beeinflusst zu werden. Durch die kommentierende Funktion des Erzählers erlangt der Rezipient außerdem einen Eindruck der Handlungsumstände, indem durch den Erzähler beispielsweise die Umgebung genauer beschrieben wird, so kann sich dieser wiederum besser in das jeweilige Geschehen hineinversetzten. Die weiterführenden Frage, warum dem  Rezipient ein Einblick in Klausens Gefühlswelt verwehrt wird,  könnte darin begründet sein, dass der Rezipient die neutrale und somit rationale und pragmatische Sichtweise des Protagonisten Klausens einnehmen soll und aus dieser Perspektive (Klausens Perspektive) das Geschehen betrachten soll. SDes weiteren führt die Verwehrung der Einsicht in die Gefühlswelt Klausens dazu, dass der Rezipient während der Erzählung sich auf seine persönlichen Gefühle konzentriert und somit zu den Ereignissen eine  persönlichen Zugang findet, indem dieser sich unterbewusst Selbst fragt, wie er sich während einer solchen Situation fühlen würde. Dies führt schließlich zu einer besseren und leichteren Identifikation des Rezipienten mit dem Protagonisten Gottfried Klausen.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erzähler - Vermittler des Erzählten.pdf|mini]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Das Haus in der Dorotheenstraße/erzählerische Vermittlung</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Die Erzähltechnik: Die erzählerische Vermittlung&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Analyse der Vermittlung durch den Erzählers der Novelle &amp;quot;Das Haus in der Dorotheenstraße&amp;quot; von Hartmut Lange:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählform:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Es ist ein Er/Sie Erzähler (vgl. Absatz 1. Z. 2) ----&amp;gt; erzählt das Geschehen in der dritten Person&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzählperspektive: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Erzähler ist ein unbeteiligter Beobachter (vgl. Absatz 1. Z. 6-7) ----&amp;gt; Außensicht&lt;br /&gt;
*Der Erzähler nimmt eine Außenperspektive ein (vgl. Absatz 3. Z.4) ----&amp;gt; nimmt die Figur aus der Distanz wahr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählverhalten:&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Erzähler weist überwiegend ein neutrales Erzählverhalten auf. da er sich kein Urteil über das Verhalten der Figuren erlaubt.&lt;br /&gt;
*An einigen Stellen ist aber auch ein auktoriales Erzählverhalten erkennbar (vgl. Absatz 3. Z. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählhaltung:&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Erzähler beschreibt das Geschehen (Umwelt, Gefühle, Verhalten, etc.) ----&amp;gt; stellt sich mit dem Rezipienten auf eine Ebene (&amp;quot;Was letztendlich geschah, &#039;&#039;&#039;wir wissen es nicht&amp;quot;&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Deutungshypothese bezüglich des Grundes für die Auswahl dieser erzählerischen Vermittlung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erzähler weist ein &amp;quot;neutrales&amp;quot; und ein teilweise auktoriales Erzählverhalten auf, da auch der Protagonist der Novelle, Gottfried Klausen, insbesondere am Anfang der Novelle ein überwiegend rationales und pragmatisches Verhalten aufweist, sodass durch einen emotionalen Erzähler die Figur Klausen für den Rezipienten verfälscht werden könnte (die rationalen und pragmatischen Eigenschaften der Figur würden von einem emotionalen Erzähler verdrängt/übertönt werden). Auch im späteren Verlauf der Erzählung, in der das Verhalten der Figur Klausen von seinem primären Verhaltensweisen abweicht, ist ein neutrales und maximal auktoriales Erzählverhalten von besonderer Bedeutung, da es dem Rezipient möglich seinen soll, sich eine eigene Meinung zum Verhalten und den Entscheidungen der Figur Klausen zu bilden, ohne dabei von der Meinung des Erzählers beeinflusst zu werden. Durch die kommentierende Funktion des Erzählers erlangt der Rezipient außerdem einen Eindruck der Handlungsumstände, indem durch den Erzähler beispielsweise die Umgebung genauer beschrieben wird, so kann sich dieser wiederum besser in das jeweilige Geschehen hineinversetzten. Die weiterführenden Frage, warum dem  Rezipient ein Einblick in Klausens Gefühlswelt verwehrt wird,  könnte darin begründet sein, dass der Rezipient die neutrale und somit rationale und pragmatische Sichtweise des Protagonisten Klausens einnehmen soll und aus dieser Perspektive (Klausens Perspektive) das Geschehen betrachten soll. SDes weiteren führt die Verwehrung der Einsicht in die Gefühlswelt Klausens dazu, dass der Rezipient während der Erzählung sich auf seine persönlichen Gefühle konzentriert und somit zu den Ereignissen eine  persönlichen Zugang findet, indem dieser sich unterbewusst Selbst fragt, wie er sich während einer solchen Situation fühlen würde. Dies führt schließlich zu einer besseren und leichteren Identifikation des Rezipienten mit dem Protagonisten Gottfried Klausen.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erzähler - Vermittler des Erzählten.pdf|mini]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten der erzählerisc&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Das Haus in der Dorotheenstraße/erzählerische Vermittlung</title>
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&lt;div&gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Die Erzähltechnik: Die erzählerische Vermittlung&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Analyse der Vermittlung durch den Erzählers der Novelle &amp;quot;Das Haus in der Dorotheenstraße&amp;quot; von Hartmut Lange:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählform:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Es ist ein Er/Sie Erzähler (vgl. Absatz 1. Z. 2) ----&amp;gt; erzählt das Geschehen in der dritten Person&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzählperspektive: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Erzähler ist ein unbeteiligter Beobachter (vgl. Absatz 1. Z. 6-7) ----&amp;gt; Außensicht&lt;br /&gt;
*Der Erzähler nimmt eine Außenperspektive ein (vgl. Absatz 3. Z.4) ----&amp;gt; nimmt die Figur aus der Distanz wahr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählverhalten:&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Erzähler weist überwiegend ein neutrales Erzählverhalten auf. da er sich kein Urteil über das Verhalten der Figuren erlaubt.&lt;br /&gt;
*An einigen Stellen ist aber auch ein auktoriales Erzählverhalten erkennbar (vgl. Absatz 3. Z. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählhaltung:&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Erzähler beschreibt das Geschehen (Umwelt, Gefühle, Verhalten, etc.) ----&amp;gt; stellt sich mit dem Rezipienten auf eine Ebene (&amp;quot;Was letztendlich geschah, &#039;&#039;&#039;wir wissen es nicht&amp;quot;&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Deutungshypothese bezüglich des Grundes für die Auswahl dieser erzählerischen Vermittlung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erzähler weist ein &amp;quot;neutrales&amp;quot; und ein teilweise auktoriales Erzählverhalten auf, da auch der Protagonist der Novelle, Gottfried Klausen, insbesondere am Anfang der Novelle ein überwiegend rationales und pragmatisches Verhalten aufweist, sodass durch einen emotionalen Erzähler die Figur Klausen für den Rezipienten verfälscht werden könnte (die rationalen und pragmatischen Eigenschaften der Figur würden von einem emotionalen Erzähler verdrängt/übertönt werden). Auch im späteren Verlauf der Erzählung, in der das Verhalten der Figur Klausen von seinem primären Verhaltensweisen abweicht, ist ein neutrales und maximal auktoriales Erzählverhalten von besonderer Bedeutung, da es dem Rezipient möglich seinen soll, sich eine eigene Meinung zum Verhalten und den Entscheidungen der Figur Klausen zu bilden, ohne dabei von der Meinung des Erzählers beeinflusst zu werden. Durch die kommentierende Funktion des Erzählers erlangt der Rezipient außerdem einen Eindruck der Handlungsumstände, indem durch den Erzähler beispielsweise die Umgebung genauer beschrieben wird, so kann sich dieser wiederum besser in das jeweilige Geschehen hineinversetzten. Die weiterführenden Frage, warum dem  Rezipient ein Einblick in Klausens Gefühlswelt verwehrt wird,  könnte darin begründet sein, dass der Rezipient die neutrale und somit rationale und pragmatische Sichtweise des Protagonisten Klausens einnehmen soll und aus dieser Perspektive (Klausens Perspektive) das Geschehen betrachten soll. SDes weiteren führt die Verwehrung der Einsicht in die Gefühlswelt Klausens dazu, dass der Rezipient während der Erzählung sich auf seine persönlichen Gefühle konzentriert und somit zu den Ereignissen eine  persönlichen Zugang findet, indem dieser sich unterbewusst Selbst fragt, wie er sich während einer solchen Situation fühlen würde. Dies führt schließlich zu einer besseren und leichteren Identifikation des Rezipienten mit dem Protagonisten Gottfried Klausen.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erzähler - Vermittler des Erzählten.pdf|mini]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten der erzählerischen Vermittlung:&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Das Haus in der Dorotheenstraße/erzählerische Vermittlung</title>
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		<updated>2020-11-24T13:36:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChTNSG: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;lt;big&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;u&amp;gt;Die Erzähltechnik: Die erzählerische Vermittlung&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/big&amp;gt;  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Analyse der Vermittlung durch den Erzählers der Novelle &amp;quot;Das Haus in der Doroth…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Die Erzähltechnik: Die erzählerische Vermittlung&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Analyse der Vermittlung durch den Erzählers der Novelle &amp;quot;Das Haus in der Dorotheenstraße&amp;quot; von Hartmut Lange:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählform:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Es ist ein Er/Sie Erzähler (vgl. Absatz 1. Z. 2) ----&amp;gt; erzählt das Geschehen in der dritten Person &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzählperspektive: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Erzähler ist ein unbeteiligter Beobachter (vgl. Absatz 1. Z. 6-7) ----&amp;gt; Außensicht &lt;br /&gt;
* Der Erzähler nimmt eine Außenperspektive ein (vgl. Absatz 3. Z.4) ----&amp;gt; nimmt die Figur aus der Distanz wahr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählverhalten:&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Erzähler weist überwiegend ein neutrales Erzählverhalten auf. da er sich kein Urteil über das Verhalten der Figuren erlaubt. &lt;br /&gt;
* An einigen Stellen ist aber auch ein auktoriales Erzählverhalten erkennbar (vgl. Absatz 3. Z. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Erzählhaltung:&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Erzähler beschreibt das Geschehen (Umwelt, Gefühle, Verhalten, etc.) ----&amp;gt; stellt sich mit dem Rezipienten auf eine Ebene (&amp;quot;Was letztendlich geschah, &#039;&#039;&#039;wir wissen es nicht&amp;quot;&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Deutungshypothese bezüglich des Grundes für die Auswahl dieser erzählerischen Vermittlung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erzähler weist ein &amp;quot;neutrales&amp;quot; und ein teilweise auktoriales Erzählverhalten auf, da auch der Protagonist der Novelle, Gottfried Klausen, insbesondere am Anfang der Novelle ein überwiegend rationales und pragmatisches Verhalten aufweist, sodass durch einen emotionalen Erzähler die Figur Klausen für den Rezipienten verfälscht werden könnte (die rationalen und pragmatischen Eigenschaften der Figur würden von einem emotionalen Erzähler verdrängt/übertönt werden). Auch im späteren Verlauf der Erzählung, in der das Verhalten der Figur Klausen von seinem primären Verhaltensweisen abweicht, ist ein neutrales und maximal auktoriales Erzählverhalten von besonderer Bedeutung, da es dem Rezipient möglich seinen soll, sich eine eigene Meinung zum Verhalten und den Entscheidungen der Figur Klausen zu bilden, ohne dabei von der Meinung des Erzählers beeinflusst zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Erz%C3%A4hlungen:_Lebensentw%C3%BCrfe_in_der_Literatur_aus_unterschiedlichen_historischen_Kontexten&amp;diff=36765</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Erz%C3%A4hlungen:_Lebensentw%C3%BCrfe_in_der_Literatur_aus_unterschiedlichen_historischen_Kontexten&amp;diff=36765"/>
		<updated>2020-11-24T13:05:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChTNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Wenn alle Menschen statt der Augen grüne Gläser hätten, so würden sie urteilen müssen, die Gegenstände, welche sie dadurch erblicken, sind grün - und nie würden sie entscheiden können, ob ihr Auge ihnen die Dinge zeigt, wie sie sind, oder ob es nicht etwas zu ihnen hinzutut, was nicht ihnen, sondern dem Auge gehört. (H. v. Kleist an Wilhelmine v. Zenge am 28.3.1801)&amp;lt;ref&amp;gt;In: Heinrich von Kleist. Werke und Briefe. Berlin: Aufbau-Verlag, Bd. 4, S. 200.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Vier Erzählungen aus zwei Epochen, vier Lebensentwürfe - literarisch verarbeitet: zwischen ihnen liegen über 200 Jahre Geschichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was davon ist für Jugendliche im Jahre 2020 noch nachvollziehbar? Welche Bedeutung kann Literatur heute noch haben? Welche Erkenntnisse kann sie vermitteln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen in diesem Projekt das [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Das Unheimliche in der Literatur|Unheimliche]] und das [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Das Unaussprechliche in der Literatur|Unaussprechliche]] in der [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Romantik|Romantik]] und in der [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Die Moderne|Moderne]] untersuchen, dabei auch das lakonische Vielleicht- später-Prinzip hinterfragen und Stellung beziehen zu Kommunikationsabbrüchen in modernen Beziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür arbeiten ein Grund- und ein Leistungskurs gemeinsam an diesem Wiki.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literarische Analyse von Erzählungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die Marquise von O....=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Dieser Roman ist nichts für dich, meine Tochter. In Ohnmacht! Schamlose Posse! Sie hielt, weiß ich, die Augen bloß zu.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;(Kleists Epigramme im &#039;&#039;Phöbus&#039;&#039;, April/Mai 1808)&amp;lt;ref&amp;gt;In: Heinrich v. Kleist: Der Dichter über sein Werk. Herausgegeben von Helmut Sembdner. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. 2. korrigierte und ergänze Auflage 1996, S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Heinrich v. Kleist|Heinrich v. Kleist]]: &#039;&#039;[https://www.projekt-gutenberg.org/kleist/marquise/marquise.html Die Marquise von O.]&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www1.wdr.de/mediathek/video/radio/wdr3/video-die-marquise-von-o-vom-theater-oberhausen-100.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der Sandmann=====&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Warum denke ich schlafend und wachend so oft an den Wahnsinn? (E.T.A. Hoffmann)&amp;lt;ref&amp;gt;E.T.A. Hoffmann: Tagebücher. Nach der Ausgabe von Hans Müller, hrsg. von F. Schnapp. München 1971, S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/E.T.A. Hoffmann|E.T.A. Hoffmann]]: &#039;&#039;[https://www.projekt-gutenberg.org/etahoff/sandmann/sandman3.html Der Sandmann]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Sommerhaus, später=====&lt;br /&gt;
Judith Hermann: &#039;&#039;[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Sommerhaus später|Sommerhaus später]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Sommerhaus später/Sommerhaus später - Inhalt|Inhalt]]&lt;br /&gt;
#[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Sommerhaus später/Sommerhaus später - Sprache|Sprache]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Das Haus in der Dorotheenstraße=====&lt;br /&gt;
Hartmut Lange: [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Das Haus in der Dorotheenstraße|Das Haus in der Dorotheenstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/Das Haus in der Dorotheenstraße/Das Haus in der Dorotheenstraße - Inhalt|Inhalt]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Werkimmanente Analyse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Inhaltswiedergabe&lt;br /&gt;
*Analyse der Gesamtaussage/Intention&lt;br /&gt;
*Figurenanalyse&lt;br /&gt;
*Handlungsverlauf &amp;quot;Dramaturgie&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sprache====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Autor-Rezipienten-Kommunikation&lt;br /&gt;
*Erzähltechnik: Darbietungsformen, [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/ Erzählungen: Lebensentwürfe in der Literatur aus unterschiedlichen historischen Kontexten/ Das Haus in der Dorotheenstraße/Zeitgestaltung|Zeitgestaltung]], [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Das Haus in der Dorotheenstraße/erzählerische Vermittlung|erzählerische Vermittlung]]&lt;br /&gt;
*Sprachliche Mittel&lt;br /&gt;
*Sprechakte innerhalb der Erzählung  (Dialog/Monolog etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Form/Struktur====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aufbau&lt;br /&gt;
*Auffälligkeiten im gesamten Text:  Leerstellen - Was ausdrücklich NICHT erzählt wird.&lt;br /&gt;
*Erzählperspektive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Autorimmanente Analyse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einbezug der Biographie&lt;br /&gt;
*Lebensthemen&lt;br /&gt;
*Historischer Kontext&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Literaturgeschichtlicher Kontext (Epoche)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Teilnehmende:==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable mw-collapsible mw-collapsed&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:AnFNSG|AnFNSG]]&lt;br /&gt;
![[Benutzer:JaBNSG|JaBNSG]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:AnLNSG|AnLNSG]]&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:FeBNSG|FeBNSG]]&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<title>Thema:Vxnn8v1rh37bkd8v</title>
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		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<title>Thema:Vxnj0oz5787xgnbj</title>
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		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<title>Thema:Vxnj0oz5787xgnbj</title>
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		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Thema:Vwsh9871p576n7db&amp;topic_postId=vwsh9871p958vbbj&amp;topic_revId=vwsh9871p958vbbj&amp;action=single-view</id>
		<title>Thema:Vwsh9871p576n7db</title>
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		<updated>2020-10-30T07:45:09Z</updated>

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		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Thema:Vwsh1h4ay6mg61vz&amp;topic_postId=vwsh1h4ayakie5u7&amp;topic_revId=vwsh1h4ayakie5u7&amp;action=single-view</id>
		<title>Thema:Vwsh1h4ay6mg61vz</title>
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		<updated>2020-10-30T07:41:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;span class=&quot;plainlinks&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:ChTNSG&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new mw-userlink&quot; title=&quot;Benutzer:ChTNSG (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;&lt;bdi&gt;ChTNSG&lt;/bdi&gt;&lt;/a&gt; &lt;span class=&quot;mw-usertoollinks&quot;&gt;(&lt;a href=&quot;/wiki/Benutzer_Diskussion:ChTNSG&quot; class=&quot;mw-usertoollinks-talk&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:ChTNSG&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt; | &lt;a href=&quot;/wiki/Spezial:Beitr%C3%A4ge/ChTNSG&quot; class=&quot;mw-usertoollinks-contribs&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/ChTNSG&quot;&gt;Beiträge&lt;/a&gt;)&lt;/span&gt; &lt;a target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;nofollow noreferrer noopener&quot; class=&quot;external text&quot; href=&quot;https://projekte.zum.de/index.php?title=Thema:Vwsh1h4ay6mg61vz&amp;amp;topic_showPostId=vwsh1h4ayakie5u7#flow-post-vwsh1h4ayakie5u7&quot;&gt;kommentierte&lt;/a&gt; auf „Verbesserungsvorschläge:“ (&lt;em&gt;-Wahrnvorstellungen gleicht in gewisser Hinsicht einer Wertung, ich würde den Begriff ändern&lt;/em&gt;).&lt;/span&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Thema:Vumh07dfu3suf8jz&amp;topic_postId=vumh07dfu7qwnci7&amp;topic_revId=vumh13uo840qc9vz&amp;action=single-view</id>
		<title>Thema:Vumh07dfu3suf8jz</title>
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		<updated>2020-09-25T07:19:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;span class=&quot;plainlinks&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:ChTNSG&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new mw-userlink&quot; title=&quot;Benutzer:ChTNSG (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;&lt;bdi&gt;ChTNSG&lt;/bdi&gt;&lt;/a&gt; &lt;span class=&quot;mw-usertoollinks&quot;&gt;(&lt;a href=&quot;/wiki/Benutzer_Diskussion:ChTNSG&quot; class=&quot;mw-usertoollinks-talk&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:ChTNSG&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt; | &lt;a href=&quot;/wiki/Spezial:Beitr%C3%A4ge/ChTNSG&quot; class=&quot;mw-usertoollinks-contribs&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/ChTNSG&quot;&gt;Beiträge&lt;/a&gt;)&lt;/span&gt; bearbeitete einen &lt;a target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;nofollow noreferrer noopener&quot; class=&quot;external text&quot; href=&quot;https://projekte.zum.de/index.php?title=Thema:Vumh07dfu3suf8jz&amp;amp;topic_showPostId=vumh07dfu7qwnci7#flow-post-vumh07dfu7qwnci7&quot;&gt;Beitrag&lt;/a&gt; auf „Bewertung“&lt;/span&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Thema:Vumh07dfu3suf8jz&amp;topic_postId=vumh07dfu7qwnci7&amp;topic_revId=vumh07dfu7qwnci7&amp;action=single-view</id>
		<title>Thema:Vumh07dfu3suf8jz</title>
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		<updated>2020-09-25T07:19:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;span class=&quot;plainlinks&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:ChTNSG&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new mw-userlink&quot; title=&quot;Benutzer:ChTNSG (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;&lt;bdi&gt;ChTNSG&lt;/bdi&gt;&lt;/a&gt; &lt;span class=&quot;mw-usertoollinks&quot;&gt;(&lt;a href=&quot;/wiki/Benutzer_Diskussion:ChTNSG&quot; class=&quot;mw-usertoollinks-talk&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:ChTNSG&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt; | &lt;a href=&quot;/wiki/Spezial:Beitr%C3%A4ge/ChTNSG&quot; class=&quot;mw-usertoollinks-contribs&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/ChTNSG&quot;&gt;Beiträge&lt;/a&gt;)&lt;/span&gt; &lt;a target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;nofollow noreferrer noopener&quot; class=&quot;external text&quot; href=&quot;https://projekte.zum.de/index.php?title=Thema:Vumh07dfu3suf8jz&amp;amp;topic_showPostId=vumh07dfu7qwnci7#flow-post-vumh07dfu7qwnci7&quot;&gt;kommentierte&lt;/a&gt; auf „Bewertung“ (&lt;em&gt;-sehr gute Veranschaulichung durch Beispiele, wie Body Shaming, welche heute gut die Realität widerspiegeln -es fehlen die Belege -alle The…&lt;/em&gt;).&lt;/span&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Medientheorien_-_Medienkritik/Medientheorien_-_neurowisssenschaftlich_betrachtet&amp;diff=27825</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Medientheorien - Medienkritik/Medientheorien - neurowisssenschaftlich betrachtet</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Medientheorien_-_Medienkritik/Medientheorien_-_neurowisssenschaftlich_betrachtet&amp;diff=27825"/>
		<updated>2020-09-25T07:15:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChTNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Thomas Metzinger:&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039; Verändert das Internet unser Denken? (neurowissenschaftlich) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.Formuliere mit eigenen Worten, welche Position der Verfasser in Bezug auf den gesellschaftlichen Einfluss der Medien nimmt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Metzinger beschreibt in dem Artikel &amp;quot;Verändert das Internet unser Denken?&amp;quot; das Internet als eine Art Hilfsmittel in Bereichen wie der Kommunikation, der Informationsbeschaffung (Quelle des Lernens) und der Inspiration. Das Internet fungiert laut Metzinger dabei als eine kognitive Unterstützung, Steuerung der Emotionen &#039;&#039;(Emotionale Selbstregulierung)&#039;&#039;  und als externes Gedächtnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der zentralen Thesen Metzinger ist, dass das Internet durch seine vermehrte Nutzung ein Teil unserer Persönlichkeit, ein Teil von uns selbst geoworden ist. Die vermehrte Nutzung wirkt sich unteranderem negativ auf unsere Konzentration aus, so Thomas Metzinger.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufmerksamkeitsspanne, eine kostbare und endliche Ressource, ist allerdings laut ihm erforderlich, um ein gutes Leben führen zu können. Das Internet raubt den Menschen durch optimierte Methoden einen Teil dieser kostbaren Ressource (unserer Aufmerksamkeit) und in Folge dessen können die Menschen, so Metzinger, die Fähigkeit verlieren, als sogenannter Akteur ihrer Aufmerksamkeit, diese zu steuern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies kann wiederum möglicherweise zu einem Verlust des Selbstwertgefühls führen. Vergleichbar ist dieser Kontrollverlust mit dem Verhalten während der Trunkenheit oder mit dem Verhalten eines Kleinkindes, welches unkontrolliert seine Augen durch die Weltgeschichte schweifen lässt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Metzinger spricht dabei von einer neunen Art des Wachbewusstseins, dem öffentlichen Träumen, welchen die Menschen Tag täglich ausgesetzt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.Nimm Stellung zu der Aktualität des Textes unter Einbeziehung der Ergebnisse unserer Umfrage. Verwende Beispiele aus deinem Alltag.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Theorie von Thomas Metzinger ist in der heutigen Zeit wohl aktueller denn je. Auch in Schulen in Deutschland ist die Digitalisierung eines der zentralen Themen. In vielen Schulen wurden bereits viele Bücher durch digitale Medien ersetzt. Gingen die Schüler früher noch in die Bibliothek, um für Klausuren zu lernen oder Präsentationen zu gestalten, hat heut zu Tage fast jeder Schüler (zu mindestens in Deutschland) seine eigene Bibliothek in Form des Internets zu Hause. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist das Internet eines der zentralen Medien zur Informationsbeschaffung dieser Zeit und ist eine kognitive Unterstützung  für viele Schüler, indem sie jeder Zeit durch das Internet auf zentrale Informationen zu einem Thema zurückgreifen können, die sie womöglich vergessen haben. Auch die Umfrage in unserem Deutsch LK zeigte, dass viele Schülerinnen und Schüler das Internet als primäres Mittel zur Beschaffung von Informationen nutzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein negativer Effekt der zunehmenden Nutzung des Internets ist zum Beispiel das Thema Bodyshaming, welches gerade durch soziale Netzwerke wie Instagram angekurbelt wurde (auch soziale Netzwerke wie Instagram werden, wie die Umfrage zeigt, häufig zur Beschaffung von Informationen genutzt). Dadurch, dass viele junge Menschen Tag täglich viele Bilder von trainierten und dünnen jungen Menschen angezeigt bekommen, wird ihre Aufmerksamkeit unbewusst vermehrt auf ihren Körper und ihre Ernährung gelenkt und es entstehen so möglicherweise Selbstzweifel und die Angst, dem Ideal nicht entsprechen  zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige gerade junge Menschen definieren sich auch häufig über ihr Auftreten in den sozialen Netzwerken, so ist die Anzahl der Abonnenten und Likes im Laufe der Zeit zu einem Indikator für den sozialen Rang geworden. Sie repräsentieren ihre Persönlichkeit im Internet mittels Beiträgen in Form von Fotos etc., sodass das Internet still und heimlich zu einem Teil ihrer Selbstdarstellung und somit für die Außenwelt und in gewisser Hinsicht auch für sie zu einem Teil ihrer Persönlichkeit geworden ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wird auch das Phänomen beobachtet, dass sich Jugendliche während sie sich auf den sozialen Netzwerken befinden, in eine digitale Welt voller Perfektion und Wunschvorstellungen abtauchen. Auch hier ist ein Bezug zu Metzingers Theorie herzustellen, da dieser von dem Phänomen des sogenannten &amp;quot;öffentlichen Träumens&amp;quot; spricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem nimmt das Internet durch die zunehmende Verwendung immer mehr Einfluss auf unser alltägliches Leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Selbstregulation: beschreibt die Fähigkeit eines Menschen seine Aufmerksamkeit, Emotionen, Impulse und Handlungen zu steuern&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: Thomas Metzinger: &amp;quot;Öffentliches Träumen&amp;quot; (Ausschnitt 2011). In: deutsch.kompetent Qualifikationsphase, Ausgabe Nordrhein-Westfalen (Klett-Verlag), S. 370.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Thema:Vumfcq6ode4618gf&amp;topic_postId=vumfcq6odi289cen&amp;topic_revId=vumglgvzylyawy6n&amp;action=single-view</id>
		<title>Thema:Vumfcq6ode4618gf</title>
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		<updated>2020-09-25T07:11:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;span class=&quot;plainlinks&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:ChTNSG&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new mw-userlink&quot; title=&quot;Benutzer:ChTNSG (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;&lt;bdi&gt;ChTNSG&lt;/bdi&gt;&lt;/a&gt; &lt;span class=&quot;mw-usertoollinks&quot;&gt;(&lt;a href=&quot;/wiki/Benutzer_Diskussion:ChTNSG&quot; class=&quot;mw-usertoollinks-talk&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:ChTNSG&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt; | &lt;a href=&quot;/wiki/Spezial:Beitr%C3%A4ge/ChTNSG&quot; class=&quot;mw-usertoollinks-contribs&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/ChTNSG&quot;&gt;Beiträge&lt;/a&gt;)&lt;/span&gt; bearbeitete einen &lt;a target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;nofollow noreferrer noopener&quot; class=&quot;external text&quot; href=&quot;https://projekte.zum.de/index.php?title=Thema:Vumfcq6ode4618gf&amp;amp;topic_showPostId=vumfcq6odi289cen#flow-post-vumfcq6odi289cen&quot;&gt;Beitrag&lt;/a&gt; auf „Unverständlichkeit“&lt;/span&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Thema:Vumgjmq80m6elij3&amp;topic_postId=vumgjmq80q4gtmhb&amp;topic_revId=vumgjmq80q4gtmhb&amp;action=single-view</id>
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		<updated>2020-09-25T07:10:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;span class=&quot;plainlinks&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:ChTNSG&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new mw-userlink&quot; title=&quot;Benutzer:ChTNSG (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;&lt;bdi&gt;ChTNSG&lt;/bdi&gt;&lt;/a&gt; &lt;span class=&quot;mw-usertoollinks&quot;&gt;(&lt;a href=&quot;/wiki/Benutzer_Diskussion:ChTNSG&quot; class=&quot;mw-usertoollinks-talk&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:ChTNSG&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt; | &lt;a href=&quot;/wiki/Spezial:Beitr%C3%A4ge/ChTNSG&quot; class=&quot;mw-usertoollinks-contribs&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/ChTNSG&quot;&gt;Beiträge&lt;/a&gt;)&lt;/span&gt; &lt;a target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;nofollow noreferrer noopener&quot; class=&quot;external text&quot; href=&quot;https://projekte.zum.de/index.php?title=Thema:Vumgjmq80m6elij3&amp;amp;topic_showPostId=vumgjmq80q4gtmhb#flow-post-vumgjmq80q4gtmhb&quot;&gt;kommentierte&lt;/a&gt; auf „Verbesserungsvorschläge“ (&lt;em&gt;Positiv: •zwar knapper aber gut strukturierter Text - gut verständlich Verbesserungsvoschläge: •einige Revhtschreibfehler (2.Aufgabe 4. Zei…&lt;/em&gt;).&lt;/span&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Thema:Vumg5j3jndxu9ibz&amp;topic_postId=vumg5j3jnhvwhma7&amp;topic_revId=vumg5j3jnhvwhma7&amp;action=single-view</id>
		<title>Thema:Vumg5j3jndxu9ibz</title>
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		<updated>2020-09-25T07:03:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;span class=&quot;plainlinks&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:ChTNSG&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new mw-userlink&quot; title=&quot;Benutzer:ChTNSG (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;&lt;bdi&gt;ChTNSG&lt;/bdi&gt;&lt;/a&gt; &lt;span class=&quot;mw-usertoollinks&quot;&gt;(&lt;a href=&quot;/wiki/Benutzer_Diskussion:ChTNSG&quot; class=&quot;mw-usertoollinks-talk&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:ChTNSG&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt; | &lt;a href=&quot;/wiki/Spezial:Beitr%C3%A4ge/ChTNSG&quot; class=&quot;mw-usertoollinks-contribs&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/ChTNSG&quot;&gt;Beiträge&lt;/a&gt;)&lt;/span&gt; &lt;a target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;nofollow noreferrer noopener&quot; class=&quot;external text&quot; href=&quot;https://projekte.zum.de/index.php?title=Thema:Vumg5j3jndxu9ibz&amp;amp;topic_showPostId=vumg5j3jnhvwhma7#flow-post-vumg5j3jnhvwhma7&quot;&gt;kommentierte&lt;/a&gt; auf „Bewertung“ (&lt;em&gt;Der Text ist gut strukturiert und die Theorie nach Meyrowitzs wurde nachvollziehbar auf die aktuelle Realität übertragen -KavHNSG, JaTNSG&lt;/em&gt;).&lt;/span&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Thema:Vumg43dfmexa3k7j&amp;topic_postId=vumg43dfmivcbo5r&amp;topic_revId=vumg43dfmivcbo5r&amp;action=single-view</id>
		<title>Thema:Vumg43dfmexa3k7j</title>
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		<updated>2020-09-25T07:03:06Z</updated>

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		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Thema:Vumfgu56l743fqj3&amp;topic_postId=vumfgu56lb25nuhb&amp;topic_revId=vumfgu56lb25nuhb&amp;action=single-view</id>
		<title>Thema:Vumfgu56l743fqj3</title>
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		<updated>2020-09-25T06:51:30Z</updated>

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		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Thema:Vumfcq6ode4618gf&amp;topic_postId=vumfcq6odi289cen&amp;topic_revId=vumfcq6odi289cen&amp;action=single-view</id>
		<title>Thema:Vumfcq6ode4618gf</title>
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		<updated>2020-09-25T06:49:27Z</updated>

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		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Diskussion:Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Medientheorien_-_Medienkritik/Medientheorien_-_kulturphilosophisch_betrachtet&amp;header_revId=vumf9tj5zhzuy1ov&amp;action=view-header</id>
		<title>Diskussion:Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Medientheorien - Medienkritik/Medientheorien - kulturphilosophisch betrachtet</title>
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		<updated>2020-09-25T06:48:00Z</updated>

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		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<title>Diskussion:Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Medientheorien - Medienkritik/Medientheorien - kulturphilosophisch betrachtet</title>
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		<updated>2020-09-25T06:47:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;span class=&quot;plainlinks&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:ChTNSG&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new mw-userlink&quot; title=&quot;Benutzer:ChTNSG (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;&lt;bdi&gt;ChTNSG&lt;/bdi&gt;&lt;/a&gt; &lt;span class=&quot;mw-usertoollinks&quot;&gt;(&lt;a href=&quot;/wiki/Benutzer_Diskussion:ChTNSG&quot; class=&quot;mw-usertoollinks-talk&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:ChTNSG&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt; | &lt;a href=&quot;/wiki/Spezial:Beitr%C3%A4ge/ChTNSG&quot; class=&quot;mw-usertoollinks-contribs&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/ChTNSG&quot;&gt;Beiträge&lt;/a&gt;)&lt;/span&gt; erstellte die Beschreibung&lt;/span&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Medientheorien_-_Medienkritik/Medientheorien_-_neurowisssenschaftlich_betrachtet&amp;diff=27754</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Medientheorien - Medienkritik/Medientheorien - neurowisssenschaftlich betrachtet</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Medientheorien_-_Medienkritik/Medientheorien_-_neurowisssenschaftlich_betrachtet&amp;diff=27754"/>
		<updated>2020-09-24T17:11:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChTNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Thomas Metzinger:&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039; Verändert das Internet unser Denken? (neurowissenschaftlich) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.Formuliere mit eigenen Worten, welche Position der Verfasser in Bezug auf den gesellschaftlichen Einfluss der Medien nimmt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Metzinger beschreibt in dem Artikel &amp;quot;Verändert das Internet unser Denken?&amp;quot; das Internet als eine Art Hilfsmittel in Bereichen wie der Kommunikation, der Informationsbeschaffung (Quelle des Lernens) und der Inspiration. Das Internet fungiert laut Metzinger dabei als eine kognitive Unterstützung, Steuerung der Emotionen &#039;&#039;(Emotionale Selbstregulierung)&#039;&#039;  und als externes Gedächtnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der zentralen Thesen Metzinger ist, dass das Internet durch seine vermehrte Nutzung ein Teil unserer Persönlichkeit, ein Teil von uns selbst geoworden ist. Die vermehrte Nutzung wirkt sich unteranderem negativ auf unsere Konzentration aus, so Thomas Metzinger.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufmerksamkeitsspanne, eine kostbare und endliche Ressource, ist allerdings laut ihm erforderlich, um ein gutes Leben führen zu können. Das Internet raubt den Menschen durch optimierte Methoden einen Teil dieser kostbaren Ressource (unserer Aufmerksamkeit) und in Folge dessen können die Menschen, so Metzinger, die Fähigkeit verlieren, als sogenannter Akteur ihrer Aufmerksamkeit, diese zu steuern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies kann wiederum möglicherweise zu einem Verlust des Selbstwertgefühls führen. Vergleichbar ist dieser Kontrollverlust mit dem Verhalten während der Trunkenheit oder mit dem Verhalten eines Kleinkindes, welches unkontrolliert seine Augen durch die Weltgeschichte schweifen lässt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Metzinger spricht dabei von einer neunen Art des Wachbewusstseins, dem öffentlichen Träumen, welchen die Menschen Tag täglich ausgesetzt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.Nimm Stellung zu der Aktualität des Textes unter Einbeziehung der Ergebnisse unserer Umfrage. Verwende Beispiele aus deinem Alltag.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Theorie von Thomas Metzinger ist in der heutigen Zeit wohl aktueller denn je. Auch in Schulen in Deutschland ist die Digitalisierung eines der zentralen Themen. In vielen Schulen wurden bereits viele Bücher durch digitale Meiden ersetzt. Gingen die Schüler früher noch in die Bibliothek, um für Klausuren zu lernen oder Präsentationen zu gestalten, hat heut zu Tage fast jeder Schüler (zu mindestens in Deutschland) seine eigene Bibliothek in Form des Internets zu Hause. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist das Internet eines der zentralen Medien zur Informationsbeschaffung dieser Zeit und ist eine kognitive Prothese für viele Schüler, indem sie jeder Zeit durch das Internet auf zentrale Informationen zu einem Thema zurückgreifen können, die sie womöglich vergessen haben. Auch die Umfrage in unserem Deutsch LK zeigte, dass viele Schülerinnen und Schüler das Internet als primäres Mittel zur Beschaffung von Informationen nutzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein negativer Effekt der zunehmenden Nutzung des Internets ist zum Beispiel das Thema Bodyshaming, welches gerade durch soziale Netzwerke wie Instagram angekurbelt wurde (auch soziale Netzwerke wie Instagram werden, wie die Umfrage zeigt, häufig zur Beschaffung von Informationen genutzt). Dadurch, dass viele junge Menschen Tag täglich viele Bilder von trainierten und dünnen jungen Menschen angezeigt bekommen, wird ihre Aufmerksamkeit unbewusst vermehrt auf ihren Körper und ihre Ernährung gelenkt und es entstehen so möglicherweise Selbstzweifel und die Angst, dem Ideal nicht entsprechen  zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige gerade junge Menschen definieren sich auch häufig über ihr Auftreten in den sozialen Netzwerken, so ist die Anzahl der Abonnenten und Likes im Laufe der Zeit zu einem Indikator für den sozialen Rang geworden. Sie repräsentieren ihre Persönlichkeit im Internet mittels Beiträgen in Form von Fotos etc., sodass das Internet still und heimlich zu einem Teil ihrer Selbstdarstellung und somit für die Außenwelt und in gewisser Hinsicht auch für sie zu einem Teil ihrer Persönlichkeit geworden ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wird auch das Phänomen beobachtet, dass sich Jugendliche während sie sich auf den sozialen Netzwerken befinden, in eine digitale Welt voller Perfektion und Wunschvorstellungen abtauchen. Auch hier ist ein Bezug zu Metzingers Theorie herzustellen, da dieser von dem Phänomen des sogenannten &amp;quot;öffentlichen Träumens&amp;quot; spricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem nimmt das Internet durch die zunehmende Verwendung immer mehr Einfluss auf unser alltägliches Leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Selbstregulation: beschreibt die Fähigkeit eines Menschen seine Aufmerksamkeit, Emotionen, Impulse und Handlungen zu steuern&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen: Deutsch Buch: &amp;quot;deutsch.kompetent Qualifikationsphase Nordrhein-Westfalen (Klett-Verlag)/ Thomas Metzinger: &amp;quot;Öffentliches Träumen&amp;quot; (Ausschnitt 2011)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Medientheorien_-_Medienkritik/Medientheorien_-_neurowisssenschaftlich_betrachtet&amp;diff=27752</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Medientheorien - Medienkritik/Medientheorien - neurowisssenschaftlich betrachtet</title>
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		<updated>2020-09-24T17:00:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChTNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Thomas Metzinger:&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039; Verändert das Internet unser Denken? (neurowissenschaftlich) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.Formuliere mit eigenen Worten, welche Position der Verfasser in Bezug auf den gesellschaftlichen Einfluss der Medien nimmt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Metzinger beschreibt in dem Artikel &amp;quot;Verändert das Internet unser Denken?&amp;quot; das Internet als eine Art Hilfsmittel in Bereichen wie der Kommunikation, der Informationsbeschaffung (Quelle des Lernens) und der Inspiration. Das Internet fungiert laut Metzinger dabei als eine kognitive Unterstützung, Steuerung der Emotionen &#039;&#039;(Emotionale Selbstregulierung)&#039;&#039;  und als externes Gedächtnis. Eine der zentralen Thesen Metzinger ist, dass das Internet durch seine vermehrte Nutzung ein Teil unserer Persönlichkeit, ein Teil von uns selbst geoworden ist. Die vermehrte Nutzung wirkt sich unteranderem negativ auf unsere Konzentration aus, so Thomas Metzinger. Die Aufmerksamkeitsspanne, eine kostbare und endliche Ressource, ist allerdings laut ihm erforderlich, um ein gutes Leben führen zu können. Das Internet raubt den Menschen durch optimierte Methoden einen Teil dieser kostbaren Ressource (unserer Aufmerksamkeit) und in Folge dessen können die Menschen, so Metzinger, die Fähigkeit verlieren, als sogenannter Akteur ihrer Aufmerksamkeit, diese zu steuern. Dies kann wiederum möglicherweise zu einem Verlust des Selbstwertgefühls führen. Vergleichbar ist dieser Kontrollverlust mit dem Verhalten während der Trunkenheit oder mit dem Verhalten eines Kleinkindes, welches unkontrolliert seine Augen durch die Weltgeschichte schweifen lässt. Thomas Metzinger spricht dabei von einer neunen Art des Wachbewusstseins, dem öffentlichen Träumen, welchen die Menschen Tag täglich ausgesetzt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.Nimm Stellung zu der Aktualität des Textes unter Einbeziehung der Ergebnisse unserer Umfrage. Verwende Beispiele aus deinem Alltag.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Theorie von Thomas Metzinger ist in der heutigen Zeit wohl aktueller denn je. Auch in Schulen in Deutschland ist die Digitalisierung eines der zentralen Themen. In vielen Schulen wurden bereits viele Bücher durch digitale Meiden ersetzt. Gingen die Schüler früher noch in die Bibliothek, um für Klausuren zu lernen oder Präsentationen zu gestalten, hat heut zu Tage fast jeder Schüler (zu mindestens in Deutschland) seine eigene Bibliothek in Form des Internets zu Hause. Somit ist das Internet eines der zentralen Medien zur Informationsbeschaffung dieser Zeit und ist eine kognitive Prothese für viele Schüler, indem sie jeder Zeit durch das Internet auf zentrale Informationen zu einem Thema zurückgreifen können, die sie womöglich vergessen haben. Auch die Umfrage in unserem Deutsch LK zeigte, dass viele Schülerinnen und Schüler das Internet als primäres Mittel zur Beschaffung von Informationen nutzen. Ein negativer Effekt der zunehmenden Nutzung des Internets ist zum Beispiel das Thema Bodyshaming, welches gerade durch soziale Netzwerke wie Instagram angekurbelt wurde (auch soziale Netzwerke wie Instagram werden, wie die Umfrage zeigt, häufig zur Beschaffung von Informationen genutzt). Dadurch, dass viele junge Menschen Tag täglich viele Bilder von trainierten und dünnen jungen Menschen angezeigt bekommen, wird ihre Aufmerksamkeit unbewusst vermehrt auf ihren Körper und ihre Ernährung gelenkt und es entstehen so möglicherweise Selbstzweifel und die Angst, dem Ideal nicht entsprechen  zu können. Einige gerade junge Menschen definieren sich auch häufig über ihr Auftreten in den sozialen Netzwerken, so ist die Anzahl der Abonnenten und Likes im Laufe der Zeit zu einem Indikator für den sozialen Rang geworden. Sie repräsentieren ihre Persönlichkeit im Internet mittels Beiträgen in Form von Fotos etc., sodass das Internet still und heimlich zu einem Teil ihrer Selbstdarstellung und somit für die Außenwelt und in gewisser Hinsicht auch für sie zu einem Teil ihrer Persönlichkeit geworden ist. Häufig wird auch das Phänomen beobachtet, dass sich Jugendliche während sie sich auf den sozialen Netzwerken befinden, in eine digitale Welt voller Perfektion und Wunschvorstellungen abtauchen. Auch hier ist ein Bezug zu Metzingers Theorie herzustellen, da dieser von dem Phänomen des sogenannten &amp;quot;öffentlichen Träumens&amp;quot; spricht. Alles in allem nimmt das Internet durch die zunehmende Verwendung immer mehr Einfluss auf unser alltägliches Leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Selbstregulation: beschreibt die Fähigkeit eines Menschen seine Aufmerksamkeit, Emotionen, Impulse und Handlungen zu steuern&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen: Deutsch Buch: &amp;quot;deutsch.kompetent Qualifikationsphase Nordrhein-Westfalen (Klett-Verlag)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Dramenanalysen/Woyzeck_-_ein_Dramenfragment/Biografie&amp;diff=15594</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/Woyzeck - ein Dramenfragment/Biografie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Dramenanalysen/Woyzeck_-_ein_Dramenfragment/Biografie&amp;diff=15594"/>
		<updated>2020-02-10T18:32:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChTNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Allgemeine Informationen über den Auto Georg Büchner und sein Dramen-Fragment &amp;quot;Woyzeck&amp;quot;:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Büchner würde &#039;&#039;&#039;am 13 Oktober  1813&#039;&#039;&#039; in Goddelau geboren und starb am  &#039;&#039;&#039;19. Februar 1837&#039;&#039;&#039; in Zürich und besuchte das humanistische Gymnasium.  Er ist mit insgesamt 7 Geschwistern in gut bürgerlichen Lebensumständen aufgewachsen. Zwei von seinen Geschwistern verstarben sehr früh; dieses Ereignisse prägten Büchner sehr. Sein Vater,  Ernst Karl Büchner,   stammte aus einer Familie, die auf eine lange Arzttradition zurückblicken konnte und war Arzt. Somit war es von Anfang an klar, dass Büchner später ebenso wie bereits seine Vorfahren Medizin studieren wird. Seine Mutter, Louise Caroline Büchner, stammte aus einer höher gestellten Beamten Familie und weckte später in ihm sein literarisches Interesse. Allerdings schrieb Georg Büchner schon während seiner Studienzeit gerne lange Briefe an seine Familie und an seine Freunde.  Schon in seiner frühen Kindheit kam Georg Büchner mit Menschen, die in Armut lebten,  durch die in seinem Elternhaus integrierte Praxis,  in Kontakt. Auch in  seiner Studienzeit in Straßburg wurde Büchner nochmals mit der Armut und Ungerechtigkeit konfrontiert.  Anfang des 19 Jahrhunderts war Straßburg geprägt durch viele politische Diskussionen. Viele Menschen kämpften damals um den Mindestlohn und demonstrierten dafür auf den Straßen Straßburgs. Ähnlich wie im Großherzogtum Hessen lebten also viele Menschen dort am Existenzminimum. Diese Erfahrungen weckten in Georg Büchner ein politisches Interesse. Er setze sich für eine demokratische Staatsform ein und war einer radikaler Gegner der Monarchie. Außerdem  war er strikt gegen die Einteilung der Gesellschaft in arm und reich „Ich verachte niemanden, am wenigsten wegen seines Standes oder seiner Bildung, weil es in niemands Gewalt liegt, kein Dummkopf oder kein Verbrecher zu werden, - weil wir durch gleiche Umstände wohl alle gleich würden und weil die Umstände außer uns liegen ( Georg Büchner in einem Brief an seine Eltern im Februar 1834). Darüber hinaus  kritisiert er,  dass  man mit seiner Geburt in eine bestimmte Gesellschaftsschicht hineingeboren wird.  Georg Büchner war aufgrund dessen Mitglied in zahlreichen Politischen Organisationen wie der Straßburger Studentenvertretung „Eugenia“ oder  dem links orientieren Geheimbund „ Societe“. Außerdem war er mitbeteiligt an der Entstehung des revolutionären Flugblattes „Hessischen Landboten“ , welches das einfache Volk über die Ungleichverteilung im Staat aufklären sollte. Aufgrund dessen das Büchners seine politische Meinung in der Öffentlichkeit frei äußerte, musste er Straßburg verlassen und ging zurück nach Darmstadt zu seinen Eltern. Während seiner Studienzeit in Straßburg lebte Georg Büchner bei einem Pfarrer und seiner Tochter. In die Tochter des Pfarrers verliebte sich Georg Büchner wenig später und ging einer Verlobung mit ihr ein. Die spätere örtliche Trennung führte bei Büchner zu Depressionen. Das von Georg Büchner verfasste Dramen Fragment „Woyzeck“ basiert auf einer wahren Geschichte  des Johann Christian Woyzeck und wurde erst 42 Jahre nach seinem Tod veröffentlicht.  Bereits zuvor schrieb Büchner ausschließlich Werke, die auf einer wahren  Begebenheit beruhten, wie beispielsweise das Drama „ Dantons Tod“. Somit lehnte  Büchner das idealistische Weltbild der Klassik ab. Er sah seine Aufgabe darin „der Geschichte, wie sie sich wirklich begeben, so nahe als möglich zu kommen“. Allerdings entspricht es nicht der Wahrheit, dass Büchner keine ideale hatte, die hatte er sehr wohl. So wollte er beispielsweise,  dass  alle Menschen die gleichen Rechte und Chancen haben, egal ob reich oder arm So ist Büchner in gewisser Hinsicht beides, allerdings schreibt Büchner in seinen Werken realistisch. Unteranderem der Pfarrer,  bei dem Büchner während seiner Studienzeit lebte,  inspirierte Büchner bei dem verfassen seines Dramas „Woyzeck“. Aber auch die bereits dargestellte politische Situation, die Ereignisse in seinen Vorlesungen, wie das schikanieren eines Mitstudenten durch dessen Vater, den Professor  und seine Mutter inspirierten ihn. Büchner schrieb das Dramen Fragment „Woyzeck“ um den Menschen einen anderen Blickwinkel auf die Geschichte des Johann Christian Woyzecks  zu zeigen. Außerdem kritisiert er mit Hilfe seines Dramas die Gesellschaftsschichten. Somit möchte Georg Büchner mit seinem  Drama „Woyzeck“ die Menschen über die Ungleichheit und Ungerechtigkeit in der Gesellschaft  aufklären und die Mitverantwortung der Gesellschaft am Geschehenden diskutieren.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Dramenanalysen/Woyzeck_-_ein_Dramenfragment&amp;diff=15586</id>
		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/Woyzeck - ein Dramenfragment</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projekte.zum.de/index.php?title=Nelly-Sachs-Gymnasium_Neuss/Dramenanalysen/Woyzeck_-_ein_Dramenfragment&amp;diff=15586"/>
		<updated>2020-02-10T18:19:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChTNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Woyzeck. Eine Monotypie von Peter Marggraf.jpg|mini|Woyzeck. Eine Monotypie von Peter Marggraf (2017)  [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de CC BY-SA 4.0]]]&lt;br /&gt;
Georg Büchners Dramenfragment „Woyzeck“, entstanden um 1836, wurde im Deutschunterricht der Qualifikationsphase (Q1) im Unterrichtsvorhaben „Das Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft im Spiegel des Theaters“ behandelt&#039;&#039;&#039;.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee zu einem Wiki entstand aus dem Wunsch der Lernenden, für die Klausurvorbereitung Inhaltsangaben und Analysen inhaltlich und in der Darstellungsleistung optimieren zu wollen. Im Wiki konnten wir unsere Ergebnisse immer wieder überarbeiten, sie anderen Teilnehmenden für konstruktive Kritik zur Verfügung stellen, gemeinsam darüber diskutieren und verschiedene Versionen untereinander vergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sinne des exemplarischen Lernens haben wir uns im Wiki auf ausgewählte Szenen beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies sind unsere vorläufigen Endergebnisse: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Dramenfragment  - analysiert und interpretiert===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Struktur der Analyse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Woyzeck/Inhaltsangaben|1.) Inhaltsangaben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Woyzeck/Inhaltsanalysen|2.) Inhaltsanalysen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.)  [[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Woyzeck/Sprachanalyse|Sprachanalyse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Woyzeck/4.) Formanalyse|4.) Formanalyse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[5.) Einordnung Kontext]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Woyzeck/Biografie|Biografie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Woyzeck/Kritik|Kritik]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Teilnehmende====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:ChTNSG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:AnFNSG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:ZoPNSG]]&lt;br /&gt;
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[[Benutzer:LeBNSG]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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[[Benutzer:JaKNSG]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Benutzer:ElDNSG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;[[Benutzer:FeMNSG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:KavHNSG]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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====Betreut durch====&lt;br /&gt;
[[Benutzerin:MaFlo]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/Woyzeck - ein Dramenfragment/Sprachanalyse</title>
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		<updated>2020-02-05T11:04:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChTNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Szene 5: Sprachanalyse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptmann ist Woyzeck sprachlich überlegen, was an den Verwendungen der sprachlichen Mittel deutlich wird. Analysiert man im folgenden die Verwendung der Sprache, so ist es möglich, dies zu bestätigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn wird eine Überlegenheit deutlich, dadurch dass der Hauptmann zunächst einen hypotaktischen Satzbau und Woyzeck eher einen paartaktischen Satzbau verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst beginnt der Hauptmann das Gespräch mit einer Wiederholung (S.12, V.1). Mit dieser Wiederholung möchte er betonen, dass Woyzeck zu hektisch ist, und er beginnt damit, seine Überlegenheit deutlich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf versucht der Hauptmann mit Zahlen zu überzeugen und somit seine Klugheit (Bildung?) zum Ausdruck zu bringen: „Macht 360 Monate, und Tage, Stunden, Minuten‘‘ (S.12, V.6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Wiederholung verwendet der Hauptmann (S.12, V.20f), um einen Vorwurf gegenüber Woyzeck einzuleiten und seine Meinung diesbezüglich anzudeuten. Woyzeck versucht dabei seine Meinung mithilfe einer Metapher (S.13, V.1) bildlich zu verdeutlichen, in der er das Kind als  „Wurm“ bezeichnet, was im übertragenen Sinne seine Meinung darstellen soll. Seine Meinung dabei ist, dass es für Gott irrelevant ist, dass er nicht verheiratet war. Ab dieser Aussage Woyzecks verändert sich das Verhältnis zwischen Hauptmann und Woyzeck. Dies wird daran deutlich, dass Woyzeck von einer Art &amp;quot;Soldatensprache&amp;quot; und deutlicher Unterlegenheit nun offensiv spricht und ebenfalls mit hypotaktischem Satzbau argumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Aussage reagiert der Hauptmann mithilfe einer rhetorischen Frage, die zeigt, dass er sich zunächst über die Meinung von Woyzeck lustig macht, und die ihn provozieren soll. Sie stellt einen weiteren wesentlichen Punkt dar, da die Meinungsverschiedenheit auf diese Weise verdeutlicht wird.  Woyzeck versucht mithilfe der Verwendung von Symbolen ,,und hätt ein Hut und eine Uhr und eine anglaise“ (Z. 26), erneut bildlich darzustellen, dass Tugend durch Reichtum bedingt wird, da eine Uhr und ein Hut zu dieser Zeit ein Symbol für Reichtum waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem redet der Hauptmann im gesamten Gespräch mehrfach von Woyzeck in dritter Person, was ebenfalls deutlich macht, dass sie nicht auf gleicher Augenhöhe sind: „Red Er doch was, Woyzeck“ (Z. 22); „Er ist dumm, ganz abscheulich dumm. Woyzeck, er ist ein guter Mensch, ein guter Mensch“ (Z. 29-30). &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Zeile&lt;br /&gt;
|Stilmittel&lt;br /&gt;
|Bedeutung&lt;br /&gt;
|Zitat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V. 1&lt;br /&gt;
|Wiederholung&lt;br /&gt;
|Hauptmann möchte betonen, dass Woyzeck&lt;br /&gt;
|&amp;quot;langsam, Woyzeck, langsam&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|zu hektisch ist und es wird direkt klar, dass&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|der HM ihm überlegen ist&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V. 6f&lt;br /&gt;
|Anticlimax&lt;br /&gt;
|Will mit Zahlen überzeugen, dass er klug ist&lt;br /&gt;
|&amp;quot;Macht 360 Monate, und Tage, Stunden,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Minuten!&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V. 20f&lt;br /&gt;
|Wiederholung&lt;br /&gt;
|Diskussion wird eingeleited, verhezt, will&lt;br /&gt;
|&amp;quot;Ein guter Mensch tut das nicht, ein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|nicht drüber nachdenken&lt;br /&gt;
|guter Mensch...&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V.1&lt;br /&gt;
|Metapher&lt;br /&gt;
|Stellt dar, dass er nicht der Meinung ist,&lt;br /&gt;
|&amp;quot;...der liebe Gott wird den armen Wurm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|dass die Kirche und Gott kein Problem damit&lt;br /&gt;
|nicht drum ansehn,ob das Armen drüber&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|haben ob er vorher verheiratet war&lt;br /&gt;
|gesagt ist...&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V.5&lt;br /&gt;
|Rethorische Frage&lt;br /&gt;
|HM provokant, Springender Punkt, an dem&lt;br /&gt;
|&amp;quot;Was sagt er da?&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Meinungsverschiedenheit deutlich wird&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|V. 26&lt;br /&gt;
|Symbol&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Reichtum und Ansehen&lt;br /&gt;
|&amp;quot;...hätt ein Hut, eine Uhr und eine&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|anglaise...&amp;quot;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<title>Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss/Dramenanalysen/Woyzeck - ein Dramenfragment/Inhaltsanalysen</title>
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		<updated>2020-02-04T11:34:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChTNSG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Szene 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während  Woyzeck den Hauptmann rasiert, wird Woyzeck vom Hauptmann ermahnt, ihn langsamer zu rasieren (S.12, Z.2,3: „Langsam, Woyzeck, langsam; eins nach dem andern. Er macht mir ganz schwindlig“). Daran erkennt man die hierarchischen Rollenverteilungen: Durch die Dominanz, die der Hauptmann von Anfang an ausstrahlt, wird deutlich, dass der Hauptmann aus einer höheren Gesellschaftsschicht kommt und Woyzeck aus einer niedrigeren Gesellschaftsschicht. Dies erkennt man daran, dass er mit ihm in seinem Beisein in der dritten Person redet (S.12, Z.20).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend thematisiert der Hauptmann die Ewigkeit, wobei er sagt, dass er in Angst gerät, wenn er über die Ewigkeit nachdenkt (S.12, Z.10). Hier wird veranschaulicht, dass der Hauptmann dadurch, dass er Hauptmann ist, keine weiteren Tätigkeiten nebenbei ausüben muss und somit nicht viel zu tun hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sagt der Hauptmann, dass Woyzeck verhetzt aussieht und erklärt dabei, dass ein guter Mensch dies nicht tut ( S.12, Z.20 ff.). Außerdem stellt er Woyzeck die Frage, wie das Wetter heute ist (Z. 22f.). Nachdem Woyzeck antwortet, das Wetter sei „schlimm“ (Z. 24) , stellt der Hauptmann Woyzeck eine „Falle“ bzw. „legt Woyzeck rein“ (Z. 27: „Ich glaub, wir haben sowas aus Süd-Nord“). Dies beschreibt, dass der Hauptmann der Meinung ist, Woyzeck sei dumm, da er aus einer unteren Gesellschaftsschicht kommt und somit auch nicht sonderlich gebildet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Gesprächs spalten sich die Meinungen des Hauptmanns und Woyzecks aufgrund eines Vorwurf des Hauptmannes. Dieser besteht darin, dass der Hauptmann behauptet, Woyzeck besitze keine Tugend, erkennbar an seinem unehelichen Kind (S.12, Z.33f: „Er hat ein Kind, ohne den Segen der Kirche“).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Absichten der beiden Personen unterscheiden sich grundlegend. Die Intention des Hauptmanns liegt darin, sich selbst darzustellen. Dies erkennt man im Verlauf des Gesprächs, wenn er Woyzeck dessen vermeintliche Schwächen vorwirft (Tugend, finanziell, mangelnde Intelligenz). Woyzecks Intention ist hingegen die an ihn gestellten Erwartungen der Situation entsprechend zu erfüllen, um seine Arbeit nicht zu verlieren. Dabei achtet er drauf das er seine Werte nicht missachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Hauptmann Woyzeck aufgrund eines Mangels an Moral, wegen des unehelichen Kindes kritisiert, verweist er darauf, dass dies der Garnisonspfarrer gesagt hätte (vgl. S.12, Z.35f). Dies zeigt, dass der Hauptmann nicht charakterstark ist, weil er Kritik nicht direkt äußert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woyzeck spricht noch einmal davon, dass es mit dem nötigen Budget leicht sei, tugendhaft zu handeln und er gerne so handeln würde (vgl. S. 13, Z. 27), damit meint Woyzeck, dass er Marie aufgrund seines geringen Einkommens nicht heiraten könne. Nachdem Woyzeck davon spricht, gibt der Hauptmann bei, weil er von Woyzecks Argumentation überfordert wirkt (vgl. S.13, Z. 26). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend schickt der Hauptmann Woyzeck weg (vgl. S13, Z. 33). Dieser Befehl zeigt, dass der Hauptmann in der Position eines Übergeordneten ist: Er ist als Hauptmann der Vorgesetzte des einfachen Soldaten Woyzeck und präsentiert dadurch ebenso eine Dominanz gegenüber Woyzeck.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChTNSG</name></author>
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		<title>Thema:Vffsthkvja2bjc3z</title>
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